Nr. 53 Donnerstaa, 5. Msrz 1891. litt. Iahraana. AbacherMZeiwng. »^^7^----________________^^W"_________^________________ ^/^"!e>att Ab'ührig «5^^^^"^"'"^' ganzjährig fi, l!i, halbjährlg fi. 7 zu. ImTomptnir: I Die «Laibacher Heitun«» erscheint «glich mit Ausnahme der Honn- und Feiertage, Dir Administration '" 4 NeUen A, '- blt K'ch^""a j„K HrIx'I»nllen ver Zelle 8 lr. V iu bl« l2 Uhr vormittag«, — Unfrankierte «riefe weiden nicht angenommen und Mannscripte nicht zurückgestellt. ^ , gütlicher Weil. b°V"lm handl^?"'^' ^"estät haben mit lh li des W ben vom 1. März d. I. dem 'slt zu veneib " "s ^^ Leopold Ordens l, ^t » "---------------—... ^ N^acleur d 'r F""ll vom 26. Februar d. I. V^ °'"es ail.,H"llcr Zeitung- Karl Latla ' ""gniidias ' . '^^" ^"hes mit Nachsicht der W zu verleihen geruht. h" den Vezirksrichter in Liezen, ^'" lilaqens.^ ^m Rathssecretär beim Landes» ^-^^"lsurt ernannt. ^lchtllmtlicheVMeil, >)llt Nnlfä "<., " " l' "°tisti?^""s in Oesterreich. ^M'sse dlr w"^""""'sswn hat die vorläuft« ? ^?"mber i«^°blung nach dem Stande ?' k°^r Ne^"^"^". Die Ziffern sind ^ . ^"ibesll,^ ^ ?""l1 "on bedeutungsvollem ^?? A w «' bie Zuwachsprocente sind es, X7 bez ji!n7s^^e,t zu fesseln geeignet wären. ^isl>?le'chz ^ "»Jahrzehntes ist die Bevölkerung ^>UM5 « 5 ^" Salzbnrgs nm 63, die "< 2 ?'- Tri^ Kärntens um 3-4, die Krains i>>?> von ^"" ^'«' die in Görz-Gradisla 7V^rlb,^' len um 9-0. die Tirols um 09. >^?" 5.5^" 8-2. die Böhmens um 5. die Xz.^-^ ^ dle Schlesiens um 6-5. die Gali< ,,>> W.i V" Vukovina um 13-1. die Dal- ?> ^ "ns d" "'^""°ch demZ»wachsproce»te. ^/ ^' ^liien F^ß ^lgende Reihe absteige>.dr M, >e„. ^^'ederösterreich. Bukovina. Eali-X'^^rrna s H.K^in. Vorarlberg. Schlesien. 3>? ""d Tiwl^^'' Whmen.Gö'rz.Gradiska. ^ ^« ^"' w.lii ' ^"' Vergleich mit den Zu-^^>Z>^baK Während des vorigen Jahr. ^Vt h°3 ' waren, dürfte in mehr denn ^^^^ sein. Vom Jahre 1870 bis Feuilletons ^'^"'«r mi^i^licher Tag meines Lebens. ^ Z,^M?. ^ lragte: «haben Sie Lust. nach H?9° rl/^r ^ '^e denn nicht!. —«Dann ^,! ^^^"^/ auf der Ausstellung in ^li. ^ fiel "erschaffen Sie sich einen !'k heVk r!">r ein Vl« 3^ lltelf^ was ich mit meiner Frau be-'^."' ^>"e. ;, "ch.rordentlich nervös, sie las aück V^" die Leute Schiffbrnch V^M." ^erhN« "" klaren Begriffe über die ^ >g s« '"2"^. Sie weih. dass Amerika ist. doch aus den der . d' utt^ HU weiß sie sich bloß auf ^< ttsMam vHH Unglücksfälle zu erinnern. °ll»!,' illl», ^ Nrihe «;° k"ei werden. !!^tF^r VlL'7^^ also zum Onkel mnner ^^7 ih^ '"setK- Zhn hatte ich für die Vor-'"b t ?on , plech n '^ ^" seiner Frau konnte ich V^ wi. ' ." Ihr« Arbeitszimmer, lieber Onkel. ^ V yw'> ^ Onkel Gustav saß wdtenbleich vor mir. Ich sprang auf ihn zu. «Was fehlt Ihnen. Onkel? Soll ich ein Glas Wasser brina/t,?' — «Nem, lass glhen. Auf wie lange gehst du hinaus?» — «Ich weiß eö nicht, ich glaube, dass ich in zwei Monaten zurück sein werde.» — «So?» — «Nun. nicht wahr, Onke!, Sie werden so freundlich sein, Etelka auf diese Reise vorzubereiten? ... Sie ist so leicht zu erschrecken . ..» — «Nimmst du sie denn auch mit?' -- «Keme Idee<, Befreunden Sie sie bloß mit dem Gedanken, dass ,ch reise. Sie thun's doch?. - «Ja.» — 3H "rückte dlin alten Herrn die Hand und eilte davon, geradeaus i» das Ministerium des Innern, um mir memen Relse-pass zu besorgen. I,i der Passabtheilung gilit es sehr lMche Leute, mid kaum hatte ich den Wnnsch geäußert, einen Pass zu erhalten, als ein blonder Jüngling die Feder sofort in das Tintenfass tauchte. Name. Beschäftigung. Alter giengen in bester Ordnung: als ich gefragt wurde, wohui es mir beliebe, schrie ich freudetrunken: «N«ch Amerika!. Der junge Mann sprang so schall von seinem Sitze in die Höhe. als ud er gestochen worden wäre. Er stellte sich mir gegenüber nnd schaute nnch genau an. «Dann ist es nicht möglich.» — «Wesyalv/. - «Weil Sie ein ZustänoigteitsMgms und cmr Polizeinote haben müssen.. — «E« wird schrrclttch lange dauern, bis ich das erhalte.» — «Haben ^le leinen Bekannten hier im Ministerium? Wenn <2le welch? haben, wenden Sie sich an dieselben.» tieferen Eindruck üben. Die nach der vorläufigen Fest» stellung mitgetheilten Bevölkerungszahlen können allerdings auf volle Zuverlässigkeit noch leinen Anspruch erheben. Doch bieten diese Zahlen im großen und ganzen ein immerhin ziemlich zutreffendes Bild von der im preußischen Staate während des letzten Lustrums stattgehabten Bevölkerungszunahme. Während unsere Volkszählung nach dem Stande vom 31sten December 1890 die Bevölkerung der im Reichsralhe vertretenen Königreiche und Länder auf 23,835.261 angibt, stellt die Volkszählung für Preußen eine Anzahl von 29.957.302 Einwohnern fest; rund 24 Mil« lionen Einwohner stehen somit rund 30 Millionen gegenüber. Doch diese Differenz ist es eigentlich nicht, die in Betracht kommen mag. Wohl aber ist der Umstand, dass sich Preußen während eines Lustrums um 5-79 Procent vermehrt hat und demnach ein zehnjähriges Zuwachsprocent von 11-3 aufzuweisen vermag, von Wichtigkeil. Seit dem Jahre 1867. wo der preußische Staat im wesentlichen bereits seine jetzige Ausdehnung erreicht hatte, vermehrte sich seine Bevölkerung um 5.935.862 Personen, also um 24'71 Procent. Dies ergibt eine jährliche Bevölkerungszunahme von 0-97 Procent, für zehn Jahre somit eine Zunahme von 9-7 Procent. Das durchschnittliche Zuwachsftrocent betrug in Oesterreich für den analogen Zeitraum 7-8. Die Differenz zwischen dem Zuwachsprocente Preußens und Oesterreichs beziffert sich also zu Gunsten des ersten aus nicht weniger denn 1'9 Procent für zehn Jahre. Es ist allerdings in Rechnung zu ziehen, dass die vorige deutsche Volkszählung für Gesammtdeutschland ein Zuwachsprocent von 0-70 aufwies. Allein der Trost, den diese Ziffer uns zuspricht, wird bald gegen« standslos, wenn wir erwägen, dass das Zuwachsprocent für Deutschland während des Decenniums von 1875 bis 1885 nicht weniger denn 9-2 betrug; es bleibt aber auch nach dieser Rechnung zu unserem Nachtheile eine Differenz von 1'4 Procent übrig. Vergleichen wir vollends das Zuwachsprocent, dessen sich unser Vaterland zu rühmen vermag, mit dem anderer Cnlturstaaten, so gewahren wir, dass in dieser Hinsicht nur Italien und Frankreich hinter uns zurückstehen. Im Jahre 1880 war das jährliche Zuwachs» procent für England 1-43, für die Vereinigten Staa« ten von Nordamerika 2-96, für Schweden 0-95. für Belgien 0-85. für Italien 0'56, für Frankreich 0-41; das Zuwachsprocent für Frankreich ist seither bekannt- Ich hatte sogar drei Bekannte: einen hochgeborenen, hochwohlgeborenen und einen wohlgeborenen Herrn. Der eine dnzte mich. mit dem Zweiten duzten wir uns gegenseitig und den Dritten duzte ich. Zuerst suchte ich den hochgeborenen Herrn anf. «Servus, womit lann ich dir dienen? Stets mit Vergnügen.» — «Ich bitte um ein lleinwenig Protection.» — «Ein Amt? Hm ... hm ...» — «O nein!» — «Subvention fürs Blatt? Hm ...» — «Auch das nicht, bloß moralische Protection ...» — «Ah. sehr gut. Und was ist das?» — «Sie sollen meine Identität constatieren.» Das , Antlitz Seiner Hochgeboren klärte sich auf; er griff sofort nach seinem Hute. «Gehen wir hinunter in die Passabtheilung. Ich werde alles in Ordnung bringen.» Wir giengen hinunter ins Parterre. Im Corridor, vor der Thüre, fragte mich mein hochgeborner Freund: «Wohin willst du eigentlich reisen?» — «NachAmerika.» «So.? Hm. . .» Damit blieb er Nehen, knöpfte seinen Rock bis au den Hals zu. steckte die Hände m dle Taschen und sagte in gedehntem Tone: «Das ist sehr weit» - «Das lst wahr.» - «Hast du e,n Zeugn.e uon der Polizei?. - -Nein,. - «^ "''"F""H ohne m, solches weiß ich "ichts anzufangen. ArMsse ^ ^Damit' Ueß er mich stehen. Ich sah ihm eine Wcile verwundert nach und gieng dann hinem zn meinem hochwohlgebornen Freund. Er empsimg nnch sehr freundlich, hieß mich Platz nehmen, offerierte nm nue Cigarre und fragte mich schließlich nach memen Wünschen. Ich rücke damit heraus; er We ^ort^eine gestickte Hausmühe aus. um mit mir in die PaH» a^lhkilnnq zu gehen. Ich hieU es M gerathen, ihm Laibachcr Zeitung Nr. 52. 412 5. M^ lich alls 0'29 gesunken. Dies erklärt die Thatsache, dass gegenwältig Oesterreich dichter bevölkert ist als Frankreich; in Frankreich kommen nämlich 71 2 Ein-wohner, in Oesterreich 73 - 7 Einwohner auf das Quadratkilometer. Grund zu innerer Genugthuung hab'N wir nur, wenn wir einen Blick auf Oesterreichs Vergangenheit werfen. Der Ländercomplex, der nun fast 24 Millionen Seelen zählt, war im Jahre 1754 von 6.134558. im Jahre 1762 von 4,889 516, im Jahre 1784 von 7,937.404 Einwohnern bevölkert, Ungar» und Siebenbürgen verfügt nur über ein Zuwachs-procent von 11. Es handelt sich hier freilich nur um verhältnismäßig geringfügige Ziffern. Aber sie sind doch von Belang. Dies erhellt, wenn wir den an sich unmög' lichen Fall setzen, dass die Bevölkerung der gegenwärtigen Staaten sich nach den gegenwärtigen Zuwachs-procenten bis zum Jahre 2000 vermehren würde. Nehmen wir dies an, so stellen sich uns geradezu groteske Ziffern dar. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika zählen im Jahre 2000, dem Jahre Bellamy's. 1195 Millionen Seelen, Deutschland ist auf 165 Millionen Einwohner angewachsen, England auf 129 Millionen, Frankreich auf 58 Millionen, Oesterreich-Ungarn auf 69 Millionen Einwohner. Aber diese Ziffern sind nur statistische Dichtung. Es ist sachlich unmöglich, dass sich eine Constanz des Zuwachsproceutes entwickle. Dir Bevölkerungszunahme findet gewisse Grenzen, die theils in der Cultur, theils in den all« gemeinen wirtschaftlichen und sittlichen Zuständen des Volkes gegeben sind. Die Wissenschaft ist längst nicht mehr der Ansicht Friedrich des Großen, dass die Höhe der Bevölkerung gleichbedeutend mit dem Reichthum des Staates sei; sie ist längst nicht mehr der Anschauung eines Süß milch, der die These elöltert, in der Menge der Einwohner liege die Glückseligkeit des Staates. Worin diese liegt? In der Cultnrhöhe, in der Gesittung, in der Harmonie der wirtschaftlichen Kräfte, nicht in der Erniedrigung der Cultur, nicht in der Erschütterung der Gesittung, nicht in der Schwächung des Wirtschaftslebens durch zerllüfteude Gehässigkeiten verwerflicher Art. Zur Lage in Böhmen. Wien, 3. März. Völlige Niederlage der Altczechen — das ist das Ereignis des gestrigen Wahltage«. In Böhmen hat das Interesse des Völlersriedens, der Gedanke patriotischer Mäßigung, die Sache des politischen Ernstes eine sehr schwere Niederlage erlitten. Der Wahltag in den böhmischen Landgemeinden hat schlimmer geendet, als der ärgste Pessimismus befürchten konnte. Die Altczechen sind auf der ganzen Linie geschlagen worden. Sie haben lein einziges der Mandate behauptet, welche sie in den Landgemeinden Böhmens bisher inne gehabt. Es wäre thörichte Selbsttäuschung, sich über die tiefgreifende Bedeutung dieses Wahlergebnisses hinwegsehen zu wollen. Die Iungczechen gehen aus dem gestrigen Wahltage mit einem Gewinne von vierzehn Mandaten hervor, und es ist fast un-zweifelhast, dass der morgige Tag, an welchem die böhmischen Städte wählen, ihnen weitere Siege bringen wird. Die Ursachen des rapiden Anwachsens der jung« czechischen Bewegung sind bekannt. Man weiß, dass die sofort zu erklären, dass ich nach Amerika reist'. «Nach Amerika?» rief er und warf seine Hausmütze ungestüm auf den Schreibtisch. Eine Weile brummte er in sich Hienein, dann sagte er laut: «Ich kann Ihre Iden« tität allein nicht constatieren. Suchen Sie sich noch jemanden.» (Seit zrhn Jahren waren wir «per du,») Ich lief schnell zu dem hochwohlgebornen Herrn hinunter, der ein entfernter Verwandter von mir war. Als der Junge gchört hatte, wovon die Rede war, unterbrach er mich aufgeregten Tones: «Ich bitte, ich befinde mich am Anfange meiner Carriere; weihen Sie mich nicht ein in solche Dinge. Ich habe nichts gesehen und nichts gchört. Gehen Sie zur Polizei» Ich wähnte, der unglückliche junge Mensch sei plötzlich ver« rückt geworden. Ich ließ dieses komische Ministerium sofort hinter mir und gieng zum Obcrstadthaiiptmmni. Er hörte mich an. nahm die Generalien zu Papier, ließ einen Concipisten rufen, flüsterte mit ihm und entließ mich. nachdem er wiederholt aus mich gewiesen hatte. Vor dem Thore traf ich zwei Männer, auf dem Wege begegnete ich ihnen noch zweimal und später sah ich sie wiederholt vor meinem Fenster anfundab« gehen. Was wollen diese Zwei? Den übrigen Rest des Tages brachte ich ruhig zu. Am nächsten Morgen, ich lag noch in süßem Schlummer, traten mein Schwieger-vater und meine Schwiegermutter zu m's herein. Sie umarmten und küssten nns; meine Schwiegermutter weinte sogar ein hübsches Stück. Mein Schwiegervater jedoch führte mich. kaum dass ich angekleidet war, in mein UidrltSzimmer. «Karl,» rief er, «um was für eme Summe haudett rü sich. und ist sie noch zu ersetzen?» — «Ich verstch« nicht.» — .Zwei-, dreiwu. Altczechen selbst einen Theil der Schuld daran tragen, dass sie die längste Zeit mit ihrer Unentschiedenheit, mit dem Mangel eines festen Einstehens für die Politik der Mäßigung, mit ihrer Sucht, Regierungspartei und Oftposition zugleich spielen zu wollen, die Wählerschaften köpf« scheu gemacht und in das jungczechische Lager getrieben haben. Aber es wäre ungerecht, nicht anzuerkennen, dass die altczechische Partei, oder besser gesagt, jener Rest der« selben, der noch nicht zu den IuiMzechen übergelaufen war, in der letzten Zeit sich seiner Pflicht bewusst worden und namentlich in dem Wahlaufrufe sich und das czechische Volk mit ernstem Nachdruck an die Anforderungen des Patriotismus und an die staatlichen Exigenzen erinnert hat. Allein die Partei war der mit fanatischer Krast geführten Agitation der Iungczech.'n nicht mehr gewachsen, welche alle nationalen und staatsrechtlichen Leiden-fchaften dieses so tüchtigen, aber auch so übermüthigen und so leicht erregbaren Volles bis zur Gluthitze ent» stammten und die Nation in einen Taumel hineinhetzten, dessen Folge cben das gestrige Wahlergebnis bildet. Es ist das Unglück des czechischen Volles, dass es, wie Rieger vor einigen Tage» sagte, ein langes Wohlbefinden nicht vertragt. Die Rechte einer Regierungspartei zu genießen und gleichzeitig deren Pflichten zu erfüllen, das steht den Czechen auf die Dauer nicht an, und daher, wie Rieger sagte, die periodisch sich erneuernden Rückfälle in die Oppositionssucht, die Friedensbrilche, das über« wüthige Herausfordern des Geschickes. Ein Ausdruck und die unmittelbare Folge dieser avitischen Neigung, welche einst zur Schlacht am Weißen Berge geführt hat, ist die ganze jungczechische Bewegung, ist der gestrige Wahltag. Wenn der 4. März ebenso endet, dann hat sich das czechisch? Voll gänzlich der Partei des rücksichtslosen Chan» vinismus, des einsichtslosen Radicalismus, der aussichtslosen Tollheit ausgeliefert, dann ist die Zeit der czechischen Voulanger, Laisant und De'roulcde gekommen. Die Republik Frankreich hat es bislang verstanden, diese Leute unschädlich zu machen. Pas monarchische Oesterreich mit der Kraft seiner dynastischen und gesammt-staatlichen Traditionen wird umso leichter imstande sein, dieser subversiven Elemente Herr zu werden. Wir möchten nur wünschen, dass das czechische Volk selbst dabei nicht allzu sehr zuschaden kommt. ?. Politische Uebersicht. (Reichsrathswahlen inKrai n.) Bei den vorgestrigen Wahlen wurden in Krain, wie vorauszusehen war, sämmtliche fünf Candidate» des slovenischen Central - Wahlcomite's gewählt. Die Veränderungen, welche hier vorkommen, sind rein persönlicher Natur, indem im Bezirke Krainburq statt des bisherigen Ab' geordneten Prinzen Ernst Windisch Grätz Graf Hohen» wart gewählt wurde, der im aufgelösten Angeordneten» Haufe das Mandat des Städtebezirkes Laibach inne hatt«', während im Bezirke Gottschee, den bisher der slovenische Landesgerichtsrath Jakob Hren vertrat, ein neuer Mann, Schnldirector i. 3t. PovZs, gewählt wurde. (Aus SPalato,) 4. März, wird telegraphiert: Gestern unternahmen der Platzcommandant und die Beamten der politischen Behörden von Spalato mit den Officieren und Cadetten des deutfchen Geschwaders mit der Bahn einen Ausflug nach Slbenico, wo sich die Beamten dieser Stadt und die Officiere des österrei- send Gulden habe ich mit mir gebracht, ebenso viel könnte ich mir noch verschaffen. . .» — «Ja, wozu denn? Um Himmelswillen. erklären Sie mir Ihre räthselhaften Worte!» Er griff in die Tafche und holte folgendes Telegramm hervor: «Karl macht sich nach Amerika fertig. Um Himmelswillen, eilt Hieher, um ihn zu retten. Gustav.» So hatte Onkel Gustav meine Frau vorbereitet. Ich brach in ein zwerchfellerschütterndes Lachen aus. Mein Schwiegervater beobachtete mich unruhig. «Ja, um Eotteswillen, wie konnten Sie nur so etwas ver« muthen? Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. . .. — «Dem Ehrenwort?» fragte mein Schwiegervater voll Hlchn. Er hatte das Wort sicher zwischen zwei Gänse» süße gesetzt. «Ich verwalte doch kein Geld. Ich komme gar nicht iu die Nähe davon.» Mein Blick streifte die Straße: dort standen, die Augen auf imine Fenster geheftet, meine zwei Männer von gestern. Es ist klar, dai sind Detectivs. Nun, das ist kein Scherz mehr. Vor allem eile ich mit meinem Schwiegervater zum Redacteur meines Blattes. «Mein Herr. ich reise nicht. Es ist unmöglich. Ich könnte es in meinem ganzen Leben nicht verschmerzen, dass ich in Amerika gewesen bin.. Hierauf lief ich zur Polizei und ließ nur die zwei Detectives vom Halse nehmen. Sonst gieng ich nirgendwo hin, doch schwieg ich wie ein Grab. dass es in meinem Leben 24 Stund''n gegeben hat. in welche« ich Vorbereitungen zu einer Reise nach Amerika traf. So oft ich rmim'n hochgeborenen, hochwohl» geborenen und wohlgeburencn Freunden begegne, schauen sie mich verblüfft an: Wie, dieser Mensch ist noch immer in Europa? chisch ungarischen Schnlschiffes «Schwas < Gesellschaft anschlössen. Die WeiterfahrtH^, Wass^ nachScardona und zu denKrkaH^ nach Sebenico zurückgekehrt und diese V ^, wurde. Während der Mittagstafel w»^ zahlreiche herzliche Trinksprüche ausg^r^' ^ (Dr. Nieger) verabschiedete M °^ < feinen Familien-Angehörigen und verließ glaubt, er gehe an die Riviera. ^pi»^^ (Aus Graz) wird gemeldet: « ' ^ des Bürgermeisters Dr. Portugal! an oe" ^, rath ist das Comnumalanlehen von ^'"^ nicht nur vollständig erschöpft, sondern es ^. reits 800,000 Gulden mehr ausgegebn'^ j>' wohl mit Bezug auf zahlreiche vevorM ^i, wie Kasernen. Volksbäder, Theater, Sch^F dergleichen, eine neue Anleihe von dm ^ genommen weiden. . het^ (Zur Situativ n.) Die VedeutlM" ^ ergebnisses vom 2. März wird von den ^ ^ ein Sieg der extremen über die gemaM.^ ^ bezeichnet, so weit Niederöstern'ich und ^ Wahlbezirke Böhmens in Betracht komnm'-,^ '. haben die Nltczecheu im großen Oa"^l' :M'> stand behauptet, bloß ein Bezirk ist an o^ 5 schillernde Vollspartä übergegangen. ?" „ 5 liberalen hatten — abgesehen von der 1V P>!,, läge in Niederösterreich — keinen l^eH F>^ Galizien wurde.— im Einvernehmen nw jF Parteileitung — eine größere Zahl von s lichen Ilmgrulhrnen gewählt. . j^t ^ (Reichsrathswahlen.) H-^ gewählt: 21 Deutsch-Liberale. 2 MW' ,^ ronini-Clubs, 10 Clericale, 1 DenM^ .5 7 Antisemiten. 17 Imigczechen, 5 McM'^ -Czechen. 1 Feudaler, 21 Polen, 8 "" z>^ i mänen. 5 Slovene«, 1 Mitglied der <" ^, ,-! f Großgrundbesitzes, zusammen 104 AbaM^^ (Der frühere Abgeordnete ^ ist vorgestern vom Schlage gerührt "> Dl, storben. Er war bei der jüngsten ^"" ^ ,U l gedrungen. Skopalik, ein bäuerlicher^^' l Mähren, erschien im Hause stets in bum Tracht. ^lie»^ (Die ten vorgestern drei Abgeordnete. 3" "^ ^ der bisherige Abgeordnete Antisemit ^ ^, Conservativm Baron Rolsberg mit ^islB^ Stimmen. In Frcudenthal wurde d" ^^,lz und in Tescheu der Pole Pater SwH «^. ,/ somit verloren nun die Antisemiten «?cy ^sel ^» (Ungarn.) In der liberalen Partei skizzierte der Mmst^ M, / Szapary die Antwort, welche er d"' ,^W^ Helsy auf feine Interpellation über "' ^^ sich aushaltenden Nihilisten zu 6"^' ^s ^ züglich des Arbeitsprogrammes des ^ ec,^< Ministerpräsident die Erklärung ab. " ^" nächsten Tagen den Gesetzentwurf über ^ reform einreichen werde. ., ^ ^ <^ (Der Papst) woh..te wrH^H vormittags einer feierlichen, vom ^" aM'' 5 der sixtinischeu Kapelle anlässlich de« ^selb^ Krönung celebrierten Messe bei. iM ^< die Cardinäle, das diplomatische ^^-^/ Kolr ich. soll ich "^, Roman von Max v. Weiße" " (12. Fortsetzung.) ^V' Er schuldete dies nicht nur l"""^"^ geprüften Hilda, sondern auch H gell» ^ Natürlich war man in der GeseM"'^F^ dieser seiner Handlungsweise e'M" ^l !^^l des großherzigen Edelsinns pries die Mutter glücklich, welche "Zt'^ A besaß, und hier und dort würd?" '"" gM / welche in leisem Bedauern "" Oi,at>^^ wäre doch eigentlich ein Bild oh" ^b^, , hätte diesem vollendeten Cavalier " ^., warmherzigere Lebensgefährtin wn ' sich! ^/^ Nur sehr langsam erholte H^.^ ^ ,-Zuspruch des Arztes wollte es '"^tte^, ^, grenzenlose Apathie von 5^,5/'"^^ ihrer bemächtigt, seit das F"ber a^ »o^iH fragte weder nach dem Baron, """ ^ze" M^ zurückMhrt war. noch nach '"h " ^ ^ das jähe Ende des von ihr so p,H «I/ und diese vollständige Gleichgllt'g ' , M /A/ im Einklang stand mit ihrem 3"«^. ^zl« hatte etwas unsagbar war es dabei, dass der Ä"on, " h z" ^/ gegenüber stets geuauesten w^'?-e Oe"'^,^,H über das Befinden seiner 3""' " ^ he" §>eHH niemals betrat; ja, es hatte !0r°^e. ^^ ob er eine Art Schell vor lhr en ^^ ^ ^> l Details, welche er über den " ^»ihl ^ seinen Freunden znm besten ga°. ^ -^« sliw, Nr. 5«. 418 5. Nllin 1»»1. ^lÄch^'de anwesend. In den Sälen und ^Ä? ^t. °,iu "^' "" dem Papste, der auf Umche V)".,^. ^tragen wnrde. passierte, war M'^n Z ,. l?') «us der Tagesordnung der ^^''ftt.ni ber serbischen Skupschtina 'stand ^ .' '"the.di' Dkftnl.etten Dragifa Stmwjevic. ^tt^Mb er ,' 'I..M in ungemein hestiger Tl^ der S.^ Präsidenten unterbrochen wurde. ^2"? beH3 ""'de gcheim durchgeführt. Die lh/w ^"nna H. " °Uen gegen zehn Stimmen sİ lür tb^ ?l'"'' Die Liberalm stimmten ^" der s', ''''.gegsu die Auslieferung. >HÄ der M°"i. Aschen Kammer) fragte Dourvill-MaiNchu an. V" vandal m. ^'"""l, zu ergreifen gedenke. l»ll!« "°chen ^. «^^ Spielbank in Monaco ein ^? lei ein'..n^Ü"'"^er des Aeußerrn erwiderte, ^?°"lreich d>.^ ^"li'^s Fürstenthum. über wel- ^>zuschH^ "^l ein Prolettorat a.sübe. "ne diesbezügliche diplomatische 7". " '"^rtnn. Der Zwischenfall ist da!nit ^V d/I^"!!/^^ Kongress.) Vom 28. bis ?"sses der zweit, internal '^k^' d Mn'^l Afrika-Erforscher. Vertreter ^>l ^kllsch^" französischen, italienischen Anti. l bF>über b" ^"'" °" ^m theil. Der Con-^ ? ^" sink ^"' '" welcher Weise di' Mtttel ^N ^" fördert ^ katholische Antisclaverei-^, l^^wn"^ '""t°"'che Expeditionen ^°"^l Un!lch? ^°"" "'«" in aller Höflichkeit ^V°"d Ca^" schuld auf die Sündendöcke lV^"W an 3"°' °ls Sühne gelten. Damit ist ^ " 'Pani Z ^gethan ^"^"tt 5;'^" Cortes) wurden vor^ "^sl! ^.p^iens ,..^°""de hebt die engen Ve ^n,g?'^e für politische Vergehen, d-e ., senden Sck..!>"^°ben und die Consolidierung 0U^ "ku7'^ " Aussicht. ?X>te d n ^'wegische Cabinet.) Der 3l > neue» ,. ^""W-Director Steen mit der X^ einen W °^'g'^en Cabinets. Steen galt >^ ^" der Union Norwegens mit ?> «n^et. der^"'ler haben, wie die «Linzer >^" "nd ^.lligen Feuerwehr in Samt V. "dllprs/^e das ungarische Amtsblatt " geruht. ^""erKinderschutzvereine ^^ si. ^^,(Ti^'-------------- !^i^^>iti°n a, ^.^"biahr.s begibt sich eine ^il>! 'n d^°"« Gallzien nach Brasilien, um dort l^z^rsuchen °?? bestehenden polnischen Co. tzi/th ^^^ ^..^" Nedinnunaen zur Anlegung ö» d^'^en ^ Arztes, ^che^^^i^d^ <<^h^/" Ertrankung mit Zurück-^<, ?"il er ^f""«"ztes den Vorzug ge-kt ^och. ^" ei»e N ? '" der Behandlung von '"d as"? ^°che^e?""^" galt. i'° lH)'' )> seine m?'lb''s Arzt geworden -l'2 >t'"" ez fe .^"'entin keine Arzneien mehr ''°l>s, >ch 3 und v^s-?^"^ "' ^'"' Eme voll-?" : ." N die hatte sich l'' >n "^rli,h/'"km Medicament weiche wollte. ^3''^ bem ^" nicht mehr imstande, sie ?k",H> wa7^'^«^lliger Lethargie, dem !^>^ fragte nicht nach dem ^ , ^ lle ^"hälln « "/ """ "si gelassen, wmn ^ '' u^'b sich 'K^l'l'tt nothwendig machten. ^" i . ^>siel al«^ " 'N't seinem Latein zu " > ^l) «>'zu"i letztes Mi.tel auf den Ein- sie ^"' Er sprach der Barouin '" ^' d e ^" lt^U' weder'eme Zusage noch sie schien förmlich er^ ^<"^^ seine >5'U"nuhigt brachte er darauf- L" b^'^ss"l^n,^e vor nnd begegnete sofort ^^Zlch/,^: die S^" nöthigen Vorbereitungen hk» ^^^^w'egernuttter follte die junge F^IIi ^ Hte ^ > c>en dtingend^n Wuusch Baron c>I'' ö'^nd si^' Nrand ein. mit seiner l>^>^, Freiherr """'^tens im Curorte zu "'^.lklbsd^^ndm ^" durch die Frühjahrs» ^'^HüH s'ch «n der R.se zn be. ^ ^"iutter.^ ^" begleitete auch der ^ ^lten ans den zur Abreise neuer Colonien zu studieren. Nn der Spitze dieser Expedition stehen der Gelehrte Dr. Josef Siemiradzki, ein Vruder des gleichnamigen Malers, und der Professor der Hochschule sür Vodenrullur in Dublany, Proftssor Dr. Klobukowski. Die Landung erfolgt i>, Rio de Janeiro; von dort geht e» in die Provinz St. Paolo und nach Pavamia, wo die Expedition bis October verbleibt, dann den Rionegro entlang nach Montevideo bis zur Grenze Araucans und zurück über Pampas. Die Dauer der Forschungsreise ist für ein Jahr berechnet. — (Die älteste Banknote.) Den Berichten der englischen Tagespresse zufolge ist das britische Museum unlängst in den Besitz einer interessanten chinesischen Vanknote gelangt, welche aus dem ersten oder einem der ersten Jahre der Regierung des ersten Kaisers der Ming-Dynastie datiert. Das historische Interesse, welches sich an diese Banknote knüpft, ist gewiss sehr groß, denn sie ist älter, als die im Jahre 1401 gegründete erste europäische Bank von Barcelona. Die ersten Banknoten in Europa wurden bekanntlich 1668 von der Bank in Stockholm ausgegeben, also um drei Jahrhunderte später, als das erwähnte chinesische Papiergeld. Nur die ge» stempelten Lederstückchen, welche Kaiser Friedrich II. im Jahre 1241 bei der Belagerung von Faenza hatte schlagen lassen, wären unserer Banknote an Alter noch überlegen. — (Selbstmorde in Monte Carlo.) Aus Monte Carlo kommt wieder einmal die Kunde von drei Selbstmorden. So hat sich in Mentone ein durch die Bank ruinierter Officier, in Nizza gleichfalls eine um Hab und Gut gekommene Dame ums Leben gebracht. Letztere, eine schöne, elegante Fremde — wie man glaubt, Amerikanerin — warf sich unter den Zug und wurde grässlich verstümmelt. Ein französischer Advocat endlich, der die ihm anvertrauten Gelder seiner Clienten verloren halte, ver« suchte in, Hotel sein Leben durch Gift zu enden, wurde aber gerettet und ins Gefängnis gebracht. — (Pas Koch'sche Heilverfahren.) Eine unzweifelhaft vollständige Heilung mit der Koch'schen Lymphe wurde im Frankfurter Heiliggeist Hospital bri dem Dienstmädchen Bina Stein bewirkt. Dasselbe wurde hochgradig lungenleidend im November v. I. in das ssenannte Hospital aufgenommen, erhielt nach und nach 20 Einspritzungen und wurde vorgestern mit den Glück» wünschen der Aerzte als vollständig geheilt entlassen. Zur Erholung ist das Mädchen auf einige Tage in seine Heimat abgereist. — (Der Winter in Griechenland.) In ganz Griechenland, besonders in Thessalien, herrscht ein furchtbares Winterwetter. Der Schnee liegt in manchen Dislricten fünfzehn bis zwanzig Fuß hoch; ganze Dörfer sind eingeschneit und vom Verkehre abgeschnitte». In Athen hielt der Schneefall drei Tage an. — (EineGötter - Statistik.) Professor Liebermann in Leipzig hat eine ganz eigenartige Arbeit zuwege gebracht. Er zählte aus Mythologien die Götter und Halbgötter zusammen, welche von den Bewohnern Europa's, von der Zeit der Griechen und Römer an>' gefangen, verehrt wurden. Professor Liebermann fand deren mehr als fechstaufend. Und heute ist von dieser Armee von «Himmlischen» nichts übrig geblieben als die — Namen. — (St. Cloud.) Die Ruinen des Schlosses von St. Cloud sollen endlich abgerissen werden. Der fran« festgesetzten Termin; da ließ der Freiherr feine Gemahlin endlich um die Gunst einer Unterredung bitten. War für Hilda eine Verminung zu große Kraftanstrengung oder sehnte sie sich selbst danach, wieder einmal nach langen Wochen in das Antlitz des Gallen zu schauen? Thatsache blieb, dass sie ihm die erbetene Unterredung ohnermiters zugestand. Er war denn doch etwas frappiert, als er bei seinem Eintritte die gewaltige Veränderung gewahrte, welche eine verhältnismäßig kurze Spaune Zeit in der äußeren Erscheinung der Frau hervorgebracht hatte, welche seinen Namen trug. Abgezehrt bis zur Unkenntlichkeit, mit blassen Wangen m,d tief in ihren Höhlen liegenden Allgen, fo ruhte sie. in ein weiße« Morgen« kleid gehüllt, auf der Chaiselongue, welche man an das Fenster gerückt hatte. War es nur der Schnurz um den Dahin-geschi'denen, welcher sie so gänzlich verändert hatte, oder nagte ein anderer geheimer Kammer an ihrem Herzen? Das war die Frage, welche bei Hilda's Anblick sich dem Fieiherrn von Waldan unwillkürlich aufdrängte. «Du hast gewünscht, mich zu ip^'che". Karl?, sagte sie mit matter Stimme. «Auch mir ist, da lch für länger von hier fcheioen foll. die Gelegenheit, einige Fragen an dich zu stellen, erwünscht. Ich mochte dich bitten.» fügte sie mit schmerzlichem Z'mm der Lippen hinzu, «mir hinsichtlich meines oerew,gten Bruders einige Fragen zu beantworten.» „.,-« «Hmlptsächlich, um dir seinetwegen jene AusjchllMe zu geben, tmlche du zu fordet» berechtigt b,,t. b,n ich hier. meine arme Hilda.» sprach dcr Frechrr, m jaust versöhnlichem Tone. (Fortsetzung jiilgt., zösische Minister der öffentlichen Arbeiten hat zu diesem Zwecke 30.000 Francs zur Verfügung gestellt. Die Reste der im Kriege 1870 durch Brand zerstörten Sommer« residenz Napoleons III. waren eine Gefahr für die Umgebung geworden. — (Mord aus Eifer su ch t.)'Aus Lemberg wird berichtet: In einem mitten in der Stadt gelegenen Hause ist gestern hier der Leichenbestattungs-Unternehmer Emil Oftuchlak von seiner Concubine, der 25jährigen Marie Kobryn. aus Eifersucht mit einer Hacke erschlage» worden. Die Mörderin stellte sich nach vollbrachter That selbst dem Strafgerichte. -- (Wohlthätigkeitsstiftung.) Aus Vuda» Pest von gestern wird telegraphisch gemeldet: Der Kämmerer Kornel Iozsa und Gattin, deren Ehe kinderlos blieb, haben vier Vudapester Häuser mit einem Rein-erträgxis von 25.000 fl. der Regierung behufs Gründung eines freiweltlichen adeligen Damenstiftes nach dem Muster des in Brunn bestehenden zur Versllgung gestellt. Das Stift tritt mit 1. Mai ins Leben. — (Verhaftung eines Steuer>Coutro-lors.) Aus Budapest wird berichtet: Der Steuer» Controlor Christofy, der vor einigen Wochen aus U"garisch Rosenau geflüchtet ist, wurde in Newyork durch den BundesMarschall verhaftet. Christofy gestand, dass er als Steuer-Controlor durch 6 Jahre Unterschlagungen verübt habe. — (F. du Voisgobey.) Einer der beliebtesten französischen Romanciers, Fortuns du Boisgobey, ist vorgestern an den Folgen eines Schlagstusses gestorben. Boisgobey, der ein Alter von 69 Jahren erreichte, war literarisch sehr fruchtbar; er fchrieb etwa sechzig Romane, die sich durch eleganten Stil, klare Exposition und span» nende Handlung auszeichneten. — (Die Fahrt von Europa nach New« York) wird zur Zeit, wie die Führer transatlantischer Dampfer berichten, durch ungeheure Eismassen auf der Höhe von Neusundland erschwert. Das Auftreten derselben in so früher Iahreszeil ist fchr ungewöhnlich und wird als Beweis dafür angefehen, dass im hohen Norden der diesjährige Winter äußerst milde gewesen ist. — (Die Elektricität im Frisiersalon.) Edison soll ein Mittel gefunden haben, um mit Hilfe der Elektricität das Kopfhaar des Menschen zu frisieren und lockig zu machen. Die Operation foll nur eine Mi» nute in Anspruch nehmen. — (Vertraulich.) Freier: «Herr Commercien» rath, ich bitte um die Hand Ihrer Tochter.» — «Ja, welcher denn?» — «Unter uns, Herr Commercienralh, welche könnten Sie mir wohl am besten empfehlen?» Local- «ltd Provinzial-Nachrichten. — (Reichsraths wählen in Görz und Istrien.) Zum Reichsrathsabgeordneten der Landgemeinden« Äezuke Gorz»Tlilmein - Sessana wur'e Seminarprofessor Dr. Anton Gregorcic mit 16? Stimmen gewählt. Der bisherige Abgeordnete Dr. Ritter von Tonllt erhielt 79 Stimmen. In Volosca wurde der kroatische Candidat Professor Alois Spincic mit allen gegen eine Stimme gewählt. — (Uniformierung von Postbeamten.) Der Handelsminister Marquis Vacquehem hat folgende Verordnung erlassen: Auf Grund der Allerhöchsten Ent. fchließung vom 4. Jänner 1891 und mit Bezug auf die hierortigen Verordnungen vom 20. Juni 1873 und vom 20. Juli 1873 wird den Postmeistern, Postexpedienten und Postexpeditoren das Tragen der nach Verordnung des Gesammtministeriums vom 20. October 1689 für die vierte Kategorie der Staatsbeamten vorgeschriebenen Dienstuniform mit folgenden Unterscheidungen gestattet: Am Dienstrocke sind statt der goldenen Nchselschnüre solche aus Silber, und statt der vergoldeten Metall-Adlerkuöpfe am Dienstrocke, Uniform-Gilet und Mantel sind solche aus weißem Metalle anzubringen. Zur Distinction sind bei den Postmeistern je zwei, bei den Postrxpedienten je eine goldene Rosette auf den Achselschnüren zu verwen» den; dagegen hat bei den Postexpeditoren .jede weitere Distinction auf den Achfelschnüren zu' entfallen. Insofern auf Grund der Allerhöchsten Entschließung vom 31sten Juli 1890 mit der hierortigen Verordnung vom 1. Seft< 1r die Postmeister und Postexpedienten die gleichen w,e bem, Dienstrocke, nämlich je zwei, beziehungsweise e.ne Ro-fette, jedoch aus Silber, auf den Parol.s a»s orange-gelbem Sammt; die Uniform der Postexved.toren hat als Distinctionszeichen je ein silbernes Posthorn auf den Kragendecken der Parolis zu tragen. Vom 1. Jänner 1892 ab dürfen die Postmeister, Postexftedienten und Postexpeditoren, insofern sie gewillt sind, Umsorm zu tragen, nur in einer den vorstehenden Bestimmungen entsprechenden Unisorm erscheinen', bis zu diesem IeilpuM Laibllcher Zeitung Nr. 52. 411 5. Wtt^ können die allenfalls vorhandene!,, den bisherigen Be< stimmungen entsprechenden Uniformen weiter getragen werden. Das Tragen der Uniform bei Ausübung eines Nebenberufes ist untersagt. — (GewLrbebewegung in Laibach.) Im Monate Februar ist für Laibach folgende Gewerbebewegung zu verzeichnen, und zwar: Freie Erwcrbszweige haben angemeldet: Katharina Prinwz,k, St. Peters« ftrahe 26, Handel mit Obst; Agnes Stefan, St. Peters-strahe 33, Greislerei; Varthelmä Gaber, Glockengüsse 9, Greislerei; Theresia Kulnar, Karlstädterstraße 11. Greis» lerei; Gertraud Arhar, Wienerstraße 7, Greislerei. Zur Ausübung Handwerks mäßiger Gewerbe wur« den zugelassen: Josef Gorem', Zimmermannsgasse 3, als Schuhmacher; Alois Kosirml, Castellgasse 10, als Kleider-macher; Josef Lasehly. Deutscher Platz 7, als Kleider-wacher; Anton Matovc, Austraße 12, als Schuhmacher, Concessionierte Gewerbe wurden verliehen: dem Josef Lokar, Vegagasse 10, eine Gasthaus»Concession; der Anna Sedej, Theaterkasse 10, ein Auskoch; der Ursula Tonu!, St. Petersstraße 3, eine Fremd»>nherberge. Uebersiedlung der Gewerbe wurde bewilligt, und zwar: Franz Svetlik, Ausloch, aus der Elefantengasse 5 au den Rain 16; Theresia Klemencic, Gasthausgewerbe, aus der St. Petersstrahe 3 an die Polanastraße 59; Josef Auspitzer, Mechaniker Gewerbe, aus der Iudengafse in die Bahnhofgasse 11; Franz Kramar, Hradetzlydo, f 6, hat die Gasthaus-Concession aus dem Nachlasse der Gertraud Zagorc gepachtet. — (Gin Gewohnheitsdieb oor Gericht.) Der 47 Jahre alte Martin Hribar, gewesener Gärtner, nun Vagant, stand gestern zum fünfzehnten» male des Piebstahls angeklagt vor den Schranken des Gerichtes. Nach Abbüßung einer fünfjährigen Kerlerstrafe am 16. September vorigen Jahres aus der Strafanstalt Tapodistria entlassen, erhielt er den Betrag von 7 ft. 73 kr. auf den Weg, welchen er j-doch in den nächsten Tagen bereits in verschiedenen Gasthäusern Innerlrains verzechte. Dann aber verlegte er sich sofort wieder auf sein «Handwerk», den Diebstahs, und entwendete, so viel bekannt geworden, dem Josef Strojar-. in Breg, der Karoline Treo, Johanna Vec, Johann Cuzak, Maria Vicic und Katharina Ielovsek — sämmtlich in Laibach — verschiedene Waren und Wertgegenstände. Hribar ist geständig, die ihm zur Last gelegten Diebstähle ausgeführt zu haben, und wurde vom Gerichtshöfe zu acht Jahren schweren Kerkers mit einer Faste monatlich verurtheilt und dessen Allhaltung in einer Zwangsarbeitsanstalt für zulässig erklärt. * (Todtschlag.) Bei der gestrigen zweiten Ver^ Handlung hatte sich der 21 Jahre alte Kaischlerssohn Jakob Kos aus Kauran im Bezirke Stein des Velbre-chens des Todtschlages zu verantworten. Derselbe hatte nach einem Wirtshausstreite am 27. December v. I. dem Vauernsohn Franz Hagar in Podhrusla mit einem Holz» scheit mehrere Schläge auf den Kopf verseht, so zwar, dass Hagar bewusstlos zu Boden stürzte und eine halbe Stunde später seinen Geist aufgab. Per Angeklagte wurde zu 5 Jahren schweren Kerlers, verschärft mit einer Faste monatlich, verurtheilt. — (Mittelschultag.) Die mathematisch'natur« historische Section des diesjährigen Mittelschultages wird einige für den Unterricht bedeutsame Fragen behandeln, darunter: Vereinfachungen in der Algebra an den Ober« classen, Vertheilung des geometrischen Lehrstoffes des Obergymnasiums so, dass die Stereometrie hinter die Trigonometrie und analytische Geometrie verlegt wird. Reduction des physikalischen Unterrichtsstoffes am Gym« nasium. Austausch von Naturobjecten zwischen den ein» zelnen Anstalten. Dnstellende Geometrie an Realschulen. Eine räumliche Darstellung der Tonreihe und ihre Aus> nilhung in einem Apparate als Lehrmittel im musil-theoretischen Unterrichte. (Mit Demonstrationen.) — (Verkehrsstörung.) Aus Cilli wird un term Vorgestrigen gemeldet: Zwischen Cilli und Tüffer würd? bis auf weiteres der gefammte Eisenbahnverkehr eingestellt, nachdem seit Mittag über 12 Lawinen auf dieser Strecke niedergegangen sind. Unmittelbar nach Pas» sierung der Tremersselder Strecke durch den Wien-Triester Schnellzug gieng nachmittags eine ausgedehnte Lawine nieder, so dass die Verkehrseinstellung nothwendig wurde. Außer den Eisenbahnarbeitern sind 20 Sträflinge aus Cilli mit dem Freimachen der Strcckc beschäftigt. — Durch Aufgebot zahlreicher Arbeiter gelang es abends, eine Geleise für den Verkehr wieder frei zu machen, doch muss die Strecke nachts wegen der weiter drohenden La» winen überwacht werden. — (Löschung kleiner Sahposten.) Seit Beginn der Wirksamkeit des Gesetzes vom 22, Juni 1886 wurden bis 1. December 1890 im Sprengel des Ober-landcsgerichles Graz 66.647 kleine Sahposten im Ge> sammtbetrage von 3,259.421 st. 70 kr. zur grundbücher» lichen Löschung gebracht — (Typhus in Pola.) Die Typhus-Epidemie in Pola hat, wie amtlich constatiert wurde, im Monate Februar erfreulicherweise sowohl bei der Ciuilbevölkenmg al« beim Militär abgenommen, und es ist gegründete Hoffnung vorhaxde,,. das« die ttrantheit ihrem Erlösche», nahe sei. ^ — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des GemeindevorstandeS der Ortsgemeinde Weixelburg wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher der Hausbesitzer und Handelsmann Anton Steftic in Weixelburg; zu Gemeinderäthen: Peter Gilly, Postmeister und Realitäknbesitzer in Weixelburg, und Johann Skerbinc, Oberlehrer in Weixelburg. — (Der katholische Verein) in Laibach veranstaltet am kommenden Sonntag in den Vereins-localitäte» eine Tombola. Anfang um halb 6 Uhr abends. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibachcr Zeitung". Wien, 4. März, abends. (Reichsrathswahleu.) Von den 32 böhmischen Städtewahlen ist bisher aus 28 Bezirken das Ergebnis bekannt, aus vier Wahlbezirken ist dasselbe aber noch ausständig. Gewählt wurden 11 Deutsch-Liberale, 1 Deutsch-Nationaler, 1 Altczeche und 11 Iungczechen. Es sind vier Stich» wählen erforderlich zwischen Altczechen und Iungczechen, und zwar eine in Carolinenthal, drei in Prag, darunter zwischen Dr. Rieger und dem Iungczechen Dr. Trojzm. Der deutfche Zählcandidat Dr. Schmeykal erhielt in Prag und Carolinenthal eine große Stimmenanzahl. Das officielle Scrutinum» m Prag findet erst morgen statt. Die Deutsch Liberalen gewannen den Wahlbezirk Tetschen mit 1658 Stimmen t'vn den Deutsch-Nationaleu, deren Candidat Knotz 356 Stimmen erhielt. Die Iungczechen nahmen den Altczechen sieben Mandate definitiv ab. — Bei den Bukowina er Städtewahleu nahmen die Deutsch-Liberalen den Rumänen eiu Mandat ab, das Resultat einer Wahl ist noch ausständig. Die Salzbur ger Städte wählten 2 Deutsch-Liberale (Keil uud Rottmayr). Von 13 mäh rischeu Städtcwahleu sind bisher 11 bekannt; gewählt würdm 8 Deutsch-Liberale und 3 Altczechen. Die Deutsch-Liberale» nahmen deu Deutsch »Nationalen ein Mandat ab, sonst blieb der Besitzstand un» verändert. Von 13 gali zischen Städtewahlen sind bisher zehn bekannt, und wurdeu durchaus Polen gewählt. Graz, 4. März. Der durch einen Lawinensturz unterbrochene Bahnuerkehr zwischen Cilli und Tüffer wurde wieder aufgenommen. Prag, 4. März. Große Sorgen machte der Prager Bevölkerung der heute um 2 Uhr nachts begonnene Eisgang, da jedoch bei dem bisher ganz ruhigen Eisgang keine größere Wasserstainmg vorkam, scheint eine Überschwemmungsgefahr vermieden. Trotzdem wurden die Parteien in den niedrig gelegenen Stadttheilen delogiert. Die provisorische Karlsbrücke wurde für jeglichen Verkehr abgesperrt. Lemberg, 4. März. Die polnischen und jungruthe-uifchen Blätter gebeu ausuahmslos der Befriedigung über den würdigen Verlauf und den günstigen Erfolg der galizischeu Landgemeindenwahlen Ausdruck, wobei fle betonen, dass das Wahlresultat Gewähr für ein einträchtiges Zusammenwirken sämmtlicher galizischer Abgeordneter im Interesse des Reiches, des Landes und der beiden Nationalitäten biete. Paris, 4, März. Laut einer soeben eingetroffenen Verfügung sind Reisende, welche den Orient.Expresszng benutzen und directe Billets Paris«München haben, vom Passzwange befreit. London, 4. März. Reuters Office meldet aus Zanzibar, Tippo-Tip soll in schwer krankem Zustande iu Ugogo eingetroffen sein. George Mackenzie, der Director der ostafrikanischen Gesellschaft, ist in Zanzibar eingetroffen. Sofia, 4. März. Der Jahrestag der Befreiung Bulgariens uud der Unterzeichnung des Fnedeusver-trages mit Serbien wurde mit einem Tedenm in An« weseicheit des Prinzen uud der Minister, sodauu mit einer Trlippeilrevlle gefeiert. ^ Odessa, 4. Mä',z. Die Schiffahrt stockt abermals . infolge des Frostes; der Verkehr auf den südöstlichen ' Eisenbahnen gestaltet sich der neuerlichen Schneewehen wegen schwierig. ^ Vuenos-Ayrcs, 4. März. Einem halbamtlichen Be. ' richte zufolge haben drei Bataillone des 4. Regiments ' der Regieruogstruppeu in der Nahe von Piiagua ihre eigenen Officiere erschossen und sich für die Revolution erklärt. ) Ku«st und Aiterntitv. — ( . scheinen einer diitten und neu bearbeiteten Auflage vor ,, ^mn, ^ Hummer. Gutsbesiyer, Straß. — OW". Mulllu. „, Li>/ Hotel Slidbllhllhof. Taucar, Notariats MaiM. ^,, Tirolla, Reifende,. Agram. — Herdege«, ll>"^ An, :i. März. ^ , .„>. ^, Hotel Stadt Wien. Klein. Kaufmann- ^^n. ff, Perz und Kornstein, Wien. - Stein. Kausm^ ^ (Böhmen). - Ranzinger, Privat, Gottsched k. nnd l. Capita», Rovigno. <,^el, "' Hotel Elefant. Grinner. Kraus und 3«""^,,^ Schlotterman n>:d Ackerman, Lüneburg. ^ ^, Zx>' der. Weipert. - Bizjan. Pfarrer. Viaaun. . Senofetfch. — Tonenberg, Kaufm., Cza^!,, >ijci!^ -Mannsburg. - Finzi. Triest. - Strand ., ^ . cowih, München. — Szentmillofy, pens ?'"^l bach. Kfm., Graz. - Lenael und Aeltelhe»'". " ^l„'^ kanifcha. — Baron von Hartlieb, k. und ' ^ ^ denburg. — Pilel. Kfm.. Ndelsberg. M«""-^/ Gllsthof Kaiser von Oesterreich. Sche'iau. ,^ic.» und Wedaui, Ziinmermeister, Saifnib -" ,7. ^, ^ mann. Krainbnrg, — Vidmar. Cominis. ^ ^. ^ Hotel Vliierischcr Hof. Trost, Reisender, M ' ^ Spengler, Triest - Perz. Reifender. Ücol'c'^^ ^-^ Hotel Sildliahubof. Krizaj. Pfarrer, Prem. -7' ' , j^ , Reisende; Feilen, Kanfm., Wien. - Goll"^ ^^ Verstorbene. ^»>i^ , Pen 2. März. Agnes Palka. Eifenbapl" j), 81 I., Floriansgasse 8, Marasmns. c.^l,.>i!e^'^ > Den 3. Mä r z. Ialob Ianezic, «rvu ^^ Reber 4, Fraisen._______^_______ ^-»^ MkswiMaWckes^ ^.'aibllch, 4. März. Aus dem heutigen Mr"^^ P' 3 Wagen init Getreide, 5i Wagen mit P"' 12 Wagen und 4 Schiffe mit Holz . ^' _______________Durch f ch n 1 ttS < P r^l^^^', fi.Ilr, st^r, M»,'^''. Weizen vr. Hektulit ß 65 6 69 Butter prH , , « , Korn . 5 20 5 36 Tier pr-Sl"° ^>, Grrstt . 4 76 4 60 M'lch pr-"'M ^<. Haw ' . 3 25 3 25 Rindfleisch p^ . ^> halbsrnchl .------- 5!30 Kalbfleisch .. ^,^ Heiden . 5 36 5^61 ZchweinchH , ^^ Hirse . 5 20 5 6^Schöpseusie''^ ^L Kukuruz » 5 40 5!73^ähndcl pl, . ^ Erdäpfel W0 Kilo 2 60-------Tauben ,. z,l, ^i! Linsen pr. Heltoli! 10-----------Heu pr- ^'^ . > > / i Erbfen » 12-----------Stroh , pc> ^ ' Fifolen . 10-----------Holz. ""'^a!'^ ^5 Rindsschmalz Kilo — 88------- ,.,s ' ^^^ Schweineschmalz. —68-------^ ""H M^''^ <> , Speck, frisch, . - 52------Wei",roty, . ^>^ - geräuchert « - 64-----^ ^5^ -1-2 NO. sch^^^i.s^ ' Morgens einzelne Schneeflocken «n ^ ves bewölkt, abends heiter. — Das Tag"'" ^ 19°, um 0 4« unter dem Normale.___^^a<'^-<< Verantnwrtlicher Redacteur. 2^-->üü^ «^L Noliseidene Baftkleider fi-'" ^dH' uud dessere Qlialitäteu versendet po ^^,y l'H' ^lc.^^« 2ürlob. Mnster umgehend. Briefe^^^^^> ^ W Für die vielen Beweist '"'H g.ue"^"' ^ M lässlich des Al'le!'.,,^ ineii'er "' ^ z W gesslichen Stiesmiüter. der Fr>n ! » Christine M"",.^ > smoie für die zahlreiche ^ W i'sgängn,sse ni'd für d>.> ^1^"' . ^,iö. ^l^ .! W ich hirmit den tiefgefühlten D>i" ^ V > Laibach. den4Mn^«^^^ > _____________________________________41b______________________________________________5. März 189l. Course an der Wiener Börse vom 4. Man 189 l. N°ch d«m 0»^ Coursblatte. ^^,'n^n 9.-. 92-. ^.0ch«, ' ' "- - - 14550 14650 ^HlX'w'rfre.. n.15 n«.., ^H^'^n^ 1^1^ ^ ^-^ " ° A ! !29'»5 12!, ?ü! Velo ««are Grundentl.'Gbligatlonen Mr ino st, EM), 5"/,, galizische...... 104 75 105 - 5"/„ mährische...... —'— —- — 5"/„ Krain und Küstenland . . —'— —'— 5"/„ nieberösterreichische . . . 109 — 110 — 5>"/„ steirische...... —'— —'— 5°/„ lroatische und slavonische . 1N4-Z5 105 - 5°/„ siebendüraische , , , . —- — — — 5"/„ Temeser Vanat , , . . —-— —'— 5",',, unaarische...... 9l 75 9275 Andere üssentl. Anlehen. Donau Ne«,-Lose ü"/„ 1W st- - 121 — >2l! - dlu, Anleilie 1«?» . , 106 85 —-— Unlclien der Stadt Oürj , , 111'— —'— Anlehen d, Ctllbta.eiue!nde Wien 1N5 25 10« 25 Präm, «nl, d, Stadtgem, Wien 148 ?5 148-75 Vürsenbau Anlelien verlos, 5«/„ 98 — 99 — Pfandbriefe (für 100 st,), Äudeiil! all». üst,4"/n O. . . 11875 1I4- dtu, dtu, 4>/,°/„. . . 10O'»:>) 1012« dto, bto. 4°/„ . . . 9730 97>» dto, Prain.-Tchuldverschr. 3"/„ 109 85 109-75 Oest. Hypothelendanl inj, 50°/„ 10« - 10025 Oest,/,«/u , 10130 10190 detto . 4°/„ , . 9970 10010 dettll 50jähr, » 4«/, . . 99'?u!n»11U Prioritätll-Gbligattonen (iür 100 fs,), Ferdinands Nordbalin ltm, l»8L 100 100 70 Galizische Karl-Ludwig'Bahn /,"/» . 99 8U 100 zo Gelb Ware Oesterr, Norbwestbahn , . . 10L-K1 107«» Staatsbahn.......—-. —- Lüdbahn u. 3"/„.....15450 155 !>» i^ 5°/„.....117-70 118 30 Ung'galiz. N»yn.....10885 10,1-50 Diverse Zuse (per Slücl), Creditlose 100 fl......184-184-50 Clarn Lose 40 st...... 5L — 57 — 4"/,, Donau Dampssch, 100 st, , 125— 12«: — «aibacher Präm, Ankch 2N st, 9150 22 50 Osener Lose 40 st..... 5775 5!<-75 Plllfsu Luse 40 si...... 55-50 56- — Nöthen nreuz, öst, Ges. v,, 1» st. 1» «U 19 — Nub»!;'!, Lose 10 fl..... 2>>'50 !i15N Sal», Lole 4«i sl...... 59-5» ao-50 El. Genoil! Lose 40 st, , , . 61^5 nZ-85 WaldsteinLuse Ä» st, , , , 87 50 »»-—- Windiich-GrHhLose !iU fl, . , > 4875 4975 Gew, 2ch, d, 334,i-2!» Ä4l> 75 Dcpositendant, Mg,, uuu fl, , '20325 80ü 5«, (tscompte Ges,, Ndröst., 500 fl, !e23 — «25 — Oiro-n, «lassenv,, Wiener LU0fl, 2ll—218 — Gelb Ware Hypo!Helenb,, öst, 200 fl, 25"/„E, 71-^ 72 — Länberbanl, öst, 200 fl, V, , , 2H2 50 223--. Oesterr,nng, Äanl 600 fl, . , 9««-— 98x — Unionbanl 200 fl.....24L-75 247 25 Verlehrsbanl, Mlg., 14« , . 159-50 it>0 — Hcllen von Transport» Unternehmungen. (per Stück), Albrecht Vahn 200 fl, Tllber , 87- 8« Nlfsld ssiuman, Aah» 200 si, S. 202 — 2025» Nöhm, Nordbahn 150 st, , , 203— 20! » Weslbllhn 200 st, , , , 337- 333 — «uschtiehraber bto (lit, «,) 200 ss, S, , . 284- - 22^-5!» PragDfterEisenb, I50fl,<2llb, 101 — 102 — Ttaatseisenliah» 200 st, Tllber 247-25 247-75 Südbahn 200 fl, Silber , . . Ü5I-25 1öl-?ü Si!b NorddVerb V,200st,IIVl, l?s>-25 17925 Tramwal, Ges,,Wr.,i?a sl 0, U, z-20 ^ 221---» neue Wr,, Prioritäts- «ctien 100 fl.........^ ^.,. Ung,-galiz,Eisenb. 800 st, Silber i9»-7b 199-25 ! Gelb ! Ware Ung, Nordostbahn 200 st, Silber 19Uü0 19, «5 Ung,Westb,(Nallb'Oraj)200st.S, 198 ?5 199-35 Industrie-Sctien (per Stück), Vausses,, M<,, Oest,, 100 fl, . «9 75 »O'?b Eghdler Eisen nilb StahlHnb. in Wien 100 fl..... 86'— »7-5,5 Eileilbalüüv'Leihg,, erste, »0 ss. 99 50 10U — «Elbemiihl» Papiers, u, V,O, 44-50 455^ L'esinsser Brauerei 100 fl, , , 92-50 »»5,, Montan Gesell,, üsterr,-alpine Nl-50 u?-. Praz,er Eisen Ind> Ges, 200 fl, 3»«-- 3»>j>^ Salao Tarj, Steinlohlen »0 st, 462 — <<;«-- «Ichlügrlmülil», Papiers, 200 fl. 197 - 199- >2tel,rermü!!l»,Pap>cif,u,A,'G, 132'— 18^ - Irifailer nohlniw.-Ges, 70 st, , I54-—155 -, Waffenf,°G„Oest.<»Wlen i0N st, 479'— 435 -Waggon-Leihanst,. All«, i» Pest 80 fl......... 91— »2 ,. Wr, ÄausseseNjchast 100 si. , . 8«- 83--. WienerbergerglegelActienVes, 20» — 809- Devisen. Deutsche Plühe......5« »5 5« 45 London........114X5 115 05 Paris.........4t, 52, 45-77, Valuten. Dueate»........ »,44 5,,4« 20 ssran« Zlulie.....> 9,0 9,1, Deutsche liieichsbanlnoten . . i 5t»-42. 5ü 50. PapierNubel...... 1 34 1 34 Italienische Nanlnoten (100 2.) 45-15 45 »b ^ ZLTtZZ'T^'z f eteWe des Baiitaes Marnier & Äiera ^>^ l44 * WIEN, I„ Kärntnerstrnsse 2O. ^en-Kleider ^^_"li& angefertigt. (too, 7^__ f»3«; B-i <>^li1/F^"'b" 1868 gilt. ^<"°n I ^ der pwtokoll.rrten '"f ben ^ werde., aufgefordert. ihrer An- !^7tt>'nn^' w "en bestellten oder ^r,"" ^/'3' andern Masse. >x^l ^'schlä^, 'Uvertteters des-^l"n^ '^s Gl«..^ "stalten »md ^I^ch^"Pru,''^^che Couchs' 'l 2-lelbst ^' «ufge ordert, ihre Z'^'<^se,netz3 d'' Stelle d^s '^' '^/^m^usschusses. ^ ""'« '"dailtig zl,! Die Liquidierungstagfahrt wird zugleich als Vergleichstagfahrt bestimmt. Die weiteren Veröffentlichungen im Laufe des Concurs-Verfahrens werden durch das Amtsblatt der «Laibacher Zeitung» eifolgen. Vom l. k. Landes« als Handelsgerichte Laibach, den 28. Februar 1891. (908) 3—2 St.. 321. - Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Postojini naznanja, da se je na prošnjo Martina Èandeka iz Janeževega Brda (po dr. Pitamicu) proti Franu Vovku iz Su-horja štev. 19 v izterjanje terjatve 178 gold. 56 V« kr. s pr. dovolila iz-vršilna dražba na 2917 gold, cenje-nega nepremakljivega posestva vložna štev. 22 zemljiške knjige katastralne obèine Suhorje z na 330 gold, ce-njeno pritiklino vred. Za to izvrsitev odrejena st.a dva röka, in sicer prvi na dan 13. m a r c a in drugi na dan 17. aprila 189 1. 1., vsakikrat ob 10. uri dopoludne pri tem sodisèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodisèi upogledati. C. kr. okrajno sodišèe v Postojini dne 20. januvarja 1891. "(767)~3^3 St. 1910. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani naznanja neznano kje bivajoèemu Jakobu Nachtigalu, oziroma njegovim neznanim pravnim naslednikom, da je Janez Keržmanec iz Psate vložil zoper nje tožbo de praes. 28. januvarja 1891, stev. 1910, zaradi pripoznanja zastaranja terjatve iz dolžnega pisma z dne 8. junija 1830 in cesije z dne 15. decembra 1860 v znesku 63 gold, s prip., ki je vknjižena pri zemljišèi vložna št. 147 davène obèine Podgorica, na katero se je doloèil narök za sumarno raz-pravo na dan 13. marca 1891. 1. dopoludne ob 9. uri pri lukaj.šMjem sodišèi s pristavkom § 18. sumurnega postopka. Ker so toženci neznanega biva-lišèa", posiavil se jim je Anton Pengov iz Pšate kuratorjem ad actuin, s ka-terim se bode stvar razpravljala, ako se ne imenuje drug zastopnik. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-disee v Ljubljani dne 31 jan. 1891 (810) 3—3 St. 708. Oklic izvršilne zeinljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi naznanja: Na prošnjo ml. Alojzija Terbižana iz Sjel stev. 4 (po varuhu Andreju Brajdihu iz Sjel St. 13) dovoljuje se [ izvršilna dražba zapušèini Janeza Ter-bižana iz Sjel št. 4 lastnega, sodno na 2650 gold, cenjenega zemljišèa vložna štev. 117 katastralne obèine Griže. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 2 1. marca in drugi na dan 18. aprila 1891. 1., vsakikrat od 9. do 12. ure dopoludne pri lern sodišèi v sobi stev. 1 s pristavkom, da se bode to zemljisèe pri prvein röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10% varšèine v roke draž-benega komisarja poloziti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek leže v registraturi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi dne 18. februvarja 1891. (797) 3—2 St. 709. Oklic izvrsilne zeinljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi naznanja: Na prošnjo Josipa Žgurja iz Pod-drage dovoljuje se izvršilna dražba Jane/u Zgurju iz Poddrage, sedaj obèinskemu tajniku v Hrenovicah, okraj Senožeški, lastnega, sodno na 421 gold, cenjenega zemljišèa vložne štev. 182, 183 in 184 zemljiške knjige katastralne obèine Poddraga in vložna šl. 315 katastralne obèine Lože. Za to se doloèujeta dva drazbeua dneva, in sicer prvi na dan 2. aprila in drugi na dan 2. maja 1891. 1., vsakikrat od 9. do 12. ure dopoludne pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem ro"ku pa tudi pod to vrednosijo oddalo. .. Dražbeni pogoji, vsled kaionh je posebno vsak ponudnik dolžan, preH ponudbo 10% varSsiine v roke draz-benega komisarja položiti, ™f\™\ zapisnik in zemljeknjižni izpisek leže v registraturi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi dne 18. februvarja 1891. (909) 3—2 St. 386. Oklic. G. kr. okrajno sodi.šèe v Postojini naznanja, da se je na prošnjo trgovske tvrdke Medica & Križaj iz St. Petra proti Antonu Avcinu iz Narina v iz-terjanje terjatve 79 gold. 47 kr. s. pr. dovolila izvräilna dražba na 1455 gold. cenjenega nepremakljivega posestva vložna stev. 6 zemljiske knjige katastralne obèine Narin. Za to izvrsitev odrejena sta dva röka, in sicer prvi na dan 13. marca in drugi na dan 17. aprila 1891. 1., vsakikrat ob 10. uri dopoludne pri tem sodišèi s prisfavkom, da se bode to posestvo pH prvem röku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiske knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi upogledati. C. kr. okrajno sodišèe v Postojini dne 18. januvarja 1891. (904) 3—2 St. 1702. Oklic C. kr. okrajno sodisèe v Kosta-njevici naznanja: Jože Polen iz Gorenjega Vrhpolja št. 8 je proti neznano kje v Ameriki bivajoèi Mici Jordan iz Gorenjega Vrhpolja, oziroma nje neznanim dedi-èem in pravnim naslednikom, tožbo, prezentiräno dne 17. februvarja 1891, pod St. 1702, zavoljo dolžnih 40 gold, vložil pri tem sodisèi in se je na njo v ustno sumarno-bagatelno razpravo po sodnem redu tukaj doloèil dan na petek dne 3. aprila 1891. 1. ob 8. uri dopoludne. Ker temu sodisèu ni znano, kje tožena biva in mu tudi njeni dedièi in pravni nasledniki znani niso, se je njim na njihovo škodo in troske za to pravdno zadevo oskrbnikom ad actum imenoval gosp. Aloj^ij Zabu-kosek I/. Kostanjevice in se inu je tožba vroèila. To se njim v to svrho na/nuüja, da si bodo mogli o pravem dann druzega zastopnika izvolifi in ga lernn sodiAcu nnznaniti ali pa njim imeno-vanemn oskrbniku ad actum vse pn-pomoèke za svojo obrano zoper tožbo izroöiii, ker bi se sicer le / imeno-vanim oskrbnikom ad actum o tožbi razpravljalo in na podlogi le razprave spoznalo, kar je pravo. G. kr. okrajno sotlišèe Kostanje-visko dno 17 februvarja 1891.