Echnftleitung: «»tdauSgassr Str. & «s rrrdiftaa»e: Täglich (mit »«♦«•»int»«» eoaa-n. 8*>«-MfC) Hl 11—J* lldl »«tu. r^antMicUra BttKn nicht _l*rU4gtsrt«r, roarnlo'f 8ia-fejita*«nt autt »nüSsichii,!. ■ atlittig«a|«n «natl tu Brtnoltuaa jfflot »nt*«»«« der dMj» |rfi-|rfi« P«ft *1090 - mmiimtii« . . • k 3*M . . . K . ... K tfno 6Ht <1111 »>! JulStnaa» tll Haus' monatlich . . . . K 1'tO (Intdlitilll . . . K s-— tarttabrij . . . . X ®on|jdj&til . 1 . . K If— ftiit# Hntlont ttuilittt «ich Mi *03 jUgcbaiitcii um6if Wrna *ti»nninwn!4 il»1 mMKltellait«. M. 51. Mi. Donnerstag, 28. Juni 1906 81. JaVrgang. Deutsche Volksgenossen! Am Freitag werden wir im Unterlande den wackeren ZZrncker Männergelangverein al« Gast begrüßen. Neben der deutschen Sangetfreu» d i g f e i t ha» auch der völkische Gedanke bei de« Brucker Männergesang«vereine stet» «ine Heimstatt und begeisterte Pflege gesunden und darum sollen auch die Tage, die er als unser lieber Gast im steirischen Unterland» verbring», neben der Kuldigung vor dem deutschen Liede, die sie in erster Linie bringe« werden, auch al« völkische Festtage gellen, als Festlag', in welchen die deulschsteiriiche Gemein» bürgschast, die Brüderlichkeit oller deutschen Steirer zum erhebenden Au«-druck« gelangen wird. D»e Stadt C i l l i wird die sange«frohen Söhne de« Oberland»« im Fahnenschmücke begrüßen und wir richten daher an die deutschen Bewohner Cilli« die herzliche und drin« gende Ausforderung, die Häuser am Kmpfang»t«ge d. L Freitag zu beflagge« vnd feßsiif zu schmücken. Da« herzliche deutsche Wort und da« festliche Kleid sollen den einziehenden deutschen Brüdern de« steirischen Norden« freundlich „Will-kommen" zurufen. Wir tun desgleichen und de-grüßen den Brucker Männer-Ge,angverein auf da« herzlichste. Wir begtüßen in den Brucker Sängern die Heimat«genoffen. die durch ihre Fahrt in« bedrängte Unterland mit de« deutschen Liede« Zaub»ra»walt un« mahnen an die Einigkeit de« deutschen Volke« Wir begrüßtn auch die deutschen Sänger. De« Liede« Herze» quickung hat im deutschen Gemüt«-leben seinen Urgrund. Wa« unser Herz zu Hohem erhebt und für Edle« entflammt, insbesondere die Sängertrene. Dem Männergesangvereine in Cilli gewidmet. Im Liede wie im Leben. »ein Mißton und kein Trug, Wie Laulertrant der Reben Sei rein de« Herzens Zug. Da« frommt dem deutschen Sänger, Hält rein sein Schild, sein Schwert Wo nicht — ist er nicht länger DiS Namen« „Bruder" wert. Drum, heilg« Oriflamme Der Wahrheit leucht' in Pracht. Gelehnt am Eichenstamme Schirmt Dich die Eängerwachi! Mein Gruß! Zur Himmelsbläue Flieg adlergleich hinan Zum Preis d«r Sängkrtreue Vom Mürzgau bi« zur Sonn! Brück a. d. M. im Juni 1906. Karl Adam-Kapper t. heilige Liebe zum Volkttum. hat im deutschen Sänge tiesinnigen Ausdruck immerdar gesunden. Ein dreifach Heil dem lieben Gaste auS den Bergen des Oberlandes! Z)em Krieg entgegen. Die nie untätig«», sowohl heimlich al« auch g«räuschvoU arbeitenden Irredentisten haben einen neu«n öffenilichen B«rf«chter bekommen: Dr. Pelle» grini. Drr Name besagt eigentlich schon genug, um die Wu« zu kennzeichnen, mit der der Der-fafser in seinem neu erschienenen Buche „Dem Krieg entgegen? Der Gegensatz zwischen Österreich und Italien" für die Ziele d«r Jrredenta kämpft. AU die „unerlöften" Provinzen Görz, Küsten» land. Trieft. Kanion Tessin, Nizza, Korsika und Malta, ja auch Dalmatien, al« ehemals oenetianische Besitzung (obwohl don nur «in Teil drr städtisch«« Brvö kerung italienisch spricht), vor allem aber S ü d t«r o l, all diese Provinzen sollen unbedingt wieder an Italien zurückgegeben werden. Ader nicht im offenen Kampt um diese Länder selbst sollen sie Oesterreich abg«rung«n weiden, sondern auf Schleichwegen. welche Dr. Pellegrmt sich au«gesonnen hat. Der Verfasser ist ein Sohn de« greisen Senator« und früheren Abg,ordneten Elemente Pellegrini, eine« Venezianers, der allezeit. als gartdaldinischrr Freiwilliger wie al« Politiker, in der ersten Reihe tec Feinde Oesterreichs und der Freund« Zanardelli« stand. AIS Zanardelli 1901 Ministerpräsident wurde. würd« der jung« Dr. Pellegrini al« Sekretär bei diesem lombardi-schen Staatsmanne untergebracht. Dadurch kam er in Berührung mit der politischen Welt und geriet zugleich unter den Einfluß Zanardelli«, eine« politischen Phrasendrescher«, dem seit seiner Bre«-cioner Jugend der Haß gegen Oesterreich im Blute steckte. Pellegrini wurde später Hilf«arbeiter in der Kolonialadteilullg de« Au«wäriigen Amte«, da er aber von Kolonialpolitik nichi« wußte, fand er in der Bücherei bei der schriftstellerischen Vor-bereitung der Grünbücher Verwendung. Da« «Humoristisches aus Monte tzarto. Monte Carlo ist in unser«» Vorstellungen unauflö«lich verknüpft mit dem Gedanken an Leidenschaften, mit der Erinnerung an Tracödien. Daß aber auch der Humor an di«s«m Orte zu s«in«n Rechte kommt, sucht »in Mitarbeiier von .Chamber« Journal" durch »ine Reihe von Bei-spielen zu beweisen. So wird man vergeben« eine Erklärung für die Tatsacht suchen, daß die Kasinogtstllschast, deren einziger Zweck doch da« Spiel ist, sich „Societe Anonyme de« Bain« de Mer et Cercle de« Etranger«" nennt, denn die eigentliche Saison von Monte Carlo sällt auf den Winter, und da wird e« selbst an dieser milden Küste niemandem einfallen, im Meere zu baden. Trotzdem beläuft sich der Gewinn di«s«r Gesell-schait für Seebäder, die keine Seebäder liefert, auf 36 Millionen Franken im Jahre 1904/1905. Schon der Begründer dieser Gesellschaft, Fran> coi« Blanc. war ein sehr humorvoller Mann. Al« er im Jahre 1860 nach Monte Carlo kam und da« kleine Kasino sah. bot er den Besitzern, die sich gerade in finanziellen Schwierigkeiten befanden. 1.700.000 Mark für die Konzession. Al« er nach 17 Jahren starb, hinterließ er ein Vermögen von 60 Millionen. Monaco ist heute der kultivierteste Küstenstrich am Mittelmeer, und durch eine seltsame Jroni« de« Schicksal« ist seine Bevölkerung brachte ihn in Berührung mit den Fragen der Balkanpolitik und Mazedonien«. Im Jahre 1904 bereiste Pellegrini acht Wochen lang den Balkan, aber die obn flächliche Wissenschaft, die er von dies«? Rtise über den Balkan mii nach Hause brachte, sowie seine vorherige Belehrung über d« Balkanpolitik, ließen in Pellegrini den Plan reifen, von der Balkanpolitik au«gehend, einen Weg zu gestalten, auf dem die unerlösten Provinzen mit Italien verein« werden könnten. Da T'ttoni die irredentistische Politik keine«weg« billigt — in der Kammrrsitzung vom 14. d. M. hat sich Tittoni da« Wort de« Grafen GoluchowSki von den .Unverantwortlichen, die die Beziehungen zwischen den Staaten stören", zu eigen gemacht und hat e« mit scharfer Hervorhtbung so wieder» holt, daß e« sehr deutlich die onliöstirrrichiichea Hetzer bezeichnete, die durch Auswerfen und Ver» größer» kleiner Streitpunkte die Freundschaft zu trüben imstande sind, — da also Tittoni sich offen gegen derarlige sogenannt» „volkstümliche Strömungen" stellt, so hat Dr. Pellegrini kluger Weise vor de« Erscheinen seiner Arbeit seine amtlichen Beziehungen zum Konsulat« gelöst. Pellegrini sagt nun also nicht, wie die Irre» dentisten vom Schlage Jmbriani«: „Wir wollen einen Krieg mit Oesterreich, weil wir Trient und Trieft haben wollen", sondern sie stellen einen Gegensatz her. um sich dann al« die HerauSge« forderten hinzustellen. Zu di-ser künstlichen Bildung ist die Balkansrai« am geeignetsten, weil sie an sich sehr verwickelt ist, Keime zu wirklichen Gegen» sähen zwischen verschiedenen Slaaten enthält und wett in den albanischen Einrichinngen Italien« schon eine Grundlage sür antiösterreichische Be» sprechung der einschlägig«« Fragen besteht. Pellegrini gibt seinen GesinnungSgeroffen die Art und Weise an. um ihre kriegerischen Absichten in Ein» klang zu bringen mit ihrer offensichtlich zur Schau getragenen demokratischen Friedensliebe und mit ihren allgemeinen Weltanschauungen, da e» in Italien vorwiegend Radikale, Demokraten und Republikaner sind, die dem Irre» denti«mu« huldigen. Pellegrini ist bereit, bezüglich Trieft und Trient .abzuwarirn. bi« der Gang der Dmge oder der Wille Europas* Italien die ihm fehlenden Gebiete .zurückgibt. Da« soll aber vor» die moralisch am weitesten vorgeschrittene in Europa, denn kein Einheimischer darf je den Spielsaal betreten, während doch au« aller terren Länder die Fremden kommen, um hier — eebäder zu nehmen. Der alte Blanc nahm jede Lehre von den Leuten an. die nach Monte Carlo kamen, um daS „Zufallsspiel" in »in Spiel der „Gewißheit" zu verwandeln. Besonders interessierte er sich für die „Systemspieler", d»r»n Bemühungen er immer mit großer Ruhe beobachtete. Einmal kam ihm aber ein solches Geheimnis doch teuer zu stehen, das ein Mechaniker aus Aorkjhire namens JaggerS entdeckt hatt«. Dieser haue näm» lich monatelang, ohne selbst zu spielen, die Ergeb» nisse deS Roulette« ausgezeichnet und dabei deo> dachtet, daß ein Rad eine b stimmte Neigung für eine bestimmte Nummer hatte. Daraus baute er (ein Spiel aus und gewann auch wirklich 3 Millionen Franken, ehe die verblüfft«» Beamten die Ursache seiner riesigen Erfolge errieten. Aber nun wurden die Räder beweglich gemacht und allabend-lich von Tisch zu Tisch gewechselt. Jagger« s.yie noch weiter aus da« Rad, da« er al« dasselbe wiederzuerkennen glaubte, und verlor nun in kürzester Frist eine Million, worauf er aber fo klug war, das trügerisch« Mont« Carlo schleunigst zu verlassen und wenigstens zwei Millionen zu reuen. Der Aberglaube spielt natürlich auch bei den Spielern von Monte Carlo die größte Rolle. Seite 2 bereitet werden durch zwei Umstände: ersten« durch eine möglichst allaemeine Stärkung Italien«, seiner internationalen Sielluna und seiner Wehrmacht; zweiten« durch eine möglichst scharst Bestimmung der Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn in allen Fragen, die nicht die .unerlösten' Gebiete de-treffen. Der kluge Verfasser gibt nun «ine ein-gehende Darlegung seiner Auffassung von der Balkanpolitik, die für ihn nur oa« ein« ersehnte Ziel hat: durch kräftigste Geltendmachung der an« geblichen Ansprüche Italien« auf eine vorherrschende Stellung in Albanien und im Avriatischen Meer« den Zwiespalt aus diese« Gebiet zu verlegen und ihm dadurch einen internationalen Charakter zu geben, den man kann u»t»r Benützung der europäischen Mächiegruppierung seil Algecira« zu benützen hofft. Allerdings sind PellegriniS Ansichten übte den Balkan nicht etwa «in« Frucht feiner oberflächlichen Balkanreist, sondern sie waren schon von vornherein feststehend. Dit ganz« Arbeit ist in der Bücherei de« Ministerium« de« Au«wärtigen entstanden, so-w«it ParlamentSakte» und schon bestehende« Schrifttum in Frage kommen. Leider spielen aber dabei eine noch viel größere Rolle die Quellen, die etwa« trübe sind. Jrredenuftische Reden und Schritten, Zeitungsartikel und Zeitung«tratsch, alle« ist in da« Buch verwvden, und ganz besonder« kann man darau« auf viele« schließen, wa« im Konsulat gedacht und gesprochen wurde, al« Zanardelli und Prineiti dort hausten, der erstere unterstützt von feine« damaligen Sekretär, eben dem D«. Pellegrini. Da« ganze Bestreben der Pellegrinifchen Politik ist also: der Balkan «uß den Borwand bringen, den italienisch-österreichischen Gegensatz zum Kriege zu treiben. Leider hat eine österreichische Behörde selbst die beste Reklame für da« neue Buch Pellegrini« gemacht, indem in Trieft die Polizei dessen Ankündigung verboten hat. Gewiß wird der Verfasser mit seiner Idee viele Anhänger finden, aber trotzdem haben wir die Frucht diese« neuen irredentistischen Kampf-rufe« nicht zu fürchten. Vorläufig besteht der Dre,-bund noch, also durch ihn da« Bündni« zwischen Italien und Oesterreich, und Minister Tittoni gibt schon die Gewähr dafür, daß die Regierung sich um derartige „unverantwortliche" Schreier nicht kümmert. B. Z. politische Mundschau. Z»ie Leitung der Deutschen Aoltspartei i« Hteiermark hielt Sonntag nachmiitag eine au« allen deutschen Lande«t»ilen gut beschickte Ber« fammlung ad, die sich zunächst mit dem vom Voll-zugSausschuss« auf Grund de« Parteileitung«be« schlusse« vom 10. d. ausgearbeiteten Entwürfe zur Durchführung einer strafferen Organisation der Wa« nur irgend al« ein »Wink de« Schicksal«-angesehen werden könnte, wird eifrig benützt. So erzählt man sich in den Spielsälen mit Vorliebe folgende Geschichte von einem englischen Pair: Er hatte erst dem GotteSdienite beigewohnt und begab sich nun in da« Kasino, wo er an einem Roulette-tische gerade die Gewinnummer autrufen hörte. E« war die Zahl 36, zufällig auch die Nummer de« letzten Chorals, der, al« er gerade die Kirche verließ, angesagt wurde. Ein solche« „Omen" konnte er natürlich nicht unbeachtet lassen, er fetzte ein 20-Frankstück und verließ den Saal um 700 Franken reicher al« er gekommen war. Die Geschichte wurde ruchbar, und natürlich war am nächsten Sonntag die Kirche gedrängt voll von Spielern, die alle da« Experiment de« Pair« wie-verholen wollten. Nie vorher hatte der Kaplan von der Kanzel herab eine fo eifrige Menge ge-sehen, und — nie hatte sich die Kirche nach der Verkündigung de« letzten Choral« so schnell ge-lerrt. Alle« stürzt« au« der Kirche an den de-rühmten Rouletietisch; aber die angesagte Nummer erschien nicht. Trotzdem war auch an den folgenden Sonntagen die Kirche stärker besuch! al« gewogn-lich. bi« der Kaplan einen Ehoral wählte, dessen Nummer über 36 war . . . Authentisch ist die Geschichte von einem an-deren englischen Spieler, der mit Hilfe eine« falschen Scheine« gewann. Und da« kam fo: Er hatte all fein Geld verloren und wandle sich telegraphisch um Hilfe an einen Freund. Nach zwei Tagen erhielt er einen Brief, öffnete ihn hastig und entnahm ihm eine Fünfpsundnoie. Ohn« den Brief zu lesen, eilte er zu dem berühmten „Wk^tkche Partei beschäftigte. Der Entwurf, der namentlich die Zusammen! tzung upd die Aufgaben de« Partei» tage« und der Parteileitung genau festsetzt, wurde nach eingehender Wechselrede mit einigen Aenae-rungen genehmigt und foll einem im Frühherdste einzuberufenden Partei,age zur eudgiltigen Beratung vorgelegt werden. Aas Hnde der Aeichsmiaitter. Wie da« „Vaterland" meldti, baden die in der ungarischen Delegation erhobenen Einwendungen gegen die Bezeichnung .ReichSkrieg«minister" und .gemeinsame« Ministerium*, dezw. „gemeinsame Regierung' Erfolg gehabt. E« ist bereit« die Anordnung ge» troffen worden, daß im nächstjährigen Hof« und Staat«handbuch bet der bi«oer üslichen Titelnder-sehnst „Gemeinsame« (Reich4)«tn:staium" da« in Klammern gesetzte Wort .Reich" gestrichen wird; für die Bezeichnung „Reich«krieg«minift«rium' wird sonach.Gemeinsame« Kritg«min,st«rium" geschrieben werden. Weiter« ist dem Verlangen der Ungarn nach Beseitigung der gemeinsamen Regierung be-reit« entsprochen. Da« Ministerium de« Aeußern wird kiinfiig niemal« mehr im Namen der öfter« rtichiscd-unganschrn R«gi«rung, fondtrn im Namen der Regitrungen von Oesterreich und Ungarn auftreten. Stimm»«, svilder aus der velegati»». Delegierter B > a n 11 n i erklärt, daß fein Platz in dieser Körperschaft ein vorübergehender sei und daß Dalmatien« traft feine« nationalen und feine« Staat«recht<« zu dem altehrwürdtgen Königreiche Kroatien gehöre und wiedereinoerleibt werden soll, wendet sich bann gegen den Dreibund, dem er die Schuld an den zerfahrenen inneren Verhältnissen Oesterreich« zuschiebt, spricht für da« Bündni« der Slaven mit den Magyaren und preist die Fiu-maner Entschließung. Er verurteilt die Balkan-Politik Golucho?»k>« und sagt schließlich, er könne, so lange die Politik im Zeichen de« Haffe« gege» die Slaven stünde, nicht für den Hau«halt de« Aeußern stimmen. Delegierter Dr. Tollinger jagt bezüglich Italien«, man solle nicht nur aus seine Worte, sondern auch aus seine Toten sehen. Die gegen un« gerichtete Bewegung in Albanien, der Bau neuer und di« Verstärkung der alten Festungen an der Tiroler Grenze und die Lieferung schwerer Geschütze an Monienearo drängen die Frage auf: Wa« ist da« für ein Bunde«oerhältni«. wenn man gegen den Verbündeten gerüstet fein muß? Redner zieht auch noch die Unterstützung Montenegro« durch Italien und den geplanten Bund zwischen Italien, Montenegro und Serbien, sowie die magyarisch-serblschtn BerbrüderungSseste in Belgrad in den Krei« feiner Erörterung. Del«-giertet Georg Krafojroic verlangt die Ent-sernung der deutschen Sprache au« dem Vermal-lungSdirnst Bosnien« und die Einführung der Selbstverwaltung, ferner den Gebrauch der cyrillischen Schrift, die Einschränkung der klerikalen Propa- Restaurateur Ciro, ließ sich französische« Geld dafür geben, stürzt« in« Kasino und gewann auch ein« hübsch« Summe. Di«se« Ereigni« wollte er bei Ciro gebührend feiern. ab«t dort kam ihm d«r Restaurateur ärgerlich entgegen: die Fünfpsundnot« war falsch, d«r Freund haue sich nur einen Spaß mit ihm gemacht, wa« er beim L.fen de« Briefe« oder bei einer genaueren Prüfung der Note sofort hätt« merken müssen, denn dies« war «in« — Reklame de« Druiy Lan«-Th«aterS I Jetzt konnt« drr glücklich« Gtwinntr aber bezahl«» und di« ganz« Geschichte, di« ihm sonst f«hr unangenehm hätte werden können, erschien ,dm al« ein famoser Spaß. Vielleicht nur ein einzige«mal hat in Monte Carlo ein Spieler widerwillig gewonnen. Eine ältere Dame, die mit mehreren Neffen und Nichten in Monie Carlo weilte, wurde von den jungen Leuten solange gequält, sie in« Kasino zu führrn, d>S sie schließlich nachgab. Um aber ihren Schütz-lingen die Nutzlosigkeit de« Spielen« zu zeigen, ging sie an den Roulettentisch und fetzte aus eine einzige Nummer, so daß sie nur die Chancen 36 : 1 halte. „Nun paß« auf, wie ich verliere! Beim Spielen kann eben keiner Geld gewinnen!" In diesem Augenblick« begann da« Spiel, und — ihre Nummer »«wann! Während sie noch ganz verdutzt dastand und mit dem Geschicke haderte, da« sie gewinnen ließ und ihre beste« pädagogi-fchen Absichten zunichte «achie, halte einer der hoffnu»g«oollen Neffen bereit» die 175 Franken vergnügt eingestrichen . . . .Hamd. Nachr." Neuner 31 ganda und die Gründuna einer Universität mit slavischer Unterrichtssprache in Sarajevo. Delegierter B a r t o l o ergreif, >m Namen der Italiener Partei für die Magyaren und sühn aut, daß diejeniaen. welche sich al« Geaner der magyarischen Bestie-bungen gebärden, eine sonderbare und lächerliche Rolle spielen. Man solle selbst Wege suchen, um den Magyaren die freie und volle Entfaltung ihrer kulturellen, nationalen und wirtschaftlichen Ver-hältniffe zu ermöglichen. 3>i< deutsche Aahnenfrage endgültig gcköli. Wa« von dem Deutschtum gewisser liberaler Kreise zu halten ist und wie weit die Waschlappigkeit dieser Leute geh», davon gibt ein Vorfall, der au« Gadlonz a. N. gemeldet wird, klar und deutlich einen neuen Beweis. Wenige Stunden vor der Ankunft de« Monarchen und mitten in der F'ste«-stimmuny überraschte die Bewohner der Stadt Gablonz wie ein Blitz au« heilerem Himmel die Tatsache, daß der Bürgermeister und deutfchsort-sdjiittliche Adgeordnti« A H. Poss lt im Vereine mit dem Amt«leit«r der BezirkShauptmannfchaft Müller von MüllerSheim von Hau« zu HauS fuhr, um die Entfernung aller fchwarz-rot-goldenen Au«-schmückungen zu veranlassen. Ihre Bemühungen blieben zu» Teil« nicht ohn« E,folg. denn e« wurde der Bevölkerung mündlich vorgespiegelt, daß die Farben Schwarz-Roi-Gold eine Verletzung, ja eine Beleidiguna Sr. Majestät beinhalte». Die Organisation der Freialld.mschrn Gadlonz«, der deutsch-politische Verein in Gablonz sandte nach Bekanntwerden de« nicht genug zu verurteilenden Vorgehen« de« Bürgermeister« und de« Amt«leiier« eine Depesche an Herrn LandSmannminister Prade de« Inhalte«, ob da« Aushängen schwarz-ro«» goldener Fahnen eine Verletzung der Ehrfurcht vor Sr. Majestät bedeute. AuS Reichenderg langte unverzüglich folgende Aniwon an den deuifch-politischen Verein ein: .Sie werden Sr. Majestät eine Freude bereiten, wenn Sie in den Farben oe« kaiserlichen Hause« Jire Häuser dekorieren. Wenn Sie neden den fchwarz-gelben auch noch schwarz-rot-goldene Fahnen au«steck«n, ist darin gewiß keine Verletzung der Ehrfurcht vor Sr. Majestät zu sehen, denn die Treue zu Kaiser und Reich ist unauflöslich verbunden mit der Treue zu unserem deutschen Volk«tum. Prade." Mit dieser mannhaften Antwort de« Minister« ist die deutsche Fahnenfrage wohl endgültig gtlöst. Für un« Cillirr war sie e« schon vor Jahrzehnten, und obwohl a ich anläßlich d«S Kaiserdesuche« im Jadre 1891 sich Bestrebunaen geltend machien, unser Drnsarb zu unterdrücken, so wehte e« doch dem Fürsten au« deutschem Siamme deutschen Gruß «ntgegen. Diese Depesche Prade«, die abend« durch eine Sonderau«gabe de« „Gablonz«r Tagdlatte«" zur Kennini« der Bevölkerung gebracht wurde, wurde von der Bevölkerung mit lebhaften Heilrufen auf Prade ausgenommen. Von diesem Aug«nblick« an wurd«n die zum Teile bereit* eingezogenen schwarz-rot-goldenen Fahnen wieder au«gesteckt, ja selbst diejenigen, welche bi«her nur in den Reich«farben dekoriert hatten, beeilten sich, schwarz-rot-goldene Fahnen au«zustecken. Der Fall zeigt wieder einmal, daß gewisse liberale Schran-zenfeelen in ihren Knopflochschmerzen kaiserlicher al« der Kaiser fein wollen. Bürgermeister Posselt ging aber noch weiter. Er schändete da« Andenken de« größten deutschen Mannes aller Zeilen und ließ die Tafeln enifernen, welche den N me» Bi«marck tragen. DaS dürfen dir Deutschen von Gablonz sich nicht gefallen lassen! Hinweg mit diesem Büraermeister. Hier mußte da« gesunde nationale Empfinden elementar zum Durchbruch kommen und müßte sich selbst Genugtuung zu verschaffen wissen. Die lakaienhafte Gesinnung de« einzelnen darf nicht Oberhand behalten, darf nicht ungestraft die nationale Ehre der Stadt vor aller Welt dloßstellen. Man stelle sich doh die ganze Erbärmlichkeit de« Vorgehen« de« Bürgermeister« Posselt vor! Glaubt man wirtlich, der Kaiser würde vor den Toren der Stadt umdrehen, weil S hwar,z-rot»gold ihm entgeg»nl«marck dem Kaiser sich aufdrängen, weil dessen Gedanken und Au«sprüche heute noch al« beweiskräftige« Evangelium für österreichische Staatsmänner gelten, und der Kaiser sollte er» schrecken, wein er den Namen BtSmarck aus einer Slraßentafel lieft? N in, unangenehm wäre da» dem Kaiser sicherlich n'cht, aber Trauer würde er empfinden, Trauer darüber, dak der Mann nicht mehr unter den Lebenden weilt, dessen starker Stummer 61 Seist allein imstande wäre zu raten und zu delsen.---De« BezirkShauptmann Müller aber gebühr« unter allen Umständen der blaue Bogen. Er hat den Kaiser in die peinlichste Lage versetz», denn daS täppische Vorstehen Müller» muß in Berlin den Anschein erw-cken, al» ob de« österreichischen Kaiser der Na«e de» deutschen Reich»schmiede< «in Dorn in Auge sei. Aus dem Wetterwinkel am Anlka» KönigPeter keinEhrenmann. Ja jüngster Zeit werden Versuche unternommen, d«n Besuch König P«ier» am englischen Hos« zu ermöglichen König Eduard hat aber alle Vorstellungen dieser Art entschieden zurückgewiesen und erklärt: „Wenn ich al» Geschäftsmann gezwungen bin, mit einem Äichtthrenmann Verbindungen zu unierhalten, so schließ« da» noch lange nich« die Verpflichtung in sich, ihn im Hause zu empfangen.* Nach dieser durchau» verbürgten Aeßerung ist die Möglichkeit eine» Besuche» am englischen Hose völlig au»ge-schloffen. E» heiß« übrige»» auch, daß Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm sich in ähnlichem Sinne yeäußert haben und nich« daran denken. König Pet«r zu empfangen. Bem«rken»wert ist e». daß die in R,de stehenven Versuche vom italienischen Hose au»gehen. Immer und immer wieder datselbe Zusammenspiel: Italien und die Südslaoenstaalen! — Russische Kanonengeschente an Montenegro. Fürst Nikolau» empfing dieser Tag« den Besuch de» Wiener russischen Militärbeoollmächtigten Oberst Marlschenko, der sich im Namen be» Zaren nach dem Wohlb'fiadkn de» Fürsten erkundigte und demselben zugleich Mitteilung machte, daß der Zar demnächst der montenegrinischen Armee Geschütze und Gewehre zum Geschenke machen werd«. Montenegro starrt ohntdi«» bereit» in Waffen. — In Berlin hat »an e» in Anbetracht der Bedeutung, die da« kleine montenegrinische Fürstentum für d«n Frieden Euiopa» erlangt hat, für geboten erachtet, in Eetinje den Posten «in«» Geschäftsträger« der Reich»-regterung zu errichten. — Ein Ballspiel der Beschuldigungen. Der montenegrini ch: Ge-fchäftSträgrr in Konstantinoprl beantwortete die Beschuldigung, wonach die montenegrinische Regie» rung den jüngst verübten Mordtaten im Grenz» gebiete nicht fernstehe, mit einer Denkschrift, in welcher die Verantwotwng bezüglich der bi« jetzt vorgekommenen 50 Verbrechen der türkischen Regie» rung zugewälz« wird. — Der Bock al« Gär« ner. Ein Krakauer Blatt bring« eine in den russischen Bläktern enthaltene Mitteilung, wo» nach sich Abgeordneter Kramarsch der diplomatischen Lausbahn zuwenden werde und zum Gesandten in Belgrad ernannt werden soll. Äus Stadt und fand. Per Arncker Männer Hesangverein wird Freitag den 29. Juni zum Besuch« b«r Cillier Eang«»brüd«r hier eintreffen und wurde die Fest» Ordnung für diefkn Tag in folg«nd«r Weise zu» sammengestellt: Empsana und Begrüßung um 10 Uhr am Bahnhose; Einmarsch mit Musik in die Stadt zum Hotel Terschek; daselbst kleine» Frühstück und Wohnung»ve«eilung; um 1 Uhr gemeinsame» Mittagessen im Hotel Stadt Wien; nachmittag« 3 Uhr Gesamiprode im Salon de» Hole! Terschek; abend« Punkt 8 Uhr Fest-Liedertasel im Salon be» Hotel Terschek mit solgenber Vortrag»orbnung: 1. Krönunc>smarsch von Kretschmer. 2. Ouverture zur Op«r „Raymond" v. F. Thoma». 3. I. Gesang»-abteilung: a) „BundeSlied" von W. A. Mozart (Gesamtchor); d) .Schwertlieb" von C. M. v. Weder; 0) .Altniederlänoische« Lied" von Ed. Kremser; d) »Wilde Ros" von W. R. Mair; e) „Walde»-weise' von E. S. Engelsberg; k) ©leitet quartett de« Brucker Männer-Gesangvereine». 4. „Sammt und Seide', Walzer au« der Operette „Der Fremden-führn" von C. M. Ziehrer. ö. Große Opern-Phantasie von Ludwig Schachenhoser. 6. II. Gesangs-abteilung: a) „Mahnruf" von Becker (Sesamtchot); b) «Zieh' hinaus* von Dregert; c) „Post im Walde", Chor mi« Pistonsolo von Schäffer; 6) „Aus der Jugenvzeit' von Rabecke; o) „Braun-Maidelein" (au« dem 16. Jahrhundert), bearbeitet von H.Jüngst; 1) Steirerquartett de« Brucker Männer-Gesang» vereine». 7. Mutterl-Lied au« der Operette »Di« EchützinlirSl" von Eb. Eysler. 8. „Wien bei Nacht', große» Potpourri von R. Komzak. 9. III. GesangSabteilung: ») „Fröhliche Armut" von Ed. Kremser; d) „Käfer und Blume' von W. H. Veit; c) „Sakrischer Boß" von Loschat; ä) Siiir«rc>uar«itt dr» Brucker Männer-Gesang-vereine». 10. Schlußmusik. Für Samttag den 30. d. haben die deutschen Frauen und Mädchen von Cilli die Sänger zu eine« Frühschoppen im Waldhause geladen, der nach 10 Uhr beginnt. J^drnsall» werden die liebwerten Gäste auch die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ein kühlende« Bad in den klaren Fluten unserer schön«« Sann zu nehm«». Die Abreise der Brucker Sänger wird zum größten Teile Sonntag den 1. Juli «rsolgen. Nachdem der Besuch der wackeren Brucker Sängerschar selbst-verständlich nicht nur den hiesigen Sange»brüd«rn allein, sondkrn auch den d«u«sch«n Stammgenossen Cilli« gilt, so sind bei sämtlich«n Veranstaltungen all« Deutschen al« Gäste herzlich willkommen. Au de» Zluhestaud getreten ist der Leiter de« hiesigen Bezirktgerichte«. Herr LandeSgerichlSrai Karl Ludwig Mu lieg. Hrnennvvg. Der StationSvorstand am hiesigen Südbahnhose, Herr Heinrich Ritter v. F r a n ken wurde zum Inspektor ernannt. Huftezz« - Aeier. An den Nam»n Custozza knüpfen sich für Oesterreich ruhmreiche Erinnerungen. Zweimal truaen hier di« öft«rreichischen Waffen in dem Woffkngang« mit den Italienern den Sieg davon, da« erstemal unter .Bater Rabktzky' am 25. Juli 1848 und da« zweitemal am 24. Juni 1866. So erklärt e» sich, baß der Name Custozza bei un» einen guten Klang bat. Vor allem der 24. Juni de» Jahre« 1866 ist e», dec seit j« bei un» in ähnl»ch«r Weis« gefeiert wird, wie im Deutschen Reich« d«r Tag von S«dan, denn an diesem Tag« bracht« Erzh«rzog Albrecht den Italienern unter Lamarmora eine vtrnicht«nv« Niederlage bei. Auch der Cillier Miliiär-Veteranenverein ha« den großen Erinnerungstag festlich begangen. Nachdem in den frühen Vormittag« stunden in d«r deutschen Kirch« «Ine Kirchenparade stattgefunden hatte, zo» der Verein unter Vorantritt der uniformierten Musik-vereinSkapelle bei klingendem Spiel« und mit «nt-faltcttt Fadn« in die Parkcestaurotion „Waldhau«', wo in Verbindung mit eine» Flühschoppenkonzert die Gedenkfeier begangen wuroe. Zu derselben hatten sich außer einer großen Zahl deutscher Gäste auch die Majore Krassa u»d Morelli «ii mehreren anbeten Offizieren, weiter« auch einig« Unterossizier« be« hiesigen Jnsanteriebataillon« ein» ne'unden. Die Eröffnung d«r Feier machte d«r Obmann d«« Vereine«, Herr Pet«r D « r g a n z, ind m er aus den Kaiser al« de« obersten Krikg«» Herrn ein dreimalipe« Hoch au«brachte, in daS der Kriegerbund begeistert einstimmte. Obmann Herr Derganz feierte fodann tn schmeichelnden Worten hoher Anerkennung jene elf Mitglieder de« Vereine«, die die Kämpf« aus Böhmen« Fluren, in Schle«wig» Holstein meerumjchlungen und in der lombardischen Tiefebene, zum Teil sogar noch unter Vater Radetzky mitgemacht haben. E« sind die« die Herren: Artschan, Bauer, Beloglavetz, Hohl, Hoppe, Kollenz. Kotzian, L«iterm«ikr. Prinlschitsch, Schmidt und Soukop. (Hochrufe aus die Gefeierten; die Kapelle bläst Tusch.) Redner bietet sodann eine kurze geschichtliche Darstellung de« Feldzuge« in Böhmen, wo e« vorzüglich die deutschen Truppen waren, die di» Waffenehre Oesterreichs hochhielten. Der Liitgtdank« seiner Ausführungen war, daß. wenn man auch vor einem an Zahl und Bewaffnung überlegenen und außerordentlich tapferen Gegner zurückweichen mußte, Oesterreichs Soldaten sich doch brav geschlagen haben und allein die Heeresleitung zu wünschen übrig gelassen habe. DaS Verein«-Mitglied Herr Leitermeier gedachte nun«ehr der Schlacht von Custozza, die i«merdar «in Ruh«e«dlatt in der Kriegsgeschichte de« k. u. k. Heere« au«süllen werbe und in der Erzherzog Albrecht die österreichischen Truppen zum Siege sühne. Auf diesen siegreichen Feldherrn brachte er auch ein Hoch au«. In launiger und rech« anschaulicher, belebter Darstellung gab sodann da« Verein«Mitglied Herr Schmidt einige persönliche Erlebnisse au« seinen Krieg«jahren zu« Besten. Besonder« die Darstellung der Erstürmung de« Friedhofe« von Villusranca, wo viele Hunderte von Italienern in eine« erbitterten Handgemenge den Tod fanden, gefiel außerordentlich uno ward durch reichen Beifall gelohnt. In ähnlicher Weife sprach auch noch der Radetzky-Veteran Herr Soukop. Vo« Ehren» schutzherrn des Verein«», Herrn Baron Cnobloch, war eine Drahtung eingelaugt, in welcher der Verein zur Feier beglückwünscht wurde. Von den Teilnehmern an der Feier ward eine Huldigung»-drahtung an den Kaiser abgesandt. Nach würdiger Seite 3 Beendigung der Feier, welche durch die Vorträge der unter ihrem Kapellmeister Herrn Moritz Schachenhoser konzertierenden Musikverein»» kapelle gehoben und verschönt wurde, zog drr Berein mit klingendem Spiele zurück in die Stadt. ßttkszza. Am 24. d. waren 40 Jahre ver-gangen, senden sich Oesterreicher und Italiener zum letzten Male bei Custozza in blutigem Ringen oegenüber gestanden halten. 82 000 Mann hatte am 24. Juni 1366 der Erzherzog Albrecht um da« kleine Dörschen Custozza in der italienischen Provinz Verona, Distrikt Villasranca, am linken User der Tione zusammengezogen, aber seine Gegner waren bedeutend stärker. Die General« Lamarmora und Cialdini hatten den Oesterreichern vier Korp« entgegengestellt unl> Ganbaldi mit seinen Frei» scharen, der den Austrag hatte, in Tirol einzu» brechen, war auch noch am Platze. Doch waren die Truppen verzettelt. »« sehlte die einheitliche Leitung, und so wurden di« Italiener, nachd«m bei glühender Sonnenhitze den ganzen Tag über auch auf gegnerischer Seue tapfer aekämpst word«n, am Abend «ndlich glänzend zurückgeschlagen. Die Ver» laste waren beiderseits sehr groß: auf unserer Seite betrugen sie 7956 Mann (einschließlich 1500 Gefangene), bei ben Italienern 8185 (4350 Gefangene). Infolge bieser Niederlage konnte Garibaldi seinen Ueb«rgang über den Po nicht au«sühr»n. Schon im Jahr« 1848 hatten die Gefilde Custozza« eine glänzende Woffentat Oesterreich« zu sehen bekommen. Radetzky siegte damal« am 25. Juli über König Karl Albert, b«r darauf Mailand und dir Lombardei aufgeben mußte. Z>ie Norflehung der Aleischer-, Selcher. und Kletnschlächter-Genofsenschast von Cilli gibt be« kann«, daß die Freisprechungen und Ausdingungen der Lehrling« am 29. d. M. (Peter und Ptuli Tag) im Hotel „Post" nachmittag um 3 Uhr stattsinben. Eine Spaltung unter den uuterktirischeu Nervalten scheint unmittelbar bevorzustehen. Di« «letikalrn und di« „Liberalen" werfen sich schcn seit längerer Zeit allerlei Falschheiten, Lauheit in nationaler Beziehung, dann Ueberoorteilung und Ausbeutung bc« windischen Volke« vor. „Unter dem Dtckmantel der Einigkett' werde, wie der 'gestrige „Slov. Narod' in einem in Steiermark v«rsaß««n Aussähe sagt, daS Volk betrogen, be» wuchert und getäuscht; bi» für die „Einigkeit" schwärmenden slooenischen Brüder erhalten und benützen ben jetzigen Zustand nur. um sich die Taschen zu füllen und auf Kosten de» verarmenden Bolke» zu bereichern. E» werde daher eine sich durch Reinheit abzeichnende Partei gebildet werden, welche weder mit der ultramontaneu Geistlichkeit, noch mit den „liberalen* Wucherern etwa» gemeinsam haben wird. So weit „Slov. Narod". Die Klerikalen beabsichtigen gleichzeitig auch den Austritt aus der jetzt herrschenben .faulenden" Einigtest und wollen vorerst dem hiesigen „Narodni dom* den Rücken kehren und ein „Katholische» Heim' errichten. Darauf folgen dann Maßnahmen auf dem Gebiete der Volkswirtschaft. Sine dentschc Schnloereinsgrnppe in Kreta. Für den 28. und 29. b. ist die Gründung eine? Jubiläum»-Ort»gruppe de» Deutschen Schuloerein«» in der deutschen Grenzgemeinbe Weißensel» in Oberkrain geplant. Die Feier soll zu einer Z»-sammenkunst der Deutschen Kram» und Kirnten» in dem Grenzorte Weißensel» an den Ufern der herrlichen, auf deutschem Boden befindlichen Seen sich gestalten. E» steht die Teilnahme sämtlicher Schuloerein»« und .Südmark"-Gruppen Kärnten» und Krain» zu erwarten. De»gleichen werden sich die benachbarten Gesang»vereine, der Laibacher Deutsch» Turnverein mit seiner Sängerrunde, Turner au» Villach und Klag«nsurt in Wetß»nf»l» etiifinden. Da» Weißenfelfer Schulhau« ist vor» wiegend eine Schöpfung de» Deutschen Schulvereinet. Die Bewohner der armen, deutschen GebirgSgemeinbe wollen nun durch die Gründung einer Jubiläum«-Ort«gruppe ihren Dank für die Unterstützung zu« Au«drucke bringen und rechnen auf starke Be» «eiligung deutscher Volk«genoffen der beiden Länder an dieser Feier. Kt» Erzfeind der Kornblumen. Einen be» sonderen Haß gegen die Kornblumen hat der Klofterkaplan von Wmbisch-Feistritz, Alson« Pozar. ein Sohn de« Postkontrollor« Pozar. Vergangene Woche hatte ein Schüler der 2. VolkSschulklaffe am Hute eine Kornblu«e, die sehr in die Augen de« a« Kalheder sitzenben Kaplan« stach. Sofort besah l er be« Knaben die Blu«« herunter zu nehmen, wa» dieser aber nicht tat. Wutentbrannt Seite 4 ,tfrttiiOfr a»«0|« Nummer 51 riß er sie ihm nun selbst vo« Hut», zertrat und zerriß sie und warf sie schließlich zum Fenster hinau«. Herr ,P o Z a t" wacht seinem Namen alle Ehre, denn sein Gebühren ist wirklich ein h i r a verbrannte». Sin düsteres Knmttlenßitd. Bor einigen Tage« ereignete sich in der Raihau»gasse ein auf. sehenerregender Fall. Ein betrunkener Arbeiter schleifte sein etwa ein Jahr alte« Kind, welche« halbnackt war. am Boden, und zwar in der Weise, daß er da« Sind bei den nackten Füßen hielt, während der Kcps am Boden lag. Der Maiin wurde von der Polizei verhaft?» und da« Lind fremden Leuten zur Wartung übergeben; die Multer de« Rinde« lag am gleichen Tage am Spital«friedhofe auf der Babre. Sin aufregender Aorfall. Dienstag um die Mitlag«zeit ereignete sich in der Herrengasse ein aufregender Borfall. Ein Fuhrknecht ließ ein Pferd, da« einem leeren Bierwagen vorgespannt war. un. beaufsichtigt aus der Straße in Gaberje stehen; da« Pferd scheute au« einer unbekannten Ursache und raste in wilber Flucht durch die Straßen der Stadt. Am Haupiplatze versuchte bereit« Herr Säger, da« Pferd aufzuhalten, jedoch vergeblich. Der beim Schneidermeister Schoster bedienstete Gehilfe Wretscher sprang in der Herrengasse dem Gefährte entgepen, ergriff da« Pferd beim Zügel und e« gelang ihm auch, nachdem er mehrere hundert Schritte weit geschleift wurde, dasselbe am oberen Teile der Herrengasse zum Siehe» zu bringen. Die mutige Tat verdient umso mehr Anerkennung, al« durch sie möglicherweise «in größere« Unglück verhütet wurde, denn unmittelbar daraus kamen die Schul» kinder durch die Gasse, da sich der Vorfall eben vor dem Schalschluss« ereignete. Der Wagen wurde bei der rasenden Fahrt gänzlich zertrümmert. Abgängig. Au« Rann wird geschrieben: Der Grundbesitzer Josef Noooselc au« Brezina ist feit dem 18. d. abgängig. Er war auf der Bahnstation Rann beschäftig!, hat sich ein Veraehen zu Schulden kommen lassen und verließ, eine Strafe befürchtend, den Dienst. Zwei Landleute au« Mihalooec wollen am kritischen Tage gesehen haben, daß ein Mann in die Save sprang und ertrank. Die Beschreibung de« Manne« paßt aus den Noooselc. m . Sin vernünftiger Aeschknz. Der Bezirk«» schulrat in Kerschbach hat den Beschluß gefaßt, in der letzten Klasse der Volk«schule nur in deutscher Sprache den Unterricht zu erteilen. Fie Arifte» znr ßinzahknng der direkte« Steuern. Im Lauf« de« III. Vierteljahr-« 1906 sind die direkten Steuern in der Sieiermark in in nachstehenden Fristen fällig und zahlbar: I. Grundsteuer. Hau«klassensteuer und HauSzin«» steuer, sowie die 5Hige Steuer vom Zinsertrag« d«r au« dem Titel der Bausührung ganz oder teilweise zinSsteuersceien Gebäude und zwar: die 7. Monat«rale am 31. Juli; di« s. Monatsrate am 31. August; di« 9. Monatsrate am 30. Sep-tember. 2. Allgemeine Erwerbsteuer und Erwerb» steuer der rechnung«pflichtigen Unternehmungen. Die 3. QuartalSrat« am 1. Juli. Aremde»ve?keyr-A»sfchnß in Killt. Da die Zeit der Vermietung von Sommerwohnungen all-mälig herannaht und die Anfragen von au«wär«« sehr stark einlaufen, ergeht hiemit an alle Parteien, die bereit« Sommerwohnungen zu vergeben gedenken, da« Ersuchen, sie bei den unten ange« gebenen Au«kunst«stellen. wo entsprechende Druck» sorten aufliegen, unverzüglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Partei««, di« üd«rhaupl die Absicht habin, im Lause de« Sommer« Räumlich» leiten an Fremde zu vermieten, wenn auch der Vermietertermi» im Juni und Juli erst erfolgen kann, werden «rsuchi, ihr« Anmeldungen schon jetzt zu machen, da sich die meisten Fremden schon lange vor ihrem Eintreffen durch Briefwechsel passend« Wohnungen sichern. Die Wohnung«oer» »ittlung geschieht kostenlos, nur ersucht d«r Fremdenoerkthr«>Au»schuß jene Parteien, die eine bereit« angemeldete Wohnung vergeben oder an-derweilige Verfügungen getroffen haben, diese sofort bei der Anmeldungsstelle abzumelden, um dem Ausschüsse in rücksichtsvoller Weife feine Aus» *abe zu erleichtern. AuSkunflsstelle» sind: Fritz lasch, Buchhandlung; Kaff-ehau« Merkur und Josef Krell, Stadtami. Wie die DosniaTen in Hraz haulen Am Sonntag um dreiviertel acht Uhr abend« kam e«, wie das »Grazer Tagblatf berichtet, auf de« GrieSplatz zu einem aufregenden Auftritte, den ein Gefreiter de« boSnifch-herzegowinischen Infanterie» Regiments hervorrief. Der trunkene Mann verfolgte mit gezücktem Bajonett Fußgänger. Diese begaben sich zu« nächsten Wach«ann. u« ihn u« Hilfe zu ersuchen. Der Wachmann ka« gerade recht, um eine Gewalttat zu verhindern, die der Gefreite an einer Frau verüben wollte. Aus die Auf» fordernng, da« Bajonett zu versorgen, kehrte der Gefreite die Waffe gegen den Polizeimann, so daß e« zu« Kamps« zwischen beiden ka«. Da sich rasch eine große Menschenmenge angesa««elt hatte, unter der sich auch «ehrere bo«nische Soldaten befanden, forderte d«r Wachmann diese auf, ihm Assistenz zu leisten. Di« BoSniaken verweigerten jedoch die Hilfeleistung und nahmen gegen den Wach mann eine drohendeHaltung ein, so daß dieser vo« Leder ziehen mußte und de« auf ihn «it de« Bajonette eindringenden Gefreiten einen Hieb über die Hand versetzt«, worauf dieser die Waffe fahren ließ. Indessen war au« der nahe» liegenden Wachstube HilfSmannfchaft herbeigerufen worden, nach deren Eintreffe» der Gefreite und drei Infanteristen, die ihm Hilfe geleistet hatten, dingfest aemacht und an die Hauptwache überstellt werden konnten. Aerei« Süömarü Kraz. Ausweis über er» baltrne Spenden und gegebene Unterstützungen und Darleih-n in der Zeit vo« 6. bi« 20. Juni 1900-Spenden liefen ein: O.-G. Lengau (Friedberg), Hochzeit Scvolz-Dodalek 10 X und Neujadr«. fam«lung 14 60; M.-O.»G. Hallein (Sühne einer Verurteilung) 20; Bund deutscher Schottenfelder 10; O.-G. Florivtdorf 100; O.-G. Saalfelden (ge» «einsa«e Unterhaltung «it ve« Deutschen Schul» verein) 60; Sam«luna: Erinnerung«seier 1881 7; O.-G. Krem« a. D. (Aufführung de« Schenk von Dürrnstein 36; Dr. Albert R. v. Mühlwert 20; Dr. Theodor KaaS 2 50; Sammlung beim Kegel-abend in MayerS Gasthaus 3; deutschnationale VereinZversammlung durch Dr. Laber 3*65; Fremd» wörterbußen 50 h); O.-G. Wien-Stadt Brunn (Sammlung im Personenzug Wr.-Neustadl-Wien) 12; Aka). O.»G. Leoben 16 20; M.-O.-G. Trieft 10; O.-G. Judenburg 6; Sektion L der Wiener Techniker 2. — Gründer: Stammtisch im Hotel „Zum goldenen Pflug" in Waidhosen a.?)bbs 50. — Spenden erhielten: Ein Besitzer in jiärnten 50; ein Gewerbetreibender in Untersteiermark 80; ein Besitzer in Krain 45; die Schule in Seroola (Lehr» Mittel) 41; der Kinoergarten in Burgstall 1000; weiierS wurden an Studienunierstützungen 42 K ausbezahlt- — Darleihen wurden gegeben: Einem Besitzer in Untersteiermark 400 K. Houobitz. (So««erliedertafel.) Die diesjährig« öommerliedertafel de« Männergesang« vereine« findet Sonntag 1. Juli l. I. im Saal« de« Gasthose« Urban um 8 Uhr abend« statt. Die Musik besorgt da« Orchester de« Vereine«. Ein reichhaltige« Gesang«- und Konzertproqramm, ge» würzt mit Volk«liedern, sowie Vortragen de» VereinSquartetteS, bietet für beste Unterhaltung Gewähr und ist ein zahlreicher Besuch sehr erwünscht. Anrlilt« Nobitsch.^anerSrnnn. In der Lande«-Kuranstalt sind bi« 22. Juni 523 Parteien mit 741 Personen zum Kurgebrauche eingeirossen. Storö. (Bon der Schulverein«» Ortsgruppe.) A« Sonntag ben 24. d. sand u« 2. Uhr nachmittag« im Gastlokal« d«» Herrn Ph. Lokoschegg in Storv die Vollversammlung der Ortsgruppe Storv des deutschen Schulverein«« statt. w«lch« ziemlich gui besucht war. In Abwesenheit )e« bisherigen Obmanne» der Ortsgruppe, Herrn Direktor Jellek. welcher derzeit zur Erholung im Au«lande weilt, begrüßt« Herr Kaufmann Pe«r di« Erschienenen und erörtert« den Zweck de« Schul-vereine«, wobei «r allen sehr warm die Pflicht an» ;)e*z legte, eine« so verdienstlichen Vereine anzu» gehören und daß dieser Verein ja besonder« für Arbeiterfamilien segen«re>ch wirke, denn deren Binder — einst auch Arbeiter — sei die deutsche Sprache in ihrem Ringen um dg« tägliche Brot unentbehrlich. Weiter« gedachte er der im voriaen Jahre durch den Tod entrissenen vier Herren, Dr. Karl Eckel, Dr. M. Weitlof, Dr. Wolffhardt und Dr. Viktor Ritter von Krau« und forderte die Anwesenden aus, sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen zu erh«d«n. In die OrtS^ruppenleitung wurden gewählt, nachdem Herr Direktor Jellek ede Wieverwahl entschieden ablehnte: Obmann Herr Kaufmann Anton Peer; Obmannstelloertreter Herr Wilzmeister Zwengg; Zahlmeister Herr WerkSdeamier Josef Zwetko; Zahlmeisterstelloer-tret«: Herr Werkiührer Anton Jaroich und Schrift« ührer Herr Oberlehrer Math. Hätzl, sämtliche in Storä. Nachdem noch eine Reih« von Anträgen gestellt wurde, sprach Herr Walzmeister Zwengg de« nun abtretenden Obmann« Herrn Dir«ktor Jellek, den Dank für seine bi«herigen Bemühungen und für sein Wirten in SchulvereinSang«l«gtnheitea au« und brachte ihm und seiner Frau Gemahlin e«n kräftiges Heil, in welche« dir ganze Versa««-lung lebhaft einsti««te. Ueber Antrag de« Herrn Zw«tko wurden ib« die herzlichst» Grüße ans einer nationalen Kart« mit eigenhändiger Unter» schrift sämtlicher Versammelten übermittelt. Krastnigg. (Selbstmord.) Unter dem dringenden Verdacht« den Kasseneinbruch beim Oistroer Kohlenbergbau« am 21. b. M. verübt zu haben, wurde a« 24. d., zirka */,8 Uhr abend« nach dem gemischten Zuge auf dem Wege zur Gewerkschaft der vazier«nd« 19jährig« B«rgarbeiter Konrad Mastnak, Sohn eine« hiesigen Steiger» vom Wachmanne Erzen verhaftet und der Gendarmerie übergeben. Während der Leibe«unter» suchung durch die Gendarmerie zog Mastnak plötz. lich einen Revoloer und schoß sich «n die rechte Schläfe. Der Schwerverletzte wurde vom hiesigen Werk«arzte, Herrn Dr. I. Marciu«. sofort ver» bunden und in bewußtlosem Zustande in da« Lande«» fpital nach Laibach überführt, starb aber noch vor der Ankunft ohne ein Geständnis abgelegt zu haben, wa« insofern zu bedauern ist. al« man nicht er» fahren wird, wo er den größte» Teil de« Raube« (e erste» Nachrichten über Mahler« Sechste Sinfonie in die Oeffentlichkeit. Wa« man da hön, legt die Ver-mutung nahe, überzeugt einen sogar schon zu« Teile davon, daß Gustav Mahler, der in seiner Eigenschaft al« Hofoperndirekior zwar ein guter und treuer Hofbeamter ist, a>« Komponist jedoch beinahe anarchistische Wege wandelt, in ditfer neu i sten Sinfonie von einer komposiiorischen Kühnheit war. die noch alles überbietet, wa« er je in dieser Beziehung sich geleistet hat. Ein Programm gab Gustav Mahler die«mal seiner Sinfonie nicht, nicht einmal eine Andeutung über den Inhalt dk« Werke« ist vorhanden. Umso deutlicher spricht die Besetzung, di« diese Sinfonie verlangt. Besonders die der Schlagwerke! Etwa« Aehnliche« hat man noch nicht gesehen. E« sind da zu zählen: fünf Pauken, eine kleine Trommel, eine große Trommel. Einellen, Tamburin, Kuh-ntocken, Glockenstiängk, Glockenspiel. Triangel. Xylophon, Eel«ste und — last not least — die Donnermaschine. Ja. diese Donnermaschine! Ein Sinfoniker hat sie vor Mahler wohl überhaupt noch nicht verwendet, diese vier«ckig« Riis«ntiom«tl, die für gewöhnlich «it einem Klöppel geschlagen wird. Doch Gustav Mahler genügte selbst dieser Effekt mit dem Klöppel nicht, und so mußt« denn statt seiner ein schwerer Holzhammer genommen werden, ganz nackieS Holz, mit dem nun auf die Trommtl gehauen wird, daß «« den Eindruck er-wecki, al« wollte d«r Komponist hi«r ein Erdbeben musikalilisch illustrieren. Auch der großen Trommel hat Mahler eine Neuheit zugedacht. Auch hier vermeidet er den Klöppel uno setzt Ruten an feine Stelle, mit denen, um einen ganz eigenen Effekt zu erzielen, bald heftiger, bald leiser über die Trommel gestrichen wird. — Hoffentlich stürzt daS KonzerthauS in Essen dabe» nicht ein. ZleSer eine gewisse deutsche Zöitzpresse äußerte sich ein im Auslande lebender Deutschnationaler un- Seite 6 „gtnt;*,* »¥*+r Nummer 50 3 Worte . .. „Altvater" Gessler Jägerndorf. längst in deutlichen Worten, die auch unsere Ansicht wiedergeben und die wir daher unseren Gesinnungs-genossen vollinhaltlich mitteilen wollen. Er schreibt: „Das Dümmste und Schlimmste über die deutsche Politik finden wir stctS in der deutschen Presse'; mit diesem Satz schloß jüngst ein „edler" Pole in der Schweiz sein Urteil über die Zukunft des deut» schen Volkes, dem er, gestützt darauf, jegliche An» läge zu einer Weltpolitik absprach. In der Tat gibt eS kaum etwas Gemeineres, Frecheres, ja Ekel-haftereS, als die steten Besudelungen, welche sich ein Teil der deutschen Witzpressen Fürsten, Politikern und Völkern deS Auslandes gegenüber erlaubt. Von Witz und Humor in der Regel keine Spur, lediglich giftsprühende Roheit und Gemeinheit bis zur Erregung physischen Ekels für den anständigen Teil des deutschen Publikums! Ich war wiederholt im Aus» lande Zeuge davon, wie in Caf^s „Simplizissimus Nummern von Engländern, Russen und Schweizern in hundert Fetzen zerrissen wurden und wie man von dem Wirt kategorisch verlangte, daß er solch ekel-hafte Lektüre künftighin aus seinem Lokale beseitige. Das deutsche Volk hat zweifellos derzeit die gemein-gefährlichsten Witzblätter vom deutschen Standpunkte aui und eS ist ein schlechter Trost für die Deutschen, wenn sie zur Entschuldigung behaupten: „Die Witzblätter werden ja nur von Juden redigiert." ES muß deshalb in den nationalen Vereinen und in der nationalen Presse ein systematischer Feldzug gegen die alles nationalen Taktes und Instinktes bare radikale und Witzblättnpresse geführt und immer wieder dem Publikum zu Gemüte geführt werden, daß eS sich hier um politische HerostratuS-Arbeit verwerflichster Art handelt, um eine Brunnenvergiftung politischer Giftmischer erbärmlichster Sorte. Mte das K«ar «äch>i. ES ist «ine merkwürdige Tatsache, daß DaS Haar eine« Knaben halb so langsam wächst al« da« eine« Mädchen«. Bei Knaben beträgt va« durchscheittlich V.VISZoU im Tag. Vnm 21. bi« ->um 24. Jahr wSchu o, « Haar eine« jungen Manne« stärker al« zu jeder anderen Zeit Eine Aupenwimper oraucht 2V Wochen, um bte Länge von 0.429 Zo't zu erreichen, und dann wählt ihr Leben 100 bi« 150 Tage SriesKasten der Schriftleitung. <&. Besten Dank! Ich wurde darauf schon von anderer Seite aufmerksam tiemach». Die be-treffende Notiz, in der der Meinun^sftreu vom sachlichen aus« rein persönliche Gebiet hinübergespielt wird, stammt von einem mir wohl-bekannten Herrn, der mir ftet« die süßlichste Fratz? zeigt. Kindische Bo«heiten! Kluge Frauen werden gern« ihren Männern Freude machen, iidem sie Maggis Suppenwürze verwerten. ■>CgU Wir*« v*rb«**«rt den Geurhmark vo* Sippen, Geoiijea, Saucen n«w. Schrifttum. »,Z>er getreue Hckart". Monaischris« sür die Gesimtinieressen de-lscher Schutzarbeit. Erscheint zwölsmal jährlich. JahreSd»zug«prei« 3 Kronen. Herausgeber: Deutschte Schulverein, W><«, I, Bräunerstraße 9. Inhalt de« Machest»«: Deutsche Wohlfahrt«pflege. Au« der Werkstatt deutscher Schuyarbeit. Warum die Schutzoereine Frauen-ort«gruppen gründen sollen. Die deutsche Schule und idre Hils«a»ftalten. Welche« sind die Nachteile der Ausnahme tschechischer Kinder an deutschen Schulen? Deutsche« Volk«bildung«wes»n: 2üj« da« Volk liest und lesen soll. Deutsche Geselligkeit«-pflepe: Zur Förderung geselliger Veranstaltungen; Volkslied und Volk«abend. Von Otto Pautsch. v.. an Kehleisiure und gesndbeitsflrdeHielvei Stvfee reichste ](Iliter«ltv«iMer int nachweislich Rohitscher „Tempelquelle". Berlin. Vortrag«stosf sür Ort«gruppenabende: Die Mette von Marieaburg. Bon Fel'x Satjn; Dorf, iheater. Von Rudolf Herman. Wirtschaftliche Wohlsahrt«pfl»g»: Förderung de« Obstbaue« durch die Verwaltung de« Kreise« Weste« bürg; Staatliche Gewerbesörderuna. Kämorrhoiden und ihre Keikuug durch ein erprobte« Iperfaßreu. Von Dr. Paczkow«ki. Verlag von Edmund Demme. Leipzig. Prei« 80 Pfg. 4. Auflag». Die Ausscheidung de« unbrauchbaren Blute« durch die »goldene Ader', die große Pfortvene, ist für die gesunde Funkiion unsere« Körper« ebenso notwendig wie ein regelmäßiger Studlgang. Ihre Btrzögeruog »der Verhinderung führt »in« groß- Anzahl quälender Sy»>piome herbei, die wir in ihrer G»sam«o»i« al« Hämocrho>valleid«n bezeichnen. Die Endyefäße de« Mastdarme« erweitern sich dann zu großen, ftaif mit Venenblut angefüllten Säcken, sie rufen di» hestigstkn Schmerzen hervor, welche die Leidenden oft am Geben, Stehen und Sitzen hindern. Die Kranke» lühlen sich «alt und abgeschlagen, da« immerwährende Jucken und Stechen macht sie verdrießlich, e« entstehen Ein-genommenhrit de« Kopfe«, Spannung im Unterltib«, ttreuzfi merzen und V»rdauunk«defchwerden. Ueber da« olle« gibt die dillig« Schrisl Ausschluß und z»igt den Weg zur Beseitigung. von ärztlichen flu+ontaten s«»". Jahrzehnten ali das q«haltreichv^u.| sicherst« nsV-ehe l ^irection in 'Quäapest. Niederlapen in Cilli bei Gaat*v Stlger, Jo». Mati£, Apotheke „zur Mariahilf" (Otto Schwan! & Co.) Keif» Auhbodenkack ist der vorzüglichste An-strich sür weiche Fußböden. Der Anstrich ist außer-ordtnilich daurrhasi und trocknet sofort, so daß die Zimmer nach einigen Stunden wieder benützt werden können. 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Schlachthaus» in d»r Woche vom 18 Juni bis 24. Juni 1906 Dorfl»nomm»n»n Schlachtung»», sowi» di» M»ng» und Gattung dts eingeführt»» Fleische«. Name des Fleischer« «Jmianitimgm btinr (isflcfäbrttl g [riichjta jonj«* «ttltfrn ? Wacht' Johann Josek Dekorateur Möbel ■ Lag^f Tapezierer ^ Hauptplatz Nr. 12 AW?__ CILLI Hauptplatz Nr. 12 ZZ>hX L eehre mich hiemit meiner] geehrten funden sowie einem p. C. Publikum begannt zu gebet], dass siel] mein (Beschaff vom 15. jfiugust 1906 ab in meinen] eigenen /pause Tjauptplatz J^r. 2 befinder] wird. Um mir die Uebersiedlungskosten zu ersparen, sowie ^rüche welche bei solcher] J^nlassen entsteheq und unvermeidlich sind hint-anzuhalten, habe ich mich entschlossen sämtliche JVföbel bestehend aus kompletten Schlafzimmer- und <&t Speisezimmer- Qarniiuren im Sezessions-, Jjarock-, Tfenaisance-, altdeutschen Stile, sowie politierte JVtöbel, aucl] einzelne Stücke zu tief herabgesetzten preisen zu verkaufen. — jflucl] Spiegel, Tjilder, Vorhänge, Zeppiche etc. hochachtungsvoll Johann Josek. e«if 8 Wacht' Nummer 51 Apfelmost 12 Halben vollkommen reiner Apfelmost vom Jahre 1904, billig zu verkaufen. 12020 Anzufragen bei: Prl. C. di Centa, Gonobitz. Für Weingarten 12025 «§* u. Obstbaumpfähle «Orden sich starke Kiefeintiumlinge. — Abschnitte von 2" FGhrenpfosten eignen, die zn massigem Preise bei H. GALLE, Gilt Leroberg-Xeuhaos erhältlich sind. in Cilli zu verpachten. 12080 Anzufragen bei Josef GRECO, Bahnhofgasse 5. Herrschaftsdiener Gescbftftsdiener, Hans- und Pferdeknechte. 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