W Karat* r 14. »ettaB, »m 6. April 1902. XITI. Iahrg»»g. PettauerZeitung. Erscheint jeden F»onntsg. Drei» für Pettau mit Zustellung in« Hau«: Monatlich 80 h, vierteljährig K S«>. haldjührig K 4.80. gan^jShrig K 9.—, mit fiofhwtjHiiuug im Inland«: Monatlich SS b. merteljthrig K 2 60, holdthrig K 5.—, ganzjährig K ».50. — Engeln» Summern 80 h. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge ßild erwünscht und wolle» längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt »erd«. BeschwichtigungSmeieret. — .Merklich ist der Unterschied der Auf» fassung über Eilli iu der böhmischen und alpen» ländliche» Gruppe der Deutsche,,." — schreibt ein Wiener Blatt der .bekannten Richtung" nud citiert di« .Bohemia", die sagt: .Wenn die Deutsche» alle«, waS bisher vorgekommen ist, hinaehwen durften .wen» alle« da» Opfer waren, die im Interesse einer gewiffe» Beruhigung unseres öffentliche« Leben« gebracht werden «übten, baun kaun der Eillier Frage jetzt uicht jene Bedeutung beigemefsen werden, die sie an und für sich gewiß beanspruchen darf." Und weiter »eift ein .angesehener Reich »ratsabgeordneter" im ,Pr. T." noch, daß diese Frage, welche de» Deutschen schon einmal, durch den Sturz deSEoalitionSministeriumS, so schwere Wunden geschlagen, uicht so wichtig sei, nm wieder eine neue Epoche im Existenzkampf« der Deutschen zu mo»gnrir»n. Der hervorragende Reich»rM««b^tordnkte kommt z» dem Schlüsse, daß dir Motive, von denen die Majorität gege» tilli erfüllt war, zu« >r«ßen Theile eben gege« di« Regie»»»» gerichtet hmm*. Gin fetum-laifoi gegen die Negierniig wäre daher ganz verfehlt. Wohufinn wäre e». weg«» der Adstiwmung über Eilli in die Opposition zu gehen, da« heißt, die ganze heutige Lage aber den Haufe» zu werfen. Die tschechischen Blätter wieder pro-testieren dagegen, daß den Tschechen zugemutet werde, wgend ein Material zurEati«faction f»r ? it T f zu bieten; auch die Ernennung ewe« deutsche» LandS«annminifter« wäre Anfinn. E« gibt Verliebte, die nicht» sehnlicher wünschen, al« daß dem Segenstande ihrer heißen Liebe irgend ei» schivere» Unglück passieren mbchte. Mo» am dann al« rettender Engel fungieren z» könne». Wenn zwei solche Liebe«leute selig über die «rücke am Rann hinüber schweben, sehnt Er heimlich, daß da« vorletzt? Brückenjoch kaput gehe, daß Sie dabei in« Wasser stürze und Er Eie mit Lebensgefahr noch au« Ufer bringen ttonte, ehe ein paar stramme Pionniere von der Ankerwache eine Zille bemannen »nd da« Rettungswerk zwar entschiede» sicherer, aber ge-«iß mit weniger Romantik vollbrächten. Sie dagegen erwartet jeden Augenblick einen „durchgehenden" Wagen, der ihn niederstoßen «nd ein paar Rippen znbrechen würde, blo«, damit Sie ihn dann in rührender Aufopferung pflegen kbnnte; ein sehr heroische« Mittel zwar, aber uu» gemein wirksa», die Dankbarkeit und deren Toch-ter, die Liebe, bi« zur Weißglühhitze »nd aus 7 Atmosphäre» Druck zu steigern. Freundschaft ist di« ältere und gescheiter« Schlvester der Liebe; allein auch sie hat manch-mal seltsame Anwaiidlungei». Auch in der Freundschaft kommt e« vor, daß der ein« plötzlich Lust verspürt, den andern, sein«» Freund, von hinterrücks in eine Pfütze zu stoßen, blos damit er ihn dann mit seinen seinen nach Ansicht der .R. L." ein« Störung d e S Gleichgewichte». Wir sehen übrigens nicht ein. wie man gleichzeitig uut der schärfste» Oppo-sttion drohen und eine Bettretung im Mini-sterium fordern kann. Wen» der halbfreiwillig« RegierungSschniock nur ei» wenig klüger gewesen wäre, so hätte er den letzten Satz sicher verschluckt. selbst auf die Gefahr hi». sich einen Magenkatarrh zu hole». Die .Störung de« GleichgwichteS" aber, wird voraussichtlich auch ohne deutsche« LandSman n-M i n ister eintreten, das dürften die .Rarodny Listy" bald erfahre» und Herr Dr. v. Körber ebenfalls, trotzdem .in ernsten poli» tischen Kreisen die Abncht bestellt, daß die Frage der slovenischen Parallelklasse» in Eilli nicht den Anlaß zu einer Krise bilde, welche die so mühsam wieder hergestellte Arbeitsfähigkeit de« Hause« iu bedenklicher Weise gefährden könnte." denn trotz des .Fußtrittes", wie ein Schönerer-blat i« Lande von seinem »olkSparteiseindlichen Staiidpaukte etwas boshaft den Fall der Reso-lotion S t ü r g k h nennt — «rwartet man, daß die Deutsche Bvlkßpartei sich bereit ze,ge» wird, auf ernst gemeinte Cympromiß-Verhand-l»»M» Ada die EtHrf* di« beide Teile befriedigen i ollen. Di« BeschwichtigvngSmeiere« fängt sehr ka» tegorisch an und der Herr BeschwichtigunqShos-rat hätte besser getan, bei der Schlisirung seine« Befchwichiigiing«-Artikels, anstatt deS SmtSschimmel«, — der bei de» stereotypen: .man erwartet" stet« eine drohende Hal-tung annimmt. — lieber einen lahmen Esel z» betteigen, der dabei gewöhnlich ei» recht verzwei- weißen Taschentuche reinigen könnte und ihm so seine treue Freundschaft bewiese. — Seltener komme» solche Überschwenglichkeiten bei Leuten vor. die sich weder lieben noch besonder« gute Freunde sind, aber sich angeblich hochachten und schätzen. Die Form aber, in welcher solche Leute den Eoeffizienten der Tragfähigkeit ihrer Hochach-tung und Wertschätzung de« andern ausdrücken, ist ebenso sonderbar, wie bei der Liebe und Freund-schast. Sie sagen: der Herr So und So ist ein hochehrenwrrter und »»«gezeichneter Mann, den ich ganz befouder« schätze und hochachte. Allein er hat die Gewohnheit, beim Kartenspielen zu mogeln und wenn man ihn zum Speisen einla-det, steckt er gewöhnlich einen silbernen Löffel ein oder nimmt einen wertvolle» Tafelaufsatz al« Andenken mit. Zu seinem Privatvergnügen fälscht er Zwanzigkronennoten, oder erklärt ein paar «lten Weibern den Pythagoräischen Lehrsatz. Ich sage da« blo«. um Ihnen zu beweise», daß ich gar nicht daran denken, diesem vortrefflichen Manne nahe zu treten, sondern nur de«halb, weil ich seine Pläne: im nächsten Jahre die Maikäfer mit Schlageisen zu fangen, der enormen Auslagen wegen, die sich niemals verzinsen werde», nicht dilligen kann. — Leander schwamm jede Nacht über den.frei-leSpont, um unter den Fenstern seiner geliebten Hero eine halbe Stunde Süßholz zu raspeln, biS ihn einmal ein Haifisch die große Zehe ab- selte« Gesicht macht, — Wen» die Deutsche Volkspartei, die. wie jede andere Partei nicht blo« au« Abgeordneten, sondern auch auS Wählern besteht, bisher auch einverstanden war. daß die Abgeordneten derselben nicht in .Katastrophen-Politik" mache», weil sie ehrlich arbeite» wollte», so lange S eben ging, um zu beweisen, daß e« nicht an de» Deutschen gelegen sei. wenn e« u i ch t mehr gehe in Oester-reich, sondern a» jenen, di« trotz aller Loyalität und trotz alle« glühenden Patriotl«m»« doch mit Schmerzen auf da« Ende warten, um sich in da« Erbe zu theile», — so würde diese« ge» «nseitige. auf ehrlichem Vertrauen basirende «»verständni« in de« Augenblicke schleißig wer-den. als Eilli um irgend ein Eompe»>atwni- Cbject, dessen Wert möglicher Weife denen genügen könnte, die der E i l l i e r Frage nicht jene Bedeutung beimessen können, welche sie sür die Alpend«»tschen hat, geopfert weden sollte. De» Alpendeutschen ist Eilli eben um g a t keine» Preis seil! — Und all die Muhe, die man sich gibt, eine Lösung zu finde», die .beide Theile be-friedige» soll," — ist ugtdlich« «ühe, wenn der Preis für den Friede» auch nur um ei» Jota geringer gedacht ist. als der in der Resolution Stürgkh zugciiaüdeit«. Bange »acheu? Auch gut. eS wird einig« Abwechslung in die Sache bringen, ändern aber nicht. Man kann dem Rechte den Mund zuhalten, später schreit e* um desto lauter, denn ersticken läßt e» sich nicht. — biß. Und die verliebte Hero, die ihn eine neue Schwimmhose geschneidert hatte, wartete füroer umsonst! Leander war ei» Gigerl, der ohne große Zehe seiner Angebeteten nicht mehr unter die Auge» treten wollte. — So ging die Liebe leider flöten und Hero nahm die Schwimmhose mit in» Grab. Möro«, der zum Tyrannen DionisioS mit dem Dolch im Gewände schlich, wnrde wegen versuchle» Meuchelmorde» »nd Übertretung de« Waffenpatente« eingeiperrt. Al» er die Berlo-bungS^nzeige seiner Schwester erhielt, bat er um eine» dreitägigen Urlaub, und »»eil es damal« »och keine Eautiou gab, stellte er seineu Freund als Stellvertreter, der sich schriftlich verpflichtete, sich kreuzigen zu lassen, fall« Möro« sich einer Urlaubüberschreitung schuldig mache. DioniS war gerührt, stillte dem Möro« den Urlaubschein au« uud sperrte derweilen den gute» Freund iu'S Loch. Wie e» kam, daß der eine den Urlaub überschritt und der andre doch nicht gekreuzigt wurlX. erzählt Schiller noch viel schöner in der .Bürgschaft" und auch, daß Dioi»« dann mit den beiden Freunden den berühmte» Drei-bnnd schloß. Heute gibtS solche Freunde nicht mehr; wenn einer auch behauptet, er gehe für seiuen Freund durch« Feuer, so wartet er bis zur Son» nenwende, hält ein« zündende Rede und springt dann wahrhaftig durch die wabernde Lohe. JDit »»Imrtnüliche »Etliche Ge»n»>e nts-Jtttyrai mi 4. April > 3., welch« infolge der bekannten Broschüre „Die Finanzlage der Stadt Pettau a« 20. Februar 1902 $iw aklenmäßige Darstellung von lkonrad Für st. Gememderat", einberufen worden war. fand alle Gemeinderäte mit Ausnahme der Herren Bürgermeister I. O r n i g, der bi« zur Auslegung dieser Sache Urlaub genommen hat und Gemeinderat K Fürst auf ihren Plätzen. Der Lorsitzende. Herr Bicebürgermeister Franz Kaiser, erklärt, daß die letzte vertrau-liche Sitzung eine» Formfehler« wegen ungiltig war und sei daher die heutige öffentliche Sitzung einberufen worden. Er teilt den Grund der Abwesenheit de« Bürgermeister« mit und bringt die Zuschrift de« abwesenden Gemeinderate« K Fürst zur Verlesung, die folgenden Wortlaut hat: .An den löblichen Grmeinderat der lande«fürft-liche» Kammerstadt Pettau." Mit Rücksicht auf ein Familienfest bi» ich uicht in der Lage, die heutige Semeinderat«-sitznng zu besuchen, aber auch ohne diese« Hin-derni« würde ich mich kaum in weitere Unter-Handlungen uud Beratungen einlafsen. solange die Beschlüsse der Sitzung vom 1. April L I nicht zur Durchführung gelangt sind. Gemäß diesen Beschlüsse» erkläre ich mich neuerding« bereit, zwei hervorragende Sachver-ständig« im Buchfache auf meine Kosten dem Gemeinderate zur Prüfung der Bücher zur Ber-fügung zn stellen. Da e« sich weder um eine Privatangelegen-heit des Herrn Bürgermeister«, noch um ein« solche meiner Person handelt, sonder» um die Finanzlage der Stadt Pettau. scheint mir jede weitere Polemik zwecklos, solange die Revision sämmtlicher Bücher nnd Rechnungen nicht vorge-nommen wurde. Sollte wider Erwarten die heutige Sihung von irgend weicher Seite benützt werden, meine ehrliche Pflichterfüllung zu verdächtigen und mich in meiner persönliche» Ehre anzugreifen, dann behalte ich mir alle gesetzlichen und persönlichen Schritte zu meiner Rechtfertigung vor und wäre weiter« gezwunqeu, durch neuerliche Veröffentlichungen die Wahrheit »einer Behauptungen zu bewnsen." Der Borsitzende entwickelt sohin eine über- Allein wenn aru nächsten Tage sein Freund bittet. Bürgschaft zu leisten für ihn beim Bor-schuß Berei». für lumpige 200 Kronen, dann ist die Belastnng«probe sür eine moderne Freund-Ichast doch zu stark. Mancher geht eben lieber durch« Feuer. al« zur Poaojilnica. — Wa« die Hochachtung undpUertschätzung be-trifft, so ist sie heute so allgemein, daß selbst einer, der in der Eile einen andern v«» Bürgersteige in den Rinnstein stoßt, kurzweg sagt: .Pardon! '»schuldige»! meine Hochachtung I" — und nun ganz überzeugt, daß der andere freund-lich antwortet: .Oh macht nicht«? — Ist mir schon öfter passiert!" — völlig beruhigt weiter geht. Er würde den Angerempelten sogar für einen ungebildeten Menschen halten, wenn dieser sich darüber aufhielte. Für die Wertschätzung eine« Menschen gibt e« gewiß noch keine beeideten Schätzmeister und daher gibt auch kein kluger. Mann keinen alten Heller für die Wertschätzung seiner Person seilen» der Phrasendreher, sondern er schätzt sich selber. Freilich gehört dazu immer eine große Übung und sehr viel Ehrlichkeit; aber auch eiu richtige« Selbstbewußtsein, welche« ebenso weit von Arroganz und Eigendünkel al« von serviler Bescheidenheit entfernt ist. Göthe sagt zwar: .Rnr Lumpe find be-scheiden." — aber er meinte damit blo«. daß ei« .Mann" fein Licht niemal« unter den Scheffel stellen soll? — 2 — sichtliche Darstellung nach dem Bermögen«-In-oentar der Stadtgemeind« Pettau. wornach der dermalige Bermögen«stand an Activen rund 1,300.000 Kronen »nd an Passiven rund 700.000Kronen betrage». sonachgewißktinAnlaß sei z» fürchten, daß die Finanzlage der Stadt-gemeinde den traurigsten Berhalimfle» entgegen- gchk Bei der darüber eröffneten Debatte gibt Herr Gemeinderat Adolf Selliuschegg folgende Erklärung ab: .über da» Borgehen de« Herrn Gemeinde» rate« Konrad Fürst, der selbst Mitglied der Fi-nanzsection ist und den correcten Wez, seine Be-denken zuerst in der Sectio» uud dann im Ge-meinderate vorzubringen, nicht betreten hat, muß ich meiu Bedauern »»«sprechen und die« umso mehr, al« Herr Füelt »» seiner Broschüre durch die Art s«iner Berechnungen und seiner Kritik über da« vorgehen de« Herrn Bürgermeister« Onig. sowohl diesem al« de« ganzen Gemeide-rate Mißwirtschaft vorwirft, wa« ohne Prü-fung der Sachlage i« Stande ist. auch nach außen hin böse« Blut zu machen." Sohin erhielt Herr Ge«,inderat Dr. Ernst Treitl da« Wort. Räch kurzer Besprechung der ganzen Frage stellte er dann folgenden Antrag: 1. Der Gemeinderat der Stadt Pettau spricht über da« Borgehen de« Herr« Gemeinde» rate« E. Fürst seine schärfste Mißbilligung au«. 2. Der Ge«einderat beschließt, zur Prüfung der Gemeinderechnnngen zwei Sachverständige zu bestellen, wovon der eine vom Gemeinderate. der zweite von Herrn Fürst zu wähle, sei: Herr Fürst hat da« Recht, jederzeit der Revision beizuwohnen. 3. Räch der Rechnung«prüf«ng ist «iue Wählerversammluog aller drei Wablkörper «inzu-bernfen und den versammelten Wählern da« Rc sultat der Prüfnng von den Revisoren bekannt z« geben, damit sie rn die Lage kommen, über d« Finanjrvirtfchoft der Gemeiude zn urteilen. Bei der Absti»m«ng wird der Punkt 1 diese« Antrage« mit allen gegen eine Stiunue, — die Punkte 2 und 3 einstimmig angenommen und wird feiten« de« GemnnderiUe« Herr Sportaffe» Buchhalter Joha«« Kasper al« Sachverstänbi-ger gewählt »ad beschlossen, mit der Revision am nächsten Montage zu beginnen. Sohi» Schluß der Sitzung. Sei» .Geiste«licht" nämlich l Und zwar sei« eigene«! Und wäre e« blo« na kleine« Wach»lichtlein, so ist e» entschieden mehr wert, al» da» künstliche Beleuchtting«syfte« mittelst wohl gefüllter Lassen oder Brieftasche», in welche, da« Geld die Lichtquelle bildet. — .Geld ist Macht?" — Scho»! — Allein alle Astor'«. Banderbill'«. Rothschild'« und a»-dere derlei Leute zufamme» wiege» noch lange keinen Spinqa, Schiller. Mozart, nicht ei»«al den Erfinder der schwedischen ZündhülU »nd noch viel weniger den (Erfinder der Buchdrucker-kunst, oder einen andern diefer .Leute" auf. die zeilltbe»« wenig, oft sogar gar kein Geld gehabt haben. Denn da« andere Sprichwort: Ein ge-scheiter Mensch braacht kein Geld," — ist auch nicht üb«l. Sintemalen daher ei« kleine« Lichtleio eigener Erzeugung mehr wert ist al« die künstliche Beleuchtung^ mittelst Geldsäcken, also schlage ich vor: a« einem Tage sämmtlichen Mammon i« die Dran zu schweißen und in der nächsten finstern Stunonacht «i«« Probe beleuchtn na mitdeneigenenLichtlei« anzuheben. Westen Flämmlein al«dan» am hellste» leuchtet, der soll Schulz« sein. — In sothauer Rächt möchte e« wohl arri-Viren, daß mancher nicht heimfindet, dieweil«« der Sturm da« Lichtlein verlöschet, weilen da« Brennöl nicht au«reichet und er al«dauu ande-ren Lichtern nachgehen muß. die noch leuchten bi« zum .Iudennatzl" oder i« eine andere Die Btsmarckfeier deK Kettauer Germanenbundes „Auf Vorposten." Mit feine« weitau«schaue«drn ««verstandenen Plänen war damol« Bi«marck der Spott der gaaze» Welt. Der Bayer, der ^esse. der Hauuo veraner, sie standen nörgelnd abseit«; dem Bor-wäntdrängende» zur Seit« — niemand. Welch Heldentum und Eharakter. sich einem Meer von Gegensätze» und Me>nu»gsoer'ch>?dtnh eine machtvolle Flotte stand, fo auch schon heut« jeder Deutsche durch de« vo« Bi«marck gewünschten und «un verwirklichten Au»bau der deutschen Flotte. Sie hat sich bereit« eine« Rume» und Anerkennung in all«» M«eren errungen. Aber warum feiern und ehren wir. wir D utsch-Osterreicher da« Andenke,, eine« B<«marck. der doch die Verkörperung eine« gefestigten und geeinigten deutfcheu Reiche« darstellt? Einer feit« freuen wir Deutsch Österreich«? un« der Culturerfolg« Bi«marck« i« allgemeinen, anderseits fürchtet die römische Eamorra den berühmten .Cnfcl" im deutsche« Reiche Man anerkennt doch wenigst«»« die «-wägbaren Einflüsse der schmerzlich bewegten deutschen volk«seele. Uud j» lauge wir Deutschen iu der Ostmark un« der wichtige» Aufgabe» al« Hüter deutsche» Volk«-tum« auf heißem Boden klar bewußt uod in diesem Sinne tätig siad. sind wir auch von «ufere« deutschen Brüdern und S«amme«geuoffen im Reiche nicht verlaffen. Aber selbst unsere uumittetbare Umgebung weiset jede» Sehenden die Werke uralter deutscher Bildu»g«arbeit in Bauten au« der Zeit uugehiudkrter deutscher Eulturarbeit Gerade un« Österreichern fehlt «in klar stehender und tatkräftiger Mau» wie Be«-marck Umso weniger dürfen wir Deutschen in Osterreich »»« ans fremde Hilf« vkrlafsen. die wir von so vielen Seiten stiefmütterlich behandelt werde». Unser herrlicher deutscher Dom i« Petto« ist Stammkneipe, allwo «wa fröhlich und friedlich den Tag erwarte« mag, ohn« Gefährd«. — Den» der Mensch «st ei» schwache« Geschöpf und weiß nicht, von wanne» der Wind herfährt, der ihm entführt den weiten Mantel de« stolzen Selbstbewußtsein« unsehlbarer Gerech-tigkeit und ihm zeiget in der Blöße Adam«, de» der Herr doch »ach seinem eige««» Ebevbilde hat geschaffen nnd mußte daher ei» Original-Muster-mensch sei«, der aber leider doch geirrt hat «ad düpiret wurde von der Schlange, dere« I«nge heute nach herumkriechen. Staub vom Bakschisch sressen und deren Altermutter sogar deu Crigi-nal-Muster-Menschen, den der Schöpfer gewiß ladello« gemacht. — verführt hat. eiueu gemei-neu Holzapfel sür »inen Goldp«pi» zu halten »nd den verhängn ««vollen Biß zu thu«, der »n« nötigt, anstatt ei»<« tadellosen Salonauzuge« au» Feigenblätteru allerlei Gewaad au» Schuf-woll- zu tragen, um laie zu sei«, oder weuigsteu« mnoking, wa« «in Heidengeld kostet. — O'-i». wie wäre e« viel schöner und billiger, weiiu die Töchter Eva'« ihre Au«stattung «ach Schiitt uud Stoff der ihrer erste« Rame«»-mutter aiwoffen wollten, die dem guten Ada« in ihrer Morgentoilette fo sehr gefiel, daß er Fräuleiu Evi ohne weiifchiveifige Verlobung so-fort vom Fleck weg ohne Eaution heiratete. — weil keine Schwiegermutter da war, die da« Rauchen, Trinken. Au«bleiben über die Zeit und andere männliche Laster sür Ehescheidung«-gründ« hiel'. 0. W. sin sprechende« Beispiel alter deutscher Cultur-arbeit und jeder Etein fündet die Arbeit deutscher Ahnen. So wird uu« auch i» der Zukunft unser Herrgott nicht verlassen, wenn wir nicht selbst unser und unserer volklichen Aufgaben vergessen. Trotzdem wehre» sich die Anzeichen, daß man aus dem Arbeittselde unserer deutscher Ahnen un« zu Dienern für Fremde machen will. Ganz besonder« ist für unser deutsche« Unter« land eine schwere Zeit angebrochen, die treue Vorwacht e» fordert. Aber nicht da« müde, »weiset-süchtige Alter ist zu dieser Borwacht berufen, soudern die Jugend, vor allem die akademische. E« ist ei» arge« Mißv«rstäud»i«, wenn die deutsch« Jung-Mannschaft nur auf der Kneipe volktb^eisleruug fühlt, sich aber i, de» nächstliegevdeu Einzeln heilen nationaler Kleinarbeit dem süßen Nichi«tun hin-gibt. Die Patentpattioteu schelten die Ostmark-Deutsche» so häufig, daß sie über die Grenzpsähle lnimuSschaucii und nennen da« Laude«verrat. E« ist La»de«verrat von jede» einzelne», weun er nicht sei» Beste« einsetzt und Opfer bringt für seine« Bolke« Ehre. (Beifall). Lernen wir doch von den Tscheche». Bon Ort zu Ott wandern die tschechische» Akademiker und opfern große Geldsummen, um Keile in die deutsche und gemischtsprachige Gemeinden zu treibt». Man kann nicht leugne», daß auch die slovenischen Hochschüler emsig bemüht sind, i« Kreife der Bolf«genossen nnbriuglidje nationale Prediger zu sein und ebenso rücksicht«lo« al« für die eigene Perso» empfindlich die natiouale Au-gedörizlttt an deu Tag zn legen. Der gutmütige und allzu siege«bewußte Deutsche sollte fich a» diese» kräitigeu Lorstöße» ei» Master nehmen, er vergäße den« seiner deutscheu Mutter Da« stolze Wort Bi«marck« am S. Hör-»ung« 1888: „Wir Deutsche fürchte» Gott »nd soust nicht« aus dieser Welt' — hat die Welt u> Erstaune» versetzt und einen Rachhall gefunden jenseit« der Alpeu und de« Ocean« Für Rom amr diese Rede an Wirkung wohl gleich der Nachricht au« dem Teotoburgerwalde: Vor»«, gib mir meine Legio»en wieder! An dieser Wachsamkeit und Tatkraft Bit marck« bei Bei ttidigu! g de« äußeren und inneren Besitzstände« sollte» w«r un« ein M»ster nehme,. Wir nehmen e« in deu »»tersteirische» Gaue« uxchr, wie stetig der deutsche Besitzstand iu Untersteiermark abbröckelt. Diese« glückselige Eicher-heit«gefühl muß endlich schwinden, wollen wir e« nicht erleben, daß Pettau in fünfzig Iahreu die deutsche Dammwache verlassen höbe und slvruaischem Nachschub die Einfahrt offen halten m»ß. Mau mag »n« immerhin vorwerfe», daß wir Personenkult»« treiben, wen» wir deu Name» B>«morck so hoch schätzen. Da« ist billiger Dank der Mit- »ad Nachwelt sür ihre gro^n Zeit-genossen »nd Dankbarkeit ist doch eine so edle Blüte de« »«»schlichen Gemüte«. Er hat un« gezeigt, daß wir un« kein Recht nehmen lassen dürfen. Mit knöcherner Hand greift der Ultramonta-ii!«mu« in da« Familienleben und in den Macht-frei« de« deutschen Bolke« und erfreut sich leider an hoher Stelle der Förderung. Bon allen Seiten oroht da« gehätschelte Römer- uud Elaventum un« da« Fanguetz Über de» Kopf zu werfen, so baß wir e« mit eine« stille» unerbittlichen Kampf gege» zwei Froute» zu tun habeu: Di» Sicrnr f n und di» Slaven, da« zeigt sich so recht lebhaft in den Sitzungen de« österreichische» Abgeordneten-bause«. Gegen solche He'ädrdunge» der Arbeit«-freudigkeit und gegen solche absichtlich gehegte Mißverständnisse muß fich allem!* die deutsche Kampflust hervorkehre». Wie einst der bescheidene und doch zielbewußte G.if von Hab«b»rg den stolze» Böhmenkönig be-zwo,.',. winkt auch dem deutschen Volte in Oester. reich cn Sieg und Morgenrot. Die große deutsche Gemeinsamst eifere einem zielbewußten, tatkräftigen Lutmarc* »ach, da»» wird seine Saat auch in unserem, enge» Kreise fröhlich in die Halme schienen. Redner schließt mit eine« .Heil Bi«marck', da« mit Kraft von allen Anwesende» erwiedert wird. Der Deutsche Männer«Gesang - verein stellte sich mit Liedergaben ein, die mit warmer Begeisterung vorgetragen wurden. E« war ei» wirklich herzersreueude« Bild, die guten deutscheu Brüder i» so schöner deutscher Gemütlichkeit an deu langen Tafeln vereint zu sehen, eiu« im Gedanken: „Wir sind die Wacht an der Trau". — Schön wäre e«. wen» sich allwöchentlich ei» solcher Redner, wie Herr I a h u fände und durch Erörterung der Tage«srage» die gebildete Gesellschaft von Pettau zusammenleimte. Deutsche Volksgenossen! Nunmehr, da e« den eifrigen Bestrebungen deutscher Arbeiter gelungen, auch hier i» Pettau die Gründung eine« Deutschvvlkilchen Arbeiter-und Gehilfeii-Bereine« mit dem Namen .Dranmacht" zu sicher», erlaubt sich der gefertigte Au«-schuß. die deutsche Bewohnerschaft Pettau« ge-ziemend einzuladen, dem zu gründende» Vereine werktätige Anteilnahme entgegenzubringen, im Siune unsere« Altreichskanzler«, der e« so ernst mit wirtschaftlicher Besserung der Lage de« arbei-teoden Volke« deutsch«» Stamme« »ahm. Der Grundgedanke de« »eurn verbände« ist in dem alldeutschen Programme, gefaßt zu Eger am 1. deutschen Arbeitertage (1899) enthalten uod besagt Nipp »nd Kar: Wir »c?r». daß jrter ehrlich trdritealc tr»Ische volK—UHetztnße fei»« 9(ii§n)(i Brriinjt jtiftjrii habe daß er i» VilfiHe» ß««tliche U»terßütz»»> zeuiei» »ut i« Jlltrr >»ch ei» s«rgt»frn» rede» führ», kliir. Wir wollen, nachdem jeder kleine Schritt einen Erfolg bedeutet, »n« anschließend an die bereit« vorhandene Gliederung deutscher Arbeiter-v«rei»e, den Mitglieder» de« neuen Pettauer verbände« die Möglichkeit biete», die wirtschaft-liche» Vorteile, die ei» solcher Anschluß gerade der arbeitenden Bevölkerung bringt, zu genieße», und zwar find e«: Reise-Uulerstützung, Kranken» und Rotsall«-Uliterstützu»g«u, die jeder dem verbände ang»hbre»de verein seine» Mitgliedern verabfolgt. Doch auch nicht blo« in dieser Hinsicht, nein, auch i» völkischer Hinsicht wollen wir arbeite», wir wollen durch Veranstaltung von vorträgeu, Abhaltung von Lehrkursen verschiedener Führer alle« aufbieten, das« der Arbeiter alle jene Mit-tri kennen lerne, die ihn dazu befähige», seine Stellung zu besser». — aber auch de« deutschen Volk« bewußtem« werde» wir nicht vergessen, ist ti doch selbstredend, daß ein deutscher Arbei-ter-vmiu auch volk«tum in jeder Gestalt zu pflege» habe. Und da wollen wir auch der Pettauer deutschen Bürgerschaft die Unterstützung unsere« Lerbaiid«« eindringlich an da« Herz legen, schon de«halb, weil dadurch einer Macht die Spitze ge-brochen werde» könnte, die so»st leicht, allzu leicht, festen Boden gewinnen würde, aber nicht zu« Heile deutschen Arbeiter- und Bürgerstand««, sondern zu deren verderbni«: di« rothe Intern»-tionale. Der Au«schuß bittet daher schon au« diese« Grunde um werktätige Unterstützung und Mitarbeit deutscher Bürgerschaft. Und fo bitten »>ir denn die Bolk»g«nofsen, durch Beitritt, sowohl al« unterstützende« oder au«übende« Mitglied, durch Spende von Bü-chern — die beabsichtigte Anlegung einer ver-bandtbücherei damit fördernd, — dem zu grün-denden Verbände werktätige Hilfe entgegen zu bringen. Beitritt«erNärungen (und hier sei bemerkt, daß auch deutsche Frauen und Mädchen einge-lade» zur völkische» Arbeit sind) und Anzeige von allenfallsigen Spenden, um solche abholen zu lassen, richte man gefälligst an die Herren Ed. Blauensteiner oder L. S. Wunderlich. die auch jede gewünschte Au«kunst ertheilen. Mit unv. treud. Gruße Ür In Verdaut „Vr«>»acht" ). ß. >. 31. Der vorbereitende Ausschuß. Localnachrichteu. (Ur»»g.) Gestern wurden in der hiesige» Stadipfarrkirche Frl. Paula T e r d i u a. Tochter de« Herr» Sparkafsekassier« I. T e r d i u a uud leiner Gattin, uud Herr Hau« Falcke, Rentier i» Pettau. getraut. Al« Beistände fungierte» Herr Dr. A. Plennert, k. u. k. Mor>neslab«arzt i» Polo »nd Herr Franz Planinee, Station»-Ehes in Divoca. Dem jungen Paare sei volle« Glück für seine Zukunft gewünscht. (€«RCTt.) Dien«tag den 8. d. M. findet im Saale de« .Deutschen Heim" da« Eoncert de« Pettauer Männergesangvereine« mit nachfolgender Bortrag«ord«»»g statt: t. .Zigeunerltbe»'', Männerchor von R. Schumann. 2 .Lied der Nixe»", Fraueuchor vor K Goepsart. 3. ») Arie de« Holländer« au« dem 1 Akte der Oper .Der fliegende Holländer" von R. Wagner Gesungen von Herr» A. S ch i p p e 1. d) Di' tt der Senta und de« Holländer« au« dem 2. Akt der Oper: .Der fliegende Holländer" von R. Wagner. G«s. v. Frl. Gisela Otchgan a. Herr» A Schippel. 4. .Tobtenvolk". Mannerchor von F. H^gar. d ») Larghetto von I. Rauscher, d) Drei Fan-tasiestücke von R Schumann, violiu - Borträge de« Herrn Scherber. 6. „Wenn zwei sich gut siud". Männerchor von E. Kremser. 7. „Ant-jof aus seine« Vater« Grabhügel", für Bariton-Solo, Frauenchor und Elavierbegleitung von M Bruch. 8. .Schon Elle»". Ballade vo» Geidel, für Sopran- und Bariton-Solo, ge-mischten Ehor und Elavierbegleitung von M. Bruch. In«befo»der« fei aus die Lieder de« hier in beste« Andenke» stehenden Baritoniften Herr» Schippel. sowie auch eine» der großartigste» und schwierigsten Männer-Ehore .Da« Todten volk" »on Hegar aufmerksam gemacht. Der Damen-chor stellt sich ebenfall« mit einem reizenden Liede ,N>xenchor" ei». Nach de« Eonzerte fin-det i» den oberen Räumen de« .deutsche» Heim' eine ungezwungene Zusammenkunft statt. lveitscher Ardeiter-Verei») Sonnabend den 12 d. M 8 Uhr abend« findet im deutschen Berein«hause di» gründende Versammlung de« deutschen Arbeiter- und Gehilsenvereiue« ,Drau-wacht" statt, wozu alle Volksgenossen geziemend eingeladen sind. Tagesordnung: l. Begrüßung ». Bericht über die vorarbeite». (Hm L. S. Wunderlich.) 2. Bortrag: Deutsches BolkStum und der Nutzen der Organisation. (Herr B 1 a u » n st e i n e r.) 3. verlesn rg der genehmigten Satzungen; 4. Wahl de« Au«-schusse«; 5. Allsällige«. — Dem neuen verbände wünsche» wir ein kräftige« Gedeihen! Heil! lGewerbe-Verein i» pettau.) Samstag de» 12. April 19V2 findet im Gasthause .Deutsche« Heim" abend« 8 Uhr die zweite Vollversam«. luug mit folgender Tagesordnung statt: 1. Verlesung der letzten BerhandlungSschnft. 2. Thätig-ke,t«l^richt. 3 Cassabericht. 4. Neuwahl der verein«leitung. 5. Allsällige Anträge. Die P. T. Mitglieder de« vereine« werden im eigenen I»-terreffe gebeten, verläßlich zu erscheinen. (chffeulliche Ü?rst««l»ng.) Heute findet im Hotel .Stadt Wien" eine vom Zweigverei»e Pettau de« Verbände« alpeiiläudischer Handel«-angestellter ausgeschriebene allgemeine versamm-lung statt, t i welcher Herr ReichSratS Abgeordneter Otto Wilhelm über die allgemeine Lage im Handelsstande spreche» wird. Einladungen ergingen an die Handel «angestellte» und Pr'vatbe-amten, sür welche diese Tagung von besonderer Wichtigkeit sein dürfte. Die Versammlung findet um 8 Uhr abend« statt und wird voraussichtlich zahlreich besucht werden. (Achlnng a>f silsche» •di.) Am. Wochen-markte letzten Freitag wurden gefälschte Silber-münzn» beschlagnahm» und zwar ein Eingulden-und ein Uinkronenftilck, welche beide erst nach Unter-suchung ans ihren Metallwert al« Falsifikate erkannt werden konnten, so gelangn, war die Fälschung. Besonder« da« Einguldenstück. welche« da« Prä-gung«jahr 1888 trägt und daher al« ein älte-re« Stück .abgegriffen" aussieht, ist so genau nachgeahmt, daß sogar die Randschrift nicht sehlt. die bei dem falschen Krön,»stocke zwar fehlt, bei dem aber die Prägung umso schärfer und reiner ist. so daß e« im Marktverkehre, bei welchem man zumeist nicht Zeit hat, jede« Stück Hart» geld genau anzusehen, sehr leicht als echt genom-me„ wird. Beide Falsifikate scheinen »ach den gepflogenen Erhebungen au« (Kroatien zu stammen, da daS Kroneiifalsificat von einem kroatischen Bauer in einer hiesigen Kaffeeschänke ausgegeben wurde und der Besitzer de« Guldenfalstfikate« dasselbe in Bednja, Kroatien, al« Erlös filr verkauften Zwiebel eingenommen habe. (GefoajtNta Geldtäschchen.) Frau A. R o i k o fand den 4. April in der Allerheiligen-gaffe ein Geldtäschchen mit Inhalt und deponirte es beim Stadtamte, wo e« vom Berlustträger abgeholt werden kann. (Vittzmark Bericht.) Der am 2. April statt. !iks»ndene Biehmarkt war gnt beschickt und be-ucht. Ausgetrieben wurden: 518 Stück Rinder. 85 Stück Pferde und 163 Stück Schweine, von welchem Austriebe größere Partien abverkaust wurden. Die Kauflust war weniger rege al« sonst. Der nächste Biehmarkt wird am 23. April (Georgitaa) abgehalten und entfällt dafür der auf den 16. April entfallende zweite Biehmarkt. lFritrtrreilschast.) Bom 6. Juni bi« 13. Juni, I. Rolte dc« 2. Zuge«, Zug«führer Pirich, Rottführer E. R e s i n g e r. Fweran-Meldungen find in der Sicherheit«wachstube zu er-statte». Vermischtes. (Wriinirkt i« Gr,).) Die nunmehr abge-schloff,nen Anmeldungen für den VI. Weinmarkt in Graz. der vom 10. bi« 13. April stattfindet, haben die höchstgespanntesten Erwartungen über-holt; der kommende Weinmarkt wird alle seine Vorgänger weit übertreffen und der mit Recht so geschätzte Steirerwein wird in einer noch nie dagewesenen Fülle bereit stehen. Die Weinbauer de« Lande« haben also den Wert eine« central ?gelegenen, regelmäßig abgehaltenen Markte« er-aßt und senden da« Beste ihrer Ernte auf den Grazer Weinmarkt. E« liegt nun an der Bevöl-kerung deS Lande«, da« gemeinnützige Unterneh-men der Stadt auch nach Kräften zu fördern und so al« Mitarbeiter bei der wirtschaftlichen Erstarkung der Steiermark beizutragen. An alle Weinverbraucher, insbesondere an die Herren Großhändler, an die Besitzer von Gastwirtschaften. Anstalten u. s. w. ergeht die dringende Einla-düng, diese Märkte zu besuchen und dort ihren Bedarf zu decken. ES wird die« jedermann umso leichter werden, al« nirgend« sonst wie auf dem Srazer Weinmarkte in fo leichtem Maße die mühelose Gelegenheit geboten ist. den größte» Teil der Weine de« Lande« zu prüfn». au«-zuwählen und sicher aus erster Hand zu erhalten; zudem wird noch bemerkt, daß die PreiSanforde-rungen ausKdaS bescheidenste Maß gestellt wurden. schrieben. Die Prämienbewerber haben die ge-töteten Schlangen oder zum mindesten deren Köpfe behuf« AgnoSzierung an den Herrn Eu«-to» der zoologischen Sammlung am Lande«-Museum Ioanneum in Graz einzusenden. Bon dieser Verfügung wurden mit Kundmachung de« Lande«-Au«schusseS dto. 8. December 1901, Z. 46910 sämmtliche BezirkSausschüffe Steier» mark« in Kenntnis gesetzt. Über Anregung von fachmännischer Seite hat der Lande« Ausschuß nunmehr diese Prämie ».Ausschreibung auch auf die Sandviper, welche ebenso gefät>ll>ch ist wir die Kreuzotter und in Steiermark häufig vor-komm». auSgedchnt. G V! Am Tag des heiligen Eduard. — strich. '« ist unglaublich! seinen Bart — der Herr Ministerpräsident, — als Schönerer im Parlament. — rief .Hoch und Heil den Hoi>enzollerii!" — So sagt mit wildem Zorne«lollern — der Leitartikler in der .Presse" — dir wohl im ganzen Unterland — als »Güdsteierijche" bekannt — und hochgeschätzt von den Braven. — Der .Heilrus" läßt sie nicht mehr schlafen. — dieweil er von den nemikularen — oft schon sogar in jungen Jahren, — gerad so wie man: „Srefino!" sagt — al« volkisch^eulscher Gruß ge-wag» — und auch ganz laut, wie'« eben üblich — gerufen wird. Da« ist bnrüblich! — Doch iu dem hohen Parlament — hat der Ministerpräsident — '« ist traurig, daß mer »oanen kennt' — zu diesem Hohenzollern Heil? — — geschwiegen und au« Langeweil, — statt daß er in die Höh' geschnellt — «nd Schönerer zur Red' gestellt — und patriotisch fuch«geprellt. — an seinem Schnnrrbärtchen nervo« — ge zupft l Und Solche« ist gar bd«. — Auch diese« ,Lo« von Rom'-bewegen — ist anti und bringt keinen Segen — dem. der die Absicht dazu ha«. — Dieweilen e« al« Hoch-verrat — gesetzlich wär, an«zulegen. — der immer strenge wird geahndet.— Doch der Ministerpräsident— schlveigt auch noch dazu und bedenkt — nicht nri« da« end,» soll auf Erden, — wenn selbst die Weiber luthrisch werden — und nimmer reisen woll'n nach Rom — und statt dem Storch zu rufen: .Komm!" — deu Besen nehmen und ihn jagn, — und höhnisch zu Herrn Laugbein sagen: — .Wir brauchen nichts von Rom zu borgen; — wir köniun '« selber un« besorgen." — Ach traurig ist'« auch, zuzuschauen. — wie heute schon durch Oestreich« Gauen — die deutsche Reichsmark klingelnd rollt — und noch dazu au« purem Gold. — Doch roll n sie leider wie zum Hohn — an unserer Redaction — vorbei und zu deu Protestanten. — die nach dem Muster, dem bekannten — damit in allen deutschen Gauen — ganz srech die f f f Schulen bauen. — Auch geht für nationale Zwecke — gar manche Reich«mark um die Ecke. — Da« thun wir zwar auch mit den Kronen — um nns'r, Wackern zu belohnn,, — di, sich der Müh, unterwinden. — den Leuten Bärn» aufzubindin. — 3eben'. noch stet« nur untmn Titel: — .Der Zweck heiliget jede« Mittel." — Doch ist e« Ade« lkicht erklärlich, — wenn'« Deutsche thu«, ist'« staatSgefährlich k — Wir find di, besten Patrioten! — und lassen un«. wenn« gilt, nicht spotten; — wir grbrn gern für« Vaterland — die letzte Hose lammt den Knöpfe» — und wo noch je ein Fes! stattfand — um uns're Ration zu ehren, — so würd' gebraten und gesotten, — und wollte einer mehr begehren — so ließen wir un« willig köpfen. — vom ltellner die Ehampagn?rflaschen! — und zahlten da« au« unseni Taschkn — oder au« den der Ration. — Und nicht wie diese .Preußknseuchler", — BiSmarckverehrer. Oft-reichheuchler — sich Schul,» bau'n mit fmn-dem Gold, — bi» daß der Tn»fel alle holt. — und nicht« mehr bleibt al« nur die braven. — loyalen unterdrückten Slaven. — Zu den,» j,n, nur gehöre», — bi, nicht m,hr auf den .Rarod" schwören. — So »id sitzt und nid* «elegenhn» durch ausgiebige« Spazierengehen obn Spertbrtrieb di« Thätigkeit der Unlerteib«organ« gehörig aufreche zu ermattn, dem ist in dem alldemthrt»» »ohiischer der un. nMfcliche «rsatz geboten .XcRptljKllt» mit Sem. .Styli«,»»!«" ledig Kippetlt, ©«bauunfl und Stofi Wechsel fördernde Mrtnng. r leicht zu sehr schlimmen Wunden aufarten rinnen (U ist daher angezeigt, selb» Nein» «enmuidnnge» mit de« richtigen Mitteln zn bedecken »nd sie vor entzündlichen «omplic». tionen zu schlitze». D»z» eignet fich «rz»g«we,Ie ei» »er-liftlich antiseptisch wirkende« »iltet. 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Die Direction des Pettaoer Müsikvereines ersucht, bei Bestellung der Musikkapelle darauf Rücksicht zn nehmen, dass dieselbe mindestens 3 Tage vorher beim Kassier, Herrn Buchhalter Johann KeS#er, gemacht werde, weil gegenwärtig einige Musikkräfte fehlen, und man für diese Ersatz von auswärts besorgen muss, was nur möglich ist, wenn der Direction einige Zeit zur Verfügung gestellt wird. Schöne Wohnungen werden gesucht. feia allrii MeWMkt, »rttti Ciaitau «4tr OilU ait Sann wird vorüiuiig zu aeehtea raucht von einem Fahrika-Diractor c 16 n A US«. Mi»K| »»Ich» al» MI ca. )auO BiliM (m» etn t«m5; • »ach der | M*m » W. Regeln für die neue deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis. Hleinr Ausgabe ä 20 h, große Ausgabe & K L— oorräthig bei W. VlanKe in Pettau. »k triff f UJerkstättc Und Rowrkn HUlpt h llll Mcelle 4i»4ik'i(l ClrulJr Gri«»lai UkiiK M«i4 anet» 0*>4- nd S hrrvur>»-U|«. — Alle meine Uhns «fnd |» 11 Maxirlul npJkl nnd ra« k. k Psniircnnamte »»prob», drei lefcn niMwi IXa Rate »»> L>«utrh»ftlpksj 5| o LESET o. STAUNET! IM GtftwHttli in ur K 4— odar 1.3.50 Da ich verachieden« Ware von Concersmassen und Licitatiowen spottbillig eingekauft habe, versende diaaalha im atMeaetf kiMgan Praiaaa und nur: I Pracktv. varaeML Uhr, 3-Jihr. ßaraat. aamait vargaM. Ketta, 1 Prana Leder-Gehttnaahe, I elegante Cinretten-Tasche. 1 reizender Herrenring mit imitirtem Edelstein, 1 (f. Taschenmesser m. 2 Schnitt, t eleg. Cravatten-Nadel v. Similistein, 1 Garnitur Doublt-Oold-Manschetten- und Hemdeakaöp/e, 1 Taschen-toilett-Spiagel, 6 reiz. Juz-Oegenstinde. welche grosse Heiterkeit erregen, 20 eleg. Cocrespondenz-Gegen-sttnde, 1 P. Boutons v. Simih-Brillant a. Perl An hgngsel a. täusch. 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St war ein hübscher Mensch mit blitzenden blaue» Augen und einem energischen Gesicht, zu dem die breite rote Narbe paßte, Sie sich über die hohe Stirn und einen Teil der linken Wange zog. -ein natürlich gelockte«, dunkle» Saar war leicht gepudert und liing w einem Zopf im Racken. Der andere junge Mann, der gleichfall» die Ofstzieruniform trug, folgte dem Freund« mit den Augen; endlich erhob er sich auch. .Anatole, da» Gerenne tonn kein Mensch länger aushalten. i.'afc mich gehen!" Anatole stellte fich dicht a» die Thiir .Du bleibst," donnerte er, .da« ist ja gerade da« Verdammte. Saß ich ohne Dich im Grunde nicht au«kommen kann, wenn —" .Wenn Du auch freilich nicht aus mich hSrst," entgegnete Rudolf .New, wenn Du auch freilich Fischblut iu den Ädern hast." .Wa« Du von Dir leider nicht behaupten kannst," meinte Rudolf von Birkholz ruhig, der ebenso wie Auatole von Cleric al« Leutnant bei demGrenadier-Bataillon stand, da« im Jahre 1742 in Treuenbrietzen gar-»isonierte. Er betrachtete jetzt aufmerksam den freund. .Wenn ich nur wüßte. wa« Dir so Schlimme« begegnet ist?" jagte er. .Man hat mir den erbetenen Urlaub abge-ichlagen " .Wa« weiter?" Anatole warf fich auf einen mit pfaublauem Atla« gepolsterten Sessel Wenn nun freilich da» Zimmer selbst, den Ber-hältnifien de» Provin-zialstädtchen» entspre-chend, klein und niedrig war. hatte doch die ganze Einrichtung diese« Jung» gesellenheim» etwa» Ele-gante», etwa», da« völlig dem Wesen seine» Bewohner» entsprach. .Rudolf, Rudolf," rief er in auSbrechender Leidenschaft, .wen» D» mich nur die» eine Mal verstehen wolltest. Sie erwartet midi, und ich, der ich mein Leben für sie in die Schanze schlüge, der ich sie liebe zum Toll- und Rasendwerden, darf nicht zu ihr!" Rudolf lächelte eiu wenig. Der «(«« Rheiahafe» kei lk»rl»r»he: Ankunft ei»e« S»HIe»schiffrS. (fltit Tejt.) .Armer Junge. freilich, wenn Tu so sprichst, dann hast Du recht, dann verstehe ich Dich nicht. Aber laß Dir im Guten raten Glaube mir, wenn Deine angebetete Cousine, die Bicomteffe Jüllh de la Reramier erfährt, daß Dich die Ordre de» Vorgesetzten zu-rückhält, so wird sie verständig genug sein, da« einzusehen, und Dich sech» oder acht Wochen später mit derselben Freude will-kommen heißen, wie — nun. wann sollte der famose Ball sein? — richtig, wie heute in zwei Tagen." Anatole von llleric zuckte die Schultern. .Verständig? Jüllh nnd verständig? Mein Gott, da» ist'» ja eben! Sie ist ein verwöhnte» Prinzeßchen, wa» sag' ich nur? ein Sind, da» keine Ahnung von Pflichten hat. Befehle nicht begreift, oder nicht begreisen will, und mir mein Richtkommen sicherlich als Trotz auslegen wird, vielleicht auch noch al» etwa» Schlimmeres. Wer weiß das?" „So wenig Vertrauen hast Du zu Deiner Braut, Anatole?" fragte Birtholz vorwurfsvoll. .Ist sie meine Braut?" .Aber," sagte Rudolf. »Ihr wechselt Briefe; sie trägt, wie Du mir erzählt hast. Deinen Ring am Finger — Du sprichst von der Zeit eurer künftige» Vereinigung — da» beweist —" .Da» beweist, d»» ich ein Rarr bin. ein kompletter Rarr, der sich vo» ihr alle« gefallen läßt; ich weiß e»," rief Anatole, vom Seffel aufspringend nnd seinen Sturmmarsch durch da» Zimmer wieder ausnehmend .Aber ihr werdet doch in euern Beziehungen klar geworden sein." sagte Rudols, be-~£j| müht, seinem blonden ? Schnurrbart ein etwas unternehmendere» Au»-sehen zu geben. .Klar ist nur da» eine: daß ich sie liebe!" rief Anatole. .Aber sie, Iüllv, ist kühl, kalt und reizend, und wenn ich daraus dringe, mein Verhältnis zu ihr festzustellen, oder e» gar der Welt mitzn-teilen, fo lächelt sie mitl» fo sinnbethörend an. dak ich gar nicht höre, was ste auf meine Worte zu entgegnen hat. fonder.i nur nach ihrem Gesicht, ihren schönen, dunklen Augen blicke, nnd wenn fie lächelt —" Wieder raste er durch» Zimmer, dann blieb cr stehen und schlug fich tief ausatmend vor die Stirn .Klirz und gut, ich bin ein Rarr" .Z»m —" .Wie meinst Du?" .Wie lange kennst Du Deine Cousine?" fragte Rudolf. .So lauge al» ich eigentlich denken kann. Im Oanfe unseres Lnkel», de» Obersten von Lleric in Berlin, wurde» Iülly nnd ich. die Kinder seiner beiden frühverstorbenen Brüder, erzogen. Wir spielten zusammen, zankten un«, vertrugen un» wieder, und schon als fie acht Jahre alt war. hat sie versprochen, mich zu heiraten." .Nil» sage mir da« eint: Warum hat sie e» nicht gethan?' Anatole von Eleric wurde ernste »Jüllt, war eine Schönheit. Sie wurde umworben, al» sie kaum erwachsen war, und ich? Mein Gott, ich war kaum zwei Jahre älter als »e. wie durfte ich da an die Gründung eine« Hausstand« denken? Gerade zu der Zeit, al« ich al« Kornett beim Regiment eintreten will, erscheint ein Bicomte de la Recamier, erzählt eine lange Geschichte von Jüllh« Mutter und giebt sich schließlich al« Verwandter. Ontel oder Großonkel, wa« weiß ich? zu erkennen.' .Und verliebt sich in sie." warf Rudolf ein. .Richtig, verliebt sich in da« junge, sechzehnjährige Ding trotz »einer sechzig Jahre und der Perücke, die er trug. Nach kaum einem Halden Jahre sind sie Mann und Frau, und sie folgt ihm auf seine Güter nach Frankreich. Der Bicomte war reich, sehr reich, nur au« diesem Grunde hat wohl auch Onkel Eleric seine Genehmigung zu der Berbindnng de« »»gleichen Paare« argeben.' Rudolf zuckte die Ach-seit«. .Und wie war die Ehe?' .Ich weiß e« nicht; der Graf starb nach kaum zwei Jahren.' .Ta« nenne ich einen sehr rücksichtsvollen Ehe-mann.' spöttelte Rudolf. Er war vernünftig genug. einzusehen, daß er der junge» Frau nicht genü-ge» konnte, »nd gab ihr daher freiwillig die Frei-heit zurück.' .Rudolf.'brausteAna-tole aus. .kein Wort über sie und über die unüber» legte That eine» Kinde«. Ich will nicht dulden, daß man ihr darau» einen Borwurf macht.' Eine sinftere Falte grub sich in feine Stirn; er schwieg eine Seile, und erst nach geraumer Zeit sprach er weiter: .Bald nach dem Tode de» Gatten kehrte Iülly nach Berlin zurück, wo sie ein große« Saus macht. E« hieß, der Bicomte habe sie zur unumschränkten Erbin seiner Güter ein-gesetzt, allein man behaup-tet jetzt, daß dies ,un-umschränkt' durch eine Klausel bedingt wird. Ich weiß e« nicht, ich weiß nur. daß. al« ich Iüllv wiedersah, die alte Liebe von neuem in mir er-wachte, und wie einst al« «nabe liege ich in ihrem Bann. Doch sie?' Er seufzte tief. .Freilich, als ich vor zwei Iahren von ihr Abschied nahm, damal«, al« wir unter unsere« jungen Königs Führung zu dem glorreichen Kriege nach Schlesien ansrückten, da war sie so gut »nd so herzlich, daß ich meinte — doch lasse» wir da«,' »nterbrach er sich plötzlich. .Und warum mußt Du bei dem SauSballe in Berlin sein?' fragte Rudolf nach einer Pause .Es ist ihr Geburtstag.' sagte Anatole. .und sie hat es mir deutlich zu verstehen gegeben, ihr die Gratulation versönlich zu überbringen. Bedenke, noch nie hat sie von einem Kavalier eine Absage erhalten.' .Dann erfährt sie von Dir die erste, das wird der schönen Bi-romtesse imponieren.' .Imponieren?' Anatole lachte. .Mein Gott, Du kennst sie nicht. Du kennst die Frauen überhaupt nicht, bester Freund.' In Rudolfs blasses Gesicht stieg eine verlegene Röte. .So meinst Du? Nun freilich, ich kenne eigentlich nur eine Frau, Magda von Bvla. Und sie, da« weiß ich, würde e« weder verstehen, noch gutheißen —■ .60« aus! Mit der nüchternen und pedantischen Magda kannst D» die reizende Jüllh nicht vergleichen.' «HU» M»r,e»! Nach d«« «»mild« von g. «»h.l. ,«i> dkblcht) Rudolf sprang auf. .Nüchtern und pedantisch ist Magda ui. so etwa« sollst Du nicht sagen.' .Warum nicht?' .Weil e« mir nicht paßt.' rief Rudolf ärgerlich. Anatole« Augen blitzten luftig auf. al« er die Erregt,na tu Freundes bemerkte. »Seh, alter Duckmäuser, herau« mit der Sprache.' rief er .Gestehe mir. daß Du die blonde Magda liebst, die iiberh.i» eine Frau sür Dich abgeben würde, als fei sie eigen« für Dich „ schaffen.' .Dumme« Zeug.' wehtte Rudolf den» Wortschwall de« Freu de« ab, .dummes Zeu,. Wir sprechen überhaupt nicht von m sondern von Dir.' Anatole trat an« Fenster. Bon seinem Zimmer au« überblick er den Markt und da« Rathau«, das vor einigen Jahren gänUi i umgibaut, zum großen Kummer der Treuenbrietzener Bürgerfcho -kein« Türme erhalten hott«. Die alte Turmuhr hatte daher a - dem Rikolaikirchtun gastliche Unterkunft « sucht und gefunden Der junge Mann tro, melte ungeduldig ei» Marsch an die Schcibr mit einem Ruck fuhr r herum: .Wenn der , fangene Bogel seine F> gel an den Stangen de Käfig« wund gerieben h.i ergiebt er sich in sri i Schicksalspöttelte i .Major von Byla. d<7 Bater Deiner viel»,:! schwärmten Magda —" .Anatole!' rief Bir? holz. .Major von Bhla ha: mir den Urlaub verwe gert und mir. nachdein ich mich müde getob: bleibt nicht« anderes üb rig. al« mich in da« lln abäiiderliche zu fügen.' Er warf fich in einen Sessel und versank in Schweigen. Ta pochte e • an die Thür, und Angm, der Bursche, trat «in Trotz der Uniform wa: er der märkische Bauern junge, wie er im Buche steht; auf dem roten, gut mütigen Gesicht lag da^> breite Lächeln der Ber> legen heit. .Kerl. Du bist ein Esel.-herrfchte ihn Anatole an .Befehl, Herr Lent nant.' .Habe ich Dich gern fen? Zehnmal habe ich Dir gesagt. Du sollst Dich rufe. Aber da ist ja jemand ander« ge stotterte der Bnrsche, .haltt nur dann konimen, wenn ich .Befehl, Herr Leutnant. kommen.' .Wer?' .Ein Reitknecht au« Berlin, den eine Dame geschickt hat, eine — Bicomtesse de la Re Reaumur.' .Weiter!' donnerte Anatole. .Der Reitknecht der Bicomtesse, einen Brief zu übergeben, aber da ich doch nur kommen soll, wen» ich gerufen werde, so habe ich gewartet —' .Esel." .Befehl, Herr Leutnant. Aber da ich eine Stunde lang nicht gerufen wurde, kam ich zuletzt doch.' Anatole sah den Burschen mit einem vernichtenden Blicke an. sprechen konnte er nicht; er war zu wütend. .Wo ist der Brief?' fragte er endlich. August übergab ein rosafarbene« Papier. Anatole aber fetzte sich an« Fenster und la« und la« und vergaß völlig seine Um gebung. Denn au« den kritzlichen Schristzügen tauchte plötzlich eine weiße Hand auf und zwei süße, dunkle Augen, die ihn schel misch lächelnd anblickten. Da» Billet lautete: ^Lieber Anatole! vlrij erwarte Dich bei mir. Du wirst zu dem Ball komme», >: wahr? Ich habe eine grobe Ueberraschnng ffir Dich. Ma» mir gesagt. daß man Dir den Urlaub verweigern würde. Da» im mich Ein Liebender weiß stet» an, besten, den Befehl seiner »e zu respektieren. Nicht wahr. Anatole. Du kommst trotz in. Ich bitte Dich, klimmen. Äörst Du? lebe die Liebe! ^üllydelaRecamier. ?. S. Ich werde in nächsten Zeit nach rnkreich übersiedeln, r Notar hat eine total 'die Conception von u Testament meine» mahl«. Doch der Die-der Dir die» Billet rgeben soll, wartet Borzimmer.' Rudolf von Birkholz ließ unbemerkt Ana-e» Zimmer und schritt i tr die stille, dämmrige {• unstraHf feiner nahen ruimuna zu. Der No-i »bersturm brauste und r. eb die letzten braunen . .litter von den Linden» iimen. mit denen die r rraße bepflanzt war, i. ib der Bach, der an Mi Häusern hüben und vcilben entlang lief und c>.r zu Mägdediensten be-nutzt wurde, al» da find: < eichirrfpiilen, Wäschereinige» u. s. w., welche Arbeiten jeder Bürger ri>r seiner LauSthür vornehm?» konnte, war heute vom Rege» such angeschwollen und trübe Da» unfreundliche Wetter hatte die Leute früh in die Stube gelockt, um so viehr erstaunte Rudolf, vl« er plötzlich an eine vermummte weibliche Gestalt anlief, die 011» dem Rebengähchen in die Hauptstraße einbog. .Fränlein Magda. sind Sie e» wirtlich?' rief er, nachdem er ;ie junge Dame erkannt hatte. „Wo kommen Sie her?' 1« Mut Rhei«hafen bei garl»rulje, Sie» .Immer stnd Sie die bannherzige Schwester.' Er sagte e» in zärtlich bewunderndem Tone, indem er ohne weitere» «ehrt machte, nm da» junge Mädchen zu begleiten. .Meine Pflicht, lieber Freund. Die kranke Fran war unsere Dienerin, die meine sriihverstorbene Mutter treulich während ihre» langen Krankenlager» gepflegt hat. Mein Bater — nun Sie ken- nen ihn, er ist der beste, aber anch der »nprak-tischste Mann der Welt — verstand e», weder feine grau zu pflegen, noch ihr irgendwelche Erleichterungen z» ver-schaffen, und ich war ein Sind von zehn Iahren, al» da» Siechtum der Aermsten begann. Wirk-lich, ich weiß nicht, wa» au« un» allen hätte wer-den sollen. ohneda»op»er-willige berz und die fleißigen Oände des ar-men Dienstmädchen».' .So starb Ihre Mut-ter schon, al» Sie noch ein Kind waren?" .Ja, wußten Sie da» nicht? Mein Bater befand fich zn jener Zeit gerade al« Werbeomzier am Rhein.' Sie strich mit verband über die Stirn, wie nm die trüben Gedanken zu verscheuche», dann aber wandte fie stch an den jungen Offizier. .Warum haben Sir fich so lange nicht bei un» blicken lasse»?' fragte fie. .Ich habe so viel Ihrer kranken Schwester gedacht. Wie geht e» ihr?' ,O, so sehr viel bester,' entgegnete er ausleuchtenden Ange», und denke» Sie, meine Eltern haben in die Verbindung gewilligt!' .Trotz de» Kaufmann»!' Er lächelte .Ja. trotz de» Kaufmann». Al« e» mit meiner Schwester am schlimmsten stand, erschien auch der junge Mann, Der neue Rheintzase» bei Karls .Bon einem Krankenbesuche. Glaubten Sie von einem Spazier-lange?' sagte fie, und obgleich e« dunkel war und er nicht» er-kennen konnte, war e» ihm doch, al» sähe er. wie bei diese» Worten iber da» ruhige, weiße Geficht ein Lächeln huschte, ein Lächeln, ?a» er so gut kannte, und da» ihm au* iu unbeschreiblich an-iehend dünkte. »he: Die Wersthalle. !«it Text > um die Geliebre »och einmal z» sehe», und im Angesicht de» Tode» mochten wohl den Eltern alle in» Treisen genihrten Standesbedeiiten nicht stichhaltig erscheinen, kurz, fie gaben ihre Einwilligung, fall« da» Mädchen wieder genesen würde. Ich bin so froh,' schloß er feinen Bericht. Sie hörte ihm teilnehmend zu. Sie wußte, daß sein Bater in Trru »ach tra Kelr». 5 «1.1 churmeifler (\am Viairr): „In« '«ortrat IN mir soweit «an, 4hn- lltlj. Ii.1t ii'IIKii Sie Die nulc ^eust.'aiche «ach aufbanichcii. Tu injfl« Ich nflmllch tueii« " .1 ti." riiirr flfiiicn vvmmcrschrii Stadt in waruiso» stand »nd daß sich dort zwischen der älteste» Tochiec und einem junge» Kaufmann« ei» Nvma» abgesviel, I,n,ie. der »»» zum glückliche» Schluß gekom-uie» war. trotzdem es geschienen, als sollte das Ende tragisch werden. si>I,» > ^uten Korgen? ^!auin grüftt ber L»rche Heller Schlag Ein Erfjo werft b« Sins alsbald: 3 Ifit «tfw *ritnrf)lfn FrühlingOag, D»« Hahne» »räh » »ewibernd schallt. So ist auch schon klein Lie«che» m>i»Ier: Ta» srohe Bell'» de« Hunde». Und bald de» Zensier» Rahmen füllt Ihr iugrnfcfrlfchr», ros'ge» Bild. Der Braune wiehernd spitzt da» Lhe, Und Knecht und Mägde lchau n empli Unb lustig schollt'» zum Hof hinunter: Und grüße» hellen Wunde«: Guten Morgen! (Muten Morgen! (Buten Morgen' Gute» Morgen' S« beut der Wind mit lindem stuft, klein Lieschen seinen Morgengrusj, Die BlÜmlei» nicken ihr entgegen. Die Sonne grüßt mit lichtem Schein, Tic Bägel jubeln hell darei», E» singt und klinget allerwegen: Anten Morgen! Guten Morgen! cskar Wild». Der Karlsruher Rhrwhaf«». Die jüngst» gtäßm Schbpsung bet unter thatkräftiger Leitung in stetem «usschwung begriffenen badischen Resibenzstabt ist der Rhrinhafen. Die Oteschicht» skiner Erbauung reicht beinahe anderthalb-hundert Jahr» zurück, aber erst der Initiativ» der jetzigen iliemeindeverwal-l»»g ist e» gelungen, da» J»t»r»ss» weiterer »reise an d»r FSrdrrung der Schiffahrt auf dem Lbrrrhri» und in«b»sond»rk für di» Erbauung de» Karl», ruhcr Haien» wieder zu erwecken und die di»I»n Schwierigkeiten zu überwin-den. welche sich der Autführung diese» großen Unl»rnehmen» entgegenstellt»». Tie Schiffahrt aus dem Oberrhein dient nicht nur den speziellen Interessen der zunächst in Betracht kommenden badischen Städte Karlsruhe und Kehl, sondern auch einem Lande«inter»sse, weil dadnich weit» «ebiet» de» Bort»ilc Iiillig»r»r Frachten sür Massengüter teilhastig w»rd»n und di»» zweisello» einen Aufschwung von Handel und Industrie zur Folg» haben wird. — Der Karl«, ruher Hasen liegt in der Rheinniederung westlich de» Stadtteil» Mühlburg; »r erstreckt sich bi» zum Ruft» de» Hochgeflade» und steht durch einen l»0li Meter langen «anal in B»rbindu»t, mit dem Rhein. Di» d»rz»itig» Anlage b»s|»ht au» zwei Hanvtbecken, dem Nitt»lb»ck»n. dem SSdbecken und einem kleineren Becken sür den Vetroleumverkehr. Die Bereinigungsstelle der drei Becken vor dem Uebergang in den »anal dient ai» Zchiffswendeplatz Süd-lich der Mündung in den Rhein befindet sich vor der Einfahrt in den Stinal ein Borhasen. Für die künftig» Vergrößerung ist ein weitere», zum Südbecken shmmctrisch ausgebildete» Hafenbecken auf b»r Rordseit» d»» Mitl»lbecken» in Auslicht genommen. Die Nesamtanlag» de» Haken» samt dem »anal zu», Rhein, den Tiiminen und Verbindungswegen »mfaftt ein» fläche von l?S H»k-tar. Tie slir den Hafenverkehr »nybare llferlilng» beträgt 4SVV lausende Meter, wovon 500 laufend» Meter al« Quaimaner ausgebaut sind. Für Lager-Plätze unb ind»stri»ll» Anlagkn stehe» etwa .17 Hektar zur Bersügung. Die i»csamtwasleifläche der drei Hafenbecken samt dem Schisfswenbeplatz mißt bei mittlerem Wasserstande ungefähr 19 Hektar Durch die Ausführung de« nird> lichen Hafenbecken« kann die Uferlänge späterhin um ungefähr 1400 lausende Meter, die Rutzfläche um etwa 10 Hektar und d!» Wasserfläche um 7 Hektar v»igr>jfterl werden. Da« Hufenpl.iuut» liegt »«,»0 M,ler »der bet Hnfenl*. Zum Schule der umliegenden Riederung gegen da» Hochwasskr 6r« 9tt)«ni: dir gesamte Hascii.inlage einschließlich de» »anal« von Dämme» unischi. d»r»n Krön» U.ftil Meter über dem Hochwasser von IBM. somit '.».»il, A.', über der Hafrnsohl» liegt. Die Erdmass»nbewegung zur Ausfüllung des i'.> plannin» und zur Helstelluug der Dämme deläust sich auf insgeiamt '.',l«l> »udikmeter. Den Latidverkehr nach und von dem Haken vermittelt »in, sakrlsslraße vom Stadtttil Mühlburg her und »in B»rbinbnitge i^-n »iiterftation »,»i»etih«-Westbaliuhof. <« t-;t«i Leine Zacke. Untersuchung»richt»t: »Ich frage Sie nun. h Sie den Di»bstahl verübt obre nicht?" — Angeklagter: „®or nit Hai zu frag n — rau»kri»gea rnüfl»»'»." (sine einträgliche Seaukhtil. Mol« gthdrte zu End» b» achtzelu • und Ansaug de» neunzehnten Jahrhundert« zu de» beliebtesten Schauspie , in Bari». Einst war er krank, und zwar gefährlich. Da kamen denn tä„. | di» f»inft»n Equipage« vorgefahr»«, der«» Insassen sich angelegentlich nach | Befinden de» allbeliebtkn Manne» erkundigt»». Endlich konnt» den ftmr m der Bescheid gegeb«» werben, daß H»rr Mol« sich aus dem Weg« d»r Bef^eri.rq befinde, und daß ihm di» Aerzte zur Stärknng fei»»« genesenden Kbrper« », laubt hätten, täglich ,»i»ige Tropfen' Burgunder z» nehmen. Im Lause , nächsten zw»i lag» wurdrn Mol« vierhundert Flasche» besten Burgund«?» t.-» feinen verlier» gesandt. vetwickelie !Kichtfth»»r. Feldweb«!: .Roch auf »In« will ich t:t Herren Einjährigen ausmertsam machen. D»r Herr Hauptmann pft»gl „'r„ ab und j» »inen Witz lo»julalse». Lache» Sie laut, so werden Sie beslt.i : lächeln Sie verstohlen. so meint »t. da» wäre Hohn; lach»» Sie gor n: ' so hält er Si» für dumm! Also richte» Sie sich darnach!" C.ntilNNUTZ I U Ei» billiger Dünger für Zwergobst bäume I» d»r i» viele» Hau»li..l. tung»» vorkommend»» reinen Holzasche hab»» wir einen guten und billige« Dünger zur Aruchterz«ugu»g Richt aber Torf- oder Kohlenasch», w»Ich» gege». über Holzasch» fast w»rtlo« ist. Di» Asche ka»» entweder z» alle» Iahic?. z»it»n auf di» Erd» gestreut »ab uuterhackt werde», ober sie wird im W" aulgelbst, 10 bi» 12 Tag« stehe» g»lass»a »nd dann al» flüssige Düngung dr Baume verabreicht, w»lch» Anw»ndung»weise auch wirtsamer ist. I» »ach d,i curdfte de» Baume» sind zwei di» iech» Liter Asch» pro Baum z» geben, »il. che» einigemal im Jahre wiederholt werde» kann. B»ha»»l»«i kleiner Brandwunden. Hat ma» sich gebranni. so »imr man Holzkohle, zerstftgt dieselbe fein und schüttet da» Pulver auf ei» Stückch? Leinwand. Diese» legt man aus di» Wund» und bindet e» fest. Al»bald hl»: nicht n»r der Schmerz auf, sonder» di» Kohl»absorbiert und desinfiziertauch ut: Ezsnbate, wie Wasser, Eiter so daß die Heilung rasch vor sich gehe» taun Diesen Umschlag läßt ma» s» lanae liegen, bi» die Kohlentrust» vo» selbst absölii. Aiillrälsel. Die leeren gelber der »«ritehend»» ir find durch einsprechende «uchsladen in der «S>-ifallen. Rofi die horizontale und venil >a» Gleich«, die einzelnen wageer « «eiden die nachsitdenden Ivezeichnungr» den: I) Ein «uchstade. i) «in» dienn! - lülltareit. I) Itne altevmisch« Mltin. 4| I}; Qkisufet. S) Sine 9rundb(»inauna de« aed tichen Zulammenleden« der Menschen. «> U>, hetttg« «lad« der Hindu. 7> lkine gteichze> auftretende (fninritfelunfi u«n »vaeme »nd t.'l' »> (liii Bereeye«mittet. #) Hin «uchstad, Heinrich «ogl. L»«»,ri»h. il« Iltiit mit • am Wetlenitra-d. Wit • i ringt'« «otlchoii durch !>»« Lau» Uhaeade. Tie erste Silbe kündet Iie eine «Sft'ee »l«it, Sie .'|»>citr rnstlo« ichwi»?>ct Jn« fXnx der itwigkcii. Wo« Iwide letzten nennen, jit un«cl'»nden nur, Da» i t » r I t • * .1 li I « l I « Rätsel. «er l»i dem Ersten sitze! Xcr ma« Bergaggt Wohl sei Xa« harte «Inder stütze! S» manche« milde IBrtn. Berrinltii' zum Wanzen tu »i>u »n« Slldenpaar, Tann zählt'« zum Aeich d Manzen Uu3 deut da« »eile dar. Stusldsiin» fol^t in nächster Nummer. Auslösniig be» TilteneitselS ans voriger ?iiim»tee: Unrund. Otier. V»lio Xrntruni. Klr«, Fad». Tleri». h. Rul. IIIK :i.«a,i« t>«r»e>>Miie» «erant'.zortllche «edaktion d«n Ernst Pjelllee. gedrueN nnd hera"'^-ged«n -^» >»r'iuer » Pfeiffer In »tuttgarl.