Areitag den 1. Wovemver 1878. lVII. JahrMg Vit ^Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Areitag. Preise — für Marburg ganzjährig ö fi., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 sl. bv kr; für Zustellung tuß Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. InsertionSgebiihr 3 kr. vr. Zeile. Nachtragskredit u«d Vtrsassong. Marburg, 31. Oktober. Die Nachlragskredite haben das Ziecht der StelierbewiUiguttg zu dloßeln Schein verflüchtigt und die Hoffnung des Volkes mitvereitelt, welches bei Annahme dcr Verfassung noch gewähn, mit Hilfe derselben die Lasten zu vermindern, das Leben zu erleichtern. Nachtragskredite stellen sich auch im vollkommensten Rechtsstaat als dringlicher Natllr heraus, wenn nach Verathung des Voranschlages in Folge unvorhergesehener Ereignisse die Mehrausgabe uiwerlneidlich geworden ; allein die Verfassung mnß bestimmen und die Regierung verpflichten, noch vor der Ausgabe die Genehmigung zu erwirken. Dies ist der Nachtragskredit im Verfassungsstaate, wie er sein soll — der fragliche Kredit i»n Verfassungsstaate Oesterreich unterscheidet sich aber wesentlich: die Regierung gibt nichtbewilligte Gelder aus und erslicht nachträglich den Reichsroth um die Genehmigung, die von letzterem nicht veisagt wird und bei der Rathlosigkeit und Thatenscheue desselden gar nicht verjagt werdeit kaiut. Das uubedingte Verbot der Verfassung, Staatsgklder vor der Bewilligung anszugeben, hätte jedoch bei einer Veitretung-, wie der Reichsrath bisher gewesen, nur einen sormellen Werth: denn die Genehmigung wild nie vcr-weigert und zwar nicht imtner aus Nilcksicht auf die Vegrtindut'g dcS Kredites, sondern t)äusig aus unterthänigster Ehrsurcht v^^r der Regierung. Weiln ab^r die Stener gezahlt wcri'ett muh, dann ist cs für d,e Pflichtigen höä^st g!eichgil:ig, ob die Genehmigung des Reichsrathes vor vd..r nach der Ausgal)e ertheilt worden. Die Wähler müfsen Vertreter küren, die zur Bewilligung liur dann stch entschließen, wenn die zwingende Äiothwendigkeit diese Staats- leistung gebietet. Die sicherste Gewähr gegen ungerechtfertigte Bewilligungen ljberhaupt tuid gegen Nachtragökredite insbefonders verbliesten wir uns nur, wenn die Verfassung abgeändert und das Volksrecht anerkannt wird, daß ein Beschluß der Vertretung ohne die ausdriickliche Zustimtnnng der Wähler ungiltig ist. Entschieden freisinnige und volkstreue Abgeordnete, ^ welche tttcht blos gewissenhafte Kreditbewilliger, sondern auch Kreditverweigerer sind, ersparen als letztere den Wählern die Ml'il)e der Stimm-gebnng. Franz Wiesthaler. Die Anklagt grgtll das ungarische Minijlcrivw. Am Mittwoch ist im ungarischen Abgeord-netenhause die Anklageschrist der äußersten Linken gegen das Ministerium eingebracht wor-deil und lautet dieselbe folgendermaszen: Die Regierung hat in der orientalischen Frage iin Eiliv^rnehnien mit der gemeinsamen Regierung mit al)sichtlicher Veiletzung der Ver-sassullg sich solche Handlungen und Unterlas-sungcll zu Schulden konnnen lass.'n, welche die Interessen llngsrns nnd Oesterreichs tief verletzen nitd diesel'.'ön filr die Zuknnfl gesäl^rden. Die Regierung hat im Eiuvernehnlen nnt der gemeinsanien Regierung lltigarn und Oesterreich zu schweren Geld- nnd Vlut Opfern ge, zwungen und dies durch Täuschung der parlamentarischen Faktoten biwilkt. Zuln Zlvecke der Okkupation Vlisniens llnd der Herzegowiita hat die ^tegierung solche Handlungen begangen nnd solche Verordnungen erlassen, ivelche die Garantien der Verfassuug und die Bestimmungen der bestehenden Gesetze zum Schutze der persönlichen Freiheit der Bilrger und das Heiligthnm des Eigenthums verletzen. Die Regierung hat ihre aus dem Pariser Vertrag fließenden Rechte nicht ausgeübt und im Einversländnisie mit Rußland zu ftlr unsere Monarchie gefährlichen Staatenbildnngen im Oriente beigetragen. Alles di^ that sie mit Verheimlichung, ja Verleugnllng der Reichsstadter llebereinknnft uiid des Drei-Kaiser-Bünd» nisseS unter falscher Darstellung der geschehenen und beabsichtigten Tbaten, daher hat sie sich gegen den Z 8 des Gesetz Artikels X.Il vom Jahre 1867 vergangen. Das Berliner Mandat wird ohne Zustim-mung der Vertretungen ausgeübt. Die Regie« rung hat uicht, wie der Berliner Vertrag es bestimmt, vorher eine KonvelUion mit der Psorte abgeschlossen, hat den Reichstag noch vor Ablauf den gesetzlichen Dauer aufgelöst, hat sich sechzig Millionen unter falschem Vorwaitde Votiren lassen und den Feldzng mit unzulänglichen Krästen und unter Aussspielseßen des Heeres begonnen. Die Anklage stützt sich auch auf den Gesetz-Artikel II vom Jahre 1608, wonach das Land ohne seine Zustinunling in kriegerische Abenteuer verwickelt wurde, und aus Gesetz-Artikel lil vont J^ihre 1848, wonach ohne Gegenzeich-nnng eines Ministers am Hoflager das ungarische Heer außerhalb der Grenzen des Landes nicht verwendet nnd eine Proklamation an die Nution nicht erlassen werden darf. Die Reservisten wurden, entgegen den Be-stimmullgen des Gesetzes vom Jahre 1L68, oizne Vcsehl des Kölligs zunr aktiven Kriegsdiensie beordert und gegen die Bestimmungen zalüreicher Gesetze die Vorspanne gewaltsam aus seindliches Gebiet geführt. Aus allen diesen Gründen ist das Ge-sannnt-Ministerium sa>nnlt den inzwischen zurück» getretenen Ministern Perczel und Szill in den Anklagezustaild zu versetzen. Keuilleton. Z« spät. Von Sophie Verena. (Fortsehvng.) So ging der Strom ihres Denkens. Da war es ihr, als höre sie langsam einen Wagen die Dorfstraße entlang kotninen; jeßt wurde es wieder still, dairn vernohin jie schrvere, schleppende Schritte aus dein .^''auss'lur. Eine Fluth verworrener Gedankeu, einer wie ein leuchtender Sonnenstral)l au^; dein Chaos her-auftaucheird. stürzte sich über sie. Sie sprang etnpor, beide Hälwe ans ihr Herz pressend, es zu halten ilt seinenr gewaltigen Schlagen; dann riß sie die Thür ans. Draußen, auf eine Krücke gelehnt, stand Chnstian Lorenz. Sprachlos, athemloS fast reichte ihm Gertrud dre Hand und fül)rte thn sanft in die Stube zu einem Stuhl; während sie aus eiuen zweiten niedersank, hafteten rhre Augen unverwandt auf einem breiten Streifen schwarzen Flores, der um den Arin d.s Soldaten geschlungen war. Sie wußte ja, um wen er trauerte! Christian sprach rricht, und in diesem Schweigen lag die Bestätigung ihrer Ah^lung. „Er starb am dritten Juli", sagte Ger-trlld tonlos. Ueberrascht schaute der Gefragte auf; dalln nickte er, während ihnl die hellen Thränen aus den Angen stürzten. „Erzählt, Christian! Ich kann es hören; ich betraure ihm schon seit dem Tage." „Er fiel bei der Erstürmung der Anhöhen von Chlum, nachdenr er wie ein Löwe gekämpft, immer der Ersten einer, immer vorwärts mit tvllki'il)nen Muth; es war, als suche er förmlich den Tod, der wiedernm ihn nicht liaben zu wollen schie»r. Viele sanken an seiner Eeite nieder; er stand, die Fahne in der Hand haltend, die er einenr der Fallenden entrissen. Plötzlich sah ich auch ihn taumeln und sinken. Für den Äugenblick vergaß ich meine Pflicht; ich hielt an in dem Vorwärtsstürmen, ich zog ihn aus denr Knäuel der Todten und Verwundeten heraus, zu sehen, ob noch Hülse möglich sei; ich schleppte ihn seitlvärts, ihn gegeir einen Zann lehnend. Aber kein Fltnke Leben war mehr zu spüren, der Schuß muszte mitten dnrch's Herz gegangen, der Tod gleich ersolgt sein." Christian schwieg, wie erschöpft von der Rede und der tiesen Gemlithsbewegnng. „Habt Ihr keinen Brief, keine Bestellung, keinen Gruß für »nich?" fragte Gertrud mit zitternder Stimme. „Einen Brief nicht. Der Befehl zum Aufbruch nnd Angriff kam so plötzlich in der Nacht, daß Keinem Zeit zum Schreiben blieb. Gegen Morgen, als die erste Dämmerung anbrach, sagte Ewald zu tnir: „Christian, wenn ich sallen sollte in der bevorstehenden, heißen Schlacht — mir ahnt, es werde so sein, und es wär' das Beste, dannt ich endlich zur Ruhe känre — wenn ich sterben sollte, und Du kommst zurück zur Heiumth, danu geh' zuerst zu meiner Gertrlid, ihr nreinen letzteir Grub und Segenüsprnch zu bringen. Lag' ihr, ich hätte nie in meinein Leben eine Andere geliebt, als sie allei!»; auch nicht mit einem Gebauken war' ich ihr untreu gewesen. Wie ich die Liebe im Herzen einpfangen, so reiir und schön, so nähine ich l'ie mit mir in Tod und Grab." Das waren seine eigenen Worte, ' ich habe sie mir ost wiederholt, als ich später die langen Wochen irn Lazareth auf dem Siech-bette lag nnd Zeit hatte, Alles zu überdenken. Ehe ich ihn in's Grab senkte, habe ich seine Uhr an mich genomrnen. sie seinem alten Vater zu bringen; dabei fand ich, allf seinen; Herzen ruhend, dies kleine iv?edaillon und dies Papier ich denke, dab wird Euch gehleren." Zur ^jeschichtc des Tiige!;. Freiherr von Prelis hat die Vollmacht zur 9! e li b i l d u d e s iv! i n i steriu Nl ü in die Hände des Kaisers zurückgelegt. Die Akasse der Bevölkerung steht der ganzen Krise theilnahmslos gegenülier und nur die Auflösung oes Ad^^cordnetenhauses und die Ausschreiliung neuer Wahlen könnten anregend wirken — trotz oder vielnlehr wegen der siebzehnjährigen Täuschung auch der t^escheidensten Erwartungen. Das AbqcordttetenliauS hat zwar einen Achlzeljnelauüschub gewählt zur Be-ratt)ung des Adießentwurfes, hat aber in an-geftamnNcr Halbheit dem Antrag aus Lerta-gttnc; der DelegalionSwahl nicht beigestimmt. Die Veratliung der Adresse in: Hause soll uiorgen bcginneu. Da nun aber die Delega-tionswahl gestern vorgenoulmen worden, so steht dcm Plane des Grasen Andrassy, die drohende Verhandlung^ ül'er seine Orientpolilik vor der.^lrcditbclvilligung der Delegationen zu verhlnLeltt. nicßts mehr iin Wege und kann das Abgeoldl,etenhauö auf unbestinunte Zeit vertagt werden. Die kriegerische Haltung Rußlands und der Bulgarenaus stand scheinen die Pforte ernlichter! zu labtN und soll sie geneigt sein, nüt Oestt^rrcich-Ungari' die lang verschmähte Uebereinkunst adzuschliesjen. Unser gemeinsame Minister des Aeußern wird ans dieser Wand-lung der Tl'irkei nicht wenig Kapital schlagen für seine Orientpolitik. Der Bulgarenausstand nimmt in rascher Ausdehnung zu und die allgemeine Be-woffttnng der Mahoniedaner, von der Pforte als Gegennuißregel augeordnet, macht Fl^rt-schrilte. Der Neligion^kiieg — von allen Ült'as-seninorden der grausaniste — entbrennt nun wieder, um das schiii'.e Land noch mehr zu entvölkern Ulld zu verwüsten. Uriiliischie Zuiitsrichle». (B u l g a r e n a u s st a n d. Eine wirksame Rede.) Vor dcnl jetzigen Ausstand der Vulgaren wurde iil eiiieni Dorse bei Velessa eine Ver^ santu'.luug voll l)undel!undAwullzig Gelneinde-vorsiel^eri» adgehallen. Unter j-'ncn Nedell, durch welche die Versammlung zum Losschlagen bcgnsje'.t wnrde, war die eines ongesehenen Vulgaren die wlrksaniste; er sagte n. Ä.: „Ihr wlsiet, L^rüder, dav uns die Tülkeil weder die Sichel heil des Leben?, noch ein lnenschenwür-diges D^'.sein bieten lunuen. Der Sultan inöchte das ^lieich durch Gelechtigkeit erhallen, aber seine Orl^alls sell'st sind seine bestäildigen Wider'achcr. ü'lZir t)aben von deil besten in Staml'ul dckrenrten Nesolmen nichts zu hoffen. Andererscils kc^nn uns Nieinand von auben Geitrl^d vfsneke cS nicht; ihr ahnte, was es sei, lli'.d sie wollte allein sein, wenn sie sein Liebstes an stch nahm. Siill salben die Beiden eulander gegenüber, und ver Schmerz zog »nit lieitzem Wehen üder sie dahin. Endlich sagte tÄertrud ^ Daiil, Christian, sür Alles, was Ihr an meinem i^wald g^lticin l Kl-in Vruder sonnte besser an ihm bandeln. Desh.ilb sollt Ihr auch scrla-l lre'N ^-l^ruder sein nitv eine treue Schwester in lnlr finden." l^^ertrud reichie ihn: die Hand mit festein, tialinen Diuck, uk'.d es ll'ar lvie ein Vund, der zwischen Beiden geschlossen wnrde. Daiul brachle sie Speist? und Trailk und al'erlei Er-quiclni^gen herbei uild schickte eiil Kind auf's Feld, den Vater zu holen. Nachdeiu er ge-tomlnen, ging Gcrtrltd zur armen Mutter Beate, lhr die Trauerkunde so schoneiid als möglich zu l^iuterbringen. Erst als dicS geschehen, als jede Liebespflicht gegen die Anderen von dcnl treuen, selbstloseil Mädchen erfüllt war, lilte sie auf ihr Zimmer, allein zu sanli. Statt der üblichtli Gral'belettchtuiig an» Allerlieilitleil-Abend spendeten für Ärme: Frau Franziska De ! ago . 5 fl. Fran Maria Dietrich . 5 fl. Woflir der innigste Dank ausgesprochen wlrd. Der Arm e,ivate r. von uiiverv'üstliel>er viluerliastiskeit uitti vor^ü^Iiolier smpkslüt 7UM kreise von tl. 14 Iiis k. 18 ^lalivltvi' in ^lai'biii'^. ^uttiäßs üdsrnimmt auc)!i Hsrr puckvi-, ttvfi-vngasLv, >v08e1!ist eme Vrakt-Matratze ssdeu ist. l'ai'iso»' lilAl'IiolszkÄpIiie«-^»!»» IV. Soriv: i AtUt Infichtkn aus der Schwei). Vom 1. kis 4. I^ovsmkvr. I'ü.ßlieli ßsöikriet von 10 Dkr Vorm. kis 8 I^dr ^i)6vZ3. TßV S^i'. (1201 8e1iüne so wie NüffeN »Verden in größeren und kleineren Partien zu kaufen gesucht Auskunft bei Herrn Fon tana, Kaufmann in Marburg. (1236 Lelir 8ii88er im kastksus ?um golllsnsn l.üwvn Kärntnervorst ad t. (1245 l^kiierkiMiibsiIllizesleller der Liter zu 32 kr. ist im ^«tel ^ieu im Ausschänke. (1S47 ^ok. ^ivLtkaloi'. RsNGeMsrk>8k.GeVSl?» Ilruminations-Uapierkaternen In SWS»«!' lautsf nou» LvilsnsÄiiäo üu l, 5, t0, tS, 15, SV, so, 5» I-r , «. t empüsdit (1152 Tappeii^erplich in Marburg. w«sser- Leinwand. «I» «b Samstag den 2> und Sonntag de» 3. Nov'Mber Iweigrosgo VofZtvüungvn die rrst« um 4 Uhr Nachmiilag Kindtlvorjikllllng -WD und zwar bei der kindeivolstrllung jedes Kind auf allen Platzen zu dem rmlißigtcn Prus von IRV kr. Die zweite um halb 8 Uhr AbcndS. Kassaervffnunfl Nachmitwy hnlb 4 Uhr, Abends 7 Uhr. Mit grossen Avwechstungen des ?»rogrammes in der ersten H^ferdcdressur, nebst znm ersten Male: Arr drrlfillr Elrphant Mustlipha, vorgeführt von den ClomliS. — Zum ersten Male: Der Riesensprung Über v Pferde, ausgeführt vom Herrn Direktor Eduard Fnmagalli. Inm Schtnss der Worstessung Komische Pantomime nnter dem Titel: Mvarom V0N kivapvl. Die Direktio" macht zn beiden Porstclinngen ihre ergebenste Einladung. ArhtnttgSvoll Lckuarä kilmsAalU, Direktor. tisr' r'lÄdZ?:«) I Sperrsih 60 kr. — erster Plt.k 50 kr. — zweiter Platz 30 kr. — dritter PlaP '^0 kr. — Stehplatz 15 kr. 124L Die Direk.ion gibt Montag den 4. Nov. ihre letzte und Abschieds Vorstellung. ___« ^___« ^ L ^^rilblstkimkn SA iu vlvgantoi' fayon uuci 8e1ir . M». Al088el' mit Zekönsf l.seIcli'UNg von veiLeljieäerteQ ADM k'mböll, 80^16 nueli sellr seliö- nen (Filigern V lI» billiZ 7.rr verliaufkii liei öll« 8eliiil!e. »/ XärQtQvrxasse, ^ 1Iai'tmaun'8e1i08 llaus. M ^uell >v6il1sv Leids 8eZeu KLUi^o Vei'^ijtunA SU8> ^WW gvlivkvn. (NI7 Ei« /rüllleiv, erst angekommen, welches ihre Prüfung über die französische Sprache gut abgelegt hat, wünscht Unterricht in derselben zu erthetten. Adresse in der Exped. d. Bl. (1229 Gin Mädchen oder Witwe mit etwas Vermögen kann sclbstständig ein nettes, sehr einträgliches Geschäft übernehmen. Slovenische Sprache nöthig. Anfrage bei Frau Glieder, Mühlgasse Nr. 7, hier. (1238 Zwei Wohnungen zu vermiethen, die eine in derK aiser straße, mit 3 Zimmern, Küche, Speise Zc., ebtnerdig und gassenseitig gelegen, sogleich, — die andere in der Schillerstrahe, bestehend aus 3 Zimmern, Küche «. im II. Stocke und gassenseitig gelegen, mit I. Februar 1879. (1S4S Anzufragen beim HauSeigenlhümer Cajctan Pagani in der Schillcrstraße. Hans u. Garten V-rkauf oder B-rpachtung, lvorauf nun Gast- und Krämergrwerbe betrieben wird, mit oder ^hne Einrichtung. Ist der gesunden reizenden Lage wegen besonders für Pensionisten, Private n. passend. (1241 Daselbst wird auch cia schönes Billard sainmt Zugkhör billig verkauft. Näheres bei Herrn Franz Eissel, Marburg. Eine schöne Wohnung mit 3 Zimmern, Küche. Stallung. Wagenrcmije und Holzleg-', ist mit 1. November im Hause Pagani. Schillernraße billiizst zu vermiethcn. Auskunft bei Herrn KastelliK, Bittring-Hofgasse. (1240 —- " »j» gpsts» llNlt Preisv,üfäig8tv8^ —____ Wohnungen. Eii'e dtk schönsten Wohnungen im Hause Nr. 7 in der Miihlgasse, btstchend aus 3—4 Zimmern sammt Zirgehör und Gartenantheil. dann tin^ Mit 2 oder 3 Zimmern und Zugehör billig zu vermilthen. (1237 vis ksAMmäntsI. (k!»cl>e»), L«lkii>Il>x«»> lellMe Heule -sreitag bell 1. November 1876 TM lZoiHLV VSASSl.» ^MW im Gasthaus Kitljackl. ....... lier tr> k. pr. I''»bnk —---- — W von liil. Ll8:Ngvf äi. 8öiinv M m ^Visn, ^ollsr^assv 2, Geschüstseröffainig und Anempfeytung. Dem I'. Publikum mache ich ijiemit ergebenst bekannt, daß ich, nachdem ich über tthn Jahre Zuschneider bei Herrn A. Scheikl in Marburg gen?esen. Mich hier etabNrt und daS Geschäft (Herrengasse, Supan'sche» HauS) er. öffnet Halle. Ich empfehle mich zur Velfertigung von Herrenkleidern höflichst Mit der Zusicherung, meine Kunden mit guter Arbeit neuester Ftigon, um billigsN Preis und prompt zu bcdienen und bilie, mit dem Vertraue», tv,lcheS ich in meiner bisherigen Stellung genossen habe, nun auch mein selbstäudi^es Geschäft gütigst bcehren zu wollen. (1199 iviarburg. Iohanil Zttcker, Schneidermeister (Herrengasse Str. 24). I l^lekei-sntcn <^es lt. un6 k. tirieesministerium», Sr. , I I KliegUMsrine. vieler ttumanjti!t»an»^«Iten etc. etc. I MWWWWWWMWWWM»» Keller auf 100 Startin in der inneren Stadt tvird auf längere Zeit sogleich zu pachten gesucht. Offerte an die Nedakiion brieflich. (1244 Große Weinlizitation in Marburg. Die gefertij^te Verwaltung beehrt sich ailzuzeigen, dc,ß am N. November d. I. von halb w Uhr Vormittags an, in dem gräfl. Meran'schen Keller-gebäude, Tegetthoffstraße Nr. zu Marburg, eine freiwillige öffentliche Ner-üußerung ihrer als vorzüglich allgemein anerkannten Pickerer-Johaunisberger-Eigenbauweine stattfindet. Hiebei kommen znln Perkallfe circa 340 -400 Hektoliter 60—70 Ttartin Wein der Jahrgänge 1875, 1877 und 1878 und der Sorten: Mosler, Malsch. Riesling, Traminer, Cleoner, Ortlieber und Kleinriesling. Die neuen Weine werden ohne Abzng, sammt nenen geaichten Halbft'issern, die alten Weine aber ohne Gebinde, daher abgezogen oerkanft. — Die Bezahlilng mindestens bis zilr Hälfte des Katifschillings l)at am Lizitationstage, der Rest bei Abholung des Weines z»l erfolgen. Zur Abholung der Weine wird eine Haftungsfrist von 14 Tageu zugestauden, außerhalb dieses Zeitraumes hört die diesfüllige Verbindlichkeit auf. Zu eiuem recht zahlreicheu Besuche dieser durch die bekannte Gl'ite und Seltenheit der Sortenweine besonders berücksichtignugslverthen Lizitation ladet geziemend ein ^ 11SZ) Dir Vtrlvaltullg. .ircISsL WM Hz ^ lll u k « ^MW emxtielilt) ?ur kommeucleu daisvu 86iu leiell- lialtiAes Oiö880 unä iZualität, ist alltNIiZs IjczstelluuFell in äie3em (Isme, als aueli au-clLieii aut' äas svlitloste, 1>iI1iZste uuä reslsts ?ur ^us-küliruvg brillKSv', — uvä siellt reckt iialilreielieii öestelluuAöll verKniiZliod eat-gexeu. (1228 I»lm»vlull«rijc»er Art beheben sofort: «.70 kr., ^ 40 kr. wenn kein anderes Mittel Hilst. Bei Herrn W. König, Apotheker. (1145 Verantvvrtliche Aevaktwn» Druck uud Verlag von Eduard Zanschitz in Marburg. LXElV. Verantvvrtliche Aevaktwn» Druck uud Verlag von Eduard Zanschitz in Marburg. LXElV.