Dummstag, 12. März 1896. IahiWg 115. Nblllher !^'»f!, u ^,5' ^ Postuersstidung: ganzjährig fl, 15. Halbjährig st. ? 50. Im Comptoir: ^ "Aükra'l/. 1"bri» ll, b 5U. Für d!e ZusteUunn >»« H«us ssanzjährig ft, l. — Insertionvgebür: FNi ^^^^^^ « lr.; bei öftere« Wiederholungen per Zeile 3 k, ^* '"..... Die «Laib.Zelt,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Vom,- und Feiertage. Die Ndministratlon befindet ftch Ellnartssplah Nr. 2, die Medaetion Bnhnbofgasse Nr. lb. Sprechstunden der Redoction von 8 b5 ö«m Oberingenieur und die Vau-^i^,/^mas Hofer und Arthur Ender zu '^llnt. '"l den Staatsbaudienst in Niederösterreich Ä5" dll^'H^^ ^96 wurde in der l. l. Hof< und Staats- kl?Mn ^'.Stück der italienischen, das VIII. Stück der ^^ischcn ns 6l"6 der italienischen und das XII. Stück >ndet, ^ "usgabe des RcUhsgesetzblattes ausgegeben und Nichtamtlicher Theil. 5 Der ^ Guiuchowsti in Berlin. ! ?^ Un!'? Minister des kaiserlichen und königlichen ! ^'^ m"s„^s Aeußern. Graf Agenor Goluchowski,^ lt>henlob"^ bes deutschen Reichskanzlers Fürsten, ^ berick^ " ^"lin eingetroffen und wurde, wie tz kt^^l", von Ihren Majestäten dem deutschen U^ine 9 ^"'serin empfangen. Die «Norddeutsche lö^iH ^'.begrüßt den üsterreichisch-unga-'^^iick ^.°uf das herzlichste und weist die Ver« d<>ha^ .°us Anlass dieses Besuches einen Zu-'^ftraisch,n'"ben mit den jüngsten Ereignissen in °l»s/ ^N'H, 7"lonie zu construieren. — Das ze^ ^inisi"' treibt heute: «Graf Goluchowski, »d,^ wo er i«./ Aeußern, hat sich nach Berlin be-, °l< ^e kr K. ^ lener Auszeichnung empfangen ^''""'g l>.s """9 des leitenden Staatsmannes ble »^ Vii ?"?^^n und verbündeten Großmacht ^s>>etuna?-"«^"le nach Berlin, die zugleich "°t? in but, . Asches des deutschen Kanzlers '^'stter ^7'Ivhe bringt und die deshalb schon ^lllte G ^" Aussicht genommen weiden musste, ^°" persönlichen Verkehres der deutschen und der österreichisch«ungarischen Staats-! manner auf, die soviel zur Festigung und zur innigeren Vertiefung jenes Bundes beigetragen, der die Kaiserreiche vereinigt und welche so lange als eine stets frisch schlagende Quelle des gegenseitigen Vertrauens gewirkt hat. Wenn die Reise des Grafen Goluchowski über diesen gleichsam bereits feststehenden und traditionellen Wert noch eine weitere Bedeutung beanspruchen darf, so kann diese aus dem Umstände abgeleitet werden, dass der Minister des Aeußern der österreichischungarischen Monarchie zum erstenmale in der deutschen Reichshauptstadt erscheint, in seiner neuen Stellung zum erstenmale mit den für die deutsche Politik entscheidenden Männern zusammentrifft und namentlich mit dem erlauchten Träger der deutschen Reichspolitil, dem Kaiser Wilhelm. Der persönliche Verkehr des Grafen Goluchowski mit den entscheidenden Berliner ! Kreisen wird zweifellos die Eindrücke verstärken, die dort schon aus der bisherigen Thätigkeit des Grafen Goluchowski gewonnen worden sind. Das ihm übertragene Erbe, unsere intime Beziehung zu Deutschland und das Ansehen des Dreibundes vor jeder Verküm-'merung zu wahren, war das Streben des Grafen Goluchowski von seinem Amtsantritte an und wird es i auch fernerhin bleiben.» Das neue italienische Ministerium. Den italienischen Blättern zufolge wird das neue I Ministerium unter der Präsidentschaft Rudinis stehen, z Marchese di Rudini war schon einmal, vor fünf Jahren, l lln Stelle Crispis an die Spitze der Regierung getreten. Er regierte damals mit einer Coalition von Conservative« und gemäßigten Radicalen und blieb ' 15 Monate lang im Amte, worauf Giolitti ihm nachfolgte. Unter Rudini wurde der Dreibund erneuert. !Marchese di Nudini, der einer reichen ficilianischen 'Adelsfamilie entstammt, hat sich, wie mcn weiß, frühzeitig politisch bemerkbar gemacht; er steht jetzt im Alter von 57 Jahren. Das unter den gegenwärtigen ! Verhältnissen besonders wichtige Kriegsministerium übernimmt General Ricotti. Cesare Ricotti-Magnani, General-Lieutenant in Disponibilität, hat die Siebzig l bereits überschritten. Er ist im Juni 1822 zu Borgo ^Lllvezzaro bei Novara geboren, er besuchte die Militärakademie zu Turin und kam 1641 als Unterlieu-tcnant zur Artillerie. 1848 bei der Belagerung von !Pl.schiera wurde er verwundet. Als Hauptmann befehligte er 1855 in der Krim eine Batterie, mit welcher er an der Schlacht an der Tschernaja theilnahm. !Im Kriege 1866 befehligte er die 12. Division vom ^ IV. Armeecorps und nahm damit an der Schlacht von Custozza theil, vom September 1870 bis März 1876 war er Kriegsminister, übernahm dann das vierte Armeecorps in Piacenza und im Jahre 1884 wurde er wiederum als Kriegsminister in das Cabinet De-pretis berufen, dem er bis Februar 1887 angehörte, wo das Cabinet seine Entlassung nahm. Seitdem befindet er sich in Disponibilität und hat seinen Wohnsitz in Novara. Den Wahlkreis gleichen Namens hat er seit 1870 viele Jahre hindurch in der Kammer vertreten. Bei dem Eabinetswechsel Ende 1893 kam auch Ricotti als Kriegsminister in Betracht; er wa^ für Verminderung der Zahl der Armeecorps und deshalb fiel die Wahl nicht auf ihn. Ueber die weitere Zusammensetzung des Cabinets wird unter anderm der «N. fr. Pr.» gemeldet: Von neuen Männern findet man im Ministerum Carmine, Costa, Gia«turco und Caetani. Carmine, seines Be« rufes Ingenieur, ist ein in Verwaltungs-Angelegen-heiten erprobter Mann und erfreut sich als solcher in Mailand eines unbestrittenen makellosen Rufes. Costa war bisher General-Advocat des Staatsrathes. Costa ist ein strenger, pflichttreuer Mann. Ob er die in tiefen socialen Uebeln wurzelnden Gebrechen des ita« lienischen Iustizwesens wird ausmerzen können, steht dahin. — Oianturco wird reiche Bildung nachgerühmt. Da er dem Cabinet Giolitti als Unter-Staatssecretär im Justizministerium angehörte, so will man in seiner Berufung ein Zugeständnis an den parlamentarischen Einfluss des Abgeordneten von Dronero erblicken. Als Rechtsanwalt hatte er sozusagen die moralische Ver« tretung einiger in die Angelegenheiten der Banca Ro-mana verwickelten Persönlichkeiten mit großem Geschick geführt, und seine letzte Rede gegen den Antrag auf Giolittis Versetzung in den Anklagezustand ist jedermann in Erinnerung. — Caetani, Sohn des dem römischen Nationalcomite' angehörenden Herzogs Michel« angelo von Sermoneta, von universeller Bildung, hielt sich bisher dem parlamentarischen Leben ziemlich ferne; die Stellvertretung im Kammervorsitze verwaltete er bei den seltenen ihm gebotenen Gelegenheiten in weltmännischer Feinheit. Als Minister des Aeußern wird er die Pflichten der Repräsentation mit fürstlichem Glänze erfüllen. — Perazzi war auf kurze Zeit Schatz« minister im Ministerium Crispi von 1889. Er fiel, wcil die Kammer seine Ersparungsoorschläge ablehnte. — Guicciardini wird als toscanischer Weinbauer seinem Lande manchen Nutzen bringen können. Den schwierigsten Punkt im Cabinete bildet die Besetzung des Schatz- und Finanz-Portefeuilles. Colombo ist ein tüchtiger Sparmeister, das gleiche lann von Branca gelten. Da Rudini gute und kluge Politik zu machen entschlösse» ist, so wird die Aufgabe der zwei letzt- Feuilleton. bun.^ Raubmörder. "' von Wilhelm Herbert. ^Ick'^. j«>> . 11- l E^ winket sie. «Ich werde Dir mit dem Me„ ?.> An s'l ^ 5" nicht den Wagen verfehlst!, ^.masche^or mit Schinkenbrülern und einer h ^ ^ng. u " aus dem Wagen und eilte den l»R ^3"' ^^"bureau knatterte es rastlos, als ^ ^w^^U^.?"""lte er mitleidig. «Wisst lie - ! « - weggeschnappt, bis er endlich ^?H ^ e b°Mtt wegstürmt" Natürlich Lucie, ^V^li^de schon Angst haben! ^n, ^Uzen ^bereits ihre wehende welße l ' i"te. traten drei «us den Amts- «Alle Wetter!» hörte er flüstern. «Die Gestalt — der Gang — die Kleidung — die Hast — der ist's!» Ehe er noch was begriff, hatte ihn einer am Kragen. «Teufel noch einmal!» rief er, paff vor Erstaunen und Zorn. «Was foll denn der Unsinn? Lassen Sie mich los — meine Frau hungert!» «Frau Iustitia hungert auch und zwar gerade nach Ihnen!» antwortete der Genickgreifer unter dem Gelächter der beiden Bahnbeamten triumphierend, und Dankelmann erkannte, als er ihn jetzt genauer be» trachtete, einen Polizeicommissär in ihm — an der Uniform. «Aber was soll denn das?» rief er entrüstet und schüttelte dessen Hand ab, um sofort an beiden Armen gefasst zu werden. «Sie befinden sich ja in irgend einem gottsträflichen Irrthum! Ich bin der Assessor Dankelmann aus der Hauptstadt und befinde mich mtt meiner Frau auf der Vergnügungsreise — wenn Sie mich nicht sofolt loslassen, versäume ich den Schmll-zua!» «Werden noch mehr Schnellzüge versäumen!» erwiderte der Commissär kaltblütig, wieder unter dem wohnenden Gelächter der anderen. «Netter Assessor das, der vor Schutzleuten ausreißt und um die Ecke biegt! Wissen Sie was, Männelen, lassen Sie jetzt «al die Mätzchen und b«lenn«n Vie Farbe: bie sind der Raubmörder Klumpke — man hat Sie er« lannt!» Einen Moment gieng alles wirr vor den Augen des Assessors im Kreise und er glaubte nur noch Luciens Taschentuch in der Ferne zu erkennen, das wie von einer Windsbraut gepeitscht auf und nieder weht — denn das Abfahrtssignal ertönte schon. Dann ließ er in jäher Kraftlosigkeit Schinkenbröter und Rothen fallen, dass die Flasche am Boden barst und an den Uniformen der Beamten ein Blutbad anrichtete. «Ich Raubmörder!» zischte er wüthend und erhob die Fäuste. «Ach so!» lachte er dann bitter. «Das wäre ja Widerstand gegen die Staatsgewalt — also gut!» Die Resignation des Galgenhumors überkam ih«. «Lucie,» rief er der eben an ihm vorüberfahrendcn, verzweifelnden Gattin zu, «ich kann leider nicht mit: Ich habe hier feste Anstellung als Raubmörder bekommen — steig' in der nächsten Station aus und fahre heim — adieu!» D^r Commissär flüsterte dem einen der Beamten ein paar Worte zu, worauf dieser sofort im Telegraphenbureau verschwand, aus dem alsbald wieder lebhaftes Geknatter ertönte. Inzwischen waren mehrere dunkle Gestalten auf-getaucht, welche den Assessor liebevoll in die Mitte »lahmen. Laibacher Zeitung Nr. 60. 466 12. März 19^ genannten eine leichtere sein als jene Sonninos ge. Wesen. Das Cabinet gehört in seiner politischen Zusammensetzung allen verfassungstreuen Gruppen der Kam'ner an und entspricht auch den Wünschen des Senats, mit welchem Nudini vorher enge Fühlung gesucht hatte. Es braucht nicht g?sagt zu werden, dass die internationale Politik des Cabinets die alte blei« ben wird. Politische Uebersicht. Laib ach, 11. März, Das Abgeordnetenhaus trat in die Verhandlung über den Etat des Ackerbauministeriums ein. Im Zusammenhange damit wird der Voranschlag des Meliorationsfonds, sowie der Bericht des landwirtschaftlichen Ausschusses, betreffend die Erlassung eines Gesetzes gegen die Zuckerkartelle, erledigt werden. Der Budgetausschuss des Abgeordnetenhauses hat seinen Bericht über die durch Errichtung des Eisenbahnministeriums nothwendig gewordene Aenderung des Budgets vorgelegt. Demgemäß wird für das Handelsministerium ein Erfordernis von 45 4 Millionen und eine Bedeckung von 47 Millionen, für das Eisenbahnministerium ein Erfordernis von 92 8 Millionen und eine Bedeckung von 107 5 Millionen eingestellt. Bezüglich der Streitfrage, betreffend die Errichtung des Eisenhahnministeriums, enthält der Bericht fokgenden Passus: In der Debatte über diese Vorlage gab Se. Excellenz der Herr Finanzminister namens der Regierung die ausdrückliche Erklärung zu Protokoll, dass die Regierung dem Grundsätze beipflichte, auch im Falle ihrer Berechtigung zur Schassung neuer Ministerien und fonstiger Institutionen die für dieselben nöthigen Mittel ohne vorherige Bewilligung seitens des Parlaments, beziehungsweise ohne nachträgliche Einholung der Indemnität nicht ausgeben zu dürfen. s. Im Wiener fürsterzbischöflichen Palais fand gestern unter dem Vorsitze des Cardinals Fürst« erzbifchofs von Prag, Grafen Schönborn, die erste der für mehrere Tage anberaumten Bischofs - Conferenzen statt. An derselben nahmen theil: Cardinal Dr.Grufcha, Cardinal Sembratowicz aus Lemberg, ferner die Bischöfe Jakob Missia aus Laibach, Napotnil (Mar» burg), Schuster (Graz) und Bauer (Brunn). ' Nach einer der «P. C.» aus Budapest zugehenden Meldung beabsichtigt die ungarische Quotendcputation der österreichischen Deputation die Priorität im Nuntienwechsel zu überlassen und deren Erklärungen abzuwarten, da, wie verlautet, öster-reichischerseits, ' gemäß den in verschiedenen Körperschaften geäußerten Wünschen, eine Aenderung, resp. eine Erhöhung der ungarischen Quote begehrt werden dürfte, welche Forderung seitens der österreichischen Quotendeputation zunächst zu formulieren und zu mo-tivieren sei. Unsere Meldung erinnert daran, dass bei den letzten Ausgleichiverhandlungen das erste Nuntium, welches Vorschläge bezüglich des Präcipuums enthielt, allerdings von ungarischer Seite ausgegangen sei, wobei jedoch erklärt wurde, dass dieser einleitende Schritt bezüglich des Nuntienwechs'ls kein Präjudiz bilden solle, was seitens der österreichischen Quotendeputation damals auch zugestanden worden sei. Die italienische Ministerkrise ist beendet; König Humbert hat die ihm von General Ricotti vorgelegte Ministerliste genehmigt. Mit Bezug auf die Cavinetkbildung schreibt der «Pester Lloyd>: Die Männer, welche die nene Regierung bilden sollen, sind vor die Entscheidung gestellt, was in Erythräa ge-sch hen soll. Selbst wenn die Absicht der Regierung darauf gerichtet sein sollte, so rasch als möglich zu einem Friedensschlüsse zu kommen, so wird man, um irgendwie annehmbare Bedingungen zu erlangen, vorderhand auf weitere Opfer für Afrika bedacht sein müssen. Es sind nicht die schlechtesten Freunde, die Italien rathen, das Unternehmen in Afrika thunlichft einzuschränken, alle Ausdehnungsgelüste zurückzudämmen und auf die Behauptung der Küste sich zu beschränken, von der aus alle Zwecke der Colonisation erfüllt werden können. — Nach einer Meldung des «Don Chis-ciotte» hat Valdissera die Räumung von Kassalla aN' geordnet. Um gegen Baratieri, welcher Abgeordneter ist, gerichtlich vorgehen zu können, muss die Einwilligung der Kammer verlangt werden. Ein Theil des schoanischen Heeres hat die Landschaft Entischio occu-piert und campiert bei Godofelassi; dasselbe besetzte ferner das von den Italienern verlassene Fort Adi Ugri und ebenso die Verschanzungen von Mai Haini und Adi Caje. Die bestehenden Conflicte in Frankreich haben noch eine Verschärfung erfahren durch die von Bourgeois und seinen Freunden affichierte Rivalität des Ministerpräsidenten mit dem Staatsoberhaupte. Inzwischen hat die Nndgetcommission nach dem Berichte Delombre's die Einkommensteuer abgelehnt. Hiedurch ist der Conflict mit dem Finanzminister acut geworden. Die Armeecommission verwirft die von Cavaignac beantragte Auflösung des 19. algerischen Corp« und dessen Ersetzung durch eine Colonial-Armee; die Commission verlangt die Vorlage des gleichfalls ablehnenden Gutachtens des obersten Kriegsrathes. Conflict mit dem Kriegsminister. — Eine Interpellation Deoelle-Charmes verlangt die Vorlage des von Duchesne überbrachte» Madagaskar-Vertrages, welche Vorlage Vertheloi verweigert, wodurch ein Conflict mit dem Minister des Aeußern entstanden ist. Dazu der grollende Senat. Es müsste wunderlich zugehen, w.'nn Bourgeois diesen Conflicten noch lange Stand hielte. Das englische Unterhaus berieth gestern den Marine-Etat, Post «Präsenzstand». Labouchere beantragte den Stand der Mannschaft um 1000 zu vermindern. Göschen erklärt, England könne alle Schiffe bemannen, die morgen zur Nbsegelung fertig sein könnten, wenn es 5000 Reservisten in den Dienst stellt, und wenn j?des seetüchtige Fahrzeug dienstfertig gemacht werden soll, könne die Bemannung bewirkt werden, sobald 11.000 Reservisten einberufen werden. England hat jetzt weit mehr Schiffe im Dienste als je in Friedenszeilen. Redner glaubt, es feien fast ebensoviel Schiffe im Dienst?, als die aller übrigen europäi» schen Mächte zusammen. Die Politik der Regierung gehe dahin, eine solche Streitmacht zu haben, dass England darauf bauen kann, feine Interessen in allen Welttheilen, wo sie angegriffen werden, zu vertheidigen. Der Voranschlag sei kein Voranschlag der Provocation. Das Flottenprogramm wurde bereits im November festgestellt, als noch keine ernsten Fragen entstanden waren. Bei der Abstimmung wurde d»r Antrag La« bouchere's abgelehnt und die Etatposition angenommen. Nach einer aus Constant inopel zugehenden Mittheilung wurde beschlossen, dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien die auf feine Anerkennung und auf feine Ernennung zum Generalgouverneur von Ostru-melim bezüglichen Fermans noch vor feinem für den 25. d. M. erwarteten Besuche in Constantinopel, durch den ehemaligen Botschafter in Wien und Paris Zia Pascha (der auch bestimmt ist, an die Spitze d" l den Moskauer Krönungsfeierlichkeiten zu entseM"' Vertretung des Sultans zu treten), nach SO" ,« stellen zu lassen. Fürst Ferdinand foll das talp^ Landhaus in O^takjöi bewohnen, welches ^"^. Khedive bei feinen Besuchen in Constantinopel ""A^l Der Schwelpunkt dessen, was die M°^t Blätter den spanisch-amerikanischen 6^. ^ n nnen, liegt im Senate zu Washington, w"3 M die Berathung der gemeinsamen Conferenzbeschlu'l ^ die Anerkennung der «Republik Cuba' eingettete" Obwohl der chauvinistische Senator Chandler g^ nicht zu Worte kam, war die Debatte doch eine el » und wurde der vernünftige Erfatzantrag des gewap ^ Senators Hoar auf Vertagung der BeraltMs ^. Confcrenzberichles bis zur Vorlage von den s^ ^ samen Conferenzbeschluss rechtfertigenden Velvets ^ unter großem Beifall der Gallerten niedergestimn"- ^ die weitere Debatte lässt dies wenig Hoff""^ einen Sieg einer gemäßigten Anschauung. ^» Tagesneuigleiteu. ,, — (Ein Dank des Kaisers.) Wir lese"^ der Linzer «Tagespost»: Der hiesige Fabrikant ^ Robert Weingartner, der derzeit auf der H^^,, sich befindet und mit feiner Gemahlin in ^ap ^ ^ Aufenthalt nahm, wo Ihre Majestäten der Kai!" ^. die Kaiserin derzeit weilen, gab seinem PatriotM" ^ durch Ausdruck, dass er in da« Hotel des 6°'^ ^ Äouqilet mit Bandschleifen sandle. Pa die Visi»"" ^ die Namen H?rr und Frau Weingärtner mit den «> ^,, «Aus treu'öfterreichischem Herzen», aber nicht be" H. enthaltsort des Spenders enthielt, ließ der Kais" ^ frage halten und erfuhr, dass dieselben aus «'^ Oberösterrelch seien. Am ?. d. M. kam nun an ble ^, Statthalter«! seitens des Generaladjutanlen des ^! Grasen Paar der Auftrag, zu eruieren, ob ein ^ Mingürtner in Linz wohnhaft sei, und wenn °' ^ Fall, demselben sür die Aauquetspende, die be« ,l schr erfreute, den kaiserlichen Dank zur Kenn"^,, bringen und hierüber nach Lap Martin z» " .^ Die Statthalterei, welche erfahr, dass Herr M'"^ derzeit in Paris sich befindet, hat den Dank de« ", ,, dorthin übermittelt. Der Kaiser stellte das Vouq seinem Salon in einer Vase auf. «Nsösi^ — (Ein Unfall Szilagyi's.) Der ^ Ll„ des Abgeordnetenhauses o. Szilagyi wurde am ^.^Fl während er Fechtübungen vornahm, infolge Mu"" ^ gegen den Kopf von einem Unwohlsein befallen. ^ ^ o. Szilagyi, welcher bereits vollkommen wiedtly ^ ist, führte gestern noch nicht da« Präsidium »'" sondern befindet sich in seiner Wohnung. > Za^' — (Der Erzbischos von Ud i ne I) ^ü' tag abends ist in Udine der dortige Erzblsa)^ ^ signor Johann Maria Verengn, w-lcher d>e' yü» bischöflichen Sitz seit 1865 inne hatte, in« ^ 76 Jahren gestorben. ye", — (Enthüllung des Mozart- y/ mals.) Die Feier der Enthüllung des M«« ^e mals auf dem Albrechtsplatze in Wien w'ro ' ^ p' dem 16. und 21. Apnl stattfinden. Die F^'""^ genauen Datums ist Sr. Majestät dem Kaiser v° welcher der Enthüllung anwohnen wird. ^d ^ — (Der Faste nlünstler Succi)^, ' vierzigtägige Hungerprobe am 18. oder I^. '^ F Wien bannen. Als Local für diese Prod""' ^ eine Räumlichkeit im Trattnerhof aemiethet. 3"^^^ Lautlos folgte er ihnen auf das Commissariat und nahm dort auf dem ihm angewiefenen Stuhle Platz. «Nun, Männeken,» sagte jetzt der Commissär freundlich mit seiner Dankelmann empörenden Vertraulichkeit wieder, «jetzt stehen wir nicht mehr außen auf dem zugigen, dunklen Perron mit unter fremden Leuten — jetzt sind wir in warmer, heller Stube unter uns — nun reden Sie aber auch mal! Aus kommen Sie ja nicht — das Signalement stimmt bis auf einige nebensächliche Details, man hat Ihr verdächtiges, scheues Benehmen in der Hauptstadt beobachtet — auch Ihre Complicin wird in der nächsten Station festgenommen werden —» «Arme Lucie!» dachte der Assessor. «Früher Engel, Rose, Veilchen — jetzt Raubmördercomplicin — gratuliere!» «Nun reden Sie!» drängte der Commissär. «Vielleicht kommen Sie bei einem offenen Geständnis mit lebenslänglichem Zuchthaus durch!» «Srhr liebenswürdig!» sagte der Assessor, knirschte mit den Zähmn und schlug mit der Faust auf'S Knie. rchen!?" ^"'°' ^° ^^" Sie mal - ich will «Ah!» rief der Beamte mit einer aewissen freundschaftlichen Wärme^ -Sehen Sie. Sie sin? ja ew ganz anständiger Bursche — man nwft Sie nur zu be handeln wissen! Also — fuhr er aufmunternd fort — wie heißen Sie?» «Methusalem!» Gin verhängnisvoller Irrthunr. Roman von Max von Weißenthnrn. 44 Fortsetzung. Es währte auch nicht lange, so erschien die Dame des Hauses wieder in dem gemüthlichen Raume, und es kehrten auch die anderen Gäste des gräflichen Paares vom Teiche zurück, wo sie sich auf der Eisbahn belustigt hatten. Es waren hübsche Mädchen in p^lzverbrämten Coftümen, elegante junge Männer und würdige Matronen, die nur zur Aufsicht mit von der Partie gewefen waren und sich nun alle Mühe gaben, zu thun, als hätten sie sich selber köstlich unterhalten. Das bunte Ensemble bot ein höchst anmuthiges Bild und Leonhard Grieves überschaute es mit beobachtendem Blick. Lord Elnst Eggleston vertiefte sich in ein angelegentliches Gespräch mit einer hübschen Blondine, Viola Hariot, deren blaue Augen freudig aufleuchteten bei der Annäherung des jungen Aristokraten. Und der Doctor, welcher ihn fcharf beobachtete, gestand sich, dafs es ihm nicht fchwer fallen könne, einem Mädchm, selbst dem schönsten, zu gefallen. Unwillkürlich betrachtete der junge Arzt sein eigenes Spiegelbild, und als er sich mit einem Seufzer des Verdrusses von demselben hinwegwandte, begegnete er einem auf ihn selbst gerichteten braunen Augenpaar Di? Besitzerin desselben war eine siebzehn Sommer zählende kleine Elfe, die noch nicht in die große Ge« Mchaft eingeführt war, der mau aber erlaubte, da« Weihnachtsfest im Haufe ihrer Tante zuzub""" ö^. junge Mädchen war ein besonderer ^^ei^ hards; sie sah heute bleich aus, meinte ", ^, ein Anflug von Trauer in ihren großen ^ ^ ihn rührte. . ^e,,), «Was ist Ihnen, Fräulein Tyrell?' «j< . «Sind Sie müde oder hat irgend etwas Sle v«^ ^ Ich glaube, ich bin milde,» rnta/gne" c^eK/ ^ Mädchen. «Herr Doctor, können Sie «W ' heg^' Fräulein Wilson angekommen ist? Ich b'" ' ,^ sie zu sehen!» ,«,hil^'' «Ja, sie kam heute nachmittag. Wesha'" das Fräulein Sie so besonders?» .A «Ist sie sehr schön?. ,,.er^^ «Ja!» enlgegnete er ernst, erzürnt uo' ^> , dass er das Beben seiner Stimme mall ^ ^ konnte. «Dort drüben ist ihr Verlobter, Loro ^ er spricht mit Fräulein Hariot!» ab^ l Leonhard zögerte einen Augenbl'a' ^c ^. , wieder in das jugendliche Antlitz, er sah "^ f^F' linie um den femgefchnittenen Mund ulw ^ >" ob es möglich fei, dafs selbst dieses Km» '^ ?. wie herben Schmerz unerwiderte Llebe orl ^ v ,i< «Glauben Sie, dass er sie sehr « i^,» wiederholte das Mädchen ihre Frage, "''zM Augen lag ein»: stumme Bitte, verneinenve' > erhalten. ^ .^^bacher Zeitung Nr. 60.__________________________________________467________________________________________________12. März 1896. Guccis "Mission "erden sich zumeist Aerzte befinden, k» i k ^^°^ ""^" öffentlicher Controle stehen, da Won """ ^^°"" ^' ^ ^" Ueberwachungscom« sin« I^^^'Patrouille im Hochgebirge.) docha? °^" Ortskundigen als unmöglich bezeichnete ,tH 'Mour wurde am 29. Februar von einer Pa> Hesr» . ^^- Compagnie des 14. Infanterieregiments den? ^"^ ^ier durchgeführt. Es handelte sich darum, >M .?^"^"eiten "Helm». 2430 Meter, von Gillian lauten . "eh^ ' A^auf er gemüthslranl geworden war und brachte " ^" Kreis-Irrenanstalt Klingenmünster bli ^ ! Vetroleum im Alterthum.) Während ^"len ^ " Gebrauch des Petroleums zu Beleuchtung«-^°n 3^""l'ge Jahrzehnte alt ist, war dieser Stoss butt,« ^ . ^^" "or Christi Geburt bekannt, und sendet ^ Alterthum schon vielfach als Leuchtlörper ^tenen ' ^"'"^ ""^ Vabylon verwendeten die Ein« Meu Vl" ^" Asphaltmörtel, welche Masse von den l'l°n dn lu ' ^"^ Nebenflusses des Euphrat, 120 ?'2en Zt. "°l>^on entfernt, herbeigeschafft wuide. Die ? cllten ^ ^ heidnischen Altäre in Vaku, welche von ^Unttn ""betern verehrt wurden, find nur Aus« ,l>tih ^ " von Petroleumquellen, welche entzündet und ! ^«Üna 5 ^"^ ^°" ^^^ genährt wurden. Der ^'"l'chleil ^^^"" und Gomorrha ist aller Wahr-M h ' "ach aus den unvermuthet plötzlichen Aus-l'-lten b ^ führenden Gewässern zurückzuführen. ^"Nieren ?^" verwandten das Petroleum zum Ein-^°t bel -" ^°bten und zu sanitären Zwecken, li.^leunia. n"^ ^" °"l der Insel Zante vorkommenden '"en w, "' welche schon vor 2500 Jahren Steinül Men Kp "^ "zählt von einem in Flammen k '"« «tw^ "°" ^^inbl in der Nähe von Elbatana. ^"'en- ^°?" die Quellen in Agrigent auf der Insel ^^"Mtn ?'^°leum wurde schon damals unter 2>det a,^?'°"lsches Oel» zum Brennen in Lampen .." iur N-, " ^l von Ameiro wurde seit langer ,°'^ Heiles""« der Stadt Genua benutzt. In ll>u " Ufer» ^ ^" Petroleumquellen von Rangoon belang " Irawaddy, in Nicma schon im Alter. ^^°" °uVn^"°^lges Experiment) wurde. ^ '"»". N.n "^°" berichtet, diesertage im Royal !>^ln Viann ^^"' erfolgreich zu Ende geführt, in- vor 30 Tagen in den Schlaf jatte hypnotisieren lassen, in Gegenwart einer ungeheuren Menschenmenge wieder erweckt wurde. Der Mann hatte mehrere Pfund an Gewicht verloren und der Bart war ihm gewachsen. Im Uebrigen ließ sein Befinden nichts zu wünschen übrig; als er erwachte, bemerlte er, er habe während seiner langen Tiefta nicht geträumt, fühle sich aber entsetzlich hungrig. — (Andrie's Ballonfahrt nach dem Nordpol.) Aus Stockholm, 1. März, schreibt man: Oberingenieur Andrew erklärt in «Nya Pressen», dass er auch dann sein- Ballonfahrt nach dem Nordpol antreten werde, wenn sich die Nachricht von Nansens Entdeckung des Nordpols bestätigen sollte. Andrse fügt dieser Er« llärung hinzu, das« er ursprünglich nicht daran gedacht habe, mit Ballon nach dem Nordpol zu reifen, er habe sich vielmehr das vom technischen Standpunkte aus weit schwierigere und abenteuerlichere Problem gestellt, mit dem Nallon den Atlantic zu queren, auf welcher Fahrt viele in meteorologischer und atmosphärisch'physilalischer Hinsicht interessante Studie» zu machen wären. Da es indes leichter erschien, die erforderlichen Mittel zu der mehr pikanten Polarreise zuwege zu bringen, so habe er diese gewählt, zur Lösung des großen Problems: die Luftschiffahrt als Mittel zur geographischen, meteorologischen und physikalischen Forschung im großm Maßstabe. — An AndteVs Ballon wird zur Zeit rüstig gearbeitet; spätestens am 25. Mai soll er in Gothenburg zur Ablieferung gelangen. — (Eine ermordete Diaconissin.) Auf dem Grundstücke des Berliner Bankhauses «Vethanien» wurde am 10. d. M. morgens in einer Hausdienerstubc eine Diaconissin erschlagen und ein Hausdiener erhängt vorgefunden. Die Ermittlungen find im Gange. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Große Wohlthütigleits «Vorstel-lung.) Nach Ostern solleu im hiesigen Theater ein oder zwei Vorstellungen, bestehend aus mehreren Lustspielen und lebenden Bildern veranstaltet werden, deren Ertrag dem «Iosefinum» zugebacht ist. Ueber Anregung und unter der Leitung der Frau Baronin Olga von Hcin ist ein Comite'In Bildung begriffen, welches das Arrangement dieser einem eminent wohlthätigen Zwecke dienenden Vorstellungen übernehmen wird. Zweifelsohne würde sich der voraussichtliche Ertrag dieser Vorstellungen wesentlich erhöhen, wenn dem Lomile' sämmtliche Logen des Theaters, zwecks Vermietung derselben für jeden einzelnen Abend, zur Verfügung stünden. Cs wäre daher sehr wünschenswert, wenn die Logenpächter im Interesse des edlen Zweckes, den die Vorstellungen verfolgen, auf ihre Logen für diese Tage verzichten und diese dem Comilö abtreten würden. Wir werden in der Lage sein, unsere Leser über das Fortschreiten der Vorbereitungen, zu denen zahlreiche Kreise unserer Stadt mehr oder weniger persönlich heran» gezogen werden, zu unterrichten und werden demnächst auch mehreres über Geschichte und Zweck des unter dem Schuhe der Frau Baronin Olga Hein stehenden «Ioseftnums». dem der ganze Reinertrag der Vorfiel« lungen zufließen soll, bringen. — (Transportunfähigkeit zum Militärdienste Einberufener.) Das l. l. Ministerium für Landesvertheidigung hat im Einvernehmen mit dem l. und l. Reichs'Kriegsminifterium den Schlufsfatz des §5:7 der Wehrvorschriften. II. Theil, und des § 2S: 12 der Wehrvorschristen, III. Theil, abgeändert, wie folgt: «Dieses Zeugnis ist — wenn thunllch — von einem activen Militär- (Marine-, Landwehr-) Arzte zu verfassen oder doch zu bestätigen; andererseits bedarf dasselbe der Bestätigung des Gemeindevorstehers, welcher dab'i auch den Umstand zum Ausdrucke zu bringen hat, dass die Beibringung eines von einem Militärarzte verfassten oder bestätigten Zeugnisses unthunlich war.» Die vorstehende Aenderung der Vorschriften über die Ausfertigung der Zeugnisse, durch welche die Transporlsunfähig« leit eines zum Präsenzdienste einberufenen uneingereihten Recruten oder nichtactloen Soldaten dargethan werden muss, ist den Gemeindevorftehungen bekannt gegeben worden. — (Amtliches.) Der Rechtsftraltilant beim Landesgerichte in Laibach, Johann Top or is, wurde zum Nuscultanten für Krain ernannt. — (Ein wenig gekanntes Denkmal.) Jetzt, da mit beginnendem Frühlinge namentlich an Sonn- und Feiertagen viele Städter nach Stefansdorf und Kaltenbrunn ziehen, ist es an der Zeit, die Ausflügler ans ein Denkmal aufmerksam zu machen, welches, abgeschieden von menschlichen Wohnstätten, nahezu inmitten eine« Jungwaldes aufragt. Durch Herrn Fabrils« Director A. Iamar in Kaltenbrunn angeregt, beeilte ich mich, die denkwürdige, seit Mensch-ngedenlen von keiner Zeitschrift mehr berührte Stätte aufzufuchen. Pas einfame Denkmal befindet sich auf dem nun zu Lärchenwald werdenden früheren Wiesencomplexe zwischen dem Schlosse Kaltenbrunn und der südwestlichen Umfassungsmauer der Landes-Irrenanstalt. Ein Feldweg führt längs der nördlichen Parkanlagen in dessen unmittelbare Nähe. Kaum hundert Schritte vor der genannten Anstaltsmauer biegt man auf einen wenig begangenen Pfad nach links zum Iungwalde hin ab, wo sich zwischen Strauchwerk ein Erdlegel als Aussichtsftelle zeigt. Dahinter nun erhebt sich über quadratischem, aus drei Stufenabsähen bestehen» dem Postamente der sehenswerte slundobelisf. Es ist ein abgestutzter Kegel mit divergierenden stlnnhöhlungcn, welcher als Abschluss eine Gleinkugel trägt. Der «und« lörper des Denkmale« wurde aus jenem gelb«« Morüutscher Sandstein hergestellt, der uns auch in vielen römischen Steinsärgen begegnet. Das Denkmal selbst weist in die kriegerischen Zeiten der ersten Regierungsjahre des Kaiser« Franz zurück, und eine Inschrift des obersten Postament« Quadrats besagt unS, dass da» umliegende, nun der Waldcultur zugeführt« und auch das angrenzende Wiesen« terrain ein Gräberfeld ist. Die Inschrift lautet: «Den biederen Kriegern verschiedener Nationen, die im Jahre 1800 i« Nothspitale zu Kaltendrunn starben und hier die ewige Ruhe genießen.» ^. 3. — (Zum Begriffe «gewerbsmäßig betriebene Warenlagerunternehmuugen» i« Sinne des Gesetzes vom 20. Juli 1894, R. G. Vl. Nr. 168, betreffend die Ausdehnung der Unfallversicherung.) Ueber das Ansuchen der Arbelter-Unfallversicherungsanftalt in G. um Erläuterung des Begriffes «Warenlagerunternehmung» im Sinne des Gesetzes vom 20. Juli 1894, R. G. Nl. Nr. 168, hat das k. k. Ministerium des Innern mit dem Erlasse vom 11. Februar 1896, Z. 35212 sx 1895, der genannten «nstalt ur.vorgreiflich der inftanz-«äßigen Entscheidung Nachstehendes eröffnet: Nach Anschauung des Ministeriums des Innern bedeutet die durch Artikel I, I. 5, des Gesetzes vom 20. Juli 1694, 3i. G. Vl. Nr. 166, erfolgte Einbeziehung der «gewerbsmäßig betriebenen Warenlagerunternehmungen' in die Unsallverficherungspflicht keineswegs eine Ausdehnung der Verficherungspflicht auf alle jene Gewerbe, welche überhaupt Warenlager halten, es mufs vielmehr als eine der Voraussetzungen für die Verstcherungs- ^ k "ch biy V'.. ^W«»»'«,»»»«,»». ..... ^vo, ^wtbeil ,." gewiss,, entgegnete Doctor Grieves et l„. zurück V„« ?,en" als kundiger Arzt scheute er nie ^' W'e die fs.^bel bei der Wurzel zu fassen. Und N^ ein ,""e Gestalt zusammenzuckte, und gieng llllch " lassen «sl"6 Gesprächsthema über, um ihr ^rllx ^llstan^ ^ ö" sammeln. ES gelang ihm dies !'h ,?, "n die k^ d"ss' als nach einiger Zeit Ernst ^tlen 1 srine f, - " herantrat und Üotti Tyrell herz-. Ahnden?" Spielgefährtin, begrüßte, sie auf ^ibt, we. llein. « einzugehen vermochte. , 9„ etviss ,„, 7°UY l Es war das alte Lied. doch die 2s°rt> Ernsl !?h un? "nige^Uleston hatte vor längerer Zeit auf ^ ei. Ne ini. - Hen das Haus ihres Vaters be- "le dürrer N l?er Freundlichkeit behandelt, die ^!°? !ür ^"der an den Tag legen würde; sie h kw die Li. "ärmere Empfindung angesehen . Z^tden ^ zu ihm in ihrem kleinen Herzen 3>gen^ HuÜ!^ «och jung, in einem Alter, in l^e^ zu heilen pflegen; doch Fr,,.'^^nd W ein tooesbittereö Weh. und d?,^etz ^ ^elch^ ?.^°'smus in der ruhigen Fremld-^d,y «lieg ^er W H„ begrüßte. Doctor Grieves ^tv^isck "wunderte die noch so jugendliche ^> m^o^e Ella den Reiseanzug mit einem ^ ihre Zofe entlassen nnd ^ltvH Muhenden Wangen am Kamin, aus den blitzenden Diamantring gerichtet, das äußere Zeichen ihrer Verlobung mit Ernst Eggleston. Der Anblick des jungen Arztes war ihr gänzlich unerwartet gewesen und die Freude, so plötzlich seine Stimme zu vernehmen, hatte ihr jede Fassung geraubt ; nun aber, nachdem er sie so kalt begrüßt hatte, vermochte sie ein dumpfes Schmerzgefühl nicht von sich zn streifen, das ihr wie ein Alp auf dem Herzen lag. So also wollte er sie behandeln, sie, Ella Wilson, die verwöhnte Schönheit, welche gewohnt war, zu herrschen, wo immer sie auch erscheinen mochte! Cin bitteres Lachen entfuhr ihren Lippen. Wie konnte er es wagen, er, der Mann, welcher bei ihrer leifesten Berührung erbebt war, der um ihre Liebe gefleht, der sich in den Staub geneigt hatte vor ihr. wie konnte er es wagen. Verachtung vor ihr zu bekunden! Dann aber fank das stolze Haupt nieder, die Augen füllten sich mit Thränen, die Lippen bebten. Ihr Stolz hatte nur kurze Zeit gewährt, das wärmere Empfinden in ihr gewann die Oberhand. Er hatte sie geliebt und sie ihm schweres Unrecht zugefügt. War er also nicht voll im Rechte, wenn er sie verachtete? Hatte sie es nicht verdient? Wie tief stand sie doch unter ihm! Ach, wenn sie doch nur vermochte, ihn freund« licher von ihr denken zu machen und ihr Verzeihung angedeihen zu lassen, dann vielleicht würde er im Laufe der Zeit ihr seine Liebe wieder schenken, die sie verscherzt hatte, vielleicht — An allen Gliedern zitternd, schrak sie zusammen und preftte die Hände geßen das ruhelos pochende Herz. Wie durfte sie nur solche Gedanken in sich wach werden lassen, sie, die Verlobte eines anderen, sie, die in wenigen Monaten die Gattin des Mannes werden sollte, der ausschließlich für sie lebte? Wenn sie lebte, und sie war ja jung und kräftig, musste sie jenem andern angehören. Es gab leine Erlösung als durch den Tod für sie. Mit bitterem Lächeln betrachtete sie ihre Gestalt im Spiegel. O. warum konnte ihr nicht jene» Geschick zutheil werden, welches andere beklagen würden und das ihr die Erlösung brächte! Weshalb konnte sie nicht jung sterben! Das Mädchen war gänzlich herausgerissen aus dem ruhigen Gleichgewicht besonnenen Denkens, während sie ruhelos in ihrem Zimmer auf und nieder schritt. Sie dachte nicht daran, ihrem Verlobten die Treue zu brechen; sie hatte sich ihm freiwillig verlobt, und wenn sie ihm auch offen bekannt, dass sie ihm keine Liebe zu bieten habe, so wollte sie ihm doch eine gute Gattin werden und ihn nach besten Kräften glücklich machen. Als sie ihm aber all dies versprochen, da hatte sie noch leine Ahnung davon gehabt, das« Leonhard schuldlos sei an dem Rnin ihres Bruders. Sie hatte damals schon gewusst, dass sie den jungen Doctor liebe, sich abcr zugrschworen, diese Neigung aus ihrem Herzen zu bannen, weil sie den Gegenstand derselben ihrer Liebe unwürdig hielt, und um sich dies zu erleichtern, halte sie Ernsts Werbung angenommen. (FortsHunss folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 60. 468 12. März 1s^> Pflicht angesehen werden, das« ein technischer Ve-trieb, nämlich eine Manipulation mit gelagerten Waren in solchem Umfange stattfindet, dass derselbe einen hervorragenden Bestandtheil des Unternehmens bildet. Ob diese Voraussetzung zutrifft, wird von Fall zu Fall zu beurtheilen sein. Jedenfalls lann dies angenommen werden bei Unternehmungen, welche aus da« Eln- und Auslagern fremder Waren, beziehungsweise lediglich auf den commissionsweisen Verlauf der in den eigenen Lagerräumen untergebrachten fremden Waren gerichtet find, was jedoch nicht ausschließt, dass auch Unternehmungen, in welchen auch eigene Waren des Unternehmers gelagert werden, der iüersicherungspfllcht unterliegen. In letzterem Falle wird jedoch die Vrrsicherungspflicht in der Regel dann nicht anzunehmen sein, wenn in den betreffenden Lagerräumen vorwiegend oder doch in erheblichem Umfange auch ein Detailverlauf der gelagerten Waren (auf eigene Rechnung) stattfindet. — (Concert der Trio-Vereinigung.) Am 17. März veranstaltet die rühmlichst bekannte Trio-Vereinigung Max Pauer, großherz, hessischer Kammervirtuose, Florian gajic, großherz, babensischer Kammer-Virtuose und Heinrich Grünfeld, lbnigl. preußischer Hof-cellift in Liibach eln Concert. Zum Vortrage gelangen sowohl Trio« wie auch Soli« der einzelnen Instrumente. Das interessante Programm lautet: 1.) Veethoven, Trio in N-äur op. 97. 2. u) F. Ehoftin, I^rgo, b) G. Valensin, Uouuotto, o) D. Popper, Vito, Heinrich Grünseld. 3. a) Chopin, Aoowrno in Vo8 äur, d) Mendelssohn. 8dlor2o in ll-inoU, c) Moszlowsli, l^68 VÜFU«3 (Concertetude), Max Pauer. 4.) I. S. Nach, OiuooniKi (iür die Violine allein), F.Zajic. b.) Schubert, Trio in N» äur. Vormerkungen auf Sitzplätze wer« den in der Papier- und Buchhandlung des Herrn Karl Till, Tongressplatz, entgegengenommen. — (WaidmännlscheS.) Im Jahre 1895 gelangten im politischen Vezirle Tschernembl folgende Wild« gattungen zum Nbschuss?, als: 22 Rehe. 526 Hasen, 6 Stück Haselwilb, 6 Feldhühner, 180 Wachteln, 54 Waldschnepfen. 8 Moosschnepfen, 2 Wildgänse. 83 Wild« enten. 44 Füchse, 9 Marder, 8 Iltisse, 1 Fischotter, 7 Wildkatzen, 14 Dachse. 3 Uhu. 26 Habichte. Fallen und Sperber._____________________________—l). Neueste Nachrichten. Hitzung des Herrenhauses am 11. März. (Original-Telegramme,) Heute hielt das Herrenhaus des Reichsrathes eine Sitzung, in der zunächst der vom Abgeordnetenhause genehmigte Gesetzentwurf betreffend die Festsetzung von Maximalterminen für Lohnzahlungen im Bergbaubetriebe der Specialcommission für die Berathung des Berg-Inspectoren-Gesetzes zugewiesen wurde. Sodann folgte die zweite Lesung des Gesehentwurfes betreffend die Aufhebung der Ergreiferantheile bei Gcfallsubrrtretungen. Nach längerer Debatte, an der sich auch der Herr Finanzminister Dr. Ritter von Bilinski betheiligte, wurde die Vorlage angenommen. Wahlreform - Ausschuss. lvnginn! Ielegr«mm.) Wien, 11. März. In Anwesenheit des Herrn Ministerpräsidenten Badeni und des Ministers Rittner setzte der Auöschuss die Debatte über die Regierungsvorlage bei der Bestimmung über die Wahlorte fort. Der Ministerpräsident erklärte, mit keinem der gestellten Nmkndements einverstanden zu sein und setzte an der Hand des Gesetzes die Bestimmungen über die Wahlorte, Wahlbezirk,; und directe und inoirecte Wahlen auseinander. Er bittet schließlich, den Antrag der Regierung zu acceptieren, zumal der Regierung keine zu große Macht eingeräumt sei. Der Ausschuss nahm den Antrag des Abgeordneten Dr. Ruß an, wonach kleinere Wahlkreise innerhalb der Gerichtsbezirke gebildet werden, sowie den Antrag des Abg. Grafen Fallenhayn, wonach bei Einführung der unmittelbaren Wahlen in der Wählerclasse der Landgemeinden in dem betreffenden Lande jeder Ort den Wahlort bildet, welcher durch die Landesgesetzgebung für die Landtagswahl überhaupt als Wahl« ort bestimmt wurde. Alle übrigen Anträge wurden abgelehnt. Abg. Baron Dipauli beantragt die Wahlrechts» ertheilung für folche Gemeindemitglieoer, welche bei sonstiger Erfüllung der Bedingungen des Wahlrechtes mindestens 3 st. landesfürstliche directe Steuer entrichten. Diesem Antrage erklärte Herr Ministerpräsident Gras Badeni nicht zustimmen zu können, da an dem Bestehenden nicht gerüttelt werden foll und weil der Antrag, wenn einerseits das allgemeine Wahlrecht ein-gchchrt anderseüs die Ermäßigung des Steuercensus '" den bestehenden Cunen emnesühn würde, einem bedeutenden Rütteln an dem Bestehenden gleichkäme Der Antrag Dipauli's wurde sodann abgelehnt desgleichen der weitere Antrag Dipauli's. wonach nach Durchführung des Gesetzes betreffend die Personal« Einkommensteuer die Gemeindemitglieder wahlberechtigt fein sollen, welche eine directe Steuer von mindestens 4 fl. entrichten und wonach der Verlust des Wahlrechtes der derzeit Wahlberechtigten nach Einführung' der Steuerreform nicht eintreten kann. ! Abg. Dr. Beer erklärte namens der Linken, die«, selbe sei bereits bei Berathung der Steuerreform dem Antrage auf Erhaltung des Wahlrechtes dcr bisher! Wahlberechtigten entgegengekommen. Schließlich wurde ^ der Antrag Dipauli, wonach die Regierung aufgefordert wird, vor Berathung und Einführung des Gesetzes^ über die directe Pecfonalsteuer die Novelle zur Reichs-' rathswahlordnllng betreffs thunlichster Sicherstellung l des Wahlrechtes der durch Steuer nachlasse oder Steuer- ^ befreiungen tangierten Wählerclass' einzubringen, ein- ^ stimmig angenommen, nachdem Ministerpräsident Graf' Badeni dagegen keine Einwendung erhoben hatte. So» dann wurde die Sitzung geschlossen. Die Italiener in Afrika. (Original-Telegramme,) Rom, 11. März. Der «Opinione» zufolge wird der Gesetzentwurf, welcher der Kammer am 17. März l. I. betreffs der neuen Ausgaben für Afrika unterbreitet werden wird, den ziffermäßigen Mehrbedarf sowie die Art und Weise, wie dieser Bedarf zu bedecken sein wird, enthalten; die Einführung neuer Steuern zu diefrr Bedeckung erscheint ausgefchlossen. Rom, 11. März. Der ehemalige Oberst im Dienste Garibaldi's, Fazzari, zeigt in einem Briefe an die «Fanfulla» an, dass er aus allen Theilen des Landes Briefe von Personen erhielt, welche an einer Freiwilligen'Legion für Afrika theilnehmrn wollen, er erklärt wciters, er hoffe in einem Monat 60.000 Mann anzuwerben. Rom, 11. März. Die nach Afrika entsendeten Verstärkungstruppen wurden bei der Abfahrt von der Bevölkerung überall lebhaft begrüßt. Helegrannne. Ment,ue, 11. März. (Orig.Tel.) Der Prinz von Wales traf vormittags ein, begab sich auf den Landungsplatz in Cap St. Martin, woselbst Se. Majestät Kaiser Franz Josef l. vorher eingetroffen war, und den Prinzen begrüßte und küfste. Die Fürstlich» leiten begaben sich hierauf an Bord der «Miramare», wo das Dejeuner eingenommen wurde, an welchem Ihre Majestäten der Kaifer und die Kaiserin, der Prinz von Wales, Kaiserin Eugenie und Graf und Gräfin Chevreau sammt den Suiten theilnahmen. Wien, 12. März. (Orig.-Tel. — «Wiener Zeitung».) Der Herr Handelsminister bestätigte die Wiederwahl des Johann Per dan zum Präsidenten und des Anton Klein zum Vicepräsioenten der Handelskammer. Wien, 11. März. (Orig.-Tel.) Zwei von den auf der Raxalpe verunglückten Touristen wurden todt aufgefunden. Beide lagen zusammengeseilt am Fuße der Martinswand. Innsbruck, 11. März. (Orig -Tel.) In der Strecke St. Iohann-Bischofshofen hat um halb 1 Uhr mittags ein Zufammenstoß eines Schnellzuges mit einem Per» sonenzuge stattgefunden. Die Locomotive des ersteren ist entgleist, die beiden Dienstwagen und mehrere Waggons wurden erheblich beschädigt. Ein Oberconducteur ist todt, einer schwer verletzt; zwei Conducteure und einige Passagiere wurden leicht verletzt. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unbekannt. Berlin, 11. März. (Orig.-Tel.) Nach der Früh. stückstafel im königlichen Schlöffe verweilte der deutsche Kaiser mit den geladenen Herren im Rauchzimmer und conversierte wiederholt mit dem Grafen Goluchowsli und dem Botschafter v. Szögyenyi. Verlin, 11. März. (Ölig. Tel.) Nach dem gestrigen Diner im Botschaftspalais hatte der Kaifer allein mit dem Grafen Goluchowski eine einstündige Befprechung. Aiterarisches. — «Die 0 sterreichisch unga rische Mon -archie inWort und Bild.» Am 2. d. M. ist die 247. Lieferung dieses Werkes erschienen, welche das zweite Heft des Bandes «Mähren und Schlesien» bildet. Dasselbe enthält eine ^Landschaftliche Schilderung» von Heinrich Sonneck und den Beginn eines Artikels «Znr Vorgeschichte», von Alexander Ma» lowöly. Das Heft ist mit 15 Illustrationen von Ladislaus Be« ncsch, Rudolf Bernt, Hugo Eharlemont, Johann Nowopacky und Robert Ruß geschmiickt. Das Wissen der Volksschule. Handbuch für den Volksfchulunterricht. Von Ios. Stegbauer. Wien, 1895, Selbstverlag. Von diesem, schon lifters empfohlenen Werke liegen die Lieferungen 29 und 30 (Preis 72 lr.) vor. — Inhalt der Wiener Hausfrauen-Zeitung Nr. 9. Moderne Vetrachtungeu. Von Clementine Kowanda. — Eine gute Mutter. Von Max v. Weißenthurn. — Fragen und Antworten. — Correspondcnz dcr Redaction. — Graphologischer Briefkasten. — Für Haus und Küche. — Speisezettel für ein bürgerliches Haus. — Am Arbeitstische. — Album der Poesie: Das erste Lied, Von Irma Krauschner. — Räthsel-Zeitung. — Schach'Zcitung, Redigiert von Karl Schlechter. — Die beiden Witwer. Erzählung von Ottilie Bibus. — Feuilleton: Vier Briefe. Von Helene G. Kleine Theaterplaudereien. Von Ben» jamm Schier. — Infcrate. — Preis halbjährig 2 fl. 50 kr. Alles in dieser stubril Besprochene kann durch die hiesige B u ch h a u d l u n g I g. v. K l e i n m a y r k Fe d, V a m b e r a bezogen werden. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. ,,^ Am 10. März. Dr- Beck, Advocat; Nowak, 3"'M Lowus, Weingrohhändler, s. Frau; Soffer, Kfm., s-^M Eifenkoll, Wertheim, König, Geiringer, Pollak, Grimwalb, ^ ^ Wiegenfeld, Kflte., Wien. - Graf Thurn, Gutsbes'tz«' ^ tenau. — v. Tilzer, l, l. Oberlieutenant, s. Gemahlin, mahlin! Bachrich, Nowak, Kaufal, Adler, Koblm"" ^ ^ Oellis, Kflte., Wien. - Mayer, Kfm., Wiener-NH^l Schell«nder, Comptoirist, Radmannsdorf. — Venedek,"" ^ Planina. — Perlonigg, Gerbereibesitzer, s. Schweft^,, .^.: markt. — Gaßner, Industrieller; Olanzmann. 3«"^^ Riegcr, Director: Mally, Private. Neumarktl. "^ .^H, ^ Beamter, Slavonien. — Supanöic, Baumeister, iM ^ Kuralt. Secretär, Ngram. - Löschnigg. Kfm.. M"" >l Haltai, Kfm., Groh-Kanischa. — Lapic, Kfm., Graz. T', M Pfarrer, Kosana. — Ziona, Ingenieur, Prag, ^- ^" ' St. Martin. — Mankoc, Kfm., Trieft. Hotel Naicrischer Hof. ^ Am I I. März. Valentinuzzi, s Sohn, Udine. ^ ^ Kaminfeger, Graz, — Toetzmann, Beamter, M. ? ' U Lowre, Iustizbeamter, Caniß. — Bressau, Viehhändl"' ^ — Samida. Gemeindevorsteher, Altlag. — HohcnM'' Händler, Salzburg,______^_____________ Verstorbene. ^, ,,^ Am 10. März. Anna Simoncic, Vahi'b^ F Tochter, 13 M., Maria-Theresienstrasle 14, LunaewU^F Am 11. März. Maria Ofet, WeichenwäM"^ 78 I, Floriansgasse 28, Wassersucht infolge HA'^^' Maria Oliha, Arbeiterin, 22 I, Petersdamm ".', ^ LriMii. Volkswirtschaftliches. ,. Laibach, 11. März Auf dem heutigen MarM >< schienen: 4 Nagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu "' 18 Wagen und 1 Schiff mit Holz. ' . Durchschnittspreise. ^<<1» —---Ml-' /! fl, ,tr, fi,!li, -<-A'. Weizen pr.Meterctr. 7 60 8— Nutter pr. Kilo . - ^g^, Korn » 7 20 7 40 Tier pr. Stück . - .^ Gerste . 6 40 6 3« Milch pr. Liter.. ^ Hafer . 6 80 7 — Rindfleisch pr. Kilo ^ ^ Halbfruchl ' -------------Kalbfleisch ' 'ßß<, Heiden » 7 50 7 40 Schweinefteifch » ^, Hirse » 6 50 6 50 Schöpsenfleisch ' 1?0^ Kukunlz . 5 70 5 40 Hähnbel pr. Stück ^g ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 60------Tauben » ^Zl ^ Linsen pr. Heltolit. 10---------Heu pr. M."6tr. . 57^ Erbsen » 10----------Stroh » . - < , Fisolen . 12------!- Holz, hartes pr, 5^ Rindsschmalz Kilo -94 ,- Klafter °gg^ Schweineschmalz » — 70------ — weiches, » ^^l^ Speck, frifch . - 64------Wein,roth.,i00 «'t. ' ^ s^> — geräuchert » — 66------— weißer, » ^^»-^ Lottoziehung vom 11. Miirz ^ Nrünn: 43 26 74 68 ^>^ Meteorologische Beobachtungen iu^Ü^ ^2U.N. 7403 "3-2 NO. mäßigt twl".°m!^ "'8. Ab 738 2 0 6 W. schwach fast^-^!^ 12s?U.Mg.! 735-1 ,-2-4 , ZÖ, mäßig > h" g.S«, " Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur . 2-0° unter dem Normale. ^^^«l» ___——"s^l«' Verantlvortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ja""' ^5 «itter von Wissehrad. ^^--^ bis 42.75 per Stoff z. compl. Nobc - I.i850^ "<^i»'?^ roußee« — fowic schwarze, weiße und farbige Hett'"^, "^ von 35 lr. bis fl. 14 65 per Met. - glatt, ge>^«F gemustert. Damaste :c. (ca. 240 vcrsch. Oual. "' ^g, ^x> Farben, Dessins :c.), sinrto- unll 8tsu«l-fl-el ins," ^lM..^ unigehnid. Doppeltes Briefporto nach der Schw^' /l^> soillsn ssabl-ikon L. «onnsboi-y (k. u. k.«^5^H< DMftgung. ., Für die vielen Beweise herzlicher Theil''ab'"^,e^ rend der Krankheit wie bei dem Hinsehe'^' ^tt^ inni^stgeliebtcn, unvergesslichen Gattin, bei'"' H,M' Schwiegermutter und Großinuttcr, der v geborenen Frau Sofie Freifrau u. Kecht«'^ geb. Freiin u. Wulken'pers ^,, sowie für die zahlreiche Betheiligung a> ,!,', , chenbegänguisse der theuren Verbliche»^ ^^'»', > letzten Ruhestätte und für die schönen "r"^F!> > sprechen wir allen den herzlichsten »1'° > Dank aus. > Laibach an, 11. März 1896. .^ ! Die trauernde F""^O _____________________________________469____________________________ ____________12, März ,696. ^ Course an der Wiener Börse vom ll. Man 1896. n»« dem gellen «ourMatte "^Nhtlm^ ^'"' ^tld War, ^ '" " ' - 158 »5 15, - »lily "° - - 10150 10170 ^^Ubw,^«^ 233 _ ^'80 «tN> Wa« Vo« Staate zur Zahlung Ubcr»o««e«t »lilabethbllhn S00 u.30 M. für 200 W. 4°/,..... 117 7b 118 75 Ellsabethbahn, 40U u. »ooo Vl. L00 M. 4°/«...... 182 75 183 85 ss'anz'Ioseph'V., /,°> 10» 80 10880 bto. Sta°t»-t)bll«. (Un«, ONb,) V. I. 1876, 5°/„..... 18140 122 40 °io,4>/,°/<,Echantreaa!.«bl.°0bl, 100,5101 15 dto. PläM.'Unl. il 100 ft. 0. W, 15» 50 160 30 dto. dto. ^ b0fi. 0. W, 158 50 159^50 Ihrlß'Meg.'L«!« 4°/„ 100 fl. . 145 - 148- GrundenU. - Obligationen (für 100 fl. «M.), 4°/, troarlsch« und slavonische . 97'— 9? 75 4«/, ungarische (10U ft, 5.W.) . 9?-— «?'»« And»« 2ss«ntl. Anl«h»n. Donau-Ne^-Vose 5»/„ , , . , 1277518875 dto, -Nnlelhe 1878 . . 10750 — — Nnlehen der Stadt «3«. , . 11»- — ! --'— Anleyrn d, Stadtaemelnoe Wie« 105-15 106'15 ÄnlebN! d. Etadtgemcinde Wien (Ellber ober «old) , , . . 129 — 12950 Prämlen-Anl. b, Stadtam. Wien 16» 50 170 — Vörsebau-Anlehen, verloSb 5"„ IN« 20 101 20 4"/„ Kralner Uande»'Änlel,en . > Y83ä! 9935 K«ld wa« DsandbriHft (für 100 fl.). «odcr,all»,Sst.in50I.vl,4«/o». -- ..-- dto. „ „ W5« „ 4°/, 99 10 100 10 dto. PliM.'SchldV. 3«/,,I.«M, 115 50 116 50 dto. dtll. »«/„. II. Vm, 117-50 118-25 N.'österr.Lande«^Hl>p.-Unst.4°/» 100 — 10080 vest.-ung. Vanl verl. 4°/„ . . 100 80 101 — dto. bto, 50jähr. „ 4°/, . . 100-80 101-— Sparcasse, 1.öst,,30I, o>/,°'i>dl, 101-50 — — Vrioritäle«Vbllgatisnen (für 1»0 st.), sserblnands-Nlirdbahn Vm 1886 ioi'85 —>— Oefterr. Norbwestbahn . . . 11» — 113 — Ltaatsdabil....... »81 — 223 — SÜbbahn 5 3«/o..... 16L-6O 16750 dto. K 5«/„..... 130 5« 131 50 U:,g,-galiz, Bah»..... 107 70 10870 4° c Unterrrainer Vahnen . 9950 100 — Divers» Los» (per EtNcl). Äudapeft-Vafilica (Dombau) . ?-80 7-40 Erebltlose 100 fl...... 201 — »03 — Lllll-y^ose 40 fl. CVl. . . . 58-50 —- 4«/<,Dl!nau.Dampfsch, 1»afl,TVl. 136 — 140-- ofcucr Lose 4NI...... «i-?5 «275 PlllssnLose 40 fl. IM. . . . 58-25 5925 Rothe» Nreuz, Oesl.Ves. v., 10 fi. 1875 19 25 Notk>?n Kreuz, Ung. Ves, 0 , 5 fl, 11— Il»O RubDlpyLosc 10 st..... 25— 86 — «alm-Aose 40 N, CM. . , , ««-HO «U'5« St.-Genoie-Lose 40 si. EU, . ?«-— 72 ^ WalbsteinUose 80 fi. LVt, . , 57— 5»-Wlndischgräß Lose 20 fi. VN. . d, Vodeilcreditanstalt,!. Gm. . 1585 1685 dtll. dto. II, <5m 188». . . «8 5« 30 ^ LalbaHer Lose...... z,z —j zz ^ V«lb War» 0 fi...... 310 — 310 50 Verlehr«banl. «lll«.. 140 st. . 180-— 181 — Hlli«n von tzran^orj» Vnl»lnfl,G. «»y 75 zyg 5« Mmer Localb^ba?^ vler Nilbern von Meilhac ,'"»h«lh ^^l«s.l von I. Offenbach. h°ts! ' ^ 6"oe gegen '/<10 Uhr. ° luftig Vertram oder ^.'^aen Vagabunden. ^^' ^ader.^K,'!» 'n fünf Vildern von ^^7!, "'^ "°tt Frron. ^Ds -________ "»»Skr "¦*"•¦»•»¦¦ v%5j an 5ti eAryünacht. ^Ü^ten. Administration dieser w r^~-^__ (1094) 3-1 , r^S'^^eAusi11!, hervorragender , Vic^ur A^-^ vorräthig und % b „, dK Ansicht versandt durch ' K ßihit. 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Es wird der Wahl der Offerenten überlassen, entweder nur auf das Schnitt-materiale der einen oder der anderen Säge allein, oder auf das Gesammtquantum lautende Anbote zu stellen. Die Offertbedingnisse können bei den k. k. Forst- und Domänen-Verwaltungen in Radmannsdorf und Jauerburg täglich von 8 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags eingesehen werden. Kauflustige wollen ihre nach folgendem Formulare verfassten, mit dem erforderlichen Vadium belegten Offerten bis längstens 2. April d. J., 12 Uhr mittags, bei der k. k. Forst- und Domänen-Verwaltung in Radmannsdorf einbringen. Die Vadien werden nur in barem oder in pupillarsicheren Wertpapieren zum Courswerte, jedoch nicht über dem Nennwerte angenommen. K. k. Forst- und Domänen-Verwaltung Radmannsdorf am 9. März 1896. Der k. k. Forst- und Domänen-Verwalter: JE. SdmollÄÄa/jr«**« Offert-Formulare. Ich Unterzeichneter erbiete mich zum Kaufe der in der Kundmachung der k. k. Forst- und Domänen-Verwaltung Radmannsdorf vom 9. März 1896, Nr. 261, bezeichneten auf der(n)..........Säge(n) erzeugten Schnittmaterialien in der beiläufigen Menge von......fm3 um nachstehende Preise:................ Ich verzichte auf die gesetzlichen Fristen zur Annahme dieses Anbotes und bleibe mit demselben solange im Worte, bis mir die Annahme seitens der k. k. Forst- und Domänen-Verwaltung mitgetheilt sein wird. Ich erkenne die mir vollständig bekannten, bei der k. k. Forst- und Domänen-Verwaltung erliegenden Bedingnisse als für mich bindend an. Diesem meinem Offerte liegt ein Vadium im Betrage von........... (Ziffern und Worte) bei. Datum............ Eigenhändige Unterschrift: Vollständiger Name und Charakter. Von aussen. Offert auf das 1896er Schnittmateriale der k. k. Forst- und Domänen-Verwaltung Radmanusdorf, mit einem Vadium. (993) 3—2 Nr 1349. Curatorsbestellung. Den ulibekamttm Erben ul,d Rechtsnachfolgern nach dem verstorbenen Mathias Stepan von Auril Nr. 17 wird Herr Leop. Gangl von Mottling zum Curator ac! actum bestellt, decretiert und ihm der Grundbuchsbejcheid Z.270 zugestellt. K. k. Bezirksgericht Mottling am 23. Februar 1896. (992) 3—2 Nr. 1410. Curatorsbestellung. Dem unbekannt wo in Amerika abwesenden Johann Koi'var von Vozakovo Nr. 23 wird Hrr Martin Vulüimc von Radovic Nr. 6 als Curator a6 tictum best'llt, decretiert und ihm drr Bescheid vom 20 Jänner 1896. Z 744, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Mottling am 25. Februar 1896. (961) 3—1 St. 726. Oklic. C. kr. okrajno sodiäöe v Loži na-znanja neznano kje v Severni Ame-riki bivajoèemu Antonu Zgoncu od Lešnjakov st. 2, da je Janez LovSin iz Sušja št. 5 vložil zoper njega tožbo de praes. 10. februvarija 1896, St. 726, zaradi 69 gold, s pr.t na katero se je narok za sumarno razpravo doloöil na 10. aprila 1896, dopoldne ob 9. uri, pri tukajšnjem sodižèi z dodatkom § 18. sum. po- stopka. Tožencu postavil se je France Rupar od Lešnjakov öt. 2 skrbnikom za èin, s kateriin se bo stvar raz-pravljala, dokler se ne imenuje drug zastopnik. V Loži dne 10. februvarija 1896. (932) 3-3 ' Nr. 7584. Zweite executive Feilbietung. Am 24. März 1896, vormittags 10 Uhr, wird hiergerichts die zweite executive Feilbietung der auf 1228 si. geschätzten Realitäten des Johann Halec von Nezavas Nr. 11 Einl. ZZ. 218 und 219 acl Catastralgemeinde Schweinberg mit dem früheren Anhange vorgenommen. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 22. Februar 1896. (972) 3—2 St. 1285. Bazglas. Dne 2 7. marca t. 1. se bode vräila druga izvršilna dražba zemljišèa Marije Korelc iz Vinega Vrha, vlož. št. 41 kat. obö. Ježenberk, dopoldne ob 11. uri pri tem sodišèu. C. kr. okrajno sodiäce v Litiji due 27. februvarija 1896. (1004) 3—2 Nr. 1803. Einleitung zur Amortisicrung. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach ist auf Ansuchen der krainifchen Svarcasse in Laibach und der Maria Inglicar von ZaborKt hinsichtlich des angeblich in Verlust gerathenen auf Maria InaMar lautenden Einlagebüchels der lraimschen Sparcasse in Laibach per 100 st. das Amortijations-vrrf'chren eingeleitet worden. Es wird daher allen jenen, denen daran gelegcn sein mag, hiemit erinnert, dass dieses Sparcassebiichel nach Verlauf von sechs Monaten, wenn es indessen niemand Hiergerichts vorgebracht haben würde, für amortisiert erklärt werden wird. Laibach am 3. März 1896.