AnbaHer Seikuna. .»"! »33 Samstag am » Juli «j^HH- .^'. 9 l ^ ? ^. ,« ,r,A.ei..t >..'t Ausmchm, dcr 3m,.>- »>.d F.i.rt,i-.e. täglich, m.d s.ss.t .'mm»t d.» Vcilaq.» "" l°'Nvto.r q<,»,,al,r>q ,, "..'""'"!'",« " '» i" lr. .,.,< 0., La^r3e>t.nq ,2 ft.. l>« l l'>«'. !>riq o« ,.' '",' "<«!!^.> ,.'/'"' sln- w.i».»i,. i fr,, n.r d>.i»..,iq. .^ sr. C. M. I..ser..t. l'i. ,2 ^il.n lo.i.n ! N. "" «Mal. ^.N r. ,m 2 Ma, ,,»d 40 fr, ,..r . M.. c.^u.cha..,.. ^5s?/ N, 3 iN >..ch d.n> „PN'viwnsche.. Ncsttzc .mn «'.. '.'l.vcml'cr ,«5.0 s,.r Innrt,.„^1ä»N'.l" >n'ch l<» sr. snr n,,c ,.d»'m.,l.<,.. ^..„chalt.mg I»,.;., zu rechnen. ' _______ Amtlicher Tbeil. Hl^ie durch daS Ableben deS Pfarrers Jacob Iau in Erledigung gekommene uud dem Patronate der Religiouofonds'-Domäne ^andstraß uutcrstedende Mi« heiligen Kren^ bei ^'auostraß ist dem Pfarr-Adnnnistralor zu Sciseuberg, G.org Kraschoviz. verliehen worden. 5.'a > bach, am tt. Juli 18.'>3. Vlränderuussen in der k. k. Armee. B <> s ö r d c r u u g. Der Hanplmann Johann Klissy aus dem Pen-slonsstande zum Major n»d Playcommandanle,i i» Krakall. V e r l e i h u n g. Dem pensionirten Oberstlieutenant 2üe»zel Baron Weigl der Charakter »nd die Pension ciues Obersten. P e u s i o u i r u u g e n. Die Majore: Iguaz Mische! des Infanterie Regiments vlxliul Baron Haynau ?tr. l;?, und Mathias Denk von Ostenfeld, Playcommaudaut in Krakau, Beide als Oberstlieute»a»te. Nichtamtlicher Tdeil. <3orrespvudc«zc«. Iltarburg, 7. I»Ii. Dr. P... Wie wir aus genauer Quelle wissen, findet in wenigen Tagen die Absteckung des Raumes für die Gebäude der neue» k. k. Militär - Academic auf dem Rothwciuer Felde nächst Marburg Statt, Die von der Stadt Marburg da;u gewidmete und dem hohen Aerar überlassene Bodenstäche betrügt 4'l'/« Joch, anf welcher die Gebäude, Schwimmschul^, Stallnngeil, Erercierplaye, Gcirle» mid Park, ll'Nc<'»».'r bereits dlirä) die N'atur in Gestalt eineo köstlichen Nadellvaldeü rorgepsianzt, sich befinden werden. Den Bau erstand der Grayer Architect Herr Ohmeler. Die Pläne sind wahrhaft großartig. Die Hanptfronce der Academic erdalt bei einer Hohe von drei, in der mittleren Fa<.ade von vier Stockwerken, eine Länge von 130 Klafter, eine breite Allee wird neu angelegt unmittelbar übcr die Felder znr Triestiner Hauptstraße führen. Hauecapellr, Säle:c. werden dem imposautcn Aeusieru entsprechen. Der Pacher, jener in seinen "UtUeu unerschöpfliche Helikon Steiermarks, liefert iu "ner projectirten großartigen Wasserleitung das uu-eut0chrl,chste Element für die uene Schöpfung. Den Mlt oer Gegend minder Bekannten möge zum Finger-3.'.?'^ .^"' ^s' die Academle uur eiue starke Viertel-?^st n'V^?"''"'"' "p'k"er Weingebirge - der Tranbencuranstalt entfernt sein ""?/ '. ^ .^")e spr.delc aber eine erquickende, l.^ " e.? o/' ^"'" ^'^r bereits se.t uudenk-llcheu Zelten von den n,»^«i . ,.^. ^ ^ Mtttel gegen das F^/^^^^ Oesterreich. "Wien..Die Veseyung der Douaufüistenthümer durch kaiserlich russische Truppeu ist uuumchr ci»e vollendete Thatsache. Obschou lauge vorher gesehen und i», lepter Zeit beinahe als uuauSweichlich betrachtet, hat dieses Ereigniß gleichwohl uicht verfehlt, eine ziemlich erschütternde Wirkuug auf die öffentliche Meiuuug und insbesondere den Staud der FoudScurse auszuüben. Wir mästen uus keiueswegs au, die maunig-fachen Schwaukuugeu uud Phaseu, welche die Frage °es Orientes uoch durchmachen wird, eiuer Wahrscheii^ l'chkeitöberechuuug zu unterziehen. Denn in dieser Be-z«el)uug hangt viel von Zufällen und von uicht füglich vorherzuseheudeu Zwischeuereignissen ab, und eS ist die -iulfgabe der Diplomatie, diese so sehr als eben thuu-"ch lm Iuteresse einer befriedigenden Ausgleichung zu benmstern uud zu lenken. u / u« Blickeu wir jedoch der schwebenden Frage tttfer auf deu Grund, so begegnen wir nirgends e>ucm ernsten Interesse deS Krieges, vielmehr allein Halden einem tiefen, unverkennbaren Bedürfmsse des ^nedeno Wir finden die Krie^gelüste nicht auf <->' te Rußlands, welches wohl weiß. dasi, wenn es den <«' danken der Anflösung des türkische,, Reiches heg c und etwa anzuführen gedächte, dadurch el»en unheilvolle» und blntia/n Kampf über den Welltheil l",'ra,'l-l'eschwören und sichere Güter für unsichre m>t tao Spiel s^.;eu würde. Wir köuuen nur wiederholen, da<: das so feierlich gegebene Wort des erhabenen 5>err-scheiS von 51'ußland jeden Statten einer solchen Ar-sicht unbedingt ansschließt. Wir glaubeu f'er^ das; auch der britischen Regierung kriegerisch«' Ablichten ferne stehen, weil sie wohl zu würdigen weiß, da<: em allzil schroffes uud femdseligeS Auftreten der Pforte gegenüber Rußlands leicht daS Gegentheil der von ihr beabsichtigte» Erhaltung und Befestig"'^ de^ tülk'scheu Reiches znr Folge haben kö»»te. nud^da,; die Chancen, welche sich im änßersw, Falle seiuer ^ee^ macht darböten, mchc im Verhältnisse zu deu Vortheile» der russischen Landmacht standen. Das Be. uehmen Englands in dieser Frage dürfte übrigens anch maßgebend auf die Entschließungen des Cabinetes der Tnilerieu einwirken. Waö d,e hohe Pforte betrifft, so i^ifeln wir eben so wenig au ihrer Friedensliebe und wollen boffeu. daß sie eine an sich nicht tadelnswert^ (5M-pfiudllchkeit für die Vewahrnug ihrer Selbststandig-keit nnd souverainen Würde nicht zu weit t'.eibe, um eine Ausgleichung vielleicht anch dann von der Hand zn weisen, wenn es den Bemühuug.'n befreundeter Mächte glückt, einen Answeg zu bezeichnen, um den Schwierigkeilen der ^age zn entgehen und ein flir beide Theile ehrenvolles uud benihigeudeü Comprom'ß anzubahnen. Es wäre unaussprechlich beklagenswert!), wenn eine um formeller Rücksichten Willen erhobene Differenz bis zur Weltcalamität eiues blutigen .ttrie^S entarten könnte. Eden tarum Halm» wir unö flu be-rrchtisst. diesen Fall alo i!,nvahsschtl»l>ch zu bezeichnen. , TVieu. tt. Jul. Dlug. Es haildelt sich darum, zu bestimmen, ob deu Inhabern der Elasseuhalidllmgen in Wie» der Handel mit fertige» Mänuerkleideru zu gestatten sei, nud ob dieß Recht den Vermischtwarenliäntleru in deu Vorstädte» Wiens uud auf dem i^ande znstehe. — Wegeu Errichtung eiuer Vaukfiliale iu Kla-gl'ufurt sind Velhaudluugcu eröffuet. — Der (öeutralausschuß deS SeveriuuS-VereiuS bat, um deu guieu Empfaug der zur Geueralver-sammlnng drr Katholiken-Vereine DeutschlaudS ein-treffeudeu Gäste und eiue würdige Vegehuug die»er seltene» Feier sicher zu stellen und zu beförderu, ein eigenes Eomil«'' aufgestellt uud dasselbe ermächtigt, sich für die verschiedeue» Zweige seiuer Thätigkeit nach Bedürfniß durch Veiziehuug ailoerer Vereiusglicder zu verstärke». — Iu der am 3. dieses MouatS abgehalteue» Sil;u»g des Professoreu-(5olleglulns der philosophischen Facultät wurden die HH. Professoren F. Mi-klosich uud Director C. v. Littrow als Eaudidateu der Reclorswürde, uud Herr Director Kreil zum De-ca>« des genauuteu CoUegiums für das nächste Schuljahr gewählt. — Im Auftrage des Ministeriums des Inueru ist ein Rormal-Scatuteneutwurf für Sparcassen auf dem k.'aude verfaßt uud deu betreffenden Corporatioueu Mitgetheilt worden. Derselbe hat deu Zweck, de» Ge-»leiude» klar zu machen, daß, als durch Aufheblmg ocü Patrimouialrerhältulsses ii, der Gebarung des Waisenvermogeus wesentliche Modificatioueu emge-creteu sind. ras Bedürfniß eiuer Vermittlung iu Geld-i^allehcu^glschäfte» sich geltend mache, uud daß dem-s.lbeu besonders durch Lparcasseu abgeholfn, würde; s ebenso daß die Gemeiudeu uicht uur ohue alle Be-eiuträchliguug ihrer eigeulliche» Gemeiude.Juceresseu. »ouderu gelbst mu Aussicht auf eveutuellV Vortheile fur lhre ^ocalaustalteu, Sparcassc» anlegen können, gauz abgesehen vou dem schönen höchst wichtige» Hu-mauitätszwecke. uamlich, Siuu für Sparsamkeit uud Fleiß zu weckeu, de,-. Wohlstand zu fördern uud die Armuid zu vermiuderu. — Die vou der Handels- und Gewerbekammer für Niederdsterreich ernannte Commission für deu Eut» wurf der Errichtuug eines allgemeinen ^eibrenteu-In-stituco zur Alters- uud Invalidltäts-Unterstüftnng der arbeitenden Classen, erklärte sich für das System der wechselseitige» Versicherung der Theilnehmer, weil hierbei die Sparer idle (sapilalieu selbst verzehren, vhue daß ein bestimmter Antheil davon auf die Nachkommen überfließt. — weil sich feruer für die Anstalt weder ei» Ueberschuß uoch eiu Verlust ergebe» soll. Bezüglich der inneren Einrichtuug erörtert die (öom-misslou in ausführlicher Weise, daß dem Arbeiter die Theilnahme au der für ihu uur segenbriugenden Anstalt ulcht freistehen dürfe; denn ein großer Theil der Arbeiter sei eiuer geregelten Sparsamkeit fremd, uud es köuue ihm daher die moralische Selbstbeherrschuug uicht uubcdiugt zugetraut werd,,,, durch willkürliche periodlscht Einzahlungen eine Reute zu erwerbeu, die den Zweck eiuer wirkliche» Versorgung im Alter erfüllte. Es wäre für daS stets gesicherte Gedeihen der Anstalt und um das humane Project im vollen, daS öffentliche Wohl wirklich fördernden Umfange auszuführen, uothweudig. daß alle Arbeiter deS Bezirks der Austalt zur Betheiligung verbunden seien. Die Wirksamkeit deö Instituts dürfte in seiuer Embeit ulcht über das große Kaiserreich, sonder» vorerst auf das Erzherzogthum Oesterreich uuter der EnnS auS-gedehut werden, um so mehr, als kein Zweifel obwaltet, daß die Anstalt, sobald sie sich in rilnm Kro"-lande bewährt, auch auf die übrigen Relftwlncr..'^' iu eiuer deu dortige» Lohurerhältuisse» a,'^"",,.''"' Weise übergehe» werde. Der Herr Präsident rea,,u «ztt mirt hierauf die Anträge der Commission, welche er in folgender Fassung zur Abstimmung brmgt: ") Es soll eine Alters- und InvaliditätS-Versorgungsanstalt für die Arbeiter des Bezirkes der niederösterreichlschen Handelskammer mit Genehmigung der hohen Staatsverwaltung gegründet werden, und es sollen sämmtliche Arbeiter dieses Bezirkes verpflichtet sein, der Anstalt bcizntreteu, und die statntenmäßig zu bestimmenden periodischen Nachzahlungen zu leisten. Der freiwillige Beitritt von Personen aus anderen Ständen, unter Beobachtung der statutenmäßigen Bedingungen, soll nicht auSgeschlosseu sein; li) die Anstalt soll, mit Nücksickt auf die der hohen Staatsverwaltung „ach dem VereinSgesefte zustehende Einflußnahme und Ueberwachnng, der Leituug vertrauenswürdiger und tüchtiger Privatpersouen anvertraut werden; c) die Beitritts- und Nachzahlnngsgebühren sollen von den Vorständen der Korporationen und Innungen, dann weiters von den Gemeindevorständen und Pfar» rern, je nach ihrem directen Einflüsse auf die Teilnehmer, unentgeltlich emgehoben und summarisch in gewissen Perioden von ihnen an die Anstalt oder deren Commanditen abgeführt werden; '» der hiesigen Grafschaft (und zwar nahe bei Bnllenk»l)len) einen Hof Landes angekauft hatle, nachdem er von seiner Fran früher als Mörder angegeben und mehrere Jahre im Ranzauer Gefängnisse b.'l)alce„ und wegen dringenden Verdachts ohne sein Geständnis? m'o Glücksstädter Znchthans gebracht war. j.'M endlich ausgesagt habe, daß er sieben Menschen ermordet habe. Man erwartet dieses ^chensal jetzc wieder auf Nanzau, um ihm deu weltern Prozeß zn machen. — Am 29. Iuui scheiterte bei Vliessingen der holländische Dreimaster „Noompot von Zierikzee." Die Schiffsmannschaft snchte ihr Heil in den Booten; daS erste schlug nm. wobei ein zweiter Lieuteuant, der Arzt und ein Lootse das Leben verloren; der Kapitän, ein Lieutenant sechs Malrosen retteten sich anf daS umgeschlagene Boot und wurden, nachdem sie anderthalb Stuuden mit deu Wogeu gekämpft hatten, von einer dänischen Goelette aufgeuommeu. Das zweite Boot mit dem Nest der Equipage wurde in's Meer getrieben uud am 30. Abends kauncc man sein Schicksal noch nickt. Trieft, 7. Juli. Heute wurde daS i>7. Geburts-! fest Sr. Maj. des Kaisers uou Nnßland anf dem in unserm Hafen ankernden russischen Kriegoschisse „Or-feo" feierlich begangen. Anch von unserer Batterie wurden dle üblichen Salven gegeben. Viele Schiffe, auch der griechische Kriegsdampfer „Otto", flaggten. D e u l l ch l n n d. Dresden, >',. I„li. Ihre Majestäten der König uud die KduiglN von Baiern, so w gierung eingegangen sei, worm erklärt wird. daß dao Cabinet von Eainc-James definitiv entschlossen sei. die Besetzung der D>.">'"»-. Fülsteiuhümer dnrch rnp sische Truppen nicht als <^u>iux !x>IIi zn betrachte», nnd daß es sich folglich nicht für aucor,sirt halte, in die Dardanellen zu gehen. Der MarqniS de Larochejaquelein ist gefährlich erkrankt- Der znm Commandanten des französischen Geschwaders ernannte Vice-AdMlral-.Harmelin ist anf der Dampfsregatte „Plutvn" von Toulon abgereiset, um sich auf seinen Posten zu begeben. Großbritannien nnd Irland. London. 2. Juli. In der gestrigen Unter-daussitznng erklärt auf eine Anfrage Mr. Layards Lord I. Russell, taß nach dem Bericht eines britischen Consuls die Sulina« Mündung allerdings an solcher Verschlammung leide, daß über 300 kornbe-ladene Schiffe das schwarze Meer nicht erreichen kön- nen, aber daß die Rnssen dnrch irgend ein Mittel die Donanschifffahrt gewaltsam unterbrochen hätten, davon sagte der officiclle Bericht Nichts. — Nach einigen andern Interpellationen constituirt sich daS Hans^als Comit<> über Zoll« und andere Acte, und der Schatzkanzler beantragt eine Herabsetzung der Abgabe für jede (in Zeitungen, Zeitschriften, Flngschrif-ten oder Vucheru gedruckte) Anzeige, ferner, daß der Zeicungsstämpel von 1 Penny (2'/. kr. C. M.) für einen !^l) pCt. größer» Ranm, nämlich für 2295 Zoll anstatt 1.^0 Zoll gelle, so daß eine Zeitnng ihr Format vergrößern, oder eine ei<,fache Beilage drncken könne, ohne mehr als 1 P. Stämpel zu zahlen. Und zwar soll diese Herabseynng vom 6. Inli 1tt^3 in Kraft treten. — Ein Amendement von Mr. Glbson zn gänzlicher Abschaffung der Anzeigen-Stener, welches Vir. Cobden unterstützt, wird dnrch eine Mehrheit von 10 Stimmen (99 gegen 109) verworfen. Nach langwierigem Wortwechsel über die ursprüngliche Resolution beantragt Mr. Cranford ein Amendement, welches mit 70 gegen «1, also mit einer Mehrheit von 9 gegen die Regierung angenommen wird. Die „Times" meint in Erwartung des Manifestes, dnrch welches das Einrücken der rnssischen Truppen ,n d«e Doüanfürstenthümer verkündet wird. und dessen Inhalt sie ziemlich richtig angibt, daß jetzt Alles von der Haltung der Pforte und etwaigen Vorfallen im schwarzen Meere abhänge. Die Interessen Englands, so w>e die aller handeltreib.'Nden'Nationen afficirt Alles, was sich auf die Schifffahrt der Donau beziehe, und sollte Rnßland »lwas thun, um diese wichtigste Handelsader zn unterbinden, oder die freie Kornöanssnhr aus den DonaniVifeü zu hindern, so würde die Frage bald ein allgemeines Interesse erlangen, namentlich beim Herannahen der Ernte, die in nnnicheil Gegenden des Festlandes unter dem durchschnittlichen Ermig zn bleibe» drohe. ViS jel)t sei nicht anzunehmen, das; die Ursachen, die eine große Anzahl von Schiffen in der Tonan zurückgehalten hätte», irgend einem Znlhnn Rnßlands zuzuschreiben seien. ttmldon. 3. Juli. Dem ..Morning Herald" wird nnterm 2l. Juni auö Alerandrien geschrieben, daß in Folge des Ansuchens der hohen Pforte alldort :i»d in Kairo große militärische Vorbereitungen getroffen werde». Die verschiedenen Infanterie - :1,'egi-menter wurden vervollständigt nud die Trnppen in der Richtnng nach Alerandrien in Marsch geseNl. Anßer den N),0W Manu. welche die dortige Garnison bilden, "erhielt dieselbe eine Verstärkung von „d a» Vord der znm Nnolaufeu bestimmten Schiffe einberufen worten. Die „Morning Post" meldet »ach Briefen ans St. Peteröbnrg, daß einer der hervorragendsten Ve-anttcn des Ministeriums der anowärligen Angelegenheiten mit einer Mission nach Paris nnd wahrscheinlich anch nach London am 2l>. Juni von Petersburg abgereist sei. Un ß l an d. St. Petersburg, 28. Juni. Das im henti-geu „Journal de St. Petersbourg" enthaltene, schon erwähnt« kaiscrl. Manifest lautet, wie folgt: „Wir Nicolans l. von Gottes Gnaden Kaiser nnd Selbstherrscher aller Nenßcn :c. :c. thuu hiermit knnd: „Unsern treuen und geliebten Unterthanen ist bekannt, daß seit unvor^'üklichen Zeiten Unsere glor» reichen Vorfahren geschworen haben, deu orthodoxen Glanben zn vertheidigen. „Von den» Augenblicke a». wo es dcr göttlichen Vorsehung gefalle» hat. deu erbliche Thron an nnS gelangen zn lassen, war die Veobachtnng dieser oa> oon unzerlreunllchel^ und ^gehelli^len Pflichten jederzeit Gegenstand Unserer Sorgfalt. GestWt anf den glorreichen Tractat von Kainardji, welcher hinwiederum durch ftierliche spätere Vereiubarnugen mit der ottomauischen Pforte bestätigt wnrde, hat diese Sorg, fall fortwährend zum Zwecke g.habt, die Rechte der orthodoren Kn'che ^u gewädll.'ii'te!,. ,,^!b^r zn Unserer tiefe,'. Bennliniß haben in der letzte» Zeit, aller Unserer '^»strengunge» znm Schnl) der Rechte und Piivilegien Unserer orthodoren Kirche ungeachtet, zahlreiche Acte der Willkür von Seilen der oltom. Regiernng diese Rechte angegriffen und diese Acte drohte» znlcyt die dnrch Jahrhunderte geheiligte nnd dem orthodorcn Glanben so werthe Ord-> nung der Dinge gänzlich zu vernichten. „Unsere Bemühungen, die Pforte von solchen Handlungen abzuhalten, sind erfolglos geblieben, und selbst das feierliche Wort, welches der Sultau UnS bei dieser Gelegenheit gegeben hatte, wurde bald darauf gebrochen. „Nachdem Wir alle Wege der Ueberredung und alle Mittel erschöpft haben, um die Unsern gerecht^ Forderungen schuldige Genugthuung durch freundliche Verständignng zu erlangen, haben Wir es für unerläßlich erachtet, Unsere Truppen in die DouaufürsteN' «41 thümer einrücken zn lasse»,, um der Pforte zn zeigen, wohin ihre Halsstarrigkeit sie führen kann. Gleich' wohl ist es anch jeyt nicht Unsere Absicht, den Krieg zu beginnen; durch die Beseynng der Fürstenthümer wollen Wir Uns eines Pfandes versichern, welches Uns unter allen Umständen für die Wiederherstellung Unserer Rechte einstehen soll. „Wir suchen keine Eroberungen; Rußland bedarf deren nicht. Wlr verlange,,, daß «inem legli" Men und so offener velleycen Rechte Gennge ge-schebe. Wir sind bereit, sogar in diesem Angenblicke die Bewegung Unserer Truppe» aufzuhalten, wenn die ottom. Pforte sich verpflichtet, die Integrität der «Privilegien der orthodoren Kirche gewissenhalt zu be- obachten. . ^ «, , Wenn aber Hartnäckigkeit und Verblendung dnrchaus das Gegenche'l wollen, dann werden Wir. Gott ,v> Unserer Hilfe anrufend, Ihm die Sorge überlassen, über Unsern Streit zn entscheiden, und voll Vertranens in Seine allmächtige Hand werden Wir znm Schul) des orthodoren Glanbens in de» Kampf gehen (nonx l!!i,!l'l!!>r<»!l,>, l> ln <>!<' «V In s,»i Nllll0sl<)><). „Gegeben zu Peterhof am l4. Tage (26.) des Monats Inni des Jahres 18ll3, Unserer Regiernng im achtnndzwanzigsten. Gez. Nicolans." In der „Allg. Ztg." ftnden wir folgende, an die Abreise Sr, Ercellenz des FZM. Grafen Gyulai geknüpfte Bemerkungen: „Graf Gynlai, der in Begleitnng einer An;ahl höherer Militärs nach St. Peterobnrg abreiste, wird von Seiten Oesterreichs oen großen V^anövern bei-wohnen, welche >m »aasten Nionat von Sr. Majestät dein Kaiser 9licolans abgehalten werde». Es ist anzunehmen, das: diese Mission ^»gleich beiiragen N'iid, die Unlerbailtlungen zu fördern, welche zur Aufrechthalcung des europäischen Friedens gepflogen werden, da Graf Gyulai des Vertrauens seiues Son-. veränS sich erfreut und so in der, Lage >st, dem russischen Cabinete die dießseitige Auffassung der Sachlage in der orientalischen Angelegenheit darzulegen. Die Bemühungen des befreundeten Kaiserhofts werden in St. Petersbnrg, nach aller Voraussicht, nichc erfolglos bleiben, wie auch zu erwarten stehc, daß die guten Nachschlage, welche der k. k. Internnntins zn Eonstantinopel im Verein mit den daselbst residue»-den Repräsentanten der übrigen Großmächte, der ho-hen Pforte zu erlheilen sich veranlaßt finden dürfte, die Türke, vor übereilten Schritten bewahren werden. Auch die großen enropäischen Seemachte dürflen der selbstständigen und klar gezeichneten Haltung Oesterreichs in dieser „brennenden Lage", der Besonnenheit, der Umsicht und dein Eifer seiner Diplomatie die gerechte Anerkennung znleyt nicht versagen. Der tiefen Einsicht des Kaisers Nicalans sind die ausgezeichneten Eigenschaften seines erhabenen Freundes und V.mdeSgenosse», des Kaisers von Oesterreich, be-und der Werth, den dieser als Regent und ^ Staatsmann gleich grosie Souverän anf die Stim-me und die Ansichten Oesterreichs lcgt, wird hiekurch wesentlich erhöht. Die Pforte ihrerseits ist über Oesterreichs Machtstellung nnnmehr eben so genügend belehrt, wie von dessen ernstem Willen anf Erhal-tung ihrer Integrität und Souveränetat überzeugt. Die Bestrebungen des k. k. Cabinets auf Erhaltung des Weltfriedens werden somit, wie wir hoffen dür-<»fen. von glücklichem Erfolge sein." ^ VsmlNlischcs Ncich. Eonstantiuopel, 20. Inni. Vorgestern hatten wir hier ein Schauspiel, wie es in dieser Art ^onstantinopel noch nicht gesehen. Am Booporns, «i'a'.nl ""''"'^" 6l.'iNe Enropa's. hart an der Küste .r ^'.^^ ^^ ^'"">' Element, das sich sonst in ch n" gte "'''besonders h.e, schüchtern zn verkrie-^!b b'wnßtsem'^7^uberraschende^ Stolz und Freiherr v Brück m» . kaüerliche I»le>»n:>t>»s. ^lais'zu'^er^^n'INlhr'.^ uer Serenade überraw di .,nn , "'^5!°'' ''' sangverein zu Pera . begleit " «^ ^' m" zahl Rep.asenla.uen aller des, darbrachte. Die genS gemietheten Tampfboole von (^onstantinopcl nach Bujnkdere, zündete im Angesichre deo Orteo ihre Fackeln au, und fnhr so hart an das P^ais heran. Hier wurde sie eingeladen, in die große prach-t'ae Halle zu treten, in welcher sich gleichzeitig dle elegance Welt von Vujnkdere, dle durch das Land-portal eingetreten war, versammelt hatte, und bald tönten über den Bosporus herrliche deutsche Lieder b'll von Mendelssohn. Marschner u. A. .Ehrend einer Pause hielt eiu hiesiger ansässi-3l„s »^ ""^ ^^^ "" ben Herrn Internuntius eine >reoe. welche den Zollvertrag vom U). Febrnar als ^ml^ "ll'ciM und dauerhafteste Basis der deutschen N' de i.!'7,/m'' «lückl.che Folgen feierte. Zuglc.ch _,.'.,,,. " ^>! Versammlung em lithographies Blatt v^tlieilt, Mit der Inschrift: ^Vl ^»k, ci.l.Io>.> al iKirono do Jiruck, iiilernunzio dell' Augusto Imp«-,.ani,. Kranci.'sco Giuscpiu; la colonia Aastro-btnisln« in Hisanzio licla del suo arrivo con(id«Mile Pforte hac in jeder Beziehung sich z>n'0lk?mmend a>' zeigt. Ei» Pforten-Kommissär beqleiM heute den Kanzler deo Consnlaceo nach Smyrna , um 0te augenblickliche Einleltnng zur Untersuchung n'lO Veihai-tung der Rädelsführer nnd zu deren An5l Oesterreich zn veranlassen. Der Gonveiüenr roi, Smyrna, Ali Pascha, ist nichc bloß abgesel)l, wao ihm nichc sehr unangenehm wäre, da diese Herreü gerne nach l5onstaü wnd in ein entferntes Paschallk geschickt. Ueberba ps erklärte sich die Pforte bereitwillig, m Be<»g ai'f dle Flüchlliuge Alleo zu tbun, was Oesterreich den B^ weis liefern kann, daß sie durchaus nichc den Ge-danken hege, Unrnhen >n den österr. Gräuzlande.« zu begünstige». Neues und Neuestes. Ävie», ^. Juli. Wir erfahren aus glaubwürdiger Quelle, daß Fürst Gortschakoff am 3. d. iu Bukarest eingetroffen ist, und den ruj fischen General N i p r 0 k 0 n t sch i n s k i mit Depeschen an Omer Pascha nach Schnmla geschickt hat. (Fremdeubl.) Tclessraphischo Depeschen. ' Verlin, ?. Juli. Gestern ward durch den Finanzmimster die Generalconfereuz dcS Zollvereines eröffnet. Hennig fnngirt« als Vorsipender. * London, 6. Juli. Der „Morning Herald" meldece, es sei ein Streit im Cabinete wegen der türkischen Frage alisgebrochen, und Graf Aberdeen habe anstreten wollen Nach anderen Blättern ist jedoch der Streit bereits beigelegt- Vollstautinopel, 27. Juni. Die FriedenS-anssichten herrschen vor. Oesterreich, Frankreich und England schreiten vermittelnd ein; die russische Forderung soll uicht iu der Form, aber inhaltlich von der Pforte angenommen werden. Das Aueibieten znr Bildung einer Fremdenlegion ist von dem Divan ab-gelehut worden. 2lthen, 1. Juli. Der amerikanische Gesandte beharrt energisch anf der Annullirnng der Sentenz gegen den Missionär Knight. Locales. Lmbacl,, 8. Juli. Die mit sehr großem Beifalle aufgenommenen, aber leider wenig besuchten Darstellungen der Gesellschaft deo Herru Wolgard sind uun becudet, und wir können unö nnr recht beifällig sowohl über die einzelnen Productionen. als anch über das geschmäckvoll arrangirte Ensemble aussprechen. Besonders ernteten rauschenden Beifall die Herren Sandner und Le moa ein; betreffend die plastischen Bilder könnte man die des Hrn. Wolgard einc von jenen des Hrn. Keller verschiedene Art nennen, sicherlich aber beweiset die Wahl der darzustellenden Bilder viel Kunstgeschmack. Wir können auch die bei der leyccn Vor-stellung uns vorgeführten „Nebel-Bilder" nicht still-»chweigend übergehen, die sich nicht minder des allgemeinen Beifalles zn erfreuen hatten. Als aber am Schlüsse derselben die theuren Züge des vielgeliebten Monarchen Franz Joseph immer schärfer »nd bestimmter aus dem Nebelsiore hervortraten, da erhob sich mit Einem Male ein allgemeiner Applaus, der sich noch vergrößerte, als die Militär-Mnsikcapelle des k. k. Inf.-Reg. Prinz Emil mit der herrliche» Volkshymne einfiel. Stürmisch, wahrhaft begeistert war der Applaus, so unwillkürlich als ein ungekünstelter Ergnsi ans dem Herzen hervorgedrungen, daß diele Vorstellung drei Mal wiederholt werden musite, stets begleitet vom jubelnden VelfaU-Möge Herr Wolgard für die nnS ""schabe" ^ >uusireichen Abende die Anerkennung aller i"., ' rennde mitnehmen! Mit feinem Tacte hat eS der Herr Interuun-tinS in seiner Erwiederung vermieden, der Serenade die Bedentnng einer politischen Demonstration zu geben. Er sprach bloß in einigen sinnigen Worlen seme Frende, daß das dentsche Lied auch l)ler a" der Gränze zweier Welttheile gepflegt werde, und ,emen Dank für eine Ueberraschnng ans. durch d.e cr von der Eristeuz eiues deutschen Gesaugverems m Kon-stanilnopcl zum ersten Male Kunde erhalte. Die Serenade hac indessen doch ihre polttljche Bedemung, in sofern zum ersten Male dem Vcttre-ter einer deutschen Macht auf dem l)i ^"'^ eine solche Hnloignng gebracht wnrde. und damtt der Beweis gilicfert ist, daß bis an die fernsten ^»oen der Welt der Gedanke zu dringen beginnt, Oesterreich und mit ihm der dentsche Vnnd habe eine Lans-bah» angecrelen. die mindestens hincer keiner anr"", Weltmacht zurückbleibt. Ich kann Ihnen versichern, daß diese Serenade das Tagesgespräch der ganze»^ hiesigen diplomatischen Welc geworden, daß <>e die Berlchce der Gesandtschaften mit anfgc>'om>m'>l wird. und in der christlichen, wie in der tniküme» Bevölkerung einen bedentenden Nachhall gefunden hat. (3r. Zlg) Slnyrna, 2!). Inni. Martin Koßca, welcher bei der »„garischen Revolution thätig gewesen, winde znr Zeit mit Kossnch »ach Knlaiah incerüill. und schiffte sich mit ,l,m nach Amerika ein, von wo^ er vor nngefähi « Monaten hierher zurückkehrte. Dcw hiesige k. k. österr. General.Vonsnlat halte seine Ver-hafinüg angeordnet, uud in Folge dessen wnrde Ko>;ta mn 22. l). Abends geqen (i Uhr l» einem, an der Marine gelegene» Kaffehhanse vo» mehreren bewaft' nece» Kahnsnhrer» gefangen genonnucn. der hier sta-tionirte» österr. Kriegübrigg „Hußar" übergeben, und seine Papiere nm Beschlag belegt. Die zahlreich hier anwesenden politischen Flüchtlinge, bei welchen die Meinnng verbreitet war. Koßca stche unter amerikanischen, Schnne, waren iiber dielen Vorfall sel,r alarini.t, i.ud die Ankunft der am 2!l. d. hier znfällig eingetroffei'.en amerik. Kriegscorvecte „St. Lewis" gab ihnen Veranlassung, den Kommandanten derselben und den amerikanischen Consul Hrn. Offley um ihre Verwendnng zur Freilassung Koßta's anzngehen. Genannte Herren begaben sich anch wirk-lich an Bord des „Hnßar" , nnd erhielten anf ihr Befiagcn von Koßca persönlich die Antwort, daß er nicht unter amerikanischem Schnl)e stehe. Nachdem das Resnltac dieses Schrittes bekannt geworden, gab sich eine hefcige Gährnng knnd. die leider bald genug znm Ansbruch ka,n. A>n Abend dcosell'en Tages besnch-cen 2 Offlciere und der Arzt des „Hnßar" . Dr. Hnbna, erstere in Uniform, leittercr in Vivilkleidnng, das an der englischen Scala gelegene Kassehhans des Hrn. Paul Bonifazio, „^l^li>!< -»nl .^«iiül, ('!nl»", wo sich (väste der bessern Klassen, anch in Begleitung vo» Damen, einznfinde» pfiegen. Der Wirth, welchem die in de: Stadt herrschende Stimmung bekannt war, riech diesen Herren, sich keiner Gcfadr auszuseyen, uud an Bord zu-rückznkehren. Seine Warnung blieb ohne Erfolg. 'Nach ciner Weile, gegen 8 Uhr, ttaten mehrere Flüchtlinge in das erwähnte Local, gingen unmittelbar auf den Tisch zu, au welchem die österr. Officiere mit einigen Emyruioten saßen, welche sich bei dieser traurigen Gelegenheit sehr gut benahmen, und sielen, ohne daß ihnen Erstere irgend eine Veranlassnng gegeben, über dieselben her, indem sie einen, Fregaclen-lientenant I. v. Anerhammer, anf die Erde warfen und fnrchtbar zerschlugen. Der andere, Schiffscadet Baron Otto v. Hackelberg. welcher sich znr Wehre seyen wollte, erhielt cine» Dolchstich in die Seite, und sprang, um feruereu Mißhandlungen zn entgehen, ins Meer. Von 2 Pistolen, welche anf die Officlere abgedrückt wurden, versagte die eine, die andere traf nichc. Alles dieß war das Welk einiger Minuten, und nachdem der Angriff geschehen, waren anch die Thäter verschwunden. Der Doctor wurde mit dem eineu der Officiere, der sich glücklicherweise bereits auf dem Wege der Besserung befindet, a» Bord des „Hnßar,, gebracht, nnd von dort sandte man Barken ans, um den fehlenden Officier zu suchen, der jedoch erst am 24ten Morgeno 3 Uhr, „nd zwar unweit der Stelle, wo er l»s Meer gesprungen war, als Leiche gefunden wurde. Er hatte sich' an einen Pfahl geklammert, und dort verblutet. Die Section ergab übrigens, daß t"e ,hm beigebrachte Stichwunde lödtlich gewesen. Die Mörder sind entflohen, und bis jeyt mcht aufgefunden. Die Beerdigung des Gemordeten war auf den 2.'». d. festgeseyt. Sämmtliche Eonsnlate mit Ans-nähme des amerikanischen und englischen, hatten die Trauerflagge gehißt. Gegen 11 Uhr be- > wegte sich der Zng von dem allgemeinen Hospitals Druck und Verlag von I. v. Meinmayr und F. Vamberg in Lalbach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. »ltÄtl!oj,i»z,v.I. lN^.sür lUN fl. . . 2l8 dctto bttto l839, „ l00 .. . . I3lä/8 Vanl-?lct!m, vr. Stuck «^08 ,i. lu E M. Actien b^r .ssaiser Ferdinands-Norddah« <>, Kwtt fl. n (5. M. Actiln der Ocdenl'urg'Wr.-Ncustädttr (5istM,hn ,u !>00 fi. C. M. ... i26 fi.in V.M. Actie» der üstevr. Douall« Dampfschifffahrt z« 5.00 N. <5. M...... 755 st. i» C. M. ?lttic» des östcrr. Lloyd iuTritst zu 500 fl. C. M....... «yü si. in C. M, Wechsel- Cours vom 8. Juli »853 Amsterdam, fi«r 100 Holland. Guld., Nthl. 9l 1/2 O. 2 Monat. AugS'nll,, ,l>r l«0 ^»ii'.ll U>»i.^ ^„,1.. 1l0Vf. llsu. Frails!»»»" M., (s»>l2<>^. jlldh. Ver^) ,i„^W,'>hr, i». 24 !/2 s>. Fi.f,, (^,,,^.) ,W ,/2 3 M„,at. Ham^nlK. !><>' NX» Mark ^ü»^. Ouldrn 8! 1/,-< Pf. 2 Ml'»at. Ü!»M!w. snr ^00 T«.'»'l>l»!!che Vi>,. O»li!l'. ! «<> l/8 ' 2 M'»a^ L^io^n. siir l ^s»>'d Hln'li»!,. (l>n,ds» <0-5<>^f. 'i M','»>it^ i!yo», ftir >M) Franse», . . Oiilb. <29 7/« 2 Moii.it. M »anl». s>l> 3»0 O.lientlch. Vi>., l«nld, l,0 l/tt Vs. 2 Mo» ,t Pai is. sür 3<»0ssranlen . . Guld l30Af. 2M>n,!. K. K. vollw. Mimi'Ducaten . . . l5 :l/4 pr. (lent. Agio. Gold« und S< ll',l'(5li>n se uom 7. Juli 1tt53. V,I,f. G.ld. .ssais. Mimz» Ducal»'« Agio .... 47 16 A/4 dctto Rand- dto ...... l«7/8 1U5/8 <^u!ll «I murco „ . . . . — 16 NaplileonSb'or's ,..... — 8.49 Sonverainsb'or's „ . . . . — 15.20 Nusi. Imperial „ . . . . — l>4 Frirdrich^d'or's „ .... - <>.<» On>;l. Soveraiü!>s „ . . . . — 10,5,1 Silberagio . . „ .... 101/2 1(1 l/4 Verzeichniß der hicr VerNarbene». Den I. Juli 1853. Ioscf Paiser. Ncalicätciib.sltzci, alt 78 Iahic, >!, d,l Ki^la» Voistadt ^.'l. 57, an Altersschwäche. — Pa»! Maieile, Straflos, alt 53 Iahl'e, im Straf hause Nr. 47, an der Angina scrofulosa. __ Den 2. Johann Posch, Tischlergeselle, alt 27 Iahie, i,u Civil-Spital N>< l, an, Zchrsieber. Den 3. Ignaz Gayer, ZilNinenna»!,, all N2 Iahie, in del' Polana - Voistadt Nr. 17, an der Wasserecht. —. Dem Baltholom.nls Schitko, Ansie-gel, sc>n Kind ?lnlo», alr3 Iahie, in derSt. Peteis-Vorstadt Nr. l29, an Fraisen. — Die hochgeborne Frau Bligina Edle v. Medin, q,borne Conitesse Czer-niz^a, k. k. General. Majorslvitwe, alt 5!) I^hre, i» der Stadt Nr. 14, an der Lähmung der Banchein-geweid,. — Den 4. Dem Martin Nosmann, Hans - und Hubendesißei, sei.ie Tochter Mana, alt 15 Jahre, am Moorgrund Nr. 17, am Zehrsieber. — Den 5. Herr Jacob Kokail, Mehlhändler und Hau5bes,l)e7, alt iil Jahre, in der Stadt Nr. 248. am Schlagftuß. — Maria Pei-uzzi, Institntsarme, alt 50 Jahre, >m Civil-Spital Nr. 1, ander Wassersucht. — Dem Michael Mar»,, Taglöhner, sein Weib Vincenzia, alt 25 Jahre, in der Karlstadter-Vorstadt Nr. 16, an der Lnngensncht. — Anmerkung, Im Monate Im» l853 sind 38 Person»»!! gestorben. Z. 333. :. (2) Nr. 8N37. Am 4. Juli d. I. ist am Bahnhöfe in Lai-bach, zwischen dem Haupta.cbäudc und den Magazinen eine alte rothe Brieftasche mit zwei Fächern, worin sich beiläufig die Summe von lW bis I5l) ft. C. M, in Banknoten befand, in Verlust gerathen. Die Banknoten waren zu IU st., 5, ft. u. I si. Außerdem befanden sich in der Brieftasche zwei Frachtzettel. Der redliche Finder wird auf« gefmdert, diese Brieftasche sammt dem darin be^ sindlichen Gelde bei der k. k Polizeidirection gegen Empfang des gesetzlichen Findcrlohneö abzu. geben. K. k. Polizeidirection Laibach am 6. Juli 1853. Z. 334. (2) Nr. 3U. Licitations-Kund machung. Wegen des ob Mangel hinreichender Concur-renz unbefriedigend ausgefallenen Resultates der am I. d. M. zu Podrassed Statt gefundenen Licitation dcö alten Materials der dort bestandenen älarischen Brücke, wird dasselbe und zwar: I Laibacher Viertelschiff, 3IU Rundstamme, 2598 Pfosten und das sonstige in entsprechender Anzahl vorhandene sortenweise aufgeschlichtcte Holzwelk, ferner 7 eiscne Bolzen, U5 Pilottcn-schuhe, dann alte eisenc Klammern und Nagel, im beiläufigen Gewichte von l2 Centncrn, am 14. d. M. Vormittags !> Uhr öffentlich veräußert, und sogleich an Ort und Stelle gegen baren Erlag des Erstehungspreises unmittelbar nach dem Abschlüsse der Licitationö-Verhandlung an den Meistbietenden übergeben weiden. Der Auörufspreis besteht in 83U si. in l5. M., als dem höchsten Anbote dcr am l. d. M. statt-gefundenen öicitation, daher das auf die Dauer der Licitations-Verhandlung zu erlegende Vadium mit 50 si. festgesetzt wird, welchcö von dem Ersteher des Materials auf die Kaufsumme zu er» ganzen kommt. Nach Abschluß der Verhandlung wird kein nachträglicher Anbot angenommen. Von scill' des k. k. croat. slavo»,. dalmal. Militäl' - Gouvernements. Agram am 2. Juli 1853. Z. 922. (2^ Di,. 3358. E d i c t. iUom k. k. Bezuksgmchte Sillich wird bekannt gemacht: Es hat Anton Prosen, als Besitzer dcr vormals zur Hcrrschalt Sittich zuli Url>. Nr. l? dillisidar geweienen Hubc, die Klage cu»l ^öschulig des hicl' auf zu Gunsten deo Joses Supanzhizl) intabulirlen Schuldscheines . <:., aus dem Titel der Verjährung hicrgerichts angebracht. Dessen wird der Geklagte wegen seines unl'c-kannlcn Alifenthaltsorteb zu dem Code erinnelt, daß er zu dcr auf den 24. September l. I., Vormil tags um 8 Uhr angeordneten Mrhandlungät.'gsaz. zung entweder selbst erscheinen, oder dem it)m in der Person des Joses Supanzhizh von Radokendolf deigegedrnen (^»nnlol- i»>l ix-luln rechtzeitig seine Behelfe an die Hand gebe, widrigens er sich die Folgen seiner Vcraosaumung veizumessen haben wild. Sittich den »5. Juni 1853. Z. 9?U. L i c i t a t i o n. Dinstag am »2. Juli »653 werden in der Krenngasse H.. Nr. 77 im 2 Stock allerlcl Mcu^les ,^ Männer -, Frauen - und Klnoerkleider, Küchengerathe uno sonstige Gegcnstanoe, dann Bücher, medimiischen Inhaltes, an oie Melstbietenden verkauft, , wozu Hauftustige höfiichst eingeladen werden. j Z. 936. (5) l Anfeile. ^ Der Gefertigte erlaubt sich das vereh- i rungswürdige Publikum aufmerksam zu ma- ! chen, daß er mit eimm Lager von Kunst: ! fte^cnstäudcu auü carrarisckem Mar ! »nor, hetruvische Vasen, Florentiner l Mosaik.Tisclio u. s. w., auf stincr Durchreift sich hier einige Tage aufhalten wird, und zu äußerst billigen Preifcu die Gegenstände verkauft. Die Wohnung ist im ^tl»<>vl<'I»'schen ^ Hause in der Sternallee. l Aiijsclo CJIhccI« Z !»58. (3) In der Iudengassc Nr. 232 lm zwelten Stock lst elne Wohnung, bestehend aus drcl Zimmern, Küche, Gpclsekammcr und Keiler, für Ml-chlU'li zu vergclxn. Auskunft im ersten Stock. Auch wird daselbst Wiener Bier. die Maß zu 14 kr., ausge-schänkt. -^ 1 Z. 9t,.'; (i) Die Galanterie s? Nürnberger Warenhandlnng d e s Ludwig Hg, in der Spitalqasse, empfiehlt, unter Voraussetzung solider Bedienung und dlUiger Preise, ein gut afforNrtes Lager, als: Stahlware, in- und auslänoische, begehend in: Jede Feder- und Rasier« Messer, Frauen - und Schneider-Scheeren, Eßbestecke, Stopselzieher, Lichtsckccrcli, Schlüsselhaken. Huildstolpa tt. ?c. Optische Gegenstände. Jede ^orgnets, Kroi^ und Spangen.Vrillen in Horn. Stahl, Pakfong und ^icusilder gelaßt. Perspective und Fern-Rohst, Ar^meter, Alcoholmetcr und Thermometer. Jede Reißzeuge mit Sammet- und Lederiutter; Schreibzeuge von Holz, Blech, Bronce und wilder, Blechtassen, schwarz, in Farben und vergoldet. ,> Brotkörbe von Wieden u. Alech, Zuckerdosen von Holz, Blech u. Maschee; ^Ilahklsstn und C h a toui le n, von Holz und Maschce. » Sckwarzwälder Uhren mit oder ohne Wccker; Dret) - O rg cl n, 8 und 9 Htucke splelcnd. „ Ka ffeh. Mühlen von Holz, Eisen uno Messing; Hand. und Haselleuchter von Guß. liscn und platirt tt. lc. Leder-Galanterie-Ware. Jede Brieftaschen, (äigarrentaschen mtt und ohne PortfeuiUe, Kellnerta- schen mit Stahlwarcn, Portemonai's, Etuis mit Arveilö.Requisiten ,c. lc. Viirstenbinder Arbeit. Jede Rasier- und Malerpinsel, in- und ailslaiwische, Nagel- und Zahnbürsten, Kleider-, Hut- und Kopfdürstcn, Taschenoürstcn mit Lpicgcl und K^m<» , französische. Scbrcib-Requisiten Jede Hamburger Fcdcrkiele. Stahlfcdcrn, Siegellack und Ol'l,>ten. Nauch - Nequisiten Jede Tal).,t.'Picilen, echte ^ch^mnitzcr mit und ohne Beschlag, dann ron Massa, Papiermaschee, PorzcUan und Holz-Flader, mit P.irfong und Neusilber licschlagen. Cigarren. Spitz von Holz, Glas, (Zocos, Bein, Gutta . Pcrcda, Massa und Meerschaum, Clgarren. Pfeifen, Schemnitzer, Massa und Meerschaum mit Weißzeug. Pakfong und S'ldcrdeschlage. Tabak-Dosen. Französische mit Charnier, von Buchsoaum, B^in. gepreßte, Büssclhorn und Ncusllber, Ätaschee.Dosen, runde und Charnier, mit geistlichen und weltlichen Gemälden. Jede Rock- und Gillce. Knöpse aus Horn. Perlmutter, Metall. Seide. Zwirn und Lein, Hemdeknöpfe lc, lt. Gu mwi .Hosen träge r, Gurt. und S t r up f e n - Ban d er, weiß und ncfärvle Lelnen, Verkal, Waliis u. Köpvcrband, Arasdand glatt und fa^onirt in bunten Farben, Lothband. Lam- pcndacht, Ar^s und Seide, Einfaßvörtl und Schnüre, Gummischnürc. Echt Leinen Strickzwirn. Näh. zwirn, in kleinen und großen Sträuchen, weiß und in Farben, englischen Nähzwirn, weiß und in allen Farben, zeichnet sich besonders durch Güte und Billigkeit aus. Jede Horn., Friseur-, Taschen- Chlor,,, Locken- und Elfenbein-Staubkämme, Haarwuchs-BeförderungS. Pomade, Blumen.Essenz. Rasierwasser und Eocos.Scisc lc. lc. Teppich. Hand' und Reisetaschen, Jagdtaschen von Leder, sächsische Weiden.Körbchen m »cder Form, gefärbt und gestickt. Feine ausländische Kinder-Spielerei-Waren von Holz, fein lackirt, Zinn, Messing, (Zardonage und Leder. Schiefer« und Pergament-Tafeln, so wie alle in dieses Geschäft einschlagende Artikel.