Wochentliches KundschaftsbLatt des Herzogthum Krain. Auf das 1775^ Jahr. Neuntes Stuck. Laybach Den 4«» Marz In Wirthschastssachen. Nutzliche Mittel, tzurch welche dem im Lands einreisenden ^olzmanyel, tmb Waldverwustung vorgebeuyet wird, von ct# nem Mitgliede unserer Gesellschaft des Ackers banes, «nd der nutzUchen Runste. pMTjw ausserordentliche Aufwand deS Holzes, die nachl^tzige, oder unre- gelmLtzige FLllung desselben, und die weni- ge Socge, die man zuBesorderung desNach- wachses Hat, find die Ursachen eines bevor- 2 stegen- i3o ' stehenden Holzmangels tut Lande, den mt'c schon mirklich anfangcit jtt empfinden, noch mehr aber unsere Nachkomnien erfafwen met:* den. Vor allen mice es nothrnendig, datz m* standige, und ivohlerfahrne Waldforster auft gestellet murden, rnelche einen regeliilasiigen Holzschlag zu besorgen hatten, so datz alles sornohl Ban, als Brennholz, oder zu mas t'mntev andem nutzlichen Gebrauch es seyn fvnnte, nach three Anzeige solite geschlagen . merden, -tesen muste aber anch obliegen, datz die leeren Platze rntederum mtt neuen Holz» faamett besaet/ und auf das moglichste dec Nachivachs besordert rnurde, rnarum auch an solche Orte niemals das Vieh zuc Weide zu-zulassen mare, mieivohl zmar insgemeindie Viehmeide in den Waldern muste verbothen seyn, damit der neue Anflug, und die jtingeit Bauinenichtso leicht zertretten murden. Auch die Zeit selbst, menn man den Schlag von jeder Gattung des Geholzes porzunehmen HKt- 1 te I3r re, mitten eben diese Waldbeamten beftw men- Bey einer solchen Obsicht wucden viele Mitzbrauche abgestellet, die Gorge vom Mangel, rind so gar der Theurung verfthwrnden, und nran kvnnte hoffen, datz noch zu rechtee Zeit dem Uebel werde gesteuert werden. Was die naheren Anffalten betrift, \m mit man den Mangel vorkommen kvnnte- mi* re es von grosser Nutzbarkeit, wenn hier in Laybach', wo sehr viel Hvl; veckraucht ivird, Diagazinen mm Brettern, Bau, und Brenn-hol; angelegt wirrden. Der gleiche, hitifh'ge Preis, die Sicherheit gutes, und zu rechtee Zeit gefalltes, trockenes Hol; jederzeit zu be-kommen, rvLrev dre Vortheile desKaufers und des Publicum. DerVerkaufer aber konn-te bey gecingstm Geivinn in dieser Mengesich auf ein Grosses brmgen. Die Bauern wur-^en durch denVttdlenst an Hack-SLge, und ^uhrlohn, und zwar zu einerZeit, wo fie feine Feldaxbeit bahen, ebensv viel, als itzt -s- bey Dent Vevkauf gewirmen, ohne etwas bey dem Feldbau zu vemachla^igen, lvte es izt geschiehk/ -n fie trn Sommer, und Hecbst Holz fallen, und zum Verkauf zufuhren (a). Die (a) Wenn wir gleich sonst der Magizinirung nicht leicht tflg Wort sprechen wollten, »veil selbe fast . durchauS cine Ursache zur Nerrheurung ist, in« dem der Preis norhwendig hoher ausfallen wird, . wenn die Unkosten, die man zur Errichtung, Unterhalt, nud Besorgung der Magazine!ver-> wendex, vey dem Abnahme dazu geschlagen wer» den, als wenn man dieselben nicht anzurechnen hat; istrs jedoch hart zu entscheiden, ob wir nichr doch eine solche Veranstaltung wunschm sollten. Wir haben in diesem so rauchen Winter den Abgang des Holzes nur gar zu sehr erfahren, die eingefrornen Seitengraben versverrcen uns die meiste Zufuhr, das Wenige, welches noch herbey gebrachr wurde, ward durch die verkehrte Habsucht des Landmannes," der ftch die allge« meine ^orh zu Nutze machte, auf einen uber« rriebenen Prets erhohec, ohne datz man durch die gewohnliche Schatzung.Esnhalr thun konnte. Die nahe an der Stadt gelegenen Herrschaften konnten uns auS ihren. eigenen Waldungen, und Holzschlage eine solchp Vorsehung machen, wenn ein genugsamer Vorrath schon zur Som-< merszeil, vder wann es immer am schlcklichsten ware zUsammengebrachr wurde. DaS Hvlz mutz» te flitf'gyojle Stotze in Klqftern vrdemlich auf-aelegc werbey, Welches eben diese die die Besorgung und Holzwache auf jich hatten, ver» (?<: . rich« i3j Die Aufmunterung den Torf zu stechen, und Steinkohlen zu graben, und zuni Vee-kauf hieher zu liefern, kvnnte auch vieles zue Ersparung des Holzes beytragen. Die Spi-taler, Kloster, und Gemeinden warden ztt Ueberwaltigung des hier wider den Torf, und Steinkohlen eingelvurzelten Vorurtheils den Anfang machen. Viele aus Noth, viele ntt't^ vernunftiger Ueberlegung wucden dlesen Bey-fjitelett folgen, und dessen Gebrauch, menu nicht allgemein doch bey erkannter Nutzbak!> keit betrachtlich machen. (b) Es richten mutztm. Und sollte es uns auch etwas theurer zu stehen tommeh, warden wir wcnig« stens diesen Dortheil haben, datz wir bod) all-zeir mit guren, und trockenen Holze verschcn tvaren- Das Gerustholz konnren die Baumcir flee in ihre Besorgung nehmen , und seibeS bey kinem Gebaude um einen billigen nicht zu- sehr uberttiebenen-l Zins ausleihen. Die gcnws« yeber. (b) Bey der grossen Salniter Fabrick allhier wer» ben jahrlich mehrere Lausend Fuhren Holz er« svarct, seit dem man daselbst Torf ;ur Feuerung drauchet, ms kvnnte man nicht hky anderen I 3 S«M» Es ware tticht nnnder die Einleitung zu machen, datz alle Zaune, Blanken, und an deven statt lebendige Hecken, Walle, Graben, Mauer rc. nach Gelegenheit des Orts einge-fShcet wuchen. (Die Fottsetznng kunftig.) Versrdnung. Es hat die Lobl. kais. kvmgl. N- Oe. Re-gierung , mittels fteundschaftlichen Infinuati de praef* ZOten Decembr. jungsthin anhero er-ofnet, wasmatzen das kais. ton. Stadt»und Landgericht zu Kloster Neubu'rg, die angelob- te Fabricken, welche oft viel Holz veychcen, ge» winnen, roenn man sich dieseS Mtttcls bcdre> itrn wollce? In Holland diener dec Torf auch zum Ziegelbrennen; In Sachsen wrrder verkoh» let, und bey.dottigcn Schmelz, und Hamnier« werken tt)tt Mutzen gebraucht. > Noch fin anderer Dorthcil »ntstehet auS dem Torfbccnnen , dah die'Asche. davon eure Gar» rung dee Dungers abgtebt, welcher das Wachs> thum dec Pflanzen um rin msxkltches befordert. Wir werden vielleicht ein andermal ein meh> reres von dteftr Art zu dungerjreden. Diesel gusgeber. te Urphed, und Personsbeschreibung, der aus alien deutschen Erblanden^ und dent kais. fun. Hoflager, wo selbes sich immer besinden wird, mtt Einschrepfung t>ev gewvhnlichen Relegations -3eict)en, auf eivig verwiesenen Ursula Damin, an ersagte kais. kon. N. Oe. Regie-rung uberreichet. Welche Urphed, und Personsbeschreibung, Uns I. Oe. Regierung mtt dent Ersuchen, in der Anlage mitgetheilet worden, dast aufdie-se beschriebene Delinquentin bestandig gcnau invigiiicet, dieselbe bey Betretung arrestiret, sodann wider sie, als erne Urphedsbrecherinv der Ocdnung nach furgegangen werden ntvge. Welches mtt Anschlussung der Beschrei-bung ersagter Delinquentin zurBefolgunghies mtt erinnert wird. Gratz, den ?ten Iennex I77S* Karl Thomas Graf v. Breuner. Praefident. 3 4 Beschreibung bet person. Ursula Damin, gebohrne Stiglitzin, von Rbtz aus dec oberen Pfalz geburtig, 4v.Jahr alt, katholisch, ist schrvarzbraunen Angesichts, graver Augen, wit) srvarzen Augenbraum, dann schrvar; und schon etwas grauer Haaren, kleiner magerec Statur, traget eine weisse Bundhauben, ein blau cattonenes Tu6)el, ein bvault beto Rockel, ein weisses Leibel, und et* nen grmi wollzeugenen Rock. Standes - ErhLhungen. Herr Johann Joseph Milost v. Milden-haus, der sett ein baar Iahren bey der kais. konigl. Banco - Hvfbuchhalterey in Wien als Rechnungs-OKcier angestellet gewesen, ist vermvge eines an die hiesige Wohllvbl. kais. konigl. Banco-©efdtfeit Administration ein-gelaufenen Refcripts der Hochlobl. I k. Mi-rifterial - Banco- -Hof * Deputation zu Wien vom 2?ten JLnner, ill ErlvLzung seiner mhm» lichen lichen Eigenschaften, zum kais. konigl.Salz-agenten zu Buccari ecnennet worden. ^LL «L «L HZ SZS?; Nachricht an das Publikum von bet Uhren JLottevie. Es hat sich der beruhmte Herr Philipp Jakob Pickelmann, Rathsverlvandter, und Klein* Uhrmacher zu Linz entschlosien etnett kostbahren Theil seiner vorrathigen Uhren mit allerhochster Erlaubnust, und Genehm-haltung der General - Adminiftration einer wohllobl. kais. ton. priv. Lotteriekammer in nemlichec landesfurstl. Hauptstadt Linz des Erzherzogthums Oesterreichs ob der Enns, offentlich durch das Glucksloos ausspielen zu lassen. Fur das Loos zahlt man 2. fl. Rh. mit welchen ein Werch von 1200. bis goo. und 500. fl. von 6od. bis 203. fl. am ivenigsten flier eine gan; Neue mit einem guten Werke, und Gehause versehene minuten Sackuhr, kann L s ge- gewonnen werden, welches dec ausgefertigte Plan unistandlich beschreibet. Wer alsdann in Ansehen dreser so ge^ rtngen Einlage, gegen den Werth der be-trachtlichsten Gewinnste, er'lirge Billete an sich zu nehmen gedenket, kann selbe hier zu Laybach in Bellottischen Hanse in der kais' kon. Einnehmer priv. Lvtterie, auch in Bis schoflack, Krainburg, Zdria, und anderen * Orten irn Lande Krain bey denen kais. ton-priv- Herren Lotterie»Einnehmern nach be-lieben einlesen, allwo nntereinstens die Plane zn haben find. Die Ziehung wird vffentlich unter dee Aussicht dec Herrn Lvmmissarien vvn ei» ner hochlobl. kais. ton. Landeshauptmann-schaft nachstkunftigen Osternrarkt Zahlwochen in Linz vorgenommen werden. Nachrich t. Vermog eines Patents der hochlvbl. kais. kon. Landeshauptmannschaft dd. sten Febr. dies BP»fe=a^Kgfag^S8l rs» dies laufenden 1775. Iahrs wird all« und leden, benett es tttit den Bestand des Guts Wartenberg, und der dazu incorporirten Gutt Gurgseld zulicitirengesm.net sind, zuver.ieh-mengegeben, wasgestalten jufbtbancvLicita-tioneuftbefagtec Bestandnehmung auf6. Jahe dec Tagaufden 13. Merz a. c. bestinunet seye. AVERTISSEMENT. Deinnach bey dec Johann Georg Weiki-schen Alumnat, und Sdpendiat - ©tiftuttg in gegenwartigen Jahr bas Stipendium.pt:. i2o.ff. sur ein Magdlein aus des Stifters Freund-schaft auf ein Heyrathgut in Erledigung kommet; Als wird benen gesammten Fohann Georg Weitzischen Befreundten etn solches mit dem Bedeuten kund gemacht, datz diesel-be inner z.Monaten ihre mit denen authen-tischen Legitimationen infiruirte Bittschriften zuHanden des Hrn. Anton Edlen v. Luidl, I. £>. Regie rungs rath, und Kanzler, dann des i4° des Hrn. Franz Georg Beeuning I. O. 9te* gierungsrath, und landesfurstl. Hofkammer-Procurat. als dec Johann Georg Weisttschen Alumnat- und Stipendiat -StiftUNgeN motit neten Infpečtorn einsenden sollen, widrigens-man nach Verlauf dieser Zeit mit dec Ver^ leihnng ohne weitern zu wacten furgeheir wurde. Laybach den 21. Febr. i?7S» AVERTISSEMENT. Demnach das geweste, nun zu einee Brandstadt geivocdene Exjefuiten- Collegium! in den ganzen Bezick obecdenten Coliegii nach dem Schatz-Libell von dec Kicche St. Jakob bis an das ducch den Abbe Gcubec aufgefuhr-te ®ebau, same den Grundgarten, und dec Ringinauec von Seiten dec Rosengasse mit allec Zugehor, wie all- und jedes dec Zeit als eine Brandstadt angesehen wird, den 19. -20. und 21. kommenden Monats April in diesen kais. ton. Kraisamt dem Meistbietem den hindann gegeben werden wird. Als wird - , ein on solches denen gesamrnten Liebhabemmit dem Beysatzkund, und zu mtfieri gemacht. Vast denenselben i>ev diessallige Auschlag all» hiei: in diesec kais. fun. Keaisamts * Kanzley Mf jeweiliges Ansucheu zur Einsicht vvrge-legtwerdenwicd. Laybach den 2iFebr. 1775. AVERT1SSEMENT. Die dem allhiesigerr Seminario angehKtt-ge Gult, saint den Zehend zu Poschemg in Zirktachev- Pfarr, wtrd in dem oberkraineri-schen Kraisamt den 3. 4. und s. nachstkom-menden Monats Apckl an dem Meistbieten< den hindann gegeben werden. Marktpreift. Mittwoch den 22ten ^otnung 177s. Ein Memick/ vder 1 halben Metzen Weizen - p Tw. k 12s k 127 k 129 Schorsitzen - - - - k 99 k 102 k 123 Rvcken - - p - - k 85 k 89 k 92 Hirsch * 9 - p "9 - k 68 k 72 k 74 ©el* Gersten - - p - - WeiHgemi'schet p * - k - - k - - k Schwa rzgemischet p - t t 6$ t 71 t 72 Harden - - p - - k 6> k 68 k 70 Haber ein Star p < > f170 £ 177$ 131 I Gamftag den 2;ten ^ornung. Em Mernrck, »dec 1 halben.Metzen Warzen - p Tw. k 124 k 126 k izo Schorsitzen * p * > $98 k 102 $ 105 Nocken * - p - - k 8s k 91 k 97 Hrrsch - - p - - k 63 k 72 k 74 Gecsten * - p - -$--$>-$--Weistgenrr'schet p - -$--$--$--Schivarzgemischet p - - k 68 k 70 k 72 Harden - - p » « k 64 k 66 k 68 -Haberein Star p * « f 177 k i8zk 190 NB. Jin Siebenten Stucke 98- Seite / iote Zerle anstatt kennet ist zu lesen keimet. verzeichnist der hier in K-aybach in, und vor der Gtadt Verstorbenen. Den 2Ztcn forming in der Stcrdt. Dem KafpacPol;, em Kammerdiener, seine Tochter Katharina, in dee Fran.ilscanec» gasse tit Thomannischen Hause N. 216. alt z. Jahr. vor der St Wittib, auf der St. Petersvorstadt in Gutunkarischen Hanse N- 78-alt 70. Jahr- Den 24ten und 2>ten ^vrnung. Niemand. Den 26tcn in der Stadt. NieMand. vor der Stadt. Dem Urban Urschitsch, Taglohner, seine Tochter Maria, inTyrnau in Thurnischen Hause N. 4. alt 2. ein Halb Jahr- Drn mm <.'■: x Den zjten in der Stadt. Der Maria Anna Schlebnikin, burgers. Rie-mersrvittib, ihr Sohn Joseph, veydenen PP. Franziscanern auf dem Stadtthoe N. 220. alr z. Jahr. Dem Anton Blaschiti'ch, Anstreicher, seine Lochrer Rosalia, aufdemKastell bey-ek Schlopuhr N- z z. alt >viertel Iahr. Denr VcatthLus Marinovih, burgl. Schnur-macher, seine Tochter Katharina, ut der Spita lgasse in Tscherneischen Hause N- 266. alt 10. Monat. Dem Hrn. Bernhard Relinouitsch, Officiant, seine Tochter Antonia, am Platz in Lhri-stanischen Hause N. 274. alt 2. Iahr. Pot der Gtadt. Helena Bloserin, eines Taglohners Weib> in Gradischa in Skarjanzischen Hause N. 48-alt 50. Jahr. Ursula Petschnikerin, eines Holzfuhrmanns Weib, in dec Kothgasse in Rotterischen Hause N-128. alt 45. Jahr. Johann Jeunikar, Kausmannsbedienter,auf der untern Pollana in seines Vaten: Hause 9t.su alt 2i. Jahr.