P&Knic» * gutOTlnl.) Deutsche Zeitung — Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — ~ »chriftwwlng »«» v«rwaU»«g: Preienlova aliea 5, Telephon 5h.21 (Inierurban) 1 »«30g«preise für da» Inland : vierteljährig 40 Tin, haldjährig 80 Tin, ganz-■»fSndtganfltn werden I, der Verwaltung z» billigsten »edühren entgegengenommen s jährig l«0 Din. Für da» Ausland entsprechende «Erhöhung. Einzelnummer Din 1.50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag [ Selje, Sonntag, den 3. August IS3V ] 55. Jahrgang Nummer 62 Krise der deutschen Rapallo-Politik Das Schwergewicht der russischen Politik liegt jetzt und aus längere Zeit noch im inneren Aufbau des sozialistischen Systems. Der Gedanke einer Weitertreibung der Weltrevolution ist hinter das Bestreben zurückgetreten, das große Experiment im Innern vor Erschütterungen und Eingriffen von außen her zu sichern. Litwinow hat die Außen-Politik der Sowjet-Union dahingehend charakterisiert, daß Rußland mit einer Anzahl von Staaten, die besonders schwer unter dem Druck der gegenwärtigen politischen Ordnung leiden, eine gewisse Interessen« gemeinschast politischer Natur besitze, daß darüber hinaus Rußland aber seine wirtschaftlichen Be-Ziehungen auch mit anderen Staaten, das heißt mit Staaten der Siegergruppe, ausgestalten müsse. Der neue russische Außenkommissär hat mit diesen Worten keinen neuen Kurs angekündigt. Tat-sächlich leitet er ja auch bereits seit längerer Zeit das russische Außenkommissariat an Stelle des er-krankten und durch seine England-Gegnerschaft be-lasteten Tschitscherin. Diese Pflege der Wirtschafts-beziehungen mit den Ententeländern hat in Deutschland eine starke Enttäuschung über die Ergebnisse der mit Rußland getroffenen Vereinbarungen aus-gelöst. In der deutschen Industrie hat sich auf Grund zahlreicher Einzelerfahrungen das Gefühl herausgebildet, als ob Rußland in jeder Beziehung bei seinen Aufträgen den englischen und amerikani-schen Markt gegenüber Deutschland bevorzuge. Ruß-land will durch Vergebung möglichst vieler Auf« träge in den angelsächsischen Ländern das Gefühl erwecken, als sei bei einer vertraglich legitimierten Festlegung der Handelsbeziehungen auf dem russi-schen Markte ein gutes Geschäft möglich. Man geht in deutschen Wirtschaftskreisen, die Erfahrungen hinter sich haben, sogar so weit, daß man einen vertrag?- Ein Soldatengrab Geschichte um eine Schmiede Heimaierzählung von Anna Wambrechtsamer IV. Der darauffolgende Tag war ein Sonntag. Auf dem weißbeschneite'n Marktplatze standen zwischen den zusammengekehrten großen Schneehaufen die Kirchenbesucher im blassen Scheine der Winter-sonne, nach Alter und Geschlecht in zwanglose Gruppen gesondert, beisammen. Die Männer hielten sich in der Nähe des Rathauses auf, von dessen hölzernem Gange heute der Marktknecht an Stelle des Richtersohnes die neuesten herrschaftlichen Ge-fälle und Verlautbarungen verkündete. Der junge Ignaz Sluga hatte heute für diese Verrichtung keine Zeit. Er war gleich nach der Messe an der Seite seines Vaters zum Schloß hinaufgewandert und stand jetzt, während der Marktrichter in wohlgesetzten Worten beim Herrn Amtmann seine Werbung anbrachte, in der' gut-durchwärmten, geräumigen Stube ein wenig abseits. Wieder hielt er den breitrandigen, diesmal glänzenden Sonntagshut aus feinem Filz in der Linken, doch stand er nicht breitspurig da wie damals und in seinem Antliß war nicht hochmütiger Trotz, sondern eine stille glückliche Erwartung ausgeprägt. I losen Zustand mit Rußland geschäftlich für nützlicher er-klärt. Politisch herrscht in Deutschland außerdem das Empfinden, daß die von Tschitscherin wieder betonten „freundschaftlichen Beziehungen" zu Deutschland prak-tisch in den großen Fragen der Solidarität gegenüber den westlichen Siegermächten allzu wenig fruchtbar gewesen wären. Es hat sich eine ..Rapallo-Krise" entwickelt und die Schlichtungskommission, die in Moskau eine Bereinigung der Mißstimmungen bringen sollte, hat sich über das Ergebnis ihrer Bemühungen sehr lakonisch geäußert. In der „Zeitschrift für Politik" hat nun ein sowjet-ofsiziöser Journalist sich zu dieser „Rapallo-Krise" geäußert, und zwar in einer Weise, die vom Herausgeber der Zeitschrift ausdrücklich als Spiegelung der Auffassungen in führenden außen-politischen Kreisen Rußlands bezeichnet werden. Der russische Journalist beschuldigt vor allem die deutsche Presse, daß sie sich an einer systematischen Antisowjet-Kampagne beteiligt habe. Inhalt dieser antirussischen Angriffe sei „der Vorwurf gegen die Sowjet-Union, daß sie alle göttlichen und mensch-lichen Gesetze mißachte, die das Grundwesen der Kultur und der Zivilisation sind, und die Be-schuldigung, die Sowjet-Union treibe ein doppeltes Spiel. (Hie Sowjet, hie Komintern)." Hier ergibt sich der Zwiespalt, daß es auf die Dauer unmöglich ist, Sympathie für einen in der hohen Politik vielleicht nützlichen Nachbarstaat zu zeigen, der in seiner Praxis alle Anschauungen und Empfindungen der giltigen Sittenordnung nieder-tritt. In Verbindung mit den wirtschaftlichen Enttäuschungen müssen diese gefühlsmäßigen Empfindungen eine allgemeine Atmosphäre der Unzufrieden-heit erzeugen. Das Ausbleiben politischer und wirt-schaftlicher Erwartungen und die stimmungsmäßige Belastung u. a. in der Behandlung der rußland-deutschen Bauern schafft Schwierigkeiten, die nur schwer durch Ausgleichskonferenzen zu beheben sind. Der Amtmann in seinem feierlich zugeknöpften Bratenrock schrie und raisonierie heute nicht, sondern machte eine gar wohlwollende und schier ein wenig rührselige Miene, als er seine Nichte hereinrief. Die ward gewaltig rot und schlug die Augen nieder, was sie >onst nicht just zu tun pflegte, wenn der Jgnaz da war. Aber heute tat sies wohl ob des Ernstes der Stunde. „Willst du den Sohn von unserem biederen Richter da zu deinem Eheherrn haben? Er hat um dich gefragt," hub Johann Michael Rieger nicht ohne väterliche Würde an. Da schlug die junge Agnes die Augen schel-misch auf, machte vor ihrem Oheim einen zierlichen Knir und sagte frisch wie ein Junge: „Ja, Herr Onkel, mit Verlaub, den Ignaz mag ich schon." Diese Antwort gefiel dem Marktrichter der-maßen wohl, daß er der künftigen Schwiegertochter wohlwollend schmunzelnd die Hand entgegenstreckte und meinte: „Solch eine forsche Jungfer ist schon die Rechte für eine ordentliche Hausmutter und Ratsmännin." Ignaz aber zog seine Braut an sich und küßte sie herzhaft auf die frischen roten Lippen. „Nachdem also die Parteien völlig einig sind," nahm Rieger wieder das Wort, „so können wir den Heiratskontrakt zusammenstellen." Politische Rundschau Inland Epilog zur Affäre Hilde Isolde Reiter Die Agentur „Avala" berichtet: Anläßlich der tendenziösen Schreibweise eines Teiles der aus-ländischen Presse in Verbindung mit der Verhaftung von Frl. Isolde Reiter, Journalistin in Vel. Bec-leres, sind wir bevollmächtigt zu melden, daß über diesen Fall eine Untersuchung durchgeführt wurde, bei welcher die unrichtige Behandlung der Genannten von Seite des Organes der Gemeindepolizei fest-gestellt wurde. Das verantwortliche Organ ist mit der Entfernung aus dem Dienst bestraft worden. Die Vertreter des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes beim Banus des Donaubanats Wir entnehmen dem Ljubljanaer „Slovenec" nachfolgende Bevgrader Meldung: Die Vertreter des Kulturbundes Dr. St. Kraft. Dr. Moser und Dr. Graßl besuchten gestern <28. Juli) den Banus des Donaubanats. Vorerst dankten sie ihm für die wiederholten freundschaftlichen Erklärungen über das loyale Verhalten der deutschen Minderheit in Jugo-flawien. Bei dieser Gelegenheit erwähnten die Ver-treter des deutschen Kulturbundes auch die Frage der Bestätigung der Statuten des Kulturbundes und unterbreiteten die Wünsche der deutschen Minderheit in Jugoslawien. Der Banus des Donau-banats Herr Radoslav Dunjic erklärte, daß die Statuten des Kulturbundes sofort genehmigt werden, sobald einige Punkte abgeändert sind. Die Schul-frage sei in der Hauptsache schon mittelst Gesetzes geregelt, sonst aber halte sich Jugostawien immer an jene Verordnungen der internationalen Verträge, die unser Staat unterschrieben habe. Im allgemeinen gehe unser Staat in dieser Hinsicht bekanntlich auf das liberalste vor. Besonders bezüglich der deutschen Minderheit geschehe alles, daß ihre Lage erleichtert werde. Und er schlug das mächtige Privaturkunden-Protokoll auf und begann gemeinsam mit dem Bräutigamsvater die Punktationen des Ehevertrages zwischen dem „wohlgesinnten Ignaz Sluga, ledigem Marktrichterssohne allda, und der ehr- und tugend-samen Agnes, desgleichen ledigen Standes", auf-zusetzen. Die Brautleute saßen auf der breiten Fenster-dank und flüsterten und kicherten miteinander. Es war ihnen genug, daß sie zusammengehörten, was drum und dran war, ließen sie die Alten regeln. — Bald nach dein Mittagessen jagte der leichte Schlitten des Maritrichters auf die Strafe hinaus. Ignaz allein saß darin und schnalzte lustig mit der Peitsche, daß von den verschneiten Bäumen am Wegrand der Schnee herunterstäubte. Er fuhr ins Psarrdorf hinüber, um das Auf-gebot }u bestellen. Denn in vier Wochen sollte die Hochzeit sein. * An diesem vierten Sonntag aber, als die Hoch-zeitsböller zu Ehren des Marktrichterssohnes und seines jungen Weibes krachten und die mächtigen Weinkrüge an der Hochzeitstafel im Slugahause eben recht ins Kreisen gekommen waren, kam ein fremder Bote herein und überreichte dem Schloß-Herrn, welcher sich auch als Ehrengast eingesunden hatte, ein versiegeltes Schreiben. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 62 Der Banus des Donaubanats über die deutsche Minderheit Der Banus des Donaubanats Dunste hielt am 25. Juli in Vel. Beckerel eine Rede über seine Stellung zu den nationalen Minderheiten, den Deutschen und Ungarn, die bekanntlich in besonders großer Zahl im Donaubanat wohnen. Er erklärte, er sei immer deutschfreundlich gesinnt gewesen und er wolle dem deutschen Aolk nicht nur ein Freund, iandern ein Bruder sein. Es dürfe kein Minder-»eitsvolk und kein Mehrheitsooli geben, andern alle Staatsbürger müßten gleich sein. Regelung der Teuerungszulagen für die Geistlichkeit Die „Sluzbene Nooine" veröffentlichten die Aenderungen und Ergänzungen der Verordnung über die Teuerungszulagen der Geistlichen aller anerkannten Konfessionen. Ausland Die Farce der Entwaffnung Der französische General Dendignes, der unter König Georg l. Instruktor der griechischen Armee war und als Politiker großes Ansehen genießt, hat unter dem Titel „Die Farce der Abrüstung" in Paris ein Buch erscheinen lassen, in dem er sich in aufsehenerregender Weise über die Auswirkungen des Weltkrieges äußert. Dendignes sagt, die Ver-kündeten hätten den Weltkrieg geführt, um dem Kriege überhaupt ein Ende zu machen. Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Bulgarien und Türkei hätten in diesem 21 Millionen Menschen mobilisiert, die Ver> kündeten aber 47 Millionen. Das wirkliche Ende sei gewesen, daß das Volksvermögen und der Reichtum Europas zerstört worden sei und 14 bis 15 Millionen Menschen auf den Schlachtfeldern oder in den Spitälern den Tod gefunden hätten. An den Kriegsfolgen seien weitere 50 Millionen Menschen zugrundegegangen. Die Pazifizierung habe aber noch immer nicht begonnen und entsetzt müsse man fragen, wohin denn Europa eigentlich steuere. Die Antwort sei. daß Europa Selbstmord begehe, wenn es nicht bald »einen Weg ändere. Der alte Erdteil steuere demselben Abgrund zu wie seinerzeit das alte Griechenland nach dem Peloponnesischen Kriege. Als Sparta, Athen und Theben im mörderischen Ringen lagen, wurde das erschöpfte Hellas zur Beute Roms. Die römische Hegemonie von damals werde heute die angelsächsische Herrschaft, besser gesagt, die amerikaniscke Knechlichaft heißen. Wie Griechenland damals, so habe das Europa von heute die ganze Welt mit Kulturgütern gesegnet. In einem Jahrhundert habe die europäische Emi-gration nach den transozeanischen Staaten "30 Millionen Menschen betragen und das alte Europa habe ein neues weißes Europa von Kanada bis Argentinien und Australien von 160 Millionen Menschen geschaffen. Trotzdem habe Europa Zeit gefunden, blutige Kriege zu führen und sich auf den legten Weltkrieg vorzubereiten. Jetzt sei es daran, sich wie das alte Hellas selbst zu zerfleischen. Die Kaum hatte es Franz Anton erbrochen und die ersten Zellen überflogen, so entfärbte er sich, sprang auf und ging eilig aus der großen Stube, um draußen im Vorhause die aufwartenden Knechte und Mägde nach dem Boten zu fragen. Aber der war gleich nach der Bestellung des Briefes fort--gegangen und niemand hatte darauf geachtet, wohin er seinen Weg genommen hatte. Eme knappe Viertelstunde später war der SchloKherr daheim in der geräumigen Amtsstube. Er saß auf dem Sessel, den sonst der Amtmann innehatte und in dem bronzenen Armleuchter auf dem Tische vor ihm brannten rußend zwei Kerzen. Zu dieser Stunde war Franz Anton, ausge-nommen die alte halbtaube Schweinemagd, die dösend in der Küche hockte, der einzige Mensch im Schloß. Seine Gattin, der Amtmann, der Forst-meister, der Büttel, Jäger und Knechte samt der Köchin und den Mägden waren unten im Markt bei der Hochzeit des Ignaz Sluga und alle freuten sich an diesem Tage. Die Kencn flackerten ein wenig; wohl von dem heftigen Atem des Schloßherrn bewegt, der bei der schwankenden Helle den Brief des vertrie-benen Pfarrprovisors immer wieder las. Wenn dieser jetzt in die Seele Franz Antons hätte schauen können, so wäre er mit dem Erfolg seiner Rache zufrieden gewesen. Denn hatte dieser einst um seiner scheinheilige Entwaffnung, von der man jetzt überall ipreche, werde Europa keinen Frieden bringen, im Gegenteil, man ist daran, den furchtbarsten aller Kriege, den chemischen Krieg und den Krieg mit Bazillen, vorzubereiten. Rettung könne nur das Er-wachen des europäischen Gewissens bringen. Die rote Gefahr in China Die eine halbe Million Einwohner zählende chinesische Stadt Tschang Tscha ist am 20. Juli von den chinesischen Sowjettruppen eingenommen worden, welche die Stadt einäscherten und unerhörte Greueltaten verübten. Die Haupttriebfeder der ägyptischen Unruhen Die gegenwärtigen politischen Unruhen in Aegypten dürften vielleicht eine sensationelle Wen-dung nehmen. Wie der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Telegraph" meldet, ist der gewesene Khedioe Abbas II. Hilmi mit allen Mitteln daran tätig, wieder seinen angestammten Herschersitz einzunehmen. Abbas Hilmi. der bekanntlich bei Ausbruch des Weltkrieges wegen seiner Englandfeindschaft ab-danken mußte, arbettet daran, mit Hilfe der Wafd-partei den König Fuad zur Abdankung zu zwingen. Die Führer der Wafdpartei haben sich für Abbas Hilmi erklärt. Dieser sandte bereits seine Leute nach London, um die dortigen maßgebenden Kreise für sich zu gewinnen, und'man behauptet sogar schon, daß einige führende Persönlichkeiten der Arbeiter-partei ihm ihre Unterstützung bereits zugesagt hätten. Habsburg-Propaganda in der Tschechoslowakei In der letzten Zeit hat eine „Liga des Gebetes" in der ganzen Tschechoslowakei starke Verbreitung gefunden. Den Behörden schien diese Bewegung von allem Anfang an verdächtig und nunmehr wurde zweifellos festgestellt, daß es sich um eine maskierte Habsburg-Propaganda handelt. In Znojmo wurden in diesem Zusammenhange die Führer der Bewegung verhastet, die sich deshalb schon in den nächsten Tagen vor Gericht zu verantworten haben werden. Die erhobene Anklage lautet auf Beleidigung der Republik und des Präsidenten Masaryk. Aus Stadt und Land Bei der Gottscheer K00»Jahrfeier, deren Haupttag der heutige Sonnlag ist, nimmt als Ver-treter des hohen Protektors S. kgl. Hoheit Prinz Andreas der Kommandant des 0. J.-R. Herr Oberst Radovan Jovanovic teil. Außerdem sind der Herr Minister Dr. Korosec. der amerikanische Gesandte Prince, der deutsche Gesandte v. Hassell. der öfter-reichische Gesandte Plönnies, sowie mehrere deutsche und österreichische Konsuln anwesend. Der Präsident der europäischen Minderheitenkongresse Dr. Wilfan ist in Begleitung des Generalsekretärs Dr. Amende bereits am Freitag nach Kocevje abgereist. Aus Dänemark kam in Vertretung der nationalen Minderheiten Dr. Eallesen. Auch die Presse ist zahl- Nachtigallen willen ihn um seine freilich nicht all-zufette Pfründe gebracht, so hatte er ihm jetzt eine kaum vernarbte geheime Wunde wieder aufgerissen und sein inneres Gleichgewicht nach dieser Richtung hin für alle Zukunft erschüttert. Franz Anton erin-nerte sich an den Spruch: „Wen ein Pfaff beißt, der wird nimmer gesund." Das Schreiben war in allen Formen der Höflichkeit und fast unterwürfig gehalten. Ader der Inhalt setzte dem Schloßherrn einen bösen Stachel in die Seele. Da stand mitten in dem Brief ge-schrieben: „Wollet Euch also, Edler Herr Reichs-ritt«, ob des Schicksales Eurer Tochter getrösten. Dieselbe wachset und gedeihet recht wacker und könnet Ihr sie dereinst als das Weib eines von Dero Wohledlen Zinsbauern auf Euren Herrschaft?-feldern die Robott leisten sehen, als wie dieses solcher-gestalt derartigen Subjekten zusteht."-- Bei Tagesgrauen, als der schlaftrunkene Tor-wart dem heimkehrenden Amtmann das schwere Schloßtor öffnete und das Kreischen der Angeln und das Klirren der Sperrkette durch den langen Gang herausscholl, verlöschte Franz Anton die heruntergebrannten Kerzen und ging yinüber nach seinem Schlasgemach. Als einige Stunden später Johann Michael Rieger, unausgeschlafen und grämlich in den hellen Wintermorgen hinausblinzelnd, an seinen Schreib- reich vertreten. Außer den heimischen Pressevertretern sind Spezialberichterftatter von 12 reichsdeutschen Blättern (Neue Freie Presse, Wiener Journal, Tatrapresse, Berliner Lokalanzeiger, Münchner Neu-estk Nachrichten, Berliner Börsenzeitung usw.). Der Festzug wird von der Berliner Ufa aefilmt. Teilnahme der Männergesangvereine von Maribor, Eelje und Ptuj an der Gottscheer «W-Jahrfeier. Am 2. August früh sind die Männergesangvereine von Maribor, Celje und Ptuj mit insgesamt 120 Sängern nach Koceoje abgereist, um an der historischen 600-Jahrfeier des Gottscheerländchens teilzunehmen. Die drei Männer-gesangvereine werden außer Einzelchören auch einige Massenchöre zum Vortrag bringen. Als erster Massenchor wird „Wie's daheim war" von Gustav Wohlgemuth (Dirigent: Erster Chormeister des Männergesangvereines in Ptuj Herr Dr.Toni Kreinz», als zweiter „Gothentreue" von Hans Wagner, Gedicht von Felii Dahn (Dirigent: Erster Chor-meister des Männergesangvereines in Celje Herr Dr. Fritz Zangger) und als dritter Massenchor „St. Michel" von Lafite, Tut von Ottokar Kernstock unter Mitwirkung des Gottscheer Männergesang-vereine? gesungen werden (Dirigent: Erster Chor-meister des Männergejanqvereines in Maribor Herr Professor Hermann Frisch». Sonntag Vor-mittag werden die genannten Vereine beim Sänger-ftühschoppen noch ihre fröhlichen Weisen erklingen lassen, worauf in den Nachmittagstunden die Hetnt-reise angetreten werden wird. Der neue Bischof von Ljubljana. Der Ljubljaner „Slovenec" berichtet am 29. August aus Beograd: Heute hat die apostolische Nunziatur Sr. Eminenz dem Erzbischof Dr. A. B. Jeglic die päpstliche Bulle übersandt, mit welcher er zum Titular-erzbischof ernannt und seine Demission als Ordinarius von Ljubljana genehmigt wird. Ebenso wurde dem bisherigen Hilfsbischof Dr. Gregor Rozman die Bulle über seine Ernennung zum Ljubljanaer Ordinarius übermittelt. Erzbischof Dr. Anton Bona-Ventura Jeglic zelebrierte am Freitag, dem t. August, um 9 Uhr vormittags eine stille Messe in der Dom-kirche. Nach der Niesse verabschiedete er sich von der Ljubljanaer Geistlichkeit. Mit dem Mittagsschnellzug fuhr der in den Ruhestand getretene Kirchenfürst nach Eelje, wo er einige Tage im Kloster der Laza-risten weilen wird. Von hier wird er nach Gornji grad reisen, das er sich zu seiner Ruheresidenz aus-gewählt hat. Bezüglich der Jagd- und Forstaus-ftellung in Ljubljana teilt die Ortsgruppe Maribor des Slowenischen Jagdvereineis folgendes mit: In der Zeit vom t. bis 15. September d. I. findet in Ljubljana eine große Jagd- und Fachausstellung statt. Es werden alle Jäger ersucht, sich möglichst zahlreich daran zu beteiligen. Da die Zeit schon sehr vorgeschritten ist, hat sich hier im Kreise Maribor ein engerer Ausschuß im Rahmen des „Slovensko lovsko drustvo" konstituiert, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, hierorts möglichst viel Gegenstände für die Ausstellung zu sammeln. Es sollen dies Trophäen, Jagdwaffen, Bilder, Aus-rüstungsgegenstände usw. sein. Die Jagdausstellung in Ljubljana wird die größte dieser Art in Jugo- tisch trat, fand er dort ein Pergament, von des Schloßherrn eigener Hand geschrieben, gefertigt und gesiegelt. Der Amtmann las es voll Echaunen zweimal kopfschüttelnd durch und rief dann hinunter in die Torwartstube nach dem Marktknecht. Als dieser in seinen schweren Stiefeln herein-getrabt kam, übergab ihm der Amtmann das neue Patent des Schloßherrn mit den Worten: „Ist dem Marktrichter und allen Richtern in den Dörfern zur Darnachachtung augenblicks kundzutun, daß auf Befehl unseres gnädigen Herrn Reichsritters im hiesigen Herrschciftsbezirke niemalen ein Bursch eine Dirn von unehlicher Geburt zum Altare führen darf. - Richt' Er die Sache ordentlich aus und besaus' Er sich nicht, eh' das Patent seine Runde gemacht hat!" — — Darauf tat der Marktknecht, wie ihm geheißen. Ha «lein er trinken, hebst gesund und jung bleiben. Snmmtt 62 Deutsche Zeitung Seil» 3 ilawien sein und hat S. M der König sein p«r> sönliches Erscheinen zugejagt. Es ist ehrend für uns, zu zeigen, daß wir in unserem Kreise Iagdkophäen haben, um die uns mancher Nimrod wird beneiden können. Da es Jäger gibt, deren Trophäen noch nicht bekannt sind, ersucht der Verein auf diesem Wege, daß alle mithelfen mögen, um verborgene schätze an Trophäen ans Tageslicht zu bringen. Der Verein Slov. lovsko drustvo ersucht, ehebaldigst die Anmeldungen der Gegenstände einzusenden. Nach Erhalt der Anmeldung wird der engere Ausschuß die Gegenstände besichtigen, gegen Ga-rnntie und sofortige Versicherung übernehmen und veranlassen, daß alle» ordnungsgemäß rückerstattet wird. Die Kosten des Transportes ab Maribor bezw. Ptuj, Celje, Slovenjgradec, trägt der Verein. Da die Gegenstände schon am 15. August d. I. in Ljubljana sein sollen, wo die Prämierung der Trochäen stattfindet, wird höflichst ersucht, die Gegen-tände ehebaldigst anzumelden, die man auszu-teilen beabsichtigt. Anmeldungen werden entgegen-genommen von Herrn Franjo Kvschier, Maribor, Oblastna hranilnica, Tel. 2281, und Herrn Hubert Luckmann, Maribor Korosia cejta 2, Tel. 2335. Das Bild der Zerstörung, das vom Erdbeben in Süditalien zurückgeblieben ist, wird durch weitere Nachrichten immer gräßlicher. Die Stadt Melsi bietet ein Bild wie nach einer furchtbaren Beschießung. Viele Personen fanden den Tod im Schlafe, andere wurden während der Flucht auf der Strage von den stürzenden Mauern erschlagen. Die Stadt Villanouva ist vollkommen zerstört. Von den 3000 Einwohnern ist die Hälfte tot. Eine Hoch-zeitsgesellschaft von 12 Personen wurde im ein-stürzenden Haus der Braut erschlagen. An den Rettungsarbeiten beteiligen sich Militär. Miliz und Tausende von Freiwilligen. 100 Militärflugzeuge fliegen durch das Gebiet und überführen die Schwer« verwundeten in die Spitäler. In die Unglücksorte rollen ununterbrochen Hilfszüge. König Emanuel ist in das Erdbebengebiet abgereist. Der Negierung find von den anderen europäischen Regierungen herzliche Beileidkundgebungen zugekommen. Das Erdbebengebiet hat eine Ausdehnung von ungefähr 10.000 km- mit einer Bevölkerung von 1 Million Menschen. Fast die gesamten Einwohner dieses Gebiets sind obdachlos geworden. Da alle Wasser-leitungen zerstört wurden, herrscht im Erdbeben-gebiete große Not an Trinkwasser. Infolge der arohen Hitze verwesen auch die zahlreichen Leichen sehr rajch, so daß die Aerzte den Ausbruch von Epidemien befürchten. Aus den Trümmern wurden am Freitag und Samstag 600 Personen noch lebend ausgegraben, die indessen zum Großteil so schwer verwundet sind, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. In Melfi half bei den Rettungsarbeiten auch ein Soldat, der aus diesem Orte zuhaus ist. Mit einigen Kameraden grub er unter den Trümmern seines Hauses und es gelang wirklich, seine Frau noch lebend, aber schwerverwundet zu retten. Auch seine drei Kinder waren noch am Leben und riefen aus den unteren Räumen verzweifelt um Hilfe. Der unglückliche Vater arbeitete nun in seiner Ungeduld, die Kinder zu retten, mit so unvorsichtiger Eile, das; eine stürzende Mauer ihn und die Kleinen erschlug. In einem anderen Hause grub man, gerade als der König ankam, 30 Leichen aus dem Trümmer-hausen aus. Mitten unter ihnen fand man ein vier-jähriges Mädchen unbeschädigt, das über Hunger klagte. Der Monarch hob gerührt das mit Blut überströmte Kind auf seine Arme und küßte es. Da es eine Weise geworden war, befahl er die Kleine nach Rom zu bringen, wo der König für seine weitere Erziehung sorgen wird. Erbebenstöße wurden dieser Tage auch in Duisburg in Deutschland und in Bulgarien gespürt. Am Kaspischen Aleer waren sie. wie aus Moskau gemeldet wird, am Sonntag so heftig, dasz ganze Gegenden verwüstet wurden. Die Städte Aleiandrowsk und Gurjew liegen in Trümmer. Angeblich verlangte die Kata-strophe zahlreiche Todesopfer. Staatshilfe für das italienische Erd-debengebiet. Der italienische Ministerrat hat am 29. Juli beschlossen, als erste Rate für den Aufbau der zerstörten Ortschaften, der so rasch als möglich erfolgen soll, 100 Millionen Lire auszuwerfen. Diese forcierte Bautätigkeit wird nicht ohne Rückwirkung auch auf den jugoslawischen Holzhandel bleiben. Die Serie der Katastrophen. Es gibt Zeiten, in denen die Katastrophen aufeinanderfolgen, als ob irgendein unheimliches Gesetz dies bestimmen würde. Eine solche Zeit scheint die gegenwärtige zu zu sein, denn kaum katte sich die Welt von ihren, Entsetzen über die Bergwerkskatastrophen in Schle- Eli DA ... 1chtvimmen-derwahre trauensport Kaum eine andere Leibesübung gibt den Frauen so vollendete Schönheil wie das Schwimmen. Gute Schwimmerinnen haben immer eine schöne Gestalt und — wenn sie vorsichtig sind, eine wundervolle Haut. Die meisten müssen jedoch vorsichtig sein, um Schädigungen des Teints durch Sonne und Wasser vorzubeugen. Die Vereinigung der beiden Elida Cremes ist das ideale Mittel, um die Haut zart und fein zu erhalten. Vor dem Bade Im Freien und am Abend vor dem Schlafengehen, Elida Nacfit» creme. Sie gibt der Haut das entzogene Fett wieder. Nach dem Bade und zu Jeder Stunde des Tages bei Sonne und scharfem Wind, Elida Jede Stunde Creme. Sie schsltzt Ihre Haut, gibt ihr die vielbegehrte matte, alabastergleiche Tönung, CREM ES sien erholt, als der Brückeneinsturz am Rhein, die Erdbebenkatastrophe in Italien, Zyllone und Ueber-schwemmungen kamen. Jetzt hört man aus Indien, daß dort 100 Dörfer überschwemmt wurden, wobei mehrere Tausend Menschen ihr Leben verloren. Zyklon über Bela krajina. Ueber Bela krajina wütete am 27. Juli ein furchtbarer Zyklon. Schon am Nachmittag war ein Unwetter niedergegangen, doch hatte sich dieses gegen Abend vollständig gelegt. Gegen 9 Uhr abends trat plötzlich ein orkan-artiger Sturm auf, der Bäume entwurzelte, Tele-graphenftangen niederlegte, die Dächer von den Häusern abtrug, Passanten auf der Straße zu Boden warf und Wagen.umstürzte. Am ärgsten verwüstet wurde das Dorf Zezelj, wo sich eine bekannte ro-manische Kirche befindet. Der Sturm trug das Dach des Glockenturms hoch in die Lüfte. Es stürzte auf das Kirchendach und richtete großen Schaden an. Die während des Orkans in der Kirche verjam-melten Wallfahrer blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Das englische Luftschiff „M 100", das bekanntlich schon seit langem fertiggebaut ist, wird nun endlich doch zeigen, was es kann. „R 100" ist am 29. Juli um 3 Uhr 45 Min. früh zum Flug über den Atlantischen Ozean nach Kanada gestartet. An Bord befinden sich 6 Offiziere, 34 Mann und 7 Reisende. Das englische Luftschiff ist um 35.000 ms größer als der Graf Zeppelin; es mißt in der Länge 216 Meter, in der Höhe 39.5 m; getrieben wird es von 6 Motoren von je 700 HF; die Ma-zimalgeschwindigkeit beträgt 120 km in der Stunde. Am 30. Juli um 8 Uhr 15 Min. früh wurde das „R 100" vom Dampfer „Ausonia" aus 1500 Kilo-meter von der irischen Küste entfernt gesichtet. In der Hauptstadt Kanadas, in Montreal, werden große Vorbereitungen für den Empfang des Lustriesen getroffen. Aus 1000 Metern abgestürzt und am Leben geblieben. Der norwegische Flieger-Leutnant Baglo wurde am Freitag wie durch ein Wunder vom sicheren Tod gerettet. Er befand sich in etwa tausend Meter Höhe über der Marine- flugstation Horten bei Oslo, als die Maschine plötzlich ins Trudeln kam und mit furchtbarer Geschwindigkeit in die Tiefe stürzte. Kurz vor dem Aufschlagen auf die Wasseroberfläche gelang es dem Flieger, aus der Maschine herauszuspringen. Während die Maschine völlig zersplittert wurde, fand man den Fliegerleutnant völlig unversehrt zwischen den Trümmern schwimmend auf. !?ci Gallen- nnd ^eberteiden, Gallensteinen nnft (hctbwchi regelt daö naiürliche „Zraly'Ftttes-.Blttenvaiser die Verdauung in geradezu vollkommener Wnse. Klinisch» Erfahrungen bestätigen. twfe eine dnusluix Trinkkur out IZranz-^osef Wasser desnnders nnrt'arn ist. wenn eS. mir etwas heißer» iwasier gemisch!, morcien» auf nüchternen Magen genommen wird. Celje Zur Frage des Rettungsautos. Vs» kurzem erschienen in einigen slowenischen Zeitungen Notizen über die Rettungsabteilung der Frw. Feuer-wehr in Celje, welche dem Anschein nach die Anschaffung des Rettungswagens beschleunigen sollten. Diese Auslassungen waren geeignet, die Leitung der Frw. Feuerwehr in ein Licht zu bringen, als ob mit Absicht die Aktion in die Länge gezogen werde. Dem ist jedoch nicht so, sondern wir find auf Grund verläßlicher Informationen in der Lage, im fol-genden die Angelegenheit so darzustellen, wie sie. sich wirklich verhält: Die Sammelaktion begann im Jahre 1928. Der erste Abschluß ergab 30.000 Din. Mit dieser Summe konnte natürlich nichts unter-nommen werden, außerdem waren noch viele Zeich-nungen ausständig. Unterdessen war mit der Stadt-gemeinde wegen Ueberlassung geeigneter Räumlich-leiten verhandelt worden. Es wurde der Neubau in Aussicht gestellt und so bekam die ganze Angelegenheit ein anderes Gericht. Beim zweiten Ab-schluß waren 50.000 Din Bargeld vorhanden. Dieser Kassastand ließ auch noch nicht daran denken, einen neuen Wagen anzuschaffen. Das alte Depot wurde niedergerissen, alle Gerätschaften in einer Enge zusammengepfercht, mehrere außerhalb fcc» Depots untergebracht. Im Neubau wurden die Wünsche der Feuerwehr zum größten Tell berück» Seüe 4 Deutsche Zeitung Nummer 62 tigt; von der Stadtgemeinde wurde die Ver-erung abgegeben, daß nach Fertigstellung des Baues die Mannschciftsräumlichkeiten bedeutend ver-großen sein werden. Auch für den Rettungswagen, dessen Unterbringung im alten Depot unmöglich ge-wesen wäre ist ein Platz vorgesehen worden. Das Ambulanzzimmer ist mit dem Eingang von der Straße aus gedacht, es wird erst frei, bis der Neu-bau vollendet ist. Aus alledem geht hervor, daß vor der Fertigstellung des neuen Depots an eine Eröffnung der Tätigkeit der Rettungsabteilung nicht zu denken ist, da vorher eine Ordnung un-möglich wäre. Während dieser Zeit wird sich der Ausschuß bemühen, die Frage zu lösen, ob ein alter Wagen zu einem Rettungswagen umgebaut werden soll oder ob ein neuer Rettungswagen an- geschafft werden kann. Den Zeitungen ist es gewiß nicht zu verargen, daß sie ohne näheren Einblick für die Anschaffung eines neuen, modernen Rettungs-wagens plädieren. Dies ist leicht gesagt und es wäre auch der selbstverständliche Wunsch der Feuerwehr. Aber diese Frage entscheidet einzig und allein der Kassastand, welcher bis heute auf eine Höhe von 70.000 Din gebracht wurde. Und für diese Summe läßt sich eben kein neuer Rettungswagen kaufen, der unseren Ver-Hältnissen entsprechen würde. Außerdem darf nicht übersehen werden daß von diesem Gelde auch die Einrichtung des Ambulanzzimmers und dergleichen, und zwar zu gleicher Zeit, würde bestritten werden müssen. Sollten sich edle Spender finden, die zu diesem Zweck 50—60.000 Din schenken oder dieses Kapital zinsenftei auf 3 bis 4 Jahre mit Verzicht-leistung auf persönliche Gutstehung leihen, so kann der neue Rettungswagen sofort bestellt werde». Aber auch in diesem Falle könnte mit der Aufftellung der Rettungsabteilung vor Fertigstellung des neuen Depots und der Räumlichkeiten nicht begonnen werden. Bis dahin möge die Bevölkerung ruhig gedulden. Es sind bewährte Männer an der Ar-beit, die wie in vielen anderen Fällen so auch hier ihr Bestes daran setzen, daß unsere Heimatstadt im Rahmen jedweder Möglichkeit in Bezug auf die Rettungsabteilung zufriedengestellt werden wird. Freilich bleibt bei allem besten Willen immer der jeweilige Kassastand der einzig mögliche Maßstab. Es ist eine verantwortungsvolle Sache und kann nicht über das Knie gebrochen werden. Grammophonen Anton Leönik, Celje, Glavni trg 4. ■-1 Bitte der Frw. Feuerwehr in Celje. Die Frw. Feuerwehr in Celje ersucht auf diesem Wege alle ihre Wohltäter, welche Spenden für die Rettungsabtellung gezeichnet haben, die gezeichneten Beträge ehestens einzusenden. Diejenigen, welche für diesen wohltätigen Zweck noch keine Zeichnung geleistet haben, werden gebeten, der Rettungsab-tellung nach Möglichkeit mit einer Geldspende zu gedenken. Sollte sich bis zu einer gewissen Zeit das Vermöaen der Rettungsabteilung gebessert haben, wäre die Anschaffung eines neuen Rettungswagens gesichert. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den S. August, muß der Gottesdienst entfallen, der nächste Gottesdienst findet am 10. August statt. Hopfenbauernverfammlung. Am Sonn- tag, dem 3. August, findet in Zalec um '/, 9 Uhr PRIMA . HOSENTRÄGER PUT AN früh sann im Gasthaus Roblek eine Hopfenbauernver jammlung statt, auf welcher die Löhne für die Hopfenpflücker festgesetzt werden sollen. Die Haltestelle des Autobus Celje-Dobrna befindet sich seit dem 30. Juli vor der Post in Celje. Alle anderen Autobusse aus Celje und Maribor stehen vor dem Magistratsgebäude. Parteienverkehr in den Banken im August. Die hiesigen Banken werden im August für Parteien von 8 bis 12.30 und von 1S.30 bis 16.30 j geöffnet sein. Ämtstag der Handelskammer. Dienstag, den 5. August, von 8 bis 12 Uhr findet im Be-ratungszimmer des Handelsgremiums in Celje in der Razlagova ulica 8 für Celje und Umgebung ein Amtstag der Handels-, Gewerbe- und Industrie-kammer Ljubljana statt. Gesangkonzert im Stadtpart. Der Män-nerchor des Gesangvereines „Svoboda" in Celje unter Leitung des Lehrers Herrn Cyrill Pregelj veranstaltete vergangenen Samstag von 20.15 bis 21'45 Uhr im Stadtpark ein Konzert, welches gut besucht war und wegen der ausgezeichneten Dar-bietungen großen Anklang fand. Ständige Schallplattenkonzerte im Stadtpark. Der Verfchönerungs und Fremden-verkehrsverein in Celje veranstaltet täglich von 11 bis 12 und von 18 bis 19 Uhr im Stadwark Schallplattenkonzerte mit einer ausgezeichneten Ver-stärkeranlage der Firma Jugoflavensko Siemens d. d. in Ljubljana. Sitzung des Umgebungsgemeinderates. Der Gemeinderat der Umgebungsgemeinde Celje hielt am vergangenen Sonntag vormittags eine ordent-liche Sitzung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Herrn Alois Mihelcic ab. Der Bürgermeister be-richtete über die geplante Asphaltierung der Straßen-abschnitte Celje-Cret, Celje-Polule und Celje-Lava. Die Kosten sind auf 1,200.000 Dinar berechnet. Die Banatverwaltung hat einen Antrag gestellt, wonach die Hälfte dieser Summe die Banatver-waltung, je ein Viertel vie Bezirksoerttetung Celje sowie die Stadt- und Umgebungsgemeinde bei-steuern sollten. Auf die Umgebungsgemeinde wird etwas weniger als ein Achtel, auf die Stadtge-ineinde aber etwas mehr entfallen. Die Umgebung?-gemeinde wird diesen Beitrag zahlen, jedoch die Banatverwaltung ersuchen, den Betrag für die Um-gebungsgemeinde zu erlegen. Die Gemeinde würde diese Sumine in Raten abzahlen oder in den Ge-meindeooranschlag für das Jahr 1931 einschalten bezw. eine Anleiye aufnehmen. — Die geplante Vergrößerung des Kindergartens in Gaberje wurde bis zu jenem Zeitpunkt verschoben, an dem man über die Frage des Anschlusses der Umgebungsge-meinde an die Stadtgemeinde genau unterrichtet sein wird. Unterdessen wird die Angelegenheit des Kindergartens studiert werden. — Im Gemeindehause in Gaberje soll eine neue Wohnung, bestehend aus 2 Zimmem und Küche, bereitgestellt werden. Der Baumeister Herr Nerad wird den Plan und und den Kostenvoranschlag zusammenstellen. — Die Bezirkshauptmannschaft hat in einer Zuschrift an die BürgermeisterZdie Bildung von Genieindeklubs oder Gruppen untersagt. Uhren, Goldwaren auf Teilzahlungen ohne Preisaufschlag. Jlger, Maribor, Gosposka ulica Nr. IS. Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus ist der 65-jährige pensionierte Eisenbahner Josef Mars aus St. Vid bei Grobelno gestorben. — In der chi-rurgischen Klinik in Zagreb ist am 29. Juli der kgl. Notar in Celje Herr August Drukar gestorben. Die Leiche des Verstorbenen ist aus Zagreb nach Kranj überführt worden, wo am Donnerstag die Bestattung stattfand. — In Zavodna Nr. 52 ist der pensionierte Aufseher der chemischen Fabrik Franz Hrusovar im Alter von 68 Jahren ge-starben. In Zavodna starb am 25. Juli die Oberoffizialswitwe Frau Karoline Gajsek im Alter von 65 Jahren. — Im Allg. Krankenhaus ist der 49-jähric;e Besitzer Martin Pisek aus Sv. Pongrac bei Grize gestorben. — Auf der Herrschast Puton bei Petrovce starb der 74-jährige Kutscher Martin Meöko. ORIGINAL »RUSO« D AllüR WFXLEN« WASSEKWELLEN ED. PAIDASCH. CELJE, M.GUßCEVA ULICA Polizeinachrichten. Das Fahrrad, welches am 14. d. M. dem Knecht Anton Perc aus einem Hausflur in der Herrengasse gestohlen wurde, fand fliegen sängen AEROXOIM fängt alle fliegen! 'ÜJircl vielfach nachgeahmt! Qaher verfanget ausdrück/ich „ Aeroxon " später ein Knabe in Polule. Die Gendarmerie stellte das Fahrrad dem Eigentümer zurück. — Am 18. Juli mittags entwendete ein unbekannter Täter Herrn Johann Soster in Zavodna vom Bett im Dach-zimmer einen Arbeitskittel im Werte von 150.Din. Dieser Tage wurde einem gewissen Lucion Sustersic aus seinen Kleidern, welche er beim Baden am linken Ufer der Sann auf den grasigen Strand hingelegt hatte, eine silberne Taschenuhr mit goldener Kette gestohlen. — Dem Mechaniker Herrn Rojc stahl ein Dieb vor dem Geschäft Sribar in der Aleksandrova ulica ein Damenrad (Marke „Meteor") mit der Nummer 181.818 oder 188.801. — Im Schuhgeschäft „Humanik" versteckte die Arbeiterin Theresia B. während des Aussuchen» von Schuhen ein Paar Damenschuhe in ihren. Kleide: der Dieb-stahl wurde am Abend festgestellt und die Polizei hatte die Diebin bald ausgeforscht. — Der 24-jährige Befitzerssohn Valentin R. wurde am Mittwoch um 4 Uhr nachmittags von einem Sol-daten, den er ohne Grund anrempelte, auf die Polizei-stube gebracht und angezeigt; der Angreifer wurde über Nacht im Pojizeiarrest behalten. — Am vorigen Donnerstag abends wurde der elcktro-technische Betriebsleiter Herr Anton Wiesler aus Gaberje in der Herrengasse von einem Hunde in das linke Bein unter dem Knie gebissen. Die erste Dr. Premschak. welcher ihn lng gegen die Tollwut in das >ickte. Dem Besitzer des Hundes den Hund tierärztlich wegen zu lassen. — Am Freitag das 21-jährige Dienstmädchen Hilfe bot ihm Herr zum Zweck der Allg. Krankenhaus fi wurde aufgetragen, Tollwut untersuchen vormittags wurde hch | Angela Kampl verhaftet, weil sie sich im Kaufhaus Stermecki unter dem Vorwand, seidene Kopftücher auszusuchen, sich drei davon angeeignet hatte. — Der Zimmermann^ Ivan Bizjak hat auf dem Wege durch den Stadtpark Arbeitsbuch. Taufschein und Sittenzeugnis verloren. — Das dem Mecha niker Herrn Rojc gestohlene Damenrad hat sich später, angelehnt an ein Haus in der Aleksandrova ulica, wiedergefunden. Es ist dies schon der zweite Fall, daß sich ein unbekannter Spitzbub ein Rad „ausborgt" und es nach Gebrauch irgendwo stehen läßt. — Am Montag abends fand die Polizei den Friseurmeister Matija B. um 7 Uhr abends bis zur Bewußtlosigkeit betrunken am Vrazov kg liegen. Da er nicht auf die Beine zu bringen war, mußte er mit einem Handwägelchen in seine Wohnung transponiert werden. Da der Meister gerichtliches Alko olverbot hat, forschte die Polizei nach dem Gast' aus, wo er sich trotz dieses Vert getrunken hatte. Zerbotes so stark an- SportfesttüSXSi 10. August 1930 Stadtkino. Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. August, der neueste Harry Liedtke-Film „Prinz Karneval", herrliches Lustspiel in 6 Akten. In den Hauptrollen die Elite der Ber> liner Schauspieler: Harry Liedtke, Hans Junkermann, Kurt Wespermann etc. Der Film ist neu und nicht zu verwechseln mit dem Film „Zauber des Kar-nevals", der vor Monaten im Stadtkino vorgeführt wurde. flr. 31 ^ 19 3 0 Illustrierte Beilage der Deutsche« Jettuns Organ für die deutsche Minderheit im Oravabanat 3mmct im -^reis auf dem „Teufelsrad Dieler schon halbvergefsene Iporllich« Weltkampf au« Arväterzeiten lebt« in diesen Tagen auf der grohen schlefischen ? Trachtenschau in Schreiberbau wieder auf ernn«k« \ AK ■ l ................................... .................................»................»»«'""W................................ ßinb cnbutg am Jlfjcin Recht» im »rti»: »»» «uch die Jüngsten wollen ihn sehen. f*ul-cn der deutscht n Zurnerkchast erwarten den Reichspräsidenten in Wiesbaden V.V.P^Z- Bild unten: «in freundlicher «u»r«. Hilf J Ter »reile ,>«ldmarschall nimmt lücbeind einen Ztrausi von dem kleinen Sodn bet Mainzer Oberbürgeruieisiers Tr. »ittv <>> entgegen: links danel'eu .lufienniinilier » Cnrtiu» t?«in«»c " WHIWMHUMIHI MIIIUMIIll'. »nd alle. alle kamen! Unliber>et! bar war die Menschenmenge. die Nch in Svener auf dem Marktvlay zu-lammendrSnftte. um den !«ci»» Präsidenten zu begistfcen *. Bild recht«: Knf der Aahrt m-* »der den freie» !»l,ein, Hinden-dur„ a» der Seite de» Mainzer Ober-dlirgermeister« Bild unten: »ine «b-rdnnn« au» dem «»anauer Vand. da» di» vor kurzem in der französischen Ve-kayung de» Brlickeukovse« ltedl auch 1 noch 'reinde Truppen beherbergen § mttlle. empfängt de»R-icksvr«siden,en. I Rechl« die Hanauer Musikkapelle in Z der alten Tracht, weik» RiXke » ß und Pelzmütze «.B.V. I «MW» «.indendnrg begräf.« alte Kameraden a»° den ««er 7<>er »rikgen bei Perlanen de» Lvenerer Toms ?»«»«»»-.............................................................................. illINMIUUiMIMOtUliNlllll IIIIIMIIUIMtMHIMUUtMNMIliaillimi 1 < *f0Sä Wrnf Vurtner. der mitsein» stiieliodii noch inAmerifa liegt, wurde von ?!ew?»orker Pfadfindern an! feinem ScbiR befuetjt Bild recht» <»«m >». »enlftben Vun»e»fch!eken — -in «»In am Nliein. Mnfil voran. so liehen die 2chft»en rin auf dem iWfirliit« JNaitMu». *»!■ Ter t»erlt«fi"l»hofi»rr Wehctmi-nt Pras. -INn* Plant» wurde al» S!.,ch folget Prof. Harn»«» v.ti" Tireftor der »stoer. Wilüelm WcielUtttafl <»r ,>Srderunl> der StKenMM ernannt — Bild link»: Ztt iknUifdieCrt Warft Allertifien in Zchmaden mit feinein imlrtniflfit ?chlon begeht in die'em ,V>hr* den '^cdenftag. an dem ihm vor'-"«fahren d.i»ÄiorItrechI »er liebe» wurde, •fcctilofi ,\Ucrtifien. »nweil der leistenden »Mler gelenen. wird schon im 12. .Xabrdmidett erwähnt «nd tft heute iflentitm de» bäuerisch« Z taate» ■ S<*rr Sl Ho. Rene i»e«e »er ftabnen« leAnlf? «tld odtn: (sin fdjwiitter .«chtz«lin»er>. uile er flrti auf dem Bluinenfor'o in W«teilte . aorcm»mst&l»n vorstellte W«!s.t. M«. Bild recht»: Auch »er Rikfcha«„li erleichtert «ich das ^ede». (fr 'pannt et» Aabrmb vor die Rikscha und „rono-nalifierr so feine eigene Arbeitskraft *. HIMIIIMIIINNIIIIMIIMMIIMMillHMIIIIIMMIMMMMMttMMIIIMIMMIMMWIllMMMMiMlHIIMIIIIHIIIimiinimMIM* lUIMIinillHUUlllWIIIIIIMtlHIMtlHNMMHIMIiaMMIIHIIIIlUilllliaMllimilltlMIIIIMIIIHMIMUMtMIMIIIIINMIIIUMIHMMIIIMIMIIIIHIIHHMHIIIimHIlM im Haushalt MMMMMMMMMVi I Sommerforgen der Hausfrau / 5Äoft-bcMitunfl Tonderbericht für unser« Beilage Mit tkditb Berger £?"\a» Einmachen im Haus« ist nur eine Frage der g«it. die dafür zur Verfügung steht. Der § ^_) geschmacklich und substanziell gröhere Wert d«S eigenbereiteten gegenüber dem fabrik-mäfiig Eingemachten ist unbestreitbar und wird von jeder Hausfrau unumwunden anerkannt. Ganz besonders gilt die« für die Verwertung der Früchte, deren Aroma, natürlicher Geschmack und deren Farbe ganz anders erhalten bleiben, wenn da» Obst sachgeniäh im Haufe eingekocht wird. Während man früher die Früchte mit dem notwendigen Zucker über dem Feuer zum Kochen = brachte, sie danach auf ein saubere«. gebrühtes Leinenluch. daS man zwischen die vier Beine eine« umgekehrten Stuhles band, gab und den Satt über Wacht in «in« daruntergestellte Porzellan-fchale oder einen Steinlvpf tropfen lieb, gewinnt man heute denFruchtfaft durch Dämpfen. Hierfür gibt e« wieder v«rfchied«ne Methoden. Man verwendet hierfür entweder eigens dazu konstruierte Dämpsapparat«. bestehend aus zwei ineinander paffenden Töpfen.die gleich mit Sieb und Abfluh-tülle ausgestattet sind und au« denen man den fertigen Satt fofvrt in die Flaschen füllt. Ist die Anfchaffung eine» folchen Apparate» zu kostfpi«lig. fo hilft man sich mit zw«i g«wöhnlichen Koch-topfen, die man übereinander stellt, und läht den Sast durch daS oben erwähnt« V«in«ntuch tropfen, gu diefem gw«ck wird der unt«r« Topf mit Wasser gelullt, die Früchte in dem darüber. stehenden lagenweiS illllWIIIHKIIIH* tlllltllll'_ Ouerscknitt durch den «eSel: 1. der grone Äeflet 2. der Most. 3. der ftcincr« Jopf. 4. Watler, 6. erstes Seidnich. » zweiie« Sei» . . ..... turt) mtl Obfi und.iucker. 7. Twf«l nut dem erford«rlichen Zucker eingeschichtet: durch den Dampf t*S unteren Wasser» w«rden Früchte und Zucker erhitzt und so der Sast au« dem Obst gezog«n. Diese» ist wohl die gebrauch-lichste und einfachste Methode. Saft durch Dämpfen zu gewinnen. Sine etwa» umständlichere Art des Dämpfen», bei der der Saft zugleich siltriert wird. z«ig«n wir zur besseren Erläuterung in unseren Bildern. Wie schon gesagt, wird in d«r Regel da« Dämpfen in übereinand«rgest«llten Töpfen vorgenommen: wir geben hierzu einige Rezept«: gu Apfelfast verwendet man gewürzbaft«. kleinere Sorten. Die Früchte werden gereinigt, geschält.,erteilt und sparsam von dem Kerngehäuse befreit. Da man den Rückstand später zweck-mähigerweife zu Marmelade ver» arbeitet, ist «S ratsam, die Früchte zu schälen und da» Kerngehäuse zu ent» lernen : steht man davon ab. must man d«n Rückstand durch «in Sieb treiben, was unsparsam ist. Man lchicht«t die so vorbereiteten Fruchtstücke je fünf Ptund Äpfel mit »500 Gramm Jucker ein und rechnet vom Kochen des Wasser» ab 60 Minuten Dämpfz«it. Himbeersaft: Man verwendet reife, aber nicht überreife Früchte, reinigt sie und dämpft je lünf Pfund mit 500 Vramm Zucker 36 Minuten. IohanniSbeersaft: Rot« und weift« Johannisbeeren werden ent« stielt und gewaschen und je füns Pfund mit 750 Gramm Zucker 35 Minuten lang g«dämpkt. Kirschfaft: Große faur« Kirschen werden entstielt, gewaschen und auS-gekernt und je fünf Plund Früchte mit 20 aukgefchlagenen Kirschkernen und 500 Vramin Zucker «0 Minuten lang gedämpft. Srdbeerfaft: Erdbeeren werden entstielt, in einem Sieb gewaschen und je füns Pfund Frücht« mit 700 Gramm Zucker 25 bi« 30 Minut«n g«dämpft. Dreifruchtsaft: Iohanni«be«r«n. Himbe«r«n und saure Kirsch«» w«r d«n I vorbereitet. abgewog«n und j« fünf § PfundFrüchte mtl 750Srammguck«r 1 50 Minuten lang gedämpft. — All ß dies« so gewonnenen Säfte werden führen zwei Hauptstollen tief in da» Erdinnere. Bon diesen zweigen die eigentlichen ArbeilSstollen ab, und zwar werden solch« 150 Meter lang. 20 Meter breit und »0 Meter Bild recht«: Im Stellwerk, dem linde de» 1# Meter tiefen 2 (buchte« hoch au »gehauen bzw. gesprengt. Der Einbruch «erster Anbruch eine» Stollen», wird in zwei Meter Höhe di» zur ganzen Vänge durchg«führt und d«r First izweite Schichl von zwei Meter Höhe» wird auf dem bereit» gesprengten und nur zum Teil abgesübrten Salzgestein abgehauen, so dah letzteres also als Gerüst dient. Auk dies« Weife wird bis zu »0 Meter empor-gearbeitet. Heute find bereits 3« Kilometer Stollen-weg freigelegt Das Salzgestein ist aber damit noch lange nicht erfchöpft und auch di, Kinder späterer Generationen werden bei dem Besuch deS unteren Aeekartale» noch dem schlichten Gruh .Glück auf" de« Bergmanns dort begegnen. Zoitdert'ildderichl von Robert Holder. Urach. mit zwei «Zrlirechtsauinadmeu de» Bersasf«»« .Bild lins«: »rtter Knbruch eine» Stollen» mit »wer elektrischen Bohrmaschine Wen« die (fnt(ni««t beginnt - Ein -um m»nq«dild auS dein »ord-deut'che» ■2 cenflehiet Oio deutsche Sprachinsel Gott/chee in Slowenien F«i«r eine« U0l>jShrig«n Bestehen» begebt in den ) ersten Augustlagen die deutsche Sprachinsel Gottfche«. Da» ist ein denkwürdige» Ereigni». da» in feiner ?«-deulung einzuschätzen vielen Deutschen leider noch schwer wird Denn e» sind nicht viele, die den Aamen dieser Sprachinsel schon gehört haben. And noch wenige wissen, wo diese» Stück deutschen Bolk»boden» zu suchen ist. Im Süden Rrain». nur 50 Kilometer Luftlinie von Fium« und der dortigen großen Einbuchtung der Adria entkernt, ist da» Vottfcheerland gelegen, und bequem läßt e» sich von jedem Deutschen erreichen, der von München und Salzburg mit der Tauernbahn eine Fahrt südwärts nach Harnten oder nach den lachenden Gestaden Dalmatien» unternimmt. Denn von Ljubljana »Laibachl. der Hauptstadt de» heuligen Slowenien», bringt ihn eine dreistündige Bahnfahrt nach dem Herzen der $1* Städtchen «»eevje («oiifdn'c» am Rinn'ctieflui» mit tvi min crlxuittn ntufii twdtkirche Sprachinfel. dem zwischen reich be-waldeten Bergzügen gelegenen an-mutigen Städtchen Vottschee, Wie kamen diese Deutschen. di« beute etwa 170 Dörfer lullen, und zwar in ge-fchlr>ss«ner gahl. in ihre heutigen Sitz«? Am Anfang de» 14. Jahrhundert» haben die Grasen von Ortenburg. ein au» Bayern stammende» Gefchlecht, nachdem fie von den Patriarchen von Aquileja mit großem Landbesitz belehnt waren, au» Bayern. Franken, dem Allgäu und au» ihren «ärniner Besitzungen stammende «vlonifien in der damaligen Bergwildni» angesiedelt, di« heute eine Wohnoafe im Trainer «arst darstellt. Kart und unverdrossen haben die Einwanderer durch die Jahr-Hunderte im «ampf mit dem unwirtschasllichen «arstdoden ringen müssen. S» gelang ihnen, ihre Scholle zu einem Stück Kulturboden im füd.lichen Krain zu machen, ihre altertümliche, teil» an» Fränkisch«, teil» an» Bayerisch-österreichische erinnernde Mundart, ihre Trachten und ihre Sitten zu bewahren. Die» alle» in-mitten einer urwüchsigen Aatur, die mit ihren urwaldarligen Forsten, in denen Bär und Wolf noch Haufen, und mit ihren denDoralpen ähnelnden Talkesseln der land-schaftlichen Reize nicht entbehrt. t-etreidemiihl, am Jitlu »r« Woftcni«cr •Mal», flrbirgr« grauen nn» MSdcheatrach» «'»»ttschee Zonk'trl'ildbkricht nir unsere Beilaq« vo» ? r. Hugo ^r»ll>«. Leivzi« ^ Bild link»- Alte schin»etbe»e«»»e «irche i« einem »»«tttcheer deutscher Z>vlk»l>eder fowponift,wurde anläft-litt) T«nt'che au» den Sudetenländern zu dem Bund»«s«!i der Teutschen in Böhmen zusammengeströmt waren. Ta da» Flaggen mit deutschen Fahnen unteriagt war. wehten von den Häuiern » die alten irauienauer StadtNaggen «»»a Z»ch« I M m L'—S» *"1 iWltlimlllHWIll*: I mm $»pn hohem landschaftliche» sHeij find die Mcbiete Qstböhmen. Ein 7etl der ' gigantischen,^«>«grupben au» dem Wekelsdorser ^^und «bsr«dachet Meinet in der Nähe der Ztädt» _ Trautenau und Braunau Bomlernen Elbsandfteim r g«bttge zieht sich hierbei eine Laudsiein'ormaiion.die die Raiiiraewallen zu »mein >echs Kilometer langen gewaltigen '.'abprinth der Mächtigsien und sonderbarsten Formen gestalt« haben t*. »»«»« awf ......................................................»«M>»»I>>»«>I>»«»M«»>»»II>>»II>»«»»>»I»»»»I»>II>I»»II»,I»>....................... ÄtfiiitDortratftl ■ 13 >» u ■ U ■ \T~ m 11» '20 I ■ 2, | ijlMIMIIIiaMIIMIMMIIMIMMMlHIlM Aus den Silben; a de-di die din—di« (n- bin—tl- R- kro —nci na- Mi—ne Silbenrätsel a «1 bat — beu- ble Aar Nil de do-en en—«s—eu-ga g« gei gel --ku« le li—ll—lu—man—me mi Mit ne—uow on on—oft—po vel—vo vo») rap r«—reih ro ia-le er—st—st—skan—ta—tan tät— tel—ti—to iree iri tro »e wind-za—stnd 23 Wöner zu bilden, deren -,'litund Endbuchstaben, von oben nach unten gele'en. den An>ang eines Wanderlied«« vo» !Hü. Lstseedad. 1!» Borzimmer. 2u. R»chn»»««art. Zt. Ge«amr-hei,. ITC. Entlastung. Zi. «estl. Beleuchtung. 8 - e. klettern In den Kaminen »er Faltender«« Xci|(aff. ÖftarloftfwfruTfi bequem B«I, li»kc nach recht» : 1 S-raunen art 3. Bek1eidung«. reltgiö'e« Wahrzeichen der Indianer. 12 Teil eine» Mustk-inkirumente». l?>. ieuers»ricnder Berg in Italien. 17. dekanmer «aritaturist. 20. '««= dichi'orm.21. Liadt in Lettland. StÜMMli von ;',ola, 33.HiVIig«« Fet». — Bon oben nach uni«n: I. Ärbeii«einbeit. 2 Flufc in Holland, 4 Himni«l«richtnng. ^e-wüster. die Musik oo» eitlem «lang, so klingt di» Seele mit.' Besuch«kar»»nrtt>el: Buchbinder. Mischung: Weinlese. LriemiS. Stiesel, Angraban. Hatwidal. Reichtum, Weidmann. Lftende. Lombardei. Leander. Tbeater: »Was ihr wollt.- Buchstadenkreuz: 1. Wacholder, 2. Ehlor-kalk, 3. Heilkunde. Bertehrt: Weichsel. Wechsel. T ■Hilbet rerbl»: «ur^nbrforlrn-Hiillifrti int e» nirttl! —ttfn« ein ;tU(»teboiinrr bet her ti-uifdifit Wrichcbalm alle# »>iiie» raub. wirb dem Botinloien «ft'Vntxn erfl Set einem •Pf Uiti der flteisbohabit , leitiraHsbuIe in ftititmiMct Ixt iHmnlxi^nrfl flut. In e-ne in ganz modernen Vabnbo'»beltt»b. der Ied>«Ilch Lebt,io» «lomoiive. :iwel Allster Bt>m tt»*t>tlb»»fl«R>">a du'" bem #tetiiwrliiteb*iifK!>fnP»unb an derVofotuoitve I» I l*r*»r .^hetp TTi 1 *W»ni»f6tu«"" 5t..«.. JVHm * 12 £«upt«4>nT. (Mira* «u»l"iaiui ZVv antwort)»* ). Kprtb. Artrbenm» te Bild nuten: (fIn Tauchtiirni für II BootmaimfchaHen. «I» Veuteau» dem ichrveten Nniet'eedool Ungltick de» auieriian>n deni niltZVaiser fte'iillicn Turin iiben Hc dann Mittel» Monlvrer Lchioin»» und -»iiersionarpataie da» ch>nen wirb vor bem «düng ftrwoqen k'V.V.Z. I Mb-tcuiutii von Veainien derVil'lvoltiei vlom biert S.A.V. ... ^tid link»! 'Auch im .'{rttiltet »er Maschine svieltderPirrde-markt eine wichiize R»«e. Wobt deratS^ieinganiEuropa -nNdei aUiübriich »i j>.^bla». Lsibteube«. flolt. 4 »>» .'<"»» I'ien'cheii sititiue» an den | WiritHMi b>er ,ii'imme» rund Tu«" P er.« sind in \ bie'eni '»obre nm«»'etzi worden, z 7ie P«et»e werden zum - Markt ftebrach» An»«,« 2 ■ Nummer 62 Deutsche Zeitung Seite 5 Maribor Der Perfonenmotorbootvertehr wieder aufgenommen. Nachdem der geringfügige Defekt behoben worden ist, wurde der Motorvootverkehr im vollen Umfange wie früher wieder aufgenommen. An solch kleine Unterbrechungen wird man sich ge-wähnen müssen, denn sie ergeben sich geradeso wie beim Autoverkehr. Wird einmal aber das zweite Motorboot zur Stelle sein, so können die dem Unternehmen keinesfalls nützlichen Verkehrsunter-brechungen vermieden werden. Maribor Hotel Halbwldl, Zurcireva ulica, Mitte der sladt gelegn,, g»r burM-tiche Küchc. schöner staubfreier S>s^:rlen, SamStagS, Sonntags und Feiertags SalonKöderte. Nette und billige Fremdenzimmer Im neuen Bade auf der Felberinsel war der Besuch in den letzten Tagen, soweit sie schön waren, ganz hervorragend. Auch das in der Stadt befindliche Draubad Christian war täglich sehr gut besucht, da es ja vielen an Werktagen an der erforderlichen Zeit mangelt, um den weilen Weg bis zum neuen Bade auf der Felberinsel zurück zulegen. Bei dem großen Andrang auf die Autobusse, der an heißen Tagen zu verzeichnen war, ist es ja auch nicht gerade eine Annehmlichkeit, sich dieser Vehikel zu bedienen. Die Sicherheitsverhälinisse im neuen Bade sind nun auch besser geworden, die Badeverwaltung kann jedoch nicht ganz verhindern, daß nicht dann und wann doch ein Gauner einen für ihn günstigen Moment ersaßt und seine begehr-ttche Hand nach fremden Gut aussttekl. Die Bade-gäste werden daher in ihrem eigenen Interesse gut tun. Wertgegenstände, die sie nicht missen können, für die Dauer ihres Badeaufenthaltes bei der Badeoerwaltung zu deponieren. Dann werden Ein-bruchsdiebstähle, wie sie sich kürzlich ereignet haben, glimpflicher ablaufen. Einem Studenten kam nähmlich aus einem versperrten Kästchen seine Uhr im Werte von 2000 Din abhanden. Der Langsinger hatte in einem unbewachten Moment das Kästchen mit einem Dietrich geöffnet und mit dem Raub das Weite gesucht. Verzollungen und Uebersiedlungen atul alle sonstigen Spedition sagenden besorgt promptest und billigst „Merkur", internat. Transportges. m. b. H. In Maribor. Auskünfte und Offerte, kostenlos. Räuberischer Ueberfall am Pohorje. Am 27. Juli wurden am Pohorje auf der Strecke zwischen Pesei und Sv. Lovrenc eine Kaufmanns-gattin und eine Lehrerin von einen» etwa 30-jähri en Mann, der mit einem Knotenstock und einem esser bewaffnet war, aufgefordert, ihm ihr ge- > samtes Geld und ihren Proviant auszufolgen. Die 1 «schreckten Damen kamen dieser Aufforderung nach, worauf der Räuber im Walde verschwand. Man forscht eifrig nach dem Uebeltäter. Zum Feuerbereitfchaftsdienst in der kommenden Woche und zwar vom 3. bis einschließ-lich 9. August wird der l. Zug kommandiert. Kom-Mandant - Brandmeister Martin Ertl. Bereitschaft in Reserve III. Zug. i Freiwillige Feuerwehr Maribor, Fern-spreche? 2224. Freiwillige Rettungsabteilung Mari» bor, Fernsprecher 2386. Freiw. Feuerwehr Pobrejje. Fern-fprecher 2306. Apothekennachtdienst. Den Apothekennachtdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 3. bis einschließlich 9. August, versieht die Apotheke zum hlg. Anto, Mr. AlbaneZe, in der Frankopanova ulica 18. Slovenska Bistrica Das Kinderferienheim in Zinartno hat zufolge einer Verständigung des Hofmarschall-amtes die Bewilligung erhalten, sich nach I. M. der Königin Maria zu benennen. Die feierliche Er-öffnung des Königin-Maria-Ferienkinderhcimes wird am Sonntag, dem 3. d. M, erfolgen. Ihre Majestät, welche auch das Protektorat über die Eröffnungs-feier übernommen hat. wird hierbei durch einen hohen Offizier vertreten sein. Eine grohe Tombola veranstaltet der hiesige Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein am Bartholomäussonntag, dem 24. August, um 15 (3) Uhr auf dem Hauptplatze. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Saale der Bezirksjparkasse statt. An Gewinsten gelangen zur Verteilung: 1.) ein Halben Wein aus den Graf Attems'schen Kellereien, 2.) 25 Liter Kürbisöl, 3.) ein Anzugstoff, 4.) eine Haut Sohlenleder, 5) ein Pferdegeschirr, 6.) 85 kg Weißmehl, 7.) ein Wagen Holz, 8.) mehrere Wohnungseinrichtungs-stücke, 9.) ein Faß Wein (25 l). 10.) ein Schwein, 11.) ein Schaf, 12.) ein Weinservice und außerdem über 250 Gewinste verschiedener Art im Gesamt-werte von rund 20.000 Din. Der Reinertrag ist für die Wiederinstandsetzung des Weges und des Platzes bei der Stadchfarrkirche bestimmt. Eine Tombolakarte kostet 3 Din. Die Pausen wird Musik ausfüllen. Tombolabeste nimmt der Obmann-stellvertreter des Vereines Herr Hans Walland entgegen. Gasthof Walland SSwim Slovenska Bistrica. Out bürgerliche« Hau«, ent-k!a*r>i(je KOch«. Kür Sommerfrischler ganze Psnnion (Unterkunft and Verpflegung) pro Peraon und T*g Din 38.— Die Diebftahlsaffäre beim Geschäftsführer Herrn Nagode hat nun ihre Aufklärung gefunden. Als Täter wurde der Gehilfe des Schneidermeisters To-poris festgestellt, der aber indessen flüchtig geworden ist und sich in Dubrovnik aufhalten dürste. Aus aufgefangener Korespondenz zwischen dem Flüchtling und Toporiö ging jedoch auch dessen Mitwisser-und Teilhaberschaft am Diebstahl hervor, worauf die Gendarmerie Toporis in Haft nahm. In seiner Wohnung, im Ofen versteckt, wurden 7000 Din vorgefunden. Slovenjgradec Zu Hugo Wolfs Gedächtnis. Samstag, den 26. Juli, nachmittags trafen in einem Auto des gegenwärtigen Eigentümers des Hugo Wolf-Hauses, des Herrn Kommerzialrates FranzWoschnagg, drei Wiener Sängerknaben hier ein, um unter HUMANIK peinigt VItyf Jhre Messer! TeHer MiOsmH. TopC Besteck Putz mit V1M. der Sdunute tot weg. Führung des Herrn Dr. Fritz Zangger, Celje, das Geburtshaus des großen Liederkomponisten Hugo Wolf zu besichtigen. Die Ankunft der kleinen Sänger war im Nu bekannt geworden und Hunderte fanden sich tn dem berühmten Hause und vor demselben ein. um Zeugen einer kleinen, aber tiefergreifenden Feier zu werden. Herr Dr. Fritz Zangger hielt im Geburtszimmer des Meisters eine kurze Gedenkrede, worin er dieses Haus als den heiligsten Fleck un« serer Heimat bezeichnete. „Tausende von WolfVer-ehrern sehnen sich danach, einmal hieher zu kommen. Aber der Wunsch bleibt unerfüllt, weil dieser Ort zu weltfern ist. Uns ist es gegönnt, hier zu weilen und unserem großen Landsmann in dem Raume zu huldigen, in welchem er das Licht der Welt er-blickte." Die Sängerknaben Willi Hauptmann, Gustav Klein und Toni Flecker sangen sodann mit edelster Tongebung und weihevollstem Ausdruck das Herr-liche „Benedictus" aus der Krönungsmesse von W. A. Mozart. Sodann brachte Herr Erich Blechinger die Mörikelieder „Fußreise", Verborgenheit", „Frage und Antwort" und „In der Frühe" mit feiner Einfühlung in den wundewollen, aber heiklen Stil Hugo Wolfs zum Vortrag. Heiterste Wirkung löste das köstliche Dreikönigslied von Hugo Wolf (Ge-dicht von Goethe), unsagbar herzig gesunaen und gemimt von den Sängerknaben, aus. Den Abschluß bildete ein Heimatlied. In den Augen vieler Zu-Hörer blitzten Tränen der Freude und Rührung auf. So endete diese kleine unvorbereitete Gedenk-feier zu aller Freude und der Name unseres großen Landsmannes war wieder einmal von inniger Lieb« und Verehrung umstrahlt. Besonderer Dank gebührt den lieben Kindern aus Wien, die wir — wo-möglich in größerer Anzahl — immer freudigst willkommen heißen werden, Herrn Schulinspektor Schehel für die liebevolle Vorbereitung der Feier und Ueberlassung der historischen Räume, Herrn Hans Schuller für die Beistellung eines schönen Pianinos und nicht zuletzt Herrn Kommerzialrat Fran^ Woschnagg, welcher sein Auto für die weite Fahrt von Eelje nach Slovenjgradec gütigst zur Verfügung gestellt und es dadurch auch ermöglicht hatte, den Wiener Kindern einen der schönsten Teile unserer Heimat zu zeigen. Bemerkenswert ist, daß der Feier zufälligerweise auch der Schriftführer des Kärntnerischen Sängerbundes, Herr Franz Berdnik, und das Mitglied des Grazer Männer-chores, Herr Walter Orasch, anwohnten. Qrössere Firma sucht im streng kaufmännischen Zentrum von Celje Geschäftslokale mit Nebenräumlichkeiten u. Wohnung. Ein Hauskaus ist nicht ausgeschlossen. Anträge an »Publicitas d. d.«, Zagreb, unter »Lokale B«. Seit» 6 Deutsche Zeitung Nummer 62 62 Sibirien Erinnerungen aus dem Weltkrieg und aus Ruhland Von einem ehemaligen Siebzehn« Eine starke Truppe marschierte im Lager auf. Rote! Wie ein Blitz fiel mir die gestrige Freude»-musik, die Spielerei der Kriegsgefangenen mit den Gewehren und die furchtbare Rache ein, die die Roten jeht nehmen würden. Denn die Stadt befand sich — das erfuhren wir erst jetzt — im vollen Besitz der Roten! Die Weißen, die zu früh losgeschlagen hatten, ohne auf die Ankunft der Tschechen zu warten, hallen eine totale Niederlage erlitten. Viele waren gefallen, darunter auch unser hübscher Praporschtjchik aus der Kanzlei. Der Rest, der sich auf eine Waldhöhe zurückgezogen hatte, war ge« fangen. Der ungarische Zugssührer herrschte in der Stadt unbeschränkt, seine Magyaren hallen glänzend gekämpft, er ließ alle besseren Bürger als Geiseln in den Keller des Sowjeihauses einsperren. Diejer Keller war aber so eingerichtet, das; er jeden Augen-blick in die Luft gesprengt werden konnte. Ich muß sagen, daß mir, als ich die einmarschierenden Roten sah, direkt schlecht wurde. Ich ging schnell in die Meisterskaja, wo auch meine Kameraden bläh bei ihren Hobelbänken standen. Und wir warteten. Plötzlich sah ich. daß gegen die niederen Fenster einige russische Gewehre lehnten, welche unsere Leute benützt hatten, um gegen die am Ob wachehaltenden Roten zu schießen. Schnell machte ich die anderen darauf aufmerksam. Wir rafften die Gewehr« zusammen und stellten sie in den Winkel hinter dem großen runden Ofcn, der in der Mitte der Stirnwand unserer Werkstatt stand. Es war höchste Zeit, denn schon hörte man draußen am Mittelgang, der die Baracke in zwei Teile teilte, ein Getrampel. Herein stürzte eine Anzahl von wilden Gestalten, ihnen voran ein aufgeregter däniger Kerl, dem eine maßlose Wut aus den Augen blitzte. In jeder ausgestreckten Hand hielt er einen großen Revolver. „Sind Weißgardisten hier?" brüllte er. Dabei kam er ganz zu uns heran, die wir blofj mit den Köpfen verneinten. Ich halle nicht Zell «ehabt, vom Ofen wegzugehen. Also stand ich dort, merlich zu Eis erstarrt. Denn ich wußte, wenn dieser Mensch die Gewehre im Winkel erblickte, so schoß er in der Richtung seines Blickes sofort seine Revolver ab und ich war drüben im Jenseits. Aber er sah die Gewehre nicht. Er ließ seine blut-unterlaufenen Augen von einem von uns zum an-deren wandern, als ob er sich ein Opfer aussuchte. Dann stieß er einen fürchterlichen Fluch aus und ichrie: „Euch müßte man alle totschießen! Wartet.. Und die Bande zog wieder ab. Die Szene hatte eine Minute gedauert. Während dieser Zeit stand ich wie tot beim Ofen, sicherlich ohne einen Tropfen Blut im Gesicht. Kaum waren die Gesellen draußen, als wir die Gewehr« packten und sie vor den Ba-rackenfenstern, wo unsere Leute schnell einige Rasen-stücke auegehoben hatten, vergruben. Wir alle ahnten, oaß die Flügel des Todes über unseren Häuptern gerauscht hatten. Am nächsten Tag war es unheimlich still in der Stadt und im Lager. Aus der Stadt hatten wir die Nachricht bekommen, daß der ungarische Zugsführer die gesamte Gewalt an sich gerissen hatte. Er ließ das Sowjetgebäude von seiner unga-rischen Rotte umstellen. In den Saal, in dem die russischen Sowjetmitglieder ratlos und mit entsetzten Mienen saßen, schritt er an der Spitze seiner schwerbewaffneten, Handgranaten tragenden Trabanten hinein. Mit denk Nevolver in der Hand wies er auf einzelne Mttglieder und schrie: „Du bist ein Verräter!" Zum nächsten: „Du bist ein Verräter!" Und so fort. Schließlich teilte er mit, daß der rus-fische Sowjet aufgelöst sei, jedoch das Haus, das die Ungarn bewachten, nicht verlassen dürfe. „D«r einzige Herr hier bin nun ich!" verkündete er mit unheimlichem Drohen, „ich werde euch Russen zeigen, wie man die Ideale der Revolution verteidigt." Und wirklich, jetzt kam Lust in die Geschichte. Unsere Gefangenen wurden in ganzen Massen auf die „Front" hinaus getrieben und mußten beim Bahnhof und am Ufer des Ob Schützengräben ausweisen. Die Herrlichkeit dauerte aber nur zwei Tage. Am dritten Morgen hieß es: „Die Tschechen sind da!" Die Bestätigung ließ nicht lange auf sich warten. Hoch im Bögen flogen über das ^ager hinweg zum Bahnhof hinaus die Schrapnells, welche die Tschechen von einem Panzerzug, der senseits des Obs vor der zum Teil zerstörten Eisen-brücke stand, herüberfeuerten. Wo sie sonst noch steckten, wußten wir nicht, weil wir uns aus dem Lager nicht hinausrührten und bloß diesen Panzer-zug jenseits des Flusses stehen sahen. Dies aber auch bloß, wenn wir näher zum Ob hingingen. Einmal ging auch ich mit und vom hohen dies-seitigen Ufer aus sah ich ties da drüben den Zug stehen wie ein Kinderspielzeug. Zu Mittag des nächsten Tages sprang in der Richtung des Bahnhofes ein höllisches Gewehrfeuer auf. Das knatterte ununterbrochen und zwischendurch erschollen dumpfe Kanonenschläge. Ich weiß nicht, wieso, aber dies« Schießerei kam mir unernst vor. Gegen Abend ver-stärkte sich der Gesechtslärm zu wütenden Höh«' punkten. Dann wurde es ruhig, nur in der Stadt ließ sich hie und da ein Schuß hören. Der Morgen war wunderbar schön. Die Sonne schien golden auf das Lager herab. Wir standen zwischen unseren Fenstern an dem Plankenzaun, von dem noch ein mannshoher Rest gegen den Ob zu erhalten geblieben war. Zwischen den Ritzen blickten wir auf die große Wiese hinaus, die sich vom Lager weg gegen den Ob ausdehnte. Auf einmal sahen wir eine Neuerpatrouille in wildem Galopp auf der Wiese daherjprengen. Angesichts des Lagers rissen die Reiter die Pferde noch einmal herum und schwenkten die Gewehre, an denen rote Bänder flatterten. Sie nahmen sich sonderbar auf den Gäulen aus, denn sie trugen Matrosenuniformen. Dann verschwanden sie schnell und die gelbe Staub-wölke, welch« die Hufe auf dem trockenen Boden aufgewirbelt hatten, verzog sich. Das waren die letzten Roten, die ich bewaffnet gesehen habe. Zwei Stunden später gab es die große Auf-regung: Die Tschechen kommen! Wir eilten rasch zu unserem Zaun und blickten hinaus. Schwärm-liniert zogen ganz nahe an unserem Lager vorüber. Ich wunderte mich, daß sie so vorsichtig dahinschlichen, die Gewehre in den Händen. Denn es war kein einziger Schuß mehr zu hören. Die ersten Linien waren Russen, dann kamen Reihen von Soldaten, die in gelbes Khaki gekleidet waren und runde leichte Tellermützen mit einer zweifarbigen Kokarde trugen. Mir scheint, weiß und rot. Wach Gesichtern und Kommandorufen ohne Zweifel Tschechen. Im Moment kam es mir sonderbar vor, hier im fernen Sibirien Soldaten mit Gewehren zu sehen, die nach meinem Gefühl vertraute österreichische Gestalten waren und mir doch fremder erschienen als die Russen. Wir fiirchteten diese neue Ordnung jedoch keineswegs, denn während der Schieherei hatten wir kräftig mit den Angreifern sympathisiert lind ihrer Unternehmung den Daumen gehalten. Wir sollten bald draufkommen, ein wie gräßlicher Irrtum un-sere Sympathie gewesen war! An diesem Tag ließ sich keiner von den neuen Herren im Lager sehen. Am nächsten Morgen stand ich gerade vor der Pozarna und redete mit Zelniczek, der bis oben mit Mißtrauen gefüllt war. Und nun kamen sie. Zuerst ein russischer Hauptmann, der sofort in die Kanzlei ging. Dann eine Abteilung Tschechen. Auf diese waren wir besonders neugierig. Ein Unteroffizier mit einigen Mann kam gleich zu unserer Pozarna her. Er redete mit Zelniczek in ziemlich barschem Ton auf Tschechisch. Ich verstand es nicht, aber nach dem Gesichtsausdruck unseres Feuerwehrkommandanten konnte es nichts Angc-nehmes sein. Uns andere schauten die Tschechen hochmütig an. Ich hatte das peinliche Gefühl, daß es ihnen lieb gewesen wäre, wenn sie einen Grund gehabt hätten, uns anzugehen. Noch am gleichen Tage wurden ich und einige meiner Kollegen, die mit mir im Zuchthaus gewesen waren, in die Kanzlei gerufen. Ich sah darin bereits den ukrainischen Feldwebel stehen und ick) vermutete richtig, daß der uns namhaft gemacht Halle, unl aus der Tatsache des Sitzens unter den Roten einiges Kapital zu schlagen! Der Hauptmann, eine feste soldatische Er« scheinung, trug noch nicht einmal seine Offiziere-abzeichen. Er belobte uns für unseren den Roten geleisteten Widerstand und meinte, das Lager habe es uns zu verdanken, daß man es unter der neuen Regierung gut behandeln werde. Man würde jetzt Freikorps auch aus den Kriegsgefangenen bilden, ob wir nicht eintreten wollten, es werde uns gut gehen. Der Ukrainer und die anderen bezeigten keme Lust dazu, ich natürlich noch weniger. Ich meldet« dem Hauptmann, daß wir uns nach wie vor in die Politik, die eine russische Angelegenheit sei, nicht hineinmischen wollten. Er schaute mich «in« Weile forschend an, dann sagte er: „Sie haben recht!" Ich sagte noch: „Herr Hauptmann, wenn Sie uns für die Monate, die wir in der Tjurwa fitzen mußten, etwas Gutes erweisen wollen, dann bitten wir um einen permanten Ausgangsschein für die Stadt." — „Gut, gut, den sollen Sie haben." Und er befahl sofort einem Schreiber, für jeden von uns den er-betenen Schein auszufertigen. Da noch immer mein Freund Mainer in der Kanzlei war, bekam ich den Schein schon am nächsten Tage. Wie nun die Russen die neue Ordnung in der Stadt einrichteten, wußte ich nicht, weil ich in dieser Zeit nicht hinauskam. Wir hörten bloß, daß die abziehenden Ungarn vor dem Anmarsch der Tschechen tatsächlich das Sowjetgebäude samt den eingesperrten Bürgern und dem Sowjet in die Luft hatten sprengen wollen, aber durch irgendeinen Zufall daran gehindert worden waren. Im übrigen atz man in jenen ersten Tagen des neuen Regime« niHt so heiß. Die entwaffneten und gefangenen ru»Ischen Rotgardisten wurden freigelassen, der größte Teil der Führer entkam, den Rest, der erwischt wurde, sperrte man in der Tjurma ein. Auch der militärische Führer der Roten, der ungarische Zugs? führer Pokorny. war spurlos verschwunden. Ich weiß nicht, ob es stimmt, bei den Kämpfen am Bahnhof waren, wie man im Lager erzählte, 400 Ungarn gefallen. Die armen Teufel yatien, von den Russen im Stich gelassen, mit wütender Tapferkeit gekämpft, trotzdem hallen die Tschechen bloß geringe Verluste gehabt, weil sie sehr vorsichtig vorgingen. Der rumänische Korporal, der einmal mit dem RussensSbel in die Zuchthauskanzlei ge» kommen war, hall« «inen Bauchschuß erhallen und starb im Lagcrspital, wohin er gebracht worden war. Ein Teil unserer Rotgardisten war in der Nacht in die Baracken geflüchtet, wo sie natürlich niemand verriet. Der Haß gegen sie war plötzlich vergangen, und als die Russen in den nächsten Tagen mit den Rollenlistcn der Roten Garde in der Hand in jeder Baracke Nachfrage hielten, machten unsere Leute verschlossene Gesichter und keiner wußt» zu sagen, wo die Gesuchten seien. Richt da, meldeten die Barackenkommandaillen, obwohl sie freilich da waren. Uebrigens wurde die Nachfrage nicht so genau durchgeführt, weil unser Lager seit dem Ausstand gegen die Roten in halb Sibirien in den Ruf gekommen war, ein bolschewikenfeindliches Lager zu sein. Dieser seinerzeitige Aufstand rettete un» und unsere Roten vor den Greueltaten, die in jener Zeit die siegreichen Weißen in anderen Lagern verübten. Wo steckte Groß, der Präsident des Kriegsgefan-genensowjets? Das zarte Bürschchen hatte seine Ueber-zeugung durch die Tat bewiesen und war beständig auf der „Front" draußen gewesen. Einmal hatten wir sogar gehört, daß er verwundet worden sei. Am zweiten Tage nach dem Umsturz fand man ihn. Er hatte sich in einem Ziegelwerk in der Nähe der Stadt verkrochen und war dort halbtot ausgegraben worden. Unter starker Bewachung wurde er in unseren Lagerarreft gebracht. Ich sah seine Anlieferung nicht, wohl aber sah ich ihn, als er am nächsten Spälnachmincg aus dem Lager abtransportiert wurde. Eigentlich war mir schrecklich zumute. Denn schließlich hatte ich von diesem jungen Burschen, solange nicht die ver-fluchte Politik uns trennte, nur Gutes erlebt Meine Haft fiel im Vergleich zu dem Entsetzlichen, das nun ihn erwartete, ja gar nicht in die Wagichale. Jetzt bemitleidete ich ihn so, daß mir das Herz weh tat. AIs er aus dem Arrest herausgeführt wurde, war der Zugang von derArresttür bis zum Lager-ausgang auf der einen Seite mit einem dichten Spalier von Kriegsgefangenen angefüllt. Wie eine Wand standen die Hunderte da und starrten auf die Tür, aus der er kommen mußte. Ich werde den Anblick nie vergessen, den der arme Mensch bot. Sein ohnedies blasses Gesicht, war schneeweiß. Darin standen die Augen, ganz dunkel vor wahn-sinniger Angst. Mit einem unnennbaren Entsetzen blickte er seitwärts auf die Mauer der Kriegsgefan-genen. Von uns glaubte er nämlich, daß wir ihn zerreißen würden. Deshalb hatte er auch im Arrest wiederholt flehend gebeten, man solle ihn in der Nacht abführen, damit ihn die Kriegsgefangenen nicht sehen könnten. ®ra diesem Glauben hatte er aber Unrecht. Aus den vorgestreckten Köpfen unserer Leute kam nicht ein Laut. Es war mäuschenstill am ganzen Platz, als er langsam zum Tor geführt wurde, die Hände mit einem Sttick am Rücken gebunden. Da er einen schäbigen hellen Rock trug — er hatte sich nämlich draußen im Ziegelwerk verkleidet — sahen wir «inen großen Blutfleck darauf, der von einer großen Wunde am Rücken herrührte. Nummer 62 Deutsche Zeltung Seit» 7 - J.*—» # ' | ^ # •• I K»v/3rafc>» r>^ TT^fcj /'V "■ . v- . ^ In seiner Preislage ist der neue Pord konkurrenzlos Verstärktes Chassis von besonderer Starrheit mit verstärktem mittleren Querträger. Getriebe mit 4 Gängen — verstärkte Zugkraft und Geschmeidigkeit. FreisdiwebendeHinteradise mit spiral-verzahnten Ke-geirädern. hintere Auslegerfedern mit 16 Blättern/Verstärkte Vorderachse und Feder. Starke Bremsen mit größeren Bremstrommeln. Sie verringern die Transportkosten für Ihre Waren, wenn Sie einen Lastwagen haben, der, ohne mehr zu kosten oder mehr zu verbrauchen, dauerhafter und stärker ist als Ihr jetziger Wagen. Das ist der neue Ford l'/sTonnen-Lastwagen. 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(2 Stein«) Weiß zieht und jetzt im 3. (dritten) Zuge matt! Lösung zu Problem Nr. 49. Sh3—f21 Nachrichten. Die Hamburger Schacholympiade endete, wie erwartet mit dem Siege Polens. Ungarn, der Sieger aus den zwei letzten Olym-piaden, muhte fich mit dem 2. Platze zufrieden ge-den. Doch war der Ausgang noch bis zur letzten Runde ungewiß und erst als es Polen gelang. Finnland überlegen zu schlagen, während Ungarn gegen Holland verlor, war der Kampf entschieden. Den Oesterreich.Platz besetzt Deutschland den vierten Oesterreich. — Die Olympiade, die besonders vom sportlichen Standpunkte aus, ein voller Erfolg war, findet 1931 in Prag ihre Wiederholung. Hoffentlich wird es bis dahin schon möglich sein, auch eine jugoslawische Mannschaft zu entsenden! Geschaftsübernahme. Beehre mich den geehrten p. t. 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