LmwchelMMlmg. Nr 148. Samstag, l. Juli l87l. Amtlich« Thci!""^ O)essii vom H8. Juni R87R betreffend die Forlcrhebung dcr Steuern uud Abgabcu, d.^nn dic Bestreitung des Stnalsaufwllndcs im Monate Juli 1871. Mit Zustinunung dcr beiden Häuser des Reichs-rathes finde Ich zu verordnen, wie folgt: Art. 1. Die mit den Gesetzen vom 28. November 1870, R. G. Bl. Nr 138, vom 20. Februar 1871, R. G. Bl. Nr. 15>, vom 2!>. Mär; 187l, N. G. Bl. Nr. 2'i. vom 27. April l87l. N. G. Bl. Nr. ^!1. und vom 27. Mai 1871. R. G. Bl. Nr. 42, dem Viinistcrium ertheilte Criuächtiguug. die bestehenden dircctcu und iudircctcu Stenern u»d Alkalien salninl Staatszuschlägen nach Maßgabc dcr gegenwärtig bestchcn-den Bestcucruugsgcsctzc. uud zwar die Zuschläge zu dcn dirrcteu Stei^rn in dcr durch das Fiuauzgesetz vom I2tcn "!^il 1^? . R. G. Bl. Nr. 52. bestimmten Höhe, in dcr Zeit yom 1. Jänner bis Ende Juli 1871 forlzn-erhcden und l)ie in dieser Zeit sich ergebenden Vcrwal' tung^anelagcn nach Erfordcrniß für Rechnung dcr durch das ftilianzgcs^tz für daö Jahr 1871 bei deu bezügliche», Capiteln und Titclu fcst^uslcllcndcn Crcbilc zu bestreb ten, wird in gleicher Wcisc auf den Mona« Juli 1871 ausgedehnt. Art. 2 Mit dem Vollzüge dicscS Gesetzes wird dcr Filianzmiinster beauftragt. Wicn. den 28. Juni 1871. Franz Joslpl) in. )). Hohenwarl in. p. Holz^lthan m. r». Scholl iu. ^». Hireeek m. r> Schacsslc in. p. Hadictinck m. i^. Grocholsli m. i,. St. t. nnd l. Apostolische Majestät haben mit Nllcr-hüchsttr Entschließung vom 18. Juni d. I. dic Hclcnc Gräfin Slll, ck)witz zur Ehrcndame des adelig-weltlichen Damcnsiiflcs Maria Schul in Brunn allcrgnädigsl zu ernenne» geruht. Dcr Mi lister nnd Keiler dcs Ackcrbanministciinnis hat den Forslmcislcr mid Forsteomniissär bci dcr t. l, Statthatte, ci für Tirol Adalbert Slain er znm ^orsl' ^spcclor b.> dcr f. t. Vandcsrcgieruug für Kärulen crüllnnl. Am üil!, ^liU! I«?1 wlirdc ill der l. l. Hof- und Swllis-l i'^/li 5a« > "iV. Stilck de« »icichsgcschlilalllö ausgegeben und Dasselbe cnäll unter Nr. 5>s) da« Gesetz vom 11. I>mi 1«7I, liclressend die Einlir- ziehunci del Eisendahnsirecle Irdlersee-Glolserall in dic üsler- reichische Noldwrstlinhü; Yir. 5»i! das Gesl'^ »m» 15». I»»> l"7l in VCr^ff dcr Hcr- ftrlliliiss l>»cr Bnl'i!ldiüigi Nr. 5»ß d,..< G(' '! vom ^6. Juni I»7I, bcl,rfsc»d dir ss°r!l>rh.'. buuss dn teucrn nnd Abgabrn. dauü dir BoslrsUi»!^ d<-i< Stucttsaufwündee im Moiwle Inli 1«7!. lWr. Ztg. Nr. 161 uoni 2!». ^nm.) :ilhtailltlicher Theil. Dir Dculschln in Vlstcrrcich. «aibach. lj0. Inni. ?^'sch>cd:»,e Erscheinungen N'ciftu da,auf hin. daß 'n Oesterreich um die Sttlln»g. welche ste^ .....,.....,. mmcn lieben, besorgt sind ode» vielmehr,l dah man '0M Iqnorilcn „nd Unterdrücken dcr Denl- '. , . reich ciu slarleS l^cho finden lönntc. fittch' !.'.' ,c.^ ^ ,r .llcldiuas «icht. «bcr dcslo einladender cr-schiint »'s Ultt', dcr Phlasc gcnan ins» Antlitz zu fthcn. ,^'.,... ^«sts ^osnng?worl stehen »»i, slrgumcnlc "' ' zu Gebote. Ein Ministerinn,, welches jitti ^ir ^l>n»(,bc gemacht hlit, dcu iuncren ssiicdcn her» f'llltl.^!, welches nicht üver die Wnuschc von drei Mil- lionen Polen, drci Millio-ien Czechcn, zwei Millionen Nulhcncn, cinc Million Slc^ncn, cine Nl'illion Italiener zur Tagesordnung übergeht, sollte dic Bestrebungen von acht Millionen Deutschen i^üoiircn? Das wird jcdcr Uul'rfai'gciie schon vom Staüdpnüslc dc^> einfachen Zah' lcnvclhallnisscs für nnmö.Uich hallen. Nieniand wird an cinc halbwegs um daö Wohl dcS Staates bcsorqte R» gicrnng die Znmnthnng stellen wollen, daß sie sich mit der Absicht lragcn lönnlc, daö wichtigste nnd älteste Cnltur'Elcmcnt iu Oesterreich, eine dcr wesentlichsten ÄcdinMigcn dcr Machtstellung der Ä?»!a!chie irgendwie hintan^usctzcu und zn schädigi>, odcr das; sic tic historische Bcdculnng und t,ic llnculblhilichtcit dct< dcutschm (älcmcnli«, sowie die Tragweite dc> jüngsten großen gc-schichllichcn Umwälzungen zu vcrlVnucn odcr zu unlcr-schätzcn vcr>nüchlc. Achnliä,.^ fällt Nicinandcm cin und lann Nicmaudcm in dcn Sinn loinmcn. Wcnn wir aber nach Beweisen nnd Thalsachci, flagen, wo, wann und wic die Dculscheu in Ocstcrrcich ignorirt, hintangesetzt lind gedrückt wcrdin, so bcsorgm wir sehr, daß I^n?, welche dicscs i'osnngt'woil i>n Mnndc führen, uiu ihre Antnorl verlegen scin wcrdcn. — Il)noriren, Unterdrücken der Deutschen iu Ochcrrcich! Der Gcdanlc cr^ schciut uns so sludcrbar, man könnte sagen, absurd nnd man lönntc sagen, mit dcn lhatsächlichcn Vclhällnissn! so sehr im Widcrsprnchc, daß wir aimchmcn n>üsscn, Diejenigen, welche sich dicscc« Schlc'gworlcs bcdicncn, seien von seiner ^lnndhällialcit selbst nicht überzeugt nnd suchcn dasselbe nur im siampfc gcgcn dic gegenwärtige ^ile^ic-rung alö unlltommcnc, wcil lvilsslimc Waffe zn bcnützcn. Wir applllircn an das unbcfangcnc Urtheil der Dcutschcn selbst und fragen: Welche find die NcgicrungSactt, dir Gesetze nnd Verordnun^cu, die ^mrichlungcn nud Maß rcgcln, durch »nclchr die Diulsch'Ocslcrrcichcr iu ihre» Ncchtcn, in ihrcr Nationalist, in ih'.cr Stillung geschädigt odcr gefährdet wcidcn? Wo sind, fragen wir weiter, die Fälle, daß dic Dcutschcu in Amt, Schule, im Parlament odcr in der Press?, in der Ocrichtöstubc, odcr im Hölsaale, im c,csalnmt>?n öffentlichen oder staal-lichcn Lcbcu in ihrcn Ncchlen beschränkt odcr im Boll-gcüussc derselben gcsähldct wnrdcn? Wohin wir unsere Blicke wcndcn, schcn wir, daß der Dculschc in Ocstci-vcich heute uoch dieselben Nechle, dieselbe Stellung gc nicßt, wic seit Jahrhunderten, nnd daß er cinc Stcllung einnimmt, dcrcn sich lein andcrcr Poltostamm crsrcut. Souverän iu seinen cigcucn Gcbirti'lhcilcn siebt der Ocnlschc übcrdici« seine Sprache vorhcrischeud in den obersten Vcrwallungsbehordcu dcr größeren Ncicktchälslc sowie dcr obcrslcn gemciusamcn Ächördcn dcö Gcsamml' reiches. Denlsch ist die Sprache dcr gcsammten Armcc nnd dcr Marine, der wisscnschafllichcn Ccnlralanstnlten, sowie des gioßcn wirthschaflliäicn und dcö Vcrtch:cz.-t dcr Ncichsgcsetze. uud die dculschc Sprache ucrmitlell ncben dcn Landessprachen dcn all^^ucinen Verkehr au der Moldau, wic am Prnth, an dcr Thciß, wic an dcv Save nnd an dcr Etsch. Dcntschc Siltc, denlschcr sfle'ß und deutsche Bildung können iu de» O^ictcu dcr Dcnlschöst^reichcr ebenso ihre Slältc sioden, wic unßcrhalb dcr Neichsgreuzcn. Das Dculschlhum, da<ü ans diesen Facloren, — nicht abcr auf Zwang odcr künstlichen Wahlordnungen beruht, wird sich stets nud überall tmrch das Schwcrgcricht dc' Cultur, das ihm inncwohut. die Bahn brcchen nud jcnc Stellung bchanplcn, die es biöhcr schon cingcnommcn hat. Dic lOjährigc» Gcrmi'.!,isirungclvcrsuchc in Uu-garu, die m!t dem gangen Apparalc einer cculrcilisirlen Staatsgewalt betriebcu wurdu, habcn bekanntlich da^ Dcntschlhum dortselbst uicht s,cfördcrl. im Gegentheil geschädigt. Sobald aber lcr Zwang ansgehmt, nnd da^ Denlschlhum wieder sich selbst"üucrlasseu wurde, hat es. als der T'iigcr dcs occidc^lolcn CullurlcbcnS, scinc» frühern Einfinß, Ocltnng u:,d Verbrcitnng wieder rasch znrückcrlangt, ja weit nbcrtrosfcn. Das ist nicht das wohrc Dentschlhlün. dut< seiln Slcllnng gegenüber dcn anderen Nationalitäten nnr mi> staatlicher Hilfe nnd lnnsllichcr Bevur;u^ung zu erhallcr, »crmciss, das aber, sobald dic übrigen Natioualilalcn de> frühcrcu Untcrordnnug lcdig, sich selbst zu fühlen und selbständig zn cnlwickclu begiiiucn, sofort in Klagcn über 5)intansltznng nnd Unterdrückung sich crgeht. Nur auf sciu natüilichcs Ucbcr^cloicht, das da^ Crgibuiß sciucr moralischen nud geistigen ^ genschasleu ist. soll dcr Dcnlschc seine Slcllung basiicn; diese? ! ^^'hcrgcwicht und dicse Stellung wird und kann ihn, -Niemand streitig machen. ' Durch Unduldsamkeit gcgeu die anseien )latlonal,-tättl« wird diese Stcllnng dcr Deutschen nicht gcwahlt. Dic Deutschen in Oesterreich müssen so viel Gerrchlig/ tcitsgcfnhl blsitz.n. die Gleichberechtigung sämmtlicher Vollsslämme in Oesterreich aiizucrlcuucn — sie dürfe» dcn Culturlainpf mit drnselbeu nichi scheuen, da nur in gegcnslitigem palrlolischcn Wcttcifcr der cinzelucn Stämme die Bürgschaft für eine gedeihliche Cittwicklung ocs Gl^ sammlstaates liegt. Jedes Cullmclcmcnt iu, Staate bil« dct einen ncucn Baustcin zn sciner Größe und Stärk'.: jcdc Nationalität, welche Pflcgc ihrer Bestrebungen bc ansprnchl, bildet cin ncucö Culturclement im Stnalc. Und dic Dculs6,öster!eicher, welche sich in Olslcrrcich die Cullmmission vindieiren, sollten einer solchen Bewrgnng nicht för^crnd, sondern hennncud lntgcgeütrcten wollen? Die Dcnlschöstcneichcr sollten ane nner Cullurbewcgnng, welche dein Staate neue ungeahnte K äste crsckließt, linc Bedrohung ihrer Stellung besorgen? Man vclschouc unö daher mit den wohlfeilen Phrasen, welche die Dcnlsch-östcrrcicher als bedroht hinstel/en möchten. Glcnivtn die Dcu'schöstcrrcicher ihrcr politischen Bcdcutung verlustig zu wcrden, wcnn neben ihnen andere, zu keiner nube-deuttudcn Culturhöhc bcreils emporgeklommenen Nationalitäten zn jcncn Rechten gelangen, in deren Besitzsich dic Deulschcn seit langem blfiliden, dcmn verleugnen sic dic gcisligc Krasl, dic den, deutschen Elcmcnte innewohnt, dann stürzen sie sich selbst von jener geistigen Höhe herab, aus ucr zustehen sie bchiuiptln, undmit Rccht'behailplcn. Dic Deutschen, wic die nicht deutschen Bollö' stämmc Oesterreichs inüsjen alle erkenncn, daß nnr dnrch gegenseitiges ?lachiz(ben, mtt Billigkeit nnd Gcrechli^lc!! endlich jenes Verhältniß zwischen dcn einzelnen Polls-slämmcn, dic in den, grohen Hause Oesterreich wohnen und wohnen müssen, geschaffen werden kann, welche dn, Aufenthalt in dicscm Hause allen nicht nur erträglich, sondern angenehm und wünschcuswcrll) macht. Au oic Deutschen Ocsteireichs crgeht daher unsere Mohnum,: Lasset (5nch nicht irre machen durch falfchc ?1nsstrcnnn-s!,cn, die nur als Waffe im Parteilampfc benutzt werden; allen BtiltcrstäMlncn Oesterreichs abcr rufeu wir zu: Scid mäßig und versöhnlich, wirkct alle zusammcu zur Herstellung des innern Friedens in OcsterrciH! Politische Uebersicht. Laibach, .^0. Juni. Ucbcr dic Acu^crungen, welche Graf Bcust seinerzeit in dcr Sitzung ci»es Ausschusses dcr Delegation übcr dic Beziehungen OcsirrcichS zuin Auslande, iusbcsoudcrc zu Italien, gcmacht hat, sagt die M a i-ländcr „Persc veranza".- „Graf Neust hat nochmals von dcn Beziehungen Oesterreichs zu dcu audcrcn Mächten gesprochen lind ans scincr Rede ist crstchllich, wic er den größlcn (iifer daran fttzc, alle Schwierig-lnten zu beseitigen, alle Ulsachcn zu Conflicten zn vermeiden Was er übcr das Verhältniß zu Italien sagte, ist nichts als die lautere Wahrheit; c>' halle vollständig Recht, die Hallung dcr österreichischen Regierung in Betreff dcr lömischcu Frage als cincn BlS obcrflüch. lich strcist. Mau schrcibt dcm „Mib. Coü." aus Wien üblr dic in glwissln zlrciscn zum läiiliäcu Brot gewordenen Vcrdächtiguugeu des MinislcriuinS Hohcnwarl: „Die Zlu^lassung des Ministen»ästdcnlcn grgcn die Änsschliilnng dcr Prcssc wird von dcn liberalen Journalen und solchen, die dasür gehalten werden möchten, lebhaft besprochen, und daij cS nicht iu dcr freundlichsten Weise geschieh^ läßt sich deut>l!. (5ö ist allerdings richtig, daß das Viinislerium Hohcnwarl dic Zü^cl etwas straffer anficht, als scinc nnmitlclbaren Amt^orgäu^rr, das Bürgcrmi'nslerium und daS Ministcriunl Polocki; allein von dcr Rückkehr znm Absolutismus i st es weit cutfernt. Daß dic Zeilen der Willtür-hcrschaft ciu- für allemal vorüber sind, wissen die Männcr, welche das glgcnwärtigc Minisleiinni bilden, so ant als unser Eines, und wcnn sie die clerical«: Partei nicht 1089 gerade zu vor den Kopf stoßen, so hat das seine guten Gründe. Die Statsllugheit hat eben mit allen Faktoren , welche die Action der Regierung fördern oder hemmen löimen, zu rechnen. Thut sie es nicht, so macht sie leicht die Rechnung ohne dcn Wirth. Die durch dic Presse repräsentirtc össenllichc Meinung ist aber ebenfalls einer jener Factoren, und Graf Hohenwart ist zu klug, als daß er sich mit der sechsten Großmacht auf schlechten Fuß setzen sollte." Einer dcr Acrliuer Correspondenten der ,.N. Fr. Presse" schreibt: In Folge der günstigen La^c der preußischen Finanzeu und im Zusammenhange mit dcm Aufschwünge, den die Reichsfinanzen genommen haben, ist eine Aufbesserung der Vcamtcn^chaltc in der preußischen Monarchie in umfassendem Maße u»d für die Beamten sämmtlicher Ressorts und allcr Stnfen in Aubsicbt genommen worden, und wird dcr Landtag bereits in scincr nächsten Session bei dcr Berathung des Etats sich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen haben. Nus Straßburg wird dcr ,.A. A. Ztg." unterm 22. d. geschrieben: „Die Angriffe auf deutsche Soldaten häufen sich ii» dm Ictzttn Tagen wieder in bedenklicher Weise. Gegenwärtig liegen cilichc durch Schliffe Verwundete im hiesigen Spital darnieder, und gestern Abends fand cin bedeutender Krawall stall zwischen preußischem Militär und Civilisten, wobei, wie es wenigstens überall in dcr Stadt erzählt wurde, von letzteren einige todt auf dem Platze blieben." Der König von Italien ist Mittwoch nach Neapel und Rom abgereist. Die Behörde» und die Vertreter der Municipalität befanden sich auf dcm Bahn« Hofe. Die Nationalgarde und die Truppen standen unter Waffen. Eine große Menschenmenge war bei dcr Abreise zugegen und acclamirte dcn König mit den Rufen: Es lebe der König! Es lebe Italien! Der Gemeinderath von Alessandria hat in Folge einer mit mehr als 300 Unterschriften bedeckten Petition dortiger Bürger beschlossen, au die Regierung das dringende Ansucheu zu richten, den ReligiouSunter-richt in den Elementarschulen ganz abschaffen und statt seiner eine Unterweisung über die Principien dcr Moral und über die Rechte und Pflichten der Bürger einführen zu wollen. Nach Meldungen aus Florenz will der Justiz-minister nach Wiederaufnahme der Sitzungen des Parlaments in Rom ein neues Strafgesetz eiubnngen, welches die Aufhebung der Todesstrafe enthält, ferner einen Gesehentwurf über eine Reform der Schwurgerichte. In Bosnien wurde öffentlich ein Manifest des Sultans verlesen, mit dem Te. Majestät allen politischen Perbrechern und Compromittirtcn von den Aufsländen von 1862 und den folgenden Jahren volle Amnestie gewährt. Delegation des ungarischen Reichstages. (Zchlllhschuilg vom 27, Juni.) Nach der mit Beifall aufgcuommenen Rede Tre-forts erhebt sich Zfcoenyi zu einer Rede gegen den Grafen Beust. Er betlagt sich in vehementester Weise, daß in der Pontusfrage nicht n:it größerer Conseauenz und Klarheit vorgegangen wurde. Der nächste Redner, Baron Gabriel K e m e n y, geht von der Zerstörung deS europäischen Gleichgewichts aus. Er tadelt die politischen Ideen, welche man von Frankreich aus zur allgemeinen Geltung zu bringen ge- sucht, wie das Nationalitälspriticip und das allgemeine Stimmrecht. DaS, was gcgenu'ärtia als europäisches Gleichgewicht erscheine, sei tünsinch gemacht und werde künstlich aufrecht erhalten. Da nun die Gcsammtmonar-chie nur die Wahl habe, eine Großmacht oder gar keine Macht zu sein, so ist er für alle Opfer, welche erforderlich sind, um Oesterreichs Ztellung auch unter den gegen» wärtigcn Verhältnissen zu kräftigen, er ist somit auch für die Kosten, welche die Wehrfähigkeit dcr Armee erheischt. UcbrigenS lann cr nicht finden, daß die Politlt des Grafen Beust allciu an unserer Isolirung Schuld tra^e, er kann denn auch dcn bezüglichen Aeußerungen Zscdenyi's nicht l'eipfllchtcn. Auf Kemeny folgt Graf Anton Szccscn. Seine Rede, welche mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen wurde und wiederholt allgemeinen Beifall gcsnuden hat, lehrte sich zunächst gegen die Anistcllungcn Zscdenyl'ö bezüglich der Pontusfragc und dcr Frage der Donau« schiffahrl. Szecscn criuncrl daran, daß die Neutralisi-rung des Schwarzen MccrcS keineswegs Zweck dcS Friedensschlusses gewesen. Dieser Zwcck sei vulmehr, wic dcr Punkt 3 des Vertrages vom ^1. December 18i)4 besagt, hauptsächlich die Aufnahme dcr Ti'nkei in daS europäische Concert gewesen. Erst um .-'». Apr»l 1K55 habe Lord Clarendon die Neutralisation angeregt und habe dieselbe in Ermanglung eines besseren AuöknnftSmittcls acccptirt. Sie sei aber nicht Zweck, sondern nur ein Er< gcbuiß des Kricgcs gewesen und die Schwäche und Hinfälligkeit des Rußlaud aufgenöthigten Zwanges sei bereits zu jener Zeit wahrgenommen worden. Nun sträube sich heutzutage die öffentliche Meinung entschieden gegen jeden Krieg, der zur Verherrlichung ciner theoretischen RechtsanschlUlua geführt werden sollte. Noch gefährlicher als fclbst ein Krieg wäre es aber gewesen, hätte man die Lösung der Frage, nachdem dicse einmal angeregt worden, in M8p6N80 lassen wollen. Allerdings seien die Wünsche Rußlands erfüllt worden, aber erst, nachdem dafür gesorgt worden, daß auS dicfcr Annahme praktisch leine schädlichen Folgerungen gezogen werdc» könne». Wcr aber behauptet, daß die Eonfercnz die Wünsche Rußlands registrirl habe, der wolle nicht übersehen, daß auch die Wünsche der Türkei registrirt worden. Deren Streben sei zunächst auf Erhöhung ihrer Selbständigkeit gerichtet gewesen und diesem Streben sei volle Rechnung getragen worden. Zur Donausragc übergehend, hebt Graf Szecsen hervor, daß die europäische Commission auf dcn Wunsch des östcrrcichisch-unaarijchcu C^biuctS eingesetzt worden. Wenn die auf die Douau bezüglichen Wünsche dieses Cabinets nicht vollständige Befriedigung gefunden haben, so mö^e mau nicht übersehen, daß Aehnlichcs auch anderen Mächten wiederfuhr, daß daher, wenn hier von ciner Hsoliruna die ^'eoe scin tonne, diese Isolirung alle gleichmäßig traf und treffen mußte. Sei ja doch die Const' renz hauptsächlich zum Schutze dcr Pforte zusammengetreten ; nalürlich also. daß die Wünsche aller anderen Mächte vor jenen dcr Pforte in die zweite Linie zurückweichen mußten. Zum Schluß trilt dcr Redner dcr Anficht entgegen, daß die äußere Politik die Kraft und das Ansehen cincs Staates namhaft erhöhen könne. Diefe Kraft und dieses Ansehen müssen im Staate selbst liegen und nur gc-suude iunerc Zustände, Uebereinstimmung zwischen Volt und Regierung können sie ihm vehmc Zsed0nyi's, dcr Le tuna dcr auSwärlMi, Angelegenheiten die Anerkennung nicht vorem hauen Auch Zfed^nyi würde eiu gerechteres Urtheil gefällt haben, hällc cr fich die Ziele und Eifolge dcs Reichskanzlers vor Augen gehalten. Das Ziel lonnle doch nichts An-dcrcs sein als die Aufrechterhaltung des Fiicdcns, damit die Monarchie sich zu kräftigen, zu ronsl'lidircn in dcr Lage sei. Dieses Ziel wurde angestrcbl und auch cnciä'l. Diese friedlichen Intentionen dcr Monarchie fanden auch in der Hallung dcr östl'rrcichisch'Nn^arijchcn Diplo-matic gegenüber der PontuS-Fraac ihro, Ausdruck. F,e>lich findet Zsed6nyi gerade in dcr Haltung dcr österreichisch, ungarischen Vertreter auf dcr londoner Confcrcnz einen Widerspruch mit der Energie, welche dcr Reichskanzler bei dem erste» Auftauchen der Frage au dcn Tag lcglc. Allein mau müsse die Verhältnisse zu unteischeideu suche». Als dic russische Note erschien, da mußte die crst> Sorge der Diplomatie sein, einen w< zuiückznweisc», welcher dic Heiliatcit der Vcrtiägc in Fraac ^stellt. Man durste nicht ohne writers die einseitige An.nilli-ruug von Vertragsbestimmungen zuqcbc», wenn cn,ch das Verlangen selbst, um das cs sich handelte, »ichl als durchaus ungerechtfertigt crschciucu konnte. Als je» doch Rußland die Idee eines Congresses annahm und somit die Entscheidung von dcm Forum dcr europäischen Diplomatie abhängig machte, war dem Acte die verletzende Schärfe genommen und uuu lounte die Aufgabe »nr die sei», dcn Conflict in ciuer Wcisc beizulegen, welche dcn friedliche» Intentionen der Monarchie wie der übrigen Mächte entsprach. Dies wmdc ans dcr Conscrcnz erreicht, die Heiligkeit dcr Verträge wurdc wieder gewahrt, ohne daß darunter die Inttnssm OeslerrcichUn-garns gelitten hätten. WaS die Entncutralisirung des Schwarzen Meeres betrifft, so müsse Redner wicdc,holen, was bereits vor ihm gesagt wurdc: daß die Ncutralisirung dcs Schwarzen MccreS keineswegs daS Ziel des Pariser ^rlragrs sein tonnte. DaS Bestreben dcr Gurunlieniächtc nun' dahin gerichtet, die Türken vor einem Ucbeis'Ulc dnrch Nußland zu sichcru. Bci uähcrer Unleisnchung müsse mau jedoch fiudcu, daß angesichts dcr großen marilimcu Entwicklung Rußlands die bloße Ncutralisirnng des Schwarzen Meeres nimmermehr als ciuc ucrläßlichc Garantie für die Pforte betrachtet werdcn konnt?. Der Pariser Vertrag hatte vorzugsweise zwci Principien zur Grundlage, cin negatives und ein positives. Das negative bestand darin, dic Verträge zu beseitigen, fsmilMml. Per Klosterlzof. 1374-1869. Eine Novelle aus Krain. (Fortsetzung.) 2. „Der Tturm." Eines Sonntags Nachmittags — ich war in einem dcr naheliegenden Dörfer gewesen und hatte einen eben aufgefundenen Inschriflstein und die Trümmer eines rö> mischen Bades besichtigt — ging ich zwischen Feldern den Bergen zu, um unter dem grünen Laubdach die träumerische Stimmung fortzuspinnen, die mich bei Erinnerung an die untergegangene Herrlichkeit mit Macht überkommen hatte; die kunstreichen Gcläuderstücke, die Reste der Malerei: Epheulränzc und Amorettenköpfc, wessen Hand mag dies gearbeitet, welch' Auge darauf geruht haben? Dort im Süden hatte es fich vielleicht aufgethan, wo die Campanerberge im goldigen Schein der Sonne Kaliums schimmern, und schloß sich auf barbarischem Boden, fern von den Penaten des Hauses, in Pannonien. Wo magst du ruhen, hier unter dem Wo< gen des Korns? — Ach. es ist so traurig — auch hier nur Trümmer — Hoffnunastrümmer! Die Halme, die gestern noch so schimmernd genickt beim Leuchten der Blitze und als der Sturm wetterte durch das Thal, sie liegen zerknickt und verschlammt von Hagelschlag und Regenfluthen. Bleich, mit bebenden Lippen sahderöand-mann sein Alles zu Grabe getragen unter den brausenden Orgeltönen des Donners, und heute ballte er trotzig herrliche Waldung um dcn „Klostcrhof." Was ich dort suchte? — Ich gestand es mir schwer, was mich seit jener Mondnacht so manchesmal hingezogen, uud es waren am Ende doch »ur die prächtige» Eichen und die tausend lauschigen Plätzchen, umwoden von feierlicher Stille, durch die dann und wann ein Verlorner Ton vom Sonntaasglockenläutcu schwebte. Diesmal waren es stolpernde Schrille, die dcn steilen Waldweg heruntcrlollcrten und manch einen Stein, dah cr springend dcn Abhang hinab durch die Kräuter schoß, vor sich her trieben. Nach diesen Vorboten kam dann das Männchen von der Mondnacht dahcrgchumpelt: war es doch heute Feiertag, und doch mahlten die Mühlsteine seiner Kiefern eifriger als jc; i» den Faltn, feines sonneuerbrannten Gesichtes wob es wic Abendroth zwischen Bcrgfclstlippcn. uud die gerötheleu, zwinkernden Augen konnten entschieden davon erzählen, wie sie heute manchem Gläschen bis auf dcr Seele Gruud gesehen. „Was watet Ihr in dem verfluchten Gehölz herum ?" rief er mich an; ..fcid Ihr übcr die Teufelswurzel getreten, daß ihr Zauber Euch die Wege verwirrt hat, wic die Katze einen Zwirnknäuel, was?" „Gibl es dergleichen da herum?" fragte ich laut lachend. „Ihr da!" schrie das Männchen ganz erboSt, „was? Ihr glaubt cS uichl? — warum lacht Ihr »achhcr? Ihr scid ein so Ungläubiger, wie der unten, der Freiherr, der Hund — aber dcr — mum!" schlng cr sich anf dcn Mund, „mum, fchon gut! Nehmt Euch in Acht. Ihr!" - Damit bog er um die Ecke. Gleich einem Blitze tauchte ein Gedanke in mir auf. der bald furchtbare Form gewinnen sollte. Dic Drohungen von neulich, das heute sondcrbmc Betragen dcs Altcn sagten mir: dem „Kloswhofc" stehe etwas bevor, eiuc drohende Gefahr schwebe, wie die Elektricität vor einem Gewitter, über dein Schlüsse. Mein Entschluß war bald gefaßt: ich wollte das Unglück verhüten, um welchen Preis es immcr sei. Ich ciltc deu Steig hinab, den d.r Alte trottele, um auf Nebenwegen am Berge hin nach „Thurn" zn gclaugcu. einem Gute, das kaum eine halbe Sluudc cnlfcrlit lag, und auf wclchcm ich einen jungen RcgimcntSarzt wußte, dcr einen Thcil seines Urlaubes zu Hause zubrachte, wir hatte» uns während meines AufcnlhaücS in St. B. kennen gelernt. Er, dcr einzige in dcr Umgebung, dcr aleich mir über die Vorurthcile dcr Baue»» erhaben war. mußte helfen. Ich war taum dcn Berg hinab, alö mir Renata entgegenkam, — der Pfarrer hatte mir ihre» Namcn genannt, der für die Dörfler nicht zu behalten gewesen. Sie blieb stehen, noch in der Ferne, als sie mich bc merkte, auf eiucu Augenblick, dann ging fic rasch a»!»' mich zu: ^Herr Doctor, um GottcSwille», was acht vor? Es brütet etwas dumpf über uns: was ist cS denn?" 10ft0 welche Nußland im Laufe der Zeiten der Pforte abgc-druug,n, zu «cm Zweck., um sich i>, die ilmcrcn A„gc-legenheilcn derselben mischen zu können. DaS p,^siüvc Princip war, die Pforte als g'eiuj^rcchl>lilen ^»'.cloi in dic europäische Staatcnreihc auszui',chmcn. Dicses Rcsullat, vo>, deu europäischen Mahlen an-gesiredt, nn!'.dc nach ^cm Krin» Küege lv!c,di,g'' erreicht, aber es w.nde dem ucsicglcn Roland c>pr^t. Das ?1te-futtat dcr PonlusConferenz hingegen ist, daß diese bc:> dcn Principien nnninehr unler freiwilliger Zustinunnng Rußlands znr Gcltuug gebracht wurden. Auch in dcr römischen Frage findet Zs'.d6i>l)i ciüc Lücke; cS seien keine weiteren Dcp^'chcn vcröffenüicht worden. Diesbezüglich mö>' aber Zscdu'Yi sich beruhigen, dcnn es fticn die Verhältnisse vo» dcr Art, da^ die Nöthiguug >n weilcre,: Ocpcschen nicht vmhaudcu win-. — Zwischen d.r Hallu-ig dcs R'ichslanzicrs vor dem Concil und seiner Haltung gegenüber dem Unfchl-barlcilsdogma ficht Zscd^'yi mit Unicchl cincu Wider-sprnch. Was nach "dcr Ploelamirung dieses Dogma's zn lhün bleibt, das fällt iunncr in den Kreis der aus-wältigen Agenden. (Beifall.) Welcher Art die Verhmtnissc dcr Monarchie zu den einzelnen Mächten scicn, wnrdc gcsragt. Oie Be-zichungcn zu Deutschland, Ilalieu, NlN'laud und dcr Pforte scicn ganz so, wie sic von den Umständen gcbo-ten crschcincn. Bezüglich R'ußlands wurocil in letzterer Zeit mau-nigsachc Bedeuten hinsichtlich seiner Inleutiuucu dcr österreichisch - ungarischen Monarchie gcgcuüuer laut. Welcher Art die Inlculioucu Rußlands sein mögen, tanu Redner uicht ciörtern, für leinen Fall werde jedoch dicsc Macht in die Vage lommcn, von Oesterreich-Ungarn etwas verlangci, zu müssen, eben so wcüig, als wir etwas von RuiNaud zn fordern haben werden. Da lasse sich doch nicht an eine Kollision dcr Inwcsscn dcntcn. Anch das Verhältniß dcr Pforte zn Rußland wurdc als ein nnscrcn Inleresseil lingüustigcs dargestellt. Redner vcrmöge aber nicht sich des Gedankens zu cnlschlagen, daß numöglich solchc Bez>cl>l,„gcn zwischen dcr Pforte und Rußland platzgreifen können, welche Oesterreich zu scheucu hätte. Es sci eine solche Annäherung so wenig möglich, alS es überhaupt denkbar sei, daß es der Pforte um die Protection RußlaudS zu thuu scin könne. Das freundschaftlich? Bc:l)ältlnß dcr Monarchie zn Italien habe früher dadurch einc gewisse Vcschränlung erfahren, daß die cuiswarligc Vertretung die Hyülpalhien Oesterrcich-Uugarns für dc„ Papst nicht verleugnen tonnte. Es sei indeß gelungen, cinc» Millclwcg zn fi>" den, so zwar, daß einerseits dcr Achtung für dcn Papst lein Adbruch geschieht uu^ daß audcrcrscitS Italien dcr--zeit Ocslerrcich-Uugaru alö seinen nnfrichtia.cn Frcuud erkannt hat. Die Gezichuna.cn der Monarchie zu den auswärtigen Mächten scicn demnach befriedigend zn nennen. (Beifall.) Damit ist die Generaldebatte zn Endc. Die Spc-cialdcliatte wird morgen (2tt. d,) ausgcnonunen. Jus wn Ucich6rathc. Wien, 27. Juni. Unter dcn Einlaufen befindet sich cinc Vorlaac des Handelsminisleriums bctrcffs eiucö ^iachlragscrcdilS für 187l. Nachdem nämlich daS Abgcordlnlenhaus dic von dcr Regierung begehrte Ercditbewilligung von sechs Mil- „Ich vcihchlc Ihncn uicht, Fräulein! daß nach dcu gestrigen Erciguisfen in dcr Gesinnung der ^andlcutc gegen die Bewohner des „Kloslcrhufc'»," Sie verzeihen, daß ich cS aussprcchc, cinc Gefahr für Sic und den Hcrru Freihcrrn liegt, sie leimen den abergläubische!! Sinn unseres Volles, dcu aufzullärcu freilich Diejenige» nie sich bemüßigt sahen, die vor Allcu dazu berufen wä'rcu. ES ist uicht unnöthig, l'elrcffs der Sicherheit dcS Schlosses clwaö zu ucrsügen, um für alle Fülle gc-rüstct zu sciu." Einc fieberhafte Rothe flog über Rcuala's Gesicht, ihr Athem bebte u»d ihre R< scnflügel zitterlru leise: Ich will zn Anlonin, dem Verwalter, nach dcm Vor. wcrle, cr ging hculc F'.üh, uui nach dcm Kchadcn, dc» dcr Hagel anf dem Felde nnd in dcn Weinbergen angc-richtcl, zu schcu. — Die Thore», als wenn wir gefeit wären gc> en die Macht dcr Elemente!" „Wenn Ihncu etwas zustieße." „Ich füichte mich uicht!" sagte sie lebhaft, „sin mich nichl," als sollte ich ihre erregte Stimmung uichl liach dcr ncnlichcn Begegnung bcmthcilen. „Und Pluto ist ein ttcuer Himd!" Dcr sp»ang ficudig bellend hcran, als sie scium Xiamen nannte, ..Die Knechte?" fragte ich. ,.S>c siud sott, seit hculc Morg'.ü läßt sich teinc, blicken. Die Elcudcn!" — Sie reichte mir dic Haud, die drohcudc Grsahr halle uns rasch näher vcrlranl »cniacht. Ich qab ihr das Versprechen. Mles auf'.nbiclen, »n, ciuc ssatastrophc ni vcrhütcn, dic um so furchtbarer losdrecken mnsltc. als dcr Zündstoff sich ftit ^auc,cm gchänst hallc. . Wir Nennten ^unö und ich eilte nach ..Tlmrn." (Forlschmlg foll,t.) lionen für die Wiener Wcllauösttll!'.!^ von einer ciqemn Volläße hicfür abhängig gemacht, so übergibt das ^iüii-ücrium dies? Vorlage und ersucht das Herrenhaus, die !.,cl:effcnde Aenderung an dcm Artikel 6 des FinanM-sct^s unzubriugcn, hoffend, daß das Abgeordnetenhaus dieser Äendc, m,g sciuc Zustiunliung nicht versagen werde. Ritter v. Winterstcin stellt als Referent der Fina!,zcomm,fsion dcn Antrag, dcr Regicrungsoorlagc über Bewilligung dcr Stcucrn nnd des StaalSinfwau-des für dcn Monat Juli .!.' nel sl:ssungsmäßigc Znstim-mang zu ertheilen. DaS Hans nimmt das Gesetz ohne Debatte in zweiter und zugleich auch iu dritter Lesung an. Frcil'crr u. Mitlosich bcrichtct NamcnS dcr Un-l,r:ichtscommission über den uom Abgcordnctenhausc beschlossenen Gesetzentwurf zur Regelnng dcr Bezüge t.ce Vehvpcrsonalcs an dcn staatlichen ^chrcr-und Lehrerinnen-Bildnngsanslaltcn nnd den mit denselben verbundenen, anS Staatsmitteln erhaltenen UebungSschulcu. Die Eom-mission beantragt, über diesen Entwurf zur Tagcsord-!lung überzugehen nnd cincm von dcr Eoinmission vor-gelcgtcn Gcsctzcntwnrsc, wonach die Regcluug dicscr Bc-zügc nur allciu au den staatlichen Uebnngsschulcu dc-!l>iUigl wird. die Zustimmuug zu cltheilen. Graf GoluchowSti fpricht sich für dcn Antrag dcS Abgeordnetenhauses aus, sowohl aus Rücksichten dcr Gerechtigkeit und Gilliglcit, als anch darum, weil nicht ohne zwingcudc Nothwendigkeit ciu vom Abgeordneten-Hause gefaßter Beschluß vcrwoifeu wcrdcn solle. Dcr Antrag dcS Redners, den Entwurf des Abgeordneten-Hauses auzuuehmen, findet nicht die genügende Unter» slützung. (Dafür nur wenige Mitglieder des Zentrums.) Ritter v. Hafner vertheidigt die Anträge dcr Eommission, und nachdem auch Minister Iirccct in längerer Rede für die Anträge des Abiicordnclcnhanscs sich ausgesprochen, wird die Generaldebatte geschlossen. Bei der Spccialdebaltc befürwortet Graf Go-luchowski die Gleichstellung dcr ^chrcrinucu mit dcu Vchrcrn in Bezug dcS OehaKcs und stellt cincn diesbezüglichen Autrag. Dieser wird abgelehnt und das gauze Gesetz in der Fassung des Ausschusses angenommen. Freiherr v. Pratobcuera berichtet über das Gesetz, betreffend die Einrichlung und dcn Wnlunyö trcis dcr Bcrgbehürdcu; die Commission beantragt, dic-scu Entwulf in dcr Fassung des Mgeotdnetcnhaus'S anzunehmen. Wird on I^Ioo angenommen. Winter stein rcfcrut ül,>cr de», Gesetzentwurf, betreffend dic Bedingungen nnd Zugcstüudnissc sin die Actiengescllschaft der sü^norddculschcn Verbindungsbahn zum Bchufi dcr Fortsetzung ihrer Linie von Rcichcnbcrg übcr Fricdland bis zur ^andesgrcuzc bci Zcidcnbcrg, dann ciucr Flü^elbahn von Eiscnbrod nach Tannwald. Es wird nur cinc Abandcrnng dcS § 5) des Gesetzes beantragt, wonach die Gesellschaft nach dcm Bc-schl»!; dcS Abgcordi',ctcnhans^s aufgefordert wird, die Trcincschna-Ncnschlosscr ^inic anszuführcn. Auch dieses Gcsctz wird mit dieser Aenderung angcuommcu. Tie beiden andcrcu Gesetze, bctrcffcnd die Ergänzung dci böhmischen Nordbahn durch die Strecke Rumburg-Schlnl-lcnau mit dcr Fortsetzung gegen Bautzen, und das Gesetz, betreffend die Bedingungen für die Heistellnng einer ^ocomolivbahn von Slcrnbcrg über Mährisch-Schönbcrg an cincn Pnnlt dcr Eiseübahnlinic Wildcnschwcrl-Äiiltcl-waldc nächst dcr preußisch.,, Grcnzc wcrdcu ohne Dc-balle augcnounnen. Es folgcn noch Rcfcrulc über Petitionen, darunlcr zwci Pilitioncn von politischen Vereinen, in welchen das Herrenhaus aufgefordert wird, an der GcfammlrcichS'. vertrclung nnd Verfassung sesl^nhallcn, damit d-c ohne-dies schon geschwächte Eenttalgcwall nichl noch mehr hcruntligedrückt wird. — Der Ausschuß beantragt, mil Hinweis nuf dcn Stcmdpuull dcs Hauses in der Vcr-fassungsfragc, welcher in dcn verschiedenen Adressen an Se. Äiajcstät zum Ausdruck gebracht wurde, über dicse Petitionen zur Tagcöo'dnung übc,zngchcn. (Aii^cnommcn.) In dc,i Eavallcric-Ausschuß winden schließlich gc? wählt: Graf Ehonnsly, R,ller v, Arnclh, Graf Fallen' hayn, Baron Gablcnz, Graf Harlig, Graf Mcrcaiidin, Freiherr v. Mcrlcns, Baron Ritter und G>af Wrbna .junior. Schluß der Sitzung HM .'! Uhr. Nächste Sitzung Dieustag. 4. Juli. Tagesordnung: Budgetdebatte. 'Abssl'vrdln'tenhaus. Wicu, 27. Juni. Auf dcr Tagesordnung steht die Berathung dcr GrundbuchSordnung. Beiichlerstaltcr Dr. D i e n sl l lcscrirt Namens des AnsschnsseS übcr dcu von Or. Glaser zn § 3> gc^ stellten Antrag. Der Ansschnß beantrag« die Ablehnung dcs Glaser'schcn Antrages und dic Beibehaltung dcS ^c-galisiruiigszwanges „ach dcm Gesetzentwürfe. Es handle sich hicr nicht um cinc Freihcitt'fragc, sondern nur darnm, ob man im allgcu einen Inlercssc seiner Bequemlichkeit ciu Opscr bringen nolltc. ScctionSchef v. ^>enoni spriiht sich Namens dcr Rcgicrung für dcn LcgalisirnnMwatlg aus. denn nur in dicscm licgc die Grundlage für dic r»nl»li'oa .r es für gchhüstSlutmnnge-widrig hall, daß eine Frage, dic vor wcnigcu Tagen bereits entschieden war, wieder vor dcu' Ha.lS ^'.bracht werde. Er lierlmi'.'t h cbei auf i> 9 der Geschäftsordnung. Außerdem sei doch das e^ste )rniß nncs neu einzuführenden Gesetzes, daß dasselbe in c: Noth« weudigkeit begründet sei; eine solche Nothwendigkeit wurdc aber von dcr Rcaicruug nicht nachgewiesen, ja dieselbe hat sich trotz dcr mchrmaligen an sie gerichteten Aufforderungen uicht herbeigelassen, einen statistischen Ausweis über die vorgekommenen Urkundenfälschungen vorzulegen. Redner stellt schließlich dcn Antrag, tz 31 soll lauten: Die Einverleibung lanu nur auf Grund öffentlicher oder Privaturkunden geschehen, auf wclchcu die Unterschriften gerichtlich oder notariell beglaubigt, oder von zwei schrcibtundigcn Zeugen bestätigt sind. Hierauf sprechen dic Abgeordneten Dr. Weebcr. Fux, und Brandstetter gegen dcn Ausschußantrag. Dr. Sturm versucht es, die gegen dcn Ausschuß vorgebrachten Vorwürfe, als habe cr gcschäftsordnungs-widrig uud iuconslilulioncll gehandelt, zu widerlegen, Dr. Hanisch sagt, «r sei zwar Anhänger dcS ^c-galisirungSzwangcs, werde aber gegcn das ganze Gcsctz stimmeu, weil er in demselben cinc allzngroßc Einschrän-luua. dcr Rcichsrathscompetenz erblicke. Dr. Herbst hebt die Vortheile dcs muen Gesctzcs hervor und befürwortet dcn Antrag dcö Ausschusses. Bci der Abstimmuug wird dcr Antrag dcs Dr. Blitzfeld abgclchnt und § 31 in der vom Ausschüsse beantragten Fassung angenommen. Hierauf wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung den 28. d. M., 11 Uhr Vonnittags. Mffesueuigkeiten. — (Unterricht für Taubstumme und Vliudc.) Das Unlcrnchlsmniislcrium hat auf Anlraa. dcs n. ü. Lan-desschulralheS genehmigt, daß noch während des laufenden Sommersemesters die ^chramtszö^linge dcr obersten Klasse zu Korncubura. in dcr Taubstummen- und Vlindcu-Nnlcr-richtsmelhodc, dann die ^ehramlszöglinge zu Si. Pollen, wo ein Taubstnmmcninstitnt sich befindet, in dcr Blinden-Unlerrichlsmelhode eine Unlcrwcisuug durch dahin abzusendende Lehrer der betreffenden Inslilulc Wieus erhalten. Auch wurdc dem ^andeöschulrathe anheimgestellt, eine förnüiche Regelung dieses Unterrichtes für die Folge in Erwägung zu ziehen und darüber bestimmte Anträge zu erstatten. — (Einbringung von Steuerrü'ck ständen im Wege der Real execution.) Ein Finanzmini sterialerlaß vom 8. Juni d. I. regelt das dermalige ungleiche Verfahren bci Einbringung dcr dircclcn Steuern und bezüglichen Zuschläge mittelst der gerichllichen Execution auf das unbewegliche Vermögen dcr Sleuerpslichligen. Hienach wird die Finauzlandcsbehöroe nach genauer und eingehender Würdigung der obwaltenden ölonomischen Verhältnisse dcs ßrccuten, iiber welche sich die Bezirkshauptmannschaft bei Borlage des ßrcculionöactes bestimmt aus-zusprechcn ha», entscheiden, ob zur Veräußerung des in Execution gczoa,5ncn Reales zu schrcilen odcr ob dem Exc-cutcn eine Frist zuzugestehen sei. Wird die Nothwendig-leil der Durchführung des drillen Executiousgradcs anerkannt, so hat die Finauzlandesbehörde nach beschleunigter Prlisung der in dem speciellen Falle bestehenden Eigen» lhums- und sonstigen Ncchlsocrhä'ltnissc, welche ans die Nea-lisirung dcr cirarischcn Forderung Einfluß nehmen, in Erwägung zu ziehen, ob bci Vornahme der ereculiven Feil-dielung die Milwirlung dcr Finanzprocuralur einzutreten habe odcr unbedcnllich unterbleiben lann, sonach auch dieser Ereculionsgrad von dcm Slcucranttc durchzuslihren sei. .- ^Geologische Dctailaufnahme oon Käruten.) Tie Durchführung einer delaillirlcn geologischen Ausnahlne von Kärnlcn wurde in dem dortigen berg-und hüllcnmännischcn Vereine in Anregung gebracht und beschlossen, ciu von cmcin besonders eingcsctzlcn (5omil6 entworfenes Elaborat, wclchlS Inslruclioucu ubcr das bei der Ausnahme zu bcobachlcndc Verfahren ?c. enthält, vervielfältigen und an alle Ncreinömilglieder vertheilen zu lassen. Bereits haben sich die Herren Pichlcr, Schnablcgger, Kroll, Miwichsdorfer. Scclaud und H. Höfer bereit erllär«. gewisse ^andcslhcile zur Ausnahme zu Übernehmen. -- (^inc Million Fremde.) Nach amtlichen Mittheilungen betrug die Zahl der bci dcr Berliner Polizei angemeldeten, während dcr Einzugsfeier anwesenden Fremden gegen 050,000 Personen. Ncchuel mau nun hierzu die große Zahl von Fremden, welche sich auch nur einen Tag bei dorligcu verwandten oder befreundeten Familien aushicllen, und' die deshalb gar nichl erst polizeilich angemeldet wurden, ferner die große Zahl von Personen, welche saclisch ohne Nnlcrtonimen waren — in der Nacht vom Donnerstag auf Frcilag sah man Tausende von Personen mil Reisetaschen ?c., welche auf dcn Bänken unter den binden auöruhelcn oder die Nacht über durch die via trinm-pinili« promcnirlcu — und endlich die sehr große ^ahl solcher Fremden, welche am Morgen dcs Einzugslagcs" mil dcn zahlreichen Lxlrazttgcn in Berlin eintrafen, mn am Abend wieder abzureisen, so wird die Annahme, daß über eine MiNion Fremde währeud des Festes dort verweilten, vollkommen gerechtfertigt fein. 1090 — (Aus Paris.) Bei der Untersuchung der Pariser Katakomben hat sich herausgestellt, daß alle Pfeiler unterminirt und durch Drähte mit einander verbunden waren; sie sollten in die Luft gesprengt werden, was die fürchterliche Wirkung gehabt hätte, daö ganze linke Eeine-Ufer in einen Abgrund zu versenken. Während der Commune' Herrschaft sind m Paris nicht weniger als dreiundsicbenzig natürlich hochrolhe Journale entstände«, von denen viele nur 2 bis 3 Nummern erlebten. Ein Amerikaner bot 10.l)00 Francs für eine vollständige Sammlung. — (Mont-Cenis-Bahn.) Nach neuesten Mittheilungen in der Berliner Börsen-Zeitung ist die Inbetriebsetzung der Monl-Ccnis-Bahn, die für den Monat August projectirt war, mcht zn erwarten, weil in dem 1"/» deutsche Meilen langen Tunnel die Rauchmassen in solcher Weise sich anhäufen, daß bei dem ersten Durchfuhrvcrsuch von drei Maschinisten zwei erstickten und ciner kaum mit dem Leben davonkam. Zudem steigert sich die Hitze auf eim für die Passirendcn kaum zu ertragende Höhe, da die Eigenwärme des Tunnels schon 32" C. beträgt. Man sucht nun durch Ventilation und Anschaffung von rauchverzchrenden Locomoliven nach Möglichkeit nachzuhelfen. Locales. Der Vergbau in Krain im Jahre l8ftft. I. Das soeben erschienene 2. Heft des 18. Jahrganges der von der k. k. statistischen Centralcommission herausgegebenen „Mittheilungen aus dem Gebiete der Statistik" bringt eine sehr eingehende, mit vielen tabellarischen Uebersichten ausgestattete Darstellung des Vergweiksbetriebes in den Landern dies- und jenseits der Leitha. Die allgemeinen Verhältnisse und Ergebnisse beim Bergbaue uud dem dazu gehörigen Hüttenbetricbe gestalteten sich im Jahre 1869 in den meisten Bezirken günstig. Ein eigentlicher Niickschlilt ist nirgends eingetreten. Vorzugsweise ist die Kohlen- uud Eisen» industrie im Aufschwünge begriffen, sowohl in Vezug auf Ausdehnung der Production als auch rücksichtlich der Ei»»' führung eines rationellen Betriebes. Wir wollen in Folgendem aus dem reichen uns vorliegenden Materiale die Krain betreffenden Daten hervorheben. In dcr Zahl der Freischürfe machte sich im Jahre 1869 ein ansehnlicher Aufschwung bemerkbar. Die Zunahme betrug nahe 56 pCt., woran wohl die Ermäßigung des früheren hohen Gebührensatzes von 29 fl. auf 4 fl. seit dem Jahre 1866 hauptsächlich Antheil hat. Einen partiellen Antheil an dieser günstigen Gestaltung hatte aber auch die in Folge N.iuisterialcrlasscs vom 14. Juni 1862 gestattete Zusammenschlagung mehrerer Freischurfsbetriebe für einen Haupteinbau. Der Zuwachs an Freischürfen fällt größtenlheils auf das tertiäre kohlcnführende Terrain von Bischoflack bis Mottling und Sagor und auf die isolirtcn Tegelbeckcn an der Gurk, Bezirk Gurkfeld, so daß drei Biertheile der neu angemeldeten Freischl.rfe auf fossile Kohle und nur ein Vierlheil auf die anderen Mineral-Vorkommen entfallen. Außer den drei Bezirken Vaibach, Lillai und Gurtfeld, in welchen in Folge einer regereu Nachfrage nach fofsilcm Brennstoffe die Schürfarbeiten einen auffallenden Aufschwung erfahren haben, vcr^ent der Bezirk Radmannsdorf noch Erwähnmig, in welchem die Zahl der Freischürfe von 34 auf 53, also fast auf das Doppelte sich vermehrt hat, wozu auch der Umstand beitrug, daß eine Anzahl Freifchürfe auf ein stark eisenholtiges Thonerdehydrat (den sogenannten Woch ein it, Bc ixit) angemeldet wurden, welches, obwohl größteutheils als eine nur zur Gewiunung von Aluminium, schwefelsaurer Thonerde u. s. w. verwendbare Erdart, vermöge Ministerial-eutscheidung vom 11. Jänner 1K66 zwar nicht als vorbe-haltenes Mineral im Sinne des § 3 des allgemeinen Berggesetzes betrachtet und behandelt werden kann, daö jedoch bei einem nicht selten vorkommenden Halte von 35—40 Procent Eisen auch als Eisenerz sich darstellt und als solches zu den reservirten Mineralien gehört. Im Grubcubesihstand ist im Jahre 1869 keine namhafte Veränderuug eingetreten. An Förderbahnen halte Krain im Jahre 1669: 13566 Wr. Klafter. Eine bedeutende Zunahme an Destillat i o n s ö f c n verursachte hauptsächlich die Erweiterung des Hüttenbetricbcs von Idria, nebenbei auch jene der Zinkhütten i» Iohanneslhal in Sagor. Auch der Bergbau Stofje erweiterte seinen Betrieb durch Vermehrung der Halbhochöfen und Krystallisationsapparate. Die Arbeiterzahl der traiuischen Bergwerke stieg im Jahre 1869 auf 2761, der meiste Zuwachs fällt davon aus den Bezirk Littai, speciell das Kohleuwert Sagor, wo im Verhältnisse zur erhöhten Production die Arbeiter« zahl sich von 612 auf 762 vermehrte. Zunächst folgt der Bezirk Rudolsswerch, namentlich das Eisenwert Hof mit einem Zuwachfe von 54, und der Bezirk Krainburg, und zwar das Kupferwert Stofje, ebenfalls mit einem um 54 Mann vermehrten Arbmerstande. Verungl ü ckuugen sind im Jahre 1869 in Kraiu 10, darunter nur eine tödlliche vorgekommen. Berücksichtigt mau diesen Umstand und bringt man die Vermehrung der Arbeiterzahl in Rechnung, so kann dieses Resultat als cines der günstigsten im letzten Dccennium bezeichnet werden. Die eine tödlliche Verungllickung traf bei dcm Kohlenwerke Sagor einen Förderer, dcm bei der Entladung eines Schusses in der Bergmühle die Hirnfchale zerschmettert wurde. Unvorsichtigkeit der beim Sprengen beschäftigten Mitarbeiter, welche das vorgeschriebene Zeichen zu geben verabsäumten, trug die Schuld an diesem Todesfälle. Das Vermögen der neuen V ruderladen in Krain betrug im Jahre 1869: 153.070 fl. 6 kr.; um 3895 fl. 32 kr. mehr als im Vorjahre. An diesem erfreulichen Aufschwünge betheiligle sich von den Werkscigenthü'mern in sehr rühmlicher Weise nur die Gewerkschaft Sagor mit einem Beitrage von 1327 fl. und der Besitzer der Zinkhütte zu Ioha nn esthal, Ludwig Kuschet, mit einem solchen von 440 fl. Eine regere Theilnahme von Seite der Wertsbe-sitzer nach dem Beispiele auswärtiger Bergbauunlernehmun-geu, vorzugsweise zur Begründung einer allgemeinen Bruder lade, wäre höchst wUnschcnöwerth. — (Der hiesige A rbeiterbilduugs verein „Vorwärts") hält am Sonntag den 2. Juli, 2 Uhr Nachmittags, seine Monatsversammluug im Vereinslocale im Gasthause zum „grünen Krcuz", Gradischavorstadt, mit folgender Tagesordnung: 1. Bcrichl des Ausschusses, 2. Vereinsangelegenheiten, 3. Ausschußcrsatzwahlen, 4. allgemeine Anträge. — (Zum P apstjub iläu m.) Die Frau Oberin der E. E. Ursuliucrinneu in Laibach erhielt auf ihren telegraphischen Iubiläumsglückwuusch von Cardinal Antonelli folgende Antwort (in Uebersctzuug aus dein slovenischen Terte der „Danica"): „Euere telegraphische Botschaft war dcm Papste sehr angenehm, und er spendet Euch, dem Kloster, den Nonnen und den Schülerinnen aus der Tiefe seines Herzens den apostolischen Segen." — Auch die Priester, welche als im Jahre 1846 ausgeweiht, als Mitjubi-lanten dem Papste glückwünschten, erhielten cin ähnliches Danlschreiben. — (D iöcesanv crändern n gen.) Gestorben ist Herr Johann Germ, Administrator bei St. Magda< lena am 20. Juni; die Localie ist am 23. d. M. ausgeschrieben worden. — (Südbahn.) Anläßlich mehrerer neuester Zeit vorgekommenen Fälle von Betrug mit nachgeahmten oder gefälschten Bahndocumenten warnt die Südbahngesellschaft, Käufe von Waaren auf Grund der Bahuaufgabsrccepisse abzuschließen oder Gcloer vorzustrecken, ohne vorher unmittelbar bei dem Bahnexpedile, bei welchem laut der vor--gewiesenen Documenle die Waaren aufgegeben worden sein sollen, die Bestätigung über die wirtlich staltgcfuudene Aufgabe, resp. Uebernahme der Sendungen zum Bahntransporte eingeholt zu haben. — (Fleischlarif proIuli.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen kostet 27 kr., mittlere Sorte 23 kr., geringste Sorte 19 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 24, 20 uud resp. 16 kr. (filtsscsclldct. Ntttu Leidenden (hesuudheit durch dir delicate Il»'V!,!'^<',!''N' '!» liün'v, welche, ohue Auiueuduiig mm Medic», mid ohne Kos!>'» die uachfolgrudeu ztrautheitrn beseitigt: Magen-, Nerven-, Vrnsl-. ^uugcu-, Gelier-, Driiscu-, Schleimhanl-, Athene, Vlaseii' uild Nierenleiden, Tubcrculase, Schwindsucht, Asthma, Huste», lluucr. daulichte.t, Verstopfung, Diarlhurn, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoide», Wassersucht, Fieber, Schwindel. Vlntaufsttige», Threnblausen, llebclleit uud ürliveche» selbst während der Schwange, schast. Diabeleö, Melancholie. Aliniageriiiia,, Nhenmaliiünnö, Gicht. Bleichsucht. Au«,;ug anö 7^,000 Certificate» ilber Genesungen, die aller Medici» widcrstandcn: Ccrtificat Nr. 4>542I. Neustadl, Ungarn. Seit mehreren Jahren schon war mciuc Verdammn, stetö gestört; ich hatte mit Maa/uildclu uud Verschleim»!!«, zn lämvfm Vou diese» Uebeln liiu ich min seit den, vierzehutägigcn Genuß der I^vl,!«5«',!l:!',! befreit. I i!. Sterner, Lehrer a» dcr Volthschnle. Gase» in Stciermark, Post Birtscld, 1'.», Nuuember 1«?<», Hochgeehrter Herr! Mit Vergnügen n»d pflichtgemäß be-stäligc ich dic giiuslige Wivlung der Il''Vl!>, wie sic uon vie-lcu Seil,'» betau»! gemacht wordeu ist. Dieses vortreffliche Mü-!el hat >»ich uou entsetzlichen Alhembeschwerdeu, beschwerlichem Husten, Vlähhals nud Mageulrämpfen, woran ich lange Jahre gelitten habe, qanz Uollsläudig befreit. Piuccn; Staiuingcr, pcnsiunirtcr Pfarrer. Nahrhafter als Fleisch, erspart dic Illivülo^iül'i bci Erwachsenen uud Kindern 5i0 Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbüchse» uun ; Pjnnd fl 1.50. 1 Pfund fl 2.50, 2 Pfund fl. 4.50, 5 Pfund fl. 10, 12 Pfund fl. 20, 24 Psnnd fl. 3l'. Iluvü!e8,:i.>.!^ l'!,<><,,>!!,l.^ in Pulucr »nd in Tabletten für l2 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen sl, 2 5,0, 4« Tasse» sl. 4,50, in Pulucr fttr 12" Tasse» fl. 10, silr 28« Tasse» fl. 20, fl!r .>?'. Tasse» sl. ^e;iel>» durch Varry du Äarri, ä Eomp. in V^ien, ^VaUii8oIi82««« Nr. «, in I^ibacb lHd Mahr. iu Marburg F. .ttolleluig. >>l zilageufurt P. Virilbacher, in Graz Gebrilder Overran;», ny r. >" Inilt'blück Diccht! <^ Frank, in Viu, Haselmal,er. in Pest Torol, ,n Prag I. Fttrst, in Ärünil F. Lder, sowie in nllen Slädten bei gulen Apolhekern „nd Specercihäudleru; anch uersendet daö Wiener Haxö nach allen Gegenden gegeii Postanweisung oder Nachnahmc, Neueste Post. (Oriainal-Telearamu e der „Laibacher Zeitunst.") Wien, 3«>. Juni. Dcr Neichsrath nahm bei namentlicher Abstimmung mit itztt ssessen Htt Stimmen den Antrag der Majorität des Finanzausschusses au, i» die Verathu,,,, des Gesetzes über die tt<> Milliuueuauleihe derzeit nicht einzugehen. Berlin, »O. Juni. Die Abreise des Kaisers nach Hauuover ist wegen Uuwohl-seins aufgegeben, der Kronprinz ist nach Hannover abgereist. Der Kaiser verlieh an Vis-marck den Grundbesitz im Amte Schwarzen-beck als Dotation und ordnete die Herab- setzuug der Vtatsstärke der in Frankreich vi. bleibenden Bataillone auf 5OH Manu a„. P a ri s, :Zue hat vor deu Negierungs «nd Ässe,nblee-Mit gliedern in befriedigendster Ttteise stattgefun den. Die Truppen jubelten. Gambetta erklärte gegeuiiber den Delegirteu des republikanischen (Comite's, die gegenwärtige Negierung als die legitime anzuerkennen. Florenz, 28. Iimi. Dic Journale melden, das; dcr Papst verflossenen Montag cin achcimcS Consistolilim achaltcn habe. um die Er,icnmmg mrhrcrer Bischöfe zli vollzicl)^,,. Der Papst hielt lici dicscm Anlasse cinc Äi" sprachc, in welcher cr sscsagt haden soll: „König Victor lömauuel wird, bcgleitct von dcn Grsnidtci' der freindm Hiächtc, bald hichcr toinmcu. Wir hul'e» alle mi^lichm Gchrillc bci den anewäitigcli (5n.lnncllc» gethan, cilicr blol< Compliments erhalten. lZs ist tcwc Hoffnnua mehr. Mammci'n wir uns demnach noch mcl,r 'ui l-^otf; dcnn ohne cin Wunder ist alles ucrlulci,." Neapel, 29. Juni. Der Kömg besuchte dic Au^ stclltnis, und vertheilte II) goldene Medaillen erster Klüssl-. Die österreichifche Marine erhielt zwci dauon. Rom. 29. Juni. Im gestriacn „achcilücn Co„-sistorium" (siehe oben) wurde auch wicdcr dnrüber berathm, ob der Papst dlcibetl oder abreisen sollc. Es wurdc nichts Definitives beschlossen; doch steht fcst, daß, wenn dcr Papst sich noch zur Abreise cnlschlicßt. Corsica das Ncisc^iel scin wird. Dcr fral'Mschc Äutschaslcr Giaf Harconrt stcllte dem Papste gcstcill ^l dicscm Zwccle die Frcgllllc „Orenoqnc" zur Verfügn»«.. Paris. 29. Juli, Vormittags. Prachtvolle Wetter begünstiget die heutige Revue, die unter unac-heuercm Andränge von Zuschallern soeben abgehalten wild. Telestraphisclier ?^e^,ft l. uurs no»! Ü0, Inui, 5ftrrc. MrlalliqneS 5>i) 40. - 5fterc, Melalliqu,« >,>,! '^llN- uud Noucmber-Ziiiseil 5!» 40. — f)pe»l.' ^talionlll^liillheu <'>'< K». 18tt!-A!ilche!! 100.25. - Vansactie» 7^l, ^i.l,!, Ncticu!i01.«0 London l^Z.'jsi. Silber »21 50. - K. l Miln,^ Ducatcn 5.85. - Napuleond'or i».«!)'/,. Haudel und Wolliswirlhschaslliches. WocbenansweiS dcr NatiliilNlbaur'. Der ^iletzt anS,,egcbrne Wocheuaniimei« der Paul be^iffe,! den Va»s»o"j7 fl., dem die sol^-uden Pasten als Be-decluuss !,cae»,il,cvsiche»: Dcr Melallschay i^»».7Z0.704 fl, in Metall zahlbavc, Wechsel 2!!,0.'j!1,7i»4 sl., S>aa!i^»,20« fl., Eöcomplc !»leh,!l :l«,I7!>.!!00 fl, riuqel^te Cunpl'Ui« vc,u (^r!!!,d!',illsj sl,, rinsselößte uud böisemnäfnq an^elausle Psandbri^fe ft,«38.000 st., zusammen ','«tt,l,'>2.«77 st. Verstorbcno. Dcn i>4. Inni. Martin Slnbiz, Ardcilcr, all 7>l Ialnc, in dcr Pulanavurstadt Nr, ^ an Ällercschwiichc-. Dem Mallii^ Pcrct, Mitfahrer, sein jlind Äwisia, alt ^ Jahre nud ^Mc>na!c. in der Pulanavorstadl vtr. 5i ain ^»ehrsieber. Ma! lkiu^ ^crce, ^lasselschuiicd, alt 4 Inni. ssranzigla Prcipvolüil, ^>i'asid, alt 'N Jahre, im Cwilspital an iluxalqic und lV'anaMn, - ?l»drca>) E^en, wruudbcsitzrrssuhn, alt .'^ Jahre, im (5wi!ipi>al an drr ^chirnlähninnci. Den 2 an dcr Gchirnlähmnnss — Alui^ Graf, Juslitnl^anner, alt 7 an Altevoschwächc. Dr ii 27. Inli. Fran ?la,ucs Nuschal. binq, Kllrschinr-meisleröwitirie, Hans- und Ncaliläleubesitz^iu, all »>» der platan-uurstadl Nr. 71 am Kiunbackculwmpfe, Stesau ^cuppuil, Iii-s!iln!>lahrc, im Perfol a.>ii!a,«l>aiis>', Nr, l» an der ^nnlieulähmuüa,. Matthän« Ha',,e>, ^»lv^huir, all 5»<1 Jahre, iüi (5ir>iljp!!nl au der Bauchfellml^iudmia,. Dr „ 2 '.». I n n i. Fran Ursula Ganrl, .^leidcrlmndlsr>3' witwe nnd Hausbesitzerin, alt Ii»» ^t„«lt AH'l«.,,. Dic Hcrrcn: Iavornili, lViitAcsitzcr, Ncu üiarlll. Bellon. Architekt, Wi.n. ... Mcllion, t !. Haupt mann, Wien. - Hoch, Kanfm., Wien, — Matzrl, .^anfm/Wien. — Michailicr, itaufm,, ^iudebcrlz in <2achsrn. - ^immcrinaun, Kanfm., Wicn, >')««'«««<. Die Herren! Nrublcr, l. t, Vrrciverwalter. — Susä,a, Neuniarttl. Kratochwill, ^'ack. — Marschucr, Tricst. — Ber s,er, ÄZillack. — Schergs, Raibl. - Pcröic, Aczram. — Snp pan, Aqram. «»l«,'^«««,^,' »«»!'. Die Herrcn: Meinbold, Bramtc dcr Staatöbahn, Wien. - Wcspcr, Baunntcrnehmcr, Wien. ^Ilel^^is^^^MM^l, ill ^Mllch." 3 ^L-Z Z^ ! ^..... ^^' - " T U" T 6 3 « « " ? -^" Z 3>« Z " ! ^ ! ^ ': «u Mg, 3^5<» ^-1l.2 Windstill heiter .'i0 2 „ N. !i25,..I »-1!).^, W. z, star! ! halbhcilcr 0,.. 10 „ Nb., Z25.s.« j -l-i:l.5. W. mttsziss j halbheiter Sonnisscr Tan. Nachmilla^ ziemlich wiudia. Al'rudr^,h Moisdhcif. Dns Tageömiltel der Wärme ->- 14 7", 'um 0v>" »ut.r dem Normale. verantwortlicher Redacteur: Iguaz r>. ^ lciu ni u >j r. 109! H.. .-----1------^?—'lUien 28, Hum Die Aorsc lilt unter schr erschwerten Prolougatiousvcrhällnisfcu, welche indem herannahenden Ultimo und dem Bedarf der Institute filr den Coupon pro Ml^M5"5lU)l. i. I.M ihre Elllä'rmig finden. Nichtsdestoweniger war die Haltung relativ fest.______________________________________^_________________________ «^. 'Allacmejne Staatsschuld. ' stiir 100 st. Einheitliche Staatsschuld zu l> pCt.: in Nuten verzinsi. Mai-Nov^üiber 59.45 59.55 ^ ., .. „ sfebriiar-^ngusi s'9,35 5'.»,45 „ Hilbn „ Iäulirr-Imi . 69 15 <>'.»,25 „ „ April-October, 69.— 69.10 "ol^ .I.I839..... 299. 301.- ,. „ 1854 (4 "/..) zu 250 fl. 94,50 95.50 ., ., I860 z» 500 st. . . 100.— 100.20 „ „ 1860 zu 100 sl. . . 112 50 113-« „ 1864 zu 100 fl. . 127 - 127.25 Slaats-Douiäiieu-Pfaudbriese zu 120 ft. o,W. in Silber . . 123.25 123.75 «. Gvundeutlastllna« ^dliaa^iv-lr:'. ^lir 10C f!. Oell, Wl,^/ Diihmni . . . , zn s'P^'t 96.— 97.— Gulizim .... „ 5 „ ^-^ "5,50 Nieder-Oesterrcich. . „ b „ !^.l'0 l)8.-Ober-Oesterreich . . „5 .- i»4,5n i'550 Siebcubürgm ...» 5 „ 7650 77.— Gteiermnr' . . - .. 5 « l»3,— ft4 — Ungarn .... « 5 „ 6010 80.60 O. Andere öffentliche Anlelien Donanrcgulirnngtjluse zu 5 p(il. l)6,50 l»6.75 Uilg. Eifcubahnaulchen zn 120 st. ü. W. Silber 5"/„ pr. Stllcl 107,40 l0?.Cft Uug Präiuicnanlrhcn zn U)0 ft. ". 3g. (?5st. Einzahl.) vr. Slilck 93 25 93 50 Wiener Ccmmiuualauleheu, riicl- Geld Waare zahlbar 5 PC», für 100 si. . . 87.20 87.40 >Z. ^ sti/»: v^i, Van^institlXe«. O?lt> Waare Än^!c. ös:,!,. Li^il . . .25180 252.10 Baiiluercn!.......260.50 261.-- Vode!l-l5>'!'l,!!^is'ali . . , . 275— 277,— Creditauslllll f, Handel n. Gew, . ^7 60 297 8!» ^reditnnstaX, all^m. nngar. . 112—112 25 C'scompte-Gch'llschaft, n. ö. . . 925. -- 935.— Fraüco-öfw-r. V.'.«I .... 121.— 121.25 Ocmralbanl.......—.— —.— Hcmdclhbauk.......—.— —.— Nati^naldanl.......781.— 783,— Uuiüübanl.......284 30 284.50 Vcr.'ui^i'anl......107.— 107.25 Pcrlehröbant.......171.75 172.25 85. Äctien von Triiuspvrluiltclncl,- MUNgen. Geld Waare 'Alsöld-Finmaucr Bahn . . . 178.25 178.75 Bühm, Westbahn.....25?.— 258.— Carl-i!ndwlg-Bllbtt.....24«.- 250.— Donau-Dampfschiffs. Gesellsch. . 578.— 579.— Elisabeth.Westdahn.....222.75 223.25 Elisabclh-Wchbuhu (Linz - Bnd- N'eisir Slrr6?).....19850 199. Fcrdinando-Nordbahn . . . 2297 ^300.-55iwl^c6^:!-Ncrcl<:r«Nll!:,l . . 176,75 177.25 Held W°ai? j ssrllN^Ioftphs-Vllbn ... 202,50 203 — Lembrrff-Tz'rn.-Iassyer-Vclhn . 175.25 175 75 Lwyo. ÜNerr........ 374.- 376. - Ocfterr. slordwcslbahu . . . 207,25 207.75 «udolfe-Valm...... 162.25 162,75 Sirbenbilrger Bahn . , , . 173.- 1?3.50 Stnatsbllhn....... 425,50 426.— >^!i^,^!i . ...... 178- 178.25! ^.^ .^rdb. Verbind. Bahn . . 178.75 179.25! Theiß-Bahn....... 248.— 249.— ! Ungarische Nordostbahn . . . 164.— 164.50 Ungarische Osibahn .... «5.— 85.25 Tramway........ 219.75 220— D'. Pfandbriefe (für 100 st) Äüa öft Bod^n-Eredit-5lnstal> Geld Waare i uerlosbc-r zn 5 pCt. ,n Silbe, 106.25 106 50 ! l.,'n.in33I.ril00ffr. „>, Em. 137 50 138. - Slidb.G. 3'. i. 500 Frc, pr. Stück 109 - 109 50 Slidb.-O. i. 200 fl.z. 5"„ fnr 100 si. 89 90 90.10 Si!lb.-»c!l!? 6"., (I,^7,>- 7>!) u 500 FrcS pr. Glilcl . , 240 24!.— Ung. Oftbahn flir 100 fl, . , <> 30 85 50 «. Privatlvse (per Slücl.) Lreditanftalt f. Handel u. Gew. Geld Waare zu 100 st. ü, W......177,— 178.— Rudolf-Stiftung zu 10 fl. . . 15.- 15.50 Wechsel (3 Mon,) Gelb Waare Augsburg fllr 100 st südd. W. — — —.— .Franlfurt a.M. 100 fl. detto 104,10 104.20 !H°mburg. fltr 100 Marl Banco 91 40 91.50 Bonbon, für 10 Pfund Sterling 123.90 124.10 Pari«, für 100 Francs . . . 48.75 48.75 G»-ur« de» «Dleldsovte» K. Münz-Ducatei. . 5 si. 87 fl. 5 fl. 89 tr NapoleonSo'or . . 9 « 90 „ 9 ^ 91 ^ Prcuß. Kassenscheine. 1 « «3j^ 1 « 84 ^ silde: . 122 „ — „ 122 ., 50 ,, Krainische GruudcntiastungS - Obligationen, Pn-nan.^Nlunz: — — Geld, — Waar.