Nr. 227. Donnerstag, 3. Oktober 1901. 126. Jahrgang. Mbacher Prä«lm.iati«nKprc^b: Äit '^ost ve r! e ndn >, « : .',iu.;,äl>lin 30 li, hai'Mi,« ib «, Im ltl»:m : kllnMtmg «2 X, ^'bjäblig li X. ssür die ^isll'liung in3 Haut gllnMhriy 2 ll. - Inserliun»sscbühr: ssür llciin' Iüscralc bil zu 4 feilen 50 li, ßre>>« per )!e> i bei ö??c>rc!i ^'cdcrhclmiq?:', ^cr ^eilc 8 d. Tie «Lmbacher Zeitung» erschein: täglick, nu «nKüahme brr Lc>nn« und ^cicltag». Die Nbminiftration befindet sich «ongiekplah Nr. ü, dir Medallion Valmolingasiü Nr. werdc» inchi e!i,,<„oiiim?i!, Vn',', rrip!c nichl zuriiclgestcllt. Amtlicher Heil. Auf Allerhöchste Allordnnng wird für lveilaild Seine kölligliche Hoheit F riedri ch W i I h e l nl Ludwig, Großhcrzog vou B a d e il, die Hoftrauer von Donnerstag, den!i. Oktober, angefangen durch zehn Tage ohne Abwechslung bis einschließlich 12. Oktober 1007 getragen. Der Justiz minister hat vorsetzt: den Landes-sterichtsrat und Bezirksgerichtsvorsteher Hugo (5 iscIe in Spittal nach Graz, die Bezirksrichtcr Albert F i s ch e r in Gmünd nach Spittal, Hubert Wagner in Tl. Biarein nach Tüffer sowie Dr. Anwn Herzog in Birkfeld nach Knittelfeld und die Gerichtsadjunkten Dr. Wendelin S w oboda in Leibnitz sowie Dr. Viktor Sackl in Frohnleiten nach Graz, Dr. Paul E l e m e n t sch i t sch in Pettan nach ^lageilfurt, Dr. Mirko Grasselti in Illyrisch-Feistt'itz sowie Dr. Milan Gersak m Nassenfuß nach Laibach, Dr. Gustav Lebzel-tern in Lcobcn nach Leibnitz und >tarl P a e u e r m Neuiuarkt nach Teutsch-Landsberg, dann: verliehen: dcni Gcrichtsadjnnkten des Ober-landc«gerichtsspre,lgels Graz Dr. Johann Am-Iachc r eine Gerichtsadinnktenstelle in Villach und ernannt: zu Landesgericht5räten die Gerichts-sekrctäre Johann E r h a r t i 5 in (5illi für Eilli und Franz Kncß in Klagenfurt für >llagenfuri, zu Landesgerichtsräten und Bezirksgerichtovor-stehern unter Velassung an ihren Tienstorten die Bezirksrichter Hermann 2 pitzer in Feldkirchen, Rudolf P e r s ch e in ^irknitz und Johann P o -gai: nik in Krainburg, zu Gerichtssekretärcn die Gerichtsadjunktcn: Dr. Robert Popelak in Graz für das Landesstcricht in Graz, Dr. Leon-hard Urschitz in Klagenftlrt und Dr. Johann Bayer in Greifeubura. fiir Klagenfurt, Dr. Hugo Forcher des Grazer Oberlandcsgcrichtsspreu-gels, in Dienstesverwendung bei der Statistischen Zentralkomnüssion, für das Landesgericht in Graz' zu Bezirksrichtern die Gerichtsadjnnkten: Franz Friedl in Nindischgraz für Rosegg, Dr. Rudolf Ulbri ch in Mureck für Iudenburg, Anton Äi l a - d i 5 in Adelsberg für St. Marein, Richard Puza in Deutsch-Landsberg für Gmünd und Dr. Gustav Poll at in Graz für Birkfeld; schließlich zn Ge-richtsaosnnkten die Ausknitanten: >iarl Iberer für den Graz, Georg von Sed l inayer-S eefeld für Mnreck, Oskar Eisenbcrg für Frohnleiten, Friedrich G reil für Neumarkt, Adolf Adla ß n i g für Voitsberg, Anton A v s e l.' für Adel^berg, Johann Hnttcr für Nassenfuß. Anton Zdol^ek für den Oberlandesgcricht^sprengel l^raz, Iohanll 6 ink o v i c für Illyrisch-Feistritz mit der Diensteszuweisung nach Obervellach uud Dr. Josef T rob -uitsch für Iirknitz. Den 1. Oltober 1807 wurde in der l. l. Hof' und Staats« druckerei das t^V. Stück deS Neichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem AmtSblatte zur «Wiener Zeitung» vom 1. Oltober 1907 (Nr. 226) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 82 «6eiiniuHi» vom 20. September 1907. Nr. 12 «?rücs» vom 24. September 1907. Nr. 9 «öliadö ?rou(Iiiä ^lorav»» vom 27. September 1907. Nr. 9 lonstantinopel zn unternehmenden Schritten keineswegs als entbehrlich ansieht. Richtig ist nur die Vermutung, daß diese Gutheißnng nnd Unterstützung nicht durch sachliche Konzessionen erkauft wurden. Politische Ueberlicht. * Laib ach, 2. Oktober. Die „Neue Freie Presse" erörtert die Chancen der bevorstehenden Bndapester A u Z glei ch s -v erh andInnge n nnd erklärt, daß sie zu einem wirklichen Ergebnisse uur dann führen können, wenn die ungarische Unabhänqigkeitspartei unter LeutUewn. Varka möchte schlafen. Von Anlo« öckov. Aus dem Russischen von M. v. Karlov. (Fortsetzung.) „Du redest dummes Zeug, wir werden dich schon kurieren!" „Wie es Ihnen beliebt, Euer Gnaden, wir danken Ihnen sehr, aber wir glauben, daß wenn der Tod kommt, nichts mehr zn machen ist." Der Doktor beobachtet Efim während einer Viertelstunde, steht dann ans und sagt: „Ich kann nichts tnll . . . Dn mnßt ills 5trankenhaus, du mußt operiert werden, dn mußt gleich hm — du mußt durchaus hill. — Es ist schon spät, im Krankenhaus schläft schon alles, aber das tut nichts. Ich gebe dir einen Zettel, hörst du?" „Aber Väterchen, wie soll er denn hinfahren," sagt Pelagje, „wir habeu sa kein Pferd." „Das macht nichts, ich werde, die Herrschaft fragen, sie werden dir schon ein Pferd gebeil." Der Doktor geht fori, das Licht geht aus, und wieder stöhnt der Kranke. „Vn — bu — bu." Nach eiuer Viertelst linde rollt ein Wageil vor die Izba. »Die Herrschaften schickeil den Wagen, nm dich nach dem Krankenhaus zu bringen . . ." Efim macht sich znrcchi und fährt . . . Nun ist es Ta^ — eiii schöner, heller Morgen . . . Pelagje ist »licht zn Hanse, sie ist ins Krankenhaus gegangen, nm sich zn erknndigcn, wie es Efim geht. Irgendwo weint ein Kind lind Varka hört, wie jemand mit ihrer eigenen Stimme singt: „Baju — bajnM — baju, schlaf ill guter Ruh . . ." Pelagje kommt nach Halls, sie schlägt das Kreuz uud sagt flüsternd: „In der Nacht haben sie ihn operiert nnd heute morgen hat er seine Seele ausgehaucht . . . Gott gebe ihm die ewige Rnh ... es war zu spät, sie haben gesagt, er hätte früher kommen follen." Varka geht in den Wald um dort zu weinen, aber plötzlich bekommt sie einen Schlag auf den Nacken, so daß sie mit der Stirn an die Birke anschlägt. Sie öffnet die Augen, und sieht den Schuhmacherineister vor sich. „Was soll das heißen, du Nichtsuutz?" sagt er, „das Kind weint nnd du schläfst." Er zerrt sie an den Ohren, daß sie schmerzen, sie hebt den Kopf ill die Hohe, schaukelt die Wiege uud si'uHt leise ihr Lied. Der grüne Fleck und der Schatten von der Hose nnd voll den Wickeln bewegen sich leise uud schwanken vor ihr hin und her und schläfern ihr Gehirn wieder ein. Wieder sieht sie die Ehaussee, bedeckt mit weichem Kot- Leute mit Rucksäcken alls den Rücken lind die Schatteil liegen auf der Ehaussee und schlafen fest. Bei ihrem Anblick möchte Varka auch so schrecklich gern schlafen. Sie würde sich mit Wonne niederlegen — aber ihre Mutter Pelagje geht neben ihr her nnd treibt sie an. Beide eilen in die Stadt, um eine Stellung zu suchen. „Um Ehristi Willeil", bettelt die Mntter die ihnen Begegnenden an, „Barmherzigkeit, ihr gnten Leute!" „Gib mir das.ttind her," antwortet einc ihr bekannte ^timme— „gib mir das Kind!" wiederholt dieselbe Stimme, diesmal aber heftig und bös. „schläfst du schou wieder, du Lnmpenmensch!" Varla springt verstört auf und indem fie um fich schant, versteht sie, nm was es sich handelt. Die Chaussee und die Leute darauf sind verschwunden; in der Mitte des Zimmers steht die Schnstersfran, die gekommen ist, nm ihrem Kinde trinken zn geben. Wahrend die dicke, breitschultrige Frau dem Kind die Brust gibt und es wiegt, steht Varka da lind wartet, bis sie fertig ist. Hinter den Fellstern graut schon der Morgen. Die Schatten und der grüne Fleck auf der Zimmerdecke werden zusehends blässer. Bald ist es Morgen. „Nimm das Kind," sagt die Fran, indem sie das Hemd zuknöpft. — „Es weint, jemand m»ß es mit dem bösen Blick angesehen haben." Varka nimmt das Kind, legt e5 in die Wiege und schaukelt es wieder. Der grüue Fleck nnd die Schatten verschwinden allmählich vollends und es ist nichts mehr da, was sich in ihren Kopf hineindrängen nnd ihv Gehirn einschläfern könnte. — Aber wie vorher, möchte sie schlafen — möchte schrecklich gern schlafen. Varka legt den Kopf anf den Rand der Wiege und sie läßt ihren stanzen Körper mitschaukeln, um den Schlaf zu vertreiben, aber die Augen fallen ihr fortwährend zu und der Kopf ist ihr schwer. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 227. 2110 3. Oktober 1907. 5cm starken Drucke der materiellen Bedürfnisse de5 Volkes nnd des Landes sich den äußerst mäßigen Forderungen Österreichs nicht mehr widersetzt. Nas geschehen kann, um ihr den weitereu Fortschritt auf dem Wege zur praktischen Politik )u erleichtern, uierde sicher nicht unterlassen werden. Aber der gänzliche Verzicht sei unmöglich- ohne Quote sei oer Ausgleich nicht zu haben. — Tie „Zeit" erklärt, von der Meldung über einen neuen, ungarischen Vorschlag in der Qnotenfrage, ausgehend, das; es nus nicht interessiere, ob Ungarn über die Quote verhandeln wolle, sondern welche Quolc Ungarn zahlen will. Wenn der nene Vorschlag darüber, befriedigenden Aufschluß gewährt, dann wird die kommende VerhanolungZwoche keine unfruchtbare sein. — Das „Vaterland" veröffentlicht Betrachtungen eines Herrenhausmitgliedes über die Nnsgleichsverhandlungen, in welchen dem Ergebnisse derselben nut großem Pessimismus ent" gegengesehen wird. „Wäre der Sinn nnd (^eist aller, die an dem Ailsgleichswerke mitwirken sollen, ehrlich und aufrichtig, nicht blos; auf kurz^ fristige, materielle Vorteile oder politische Velleitä-ten eines Teiles gerichtet-, wäre es allen Ernst damit, eine mitteleuropäische Monarchie lebensfähig zn erhalten, dann wäre uusere Besorgnis wahrlich höchst überflüssig. Allem wie die Dinge heute stehen, hat leider niemand so viel Grund zum Mißtranen wie die Anhänger dessen, was im, Jahre 18s)7 zwar nicht geschaffen, aber neu eingerichtet nnd feierlich bekräftigt worden ist." Die in Wien nnd Petersburg gleichlautend veröffeutlichten Kommuniques über die Natur der jüngsten in Wien zwischen den Ministern des Anßern der beiden E n t e n temä ch t e geführtel, Verhaudlungen rnfen in der Wiener Presse große Zustimmung hervor. Die „Neue Freie Presse" gibt der Pforte zu bede»ken, daß sie ihren Feinden einen Vorwand zu deren Aktionen entzieht, sobald sie durch Annahme der Iustizreform ihrem Iustizwesen anch bei den christlichen Untertanen das Ansehen der Unparteilichkeit verschafft, da.s ihm icht nnn einmal fehlt. Daß darüber geschwiegen wird, was im Falle einer Weigerung des Sultans zu geschehen hätte, ist nur ein Beweis des Taktes der Minister Izvolskij und Ährenthal nnd keineswegs ein Zeiche»:, daß sie sich nicht auch mit dieser Möglichkeit eingehend beschäftigt haben. Die Ententemächte haben sicherlich das ganze zivilisierte Enropa hinter sich, wenn sie fordern, daß von christlicher Seite die Greuel aufhören, die man in Mazedonien nationale Politik nennt. — Das „Neue Wiener Tagblatt" ruft den Banden zu: „Euer Beginnen nützt Ench nichts." Die Minister Nhren-thal nnd Izvolskij waren Mandatare der Mensch lichkeit, als sie ihre nicht, beifällig genug zu bea.ru ßenden Entschlüsse faßten. Es liegt im Interesse der Balkanstaaten und der Pforte, diese Entschlüsse nicht erst in ihrem ernsteren Charakter kennen zu lernen. Die Pforte sollte einsehen, daß die Fortsetzung der Neformaktion nur der in streng legiti-mistischem Sinne gewahrten Souveränität des Snltans zugute kommt, daß es ein falscher Kalkül wäre, auf einen Dissens der Mächte zu rechnen, nnd unbesonnene Täuschung in der Annahme läge, daß sich die Ententemächte in ihrem Werke dnrch irgendetwas könnten beirren oder aufhalten lassen. — Das „Fremdenblatt" führt aus, daß die Erklärungen, welche die Vertreter der Ententemächte den Negiernngen der Balkanstaateu zu übermitteln hatten, die Erwartnng zunichte machen, als ob die mit einer zivilisatorischen Aufgabe ersten Nan° ges betrauten Negierungen jemals der nationalen Gewalttat den nationalen Gewinn znr Prämie setzen würden. Das werde aufklärend nnd im höchsten Grade nützlich wirken. Das Blatt weist dar-anf hin, daß von der Verwirklichung dieser Erwartung nicht nur der ersprießliche Fortgang der bereits inaugurierten Reformen abhängt, sondern anch insbesondere die Wirknng jener Reform, zn deren Durchführung in der letzten Zeit ein wichtiger Schritt nnternommen worden ist: der Iustizreform, deren Annahme im eigensten Interesse der Pforte liegt. Wie das Neutersche Bureau aus Tokio meldet, begrüßt die japanische Presse das e n g l i s ch -russis ch e A bko m m e n als machtvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens, ^ie schätzt besonders die Tatsache, daß die Verantwortlichkeit Japans hinsichtlich der englisch-japanischen Allianz in dankenswerter Weise durch das englisch russische Abkommen verringert wird, weil es die Ruhe an der indischen Grenze sicherstellt. Die „Nichi-nichi" veröffentlicht ein Interview mit dein Grafen Qklima, wouach der letztere der Meinuug Ausdruck gegeben haben soll, es bestehe eine nicht veröffentlichte englisch-russische Verständigung in bezng ans die Balkanstaaten und Kleinasien, nnd hiedurch werden die Besorgnisse wegen Entstebens zukünftiger Verwicklungen noch mehr beseitigt. Tagesneuigleiten. — (B e h a n o l n n g d e 5 Krebse s m i t Elektrizitä t.) Wie die „Münchener Medizinische Wochenschrift" mitteilt, besprach Mr. Dr. Keating .Heart kürzlich in einer Sitzung der Pariser „Aca-d^mie de Modecinc" die Behandlung oes Karzinome mit Hochfi-equon; und hochgespannten Strömen. Diese Nehandlnngoart besteht darin, auf die bösartigen Tumore starke elektrische Ströme von hoher Spannung und holier Frequenz vermittelst eines, Resonator genannten, Apparates einwirken zn lassen. Die Erfolge find überraschend und bestehen: 1.) in Unterdrückung der Hämorrhagien nnd Schmerzen: 2.) in Stillstand oder Verminderung rm Wachstum der Tumoren, die zu tief oder schlecht sitzen: 3.) in Zerstörung des kranken Gewebes und 4.) in Elimination nnd Vcrnarbnng inoperabler und rasch wachsender Tumoren, wobei die Heilung bereits 11, 15 nnd IN Monate anhält. Tie Zeit allem wird lehren, ob es sich um Dauerheilungen handelt, aber immerhin sind die Resultate beachtenswert, da es sich um verzweifelte Fälle handelte. Pozzi kam, wie er in derselben Sitzung mitteilte, zu ähnlich günstigen Schlüssen wie Dr. Keating Heart; man besitze in, den Hochn-equeuzströmen ein physikalisches Mittel, das blut- und schmerzstillend wirkt, hochgradig destruie-rende Wirkung auf das kranke und vernarbende Gewebe besitzt und dessen Anwendung, anch abgesehen vou der Krebstherapie, in der Medizin glückliche Folgen haben könnte. — (Abenteuer eines Babys.) Aus London berichtet man dem „Vayr. kurier": Der englische Dampfer „Glencaii'n" scheiterte im Monat Juli während eines heftigen Sturmes am Kap Horn. Vei den Versuchen, ein Rettungsboot klar zu machen, wurden zwei Mann der Besatzung über Bord gespült und ertranken. Schliesslich gelang eo nach harter Arbeit da» Boot auszusetzen und mit der Bemannung nahm anch die Frau des Kapitäns mit ihrem sechzehn-monatlichen! Kinde in dem Boote Platz. Der Stnrm war aber so heftig, das; das Voot nicht landen konnte, sondern nach mehrstündiger Irrfahrt wieder zu dnn Schiffe zurückkehren mußte. Am nächsten Tage wurde das Voot wiederum ausgesetzt, und die ganze Mann» schaft nahm hierin Platz. Als letzter stand Kapitän Nickialls auf dem Hinterteil des Schiffes, mit seinem blinde in den Armen. Ta5 Voot wurde immer wieder von dem Wrack abgetrieben, so daß dem Ka» Pitän nichts weiter übrig blieb, als sein Kind mit einem kühneu Schwnng in die Arme eines Matrosen zu werfen, der es auch glücklich auffing und zu der Mmter auf den Bodcn deo Aooteo legte. Nach vielen vergeblichen Versuchen gelang es endlich, das Boot nochmals so weit in die Nähe des gescheiterten Schiffes zu bringe»,, daß der Kapitän auch noch geborgen werden konnte. Nach vielen Bein ülmn gen erreichten die Schiffbrüchigen cudlich die Kiiste Feuerlauds, w«.< sie von Indinnern freundlich aufgenommen und in ein primitives Lager geleitet wurden. Das Baby wurde hier wie die Indianerkinder in Felle gekleidet und anch die Mutter nahm die indianischen Sitten insofern au, als sie ihr Kind in einem Bündel ans dem Nucken trug. Nach einer längeren abenteuer,' licheu Neise über Land erreichten die Schiffbrüchigen oac- Hmis eines Missionärs, der sie zn dem 60 Meilen entfernten Nio Grande brachte. Von hier cius kamen sie schließlich nach Puuta Arenas, von wo cms sie die Heimreise nach England mit dem Dampfer „Outa" antraten. Vor wenigen Tagen haben sie, von den ausgestandenen Strapazen ziemlich el-schöpft, aber soust wohlbehalten, ihr Heimatland wieder erreicht. Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Oslar Höcker. (83. Fortsetzung.) (Nachdruck Verbote».) Dreizehntes Kapitel. Das war diesmal ein trübseliges Weihnachtsfest auf dem Eckharotschen Gute, Die Gutsnachbarn und Stadtlxnmten dor frei-herrlichcn Familie hatten bestimmt erwartet, daß unter brennendem Lichterbaum Liddi von Eckharde Verlobung mit ihrem Vetter stattfinden loerde. Aber es gab eine grosse Enttäuschung. Die früher so heitere, herzensfröhliche junge Daime hatte sich das Schictsal ihrer Freundin Martha Spener derart zn .Herzen genommen, das; sie erklärte, da,s Fest der Freude, das in den früheren Jahren stets einen großen Kreis lieber Gäste auf deM Gute vereinigt hatte, heuer überhaupt nicht begegn zu Wolleu. Es war allgemein aufgefallen, das; selbst Botha von Eckhardt an keinem der Feiertage bei seinen Ver» wandten zu Gast weilte. Man munkelte schon, daß das Verlöbnis, zu dem der alte Fl^ihcrr so wie so nur unlustig seine Zustimmung gegeben, hatte, nun überhaupt nicht zustande kommen werde. Liddi war wie ausgewechselt. Sie lachte und sang nicht mehr, sie saß von früh bis spät mit Martha Spener zusammen, so lange diese sich überhaupt auf deni Gute hatte halten lassen, und muh nach deren Abreise war sie kopfhängerisch und trüb gestimmt, Marthas Schilderungen lvaren ihr so nahe gc-gangen, alö ob es sich um eigene Erlebnisse handelte. Jetzt, wo Marthas ergreifende Beteuerungen sie allmählich selbst all, die Schuldlosigkcit des unglücklichen Flücht-lnms «lcnckon maMeiv, entstand in ihr ein tiefer GroU a«8ni den Ankläger und Verfolger des Bräuti-ssamH ihrer Fvc-uutnn Es kam im Schlosse der Familie — zwischen Vater und Tochter - hernach noch öfters zu bitteren Auseinandersetzungen. „Tu treibst Gefiihlspolitik, liebste Qiddi," sagte der alte Freiherr verstimmt zn ihr, „du sowohl als Fräulein Spener. Sein Mitleid wird niemand, der ein biszcheu Herz im Leibe hat, dem armen Fräulein versagen und schließlich auch dem Brake nicht, der doch nur in der Leidenschaft, in der Überhitzung, Überreizung seine/r Nerven die sckxmerliche Tat be-gangen haben mag,; aber auf seine treuherzigen Worte, hin, blos; wegen seiner schönen Augen, diese Anklage plötzlich fallen zu lassen, na, das kannst du doch schließlich von einem pflichtbewußten deutschen Nichter nicht erlangen. Wo ist der Beweis, daß er der Täter nicht gewesen ist, he? Hat sich irgend etwas dadurch, daß er seine Unschuld bnteuert, geändert?" „Und welchen Beweis l>at das Gericht denn für seine Schuld?" entgtignete Liddi. „Ei, mau wird den Indizienbeweis führen. Es ist erwiesen, da>ß Brake mit dein Russen allein in der Wohnung war, von abends um elf bis morgens um sechs Uhr. Niemand hat während dieser Zeit die Zimmer betreten. Brake bat nach der Tat in, raffinierter Weise seine Spuren zu verwischen gesucht . . ." „Man kennt doch jetzt den Grund seiner Flucht, Papa!" Der alte Freiherr zuckte die Achseln. „Er hat ja Zeit genug gehnbt, sich eine halbwegs glaubhafte Erklärung zurechtzulegen." „Papa. du glaubst wirklich . . . Ach, ich bin so unglücklich, ich kaun dies nicht scegen. Botho ist mir jetzt geradcHU unausstehlich." „Na ja, das ist eben diese romantische Übertreibung des Mitgefühls vou euch Frauenzinnnerchen. Botho hat es eine l)eillose Überwindung gekostet. in dieser schauerlichen Angelegenheit nur als Mann der Pflicht zn handeln. Er hat mir Geständnisse gc-macht, die ich dir gar nicht erst erzählen will." „Er kann in meinen Augen nur gewinnen, wenn er einsieht, daß sein Amt nur das schrecklichste ist, das e5 überhaupt gibt. Anch bei dem Prozeß damals vor zwei Jahren, als sie den armen Forstgehilfen für schnldig erklärten, seinen Vorgesetzten cms dein Hin-terhalt niedergeschossen zu haben." „Sprich mir nicht von all den Mord- und Tot-schlaggeschichten/' fiel Eckhardt erregt ein, „es ist überhaupt gar nicht nach meinem Geschmack, daß du derlei Verhandlungen verfolgst." „Ja, Papa, damals sagtest du auch zu mir: Der Indizienbeweis ist geliefert, es gibt kein Zweifel mehr an der Schuld von dein jungen Menschen. Er ward zum Tode verurteilt: der Großherzog hat, Gott Lob und Dank, Gnade walten lassen und die Strafe in lebenslänglichen Kerker verwandelt, aber wäre das erste Urteil vollstreckt worden, so hätte man einen Justizmord begangen, wie sr nicht furchtbarer zu den« ken ist." Der alte Freiherr wich gequält aus: „Gott. daZ war eil: trauriger Ansunhnu'fall." „Ja. aber hätte der Wilddieb sich schließlich, als der Unschuldige schon Monate der unverdienten Strafe abgebüßt hatte, nicht selbst gestellt, so daß das Verfahret, wieder aufgenommen und der arme, Forst-gehilfe in Freiheit gefetzt werden mußte^dann hätte Euer Indizienbeweis damals doch den Sieg davongetragen. Nein. mir graut davor, wenn ich mir vor« stelle,' Johannes Brake sollte vor dieselben Nichter ge-stellt werden." „Es sind ernste, uu tadelhafte. Manner." „3lber sie sind Menschen und irren wie Men-schen." Laibachcr Zeitung Nr. 227. ____________2111________________________________________________3. Oktober 1907. LolaI- und Prouinzial-Nachrichten. ! — (Hochsch u ln ach r ich t.) Seine Majestät der Kaiser hat den Privatdozenten an der Universität in Wien Dr. Josef Plemelj zum außerordentlichen Professor der Matheinatik an der Universität in Czernowitz ernannt. * (Städtische h ö h e r e M ä d ch e n s ch u I e in Laib ach.) Seine Erzellenz der Herr Minister für Kultus und Unterricht hat dem Professor am hiesigen II. Staatsgymnasium Herrn Dr. Laurenz Požar behnfs Leitung der hiesigen städtischen höhe ren Mädcheilfchule einen Urlaub fiir die Taner do Schuljahrs 1907/1908 bewilligt. —i-. " (Au 5 dem Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Nadmannsdorf hat die absolvierte Lehranitskandidatin Frl. Marie Zhorsky Edle von Zhor/. e zur provisorischen Lehrerin an der zweiklassigen Volksschule in Lengenfeld emannt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Littai. hat den Aus-Hilfslehrer Herrn Franz Hladnik zuin Tupplen-ten an der sünfllassigen Volksschule in Tagor bestellt. —r. * (S taat s su b ve n t, o n.) Seine Erzellenz der Herr Ackerbauminister hat der Vichzuchtgcnosscn-schaft in Selzach für die am 4. d. M. geplante Ninderprämiierung einen Staatsbeitrag von 5 Telegraphendirettiou in Triest hat mit l. Oktober l. I. die Führung der Postablage in Hinnach, Ge-incinde Seisenberg, an Matthäus ^kusca überlrag^'n. H. — er Zuschauer hatte soviel Geistesgegenwart, in die knapp an der Unglücksstätte gelegene elektrische Umschaltestation zu eilen nnd den elektrischen Strom ausschalten zu lassen, wodurch alle auf der Strecke befindlichen Wagen der elektrischen Straßenbahn zum Stillstande gebracht wurden. Nun erst konnte man dem bereits Halbbewnßtlosen die erste Hilfe reichen. Nacb der Ausfchalmng des elektrischen Stromes wurde der Montour von einem Kollegen erfaßt und langsam zu Boden befördert, wo er sich in Kürze znsel>cnds erholte. Er nahm leinen anderen sichtbaren Schaden als an den beiden Handflächen, die schlver verbrannt waren. ke—. — (Ein schwerer U n g I ü cks f a l l,) der ein Menschenleben forderte, ereignete sich am 28. v. M. ans der Dampfsäge in Horuwald. Der 20 Jahre alte Zirtulargehilfe Imbro Medlar ans Lobor in Kroatien wurde, als er die Trausmissionswelle an einer Stelle, wo keine Überbrückung vorhanden war, überschreiten wollte, von der Welle! erfaßt nnd sofort ge> tötet. Außerdem wnrde ihm das linke Bein vom Rumpfe getrennt. Die verstümmelte. Leiche wurde vollkommen entkleidet aufgefunden; sämtliche Kleider waren auf der Transmissionswelle aufgewickelt. II. — (Ein tödlicher Sturz von der Leiter.) Am 29. v. M. war d^r Krnnichführer der Fabrik Sava in Overtrain, Johann Merlat, mit dem Neinigen der in der mechanischen Werfstätte befindlichen elektrischen Leitung beschäftigt. Gegen 5,i/> Uhr abends kam der die Feuerwache haltende Lorenz Rnvnik in diese Werkstätte und den Merlak auf einer Leiter bei 5 bis 8 Meter hoch stehen. Am 30. v. M. um l> Uhr früh tan, der Fabriks-arbeiter Valentin Klammik in die Werkstätte nnd fand den Merlat in einer Ecke bei einer Bohrmaschine auf dem Bauche, in einer Blutlache liegend, tot auf. Merlak dürfte von der Leiter gestürzt sein. wobei er sich erschlng. —I. — (Ein Kind ertrunken.) Der Ziegel. arbeitersgattin Lucia Spizzo verschwand am 30. Scp° tember vormittags ihr dreijähriges Söhnchen aus der Küche des Ziegetofenbefitzers Angelo Asta in Traga bei Brnnndorf. Nachmittags wnrde der Knabe hinter dem Hanse des Ajta in der Spülwnssergrube tot mrf» gefunden. —I. — (Einen Wolf erlegt.) Der gräflich Lanthierische Forstwart Matthias Weithauscr erlegte Sonntag im gräflichen Walde Neuwelt bei Hoteder-schitz 'einen 56 Kilogramm schweren Wolf. Er war ein Männchen nnd hatte im Magen noch unverdautes Rehwild. —l,. * (Eine aufgefundene Leiche.) Am 22. v. M. wurde in Finme die Leiche einer 50- bi's Mjährigen, gut gekleideten Frauensperson mit kastanienbraunen, etwas graumelierten Haaren, mehreren Warzen im Gesichte nnd mit falschen Zähnen ans» gefunden. Das Hemd de.r Ertrunkenen war mit denn Buchstaben I. C. und mit einer Adelskrone gezeichnet. Vchuf-o Feststellung der Identität dieser Person ist deren Photographie im Fenster der Zcntralwachtstube ausgestellt. * (Altwill er sein.) Vorgestern wollte der militärpflichtige, nach Littai zuständige Arbeiter Franz Arh mit dem Passe seines 54jährigen Onkels nach Nnerifn abreisen, wurde aber ans dem Tüdbahnhofe von dem diensthabenden Obcrwachmann Vei-eriu daran gehindert nnd verhaftet. „Nach deinem Geschmack sollte es also gar nicht die Einrichtung des Ttaatsanwalts geben, wie? .Kein Verbrechen sollte verfolgt nnd gesühnt werden, was?" Liddi senfzbc auf. „Dieses grausame Amt muß ja wohl cristieren. Abor wenn Botho diesen Beruf zu seiner Lebensaufgabe machen wollte — Papa, du weißt, wie ich früher gebctrn hatte, uns zusammen zu geben, aber jetzt ..." Schaudernd brach sie ab. Der Freiherr blickte sie forschend an. „Es trennt dich noch etwas anderes von Votyo, incinKind, wie? Sei ehrlich gegen mich. Tu sprichst so, als ob — als ob du ihu haßtest?!" „Ich hasse ihn nicht. Ich weiß sogar, daß Mi ihn innig ll'e-ben könnte. Aber sein Amt hasse ,ch. feinen Beruf. ^, ,, „Deswegen weil er seine Pflicht in diesen, Falle Vasilijev getan hat?" „Ja, hauptsächlich deotvegen. Ich glaube ebemo felsenfest als wie Martha an Brakes Schnldlostgkeit. Ich finde es entsetzlich, das^ der Mann, dem ineme Liebe gehören sollte, sich zu seinem -- Henker "acht „Ei. potzblitz, wie kannst du ein solches Wort in den Mund nehmen?" veNvies der Freiherr. „Em treuer Diener der Staatsordnuug . . ." „Auch der Henker übt sein Amt anf holM-en Befehl und rechtmäßig aus!" „Ach, du redest, wie du's verstehst." Liddi blickte hilflos durchs Fenster in die starre Winterlandschast hinaus. ..Gewiß, Papa," sagte sie leise nud unbekümmert, „ich verstehe es aber nnn doch nicht anders!" Der Freiherr ging ungeduldig auf und nieder. „Weiberlogik!" brummte er vor sich hin. Dann ver lies; er das Zinnner. Als er Geschäfte halber wenige Tage fpäter nach der badischen Residenz reisen mußte und seinen Neswi bei dieser Gelegenheit aufsuchte, verschwieg er ihm den Inhalt seiner Debatten mit Liddi nicht. Eckhardt fühlte sich recht unglücklich. Er gestaud dem Oheim auch ganz offen, daß er selbst schon längst nicht mehr die volle Befriedigung an seinem Beruf fand. In früheren Fällen, fremden Angekla« ten gegenüber, war es ihm lediglich darauf angekommen, feine Arbeit vom juristischen Standpunkt aus völlig korrekt nnd schneidig auszuführen. Hier, wo die grausame Pflicht ihn gezwungen hatte, geMn einen Menfckien einzuschreiten, den er persönlich kannte, den er sogar hoch geschätzt hatte, sah er sich iii einem schweren inneren Konflikt. Nr hatte feinen Vorgesetzten sogleich, nachdm, er von, Gute seines Oheims zurückgekehrt war, in der Erinnerung an Marthas Verzweiflungsausbruch, cm die heftige Debatte mit Liddi, inständig gebeten, ihm eine weitere Bearbeitnng des „Falles Vasilijev" abzunehmen. Doktor Dielstädter hatte das bisher gesammelte Aktenmaterial zur Vervollständiguna, der Akten daher an den Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Wischhausen, übertragen. Und der innge Freiherr hatte mit dem unglücklichen Johannes Brate seitdem uichts mehr zu tun. Aber sein Beruf gewährte ihm überhaupt kein? Befriedigung mehr. Nach einigen Wochen, während deren zwifchen Botho von Eckhardt und dem Gnw seines Oheims nnr ein ganz spärlick^r Verkehr bestanden hatte, erfuhr der alte Freiherr plötzlich, daß fein Neffe einen längeren Urlaub beantragt nnd anch bewilligt erhalten hatte. Er schrieb an ihn nnd bat ihn um Auskunft dar» über. Der ehemalige Stantsainoaltstellvertreter antwortete kurz: die Art seiner Verwendung im juri» stischen Dienst behage ihm nicht und er müsse über sich und seine Intimst znnächst einmal mit sich selbst klar werden. Dazu brauchte er aber Ruhe und Sammlung. Dieses Antwortschreiben bedeutete für Liddi gewissermaßen einen Trinmph. Sie änderte ihr Wesen aber anch jetzt noch nicht. Das Unglück ihrer Irenw dil, Martha, die nach vielen vergeblichen Fahrten zum Staatsanwnlt, nach aufregenden, nervenerschütternden Besuchen im Untersuchungsgefängnis endlich nach Genf zn ihrem Bruder znrückgekchrt lvar, beschäftigte sie unausgesetü. Sie standen in lebhaftein Briefwechsel. Der ersten wilden Verzweiflung Marthas war eine dumpfe Resignation gefolgt. „Nur cin Wunder taun Jobannes retten!" Das war ihre schließlich^ Überzeugung. Das tragische Enoe Vasilijevs hatte dem Kranken nicht länger verheimlicht werden können. Justus hatte nicht abgelassen, nach seineu, Freunde zu fragen. Es lag etwas wie lindischer Trotz in seiner Zähigkeit, immer wieder das Gespräch alls Vafiliiev zn bringen, vielleicht gerade deshalb, weil er merkte, wie quälend das Thema für seine Schwester war. Da hatte Martba dann endlich, nach Rücksprache mit Dr. Marbieu, dein Krankn, verraten, daß Gl> briei Vasilijev nicht mehr nnter den Lebenden weilte. Ein Blutsturz habe ihn anfs Srechbett geworfen, nach kurzem Leiden sei er gestorben und in Karlsbad beigesetzt worden, (Fortsetzung folgt.) ^aibacher Zeitnnq Nr. 227. 2112 3. Oktober l^)7. — (K. t'. P o st s p arka s se.) Ini Monate Sev-benibcr betrugen in Krain die Einlagen im ^par-verkehre 80. IM K 3 u, iin Scheckverkehre 0.088.212 1< 92 Ii, die Rückzahlungen im Sparverkehre 84.30? X 68 ll, im Scheckvertehre 3,237..845 Iv 14 Ii. — (Wocheumartt in Laibach.) Auf den gestrigen Wocl^enmarkt wurden 7t)3 Pferde und Ochsen sowie 235 Kühe und Kälber, zusammen daher 938 Stück, aufgctrieben. Der Handel mit Nindvieh gestaltete sich mittelgut, jener mit Pferden gut. — (Die Laib acher Verein Zkapellc) veranstaltet heute ein Mitgliederkonzert im Hotel „Ilirija". Eintritt für Mitglieder frei, für Nicht-Mitglieder 40 1». Anfang um halb 8 Uhr abends. * (Verloren) wurde eine lange silberne Halskette, oin braunes Geldtäschchen mit 53 lv, eine silberne Halskette mit 8 Anhängseln, eine Zwanzig-rronen-Note, ein braunes Handtäschchen, darin ein grünes Geldtäschchen mit 6 K, sowie ein Gebetbuch ünit einer Fünfkronen°Note. * (Gefunden) wurde cm Zwanzigtroiren-Goldstück, eine Männerhose, und ein Zwicker. * (Ein gefuudener Zwicker) wurde beim Gemeindeamte in Uuter-8i«ka deponiert. Theater, Bunst und Literatur. * * (Deutsche Bühne.) Mit Shakespeares „Sommernachtstranm" eröffnete gestern die Teutsche Bühne ihre Spielzeit, mit jenein, köstlichen Stücke, das, aus altem Sagenstoffe gewebt, bei aller Bunt-heit und Üppigkeit der Phantasie nirgends die innere Einheit vermissen läßt. Wie wunderbar wußte der Dichter Poesie, Ideales, Symbolischem, Phantastischem mit dem Volkstümlichen mengen, in die Tiefen der menschlichen Natur zu steigen und ein eigenartiges Meisterwerk zu schaffen, das, dank der kongenialen Musik Mendelssohns, eines der volkstümlichsten BnhneMverke des große>l britischen Dichters sseworden ist. Der „Eommernachtotraum" ist eine Schöpfung des Dichters der Hochrenaissance, über welche der heitere Ton antiker Märchenpracht liegt, ohne die Fühlung mit der lebendig pulsierenden Wirklichkeit zu verlieren. Willig folgt der Zuschauer dem Dichter in, den Märchenwald, der von altersher die Heimstätte der Poesie gewesen ist, um so williger, als die feine, geistreiche Musik Mendelssohns die Vermittlerrolle zwischen Oberon und Zettel, zwischen Foerei und Nüppelhaftigkeit so reizvoll spielt. Was könnte noch über die wunderholde Ouvertüre, gesagt werden: „über sie liegt" — wie Robert Schumann sinnig bemerkt — „die Blüte der Jugend ausge» Mse-n, wie kaum über ein anderes Werk des Kom-» ponisten: der fertige Meister tat in glücklichster Minute, seinen ersten Flug. Das ist ein Necken und Scherzen in den Instrumenten als hörte man die Elfen selbst!" Süßer und anmutiger ward wohl kaum der Waldeszauber in Tönen gedichtet nnd welch kost' licher Humor strömt aus den charakteristischen Musiknummern! Die Zurechtstutzung von Shakespeares Schauspielen für die Bühne hat Grillparzer in seinen Studien zur englischen Literatnr trefflich charakterisiert, indem er schrieb: „Unsere TlMter-Entrepreneurs machen es mit den Schauspielen, wie der bekannte Räuber Prokrustes mit den Reisenden. SW l>abeu ein enges Bette, in dies legen sie jedes Stück nnd wav zu groß ist und nicht hineinpaßt, wird zu beiden Enden abgeschnitten. Daher sehen wir Shakespeare so oft aus unsere,: Theatern lahm und ohne! Kopf," Die Schwierigkeiten einer Inszenesetzung des „Som» mrrnachtstraum" sind nun gewiß nicht zu verkennen und man kann Provinzaufführungen die Anerkennung nicht versagen, wenn der Kern der Dichtung mit den wichtigsten Szenen erhalten bleibt, die Schönheit der Verse,, der Zusammenhang der Sprache nicht bis zur Sinnlosigkeit verstümmelt, der Gang der leidenschaftlich erregten, verwirrten Handlung nicht durch, Ncgieversto'ße gehemmt wird. „Der Sommer-nachtZtraum" stellt in bezug cmf Ausstattung, Deko-rcrtionen und Maschinerien Ansprüche, denen aus einer Provinzbühne nur in bescheidenem Maße entsprochen werden kann nnd man muß sich angesichts der zu überwindenden Inszenierungsschlmerigkeiten zufriedengeben, wenn der Einbildungskraft des Zu-schcmers nicht allzuviel zugemutet wird. Das war Heftern nicht der Fall: der szenische Nahmen war hübsch und ansprechend und Herr Weihmüller bewährte sich wieder als verständiger, umsichtiger Regisseur, oem vs trotz gewaltiger Striche glückte, beu Zusammenhang der Handlung zu erhalten. Die Ausführung hatte Tempo und Stimmung, jedoch kön° ncn wir uns auf eine Besprechung der einzelnem Lnsrunam» nicht cinlchson. es sind ihrer zu viele und MießUch läßt sich ein «bschließcndoZ Urteil tncht fällen. Das antike Gewand deckt manche Mängel, dio in der nüchternen Luft des moderneu Stückes lveil empfindlicher zutage treteu. Über oa5 Mittelmaß scheint kein Darsteller hervorzuragen, jedoch sinkt auch keine Leistung unter dasselbe. Theseus und Hippolita bewegten sich in seliger Reife auf den Höhen, der Vernunft, nur schien Theseus (Herr Werner-Eigen) nicht immer rollenfest zu sein. Die beiden Liebespaare wurden durch die Damen Allere nnd Heinrich sowie die Herren Bollmann und B e r g recht sympathisch dargestellt. Für den Oberon erscheint die äußere Erscheinung, Sprache und Organ von Fräulein Kunst-Günther zu heroinenhafl und spröde- Fräulein Richard gestaltete die Ti° tania in gewinnender Weise. Fräuleiu Wipp rich war als Elfenkobold Trol von lustiger, übermütiger Beweglichkeit und Geschmeidigkeit, nur scheint die junge Dame die akustischen Verhältnisse des Hauses zu unterschätzen, denn sie überschrie sich, wodurch auch die Verständlichkeit litt, Herr Walter charakterisierte den Zettel mit wirksamer Komik; ebenso hatten die Herren Steiner, Redl, Weißmüller nnd M a h r die Lacher für sich und daher gewonnenes Spiel. Bezüglich der Deklamation und Sprachweisc sei noch bemerkt: Wa5 nickt alltäglich-natürlich ist, kann auch nicht alltäglich-natürlich gesprochen werden und der Schauspieler, der es unternimmt, der in Worte übersetzten, überströmenden Empfindung mit anderowo gebotener Natürlichkeit beizukommen, unternimmt etwas in sich UnmögliäM. — Die feine, geistvolle Musik wurde vou dem wackeren Orchester mit Rücksicht darauf, daß nur eine Probe zur Vorbereitung genügen mußte, und die Streicher namentlich für die heikle Ouvertüre zu schwach besetzt sind, anerkennenswert gebracht. Herr Kapellmeister Schmidt bekundete vielen Eifer und Fleiß, dirigierte jedoch manchmal zu opcrettenhaft-saloftp. Von den Chören wurde nur das bekannte „Eia popeia" brav ausgeführt. Shakespeare hat wieder seine große Wirkung geübt. Dao Haus lvar sehr gut besucht uud jedem Akte folgte großer Beifall. — (Konzert Iaroslav Kocian.) Im großen Saale des Hotels „Union" absolvierte gestern abend der Violinvirtuose Iaroslav Kocian in Gemeinschaft mit dein Pianisten Franz Veselsky ein Konzert mit reichem Programme, dessen einzelne Nummern von der in sehr ansehnlicher Zahl erschienenen Zuhörerschaft mit stürmischein Veifalle, aus» genominen wurden. Den Noginn des Konzerte) oil-dete ('a,jkov5kij5 Violinkonzert, worin Herr Kocian seinen Ruf al5 Virtuose durch seine immense Technik glänzend rechtfertigte und worin namentlich die große Kadenz eine prachtvolle Wiedergab erfuhr. Die wei-tel-en Violiunummern bestanden bis auf AmbrosioZ „Berceuse" und Wieniawski? „Zweite Polonaise" aus Konipositionen des Künstlers selbst. Sie errangen das Wohlgefallen ded Publikums in hohem Moße, wie der ihnen zuteil gewordene tosende Bei-fall dartat, und hatwn einige Zugaben, darunter Nacho „Air", zur Folge. Sie lassen sich dankbar spielen und sind, obschon nicU frei vou fremden Einschlägen, nette Sächelcheii, allerdings ohne Anspruch auf absoluten Knnstwert. Daher glauben wir, daß sich das KonM'tprogramm doch um einige Gedanken anders hätte zusammensetzen lassen können, zumal auch der Pianist, Herr Veselsky, nebst Neüveras anmutiger „Serenade" und Dvoraks neckischer „Humoreske" zwei seiner eigenen Kompositionen zum Vortrage brachte. — Herr Kocian ist ein Meister seines Instrumente?' und versteht Technik und Empfindung glücklich zu vereinigen, aus welchem Grunde ihm unter den Geigern der Gegenwart ohne Zweifel eine achtunggebietende Stellung zukommt; .Herr Vesclsky verfügt gleichfallo über eine brillante Technik, wobei insbesondere sein kraftvoller Anschlag besticht. Von Geist zeugte die Wiedergabe der Phan-tasiy über böhmische Volkslieder; die anderen Vor» tragsnummern waren zu klein, um in dieser Hinsicht ein abschließendes Urteil zuzulassen. — (Aus der deutschen Thoater-kanzlei.) Wohl das literarisch bedeutendste Werk der letzten Theaterspielzeit, „Der Dieb", ein Stück von Henry Bernstein, gelangt Samstag, den 5. d. M., im Landestheater zur Erstaufführung. Die Haiupt-rollen befinden sich in den Händen der Damen Kun st°G ünther und Mann jung sowie dor Herren Weißmüller, Voll m ann, Werner< Eige n und Vastars. — Fiir Montag werden die Operettenncuheit „Wien bei Nacht" und das Drama „Am Telephon" vorbereitet. Illusion gaor«. in der Zonrkirohe. Freitag den 4. Oktober zum Allerhöchsten Namensfestc Seiner Majestät des Kaifers um 10 Uhr Pontifikalamt (heil. Franz Seraf): Hli».^ in Il<»u<>i'<'in N. HI. V. Iiuilnl<-ulilt,ii^ mit Instrumentalbegleitung von Anton Focrster, Graduate ()8 i'u8ti von Ferdinand Schaller, Offertorium V Pulver» als eines altbewährten Hausmittels von den Magen kräftigender und die Verdanungstätigleit nachhaltig steigernder Wirkung. Eine Schachtel lv 2. — Täglicher Versand gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. Moll, l. u. l. Hoflieferant, Wieu, !., Tuchlaubeu 9, In den Apotheken der Provinz ver« lange man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutz» marke uud Unterschrift. (2457) 6 Ein öffentlicher Vortrag flier „Die so wenig; erkaunte Liebe Gottes" wird heute und morgen abends um 8 Uhr im Saale „Zum Krebsen", Krakauerdainm «Nr. 4, stattfinden. Prediger Klein wird deutsch, der Unterzeichnete slove-nisch sprechen. Eintritt frei. Anton Chraska. (4030) 2—2 NßlM lles !i. ll. II. LßlI8s8l8t3li8!lgst8sl. Maßstab 1.- 75.000. Preis per Blatt 1 X in Taschenformat auf Leinwand gespannt 1 X 80 I». Iz. ll. Aeinmyl i W. 8MeO Alhhllnllllllz in Acribacb. ------------------------------------------------------- Danksagung. Im tiefsten Schmerze über den herben Verlust ! meiner innigstgcliebtcn Gattin l Fanny Lenz ^ spreche ich im eigenen und im Namen meiner Kinder allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die so wohltueude Teilnahme während der Krankheit und anläßlich des Hinscheidens sowie für die prachtvollen Kranzspenden und die ehrende Begleitnng zur letzten Ruhestätte der teureu Dahin, geschiedenen meinen Herzlichsien und wärmsten Dank ans. Laib ach, am 3. Oktober 1907. s Josef Leuz. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^g^fcc^ Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach I FfauK-JfoHef- '^^SPjBr*' £* * *- » s « « Mr. 9. I Aktienknpltul Iv 120,000.000- ^^^ Kewervefond ü 63,000,000- (17t3) I Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Kurse an der Wiener Korse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 2. Oktober 1W7. V 9«^, bett« (Iün.-Iuli) per K«sse «L xc» S6 ^o 4^»/, «. W. Noten Febr..«lug,) per Kasse......S» 2< 08 4> 4 2«/„ 0. W, Silber (April'Olt.) p« Kasse....., 98 »' 98 fts, '»»«0« Etaatllost bO« sl. 4"/^i^'l>0ld1 Hü 4««0er ,. 100 fl. 4°/^0U - i^3- ^864 er ,, ioo N. . ..»4« ^53-»»«er „ 50 N. . .zl , per »asse ... 4°/n lib L>> ,,>z 4^ «fterr. Rente in Kionenlv. stfr., K-,. per Kosse, . . 4°/„ ss 4« W sc oetto per Ultimo . . 4«/« »«5 yz 70 vft- 3nveftitwn»..«ente, ftfr.^ »l. per Kosse . 3'/,°/» 86-30 5S-t>« Hll labelhbahn in V., steuerfrei, zu 10,000 fl. . . . 4°/„ — - —-. gran, Iosef-Vahn in Lilber <°iv. Tl.) . . . b>/.°/«!l»8c l«o«i< «al. Karl Lubwig-Bahn (div, Stücle) Kronen , . 4°/^ »z «« l6 «c Silldolsbahn in «ronenwährung, fteuerfr. (biv. Et.) . 4°/„ »ü «o « s, «orarlberzer «ahn, steuerfrei, 400 Kronen . . . 4°/, 35-70 W?u Z« »»»«t,lch»l»»»,s nol»»en« Eistnb2hN'Prl«rttitl»' Obligation«». ÄSHm. »3eftb«hn. Km. 18S5. 40« Kronen 4°/». . . , 9s es u? « «lili-bethbahn ß«0 und «000 M. 4 ai <«°/u......»I»».- «14 2b Vli,abethbahn 400 und «00« M. 4°/„........ll4- llb- Zlllnz Josef'Bahn Tm. 1»»4 (div. Et.) Nilb. 4°/, . . 9? «> ?8'S« Galizlsch« Karl Ludwig«Vahn svio. Vt.) Silb. 4°/, . . 9ü«< »?»!l Una.'galiz. Vahn 2«0 fl. 2. b°/« lo? 75 ,08 ? Aorarlberger Vabn «m. 1884 (did. Et.) Tllb. 4«/, . . vb-7l - - Staatsschuld der Laube» der ungarischen Krone. 4°/« ung, «oldrente per Kasse . lio-l!i Nl) ü' t°/^ detto per Ultimo uo 35 tlü »5 4»/« un«, Rente in Kronen. »ähr. «frei per Kasse . . S3i5 93 35 4»/„ betto per Mtlmo V3 «0 lz-
  • 2-!» Una. Prümien Nnl. ^ 10« fl. - 190'bc :«4 >»' betto 5 b« sl, . i?«-i><'<9^ lX' Iheii'«e«,Lolt 4'/, . , . -- ---4»/» ungar. »rundentl.-Oblig. »»»1 9z», 4°/u lroat. u. slav. Vrunl»entl.> Oblig........?L 7! 9»?b «uberr öffentliche Nnleye«. «o«n. Uandts.»lnl. (biv.) 4°/» . ,2 «<> «^«o Vosn.'herceg, Eismb. «Landes' «nlehen (div.) 4»/,°/° . S8'20 8» gc b°/„ Donau.Rea.'Nnleihe t8?8 ,ng- ic>4-^ Wiener «erlehr«<«nlt!ht 4'/, W«' »7 eo dett« lS«0 4°l 9S7l »^> ?z betto (l»94) .... »4-»v »22^ dtlw (18V8) .... S«-4.'< 3? 4!, dttto (l9«>) - ... »«-45 97-4d betto Inv..«.) ISO» . s»j'85 »? sb V5rsebau.«nleben verlosb. 5«/« »5-5« ^s,-^ Vulg. LlaatKeisenb.-HyP.'Nnl. 188» «old ... «°/° 1»l'5< l22 i>l Vul«. Ot«a«. Hwothelar «lnl. 189,.....e°/. 1,7 ?°1ll8-:7 Geld Ware Pfandbriefe ,c. Nodenlr.,«lIg,öst.in5<>I.»l.4°/<> 8V»l 3« ei V»h«.Hypotb,etenian'l verl.4°/n L? ?c »«-?> Zentral-«od,'Kred,.Bl,, östcrr,, 45 I. Verl. 4'/,°/° - - - 101'5sterr., f. »erl..llnt. u.össentl.«lrb.Kat.^vl.4°/<> S550 36 5« Landesb. b. K0n. Galizlen und üobom. b? V, I- rull». 4°/o 9b- 96-— Mähr, Hypothelenb. Verl. 4°/^ 96 2i 97 2b N.'österr, Lanbe«.Hyv.'»lnft.4°/, 9?-— 9»- bett« inN. 2"/«Vr. verl. 3l/,°/<> K?b> «» 50 detto »..Echulbsch. Verl. 8'/»°/» »7-2,', 58-25 detto Verl. 4°/« 3s3>, 9?-»< Ofterr..un2ar. Vant b0 jühr. verl, 4°/» ü. W.....H7 «, 98-8'^ betto 4°/« Kr.....S8 5b 9935 Eparl. l.bst., 6« I. »erl. 4°/, »88u lw»< «isenbahN'Prioritits. Obliglttisne«. F«idi»and«.Noldb«hn «im. 188« ^. . — - bett« Em. 1304-------- —-— Öflerr. Nordwesib. «0<> sl. E. . ia« «z tU4 2! Ltaat»bahn bO« Fr..... 4<'5 ^ !14 - Nübbahn il 3"/« Jänner »Juli 500 Fl. (per Et.) . . . M4-?t »9S?5> Lüdbahn k b°/«..... 1»1-70 l2«'70 Diverse Lose (per Stück). D«ch»llch« l»l«. »°/u Vodtnkredit.L«le !lm. 1880 ii!i-«b ^79 2^) bett, -- zi?6 -b °/^ Donau»Reaulierungs ^ Lose 100 fl. ö. W..... 8b4- 26« - Eerb.Prlm.'Unl. v.iov Fr.»'/» »» l»i wz »b »««nw,ll«« z«l«. Nudap.«Nasilila (Dombau) b sl. «0- Krekttlole l«0 sl...... 438'b0 44« 0» Clary.Luse 4« fl. ». «. . . lb4'- lg«- Ofrner Uose 40 fl..... »lb-— «21 — Palffv,.«osc 40 sl. ». w. . . lg«-, zuu - Noten Kreuz, öst. »es. v., l0 fl. 4ö üs 4? b>) «otrnKreuz,una.Ves. v., »ft. «s 2i Ls lb Rubols.Lose iu sl...... ««— I2-— E«lm.2ose 4« sl. «. Vl. . . 2l2 —< illl-- «elh Ware lürl. «.<«..«lnl. Präm..c>bl«g. 400 Fr. per lttlsse ... — - —- betto per M. . . , 184 2b 1^-bb Wiener Komm..Lose v. 1.1874 4«»-- 4?g -Gew..Ech.b. 3°/,Prüm..Sch»lbv. >. «odtnrr.'Nnft. «m. »889 6s- ?i- «Men. tzn«»P»rl'ßnltnuh«n»g»n> «ussig.Tepl. Ei»enb. 50» fl. «426 — i!4»« -Vobm. «ordbahn lbN fl. . . 34^-— »5z-— «ulchti>chraderElsb,5«<1 fl. KM. ^905 — 29»»-detto slit. >!> 200 N. per Ult. 1u?0 — ,uiio -Donau > Dampfschiffahrt!» Ves., 1., l. l. prlv., äo« sl, KM. 1015 — io2l-Dui.Bodenbacher Eisb. 40üKr, bhä — 5^i>-iferbinanbs.Aiorbb.i00a fl.KM. 51 «5 — »1«— Lemb.^Izeru-'Iasst,. ltisenbahn» Gesellschaft, W0 sl. 3 , 526 — 55z -Lloyb,ös<«rr.,Trieft.,5UUsl.KM, 4W— 4«a-t>fterr. Norotveftbah» »W fl. T. 43«-b« 43»--dettü(Iit. tl.)AX)fI,G. P.Ult. 4»s 50 4»!S 50 Praa,.DuitiEile»o.»0Ufl.al»a,s!. «14- »is-Vtaat»elsb. 25 80 1H6 «<> Gübnorddentsche Verbindungib. »0« fl. KM......,97'ÜO ,9s- Iramwati'Gtl., neue Wiener, PrwrVn>z) 2UU fl, H.......400 — «S- «r. «olalb..«ltinl'«es. «0 fl. «51 - z4y - v«»le». »nglo.^lerr. Banl, 1»0 fl. . . 293— »ss — Vanlverein, Wiener, per Kasse —— — — detto per Mttmo . . . 5« »0 534 b< Vodenlr.slnft. «fterr.,«X)fl.s, l«4— >a«i -^mtr..Uod..Ki«db, «st., 200 fl. 534-— «?-— «leditanftalt für Handel unb Gewerbe, 160 fl., per Kasse 6til — S43 - >«tt, per Ultimo «4t 25 L45 »5 Krebltbanl allg. uttg., »5 c>o Dep,sttenbanl, aNg,. 200 fl. . 4s1'ia 4«, 50 E«lol>lptf.GtltlI!chaft, nieder. üftcrr., 400 Kronen. . . b«< — 570-Giro. und «aslenveieiii, Wiener, »ou sl........45i — 4üs-- Hypothetenbanl, österreichisch», 200 sl. 3«°/, «.....2»ä'— »M- Länderbanl, österr,, »oll sl. per Kasse.......42b— 4s6 - detto per Ultimo .... 425'»2 42« 85 „Vlertur", Wechselst..»trien« «esellscha,t. 2«, fl. . . . «4— 608 — i<-zu „Llbemühl", Papiers. ».«..<». 18U- 18»-- ltl«ltr,.Ves., llll8.«fterr.,2aosl. 4iö- 4«? — detto internal.,200fl. 588— bS» — Hlrtenberger Patr... günbh. u. Met..Fabril 4oa Kr. . . 998 —iow — Uiesinger Vrauerei 10« fl. . . lS« — ,«7 -. 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