Nr. 60. Mittwoch, 18. März 1912. 161. Jahrgang Wbacher Mma Tii- «i/ll^allisr Zsinü^» «isä'lin! lunliä,, mi: ?!üi!i!lll„!!s dsl ton» u„d ^siriioßs, Ti> - ,ilil',< beliu«! sich Miüiiiösnaßf Ni, ^,': dis Aldnlllil'n V,!lll,ei<«r »«»»«»»on 32. Amtlicher Heil'. Der t. t. Landespräsident im Herzogtnulc Krain yat dem Gemeindesekrctär Johann Kaiba in Bischof-"ck die mit dem Allerhöchsten Handschreiben vom ^8. August 1898 gestiftete Ehrenmebaille fiir 4<)jäh. "^ treue Dienste zuerkannt. Der l. l. Ländespräsident im Herzogtume Krain hat dt'm Mitgliede des freiwilligen Feuerwehr- und NeUungsvcreiiies in Laibach Josef Wider die mit der Allerhöchsten Entschließung Vom 24. November 1905 sschisletc Ehrenmedaille sür 25jährige verdienstliche Tä-l'ssleit auf dem Gebiete des Feuerwehr« und Ncttungs-'nsens zuerkannt. '^iach dem Amtsblatte zur «Wiener Ieitunss» vom 10. März 1912 (3lr. 56) wurde die Weitcrverbreitunss folgender Preh. etzrus,nism Plenum keineswegs präjudizicrt wurde. Daß man 'U! Lager der muselinanisch.kruatischen Koalition an eine Nudgetvcrwcigerung nicht ernstlich denkt, beweist schon die Passivität ihrer Vertreter ,m Ausschusse, die sich toils der Abstimmung enthielten, teils der Sitzung fernblieben, wie auch die Sprache ihrer Parteiorgane, die die Notwendigkeit der Budgetannahme im Interesse des Landes betonen. Was den Serbenllub anbelangt, der eigentlich das Budget im Ausschusse zum Falle gc-bracht hat, so steht auch er keineswegs auf einem in-transigenl.oppositionellen Standpunkte, vielmehr scheint der Klub zmvarten und die lveitere Taktik der Haltung der Ncgierung gemäß einrichten zu wollen. Uberein-stimmend wird in allen Parteilagern erklärt, daß durch die Abstimmung des Budgetaussehnsseö die Investition^ frage in leiner Weise berührt wäre und daß nach wie vor von keiner arbeitswilligen Seile irgendein Wider, stand gegen den unbedingt notlvendigen Teil des In-vestitionsprogramms zu erlvartcn sei. Die weitere Ent. Wicklung der Verhältnisse hängt nunmehr von dem Ergebnisse der Wiener Reise des Präsidiums und des Landcsrates, in dem anch die Klnbobmänncr sich befin» den, ab. Die programmatischen Erklärungen des Mini» stcrs Dr. v. Nilinsli haben in den hiesigen Abgcord-nelenlreisen durch ihre Offenheit und Entschiedenheit sichtlich einen starken Eindruck hervorgerufen. Insbeson-dere läßt sich eine beruhigende Wirkung der Älußernn. gen des Ministers in den serbischen Kreisen erkennen, die auf den Baron Nurian großes Vertrauen gesetzt hatten und nach seinem Rücktritte eine „für die Serben nachteilige Kursänderung", wie sich die serbischen Or-gane ausdrückten, zu besorgen begannen, Befürchtungen, dir natürlich ganz grundlos lvaren. Die kretische Frage. Ein Bericht aus Athen weist darauf hin, daß die der Regierung nahestehende „Patris" an die Kreter äußerst eindringliche Ermahnungen richtet, um sie von bedenklichen Handlungen zurückzuhalten. Die Beschlüsse, welche die aufständische Versammlung Kretas demnächst faffen werde, würden, wie das Blatt ausführt, in der jetzigen kritischen Phase für den weiteren Gang der kretischen Angelegenheil entscheidend werden. Die Lage sei so ernst wie noch nie und deshalb müsse man glau-ben, daß die Kreter die Politik der Waghalsigleit durch eine Politik der Besonnenheit ersetzen werden. Jede Wiederholung d'cr Allion znr Entsendung von Delegier-ten in die Athener Kammer werde die sofortige Wieder- besehung Kretas durch die SchuNmachte zur Folge haben. Jene, die aus übelberatenem Patriotismus einen derartigen Beschluß herbeiführen würden, müßten die volle Verantwortung sür das Unheil tragen, welches dann hereinbrechen werde. Es werde leine Rechtserti» eiung oder Entschuldigung für eine Aktion geben, deren Folgen die Schntzmächte im voraus deutlich angekündigt hätten. Kein Kreter habe das Recht, zu gefährden oder vielmehr zu zerstören, nns bisher mit großen Opfern erreicht worden ist. Man dürfe wohl mit Bestimmtheit annehmen, daß die aufständische Versammlung Kretas in, den ihr durch das Wohlwollen der Schutzmächte vor. geschriebenen Bahnen bleiben und durch ihre Neramn-gen und Beschlüsse zur Förderung der Wünsche des ge-samten Hellenismus beitragen wrrdc. Eine Politik des Radikalismus würde von den übelsten Folgen begleitet sein. Besonnenheit und Mäßigung werde die Kretcr zum Ziele führen. Das in Canea erscheinende Veniselisten« blatt „Kiryx" ermahnt gleichfalls das kretische Voll, sich den Beschlüssen der Schutzmächte anzupassen und dadurch die in den jüngsten Noten derselben angekün» digten üblen Folgen zu vermeiden. Die türkische Wahlbeweguna, Aus ttonstantinopcl wird gemeldet' liber cm >^al. tung, welche d,e Bulgaren bei txn Kammertvahlen ein-nehmen werden, besteht noch keine Klarheit. Die Nach-richt über ein Rundschreiben des Exarchen an die Me> lropolitcn, durch das den Bulgaren das Zusammen» gehen mit den Griechen empfohlen wird, ist unbegründet. Das einzige, die Wahlen betreffende Rundschreiben des Exarchen crmahnt die Bulgaren znr Einigkeit, enthält jedoch keine Aufforderung zu einem Einvernehmen mit den Griechen. Einen derartigen Schritt könnte der Exarch nnr in dem Falle unternehmen, wenn auch der ökumenische Patriarch seinerseits eine Kundgebung glei« chen Sinnes an die Griechen richten würde. Infolge des Schismas ist aber der Patriarch gar nicht in der Lage, die Vnlgaren in einem Schriftstück auch nur zu nennen. Das zeitweilige Zusammenwirken von Patriar-cl>at und Ezarchat in bezug ans Reklamationen bei den Behörden erfolgt denn auch nie in direkter ,^orni durch die beiden kirchlichen Institutionen, sondern durch welt« liche Vertreter. Was die Wahlen betrifft, haben die Bulgaren in Konstantinopel in einer Versammlung ein Zusammengehen mit den Griechen beschlossen, luas je» Feuilleton. Der Tod des Hundes. Von Oyarlc5-,oo vollkommen, das; sie sich erhob, um ihre Ziege " "Muntern. gesss?^ erstauut war sie! Wenn sie nichts sagte, so zu??- b^ nur deshalb, weil niemand da »var, um Hu?""' ^'" ^l' sw"d im Begriff, einen verreckten Aun §" ^knabbern. Man soll Tiere nie aus den ver«i!'. ^''c'' ^' '"""" '"'swnde, sich mit Fäulnis zu k°mn "^ ^""l lagt, Ziegen fressen nur Gras: das gebe^w^ "'" ""her, daß ihnen kein Fleisch gc- Sie ^ wütend aus chre Ziege ihr einen m. g b ge ^^H'"'' s« l^"' ff" ^ ^ ""' "Mriti >>, die Seite und zerrte sie weiter. Als sie jedoch einen Vorübergehenden tras, sagte sie: „Hör' mal, im Graben liegt ein verreckter Hund!" Man wußte gar bald, daß es der Hund des Herrn Olivier lvar. Man benachrichtigte zuerst seinen Diener, der sich gerade mit dem Mädchen des Herrn Iauvart, des Notars, unterhielt, das er heiraten sollte. Ohne ihr auch nur „Auf Wiedersehen" zu sagen, ließ er sie stehen und bewies ihr damit, daß er seinen Hund lieber habe als seine zukünftige Frau. Der Hund fühlte sich im Graben wohl und rührte sich nicht mehr. Der Diener hatte nicht den Mut, sofort nachzusehen, ob er tot sei. Er nahm ihn in die Arme wie einen Verwundeten. Der Kopf des Tieres lehnte an der Schulter des Mannes' wenn <"r sich etwas vor-neigte, berührte er seine Wange. Der Hund ließ alles mit sich geschehen wie ein Kind. Bei seinem Herrn an. gekommen, legte ihn der Diener richtigerweisc nicht aufs Bett. Er legte ihn auf den Tisch. Dann tat er, ivas Diener nie tun: er rief Herrn Olivier. Erst dieser war bestürzt. Nun sah man erst, daß der Hund ganz tot war. Das Blut strömte ihm durch ein Loch aus dem Kopf. Herr Olivier, ein kleiner, runder, lustiger Herr, hatte darüber die Augen voller Tränen. Aber der Diener ließ sich nicht von Rührung überkommen. Erst pflanzte er sich aus und blickte rundherum im Zimmer. Dann ging er zur Tür, öffnete und trat auf die Straße hinaus. Aufmerksam atmete er die Lust aus allen vier Him. melsrichtungen ein. Im Osten schien er das Verbrechen zu wittern. Während einer ganzen Zeit sagte er nichts, um sicherer zu sein, daß er sich nicht täusche. Dann, nachdem er geprüft, gemessen und verglichen lialte, schwand ihm jeder Zweifel, und er rief aus: „Paul Pellissier hat den Schuß getan!" Er bediente sich der Mittel, die das Gesetz ihm zur Verfügung stellte, gebrauchte sie vollkommen, und eine Viertelstunde später betrat er, begleitet von Grados, dem Brigadier, und Nellot, dem Genoarmen, von denen jeder einen Säbel an der Seite und den Revolver im Gurt hatte, d,e Wohnung des Herrn Pellissier. Paul saß bei seinem Vater im Ordinationszimmer an einem kleinen Tisch, eifrig, mit einer Art von Go Wissensbissen wegen der Zeit, die rr fern vom Studium verloren hatte, und lernte so fügsam seine Leltion Ge-schichte, daß Heri Pellifsier in Helgen Zorn geriet. „Alfo, alles Schlechte, was. im Lande geschieh!, soll schon von meinem Sohne herrühren!" Die Gendarmen waren im Begriff zu gehen, wie sie gekommen lvaren, und auch der Diener, der auf diese Weise erfuhr, wie man sich im Leben täuschen kann. Denn Herr Pellissier hatte sthr laut geschrien. Alles lvar vorbei, sie öffneten fchon die Tür. Ein jchw'ndel' ähnliches Gefühl bcschlich Paul. Man fragte 'hn m^m ^"sflur! Er konnte sie nicht gehen lassen, aus d,e Gefahr hu,, m Laibacher Zeitung Nr. 60. 554 13. März 1912. doch in Anbetracht der geringen Zahl der Bulgaren in der Hauptstadt keine große Bedeutung hat. Entschei» dend wird die Haltung der Bulgaren in den Provinzen sein, für die man bisher noch keine bestimmte Prognose stcllen kann. Von türkischer Seite wird allerdings er. klärt, daß die Unterstützung der Innglürken durch die Bulgaren in Usküb, Monastir, in einem großen Teil des Sandscl^aks Salonichi und in Scrrcs gesichert sei. politische Ueberficht. Laibach, 12. März. Der Berichterstatter des italienischen Kammcraus» schusses für die Nahlreform, Abg. Vertolini, führt in feinem Berichte aus, daß der Ausschuß die Reform in Übereinstimmung mit der Regierung innerhalb der fol» genden drei Grundlinien halten wolle: Ausdehnung des Wahlrechts. Reform des Wahlvcrfahrcns, Diäten für die Abgeordneten. Die Fragen, betreffend die Inkompa» tibilitäl von Abgeordnetcnmandaten, die Einteilung der Wahlbezirke, das Listenstrutinium, die Proportional» Vertretung und das Fraucnwahlrecht sollen somit der Zu. kunft vorbehalten bleiben. Die Wahlreform soll das allgemeine Wahlrecht einführen, wobei auch solche Per» sonen, die das dreißigste Lebensjahr erreicht und Heeresdienste geleistet haben, auch wenn sie des Lesens und Schreibens unkundig sind, das Wahlrecht erhalten. Die Zahl der Wähler, die derzeit drei Millionen beträgt, wird dadurch aus acht Millionen erhöht. Abgeordneter Berwlini hebt hervor, daß das italienische Wahlrecht, das aus dem Jahre 1882 stammt, den gegenwärtigen Zuständen nicht mehr entspreche, da sich feit jener Zeil tiefgreifende Wandlungen vollzogen haben. Insbeson« dcrc habe sich die Lage der arbeitenden Klassen gebessert und ihr bürgerliches Bewußtsein entwickelt. Der Bericht erwähnt hicbei auch den Patriotismus, das Verstand» ms für die Aufgaben des neuen Italien und die sich daraus ergebenden politischen Notlvendigkeitcn, welche die arbeitenden Klassen in bezug auf das Unternehmen Italiens in Tripolis bewiesen haben. Aus Rom, 11. März, wird gemeldet: Gestern haben die Botschafter der fünf neutralen Mächte den Mini» ster des Äußern einzeln besucht und vertraulich gefragt, unter welchen Bedingungen die italienische Regierung gegebenenfalls einer kollektiven Iriedenöinterveution der neutralen Mächte zustimmen würde. Der Minister be» hielt sich die Antwort vor, doch dürfte diese dahin lau-ten, Italien sei unter der Bedingung einverstanden, daß die volle und absolute Souveränität Italiens über Tripolis respektiert werde. In diesem Falle wäre Ita» lien zu jedem Zugeständnisse bereit, das seinen politi-schen Interessen nicht widerspricht. — Der Korrespun-dent des „Berliner Lokalanzeigers" meldet aus Rom: Die italienische Regierung wird in ihrcr Antwortnote auch nicht geneigt sein, einen Waffenstillstand zu bewil« ligen, sondern klipp und klar die Zurückziehung der türkischen Truppen aus Tripolis fordern, widrigenfalls die Aktion zu Wasser und zu Lande mit erneuter und verschärfter Energie eingesetzt wird. Generalfeldmarschall Freiherr von der Goltz schil» dert in der „Neuen Freien Presse" die Schwierigleiten, welchen die italienischen Truppen bei ihrem Vordringen in das Hinterland von Tripolis zu begegnen haben werden, und gelangt zum Schlüsse, daß nur mit einem sehr langsamen, etappenwcisen Vorgehen bei dieser In« Vasion gerechnet werden dürfe, das Jahre in Anspruch nehmen könne. Die Hoffnung, daß eine Verständigung der Kriegführenden unter allgemeiner Mitwirkung der Mächte zustandekommt, hätte nur dann Aussicht auf Verwirklichung, loenn die Souveränität des Grußherrn, soi, es auch eine mehr ideale als reale, unangetastet bleibe. Ein Friedensschluß in Stambul ohne Erfüllung dieser Bedingung würde von den Arabern, deren Selbst« gcfühl und Krastbewußtscin sich bedeutend gehoben haben, als Verrat und Verzicht auf die Führung des Islam aufgefaßt werden und der Gedanke eines all» gemeinen Abfalls und der Wiedererrichtung des ara» bischen Kalifats wäre die unmittelbare Folge. Nach einer Meldung aus Konstantinopel wird in Kreisen, die über ägyptische Angelegenheiten unterrichtet sind, erklärt, daß die Nachricht über eine sehr starke Spannung zwischen dem Khedive und Lord Kitchener unbegründet ist. Die Beziehungen zwischen den beiden Persönlichkeiten haben seit dem Besuche des Königs von England in Kairo an Freundlichkeit noch zugenommen. TlMsncmglcitcll. — lDes Kriegers Heimkehr.) Den „Innsbrucker Nachrichten" wird aus Innichen gemeldet: Die unweit der Tiroler Neichsgrenze gelegene oberitalienische Ge» meinde Sabbada oder Pladen, dcren Bevölkerung zu« meist aus noch heute dculschsprechenden Nachkommen von einst aus Villpraten in Tirol Eingcwanderten besteht, war kürzlich der Schauplatz eines erschütternden Dra« mas. Zur Freude seiner Muller, die ihn bei der Ve> grüßung stürmisch umarmte, lr>ar ein Soldat vom tri. politanischen Kriegsschauplätze heimgekehrt. Er war mit einem Mantel bekleidet und bat seine Mutter, sie möge ihm diesen ausziehen. Nun erst bemerkte das arme Weib, daß der Sohn beide Arme verloren hatte. Vor Schrecken brach die Mutter lautlos zusammen und starb nach weingcn Sekunden. Ein Hcrz^chlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht. — lDie Säuferlistej ist eine Erfindung der Neu» zeit. In ländlichen Bezirken Deutschlands werden die Namen bekannter Trunkenbolde den Scl)ankwirten und sonstigen Gewerbetreibenden, die sich mit dem Vertrieb von alkoholischen Getränken besassen, bekannt gegeben, auf daß dem Säufer kein Tropfen Alkohol verabfolgt und der Sünder belehrt und aus dem Wasserwege zur reinen Vernunft zurückgeführt werde. Dieses Verfahren scheint sich allgemein nicht bewährt zu haben, wenigstens in Götlingen nicht. Dort werden jetzt von der dor» tigen Polizeiverwaltung'die größten Säuser phologra« Phiert, die Säuscrliste erscheint dort also illustriert und es ist dem Trinker fast unmöglich gemacht, zu einem Schnäpschen zu gelangen. Die Maßnahme hat auch einen erzieherischen Wert, denn der Trunkenbold wird, wenn er sein eigenes Porträt erblickt, doch vielleicht in sich gehen und den Weg zur Besserung betreten. Aller-dings erzeugt Druck Gegendrnck. Der Schnapsbruder muß es von jetzt ab versuchen, sich unkenntlich zu machen. Trug er bisher einen lang herabhängenden oder fein aufgestützten Schnurrbart, so wird er mit einer englisch verschnittenen Kratzbürste erscheinen, zierte sein Antlitz ein Vollbart, so wird er glatt rasiert auftreten. Es wird sich also ein Kleinkrieg auftun und die Göttinger Schankwirte werden sich alle zu Physiognomikern aus» bilden müssen, damit nie cin Tröpfchen Schnaps in die unrechte Kehle kommt. — Mn fünfjähriger Held.) Aus Stockholm wird dem „Berliner Tageblatt" berichtet: Unter den ersten Preisträgern des im vorigen Jahre von Carnegie auch für Schweden errichteten Heldensunds befindet sich der zetzt fünfjährige Karl Gunnar Aberg in Brastorp lsKrcis Vlekinge). Er hat, als vor einem halben Jahre das Häuschen seiner Eltern in deren Abwesenheit in Brand geriet, sich dreimal mitten durch die Flammen in das brennende Haus gestürzt und drei seiner noch jün geren Geschwister gerettet, die sonst unbedingt verbrann» wären. Sehr vernünftig ist, daß der Knabe selbst nul eine Uhr erhält, aber die Prämie von 500 X derart festgelegt wird, daß sie nur für seine Erziehung verwen» det werden darf. — lDer Neise.Onkel und die „lustige Witwe".< Aus Lübeck wird ein amüsantes Geschichtchen erzählt, das eben die ganze Hansastadl lachen macht. Auf del Reife zwischen Hamburg uud Lübeck lernte ein Ham» burger Kaufmann im Eisenbahncoupö eine fesche junge Witwe kennen, die mit ihrem Baby nach Stettin zu fay» Witwe" fanden Gefallen aneinander und da ja beide naH Witwe" fanden Gefallen aneinander und ja beide naH Stettin fahren wollten, die Fahrt dorthin aber nocy lange dauerte und für das Kleinchen vielleicht nicht so recht bekömmlich sein würde, so beschloß man, in Lübe! haue der Herr „Papa" zu bestimmen. Die Polizei, könne sich da nicht einmischen. Anders wäre es frei-l lich, wenn die betreffende Notiz im Fremdenbuch eint wissentlich falsche gewesen sei. Dann müsse man sich allerdings mit der Dame — und auch mit ihm bcschaf' tigen . . . Hier endet die Geschichte von dem Reise-Onkel und der „lnstigen Witwe". — l.Was in Eisenbahnen vergessen wirb.) VoN Zeit zu Zeit versteigern die Eiscnbahngcscllschaften des britischen Reiches die in ihrem Machtbereiche gcsun' denen und in bestimmter Zeit nicht abgeholten Gegen« stände. Aus den Listen, die dann jedesmal verössent' licht werden, sieht man, welch vergeßliche Menschen un<" den Eisenbahnreiscndcn sind. Nach dem „Railluay Ma< gazine" wurde bei einer der letzten Versteigerungel! außer den üblichen Schirmen, Stöcken, den Büchern, Handschuhen und anderen Kleidungsstücken — 15 Zens-ner Chinescnnahrung — getrocknetes Fisch« und Gcslü' gelfleisch — verkaust, Nahrungsmittel, die das Gesul«^ hcilsamt jedoch vernichten ließ, weil sie gesundhei^ schädlich sein könnten. Unter anderem wurde auch e^ große verschlossene .Kiste versteigert, in der, wie sich daN>' herausstellte, ein menschliches Skelett lag. Es hand^ sich jedoch nicht um cme Mordgeschichte, sondern d't vergessene Kiste war für einen Änalomieprofeffor b? stimmt, der ziemlich mühselig ermittelt wurde. Beso"' dcrs häufig scheinen in englischen Eisenbahnen lünslliä' Gebisse gesunden zu werden, ja in Schottland gibt » eine Vorurtstrecke, wo bereits ein und dasselbe'Gel» viermal verloren und seinem Eigentümer wieder zM stellt worden ist. Der Rekordmanu der Vergeßlich^ bringt es im Vergesse!» übrigens viel weiter. Er ve' gißt nicht nur sein Gebiß, sondern seinen Schirm »>'' seine Handschuhe, die er vorsorglich miteinander ve' lnüpsl uud mit seiner Adresse versieht. Sein Eigenl"> soll ihm durchschnittlich zweimal in der Woche durch d' Eisenbahngescllschaft zugestellt werden. seinem ganzen Leben nicht zu erfahren, lvas ihm jetzt geschehen wäre. Man kann fagen, daß er sich hinein» stürzte. Der Vater mußte die Gendarmen zurückrufen, denn Paul gestand alles. Herr Pellissier sagte: „Führt ihn ins Gefängnis!" Es ging durch die Stadt. Die beideu Gendarmen hielten Paul jeder an einem Ann, um der ganzen Well besser zeigen zu können, lven sie da mit sich führten. Man steckte ihn ins Loch. Einen Augenblick lang wußte er, loas er zu tun hatte: er stieß mit deu Füßen gegen die Tür, um sie zu zertrümmern. Er hatte seine Geo» graphicleNion über Amerika gelernt. Er würde sich mit aller Anstrengung aufs Land retten, zu Schiff den Atlantischen Ozean durchqueren und, einmal in Ame» rika, als Schiffsjunge an Bord eines Fahrzeuges sich verdingen. Als er müde wurde und sah, daß die Tür widerstand, legte er den Mantel ab, stieg auf die Pritsche und befestigte seine Hosenträger an einem Nagel. Er wollte sich erhängen. Er hätte es auch getan, wenn die Gendarmen nicht eingetreten wären. Grados, der Brigadier, hatte ihm «ine Tracht Prügel zu geben und Fußstöße in den Rücken- dann führte nicht satteln konnte, »veil er mit der gnädigen Fcs' fortgeritten sei?" „Ich dachte, der gnädige Herr wisse es." Justus winkt ihm abzutreteu. Wie sollte der Dic^ auch daraus kommen zu denken, er wisse nichts von dt^ was seine Frau tue, er, der vordem jede» ihrer Schlil mit liebenden Augen bewacht halte. Er l,li< jedenfalls^ Wahrheit gesagt. Vertha wird gerufen. „Hat Ihnen die gnädige Frau et»r»as davon gcM daß sie heute allein ausreiten werde?" „Mit dem Reitknecht, dem Karl, Herr Markw" Ich habe ihm den Befehl gebracht mit der gnädigen F^ zu reiten, als die Frau Kommerzienrätin des unsi^ digen Wetters wegen abgesagt lMe," enlgegnet °" Mädchen. Was soll das Verhör denn heute bedeuten? Sieh doch recht geahnt, da schwebt etwas in der Luft,.^ Ungewittcr, das sich über dem Haupte ihrer gütigen ^ rin zusammenzieht. «Ist lueine Frau schon öfter mit dem Reitkn« allein ausgcritlcn?" , „Das wissen der gnädige Herr gewiß besst'» ". ich," ist die kurz angebundene Antworl. Trägt M'r doch im Gefühl weiblicher Zusammengehörigkeit c'" inneren Groll gegen den Herrn, der sich s" "" ^'' , jungen Frau vers'indigl. ^Fortsetzung ^"^' Laibacher Zeitung Nr. ttO. 555 N. ...^ -—- Lotal- und Provinzial-Nachrichtcu. — (Aus dem Abgeordnetenhanse.) Das Haus begann gestern die in der letzten Sitzung besä)lossene Dcbaltc über die Inlerpellalionsbeantworluna des Finanz Ministers, betreffend dic Neuausgabe von Nassen- fabriksaktien. Abq. Ritter von Panh hielt einc lange Nebe, worin er ausführte, daß die Vorgenehmigung seitens der Regierung dem Buchstaben und dem Geiste des Gesetzes widerspreche, Finanzminister Ritter von oaleSki erklärte, er glaube, daß der Vcschlnß des Dauses, stressend dir Eröffnung dc>r Debatte, in dein Anne aufzufassen sei, daß das Haus in dieser Sache "laiche wünsche. Die Regierung habe diese Klarheit Auch nicht zu scheuen. Der Minister habe bereits den ^landplmlt der Regierung ausführlich dargelegt und vuii dieser Erklärnng nichts zurückzuziehen und ihr nicht ""l beizufügen. Der Minister widerlegte den Vor- l?"rf, daß die Regierung die Waffenfabril durch exzep. »wnelle Behandlung ungebührlich favorisierte, und Nullte ftst, daß die Überstellung freier Neferven auf das ^apitalkonlo, wenn freie Reserven in reichlichem Maße vurlMden sind, eine Maßnahme sei, die an sich zu lei- Ul'" Bedenken Anlaß gebe. An der Debatte beteiligten IH suhin „och die Abg. R e itzcs und Ellenbogen, Minister des Innern Freiherr von Heinold sowie d'c Abg. Schraffl und Steinwender. — Hier» "uf »ourde die Debatte über den Vericht des Tcucrunas. «Wschlisses fortgcfetU und, nachdem Abg. Prokejch gesprochen, geschlossen. Zn Generalrednern wnrden gc- wählt.- pro Ritter von Ha lban , lontra Wvnarski. ^lbg. Halban wandle sich gegen die vorgeschlagenen ^»ninistwliven Maßnahmen gegen die Kartelle. Die -^elxltte wurde sodann aus heule vertagt. Hierauf wurde d'e Debatte über den Dringlichteitsantrag Körner fort- gesetzt und, nachdem Abg.' Knirsch gesprochen, gc- Müssen. Zu Generalrednern wurden Abg. Seliger pro u„d Verstov 5 el lontra gewählt. — Nächste Sit» sung heute. — (Die Vinschränlung der Feiertage und die Militärbehörden.) Die Militärbehörde hat angeordnet: Die etwa in einigen Diözesen im Sinne des päpstlichen Dekrets vom 2.'Juli 1911 aufgehobenen kirchlichen Feiertage bleiben für das Heer solange in Kraft, bis nicht das apostolische Feldvikariat eine andere Vcrfü-."Mg getroffen haben wird. Für die zur zivilgeistlichen Jurisdiktion gehörenden Landwehr-sLaudesschützen-) Personen ist die, die Einschränkung der Feiertage be» treffende Verlautbarung der bischöflichen Ordinariale allerdings maßgebend, doch hat auch die Landwehr lLandesschützenj an den für das Heer noch zu beob-achtenden Feiertagen bis zur endgültigen Entscheidung eine öffentliche Beschäftigung (Exerzieren und dergl.) zu unterlassen. — (Neue Gcndarmerieposten) wurdeu aufgestellt: zu St. Georgen bei Ralschach im Bezirke Gurkfeld, zu Döbernil i,n Bezirke Nudolfswcrt, zu Auersperg im Bezirke Gottschee, zn Killcnberg und zu St. Veit bei Wippach im Bezirke Adelsberg'. — (Vom Vollsschuldicnst^) Der k. l. Bezirlsschul-rat in Laibach Umgebung hat dcn provisorischen Lehrer an der Volksschule in St. Veit bei Laibach Max I o. van in gleicher Eigenschaft an die sechsllassige Volks-schule in Oberlaibach verseht und die bisherige provi« !"rische Lehrerin in Gradac Maria öirovnik zur provisorischen Lehrerin an der nenstistemisiertrn Lehr. stclle an der Vollsschnle in St. Veit bei Laibach er-nannt. - Der k. l. Bezirksschulrat in Radmannsdors hat die bisherige Supplentin an der Volksschule in Karnervellach Kornelia l'e r m e l j zur provisorischen ^ehrerin an ihrem gegenwärtigen Dienstposten ernannt. — Mehrere Lehrerinnen für das Weihnähen nnb Kleidern,achcnj werden von der l. k. Zentrallehrstelle !^r Frauengewerbe aufgenommen. Bewerberinnen, die ben Nachweis einer guten allgemeinen Bildung und ^'hrjähriger erstklassiger Praxis in der Wcißn'äherei, Azw. im Kleidermachen, erbringen können, haben den ^urzug. Die Gesuche sind längstens bis 15. Mai d. I. °," der Direktion der l. k. Zcntrallehranstalt für 6ra„engeuierbe in Wien, VI/2, Mullardgasse 87, zu überreichen. Weitere Auskiinste erteilt das hiesige Ge-^rbesörderungsinstitut, Wiener Straße 22. (Eine Fachausstellung für Edelmetall verarbei. "ndr Gewerbe) veranstaltet das l. k. Gewcrbeförde. ^"NOamt in der 'jeit vom 1. bis 23. Iuui 1912 in '"'^r Ausstellungslialle, Wien, ^IX/2, M'chelbeucrn. ^'^ 10. Da diese Allsstellung von nachhaltigem Ein-^ 'b auf die weitere Ansbildung der einschlägigen Gc-Ve in den einzelnen Kronländein zu »uerden ver° Kcht, empfiehlt das hiesige Gewerbesörderungslnstilut, Nr.l'ch auch aus Kram besonders die Gold- und «Arbeiter, ferner Juweliere, Gürtler u. a. an der Wallung beteiligten. Die Interessenten erhalten be-d<,^ Ausstellung ihrer Erzeugnisse Begünstigungen, so N.?^nen dadurch keine besonderen Kosten erlvachjcn. fitere Auskünfte erteilt die Kanzlei des Gewerbe- "erungsinslitutes, Wiener Straße 22. rj ^ (Vine Geslügelansstellung) in Verbindung m,t Vps?- ^"ina>nansstellunq wird von der Zentral. U,,^ ''^lzuchtqenossenscliaft in Laibach am 30., 31. März Anl.l'.^'l in, Hotel „Union" veranstaltet werden. D,e Hu3" .^r angemeldeten Ausstellungsobjekte und d,e d,,?""tungen des unermüdlich tätigen Ausschusses lichtn A" """^ glänzenden Erfolg und auherordent-die nvs?""'ß. ""en Nutz- und Svorlgeslügclzüchtcrn. Kra., ^säumen s^len, diese erste Veranstaltung m "' 3" besuchen. — (Evangelische Kirchengemeinde Laibach.j Die Gemeindeversammlung ist sür heute abends um 8 Uhr in den Gemcindesaa! einberufen. Der großen Wichtig, keit der zur Erledigung gelangenden Angelegenheiten halber: Erstattung des Kassenberichtes und Voranschla-ges, Wahl in das Presbytcrium, ist eine zahlreiche Be-teiligung der Gemcindcgenossen recht wünschenswert. — (Deutscher und österreichischer Alpcnvercin.) Wie bereits mitgeteilt, findet das Ehrenfest anläßlich des 30jä'hrigcn Bestandes der Sektion Kram heute abends im Kasinoglassalon statt. Vor der Feslseier wird die Hauptversammlung abgehalten werden, daher die Mitglieder nm pünktliches Erscheinen ersucht werden. — (Die Eiaatsprüfungen aus der StaatSrech. nungswisscnschaft) im Aprillcrminc 1912 beginiu» Montag den 15. April um 8 Uhr vormittags. Die ord» »ungömäßig gestempelten Gesuche um Zulassung zur Prüfung sind bis längstens Dienstag dcn 9. April beim Statthalterei-Rechnungsdepartement in Graz. Burg. gasse Nr. 2, einzureichen und mit dem Inslrlpllonsaus-weise, dem Taufscheine, serner mit Ausweisen über die Lebensstellung, sowie den bisherigen Studicngang und Angaben über die zum Studium benutzten Behelfe zu belegen. '— lTodcofall.j In Graz ist am 10. d. M. die Mutter des Herrn Hofratcs Guido Schnedih, Frau Iosesine Schnedih, im hohen Alter von 90 Jahren ge. slorben. — lZur Nntcrstühung der slovcnischcn bildendc» Kuust.j Wie uns der Ausschuß des Allgemeinen slove-nischcn Frauenvereines mitteilt, beabsichtigen die slo-^Nischen Frauen in Laibach eine große Aktion zur Unterstützung der slovenischen bildenden Kunst einzu» leiten, weswegen der genannte Verein sür hcute abends uln l) Uhr eine Enqueu' einbeinsen l)at, die in den Ver> einslutaliläten, Römerslraßc 9, ebenerdig rechts, statt-findet. Hiezu sind bildende Künstler, Lillralen uno Ionrnalislen, ferner alle, die fich um den Gegenstand interessieren, eingeladen. Besondere Einladungeii wur-den nicht versendet, doch ist jedermann willkommen. * lVereinswejen.j Das k. t. Landcspräsidiuln fiir Krain hat die Bildnng des Zweigvercines „Ortsgruppe Gollschee des österreichischen Flottenvereines" zur Kenntnis genommen. —v. — (Vorirag.j Der Verein „Di-n^tvo in^onii-^v v I^ublMni" veranstaltet morgen in dcn oberen Lotali» täten des Reslauranto „Pri ro^l" einc Zusamnienlunst, wobei Herr Ing. M. Kasal einen Vortrag über das Thema „Eine Parallele zwischen Brücken aus Eisen« beton, Eisen und Holz" hallen wird. — (Nachrichten aus Hbria.) Man schreibt uns ans Idria: Vum Steueramte >n Idria wurde Steinramls. vsflzial Franz Lunder zum Gebührenbemessunasaint in Laibach versetzt. An seine Stelle tam Offizial Pri-m c c. — Der Besitzer und Fleischhauer Kavi-ii- aus Sairach hat hier eine Filialfleiichhauerei eröffnet. — Der Kaufmann und Realitätenbcsitzer Valentin La» pajne erhielt diefertage ein neues, für die hiesigen Verhältnisse überaus praktisches Personenautomobil. Das Auto, das aus dcn Wiener Saurcrwerten stammt, hat einen Fössungsraum für ungefähr 20 Personen. Dem Vernehmen nach wird zwischen Idria und Luilsch ein dreimaliger regelmäßiger Automobilvertehr in der Weise eingeführt werden, daß das Personenauto mit-tags, das kombinierte Personen» und Lastenautomubil aber um 6 Uhr früh und 4 Uhr nachmittags von Idria abgehen wird. Für eine einmalige Fahrt auf der Strecke Idria.Loilsch ist pro Person eine Gebühr von 2 1i mit dem Lasten- nnd eine Gebühr von 3 X mit dem Per. sunenautomubil zu entrichten. Allerdinas wird größeres .Handgepäck nach einem besonderen Tarise berechnet werden. Diese neue Einführung dürfte der günstigen Zugsverbindungen halber insbesondere Theaterlieb-habern sowie Ausfliiglern und Vergnügungsrcisenden willkommen sein. — Die Bau- nnd Kreditgenossenschaft in Idria erwarb in der sogenannten Grapa eimge Bau« Parzellen, um sür ihre Mitglieder gegen monatliche Teil-zahlungen kleinere Häuser zu erbauen. Auf der von der Besitzerin Iosesine Litar käuflich erworbenen Bau-Parzelle beabsichtigt die GenossensclM das fünfte der-artige Haus aufzuführen. Infolge des m Idria Herr-sehendli, Mangels an gesunden und schöneren Wuh-nnngcn ist jeder neue Häuscrbau bestens zu begrüßen. " (Räuberischer Überfall im Stadtwalde.) Der 36jährigc, verehelichte Sicbmach.r Franz Artu aus Vi. nica bei Soderschitz drahte Freilag den ganzen Tag und des Nachts, bis er morgens von drei unbekannten Bur. schen in den Stadlwald gelockt und eines Geldbeutels mit einem Geldbeträge von 50 1< beraubt wurde. Die Sache trug sich folgendermaßen zu: Abends kehrte der Reifnitzer'in ein Gasthaus an der Maria Theresien» slraße'ein, wo er sich tüchtig bezechte. Nach einigen Stunden verließ er das Gasthaus, woraus er bis 1 Uhr morgens in der Iakobsvorstadt herumtorteltc, bis er endlich'in ein Kaffeehaus kam. Einc Zeitlang saß er allein an einem Tische, dann aber gesellten sta) ein oft bestrafter alter Dieb fowie drel Männer Zu chm, mtt denen er nach 2 Uhr das Lokal verließ. S,e führten den berauschten Mann in den Iudensteig. Da das dor-tige Kaffeehaus bereits abgesperrt luar, begaben sie sich lärmend gegen dcn Rain. Nächst dem Iuröiöplahl' hielt sie ein SicherheitsN.x,chmann an und forderte sie zur Ruhe aus. Der Rcifnitzer, der in Unter.8i3ka seine Unterkunft hatte, wollte nun schlafen gehen. Die Mim-ner aber brachten ihn unter der Vorgabe, sie würden hn in einen warmen Stall führen, dazu, daß er mit ihnen gmg, Taranf führten sie ihn durch die Äralaurr und die Tirnauer Vorstadt zu der etwa zwanzig Schritte von der Fahrstraße entfernten Doberleychcn Heu-schupfe. Hier stürzten sie sich ans ihn, warfen ihn zu Boden, schlugen auf ihn los und verlangten Geld von ihm. Arko wurde sofort nüchtern und übergab den Räubern seinen ledernen Geldbeutel mit beiläufig 50 X Geld, woraus die Täter die Flucht ergriffen. Nach eim-ger Zeit schleppte sich der Siebmacher, der mit seinem eigenen Siebmesscr an drr Stirne verletzt worden war nnd am rechten Auge durch einen Faustschlag eine blut» unterlaufene Verletzung erlitten lMe, etwa 80 Schritt gegen dir Stadt und blieb dann liegen. Er rief aus volllm Halse um Hilfe. Ein Sichcrh^ilslixichmann, oet die -Hilferufe vernahm, begab sich eiligst dahin und fand Arlo im Straßenkol liegen. Er führte den Mann ,^um dortigen Vcr^ehrungsstrueraussehrr und begab sieh hier» aus selbst auf den Tatort, wo er dao Siebmesser und die Mütze des Siebmachers im Grase auffand. Der 1'lbersallene wurde auf die ZentralsicherheitswaHslube gebracht. Nach den Räubern wurde fofort die eifrigste Verfolgung aufgenommen, die auch mit ErsSlg begleitet war. )>n den Vormittagsstunden wurde der 1887 in Laibach geborene, arbeitslose und bei seinem Vater in der Hulesiagassc wohnl)aste Schlossergehilfe Alois ktru-lelj durch einen Delcltw verlostet. Die energisch grlei-tetcn Erhcbnngcn führten abends auch zur Vcrt>ftung der beiden Komplicen. Man lMe nämlich in Erfahrung gebracht, daß der eine Komplice, der im Jahre 1893 in Nendors geborene und nach Groß-Dolina, Bezirl Gurl-feld, zuständige, in der Reitschulgasse arbeitende Schuh, machcrgehilse' Jakob Zobarw eine Geliebte an der Pe-terssträße hatte, die er abends besuchen wollte. Eine l)albe Stunde vor zehn Uhr besetzten Detektive die in dic Petersstraße mundenden Ga-ssen und das Haus, so daß im Falle einer Flucht der Bursche nicht hätte rnt. weichen lonnen. Um zehn Uhr fiel der Bursch? sofort dem nächsten Detektive in die Hände und wurde ver» hastet. Eine l)albe Stnnde später verhafteten die Drtek« live den dritten Komplicen, den 1886 in Franzdurs ge» borenen nnd nach Marburg zuständigen, beschäftigungs« losen Schlosser Jakob Kotnik. der an der Aegelstraße wohnhast war. Die Polizoi brachte soviel gravierendes Material zutage, daß sie die drei Räuber gestern vor-mittags einzeln mit dem Zellenwagen den, Landes-gerichte einliefern konnte. l>trufelj und Zobarw sind ob ihres gewalttätigen Charakters allgemein gefürchtete Individuen, Kotnik aber ist ein arbeitsscheuer Heirats. schwindler dei gefährlichsten Sorte. In einigen Jahren entlockte er fünf Frauenspersonen nicht weniger als I7l»l» K. AlS er vor einem Jahre eine 18jähriqe 5iioa> tin heiratete, mißhandelte er sie in solcher Weise, daß sie ihn im Stiche ließ. Kurz vor seiner Verhaslung er» hielt er von einem Mädchen in Wien 20 K zugesendet. Zobariö fand im Kotnif einen guten Lehrmeister. Der arbeitslose Klrnlclj n,xn erst lürzlich in einc Asfärr verwickelt, wobei in der Tirnauer Vorstadt eine Sam« melbüchse gestohlen und beraubt wurde. — lUnfälle.) Der 14jährige Valentin Klemenc auS Savn bei Aßling fand diesertage einc Dynamitkapsel und brachte sie durch Sleinschläge zur Explosion, wo-bei er an dcn Augen und an den Armen schwere Ver» lehmigen erlitt. — Am 8. d. M. wurde die 11 Jahre alte Helena Dudi5 auf der Straße in Silo bei Laibach von einem Fuhrmanne aus Laibach überfahren. Sie er» litt einen Bruch des linken Beines. — Dem ledigen Sägearbeitcr Lorenz Rrmic slug kürzlich bei der Arbeit in Prnnskau ein Eisensplitter ins linke Auge und ver» letzte es schwer. — Die Fabriksarbeiterin Ursula Kos in Noscntal stieß am 10. d. M. zu Hause beim Kochen der Schuhschmiere ein Gesäß mit brennendem Benzin um. Die Flüssigkeit ergoß sich über die Kleider ihrer auf dem Boden sitzenden fünf Jahre alten Tochter Iu» liana, die sofort Feuer fingen, wodurch das Kind am ganzen Körper schwere Brandwunden erlitt. — Der ledige Knecht Johann Klos in Oberlaibach wollte am 8. d. M. vom Wagen fpringen, glitt aber aus und wurde überfahren. Er erlitt einen Beinbruch. - In Igglack verunglückte der Grundbesitzrrssohn Valentin Iere dadurch, daß er einer in Bewegung befindlichen Strohschneidemaschine zu nahe kam. Er wurde von ihr erfaßt und büßte den linken Fuß ein. — (Ein Einschleicher.j In der Nacht aus den 8. d. schlich sich ein Maurergchilfe aus Bodovlje auf den Dachboden der (Gastwirtin Johanna Miklav^i^ in Pod-Pulverica bei Bischoflack ein und entwendete aus einer versperrten Truhe, die er mit einem Nachschlüssel ösf. nete, zwei Stück Schinken, snoie mehrere Würste im Werte dun 28 X. Das gestohlene Fleisch wurde tags-daraus in seiner Behausung versteckt ausgefunden und sodann der Vestohlcncn ausgefolgt. " (Eine Einjchleicherin.) Diefertage kam die 1894 in Zavuöe, Gemeinde Ober-tzizla, geborene diensilose Magd Vida Ilcröw in die Wohnung des Direktors der „Gospodarska zveza" an der Petersftrahe und sagte der anwesenden Bedienerin, sie sei eine Verwandte des D'-rektors Iovan. Unter diesem Vonoandc nahm sie auch die Wohnungsräumlichkeiten m Augenschein, w"t»e> pe eine Photographie entwendete. Als ei„ Zimmecheri oes Direktors heimkehrte, packte er die ^wschlHr , die 'ch 'M Glashause versteckt hatte, und "b".^b l>e der ^oUzei. In ,hre.!' Vesi'tze f""d ma? 7^ stoss, erner cm.ge Orangen ""d """ " . " "ner Blume. Die Dirne, die v"dach ss ' "' '^erer Zeit die Milchten Ao^ ^HA. en entlockt zu haben, wurde oci" ^ » Üaibacher Zeitung Nr. 6t). 55tt 13. März 1^12 — Doshaftc Neschädigunq.j Ter Besitzer Martin Ker?.in ließ diescrtage einen schluer beladcn.n, nii! zwei Pferden bespannten Wageii vor einem Gasthanse in Tobruujc stehen. Während er sich eine knrze ^e,t im Gaslhause aufhielt, wurde ihm das Riemenzeug des Pferdegeschirrs durch einen unbekannten Täter zerschnitten uud ein Pferd durch einen ziemlich langen Messerschnitt am Hinterteile verletzt. — ann -Held wegen zudring« lichen Vettelns arretiert und dem Gerichte in Laibach eingeliefert. — lWocheuviehmartt in Laibach.j Aus den Wochen» vlehlnartt in Laibach am 6. d. M. wurden 367 Ochsen, 135 Kühe und 28 Kälber anfgctrieben. Darunter befanden sich 380 Schlachtrinder. Die Preise notierten für Mastochsen mit 88 bis 38, für halbfette Ochsen mit 76 bis 86, für magere Ochsen mit 74 bis 76 !< für )00 Kilogramm Lebendgewicht. — lNache.j Der städtische Flurenwächtcr Franz Go-renc lM ob seiner gewissenhaften Pflichterfüllung in der Krakauer und in der Tirnauer Vorstadt viele Feinde. Als er Sonntag abends in einem Gasthause in der Reitschulgasse saß. nahm ein Schuhmachergehilfe dessen Hut und zerschnitt ihn. ^ lMn betrunkenes Paar.j Vorgestern nachmittags wurden aus der Iubiläumsbrücke ein arbeitsloser Schlossergehilfe und eine Arbeiterin durch einen Sicher-hcitswachmann wegen Trunkenheit und Exzedierens an. gehalten und in den Kotter gesteckt. ' lVin hungriger Dieb.j Samstag brach ein uube-kannter Dieb in eine Speisekammer an der Petersstraße ein und entwendete daraus eine Flasche mit vier Litern Rum, ein Glas mit eingelegten Gurten und einen Laib Brot, worauf er sich entfernte. " sNosheit.j Sonntag nachts wurde am Alten Martte eine Tafel mit der Aufschrift „Zdravnit" aus Bosheit entfernt. — Diesertage wurde neuerdings in der Schulallee die Plache eines Flcischerstandes zer. schnitten. " ftlnhaltung eines verdächtigen Individuums.) Dienstag nachts hielt ein Sicherheit'swachmann auf der Römerstraße einen 35jährigen Mann all, der sich Jakob Bla^leviä, Taglvhner aus Albona, nannte. Der aus° wcislose Mann wurde dem Gerichte übergeben. * lEin Fahrrad veruntreut.j Kürzlich wurde der Fahrradverleiherin Anna Gorec an der Wiener Straße durch einen angeblichen Väckergehilfen ein auf 70 K bewertetes Dianafahrrad entführt. * iVon einem Hunde angefallen.) Als Sonntag vor-mittags ein Nadfahrer auf der Bleiweisstraße dahin-fuhr, sprang ein Hund auf ihn los, riß ihn vom Rade und zerriß ihm den Rock. Der Eigentümer des Hundes wurde durch die Polizei ausgeforscht. * jNausercicn.j Dicscrtage entstand aus der Na» detztystraße zwischen zwei Mägden ein Streit, in dessen Verlaufe die eine mit einem Stock und einem Peitschen« stiele bedeutend verletzt wurde. - Zwischen sechs Knechten, die ein Gasthaus am Iakobsplatze. verließen, entstand ein Raufexzeß. Einer der Kämpen erlitt im Gc-sichte bedeutende Kratzwunden. * lVerlorcn.j Eine silberne Halskette, eine silberne Taschenuhr mit Doppeldcckel nebst silberner Kette, ein schwarzer Herrnhut und ein Regenschirm. * sGcfunden.j Eine goldene Kraiuatleunadel. — ^Verstorbene in Laibach.j Matthäus Orne, Fiaker, 62 Jahre, Krakauer Gasse 6- Maria Peönik, Altertumsforschcrsgattin, 81 Jahre, Schicßstättgasse 10-Ursula Mauser, Private, 62 Jahre, Schellen burggasse Nr. 1; Gertrud Velkovrh, Private, 86 Jahre, Nahn-Hofgasse 35; Andreas Pogaiwik, Fabriksarbeiter i. R., 76 Jahre, im Landcsspitale. — sÄinematograph „Ideal".) Das diesmalige Pro» gramm besteht aus einer Reihe von Schlagern. Dar» unter ist im Nachmittagsprogramm das realistische Feuer-Drama ^amerikanisch) besonders hervorzuheben. Nauke, Moritz und Fritzcyen, diese ausgezeichneten Ku-miker, sorgen für Humor. Abends als Zugabe der groß. artige Kunstfilm „Madame Sans Gene" mit Madame Mjane und das amerikanische Lustspiel „Ideale Konto-ristin" anstatt der angekündigten Dramen von Maxim, welches Vild am Samstag gezeigt werden wird. Frei» tag nur abends „Tante Ursula in Haremsnölen" slo-mischcr Schlager). Samstag „Zapfenstreich" sSitten-drama). Theater, Kunst und Literatur. ** Philharmonische Gesellschaft. Fünftes Mitgliederlonzert den N.März IlN2, Die Philharmonische Gesellscl)ast entsprach mit der Auffuhrung von Iöhrers sinfonischer Dichtung, welche die Vortragsordnung des fünften Mitgliederkun-zertcs eröffnete, einem Herzenswunsche seiner zahlrei-chen Freunde und Verehrer. Die Freude über das schöne Werk war allerdings nicht frei vun Wehmut, da ja bald der treffliche Künstler und Mensch den Dirigcntenstab niederlegen will, mit dem er tne Philharmoniker zu so vielen künstlerischen Siegen führte. Bekanntlich wurde die sinfonische Dichtung voriges Jahr im Konzerte zugunsten des Militärkapellmeister' Pcnsionsvereines mit glänzendem Erfolge zum ersten, male aufgeführt, und wir widmeten ihr damals eine eingehende Besprechnng. Wir bemerkten u. a., daß die sinfonische Dichtung das erste große orchestrale Wert ist, in dem Zöhrer als Persönlichkeit zu uns spricht, und eine Schöpfung mit Freude zu begrüßen sei, die klar das Mcrlma! des Gediegenen trägt, die um der Kunst willen geschaffen wurde. Eharalteristisch sür das Schaf-fen Zöhrers sei schließlich der Vorzug, daß er seine Ein» gebungen nicht flüchtig hinwirft, fondern daran festhält' thematische und melodische Einfälle flehen ihm zu Ge-bole, die gediegene Instrumentierung geht auch der mo> dernen Orcheslerlechnik nicht aus dem Wege, vermeidet jedoch ihre Auswüchse . . . Neben stimmungsvoller Poesie halten auch dramatische Elemente ihren Einzug; es ist ein polyphon ausgeführtes Scelengemälde voll ver» haltener Leidenschaft, das mit der edlen Tonsprachc kontrapunlllicher Satztunsl und reizvoll gearteter, orche-straler Farbengebung auf den Hörer w,rtt. Der Kom-ponift gebietet jedoch auch im Geiste der neueren Zeit über kühnere orchestrale Wirkungen, die seinen tünst-lrrischen Geschmack verraten . . . Unter des Komponisten Leitung wurde daS son» nige Werk technisch ausgezeichnet gespielt und sein dich. tcrischer Ausdrucksgehalt erschöpft. Das Publikum nahm dir Aufführung mit herzlicher Begeisterung auf, nnd Herr Musikdirektor Zöhrer mußte wiederholt über stürmisches Verlangen auf der Musikbühne erscheinen. Eine Serenade von Felix Weingart ner für Streichinstrumente gehört zu den Jugendwerken des Komponisten. Die Schöpfung zeichnet sich durch Anmut der mufikalischen Erfindung, feinsinnige Durchführung und reizvolle harmonische Behandlung aus. Am meisten sprach das „Andante sostenuto" an, doch übten auch die anderen Sätze frenndlichen Eindruck. Die Zuhörer nahmen die Serenade mit lebhaftem Beifall auf. Das Kunstlied, das zwar Bewunderung, niemals aber Hcrzenswärme erwecken kann, hat das Volkslied aus dem Konzerlsaale mit Unrecht verdrängt, denn der Vortrag von vier Volksliedern sür gemischten Chor be« wies, welch tiefe Wirkung in dem volkstümlichen Ge» sänge liegt. Die Volkslieder, von Musikdirektor Zöh-rer stimmungsvoll harmunisiert, wurden mit Innig, keil und Herzlichkeit gesungen nnd begegneten auch herz. l ich er Empfänglich toil. Ten Abschluß des schönen Abends bildete die Rhapsodie aus RückertS „Liebesfrühling" von Richard Heu berger für Tenursolo, gemischten Ehor und Orchester. Die .Komposition gelangte im Jahre 1904 unter Leitung Hcubergcrs erfolgreich zur Erstaufführung, und wir tönncn aus unserer damaligen eingehenden Ve< svrechnng nnr wiederbolen, daß der Komponist den slnnig.poelische» Gefühlsinhall der Dichtung geistvoll erschöpfte. Zart nnd poetisch, mit Tiefe und Innigkeil wird die Stimmnng den Bewegungen der Seele gegen» über charakterisiert. Vor allem haben wir leine reslek-licrte Verstandesmusik vor uns, die erst durch das Pro< gramm vermittelt wird, vielmehr erfreut uns der natürliche Fluß des Ganzen, die Wahrheit des Aus-drucks und die treffliche Verbindung vun Dichtung und Musik. Der Stimmsat') ist in edlen Linien gehalten, das Orchester zeigt die Behandlung eines geistvollen Musikers. Bei der Ausführung des heiklen Werkes bewährte Herr Musikdirektor Zöhrer soin feines musikalisches Empfinden, das dem Inhalte Poesie und Schwung ver> lieh. Herzlicher Dank gebührt serner dein fleißigen (5horc, der sich mit Hingebung seiner Aufgabe widmete, nicht minder dem »vacleren Orchester und dem trefflichen Solisten Herrn Bruno Hildebrandt, der, cin anerkannter hervorragender Gefangstünstlcr der deut-scheu Bühne, auch durch den edlen, gemütslicfcn Vor« trag, mit klangreicher, tragender Stimme, der herrlichen Tenorarie aus Mendelssohns „Paulus": „Sei getreu bis in den Tod", das Publikum entzückte. .l. — l„Ljudsli oder."j Der verwichene Sonntag b5» deutete für die Volksbühne einen kritischen Tag ersten Ranges: entweder sollte aus ihm ein Festtag der ersolg' gekrönten ernsten Arbeit oder ein Tag des erkennenden Verzichtcns werden. Herr Primararzt Dr. Ivan Ro-bida halte es auf sich genommen, die Dilettanten, die ihre Kräfte der Voltsl)ül)ne zur Verfügung gestellt hatten, in sechsmonatliche systematische, theoretisch» praktische Schule zu nehmen und sie an der Hand eines klassischen Dramas in die Geheimnisse der Schauspiel-lnnst cinzusühren. Was Arbeit da geleistet worden sei, wie hoch sich freiwillig dem Theater dienende Ansän-ger in einer folch kurzen Spanne Zeit emporgeleilen ließen, das sollte am verwichenen Sonntag klar werden. Und da die Voltsbühne nicht mit Verussichaufpielern, sondern mit Dilettanten arbeitet, so lvar der verwichene Sonntag sür sie nicht nur in dieser theoretischen, sun-dern vielmehr noch in der praktischen Rücksicht von maß-gebender Bedeutung: es handelte sich ja um den Nach-weis der Lebensfähigkeit. So tonnte es nicht anders sein, als daß man der Ausführung der Grillparzerschen klassischen Licbestragödie „Des Meeres und der Liebe Wellen", an der die jnngcn Kräfte gem.ssen werden sollten, mit der grüßten Spannung entgegensah. Der Thmlersaal >var schon lange vor Beginn der Vorstellung gesteckt voll; Angehörige der verschiedenartigsten Kreise und Richtungen waren erschienen. Es lvar ein kühmt Versuch, der da getan wurde; ein Grillparzersches llassi-sches Stück in die Hände von Dilettanten zu legen, ist denn doch ein geluagleres Spiel, sosern man die ernste Kunst vor Augen Hal, desto gewagter, wenn diese Dilettanten sozialen Kreisen angehören, denen das Leben und Weben des klassischen Altertums mit all seinen Ideen und Idealen seit jeher in der weitesten Ferne abseits liegt. Wenn dennoch der Versuch gewagt wurde, so zeugt das von jenem gesunden Mut und jenem ern« slen Streben, welche die Grundbedingungen jedes Sich» emporringenS sind, und da der Versuch trotz all den unüberwindlich scheinenden Schwierigkeilen glücklich ausfiel, so darf man den Nachweis der Lebensfähigkeit als erbracht ansehen. Zielbewußt leitender energischer Hände bedarf es, fähiger Köpfe, die die schauspielerischen Fähigkeiten zur bewußten Netäligung wachzurufen ver« stehen; darin liegt das Lanze LösungsgeheimniS der so osl ausgeworfenen Frage über den flovenisehen Bühnen« nachwnchs. Das tonnte man Sonntags aus der Volks« bühne sehen. Freilich, jenes Hohe, nur der höchsten Reife Vurbehaltenc, das wir Kunst nennen, webte nicht dort droben auf den Brettern. Das darf nicht gesagt, kann nnd darf auch nicht verlangt werden. Aber sclxmspielerischc Leistungen sah man, die Achtung abzwangen, die von versprechenden Talenten zeugten, Leistungen, die in ihrer gegenseiligen Abstim« »lung eine Ausführung ergaben, über der ein Hauch echter Kunst lag. Es wäre ebenso verfehlt, wenn man an Dileltanlenaufführungcn durchaus leinen künstleri« schen Maßstab anlegen wollte und ihnen Prädikate zu« spräche, die ihnen ihrem innersten Wesen nach nicht go bühren, wie es ungerecht wäre, wenn man ihnen von« Standpunkte der höchsten Kunsthöhe alle künstlerischen Werte absprechen wollte. Was die Leute der Volksbühne Sonnlag leisteten, verdient volle Achtung, und wenn ihnen das Publikum durch frenetischen Beifall dantte, so tat es recl)t daran; nur dürste es »licht übersehen, daß aus jedem ibrer Worte, aus einer jeden Geste, jeder Stellung auch noch zwei andere sprachen: der Autor und der Regisseur. - Über Grillvarzers Werk und dessen Stellung in der modernen Vühnenwclt zu svrechen, wäre müßig. Alle diese Dinge sind ja jedem Gebildeten geläu-sig. Wir »vollen uns daher aus eine tnrze kritische'Sich» lung der Aufführungseinzelheitcn beschränken. 'lSchluß folgt.) *" Kaiser Franz Joseph. Iubiläumstheater.j Schnitzler gilt als das stärkste dramatische Talent Qster» rcichs und sein gefestigter dichterischer Ruf kommt auch jenen slüchligcn Eingebungen zuftatten, in denen das Gedanlenspiel vorausgegeben ist uud die mit Frage« zeichen und Gedankenstrichen ansgeslattet in Szene.qe< setzt sind. Die Literatur theatralisiert sich, das Thealel lileraristert sich, das liegt im Empfinden der Zeit, ul^ doch gilt auch hier der alte Grundsatz, das Publikum mus', gepackt, in Spannung versetzt und die Spannung festgehalten werden. Daraus versteht sich Schnitter meisterlich, wie der gestern aufgeführte Analol-ZiMS neuerlich bewies. Die leichlbcwegliche Anmut des Ge« sprächstuncs, die hübschen Einfälle mit pikanten Pointen, die Dosis Frivolität, die obenauf flimmert und gsitzert, fesseln das Interesse in den geistreichen drei Einaktern, unter denen „Anatuls Huchzeilsmorgen" > ihrem Besuche. .!. — Aiir die Oratoriumkonzcrte der „Glasbe»" Matica) wurde hinsichtlich der Garderobe die Vorkch'-rung gelrossen, daß ebenerdig rechts und links je ei^, Garderobe, weiters im ersten Stockwerke eine Garderobe! sür die Balkon- nnd Galerieplätze znr Ausstellung g? langen. Die Garderobegebühr wird gllich an der KaA eingehoben werden. Das Publikum wird ersucht, siä nach Möglichkeit eine Viertelstunde vor Beginn tx^ Konzerles einzusinden, damit kein Gedränge enlstehl' Nach Schluß des Konzertes können nebst dem Haupt' ausgange drei in den Hos und in die Franziskaner gasse mündende Ausgänge benutzt werden. Telegramme des l. l. Telestraphen-Korrespondenz-Vureaus Der italienisch-türkische Klicg. Rom, 12. März. sAmtlich.) Trotz der kategorisch"' Dementis, welche dle Berichte des Befehlshabers ^' türkisch-arabischen Ctrctlräsle in der Eyreimila >'A' einander erfahren, fährt derselbe sort, unlvahll' lF» solge seiner Truppen zu melden. Nach einem Tel" gramm aus Kunstanlinupel hatte er seine Regieru"" Vthult» sie, ? /^ ^Ä3?Ä!n^ "erschleunt smt> und schwer atmen, Feller's Flmd m. t». "'t. «Elsaflmd.. Wir überzeugten uns sellist bei Ri.ckm. ,,.,t> Brustschmerz" ?. .? , » « Ä-.7« N? I""" Eilenden, hustenst.llenden. erfrischenden Wirlung, Probedutzent, 5 itronen. ^ Putzend « Monen «0 Heller frnnlo. Erzeuger n"» Apotheker E. V. Feller m Stublcc,. Eljahw^ Nr. 289 (Kroatien). " ' ,,^g Laibacher Zeitung Nr. l)0. 557 ! 3. März 1912. ^'nachrichliqi, das; in vor Nachi don, !. Mär.^ oim' Al'° it'iluliq von Tiirlcn und Araber,, sich den ilalirni scheu Stellungen in Tobrul genähert und Approviswnierungs. ftegenstände davongetragen hätte. — In der Nacht omu 3. März hätte eine andere Alüeilung dun dreißig Mann eine der im Nau befindlichen Versclian^ungen zerstört. Am Murgen des 4. März endlich halte sich ein kiampf entspunnen, der füns Stunden dauerte und in dem die Italiener hundert Manu tierluren hätten. In alleu diesen Erzählungen ist leine Spur von Wahrheit. In ienen Tagen ereignelc sich um Tobruk herum sein Zwi» schenfall. Tiese sörtgcschte Erdichtung falscher Nachrich. lcn ist wohl ein noch nie gewesenes Phäuomen. Der Schülcrstrcik in Kroatien. Agram, 12. März. Amtlich. Der gestern beendigte Streik'der Mittelschüler wurde heute wieder ausgeuom. men. Dem Slreil schloffen sich auch die Vollöschüler an. ^alls die Schiller nicht gutwillig zu ihrer Pflicht Zurücttchreu, wird der Unterricht eingestellt werden. Die verlurrne Zeit wird dann während der Sommerferien eingebracht werden. Die angebliche Flucht Maczochs. Berlin, 12. März. Der „Losalanzeiger" meldet aus Warschau: Die Nachricht vou der Flucht des Paulainr-Mönchs Maczoch aus dem Pctrilauer Gefäuguis wird hicr nicht bestätigt. Ein Tunnel durch die Pyrenäen. Aewyort, 12. März. Die „Ncwyork Tribune" er-fährt von unterrichteter Seite, daß Spanien mit der National City Vanl wegen einer 60 Millioncuanlrihe ni Verhaildlung stehe, um eine Eisenbahn von Madrid nach Franlreich, sowie einen Tunnel durch die Pyrenäen Zu baueu. Den Nau soll eine amerikanische Gesellschaft ausführen. China. Hongkong, 12. März. Bei den gestrigen Zusammenstößen zwischen den neuaufgrstellleu Truppen und Auf» ständischen in Kanton sollen, wie „Daily Preß" meldet, hundert bis zweihundert Personen getötet, bezw. ver-wundet worden sein. Die Ausständischen, die gut bewasf-net und mit Munition ausgerüstet seien, hätli-n die Admiralität beseht. Der englischc Grnerallonsul habe angeordnet, daß sich die fremden nach .simiqwnq l,c> geben. Neueste telephonische Nachrichten. Wien, 13. März. Der Iustizimnistcr hat den Notarskandidaten Franz Iereb in Laibach zum Notar »u Natschach ernannt. Agram, 13. März. Anläßlich des gestern wieder ausgebrochencn Strcils veranstalteten die Mittelschüler, denen sich auch Zöglinge der höheren Mädchenschule und drr Voltsschulen angeschlossen halten, wieder Umzüge und Demonstrationen und hielten schließlich sogar auf dem Plcche vor dem Thmtcr eine Versammluug ab, wobei mehrere Schüler Nedcn hielten. Die Vei> anlassung zum Streik ist diesmal ein Diszivlinarfall m Vinkovce, der weder mit den Vorgängen >u Sara» ievo, noch mit jenen in Su^ak im Zusammenhange steht. Von, Streilausschusse wurden sämtliche Mittelschüler iu Kroatien, Slavonien, Istrien, Dalmaticn, in Bosnien und der Hereegoviua telegraphisch mit der Ausforderung verständigt, sich dem Streit anzuschlüßen. Die Schüler erllärten" w lange streiten zu wollen, bis sie die Zusi» cherung erlMen hätten, daß niemand wegen der Mani-feslalionen bestraft nuirdc. Iu einer Schülerversamm-lung »ourde sogar eine Resolution angenommen, worin gefordert wird, daß hier kein Schüler ausgeschlossen werden dürfe, während die Schüler formelle Strafen zulassen wollen. Agram, 13. März. Die Landesregierung fordert in den amtlichen „Narodue novine" die Eltern aus, aus die Schüler einzuwirlen, daß sie zum Uuterricht zurück« kehreu, da soust eutsprechende Diszipliuarmaßregeln er-griffen werden müßten. Die Direktoren haben bereits von der Regierung die Weifung erhalten, am 14. d. M. den Unterricht auf unbestimmte Zeit einzustellen, wenn sich die Schüler bis dahin nicht bedingungslos gefügt hätten. Die versäumte Zrit soll in den Ferien nachgeholt werden. Verantwortlicher Redakteur.- Anton Funtel. AnSweiS über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 2. bis zum 9. März 1912. Es herrscht: der Notz im'Nezirle Nabmannsdorf in der Gemeinde Vresnitz (1 Gel,.); der VläbchenauSschlag im Vezirle Gottschee in der Ve» meinde Schwarzcnbach (1 Geh.); die Vchweinepeft im Vezirle Ndelsberg in den Gemeinden Ooöc (1 Geh.). Dornegg ^l meinde Mitterdorf (1 Geh.); im Bezirke Stein in der Ge- mcinde Aich (1 Geh). A. ü. ^lc,«d«?»r^gieru«g für Arcli« i; aill llch, am l). März 1912. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73>'.'0 mm. 3 ^.-3 ^. 1 5 ^I.5H Z^____________ ^2.^ 2 U, si, ,'741-1^12 4"VW. mäsj'ig halb bew. 9 U. Äb, ! 742 4 ! 66 NW. schwach heiter , I3.> 7 U F. 74il 6 , 40s S, schwach ! bewölkt ' ! 4-0 Das Lllstesnnttel der gestrigen Temperatur beträssf 6 8'. Normair ^ <)° Gestern Vuhlegen um I Uhr nachmittags. Wien. 12. März. Wettervoraussage für den 13, März: Für Steiermarl, Körnten und Krain: Wechselnd wollig, un« bestimmt. Temperatulllbnahme, nördliche mäßige Winde. Für das ltüstenland: Vorwieqrnd heiter, unbestimmt, kühl, uord« östliche mäßige Winde, Für Unqarn: Sinlen der Temperatur und vereinzelt Niederschläge voraussichtlich. Lagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. (e„rü»de! von der Kraiiiischen Tpartajle >»»? ^ (Ort: Gebäude der l. l. Ttaats^Oberrealschule.) iiage: Nöldl. Breite 46' 03'; östl. Länge von Greenwich 14' 81'. Nntennenftilrungen: Am 12. M«rz um 20 Uhr IV 3-4*". «m 13. März um 7 Uhr 30 Minuten III3. Funlenftärle: Äm 12. März um 20 Uhr 6-ss. «lm 13. März um 7 Uhr 30 Minuten ä. "» Häüfiglfi! der Slürui'ye»^ I «lehr lellr». jrds 1b, b<« W «ebt Nelunbe: VI »uimüttlbrochei" zulammf>chll»ye»b« Geräulche mi» Funkn,-bilbun« »wischen «„leime und Erbe ober Sause» ,m Horlelepho«, «»ilrlr der stsrungeii! i «lehr schwach», » schwach». » «mühi« ftarl», 4 «start», b «lehr ftarl», 's «autNärle der ssunlenlprilche ^ » «laum vernehmbar», l> «!el,r !ch»»ch». c «lchwach'. <1 .deutlich.. «, «trsitig», l «sebr triftig. Die Herrenmode 1912 ist noch immer bunt und lebhaft. Die maßgebende Herrenstoffkollektion, welcbe bo-ebeu von der bekanuten TuchfabrikBÜrma Blegel-Imhof in Brunn verschickt wird, bringt eine reichhaltige Auswahl modernster Kammgarne und Cheviots zu staunend billigen Preisen. Auch den Privatkunden wird durch den direkten Bezug bei Slegel-Imhof in Bronn Gelegenheit geboten, sich mit modernen und guteu, dabei spottbilligen Stoffen zu versorgen. (680 d) Matild- Quelle das reinste und wertvollste alkalische Sauerwasser, ist ein sloheres Mittel bei überflüssiger Säurebildung, bei Erkrankung der Atmungs- und Verdauungsorgane, bei Leber- und Nierenkrankheiten. (4800) 8-8 Das Wasser eiaet siel TorzüglM znm Mischen lit Well. Generalvertreter für Krain: Franz Schantel, Laibach, Franziskanergasse Lager im „I. Laibarher offen Midien La^erliauNP, Krisjper-Tomažiè, GeHellHthaft m. b. II." Gicht heilt Franzensbader IVat:alie*|uc-Jle Ärztl. empfohlen auch bei Rheuma, Arterio8klero8e, Nieren- und Blasenleiden. Orig. Franzensbader Eisenmineral - Moorsalz und Moorlauge bei Gicht, Rheumatismus» und Erkrankungen der Gebärmutter, MenstruatioussWi-rungen, Hysterie, Hlnichsucbt, Anämie, Kinderkrankheiten, Nervenstörungen, Frauenkrankheiten. Erbaulich in allen Apotheken, Drogerien, MiDeralwasserbamHanaBL Kurstadt Franzensbad, erstes Moorbad der Welt. Hervorragendstes Herzheilbad. General Vertretung: (4918) 5-2 Alte k. k. Feldapotheke, Wien, I., Stephansplatz 8. Aktlenkapital: 150,000.000 Kronen. *••'. »erkauf und Belehnunq vonWert- •«Heren; BBrsenordrcs; Verwaltung «on Oepott, Safe-Deposit« etc. Filiale der K. K. priu. Oesterreichiscben ,17fi0) in Laibach Credit-flnstalt (ür Handel unö Me Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Eieompte rsn Wechseln n. Devlin; 8«M einlegen gee. ElnlagibOcher i.la Ruts-KtrreDf; Mllltlr-Helrattkiullmn He, Kurse an der Wiener Börse vom IS. März 1ŽHS» S.-t.lnCkiirs Gold |Wnre Allp. Staatsschuld. " Pror.. ¦L s(Ma>-Nov.)P.K.* S9S0 90 - S L ¦•/„ p IJ.4 «.»-W 9f- * K«t. K.)(Jän.-Jnli)p. K.4 »•?« #9»f = I p. A.4 WH- Ä»--1"1 0 * «"/0 „ , p.A.4-ü »«¦*« »»¦• 5 *;»7.. „ Bllb.Apr.-Okl.,..K.4-2 »*•*« »* « U?*"/" . ., ., „P.A.4-8 «•«" 0*-°" 1 *ev J.1860m BOOfl.ft.V -i '»«•'< /«< u!°v-J.lH60zul00fl.o.W.4 ***¦- 44*'~ uJBv-J.I8«4/.u100fl.Ji.W. ,.«0f<-- 6-*r-St.1»-J.lWi4 7.n Mfl.ö.W. . «Oft- >"•- ¦ Us>Ma., -H.luon.8OdF 5 W **»•- . ^tfir. StaatNHchuId. , 'u°l » •• ,. ..U..4 «»•*« »fO* OeJ V P K........ »0-C6 PO-tt 14(WlJ1!"l0.'-K.-iW..touerfr. D«bt , ' P- U........ 90-0fl »0-2f ^aii» , 8l--Rer.t.Btlr.p.k.3v' ?6-6t ?S7t s'Dl>* k . b-i-isHb-(u.S.)f»1/i ;//°* /-'r('t ^"•dwh ¦¦ 1Ludw'HBl..(rl.St.l4 W- */- 5<»HnlfV'>U-8Uauhn tm 1KH» * "*•- "»• gBbBi.vJ^"hiiEm.iHK5..4 »?*'¦ w*o .,dto.TlJ^.18K6(,l.S.)..* »¦- 06- Ukkji!Wu.lü00ü.4 »r-7ft ft«-7* Scl.li'fllnr* G firw rn. -Ci-it.-J.K. 1HH4i(!.S.)K4 »CMS S^ftt/ Nr wb., Oent. üOO II. Silber t /oj-ro tosn dtp. |.,.A K.JHOBmI.S.^Kh'/, *fl *(' «#-«t/ Norrtwb.,OcBt.L. h.SMO fl. S.ü /L/?/(/ jo» /c dtii. L.B.E.i908(d.S.,KaV, ** r« «<•« dtn. E.l88ft«00n.l0(Xifl.S. 4 »ž 40 9a 4t RudolfsbahtiL. J8M(d.K.)S. 4 »rtv 92tc .-ttiafscisenb.-O.fiOOF.p.St. 8 tos- tir- kW,. I',""'/.-NctlftOOF.p.St. 8 *6P- *7<¦_ StidnorddßUtPcheVbdgL.fl. S. 4 »/-7« hiTt I'ng.-ftal.IS.K. JbS7200Kilber 4 BO-70 »/•><, 17ng. StaatHHchuld. Ung.StRhtKkusBenscb.p.K.4"/, 097« fl»f» Ing. Rente in Gold .. . p. K. 4 no-~ in-Z< Li)g.henloi.K.etfr.v.J.l»iO4 fivao s»-fo Ling Hente 1. K «tfr. p. K.4 «fl it «9 yt UiiK I'rlirnien-Anlchenfeioofl. «e¦- i8s•_ U TbeiBB-H.n.S7cK.lJrm.-0.4 29fi «u *//ftt U.'(.nip»tl. Anlelien. ¦HB-hcre.Ew.-L.-A.R-l***1/! 07«« M-«* Wr Vurknlircan'-'A- verl- R- * "0 «0 S/po ,ito. fcm. 1900 *prl. K . ... 4 eo ^^ «/•«(/ ' nlimctaBV.J.lHOHverl.h.* *0 SO </» Mii(1 sp-^ Irtr lio» » Nled.-to(Vd.-Hyp.-A.66J.4 «"7» M-7» oSt,Sff.UankBOJ.v.«.W.* M-- 97- (ito ftOJ.v.K..........+ 8«'w »?-«e Ontr HTP.-B.ung.Spark.4Vj -0*"- »»•-- .ÄKpert.lfnB.«J.*V. »fftC »¦« dto. Com. 0. i. .W/2 J- K *'/2 »*'- «>•• |,ern.K.-K.-A.i.M»i.».K*y, W«» "»«" S.Slnncrst.Bud.i.MJ.K*'/, »«- »P1- dto. inh.MJ.v.K.....47< »«•- »«•- Si nrk V P.Vat. C. O. K . . 4'/, W- W- Ui« Hyp.-B. in Pest K . *•/» »* •" »»•«» Einfnbahn-Prior.-Oblig. d!o Kbi.1908K«1.!s.i---4 ™^* W« UB.b.-C7*r.-J.K.18«4KWS.»-J{ jj;« «¦* (jto. 3WIS......-¦ -.i',:* po d St.) M. 100 M........3 ** " ** 7* hfldi.rJ«n.-J. 600 F p. A: n »J-7» ,«.7» lrtorkrnin«rB.(d.S.^VV..4 *<« - W- Diver«e Lone. );„tleiikr6»t.E.i«ih0»100fl.8X *w-26 «/« *« detto E 188ftöJ00fl. . . . SX »«— *W-Hypoth.-lJ.ung.Prain.-Schv. Serb.PräiDipn-Änl.ulOOKr. ü /W/» /?>•/* Jind.-BaailicmDoinbO&H.o.VV. «40 18-40 SchlusiknrB Gt-Id | Ware Cred.-Annt.f.H.u.G.lOOfl.o.W. 4»9 - •//•- Laibac-.h.Präm.-Anl.iiOfl.C.W 76 $r- HotenKreur,ÖBt.G.v.JOH ö W 96-- 72- detto ung. G.v. . ftfl.si.W. <«-7o ^* 7" Ttirk.E.-A.,Pr..0.40üFr.p.K. ««'40 «/•«« Wiener Kornrnunal-Lose vom Jahre 1874.....SOOfl.o.W. *08 60 HOn GowinBtsch der 3«/0 Pr.-Sch. (Jerlioti.-Cred.-AnBt.E. 1880 6t-- 69- -«•eu'insUcb. der 3°/, Pr.-SSch. flerBod.-Cred.-AnBt.E. 1889 10»- IIS-(jewintiUch. dur 4°/., Hr.-Seh. der ung. Hypothukon- Bank 49-60 »6-60 Tranuport-Aktien. I)onau-Damps.-G. 600 fl. C. M. I/67-- U7t<° Ferd.-i^unJbahn 10(i0 II. C. M. MWO— »/W— l.loyd, österr........400K ß<*' t>*0- ^tuatB-t.lBb.-G.p. U. »0») sl. S. 743-60 744-H, .Südbalm-U.p. U. .. .6O0Frs. 107— 10+ Bank-Aktien. Angln oBterr Bank I2()fl. 18 K tSS7t, l&U7t. Bankver.,Wr.p.U. 20011.30 „ m»-» 646t6 Bod.-C.-A.allg.üBt. »K)K64 „ isi6 tti8- (,r<. U. 320K38 ,, 65«... 9ts... Oertit-K.uijg.iillg. üOüll.42 „ 847-- #44 KBkl.eb. fcteier. HOOD.32 ,, tsS ~ eoz Kgkompie-G., ti. 6. 400K 88 ,, yen .. 7ffj>._ Lunderb.,ÖBt.p.U. 20011.28 ,, S44-7A 646-70 LoibucherKn-ditb 40()K28„ *6Z _ tti4 Oent.-iingar.B. 1400K 9080,, /9«- j99Z — ünionbunkp.U.. . üoofl.88 „ et€. «t7- Verkehrsbaiik.allg.iiofl uo „ #?;-7o tu 7b /yivnoBten.bonka )00fl.l4„ X89-- 190- IndoKtrift-Aktien. Berg-u.tlUttw.-(,., (,bt. 400K70«*- /060--Hirtenbergp^Z.n.M.K. 400K ftti'— /Mtf-Kiimgsh.ZerDerjUFabrik 400 K IBs- #»»— Leiir«nlüW»rp.^j.A..-(j. 260K «»--I »''- Schluflknn Gfld | Wax; Mont.anKM.,(>8t«rr.-alp. 100fl. 98* to\ 9t$-U) PortmodHur h K. u. F. lOOfl. «««¦ - 490__ l'ragei EiBeuiiid.-Ge&ell. 500 K t*Z4 - \int4 - Himairinr.-Sa)K6-Tarj. l(X)fl. 7;» 7» 7/0-7» -alKo-Torj.Stk.-B.....lOOtl. 780 - 7««- • Skodawerke A.-G. Pils. 200 K 788 »0 7W60 Waffen-F.-G.,ÖBt«rr. .. 10011. »o> - »of--- Wostb. Bergbau-A.-G lOüfl. «6».- 970 — Devisen. Knrte Si«-hl*n und 8eb ItalieniHche Bankplatze..... 94 8t W— IvOndüll................. J4/-4O «4/7« l'aris ................... ,»ff7, m#7* Valuten. Münzdukaten............. ///7| " 40 oO-Frnncs-StUck* . /»"I '*'t0 ^O-Mark-StOcke......'..... *'»\ "." l>enUche ReidiBbanknoUo . - "»•*•/ "'" Itelieni8che BaiiknoUn..... '*'*?J !.,: Habul-Noten ............. ' "^ Lokaivapiere I K.K.|)ri».OMt.0rBdlt-A»«UH. (traoerei Union Akt. 200 K <• ^. J * J Hotel Union » w? "l8K /t>o— */•• Kruin. Bange»• .. *"r ¦• w, JO0O---II/OO- Industrie „ '^" "w 7#c/ .- 4it> Stahlw.Weiftenft.. W L „ w._ «, Unterkrain.H.-Ai« | BftukHinsafl 5'/. t»i Nnttorong »taitHchtr Aktlw and d«r taibacher Zeitung Nr. 60. 558 13. März 1912. Angekommene Fremde. Hotel «Elefant". Am 10. März. Baron Wiuller. l. l. Äezirkslommissar, Adelsbeig. — Von Walluschnigg. Priv, Fichtenwald. — Eger, Industrieller, s. Gemahlin. Eisneru. - Schorn, Fabrikant, Sena, — Noot. Tirettor. s. Gemahlin, Iauerburg. — Iahn. Direttor. Görtschach. — Goelen, Priv.. Neumarttl. — Jam, t. u. l. Oberst; Hibert, Mehunich. k. u. l. Majore; Geicich, l. l. Hofrat, Trieft. — Uranitz, Ingenieur, s, Gemahlin; Schrafl, Dichter. jtflte.; Barschal. Hirschmann, Schwab. Nettelheim. Palme, Schön, Herzfeld, Rzimel. Nsde; Victorio, P>,v.. Wien. — Karafchin, t, l. Gcwerbeinfpektor, Laibach, — Tschernitz, Kaufmannsgattin, s. Söhnen, Klagensurt. — Walonig, Kfm.. St. Martin. — Weimersheimer, Kfm.. Ichen-hauien. — Fürst, ttfm.. Raab (Ungarn). — Streubl, Kfm,, «inz. — Kraus, Kfm.. Gr. Ponc. - Elpel, Kfm., Graz, Neumann. Kfm., Agram. — Nabani, 5lsm., O. Waltersdorf — Prett, Ingenieur; Widmar. Stipiic, Vauatlordant, Ru-dolfswert, Grand Hotel .Union". Am 11. März, Spiegel. Major, Temesliar, — Ielovac, Priv,, Semlin. — Walle, Ooerbanrat; Schuster, Nsd., Trie,!. — Lodenwein, Badearzt, Krapina-Töplitz. — Lowak, Klauzar, Private. Gurtfeld. — Victoa, Schauspieler; Herhta. Ingen.; Stengel, Matzner, Brunner, Bobach. Nezmann, Adler. Rsdo., Wien. — Kunstelj, Kfm., Oberlaibach. - Löwy. Rsd.. Warns» dorf, — Sachse!. Rsd.. Prag. — Bjetat. Rjd., Brunn. — Wohrisel. Rsd., Graz. — Hausen, Rsd., Hamburg. — Weber, 3isd.. Monfalcone. Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Ge< samtauflage) liegt das Novitiitcnverzcichnis von Rcklams Univcrsallnbliothck bei; die vollständige Sammlung hält in Laidach die Buch» Handlung Jg. v. Kleinmayr ck Fed. Bamberg vorrätig; daselbst anch vollständige Kataloge gratis und franlo! Danksagung. Anläßlich des Hinscheidens meines geliebten Vaters, des AM Glchxinil Ac« m LlllüklO sind mir soviel Beweise rührender Teilnahme zugekommen, daß ich außerstande bin, jedem einzelnen zu danken. Ich kann daher nur bitten, aus diesem Wege meinen wärmsten und ergebensten Dank entgegenzunehmen. Wien, im März 1912. . (1M6) 3r. Plllllllllll MkiM Wtt W VüllAW. Die Unterzeichneten geben schmerzerfüllt Nachricht von dem Hinscheiden ihrer guten unvergeßlichen Mutter, bezw. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter nnd Schwester, der Frau Landesgerichtsratswitwe welche am 10. d. M. um halb 6 Uhr abends nach langem schmerzvollen Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 90. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wurde Dienstag den 12. März um 8 Uhr nachmittags im Sterbehause, Lichtenfelsgasse Nr. 13, feierlichst eingesegnet und nach dem St. Peter-Friedhofe zur Beisetzung in der Familiengruft überführt. Die heil. Seelenmessen werden Mittwoch den 13. d. M. um 9 V< Uhr vormittags in der Hof- und Domkirche gelesen. Graz, am 10. März l