.M AHS. Namstag am « R Juli »8KV. Di? „Vaibachlr Zlitiiüg" erscheint, »nt Ailsnahmc der Ho»»- und Hncrtagc, täglich, un-> foitet samml pen Äcilagrn im Comptoir >;an jährig >1 ft., halbjährig »ft. Ü0 kr,. mil Krcn^band im (5o„lptoir ganzjährig 12 ft., halbjährig N ft. Für dic Zii^cllmu; in'S H.,nj sind h a l b j ä hrig 3<> kr. iil.hr zu entrichten. Mit dcr P o ft., halbjährig 7 ft. .'iN kr. — I»s>'r t i c> n sg cl'n hr jiir cinc Spaltenzcllc cdcr den Raum derselbrn. lst ,ur einmalige Umschaltung ^ fr., für zweimalig? 4 fr., fin- dreimalige 5 fr. E. M. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der InscrticmMmpcl pr. l0 kr. fi,r eine j.drSmcllige Ämichalwng hln^l «l rechnen/ Inserate l'is l2 Zeilen kosten 1 ft. :w fr. für 3 Mal. > ft. U> kr. für 2 Mal und 5N kr. für l Ma< (ünt Inbegriff des InsertionZstämpl-ls). ^ ^ <^e. ?. k. Apostolisch? Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 26. Juni l. I. den pro-visorischen Direktor dcr k. k. Unter-Ncalschnlc in Salzburg, Franz Nikisch. zum wirklichen Direktor dicscr Lehranstalt allcrgnädigst zu ernennen geruht. Am 8tcn Inli 1837 wird in dcr k. f. Hof- »nd Staatsdruckerei in Wien das XXVI. Stück des Neichsgcsctz.-Blattcs angegeben und ucrseudet. Dasselbe enthält unter Nr. 120. Den Staatsvcrlrag zwischen Oesterreich. Frankreich, Großbritannien, Preußen. Rußland nnd der Schweiz, in Vetrcff der Negclnng dcr völ> kerrechtlichcn Stellung des Fürstcnthums Ncuenbl,rg. Geschloßen zu Paris den 26. Mai 1837. Von Sr. Majestät ratifiziert unlcr dcm 10. Juni 1867. und in den Natisikazioncn ausgewechselt ;u Paris den 16. Inni 1867. Nr. 121. Das kaiserliche Patent uom 24. Juni 1867 — wirksam fur die Königreiche Ungarn, Kroatien lind Slawom'en, fnr das Großfürstenthum Sic« bcnbürgcu, für die serbische Wojwooschaft und das Tcmeser Banat — wodurch fnr diese Kronläudcr das Forstgesetz uom 3. Dezember 1862 eingeführt, und uom 1. Jänner 1868 angefangen, in Wirksamkeit gesetzt wild. Nr. 122. Den Erlaü des Finanzministeriums vom 24. Juni 1887, womit das Verbot der Urbertragnng des Kau- und Kübel «Tabaks ans Tirol und Vorarlberg, für das lomb. uenct. Königreich kundgemacht wird. Nr. 123. Die Verordnung des Mimstcrinms des In< uern, im Einvcri.chmeu mit dem Ministeriums Fiilai^cu und d?r Justiz und mit dcr oberstei: Po> lizeibehörde vom 27. Juni 1867 — wirksam für alle Kronländer — betreffend die Erklärung des sogenannten Grad oder Ungrad nnd dcs Hoch» und UutcrspiclS als verbotene Spiele. Nr. 124. Die Verordnung der Ministeriell drs In» liern und dcr Justiz vom 1. Juli 1837 — wirksam für alle Kronländrr, in welchen das Forst-gesctz uom 3. December 1862 Gesetzeskraft hat — betreffend die Erforc>ernissc zur Beeidigung für den Forst- und Iagd'Schutzdicnst. Nr. 126. Die Verordnung des Justizministeriums vom 2. Juli 1867 — giltig für die Kronländer Oesterreich unter und ob dcr Gnus, Böhmen, Mäh> ren, Schlcsi'ln, Stcicrmark, Kärnteu und Kraiu — über die Mittheilung von Abschriften der Ur-künden über Rechtsgeschäfte, durch welche das Ei' gcnthnm, der Fruchtgcuuß oder dcr Gebrauch un> beweglicher Sachen übertragen wird, an die zur Gcbührenbcmcssnng bestimmten Aemter, im Sinne der kais. Verordung vom 16. März 1867, (Nr. 67 N. G. Vl.). auch in den Fallen dcr Zurück« wcisuug des Iutabulatious. oder Pränolationsge-stichcs, wenn die Gebühr von dem Iiechtsqcschaftc uno nicht von dcr Intabnlation oder Präuotation zu entrichten ist. Mit diesem Stücke zugleich wird auch das Inhalt s-R c g i st c r dcr im Monate Juni 1867 aus. gegebenen Stücke des Ncichsgeschblaltes ausgegeben nnd versendet. Wien den 7. Juli 1867. Vom k. k. Nedaktions-Vureau des Neichsgesehblattes. Richtamllicher W'il Oesterreich. Wien. 9. Inli. Se. Majestät der König von Preußen und Ihre k. Hoyrit die Großherzogin von Mecklenburg'Schwerin sind, von Prag mittelst Sepa> rl)t'Hoszuges kommend, gestern gegen 7 Uhr Abends im Nordbahnbof hier angekommen und haben sich, in Begleitung Sr. k. k. Apostolischen Majestät, nach Schönbruun begeben. — Se. k. k. Apostol, Majestät waren iu Veglci-limg Allerhöchstihreö ersten Gencraladjutautcn, Sr/Ex--zellcnz des Hrn. FM^. Grafen Grünne, dcm erlauchten Oheim, Sr. Maj. dcm König von Preußen, gestern init eiürm Ektr,izugc bis zur nnchstcu Station dcr Nor^bahu entgegengefahren. Dic Anknuft oer Mer-höchsten nnd höchsten Herrschaften in Wien erfolgte »m 6'^ Abends. Der Nordbahnhof war zum wür digen Empfang des königlichen Gastes festlich geschmückt. Se. M. dcr König wurde daselbst von mehreren Prinzen des kaiserlichen Hauses nnd einer großen Anzalil k, k. Generale und höherer Würdenträger achtungsvoll cmpfangeu. Die Musikkapelle der aufge- stellten Falmm-Kompagnie erekutirte die preußisch^ Volksl'ymne. Se. f. k, Apostolische Majestät und Se. M. der König begaben Sich sofort in offenem zweispännigen Hofwagcn nach Schönbrnnn. Se. M. dcr König lrugen die Oberst-Indaberuniform Aller» hö'chstiyrcs k k. Husarcnregimenls Nr. 10. Se. Maj. der Kaiser die Uniform des königl. preußischen Kaiser Franz Grcnadicrrcgiments, E?. k. k. Apostolische Majestät saßen znr Liükcn des durchl, Gastes. Die bcidcil Majestäten wurden auf der Durchfahrt durch die Straßen nach Schönbrunn von dem zahlreich versammelten Publikum ehrfurchtsvoll begrüßt und mit den lebhaftesten Zeichen der wärmsten und achtuugs-vollsteu Ergebenheit empfangen. — Ihre Majestät die Kaiserin Karoliua Augusta haben den onrch Feuer verunglückten Vewohtiern von Stirendorf (Niederösterrcich) den Betrag von 4l)0 ss. allerguädigst zugeweudct. — Aus Iicin wirb den «Pr. N." geschrieben, rag an, 1. d M. die barmherzigen Schwestern, einst' weilen 20 an dcr Zahl, durch ibrc bochw. General' Oberin in Karlhanö eiugrfübrt wurden, welche S'raf' mistalt bekanntlich ihrer Obsorge übergeben wird. spater soll ibre Zahl m,f 30 erhöht werden. ^ Se. k. Holieit der durchlauchtigste Herr Orz« herzog Ludwig habcn zum Baue des katholischen Gcscllcndanscs ciuru Veitraa von 200 Gulden anä< digst bewilligt. Zur Hiütalchalllmg dcr wabrgenommenru Ver« zogcruugen bei Bemessung der Gebühret, von Rechts-geschaftcu, durch welche das Eigentbum. der Frucht-genuß oder der Gebrauch uubeweglicher Sachen über« tragen wird, wurre angeordnet, daß die mit der kaiserlichen Verordnung vom 16. März 1861. den Gerichtsbehörden vorgeschrilbene Mittheilung der Abschnf-teu dcr mit Intabulatwns - o^er Pränotatiousgcsu. chcn uorgclcglcn Urkunden übcr Ncchssgcschäfte der angcführlcn Art an die zur Gebuhrcnlirml-fsung be» st,mmtcn Aemter auch iu den Fällen der Zurückwci. suug des Intabulatious' oder Pranotatiousgcsliches stattzufinden habe, wenn die Gebühr nach dcm Ge> scße vom 9. Februar 1860 von dcm Rechtsgeschäfte und nicht von der Intabulation oder Pränotation zu entrichten ist. Italienische Staaten. Ueber oic telegraphisch beieits bekannten At!cn täte an den neapolitanischen Küsten yatte man in Feuilleton. Die erste Lokomotive. «^a ebcn jetzt in England eine Biographie Stephen» son's, des Erbauers der ersten Lokomotiv5 erschienen ist, wollen wir daraus dcm Leser einige Züge, welche dcn Mmiu wie ftine folgenreiche Erfmduna charakte-risircn, mitthtilcu. I.,. dcr Nähe von Ncw'Castlc von armen Eltern am 9. I^i 1781 geboren, begann Georg Stephen,on scmc Lau^ahn als Kuhyirt mit einem täglichen Verdienst »ou 2 Pence, aber durch rastlosen Fleiß und unermüdlich«. MZvaucr gelang es ihm, sich emporzuarbeiten, bis er in dem Kodlenwerk . von KiÄi'ngwortl) eine AnMjuüg a!s Maschiucnbauer mit einem Iahrcsgchalic von 100 ^ire eryielt. Schon Manche hatteu versucht, auf den damals benutzte!'. Schicnenwlgen ^rumrous!« wurden sie nach dcr uer-besserten Methode eines Mr. Ontram genannt) die Pfcrdekraft durch cinc andere bewegende Kraft zu ersetzen: da erfand Stcpyenson den «Dampfmagen." Lord Nauensworth versah ihn 1813 mit Yen nöthigen Geldmitteln. seine erste Lokomotive zu bauen; man hieß ihn deßbalb einen Naneu; Ste> phcnson aber brachte die Lokomotive zu Stande und nannte sie «My Lord", Sie zog eine Last von 80 Tons mit einer Geschwindigkeit von 4 englische Meilen in eincr Stunde, und war etwa eben so theuer wie Pfcrdekraft. Da sieht man ja, baß nichts damit erreicht worden, hieß es jetzt von Seiten der Sach> kundigen; Stephcnson aber sagte, Alles ist erreicht, denu er sah woran cs fedltc, versah die ncuc Erfin< dung mit dem Dampfgcblase und verdoppelt dadurch sofort die Geschwindigkeit. Als er aber davon sprach, daß sich eine große Geschwindigkeit auf Eisenbahnen werde erreichen lassen, obschon vielleicht erst lange nach seinem Tode, ward ihm cntgegengehaltcn. dc,ß Eisen nicht an Eisen hafte, lind daß eine ranhc Ober-stäche dazu unnmgänglich nöthig sei. Inzwischen machlc sich das Bedürfniß einer va-schercu Verbindung zwischen Manchester und Liverpool immer fühlbarer; man war nicht mcdr im Stande, oic Baumwolle in der alten Weise anf dcr Landstraße und auf deu Kanälen nach Manchester zu schaffen, aber der Vorschlag, die bcideu Städte durch eine Ei' scubahn zu verbinden, mnßle wcgcu dcs Widerstandes, auf den er von allen Seilen stieß, aufgegeben werden. Ein einslcytsvollcr Quäker. Mr. Prase, der Stcpheusou's Maschine in Killingsworth gesehen, gc. mann ihn jetzt als Ingenieur für die sogenannte Qliä» "erbabn zwischen Stockton und Darlingwn nnd legte zn gleicher Zcit in Gemeinschaft mit ibm eine Ma< schiucnfabrik in Newcastle an. Die Bahn ward, wic schon bemerkt, 1826 dem Verkehr übergeben. auf dem ersten Zuge befanden sich etwa 260 Personen nebst ciuer Ladung von Mcbl und Kohlen. Der spätcre Ear! of Durham halte seines cigcucn Vortheils wegen durchzusetzen gewußt, dciß dem Gcsetzc bezüglich ?cs Betriebes dicscr Linie eine Klausel beigefügt wuree, wonach die Gesellschaft verpflichtet war, alle Kohlen, die nach Stockton zum Verschiffen gesandt würden, für V, Penny die Tonne per Meile zu befördern. Auf solche Weise hoffte rr dcr Koukurrl'nz, welcher seine von Sunbcrlmw verschifftcu Kol'len ausgesetzt wärcn, zu begegnen, denn mau dachtc. daß sie sich bei diesem Frachtsayr nicht anders als mit großem Verluste für die Gesellschaft befördern ließen, statt dcsscn strllte sich bald gerade das entgegengesetzte Re° suliat heraus: dcr niedrige Frachtsatz hatte zur Folge, daß in einigen Jahren das OuaMum der mit dieser Bahu beförderten Koblen auf eine l)albe Million Tons stieg u»d der Gesellschaft einen bed^utenocn Gewinn abwarf. Nicht anderS esging cs mit ocr Beförderung von Personen. Anfangs dacht? man nicht ciumal daran nnd erst, als die Bahn fast voll» cndct war, begann man cine solche Mö'^lichl'cit m's Auge zn fassen. Man kaufte ci»e alte Postkutsche fur ein Villi' ges und setzte tmsrlbe auf ciu hölzernes Untergsstell, und zwar »ur auf Stephenson's Drängen, deun man erwartete nicht, daß irgend Jemand geneigt slin würde, sein Leben dem Schienenwege anzuvcrtr.iuen. Aber der Versuch ward gemacht, die alte Kutsche waro neu gemalt, mit dem Wappen der Gcsellsclwft und dem Motto: „I^l'i'culmtl ^ivulum utililc,« pnliljcu" vcr> sehen und erhielt den passende» Namen ,/1'k0 Lxp«-riilnnl." Nun tauchte der Plan einer Bahn zwischen Manchester nud Liverpool von Neuem auf: wie Gin Mann erhoben sich die Eigenthümer dcr Kanäle da> gegen und Stcphcuson ward mit seinen Vermcsstrn von ihnen wie Landstreicher nnd Vagabunden b»'lmu. dclt, Flugschriften und Prophezcihuugeu dcr schrecklich, steu Alt erschienen zu Dutzenden; alles crecullicye «38 Marseille am 3, d. Nachrichten ans Neapel vom 2. d. Die ,>G. uff. d. d. Sicilic" bcrichlct in reu Nummern vom 30. Juni uno 1. Juli: Am 27. Juni liabc eiit picmontcnscher Dampfer unter dcm Vor» wände, er habe in See Schabn genommen, vor der Insel Ponza angelegt; doch habe derselbe alsbald Schaluppen mit Vewaffnetcu an die Küste geschickt, we!chc landeten und sofort die Wauihbeamlcn nnd dic Veteranenbisahung cer Insel entwaffneten, während cme Abtheünng Linicntruppcu mehr Wideband lei. stete, so daß einige Verwuuoetc und Todte auf dcm Platze blieben. Die Bandc lMe unter dem Rufe: „E/lcbc Italic! es lebe die Republik!" rotbe Fah< neu anf und ließ mehrere Häuser auf der Insel von den befreiten Slräflingcn plündern und in Brand stecken. Nur ein Theil diescr Sträflinge folgte jedoch den Aufrübrcrn nach Sapri, wo eine zweite Landung erfolgie. Kicr wurlcn nene Elzesse begangen, doch blieben dic Gendarmerie und die Stadtwachcn am Pliihc Sieger, trieben den Feind in dic Flucht und zwangen cmcu Theil desselben zur Unterwerfung, ^wei Fregatten der königlichen Marine nahmen leu piemonlesischcn Dainpfcr nebst den noch am Vord bc> sindlichen Waffcnuorräthen. So dic amtliche Darstellung des Herganges. Privatbriefe aus Neapel setzen hinzu, daß sich der Weitl) der genommenen Waffen und Vorräthe auf eine Million Fr. belaufe. König Ferdinand hat dlilthalb Bataillone zur Verfolgung derjenigen Ein» dringlmge, cie sich noch nicht unterworfen haben. ans> geschickt. Die Stctttgardcn baben sich freiwillig mo« bil gemacht." Eincm genuesischen Vlattc zufolge hätten sich cun Vord des „Cagliari", als derselbe uou den uea-polilanischeu Kriegsschiffen genommen wurde, nur mehr dcr Kapitän und die Schiffsmannschaft gebnndcn uor> gffliNdkN. Piemol>tesische Blätter von radikaler Färbung versichern. Mazzini habe sich nach Genua in der Ab' sicht begeben, sich, falls der Handstreich vom 30. Inni gelungen wäre, im Dogenpalaste zu installircn, er habe aber, als er inne geworden, daß die Bevölkerung nichts uon dcr Republik wissen wollte, noch in dersclbcn Nacht Genua wieder verlassen. — Det «Allg. Ztg." wird über die zahlreichen Gerüchte eines Wleatates auf den König beider Si> zilien ans Neapel vom 30. v. M. geschrieben: Fast ans allen Provinzen des Königreiches sind offizielle Anzeigen von Gerüchten erfolgt, dir von Neapel aus dorthin verbreitet worden sind, uno nichts Geringeres, als ein ncnes Attentat, das auf das Leben des Königs soll qeschchcn sein, zum Gegenstand haben. Was dieß Gerücht anbelangt, so scheint es von der Aeußerung cines Deserteurs herzurühren. Dieser hatie sich in Venafro, einer Ortschaft, dic auf dcr nach den Abrufen liegenden Heerstraße liegt, in ei^ ucr Kneipe ziemlich betrunken, und soll bei seiner Verhaftung durch die Gendarmerie sich einige unsinnige Drohungen erlaubt haben. Venafro liegt aber gar weit von Gaeta, wo der König residirt, entfernt ünd noch weit größer ist der Abstand zwischen dcr AcnLcrung lines fahnenflüchtigen Trunkenbolds nnd der Tlwt selbst. Und deßhalb soll dcr König auch ganz einfach befohlen haben, jedes militärgcrichtlichc Verfahren gegen den Dcscrieur niederzuschlagen nnd ihn sofort in Freibeit zu setzen, zugleich aber ans dcr Armee anzustoßen. Dcr „Csrricre mercantile" meldet ans Geuua v. 4. - Man bat abermals zwei Waffenlagcr, das eine in der Nähe des Irrenhauses, das andere in den Gärten von St. Andrea entdeckt. Die „Gazzctta di Genova" vom 6. meldet: Die Ui'tersuchungen dancrn fort. Unler den neuen Verhafteten befinden sich Hcrr Ernesto Pareto und Miß Zlssic White, wclche vor zwei Monaien so viele Huldigungen bei ihrcr Ankunft in Genua von ihrer Partei erhielt. Dic Entdeckungen in verschiedenen Stadt-theilen zeigen die Wichtigkeit und die Natur dcr Zu° Bereitungen und dcr Mittel, welche dcm Ausstände zur Verfügung gestellt wurden. Hcntc früh brachte ciue Zollbarke eine Mengc Flinten und Muuitiou, welche man an der Landspitze von Portofino ucrlassen fan?. Es scheint. daß die Rädelsführer mehr als eine ein> fache politische Revolution beabsichtigt halten uno sogar mehrere S:adtthei!c in Vvand stecken, vicle Bür-gcrhäuscr plündern und eine Menge Personen der Verbannung preisgeben wollten. — Bei Erkenntniß solcher Mittel sicht man, welcher Gefahr nicht nur die Regierung, sondern jede Bcwohucrllasse, jedes Eigcn-ihum ausgesetzt war. wcnn die Vorsehung nns nicht geschützt hättc. In den Flintcndcpots wurdeu Schriften gefunden, welche beim Prozesse vorkommen werden, und die angedeuteten Absichten beurkunden. — Tic Garnison von Genua ist nm zwei Scharf-schüheubataillouc verstärkt worden. Dcm „Eattolico" zufolge waren auch in der k. Marine cinigc Verhaftungen vorgenommen worden. Dasselbe Blatt vom 3. vernimmt, daß die Verhaftungen überhaupt zunedmcu. Auch in Spezia habe, wie man dem „Cattolico" mcloe't, cin Alifstaudövcr-such stattgefunden, weßhalb dort von Nizza Truppen-Verstärkungen eingetroffen seien. — Dcm «Giglio di Firenzc" entnehmen wir nachträglich nachstehende Details über die Vorgänge in Livorno: „Vor der Artillcriekaserne erschienen untcr Alldcrn l0—l2 Personen und verlangten die Auslieferung der Geschütze. Als ihnen auf das thörichte Ansinnen keine Aiuwort gegeben wurde, feuerten sie ans alten Flinten und Pistolen. Nun wurden sie verfolgt und als sie sich jeden Ausweg zur Flucht versperrt sahen, ftoven sie ni ein Bierhaus, wo sic sich mehr in dcr Absicht, um zu todten, als um sich zu retten, aufs Hartnäckigste vertheidigten. Sie wurden sämmtlich niedergemacht. An einem andern Orte kam ein cin> zcl,ier Mensch an einem Gendarmerie-Wachposten vor» über, welcher von wenigstens zwölf vollständig bc> waffnetcn Gendarmen besetzt war. Nichtsdestoweniger warf sich jener Mensch auf den ihm zunächst stehen, den Geudarmcu .uno stieß ihm ein langes Stilett in den Schenkel, worauf er von dem Verwundeten selbst erschossen wurde. — Se. Helligkeit der Papst ist in Modena am 2. d. M. 7 Uhr Abends im besten Wohlsein angekommen. Dcr Empfang war ungemcin glänzend. Ihre k. Hoheiten der Herzog und die Herzogin waren dem heiligen Vater bis Ponte S. Ambro^io entgegen gezogen. In dcr Kathedrale wurde Sc. Heil. vom hochw. Orzbischof, dem Kapitel und den, Klerus erwartet. Dort cnhcilte Se. Heiligkeit den apostolischen Seacn, der von dcr unabsehbaren Volksmenge mi! Enthusiasmus empfangen wurde. Von dcr Kathc> drale begab sich ocr h. Vater in Vegleitnng Sr. k. Hoheit des Herzogs, den cr an dcr Hand hielt, zu Fuß und im vertraulichen Gespräche nach dem her» zoglichcn Paläste, wo dic Kämmerer mit Fackeln anf« gestellt waren. Die Stadt war glänzend beleuchtet und die in den Straßen sich drängende Volksmenge wurde von Sr. Heiligkeit aufs Liebevollste gesegnet. Am 3. zelcbrirtc Se, Heil, cine Messe, welcher ocr Hof beiwohnte, in der Kalhcdrale und crlheilte focann del! Tnippen seinen Segen — Die Nachrichten übcr den Anfcnthalt Sr. Heiligkeit des Papstes in Modena sind vom 4. d. M. Die Festlichkeiten, mit denen der Vesnch des hei« l^gen Vaters gefeiert wird, sind überaus glänzend, ^c. Heiligkeit hat mehrere Kirchen und Institute besucht, den modenesischen Truppeu den apostolischen Segen gespendet und die Beleuchtung dcr Stadt vom Wagcn aus, in welchrm cr die Straßen dnrchfnhr, in Augenschein genommen. Belgien. Mit Vezng auf die Geschichte des gewesenen belgischen Gesandten in Konstantmopel. Herrn Vlon-decl, bringt dcr belgische „Monitcm" eine längcrc Auskiuandersfyung. Bereits um 8. August 1866 wurde Herr Vlondcel vom Minister der auswärtigen Ange« legcnhcilen angewiesen, eine Neise nach den Donau' fürstenthümern zu unternehmen, um wegen dcr Errichtung von Konsulaten das Nöthige einzuleiten. Er wurde aber auch darauf aufmerksam gemacht, daß seiner Ncisc eine politische Bedeutung unterlegt werden könnte, weßhalb die Angelegenheit besser bis nach dcr desinitiocn Organisirnng dcr Donanfürstenthünier vcr-schoben bleiben sollle. Herr Vlondcel meintc in seincr Erwiderung, daß er die Deutungen, die man seincr Ncise geben möchte, nicht uerhindcrn könne, cr wolle sich jedoch mit seinen Kollegen in Konstantinopcl ins Einvernehmen setzen. Ein Abwarten, bis die Donan-fürsttnthümer definiliv geregelt scien. hieße die Sache auf unbestimmte Zcit verschieben. Die Neise nach den Donaufürstenthümcrn wnrvc demnach unternommen. Die Pforte und mehrere fremde Konsuln erhoben nun gegen Herrn Vlonveel die Beschuldigung, daß cr zu Gunsten der Union gewirkt und den Grafen von Flau« deru, Sohn des Königs, als Thron-Kanoioatcn vor» geschlagen habe. Der türkische Minister des Aenßern verlangte vom belgischen Kabinet die Abberufung des Herrn Blondecl, Letzterer widersprach, übrr Anfrage des belgischen Ministers des Aeußern, den Beschuldigungen in kategorischer Weise. Indeß beschloß di? Regierung. Herrn Blondecl zwar nicht abzuberufen, sondern auf einen andern Posten zu versehen, damit seine Anwe< ftnbeit in Konstantinop!-! den guten Bezichnngen zwi« schen den beiden Ländern kein Hinderniß in den Weg lege. Die betreffenden Dekrete waren bereits unter» zeichnet, wonach der Gesandte in Brasilien, Herr De« maiziercs, mit Herrn Vlondccl dcn Posten tanschcn sollte. Am 30. Mai übcrbrachlc dcr türkische Ver< trcter in Brüssel Herr bc Kcrkbove. dcm Minister des Auswärtigen, obnc allcs Begleitschreiben die Abschrift einer telegraphischen Depesche seincr Negiernng, worin er aufgefordert wird, die Abberufung Vlonocel's zn ucrwngen. Einer solchen ungeincsscnen Anffordcrnng glaubte dic Regierung keine Folge geben zn können. Das Uebrige ist bekannt. Herr Vlondecl erhielt seine Pässe uno ist nach Athen abgereist. I„ seiner Abwe. senhcit ist Herr Iooris interimistischer Geschäftsträger zn Konstantmope!. Uubeil ward in Aussicht gestellt, dcr Untergang der Welt dnrch eine allgemeine Feuervbruust, wie eine Arbeitseinstellung uon Seiten dcr Hühner mit den Eierlegen, AIs auch dicß tucht wirkte, «röstete man sich damit, das Unternehmen sei nicht praktisch, sei nicht durchznführcn. spannte aber schließlich andere Saiten auf und snchte die Kaufleute zu gewinnen, lndem man eine bedentende Herabsetzung der Fracht auf den Kanälen in Aussicht stellte, aber schon war es zu spät; die Arbeiten uahmen nchig ihrcn Fort-l'anli und bald war dic Bahn vollendet. Man kann sich ei„cv Lächeln nicht erwehren, wcnn man heutzutage das Urtbeil der «Quarlerly Review" über diesen Gegenstand liest, dem sich clwa nur vergleichen läßt. wie bei einer späteren Gelegenheit Lord Derby sich vermaß, dcn ersten Dampfer, welcher den allanti. schcn Ozccm durchschneiden würde, mit Haut und Haaren zn verzehren. „Was kann wohl — hciüt es da — alberner und lächerlicher sein, als cmc solche Aussicht, daß Lo-komoliue noch ein Mal so rnsch als Postkutschen gehen werden. Wir würden eben sowohl erwarten, daß die Einwohner von Woolwich sich mit kongreuischen Raketen in die Luft feuern ließen, als daß sie sich einer Maschine, die mit solcher Geschwindigkeit geht. anvertrauen. — Wir hoffen, daß das Parlamenl bei allen Eisenbahnen, die cs konzessionirt, die Oe. schwinoigkeit auf acht oder neun Meilen per Stunde beschränken wird, dicß ist das Maximum, welches ohne Gefahr nicht überschritten werden darf." Man darf dabei nicht übersehen, daß die große Mehrzahl selbst der Techniker derselben Ansicht war, daß dcr Ausschuß des Parlaments, vor dem Stephen-son zu erscheinen hatte, ihn fast als einen Irren betrachtete, als cr bei seiner Behauptung blieb, daß er mit seincr Lokomotive zwölf Meilen in der Stunde zurücklegen könne. Es würde zu weit führen, alle dic Schwierigkeiten und Hindernisse aufzählen zu wollen, die von allen Seiten seinem Unternehmen in den Weg gelegt wurden. Ein Beispiel mag statt aller genügen. Stellenweise machte die stete Wachsamkeit dcr Grundbesitzer jedes Vermessen unmöglich. so dnß dieses nur bei Nacht beim Scheine von Blcndlatrr neu vorgenommen werden konnlc. Ein anderes Mal setzte ein Geistlicher dcr Aufnahme seines Landes e,< ncn solchen Widerstand entgegen, daß man endlich die Zcit abpaßte, wo cv auf ocr Kanzel war, zu dcn, Zwecke hielt sich eine große Anzahl uon Ingenieurs verborgen, bis man ihn sein Haus verlassen sah. dann brachen sie plötzlich hervor; ein Jeder ging auf die ihm vorher angewiesene Sttlle und so beendeten sie ihre Arbeit iu kürzester Zcit, und warcn schon wieder verschwunden, als der Pastor uon der Kirche heim kehrte. Am 16- September 1830 war dic Bahn zwischen Liverpool und Manchester eröffnet und Stephen» son's Triumph war cin vollständiger — ftlhst ^r Unglücksfall, dcr dabci dem Handelsministcr Huskis-son zustieß und seinen Tod zur Folge hatte, diente nur dazu, denselben zu crhöhcn, denn dic Lokomotive legte mit dcm Verwundeten einen Weg von 16 Mei> len in 2ti Minuten zmück. Nicht so bald war abcr dcr Erfolg gesichert, so suchten Lord Derby uud Lord Sefton. die früher durch ihrcn Widerstand den Erbauer gezwungen halten, die Bahn durch dic schlimmste Stelle von Chat Maß zn führen, eine zweite Linie ins Leben zu rnfen, die durch ihre Bcsitzim^n gchcn sollte. Seit Eröffnung jener Bahn bis 184l), wo Steph?nson sich von allen Geschäften zurück, würde kaum eine größere Bahn gebaut, an dcr cr nicht bcthciligt gewesen; al> lcin er!t von der Zeit au. als die Köuigin dic uach ,^ Windsor führende Bahn zu benutzen anfing, legteil 1 sich allmälig dic alten Vorurtbeilc, um höchstens in dem Kopfe eines Obersten Sibihorp noch fortzuspu. kcn. Gleichwohl mußte Stephenson cs lwch erleben, „langsam" gescholten zu werden, weil er erklärte, daß Z eine größere Schnelligkeit, als 40—ll0 Meilen per st Stunde nicht ohne Gcfahr möglich sei; cr könne frei» lich eine Maschine bauen, die 100 Meilen in »er Stunde zurücklege, abcr für praktische Zwecke sei sic z nutzlos. (P. Lid.) z Mzzellen. 1 (Dnmenhüte ausGlas) zu trage», ist uou den gefährlichsten Folgen bcglcilet. Die Gewebe aus Glas. wclche man bisher als Gürtel. Arm. und Bu» senschleifen getragen mrd mm auch zu Hütcn vcrar> bcitct wcroen, sind für die Gcsundbcit sehr schädlich, da durch ärz'liche Untersuchung sich herausstellte, daß Släubchcn von dem gläsernen Geftechtc sich ablösen, in das Fleisch und die Augen dringeu und furchtbare Entzündungen hervorbringen, die bei den Augen so> gar mit gänzüchcr Erblindung endigen. Es sind meh. rere solche abschreckende Beispiele vorgekommen. Man muß daher vor dcm Ankaufe und Tragcn solcher ans Glas gefertigter Gcspinuste und Gewebe warnen. «539 — Der Gemeindcrath von Brüssel hat ein Pro-! c^ramm der Festlichkeiten veröffentlicht, welche aus' Anlaß der Vi-rmälung Idrer köuigl. Hobcit der Prin-zessin Charlotte mit Sr. kaiserlichen Hobcit dem Erzherzoge Ferdinand Mar von der Stadtgemeinde veranstaltet weroen. Am 28. Juli werden 14.000 Brote unter die Armen vertheilt. Sonntag. 2l',. Juli, 10 Uhr Morgens auf dem Platze Petil-Sablou großer Wetlkampf im Ballspiel rcr verschiedenen Spielpartien der Stadt und der Vorstäote. Mittags Eröffnung dcr Blumenaus> stellung im Parke. 12^ Uhr großer Preiskampf der Armbrustschütze» für alle Gesellschaften des König' reichs und des Auslandes im Vokale dcr Brüsseler Gesellschaft im ehemaligen Schützengartcn. 1 Uhr großes Konzert im Kiosk dcs Parkes 3 Uhr großes Prcisschießen für Bogenschützen aller Länder im Lokale der Gesellschaft des h. Sebastian, deren Ehrenpräsident dcr Herzog von Brabant ist. Montag. 27. Juli. Tag der Vermü'Iung des h. Paares. 6V2 Uhr Abends/Großes Konzert drr zoologischen Gesellschaft. 8 Uhr Abends. Allgemeine Beleuchtung des Stadthauses und dcr öffentlichen Gc> bäudc. Die Einwohner werden eingeladen, ihre Häuser zu beleuchten und festlich zu schmücken. Zur selben Stunde Volksball auf dem Platze vor dem Stadthause. Dinstag, 28. Juli. 1 Uhr Nachmittags, Gro> ßcs Konzert im Parke. ^V^ Uhr gil't die Stadt dem Könige und der königl. Familie ei» Festmahl. Von 8^—40l/2 Uhr großes Fest auf dem Kanal von Vrüsscl nach Willebrock. Veleuchlnng dcr Kanal-Ufer. Großes Feuerwerk. Mittwoch. 29. Ilili. 3 Uhr Nachmittags. Fischerstechen und andere Spiele auf dem Handels-Bassin. 8'/2 Ul'r Abends gil't die Stadt der könig!. Familie ein großes Konzert im Theater de !a Mo^nate. Donnerstag, 30. Inli. 8^ Uhr Abends, Großes Fest im zoologischen Garten. Am 20., 8 Uhr Abends, werden sämmtliche Glocken der Stadt geläutet. Am 27., 28. nnd 2!) werden sämmtliche öffentliche Gebäude mit dcn Natio-nalfnrbcn geschmückt. Großbritannien. London, ü. Juli. Ein furchlbarcs Unglück hat sich in Shrewsbury begeben und kosttte mehrere Menschenleben. Kapellmeister Julien hatte am Freitag cin M>,sikfcst auf cincm bci Shrewsbury inmitten des 5'lnsses gelegenen Vergnügnngsorte. der «Pap-peliuftl", veranstaltet, und wie gcwöhnlich war diese nnt dem cincu Ufer vi-rmitttlst einer kleiden Schiff brücke verbunden worden. Es sollen an 10.000 Men> schcn bci diesem Fcstc anwesend gewesen sei», und das Gedränge war gewaltig, als diese nach Bccnvi' gnng des Feuerwerks um 10 Uhr ge^cn die Brücke unstürmten. Ob diese an nnd für sich schlecht gebaut war, oder ob cs war ist. daß mutbwiliig? Buische sich den Scherz machten, sie in lebhafte Schwanklingen zu versehen und dadurch das Unglück verursach--ten. wird die' gerichtliche Untersuchung lehren. Genug, dcr Mittelponton schlug um und begrub cine Menge Leute, während ungefähr 1!>0 Andere ins Wasser geschleudert wurden, dessen tiefste Stelle daselbst 9 Fuß beträgt. Von diesen wurden wohl Alle gercltet. wcnn auch uielc darunter arg zugerichtet waren, aber rettungslos waren im Gewirr und i» der Dunkelheit dcr Nacht Jene verloren, die unter dein ungel'tülpleu Ponton im Wasser begraben lagen. Im Laufe der Nacht fischte man noch 10 Leichen auf. cs dürften abcr noch mehr gefunden werden, denn noch immer werden einige Personen vermißt. Muß land. St. P c t crs b u rg . l. Juli. Das tanseud-jährige Pcstebc» dcs russischen Reiches soll im Jahre 1862 feierliäi begangeu werden. Der Minister des Iinnrn erlaubt jetzt schon die Sammlungen für ein Denkmal, welches "in Nowgorod, an der Stätte des ältesten russische Staatswescns, zn diescr Zeit e,',l-hüllt werde» soll. ? i ^ Dnrch k, Handschreiden in dem sardinischen Mi> uifler Präsidenten Grafen C.wour der St. Alerandcr, Newski-Orden i» Diamanten, ecm sardinischen Kriegs» minister General La Marmora der St. Alexander Newski-Orden. dem sardinischen Hauöminislcr Grafen Nigra dcr weiße Adler-Ordcn und dem sardinische,! Schloß. Präfcklci! General Calasco der St Annen-Orden erster Klasse verliehen worden, Edens? wnr» den der sardinischc Minister der öffentliche» Arbeiten Paleocapa n,it dem St. Annen-Orden erster Klasse lind der Kommandant des königl. Hauptqnarticrs Ge> ucraladjntain Graf della Nocco und General »Major von der Arlillerie. Marqniö Luscrna d'Angroma mil dem Sl. Stanislaus-Oidln erster Klasse dekorirt. Türkei. Der chclnalige Leibarzt des Sultans. Dr. Spih.'r, ist wirklich znm Pforlen^eschäftötra'ger bciin H^fc von Neapel ernannt worden. Dr. Spiher«wur,^ aus die< sem Anlasse znm Nang eines Würdenträgers eisten Ranges, z>reilcr Klasft irboben nnd crbieii zugleich die Dekora-ion eines Kommandeurs des Mldschidschc« Ordens. — Er wird si,h nächstens über Wien und Paris an seinen Posten l cgcbcn. Tagsneuigkeiten. I Ein Pariscr Korrespondent dcr „K, Z." mel« del »ilttenn 4. Juli. daß Berangcr an diesem Tage Morgens gestorben ist. welche Nachricht von aneern Seilen widersprochen wird. > Die Naebricht von dem Tode Beranger's be-siäiigt sich nicht. Der Gcsimcchcilsznstand dcösclbcn bat sich sogar ctwas gebessert. Der Zudiang der Menge zli Beranger's Wohnung, um Nachricht über dessen Zustand zu erhalten, ist so groß, daß die Po-lizei dort sine bedeutende Wache vou Polizei Agenten anfgestcllt und die Wachposten von Pussy hat ver> stärken lassen. I In Glasgow hat am 30. Iuui cin Vcrgif-tungsprozeß begonnen, auf dessen Ausgang man aufs höchste gespannt ist. Ein junges schönes Mädchen, aus einer dortigen angesehenen Familie, Madeleine Smilh, ist angeklagt, ihren Geliebten, einen Franzosen, Namens Emile L'Angelier. dcr i» einem Glas-gowcr Handlnngshause dieme, mit Arsenik vergiftet ^11 haben. Soweit die bisherigen Zeugenaussagen oorliegen, ist dic Thatsache festgestellt, daß L'Augelier zu wiederholtcnmalrn uuter Vcrgiftungssymptomcn erkrankte, bis er am 23. März d. I. erlag. In sei-nem Magen wurde eine enorme Ouamität Arftuik oorgenlnc'e!!. — Der Verdacht der That lenkte sich bald auf das genannte Mädchen, das aber — wie schon in der Voruntersuchnug, so auch jetzt vor den Assiscn — bewunderungswürdige Nuhc kundgibt, un? jegliche Schuld läugnct. Ueber das Motiv, welches dem Verbrechen zu Grunde liegen soll, ist aus der Assisrnverhauolung, so weit sic bisher gediehen, noch nichts ersichtlich. Vlos dcr Sekretär dcs franz. K^n> suls in Glasgow sagte, er habe das Liebesverhält-niß der Angeklagten zu L'Augelier gekannt und die-scm ciuige Wochen vor dessen Tod erzählt, Miß Smill) werde, wic es heißt, einen andern heirathen - worauf ^'Angclicr erwidert habe, er glaube es nicht nnd babc Papiere in Händen, mit denen er das Anfge« bot verhindern könnte. I Es liegt uns unter dcm Titel «Hanoclsadrcs-senbuch von Kärntcn". einc rcchl fleißige und nüp-lichc Arbeit dcs Kauzcllistcn dcr Klageufnrtcr Han dclskammer Herrn Klatzer vor, weiche um so größere Beachtung auch außerhalb Kärntens verdient, als dcr montanlstischc Ncichlhnm dieses Kronlandcs cs in zal)I< reiche und loeitvirzwei^te Geschäftöverbinduiigeii mit oem übrigen Oesterreich n^ dem Äuslandc biingt. Dem merkaiüilei! Pnbl,kn,n k^,,n dalier eine gcnmie n„d umfassende AufzlichN!,!,^ alter Gewerkc, Haudels-firmen nno bedcntcudcren I^usttielien wohl inir willkommen sein. ! Wic die «Magyar Posta" berichtet, soll Alc> randcr Humboldt's weitgefcicttcs Wcrk, der in alle ziuilisirlen Sprachen übcrsctztc Kosmos auch in unga« rischer Uebcrsetznng erscheinen. Schon am l4. Scp> lember d. I., dem 88. Gebnrisiagc ocs Nestors der Wissenschaft, s^ll das ersto Heft ausgegeben werden, j In Vilin wnrdc, wie der „Pr." geschrieben wird, am 28. Juni Fran Fraiiziska Zilger begraben, welche 92 Jahre alt, 31 Jahre veluciratetct, 4" Jahre Witwe war und in ihrer Ebc 13 Kinder, von l0 verheirateten 62 Enkel (noch 33 lebend), von U' verheirateten Enkeln bis jetzt K4 Urenkeln (annoch 38 lebend) hatte. Dic Leiche dieser Frau wurde von 8 Enkeln, mcistenlheils Mäiinern über 40 Iabrc getragen. 8 Urenkel über l6 Jahre trugen die Fackeln, 8 Urenkel untcr diesem Aller die Kerzen. Dieser Leiche fc'lgtcü noch die leidtragenden, in Vilin und dcr naben Umgegend lebenden ll Kinder. 23 Enkel und Urenkel und mehr als die Hälfte der zahlreich folgenden Versammlung gehörte znr Vcrwandschaft. I Der Dichter Vcranger, dessen Erkrankung wir oben melden, ist z„ Paris im I. 1780 geboren. Enkel eines armi'n Schneiders, bci dem er aufwuchs, war er als Knabe in gvoß,r Gefahr a/wesen, vom Vlme gctödlct zu werte!,. Gleich virlc,, berühmten Schrifl' steliern war rr einc Zeitlang VnchdruckerlchrÜng; oor-dem Aufwärlcr in einem Oasthause, später Schreiber a» dcr Universität. Hier erregte cr zuerst Aufsehen dmch s,,,ne Licder. I.n Jahre 1821 verlor er seines Wiycs >oe^cu. den er gegen die VonrbonS richtete. Nine Siellc und iuar zu l)00 Francs Geldstrafe unl" 3 Monalen Arrest. 1829 zn 9 Monaten Gefängniß nno 10.000 Francs Geldbuße verurtbeüt. Das S>raf> gelo brachten l'cice Mal seine Freunde auf. Seine Licdt-r uähricii wesentlich dcn Groll der Franzosen gegen Kar! X.; «n der Iulircoolntion nahm cr leb> hafte» uno thäligei: Anthsil. Lonis Philipp soll er s.ln zngclbail gewesen sein und auch geheime Uuter^ stüi)»ugen von idm angeüommc» haben, doch schliig er jede Anstellung aus. Seit 1830 bat er wenig incbr gedichtet, seit 1837 lebte er — »Heils ;>, Tours, theils zn Paris — von einer N-nte von 3000 Fr., die ihm Manuel in seinem Testamentc aliZgeseßt hatte. ' j Am 28. v. M. Morgens ist die weithin bc« kannte Tuchfabrik der Gebrüder Gcnscl in Zschopan ! (Sachsen) cin Naub dcr Flammen gcwordcn. Nur große Anstrengung war im Stance das gewaltige Feuer endlich zu dämpfen. ^ In Libclic (Bcz. Strakoui^) stieß am 20. v. M, cin Stemmcyer. als er in dem grast. Khevcn-hüller'schcn Walde Hradist einen Stein ansgrnl', nnf cincn Topf. in wclchcm an tiO0 Slück kleine Sill>cr< münzen aus dcr Zeit Ferdinands II. mit der Jahres, zahl 1632. nebst einer 6 Krcnzcr Sübermünzc, wie sie gegenwärtig im Umlauf find, sich beritten. Telegraphische Depeschen. Paris, 9. Juli. Nach dcm „P"ys" stehe» die italienischen Bewegungen mit den zn Paris vorge» nommciicn Verhaftungen im Zusammenhange Turin. 6. Juli. Die „Gazzctta picmontcse" meldet au6 Genua vom tt. d. M.! Die Vcdördcn setzen ihre Nachforschungen thätig fort; »lne Waffe»' lager sind gefunden ivordcn ^ iu dcr Nähe des Hafens fand man einc Miue vo,i Ul Kilogramms Gewicht, viele Patronen, Pistolen und in cinem nahcn Magazine 6 Kisten mit mehr als 200 Flmlcn. L c v a n t i n i s ch e Post. Kon stlin t in oprl, 4. Juli. Fortdauernde glänzende Brschneidungsfcste. Die Kommission zum Behufe der rnssisch-türkischen Grenzregnlirung hat be° reits zwei Konferenzen in Gmuri gehalten. Turrcva Pascha ist mit Infanterie von Jerusalem nach Naplus abgegangen, um die dortigen Unruhen zn unterdrücken. Die Miüiialis griffe» c>ie Christen in Tyrus an, die Behörden in Beirut stellten dort die Niihe her. Athen, 4. Juli. Die Kömgir: wird bestimmt am 9. d. M. ihre Reise antreten. Der belgische Ge> sandte Herr v. Blondeel ist bicr angekommen; der englische Gesandte Thomas Wise ist auf Urlanl, nach Konstantinopel, der baicrische Gesandte Teder nach München abgereist. Handels- und Geschäftsberichts ! Verona, 6. Juli. Die Wcizeuernte ist bei» ^nahc vollendet nnd stellt sich sehr ergiebig heraus. !Man darf mithin cincn merklichen Preisrückgang er< warten. Der Wcinstock ist allenthalben mit Trauben überdeckt, und die Lese verspricht sehr reichlich zn wer« dcu, selbst wenn oic Traubenkrankheit, wic man ! wissen will, sich in einigen Gegenden gezeigt haben sollte. (Trieft. Ztg ) In Niedernngarn ist die Geireideerutc in vollem Gange und läßt das günstigste Ergebniß er» warten. Von ncucr Gerste sind bereits au verschil' denen Märkten in kleinen Parthim von vorzüglich schöner Qualität eingetroffen. Auch Ncgge» durste cin schwcres Korn licfcrn. Die beständig 'heiße inw lrockene Witterung ist dcm Eindringen der Früchte günstig. Tchifffahrt in Trieft. Augck 0 m m e n : Am 7. Juli. Von Smyrna: Giassone, gricch, Kapitän Panajotcra, in 29 Tagen, mit verschiedenen Waren an G, St. Gosti,' vo» Cal^,^ - lM,/i Bakri. lürk. Kapitän Jenny, in 30 Tagen, mit verschied. Waren an S. di G. Bcsso- von Braila: Infatica« bilc. österr. Kapitän Indenigo, in .'isi Tagen, mit Weizen au A. Sevaslopnlo; von Antivari: Nondi. nella, tnrk. Kapitän Solilnan, in 12 Tagen, mit Holz und Oel an O. Mussani; von Aqnadiglia: Bella Pubur. span, Kapitän Adue, in 07 Tagen, mit Kaffih an F. Gattorno,' von Valencia: Barie, österr. Kapitän Frauciscouich, in 28 Tagen, mit Tabakstengcl an Morpnrgo nnb Parcnte; von Marseille: Forlunata, östrrr. Kapitän Boiti. in 23 Tn« gen, mit verschiedenen Waren an V. V. Cusin; von Liverpool,' Iinmacolata, neap. Kapitän Twpani, in 3^ Tagen, mit verschied. Waren an V. Salem. Am 8. Von Newkastle: Majlalh Györgcy, öster» reichischer Kapilän M^donich, in 62 Tagen, mit Koblen an die Gas.^sellschaft; von Antwerpen: Carl Frederik. preuß. Kapitän Bartels, iu 37 Tagen, mit verschied. Waren an G. Buä'ler; von Marseille: Sal-vatore. sardiuiseber Kapitän Dim, in 18 Tagen, mit verschiedene» Waren an P, Lnzzatto; von Plrnam» buk: Llinbica , österr. Kapitän Lazzari, in 73 Tagen, mit Zucker für Fiume; von Genua: Tercsa, sard. Kapitän Parodi, in 29 Tagen, mit verschiid. Waren an G. Al'monda' von Smyrna: Pofsidione, lürk. Kapitän Prolobaba, in 40 Tassen, mit Baumwolle nnd Knoppern an S. Ncuvico- von Troon: Titanlel, »orweg. Kapitän Clausen, in 59 Tagen, mit Kc>h» lcn an dcn östcrr. Lloyd; von Nrwceistlc: Ail-onc. österr. Kapitän Pilkovich, in 42 Tagen. nnt Kohlen an den österr. ^loyd. Druck uno Verlag vou I^liaz v, K^?in«ttay? ^ F. Vciml>erg in Lälbach^ — Ver.Vutivortslchcr" Redakteur: F/V^ V ö rse « bericht aus dcni Abcndblattc der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 9. Juli, Mittags 1 Uhr. Gcrmgcs Geschäft. Stc,at?papierc und V.ink'Nkticn fcst: Nordbahü-Altici! nicl'crcr. Deviftu imb^dcutcnd höhcr. Glld flüssig. Nntio»al - Anlchcn zu 5"/« ^5 °/„ «5 7. Anlehln v. I. l85l 8. L. ^u 5" „ «ö -tt«^W '/, Staatsschilldocrschv.ibung»» zu ä"/« 83 '/., ^iilt '/^ detlo . ^'^."/« 73'/.-73'/2 dctto .. ^°/« U.''/,-65'. dcttl,' .. 3'/« 5N'/, ~5(>V. dctto ., l"/. i«'/^_^,^ Ologgültzcr Ot'Iiq. "'. Nüttz. „ 5"/, W----- Ocd^nl'urqer dctto dlito „ 5'/, «5----- PM.'r ^ detto dctto „ 4"/<, 85,----- Malläi^.r d.tto dctk' „ 4"/, 9i----- <5>nmd.',itl.-TbIig. >.'l. Oest. „ 5°/« 8«'/,-58X dctto Uiigmii ., 5°/, 8l 7,-82 dctlo Gaiizi.» ., 5°/, 80'/,—^l drtto dcr iibrigrn Kirn!, z» 5 '7, t-tt 7, -56 '^ Vanko - Obligationen ,» 2 7, "/« 63 '/.^<>4 ^ott.ri.'-Nnlehm v, I. <834 335-33i> dctw „ <839 144—145 7. dctto ., «8ö4 ,^u 4°, !!<>.«!<) 7, Cl'iüc ?l'5Ntscl.,e'»c ________ 16'/.' l'^'« Galizifche Pfaudbli.ft zi, 4 7, 82-^3 ^ c'dl'a^: - Pncr. - Ol'lig, zu '> V« 89 '/.- 9<1 Ologgnil)cr detto „5"/.. 82-83 Duncu, Dau!pssch.-Ol'!i0 l,, Akti.u der Natiouatt'aiif 1<)>5-N»1N 5 "/„ Pfaudbricft dcr 3latlcü>ilbli!is 12nw!iatllchc 9!>'/. -tt!»7, Aktim dcr Oestrrr. Kr.dii-Anstalt 240 '/. -24N 7, ,, 3!. iDest. Hsfompt^Gef. 123 —,23 7i „ „ Vlldwelä-Li!iz-(Äüiuudncr- Ciftlldahn 233—235 „ Nlirobahu 18^ 7. ,, Siaatsciscl.l'.-Gesellschaft zu 500 Fr^.r.fs 2«2-2Ü2 7. « K.iiftliu-^lisadclh-Vahn zu 20-N»0 7.. „ „ ^iid'Nlirddeutschc Verbililuugsi!, !N!>—106 7. „ Xh.iß-V^hii ^ l<)0 7.-NW7. „ Lo>!il'..Vc„ct. Cisnibahn 249'/, 250 „ Kaistr Franz Ioftf Orimtbalni 193—193 7. „ Tli.stcr Lost , ,02 7,—ll)3 „ Dl,':iüll-Dampfschiffsaln'ts' Ofsellfsh^'t 560-582 dctto 13. Emission —----- „ des Lloyd ift3-4Ug ^, dsv Pcftl^r Kett.'üb.-Gcscllfch^il 70—72 „ Wiener Daiupfiu-Ocftllschasi ? 40 fi, Vcse 83—83 7, Windischgr^tz ., 2s 7, 2«'/. Wüldsteiii « 29 7,-29 <. K^lcvilb „ l4'/, 1ä Gci'.m ^ 40 4,) i/ St. GtnotS „ 37 »/^. 5^ >/ ^alffy „ ^9-3l<7^ lllarv ^ 38^-3^ Auzeige dcr hier angekv»«»n<.nen Fremden Dcii 10. Iu!> lsö?. H'.'. Ritter v. Francesconi, k. k. Hoflath, V^I, Wi.l,. — Hi. Nittcl' ». Gliolfiligei-, k. k. Oberst, ucn Gö:z. — H^. Prcyer, k. t. Haliptmaini, — H7, Bürki^aids, lind — Hr. Weiße, Medizin-Dokrors, und — Hr. Robinson, engl. R^ities, roii Wil'N. — Hr. Polli^r, Kaufiuaün, — Hr. Matz^l, Handels, li aiu,, — Hr. Casaua , sard. Prwaiier, lü,d — Hr. Weist, uiedcil, Kcllifn^im, von Tnest. — Fr. Gräfin Paiffl), oo„ Wiei,. Verzeichnis? der hier Verstorbenen. Dcn 3. Juli 1837. Dem Iakol' Demsthar, Vozehrlüigsstencr-Älif-sches, ftil. Kind Iohaini alt 13 Monate, in der St. Peters - Vorstadt Nr. 63, am Zehrfieber. Den 4. Dem Herrn Icchann Mcstl, k. k. Ober^ Konduktenr, sein Kilid Johanna alt 2'^ Iabr, m 0er Pola^a - Vorstadt Nr. 16. an d^l' skroflildse» Auszehrung. Den ii. Dem Josef Widmar, Beidwaschler. sein Kind Rudolf alt ^ Monate, u» der Stadt Nr. 2l, am Z^hrfieber -Dem Ioham, vaboda, Feuermain,, sein K«»d Iosesa alt 9 Monate. >„ der St. Peters-Vorstadt )ir. 33, an Fraiseu. Dei, 6. Maria Schüsiling, Magd, alt 37 Jahre, im Zivilspital Nr. l, au der Unterleibs - Tuberkulose. Den 7. Dem Josef Oblak. Taglohner. sein Ki"d Ichalill alt 4 Jahr und 1l Monate, in d,r Polana-Voistadt ?ir. 77, am Zelufteder. — Dem Mathälis Maulich, Eisenbadlischlosser, sein Kind MachäuS alt 11 Monate, in der St. Peters-Vorstadt Nr. 20, am Nilcktritt der Masern. — Dem Josef Meroer, SchueicergeseUe, sem Kind Josef alt ^2 Jahre, in der ^tadt Nr. 41, ail der Gehirn-lähnumg. Den 8. Dem Lukas Suppan, SchneidergeseU«, sein Kind Franziska alt 2 Monate, in der Krakau-Vorstadt ?tr. 23, aii der Gehimlahmmig. Z. lltt8. (l) Die erste Ausstellung des Pallvramas u,id oer Pariser St«^ reoskope im ständischen Theater bleibt nur noch Samstag und Sonntag den l2. und lä. l. M. Der Unternehmer beehrt sich zu dieser ersten Aufstellung das kunstiiebendc Publikum ergedenst einzuladen, Bekanntmachung. Ein redlicher Finder hat cme wetthvoUc Hand-Bracelette beim Gefertigten hinterlegt. Wer sich über ihrcn ehemaligen Besitz wird gehörig ausweisen können, kann sich darum anmelden. Anton Zigoy, Meßner bei ^t, Iatou in iiaidach. Z, l>5!,, (!) Lizitations - Ankündigung. Vn dem Endeögefett'gten n> lcco I.Ml^cicu Herrschaft ^ut)^cicn bei Warasti»er Töpliß ia Kroa: tlen werden am 19. und 20. Juli, und in Äalmk am 21. Inli d- I. anSa/zeichnete alte Weine rom Jahr« 1t^9, 1830, 1^34 und 1833, so wie anch ein bedeutil'deS Quantum neuen Welnes vom Jahre 183U Iijitaudo velkauft. Es beehrt sich daher d?r Endesgcfertigte aUe Weiuhäutler und Weinspekn^nten zu dieser ^izication, bei welcher er die annehmbarsten Bediugnisse stellen wird, emzuladeü. •Bon. Moos. Z. "ft?.' (,) M^ Für^aächstkommende Michael; sind sämmNtche Lokalttäten dcS Ga»l-oofes zuin „Löwen", Wlenerstraße, sowohl lin l. Stocke, wle edenerdlg als Wohnungen ln belledlger Anzahl von Zimmern vom Hauselgcnthümcr zu vergeben. 3? »'< »8. (3') Im Hause, viz-ä-viF der evangelischen Kirche Nr. 82, sind im ersten, nvelten und dntten Stocke gassenseitS, zu drei und vier Zimmer, sammt Zugehör für kommende Michaeli zu vergeben. Näheres zu ebener Erde daselbst. 7. Verzeichuiß der beim k. k. Landespräsidium eingegangenen Sammlungsbetra'ge für die 'Abgebrannten in Groß-Laschitz.' llebeitrac; auö dcnl 6. Verzeichnisse 396! 50 Vel >l, ltleIst des S t a d t n, a g i st r a t e ^ i! a ibclch: Herr Markus ^aurentschitsch . 2 fl, — kr. » Jakob Lcwoda . . . 2 » — ,^ « Johann Dininik . . . 2 » — » » Peter Wnincr . . . 2 » — „ » Jakob Terdina . - - 2 „ — » » Wölstins,...... 2 „ — » » I^sef Tscherne . . . 2 » — » ,> 'Mathias Hrlbar . . . 2 ,> — ,) » Ioles Schminc^shakel . 2 » — „ u F>an; Mansier . . - 2 » — .> ,) Baitelmä Sallocher . 2 „ — „ » Wilh^ln, R°st . . - l » 24 „ N. N......... 1 » 20 » Herr Weidlich..... l „ 30 » Fi^ii Nnprechc ..... l >, 20 » ^crr Anton Schrei . . . . l » — » » Fia,!z Pelle . . . . I „ — „ « M. Nanih . . . . l » — » „ V. S^.dr.ikcl . . . . l » — „ » Fr^nz Perl»>ß . . . l „ — >, Fran Theresia Sceiinnetz . . l » — „ He-r Karl LeZkooih - . - - l » — „ » ?lnton linger . . . . 1 ,> - „ » Ioscf Potolfchnig . . l » _^ » ^ral, Maiii^ Pongr.^ß . , . — »24 » Herr I^t'ob Mediz . . . . - » 30 . „ Philipp Menßinger . — >, 30 >> ,> Vinzenz Verhouscheg . — „ 30 » „ Fr.nz P°I,^ ....—» 32 » >, Strigel..... — « 30 ,) » Khein..... — »30 » „ Enlil Dzimsky . . . — >, 20 „ !8 Parteien a'is der Pfarre Maria Verkimoigmia. . « ., 2 >> N, ?i........ . 4 » 38 „ Ll — Voll, k. k. Be^'rkjanitc Wippach . . . >4l 48 „ ^, NaomannSdorf . 46 ? Herr Karl Fr^herr o. Schweiger . . 5 — Vom f. k. Bezirksamt« Umgebung L.nbach »4 3l » » " F'eist'itz . , . 6- H