sffß Wunner 2. Petta», »e> 18. JMIiiut 1895. n P PettauerZeitung erscheint jeden F»onntag. Drei» f«r P^ta» mit gnsteVvng M Hau»: Viertetjihrtfl ?. 1—, halbjährig B. , gaiuithrig fl ♦.—; mit fcostwisejibung tat g»l«che. Wfrtftjihrig fl. 1.16, halbjithrt, 8H0, ganzjährig |t 460. — (einjelne Stnmmern 10 ft. Schriftleiter 3»|f( Fei«»»», «ahnhafgaffe ft. — Sen»»lt»», ferlag: S. vlante, «»chtza,«»»^ Hn^Ka« Kr. 6. Handschristen werden nicht jurildgeficllt, Ankündigungen dilligst berechnet — Beiträge find erwünscht und wollen längsten« bt» Freitag jeder Wach» eingesandt werden. Vertretung der .Pettauer Zeitung- für «raz and Umgebung bei: Lndwi, M «ch»nh,fer i» »r«z, S»-r,affe Nr. 6. Zur Stellungnahme gegen den ftayzösischen Weinzoll. Die von unserer Regierung im Vereine mit der Legislative seinerzeit herbeigeführte italienische Weinzollclausel hat für unsere Weinbautreibenden verderbliche Zustande geschaffen. Die Monarchie wird au« allen Theilen Italien» mit gehaltlosen Weinen förmlich über» schwemmt und wenn auch diese Weine dem Eon» sumenten nicht mehr directe zum Genusse geboten werden. im Gemenge mit unseren einheimischen Produtten verschlechtern sie letztere und bringe» auch diese in Misscredit. Die ReblauS hat bereits den größeren Theil der Weinpflanzungen zerstört. Während aber in Ungarn die Regierung in energischester Weise mit großen Geldopfern die Reupflanzungen mit amerikanischen Rebe» fördert und unterstützt, um die Steuerträger möglichst bald wieder steuer- und qistenrfähi,, zu macht», sehen wir bei u»S gerade daS Gegentheil. Da« wenige was geschieht, geht nicht über Versuche hinauö; dir wenigen, welche Mittel besitzen, uni auS eigener Kraft die Neu» anlagen durchsufüliren, stehen in gar keinem Ver-hältnisse zu der Masse, welche au» Mangel an Selbsthilfe dem Rinne entgegengehen und so sieht die welnbautreibende Bevölkerung mit Bangen in die Zukunft. Wenn nun noch dazu in einigen Jahren die voraussichtlich große» Erträgnisse der amerikanischen Reuanlagen an» den ungarischen Weingebiete» unseren Markt mit billigen Weine» .überschwemmen werden, dann werbe» ivir vor einer Krisis steh. », die die allerschwerste» Folgen nach sich zi,ht» wird. Man hätte nu» glaubt» solle». dass all diese Calamiläte» genügen würden, um unstrm Weinbau? und Weinmarkte endlich ausgiebigeren Schutz angrdeihe» zu lasse» und erneuerte Ver-suche, Österreich« Weinmärktt mit fremdländischen Mannesstolz. von 3. fttMlIR. .— Und sonst haben Sie mir nichts zu jagen Jsa? — Sonst nichts?" — ein kaum merk» licheS Vibriren seiner Stimme, ein etwa» nervöse« Sittem still« Hand war alle«, was den furchtbaren usruhr verrieth, der sein Innere« dnrchbebte. Ob sie dieses Vibriren, dieses Zittern Vemerkt halte? Ihre Haltung, ihre Stimme war kühl und fest al« sie antwortete: .Rein; ich habe Ihnen weiter nichts zu jagen, als das« ich nie eine Frau Rieglrr werden kann. Niel" — damit machte sie eine ceremonielle Verbeugung. Er legte die Hand salutirend an seine Dienstkappe, wandle sich kurz um und verließ daS Rondell de« Eurparke« aus dem Wege, der gegen den an den Park grenzenden Wald führte. Sie stand hochaufgerichtet und ihre Blicke folgten der schlanken, elastische» Gestalt des Manne«, der, ruhig fortschreitend, nach etwa hundert Schritten, hinter einer Wendung des Weges unter den blühenden Ziersträuchern ver- Erzeugnissen zu überschwemmen, ein- für allemal zu unterlassen. Weit gefehlt! Die französische Regierung hat plötzlich ge-funden, das« sie auf Grund der mit Österreich abgeschlossenen Handelsverträge das Recht habe, alle die von Osterreich aiiveren Ändern zu-gestandenen Begünstigungen auch für sich zu be-anspruchen und droht im Falle der Verweigerung dieser Begünstigung mit RetorsionSniaßregel». Unsere Regierung ist bereits mit der französische» in Verhandlung getreten, und e« wäre Aussicht vorhanden, dass diese Verhandlungen durch die Theilnahme der österreichischen und ungarischen Regierung und des Auswärtigen Amtes, ein für uns günstige« Resultat zu erzielen, ge-eignet seien. Allein die Ungarn, welche bei jeder Gelegen-heit die Riemen anS unserer Haut zu schiieiden gewohnt sind, verändern ihren Standpunkt auch in dieser Frage zn unserem Schaden. Laut der mit dem ungarischen Handelsministerium gepflogenen Verhandlungen erklärt Ungarn: Keine Gefahr in den französischen Ansprüche» zu erblicken, weil der Vortheil, den TranSleithanie» au«, dem Ex-Porte von Schafen und Holzwaare» nach Frank-reich zieht, den Schaden einch: französischen Wein-einfuhr mehr al« anfwiegk, wenn e« auch den französischen Recht«standpn»kt in der Weinzollsrage nicht anerkennet Ungarn, da« nach dem samosen Verhältnisse von 30:70 überall den Rahm abschöpft, wo e« sich um gemeinsame Angelegenheiten handelt niid nicht selten eine unheilvolle Pression in Dingen ans unsere Regierung übt, welche u»S eigentlich mir allein und die Ungarn gar nicht« angehen, stellt sich wieder ans den egoistischen Standpunkt auch in dieser Frage, welche für den österreichische» Weinban eine Frage um Sein oder Nichtsein bedeutet und — wie so oft. droht uns auch in diesem Falle die Gefahr des Nachgeben« der österreichischen Regierung. schwand. Wenn sie gehofft hatte, das« er sich noch kinmal umsehen werde, so hatte sie sich ge-täuscht. Und e« schien fast, al« ob sie e« gehofft halte, denn mit einem stolzen Achselzucken warf sie den tiopf in den Nacken und ging den Weg gegen den Eursalon hinab. ,Jsa von Traundorff" war seit acht Tagen in der .Villa Amalia" eingemietet und galt seit dieser Zeit als die BeautS der Saison. Sie war eine hohe, schlank, Blondine, mit kalten stahlblauen Augen, mit d?n Manieren einer Weltdame, dem Austreten einer Königin, unnahbar, voll kaltem vornehmen Stolz und einer fast beleidigenden Zurückhaltung. Da sie in schwarz gekleidet gieng. hielt man sie sür eine Witwe und nach der Lebensweise, welche sie führte, musste man sie für reich holten. Sie speiste zwar im Eursalon, allein sie ließ sich an einem Fenstertischchen serviren und so war eS den Herren fast unmöglich, sie wenigstens bei der Tafel in ein Gespräch zu verwickeln, denn auf der Promenade, beim Concerte, im Theater, kurz überall wo sich in der Regel eine Gelegenheit dazu ergibt, ES ist wohl jeder Zweisel darüber auSqe» -schlössen, das«, sobald neben Italien auch Frank» reich seine billigen Weine auf unsere Märkte wirst, während gleichzeitig auch spanische nick griechische Weine in Masse» importirt werden, das« dann der österreichische Weinbauer von solcher Eoncurrenz erdrosselt wird. Und weshalb? Blos damit Ungarn« Nutzen aus seiner Holz- und SchasauSsuhr nicht ge- ; schmälert werde ES liegt nnninehr an der weinbautreibenden Bevölkerung Österreich«, mit aller Entschiedenheit gegen diese« Geschäft Stellung zu nehmen, sich zn Kundgebungen anfznraffen, die laut genug find, um dort, wo sie zu wirken haben, nicht überhört» zu werden. Sie wird ihre Bertrtter in der Landstube sowohl, al« im Reichsralhe anzugehen haben, in dieser Frage mit der äußersten Rück-sichtSlosigkeit aufzutreten und gegen jede Herabsetzung de« Zolle« auf französische Wein, zu stimmen. Durch Massenpetitionen an das Par-lameii» und die Regierung nius« unsere Weinbau-treibende Bevölkerung ihr Lebensinteresse zu -' wahren suchen Nur auf diese An wird sie die Regierung hindern, den Fehler zu wiederholen, der mit der italienischen Weinzollklausel begangen, worden ist, zum Schaden de« ohnehin nothleiden-den Weinbaur« in Österreich und sie wird damit auch dem Auftreten der Abgeordnete» de» nöthigen • Rückhalt geben. Der hiesige „Landwirtschaftliche Verein" wird in de» nächsten Tagen behus« Stellungnahme zur Frage de« sraniösischen Weinzolle« eine anßer-ordentliche Versammlung einbetuse» und wir sordern die Interessenten dringend aus. sich an dieser Ver-saminlnng, dem Ernste der Frage entsprechend, so. Zahlreich als möglich zu betheiligen, wie da« bereits in vielen weinbautreibenden Bezirken Oster-. reich» geschehe» ist. Wenn man den stummen Jammer in den Weinbezirken aber nicht sieht. w>rd man vielleicht den gellenden Notschrei umso-besser hören! die Bekanntschaft einer Dame zu machen, hatte sie e« bisher verstanden, sich die H-rren ferne zu halten. Natürlich war da« ein Grund mehr, das« sie von alten und junge» Lebemännern und Gecken verfolgt wurde und ein jüdischer Finanzbaron weitete mit dem Attachö einer fremden Gesandt-schast um seinen Juckerzug. das« er ebenso abblitzen wurde, wie alle anderen Herren, anßer er ver-spreche der stolzen Jsa da« Heiraten, wenn sie überhaupt frei sei. Wie kam nun der Postosfizial dazu, der Ge-feierten einen HeirathSaiitrag zu machen? Der Postoffizial Norbert Rieglrr, welcher wahrend der Saison da« Postamt de» Curorte« leittte, denn sür die übrige Zeit de« Jahre« ge-nügte ein Expeditor vollständig. Er hatte ihr keinen HeirathSaiitrag gemacht und ihr nicht ein-mal von Liebe gesprohen, denn »ach seiner Meinung verstand sich daS von selbst. Norbert Riegler war eben einer jener feinfühlenden Naturen, die auS der offene» Gunst eines WeibeS, daS sie Gemeinderaths-Sitzung vom 9. Januar 1895. Tagesordnung. 1. Verlesung der Protokolle der Gemeinde. vatSsitzungen vom 21. und 28. December 1894. 2. Einläuft und Mitteilungen. Ref. Herr Bargermeister Ornig. 8. Berathung und Beschlußfassung betreffend «ei Erlas« de« hohen k. k. Reichskrieg«ministerium« «1> Sache» der Erbauung de« Ecrasit-Hand- und Friedensmiinition«magazin« sammt Wachhau« in Pettau. Ref. Herr Filaferro. . * Mittheilung der Erledigung«,uschrift de« Bezirksausschusses in Pettau in Sachen der RadkerSburger. Wurmberger und Friedauer Straße. Ref. Herr Kohaut. 6. Ansuchen de» Eajetan Grohmann um Ver tnhung der Eonzession zum Betriebe de« Gast grwerbe». Ref. Herr Roßmann 6. Ansuchen der Gemeinde Rann um Ein Schulung mehrerer Ortschaften. Ref. Herr Fitaferro. 7. Ansuchen de« Jos. Dörffel um Verleihung der Eonzession zur Ausübung de? Kaminfeger gewerbes in Pettau. Ref. Herr Stary. 8. Ansuchen de« Bereine« .Südmark" wegen guerkennung einer Subvention. Ref. Herr Ott. 0. Beschwerde der Fleischer gegen die Fleisch, etvfuhr. Ref. Herr Kollenz. !0. Reorganisation de« städtischen Wagamte«, «ef. Herr Sadnik. 11. Berathung und Beschlußfassung be-treffend die Brückenmautheinhebung Ref. Herr Kasimir .12. Schlußbericht über die Eassa^contrirung. «rf. Herr Ott. 0 13. «llsällige«. 14 Ansuchen de» Franz HSller wegen Weiter-velassung der Wohnung. Ref. Herr Roßmann. 15 Erlediging mehrerer Gesuche um Zu> «Nennung von Remunerationen. Ref. Herr Ott. Zu der für Mittwoch den S. Jänner an» beraumten GemeinderathS-Sitzung standen nach-stehende 15 Punkte zur Erledigung auf der Tagesordnung: (Siehe Tagesordnung). Die welcher die Herren: Bürgermeister ^vjef Ornig und die Herren Gemeinderäthe: W Blanke, E. Filaferro. I. Lasimir, B. Kohaut. 2 Kollen, M. Ott. I. Roßmann^ R. Sadnik. . Sk Schmidt. A. Sellinschegg. H. Stary. I. Stndte. H. Strohmaier erschienen waren. wurde um 3 Uhr «mchmittag« von dem Herrn Vorsitzenden eröffnet und «ahm folgenden Verlauf. Punkt 1. Die SitzungSprotocolle vom 21. and 28. Dezember lb94 werden in ihrer Fassung genehmiget. Punkt 2. a) Mittheilung von der Ankunft eine« Zpaenieur« der Alpinen Montangesellschaft. be-hus« Bornahme von Studien aber die Anlage «Wer eisernen Draubücke. Herr Tirector Hermann lieben, nur eine Folgerung ziehen; jene die jeder chrenhaste Mann ziehen zu müssen glaubt. Bor fünf Jahren war er noch der flotteste «ad schneidigste Regiment«-Adjutant gerxsen, den fct« Infanterie Regiment Rr.. . seit seinem Bestehen gehabt hatte. Hochgeschätzt von den Käme-roden und von den vorgesetzten. Der Stab de« Knsimente« lag in einer 0er oberungarischen Garnisonen und wenn da« Regiment auch kein ungarische» ivar, die liebenswürdigen Offiziere hatten e» verstanden, sich bei oen Damen der Stadt ebenso wie bei denen de« Landadel« in Gunst zu setzen. Oberlieutenant Riegler war eitler ihrer besonderen Lieblinge; nicht nur weil er ein schöner Mann war, sond-rn noch mehr seine» ritterlichen Charakter« ivegen. In K... u war damals kein Mangel an schönen Frauen und der UegimentS-Adjutant erhielt mehr al« einen Be-weis, das« er bei dieser oder jener da« gewünschte Entgegenkommen finden würde, wenn er auch seinerseits entgegenkommender sein wolle. Du lieber Himmel, man lebt ja nur einmal l Hagen der Brückenbauanstalt der öfterr-alpinen Mvni^ligrscllschaft ist am S. d. M. eiuaetroffen und wird ein generelle« Project zur Herstellung riner soliden eiiernen Draubrücke mit Fahrbahn und Fußweg entwerfen. (Die Kosten der Brücke dürsten wie wir erfahren ca. 100000 fl. betragen). b) Verlesung der Zuschrift de« h. steirischen Lande»au«schusse«. womit ebenso die Bezahlung fixer Grabstellengebühren. al» eventuell Beiträge zur Erhaltung de« Friedhofe« au« den Lande» fond», für Leichen au» den hiesige» La»de»siechen und Allgem Krankenhause abgelehnt wird. o) Mittheilung von der Ernennung de« Pfarrer» I. Her«i<; in UnterpulSgau zum Probst und Stadtpfarrer von Pettau. Antrag zur Bildung eine» Eoniitö» für den Empfang und die Installation de« Genannten. In da« EomitS werden die Herren Bicebürgermeister F. Kaiser und die Gemeinderäthe: I. Kasimir. H. Molitor, I. Roßmann und F. Schmidt gewählt. d) Mittheilung betreffend die Erörterung der Gymnasialfrage im Äufe der verflossenen Wählerveriammlung. G R Filaferro constatirl, das« in einer früheren Sitzung der Beschluss zur Vorlage einer Pttition in dieser Frage an den LandeSaiiSschus« gesasSt worden war und fragt, weshalb diese Petition nicht abgesendet wurde? Der Vorsitzende verweist diesbezüglich auf die Erörterungen de« Abgeordneten, die von den Wählern gebilligt worden sind. Nach diese» Er-örternngen sei die Absenkung einer Petition für nicht oppori^n gehalten worden und daher unter-blieben. G. R. Filaferro weist darauf hin. das« ein Beschluss des Gemeinderathes auf alle Fälle ausgeführt werden müsse. Der Vorsitzende lässt darüber abstimmen, ob er. indem er die Absen-dung einer Petition in der Gymnasialfrage ver-zögerte, den Interessen der Sache zuwider ge-handelt habe. Die Abstimmung ergibt da? Ein-Verständnis der Mehrheit mit dem Vorsitzenden. G. R filaferro verlangt, das» sein Protest zu Protokoll genommen werde. Damit ist dieser Zwi'chenfall erledigt, Punkt 3. über die Zuschrift des k. u. k. ReichS-KriegS-Ministerium«, betreffend den Bau der ärarischen Errasit-Magazine, laut welcher Zuschrift für de» Fall, al« die verlangte Miethe nicht herabgesetzt wird, die Erbauung dieser Ma-gazine aus äiarische Kosten vorgenommen und die dermaligen Munition« Handmagazine an Ort und Stelle verbleiben müssten. — wird Über Antrag de« Ref. G. R Filaferro der seinerzeitige Miet-zin« auf 450 fl. festgesetzt, wa« einer 6*/. Verzinsung der Bausnmme eritspricht, umsomehr. al« alle anderen Vertragspunkte zu Gunsten der Gemeinde lauten. Punkt 4. Über die Zuschrift der l. Bezirks-Vertretung, welche für den Fall, al» die Ge-meinde dl, Erhaltung der im Pomörium der Gemeinde Pettau liegenden Strecken der Bezirk»-straßen nach Radker^burg, Frieda» und Wurm-berg in die eigene Regie übernimmt, einen Durch-schnitt»betrag der einjährigen Erhaltungskosten und man weiß auch, das« ein Officier nicht gleich an'« Heiraten denkt, wenn er einmal ga:.z be-sonders liebenswürdig ist. Oberlieutenant Riegler dachte ebensowenig daran, wie andere Kameraden, bis ihm eines TageS Isa von Traundorff be-gegnete, damals war sie Gesellschaftsdame bei einer Gräfin, die trotz ihrer Vierzig noch lange nicht daran dachte, vernünftig zu werden, wie sie selber scherzend sagte. Und bei der Gräfin war der schöne Regiment».Adjutant der am liebsten gesehene Gast, bi» — diese gewahrte, welch' tiefen Eindruck ihre Gesellschaft»dame auf den Offizier gemacht hatte. Dann ward derselbe täglicher Gast im Schlosse, welche», etwa eine halbe Stnnde von der Stadt entfernt, zwischen üppigen Reben-Hügeln liegt. Täglicher Gast, denn e» machte der lebenslustigen GutSfrau einen Hauptspaß, den schönen Oberlieutenant zappeln zu sehen und sie gab ihm reichlich Gelegenheit da,u. DaS Ende davon war. das« die Gesellschafterin der Gräfin eine» Tage» sagte: „Mein Norbert wird den Dienst gnittiren und in den Civilstand»dienst ein- für allemal anbietet, entspinnt sich eine lebhafte Debatte; nach den Ausführungen des Referenten «. R. Kohaut. welcher nachweiset, das« die Bestimmungen des g S der dieSbezüg-lichen Vorschriften auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar seien und der Abfindungsbetrag ganz unzureichend sei. wird das Anerbieten abgelehnt und beschlossen. eS seien die Verhandlungen in dieser Sache auf Grnnd des SektionSantrageS weiterzuführen Punkt 5. Da» Gesuch wird mit der Moti-virung. das» im Gemeindegebiete ohnehin die Zahl an Gasthäusern weit über da» Bedürfni» vor-Handen sei. abgewiesen. Punkt 6. Dem Ansuchen um die Einschulung der Ortschaften Drasendors und Schwabendorf mit Neudorf nach Pettau. wird über SektionSantrag keine Folge gegeben, da die Stadtschulen bereits überfüllt und die Lehrer bei einer Einschulung von »och mehr Kindern nicht deutscher Zunge vollständig außerstande wären, da« vorgeschriebene Lehrziel zu erreichen. Punkt 7. Dem Jos. Dörffel fei die Rauch-fangkehrer-Eonzession zu ertheilen, da dadurch eine Vermehrung infolge der Rücklegung einer solchen Eonzession nicht stattfinde. Punkt 8. Der . Südmark" werden 20 fl. an Subvention bewilligt. Punkt 9. über die Beschwerde der Fleischer gegen die Einfuhr von Fleisch resp, den Winkel-verkauf von Fleisch durch au»wärtigeKleinviehst,cher und Händler, entspinnt sich eine äußerst lebhafte Debatte. anwelcherstchdieGemeinderätheJ. Kollenz. A. Sellinschegq. H. Steudte. W. Blanke. M. Ott. Äi. Strohmaier, I. Roßmann. I. Kasimir. Schmidt bttheiligen. E» wird beschlossen: die , roducenten sowohl wie die conzessionirten Händler wie bi»her zuiulassen. dagegen den Winkelverkauf, wie er jetzt besteht, strengsten« zu verbieten und die Verkäufer anzuweisen, da« Fleisch, welche« mit giltigen Beschauzetteln gedeckt sein mus«. aufStänden zu verkaufen, für welche die Berkaus«plätze vom Stadtamte auf dem dermaligen BertaufSpiatze in der Herrengasse anzuweisen seien. Dem städt. Thierarzte wäre die Überwachung dieser Händler bezüglich der Waare ganz besonder« zu empfehlen. Die städt. Aussicht«organe aber anzuweisen, jeden Winkelverkauf strengste»« zu verhindern. Punkt 9. Zu diesem Punkte gelangt der nach dem Antrage Filaferro und Kohaut modi-flirte SektionSantrag zur Annahme. Derselbe schlägt vor: n) Die Mautheinnehmer mit 6% der Bruttoeinnahme zu entlohnen und freie Wohnung zu geben. b) Auflassung !x« dermaligen EinhebnngS-modu» beim Dienstantritte de« neuen Maut-einnehmer«. c) Einführung von Blocks-Karten (Mauth-Bolleten), in welchem da» Datum zu markiren ist. d) Entrichtung der Mautgebühr beim ersten Passiren de« Mauthause». e) Verfügung, das« jene Fuhrwerk«besitzer. übertreten. Frau Gräfin." — Und darauf ent-gegnete die Edeldame: .Meine liebe Isa. wenn er e« thut, so verdient er vollauf Ihr Mann zu werden: aber ich glaube er wird e« sich zweimal überlegen und Sie auch. An« ein paar Dutzend mehr oder minder warmer Küsse, darf ein ver-ständige« Weib noch lange nicht da« Recht für sich beanspruchen, einen tüchtigen Mann au« seiner EarriSre zu werfen. Ihnen haben die Küsse sicher ebensoviel Vergnügen gemacht al« ihm. — we«. halb soll er allein dafür büjen? Wenn Oberlieutenant Riegler diesen närrischen Streich macht, sind auch wir zwei geschiedene Leute Isa." Er machte diesen Streich wirklich und Isa von Traundorff übersiedelte nach Budapest. Wenn er in eine höhere Rangclasse käme, wollten sie heiraten. AI« er Osfizial geworden war und ihr davon Mittheilung machte, kam der Brief mit dem Postvermerk zurück: .Adressatin unauffindbar." Alle folgenden Briefe käme» so zurück — und seit sechs Monaten hatte der Osficial Norbert w«lch« sich bei einer Controlle mit einer Maut» bollete nicht au«w«!s«n können, die doppelte Ge» bühr j» entrichten haben. k) Schaffung einer Dienstordnung für die Mauteinnehmer. 5) Ali Controiorgane gelten städtisch« An» gestellte (Sicherheitswach«. Platzgeldeiunehmer. der städt. Wachtmeister »nd der stobt. Ökonom). h) Verlautbarung der neuen Mautordnung in beiden Landessprachen in allen Gemeinden de« Bezirk«. Punkt 12. Semeinderath Ott erstattet einen eingehenden Bericht über die Scontrirung der Soffen und Revision der Bücher bei der Stadt-Verwaltung und constatirt, das« die Eaffenbeständ« vollkommen intakt seien und mit den Verbuchungen und Belegen vollkommen stimmen. Die Durch-fthrung der Eonvertirung entspreche genau den die«sall« gefaßten Beschlüssen und dieScvntriruiig«-Commission beantragt, der Stadtverwaltung die Anerkennung au«zusprechen. Punkt 14. Den» Ansuchen de« Höller um Belassung in seiner Wohnung wird Folge gegeben. Derselbe ist gegen 8-tägige Kündigung und Leistung kleinerer Arbeiten bi« Ende März 1885 in seiner Wohnung zn belassen. Punkt 15. Remunerationen erhalten: Maut« «innehmer Tenja 16 fl., Witwe Wesiag 16 fl., die städtischen Platzgebühren-Einnehmer h 6 fl., dagegen wird der Parkwächter, welcher ohnehin den Erlö« au« dem verkaufe der Kastanien hat, abgewiesen. Punkt 16. Allfällige«: a) Dem Aug. Kosär wird die Tonzession für einen Kaffeeschank im »aiser'schen Hause verliehen. d) über Einschreiten de» .Verschönerung«-verein«" wegen Verlängerung de« Wege« link« der Radker«bnrger Straße, von der Grajenabrücke weg bi« gegen die Pulvermagazine, wird be-schlössen, mit den Besitzern Kravagna und Turk in Unterhandlung zu treten, um diese Sache auf gütlichem Wege zu erledigen, im Falle einer Weigerung aber alle gese^ichen Mittel in An-Wendung zu bringen, das« diese eminent noth-wendige Begoerlangeimng durchgeführt werden könne. (/rutrweljr-Xbcub ) Der von unserer braven Feuerwehr am tt. d. M. gegebene Festabend mus« al« vollkonimen gelungen bezeichnet werden. Er war nicht nur sehr gut besucht, sondern e« hatte sich diesmal auch da« schöne Geschlecht sehr zahl-reich betheiligt. ein Umstand, der oen Tänzern ganz besonder« behagte. Der Saal de« Easino-vereine« war vollständig besetzt und neben den schmucken Feuerwehr-Männern war speziell die Bürgerschaft sehr zahlreich vertreten. Auf der für die Sänger errichteten Estrade war da« prächtige Banner de«Verein« auf grünumwundenem Piedestal ausgepflanzt, am Sängertische lag da« mächtige Trinkhnrn und link« von der Estrade waren die Tombolagewinnsteaufgestellt. Einhundert- e« aufgegeben, Briefe zu schreiben, die uneröffnet zurückkamen. So lagen die Dinge, al« er vor acht Tagen in der Eurliste unter den angekommenen Eur-aästen den Namen: .Isa von Traundorff, Private sammt Kammerzofe au« Pressburg" las. Norbert Riegler hatte nicht mehr den Wunsch, die ehemalige Braut zu heiraten, wenige Männer von Ehre hätten diesen Wunsch gehabt; verliebte Narren etwa ausgenommen, die ihre Männer-würde so weit vergessen, um sich freiwillig die Ketten um den Hai« zu legen, womit ein Weib zu fesseln versteht. Nein an'« Heiraten dachte Norbert Riegler nicht, er wollte blo« wissen, wem er geopfert morden war. C« liegt dünn immer eine Art Trost sür einen Mann wie Riegler. Ist der Vorgezogene besser, dann hatte er Edelmut genug, ihr dieses Glück zu gönnen; ist er schlechter, dann hatte er. Riegler, an ihr wenig verloren. Isa weigerte diese Auskunft nicht. Sie sagte, dass sie keinem andere» angehöre, das« sich aber ihre Verhaltnisse auch derart geändert hatten, dass sie auch nicht mehr wünschen könne, die Frau vierzig Gewinnst?, darunter ebenso werthvolle al« praktische Objecte, neben einer Menge reizend« Dinge und solcher, die jeder Hau«srau für ein tüchtige« Mittagmal erwünscht sein können. Wie gesagt war der beste Theil der Bürgerschaft, an der Spitze der Herr Bürgermeister I. Ornig. ver-treten und die Feuerwehr-Hau^leute. Herr Steudte und Fürst, sowie der Herr Ehrenhauptmann Spritzet), welch' ledere da« Arrangement über-nommen und geleitet hatten. machten in der liebenswürdigsten Weise die Honneur». Zur festgesetzten Stunde begann die Musik mit der Ein-leitung de« Feste« und wurde auch sofort ap-plaudirt; Herr Kapellmeister Haring dirigirte und bot ei» sehr anziehende« Programm. Sodann kam der .Liederkranz- der wackeren Feuerwehr an die Reihe. Schon die erste Nummer .Wir bleiben treu", entfesselte einen Sturm von Bei-fall, der sich bei der DoppUnummer: .Da lustige Steirerbua" und . Unsre Steira Dirndln' von Blümel zu einem nicht endenwollenden Applaus verdichtete. E» nützte nichts, die Sänger mussten die herzigen .Steira-Dirndln? wiederholen. Auch der .Wandermorgen" von Koschat hatte Glück. Wir können es nur lobend hervorheben, das« die Sänger de« Verein« sich an die Pflege Heimat-licher Lieder halten; den Erfolg, den sie mit den Vortragen derselben errangen, mag ihnen beweisen, wie sehr man im Publikum den Heimat»gesa»g zu schätzen versteht. Die Sänger^ e« war ein kleine« fiäujlein. waren so voll Lust und Liebe bei der Sache, da!« e« gar nicht zu verwundern ist, wie prächtig sie zusammensangen und ihr Ehormeister, Herr Kukowetz. kann mit dem Erfolge ganz z»-frieden sein. Angenehm waren die abwechselnd in da« Programm eingrschobenen Musikstücke, denn auf diese Art wurde da» Programm weder ermüdend noch eintönig, noch so gewissermaßen mechanisch herabgeleiert. sondern es bereitete in genußreicher Steigerung den Schlusseffect vor. Die Tombola ergab viele frohe Gesichter, den» die Gewinnste waren zahlreich und mitunter werth-voll, wie z. B. die schöne Stutzuhr unter Glas-glocke. ein sehr schöne« Aluminium-Schreibzeug, ein vielverheißende« Fast und Anderes. Nach der Tombola kam der Tc»>z an die Reihe und wenn auch die ossicielle Dauer auf zwei Uhr morgen« festgesetzt war, so gab e« noch lange darüber hinan« der Frühlichen eine stattliche Menge. Wir können nicht umhin der musterhaften — Ordnung wäre unrichtig gesagt bei so hochanständige» Gästen, — Ruhr z» erwähnen, welche das ganze Fest durch-tränkte. Bei aller Fröhlichkeit vermisste man jene alles verderbende Nervosität im Arkangement und der Leitung, die oft recht unangenehm wirkt, weil sie drängt, wo ma» sich nicht drängen laffen mag und hinwieder hindert! und verstimmt, wo man sich gerne ungenirt geben möchte. Wie ge-sagt, da« Fest war vollständig gelungen und wenn der Verein in diesem Fasching noch ein ähnliche» arrangirt, dürste er elxusv zahlreichen Besuch haben wie am h. Dreikönig«tage. eines kleinen Beamten zn wert»?» U»d mit einer Art Bedauern erklärte sie. das« er seine Officier«-Charge abgelegt habe; e« wäre so rasch nicht nöthig gewesen. Er war bei dieser Erklärung zusammengezuckt, .hatte er den Schritt nicht ihret-wegen gethan? Doch er machte ihr diesen Vor-wurf nicht; er war ja Mann aenug gewesen, diesen Schritt z» überlegen. ' Er hatte ihn gethan und wen» auch ihretwegen, so hatte er ihn doch an« freiem Willen gethan. Über die Art der Veränderung ihrer Ver-Hältnisse brauchte er nicht zn fragen. Sie war offenbar durch Zufall reich geworden; durch welchen Zufall, das zu erfragen hatte er nicht die ge-ringste Lust. Thatsache war, dass sie über reiche Mittel verfügte und dass sie insolgedeffen hochmütig geworden war; geidstolz, und eine solche Frau hätte er schon haben können, ehe er Isa von Traundorff kennen gelernt hatte. Damals begriffen ihn die Kameraden auch nicht, aber er sagte er habe nicht da« Zeug in sich, .der Mann seiner Frau" zu sein. So waren sie geschieden; Norbert Riegler Pettauer Nachrichten. svie 7V. Geburtstagsfeier.) Wie wir hören' feiert der gewesene Bürgermeister. Herr Ernst Eckl, Ritter de« Franz-Jofef Orden«, Montag den 14. b. M. feinen 70. GebnrMag. Wer wie er, sich nach einem Leben voll Arbeit und »ach viel-jährigem öffentlichen Wirken noch einer solchen geistigen Frische und körperlichen Rüstigkeit erfreut, . darf hoffen, noch recht viele Geburtstage feien»' zu Vnneu. wa« wir ihm vom ganzen Herzen wünschen. (3nb»rntian der .. MM-Schule".) Der .Deutsch« Schulverein" hat der Musikschule »« Pettau eine Subvention von 200 fl. gewährt' nxldjtr Betrag bereit« feiner Bestimmung z» geführt worden ist. £ (Hauptversammlung des deutschen tun* •rrril».) Montag den 16. Jänner 1896 findet in Herrn Osterberger'« Elubzimmer 8 Uhr abend« bi* diesjährige Hauptversammlung mit folgender Tages-ordnung statt: 1. Beriefen der BerhandlungSschrift der letzten Vollversammlung; 2. ThätigkeitSbcricht de« Tururathe«; 3. Bericht de« Säckelwarte« über die Geldgebahrung; 4. Neuwahl de« Turnrathes; 5. Wahl der Abgeordneten für den Gantagj 6. Wahl der Kneipleitung; 7. freie Anträge. Dir ausübenden und unterstützenden Mitglieder df« vereine« werden ersucht, verläs«lich zu erscheinen/ (Rechnung» Abschluß irr Sladtgrmkiud» pro 1894.) D»e Einnahmen der Stadtgemeinde Pettau im Jahre 1894 betrugen 130168 fl. 75 kr., die An«gaben 128.900 fl. 67 kr. Es verblieb so-nach ein Cassarest pr. 1269 fl. 8 kr. Die Ein-nahmen des ArMensonde« betrugen 66409 fl. 37 kr., die Au«gaben 68266 fl. 44 kr. Der Abgang pr. 1866 fl. 7 kr. wurde an« d«n laufenden Ge-meindegeldern gedeckt. Die Einnahmen de« Bürgn-' spitalionde« betrüge» 28.566 fl. 59 kr., die Abgaben 29.173 fl. 70 fr. Der Abgang pr. 617 fl. 11 kr. wurde au« dem Armenfonde gedeckt. Ä5 ergibt die« einen Gesammtoerkehr pr. 461.483 fl. 62 kr. in der städt. Verwaltung . f (Musrum Vrreiil.) Der Musenm-Berejn'in Pettau hä't am 18. Jänner 1896 in Herrn Dftrrbrrget'« Elubzimmer abend« 8 Uhr die' diesjährige Vollversammlung mit folgender Tages-ordnung ab: 1. Tätigkeitsbericht des Ausschusses pro 1894. 2. Bericht de« RechnungSführkt«, 3. Neuwahl der BereinSleitung. 4. Fesnetziing' der Jahresbeiträge, 5. freie Anträge der Mitglieder. Die P. T. Mitglieder werden gebeten, zahlreich erscheinen zn wollen. (Asskütirung iu pettau.) Wie wir hörnt findet die regelmäßige Stellung für das Iah* 1895 am 1. April für Bettau und am 26. bi« 30. März d. I. für die Umgebung statt. • ? (Dir Schneefälle in den letzten Tagen.) Die' abnormen Schneefälle seit 6. d. M. reichen bi«' Nordafrika hinab und machen sich besonder« in den Adria- und Mittelmeerländeri, schwer fühlbar.' In den Ländern de« .ewigen Frühling«" gidt-' es eben keine Ofen in de» Wohnungen, und und Isa vo» Traundorff waren nach feiner An^ sicht geschieden sür immer. Es gab keine Brückt mehr zwischen ihm »nd Isa. — Das« sie sich be-gegneten im Eurorte, focht ihn wenig an: er' hatte die Liebe zu diesem Weibe mit dem raschen Entschließen, da« eine» GrnndjUg seine« Charakter« bildete, »ach den, Zwiegespräch im Parkrondelle[ aus seinem Herzen gerissen. Diese Sache war' für ihn abgethan. Er war ihr ein Fremder;^ er ignorirte die gefeierte Bea»t6 so vollständig,' wie ein Mann nur ein Weib ignoriren kann, dessen Charakter einen Hauch von Gemeinheit trägt. Denn ihr Geldstolz war ihm gegenüber,' der für sie da« beste geopfert hatte, wa« ein" Mann einem Weibe opfern kann, — eine glän-zende Carriöre, — eine Gemeinheit. Mochte sie im übrigen auch fleckenlos sein. E« kann nicht auffallen, das« ein Mann wie der Postamtsleiter von den Lebedame» des Cur« orteS bald bemerkt wurde. Der schöne Postbeamte war ihnen das, was den Lebemännern seine ge-wesene Braut war. «in Magnet. — 4 — . unb Pudelhauben gehören in den «Gärten ber HeSveriden" nicht zur gewöhnlichen . «ntertoileite. Übrigen» ist auch bei uns da« Wetter abnorm, Am 0. blieben die Morgen-zeUimgen au», weil in der Nacht vom 8. zum 9. die Hauptlinie der Südbahn zwischen Wien und Triett streckenweise so tief eingeschneit ivar. das» die Züge stecken blieben. In Wien revoltirten die Schneeschausler. weil der Magistrat die Rächt-arbeit nicht mehr zuläf«t: in Pettau werden bald . die Passanten revoltiren. wenn der Magistrat die Verordnung tvegen de» Trottoirreinigen« nicht energischer durchführt, vom h. Dreik»nig«tage an wurde der Schnee nicht mehr bi» aus .eine möglichst diiiine Schichte", wie e« in dem Ufa« heißt, weggefchafft. sondern er blieb in der mög-Nchst dickste» Schichte einfach liegen zum Gaudium der Schulbuben, welch, vom Hauptplatze weg nach allen Richtungen . schneernsseln". Die Bahnhos und Kirchengasse. die Allerheiligen- und Bürger gösse. von der Ordonnanzgaffe gar nicht zu rede», sind in Gletscherielder verwandelt; man kommt zwar sehr rasch zum „Judennatzl", zum .Ros«-mann", zum „Heu" und .Reicher" hinab, wenn man sich oben einen Schwung gibt und nieder-hvckerlt. — aber wie man dann wieder bergan kommen soll ohne GrieSbeil, Steigeisen und einem geprüften Bergführer? Die Verordnung ist bi« aus die .möglichst dünne Ei«schichte", gut, — aber nur dann wenn sie auch gehalten wird. Bedeutend besser haben e« die Pferde; für die wird die Straßenbahn mittelst Schi.eepflügen Sngbar gemacht, eine Neueinführung. die volle« b verdient. Da aber die Schuster bisher keine ^Patentstollkn" im Borrathe halten, bitten die Menschen wenigste»« um dir .Einschärsung" der bezüglichen die Trottoir« betreffende Verordnung. (Schidagrndrn de« Stadtamtes.» Im Jahre 1894 käme» beim hiesigen Siadtamte 509 Individuen zur SchnbbeHandlung Davon erhielten 405 die Mittag«-. 809 die «bendkost. Die Schuh-begleitung geschah zusammen auf 2280 Kilometer ynddie Kosten der Begleitung betrugen I36fl.20kr.. Eifmbahngebühre»: 95 fl. 58 kr. und für Wagen-gebühre» wurden 4 fl. 80 kr ausgegeben (Freiwillige Fcoerwrhr prltao.» Wochen-bereitschast vom 13. Jänner bi« 20. Jan »er. II. Hug II. Rotte. Zug«führer: Laurentschitsch. Rottsührer: Maizen. (Lorstruoirhmartt i» tiaan.» Marktbericht Ober de» allwöchentlichen jeden Donnerstag in Raun bei Pettau stattfindenden Borstenviehmarkt. den 10. Jänner 1895. Ausgetrieben wurden: 4t0 Stück Z-ichfschweine. 218 Stück Frischlinge, 130 Stück Mastschweine. Im ganzen 758 Stück, wovan 620 Stück aufgekauft wurden. Lebend-gewichtpreise wurden für Frischlinge 30 kr.. Zucht-schweine 29 kr., Mastschweine 33 und 36 kr. pro Kilo erreicht. Verkehr lebhaft. Vermischte Nachrichten. (Chratrrlmo.) Wir erholten die nachstehende Zuschrift, welche wir, da sie sich mit u»ferer An-ficht von der Sache sast vollständig dickt »nd offenbar von einem Techniker herrührt, vollständig wiedergebe»: Ähratrrvorbau nnö Theaterfaxaie »Die um das Wohl und Ansehen unserer Stadt besorgten Stidtväter haben nun endgiltig erkannt, dass es an der Zeit sei, unserem Theater ein würdige« Aussehen zu verleihen und dem-selben einige Räume hinzuzufügen, die theil» der Rotlnveiidigkeit entsprechen, zum Theil der Bequemlichkeit diene» sollen. Dem bewährten Bei-spiele anderer Städte folgend, wnrde eine Prei«con-currenz zur Erlangung von diesbezüglichen Ent-würfen ausgeschrieben und da« nicht ohne Erfolg. Wir konnten in den lktztvergaiigeiien Tagen einen Herrn bemerken, der. mit Abmessungen am Theater-bau beschäftigt, bald aufrecht stand, bald sich bückte oder aber mittels eine« Stuhle» seinen Wirkungskreis erweiterte. Jedenfalls eine müh«-»olle und langwierige Arbeit, dabei noch etliche &!ben Grad Kälte? Sehr notwendig ist aber diese rbeit insofern, als die den Concurrenten zur Verfügung gestellten Pläne unzureichend und auch ungenau sind, weil weder eine Längenansicht noch ein Längenschnitt de« Theaterbane» vorhanden sind, auch eine Situationsskizze de« Theaters wäre nicht ohne Werth. — Dieser Mangel kann vielleicht noch gut gemacht nxrdtn. dir fehlenden Pläne an-gefertigt und eventuell der Termin zur Einreichiing twr Projecte verschoben werden. Die Situation»-skizze de» Haupiplahe» mit dem Theater wäre nur dann al» brauchbar anzusehen, wenn dieselbe über die Sesäll«verhältniffe auf diesem Platze Ausschluss zu geben vermöchte. Diese Roth-weudigkeit erhellt an« vem Umstand«, al» eine stilvolle Umgestaltung deS Theater« notgedrungen mit einer Regulining de« Hauptplatze» und der nächst »»liegenden Theile der Kirch- und d«r Herren-Gasse zusammenhängt. Wir sprachen da e«n großes Wort gelassen au« — Regulierung deS HanptplatzeS — aber e» war aus Überzeugung gesprochen. Der Hauptplatz in seiner gegen-wärtigeu Gestaltung ist an und für sich keine Zierde der altehrwürdigen Stadt, soll aber der angestrebte Zweck wirklich erreicht werden, so mus« jede Halbheit von vornherein au«geschloffe» werden. Al« eine solche Halbheit ist jedoch ein jede« Pro-ject ju bezeichnen, da« den Hauptplatz, wie er jetzt ist, beläs«t und sich aus dteser Basi« aiifbaut. Wenn einmal diese Fülle windschiefer Flächen geebnet ist. die gegenwärtig Hauptplatz heißt, dann wird man auch im Stande sein, dem Theater ein würdige« Äußere zu geben, e« soll dann frei dastehen wie die Kunst, deren Pflegestätte da« Theater sei» soll. Erwähnt sei schließlich »och, das« da« Festhalten an der gegenwärtigen Eindachung de« Theatergebäude« zn stilgerechten Entwürfen wenig gute Motive bietet. — Ein Gebäude soll in seiner Architektonik vornehmlich den, Zweck angepasst werden. dem e» dienen soll, dann erst wenn diese Bedingung vollends durch-geführt ist. kann man auf Harmonie mit der Umgebung denken. Eine Änderung in dieser Richtung an dem The«ttergebäude selbst wäre in die Concurrenz mit e»Wkbeziehen gewesen. hätte jedoch einer spätere» Bauperiod« vorbehalten bleiben sollen. Bei dem in Frage stehenden Umbau hätte dieselbe aber schon platzgreifen können. Derlei Angelegenheiten werden mit Vortheil vor einer endgiltigen Entscheidung im Wege der Pr^e vor ein größere» Publikum gestellt. „gründlich." *n«ntun«: ®k Srtultru») bd Qauptyl«!*! raltr frrinch ^tn M»> »»> « Innlfftr zu ttun'rtwiT, taju geltet: .•»Ib, Veit und »Utwr «kl»' mit ti« .1« irit« »ich.' »i« #)<». Theater. „Kinder-Vorstellung" ist nicht die richtige Bejitichnnng für da« Zanbermärchen .Die ver-zauberte Prinzessin Sigelmde". denn e« waren auch .Große" im Theater, al» da» Stück gegeben wurde und sie amüsirten sich mit den «leinen um die Wette-, vielleicht sogar noch besser als diese, denn der Anblick diese» pützigen Theaterpublikum» gewährt allein schon ein wahre« Vergnügen. Zudem wurde wieder mit großer Liebe gespielt und da« ist den «ünstlern, welche zwei Stunden später in Anzengrub«r« .Pfarrer von Kirchfeld" auftreten müssen, hoch anzurechnen. Herr Nastor hatte al« „PikuSpokuS" sein Publikum rasch gewonnen, e« 'am au« dem Lache» »icht heraus. Übrigen« ist er nicht nur ein Künstler, sondern sogar ein wenig Tausendkünstler, denn das „Felsenschloß" sammt >em .Drachen" und die Fächer ic. der Chinesen rühren von seiner Hand her. Wenn die Kleinen ihren Gefallen an der .Fee Fantasie" (Frl. Wagner) und den Chinesen fanden, so war „König Ahar" Herr Zimmerer) der Held der angehenden Back-ischiein. Ebenso wie der weise Hofzauberer (Herr Thalman») und txr Erzkönig (Herr Saldern) ammt seinen Gnomen gefielen alle übrigen. Da« )auS war dicht besetzt. Im darauf folgenden .Pfarrer von Kirch-eld" waren die Herren Böhm (Pfarrer Hell) und Herr Thalmann (Wurzelfepp), wie allseits be-tätiget wird, vorzüglich. Bei Herrn Thalmann wundert man sich wohl nicht mehr darüber, das« aber Herr Böhm, der als halber Anfänger kam, sich in der eine bedeutend« Summe vo» künstlerischem Könne» erfordernden Rolle de« .Pfarrer Held" a»«zeichnete, ist ein neuer Beweis, das« dieser l»»ge Schauspieler es mit seiner Kunst sehr ernst nimmt, wa« wir bereit« einige Male festzustellen Gelegen-Heit hatten. Alle a»deren Dame» und .Herren sollen ebenfall« vortrefflich diSpoiiitt gewesen sein. In derselben Theaterwoche gieng auch .'« Rull^rl" vo» Morrö in Szene, im ivelchem Herr Thalman» die Titelrolle mit durschlagendem Erfolge spielte. Reben ihm war der „Q»arzhirn" de» Herrn Saldern eine vortresfliche Leistung und desgleichen der „Krall« Hia«" de« Herrn Ra'tor. Alle drei sind übrigen« ältere routinirte Künstler, denen die Praxis erfolgreich zur Seite steht, von den jüngeren Herren wäre» wieder Herr Böhm und Herr Rödl mit dem besten Erfolg, t!>ätig. Ersterer al« „Großknecht Rnpert". letzterer al« .Stoffl." Da« Znsammenspiel .Ripert«" und .Gobi«" (Frl. Hel,on) war eine wirklich künstlerische Leistung; er wusste da« feste Vertrauen in die Reinheit der so arg verdächtigten .Gabi" mit solch eindringlicher Wahrheit festzuhalten, das« er die betreffende Szene zu einer Glanzleistung ge-staltete, und sie brachte die heimliche Neigung zu dem armen Großknecht, mit der Scheu vor dem harten Vater, in musterhaftem Spiele zur Geltung. Herr Rödl al« .Stosfl" mus« mau gesehen haben. Schon die köstliche Figur brachte ihm einen HeiterkkitSerfolg nach dem anderen und sein Spiel verdoppelte den Erfolg zum Hervorruf aus offener Szene. Sehr lobenswert war die .Angla" der Frau Franzi Pichler und auch von d«i> übrige» Damen und Herren ist nur gute« zu sagen. .Der Stab«trompeter", zum Vortheile de» Herr» Zeinecke, brachte dem BenefiKanten nur ein schwach besuchte» Hau« und da« ist schade, schon de« guten Spiele« und der reizenven Musik wegen. Die P^'sse ist zudem eine d«T wenigen, bei denen da« Auftreten der einzelnen Personen wirklich motioirt ist; wenn sich die Handlung auch an ältere Stücke anlehnt, so ist sie doch lustig uus der Humor nirgend« bei den Haaren herbei-gezogen. Der Erfolg de« Abend» gehörte Herrn Thalmann, der den .Zuckerbäcker Kuschl" mit dem ganz n Humor a»Ssta»tete, der ihm eigen ist. Sein Mündel .Gusti" (Frau Knirsch) und seine .Schwester Susi" (Frl. velson) unterstützten sein Spiel auf« beste und seine Frau .Evi" (Fr. Franzi Pichler) war besonder« in 2. Akte vo» vortreiflicher Wirkung. In diesem Akte war übrigen« die Szene zwischen .Kuschl" (Herrn Thalman») und der .Baronin vale«fa Fernbach" (Frl. Resi Wa iner) der Glanzpunkt. Frl. Wagner weiß eben au« jeder ihrer Rollen da« beste zu machen. Da« Ereignis der letzten Woche war da« Gastspiel Renö. Dem jungen Künstler gieng eine Reklame voraus, n«e er sich eine solche nicht beffer wünsche» konnte, «in an E»th»sia«mu« grenzende« Lob de« weibliche» Theile« des Theaterpablikum«, welche« Herrn Renö von srüher her kannte und ausrichtig gesagt, machte un» diese» überschwengliche Lob etwa« skeptisch, denn viele Theaterbesuche rinnen sehen zuweilen den Künstler vor lauter .schöner Bühnenerscheinung" »icht. E« geht ihnen da ganz so wie den Männern beim Auftreten einer schönen Schauspielerin. Nun e« freut un» sagen zu können, das« auch der .Künstler" Renö ein gut Theil de« Lobt« beanspruchen darf. Am ersten Abende spielteerdieRolledes .Freisinger"in.Zweiglücklich« Tage" von Lindau und Kadelb»rg und er machte aus dem „Freisittger" einen Wiener Hausherrn» söhn mit all seinen Vorzügen und Fehlern der liebenswürdigsten Art; vielleicht hie und da zu weich aber stets voll überquellender Frische. Am zweitenAbend führte er unSden ..Richard Ottendorf" in Fulda'S tiefernstem Schauspiele .DaS verlorene Paradies" vor. Auch in dieser Rolle traf er den Ton und da« Colorit eine» jener Salonhelden, denen die Selbstgefälligkeit da» Selbstbewußtsein anderer Männer ersetzt, jener Sorte flacher, in Boudoir« und Club« geschliffener Cavaliere, die von dem Namen ihrer Väter leben und ohne diesem überhaupt keine Ex istenzberechtigung hätten, sehr gut. In beiden Glücken »ar Frl. Helson, im ersten al« „Ella", im zweiten al« „(wittj* seine vorzügliche Partnerin, speziell im .verlorene» ParadieS" lernten wir unsere herzige Naive vo» einer ganz neuen Seite kennen. Hier ließ sie da« ihren -Verlobten geistig weit überragende Weib mit einer ganz wuuberbaren Kraft zum Durch-btuche kommen und fesselte ebenso durch ihr vor-nehme« Spiel wie durch ihre Mimik. Am ersten Abend spielte Herr Nastor den Onkel „Lüttc&rn" auf eine Art. die alle seine anderen Rollen hoch überragte. Herrn Ealdern« .V'llenbesitzer Wein-holz" war sehenswert. — Der zweite Abend ge-hörte Herrn Böhm Sein .Hau« Arndt" war eine vorzügliche Leistung, das« der zweimalige stürmische Hervorruf auf offener Szene ein wohl-verdienter war. Eine solche A»«zeichnun>, hätte sich Herr Böhm zu Beginn der Saison selbst nicht träumen lassen und er kann nmsomehr stolz darauf sein. a>« er sich die Gunst de« Publikum« erst nach tüchtiger Arbeit errang. Er wächst seit einiger Zeit förmlich mit seinen Rollen. Da« bewies sein .Pfarrer Hell" und jetzt erst recht sein .Ha»« Arndt" in einem der besten Schauspiele der Reu-it. Desgleichen war Herr Zimmerer am zweiten bende von sehr guter Wirkung. Roch ein wenig ile und ein wenig mehr Selbstvertrauen nnd Böhm wird selbst strengerer Kritik, al» wir üben, standhalten. Am 3. Gastspielabeiid gieng da« französische Lustspiel, Schwank wäre wohl die richtigere Be-zeichnung. .Madame Bouivard' mit Herrn Ren6 al« .Henry Duval" in Szene. Diese« Mal vor einem .Hause voll Damen" »nd zarte HSnde waren rt, r > dem Gaste ein prächtige« Blumenbouquet mit Schleife stifteten. Vielleicht spielte Herr Rens ja« zu lebhaft, aber der .Henry" gefiel ent-schiede» besser al« der .Freisinger" und der .Ölten-darf", die zn verweichlicht waren, richtige Bondoji-Helden. Im ganzen machte Herr RenS volle Häuser und die Direktion ein gute« Geschäft. Sonntag findet die letzte Sondervorstellung: .Die drei Haulemän»chen" statt. Der Name .Pbtzl" allein schon ist Bürgschaft dafür, das« e« an Unterhaltung nicht fehle« wird, denn .Pötzl' ist heute der beste, humorvollste und witzigst Interpret de« Wienerthume« au« dem Volke und die Figur de« .Herrn .Nigers", die Pvtzl geschaffen hat, ist biiver noch von gar keinem Wiener Humoristen erreicht, viel weniger über-troffen worden. Samstag de» lS. d. M. hat Herr Rödl fein Beuefice mit dem vortrefflichen englischen, — ja wie soll man e« nennen. — .Eharley'« Tante", mit dem Beneficianten in der Titelrolle. Herr Rödl in einer Frauenrolle verspricht einen köstlichen Abend und da er da« Aufführungsrecht ziemlich hoch bezahlen musste und Damentoiletten bekannt-lich kostspielig sind, so wünschen wir ihm sowohl wie Herr» Zimmerer ei» volle« Hau«. Zum 3. Gastspiele Renü darf Frau Saldern nicht vergessen weide», die iinc köstliche .Madame Bouivard" lieferte. Übrigen» waren an allen drei Gastspielabenden die Mitspielenden so brav, das« sich Herr Re»S e« besser gar «icht wünschen konnte. Der Kuß de« Danke« an .Madame Bonward" wurde viel — beneidet. Correspoudenz der Redaction. „Gründlich."1 Bitte die Arbeit »u senden? kann auch durch Boten u. z. zwischen 12 und 2 Uhr D......... ist RedatteurSpflicht Darf ich um volle Adresse bitten? _Msner. Gedenket fei weite«, Spielen und Tests-meuteu de» pettauer Verschönerung»- und —-----^remdnlvnkrhrs vereiue». Pettauer Vereinsam Gaaino-Verein, Pettau. Ver$nü|un$a-Hnzei<|er pro 1895. 16. Jttnnrr: — 80. Jänner: Kriairfcem. — 13 Februar: K»milirn»Wid. — 26 Februar: Caetiiiaball. — 10. MArz": Paallltiaabeni alt Tembela. — 19. Mflrx: Theater aad Vortragsabend. — Hl. Mtre: PaBilleaabend Bit Tombola. — 7. April: Theater a«d Vartragnabead- — Beginn jedesmal 8 Uhr abeoda. YwscMnernoft- o. FrcmdeDTtrtelirs-YerclD, PettM. Eislauf am Volksgarten-Teiche. Salaon Karten fflr Erwachsene * 2 fl., sslr Jugend k 1 kl und für Familien t 4 II. erhältlich im k. k. Tab*k-Haaptverlags. Karton für einmalige Benützung sind am Eia-LauT^latB« für Erwachsene k 10 kr., fUr Jugend k b kr. zu lösen, f Die Benützbarkeit der Eisbahn wird durch das Hissen einer Fahne bei der Saisonkarten-Verkaufsstelle angezeigt. Dar Aaaachua*. —— Badeanstalt des Pettaner Btnverelnes. Tflgllok Braane-, Dampf- und Waoarakider von 10 Uhr vor-mittags bis 7 Uhr abend» VolkR-Dampsbäder von 1 hu H Uhr Nachmittags. Volki-Wanneob&rier an Wochentagen von 9 bis 12 Uhr Mittag und an Sonn- u»d Feiertagen bis 4 Uhr nachmittags. Zu zahlreichem Besuche ladet ergehenst ein Die VorstehMg. § fl. ßelohnung demjenigen, der mich auf die Spur de« anonymen Schreibers brinyt. Ackermann. Erlaube mir den P. T. Kunden Pettau's und Umgehung die höfliche Anzeige zu machen, dass ich das Kamlnfeger-Oeschäft der Frau Fany Bacher übernommen habe und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, den Wünschen der P. T. Kunden auf das genaueste zu entsprechen, da ich selbst und nur mit verlässlichen Gehilfen arbeite. Gütigsten Aufträgen entgegensehend, zeichnet sich hochachtungsvoll ergebenster Tosef JDöxtfol Kamlnsegermoiator Danksagung. Die freiwillige Feuerwehr Pettau fühlt sich angenehm verpflichtet, allen P. T. Spendern, welche es ermöglichten, die am 6. Jänner stattgehabte Tombola so reichlich auszustatten, sowie für den überaus zahlreichen Besuch den wärmsten Dank hiermit auszusprechen. Die Vereinsleitung. Für die zahlreiche Begleitung bei dem Leichenbegängnisse meinesunvergesslichen Sohnes, resp. Bruders, des Herrn Online k. k. Steueramta-AdjanktM ia Pettau, wie auch für die schönen Kranzspenden spricht den wärmsten Dank aus Maria Sulinc all Mnltar. Anna Sullnc al« Schwaatar. Rnter's Nachfolger, Ferd. Äroß Färbergasse Nr. 16, Färberei Pettau. Färbergasie Nr. 16 beehrt sich hiermit dir hbfl. Anzeige zu machen, dass er alle Sorten von Kleidungsstücken für Herren und Damen, iSaUtoiletten, Stoffe ic. zum chemischen Waschen und Reinigen übernimmt. Ferner übernehme alle Gattungen von Stoffen, Leinwanden, 6arne, gestrickte Leibchen, Strümpfe. Tücheln, Kleidungsstücke, eomplett und zertrennt ic. zum Schönfärben in allen beliebigen Farben. Gleichzeitig empfehle mein gutassortirtes Lager in Druck, Drucktücheln, Slauleinen ,c. eigener Erzeugung. Mit der Bersicheruug der promptesten und soliden Bedienung, wie auch billiger Preise zeichnet achtungsvollst Ferdinand Stroh. 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Arbeit», frafl erspar», vollkommene Unschädlichkeit bestätigt durch Attest de« (. t. patentirten Mohren-Selfe patentirten Mohren-Seife patentirten Mohren-Selfe patentirten Mohren-Selfe patentirten Mohren-Selfe handeltgerichtlich bestellten Sachverständigen Herrn Dr. «»elf Zolle». L» ha «, i» alle» «rtßere« Spezerei- «nd »,»s««,»schift»«, sowie t» I. Wiener 8iaf««ro»rcin ank I. wteaer H«a»fraaea»«rria. -M> ttsupi lZepöt! Wien, I., Renngaaae 6. Man verlange Probeblätter. Am 1. Jänner 189f> begann ein neue» Abonnement aus da» (Täglich zwei Autgaben) Jeder Kaufmann und Fabrikant finde» a«ae »eschtst».!yer»in-knngen durch einen Insertion»-Bersuch Agentur in Prttau: Buchhandlung w. Llanke. tü.cll'tig'er Verkäufer, ^'ind in der Gemischtwaaren-Handlung des A. F. Hickl, Pettau. aufgenommen. Erklärung. Wiederholt eraucheii wir, niemandem auf unseren Namen weder Geld, noeh Geldes-wertli zu gehen, da wir Rechnungen ohne unsere specielle Anweisung nicht bezahlen. 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Trotz der vielen angewandten Mittel wurde ich von Tag zu Tag schwächer und hatte ich bereits alle Hoffnung auf Wiedergenesung aufgegeben. Eines Tages hatte mein Mann ein Mittel in der Zeitung gefunden, es war die Pflanze Polygonum, sofort habe ich mir 10 Packele von dieser Pflanze kommen lassen und habe selbige nach der Gebrauchsanweisung eingenommen. Die ersten Tage wurde Husten und Auswurf immer stärker bis zum zehnten Tage, nach dem Gebrauche der ersten Sendung fühlte ich mich wohler, der Husten liess nach und der Schleim wurde geringer. Der Appetit wurde besser und ich konnte viel ruhiger schlafen. Seit der zweiten Sendung, Gott sei Dank, fühle ich mich wie neugeboren und kann allen Leidenden den Thee wiirrnstens empfehlen. Nehmen Sie daher meinen aufrichtigsten Dank und senden Sie mir noch für 12 Gulden. Marie Bröckelt. - 8 - - PETTAU, WILHELM BLANKE, BttcMtamMimg empfiehlt »ich tur Besorgung aller Journale, Zeitschriften, Lieferungswerke, Bacher zu den Original-Ladenpreisen ohnejedweden Aufschlag für Porto u, dg. Zeitschriften. Lieferunga-werke werden regelmässig zugestellt. Auch Musikalien werden schnellstens besorgt. Papier-, Schreib- ft Zeltina-Xii*-. riilien-HiodloDg hält ein grosses Lager aller Gattungen von Brief-, Schreib- und Zeichnenpapieren, Couverts etc. etc., sowie überhaupt sämmtlicher in obige Fächer einschlagenden Artikel zu den billigsten Preisen. BucMnickerei und Stereo ypie eingerichtet mit den neuesten, elegantesten Schriften und best construierten Maschinen, Übernimmt alle Druck-arbeiten unter Zusicherung der geschmackvollsten und promptesten Ausführung zu möglichst billigen Preisen. PETTAU. Buchbinderei ist mit besten Hilfsmaschinen dieser Branche versehen. 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