Nr. 196. ' Mittwoch, 28. August 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitma PrännmeratiunKpieis: Mit Poslv e rs e n du,ig: gaiizjäbrig 30 K, halbjährig l5 li. Im Kontoi: ganzjätirig 22 «, halbjährig 11 K Für die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 ll, — InseitionSgtbühr: Mi lleine Inserate biü 5» 4 Zeile» 5N b. gröstere per Zeile 12 l, i bci olleren Wiederholungen ver Zeile 8 l». Dir »Laibachrr Zeitung» erscheint läglicti, not ü!>isi:ndme d>r Vonn- und Feiertage. Die Ndminiftraliun befindet sich tlvngresplay Nr, 2, die Medallion Dalmalingasie Ä^i. 10. Sprechstunden der Redaltion von « bis w Uhr vor« mittags. Unfranlierte Briefe werden „icht aiigenouimen, Manuslriptc nicht zurüclgcstell!. Nichtamtlicher Geil. Äußerungen des Ministerpräsidenten Sturdza Ter rumänische Ministerpräsident, Herr Te-illeter Stlirdza, lilachte während seines jll'ngsten Alifeilthaltes in Wien gegenüber eiilenl Vertreter der „Pol. >torr." Änßerlingeil, die sich in folgendem (^edallkeilgange belvegteil: Über die Wiederherstellling eines nornlalen Verhältnisses zwischen Rnnlänien lind Griecheilland befragt, gab Herr Sturdza dor Zuversicht alif eine güilstige Weiterentlvicklnnq des begoniieneii Alis söhuuugslverkes Alisdrlick. Erwies darauf hin, daß der Bann dor Spannung zwischen Bukarest und Athen, da inan doch miteinander wieder in eine gewisse Berührung getreten ist, schon gebrochen sei. Es erscheine daher als rollständig berechtigt, das allmähliche Fortschreiten der Altion bis zuin gesteckten Ziele zu erwarten. Die Bemerkungen des rninäüischen Staatsillailnes lieben klar erkennen, wie bedauerlich es ihm überhaupt erschien, das; die Meinnngsverschiedenheiten zwischen den beiden Bändern sich bis znm Abbruch ihrer diplomatischen Beziehungen ziispitzen konnten. Er ergriff den An-las; zn der über diese Einzelfrage hinalisgreifeilden Tarleguug der N^otloendigkeit, das; die Denker der kleinen Staaten sich vom (leiste der in der Politik der Großmächte Herrschend geioordeneu uud von gli'icklichsten Erfolgen gekrönten Tendenz durch-drillgeil lassen, durch Bemühungen zu giitlicher Verständigung über fragen, Nx'lche >ioilfliktsnlöglich keilen bergen, auf die Befestigung des Friedenszu standes hinzlilvirken. Tie Betätigullg dieses Prin zips schonender Behandlung internationaler Angelegenheiten seitens der Großmächte ini'lsse für die Bänder im Südosten des Weltteils vorbildlich wir ken. Er selbst bekenne sich zu dieser Richtung der diplomatischen >Mmst nicht erst seit hellte, sondern er habe stets, so oft es ihm gegönnt war, in leitender Stellung zn wirken, eine seiner Hauptaufgaben darin erblickt, in den Beziehungen Rumäniens zu ai'.dereil Staaten .R'eibungsflächen zu beseitigen, emporkeimende Differenzen abzuschwächen lind „Eckeil abzuschleifen". Es sei eine eigentümliche Fü guilg, das; er, gleichwie ihm während seiner früheren M'inisterschaft vor liiehr als einem Jahrzehnt die Mission znfiel, einen Konflikt znn'schen seinenl Vaterlande lind ('»riechenland beizulegeil, alich ge-genwärtig berufeil ist, ein solches Aussöbnungswerl zli vollbriilgen. In einer Entwicklung seiner Ansichten über die mazedonischen Angelegenheiten betonte der rnmä nische Ministerpräsident vor allenl ill nachdrück-licher Weise die llilailfechtbarteit des Grundsatzes der (^leichbereehtignilg aller in deil niazedonischen Provinzeil ansässigen christlichen Volksstämme. Tie Geltung dieses Prinzipen diirfe ill bezlig alls' die >tutzowalachen selbstverständlich ebeilsolvenig dlirch-brochen lverden, wie hiilsichtlich der anderen Nationalitäten. Es sei insbesondere, nachdem die Anerkennung der >tHtzowalachen al5 einer selbständigeil ^l'atiollalität seitens der türkischeii )1iegierliilg er folgt ist, schwer zn begreifeil, von welcher Rechts' grnndlage alls die Eristenz dieses Voltc'stalilnles und sein Anspruch auf die fich aus seinem Bestände nalurgemäs; ergebenden bürgerlichen und nationalen Rechte bestritteu werden können. Tich dem mazedonischen (^esamtproblem zulvendeild, trat Herr Ttnrdza den nngünstigen Urteilen über den (^ang nnd die Aufsichten der voll deil ^liächtell. in erster ^inie von Österreich Ililgaril nnd Rustlaud. iin be zeichneten (Gebiete unteriiomnienen Reformaktioil entgegen. Tie an dem langsamen Tempo, in dein die Verbesserung der Verwaltung der mazedonischen Provinzen fortfchreitet, geübte abfällige >tritik sei ganz ungerechtfertigt. Wer sich die dortigeil mannigfachen lind vielverzweigten Miszstände und die außerordentlichen Schwierigkeiten, mit denen ihre Heilling zn kämpfen hat, vor Augen hält, kann un möglich verkennen, daß die angestrebte Neugestal tnug der Verhältnisse nur durch beharrliche Anstrengungen von langer Tauer erreicht werden kann. Tas Verlangen eines schnellen Betreibens dieser Allgelegenheit sei geradezu verwunderlich. „Man kaun doch nicht fordern" — rief Herr Stlirdza aus — „daß die mazedonischen Reformen ill 2-< Stunden durchgeführt werden". Tie auf dem Mürzsteger Programm beruhende und sich allmäh- lich erweiternde Aktion bilde eiue Aufgabe, die bei deil Mächten uud ihren mit der Turchführung der Reformen betrauten Organeil ausdauerndste Geduld erheischt, woraus sich für alle, die die Entwicklung dieser Angelegenheit mit näherer oder fernerer Teilnahme verfolgen, die Pflicht zur Anpassung ihrer Hoffnungen nnd Wünsche an das dadurch bediilgte Tempo ergibt. Auf nicht minder schwankem Bodeii als der erwähnte Tadel beruht die Meiuuna., welche der Aktiou der Mächte, überhaupt die Aussicht auf eiuen glücklichen Enderfolg abspricht. Iu Zweifel ziehen, daß allmählich eine durchgreifende Verbefsernng der Zustände auf dem Gel.net der Verwaltung und der Gerechtigkeitspflege iil, Mazedonien gelingen wird, heißt den ernsten Willen der Mächte und ihre Fähigkeit zur Durchsetzung des Gewollten in höchst uugebührlicher Weise unterschätzen. Ter Ministerpräsident schloß seine Ausführungen über diesen Gegenstand mit einer sehr scharfen Verurteilung jeder Unterstützung, welche den gewalttätigen Umtrieben zur Turchsehuug nationaler Aspirationen in Mazed»> nien von außen her gewährt wird. Tie Verwendung solcher blutiger Mittel sei eine aimrchistische >lampfesart, deren Begünstigung sich für die Re-gieruug jedes Staates, der auf den Namen eines zivilifierten Gemeinwesens Auspruch erhebt, absolut verbiete. Die letzten Bemerkungen des Herrn Sturdza galten der unter den inneren Aufgaben der rumänischen Regierung in erster ^inie stehenden allmählichen Lösung der Agrarfrage. Auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklnng Rumäniens lind seines Eharakters als eiues vornehmlich ackerbautreibend den Staates legte er unter Hinweis auf die kehren der Nationalökonomie sowie mit Herauziehuug von Beispielen aus anderen Bändern, speziell aus verschiedenen Gebieten Deutschlauds, die enorme und dringende Nichtigkeit dieser Angelegenheit dar. Er hob die schweren Versänmnisse hervor, deren inan sich iil Rumänien seit Jahrzehnten schnldig machte, indem man seit der 18tt4 erfolgteil Neugestaltung der ^age des Bauernstandes < durch Aufhebung des Frondienstes usw.) das Gebot der Anpassung an Feuilleton. ^> ___ Die Prinzessin von Bagdad. Von W. O' Deilic-. (Nachdruck verboten.) Nenn die Prinzessin von Bagdad auf ihrem schneeeweißen Zelter vor ihrem strahlenden Gefolge von Ehrendamen und Eunucheu durch die Stadt ritt, dann gab es jedesmal eine heillose Ver wirrung. Tie elenden, zerlnmpten Bettler vergaßen ihres Gewerbes, richteten sich in komischer Hast ail ihren Stöcken nnd brücken auf uud humpelten unter verzücklen ^obpreislingen hinterher. Tie Händler verließen ihre >lrambuden und deil ganzen Erlös wochenlangen Feilschens, von einer ge heimnisvollen Macht dem Zuge nachgedrängt. Tie Wachen liefeil von ihren Posten weg und gesellten sich deil anderen Tausenden, obgleich die Strafe des Enthanptens auf folchem Vergeheil stand. Minister lilld Nürdenträger, die auf dem Wege zum Großen Rat der Prinzessin begegneten, ließen ihren allmächtigen Herrn, den Sultan, vergeblich auf ihr Eintreffen warten uud mischten sich jubelnd uuler die lawinenartig anwachsende Menge. Wenn nicht zugleich die zahllosen Tiebe ebenso in den Triumph-zug der schönen Fatmeh gezwungen worden wären, dann würden während ihrer Spazierritte alle Schätze Bagdads nach nnd nach verschwunden sein. Aher auch so geschah des Unheils schon mehr als genng. Es ist wahrlich nicht übertriebeil, wenn man behauptet, daß die ganze ^taatdmaschine zum Still stand kam uud alle öffentlichen und privaten Ge schäftt ruhteu, sobald es der Prinzessin gesiel, ihre berückende, unvergleichliche, sündhafte Schönheit den Untertanen ihres Vaters zu zeigeil. Aber es ift dies keineswegs verwunderlich. Fatmeh hat ihresgleichen nicht, soweit die Erde oewohnl war. Es strahlteil sengende Glnten von ihrem Körper ans, Stichflammen, die berauschende Ambradiifte lind ein wundersames Gift mit sich führteu, das den Männern in alle Poren drang uud ein wahuwiyiges Verlaugeu in ihren Herzen erweckte. Wer von ihnen auch immer die Prinzessin erblickt hatte, konnte für lauge Zeit an nichts anderes mehr denken als an ihre zauberhafte Schönheit. Und jeder einzelne, so arm, unbedeutend oder abschreckend häßlich er auch war, glaubte sich iil zwischeu befähigt, die Aufmerksamkeit der Prinzessin anf fich zn lenken uud ihre ^iebe'sich zu eroberu. Tas klingt lächerlich. Man bedenke aber, daß die Prinzessin doch auch ein Mensch von Fleisch lind Blut war und daß ihre vollkommene und ganz un übertresfliche Schönheit darum wohl geeignet war, den Wert jedes ihrer Mitmenschen vor seinem eigeue» Urteil ius Ungemessene zu erheben. So befand sich die mäunliche Bewohnerschaft, voll Bagdad, einschließlich der noch Unmündigen und aller wackelnden Greise, »lach jedem dieser Ausflüge der Sultanstochter wochenlang in einem bedrohlichen Taumel der ^iebesraserei. Auch Beii Iussuf. der weiseste Mann des Orients, blieb nicht davon verschollt, als die Tonne von Fatmehs Schönheit eines Tages seine Augen geblendet hatte. Toch er hätte nicht der Weise sein müssen, der er war, wenn er nicht sofort, als die Wirkuug des Zaubers in seinem Herzen nachließ, darangegangen wäre, sich eingehend mit diesem interessanten Problem zn beschäftigen, seinen Ursachen und Wirkungen nachzuspüren und auf Mittel zu sinnen, mil denen solcher Verwirrung ill geeigneter Weise abgeholfen werden könnte. Er entschloß sich, nachdem er die Resultate seiues Nachdenkens in ein wohlgeordnetes System gebracht hatte, wie es gelehrten Männern geziemt, in den Palast des Sultans zu gehen und vor das Angesicht seines Herrn zu treten. Ta er aber wußte, daß eine zufällige Vegegnnng mit der Prinzessin alle klugen Erwägungen und Vorschläge aus seinem Hirn spurlos hinweg blaseil würde, so ließ er sich zuvor die Aligell verbindeil uud die Ohren ver-stopfeu. So stellte er sich dem Herrscher vor, bat ihn, Fatmeh aus dem Saale zu entfemen, falls sie anweseud wäre, nnd dann die Türeil gnädigst verschließen zu lassen. Tann erst nahm Ben Iussnf die Binde von den Angen nnd das Werg aus den Ohren und hlib also an: .,.,... Erhabener Nachfolger des Khalifen! >komg der >tönige! Sonne der Welt.' Dein letzter Sklave und reudigster Hiilld Beu Iiissuf. den sie die beuchte der Wissenschaften nennen, wagt es, vor dein An gesicht zn treten. Tie Not des Reiches hat mir den frevlen Mnt gegeben. Herr, deine Tochter, die Prinzessin Fatmeh, der Allah die Freuden des Paradieses schenken möge, ist eiue ungeheure Ge-fahr für dem Land und Volk. Ihre wunderbare Schöllheit hat so unbegrenzte Macht über die Herzeu der Männer —" Laibacher Zeitun Nr. 196. 1820 28. August 1907. die im Laufe der Zeir entstandelleil nelien ^orde ruilgen linbeachtet ließ und koine weitereu Fortschritte alif diefer Bahn allstrebte. Tor allgenleine Durchbruch dieser Erkenntnis berechtigt zll der Er lvartnng, das', dir >t'onservativen bei der linanf' schiebbaren Gutmachung dcr begangenen Unterlas' stliigssüilden, die doch gewiß ln'cht unter den Gesichtswinkel von Parteiillteressell gerückt werden dürfe, der )1iegierli>lg eine loyale Mitwirkung leihen und der von ihnen in diesem Sinne erteilten Znsage treu bleiben werden. Die Worte des Ministerpräsidenten flanken in die Zliversicht aus, daß es dem gegenwärtigen Kabinette beschieden sein lvird. das Ziel, das es sich in seinem Programm gesetzt hat, auch in diesem Punkte zu erreichen. Politische Uebersicht. Laib ach, 27. August. Der italienische Minister des Äußeni, Herr Titt o n i, gab gegenüber einein Vertranensmann der „Pol. >torr." in der herzlichsten Weise seiner außerordentlichen Befriedigung über die Wärme Ansdruck, mit der die gesainte österreichische und ungarische Presse sich ohne Unterschied der Parteien in den Dienst der von ihm nn.d seinem hochverehr-teil Kollegen, dem Minister Baron Ähreuthal, eifrig und konsequent verfolgten Idee stellt, die B e zie -h n n, g e ll, z lv i s ch e n Ö st c r r c i ch - U n gärn und Italien zu möglichst innigen zu gestalten und sie für die Zukunft der (Gefahr anch einer vorübergehenden Trübung durch etwaige Zwischenfälle oder Mistverständnisse zll, entrücken. Hiezu sei das bestgeeignete Mittel, daß man die öffentliche Meinung anf beiden Seiten des Alpenkammes immer mehr nnt dem (leiste vertrauensvoller Anfrichtig-kcit, erfüllt. Es frene ihn sehr, konstatieren zu dürfen, daß sich die gleiche, hocherfreuliche Richtung und Tonart auch von der italienischen Presse feststellen lasse. „Ich kann nnr wärmstens wünschen," sagte Herr Tittoni, „daß diese wohlwende Erschei nung sich beiderseits behanpte nnd fortschreitend be festige. Die beiden Nachbarstaaten sind anf ausgezeichnete, vertrauensvolle Beziehnngen angewiesen, derlei Beziehungen, bedenten für fedeil von ihnen eine Garantie der Wohlfahrt nnd weder ich, noch Freiherr von Ährenthal sehen jetzt oder in der Pei> spektive naher Zukunft irgend etwas, das sich einer solchen Entwicklung als ernsteres Hindernis in, den Weg stellen könnte." — Von der Stellung Italiens im Dreibünde nnd seinem Verhältnisse z n Engl a n o sprechend, sagte Minister Tittoni, daß die engen Beziehnngen Italiens zn England kein Hindernis seiner aufrichtigen Zugehörigkeit znm Dreibund zu bildeu vermögen. „Anch Dsterreich-Ungarn unterhält, ja sehr warme und vertrauensvolle Beziehungen zu dieser Macht, deren Sonverän einer der eifrigsten Vertreter, des F-rio-densgedankens und ein durchaus aufrichtiger Schützer des allgemeinen ^riedensinteresses ist. Die Begegnungen zwischen den Sonveränen Englands nnd Deutschlands sowie Englands lind Österreich- Ungarns in Wilhelmshöhe lind Ischl sind ein hoch' erfrenliches Ereignis. Das Verhältnis zwischen Deutschland uud Englaild ist gegenwärtig ein so gutes, daß es nnmöglich mehr als Widerspruch gel ten kann, zngleich der ehrliche Verbündete Deutschlands llild ein aufrichtiger und warmer freund Englands zn sein." Zur S e m in e r i u g e r V e -g e g n n n g übergehend, erklärte Minister Tittoni, er könne nur bestätigen, daß die Vollständigkeit der in Desto erzielten Verstänoignng für nachträgliche Vereinbarnngen anf dem Semmering keinen Nanm zligelasseli hat. Zn Postskripteil, sagte er, fehle der Stoff. „Immerhin gibt ec> ein belangvolles politi sches Moilleiit festzustellen. Am ^;. o. Bt. habe ich namens der italienischen Regiernng dem, Baron Ähreilthal den Beitritt Italiens zn dem mazedonischen Instizreformprojekte der zwei Ententemächte notifiziert. Es wird eine der schönen Früchte der diesiährigen Tommerentrevnen sein, daß Enropa ^ i,l dieser Angelegenheit jene einmütige Geschlossenheit an den Tag legen wird, die für ein rasches Gelingen des Werkes unerläßlich ist." Der Minister gab schließlich noch einmal mit großer Wärme seiner Befriedigung über den änßerst schönen und herz lichen Verlauf der Semmeringer Entrevue Aus-drnck. Wie man ans .^onstautinopel schreibt, bat der Sultan nach dem letzten Selamlik den r n m ä n i -s ch e n Gesandten Herrll P a p i li i u lind den Prä sidenten der rlnnänischen Tevutiertenkammer, Herril P h e r ykid e, der einer der rnmänischen Delegierteil für den Abschluß der Handels- nnd >!onsn!arkonvention ist, in Andienz enlpfangeil. Der Sultan bezeugte den beiden Herren ganz besonderem Wohlwollen und betonte bei dieser Gelegeilheit neuerdings, welch hohen Wert, er den frenndschaft lichen Beziehnngen beider Bänder beilegt. Er drückte seine Befriedigung über den Erfolg der VerHand lnngen alis nnd änßerte die Hoffnung, daß die ^rage der Entschädiguug für die mnselmannischen Grundbesitzer in der Dobrudscha bald anch eine entsprechende Lösnng finden werde. Tagesneuigleiten. — (W a r u in sollen Pfl a n z e u >l icht i n der vollen Sonne begossen werden?) Diese jeden Gartenfreund interessierende Frage, finden wir iin Kosmos", der bekannten natnrwissenschaft-lichell Mouatoschrift, beantwortet wie folgt: Eininal weil die Abtühluug der Pflanzen zu groß ist. TaS zuni Vließen diene»lde Wasser hat in allen Fällen eiue bedeutend niedrigere Temperatur als die von der Sonne bestrahlte Pflanze. Noch mehr wird letzterer durch die im Sonnenschein rasch vor sich gehende Verdunstung des benetzenden Wassers Wärme entzogen. Sodann verdunstet iu der volleil Sonne auch das Wasser an der Oberfläche des Bodens sehr schnell, nud es bildet sich, zumal auf lehmiger Erde, eine zu-sammeuhäugenoe Kruste, lvelche den Zutritt voll Luft uild Wasser zu den uuteriroisclie!! Pflailzeuteileil hemmt. Das Oegießen der Pflanze mit zu taltem Wasser ist an5 denr zuerst angefiihrten Grunde schädlich, besonders aber auch deshalb, weil kaltes Wasser schwer, uud nnr in geringe», Mengen von den Wurzeln aufgenommen werden kann. Wir sehen daher manche im ersteil Frühling blühende Pflanzen, welche ihr Nasser einem kalteil, zeitweise sogar gefrorenen Voden entnehmen müssen, mit Einrichtuugen gegen zu starte Wasserabgabe durch Verdunstung geschützt, um nicht zu vertrocknen. Hieher gehören znm Beispiel die dlaugrünen Wach5Überzüge an den Blättern de? Schneeglöckchens, der Narzissen nnd Tulpen, die starke Behaarung der Kuhschelle. Das; die Temperatur deo (Hießwassero diejenige der Umgebuug um einige Grade übersteige,! soll, ist bei wärmerem Wetter uichc nötig. - (Könige als Spiel e r.) Das Spiel ist bekanntlich durchaus keine Erfindung uuserer Zeit. Frankreichs Monarchen pflegten es besonders gern, nnd manchmal verschmähten sie auch nicht, dem Spiele, wcnu es nötig war, ein wenig nachzuhelfen. Napoleou I. mogelte besonders gern lind oft, wenn er Schach spielte. Auch König Lndwig XV. hatte nichts dagegen, beim Kartenspiel zu gewinnen, auch wenn dci5 Necht nicht ganz auf feiuer Seite war. So hatte er eines Abends drei „Könige" bekommen, indes seine», Partner die vier „Buben" zngefallen waren. „Meiu Herr Marauis", meinte Lndwig, ..Sie Havel verloren". Ehe der Marcnlio noch sein Erslanneu übe.-diefeu schuellen Au5gang des Spieleo äußern tonnte,, rechnete ihm der Monarch vor: ..Ick) habe drei Köniae, einer bi:, ich, dao macht vier," Aber der Marquis ließ sich nicht einschüchtern. „Ich habe vier Valets (Buben), einer bin ich. das macht sogar fünf." Der Marquis war Ludwigs erster Kalnmerherr, führte als solcher den Titel Vziwt, äo ('wdindi^ üu l'ni, und der Könia,, der lächelte, gab diesmal das Mogeln auf. (Die V ü ch er p ro d n kti o n der Kul-lnrvöl k er.) M.UM neue Werke nx'rden alliährlich iil folgenden elf Staaten mit zusammen !>14 Millio-nell Einwohnern veröffentlicht: Tentschland, Öster-reich-Ungaril, Frankreich, Großbritailllien, Italien. Schweiz, Nelgiei,, Holland, Dänemarf, Nonvegen Nlld Vereinigte Staaten. Das niacht in, Durchschnitt ein Buch auf 3M> Villwohner. Die Schweiz hält den Ne-kord der Frllchtbarteit: Auf 448 Schweizer kommt iährlich eiil Vuch! Es folgt Holland mit einem Bande anf lat Ne so unrecht 5" (Schluh folgt.) Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (52. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Johannes hatte die Hände gegen seil, Antlitz gepreßt. Jetzt wird sie sich verraten — schrie es m ihm. Er zittei-te am ganzen Leib. Abermals eiue Ermahnung des Pförtners. „Sie tveckcn mir die ziraukeu anf— ich bitte Sie dringend!" Eckhardt hatte schlaff die Arme sinken lassen. „Sie wissen es? Nein Sie glauben, Sie wünschen nnd hoffen das ist alles. Aber die Justiz hat die Pflicht, grausam, und nnerbittlich Gerechtigkeit walten zn lassen ..." „Sie werden ihn verhaften, vor eiu Gericht stellen, aourteileu und es träfe ihn . . ." „Die Strafe, die das Gesetz fordert. Mit kalter Überlegung, heimtückisch mis den, Hinterhalt ist die Tat ausgeführt woroeu. Das ist Mord. Und daraus steht . . . Nun, Sie wissen es." „Der Tod!" schrie Martha anf. „Nuhc, Ruhe!" befahl nun der Concierge, energisch dazwischen tretend. Eckhardt hatte die Achseln gezuckt. Da Martha Miene machte, sich voll neuem an ihn zu klammern, öffnete er eutschlosseu die Tür. „Lasseii Sie mich, Fräulein Spener. Zu retten ist eM,, in der Verufsauoübuug verwundete Polizisten 2410. — (Ein 2 ch lauber g e r.) Ein unternehmender Impresario beabsichtigt, seinen „Steru", die be-rühinte Sängerin Trillerina, in der Hauptstadt singen zu lassen. Um das Publikum recht neugierig zu machen, annonciert er in den gelesensten Zeitnngen eine Woche lang bloß die Worte: „Sie kommt." Am achte.i Tage hatte er vor, die Neugierde des Publikums zu befriedigen und einrücke,: zn lassen, wer kommt. Wer beschreibt aber sein Entsetzen, als er am siebenten Tage iu derselben Zeituug liest: „Sie ist da, die an-erkannt beste Fettglanzwichse, die Schachtel zu 15 Pfg. Zacharias Tchlancherl, Schnipserstraste Nr. 19," — (T i e g o l d e ne Stadt.) In Meriko. so lueiut der „Figaro", braucht man sich anscheinend keine große Mühe zn geben, um Gold zu finden. Man begibt sich einfach nach Guiauato, «einer auf allen Karten leicht zu fiudeuden Stadt und hat dort nur auf oeu Wänden des ersten Hauses zu krähen, an dem mau vorüberkommt. Es ist vollkommen gleichgültig, welches Hans mau sich dabei ausfucht, alle sind, wil man versichert, mit Gold überzogen. Guiauato ist iu d>er Tat eine jener alten Städte, die einst von den ersten spanischen Abenteurern, die, nm nach Gold zu suchen, ius Laud gekommeu waren, erbant worden sind. Das waren offenbar keine fehr erfahrenen Arbeiter. Vielleicht warcu ihre Werkzeuge sehr nuvoll» kommen oder aber auch, ihre Eile bei der Arbeit war zu groß. Jedenfalls steht fest, daß sie nur W v. H. der Erze, die sie fanden, auf Gold bearbeiteten. Wa5 ihnen zu hart war, warfen sie weg. Diese verschmähten Überbleibsel hänften sich mit der Zeit an uud bildeten ansehnliche Hügel. Ans diesen goldhaltigen Steinen errichtete man die Stadtmauer sowie auch die Mauern der eiuzelueu Häuser. Es ist daher leicht verständlich, wenn man den Wuusch hat, eine solche Stadt zu be-wohueu, dereu unbewegliche Güter einer so wertvollen Zufammensetzung verdächtig sind. Die Bedinguugen, um reich zu sein, philosophiert das geuanute frau-zöfifche Nlatt, sind so sehr verschieden: überall muß man, um als reich angesprochen zn werden, wenigstens Hausbesitzer sein, in Gniauato genügt es, weuu man Mieter ist. Lolal- und Provinzial-Nnchnchten. Der Loibelpaß. Von Dr. Phil. Walter 5mid. (Fortsetzung.) Mit Beginn dos Jahres 1573 wurde di< Straße auf der kärutuerischeu Seite fertiggestellt. T«.u Mes-ueru von St. Leonhard und St. Magdaleua w'-rde die Neiuigung uud Iustandhaltuug der neuen Straße gegen angemessene jährliche Entschädigung übertragen die Nachbarschaft war zur Hilfeleistung ver-pflichtet, Anf kraiuerifcher Seite wurde die Stmße erst im Jahre 1575 volleudet. In elf Serpentiueu stieg die Straße von St. Anna an ungefäln- bis zur Höhe, über die mau jedoch die Straße uicht fiibrcu wollte oder lonme uud daher einen Tunnel unter der Spitze durch deu Felsen schlug. Dieser Turchgaug, uach Valvafor lEhre des Herzogtums strain, IV., 558 N.) liugefähr 150 geometrische Schritte lang, 12 Wertschuhe hoch und nenn breit, war teilweise mit Steineu ausgemauert und gewölbt, teilweise aber schachtartig mit Holz ^ us-gesparrt/' Durch diese Ielseupforte zog im Jahre 1578 das tärntuische Aufgebot uuter Georg vou Kheveu-hüller mit eiiu'r Anzahl Achtzehupfünder und Vom-beumörser, um vereiut mit Kraineru und Kroate»' die bosnische Grenze zu säubern." Schueelawiueu und Hochloasser schädigten jedoch bald die Straße, so daß man schon im Jahre 157!» alle elf Serpeutinen von St. Anna bis zur Höhe fast gänzlich wiederherstellen mußte: die hölzernen Piloten mußtcu herausgenommen nnd steinerne Unterbauten aufgeführt werden. Die Mauer beim Tuuueleingaua auf der trainischen Seite stürzte eil, und mnßie neu "ingewölb: werdeil, große Nepara tureu also. für derei^ Kosten im Betrage vou 104«) fl. zu gleicheu Teilen der Erzherzog und die kraiuischeu und tärnlnischen Stände auflameu. Die beideu Landschaften erhielten für ihre Äeitragsleistuugeu das Necht, je eine Maut auszustellen. Die Kärntner stellten ihren Schlagbaum iu Uuter Loibel auf und bestimm-ten, daß mau von einem Taumpserde ode,- einem Frachtwagen zwei Kreuzer Maut eiuhebeu solle. Die Trainer errichteten eiue ueue Brücke und Maut in Neumarktl. Bei dieser Maut zahlten die Kärntner von einem Saum Wein vier Pfennig; trotzdem erhielt die krainische Landschaft in den Iahreu 1581 bis 158!l allein an Mantgeld vom Wein 7:l2 Gulden, nnd die gesamte Maut der geuauuten Jahre betrug 1127 Gulden 17 Kreuzer uud 2 Pfeunige, eiu Aelveis des lebhafteu Verkehres über deu Loibel. Die Fährlichkeiten eiues wiuterlicheu Überganges iiber deu Loibel schildert uus Peter von Watzen." der am 1. Jänner MX> „vou Krainburg auf Kirschen-thener geritten nnd alldort über Nacht geblieben uud mindert abgesessen, allein beim Trog am Leobl, da eiu Paum vou einer Län (Lawine) überm Weg gelegt worden, ich die Oest (Äste) mit meiner Wer (Schwert) abhauen uud die Roß über die Läu führen lassen müssen." Am 8. Jänner kehrte er wieder über den Loibel zurück nach Kram und verehrte fünf Schauflern uud Wegmacheru 20 Kreuzer. Diese winterlichen Beschwerden und die Steillx'il des Weges brachte,, Välvasor (Ehre Krains, 11.. 17M auf den Gedanken, gleich bei St. Anna einen Tunnel bauen zu lassen, durch deu man hätte reiten und fahre» können nnd dessen Ansgang bei St. Leonhard gewesen wäre. Valvasor hatte das Terrain bereit» abgemessen, einen Plan aufgearbeitet und der Negierung iu Wien vorgelegt. Fiir seiue Mühe uud Aus lagcu verlangte er vom Baiser „eineu ewigeu Zoll" und Neitragsleistungen. Da jedoch iu Wicu zu dieser " Abbildung iu Valvasor. a. d. O. II 170. '^ Allschker, Geschichte Mrntens II 105ll. " Kaspret, Aus deul Tngcbuche eines krmmschen Edel" mannes (1606 —1C0«) in den Mitteilungen des Muscalvereinö für Kram 1685, S. 58 f. Vou dein sie doch wußte, daß er uicht der Schuldige war! -— da hatte er's sogar erwartet gehabt, daß die Angst nm ihn ihr das Geständnis von den Lippen Pressen werde. Aber ihr Grau'en vor der furchtbaren Strafe, deren Namen sie iu solcher Verzlveifluug ausgestoßen hatte, war doch größer gewesen - ihr Selbstcrhal-tuugotrieb war so mächtig, daß sie das entscheidende Wort doch noch zurückgehalten hatte, das mit einem cinzigen Schlage Licht in das grauenvolle Dunkel gebracht haben würde ^ freilich, ein flammendem, blntigrot flammendes Licht. Die Erfchütternngeu. die er i» dieser letzten spannungsvollen Frist. n'ähreud deren er sich kaum von der Stelle gerühi-t, durchkostet hatte, mackten ihn fast stuutpf uud gefühllos. Er hörte Marthas hilfloses Schluchzen, das ourch die Veschlm'chtigungsredeu des um sie bemühten Paa-re5 klang. Aber es erloeckte kein Echo mehr in seiner Brust. Sie ließ den Staatsanwalt fortgehen, ohne etwas anderes als wertlose Bitten für den Versolgteu zu finden. Sie duldete es, daß man ihn weiterhetzte -ihn, der sich heimatlos für sie gemacht hatte! Der Eonrierge kehrte nun ius Vestibül zurück. Er war höchst erstannt. deu Voten vou Meister Thoma "och immer hier zu finde!,: er hatte über deu auf-l'cgendeu Vorfall de5 Maunes ganz nnd gar vergessen. „Mein Himmel, Sie sind noch immer da? Aber "A ist's doch Nacht, Liebster!" Johannes nickte. Er konnte den schlichten Ton, in "^n ^r zuvor geredet, nicht sogleich wiederfinden, "Hm. In. Eo ist Nacht." Der Alte schloß die Tür zum Salon und lauschte nach oben. Aus einem Zimmer erklaug das Läule werk — gleichzeitig erschien an dem elektrische», An zeiger eine Nnunm'r. „Und wa5 ist denn da wieder los? Aha, der Nene. Eine Wirtschaft ist das heute... Also kommen Sie morgen wieder, Sie, hören Sie?" Laugsam wnr Iohanues uach der Tür geschritten, Uuterwegs focht er nnn einen letzten entscheidenden Kampf mit sich an5. Es stand iu seiuer Macht, deu Alten, der ihm verdrießlich folgte, beifeite zu schieben, iu das Zimmer einzudi ingeu, iu dem er Martha wußte, uud ihr Aug' in Ang' gegenüberzntreten, um zu ihrem Gewissen, ihrem Herzen zu spreche». Aber sein Stolz siegte. Sie nahm das Opfer von ihm an? Ja, sie wollte es sogar, daß man ihn statt ihrer verfolgte? Daß man ihn von Stadt zu Stadt, vou Laud zu Laud jagte? Sie wußte ihu im Eleud - mußte es wisseu. wie jämmerlich er sich durchzuschlagen vermochte und sie wollte dieses luftige, stille Hans im Grünen, das so warm und behaglich war. mit seiuen Teppichen, seinem Licht, seinem Nomfort, all der besorgten Pflege der Reichen, nicht verlassen. Langsam öfsnete er die Tür. Einen letzten Blick warf er nach dem Zimmer zurück. Nuu, mochte sie bleiben. Sie sollte sich in seiner Großmut nicht getäuscht haben. Die Welt war groß. Irgendwo würde er schon einen stillen Winkel fiudeu, in dem er deu Häscher, blicken, den Händen der Verfolger verborgeil blieb uuauffiudbar fiir alle -- auch für sie, die er geliebt hatte, wie nichts auf der Welt. (Fortsetzung folgt.) Zeit eine Seuche herrschte, wnrdc der abenteuerliche Plan nicht weiter in Erwägung gezogen. Eine erhöhte Bedeutung gewann der Loibelpaß im l8. Jahrhunderte, als infolge der Handelspolitik Baiser Karls VI. Trieft iu, ^.ahre l7^5 znn. Frei' Hafen erklärt wurde und der Verkehr durch deu Bau uud die Ausbesserung zahlreicher neuer Straßen be» souders in den Trieft zunächst gelegenen Provinzen sich hob. Ein kaiserlicher Befehl ordnete schon im Jahre l717 die, Verbesserung der Straße,, au, uud eigene kaiserliche Kommissäre wurden mit der Oberaufsicht betrant. Da die Straße über den Üoibelpaß die kürzeste Nonte von ^llagei,surt nach Trieft bildete, wollte man sie als Hanptslraße ausbauen. Es wurden mehrere Kommissionen abgehalten, die uuter besouderer Mit-wn'kuug des laudschaftlichen Ingenienrs Coruelio Mauro am 15. Dezember 1725 iu ihren, Berichte wiederum auf den Pla:, Valvasors, den Dnrchfchlag des Berges, znrückgriffen. In, Kostenvoranschlage war die Länge des Durchschlages mit N5l) Klaftern angegeben: davon entfielen anf die Kärntner Seite 15ii Klafter, auf die krainische 194 Klafter. Nach Schätzung des Oberhutmauues von Idria berechnete mau die Kosten einer Klafter des acht Klafter hohen und breiten Tuuuels mit 50 Gulden. Die Gesamtkosteu des Dnrch-schlages wurdeu mit 17.5M Gulden angegeben; dw Wiederherstellnngskosten der Straff wnrden außerdem anf M.lXX) fl. bemessen." Die, übermäßigeu Ko-steu sowie die Absicht des Kaisers, iu Bälde persöulich iu Kärnten und Kram zur Erbhuldignug zu erschei» neu, verhinderten die Ausführuug des Plaues; mau beschloß, die bisherige Straße zu restauriereu und zu erweitern. In den Monaten Inui uud Juli des Jahres 1728 herrschte fieberhaftes Leben auf dem Loibel. 71 Fuhrwerke und 374 Arbeiter, deren Zahl vom 2. bis 28. August sogar verdoppelt wurde, wareu bei der Instandsetzung der Straße beschäftigt. TW Straße wurde befouders au deu Bieguugeu erlveitert uud an allen gefährlichen Stellen ein Geländer gezogen. Ebenso eifrig arbeitete mau auch in Kärnten, Nw der St. Panler Benediktiner Mar Pilpach als Straßeningeuieur fuugierte. Deu Tnunel uuter dein Gipfel des Berges, der feit längerer Zeit einzustürzen drohte, trug mau ab und schuf derart einen . -^ (Wahl iu die E r w e r b st e u c r ko m ° missiou.) Iu die Erwerbsteuerkommission des Neranlagungsbezirkes Laibacb Umgebung lourdeu am 28. nnd 27. d. M. gewählt, nnd zwar: für die dritte blasse, zn Mitgliedern: Franz Plev n i f. Wirt uud Tpezereiwarenhäudler in Vel^-e Nr. 25, mit vierjähriger und Josef I u r c a , Wirt uud Branntweinbrenner in Oberlaibach Nr. >il), mit Zweijähriger Fuuttiousdauer: zu Stellvertretern: Franz Lipah, Wirt und Greisler in Dobruuje Nr. l'7, mit vier» jähriger uud Andreas Petelu, Wirt und Pferde» Händler iu Stt'iu Nr. 50, nnt zweijähriger Funktions. dauer. Für die vierte Klasse, zu Mitgliedern: Io» haun .^trumbeli, Wirt iu Brunndorf Nr. 22, und Loreuz P a vi^i ö, Zinnnerer in Zavoglje Nr. 6, mit vierjähriger u,ud Johanu N. Vabuik, Bienen-nud Honighändler il, Dravlje Nr. 49. mit zweijäh' riger Fnnktionsdaucr: zu Stellvertretern: Andreas Pateruoster, Wirt in PodgoriZ Nr. 36, nnd Franz Javornik. Fleischer in Großlupft Nr, 12, mit vierjähriger Fuuktionsdauer. '° Illyrischcs Blatt 1841, T. 66 f. 2' Die Inschriften bei Koblar a. a. O., S. 224 f " Erbhuldigungsattus im Herzogtum Crain. Lmbach 1739, S. 23 ff. üaibllcher Zeitung Nr. 196. 1822 28, August 1907. " (V ü r gerkorps Rl, dol f s tv e r t, ll b e r lafs u u g v o », W e r udIg e lv e h r e u.) Wie mcm uns mitteilt, hat das k. l. Ministeriuu, für Landesverteidigung dem nilifornlierten Vürgerkorps in Nudolfswert iiber Ausucl>eu die Vorleilie Von NO Stück vollkommen brauchbaren Werndl-Infanteriegeux'hren, M. 73/77, sanit Bajonetten lbievon lO^ mit Pork'-peebügel), Scheiden, Negliifiten und sechs Stück Federklemiuern bewilligt und das k. k. Lnndwehr-infanterieregiiueut 3l"r. 27 in Laibach angewiesen, die erwähnte», Sorten dem obgeilanute», Bürgei'korpZ auszufolgeu. — r. -- (Erledigt«.' Militär st iftnn g! s -Plätze,) Aus der Stiftung „Nöhiuisckier Invaliden-fond vom Jahre 181^/^9, Graf Nadetzkyfche Ab-teilullg" gelnilgei, drei Mauuschaftsplätze zur Be-setzuilg, nnd zwar: zwei zu je 52 K 50 1», einer zu 105 lv, säiutliche auf Lebensdauer. Allspruchsberechtigt si.id: Im Feldzug 18^«/1«ä9 invalid gewordene, aus Vöhmeu gebürtige Militärs nnd Feldärzte, dann Witlueu und Waisen der in diesem Feldzuge gefallenen oder sonst in dor Dienstleistung gestorbenen Soldaten. Die bis 15. Septeniber bei der Evideuz-behörde fälligen Gesuclx' sind mit folgenden Dokumenten zn instruieren: Nachweis, das; der Bittsteller aus Böhme», gebürtig uud im bezeichneten Feldzug iuvalid geworden ist. Bei Witwen und Waisen: Naä> weis, daß der Gatte (Vater) in diesem Feldznge ge-fallen oder sonst in der Dienstleistung gestorben ist. ' (Voiu Vollsschul dienst e.) Der t. k. Bezirksschulrat in Adelsberg hat den absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Karl Bla 2 iö zum provisorischeu Lehrer und Leiter au der einklassigen Volksschule in Zoll ernannt. — Der k. f. Stadtschul-rat in Laibach hat die geprüfte Lehramtskandidati.1 und bisherige Snpplentin an der achtklassige», deut-scheu Mädcheuvolksschule, Fräulein Vera Edle von Gresse I, zur Aushilfslehrerin an der vorgenannte., Schule ernannt. - ,'. ^- (R e v i e r b e r g a m tLaib a,ch.) Oberben-, kounnissär Herr Dr. Karl H 0 riak vom Revierberg-amte in Laibach wurde zum Nevierberganite iu Graz als Vorstaud und Oberbergkommissär Herr Vinzenz Strgar vom Revierbergamte in Cilli zum Revier ber,gamte in Laibach, ebenfalls als Vorstand, Ersetzt. ^ (A n 0 uymeSPend c.) Ein Wohltäter hat für die armen kranken Kinder des Elifabeth-Kinder-spitales den namhaften Betrag von 550 l< gewidmet. (Leiche n a g n 0 0 z i e r u u g.) Die, wie wir berichtet haben, am Freitag bei Lusttal in der Save gefundene männliche Leiche ist al5 mit dem erst ausgelernten Schlossergehilfen Jakob KoaMkck au? Dravlje Nr. 72 identisch nguosziert worden. Vor ungefähr vier Tagen nnternahm der Verunglückte eine Nadpartie, von der er nicht mehr zurückkehrte. Wie das Unglück geschah, ist uoch uicht aufgeklärt. kes Gasthans, tranken uud aßen dort und kehrten sodann in de>r Neslauration am Vahnhose ein. Alle drei waren etwas angeheitert und bestellten jeder ein .w'ÜMl Bi<'r. woraus sie sich zu Tische sehten. Dn sie von dvr Neisc ermüdet waren, lehnteu sie die Kövfe an den Tisch und schliefen ein. Stephan 5latilini<,"- erinnerte sich f,ut. daß er, bevor lr eiilschlief. !2e hatte. Als er erwachte, griff er sofort in dk' rechte Tasche, wo er sein Geld verwahrt hatte, doch fand er dasselbe nicht vor, aber anch sein Genosse Dane Vukovajac war inzwischen verschwunden. 5tati-linil^ war sofovt überzeugt, daß ihm das Geld gestohlen wurde. An den,selbe» Abend hielt sich anf dem Bahnhöfe St. Peter anch Johann /elko jun. aus St. Michael auf, welcher vom Diebftahle hörte uud die Perfousbeschreibung des Täters vernahm. Als er um ll» Uhr abends nach Hanse kam, ging er zuerst iu den .Uonsnmverein, wo er vom Diebstahle in St. P<'ter erzählte, Hier wurde ihm mitgeteilt, daß soeben ein fremder Mensch, auf den die Personsbeschreibuug passe, mit seinem Vater schlafen gegangen sei. Zn Hause augelangt, ging er mit seinem Vater den Fremdling, welcher schon unter dem Dache schlief, besichtigen und erkanute ihn sofort nach der Beschreibung als denjenigen, der den Katilini^ bestohlen hatte. Nelko verständigte sofort den Gendarmen Iohan., Mlakar, der den schlafenden Taue Vntovojar arretierte. Anf die Frage, wo er das Geld habe, gab er keine Antwort. Als der Gendarm iu die Hosentasche griff, fand er die Geldtasche mit dem Betrage vou !',M l< !'O I, ,Vukovojac behauptete, er habe keiu anderes Geld- doch bei der Personsdnrchsnchung fand der Gendarm unter dem zerrissenen Nockfutler die ver« mißte rote Geldtafche mit dem Inhalte von lO6O K. Der Vefchnldigte leuguet, die Abficht gehabt zu haben und gab an, er habe, als er zum Kellner eil, Glas Wasser trinken ging, zurückgekehrt, auf den, Boden neben Katiliniö eine Art Büchel geseheu, es aufgeh» ben und in seiner Trunkenheit ohne eine böse Absicht zu sich gesteckt. Dann habe er Zigaretten kanfen wol-lei, sei aber irregegangen und nach St. Michael ge kommen. Schließlich gestand er den Tiebstahl ein. Dane Vukovojac wurde zu 15 Monaten schweren Kerkers mit monatlich einem Fasttage und hartem Lager verurteilt. In der zweiten Verhandlung hatte sich der Itt Jahre alte Müllergehilfe Franz ^arc, vnlgo Iakov, aus Mitter-Ia,r«e, zuletzt iu Ober-Dom/ale, Nx'gen Totschlages au Johanu Hribar aus Veischeid zu verantworten. Als Verteidiger fungierte Herr k. k. Landesgerichtsrat i. N. Eduard D e u, Am Äi. Mai d. I. zechten in, Gasthause der Iohauna Pirnat in Uuter-Jawe, Gerichtsbezirk Stciu, eiuige Burschen aus Beischeid, und zwar Franz Pe<"nikar, Johann Pengov, Fra>,z ,slepic nnd Johann Hribar. Später kamen iu dieses Gasthaus Frauz ^arr, ,Uarl Zor und Johann Zabret, erstere zwei aus Tom/ale. letzterer aus Jarüe. Die, Beischeider Bursche», hatten ein bespanntes Wagerl, mit welchem, zwischen 10 uud ^-.11 Uhr abeuds die nieisien Burschen wegfuhren, währe.id Frauz Kvpic und Johann Hribar noch im Gasthause verblieben. Franz Kevic, der angetrnnken war, schlief beim Tische eiu; Johann Hribar aber erzedierte vor dem Gasthause,- infolge desse:, kam es zum Streite nnd bei dieser Gelegenheit schlug der Beschuldigte Franz ^arc, wie er selbst gesteht uud eiue Reihe von Zeugen bestätigt, dem Johann Hribar mit einer Flasche mit aller Kraft auf den Kopf. Der Verletzte floh ans demGasthause gegeuOber'Iai>e und Preserje, bis er niedersank. Am Morgen des 27. Mai fand ih:, der Besitzer Franz Dime aus Stude auf seiuem Felde bewnßlos liegend. Hribar starb bald darauf, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben. Er erlitt einen Bruch der Hirnschale, iu die sich das Blut ergoß, Franz l^arc wurde zu drei Jahren schweren Kerkers mit monatlich einen, Fasttage u:,d hartem Lager verurteilt, l. — (Typ h u Z er kr a u k u n g e u.) Über deu Stand des Typhus am 27. d. M, kommt nns nachstehende amtliche Mitteilung zu: Im hiesigen Zivil-spitale stehen l5> Typhuskrauke iu Behandluug. In Lnibach selbst befinden sich vier Kranke in isolierter häuslicher Pflege. Der Bezirk Umgebuug Laibach ist typhusfrei. Iu, Bezirke Adelsberg, uud zwar in den Gemeinden Adelsberg, Slap, Slavina, St. Petei nnd St, Michael befinden sich derzeit im ganzen 15 Typhuskranke, hievon 33 im Marktorte Adelsberg. — Aus dein Vvzirke Gottschee wurdeu in, ganzen 15 Typlmsfäsle gemeldet: von diesen befinde», sich 7 kranke in der Ortschaft Mein-Slivitz, Gemeinde St. Gregor, 4 in Unter-Skrill, Gcmeiude Mosel, und 3 iu Banialoka. Teir Stand der Typhuskranten im Bezirke Littai beläuft fich mit Einrechnung der 1l> Typhusfälle in der Ortschaft Sittich, Gemeinde Sankt Veit, im ganzeu auf 21 Fälle. Aus allen übrige», Bezirke», im Lande wurden sonst uoch 6 Typhusfälle gemeldet. In, hiesigen k. nnd k. Garnisonsspitale ist eine Äudernng im Krnukenstaude (77 Fälle) seit 17. d. M. uicht zu verzeichnen. — (Z u r W ieuer Blatt e ruepid e m i e. Eiue M a h uung a u d n Z PubIik u in.) Man schreibt uns vou berufeuer Seite: Iu Wieu siud bekanntlich die Blatter,, epidemisch aufa,etreieu. Ein Teil der Schuld lie<-,t zweifelsohne au der Leichtfertig teil des Publikums, das der Impfung nicht mehr die nötige Anfluertsamteit schenkte, seit die Blattern von Jahr zu Jahr seltener wurdeu. Haben wir es doch lediglich der Impfung Zu verdanke,,, daß diese verhex reilde Senche, die seinerzeit jahraus jahrein Tausende von Opfern forderte, nahezn vollkommen erlofchen ist, so daß sie so mancher der jüngeren Ärzte gar nicht mehr kennt, da er keine Gelegenheit hatte, sie zu sehe», uud zu studiereu. In Wieu gibt es unter den Schul lindern derzeit gegen 1000 solche, die »licht geimpft wurden. Das ist eine betrübende Tatsache, die teils auf die erwähnte Leichtfertigkeit des Publikums, teils auf die unbesonnene Agitation der Naturheilkünstler zurückzuführeu ist. Da kauu es uns nicht wundernehmen, daß die Epidemie vou Tag zu Tag neue Opfer fordert. Bei uns liegen die Verhältuifse erfreulicherweife güustiger, da nahezu alle Kinder geimpft uud revakziuiert werdeu. So wurden in Laibach in, Jahre 1905 631 linder zum 'erstenmal geimpft und ^7l revakziniert, in» Jahre !90(i 3!)2 geimpft, 617 re° vakziniert, und im laufeuden Jahre wnrden bisher 57!'. geimpft nnd K93 revakziniert. Der ReVakzination muß besondere Beachtung geschenkt werden. Denn die Erfahrung lehrt, daß der Schutz der Impfung .iur 7 bis lO Jahre audauert. Deshalb werden die Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren revakziniert nnd wer deu auch alle zum Militärdienste einberufenen einer Wiederimpfung nnterzogen. - Da sich die Epidemie iu Wie», über verschiedene Bezirke ausgebreitet hat, ist es uicht ausgeschlosseu, daß sie durch Reisende auch iu die ProviuZ verschleppt wird. Den:, die Blatter», können anch durch Gesunde übertrage», werdeu, die zufällig mit den Kranken oder mit infizierte,, Ge^eu-ständen in Berührung kamen. Es sei deshalb betont, daß die Impfn:,a, den besten Schutz gegen die Erkrankn»,g an Blattern bietet. Tn bei der Erstimpfung der Schutz erst etwa von, zehnteu Tage, an eintritt, möge sich jedermann, der noch nicht geimpft wurde, schleu üigst der Impfung untergehen. Eiue nicht geriugere Aufmerksamkeit ist aber auch der Nevakzination zn schenken. Das lehrt das nachstehende Beispiel: Die hiesigen städtischen Ärzte und Fuuktiouäi-e des Stadt-physikates habe:, sich eiuer Wiederimpfung unterzogen, da sie im Falle einer Einschleppuug der Krank-heit zu allererst mit den Blatternkrauken in Berührung kämen. Wiewohl sie nun alle schou dreimal geimpft waren, nämlich im 1, u:id !<». Lebensjahre nnd wälirend der Militärdienstzeit, haftete dennoch bei ihnen allen die ,<.luhpocke„lymphe. Das beweist, daß der Schul; aegeu das Blattcrugift schou neschwundeu war und daß sie alle der Gefahr einer Erkrankung ausgesetzt wareu, N>euu sie sich uicht der Wk'derimp fung n,>ter',ofien hätten. Demnächst werde», auch die städtische», Ticherheitswachmäuner revalziniert werden, da sie ebenfalls mit Blatterukraukeu in Ber.üh-ruug kommen könnte»,. Damit aber anch die Bevölkerung iu ausgedehutem Maße des Impfschutzes teilhastig werde, sollen heuer die öffentlichen Impfungen bis Ende September fortgeführt werdeu. Sie finde», jeden Donnerstag nm 3 Uhr nachmittags im „Mestui Dom" statt. Wiewohl die Gesahr einer Vlatternepi demie i», Laibach eine sehr geringe ist, sollte doch n,e> mand versäumeu. sich gegeu eiue Kraukheit zu schützen, die so verheerende Folgen nach sich zieht und schou so manchen fiir immer verunstaltet hat. - (Der Ve r schön e run gsverei n in R 0 senta I) veranstaltet am Sonntag dm 1. September eiu großes Volksfest. Der vermehrte Festaus° schuß ist eifrigst au der Arbeit, um deu Besucheri eineu Tag voll Freude und Unterhaltung zu bieten. Ans dem reichhaltigen Program,,, sei erwähnt: Konzert, Gesang, der Glückshafen, wobei jede Nnmmer gewiuuti der Tierbäuoiger mit den, großen Ungetüm. Das für dieses Fest erworbene Luftschiff „Andree" langt in Kürze von Spitzbergen au. Es steht zu er-warteu, daß die Laibacher durch zahlreichen Zuspruch und Besuch dvm geuannten Vereine znr ehesten Ausführung der von ihm gestellten Aufgaben verhelfen werden. ' (E inen kleine n A usfl u g) unternahm vorgestern nachmittags der ill der Echottergrnbe nächst der Zwangsnrbeitsanstalt beschäftigte Zwäugling' Eduard Neiteuauer. Iedeufalls aus Schamgefühl vertauschte er die Austaltskleidev mit denen eines Ar betters und ging frohen Mntes im Schatten der Bäume über den Golovecberg >,ach Vrunndorf, wo er am Eingaua,e der Ortschaft von der dortigen Gen^ darmerie offiziell empfangen nnd abends wk'der in die Lehranstalt für Nriminalistik sorgfältig geleitet wurde, O Eduard! ' (E i ll e a l t e Fc l d d ieb i u.) Gestern morgens wurde auf einem Acker uächst der Zluangsarbeits-' anstalt die s,5jährige, etwas schwachsinnige Maria Terdina aus Maunsburg ertappt, als sie Fisoleu aus der Erde rupfte und in ein Gebüsch trug. Man über» aab sie einem herbeigerufenen Sicherheitswachmanne. Laibacher Leitung Nr. 196. 1823 28. August 1907. — (Eine Bergbahn auf den Groß-glockner.) Das Eisenbalniministerium hat nach ein«- Meldung dos „Vaterland" dcr Bauuuternel)° mnng Firma Brüder Redlich und Be.rgcr in Wien die Bclmllignng zur Vornahme technischer Vorarbeiten fiir <'ine init einer Tpurlveite von eiuem Meter h<'r° zustclleude und mit elet'trisckx'r straft zu betrcibeude .Lokalbahn von Oberveltach nach Heiligenblut, sown' für eine im Anschlüsse hieran herzustellende Bergbahn nach einem geeigneten Punkte des Groftglockner auf die Tauer eim'5 Iahreo orteilt. (Gründung einer Feu e rwc h r.) Über Anregung des Gemeindevorstehers Herrn Anton Mrva in Watsch, BeZirk Littai, wurde an» 20. d. M. im Markte Watsch eine freiwillige FeuerU>chr gegründet. Zu dem Aehufe kam nach Watsch der Verbands-schriftführcr Herr Tro « t, hielt eincn lnugereu Vor^ trag über den Nutzen eines geregelten Löschwesens und demonstrierte praktisch an der vorhandenen Spritze. In Watsch nnd Umgebung, obwohl gebirgig, ssibt'5 zur Genüge Quellenwasser iu iX'n Zisternen und freien Gcbirgsbächen, Wie bekannt, wnrde beinahe ganz Watsch vor vier Jahren ein Nanb dcr Flauilnen, die Häuser sind zum Teile wieder aufgebaut, jedoch sind noch viele Nuinen sichtbar. Da die Bevölkerung arm ist. so ist die neue Wehr einvr Unterstützung sehr bedürftig, um das Notwendigste anzuschaffen und so der gestellten Aufgabe gerecht zu werden, t. — (Ein Feuerwehrdepot in Vix-m a rje.) In Vixmarje wurde ein neues Feuerwehr depot errichtet. Die EmNieihung wird am 1. September um >' Uhr nachmittags durch den Pfarrer von St. Veit. geistliche!, Nat Herrn G. M aIov r h , vor-gcnommen werden! die Festrede wird Verbaudoschrift-führer Herr Troüt halten: sodann folgt ein Volksfest neben dem Depot. r. — (De r älteste M an n in Id ri a gesto r° b e u.) Am 22. d. M. verschied in Idria Johann Mi-heve^, der älteste Manu in der Bergstadt Idria, der das W. Lebensjahr erreichte Ten Verstorbenen kann ten alle Spitzenklöpplerinnen in der Stadt und Umgebung, da er bis in die letzten Lebensjahre für dieselben Klöppeln (HolStäbchen, an welckx' das Garn angebunden wird) verfertigte. (Von d e r o m b r o m e t r i s ch c i, Veob a ch t u n g ssta t i on inIdri a.) Die ombrometri-sche Neobachtnngsstation dritter Ordnung in Idria verzeichnete im Monate Juli l> Tage mit Niederschlägen, während 22 Tage ohne jeglichen Niederschlaq blieben. Tie grönte Niederschlagsmenge binnen 21 Stunden wurde am .«). Juli mit 52'4 Milliincter, die geringste am 12. Juli mit 0i4 Millimeter Niederschlag beobachtet. Die höchste Lufttemperatur hatte man in Idria im verflossenen Monate nach den täglich nm l Uhr nachmittags vorgenommenen Beobachtn» gen am 2l>. Inli mit , 2!»-:>. Grad Celsius, die niedrigste am 12. IM mit 4- 14-5 Grad Celsius. Die niedrigste Lufttemperatur im Monate Inli überhaupt wurde am l.j. und U. Juli mit -i M-tt Grad Celsius um ? Uhr früh verzeichnet. Dw Mitteltempcratnr i>u Monate Juli betrug > 1«-? Grad Celsius. ^' (Im Idrijcaflnsse ertrunken.) Der 2jährige Berg. arbeiter Anton Kogej sasz am 25. d. M. abends mit seinem Liebchen im Gasthause des Herrn Matthäus Mamoec in Idria. Vr geriet in einen Wortwechsel mit der Wirtsmagd Maria Lnlan und versetzte ihr einen heftigen Schlag auf den Kopf. Bald daranf kehrte der Gastwirt Moravec heiln: auch mit ihm geriet Anton Nogej in einen Streit. Dabei packte ihn eine solche Wnt, das; er das Messer zog nnd dem Mo-ravec in der Hüfte nnd unte-r dem Nabel lebensgefährliche Stiche beibrachte, trotzdem er vom Arbeiter Io hann ^akelj aus Unter-Idria, den er auch an der Hand verwundete, zurückgehalten wurde. Der verwundete Moravec, dein die Eingeweide ans der Bauch-höhle heraustraten, hatte noch so viel Kraft, daß er an5 dem Hause floh: ans der Straße stürzte er jedoch bewußtlos zusammen. Ter Missetäter flüchtete sich mit seinem Liebchen in eine Vaucrhütte bei Marof, wo er von der Gendarmerie arretiert nnd dem Bezirksgerichte eingeliefert wurde. ' (Ein bet r ü g eris ch e r A g e n t.) Vorgo stern wurde der !iljährige, iu Nudolfswcrt geborene Agent Josef .«.loleur, der eine Zeitlang eine Maschinen ftrickerei an der Wiener Straße innegehabt hatte, wegen Verbrechens des Betruges verhaftet und den, Lau desgerichte eingeliefert, ^lolenc hat einem Wirte 111) lv und einem Trafikanten 0!) X für gelieferte Waren entlockt und das Geld verjubelt. * (Ein gefährlicher Einbr e ch e r verhaftet.) Wie bereits mitgeteilt, find in diesem Monate verschiedene Diebstähle verübt worden, ohne daß es der Polizei gelungen wäre, den Täter zu eruieren. Als nun am 2l:. d. M. dnrch einen Einbruch in die Koslersche Gartenrestauration !) Flaschen Dessertwein, eine Schachtel Tamenzigaretten, Schokolade nnd tt l< Geld gestohlen wurden, bezeichnete der Gendarmerieposten in Unter-^ka als den Einbrecher den aus der dortigen Brauerei entlassenen 2kjährigcn Tischlergehilfen Johann Zngsberger aus Zwichledt, Gemeinde Schärding in Oberösterreich, Vongestcrn gelang es dem tüchtigen Oberwachmanne Slanovec, bei der an der Maria Thersia - Straße befindlichen Maut den Einbrecher zu verhaften. Im Besitze dieses Gauners fand mau zwei silberne Taschenuhren, eine Nickeltaschenuhr, zwei goldene Fingerringe, ferner ein Hobelmesser, «welches als Einbrnchswerkzeug verwendet wurde, und ein kleines Messer. Die Polizei stellte nnn durch Agnoszierung von verdächtigen Gegenständen und durch Erhebungen fest. daß Zugsberger am 28. d. M. früh im ßjesindezimmer im Marianum den Tiebstahl verübt nnd dem Xlneckn Ansec die Taschenuhr davongetragen hatte. Weiters hat er dem Offiziersdiener Franz Vidergar an der Nömerstraße den im Schlafzimmer stehenden Koffer erbrochen nnd einen goldenen Ning genommen. Bezüglich des unter einer Matratze im Seminar zurückgelassenen NockeZ konstatierte die Polizei, daß er der Eigentümer diefeZ Kleidnngsstückes ist nnd daß er dort die Wäsche gestohlen. Vorige Woche versuchte Zugsberger im Pfer-deswlle der Villa Zeschto in das Knechtezmmier Anzubrechen, wurde aber dnrch den Kutscher Leuner, der zufälligerweise den Stall betrat, verscheucht. Im Kof-fer des Einbrechers fand man nenn große nnd drei kleine Schlüssel mit einem Holztäfelchen, worauf die Bezeichnung Vüfett. kredenz und Vorsaal steht. Ferner ist der Ganner im Besitze mehrerer Kleidungsstücke, darunter einer schwarzen, grün p a ssep oilier ten Hose, ähnlich jener der Finanzwache, mehix'rer Hemden und Halslrägeu. Nach dem Abschlnsse der polizeilichen Erhebungen wird der Einbi-echer, photographiert und daktyloslopicrt und sodann dem Landesgenchte eingeliefert werden. Dieser gefährliche Einbrecher ist wegen Verbrechens des Diebstahles, Betrngeo, gefährlicher Drohnng usw. mit vier und mit zwei Jahren, ferner mit acht und sechs Monaten Kerkers in lÖster-i-eich nnd in München vorbestraft und hat außerdem die letzten Studien in der Zwangsarbeitsanstalt absolviert, von wo er erst am 25. Mai l. I. entlassen wnrde. Telegramme les l. l. TeleMhen-VmchMtnz.Vulttus. Der neue Statthalter von Tirol. Wien, 27. Angnst. Die morgige „Wiener Ici-tung" bringt die Ernennung des mit der Leitung der ^tatthalterei in Innsbruck betranten Statthalterei-Vizepräsidenten Markus Freiherr« v. Spiegelfe l d zum Statthalter in der gefürsteten Graffchast Tirol und Vorarlberg. Die Katholikentage Würzburg, 27. August. Heute früh wurde eine Mäimerwallfahrt nach dem Käpeli veranstaltet, an der Tausende von Personen teilnahmen. In de'r zweiten geschlossenen Versammlung des Katholiken-tages wurde als nächstjähriger Tagungsort Dussel' dorf gewählt. Bei Beratung der Anträge auf Untor» stützung der Missiousanstalten schilderte Missions-bischof He:minghaus die staatlichen Neformei, in China, von welchen die katholische Kirche nicht aufgeschlossen werden dürfe. Die Anträge wurden ange nomtnen. Fünfkir ch e n. 27. August. Der Katholiken-kongreß hielt heute seine zweite Sitzung ab. Abgeordneter Tomherr Cernoch hielt einen Vortrag über das Necht der Kirche auf die Schule. Er nahm gegen die Verstaatlichung der Volksschule nnd namentlich gegen den Laienunterricht entschieden Stellnng. Professor, Göicsöni trat in beredten Worten für den freien rath» lischeu Unterricht ein. durch welchen der katholische Geist gestärkt nnd vorbereitet würde. Die Borgänge in Marokko. Paris. 27. Augnst. „Matin" meldet aus Casa-blaum vom 25. d.: Muley Hafid habe den Marokkanern die Weisung erteilt, die Franzosen in Casablam-a vor seiner Ankunft nicht anzugreifen. Er marschiere mit zahlreichen Truppen und mehreren Geschützen gegen die Franzosen. Tang e r, 2ll. August, Aus Fez wird gemeldet, daß die Kabylen Sebu umzingeln, Geld, Lebensmittel sowie Mnnition fordern, widrigenfalls sie den Ort plündern würden. Tie Proklamiernng Mnley Hafids zum Sultan sei in Fez bekannt, doch wage es niemand, darüber zn sprechen. Tanger, 27. August. Die Franzosen, Engländer nnd Spanier verließe!, Fez am 24. d. Die Italie ne.r nnd Deutschen sollten am 2tt. d. abreisen. Es war alles vorgekehrt, nm die Sicherheit auf der Noute nach Lamfch zu verbürgen. Die Vlatternepidemie in Wien. Wien, 27. August. .Heule wurden zwei neue Vlatternfälle nnd ein blatternverdächtiger Fall dem Stadtphysikate angezeigt, Wien. 27. Augnst. Das Eisenbahnmimsterium hat. um dem ihm unterstehenden Personal eine un-verzögerte Wiederiinpfnng zu erleichtern, für den Dienstbereich der Staatseisenbahnverwaltung in der Zeit vom 28. bis tti. August mehrere nuentgeltliche Impfstellen etabliert. Havariertes Linienschiff. London, 27. August. Wie eiu Telegramm ans Tevonport meldet, traf dort das Linienschiff „Commonwealth" mit einein fchweren Leck a». Das Schiff war beim Einlauf in den Hafen auf Grnnd geraten. Die Platten der Panzerung sind in beträchtlichem Umfange eingedrückt. Verstorbene. Am 27. August. Johann Vajec, Heizerssohn, 7 Mon., Sparlassestraße 7, Fraisen. — Aloisia Zidan, Anstreicherstochter, 2 Mon., Polanastraße 48, lloolÄ,mp8ie. Im I i v ilspi ta le: Am 23. August. Johann Zontar, Säger. 57 I., 602-tu»io llbclom., I>oriwuiti8. — Cäcilia Feru, Keuschlerin, 46 I,, Okreiuom», intvst. Am 84. August. Josef Muzlovic, Schmied, 71 I., Tuberkulose. - Franz Kolalj, Tischler, 17 I., Malleus. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Serhöhe' ^0« ii m. Äliittl. Lufttn-uck 736 0 mm. Z ZkZ ZK I«z «7 2U. N. 'TI?^ ^6^'^l. schwach heiter ^^ 9U. Ab. 738 6 19 1 28.l 7 U. F. j 739-6 , 18 6, windstill j dunstige Luft! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 19-2°, Nor. male 17-6". Wettervoraussage für den 28. August für Steier» marl, Kärntcn und Kram: Meist heiter, schwache Winde, Temperatur wenig uerändert, gleichmäßig anhaltend; fiir das Küstenland: Wechselnd bewöllt, schwache Winde, warm. gleichmäßig anhaltend^_______________________ Verantwortlicher Redakteur (in Vertretung): Dr. Josef T 0 minsel. Hotel Ilirija Morgen Donnerstag den 29. August 1907 Mitglieder- Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Anfang am 8 Uhr abends. Elntrittsffebiihr für Mitglieder froi, für Nioht-mitglieder 40 Heller. Um zahlroicheu Besuch bittet hochachtungsvoll (3410) Fritz Novak, Hotelier. Laibacher Zeitung Nr. 196. 1824 28. August 1907. o o J| 6in tausendfaches F)ocb detn Ueben Jj «» Rerrn o { Hugust 6dcr jj o $um werten Üamenstage, dass der Kon- o 0 gressptat; wackelt und F)err 6dcr beim \\ J Sdeinglas jappelt. (3407) J » fram und Hlois. « ! €in niemals endenehtnendes ! | *J- I)ocb -i# | | unserem hochverehrten Präsidenten j : Seiner Bochwohlgeboren I)errn, : ! F)errn, I^errn ! | Hugust 6dcr | j }um heutigen Cage. j j Die VercinsmitgUeder^ j j 7e dober!!! (34i2j j ^•^^¦••^^"••^^"••^^""•^^^ _________________^ 1 Die herjUchsten Glückwünsche £ * |um namenstag unserem lieben i ji ^errn Chef (»406) if ] Hugust eder I ^i vom ergebenen Küchenpersonal. !? j Dr. ]. geiger 5 ordiniert wieder >..... > Radeiner Heilquelle nach amtlicher Konstatierung der obersten rumänischen Behörde als das bakterien-freieste Mineralwasser befunden, wird hiemit anlässlich der hier vorgekommenen typhösen Fälle als wertvollstes Vorbeugungsmittel und diätetisches Getränk bestens empfohlen! (3i57)io 7 Michael Kastner, Laibach. ^ Danksagung. > Für die vielen Veweise herzlicher Anteiluahnie während der Krankheit und anläßlich des Ablebens unserer geliebten, unvergeßlichen Schwester, bezw. Tante, Großtante und Schwägerin, der Frau Marie Raiö gel, Hüpft l. k. Professor? Witwe ebenso für die ehrende Begleitung der teuren Verblichenen zu ihrer letzten Ruhestätte und für die schönen Kranzspenden sprechen wir hn-mit nnserm herzlichsten nnd wärmsten Dant aus. Laidach, am 27. August 19N7. Dic trauernd Hinlerbliebeneu. Leipzig, im Herzen Deutschlands, mit über '/, Million Einwohnern, he: vorragendem Handel, großer Industrie, seinen vielfachen und bedeutcndcn 'Anstalten, die der w ss.-nschaftlichen Bildung dienen, wird auch von Angehörigen der hiesig >, (Yegcnd oft besucht, um in der taufmännischen Praxis, in den Handels- oder anderen Wissenschaften sich zn vervollkommnen. Iuuge Lcutl', die den gcsteig rt>n Anforderungen der Gegc^ wart entsprechen und einer höheren Beiufsbilduug sich widmen wolle», sei»-» in erster Linie hingewiesen anf die im Jahre <8U2 als Erste Deutsche Handelshochschule gegründete Handels'Attademie Leipzig, die sich nicht beschränkt auf di- Vorbereitung junger Kaufleute, sondern Ang.hörigcn aller Berufe Gelegenheit bietet, ihr Wissen zu erweitern. .Hier wird Herren jedes Alters vom vollendeten 16. Jahre an au'wärts Gelegenheit geboten nnter rationeller Ausui'chuug der Zeit, wesentlicher Abkürzung der Ferien in ihrer Allgemeinbildung, im G,brauch der dcutchen (z, V. für Ausläuder> oder einer anderen Sprache (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch) sich zu vervollkommnen oder auch durch Ergänzung nicht geiiügender Vorbildung, bezw. durch Repetitorien auf jedes beliebige Univ.-rsitäts. oder Hochschulstudium sich vorzubereiten, feruer gründlich sich vertraut zu machcu mit verschiedenen Brauchen der lausmä'nnischeu Praxis z. V. Bank uud Versicherung, Brauerei nnd Mälzerei, Export :c., mit der Nerwaltungstechnil odcr auch innerhalb Ialnes» frist das gesamte Studium der Handelswiffenschastcn zn absolvieren. Prospekte werden gratis verabfolgt vom Sekretariat j>hannisvlcch 5, Leipzig. (3386 a.) W . W W Danksagung. W ^ Schmerzerfnllt über den fo plötzlichen Tod ^ unserer innigstgcliebten, unvergeßlichen Tante, des W ^ Fräuleins > Clara Prssiak > W Private W ^D crlanben wir uns auf diesem Wege für all die »W vielen Beileidskuttdgebungrn, für die gespcudetcu «D Kränze nud für die Begleitung der tenren Dahin« ^W ^W geschiedenen zn ihrem Grabe in unserem nnd im Namen aller übrigen Auvcrwaudtcu allen Frennden ^ und Bctaunten den innigsten, ticfempfuudcucu Dant zum Ausdrucke zu bringen. W Laibach, an, 28. August 1907. M W Familie Xagar Edle von Sanaval. M I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- jsfte^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach I I Fa*arax-JTose *"- ^^fiBR^^*"' Sää *-»««*« Mr. ». I AktienkapltHl Iv 130,000.000- **¥&?* ReHcrvetond FC 63,000.000- (1713) I I Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. Verwaltung: von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Llorje (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 27. Augnst 1W7. " Die notierten »urse verstehen Nck in Kroncnwährung. Dl« Notierung sHmtlilt« Nltien und der „Diversen Lose" versteht sich per tztillj. Ocld ü>ar>' NUgnneine Staatsschuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Uronen (Mai-Ä^v.) per Nasse. , W - ü«'2> oetto (Jan.-Juli) per N«sse l^i, Ot «« ^t, 4 l!«,« ö. W. Nute» Febr.-«lug,) per Kassc......«? S^ 97'«! 4'8"/<, ö. W. Silber ^lpriLlllt.) per Kasse....., »? n< "7»l ,»e«ei Etaatiüllse bU0 sl. 4°/,lj«'.b «4» ?' <««0el „ 1W sl. 4°/l,!l l»«4er ,, lN« sl. . .liü? - »^1 — l«64« „ b« sl. . .l-27 - ^' vllio per Ultimo . . 4"/« v« 2>,' «v 4" t^sl. Investition«,-Rente, stsr., Nr. per Kasse . 8 >/,"/<, 85'Ul 8S << zUlnbnhn.ziaalzscktild. ytfschltitvngen, 3Ü illbetbiabn l« G„ steuerfrei, zu 1C000 sl. . . .4"/? -^'- "' Franz Ioses-Vahn in S lber (biv. St.) . . - b//,^2^- I^i-Eal. Narl Lubwig-Vahn (dlv. Nlüäe) «roncn . . 4"/, H5'!w !L ü< «udolfbahn in «ronenwührung, fteuersr. (div. St.) . 4"/n »ü ü< «« b(^ i« !<» Zu Al»lll,lchuld»tlsch»"'- «8--bell» Salzburg Livol i!N0 . c>, W. L. b°<, . . . «i!^»-- <2? - Geld Ware Do« Zlanle zn, Zahlung über» nommlne li/tnlialiN'prloritöt,' Obligation«. ÄöW. Westbahn, Lm. 18«», 40« Kronen 4°/„. . . , 9«1' «7 ,s Llisübethbahn «00 und !»0<»« M. 4 ab I«"/«......l'»'^ ><4- EK,abtthbahn 400 und 2U00 M. 4»/„........ll^ - N4- ssranz Joses. Bahn Em. 1W4 (div. St.) Silb. 4°/« . , 8« lO »,? l, Valizische Karl Ludwig-Bahn ibiv. St.) Ellb. 4«/„ . . «5 6,' 8« 65 Una.-gaNz. Vahn 200 sl. E. 5°/^ 108 - iU»--«orarlberger Vahn Lm. 1884 9 8l 4«/u detto per Ultimo i(>z»«< li'3», 4°/„ »ng. Rentr in Krone». währ. stsrei per Nas>e . . i>2 5c 9L 7l< 4°/>, deito per Ultimo «2 b> «.«?<> 3',,°/„ detto per Kasse . 81 3» kl Kü Un«. Prämie» Anl, l^ 100 fl. . ts« - lku -dctto i» ü0 sl, . <««— <»9'— Thcih-Meg.-Losl' 4°/,. . . . , «38-ü« >4n^' 4"/„ u»gar. Grunbentl.-Obllg 8l 9< 9z! 30 j"/„ lroat. ». slav. Nrnndentl.- Oblig........86'— - - Undere öffentliche Anlehen. No'n. Landes.Nnl. (dlu.) 4"/« 81- ««'- Voin.-herceg, Eisenb,-Lande«- Unlchen (biv.) 4'/,°/« - »7 »b »» ^5 5°/<> Lonau-Rrg.-Nnleihe 1878 ,!'»- lU4 - Wiener «crlehri-vlnlrlhe 4°/, 9ö »» vU ö^ delto 19U0 4°/<, 9ü 8l 98 k5 Unlehen der Stadt Wien . . 100?^ ü'i /t, belto (S. od. G.) . . lt9 U!> >^« kl, deUo (1894) . . . ,84' 95- dttto (18981 , . . . »b'4« 9«4,> dcltll (19<>l>) ... 95'll 96 l> betto Ilw.'N.) 19b» . 8b 9^ 9«-^ Bürsebau-Nnlehcu verloib. K«/° 9»,— 97- Nula. Staaleeisenb.-Hyp.^Nnl, 1889 Gold .... L°/. li9'1< >2«-I0 Bula. Staate. Hypothekar Nnl ,89«.....«" llii 9> lL^'Vb Gelb Ware Pfandbriefe «. Bodenlr.,alla.0st.inboI.»!,4'/u 95-6.' 9«^< Nöhm. Hupxlhrlenbanl Verl. 4°/« 95 t«> 9« 80 Zentral-Vob.-tttrd. Vl., österr.. 45I. vcrl. 4l,."/u . . . 101 5l> lO» k< Zentral Vod.'Kreb.-Nl., »sterr., 65 I, Verl. 4"/» .... 97'- 98-Nnd.-Inst.Merr.,s. Verl..Unt. u.ösfentl,«rb.Kat.^v!.4°/„ Lobs 9?-5( Landesb. d. Kön. Gallzien und Lodom. 5?'/, I. rucl>. 4°/„ 9V- 9ö'?!> Vlahr, Hupothelenb. veil. 4°/^ 94 7< 95 7» N..österr.Landc«.Hyp..Anst.4°/l, 9»-. 97- detto inll. L7- «8- dcltoK.'Schulbsch.verl. 3>///^ «<:-?ß f>7?f> betto vecl. 4°/« 9o 9< 9« :>0 Osterr,.«ngar. Vanl 50 jähr. verl. 4"/u °. W.....97-i? 9s ahn.Pri°ritätt>-Obligationen. sserdi«a»dt.Norbbahn ltm, 188U — - —- drtlo Em, 1904 — - — — Österr. Nordweslb. Wl> fl. L. , 10ü 70 -'— SiaatKbahn 500 yr..... »90- »94 - Südbahn ll 3°/« Iünner.Iuli bou str. (per Et.) . . . ü94 2b 296^!' Lüdbahn b 5°/^..... ,20 b< 121 ö' Diverse Lose lper Ctiill). Dllzwllicht fose. 8°/,, Bodcnlrebit.Lose 3m. 183<> sk? ü< !«».',<' dett« »nl. v.100Fi.2°/<> 9«-- i^ — Vnn«zln»llch« 3»!»> Vudap.-Basillla (Tombmi^ 5 sl. üN4(j il2-,( Nrcditlosc iau sl...... 4I8-5V 41U5« Claru.Lose 40 sl. N. Vi. . - 1»9 - 145- Osener Lose 40 sl..... 205 - «1>-- Palssy.Lose 40 sl. «. M. . . 17« - 152 - Ruten Nreuz, üst. Ges. v., 10 sl. -tü - 4? - Noten Kreuz, min. Ges. v., 5 fl. 26 2:,- Rudolf.Lose iu fl......«» - S? - Salm.Lose 40 fl. tt. M. . . 201- i"? - Geld Ware Türl. E.'>U..Nnl. Piüm.'llblia. 40« Fr. per Kasse . . . —-— — - detto per M. ... «81 25 il>2 25 Wiener Komm.»Lose v. 1.1874 42« — 43li — «ew'Schd. 3«/„Präm..Schuld». d. «obtnll.-Ansl. «tin. I889 68'5», 7L-i,(i Ntticu. Hllln,porl'ssnt«n>t!i»nugln. Aussig.Tepl. Eisenb. 500 sl. . «35V- 284» - ^iil,m. Nordliah» 15« sl. . . »40 - »^2 - Vuschlichrader Lisb.500 sl. ttM. 5810-— 28^»- dello (lit,, ii.) 200 sl, per Ult. luüo — ,055'— louau > Dampsschiffatirte» Ges., !., l. l. prlv., 500 sl, KM, 989— 9!»5- tux.Putiriibacker 5-- ^srdi»a»bs.«ordb,1m»«sl.M1l. 5ü»>>— e,23>,-i^mb.'Vzern.'Iass!!«Eise»bahN' Gesellschaft, 2"» fl. E, , 5.»4-. l,5» - ^!o>,d,österr.,Trieft.,ba f!.G. p. Ult 4l4 2', 415 25 Prag'D»lerElIe»v.l0<»jl.abgst. 2l5 - Li?^ Ftaatseisb, 20« f!,S. per Ultimo S4<>?!> «47 75 Ziibh. 2<«> fl. Silber per Ultimo IL2 d» 1k>3 bu Kiidnorddeutsche Verbindunsisb. 2«0 sl. KM...... 3NU 50 «91-dO Tramwali'Gel., neue Wiener, Prioritätt"Ältien 1W fl. . — — —-— U»aar. Westbahi! (Naab»Graz) 2l>«> sl. ^....... 40l — 4»»-— i8r. Uolalb.'Altien'Ges, 200 !l. 2^^— 24« - Vonlen. Änglo.Österr. Äanl, i»t) sl. . . 298 5^ 2W50 Vanlveretn, Wiener, per »asse — — —- delto per Ultimo . . . 52« 75 52<>75 «odenlr.'Nnst, österr.. 2sl.E 99? — j«.i,i-- ^cntr.'Bod.'ttredb. »st., 2W sl. 535-— 537 -«reditanstalt sür Handel und Gewerbe, l«o fl., per Kasse -^— — — detto per Ultimo «80 2b 6Ul 25 Nrrditbanl all«,, ung., 209L — «»!'— ^ld W«» Österr..ung. Äanl l4<)0 «rone» 17k!>-- 1?»« - Unionbanl «0« fl..... 530-75 531 7b Verlclirsbanl, allg.. >4« sl. , >«i» - «2» — zn»nftr»e.zwl«n»!,«nn,»n. Äauaes.. »llg. »sterr., ioo fl. . 122-50 ,24^0 ^nllerttohlenbcrab.-Ges.ionil. 724 - 7.« ^ Hisenbllh!iw..Leihg., erste, I0usl. ,!<«,.. A>»i-- ..Elbemühl", Papiers. u.U..G, ,86- i8i'— ltlettr..Ges., allg. üsterr., Lau fl, 4li!>- 4^!?- — detto inter»at.,200f>. 5?9 - 5«0 — Hirtenberger Patr.., Zilndh. u. Vlet..Fabril 40« Kr. . 995 — 10l)' — Liesinsser Vraurrei 100 sl. . . 2«« 8^2 - ^0»!«».^!^^,,^^.»«^^ 590 2ä Ü9l 25 „Pllldi.Hutte^. XiegelgußNahl. ss..«.'G. 200 fl. . . .419— 4«« 50 Präger Eisen. Ind.. Ves. «tm. 19U5, 2 Nalgo.Tllrjaner «tisenw. 100 sl..... 524- 5Hz - Lalao.Tarj. Steinkohlen loo fl 564- - z»5o - ,,Echl«glm»hl",Papierf„»oyfl, 22ö- »4« — „Schodnica", »l'V. i- Petrol.- I»d,, 500 »r..... 490 - b<»o — „Steurcrmühl", Paplerfabrit und N.»«l>...... 442— 44« . Irifailer Kohlenw..«. 70 fl. , 25» - «68 -Türl. Tabal««ie.Oel. 200 ffr. per Kalse , - - — detto per Ultimo 40» 50 4N> 50 Wafsenf..«es.. ssterr.. in Wien, 10« fl........ 4»li'— 470 - WaggoN'Leihanfialt, allgem., Uonbon........ 240'?2> 24t<>^ Italienische Vantplänc . . , s.',-«,!, !. 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