Wr«i»»lli>ii«^»-Prnle i Kür La«!»a«b ««^ührig . . . » st- «> >-r«l»j»hris . . . « . « . »KkteljLhri,. . . » . 10 . «--natlich . - . - . r« . Mil der Post: »«wtjähns - - »»wjLhrls . . .».«>. «e. 7>t»hrig. . . L . 7» . Laidacher s»< »llfteL,,, in» H»°« »iertkl. tihri, « k.. «omMi« » k. «»»»er, « t«. latt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt-, Mannscripte nicht znrückgesendet. 8,»aclio «: «ahnhosgasse Nr. rrr Er-etitio« »ad Zaserate, , earraa: LongrrDPIa? X!r. 8t Thatsachen noch zweifelhaft sein, wo echte Bürger- ^ ! lügend zu finden, in unserem Lager oder in dem unserer Gegner? Und auch jene edleren Blüthen des menschlichen Lebens, Wissenschaft und Kunst, finden an uns begeisterte Pfleger. Schon ragt hoch über alle Häuser der Stadt jener monumentale Bau l hervor, den laibacher Bürgersinn der Wissenschaft > geweiht, und nur wenige Jahre werden vergehen, bis auch die Kunst eine würdige Stätte gefunden, i Rühmend darf man es ausfprechen, daß wenige Städte der Monarchie so opferfreudig für die Bil- i duug der Jugend wirken, als gerade Laibach. Und es thut auch wahrlich noth, denn soll unsere Ge- l meinde zu voller Kraft sich entfalte», so muß einmal jeuer Zwiespalt gehellt werde, der Laibachs ^ Bürgerschaft noch immer trennt, und was wäre ' geeigneter, eine einige Generation heranzuziehen, > als die im Geiste wahrer Wissenschaft nnd Aufklärung geleitete Schule? (Begeisterte Zustimmung.) Doch alle diese Bürgertugenden sind nur ein Ansfluß jenes echt deutschen Gemeinsinnes, der im Staate nicht blos eine Sicherheitsanstalt erblickt, ' sondern ihn als eine höhere, selbständige Ordnung auszusasseu gelernt, als eine Ordnung, die , unsere Ahnen mit ihrem Rechte schützte, die unsere < Väter mit ihrem Leibe vertheidigten, die wir Lebende berufen sind auszubaue» und sie höher entwickelt Kindern uud Kindeskinderu zu hiuterlassen, die also ein heiliges Band bildet zwischen vielen Geschlechtern. (Großer Beifall.) Sic sind ein Ausfluß jenes freien Bürgersinnes, der das ganze öffentliche Leben als eine Reihe sich wechselseitig bedingender Rechte und Pflichten erkannt, der lehrt, keine Pflicht zu versäume«, aber auch aus kein Recht zu verzichte». Bei unzähligen Gelegenheiten hat die verfassungstreue Bürgerschaft Laibachs ihre reife aber „die Wolken des Rauches wollte» die Wolken! der Schwer»,uth" uns nicht vom Herzen nehmen, die Gläser blieben ungeleert und unsere Herzeu uu-gefüllt. Unser Türke saug seine prächtigen Minnelieder in tonreichen Weisen, aber auch sie wollte» u»S nicht erheitern. Der Urwald selbst mußte fpre che«, um uuS ihm und uns selbst wiederzugeben, nnd er that es auch; er duldete uusere trübe« Gedanke«, nnser Sehne» uud Heimweh nicht länger. Plötzlich schmetterte» Helle, kräftige Trompeten-töiie durch die bisher so stille Nacht. Sie käme» vom ander» User herüber; das Geschwätz der Diener und Matrosen verstummte augenblicklich uud alle lauschten wie wir. Von neuem schmetterte es zu uns herüber. k'iulil, vl?inl>l! — Elephau-te», Elephante»!" — jubelte» die mit den Töne» Vertraute«. Ja wahrhaftig, cs waren Elcpha»te», welche drüben zum Flusse gingen; nur von ihue» konnten solche Klänge herrühren — und heute vcr> «ahmen wir sic zum erste« male: die Ehrist»acht wollte auch u«S «icht ««beschenkt lasse«. Aber «icht allein sic, die Waldriesen, ließen sich vernehmen, ihr Geschmetter sollte vielmehr gleichsam nur das Zeichen sein zum Beginn des nun taut werdende». beinahe schauerliche», aber doch »»endlich großartige» Nachlconc^rtes. Der König des Waldes donnerte durch sei» Reich, seine Königin antwortete, > tiefes Schweigen folgte, jedoch »ur für kurzer Zeit. > politische Biloung an d:>! Tag gelebt, wäyrend un-!scre Gegner «ur durch d''e schmählichsten Pr essionsmittel ihrr Reihen zusamm^ zuhalten vermögen. Und kaum vermögen, denn schon ist manches Samenkorn, das wir ausgestreut, auf fruchtbares Erdreich gefallen. Aber wir stehen erst am Abende der Entscheidungsschlacht. Noch einmal gilt es, alle Kräfte in Bewegung zu setzen, alle liberalen Elemente zu-sammenzusasseu, dann möge die Bürgerschaft Laibachs wieder ihres erhabenen Amtes walten, wie bisher das Banner der Freiheit und Aufklärung dem Lande vorantragen; (lebhafte Zustimmung), — und mit dem heißen Wunsche, daß sie uus zum Siege führe, erhebe ich das Glas und bringe ein Hoch aus auf die v e r f a s s u u g t r e u e B ü r g e r s ch a s t u n s e -rer Hauptstadt. (Laugandaueruder, stürmischer Beifall).______________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 30. Dezember. Inland. Die politischen Neuigkeiten, welche die Weihnachtsfeiertage zeitigten, nehmen einen förmlich erregenden Charakter in Anspruch. Es handelt sich um nichts geringeres als um eine Allianz zwischen den Polen und Ezechen zu dem Zwecke, der Verfassung den Garaus zu machen. Allen Ernstes wird erzählt, die Polen werden den Reichsrath zwar nicht verlassen, sondern einfach die Wahlresormvorlage im Verlause der parlamentarischen Behandlung „moralisch brandmarken." Gelangt der Reformeinwurf doch zur Sanction, dann werden alle staatsrechtlich oppositionellen Elemente im Reiche ihre äußerste Kraft einfetzen, um im Abgeordueteuhause zur Majorität zu gelangen uud das Ministerium Auersperg zu stürzen. Man wird zugeben, daß die Fantasie der oppositionellen Stimmführer eine ziemlich kühne ist, welche für Schlachtenplane in kommenden Zeiten Begeisterung schaffen will, während sie für die Gegenwart rathlos und uuthätig die Hände in den Schoß legen mutz. Es unterliegt keinem Zweifel, daß infolge di-recter Reichsrathswahlen auch das österreichische Gesetz über die Delegation abgeändert werden muß. Die diesbezügliche Bestimmung (Gesetz vom 21. Dezember 1867, 8) lautet: Die auf das Haus der Abgeordneten entfallenden vierzig Mitglieder werden in der Weise gewählt, daß die Abgeordneten der einzelnen Landtage nach dem nachstehenden Vertheilungsmodus die Delegierten entsenden, wobei ihnen frei steht, dieselben aus ihrer Mitte oder aus dem Plenum des Hauses zu >Ganz in der Nähe unseres Schiffes hob ein Nilpferd feine» Kopf aus dem Wasser nnd brummte, als wolle es versuchen, mit der Löwenstimme zu ringen, ein Panther grunzte, erschreckt gurgelten die Affen auf, die Hyänen und Schakale übernahmen wie gewöhnlich den Chorgesang, die Eulen schrie» dazwischen, auf der Sandbank klagte der Wogen, flügler der Nacht, der Scherenschnabel, und Silber-glöckchen gleich erklang das Gezirp der Cicaden da-zwischen, dumpfer der tiefe Ton der Waldfrösche. CS war ein wunderbares Toustück, welches wir hörte», und-wunderliche Künstler führten es aus, aber eö gab uuS gauz dem Orte wieder uud söhnte uus aus mit der Fremde. Wir lebten anf mit diesen Töne» der Nacht, die trüb gewordenen Augen glänzten wieder, und die Herzen schlngen hoch aus vor Freuden! — Ich weiß es, welcher von beiden Christabende» würdiger gefeiert worden ist. De» cinc» i» Madrid kan» nicht einmal die Erinnerung zu einem erträg-lichen Bilde umgestallc«; den audcrn im Urwalde malt sie sich von Ialir zu Jahr mit immer lebendi gere» Farben aus. Wcn« ich jetzt seiner gedenke, kommt mir die alte licbc Weise immer wieder in den Sin», »»d ich möchte fast seufzend ansrufen: „Ach, wie liegt so weit, ach, wie liegt so weit, Was lueiu einst war!" wählen." Es ist nun klar, daß die Einführung direkter Reichsrathswahlen auch die Abänderung dieser Bestimmung »othwendig macht, denn in einem direct gewählten Centralparlament in Wien gibt es keine Abgeordneten der einzelnen Landtage mehr. In welcher Richtung sich diese Aenderung bewegen wird, darüber darf in der Verfassungspartei kein Zweifel bestehen. Die directen Reichsrathswahle» sind bestimmt, den Föderalismus für immer zu brechea, es wäre eiu Widersinn, ihm in der Delegation noch einen Schlupfwinkel zu belassen. Das Gesetz ist demnach dahin abzuändern, daß die 40 Delegierten aus dem Plenum des Hauses wie in Ungarn gewählt werden. Unter den dalmatinischen S l a v c n hat die Wahlreformsrage eine Spaltung hervorgerufen. Die Majorität des nationalen Abgeordneten Klubs ließ den Reichsraths-Abgeordneten des Landes in dieser Frage vollkommen freie Hand, während eine ansehnliche Minorität dafür plaidierte, daß man die fünf Herren auffordern sollte, unbedingt gegen die Einführung der Wohlresorm zu stimmen. Schließlich machte man der Minorität die Conceffion, daß die Zerren Danilo und Cousorten ersticht werden, eine 'den Slaven günstige Einteilung der Wahlbezirke zu erwirken und sich die Unterstützung der Regierung so theuer als möglich bezahlen zu^lassen. Dem ossiciösen Correspondenten der „Speuer-schc» Zeitung" aus Wien zufolge werden Beust und Andras s y gegenüber den Enthüllungen Gra-montö Stellung nehmen; der „Pester Lloyd" dagegen, welcher nicht ohne Fühlung mit dem auswärtigen Amte ist, behauptet: „Der Zweck einer solchen officicllen Widerlegung wäre nicht abzuschen ; die österreichisch ungarische Politik von Gastein bis Berlin ist das schlagendste Desaveu für die Gas-cognaden des Duc de Gramout." — Man darf annebmen, daß die „Spener'sche Zeitung" besser unterrichtet ist, als das ungarische Blatt. Merklich herabgestimmt siud die diesjährigen Weihnachtsbetrachtnngen der deakistischen Blätter im Vergleiche zu den vorjährigen. Lor einem Jahre machte Graf Lonyay, gleich einem zweiten Eagliostro, durch großartige Reformverheißungen für das von ihm überuomene Regiment Reclame; in erster Reihe' figurierte unter den von ihm verkündeten zwölf Herkulesarbeiten die Lösung der kroatischen Frage. Hente sind alle die früheren Wirren gesteigert, und derselbe Graf Lonyay hat durch feine Wühlpolitik die Deakpartei in bedenkliche Schwankungen gebracht, so daß ein deakistisches Blatt, die „Magyar Politika," bereits mit der Eventualität einer den Reihen der Opposition entnommenen Regierung rechnet. Ausland. Die Presse des deutschen Reiches behandelt Gramont kurzweg als Schwindler. Allerdings, wollte sie ihm de» geringsten Glanben schenken, so würde sie auch die Wahrhaftigkeit seiner Behauptung zugeben, daß Deutschland den Krieg mit Frankreich vorbereitet uud provociert, Frankreich nur als Nothwchr gehandelt habe. Die „Nerddeutsche Allgemeine Zeitung" behauptet, daß man in Wien der Behauptung Gramouts nicht so viel Gewicht beilege, um sie des Dementieren« werth zu halten. Die Jesuiten sind aus Preußen hinwegge-segt; nuu komme» nach und nach die ihnen „verwandten" Congregationen an die Reihe. Aus Kulm (Westpreußen) si„d dieser Tage einige der Congregaliou der Lazaristen des heiligen Lincenz a Paula angchörigen Pfaffen, welche daselbst im Institut der barmherzigen Schwestern als Lehrer hospitierten, an die Lust gesetzt worden. Als '1'vriiü-NU8 aci ljuvm für ihre Abreise ist ihue» das ueue Jahr bezeichnet worden. Der Eine von ihnen, ein Warschauer, muß seine» fromme» Fuß vom deutschen Boden ga»z hiiiwcgheben. Im höchsten Grade überraschend wirkt ei» Petersburger Telegramm, ei» Bulletin über den ^rankheilSzustand des Großfürsten - Throu -lvlgers Zu», ersteumale hören wir, daß derselbe schon seit >9. November ernstlich erkrankt ist, und daß am ^9. d.M. die „nicht unbedenkliche"; Krankheit sich ak 'Unie-'leibsthphus deklarierte. „Das Fieber ist noch nicht i» Abnahme begriffen," lautet das Bulletin des „Regierungs-Anzeiger"; eine andere Depesche, die sich auf keine Quelle bezieht, will von keinen gefahrdrohenden Symptomen wissen. Lokal- und Prsvinzial-Angelegercheiterl. Lokal-Chrom?. — (Die Sylvester kneipe des lai-bacher Turnvereins), bisher bekanntlich eine der beliebtesten und besuchtesten Sylvesterunterhaltungen Laibachs, wird Heuer entfallen, trotzdem alle Vorbereitungen dazu seitens der Herren Kneipwarte bereits getroffen waren. Der hauptsächlichste Grund ist der Umstand, daß das löbliche Offizierscorps seit längerem entschlossen war, morgen Abend eine große Sylvesterfeier zu veranstalten, zu welcher auch der Turnverein freundlichst eingeladen wurde. Als Ersatz jedoch für die entfallende Sylvesterkneipe wird der Turnverein im Laufe des Jänner eine große FaschingS-Abendunter-halinng veranstalten. , — (Feuerallarm.) Das Commando der 'reiw. Feuerwehr beabsichtigt in der nächsten Zeit die Mitglieder der Feuerwehr mittelst der Signalhuppm zu allarmieren, d. H. einen blinden Feuerallarm zu veranlassen, um zu erproben, ob im Falle eines wirklichen Brandes dieser durch solche Signale in ausreichender Weise und in ollen Stadttheilen signalisiert werden könne. Das Commando der Feuerwehr hält einen derartigen Versuch für dringend geboten, da bekanntlich die Kanonensignale vom Schloßberge nur in äußerst mangelhaster Weife ein auSgebrochenes Feuer anzeigen. Wir halten es für unsere Pflicht, die Bevölkerung im voraus ausmerksam zu machen, damit sie sich eintretendenfalls jeder Sorge entschlage. — (Der freiwilligen Feu'erwehr) sind als unterstützende Mitglieder beigetreten: Herr Hauptmann Graf Bolza mit dem Beitrage pr. 8 fl., Herr Peßiak 5 fl., Frau Grumnig 5 fl. — (Einsührn-ng dek Meters.) Die österreichischen Bahnverwaltungen berathen augenblicklich die Eingabe ans österreichische Handelsministerium über die Einführung des Metermaßes auf allen Bahnen, indem vom 1. Jänner 1873 ab alle Meilenzeiger, StaiionStarise und Gebühren-BerechnungStabel-l-n sowohl in Meilen als auch in Kilometer anzusetzen sind und dabei der Zollzentner (50 Kilogramme«) als Gewichtseinheit beibehalten werden soll. — (Folgen einerJesuiten Mission). Man schreibt der „Gr. Tgp." : Die vor zwei Jahren aus Pozega in Slavonien vertriebenen Jesuiten haben sich mit Hilse einer reichen BauerSwitwe, welche ihnen Kloster und Kirche gebaut und sic stets mit Lebensmitteln versorgt Halle, in Repnje, Bezirk Stein in Krain, eingenistet. Von.diesem Winkel aus werden die Missionen weil und breit von vier Jesuilen besorgt. Unler den vielen UnglückSsällen, die infolge dessen vorgekommen sind, will ich des allerletzten erwähnen. Bor 14 Ta^en war die Mission in Altlack in Ober-kcain. Ein ganz gesundes 26jähriges Mädchen ging zur Beicht, nach Hause kam sie jedoch wahnsinnig, den vierten Tag nach der Beichte ist sie gestorben. — (Kronprinz Rudolssbahn). Aus, der 78'4 Meilen langen Strecke der Kronprinz Rn-dolsbahn wurden November l. I. 102.234 Personen und 1,308 410 Ztr. verführt und 229.026 fl. an Einnahme erzielt, gegenüber November 1871 um 28.597 Persoklen und 307.265 Ztr. Fracht mehr. Die Gesammteinnahme seit Jänner l. I. betrug 2,067.680 fl., im Jahre 1871 bei 60.5 Meilen 1,551.336 fl. — (Im Verkehr mit Deutschland) kommen vom 1. Jänner 1873 an folgende neue Bestimmungen in Anwendung; 1. Für besondere Zei. tungSbeilagen wird eine im voraus zu entrichtende Gebühr von '/, Reukreuzer berechnet. 2. Es ist gestattet, zur Fahrpost gehörige Pakete ohne Werlhan-gabe nnlec Necommandation zu versenden. Für dieselben ist außer dem Fahrpostporto eine Recomma». dationsgebühr von 10 Neukreuzern zu entrichten, welche zugleich mit dem Porto erhoben wird. Wenn ein Rückschein verlangt wird, so ist eine weitere Gebühr von 10 Neukreuzern zu erheben, welche der Absender zu entrichten hat. Für den Verlust eines recommandierten Paketes wird nach denselben Grundsätzen Ersatz geleistet wie bei gewöhnlichen Paketen -ohne Werthangabe, jedoch mindestens mit dem Betrage von 21 Gulden ö. W. für die ganze Sendung. Bei Beschädigungen recommandierter Pakete finden dieselben Grundsätze Anwendung wie bei Beschädigungen gewöhnlicher Pakete. 3. Begleitadressen zu Fahrpostsendungen dürfen das Gewicht von I Zoll-Loth (15 Grammen) nicht übersteigen. 4. Die vorstehenden Bestimmungen, soweit sie die Briefpost betresfen, haben auch im Verkehre zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und Luxemburg in Anwendung zu kommen. Znr Gesundheitspflege in Krain. Der krainische Landesausschuß hat unterm 15. d. M. nachstehendes Circulare Gn Betreff der Gesundheitspflege am Lande an die Gemeindevorstände in Krain erlassen: „Die Gemeindevorstände haben durch die k. k. Be-zirkshauptmannschasten Kennknis erhallen von dem Landesregierungserlasse ddo. 8. v. M., Z. 7818, welcher die Maßregeln zur Hintanhaltung zweier epidemischen Krankheiten behandelt, die möglicherweise auch in unser Land eindringen und sich daselbst ausbreiten könnten. Die eine dieser Krankheiten, nämlich die Cholera, herrscht ziemlich bedeutend in Ungarn und tritt hie und da auch schon in Böhmen ans. Die andere, nämlich die Blattern, ist bösartig ausgetreten in unserer nächsten Nähe: in Triest, Agram und Graz, wo schon viele Menschen daran erkrankt und gestorben sind. Beide Epidemlin bedrohen daher auch unser Land. Der Landesausschuß sieht sich daher bemüssiget, den Gemeindevorständen wärmsteus anzuempfehlen, alle von den k. k. Bezirkshanptmannschasten in Bezug aus die Gesundheitspflege erlassenen Verordnungen genaue-stens zu befolgen und die größte Aufmerksamkeit auf die Beseitigung aller in der Gemeinde etwa verkommenden Uebelstände zu verwenden, welche den Ausbruch einer ansteckenden Krankheit verursachen könnten. Insbesondere aber empfiehlt der Landesausschuß nachstehendes zur Beachtung: 1. Eine mäßige und geregelte Lebensweise, so wie Ruhe des GemütheS ist das erste Mittel zur Erhaltung der Gesundheit. Es ist daher nöthig, sich vor Erkühlungen zu bewahren und sich deshalb wärmer zu kleiden. In der Nacht soll jedermann möglichst im geschloffenen Raume schlafen; besonders aber ist darauf acht zu geben, daß der Magen nicht verdorben wird, was dadurch vermieden werden kan», wenn wir uns schädlicher Speisen und Getränke enthalten und von keiner Speise im Uebermaße genießen. 2. Es ist strenge daraus zu sehen, daß das Trinkwasser rein und gesund sei. Die Erfahrung lehrt, daß mit faulen Stoffen geschwängertes Wasser eine Hauptursache epidemischer Krankheiten ist. Sollte daher in Erfahrung gebracht werden, daß irgend ein Wasser in der dortigen Gemeinde unrein, pfützig, daher schädlich ist, so soll ein solcher Brunnen ohne Widerrede gesperrt werden. 3. Jede epidemische Krankheit nistet sich beson« derS gern an unreinen Orten ein, sic kommt daher häufig dort vor, wo viele Menschen in einem kleinen Raume zusammengedrängt wohnen, dann dort, wo faule Stoffe gähren und Gestank verbreiten. Es bedarf deshalb nicht erst einer umständlichen Erörterung, daß Reinlichkeit in allen Dingen das beste Schutzmittel gegen Krankheiten ist. Die Gemeindeinsassen sind demnach zu erinnern, daß sie ihre Wohnungen lüften, daß sie die Fenster wenigstens einmal im Tage durch län-gere Zeit offen halten, nm so die verdorbene Lust aus den Wohnungen zu beseitigen. Eine ganz besonhere Ausmerksauikeik ist den Aborten, Mistjauchen und Düngergruben zuzuwcnden. Fast überall am Lande liegen die Aborte und Dünger- Haufen knapp bei den Häusern und verpesten so die ganze Umgebung. Die Aerzte haben die Ueberzeugung gewonnen, daß solche Ausdunstungen von Aborten und Mistjauchen besonders bei feuchtem Wetter häufig Ursache epidemischer Krankheiten sind. Es ist daher Pflicht der Gemeindevorstände, die Insassen dahin zu vermögen, daß sie soviel als möglich dergleichen nach, »heilige Uebelstände beseitigen. DieS wird ohne besondere Mühe und ohne große Kosten bei Aborten dadurch erreicht, daß man in dieselben etwa 2—3mal in der Woche in Wasser aufgelösten Eisenvitriol gießr. Wie dies zu geschehen hat, wird dem Äemeindevor-stande von der k. k. Bezirkshauptmannschast mitgetheilt werden. Ein aufmerksames Vorgehen in dieser Richtung ist aber besonder« dort unumgänglich nothwendig, wo die Aborte, Mistjauchen und andere faulende Sachen in der Nähe von Brunnen oder Viehtränken liegen, da es leicht geschieht, daß die Jauche dem Wasser zufickett, das von Menschen und Thieren genossen wird, die hieraus erkranken. 4. Da jede Krankheiz leichter behoben wird, wenn der Kranke den Arzt rechtzeitig zu Rathe zieht, so ist die Bevölkerung in der dortigen Gemeinde zu belehren, daß bei einem KrankheitSanfalle von epidemischem Charakter unverzüglich ärztliche Hilfe herbeizuholen ist. Wenn jedoch mehrere Menschen gleichzeitig oder in rascher Aufeinanderfolge erkranken, so ist eS Pflicht deS Gemeindevorstandes, dieses sogleich dem k. k. Bezirksarzte oder der k. k. Bezirkshauptmannschast anzu-zeigen. 5. Nachdem epidemische Krankheiten häufig von einem Orte zum ändern dadurch verschleppt werden, daß der Kranke in eine Stadt zum Arzte ober in das Spital geführt wird, so hat der Gemeindevorstand dafür zu sorgen, daß derlei Kranke zu Hause, wo sie erkranken, verbleiben und thunlichst so verwahrt werden, daß sir mit anderen nicht in Berührung kommen. Dieses gilt vorzüglich von den Blatterkranken, da Blattern meistens durch Ansteckung weiter verbreitet werden. 6. Da die Impfung das beste Schutzmittel gegen die verderbliche Blatternkrankheit ist, so ist die Vor-nähme derselben sowohl bei Kindern als auch bei Er-wachsen nothwendig. Wenn daher der Arzt die Impfung als nothwendig erklärt, so ist die Bevölkerung zu belehren, daß sie sich derselben nicht widersetze. ES steht zu hoffen, daß die Gefahr der dro-henden Epidemien beseitiget werde, weun die erwähnten Maßregeln genau und gewissenhaft befolgt werden. Deshalb spricht der Landesausschuß die Erwartung au-, daß die Gemeindevorstände sorgsam, und wenn nöthig, mit Strenge darüber wachen werven, damit die gegebene» Rathschläge auch überall befolgt werden." Salzburger Lose für die schon am k>. Immer 1873 stattfindcnde Ziehung, Hanptresser 4-.VVV Gulden ö. W ü fl. 25.5V (oder in Monatsraten L 2 st.) Lose der wiener Armeu-Lolterte für die am 2ö. Februar 1873 ftattfindenbe Ziehung, Haupt-tiefirr 1V-V LtückDukaten, L SV kr- (bei Abnahme von b Stück 1 Stück arati«) sind ju beziehen durch <761 1) »ILÄOU L Luvlr, Sackstratze Rr. 4. Briefliche Bestellungen werden prompt effectuiert wmeruug. Laibach vt). Dezember. Vormittag dichter Nebel. Schwacher Ostwind. Wärme: Morgen« ü Uhr 2,8', nachmittag« 2 Uhr -s- 6.8» 0. (1871 — 8.0', 1870 2.S'). Var »Meter im Steige», 744.81 Millimeter. Der gestrige Niederschlag t'.IO Millimeter Da« Tage»n,ittel der Temperatur von gestern war -s- 5.0', uni 7 9° über dem Normale._________________ Aufttlommeue Fremde. Am SS Dezember Br. Rotschütz, Vöseudors Balentanejji, Udine. - Wunder. Ha»del«reisender Wien - Frau Steier, Lack. »<»M« HVI««. Maier, «sm., Oberlaibach Hrizin, «gram. Pre»ker, Schneider. Marburg. Lerjlordcuc. De» 2?. Dezember. Thomas Zittnil, Taglohnei, alt 38 Jahre, im Livilspilal an der Abzehrung Zoscs Zadergala, Taglöhner, all 43 Jahre, in, Livilspital infolge zufällig erlittener Verletzung. Theater. Heure: Rigoletto. Oper in 3 Allen von Berdi. P e r s o n e u : Der Herzog von Manlua....................Hr. Lioll. Rigoletto, sein Hofnarr .................Hr. Woloss. Gilda, seine Tochter ....................Fr. Kropp. Gras von Eeprano.........................Hr. Midaner. Graf von Monterone.......................Hr. Austin. Sparafucile, ein Bravo ..................Hr. Pollak. Maddaleua, feine Schwester .... Frl. Rosen. Telegramme. Paris, 29. Dezember. In einem Schreiben an Daru hält Grammont aufrecht, daß Oesterreich Frankreich für den Krieg im Jahre 1870 Beistand versprochen habe. — Eine Conferenz zwischen Thiers und dem Subcomitö des Berfassungsausschusfes versichert die herbeigeführte Einigung in den Hauptfragen. Kranz Bartlme, Theresia Jonke, Maria Braune und Josefa Kre» geben Nachricht von dem höchst betrübenden Hinscheiden ihres innigst-geliebten Bruders, Herrn ^okaiiii üaL'tluih k. k. Grundbuchsfilbrers und RealilätenbesitzerS, welcher heute um halb 8 Uhr morgens nach kurzem Leiven, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im 69. Lebensjohrr selig in, Herr» kiitschloscn ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch am I. Jänner 1873, früh halb 9 Uhr statt. Der-lheuerc Verblichene-wird den« fromme» Andenken seiner Verwandten, Freunde nnd Be-kanule» empfohlen Gotischee, am 30. Dezember 1872. An die Herren Offiziere der Reserve, der nicht aktiven Landwehr »nd an alle jene, welche in Laibach beurlaubt sind, ergeht die höfliche Einladung ;u der morgen in den Lokalitäten der hiesigen Livil-Schießslätle ariangiciie» Mmkiiii>lt'ih>i1I»i>g. Anfang 7 Uhr Gut U Heil: Da« lübl. k. k. OsfizierScorpS der Garnison Laibach veranstaltet ani 31. Dezember 1872 aus der Schirßstitlte eine Slilvt'iierfeler, wozu säuimtliche Mitglieder des Turnvereines frennd-ltchst eingeladen worden sind. (763) VomTurorathk dcs laibacher Toruvmins. Ein großer, schöner Garten ist sogleich zu vermiethen. Nähere« in der Expedition diese« Blatte«. (762—1) Upilvvtirwkv krLwplv all- livilt delslllok >I«e 8>>«>:i»l»ert kUe k>,il,>p»i« o »LIIII»«!», S«eIIn, 1^0 I N »te»»«! 45 Uot>»tttlui>^. über p»tient«» i (782 8) Dank ««d Allkmpfthlvllg. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen schönstens danke, beehre ich mich, hiemii ergebenst anzuzei-ge», daß ich wie bisher alle in das Maschinenfach einschla-genden Arbeiten, als : Dampfmaschinen jeder Art und Größe, Wasserräder, Turbinen und Göppel, Einrichtungen für Pa-pier- nnd Pappendeckelfabriken, Holzschleifereien, Farbholz-und Holzst'ftcnsabriken, Mahl- und Sägemllhlen. Transmissionen, sehr einfache und bewährte Häckselmaschinen und Kukurnzrebler ic. ,c. zu de» billigsten Preisen zur AuSsllh-ruug übernehmt, »nd mache aus meine patentierten doppelwirkenden als auch rotierenden Saug- uut> Druckpumpe» ganz besonders aufmerksam; feruers übernehme ich Wasserbauten in Holz, Stein und Cement; Dampfkessel-Ginmaue-rlingen und Ausstellung jeder Art von Maschinen. Reparaturen werden sofort besorgt. Um zahlreiche Aufträge bittend, zeichnet mit Hochachtung ergebenster '737—3» Peter Cmich, Ingenieur und Maschinenbauer in Laibach Nr. 171. Leit SO »» u l «»„«»««IIÄrl» I»e- veräeu äie ^VLlänoll-I'LdrikLts u. ?räxLrLts aus äsr rsaomwierte» I r» »««»«>» in IbiiriuKM «>>«„ «» «»ivlil. « to. I « Iiigräurek vieäer- kolt uuä suAeleZsutlicli »18 die sickerbte» 8el>utr- »int IliMmiltvl empkolrlev. (678 4) Oer kur K» »l» beüuäet 8ieli bei ZZ rr rr rr mit reichem Waldcomplex, in der Nähe einer Eisenbahn in Kram gelegen, wird zu kaufen gesucht. 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I»>. «». i, «eU> Ware «S.SL 6«.7S ?v.co w o» !>s.ro »« so I««.su IV2.7S ir»li« — i«».— >«».»» »1.LV ,b.7b «« -8;.— »ii.»» R.7» 81. 7».7S 80.L0 «».— »«».-5,» ,b 3SS.7L IIS» iilb »13 — ,7».—»«».-«». >0» l»7 — »»».— »l.6v »liv »l«0 »7.- j»»«.- »»».-«».so I7L - 17, »»».- »I» »0 >7, - >7».-i»».»» >7».»e ,».«> »>.»o ,7.7» »».7b! 8»'"> Belt! wo« »1.«^ ^7» Oe». HvV«!» -v>!ll!. r^riorrkLt»-Vd!t». kiidd..i»«I.,LS00Sr. Iw.- It» « dt«. Lüll»«pL!. — »isrdd. (l0«>t. «M.) »8.- «.SO Slkd..«.(,v0fl.S.W.) »1.50 «8.— EiaatSbah» Pr. «lück iüS - I«.-Etaatsb. Pr. ei. 1887 1i4.— IW.— R»di!ls»b.(i»vst.S.IW.) »Ü.5V «ran,-.los. <«»«.«».> 101.10 1»I.„ r.»»» «redit 100 fl. i. v!. . Doll.-L,mplfch.-Ocs. ,u ISO ». «M. . . Irlefter 100 N. »M. . dl«. iO fi. i.w. . Oleorr . «0 ». i.w. S»im . , 4« , Palst» - . . jiars . . «0 . «Si. »-uoi«. «0 . iSi:>üi!q,rL, . rvaidstriv . »0 , a«gt«»i» . 10 , «»doll«i»ft. I»».«. (,«»».> «ari, 100 »raoc« . 18».— I«».L0 »«.«> «».»« I17.b0 1I8S« R.- b».- «0- »7.L0 «.« MM»»»» Luc»«,». «crei»«»,a>n ^ ^ Gllta . . »8 SO ÜV.7K »0.7» >»»« »» — 1» - l» « Id.lS >» « »1« »u » 7» l L», Telegraphischer Lmsbericht am 3V. Dezember. Papter-Nente 66.55. — Silber-Nente 7V.SV. - 1SS0« Sta»t«. Inlehen 10S.25. — vankactien 866. — LreditüSI.—. - «»ndon 108.80. — «Uber »0840. — < k. Müni-Ducate, —-— 20-Kranc-StUckr —. Onick >»» J-n. ». tkletnmaye ck Krd vambrrg t» Laidach. «erlegrr ,«» stir »te Nr»acü«a »era»t«»Mch: Otl,»«r v,»»«,».