^« R3». Dinstag am I». Iuni »8KK Die , Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme oer Sonn- >mo Feierüiqc, täglich, uno koiw sammt den Äeilagen im Comptoir ganzjährig 11 >l.. halbjäl^r.ig 5 fl. 30 5r, mit Kreulband im Comptoir ganzjährig 12 st.» halbjährig N fl. Flir die Zilssellmic, in's Hans sind halbjährig ^0 kr. mehr zi, entricht^,. Mit der Post portofrei aaniiähriq, unter Krnlibaiw und gedruckter Adresse 15 fl.. hall^ah^g 7 fl 30 kr. — In »cratio» ckgebnl, r fnr eine Svaltmzeile oder den Naum derselbe», fi,r ein-,..aliqc Ginschaltnng ^ kr., fl.r zwei.naliqe l fr., fnr dreimalige 5 lr. E M. ^'^erate b.s ,2 Ze, cn kosten 1 fl. ficr 3 Mal. 50 kr. für 2 Mal uno 40 kr. fnr 1 Mal einzuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dem .provisorischen G.sttze vom tt. November l. ^. fur ^n,ert.onsstampcl" noch IN lr. fur eine ledcSmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Pranumerati 0 ns - Ank,i ndigun g. ^^it Ende dieses Monates geht das erste Semester zu Ende, und wir laden somit die p. 'I'. Herren Pränumeranten zur Erneuerung der Vränumeratlon kin. Ueber die Tendenz und Haltung des Blattes etwas Näheres zu sagen, halten wir für ü'berflüßig, da dieselben ohnedieß hinreichend bekannt sind; wir können jedoch nicht umhin, die Versicherung zu wiederholen, daß wir Alles aufbieten werden, um das Blatt möglichst interessant zu gestalten, und alles Wichtige m der politischen Welt mit größter Schnelligkeit zur Kenntniß zu dringen. Zu diesem Zwecke haben wir, was den l'. 'I'. Lesern unseres Blattes bekannt, in den verschiedensten Theilen der Monarchie unsere stabilen Correspondcnten, so wie uns auch eine große Anzahl in- und ausländischer Blätter zu Gebote steht, um das Interessanteste unseren Lesern vorzuführen, damit sie den allgemeinen Gang der Weltbegcbenheiten stets vor Augen haben können. Die Rubrik: „Slavische Rundschau", die wir in unserem Blatte führen, ist specicl den literarischen und sonstigen Angelegenheiten aller slavischen Stämme gewidmet, und hatte sich zu wiederholten Malen und von vielen Seiten des lebhaftesten Beifalls zu erfreuen; nicht minder ist die Rubrik: ,.Localcs", in welcher alle zur Veröffentlichung geeigneten Vorkommnisse und Wünsche der Stadt Laibach, sowie überhaupt des ganzen Kronlandes besprochen werden, sehr beifällig aufgenommen worden. Das „Feuilleton" wird, wie bis jetzt, fast durchgehcnds nur Original-Aufsätze bringen, von denen jene, welche zunächst Krain betreffend, stets den Vorzug erhalten; wodurch der heimatlichen Kunst, Literatur und Wissenschaft nach Möglichkeit Rechnung getragen wird. Die Pränumerations-Bedingungen sind unverändert, nämlich: Ganzjährig mit Post unter Convert versandt . . 15 st. — kr. halbjährig „ „ „ „ „ . . 7 „ 30 „ Ganzjährig im Comptoir unter Couvert ... 12 „ — „ halbjährig „ „ „ „ .... 6 „ — „ Ganzjährig im Comptoir offen ......II „ — „ halbjährig „ „ „ „..... 5 „ 3N „ Für jene Exemplare, welche in der Stadt in's Haus zugestellt werden, entfällt noch 30 kr. Trägerlohn für das halbe Jahr. - _______ Zeitungs - Verlaa. Amtlicher Theil H)cute wild das XXV. Stück, III. Jahr. gang 1851, des Landesgesetz- und Regierungsblattes für das Kronland Krain ausgegeben und versendet. Laibach am 10. Iuni 1851. Vom k. k. Redactionsbureau des Landesgesetz-blattes für Krain. Am 4. Juni 1851 wird in der k. k. Hof. und Staatsdruckerei in Wien das XXXV. Stück des allgemeinen Reichsgesctz- und Regierungsblattes, und zwar in allen Doppelausgaben, mit Ausnahme der romanisch-deutschen, so wie daß XI. Stück vom Jahr gang 1850 in der magyarisch-deutschen Doppelausgabe ausgegeben und versendet werden. Ferner ist am 3l. Mai 1851, das XXXIV. Stück vom Jahrgange 1851, in allen Doppelausgaben/ mit Ausnahme der romanisch? deutschen, und das I.XXX. Stück vom Jahrgange 1850 in der böhmisch-und ruthenisch-dcutschen Doppelausgabe erschienen. Der Inhalt dieser Stücke wurde dcreits bei ihrer ersten Ankündigung angegeben. Wien, den 3. Iuni 1851. Vom k. k. Nedactionsbureau des allgemeinen Reichs-gesctz- und Regierungsblattes. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchstem Hand-schreiben vom 4. d. Mts. die vom Fcldzeugmeister Freiherrn V. Weiden erbetene Versetzung in den Ruhestand, unter Bezeugung der vollen allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner hinterlegten vieljährigen eifri> gm Dienstleistung, insbesondere aber mit dem unter schwierigen Verhältnissen mit erfolgreicher Thätigkeit u>id Umsicht geführten Gouvernement der Haupt-und Residenzstadt Wien, allergnädigst zu bewilligen, und den Feldmarschall-Lieutenant v. Kempen, unter Beibcl.issung der von ihm bisher bkklcideten Sttllc eines Gcncralinspectors der Gcnsd'armerie, zum Mili-targouverneur von Wien allergnäoigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Majestät habm mit allerhöchster Entschließung (ilw. Schönbrunn den 4. Juni d. I, den Rath des Dbcrlanoesgerichtcs in Triest, Alexander Bosch an, zum Präsidenten des Landesgerichtes in ! Novigno, mit den für die Stelle svstemisirtcn Bezügen, allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Ent-schlicßung vom 1l. Mai l. I. den Consistorialratb und Ordinariatsnotar in Laibach, Joseph Keck, und den Stadtpsarrer und Dechant zu Krainburg, Anton Koß, zu Ehrendomherren an der Cathedralkirche zu Laibach allergnädigst zu ernennen gcruht. Se. k.k. Majestät habcn über Antrag des Justiz-ministers mit allerhöchster Entschließung lillo. Schön-brunn den 4. Iuni d. I. dem Landcsgerichtsrathe m St. Polten, Johann Teufel, die angesuchte Ueber-fttzung zum Lcmdesgerichte in Wien in gleicher Dienst eigenschaft mit den systcmmäßigen Bezügen allergnä-digst zu bewilligen gcruht. Se. k, k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 23. Mai d. I., über Vortrag des (Zultus- und UnterrichtSministers, den bisherigen Professor der allgemeinen Geschichte und der öster-reichischen Specialgeschichte an der Innsbrucker Um-! versität, Dr. Albert Jäger, zum ordentlichen Pro-fessor der österreichischen Geschichte an der Wiener Universität zu ernennen geruht. Der Minister des Innern hat den vormaligen Dbemotäl des Essegger Comitats, Moses G e o t' gievic, zu'l, Vicegespan erster Classe für Pozega und den Banalconlipisten. Johann Car, zum Vice, g.span zweiter Classe für Kopreinitz ernannt. Das k. k. Finanzministerium hat den Nechnungs, official, Gregor 35 oiska, in Triest, dann den Rech-"ungsofficial, Johann Lessiak, in Agram, zu Nech-nungsrevidenten im Bereiche der k. k. croatisch-slavo--nischen Finanz'Landesdirection ernannt. Der Minister des Cultus und Unterrichtes hat den bisherigen supplircndcn Gymnasiallehrer zu Tar-nopol, Franz Mrniak, zum wirklichen Lehrer an demselben Gymnasium ernannt. Nichtamtlicher Theil. Krainburg. Von unserem unermüdlich thä'ti«-gen Gensd'armerierPostcn machten am 5. Iuni Abend, s die Gensd'armen Franz Thomschitz und Christian Nigon aus eigenem Antriebe einen Streifzug über den St. Margarcthenberg nach Ober- und Unterfeßrntz, von wo sie ungefähr um l Uhr Nachts, schon auf dem Heimwege begriffen, in die Nähe des unter Krain-vurg, am rechten Ufer der Save liegenden Ortes Gorcnasava gelangten. Sie vernahmen aus dem ersten Hause der Ierni Krischner Nr. 17 ein Geräusch, und wollten sich eben deßhalb leise zum besagten Hause schleichen, um zu sehen, was da vorgehe, als sie auf ein Mal in dem Hause ein Schreien — >ik»>,lin^« :c.« — vernahmen und 3 Menschen herauslaufen sahen. Trotz der Dunkelheit der Nacht setzten die Gensd'armen den Fliehende», nach, und erreichten nach beilausig 100 Schritten Einen dlls'l.-den, der sein Versteck in tinem Gebüsch suchte, und mit dem Bajonnete hervorgeholt werden mußte. Einem Andern, welcher eiligsten Fußes auf den Berg entlief, wurde ein wohlgezielter Schuß nachgesendet, 334 worauf man ihn, wahrscheinlich getroffen, langsamer gehen sah, aber keine Spur mehr von ihm finden konnte. Der dritte Gauner, das Dunkel der Nacht benutzend, ist ebenfalls entsprungen. Der aufgegriffene Gauner, welcher mit seinen Genossen durch Auswerfen eines festen Eisengittcrs mittelst starker Hebebaume, in das Haus des obgc-dachten Krischner gedrungen war. ist der 19jährige Bursche Lorenz Lebar, von Sasnitz in der Ortsgemeinde Dörfern, welcher ein ähnliches Pfeifchen bei sich hatte, wie dcr im October v. I. hier am Margarethenberge vom Gensd'armen Vaupetitsch erschossene Gauner Faidiga, womit sich die Gauner Zeichen zu geben pflegen, wenn sie nächtlicher Weile sich versammeln wollen. Bei den so häufig sich ergebenden Diebstählen mittelst Einbruches wurde die Kunde der Einbringung eines an der That ergriffenen Gauners allseitig um so freudiger vernommen, als derlei auf andere Weise eingebrachte Thäter Alles, so denselben zur Last gelegt wird, abzuläugnen pflegen, dieser Fall aber, streng und energisch durchgeführt, gewiß auf die Entdeckung der übrigen Mitschuldigen führen wird. Unserer Gensd'armerie aber, welche bei Tag und Nacht, und in jeder Witterung aufopfernd dem ihr obliegenden Dienste sich widmet, wird besonders aus diesem Anlasse, wo die zwei genannten Gensd'armen aus eigenem Antriebe den erfolgreichen Streifzug unternahmen, inniger Dank hiemit öffentlich ausgesprochen. Correspoudeuzen Aus Untersteiermark. !)>-. p— Der Juni scheint mit feuriger Kraft die frostigen Todsünden des Blumenbruders Mai gut machen zu wollen. Mit Brotfrucht und Obst kann es gelingen, mit dem Weine aber dürfte es wie mit den Menschen und ihrer Stimmung gehen; wenn auf den zarten Keim die rohen Elemente zu wild losgetobt, so ist nicht jenes Gedeihen zu verlangen, das sonst möglich gewesen »värc. Trutz dem stehen die Hoffnungen auf ein gesegnetes Jahr noch überall so gut, daß die seit ersten Juni gestiegenen Fleisch- und Brotvrcise einen widrigen Gegensatz bilden. — Schmerzlich ergriffen fühlten sich alle Freunde der Dichtkunst durch den frühen Tod des Sängers Stanko Vraz, dcr hier um so m,hr Verehrer zählt, als er am Gymnasio zu Marburg sein« ersten Studien machte, und schon als Knabe durch sein herzliches, tiefgemülhliches Wesen sich die Neigung Aller zu gewinnen wußte. Ein Paar flüchtige Jahre sind kaum vorüber, und Nachtigall und Lerche der Slovcnen, Pre^ern und Vraz, ruhen, der eine zu Krainburg, der andere zu Agram — beide unfern der slavischen Save. — Mit froher Erwartung sieht Marburg zu Pfingsten der Anwesenheit der Gratzcr Liedertafel entgegen. Das neue städtische Theater wird, wenn auch noch in sehr Provisor. Zustande, dem gefeierten Sängcrkranz zuerst als Ddeion dienen; eine kostbare Fahne mit passenden Emblemen z und Devisen, von den Marburgerinnen gestickt, wird selben als freundliches Zeichen der Erinnerung überreicht werden. Möchten sie das bringen und hier lassen, was im geselligen Leben als Münze von echtem Schrott und Korn immer mehr ausgeht: Einklang und Zusammenstimmung. Der trösten sollende Gemeinplatz: Anderswo ist es auch nicht besser, heißt nicht viei mel)^ als: der Egoismus verzehrt als Mund dtöselbm Körpers an einem Orte die eigene rechte, an «inem andern die linke Hand. Mit der schöneren Jahreszeit kommen auch die Zugvögel, welche Leben und Heiterkeit in jene Gegenden bringen, die sonst die Natur zu stillen und stummen Werkstätten ihres ewig wohlthätigen Schaffens erkoren hat — wir meinen die Gäste für Cur-lind Badeorte. In dieser Beziehung ist die Süd. bahn, welche gerade den gepnesmsttn steirischcn Cur orten Rohitsch, Tüffer und selbst Neuhaus so nahe vorüberzieht, eine wahre Wohlthat für das Land geworden. Rohitsch, "icht mehr bloß von europäi- schen, sondern durch das Walten der st. st. Stände und ihr tressliches Organ, Hrn. k. k. Rath I),-. Sok, in neuester Zeit von Weltruf, zählte schon im April einige Curgäste, und erwarlet heuer eine glänzende Saison. Neuhaus stieg, durch Hrn. Grafen Hoyos und vi. von Koltowitz, ein sarbenheller Falter aus der alten, trüben Verpuppung an das Licht, und das Römerbad Tüffer — den Laidachern so lockend durch die Bahn vor ihre Stadt gerückt — wird durch Herrn Inhaber Uhlich und Badedirector Henn das, was das alte Innerösterreich bei seiner Verbindung mit der Adria braucht, mit Nom einst schon daran hatte: die zweite Gastuna. Aber auch die Nymphen nächsten Ranges erfreuen sich bereits großer Verehrung. Da ist Gabernik am Boö; da ist das schöne, das einzige Kostreinic in seinem friedlichen Thale, zwei kaum eine starke halbe Stunde von einander entfernte Gesundbrunnen mit köstlichen Säuerlingen, die mit Recht die Auszeichnung verdienen, Champagnerschasser genannt zu werden. Ko streinic wurde durch den Inhaber, Herrn Novak, zu einem kleinen, ungekünstelten, aber desto mehr reizenden Paradiese umgeschassen. Die Versendung und Ausfuhr dieses Labequelles ist besonders nach Ungarn und Croatien im raschen Steigen begriffen. Jede Correspondenz ist eine Art Olla roll-id^ also von Heilquellen auf Heilmittel. Wer vernahm nicht von Franz Wurm's künstlichen Gliedmaßen, die so mancbem wackeren Helden unserer Armee bereits von hoher Wichtigkeit wurden. Wir hatten eben Gelegenheit, uns von der staunenswerthen Kunsteinrichtung, Einfachheit und Zweckmäßigkeit derselben zu überzeugen. Jos. Ussar, geb. zu Nohitsch, kam 184! zum heimischen Regimente und war während seiner Beurlaubung ein geschickter, vielgesuchter Zimmermaler. Im italienischen Fcld-zuge rückte er ein, erhielt am 9. Juli 1848 vor Malghera die silberne Tapferkeits-Medaille, hattt aber schon om 20. dessrlden Monates an derselben SteNe das Unglück, daß ihm cine Kanonenkugel die rechte Hand am Gelenke wegriß. Er wurde amplill'tt, kam als Invalide zurück und erhielt durch die Verwendung des allverehrten Marburger Bezirks-hauptmanncs, Herrn Alois Nord, einen freihrl. von Welden'schen StiftungZplatz. Herr Nord aber damit noch nicht befriedigt, in seinem edlen Wnnsche zu trösten und zu helfen, brachte es dahin, daß Ussar eine künstliche Hand, im Preise von 150 si. EM., aus der Werkstätte des Hrn. Franz Wurm in Wici, erhielt, von so entsprechender Construction, daß er nach wie vor seinem Berufe als Zimmermaler nachgehen, die künstliche Rechte zum Halten des Lineals, der Patronen ?c. vollständig verwenden kann. _^ An Unglückssällen, dem jetzt stehenden Artikel dcr meisten Blätter, ist eben auch bei uns kein Mangcl. Am 5. Juni stürzte in der Stadt ein Maurer vom ersten Stocke auf das Slraßenpflaster und blieb augenblicklich todt. Kurz vorher war eine junge Taglöhnerin bei einem Bane in der Vorstadt vom zweiten Stocke in das Kellergeschoß herabgefallen, so glücklich, daß sie sich nur das Ohrläppchen verletzte. Einen fast unheimlichen Anblick gewährte im Mai dcr Schlosserlehrling Ferdinand San-gilla Edler von Freundsberg, der nur an einen leichten Strick gebunden sich beim Kuppelfenster des 26 Klafter hohen Stadtpfartthurines hinaus ließ, dort mit ruhiger und sicherer Hand den neuen Wet-terablciter ansetzte, selben durch einige Stunden befestigte und sich dabei herzlich freute, dieß sür seinen wackeren Meister leisten zu können, weil letzterer denn doch etwas zu groß und schwer für ein solches luftiges Unternehmen wäre. Mailand, 4. Juni. 6, /5. Die Provinzen Lodi und Crema haben, dem Beispiele mehrerer Anderen folgend, ebenfalls einen Contract mit dem Handclshause Goldschmidl in Frankfurt a. M. abgeschlossen, wodurch mittelst einer Provision diese Ditta es übernimmt, 2, «8«.700 L. an den Staat zu entrichten, und diese Provinzen somit allen ferneren Beiträgen zum gezwungenen Anleihen enthoben werden, gegen Abtretung der Odli. gationen mit dem Verluste von ,6'/« M. des No« minalwerthes an obgcsagtes Haus. Seit I. Juni begann im Palaste Brera die Industrie-Ausstellung, worüber ich nächstens die De» tails dringen werde. Unlängst wurde im k. k. Conservatorium wieder eine Art Prüfung gehalten, die jeden Monat, seitdem es als Lyceum besteht, Statt findet, und dieselbe war, wie jedes Mal, schr besucht, indem das Publikum hier stets den lebhaftesten Antheil an den Fortschritten der Zöglinge zu nehmen pflegt. Beson. derer Aufmerksamkeit erfreute sich ein Chor, ohne aller Begleitung, von Iacqueminel im fünfzehnten Jahrhunderte geschrieben, vorkommenheit empfangen. Oesterreich. Trieft, 3. Juni. Auf den Inseln in der Nähe von Pola ist unter dem Hornvieh und den Schaf-heerdm eine Seuche ausgebrochen, die von der Unter« slichungscommission als eine Art von Krätze bezeichnet wurde. Die nöthige Absonderung des erkrankten von dem gesunden Vieh und sonstige Vorsichtsmaßregeln wurden sogleich angeordnet. G'atz, 3. Juni. Vorgestern starb der in der Journalistik unter dem Namen Moritz Albert bekannte Schriftsteller M. A. Motloch auf seinem Gute Gjajd-hof in Todcl bei Gratz. Moritz Albert Motloch hatte eben sein 27. Jahr zurückgelegt und war seit kaum einem Jahre mit einer liebenswürdigen jungen Frau vermahlt. Er wurde durch den Tod den angenehmsten Lebensverhältnissen entrissen, deren Glück, seligkeit noch kurze Zeit vor seinem Ableben durch die Geburt eines Sohnes erhöht wurde. Sem Verlust wird allgemein auf das Wärmste detranett. Wien, 4. Juni. Se. Majestät der Kaiser von Rußland hat für das vom Kunstverein Böhmens zu errichtende Graf Nadetzky-Monumcnt eine Summe von 1000 Silber-.'liubel übersenden lassen. — Die Ordenspriester in Gratz halten jetzt Missionen in den Gefängnissen. Mit dem dortigen Strashanse wurde der Anfang gemacht, und die Predigten sollen von dem besten Erfolge begleitet gewesen seyn. Am verflossenen Sonntage erschien der Herr Fürstbischof selbst im Strafhause, um den rcu-müthigen Sträflingen die Communion zu reichen, von denen sich kein einziger der feierlichen Handlung entzog. — Dem Vernehmen nach, schreibt die »L. Z,C." wild die noch immer circulirende WienerwährungZ» Scheidemünze in einer gewissen Zeit, deren Dauer auf ein Jahr festgesetzt wird, gänzlich aus dem Ver< kehr gezogen werden. — Die Gründung eines ruthenischen Sem!"^ riums in Wien ist bereits beschlossen. Dasselbe 'vü'rde vorlausig für »5 Zöglinge eingerichtet. — Endlich wird dem Unwesen, der m>t dem Zwischenhandel getrieben wurde, theilweise von der Behörde Einhalt gethan. Im Nordbahnhofe wur-den durch die Polizei vorgestern 20 Personen angehalten, welche sich mit dem für das Publ.cum so schädlichen Zwischenhandel mit Victuals befassen, und dm Parteien, welche dieselben zur Stadt br.n- 333 gen, ordentlich auslauern. Wir erlauben uns, den löblichen Gemeinderath wiederholt auf diese wichtige Frage, die ganz Wien berührt, aufmerksam z» machen, damit endlich ein entsprechendes Approvisioni-lungssystem eingeführt werde; denn nur durch dasselbe kann der immer mehr und mehr umsichgreifende Zwischenhandel, der bereits in Wucher ausartet und alle Lcbensmittel vcrtheucrt, gänzlich vernichtet werden. *) (Frmdblatt.) N5ien, 6. Juni. Fürst Richard Mettcrnich ist in Paris angekommen; er ist als Attach« bei der dortigen ö'sterr. Gesandtschaft angestellt. — Rußland soll gegen die dänische Versassung Einsprache erhoben haben, weil sie ohne Zustimmung der Agnaten erlassen sey. — Dcr Stand der österreichischen Nationalbank war im Monate Mai folgender: Silber 42,377.605 fi. Notenumlauf243,99l.4l5fi. Portefeuille 34,593,97« fi. Sonnt hat sich der Silbcrvorrath um 2,369 694 fi. vermehrt und der Notenumlauf um 4,295.460 fi vermindert. . , . . __ Nachdem die Capltulationsdauer und dle Necrutirungsvorschriften nunmehr für die Militär-psiichtigen aller Kronländcr gleich festgestellt sind, so hat das k. k. Kriegsministerium angeordnet, daß alle jene Bestimmungen, vermöge welcher früher der freiwillige Eintritt in Truppenkölper anderer Kronländer untersagt oder nur bedingt erlaubt war, außer Kraft zu treten haben. Nur das Tiroler Kaiser Jäger. Regiment bildet noch eine Ausnahme und es bleibt, da dieses Regiment, vermöge a. H. Befehles, nur aus eingebornen Tirolern und Vorarlbergern ergänzt werden darf, der freiwillige Eintritt in selbes fortan untersagt. — Der bekannte Dichter aus Oesterreich, Her-mann Rollet, ist von Mciningen, wo er sich bis jetzt aufhielt, ausgewiesen worden. Das betreffende Erkenntniß wird vom Ministerium dahin molivirt, daß Ausländern, welche zur Genüge zu erkennen gegeben haben, daß sie das monarchische Princip be-kä.npfen, der Aufenthalt im Herzogt!)lim Meiningcn nicht gestattet werden könne. — Zur Erziclung dcr größtmöglichen Unterbringung invalider Unterossiciere und Gemeiner werden über Anordnung des Kriegsministeriums, im Einverständnisse mit dem Justizministerium, alle jene In. validen, welche sich für die neuen Diene'sstcllen im Kronlandc Ungarn als Thürhüter, Kerkermeister, Amtsdiener u. dgl. eignen, bei den Besetzungen be-sonders berücksichtiget werden. — Die Rcformvorschläge des Hrn. Iustizmini^ sters v. Krauß, von denen kürzlich viel gesprochen wurde, dürften nächstens zur Wirklichkeit werden. Verlaßlich vernimmt man, daß dieselben den gegenwärtigen Gerichtsorganismus mit im Entferntesten berühren, sondern nur eine Vereinfachung und die damit verbundene Ersparung anstreben. — Feldmarschall Graf v. Nadctzky tritt mor' gen Früh die Rückreise nach Verona an. Gestern hatte der greise Held Abschieds-Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser und empfing später die gesammte hier weilende k. k. Generalität zum Abschiedsbesuche. Auch del Hr. Ministerpräsident, Fürst von Sckwar-zenberg, nahm persönlich Abschied von dem Marschall. — Der bei der letzten Verlosung des fürstlich Windischgratz'schen Anleihens gezogene Haupttreffer 'st einem Kleinhäusler aus Oberösterreich zugefallen, welcher den gewonnenen Betrag zum Ankaufe einer großen Bauernwirthschaft verwenden will. ^ Der Kaiser von Nußland hat den Reichs-rath Sr. Excellenz, Grafen Franz Zichy, durch ci-genhandlges Schreiben zu sich nach Dlmütz berufen. — Das Handelsministerium hat angeordnet, daß es bei Unterbrechungen der telegraphischen Li. men den Aufgebern anheim gestellt bleibt, die Depesche entweder nach behobener Störung, oder, wenn es thunlich, auf Unwegen gegen Entrichtung des ent- *) Anch bci uns hat sich dieser Unfug, besonders an Wo-chsnma'rftcn, smgcschlichlil, und wir hoffen, daß man ein wachsames A„gc darauf haben werde. Die Ncd. fallenden Mehrbetrages, oder endlich nach Art. 22 des deutsch.-österreichischen Telegraphenvereins mittelst Nriefpost über die Unterbrechungsstelle befördern zu lassen. Ist jedoch die Unterbrechung dem Aufgadsamte unbekannt, so hat die Beförderung aus Umwegen bis zur Gränzstation ohne Erhöhung dcr Gebühren zu geschehen; kann jedoch die Unterbrechung nicht umgangen werden, so tritt wieder Art. 22 in Wirksamkeit. — Der Kaiser von Rußland hat den FM. Fürsten Windischgrätz und den FZM. Baron Heß eingeladen, den Manövers beizuwohnen, welche auf den Feldern von Warschau und Lowicz, wo bereits ansehnliche Truppenmassen lagern, abgehalten werden. ^ In Folge der amtlichen Forderung der k. k. Banalregierung vom 15. April d. I. haben die Agramer Gmnnasialprofessoren und auch andere Li-teraten sich zur Uebersetzung der Gymnasialichulbü' cher in die Nationalsprache anheischig gemacht und auch damit bereits begonnen, — wonach zu hoffen ist, daß mit dem nächsten Schuljahre die Gegenstände nach dies.cn Lehrbüchern vorgetragen werden. — Die nach Temesvar führende Telegraphenleitung ist der Beendigung nahe. Durch Eröffnung derselben wird es möglich, binnen einigen Stunden Nachrichten aus dem tiefsten Ungarn in Wien zu erhalten. — Der steiermärkische ständische Ausschuß hat den bekannten Oeconomcn Hrn. Dr. F. 3. Hludrk in die Lage gesetzt, eine Reise durch England, Schottland, Frankreich und Belgien unternehmen zu können , um daselbst im Interesse der vaterländischen Landwirthschaft manche Verbesserungen derselben, sowie des Manusacturwesens kennen zu lernen. — Vom 25. Juni 1851 angefangen, hört dcr bisher bestandene Frankirungszwang bei der Briefpost zwischen den österreichischen Staaten und den Niederlanden auf. Für die Beförderung eines sol' chcn Briefes ist zu entrichten: an Vereinsporto 9 kr. lind an nicdirländischem Porto bis 30 niederland. Meilen 5 Cts., für alle weiter entfernten Orte l0 Cts. -^Um dem fortwährenden Steigen der Holz-prclse schranken zu setzen, l)at unftre Gemeinde vor einiger Zeit, theils um die Erlassnng rincs neuen, den Bau auf das fossile Bcnnmaterial anregenden Kohlengesetzcs, theils um die Verfügung gebeten, daß in den öffentlichen Gebäuden statt dcr Holzfcuernng die Heitzung mit Steinkohlen eingeführt werde. Darauf hat nun das Ministerium für Landescultur, und Bergwesen geantwortet: »Wiewohl das Ersä einen eines besondern Steinkohlen - Bergbaugesctzcs nicht zu erwarten ist, so steht doch in kürzester Zeit ^ ?in allgemeines Werggeletz in Aussicht, welches den Schürfungen und den Bergbauten auf Steinkohlen die umfassendste Aufmerksamkeit und Rücksicht wid-inen wird. Dasselbe ist nämlich im Entwürfe schon vollendet und harrt nur noch einiger Berathungen und der Sanction des Kaisers. Wegen der Einführung der Eteinkohlenfeuerung in den ararischm Gebäuden haben die Verhandlungen im Finanzministerium begonnen. (Tr, Itg,) Deutschland. Frankfurt, 3>. Mai. Die »Allgem. Ztg.«^ meldet: „In den letzten Tagen hat sowohl Lord Cowley, als Marquis de Tallcnay seine Creditive, jsner als bevollmächtigter Minister und außcrordent. licher Abgesandter der k. großbritanischen Regierung bei der deutschen Bundesversammlung, dieser in gleicher Eigenschaft von Seiten der französischen Republik erhalten, und zwar nach besonderer Verständigung darüber zwischen dem englischen und franzö-silchen Cabinet. Beide Herren haben ihre Beglau-bigungsjchi-piben noch nicht übergeben, doch wird dieß noch im Laufe der nächsten Woche geschchen. D ö n e m a r k. Kopenhagen, 2. Juni. Aus der in Apen-radc erscheinenden dänischen „Freia« erfahrt man von Unruhen, die auf dem Jahrmärkte in Leck im nördlichen Schleswig stattgefunden. Die Gcnsd'armen wollten die Bauern hindern, »Schleswig-Holstein meerumschlungen« zu singen, seyen dabei insultirt und angegriffen worden, und hätten endlich mehrere der Angreifer verwundet, worauf das Volk sich auf die Gensd'armen gestürzt, von denen zwei für todt liegen geblieben. Aus Tondern herbeigecilte Gens-d'armerie-Verstärkung habe mehrcre Verhaftungen vorgenommen, und soll auch den eigentlichen Rädelsführer ergriffen haben. I r a n k r e i ch. Paris, 2. Juni. Die Rede des Präsidenten beim Banket in Dijon ist der Gegenstand des allgc> meinen Gespräches. (Es ist das vom Minister wi' Versprochene) Gerücht im Umlauf, daß der Tert, wcl--chen der »Moniteur« mittheilt, nicht gleichlautend sey mit den Worten des Präsidenten. Hr. Leon Faucher sey augenblicklich nach Abhaltung der Rede nach Paris abgereist, um die vollständige Veröffentlichung ^er gehaltenen Rede im „Moniteui" zu verhindern, ver Vicepräsident der Legislative, Hr. Benoist d'Azy, habe beim Banket dagegen protestirt, Hr. Dupin sich geweigert, den Präsidenten auf den Ball zu begleiten, General Kastellane sey nach Lyon zurückgeeilt, um allfällig durch die Rede hervorgerufenen Unruhen zn begegnen. Man glaubt, daß der Präsident die Rede unmittelbar vor dem Banket in Dijon nach den Eindrücken abfaßte, die er auf der Reise erhielt. Die im „Moniteur« unterdrückte Phrase soll also lauten: „Die Legislative hat mich in allen Repressivmaßregcln unterstützt, welche eine traurige Nothwendigkeit mir auferlegte zu verlangen, aber es war dieß nicht der Fall, als ich Reformen ins Werk setzen wollte, welche mein Herz mir für das Wohl des Volkes eingab.« Die Töchter des l824 in Marseille verstorbenen berühmten Philologen Friedrich August Wolf sind jetzt in dieser Stadt, um die Ueberrcste ihres Vaters nach Deutschland bringen zu lassen. Die Nachforschungen nach dem Sarge halten indeß bisher noch keinen Erfolg, da cr vor 29 Jahren anf dem allgemeinen Kirchhofe begraben und ihm kcin Merkzeichen anf das Grab gesetzt worden ist. Neues und Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Turin, 3. Juni, Gestern 11'/^ Uhr Nachts wurde die Königin von einem Prinzen entbunden welcher heute, mit den Namen Carl Albert Ferdinand Maria Eugen, vom Prinzen Eugen und der Königin Witwe im Namen des Herzogs und dcr Herzogin von Genua aus dcr Taufe gehoben wurde. — Der erste Theil des Zolltarifs, betreffend die Einfuhr, ist von der Abgeordnetenkammer ganz angenommen worden ; auch einige Kategorien des zweiten Theiles, die Ausfuhr betreffend, sind bereits genehmigt wordcn. — 3lom, 20. Mai. Laut einer Uebereinkunft über den Stand dcr französischen und österreichischen Besatzungsttuppen sollen Oesterreichcr in die Provinz Spoleto dießseits von Terni einmarschiren. — Florenz, 2. Juni. »Statuto« ist wegen eines Artikels über den Kirchentumult vom Ministerium für immer unterdrückt worden. — Nizza, 30. Mai. Der bekannte Urheber der Protestpetition, Abgeordneter Avigdor, ist seiner Hast entlassen worden, um auf freiem Fuße untersucht zu werden. Paris, 5. Juni Minister Faucher dcponirte e.n Gesetz wegen Fortdauer Dringlichkeit anerkannt wurde Der Nr^ . " gurirfe das Louvre-Musemn und ^ w^et '^' chers Nede, mdem er sich glücklich n n7t ß ^d ese kem77in7 llst'37 ^"'"" keit schulde! """"es Vertrauen und seine Erkenntlich. kl, m7^?""^ 6 Juni. I„ den Bureaux fand die Wahl zur Revlsionscommission Statt. In der Natwnalversammlung f„id eine lebhaste Discussion <5tatt. Fallour beklagt sich bitter über die Nede des Präsidenten zu Dijon und erklärt sicb für die Nevi. swn, ohne sich jedoch bestimmt auszudrücken. Verleger: Ign. v. öleinmayr und Fedor Bamberg. ----- Telegraphischer Eours. Vericht der Staatspapiere vom ?. Juni 1851. Staatsschuldverschreibungen zu 5 M. (in CM.) 961/16 detto ., ^ l/l « ., 84 Vauk-Actitn. vr. Sti'ick 1238 m C. M. Nctien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu1000ss. E. M.......1307 1/2 fl. in (§.M. Acticn der Vudweis-Linz-Gmundner-Bahn zu 250 ft. C. M........268 fl.inC.M. Actien der österr. Donau-Dampfschifffahrt zu 500 fl. C. M....... 558 st. m E. M. Wechsel-(5»urs vom 7. Juni 1351, Amsterdam, für 100 Thaler Eurranl, Rthl. 177Vf. 2 Monat. Augsburg, für 100 Gulden Eur., Guld. 128Vf. Nso. Frankfurt a.M.. (für !20ss.s'ldd. Vcr- eins-Währ. i», 2^ «^! ft. Fusi.Guld.) 127 1/4 2 Monat. Genua, für 300 neue Piemcmt. Lire, Guld. 140 G. 2 Monat. Hamburg, für 100 Thaler Banco, Rthl. 188 Bf. 2 Monat. Livorno, für 300 Toscanifche Lire, Guld. 125Vf. «Monat. London, für 1 Pfund Sterlinq. Gulden 12-32 3 Moual. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld. 128.Vf. 2 Monat. Marseille, für 300 Franke», . Guld. 15i Vf. 2 Monat. Paris, für 300 Fraulen .. Guld. 151 Vf. 2 Monat K. K. Münz - Ducateil .... 33 pr. Ct. Agio. Gcld- und Silber -Course »um 7. Juni 1851. Brief. Geld. Kais. Münz-Ducate» Agio...... — 331/8 detto Nand- dto '........ — 327/8 Napoleonsd'or „...... — 10.13 Eouverainsd'or „...... —^ 17.35 Nuß. Imperial....... — 10.U1 Preuß. D'ors „...... — 10.40 Gugl, SoveraingS ........ — 12,32 Silberagio .......... — 28 K K. Lotta.;iel)ungcn. In Gratz am 7. Juni 1851: 54. 72. 58 19 84. Die nächste Ziehung wird am 18. Juni 1851 in Gratz gehalten werden. In Wien am 7. Juni 1851: 77. 31. 5. 3!. «8. Die nächste Ziehung wlrd am 18. Juni 1851 in Wien gehalten werden. Octrcid-Dllrchschmtts-Preise in Laibach am 7. Juni 1851. Marktpreise. Ein Wiene^-Metzen Weizen . . 4 fl. l7 kr. — — Kllkurutz . . 3 »> 30 >, — — Halbsrucht . 3 » 31'/.2 » — — Korn ... 3 » 30 » — _ Gerste ... 3 „ — „ — — Ailse . . . ^ „ — ,> __ — Heiden ... — » — » — — Haser ... — » — ,> /,,^Z- l,i ^,«zbtt0/« »st so eben angekommen nno zu haben: Darstellung des Personal-u. Concretal-Status der sämmtlichen Vcamtcn bei den k. k. Gerichtsbehörden, der k. k. General - Procuratur und den Staatsanwaltschaften, wle auch der Advocate« und Notare in den K r o u l ä n d e r n Körnten und Keain. K lagenfuvt 1851; in Umschlag broschirt2U kr. CM. Arlt,vr. Ferd. Die Krankheiten des AllgeS für pracr,sche Aerzte. I. Band. Die Krankheiten der Binde- und Hornhaut. Mir einer licho^ graphics» Tafrl. P^g Is51. fl. 3- Bal) o , 5recherr L. v. Die Erzeugung und Behandlung des Weines, „ach den neueren Erfahrungen. Frankfurt a. M. 1851. fi. l. Beiträge zur Geschichte des Feldzuges im Jahre 1848 m Italien, Wien l850. 24 k,-. Besuch/ ein, in London wahrend der aroßen Industrie-Ausstellung. Mu einer Außenan-slcht und einem Plane des Innern dei AussteUungs-gebciudeS. Wien 1851. Z^ kr. Betrachtungen über die dermalige Lage und d>e Zukunft Ungarns, Stuttgart I8H1 fl 1 Blech, W. P. Das Reich Gottes auf Erden, m Ge,chichten des alten und neuen Testa, menteö, mit kurzen Anmerkungen. Danzig ,851.24 kr. 8 0u6) ^mi. Der ganze Zweck und der hohe Nutzen der Geologie in allgemeiner und spe.-cieller Rücksicht auf die österreichischen Staaten und ihre Völker. Wien 1851. fl. I. Bruckmüller, O>. A. Grundzüge der allgemeinen und specielle» Botanik für Thierärzte. Wien l85I. 48 kr. Buch der Erziehung in gesundheitlicher Beziehung, nach Curtmann, G. Baur et Anderen. Reutlingeii l85l. fl. 2. Burn, Robert Scott, practisches Handlich der Ventilation oder Lüftung von öffentlichen Wohn- und landwiithschafllichen Gebäuden; oder leichtfaßliche Anleitung, jedes Gebäude nach rationellen Grundsätzen zi, ventiliren. Aus dem Engli.-schen von I)r. C, Hartmann. Mit 39 dem Text eingedruckten Abbildungen. Leipzig 1851. fl. l. I^kr. Creizen ach, Theodor. Gedichte. 2te Ausgabe. Frankfurt a. M. 1851. fl. 2. Dodlhoff, Ios, Frelherr v. Versuche mit der Drillcultur auf einigen Feldern bei Baden. Wien 1851. 24 kr. Dranel, D. N Die leichte Niederkunft, oder bewährtes, durch viele Zeugnisse beglaubigtes Mittel, die Niederkunft leicht und ungefähr--lich zu machen, gesunde und gut gedeihende Kinder zu erhalten. Ein nützliches Geschenk, welches jeder Gatte seiner Gattin machen sollte. Nürnberg, fl. 2, Dumas, Alexander. Denkwürdigkeiten eines Arztes, Deutsch von Dr. A. Diezmann. 3 Bände, Leipzig 185 l. fl. 4. F^nyes, Alex. Ungarn im Vormärz. Nach Grundkräften, Verfassung, Verwaltung und Cultur dargestellt. Leipzig 185 l. si. 3. 20 kr. Franck, Gustav v. Mittheilungen aus den Papieren eines Wiener Arzces. Wahre Begebenheiten. Mit ei:>em Titelkupfer. Leipzig l85l. fl. 1, 36 kr. Fröbel, Iul., Pm'kles. Em geschicht- lich^r Roman. Aus dein Eügli'chen. 2 Bände. Leipzig. 1851. fl. 3. 20 kr. Gaume, I. Wegweiser von der Erde zum Himmel. Oder der Fahrer des Christen in d^n verschiedenen Alleisjahren und Lebensve,hälcnissen. Aus dem Französischen. Negensburg l85l. si. 1. 30 kr. Geinitz, Hans Bruno. Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschland. Mit 12 Sreindrucktafeln. Freiberg 1850. fl, 4. 24 kr. Grundzüge einer Anleitung zum Studium oer Kriegsgeschichte. Mit l) synchronistischen Uebersichten. Stuttgart 185i. fi. l. 40 kr. Gutmann, S- Die Zahnbürste. Ist ihr Gebrauch den Zähnen nützlich oder schädlich? Mir einer Tafel Abbildungen. 2te Auflage. 20 kr. Hagen, Theod. Ellse Fährlich. Ein socialer Ruman. Leipzig 185l. fl. I. 36 kr. Hagen, C. E. Die neueste Aufgabe der VolrMlile. Leipzig !Ü5l. 20 kr. Hahn--Hahn, Ida Grafin. Gesammelte Schriften. Berlin 1851, Ite Lieferung. 48 kr. Hamilton, H. Die Reise nach London Eine kurze practische Anleitung zum mündlichen Gebrauche der englischen Sprache. Mit cinem Panorama der Themse und Plan von London. Elber-feld l851. fl. l. Hausarznei Mittel, die besten und wirksamsten, g>?gen die im gemeinen Leben am häu-sigsten vorkommenden Krankheiten und Uebel der Menschen, als: Augenkrankheiten, Bandwurm, Bluttpeiei,, Brustkl-ampf, Cholera, Diarrhöe, Gicht, Hämorrholdcn :c , so wie ferner: Regeln znr Le-bensoerlängerung, und die Beschreibung einer kleinen Hausapotheke. Landsberg 1850. ^0 kr'. In feld, Franz Ritter. Kurzgefaßte Grundzüge zur Feststellung eines Bewirthschaftungs-Systems, basin auf den absoluten Bedarf an Dünger, an Futter, an Zug- und Nutzvieh. Pra^ 1851. l0 kr. Kapff, W- Grundzüge der allgemeinen Naturkunde, in emer catechecischen gemeinfaßUchen Erläuterung der bekanntesten Erscheinungen m,d Thatsachen aus dem Gebiet der Natur und des All-tagslebens. Mit 32 Holzschnitten im Texte. Stuttgart 1851. fl. l. 24 kr. Kirchner, Ant. von Neukirchen. Specielle Würdigung des Systems der Zeitpachte, mit besonderer Rücksicht auf die öconomischen Verhältnisse BöhmenS. 2te Auflage. Prag 1ä50. 20 tr. Kiwi sch, Franz A. Ritter v. Rotterau. Clinische Vorträge über specielle Pathologie und Therapie der Krankheiten des weiblichen Geschlechtes. Ite Abtheilung. Mit einer lithographirten Tafel. 3te Auflage. Prag 1851. fl. 5. Löw, F. Anleitung zum Unterrichte in der deutschen Sprachlehre für Lehrer in Stadt- und Landschulen. Magdeburg 1851. fl. l. 10 kr. Meigen, Ioh. Wilh Systematische Beschreibung der bekaninen europäischen zweiflügeligen Inseclen. 1. Theil. Mit n Kupfertafeln. Halle 1851. ss. 6. Neumann, Fritz. Der narrische Kerl, oder: »Spaß muß seyn." Quintessenz aller hübsche.-sten und lustigsten Geschichten und Anecdoten, De-clamationsstücke, Gesellschaftslieder lc,, 1001te Auf. läge. Landsberg 40 kr. St. Hilaire, Josephine v. Pesther Kochbuch. Eine Sammlung 827 zuverlässiger, und durch mehrjährige Erfahrung bewährter Vorschriften, wor» nach die Zubereituug aller für eine wahlgeordnete Haushaltung dienlicher Fleisch - und Fastenspelsen, wie auch die besten und vorzüglichsten Bäckereien, Sulzen, Gefrornen lc., auf die beste und wohlfeilste Weise, am geschmackvollsten geschehen kann. 10ce Auflage. Pesth 1851. Gebunden fl, 2. P r asch, Vinc. Handbuch der Statistik des österreichischen Kaiserstaates. Ites Heft. Brunn 1851. I»i-o l-oinplot. fl, 1. P ü tz, Wilhelm. Lehrbuch der österreichischen Valerlandskunde zur genauen Kenntniß der wesentlichen historischen, geographischen und statistische, Verhältnisse des österreichischen Staates. Coblenz 1851. fi. I. 20 kr. Rahven, Wilh. Baron v. Aus Spaniens Bürgelkrieg 18 53 — 1840. Mit 2 Kaiten. Berlin 1851. fi 4. 30 kr. Schmalfuß, F, A. Die Deutschen in Böhmen. Geschildert in geographisch-statistischer, voltsthümlicher, staatswirthschaftlicher uud geschichtlicher Beziehung. Mit einer ethnographischen Karte des Königreichs Böhinen. Prag 1851. fi. 1.40 kr. Schwarz, M. Die Stellung Oesterreichs vom Gesichtspuncte der Handelspolitik. Wien 1851. 20 kr. Seyffarth, n,-. Wolocmar. London, seine Bewohner und Umgebungen. Mit Iiavieu'» Plan von London für 1851. Stuttgart 1851. Gebunden fl. H. 2H kr. ^ ^ Führer durch London und Umgebung. Mit einem Plane von London. Leipzig 1ü5l. fl. 2. 4« kr. Sommer, Ios. Der practifche Fasanenjäger. Prag 1831. 40 kr. Stunden christkatholischer Andacht. Hausbuch zur täglich«:!, Erbauung für katholische Christen jcden Standes. 1. Band. Ite Lieferung. Stuttgart 1851. 32 kr. Tunner. Berg- und hüttenmännisches Jahrbuch der k. k. Montan, Lehranstalt zu Leoben. I. Band. Wien 1651. fi. ». 36 kr. U l e, O>'. Otto. Die Natur, ihre Kräfte, Gesetze und Erscheinungen lM Geiste kosmischer An» schanung. Allen Freunden der Natur gewidmet. Halle 1951. fi. l. 20 kr. Vogel, !)>-. M. Ios. Monographie von Vöslau, mir besonderer Rücksicht auf die Heilwirkungen der Douche-Bäder. Wien 1851. fi. 1. Zer renn er, l>. Carl. Anleitung zum Gold», Platin, nud Diamanten - Waschen aus Seifengebirge, Ufer- und Flußbett-Sand, unter Voraussendnng einer geognostischen Charakteristik des die genannten Mineralien führenden Seifenqeb^ und einer Zusammenstellung verschiedener A"^^ tungsmechoden desselben in verschiedenen ^ , -deride. Mit 3 lithographirten Tafel"- ^U 1851. fi. 5. 20 kr. Zolltarifs, der projettir'e^u>,i, d,e Eisen 2 Industrie in Steiermal'k. ^ . ^ ? 3Ü?s^)rdt ^ ""' 2° kr.