Laibacher Zeitung. . l"! HH«. Mittwoch am «8. September K8K». D.t „Laibachrr 3"tm>q" crsäien.t. m>t ?l>>z>n,hmr^r Hml.l-.m.^.ertaqe taglich, und s».^t ,^„„.t w, V.ilaqn. >». Co.nptuir q a „ ; j ä hri z, li ,l.. halbjährig 5 ,?. ö<> sr ,».'t Kls,iil'a»I> »» (5oml'll"v <^i,!,,^!>rlq >H ,l.. «"l^!">'llq »» ,^. ^»r ^j«. I,^.,,,,,,., iu's "^,'s ü»d l,a l t>i 5 l> > i ,z ^0 sr. »nsir ,,l sntlicht.n. M > t d er 'I>>q, untcr , ^mu.Ntr .Illf,,. ,a st.. l> al l> jä hri „ 7 st. Zi» fr - In lerat i o» .'^. b,i s, r m> >i,ie 3v.i,tf»,ei!c ov.r t>,n R^>i!„ dssseibc.i, für ein. m.liqc ^im'ch.ilt»»q !l lv.. N,r U"">>^^ 'r. ,>,r d«»,»,!.^ .-, sr. 6. U. I»>>nu. bis ,2 ^ile» f"'N» l st. !>'" 3 M,,l, .^il» fr. s». 2 M.il und ^0 lr. si.r , M.l tinzuschalt..,. ^„ dim» Oll'i.ln.» >'N »ach dcm „vromn'Mchcn Vc.e^e vm» N. '.'io^.xbcr l«5<> s,,s Insnticnsstam^l" »och ><» lr, s'.r .,»r jsds>,,.„.il!gs C,»scha!tn»g hinzu ^< r.ch».n. ^ür das H^. Quartal l ^z. ist auf die „^aibacbcr Zeitung" ein Abonnement eröffnet worden. Der Preis für diese Zeit, d. i. seit «ten October bio Gude December «z^it beträgt: im Zeitunas-^omptoir . fi. ^ /i3 mit Post portofrei versandt „ «. /zz. Amtiicker T^eil. H^e. k- k. apostolische Majestät liaben mit ^lller-höchst"' Entschließnng liht. Die vom Patronate dcs Laibacher Viöthmn^ gutes Oberbor^ in Slelermark abh^n^i^e ^pfavre Möttnik, im Tuchenier Thale in Kr.nn, ist dem gewesenen Pfmrcooperator in Stein, n»d nnomeh'i^"., Proolsor der'besagten Pfarre Möttinf, Wellpriest^r Iohau» Gasperlin, am 26. September !8ll!l verliehen worden. Erlas; des k. k. M , u i ss c, i n m ^ des In »er». d, i st e, i » ,„ s ^ ^ ,„ 14 September !«:';:;, . f.'.„, »s,r sämmtliche .^! o»lli!!0er, »nil ^lli^luilxne der Un.licararanze. weq«'» ^l).N,dl>s.n,g der Gel'ichr a» Ballung l,u0 Wagenschopp^» (Renn,en) fnr Ossi-^^ ciere des Zl>hr»rt>el'colpo. Nach der seither geänderten Homaqe-Gebllhr der osttciere dcs Fnhrwesei>ccrp6 critt auch an den in dem « l sse vow 20. Juli 1^61 enthaltenen Gebühren an stalln»", l'ut' Wagenschoppen (Remisen) folgende 31e»dern»a ei»: 1. Die Fnhrweseno - Staboofsiciere n»d ^aodeo^ uosten-^ommandanten, dann des k. k. Arme e ;O be r com man do nnd des k. k. Finanz - Ministeri n movo m 20. S e p- lember 18.')3, wirksam für alle Kronlander, mit Annahme der Mi-, lttargränze, Veh.intlni'g der anf erstc Ärt verheira^ teten Soldatenweiber, rnckslchtllch der Unleikunfc nnd der Verpflegung. Wenn die anf erste Ä>c oerheiraleten Weiber der Soldaten vom Feldwebel nnd den gleichgest^llti» tzhar-. gen abwarte die Unterkunft von einer Gemeinde nnd bezüglich eincm Quanierträger elhalcen. ist ftu sie, wie für ihre Ehemanner, nach den Umstanden die in den ^, 30. 4« und 49 der Allerhöchsten Militär. Eiiiqlimlirnngs - Voischiift vom lli. Mai 18^1 bestimmte Gebühr auö dem Militarfonde zn entrichte». Anf die Verpstegnng (Mlltag^kost) haben diese Weiber jedoch keinen A»sprnch. V a ch n>. i>. ^i. Vanmgartne r ">. i'. V a m-berg m. s>. Nichtamtlicher Theil. Wuudschau ill den Leitartikeln der Nefideuz - Journale. K. — i»»,il»ach, 26. September. Die „Ost' Deutsche Post" c.klart die verbreime Nachricht, die Gesandtenconferenz habe den Beschluß gcfastt. eine (>oll<'clw.Nole »ach Coust^uinopel zn senden, mic 0er ^>sl^rnng, daß „d>e Annahme der Wiencr^)l'ot< l'nr dle Sonl,'eranllat der Pforte gefahlloü sei" — ali) nnwahr, nnd legt da>, das; eine solche b'ollec» t>o-)tole eine ^olleciivgaiailcie roran^geseNt hacle; troli der bestehenden Eomacht nncer den Machten kann aber wenigstens zwischen Oesterreich nnd den nbligen Machte» e,ne selche Mi^iz nicht bestehen, denn Oesterreich hac sich biö jeyt dlr Haude v^Ustan-dig frn gehalten. Oesterreich beoachcet jede blende-lung in d.'M gegeinralcige» Uinsaxge deo «ülkischen Reicheo ?iid eü die ^l,!»c>l)l„e der Wiener>?tote in (5on-st^nlixri.'.'! »nit aller Excigie ciuch betreibe!,, well die '^elwciftmg zli einen, Kriege ll»0 zur Tcrriccrialrer: anderung fuhlen könlilc. Im Halle der Nichcallnahme »l'^le für daö bleuer (>al>l»et blos; das Ende oer l^ü»! olü^,,^ e l n g e c l e te i>. Oesterreich keh>c in seine neutrale Stellnng zurüc!', seine 5^.il>de und seine Entschlüsse st.id frei. nnd eo könnte concenirill >n sich selbst dl< E.eignlsse abwarcen, um seine Hand-lnilgin darnach einzurlchtcli. O c jt c r r c i ch. Wien, 2^. Sept. Se. Majestät der Kaiser von Rnßkind lriffc hente (24.) mic Bestimmtheit in Olmül) ei». Eül russischer (5on>ier. »reicher Depeschen oon Herrn Mayeudorff zu überbringen hat. af Vnol-Schauenstein, hat gestern ^lbent)ü mittelst Nordbah» selne Reise an daü allerhöchste Hoftager nach Olmül) augetre, ten. Herr Graf von Nesselrode ttifft deute in Ol-mün ein. - Mit dem kaiserl. rnss. Reichskanzler, Hrn. Grafen von Nesselrode. rrird auch der kais. russ. Gesandte in ssonstantinopel. 5^r. P. Titoff, ankommen, nm den Besprechungen m der orientalischen Frage bei. gezogen zn werden. - Ans dem Lager bei Olmüß schreibt man, daß der Gesundheitszustand der Truppen ein vorlreff. llcher sei. Zur Aufnahme der Kranken wnrden neu err.chtet 4 Marodeurhauser zu HoUitsch, Groß.W'ß' terni!). V.stro.ran und Hodolein. Neue Spilaln ^eipn.k. Weißk.rchen. mährisch R'eustadt, Steinberg. HoUeschan nnd nugarisch Hra^ disch. Schon bestandene Spitaler wurden erweitert in .Kloster-Hrad'sch, Nentitschein, Kremsier, Brüm» und Proßnil). Der Gesamnicbel^gsraum belauft sich linf !>10l) Betten. Die ärztliche Direction dieser Spitalcr führt der Stab>.'felrarzc Dr. Noe. Der oberste F.ldaizt der Armee, Hofraih Dr. Dreyer, ist heute zur Inspection dieser Spitäler abgereist. — Einem Hanoelobriefe ans Bukarest vom 10. September entnimmt die „Eop. Ztg.'Corr.," daß sich im ganzen i^ande dec Verkehr sehr lebhaft gestalle. Die russischen Offiziere höheren Rangro machen viele Einkaufe, namcnilich i>» Lurnogegenständen. Dieje, nigei,, welche rcrheiratet sind, haben ihre Familien kommen lassen. Man sicht on Winter einer sehr K'bhaften Saison entgegen. Von einem Rückzüge d,fen habe, war in Bukarest schon am 8. d. M. bekannt nnd hat unter MllttarS den freudigsten In« bel heroorgernsen. Die russische Armee, welche in den Fürstenlhümern steht, wünscht nichts sehnlicher, ale» daß eS znm Kriege mit den Türken komme; selbst lie gemeinen Soldaten sprechen voll Begeisterung von dem Feldznge. — Die „(5op. Ztg.'Corr." will wissen, daß nacl, einer anf besondelem Wege über Bukarest auS (?o»stanti!>opel hier eingelangten Nachricht vom ill. 0. M. sich der Snllan standhaft geweigert habe, ein il,m uoigelegteö kriegerisches Manifest an seiu Volk ;n nnterzeichllen. Den vereinten Venlühungen der belheiligleü Gescindten war es aber bis zu diesem Tage noch »ichc gelungen, die gewünschte „»!',> omgce Annahme deö Wieu.r Noten-EnlwnlfeS z,» erzielen. — Seit längerer Ze,t herrschten die Fieber ii, U:,garn nicht so zahlreich alü hener, besonderü in d7 Mi-uncen an dem 1^ Meilen von Mürzzuschlag entfernten, unter der österreichisch-steiel märkischen Gränze hinführenden Haupt-Tunnel an, dessen 8l)l) Klafter messende Länge in i! Minnten zurückgelegt wurde. Die steierischen Thaler jenseits des Tnunels waren wahrend der Fahrt in dichte Nebel gehüllt, und es bot einen um so erhebender» , wahrhaft malerischen Anblick, als die erste Locomotive anf einer Hohe von nahezu 2788 Fuß über der Meeresstäche aus den dunklen Gewölben deS Tunnels auf die dießseitige Gebirgsgrnppe ins Freie trat, und sich den Blicken im Hintergründe oie weite österreichische Ebene im freundlichsten Glänze der reinen September-Sonne öffnete. Nachdem ferner noch 3 Tunnels, und zwar jene am Kartuerkogel in einer Länge von 1W Klaftern, am Wolfsberg in einer Länge von 2l!4 Klaftern, rndlich am Weberkogel in einer Länge von 200 Klaf»-tern dnrchfahren worden waren, erreichte der Zug um 10 Uhr 111 Minuten die kalce Ninne, von wo Se. Crcellenz der Herr Minister Rttter von Vanmgart-ner eine Vegehnng der weiteren Bahnstrecke bis Baier-bach unternahmen. Die ganze 2 V, Meilen lang/ Strecke von Vlürz-zuschlag bis zur kalten Rinne wurde demnach binnen 46 Minnten, und zwar ohne die geringste Störung zurückgelegt. Auf der ganzen, nahezu 5^ Meilen langen Bahnstrecke von Mürzzuschlag bis Gloggn'l) ist dermal die Herstellung deS Oberbaues bereits so weit gediehen, das; nur mehr auf einzelnen Theilstrecken in der Ge-sammtlange von ^ Meilen uoch die Schienenlegung erübrigt, wornach es kaum mehr einem Zweifel unterliegt, die ganze Semmeringbahn noch im Laufe des MonatS October dieses Jahres fahrbar hergestellt zu sehen. (Wiener Ztg.) Vroßl'ritnnnicn und Irland Ueber die Ausführbarkeit einer untersee'schen Tclegraphenverbindung von Amerika und Europa hat l'.uu auch der berühmte Ingenieur und Bauunternehmer Stephcnson seine Ansicht ausgesprochen. Sie lautet aufmuuterud. Am größte» war bisher die Besorgniß, das; der Draht, vermöge seiner Lauge, und ware er noch so sorgfältig isollrt, nicht im Staude sein dürfte, den electrischen Strom mit hinreichender Kraft so viele lansend Meilen weit fortzn-leiten. Stevhensou theilt diese Besorgnis;, will sie aber dadurch entfernen, das; er behauptet, ein sogenannter nnendlicher Draht werde unfehlbar die nöthige ^oncentrationekraft für daS elektrische Fluidum besitzen. Mlt andern Worten, statt eines einfachen Drahtes, dessen Enden isolirt sind, nehme man einen dop» prlten in einander laufenden Draht. Dadurch, meint er, tonne man mit Sicherheit darauf rechneu, das; die Kreuzungostromungen verhindert werden, und die primitive Kraft wenig durch die Entfernnng geschwächt wird. Dabe. ist keine Schwierigkeit, und dasi man dappelt so v,e! Le.tungstraht branchen würde, kann bei eiuem so bedeutungsvollen Unternehmen kaum in Anschlag gebracht werden. N u ß land. ' Nachrichten aus Odessa vom N. d.M. z„ ^olge war daselbst im Getreidehaudel ein ziemlich «. h^blicherPreisrückgang eingetreten, insbesondere in Folze der unermeßlichen Zlifuhren. welche ans dem Innern Rußlands dort eintrafen m,d sc> colltimlillich erfolg- ten, daß die Magazine zur Unterbringung derselben nicht hinreichen. Diese Conjunctur wird nicht verfehlen, auf den gesammten europäischen Getreidehan-del uud dle feincre Gestaltung der di^falligen Prelse vortheilhaft einzuwirken, nachdem Odessa als das De^ pot der russischen Vorräche -.on uneimeßlicher Bedeutung für die Approvisionirung des europäischen We-stenS ist und „ur eine Störung des Handels kaun hierin eiue mißliche Stockung eintreten lassen. Durch die stalte Versandung der Snlinamün« dnngen ist erwirkt worden, daß die Donanfürsten-thümer, welche sich ebenfalls im Vesipe ausnehmend großer Getreidevorräthe befinden, und im heurigen Jahre nicht ungünstiger Ernte» sich erfreuten, allerdings nicht wie früher mit gleich gutem Erfolge die Concnrrenz anf dem schwarzen Meere mitmachen kön-ucu. In Folge dieses an sich mißlichen Umstandes ist übrigens für Oesterreich die nicht unvorthtllhafce Folge eingenecen, daß die Tendenz deS dortigeu Ge-treidehandels sich »leuestens Oesterreich zuwendet und den Zug douauaufwarts in daS Auge gefaßt hält. Nachrichten aus Braila vom 12. d. melden, daß starke Verschifflingen von Getreide nach dem Banale theils schon stattgefunden haben, theils noch bevorstehen , und daß ihnen theilweise nicht sofort aus Mangel au hinreichenden Fahrzeugen entsprochen werden konnte. A e g y p t e n. Alexandria, 18. September. Am 17. d.M. trat der verdienstvolle apostolische Provicar Dr. Knob-, lecher mit seinen neuen ans Oesterreich elngelloffenen Missionsgefährten seine Neise nach dem Sntan »nd dein Ländergebietc des weißen Nils an. Er gedenkt ohne Zwischenanfeillhalt d'e Bergfahrt auf d^m Nil bis Assnau und Kolosko fortzusenen, und von dort mit thnnlichster Beschleunigung die große Wüste zu passiren, um Charlum uoch im nächsten November zu erreichen, von wo er sodann nach den Weihnachtsfeiertagen anf dem weißen Nil mit der ^Illltt »llilii-liml nach der unterm 4. Brcitegrad im Gebiete der Ban-Neger liegenden Missionsstation Goudokora auf-znbrccheu gedenkt. Eö ist die dritte Reise , welche Dr. Knoblecher durch das unermeßliche, ?tilgediet — durch eine Ausdehnung von 28 Breitegraden — nach der Al'qnatorialreglon CentralMiika'S nnternimmt. Die Reisenden segelten von Aleraodria anf dem Mahmudie-lZanale in drei großeil Nilbarken ab; zum Caravauenznge durch die Wüste von Korosko werden sie des vielen Gepäckes halber !W0 Kamehle branchen. Die Abfahrt der Missionäre von Alerandrien lies; einen erhebenden Eindrnck znrück. Der Abeud war angebrochen, der Mond tauchte in voller Glanzfülle aus dem See Mareosis empor, die heranziehende Nacht hüllte sich i» ihren Sternenmantel, und eine heilige Feier breitete sich über die ganze Nacur aus. Als die arabischen Matrosen die miichtigeu Latiusegel der Dahabien entfaltet, die von einem sanften Winde geschwellt wurdeu, und die Schiffe auf dem Wasser gleich Schwänen dahinglitten, stimmten die Scheidenden an Bord einen feiere lichen Choralgesang an, dessen hmmonische Töne, von den Lnftschwingimgen sanft getragen und allmallg in der Ferne verklingend, die Herzen der Znruckdleiben-den mit stiller Andacht erfüllten. Unseie Segnungen und Wünsche folgten den frommen Missionären, die in ihrem erhabenen Berufe gerüstet sind, Entbehrungen nnd Unbilden aller Art zn ertragen, um unter den Heiden in weiter Ferne das Wort Gottes und das Licht der ewigen Wahl heil zn verbreiten, und Gesittung und das Gefühl der Menschenwürde in die Herzen der Barbaren zu pflanzen. (Tr. Z.) Neues nnd Nenestes. Trieft, 27. September. Als Nachtrag bringt die heutige „Triester Zeitung" Folgendes: Die kurz vor dem Schlüsse des Blattes eingetroffene Post aus der Leoante, mit Nachrichten aus Constantinopel bis zum 1i). September, bestätigt, das; daS Veiramsfest ohne Störung abgelanfeu war. Mehrere der heftigsten Ulema's wurden für die Daner desselben in Sicherheit gebracht. — Zwischen der Kriegs - und der Friedenspartei im Divan, scheint eine vorläufige Ver- ständigung stattgefunden zu haben. Die Ablehnung der Modificationen von Seite NnßlandS war bereits bekannt; weitere Concessionen von Seite der Pforte wnrden jedoch nicht elwcntet. Die Rüstungen werden mit rastloser Thätigkeit fortgesept. Mittlerweile ist aber an den Gränzen der Tür» kei ein nener Feind aufgetreten. Die Cholera ist in Odessa alisgebrochen und soll bereitS durch Bes--sarabien nach den Donaufülstculhümern gedrungen sein. In einer am 17. stattgehabten Slynng der Canitätscomnussion ist daher beschlossen worden, eine „fünftägige Quarantäne für Schiffe aus Odessa anzuordnen, und von Widdin bis zur Snlina einen „Cordon zn ziehen. Beide Beschlüsse sind bereicS „vollzogen worden." Auch gegeu Persien sind wegen der dort gleichfalls um sich greifenden Cholera Cou» tnmazcinrichtungen getroffen worden. Telegraphische Depesche an Sc. Excellenz FML. von Kempen. Qlmiitz, 24. September, 8 Uhr 33 Minn, ten Abends. Hente war große Kirchenparade wie am Itt. d. M., und es wohncen Se. Majestät der Kaiser von Nußland mid Se. königl. Hchheit der Prinz von Prenßen derselben bei. Beim Dlfiliren führen die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften ihre Regimenter in eigener Person vor. Tel^raphtscbo Depeschen. " PariS, 24. Sept. Der „Monitenr" meldet, daß der Kaiser mit größtem Eüthnsiaömns em-fange» wurde. Der „Ccmstitnlionnel" bringt einen Artikel zn Gnnsten der Pfort,, worin es helßl, das lepte rnssi-sche Schriftstück habe dem Abendland neue Pflichte» auferlegt- „D.'batS" bezeichnet die La^e als bedenklicher wie früher. Bei Tortoni warb llpctige Rent«-' zn 7;'>,l')K qcmachc. — Alexandria»,, 20. September. Der hiesig Handelsstadt» piotestlrt gegen das Getieldeansfuhl-verbot als eine monopolistische Maßregel der viccko-niglichen Regiernnq, indem die Ernten sehr relchlich aneigeflillen nnd alle Magazine gefüllt seie"- OcrUichco und Provinnelleo. ztnidncv/ 27. September. (?llcl>!l'i-.) — Ben Akiba in Gnl)kow's „Acosta" hat doch Uiirccht, wenn er meint, es gäbe nichts ?lenc>) nnter der Sonne. „Alles ist schon dagewesen"! Hätie Ben Akiba am ^.September l. I. der Vor-stellnng der Posse: „Die Gefoppten" von Vittner beigewohnt, so hätte er sich „gefoppt" und zu dem Ausrufe gezwungen gesehen: „das tst »och nicht dagewesen!" Die anerkei'neuswerthen Bestrebungen ooil Hrn. B l u ni l a ch n e r (Gaudclius) und Hrn. Scholz (Dachs), das Stück vom Dmvlttalle zn retten, muß' ten bei der enormen Menge von U »sinn und hoch-beinige» Phrasen — die wahischeinlich der „Dichter" als Wine hingestellt n'issen wollte — erfolglos bleiben. Wenn der Unsinn gar zu groß wird, so ist der Zweck sicherlich nicht erreicht. Wir wollen hoffe», daß wir nicht noch Ein Mal mit den „Gefoppten" — „gefoppt" werden. X. — Die Einschreiten der Direction des histor. Vereines dem Vereins - Cecretär und Geschäfcsleiter Dr. V. F-Kluu den Zutlict zum ständischen Archive gestaltet, um die für die Landesgeschichte wichtigen rorftndlichen Acten nnd Docnmente im Archive, unter Ueberwachnnsl des ständ. Archivars, zn ercerpiren nnd zu copire"-Hoffentlich n'ird hiedurch mancheo für die Landes^' schichte Interessante zu Tage gefördert werden. — Der hochw. Hr. Johann Aubel, Pfar>" in Rndnik, stavb am U!.. nnd Hr. Georg Plemcl, Pfarrer in Saplana, am 17. d. M.. beide nach la"g' wierigen Krankheiten. Ruhe ihrer Asche! — Die »N<"i><>« berichtet, daß die dießjähr'^ Honiggewinnung sowohl an Quantität als au Qua» lität in Kiain so elfreulich ist. wie dieß schon se't vielen Jahren nicht der Fall war. Die Bienenzüchter vergleichen den dießjährigeu Honig mit dem Wei»e vom Jahre l«^- In der Umgebung von Laibach wird gegenwärtig der Preis eines Centners auf l4 st., also beiläufig 8'/2 kr. pr. Pfund gestellt. 923 F r u i l l e t a n. (überseht von l^>. ^'ovro Toman».) VII. Gattenwahl. ^i der Äpfeil'aum, wie ^>i>»>! Sitzt darauf ri» grauer Falle, ?luf das eb'ne Feld er schanet. Wo rin Held beschlägt sein Nößlei», Rechet Nägel ih», ein Mägdlein. Stahl da>5 Mägdlrin ih>» si» Hnfiein, Trug das Hnsleiu zu dem Echmiedlei»: „Ci du Schmied, inein lubes Tchmiedlcin, Schmiede du mir feine Schlüssel. Fnne Schlnßlein, „e,,!, derselbe», N.ull der Schlilßlei». wohl auch zehne, Daß ich offne neu» der Aurgen, Helles Kämmerlei» ;u>» ;es,»te». Hal'e drinnen neun der Vrnder. Ei« lieb Schwesiercheu „t,al Afrika. (Neuester M>ss!o»5dcricht a» das Count.: des Ma,!e>,' Veielucs >» Wie,,.) (Fort setz uug.) ^3i»es Tages schlug eil, Vary einen Matrose» der Art in's Auge, taß es gleich anschwoll und daß er es durch mehrere Tage verbunden haben mnßte; der Mnllm'illige machte sich indesseil in aller Eile davon. Ich gab de>, Lenten den Auftrag, mir gleich an.,»zeigen, sobald er sich wieder sehen ließe. Er er>chien jedoch eine geraume Zeit nicht. Erst nach ein Paa, Wochen zeigte man mir a», daß der Mann gan; bewaffnet flch eben bei der Ziegelhütle befände und die Arbeiter daselbst bedrohe. Ich ging all sogleich da-bill, doch ehe ich den 5)rt erreichte, halle er sich schon schnellen Schrittes entfernt- Er »rar ganz roll) angestrichen u»d schwang seme Lanze» und Pfeile unter drohende» Worten in die Hohe. Bon ten Em-gebolUeu »vrllte sich ihm Niemand näber». Ich r>>f ibm, sl'll zu stehen, da ich M't il)M spreche» wl'll,. Alö >cl) s^l), daß er mir kein Gehör gab. so gi„g ich il)M »ach, bis ich ,„ die Nähe eines Banmeö . lvo >ch >hn hinzl>ko,»me» Iiedeiuete. Anch dahi» Ute er A»fä»gö »och nicht folgen. erst als i.1, ilm, vorwarf, daß er sich aus Furcht „icht getraue. mir Einzelnen, U»be>rassnclen zn kommen, da er doch ^""^'" ""^ ^'^' ^"^' ^'^ " '^'^'" ""^ kam dann anf wiederhole Einladung. Seine Angeu s.'l-nhcen N'ach»', alle feine GesichlSzüge und sel» Gang waren in der lebhaftesten Anfregnng. Ich hielt ihm sei" Vergehen ernst vor, fragte ihn, ob er denn „icht »risse, daß meine Leute den strengsten Befehl Hütte». Niemanden von den Vary das Geringste an-zuthu" < ^5' >ch "ber zugleich anf keinen Fall zugeben könne lind wolle, das; man meine eigenen Leute „ach Belieben und ungestraft beunruhigen und schlagen dürfe, ich wolle »nd müsse mil allen Eingebor-„e„, die mich lhren Valer ..enneu, >m Frieden lebe» u. s. N'. Der Mann läugnete erst die That, dann gestand er sie wohl zn, alleil, er behanplete, der Stoß wäre gar »licht stalk gewesen, doch um mir semen Gehorsam zll bezeigen, wolle er dem Geschlagenen ein Lamm bringen. Als er mich damit zufrieden gestellt sah, sagte er mir ganz nair: jept gehe aber nur wieder in's Schiff, denn die Sonne ist sehr heiß. Ich verlies? anch gleich den Mann. mich auf sein gegebenes Wort v ei lassend. Er erschien am dritten Tage vor dem Schisse, einen hnhschen, fetten Hammel an einem neuen Stricke haltend, und bat mich nochmals um Verzeihung. Er kam hierauf oft wieder und blieb nns die ganze Zeit sehr zugethan. So ge- laug es mir nach und „ach, einen friedlichen Verkehr herbeizuführen. — Der Herr hatte mir die Gesundheit wieder geschenkt, und ich wäre nun rnhig meinen täglichen Arbeiten nachgekommen, wenn sich nicht noch ein anderer „»angeiiehmer Umstand eingestellt hätte. Der Vorrach nuferer Glasperlen, deren wir u»5 bei der Änschaffmig des »och immer e>l>.-derlichen Banmateriales. der Lebcuomilcel und bei der Bezahlnng der Arbelter alö Geldes bedienten, »chmolz immer mehr und mehr zusammen. Ich hatte deren 22 tzentner mitgenommen, fünf davon lies; ich in Ulibary. als Vor,ach für die Missionäre, bis znr nächsten Erpedition zurück, von den erübrigende» l7 Venlner hanei, wir Ende Februar nnr mehr 4 Cencner. Am 3. März wurde mir von meinem Schai)-meister angezeigt, daß w,r ungeachtet mehrerer Einschränkungen, die ich ».'eranstalten ließ. in den lencen drei Tagen bei 70 Pfund ausgegeben hätten; da mnßte» noch andere Beschlüsse gefaßt werden. Ich ließ, um die Kosten während der Rnckleise zu decke::, einen Vorrath von ungefehr «0 ^fnnd bei Seite legen, mit dem erübligente» Reste sollten nnr Brennholz für die Ziegels» eingekauft, alle übrigen Auslagen aber eingestellt werden. Ich stellte bei dieser Gelegenheit den Manuschasteu beider Schiffe nnsere Lage mit dem Bedeuten vor, daß wir alle bisherige'., Taglöhner enclassel,, dafür aber die Aibeilen ! l'»f uns selbst nehm.'» „»h dieselben verdoppeln müß-t<'", um noch vor der Regenzeit »venigste-'S so viel von den anfznsüh,e»de>, Gebäuden zn rollenden, nm die Miss.^ale. die daselbst zu ^rble.^n hätte,,, »ncer lTach zu bringe» uud », Sicherheit zn>ückz!>!as,en. Ich bemerkte ,»gleich, ^aß ich es Jedermann f,ei lasse, zn arbeiten oder nich^ ,^>r möchten diejenige», die in meinen Vorschlag eingingen, m>r es sogleich zn wissen geben. Me williglen ei», nicht ein Einziger blieb zn, 'ück; die Arbeiten wurde» gle,ch rerihellt, Jeder» maun begab sich auf den ihm angewiesenen Posten "ud so wurde heiteren Mnches gleich wieder fonge. (Nbeitel. Dieß si,,d die Umstände, welche, der Grundsteinlegung der Station der Vary ldeilö voranginge», theils dieselbe» begleitete», oder ihr folgte». In Oliem Laudl', wo Handwelk«' lind Künste gänzlich fremo sind, lvo es keine Transporlmitlel glbl, ohne kundiger i.'e»te ei»e» Bau zu l'e^iiiiie» . wäre wohl für Jedermann eiue schwi^ilge Aufgabe, niir wurde sie o»lch lneiue» sieben Znstauo »och mehr erschwert. Doch ocr Heir wachte da über »us. Er weckie ein stets festes Zutraue» iu scme »»endliche Güte und Allmacht >u me.uem Innel,, n»o hielt stecs de» Gedanken rege und lebhaft >n mir, daß rrlr mit Geduld, Slandhafiigkeit n»d Ausdauer zur Ausführung unseres Vo.habe»ö. so schwer es auch immer erscheinen "wge, mit seiner gocillche» 5^>ilfe gelangen wecden. Ende Februar wareu die Fundamente ausg,g>abe», die Steine zn dereu Auosüllnng standen iu Bereit^ lchafc da, und lch bereiceie mich oor, um erst die Weihe des Bodens und dann dic deS ersten Grnud-stemeö vorznnehmen. Am 2«. Februar felerle» wir daü übertragene Fest der wundelbaren Bekchrnng des heil. Panlus. dee Apostels der Heiden. Ich laö in der SciM'capeUe am frühesten Morgen die heilige Messe, »ach deren Vollendung wir uns mtter das am Lande aufgestellte Zelc begaben. Es wurde da-!e E.ulegnng desselben, sammt den dazu ausgefertigten Documenten m einer blecheruen Büchse, durch m.ch ,n pilesterlicher Kleidung vorgenommeu uud vollbracht. Ich dankce Goit mit Thräneu der Freude daß er m.t m.lden Angeu auf se.neu unwürdige.! Diener geseheu, nnd durch ,mch „ach Verlanf so oieler Jahrhunderte. „achdem so riele Nationen des Erdballs der Heerde Edristi beigetreten und viele, viele audere leider wieder ans derselben geschieden sind, hier in dem Mittelpuncte eineS so schwer zugängliche» Welttbeils diese wichtige Handlung vornehmen ließ. Ich berücksichtigte jedoch bei diejer Handlung nicht sowohl meine Persönlichkeit, als rielmehr deu Umstand, daß ich Millionen mildthäci-ger Glaubenoblüder des beimaehlichcu Europa's bei derselben vertrat, ohne dereu Miihilfe eS mir ja UüNwglich gewesen wäre, mich diesen Gegenden auch nur zn nahen. Dank also dem heil. Vater Pins l,V., welcher mir bei Ertheilung seines apostolischen Segens Mmd nnd Ausdauer einflößte; Dank uuserem hochherzigen jungen Kaiscr Franz Joseph mid dessen erlauchtem Herrscherhause; Dauk allen Gläubigen, welche in heiligem Wetteifer ihre Theilnahme au dem E»t-stehen der Mission bezengten und uoch bezeugen. Möge dieser >m Herzen Asi ika'S neu geweihte Stein der Grund' stein emer nenen Tochter Sion'S sein. welche unter der zärtlichen.Wege unserer heiligen Mutter, der römische» Kirche, ungecrübceö Licht llnd heiligen Segen über die Stämme Inner'Aflika's in Fülle weit und breit ans-gießen mdge. Nicht um Fiiede» , Rnhe „nd Wohlsein, denn sie soll ei» Glied der streitenden Mutter sein, flehe ich für die nene Brant zum Herrn, wohl aber nm Ans-daner, Starfmutl) und Standhaftigkeit im Glauben u»d der Liebe, damit sie den Kämpfen der Zeit uichc »»lerliege, sondern ausharre bis aus Ende der Tage. D>e Aibeit «n den Fiindameiicell wnrde u»mi> telbar fortgesel't, doch an eben diesem Tage, an welchem dieser kleine Pnukt iu dem rings hernm heidnischen Lande dem Dienste des allein wahre» GotleS geweiht wurde, erhob die höllische Macht, der diese Handlung '.'ichc gleichgilcig zu sein schien, einen Scnrm nach dem andern über die ostehendr Station. Lntwery, der flühere. Vcsiyer des angekauften Grundes, stimmte schon des Morgens eine eigenthümliche Icremiade gegen uns an, als er sah, daß man im Kücheugarien den Tag uorher einige neue Beet-che» angelegt halte. Er war sonst ein ruhiger, guc-mülhiger Mann, der in oer Regel still und an-splncholoo a»f's Schiff kam nnd oft Stundenlang oa saß; heute betrng er sui) aber, als wenil er besessen wäre. Er rannte iu H^ist den Garte» hinab, klagte. >vaS er und seine Rinder in der Zukunft esse» welde», schwang seinen Stock über deu Kopf und eilte eine bedeutende Strecke in der Richtnug gegeu Ulidary l)i» ; er sel)te sich eioe» Augenblick „ieder, stano plö^Ilch auf, kehrte gleich wieder um, e,lte n! > einer andern Richcnng wiede, dahin, immer la»c schreiend und de» Stock schwingend, ohne daß seine Leute oder andere Bar«, welche sich bei uns besan-de„, daran Theil genommen hätten. Ich ftldst schwieg nnd belheiligte mich »»»»telbrochen "del der Arbeit die am Tage oorgeiiommei: wmde. Wen» man roin Neger etwas kaust, so kommt der Gegenstand »anil-l,ch aus seinen Augen, und cr verschmerz sein l'e-weglichrS Gut leichter, der Grund und Boden bleibt aber an Ort und Stelle; der ehemalige Besiyer hac ihn beständig unter Angeu, der Kanspreis ist in der Regel bald verthan, uud so schmerzte eS auch deu aimen Lnlweiy, eines kleiuen Theils seines bedeuteu-len Landes verlustig geworden zn sein, weßhalb ich demselben wegen der Scenen. mit denen er sich des Morgens producirte, keine Vo>stell»ngen machte. I» der Nacht hatte» wir sonst ohne Ansnahme Ruhe gehabt und entschädigten i,no wenigstens dadurch für das geränschvolle Leben des Tages. An diesem Abende stellce sich aber in der Dämmerung der Oltshänptliug Medi mit einigcu seiner Leuie am obelen llferlaude ein, und stimime eiu Geschrei an. das immer lauter wurde; bald tonnte ich daruucer anch die Stimme deö Lulweiy liud einiger seiner Leute unterscheiden; da sie elwaS entfernt waren u»d ich die Ursache des Streites ans den einzelnen Stimmen uicht begreifen konnte, war ich der Meinung, daß sich Lucwely am Tage zum Häuptlinge begebe» haite, um ihn gegru nns aufzureizen. Als die Stimmen immer lauter wurde», ließ ich deu Leuten bedeute», sich „ach Hause zu begeben und faUS sie mir etwas vorzndriugen hätten, möchten sie am folgenden Morgen kommen. Ich mußte meine Eimahnnngen »och einige Mal wiederholen, sie verlangten Glasper« le»; ich schilpte aber die Nacht vor, mit der Beoeu> tung, daß ich iu der Finsterniß mit Niemanden r-er> kehre» wolle, und so gingen sie endlich sort. (Fol i s.'tzüüzi s"°„ I, v. K,ci«...»yr u„d F. «««..er» i,> «ail'ach, V««..«°„,,,. H,,«,.,„,^ '.„ ^^...^ ^. v. <..c.n...«Y. u.,° », ^'»«.be.g. Anl)mm )ur HaivacnerHeitmm. Telegraphischer Eonrs. Bericht der Staatspapiere vom 27. September l853 Staatsschuldvcrschrcibungcn . zu 5 M. (in EM > 92 9/lU dctto v. I. 18ül Scric 8 zu 5 ., „ 107 drtto ........4 »lt Vcrlosimss v. I. ,«89. ft'ir l<)0 ft, . . l35 A^»f-?lct!cn. vr. Stock «33^ ,l- ln E M. slcticn der Kaiser Ferdinands-Norddahu z>, «000 fl. <5. M........2212 l/2 il. ia l«. M. Attic» dcr Wien Glossgnitzer-Eisenbahn ^l 500 st. (5. M. ohne Coupons . 82? l/2 st. i» (5. M. Acticil dcr Ocdenburg-Wr.'!)lcustädttr Giftiibahu zu !i00 ft. C. M. ... 115 st. iu C.M. ?lttls>i der öfter,-. Donau-Dampfschifffahrt uhnc VczugSrccht zu 500 N. ii. M. . «40 N. >» l§. M. Wechsel-Cours vom 27. September l853 AugS'ln-g, filr 100 (l>'u>dt!> («ur., O»„ld. 110 1/8 Vf. Uso. Fralllünt., M , (f, 2^ l/2 ft. ^»ß. O>l!d.) 1«l) ^ 3 M'»at. G.»mi, sin- !i<»0 »cue ^icxiout. Lire, Guld. <30 Vf. 2 Monat. Ham>'»^. ,'i» l«,1 Mark 'Umno. Gulden 81 7/6 Vf. 2 M'»m. Li.'l's»». siir 300 Tosc.inlsche i!ir,, (^»uld. l0» 3/4 2 M'»at. Lcnou», siir l Pfund Stelling. Gülden U»-5l Vf. 3 M'ü.it. M nland, f»r 300 Oeft.-rreich. Lire, Gnld, U>9 3/'^ Vf. 2 Mom.t. Mnsnll., siir :l.'. Vu, an st, für < Gulden .. vara 249 3l T. Sicht. K. K. vollw. Münz-Ducateu . . . 15 3/4 p>'. Cent. I'.'lgio. Gold und Silber-Course vo>» 26. September 1853. Bnes. Geld. Kais. Mmz-Ducat»n Agio .... 167/3 I«5/8 detto Rand- dto „ . . . . 163/1 161/2 (^ulcl «1 »nil!«c» ^ . . . . — Kl Napol.oüso'or'S „ .... — 8.^6 SuuvcnnüSd'or'S „ . . . . — 15.20 Ruß. Iüwmal „....— 9.4 ssliedrich^'b'ol's ...... -- U.5 Gügl. Sovrraings „ . . . . — 10.58 Silberagio . . „ .... 11 l/2 11 Fremden-Anzeige der hier Auftesommeneu und Abgereiften Den 26. September »853, Fr. Maria Gräfin v. Chosinöky, Steinkauz.-Orden^dame; — Hr. Philipp Baron v. Wamboll — lllid Hr. Eduard Paikyns, beide Rentiers; — Fr. Fianciska v. Ghyezy. Obelfioanzraths-Witwe; — Hr, Wilhelm Muttmann, Professor; — Hr. Ludwig Si-, il5erg. l>»d HilM'Ovelwaiter, ro» Grah nach Iaueiburq. — Hr. Graf Moldwiuof, russischer Pricatiei , vo» Wie» nach Venedig. — Fr. Cathaiina Suchosauet, russische Pri rate, von Nie» nach Mailand. — H>-. Felix d'E^e, Besitzer, von Gradn'ca »ach G>al). iltedst l6l ander» Passagieren. Z. 527. :» (!) Nr. 27^t, Kundmachung. Das hohe k. k. Mm'st.rium der Justiz hat mit Cllaß uom ltl. September l. I , 3ir. l5>' Uhr und bezüglich d.r Marschstation Tscher-mmbl am näml.chen Tagc Nachmittags um 3 Uhr m der h.estg.n An.tskanzle. ,m Absteige-rungswege vor^cnummen werden wird. Dlc ii'citationölustigcn wcrden mit dem Bedeuten hiezu eingeladen, daß :>) jeder i!lcita,'t für die Marsckstation Mottling vor dcr ^citation ein Vadium von 5U st. ^. M. zu erlegen haben werde; ji) daß »ur vor dem Beginne der Licitalion schrift. liche, g.höriq ausgefertigte und m>t dem gedachten Radium bcl.gte Offerte hiclamlö eingebracht werden können, und c) daß rücksichtlich der Marschstation Tscherncm!'l der Licitant zum Erläge eines Vadiums nicht verhalten werden wird. Uebrigens werden zu der fraglichen Licitation nur solche Manner zugelassen, deren rechtlicher und ordentlicher Charakter diesem Amte bekannt >st. Die übrigen Licitationöbedingnisse können täglich hicramts eingesehen werden. Ä. k. Bezirköhauptmannschaft Tschcrnembl am 23. September 1853. 3. 524. u (I) Nr. «4Ul. Concurs - Kundmachung. In der Stadt Gurkfcld ist die Stelle cincö Bezirks-Wundarztes in Erledigung gekommen. Zur provisorischen Wiederlieschung dlejcs Po-stens, mit welchem eine Remuneration jährlichem I0tt si. auS der Bezirköcassa verbunden »st, wird der Concurs mit dcm Bemerke» ausgeschrieben, daß die gehörig documcntirten Gesuche bis letzten künftigen Monats hicramts zu überreichen sind. K. k. Bezirkshauptmannsci^aft Neuftadtl am l5>. Sept.mber l85>3. Für den k. k. Bezirkshauptmanl,: Peharz, k. k. Blzittscomlnifsar. Z. 523. a (3) Nr. 2!W3 Kundmachn n g. Am W. October d. I. wird bci dem k. k. Hauptzoll- und GefaUenoberamte zu ^aibach in den gewöhnlichen Stunden, d. i. Vormittag von !> bis 12 Uhr und Nachmittag von 3 bis 0. (4) Nr. 82?U. Edict. Von dem k. k. Nlzisksgcnchtc dlr Umgebung ilaibachs wird bekannt gemacht: Es l)abe in der Exccutionssache dct' Herrn Marlin Ogorcuc, von Skofelca, wider Fnniz Sui,^, von Gaiutsche, wc^eu aus dmi ^ei^Inclic ddo. ^l. März !85l, Z, i«i?2 , jchlildigcli 176 si. samml Zinsen und Kosten, in die lxccutwe Feildietung der, dem Erccutel» gedöngen, zu^anitsche liegen^n, im Grundduche Ga»llschhof 8»li Uib. Nr. «l Ncct. 9ir. 5 vorkommende, gcnchllich auf l<)87 fl. l5 kr. bcwertheten Halbl)lnlskanzle> mit dlM Anhange an^lUldnct, daß die iiiealität nur bei dcr dtitten Tagsahung auch unter dein Scl>az zungswcrthe veräußert wi,d. Das Schalillngspro,ocoll, d.r Grundbuchs.r tract und die Licitationsocdingnissc kö»ncn täglich hieranus währcnd den Amtöstunoen c>nge>>l)cn we>0el!. K k. Bezirksgericht der Umgebung lia>dach5 am 4. August 1853. Z. 143!. (3) Dienstes-Aufnahme. Im Markte Ncichcnburg, wo dcr Bau der Eisenbahn von Stcinbrück nach Agram im Zuge ist, werden zum Betriebe eines Gasthauses, wobei auch die Haltung eines Billards mit verbunden ist, dann zur Führung eines Produktenhandels, Gehilfen, die diese Geschäfte gegen getreue Verrechnung führen und angemessene Eaution leisten können, ausgenommen. Das Nähere ist mittelst fiankitter Bliese unter der Adrcsse: „in Schlößl Thurn zu Reichenburg, letzte Post Gurlfcld« zu erfahren. Für ersteres Ge-säiäft haben Verehelichte, jedoch nicht mit zahlreicher Familie begabt, dcn Vorzug. Ueber das moralische Benehmen wild Nachwcisung gefordert. Auch sind daselbst Vichcnbäume in Stämmen, die meistens als Bauholz sich eignen dürften, in nicht unbedeutender Mcnge gcgcn gleich bare Be> zahlung zu verkaufen. Z. »367. (3) UlH^ Gin altes Sprich wort: „Gin guter Wein braucht keinen Zeiger!" Daher wäre cs iwcrftüsi>g, mein wirklich gut cssortirtec, Ndrcnla^l?r speciell an-zuführcn, tm0 so will ich nnch bloß auf ci-lnge Artlkel beschranken, welche zu dcr Iahreözeil meistens Anspruch finoen, nämliche cmc schöne Äuowadl Tisch-, Scu-oier- und Hängelampen; neue Art mes-si n ^ c n e K a ffe t) in a sch i n c l^, sc h r el e ^ ante ^agenlatcrnen, cine große Auswahl von Häng-, Slock- und Muftkuhren, wie auch alle Gattungen Cylinder und Spring» uhren; besonders ist empfehlenswerlh da^ schöne sachsliche Kaffcdgeschirr, Blumenrasen und andere Gegenstände; große Auswahl franz ö si sch e r ))? änner- u n d D a -men^WlNler-Haiidschuhe, wie auch die echlen Goldschmidl'ichen Adziehrieml,',,, w"'^ von sich die Niederlage dier befin^l; cchle Männer- und Damen-AmerlkanerUcber-schudc zu Fahrlksprelsen, wie auch alle Oattllngcn G^lnntc u»,c> Nürnberger-waren; neue Art Bronce Christus mit Postament, welche für Klrchenaltare sehr zweckmäßig sind. ^^achdem ich durch die sorgfaltigste Auffindung aulUändlscher, billigster Bc-zugs'^uellen ln der angenehmen ^age l>lN/ meinen hochgeehrten Abnehmern auch die Niedrigsten Preise zu stellen, so hoffe ich im Vertrauen deo mir blsyer so reichlich geschenkten Wohlwollens auf einen fernern geneigten Zuspruch. Matthäus Sraschlnnh ^li,V)i, am Hauptplatze Nr. 240. Z. l»55. (3) Donnerstag dcn 39. d. Vormittags wud lm Casino-Ge-vaude, im zweiten Swck linkv, c:ne Ltcltanon von vcvschnde-ncn Meubcln abgchallcn wcvdcn- 3- 1447. (1) :TpVcw*;:| Dr- SU1N DE BOUTEMARD'S Y^ZZ] S a | aromatische i * ? Wie bekanm, ist d>e Aniuendung der verschiedenen Zahnpulver nichr allein u'i^ircicheiid^ d», Zah"/ oollständig l'on allem'Ansätze jn reima/n und ihren Glanz ivieder hei^ustellen, sondern es wi^cn auch noch die!»-' Milicl in «Pnlverfo-m auf die Dauer theils nachtheilia, a»f dao Zahnfleisch, theils schädlich auf dei, Zah"' schm.lz. Diese Thatsachen habe» zu Iana,ial)lia,.'il, Sanini.ln ?o"ge!, und Forschungen über ei"e zweckmäßigere Furm e,ne3 Zahumiccels Veiaolassun^ c,eget»en u,,d das E!^el)!nß dirser Scndien ist H)^. ^»»»i»» «l<» ZloURt^llllzrct'» aromatische Zahnpasta. Es ist nämlich die Pasten- (Seifen-) Furltt als diejenige ^rm erprobt worden, welche "Ut der das Zahnfleisch startenden Wiiru"g zuu>>ch die z noe r l a ssigstc, unschädliche Nein" guna. dcr Zahne, die Zerstörung dcr sich auf den Z>'h„e» bildenden thierische» und vegetabilische" ParaN-te», sowie einen wohlthätigen E'nfiuß auf die ganze Mundhöhle nnd deicn Geruch verbindet, u»d al>o nut Rechc als das Beste einp'ohlen weiden ka»" . was zur Cultur und Conservation dcr Zah"'-' — eines so wesentlichen Theiles menschliche. Schönheit nud Gesundheit — und zur V er- hü tuu cz tranrhafc^r Affectionen deüelb.n qeeigner ist. I>r. »,»!,» Tl<» «l«»,»t<»>,>««'<«'.'X Zahnpasta kann also nach dem jetzige» Standpuncte der l^. a>5 ^^.^ .^ c> ch st e > r. i ch b a i e i» Bezu.; auf Zahnc „ 11ur bezeichnet w> vde„ , und M in Laibach nur echt vorrächig bei Alms Kaisell, „zum Feldmal,ch^ll Nade,^!)," sowie i» Gö^rz »«' O. Gr,gl,aschi, zu Klagen f'urt in der Apotheke deS Anron ^ein itz und in Vill ach bei Mach. ^urlt.