Nr. 15. —----- Dienstag, 20. Jänner 1891. 110. Jahrgang. AilmcherWMma. ""V^li/^"."^«^: Htit Postoerlenbunz: gmizjädril, fl. lö, halbjährig st. 7 5". In, Tomvtolr: ^. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich mit »u«nahme der Honn' und Feiertag,. Die «ldminiftra»««» ""^ Inifs,,' "'blabril, st. 5'5«. ssür die Zustellung l»« Hau» ganzjilhria ft. 1. - IuserttonSgtbttr: Für 3 befindet sich it^^''er Entschließung vom 10. Jänner d. I. über ^Kttn ^'"lster des kaiserlichen Hauses und des L'Wiy erstatteten alltrunterthänigsten Vortrag den ^" ""° ' trotz ihrer Opposition, die geradezu ver-3il vor^c^ annahm, gelungen, den Gesetzentwurf bet ^isi?> ^genen Fassung zu erledigen. Dieses d/ ^e»t ^ " Zusammenstehen des Großgrundbesitzes. k° Ü ^»N? ""b der Altczechen zu verdanken, die liil " Hal, '^ ^'"^ reorganisierte wichtige Institution 'X x ^l>lu '' welche sich zum Wohle beider Nalionclli-^ ^>tH 5^"n wird. wie der Landesschulrath ^llltil) Ausgleichsoereinbarungen getroffenen U ^o ^ ^.^«^"llich es nun ist. dass ein neues Stück ""^H ^H^ der Verwirklichung entgegengeht, so ^^^l vergessen werden, dass der wichtigste Heuisseton. ^ ^tdez, 3^ Handlung war am Tage zuvor voll-^,?^losl<>n ^ Beamte, der vor 8 Jahren unsere ltl^ ^lise ^Ue. sprach jetzt in derselben würde« P^ale k ^"" mit derselben Schärpe, in dem« ^t!t s z^ei cltt ^^'" Frellnde erschienen, während l!"g« ^tn> s> ' traurig dreinsehende Kameraden zur Vf.^'Nez' ^ waren vor Jahren Zeugen des An->ÜHs„. lij,, ^"ckes gewesen, nun wohnten sie seinem 'l ia?l Gr>.ü 5^3". beim Kommen und Gchen ge> «'Il^lela^ ?' das war der Abschied zweier Menschen. ^atttn "^beoollem Einvernehmen miteinander '^ Mlichs "lr auf den Vänken saßen, wo kurz ! tea» l'Ue a'pl^!' "Ueu Seiten beglückwünschte Paare >>»!,?' und w ^lten. ergriff mich eine qualvolle ?>. i^'ch ets^,.b"i lrampfte sich schmerzlich zu-^tl. lche o,/"lte die uuaussprechliche. verzehrende >>aMen vs. -frennung von einem theuren Wesen >^'dasi?- Ich sagte mir, es sei ja ganz ^° !^df'' ^liebte Gefährtin, die mich so oft U"i ^igtt n ."mulhigt ""b ^stützt und der ich l ' nun über sich bringen werde, ohne eine Regung des Bedauerns, ohne eine Erinnerung an die selige Ver» gangenheit das Band zu zerreißen, das uns so enge aneinander knüpfte. Und während meine Blicke wie traumverloreu von der banalen Malerei des Plafonds auf die kahlen Wände nirderglitten, fielen sie plötzlich auf das liebliche, traurig gesenkte, blonde Köpfchen meiner Frau, das ich seit vier Monaten nicht wieder« gesehen hatte, und — nein, nein, es war keine Täuschung — an den dichten Maschen des schwarzen Schleiers bemerkte ich den Schimmer zweier Thränen. Also auch sie vermochte die Erinnerung nicht zu bannen, auch sie fühlte Kummer! Vielleicht verzieh sie mir sogar! Ach, wäre sie nur allein gewesen! Doch hinter ihr tauchte das streuge Gesicht des Vaters, das drohende Antlitz der Mutter ans, die beide seit dem Tage, da Helene durch einen Zufall jeues uuselige Vriefcheu entdeckte, mit unermüdlichem Eifer an nns^rer Trennung, an unserem Unglück arbeiteten. Ich hatte alles versucht, um eine Unterredung unter vier Augen möglich zu machen. Umsonst! Meine Briefe wurden unterschlagen, meine Boten förmlich zur Thür hinausgeworfen. Unsere einzige Zusammenkunft fand in Gegenwart eines zwar von den besten Absich« ten beseelten, jedoch pedantischen und ungeschickten Ge« richtsbeamten statt, dessen Haltung das Zerwürfnis nur noch verschlimmerte. Unb nun war alles aus! Seit jenem Tage, da meine Verirrung, die ich mir jetzt selbst gar nicht zu erklären weiß, aufgehört hatte, für Helene ein Geheimnis zu sein. war ich nicht merkung voraus, es wäre bedenklich für das czechische Volk, wenn das Wort tunica üäeg, nulla üäes auf dasselbe Nnwendung fände. Wir würdigen dieses sub« jectioe Moment vollkommen, können aber nicht umhin, zu bemerken, dass die Vertreter des czechischen Volkes ihr Wort nicht eingesetzt haben für einen Leoninischen Vertrag, sondern für ein Werk, welches diesem Volke — dies kann nicht oft genug wiederholt werden — ebeoso zugute kommen soll, wie den Deutschen in Böhmen. Die Altczechen werden demnach für alle Ausqleichsoorlageu, stimmen und die bezügliche deci-dierte Erklärung ihres Sprechers sei immerhin mit Genugthuung begrüßt als ein Zeichen der wieder-rrstarkenden Festigkeit und der politischen Raison der Intelligenz des czechischen Volkes. Den Ausführungen des Herrn Dr. Kvikala war allerdings eine einschränkende Bemerkung beigefügt. Der altczechische Sprecher machte die Zustimmung seiner Parteigenossen für die übrigen Ausgleichs-Entwürfe von der seitens der Regierung angekündigten Wahlreform-Vorlage abhängig und versuchte, zwischen dieser und der Wahlreform für den Großgrundbesitz sowie der Eurienvorlage einen Connex zu deducieren, der nicht besteht. Wir verweisen in dieser Beziehung auf den Punkt 11 der Wiener Ausgleichs-Vereinbarungen, in welchem stipuliert wurde, dass die Regierung baldmög« lichst eine allgemeine Reform der Landtags-Wahl« ordnung «unter gerechter Würdigung aller maßgebenden Momente nach einem für beide Nationalitäten gleichen Maßstabe» vornehmen werde. Gleichzeitig wurde die Einbringung einer neuen Wahlordnung für den Allodial« Großgrundbesitz für die nächste Session seitens der Regierung zugesagt. Diese ist ihrem Versprechen nach» gekommen und hat in der ersten Sitzung der gegen« wärtigen Session des böhmischen Landtages am 19. Mai v. I. diesen Entwurf eingebracht, wobei der Statthalter in der betreffenden Zuschrift an den Oberstlandmarschall ausdrücklich erklärte, dass die Regierung «baldmöglichst eine Vorlage bezüglich einer allgemeinen Reform der Landtags dauert die Theil» nähme, wenn anch eines kleinen Theiles der Studenten schaft an den Gassen excessen und fordert die Studenten auf, der akademischen Pflichten eingedenk zu sein. Der Senat droht den Zuwiderhandelnden die strengsten Strafen, eventuell Relegation an. (Begünstigte Wehrpflichtige.) Die Gemeindevorstände wurden angewiesen, alle in die Ge meinde zuständigen Jünglinge, welche rücksichtlich der Erfüllung ihrer Wehrpflicht eine Begüustlgung geuie-ßen, aufzufordern, den Fortbestand der diese Begun« stigungen begrüudenden Verhältnisse für das Stelluugs' jähr 1891 rechtzeitig, und zwar spätestens bis zu nach» stehenden Terminen nachzuweisen, nämlich: Candidate« des geistlichen Standes, Lehrer und Lehramtsmnoidaten, Besitzer ererbter Landwirtschaften bii Eude Juni, Fa» milienerhalter bis Ende Jänner. Jene in eiuer Begünstigung der Wehrpflicht Stehenden, welche obigen Termin nicht einhalten, werden der Begünstigung unnach-sichllich verlustig rrtlärt werden. (Steirisches Land esb ndget.) Se. Ma-jestät der Kaiser hat den Voranschlag des steiermär-kischcn Landeifonds für das Jahr 1891 genchmigt. Das gesammte ordentliche und außerordentliche Erfordernis beziffert sich zusammen auf 6,421.917 fl. und die Vedecklliig mit 3.656.270 fl,, wonach sich ein Abgang von 2 656.270 fl. ergibt. Dieser ist nach Auö« scheidnng von im Capitalkwege zu bedeckenden Erfor« dernisposten per 198.436 ft. im schließlichen Reste von 2,457 834 fl. durch dieHinhebuug von Laudesauflagen auf Bier und gebrannte geistige Flüssigtriten, durch eine zehnprocentige Umlage auf die gejammte Verzeh-rnngsstener von Fleisch, Wein und Obst most und durch die Einhcbung einer 32procentigen Umlage auf jdie die mein Töchterchen liebte. Lucas, mein alter Diener, und ich hielten dieserhalb eine lange Berathung ab, um ja nnr nichts zu vergessen. Ich suchte noch einige kleine Schmncksacheu zusammen, die ich dem Kinde zlim Abschied schenken wollte; ein kleines Armband und ein Medaillon, welches mein Bildnis enthielt. Die strengen Schwiegereltern geizten nicht mit den Stunden unseres letzten Beisammenseins. Liselte kam zur festgesetzten Zeit, Punlt zehn Uhr, begleitet von einem Kammermädchen, das sie um zwei Ühr wieder abholen sollte. Seltsam! Es ist unbegreiflich, woher den kleinen Mädchen das Taktgefühl anfliegt! Und doch ist es nicht so unfassbar, denn alle Fraueu be« sitzen eine gewisse, man möchte fast sagen, instinctiue Feinfühligkeit. Bei den einen liegt sie in der Grschick-lichteit, die zartesten Fäden eines Geheimnisses zu entwirren, bei anderen, die als barmherzige Schwestern Segen um sich verbreiten, ruht sie in den sausten, milden Hand,.'!!, unter denen die Wunden heilen. Ein wenig ernst, ein wenig traurig umarmte mich die Kleine und schmiegte sich sanft an mich. wie sie es so oft an traulichen Abenden am Kaminfcuer gethan, dann hieng sie das Medaillon um den Hals, nachdem sie es früher geküsst hatte. «So will ich es icden Morgen und jedeu Abend küssen, Papa!» sagt sie. Nachdem das Frühstück beendet war, frug sie mich: «Wnszt du. Papa. dass Mama um vier Uhr kommen Mss. — «Ja, Lisettchen.» — «Wirst du nicht anf sie warwi, um ihr Lebewohl zu sagen?» — «Un-mogUch mrm aruus L'setlchen. Ich muss um halb Vier Uhr abredn. Der Zug wartet nicht.. — «Ms- sämmtlichen landesfürstlichen directen Steuern und Zuschläge zu bedecken. (DiemedicinifcheFacultätinLemberg.)> Inbetreff der Errichtung einer medicinischen Facnltät in Lemberg findet am 1. Februar iu Krakau uuter dem Vorsitze des Vice.Prä'sidenten des Landesschulrathes, Dr. Vobrzynski, eine Enquete von Krakauer Universitäts-Profcssoren, Aerzten und Delegierten der Lemberger Universität statt. Die Enquete soll einen genauen Pla» der Organisierung der medicinischen Facultät in Lemberg ausarbeiten und diesbezügliche Vorschläge dem Unterrichts minister unterbreitn. (Unfall-Versicherung.) Anlässlich eines Ministerialrecurses. welcher die V^rsicherungspflicht dcr im landwirtschaftlichen Maschinenbetriebe e>,!es Uut r-nehmers beschäftigten Ehegattin desselben bestritt, hat das k. k. Ministerium deö Innern unter cingeh nder Begründung entschieden, dass diese als zu versichernde Person im Sinne des Unfall»Versicherungsgesetzes nicht zu gelten habe. (Handelsvertrag mit Serbien) Ueber den Stand der zwischen Serbien nnd Oesterreich schwe» benden Pourparlers, betreffend die Erneuerung d>s Handelsvertrages zwischen leiden Staaten, wird der «Pol. Elirr.» 'ans Belgrad berichtet, dass das Wiener Cabinet die Aineguug der königlich serbischen Regierung, schon jetzt in V rhandluugeu ülier die Erneuerung des Handelsvertrages einzugehen, dahin t>ant-woitet habe, dass es zunächst wünschenswert wäre. die Basis kennen zu lernen, »mlche s itens der königlichen Regierung für diese Verhandlungen in Aussicht genommen werde. Dementsprecheüd hat die kaiserliche Regierung die Ersetzung der im bisherigen Vertrage stipulierten Wrtzölle durch specifische Zölle und eine strengere Handhabung des Orenzverkehres als diese Basis bezeichnet. (Russland und die Pfor t<) Eiuem Com« inum'qnö' des Petersburger «Reichöanzeigers» zufolge follen jetzt, nach Beseitigung der wesentlichste,, Streitpunkte, die zwischen der Pforte und dem Patriarchat nach Wiedereröffnung der orthodoxen Kirchen schwebende Fragen gelöst werden. Russluud muss deu Versuch, die uralte Ordnung der orlentaNschen Kirche zu stören, tief bedauern. Das russische Voll werde in der Bereitwilligkeit des Sultans, die gerechten Forderungen des Patriarchats zu erfüllen, einen sichtlichen Beweis der Fürsorge des Sultans für das Wohl der orthodoxen Unterthanen erblicken. (A brüstungsgerüchte.) Gegenüber den immer noch austauch »d.n Meldungen uo» Alirüstuugs Vorschlägen, welche durch die in einem Theile der fran« zösischen Presse enlhalteue Behauptung weiter gesponnm wurdeu, dass bereits zwischen dem deutschen Botschafter Grafen Münster uud dem Minister des Aenßern, Nibot, iu Angelegenheit der Abrüstnugsfrage eiue Unterredung stattgefunden habe, wird in der französischen R giern«, nahestehenden Kreisen versichert, dass eine solche Unter-ndnng nicht stattgefunden habe. (Der deutsche Kaifer und Bismarck.) Wie verlaute!, hat Kaiser Wilhelm dem Fürsten Bis« marck zu Weihnachten ein Album übersendet. Fürst Bismarck sprach hiefür dem Kaifer seinen Dank sehr ehrerbietig ans Z>l Neujahr sandte der Kaiser dem Fürsten Bismarck seinen telegraphischen Glückwunsch. (Ein serbischer Minister.) Aus V^lg,ad wird gemeldet: Sensation erregt hier ein in der «Male Nooine» erschienenes offenes Schreiben an den Minister« halb benützest du denn keinen anderen, späteren Zug?» Die Fragen des Kindes trieben mich in die Enge. «Weil . . . weil es sich um ein dringendes Geschäft handelt und ich mein Wort gegeben habe. Weißt du, Lisettchen. ein Mann must sein Wort immer halten.» «Ach,» fügte ich uuwilllurlich laut hinzu, «hatte ich doch deine Mama allein oder nur in deiner Gegenwart sehen töuuen!» Das Kiud erwiderte nichts, aber während ich mich wieder mit meiuen Reiseuolvereitungen beschüst,gte, irrte Lisettchen durch das ganze Haus, suchte ihr Spiel» zeug zusammen, brachte ihre Puppe, ihr Strictkörbchen herbei uud machte dabei ein trauriges, verlegenes Ge,. ficht. Diese Wahrnehmung schnitt mir in die Seele, da ich sie für ein Anzeichen keimenden Mißtrauens hielt, ein Gedanke, der mein- väterliche Liebe verletzte. Lisrttchen wurde zur festgesetzten Zeit abgeholt. Ich bedürfte einige Augenblicke lang meiner ganzen Kraft, meines ganzen Muthes, war es doch zum lehtenmalc, dass ich das Kind in meinem, in ihrem, in unserem Heim in die Arme schloss. Die Zeit war rasch ver« gangen. Nachdem ich mein Gepäck besorgt und alles iu O'duung gebracht halte, blickte ich auf die Wanduhr! Drei Uhr! Daö Schlagwerk holte aus und drei Schläge hallten durchs Zimmer. Während Lucas einen Wagen holte, betrat ich noch einmal das Schlafzimmer meiner Frau. Hier befand sich eiu schönes Porträt, welches Heleue als junges Mädchen darstellte. Das Bild war ihr Eigenthum, ich durfte es also nicht an mich nehmen. Und als ich so. in den Anblick der reizenden zarten Mädchengestalt Präsidenten General Grui" Meinungsverschiedenheiten bestehen, ,, (Aufstand in Arabien.) Aus Cm'sta" nopel wird dem «Pester Lloyd» mitgetheilt: " ernste Revolution brach in Jemen an der aratm". Küste des Rothen Meeres infolge AnflegiM "" übertriebeuen Nudeusteuer uud der Misswirtschaft ° türkischen Behörden aus. Türkische Truppen la^ an der Küste. ,. (Aus Valparaiso) wird telegraphisch ".» meldet: Die Blockade von Valparaiso und Iq>nq"^ nunmehr erklärt; die hier liegenden Schiffe werd"' der Löschung der Waren gehindert. ,,,« (Der' Kaifer von China) beschloss, ". des Todes seines Vaters Ende Februar oder Ai'I^' März dle fremden Gesandten zu empfangen. Tagesneuigleiten. , Se. Majestät der Kaiser hiben. «"'< ^ «Wiener Zeitnng» meldet, dem Kirchenbauverell" . Gersthof zur Beendigung des Baue« der Kirch- ^ znr Herstellung eines Leopold Altares eine UnterM^ uon 500 fl. ans der Allerhöchsten Privatcasfe 5" willigen gernht. — (Empfang bei Hofe.) Man "eld^, aus Wien: Im Ceremonieosaale dcr Hofburg fand ^,. tag abends rin Empfang bei Hofe statt. Ih" ^, stäten der Kaiser und die Kaiserin, die K"^ ., zessin-Witw.' Stephanie, fast sämmtliche GrM^,. und Cizherzoginuei,, sämmtliche Minister, zahlreich ^ hrimräthe und Damen der Alistolmtie waren ai>t" ^ Die Kaiserin ist in ihrem Trauerlleid erschieß"' ^l trug eine ganz schwarze, bis hinauf geschlossene 3»c> ^ einen Schleier. Pas Taschentuch, welches sie in delH^e trng, war schwarz nmrändert. Auch Kronprinzkss'"' ^ sie Stephanie erschien in schwarzer Kleidung, doch ^! decolletiert und der Ausschnitt mit Brillanten «"«' ^, Die erste Persönlichkeit, welcher die Ehre znthe'l ^. vom Kaiser angesprochen zu werden, war Fürst ^zO burg. Sämmtliche Herren waren in Uniform; ber Frack war der des Bürgermeisters Dr. Prix. ,j< versunken, vor dem Bilde stand, ohne mich " ^ji^ trennen zu köl,nen. weinte ich bitterlich wie ei" ^,,l Kind und flüstelte leife vor mich hin: «Velg Helene!. ^B Plötzlich vernahm ich ein Geräusch- ^" .^ ^ mich lebhaft um. Helene stand auf der Sch'^ ^" Thür bleich und bebend und hielt ihre nasj" ^ starr auf mich gerichtet. «Hclene!» rief ich, ' „^ ,' früher, als befchloffen war! Du liebst mich al'" .^ sti» Und ich ergriff die kleinen weichen Hände, t» glühenden Küssen bedeckte. „elbe^,. Heleue. die ihre Rührung auch mcht ^ ,»' konnte, beugte sich sanft zu mir nieder und ' "D^ Thränen in der Stimme: «Du bist es, oe ^.^ blieb! . . . Weshalb? . . . Wozu?. ^ ^" „f ^ Lisettchen im Rahmen der Thür und stürzte ^^ zu. Unsere beiden Köpfe mit ihren Händch"' , ^ und einander nähernd rief das Kind unter ^ Weinen. _, _<, st^ «Ich war es, Mama, ich war es. P"p !. »^ , die Uhren zurückgestellt!. Was brauche '^ ''zftei'',, z>l sag.n? Was vcrmö jen gestempelte ^^ ^ die feierlichsten Gerichtsbeamten gegen Lttvc ^ gebung? „d n>^,, Ich reiste ab. jedoch mit meiner Frau ^^< Tochter, mit meiner Helene uud melnem ,^,» Ein Kind hatte der Zeit Einhalt geboten, nn" wir das Glück noch rechtzeitig einholen. , Georges P^ ».jacher Zeitung Nr. 15. 117 20. Jänner !891. ^ ', ."baut. Nrünn: Die größte und interessanteste 1889 '" ^" Kathedrallirche und wurde im Herbst volles?"" ^" Nrilnner Orgelbauer Franz Harbich eine k ^""b: 3" der Pfarrkirche zu St. Moriz ist bnn W^°^" DlaM von Europa. Sie wurde 1733 Prac,' vurbe ia" ^"^^le Orgel in der Strahover Stiftskirche glok? ^ ^°" "nem Prämonstratenfer erbaut. Die l?62 ?^ '"' ^""' l" ^' ^"^ " ^"2 'lt im Jahre ttba>,f ^ worden. Salzburg: Die neue Domorgel, Olilk *"" ^°"'^ Moser binnen 2'/, Jahren um 15.437 "°", hat 70 Register und drei Manuale, trscki^ (Kampf mit Wölfen.) Vor einigen Tagen Ielen k'" ^"^^ ^i^fe, ihrer 10 bi« 12, im Dorfe 'n b/ «:" ^'"'"e und wollte unter fürchterlichem Heulen den, "s, Rassln« eines Bauernhofes eindringen. Nach« dyz ^^5" dlls nicht gelingen lonute, sprangen sie auf Tchas?' ^^" ^^ durch dasselbe durch und holten ein ^ut l,"°"^' Währexd sich die hungrigen Wölfe um die hacken ^"' "lten die Dorfbewohner, mit Flinten, die s, ,"^ Heugabeln bewaff„et, herbei und vertrieben blenden hungrigen Gäste. ^°st ^>. Riesen buch.) Wie das «Archiv für ^lellsck l Telegraph, mittheilt, ist es der asiatisch?« ^tübm» ^°" Bengalen gelungen, ein Exemplar des ^«aiua ^"ngyn's. der Riesencncyllopädie des Bud» iill ^ ' ^" einem buddhistischen Kloster in Thibet ^kll .3"""'" "°n 3000 Rupien zu erwarben. Das ""t> 6 o ^^^ Bände, von denen jkder 2 F>ch lang ^ls'lckkw ^'^ ^' ^"^ einigen Jahren lauste die ^,,,., 8'crling ein Exemplar in Peking an. Ein drittes ^ß«b ^ ^^"^^ s'ch im indischen Amte in London, b Thibets ^d keine weiteren Exemplare vorhanden. 9hre T' (Schulverein für Beamten stöchter.) thttel"^ ^' H^^t ^'^' ^"" Erzherzogin Maria !ilr tz. ^ ^at das Protectorat über den Schnlverein lungj^ '"^nslöchter huldvollst übernommen. Der Wir-'tze^t ^^ humanitären Vereines, dessen Pensionat ^ndt, ^'r ^klheim» sich nun eines zehnjährigen Be« lil,tt tl/s. "^ ^urde im letzten Jahre durch Errichtung ^eren Töchterschule wesentlich erweitert. ^btch s/"'e Noth in London) hat infolge des "'sann '^" Winters einen geradezu ungeheuerlichen ^ ^lill^ ^^ private» Armenpflege erweisen sich dem in ''" Trov?^"^l angesammelten Elende gegenüber wie , ^" Del auf den heißen Stein. ^X ^ie Aerzte Wiens.) In Wien pralti. ^^»enwärtig 1315 Aerzte; von diesen entfallen ^ 152 Aezirl ^^2, den 2. Bezirk 134, den 3. Be> Ms ' den 4. Bezirk 67, den 5. Bezirk 26, den 6ten / ^zill y.^" 7- Bezirk 68, den 8. Bezirk 104, den silier "' den 10. Bezirk 22. In den Vororten "« N? Uerzt.. d.t»,H^Ur Verhaftung in Olot) wird unterm «'"GsH ""s Paris gemeldet, dass nach Ausfage der ^dle^" Sicherheitspolizei der dort Verhaftete nicht .^Llilti^ !' Indern der frühere Stallknecht Caberg ^Vtt,« " !°ll. der schon wiederholt sich für be-z. ^ "lichkeiten ausgegeben hat. 3^«iwi^" hartnäckiger Chinese.) Aus < '»erte ^ ° »emeldet, der Vicelönig Chang°hi.tung ^ h^^, beharrlich, dem russischen Thronfolger in ü». ib der dt ^'""' öffentlichen Empfang zu bereiten, ^d^ geplante Besuch deö Großfürsten aufgegeben "l""°„ vo„ G,^i^ «ichebourg. l>^" N« ?""'"' harschte laute Freude; „ach M. 'edel»»/ ^"^n Kummers empfanden die end-^ ^attt sw'".^" bas Glück in doppeltem Maße. ^'^uk.'inst ^l ""^ Großmutter war Laurence die Hel, lten un>. >!,' ^ Nähe ihrer Mutter, umgeben tzvl tvie s^ . "'b' wurde Gabriele nach und nach ^„^ weh/ , ""st gewesen wai. Man brauchte keine ^te ^U"g ly 'hre.G^^nh^^ ^^ ^w,; die Geistfs-»»>> ^Nze G^^ ,dölliq qeschwunden, uud sie hatte °!t ütllü^ ?,"" "'b Annmlh wiederaefunden. Oft 'lh .^an,a " ^urence. ihre Mutter betrachtend: ' ^ 'ch n^ "" lchöll du bist, viel schöner als ^o^e Zta'ks dir nicht!. ^»^' Welch^ schien nm Jahre verjüngt, und der ' n>., ^°th^ _ "le "n echter Ndrlmann aus. ^c», "l'qen u.,d f "e ^ch am meisten über diese ^,'Da s^ 'ugte mehr als einmal zu dem alten kben " Htn '' "e A»f^ '^ von Prrnwrin kam täglich. Jetzt. widmete e? sich gm.z !^>,^>l,H °". fand er bei ihnen eine Familie. .^"tftz ^'.tro^^merte ihn sttts an seinen unglück- ""gl zw^lrnce ^^"' « für si die Zuneigung eines "chrn sl„" ^. betete rr geradezu an, und das '"9 «hm. sobald sie ihn nur sah, an — (Ehehindernis.) Tochter (flehentlich bittend): «Ach, Papachen, hab' doch Erbarmen und lass' mich mit Eduard glücklich wktdkn!» — Vater (Naturforscher, wilthend emporspringend): «Was? An's heiraten denkst du und weißt noch nicht einmal wie viel' Rücken» Wirbel die Eidechse hat!?» Local- und ProviilM-Nachlichten. Der Verein der Aerzte in Arain hielt jüngst in Gegenwart von zwölf Mitgliedern seine ordentlich? Generalversammlung ab. Nach Verlesung und Genehmigung des Protokolls der vorher» gegangenen Monatsversammlung machte der Vorsitzende, Regieruogsrath Dr. Valenta zunächst die Mittheilung, das« da« in derselben beschlossene Telegramm an Robert Koch in Berlin abgegangen sei, sowie dass die Vereinsleitung im Namen de« Vereines das Ehrenmitglied Josef Hyrtl in Perchtoldsdorf aMsSlich seines 60jährigen Geburtssestes telegraphisch begrüßt habe, und verlas das hierauf eingelaufene (bereits veröffentlichte) Nntworts-Telegramm. Als Geschenk Professor Valentas für die Vereinsbibliothel wurde vorgelegt ein Srparatabdruck feiner Abhandlung über ZlonnoriliovH usouatoruui. Hierauf verlas der Vercinssecretär Dr. Prossi n aga. den Jahresbericht pro 1890. konstatiert?, dass der Verein durch den Tod vier, durch Uebersiedlung fünf Mitglieder verloren, dagegen durch Neueintritt fechs Mitglieder ge« Wonnen habe, so dass der Mitgliederstand am Schlüsse des Veremsjahres acht Ehrenmitglieder, dreizehn auswärtige (darunter sieben erwählte) und 74 wirkliche, somit zusammen 95 Mitglieder umfasse. Versammlungen wurden sieben abgehulten und in denselben von sieben Vortragenden vierzehn wissenschaftliche Vorträge und Pemo>,strationen gebracht, an welche sich meist sehr interessante und theoretisch wie praktisch wertvolle Discussionen anschlössen. Auch sonst war das wissenschaftliche Leben im Vereine ein vielfach anregende? und wurde nicht nur in den officiellen Versammlungen, sondern auch in den zeitweiligen zwangslosen geselligen Vereinigungen treulich gepflegt; einen bedeutenden Impuls erlangte es durch die namhafte Bereicherung der Nibliochek thnls durch Geschenke theils durch die im ahgelaufcnen Jahre wieder ermöglichten Anläufe neuerer Werke; dadurch lehrte der Verein, der ja vor nemlundzwaxzig Jahren als ärztlicher Lese« verein ins Leben gerufen worden war, zu feinen guten alten Traditionen wieder zurück. Allen den Spendern, in erster Linie der Arztens-Witwe Frau Karoline Nachmann in Illyrisch ' Feistrih, den ärztlichen Vereinen in Graz und Agram, dem medicinischen Doctorencollegium in Wien, dem Redacteur Hirschselb ebendaselbst und den Vereinsmitgliedern Doctoren Bock, Keesbacher und Valcnta in Laibach, wurde deshalb der wärmste Dank des Vereines dotiert, ebenso auch dem kramischen Landes« ausschusse, welcher noch immer die schönen und geiäumigen Vereinslocalitttten unentgeltlich zur Benützung überlässt. Erörterungen von Stmldeöfrag.n in größerem Maßstabe waren im Schoße des Vereines nicht vorgekommen, wohl aber am Usrzteoereinstage in Troftpau, auf welchem derselbe durch seinen Delegierten Rcgierungsrath Dr. Valenta wie immer die mannhafteste Vertretung fand. Ein kurzes Gutachten in der Avothelerfrage, die Vorlage einer Petition an das hohe Abgeordnetenhaus inbetreff des neuen Strafgesehentwurfcs und eine theilweise Statutenänderung stammten im wesentlichen aus dem Nachlasse des Jahres 1889. Betrübende Vcrwste erlitt der Verein durch das den Hals. als ob sie in ihm den eigenen Großvater zu begrüßen habe. Heinrich Merson kam täglich zu seiner Braut. Frederic Laprete erwartete seine Rehabilitierung, welche in einigen Wochen durchgeführt sein soNte. War dies nur erst geschehen, dann sollte alsbald die Hochzeit des jungen Paares stattfinden. Was in der Außenwelt vor« gienq, darum lümmerte man sich blutwenig. Mau wusite nur, dafs außer dem falschen Baron Verboise ! und Grüder auch das Ehepaar Drivot in Haft ge- !nonnnen worden war. Als Laurence hörte, dass der !Mann. welchen sie stets als ihren Retter angesehen, verhaftet worden war wegen eines in Nogent verübten Verbrechens, war sie nicht wmig bestürzt nnd erklärte dies für eine Unrichtigkeit, betheuernd, dass er nur im Kampfe, um sie zu retten, einen Menschen getödtet habe. Sie wollte sofort bei den maßgebenden Behörden eine entlastende Aussage abgeben, ihr Vater aber drang in sie, zu warten, bis der Untersuchungsrichter sie vorlade. «Du musst nur darauf gefasst sein.» fügte er ^ hinzu, «dass du bei einer etwaigen Vorladung wieder , Veueoieoe Lionnet genannt wirst; man wird alsdann ! solche Fragen an dich stelleu^die du auch so beant» ^worten musst, als ob du noch die Tochter des Fabri« kanten wärest.» «Aber warum denn?» «Ich kann dir das jetzt nicht erklären, nur davon sei überzeugt, dass eine Nothwendigkeit dafür besteht.» ! «Out, ich werde mich fü>'l,!» ' Man hatte dem jungen Mädch n alles r-erborgen, Hinscheiden der Mitglieder Dr. Avelin Roblek und Doctor Franz Vozic in Laibach, resp, St. Veit bei Wiftftach, und der beiden Landes - Districtsärzte Franz Fachmann in Illyrisch'Feistritz und Franz Saurau in Radmannsdorf. Freudige Ereignisse waren die siebzigjährige Geburtstags« feier des auswärtigen Mitgliedes, Landes»Protomedicus Dr. Iosrf Kalivoda von Fallenstein in Agram, die sechzigjährige Geburtstagsfeier des wackeren Obmannes Professor Dr. Valenta, die Feier des vierzigjährigen Dienstjubiläums des ebenso hochgeschätzten Obmanüstellvertreters Dr. Ttangl und das achtzigjährige Wiegenfest des Ehrenmitgliedes Altmeisters Josef Hyrtl; die weltbewegende ärztliche That Robert Kochi fand freudigen Widerhall und ernste wissenschaftliche Heetessolge. Obmann Dr. Valenta referierte über den Stand der Löschl'erstistuüg zur Unterstützung von Witwen und Waisen krainischer Aerzte und machte die erfreuliche Mit» theilung, dafs der Verein, Dank der Munificenz der lrai» nifchen Sparcasse, der Arztenswitwe Frau Materna und zahlreicher Vereinsmitglieder, in der angenehmen Lage war, 373 fl, an meist sehr bedürftige Petenten zu vertheilen und trotzdem den Fond auf 7502 st. zu erhöhen; allen hochherzigen Spendern wurde der Dank des Ver« eines voticrt und die Vereinsleitung ermächtigt, im gleichen Sinne den Fond weiter zu verwalten, zu verwenden und zu vermehren. Tassier Paichel legte den vom Revisionscomiti (Dr. V.Blei weis.Trsteniik i, Dr. Ill ne rund Vahnarzt Thomitz) richtig befundenen Rechimngsabschluss pro 1890 vor, constatierte, dass der Verein keine Schulden, aber auch lein Vermögen habe, worauf ihm das Absollltorium ertheilt, der Voranschlag für das Jahr 1891 einstimmig angenommen und das Reoisionscomile'wiedergewählt wurde. Bibliothekar Dr. Bock referierte über den Stand t»r Bibliothek, constatierte, dafs diefe um mehr als 200 Werke vermehrt wurde und nunmehr 1432 Werke in 1696 Bänden umfasse, sowie dass der Verein 16 Zeitschriften und Sammelwerke (von denen fechs gratis zu» kommen) in regelmäßige Circulation sehe, und beantragte, die nämlichen periodischen literarischen Erscheinungen wieder zu pränumerieren, außerdem nach Maßgabe des Tassestandes neuere Werke von größerem Umfange anzuschaffen, was mit dem Zusatzantrage Dr. Eisls, von nun auch die in Berlin erscheinende «Deutsche medicinische Zeitung» zu halten, mit großer Majorität angenvmmen wurde. Sodann wurde zur Wahl der Vereinöleitung ge< schritten und über Antrag des Sanitätsrathes Dr. Kap« ler die bisherige Vreinsleitung (Obmann Regierung«« rath Professor Valenta, Obmannstellvertreter Oberstabsarzt Dr. Stangl, Secretär Dr. Prossi nagg, Bibliothekar Dr. Bock und Cafsier Zahnarzt Paichel) por acelHMHtiouslil wiedergewählt. In das Kraukencasse« Comiti wurden die V^rrinsleitung und dazu die Vezills-Krankencasse-Aerzte Dr. Illnrr und Dr. Zupanc sowie die Vahninzte Thomih und kaiserlicher Rath Dr. Eisl gewählt mit der Ermächtigung, sich durch Option selbst zu verstärken. Die Wahl eines Comite's zur Abfassung, resp. Begutachtung einer allgemeinen österreichischen ärztlichen Standesordiiuxg wncde über Antrag des Dr. von Bl e iwe is-Tr st e nis ti mit Rücksicht auf die dem Reichsrathe vorliegende Aerztelammerfrage vorläufig vertagt. Hierauf berichtete Regierungsrath Dr. Valenta über eine ihm iu der Privatpraxis vorgekommene interessante psychiatrische Beobachtung, über welche in einem Fachblatte eine miSführlichcre Publication erfolgen wird. nnd so ahnte sie noch immer nicht all die verbrecherischen Handlungen des Freiherrn von Verboife, als sie eine Zustellung vom Gericht erhielt, in welcher sie aufgefordert wurde, am folgenden Morgen um zehn Uhr bei dem Richter Herrn de l'Oseraie zu erscheinen. «Ich werde dich begleiten.» sprach Herr von Merulle, «velgiss es nickt, dass du morgen nicht Laurence von Merulle, sonderu wieder Genevieue Lion» net bist!» Pünktlich um zehn Uhr ward Laurence vml Merulle von dem Vicomte zu dem Untersuchungsrichter geführt, der sie mit auserlesener Höflichkeit empfieng. Unmittelbar darauf führte man dru Gefangenen vor, der das junge Mädchen begrüßte lind einen langen, glutathmenden Blick auf dasselbe warf. Laurence machte eine Veberde. als ob sie auf den Baron zueile», wollte, nm ihm die Hand zn reichen, aber eine abwehrende Bewegung Herrn de l'OseraieS hielt sie davon zurück. «Fräulein Geuevieve Üionnet.» hob der Nlchter an, «erkeunrn Sie diesm Mann?» Mit leicht zitternder Stimme erwiderte ste: «Ja __ ich erkenne den Baron von Verbulse!» «Gut mein Frä,'lei„. Erzählen Sie uns gefal-liast, was sich in drr Nacht vom 24sten auf den 25sten September in der Villa von Nogrnt zugetragen hat.» Das junge Mädchen laichtet? die Thatsachen. Da sie ein oortrcfflichei Gedächtnis bejaß, tonnte sie so ziemlich den Wortlaut dls Gespräches wiederholen, wel« ches sie mit dem vermeintlichen Freiherrn von Ver« boise geführt hatte. Eortschun« solgU !'«tb«cher Zeitung Nr. tb. 118 20. Jänner Issi^. Zum Schlüsse erhob sich Regierungsrath Dr. KeeS-dacher und beantragte unter allgemeiner Zustimmung, der abtretenden und wiedergewählten Vereinsleitung den Dank und die volle Anerkennung der Generalversammlung auszusprechen. * (Nus dem Alpenvere inc.) Die Section «Krain» des deutschen und österreichischen Alp^nvereines hielt gestern abends einen gut besuchten Vortragsabend ab. Der Obmann der Section, Herr Dr. Vock, welcher gestern zum erstenmale als solcher fungierte, begrüßte die erschienenen Mitglieder und Gäste und erklärte, dass der neue Auöschuss bestrebt sein werde, den an ihn heran» tretenden Aufgaben gerecht zu werden. Gleichzeitig machte er dir Mittheilung, das« Bibliothek und Archiv der Section aus dem Rlidolfinum in sein Ordinationslocal überstellt wurden und dort den Mitgliedern der Section zur Vr» fügnng stehen. Ausschussmitglied Prof. Voß lehnte die auf ihn gefallene Wahl ab, da er von anderen Arbeiten zu sehr in Anspruch genommen sei. Sodann hielt Professor Dr, Gartenauer den angekündigten Vortrag llber «das Wandern der Vögel». In anziehender Art und Weise schilderte der Vortragende die consequent ein-gehaltenen W^ge, welche die einzelnen Arten der Vogelwelt aus ihrer alljährlichen Wanderung von Nord nach Süd einschlagen. Die Bedingungen der Existenz zwingen einzelne Vogelarten, den Unbilden des Winters zu weichen und ihnen zusagende Nahrung in südlicheren Zonen zu suchen, wobei dieselben stets jene Länderstriche durchwandern, welche ihnen entsprechendes Futter bieten und die seit Jahrtausenden dieselben geblieben sind. Die Meerenge von Gibraltar sowie 4ie Route Corsica« Sardinien-Tunis sind zumeist die Punkte, wo die gefiederten Wanderer das Meer übersehen, um in das tropische Afrika zu gelangen. Der Vortrag des Herrn Dr. Gartenauer wurde von den Anwesenden mit großem Intensse verfolgt. Herr Dr. von Schrey machte auf die schwierigen Verhältnisse aufmerksam, welche eine er> spriehliche Thätigkeit des Alftenoereines hierzulande viel» fach, behindern und stellte den Antrag, der Ausfchuss möge sich an die l. l. Landesregierung mit der Ailte wenden, dieselbe wolle, wie dies auch in einigen anderen Ländern geschehen, durch ihre Organe die Maßnahmen des Alpenvereines zur Erschließung unserer Alpen sür den Touristenverkehr fördern und die Bevölkerung auf' muntern, zu ihrem eigenen Vortheile die bestgemeinten Bemühungen des Alprnvereines zu unterstützen. Der Antrag wurde unter lebhafter Zustimmung angenommen. — (Vortrug des Professors Stra« tosch.) Durch den dramatischen Vortrag des uns stets hochwillkommenen Gastes, des Professors Alexander Strakosch, wmde dem zahlreich erschienenen Auditorium ein echter, weihevoller Kunstgenuss bereitet. Die berückende Macht, die in dem so ungemein modulalionsfähigen, mar< kige» Organe li gt, die Lcbexdiglelt, Kraft und Energie, mit welcher der Recitator die Fülle feiner Redekunst zur Geltung bringt, reißt den Zuhörer zur vollen Bewun-deiung hin. Als Meisterweik mufs vor allem die Wieder« gäbe der Fo>ums»Scene aus «Julius Cäsar» bezeichnet wer« den Die Worle, die der unste,bliche Brite dem Mmt Antonius in den Mund legt, die wohldurchdachte Tlicke, die in der da«! wanlelmüthiye Rümervolt zu hellem Auf» rühr aufstachelnden kunstvollen Rede liegt, sie lann leinen bess ren Interpreten finden. Auch die übrigen Vortrage e, hielten die Zudörer in voller Spannung, obgleich sie gegen den vorerwähnten einigermaßen in den Hintergrund traten. Reicher Beifall zeugte von der vollen Anerlen» nung des dankbaren Publicums. Dem Vortrage ^ieng das hl kannte einactige Lustspiel «Ich werde mir den Major cioladen» voraus, welches freundliche Aufnahme fand. ^. — (Bahn u n sal l.) Wegen des Samstag abends herrschenden Norasturmes musste in der Strccte Fiume-St. Peter vor dem Personenzuge Nr. 807 ein Schneepflug in Verkehr geftht werden. Derselbe konnte b>i Kilo« meter 21^ der Strecke Sappiane-Dornegg wegen der Sch»eemassen nicht weiterfahren und musste stehen bleiben. Bei dem herrschenden Schneegestöber, welches jede Aussicht benahm, wurden vom nachfahrenden Postzuge die Haltsignale leider nicht wahrgenommen, wodurch die Maschine des Zuges an den stehenden Pflug anfuhr. Die Maschmen wurden leicht beschädigt. Der Zugführer Lascarim, der aus dem Eonducteurwaggon absprang, erlitt «ine Contusion am Fuße und ein Passagier wurde infolge des Anpralles am linken Auge verletzt. __(Oesangschor der «Glas vena Matica.») Ein lange gehegter Plan der «Glasbena Matica» ist nunmehr verwirklicht worden: e« hat sich im engsten Anschlüsse an den genannten Verein ein Gesangschor ge-bildet welcher den Gesang im besten Sinne des Wortes zu pflegen sich zur Aufgabe gestellt hat. Die Auflösung des L.talnica-Gesangschores erleichterte d,e Blldung der neuen Sängervereinigung, welche heute berelts unttr Dr Gro s' Leitung 46 tüchtige Sänger zählt. Wie ver> lautet, wird auch die Bildung eines gemifchten Chores auftesirebl. D,e neue Vereinigung hielt vorgestern in den Räumen der «Glasbena Malica» eine Versammlung ab, in welcher die Statuten festgestellt wurden. ^ (3ur Volkszählung.) Au« Adelsberg meldet man uns: Die in den Gemeinden Laje. Nieder« dorf und Sinadole vorgenommene Volkszählung ergab das nachstehende Resultat: Die Ortschaft Potoce zählt 92, Niederdorf 309, Vitovse 76, Sinadole 162 und Laze 196 Anwesende. Da viele Einwohner ihrem Erwerbe in Trieft und anderwärts nachgehen, ergibt sich die Zahl der Anwesenden im Verhältnisse gegen 1680 um 43 ge« ringer. — («Heito lj8ki L y v ariZ».) Vom Fachorgane des slovenischen Lehrervereines in Laibach, «UöiteiMi ^ovarig», ist soeben die zweite diesjährige Nummer mit reichem Inhalte erschiene». Das Blatt, welche sich auch äußerlich vortheilhaft repräsentiert, ist mit einem Miniaturbilbnisse Slomsels geziert. — (Aus Pola) wirb telegraphisch gemeldet: Die Rohzählung in der Stadt Pola, ausschließlich der Civilbevöllrung, ergab 23.019 Seelen; die letzte Zahlung 17.77? Seelen. — (Concert in Lees.) Der Lehrerverein des Nadmannsdorfer Bezirkes veranstaltet am 2. Febiuar in Lees ein Concert mit interessantem Programm. Das Neinerträgnis ist, wie dies auch beim ersten Txncerle in Radmannsdorf der Fall gewesen, für wohlthätige Zwecke bestimmt. — (Verkehrsstörungen.) Aus Wien t.legra. phiert man uriA: Infolge heftiger Schneeverwehungen nächsi Wien ist der Fernverkehr auf der Südbahn eingestellt worden. — (DieNewohnerzahl von Fiume)ist in 10 Jahren um 9000 Seelen oder 40 Procent ge« stiegen und beträgt nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung 30.059. Neueste Post. Driginal-Telegramme dcr „Laibachcr Zeitung". Wien, 19 Jänner. Durch die Reise dcs Erz« Herzogs Franz Ferdinand d'Este nach Petersburg soll nicht bloß der vom Großfürsten-Thronfolger im letzten Herbste dem hiesigen Hofe abgestattet? Vchlch erwidert werden; es bestand auch früher fchou die Absicht, dem Erzherzoge, welcher bisher k>ine Ollegenh^t hatte, mit dem russischen Kaiserhofe in Berührung zu treten, durch die Reise nach Petersburg den erwiinschten Anlas« zu bieten, sich bei den russischen Majestäten einzuführen. Wien, 19, Jänner. Wl> das Correspondenzbnreau erfährt, begibt sich Erzherzog Franz Ferdinand d'Este Anfangs Februar nach Petersburg zum Besuche der russischen Kaiserfamilie. Erzherzog Enqen begibt sich am 25, Jänner in Vertret,ing des Kaisers zu den Tauffeierlichkeitkn nach Berlin. — Die Leiche des tü'klfchen Botschafters Saadxllah Pascha wird auf Befehl d^s Sultans nach Coustantinopel überführt wilden. Prag, 19. Jänner. Im Landtage erklärte Professor Klliiala. die am Samstag stattgefimdenm Demonstrationen seien eine Schande für Prag und die ganze Nation. Sodann w irde das ganze La>ideK-C»ltllrralhs-qesetz in zweiter Lesung als angenommen erklärt, was die Deutschen mit Händeklatschen aufnahmen. Hamburg, 19. Jänner. Die Assecuranz.Gesell. fchafteu halten einen eigenen Dampfer, welcher in der Mhi von Helgoland kreuzt und die Schiffe warnt, in die Elbe einzufahren. Mehrere Schiffe treiben, vom Eife eingeschlossen, im Strome. Brüssel, 19. Jänner. Der Bürgermeister geneh migte d»e beabsichtigte Kundgebung am 20. d. zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechtes. traf abrr Maß. regeln zur Aufrechlhaltung der Ordmmg. Die Regie-rung beorderte zwei Regimenter zur Velstmkmig der Garnison vm, Brüssel. Kopenhagen, 19. Jänner. Der Ausschus« des Fol-kethina. welcher mit der Berathung der Petition der Bürgerschaft um nne staatliche G ldunterstützung für den Schriftsteller G»org Brandes betraut war, sprach sich geg u die Bewilligung aus. Palermo, 19. Jänner. Infolge des Sturmwindes ist ein Th il der Bedachung des Spitals für Augen« leidende eingestürzt. Mehrere Kranke wurden schwer verleyt. Paris, 19. Jänner. Der Winter gestaltet sich äußerst strenge. In Südfrantreich siud mehrere Flüsse zugefroren, was seit dreißig Jahren nicht der Fall gewesen. Vuenos-Ayrrs, 19. Jänner. Der Aufstand in Chile gewinut au Ausdehnung; man befürchtet, er werde das gauzc Land ergreifen. Die Flotte blockiert Iquique. 5. Verzeichnis der beim l. k. LandcspräHim» filr die Abbrändler von Virten» thal eingegangenen Spenden. Sammlungen der Pfarrämter: Tschernutsch 5 fl. 40 lr Presla 4 fl. 50 lr,, gaplana 5 fl, 20 lr., H»ljul 3 fl. W lr,: Gemeindeamt Vojslo u fl.; der Gemeindevorstehun^en : Wippach 7 sl, St. Ialob a. d. Saue 2 fl, Kraxen 5 si. 90 lr.. Maria-feld 1« sl. 24 lr.. Podlraz 6 fl. Angekommene Fremde. Am 15. Jänner. Hotel Stadt Wien. Frau Werlid; Sperl und Leipnil, 3!"'''. Weiß. Civran. Köllner und Lnfitl, Kaufleute, Wien, -v^ Kaltcnfeld. — Gaoagnin, Trieft. — Schleimer, Got>1^ Turch. Vauwcrlmeister. Brixen. .,,>< Hotel Elefant. Graf Belrupt, t, und k. Hauptmann. >^ Familie. Graz. — Grilc, Vaöe. - Nilhar. Prezid. ^ .,, Kaufn,,, Altenmarlt. — Fischer, Budapest, — Gaßcr,"' Teben. — Fragiacomo, Pola. — Ielaöic, Wien, ^ Gasthof Kaiser vou Oesterreich. Smitel, Cooperator. ,,, laschih — Culjat, Kaufm,, St. Gotthard. — Spmdlcr, " Laibach. .,^i Hotel Ällierifcher Hof. Petriö, Tschernembl. - _^"' Schöpfendach. — Wagner, Kaufm,, sammt Frau, Olaz- Am 1«, Jänner. . ^ Hotel Stadt Wien. Wallheim. Zimerman. Vlirthar"'^ und Hmilicel, Kaufleute; Sonnenfeld, Reisender:^! Ingenieur, Wien. — Puch. Graz, — Dominilll«. ^. ^ Cilli. — Schiller, Hohenstadt. — Höuigöbera., Kaust«'^ — Petrovic. Pretschendorf. .. Aü Hotel Elefant. Fmulman lind Koudela, Reisende -, Ka>!^^ Wien. — Hausse und Kulte, Dresden. — Kaindl, ^! Sievering. — Tambaca. Seelsorger, Sebrnico. ^' ^ Ältrnmarlt, .^, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Strulelj, Kaufm^Kirchy^ Verstorbene. ^Z Den 18. Iänner. Mathias Krijner, Eonbucteul, ,j Petersstrasze 64. G.-Hilnlähmuna. — Maria I" °' 3>' dieners.Gattiu. 30 I,. Alter Marlt 36. Limgenphlh'!^^, hann Dimic, Büchsenmacher, 32 I, Bahnhofaasse 4, cirrhose. ^.z> «"" "Ag^ 8 Wagen mit Getreide, 12 Wagen mit Heu und Stroh, mit Holz. Durchschnitts'Preife. Weizen pr, ^eliclit ß 55 6 69^ Butter pr. lkilo - ^ z ! Korn . 5 20 5 36 Eier pr, Stilck . > "> a ^ Gerste . 4 55 4 80 Milch vr. Liter . . ^!^, -< Vaser . 315 315 »indsleisch pr. Kilo 'H^ Halbsrucht >-------5 20 Kalbfleisch ' "!^^. Heiden ' 520 5 61 Schweinefleisch » "!?^> h'lse . h!— 5 51 Zchöpscnfleisch » ^zo , Kuluruz . 5j20 5 41 yuhndel pr. Stück ^^^ Erdäpfel 100 Kü, 2 41-------Lauben ' ^V^ Linsen pr. Helioli! 12------------Heu pr. M.'^ Mcteorolossischc ^ll Mg 729 8' -10 6 "NO schwach bew» ^,' 19. ^ . ?i, ! 727 9 -46 ^ NO. schwach H f « . Äb. 729 9 -6 6 i NW. schwach "lv" ^.^ »" Trübe, geringer Schnersall. — Das Lages""U ., peratur —7 3", um 5 3° unter dem Norma^^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. ')laaU^-^ > Dantftgullg. ^h,^ W Für die vielen Beweise herzlicher ^ „» W und sür d,e prachtuollei, Kmnzspeude». me > ,^,1,1 W nah und fern auläs«!lich des Ablrbenö »"N^ ^F M geliebten Gatten. Vaters, Schwieger- "" W vaters, des H^rrn ,. l» Uninlund Zhuber von Oll^ ^ zugelommen sind, sprechen wir hiemn W gefühltesten Da»l aus. <,li,l>e>l^'^M > Die trauerndcll Hilittlbur^^ > Danksagung. ^„. lW Allen Verwandten , Freunden m'd ^^,, d^ lW insbesondere den Herren Beamte», "'"" ^u»- > !vdl. Feueriuehr. der Bruderschaft <^p" 5,,. ZA W süc die Beweise herzlicher Theilnahme. da>"' ,, ^ W gern für den rührenden Gesang bei oer " ,^,1 W ferner allen sür das Geleite meiner MMU' « M Mutter, der Fran > l« Maria Proseuik^ll W ,',nr ewigen R»he sage ich hiemit den '""'^ ^ß' l» M Mottling am 19. Jänner