./»/ 7. Freitag am »«. Jänner «8K». Die „Laibacher Zcitnllq" ^rschciiU mit Ansü^hm^ d« Sunn- u»o F.iertnge. täglich, und lostct sammt dc>, A.ilagc» im Comptoir ganzjährig ll ^.. Kall'jähri,, 5 ft.'!N lr, mit Kre,!,baild im Cm»Ptoir ' qa üijäh ri g 12 ft., hc, ! l'jn hrig s! ss. F.ir oi? Zilst.llmig i»H Ha.is stud halbjährig 3U fr. m.hr zu c.ltncht.ii. Mlt der Post portofrei qaii, iä hrili inltcr Krcmll'and mw qcvrncktcr Adrcssc «5, ss., liall'iährig 7 si. 3N kr. — In ,cration >5gcl'uf, r f,ir cim Svalt.,i kr. C. M. Iünrate bis l2 Znlen kosten l ss. flir 3 Mal. .">0 kr. für 2 Mal >md 40 kr. fur 1 Vtal ein^uschalt.ü. Zil diesen G.'bichrm ist ,lach dcm vro"isorischc>l M-schc vom «. Nl'vcmbcr <. I. für Inftrtioii^stämpcl" »och 10 fr. für riiir jli)cs,».ili^c Cinsch^ltüin, hin;,! ;n nchüc». Memtlicher Theil Kund m a ch u n g. , H-aut Mittheilunc, des k. k. Oberlandcsgerichtcs in Klagcnfurt vom 27. December v. I, 3. 4180, hat die Advocaten-Kainmcr zu Laidach den Herrn Dr. Maximilian Wurzbach zu ihrem Präsidenten, dann die Herren Doctorcn Iohaim Oblak, Blasius Ovjiazh, Matthäus Kautjchitsch und Anton Nackals ständige Ausschußmitglieder derselben gewählt. Laibach, am l». Jänner l85l. > Gustav Graf Ehorinsky n,. n. Statthalter. Von den k. k. Grundcntlastungsdistncts < Commissionen im Kronlande Kram ist die Entlastungs-Verhandlung im Monate December 1850 bezüglich der Urbariallastcn bei folgenden Gutskölpern durchgeführt worden-. Vei den Herrschaften: Gottschce (l. Abtheil.) Gallenberg, Egg ob Podpctsch, Eommenda St. Peter, Sonnegg u. Kaltenbrmm. — Bei den Gütern: Lust. thal, Mannsbura., Schrottettthurn,, Freudenau, Wageusberg, Zirkenhos, Winkel, Grundelhoff, Poganic,, Grilsch, Neuhof, Altendurg, Poganitz, Semitsch, Thurnau und Rosencgg. — Bei der Stadt und dem Stadtkammeramte Krainburg, bei der Probstei-gült Nadmannsdorf, bei den Höfen Mannsburg und Dragomel, l'ei der Portner'schen Fideicommißgült, bei der Spitalsgilt Rudolphswerth, bei den Gülten Ienizti, Trebesch, Stangen, Ncnzenberg, Podraga, Pottok und bei der Laurin'schen Gült in Wippach. — Bei den Pfarrhösen z»: Preschgain, Altenmarkt, Semitfch, Gottschee, Slavina, Zirklach, Kolovrat, , Altlack und Höttitsch. — Bei den Pfarrkirchen zu-. Altlack, Zirklach, Duplah, Slavina, Neustadt! und Preschgain; — serncr bei dem SkeN'schcn Benefit zium zu Tschcrnembl, bei dem Kozian'schen Benesi. zium zu Voinavaß, bn der Benesiziumsgült zu Zoll und endlich bei den Filialkirchcn zu Mautersdorf, Kozhe, Martinöberg, Slefansberg, Ullrichsberg, Ober-fernig, Unterse»nia,, Kreuzberg, Unterfeuchting, Saf'j nitz, Hhrengrubcn, Kerstctten und Sitlichsbcrg. In Betreff des Zel) ents wurde die Entlastung durchgeführt: Bei dcn Gütern Poganig und Winkel. — Bei den Psanhöfen zu Vodiz. Aßling uud Preschgain, — Bei der Pfarrkirche zu Slavina. ^ Bei dem Benesizium B. M. V. A. St. Kai. zu Lers. ^ Nei !.>sr Vaunüilchnersthurm-Stiftscapl.niei zu Wippach. — Bei der Filialkirche zu Mautersdorf und i" Rücksicht der Zehentrechte dcs Johann Schibers, Johann Tuppan und Gregor Novak. Die Laudcmien wurden liquidirt: Vei den Herrschaften: Kroismbach und Tressen. , — Vei den Gütern: Vinkcl, Weixclbach, Poganig und Ganitschhof. — Bei der Flon'an'schcn Mült z" Krainburg. — Bei den Pfarrhösen: Koschana, Sla-vina und Preschgain. — Bei den Pfarrkirchen: Elavina und Koschana. — Bei dcr(5aplaneigült zu htassensuß und endlich bei den Filialkirchen zu Aschepno, Ncverke, Kal, Schillcrtabor, Nadaine. stllo, Derskouze, Parze, Snnzc, Nodockendorf, St. Peter, Dorn und Mautersdors. Die aufgeführten bezugsberechtigten Körper umfassen (ausschließlich der Laudenu'en) im Ganzen 8604 verpflichtete Realitäten, wovon jedoch 268 nur mit unentgeltlich entfallenden Leistungen belastet ware,?. An Entschädigllngscaftitalien wurden 36 l.844 si, 30 kr. ausgcnüttelt. Hiervon entfallen auf die gegen billige Entschädigung aufgehobenen Leistungen . - . 343.266 „ .".0 „ Auf die Laudemicn aber . . . 12.578 >> — » Von dem auf die Verpflichteten entfallenden Capitalsanthcile pr. l74.633 fl. l5 kr. wurden 4027 fl. ">2 kr. zur soglcichcn Bezahlung angemeldet. Die liquidirlen Rückstände vom Nutziahrc 1848 betragen «8.638 ft. 38,'/^ kr,, wovon 6l6 fl. 48 kr. zur soglcichen Bezahlung angemeldet wurden. An dem dargestellten Resultate haben die Districts Commissionen zu S t e i n , Gottschee, i!ai-bach und Krainburg einen vorzüglichen Antheil. Die Zusammenstellung des gesammten im Jahre ,850 erzielten Resultates läßt ers.hen, daß die Ent-lastungsverhandlungen im Kronlande Kram bei 444 Bezugsberechtigten mit 33.l9l Verpflichteten gepflogen ^ worden sind. Die bisher ermittelten Entschädigungscapitalien betragen im Ganzen . . . ,,478 345 ft. 15 kr. welchen eine Rente von . . 73.9 17 » i'>^z>, gegenüber steht. Von jenen Capitalien enthalten: 1) Auf die gegen billige Entschädigung aufgeh» benen Leistungen . 1,448 740 fl. — kr. 2) Aus die Laudemien . 29.457 „ 30 " 3) Ausdie ablösbaren l!ei- stungm..... 147 u 45 >, Zusammen ,,478.345 fi, !5 kr. Die biöher entzifferten Rückstände vom Nutz-jähre 1848 betragen 74.433 fl. 48^ kr. Von der Landcs-Commiffion sind im Monate December 42, im Ialne »850 überhaupt ader 2l8 Ulbarial.-Zehent- oder ^audemial Operate ihrer Eile. digung zugeführt worden. Laibach, am 3. Jänner l85l. . Vom Präsidium der k. k. Grundentlastungs-Landes Commission für Kram. Nichtamtlicher Theil. Die deutsche Frage. ill. (F orts c h u n g> WaZ hatte nun Preußen zu solchen Mißgriffen verleitet'i Preußen, erst in Deutschland aufgegan gen, wollte im Widersprüche damit eine selbst-ständige Politik führen, und diese bot ihm zu. nächst die dänische Affaire, ein Krieg, den Preußen führte gegen sein wahres Interesse, das an Däner mark einen nützliche« Bundesgenossen bedürfte, ohne eigentlich zu wissen.) zu welchem Ende. Und wie wurde diese Sache geführt? Hören wir die Brochure : „Unsäglich erbärmlich hat man diese Angelegen-heit aMihrt. Zwei Mal sind Rcichstruppen nach Dänemark gezogen, die Preußen voran-, zwei Mal sind unsere Küsten blokirt, zwei Mal bat man Blut und Geld geopfert. Uud wo sind wir? Bei dem «l»t»,« iml«^, d. h. bei dem Stand der kontroverse. Ja von einer andern Seite stellt sich's noch viel trauriger dar! Indem nämlich Preußen den Krieg übernahm, gab es der schleswig-holstein'schen Bewegung Aufschwung , wahrend sie sonst wohl durch dänische Uebermacht im Keime erstickt wäre, und dann hätte ras arme Land doch Ruhe. Statt dessen haben wir die Bewegung befördert, und hinterher lassen wir die Leute im Stich, daß ihnen bessc, gewesen ware, wir wären nie gekommen. Und wie bald werden auch noch deutsche Truppen einrücken, um die Schleswig Holsteiner , denen sie früher gegen Dänemark beigcsiandcn, jetzt für Dänemark zu unterwerfen. Dann werden sich diese Truppen „Bundestruppen" nennen, früher hießen sie „Ncichstruppen," und die Diplomaten werden leicht beweisen, daß , die hiesigen Fleischer ihren Kälber-bedarf vielfältig aus dicscr Quelle beziehen. Je mehr Hände aber ein Artikel passirt, desto theurer wird er, da ja Jeder seinen Gewinn dabei haben will und muß; nur soll der Gewinn auf Kosten der Ar< men nicht ein übertriebener seyn. Beklagt sich der Unbemittelte, der kaum sein Pfund Fleisch kaufen kann, über schlechtes Gewicht, über Zmvage und zu viel Knochen, so wird cr mit Grobheiten überhäuft, fortgewiesen, und tin anderes Mal bekommt er gar nichtö. Diejenigen, welche größere Einkäufe machen bezahlen nicht selten das Fleisch höher als die Sa tzung ist, und bekommen deßhalb das Beste; warum aber soll manches alte Mütterchen, das ihre Kreuzer zusammenspart, um täglich eine Suppe zu haben, den Grobheiten und Brutalitäten einiger weniger Fleischer für ihr ehrliches Geld ausgesetzt seyn? Wo lft da die Marklpolizei? Gegenwärtig ist der Preis des Rindfleisches in der Umgebung Laibach 8 k r., und hier in der Stadt l! kr.; wer das Fleisch ohne alle Zuwage haben will, bezahll es zu !3 oder 14 kr.; ein Preis, der um so übertriebener erscheint, wenn man jenen der Umgebung und der Stadt Gratz ohne Zuwage (II kr.) berücksichtiget. In Stein und Krainburg kostet es 7'»2 kr., in der Schischka 8 kr., Lungenbraten kostet in Laibach 14 fr., und bei den Fleischern, die es vom Lande hereinbringen, 10 kr. (vor kurzer Zeit noch 9 tr.) Die auswärtigen Flei-scher sind daher die einzigen, welche d) Kein doppeltes Protectorat in Deutschland, folglich kcine Einsetzung einer Er^cutivgewalt, an welcher Prenßen lind Oesterreich nur allein Anlhcil nehmen werden; 2) die geographische Ausdehnung des neuen Gundesstaatcs wird so seyn, wie sie durch den Art. I. der Bnndesacte von I8I5 festgesetzt ist. Oesterreich soll keineswegs mit seinen nichtdeutschen Kronländern in den Bundesstaat eintreten; 3) über der neuen iZcntralgewalt wird es cine Volksvertretung geben, welche aus den abgesandten Mitgliedern der Kammern aller einzelnen Staaten zusammengesetzt scyi» wird; 4) es wird cin höchstes Gericht sür den ganzen Bundesstaat eingesetzt, — Man schreibt dem ,>N. P.« aus Aleppo, daß die Unterhandinngen. wegen Freilassung Kos-snths noch immer so>tda,nern. da ihn Oesterreich noch länger internirt wissen will. Bem scheint sich nicht viel darum zu kümmern, er baut hier eine Wafflnfabrik und scheint ganz zufrieden zu leben. — In Verona sind in der Nacht vom.i l. Der. zahlreiche Verhaftungen in Folge unerlaubter Ver. sammlungcn und politisch bedenklicher Zllsam „cn, künfte vorgenommen wordlN. -. Zu Arunnersdorf in Böhmen wurde am 29. v. M. der Todtengräber verhaftet, weil cr meh-rere Leichen beraubt halte. — Dcr Herr Iustizministcr hat die Einrichtung getroffen, daß ungarische Juristen, die stck dem Rich-teramte widmen, Stipendien erhalten werden, mn in der Lage zu seyn, sich in Wien für ihren künstigen , Beruf auszubilden. — Dem Vernehmen nach sind sämmtliche Lehrer ans dem Piaristenordm binnen einer Frist von zwei Jahren verpflichtet, die Lehramtsprüfung abzu-legcr», — Am 4. d. M. wurde in Gratz die erste theoretische Staatsprüfung, u. z, in der judicicUen Abtheilung unter dem Vorsitze des Generalprocurators !1>. N'iner abgehalten. Der Kandidat Johann Pich. lcr wnrde mit dem (5alcül „ausgezeichnet« für befähigt erklärt Die Prüfung wmde in dem großen Assisensaale vorgenommen. Die zahlreich versammelten Zuhörer folgten dem Gange der Prüfung mit gespannter Aufmerksamkeit. 27 Wien, 8. Jänner. Ueber die erste Briespacket-sendung «vi« Trieft," meldet man der.Anstria« aus Calcutta von, >8 November! .Die erste Briespacketsendnng »v,^ Trieste nach den nördlichen Ländern von Europa wird von unse^ ren Postdehöldcn mittelst des am 22. d. M zu schließenden Felleisens geschehen, durch welches Sie gegenwärtige Zuschrift erhalten werden Im Anschluß folgt zu Ihrer Kenntnißnahme die Abschrift einer Seitens unseres General Postamts, gemäß den Anordnungen des (Controi?) Bureaux, erlassenen Kundmachung betreffs der Brief-Beförderung auf gedachter Noute. General-P osta mts-Kund-machung. Es wird wird hiemit zu Jedermanns Kenntniß gebracht, daß zufolge einer von der Londoner Ober-Postvcrwaltung erhaltenen Mittheilung, alle in Indien an die Post gegebenen, nach den nördlichen Ländern von Europa bestimmten Briefe, welche ausdrücklich »vi» Trieft« adrcssirt sind, hinfür separat werden gepackt werden, damit sie bei der Ankunft in Alexandrien sofort dem allda befindlichen österreichischen Postamt überantwortet werden können. Alle Briefe, die mit den für das östcrr. Postamt zu Alexandria bestimmten Felleisen befördert werden sollen, müssen ausdrücklich „via Trieft« adressirt, und der »Rothe Meer „Portosatz" für dieselben im Voraus entrichtet worden seyn. (Gezeichnet) General Postamt zu Calcutta W. Taylor, am 9. Nov. 1850. General-Postmeister." — Der „D 3," wird geschrieben: Schon im Anfang der 30ger Jahre ließ Hassenpsiug den Fürsten Metternich durch den Gesandten zu Wien um Rath ' fragen, wie man sich der verhaßten Constitution und jener konstitutionellen Männer. durch deren Volks-gunst die Negierung sich stets compromittirt fühle, entledigen könne. Da hat Mettcrnich geantwortet: »Wenn diese Männer ungesetzlich handeln, so macht ihnen den Prozeß. Hat man aber einmal eine Constitution gegeben, so muß man auch darnach handeln und regieren.« — In Kalocsa wurde dieser Tage ein Ran der von der Gensd'armerie verfolgt und fuchte Zuflucht in einer Hütte, in welcher er sich vcrbarrika-dirte. Da alle Aufforderungen, sein Versteck zu verlassen, fruchtlos blieben, so wurde die Hütte angezündet, und der Uebelthäter dadurch gezwungen, sich den Gensd'armen zu ergeben. Deutschland. Dresden. Der „Staatsanzciger für Württemberg" läßt sich von da schreiben-. ,)Das Ziel der Confercnzcn ist einzig und allein eine Revision der Bundesverfassung. Wer glauben wollte, es streben dieselben einen höheren Zweck an, als die reale Wiedervereinigung der durch die Ereignisse der Jahre »848 bis 1850 theils gelockerten, theils zerrissenen Bande zwischen den einzelnen deutschen Regierungen, würde sich täuschen; am meisten wurden aber diejenigen in ihren Hoffnungen betro-Yen, welche glauben möchten, es werden in Folge desselben Veränderungen in dem äußern Bestände der emzelnen Staaten eintreten. Wir können die Versicherung geben, daß die derzeitigen Karten von Deutschland auch nach Beendigung der hiesigen Con-ferenzen in Brauchbark.lt bleiben werden. Das nächste Ziel besteht in der Einigung Oesterreichs und Preußens und wird der Natur der Sache gemäß von beiden Mächten zunächst außerhalb dcr Konferenzen der übrigen Staaten. Bevollmächtigten anzubahnen gesucht, daher auch die Einladung des Fürsten von Schwarzenberg nach Berlin. Erst wenn diese Einigung in allen Haupt Puncten erfolgt ist, werden die eigentlichen Verhandlungen über die Versassungs' Revision beginnen; inzwischen statten sich die Confc-renzMitglieder die gegenseitigen Staatsbesuche ab, und die Dresdener Hofcirkel bilden den neutralen Boden, auf welchem die Herren Diplomaten ihre Fühler ausstrecken und sich zu orientiren suchen. Die Dauer der Confercnzen wird nicht so kurz seyn, als man allgemein zu glauben scheint, vielmehr werden sich dieselben -- wem, nicht außerordentliche Zwischcnfälle tintreten — mindestens über die Zeit von einigen Monaten erstrecken — Bei der Eröffnung der Kammern am 3. d. M haben sowohl der Präsident der ersten Kammer, Graf Riltberg, als auch der, der zweiten Kammer, Graf Schwerin, sich in einer Weise ausgcspro-chen, welche nichts weniger, als ein Einvecständniß mit dcr Politik des Ministeriums bekundet. Besonders hat Graf Nittberg sich mit Entrüstung über das unerhörte Verfahren gegen den hessischen Richttrstand ausgesprochen. — Bei den Dresdner Conferenzen haben Versuche Statt gefunden, den Beschluß herbeizuführen, daß der Sitz der Centralbehörde von Frankfurt nach Gotha verlegt werden st'llte. Diefe Versuche sind aber von der entscheidenden Seite bestimmt zurückgewiesen worden. — Die Bundesversammlung hat der kaiserlich österreichischen Regierung die Vollmacht ertheilt, die Regelung der chu, hessischen und holstein'schen Angelegenheiten nach Maßgabe der Bundesgesetze m eigene Hand zu nchnnn. Zugleich wurde die Erwar-tung ausgesprochen, daß wenn in den Dresdner Con-fcrenzen Beschlüsse gefaßt werden, die zur Compctcnz dcr obersten Bundesbehörde gehören, diese der Bundesversammlung vorgelegt werden sollen, um von ihr zu Bundesgesetzen erhoben zu werden. — Die preuß. Kammern habcn am 3. d. ihre ersten Sitzungen gehalten und das nunmehr vtlvoll° ständigte Ministerium, Hrn. v. Manteussel, der in der Nacht von Dresden zurückgekehrt ist, an der Spitze, wohnte denselben bei. Die gewichtigste Frage, ob die Kammern auf eine Fortsetzung der Adrcß. Debatte verzichten werden, wurde noch nicht entschieden. In dcr erstcn Kammer dürfte eine Entscheidung zu Gunsten des Ministeriums wenig zweifelhaft seyn. — In Württemberg haben die vereinigten CentrallcitlMgen des Handels und der Landwirth-schast beschlossen, der Negierung cm Zustimmung^ votum zu geben im Betreff des Anschlusses des Zollvereins an das österreichische Zollgebiet, mit den Ue-l'ergangstcrminen, wie sie Oesterreich selbst vor. schlägt. __ In Berlin erregte in der Sitznng dcr zweiten Kammer am 3. d. M. ein Urlaubsgesuch dls Abgeordneten v. Listtczki viele Heiterkeit, welcher dasselbe dadurch motivirte, daß er glaube, die Kammern würden doch wohl nicht lange beisammen bleiben, daher er die Reisekosten ersparen wolle. — Nach der »Voß. Ztg.« wird in Zukunft und zwar für längere Zeit, nach einer Uebercinkunft der preußischen Regierung mit dein Hamburger Senate, in Hamburg eine preußische Besatzung von l Bataillon Infanterie, 6 Schwadronen Cavallerie u. l halbe Batterie stehen, während das Hamburger Militär preußische Garnisonen beziehen wird. Detmold, 1. Jänner. So eben durchläuft die Traucrkunde die Stadt, daß unser regierende Fürst, Paul Alexander Leopold, um 4^ Uhr Nachmittags das Zeitliche gesegnet hat. Er hinterläßt allgemein den Ruhm eines wohlwollenden und gerechten Regenten! Er ward geboren am 6. November l?96, und trat die Regierung an den 3. Juli 1820. Dcr Erbprinz und nunmehrige regierende Fürst, Paul Friedrich Emil Leopold, ist geboren den l. September !82l. Fr a u kr e i ch. Die »Palric" hatte eine angebliche Instruction des Generals Changarnier veröffentlicht, welche un-ter andern folgende Artikel enthielt: „Keiner Requisition ist ohne vorherigen Befehl des Ober Generals zu gehorchen;" „Auf die Repräsentanten ist nicht zu achten;" „Nichts ist bindend, als der Befehl des Ober-Generals und seiner regelmäßigen Agenten;« „Jede Requisition, Aufforderung oder Verlangen eincS civilrichterlichen oder politischen Beamten ist strengstens zurückzuweisen.« Ucbcr diese Insiructionen interpellate Herr Napoleon Bonaparte, Cousin des Präsidenten, das Ministerium in dcr Sitzung der Assemble vom 3. d. M. Um ! sonst begehrten die Minister General Schramm und Herr Baroche die Verschiebung dcr Interpellationen aus den 6 oder auch nur auf den 4, Die Afsem< bl^e beschloß, daß die Intetpellation unmittelbar vor sich gchen sollte. General Cl^ngamier, den die Sache persönlich intcressirte, bestieg die Tribüne und erklärte, daß die von der „Patrie" veröffent, lichte Instruct'l'n nie existirl, habe und daß er stets bereit sey, sich den Befehlen der Assemble zu sü-gcn. Diese gab über diese Erklärung ihren lauten Beifall zu erk.nnen, und ging nut ungeheurer Ma. joritat zur einsachcn Tagesordnung über. Die Mi--nister erlitten eine große Demüthigung, indcm die Kammer ihnen nicht einmal einen 24 stündigen Aufschub der Interpellation bewilligen wollte, und man sah einer Demission in Masse entgegen, die bereits erfolgte. S ch w ed e n Stockholm, 27. December. Der Bürgerstanb hat in seiner Plenarsitzung vom 2l. December den die Einführung einer Rcprasentatio - Verfassung be. treffenden Vorschlag mit 33 gegen l9 Stimmen an» genommen. Da dcr Vorschlag, nachdem er höchsten Orts, von wo er ausgegangen, aufgegeben worden, noch von den drei andern Ständen verworfen, so ist die Abstimmung des Bürgerstandes ohne directe politische Einwirkung. Bore erklärte ausdrücklich, daß dcr Bauernstand den Repräsentations-Vorschlag nicht als zu liberal, sondern als zu wenig liberal verworfen. — Der im Mtterhause eingebrachte Antrag Lil-jcnstolpe's über Iuden-Emancipation verlangt für die Juden die den andern, nicht zur lutherischen Staats-kirche gchörcnden Schweden gewährten Rechte. Neues und Neuestes. V3ien, 8. Jänner. Die heule von der „Ost-D.-Posl" gebrachte Nachricht, daß General Bem am ld. December zu Alcppo gestorben sey, wird durch ein verläßliches Schreiben nus Konstanlinopel bestätigt, worin jedoch dcr Todestag mit den» 14. Dec. bezeichnet wird. Genua, 2, Jänner. Das hier erscheinende amtliche Blatt bringt etliche Angaben über die am Neujah'stage Statt gehabte unruhige Bewegung. E5 erwähnt, daß die Ursachen des Complotts noch unbekannt scycn. Von der einen Seite wurde mit Steinen geworfen, von der andern wurden die De. gen gezogen. Es gab mehrere Verwundete. Die Sache hätte sich noch viel ernsthafter gestalten können, wenn nicht die öffentlichen Sicherheitsbehörden, die königl. Carabinicre und die Nationalgarde sich sofort auf dem Platze eingefunden halten. sNach telegraphischen Meldungen haben sich die unruhigen Auftri.te am nächstfolgenden Tage wieder erneuert, wurden jedoch gleichfalls bald niedergeschlagen). — Der «Moniteur du Soir« veröffentlicht sol» gcnbe Ministerliste: Odilon Barrot, Justiz; Leon Fauchcr, Inneres; Daru, öffentliche Arbeiten; H. Fottoul, Unterricht; Dr. Flavigny, Auswärtiges; Passy, Finanzen; Romain-Desfvsses, Marine. Telegraphische Depeschen. — Berlin, 7. Jänner. In heuliger Sitzung der zweiten Kammer wird bei der Adreß-Debalte der Ucbergang zur einfachen Tagesordnung mit l47 g^ gen 141 Stimmen angenommen. — Dresden, 7. Jänner. Finst Schwarzen, berg's Abreise ist abermals verschoben worden, da vollkommene Uebereinstimmung «rst zu bewerkstelligen ist. Die zweite Conserenz-Commission hielt heute Sitzung. — Paris, 5. Jänner. Paris ist ruhig, die Minister .- Krisis noch unbcendet. Noch bringt der Moniteur das Moliv der Demission nicht. Napoleon begehrte die Dotation, Changamicr's Absetzung unb die Wahrung des Ansehens dcr Executiv ^ Gewalt; dazu soll das neue Ministerium sich verstehen. Auch Carlier soll seine Entlassung nehmen wollen. Die »Patrie« hat Changarnier's dementionellen Tagsbefehl vollständig abgedruckt. Verleger. Ign v. Kleinmaur und Fedor Vambrrss. Uierantworllicher Herausgeber. Ign Alois v Kleinmay v Telegraphischer (lvurS - Vericht ! der Staatspapiere vom 9. Jänner 1851. Staatsschulbverschreibungen zu 5 M. (in EM.) 9) l/8 detto ., 41/l .. .. 82.'Vl« Staatsschuldvcrsch. v. Jahre 1850 mit Rückzahlung „4 „ , 875/« dctto „ 3 „ „ 56 Verloste Obligationen, Hoflam- l zu <» p(!t.^ — mcr-iDbligatimlcu des Zwangs- l „ 5 ., ! 9l Darlehens in Kram, und Acra- 'I „ 4 , filr 250 fl. 285 5/8 Va»f-Actieu. vr. Stück 11^9 iu C. M. Actien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 fl. (5. M..... l145 ft. in (5. M. A ctien der Wien-Gtoggnitzer-Eisenbahn zn 500 ff. V. M.....^ s.^0 ff. in C. M. Acticn rcr Ocdcnl'nrg-Wr.-Neust^tcr (ziftnbahn zu 200 st. C. M. . . IN l/2 ft. in bl. M. Wechsel-Cours vom 9. Jänner »851, Amsterdam, für l00 Thaler Cinrext, Nthl. !8! Vf. 2 Munal. Augsburg, sür l 00 Glllden Vnr., Mild, 1 !i! 1/^t Vs, Nso. Franfsurt a.M., für <20 si. s,,dd. Ver- ) ci»s-Währ. im 2^ l/^ ll. Fuß, Guld.) 1 ^0 l^2 Vf. !l Monas. Genua, sür 300 neue Pienwnt. Lire, Güld. lH,!» Vs. 2 Äto»at. Hamburg, sur 100 Thaler Banco, Ntlil. 19.^ Vf. 2 Monat. Livorno, sür 300 Toscaxische Lire. Gold. >25 ^ Äs. 2 Monat. London, sür l Pfund Sterling, Gulden !2.44 .'i Monat. Marseille, sür ^00Flc",sn>, '. ^nld. <52G. 'i Monat. Paris, für 3U0Flan!eu . . Güld. 152G. 2 Monat. G-Ägio nach dlm ,Lloud" uom ?. Jänncr 1851 Blies. Olld. Kais. Münz-Dualen ?l.,io .... !i.°l 1/4 :N tzetto Rand- dto „ . . . . — 3,^ Napeleonsd'or „ .... 10. ll 10,<» Souucramsd'or , . . . . 17.!ltt 17.:^<» FriedrichSd'or ,.....10.10 <0.8 Preusi. Dors ,.....10,24 10,2» Eüg^. Soveraiilgö ., .... 12,:i2 12,^0 Ruß. Imperial ^ .... 10.l7 10.!', Dopple .,....— :^9 Silberagio ........ 30 1/T :i<> Fremden-Hn;eige der hier HlNftekollllueuen und Abgereisten De>, 6. Iannei' «850. Hl'. Jacob Lewy; — H>'. ?lbrahan> Clijoi,, — u. Hi'. Johann Ma^olii; alle 3 H^iipelsü'lUt'; — Hr. Eduard Hobhouse, __ u. H>'. Nobert Hesp, beide cngl. Edellellt»?; — Hr. 7ll>gust Schintzle,', Co>n»iev-zien-Rath; — Hr. Tho>„.,s Srallowes, en^l. Lieut,, — >,. Hr. Lord Franz Coliy>,ahaii,, e»l,l. Schiffsca-det; alle 9 von Tn.st nach Wien. — Hr. Carl Fehr; — Hr. Ios Ancolia, — «>, Hr. Veilenzia!,; alle 3 Handelsleute; — Hr. Leva, Meik. Capita,,; — Fi-. Johanna Scache, Pii^a^, — u. H,". Nigri, Fabri-k.int; alle 6 von Wien nach Tl>est. — Hr. (5a'y, ,, — u. Hr. Ios. Aroir; — alle 4 Plioal'er^, — li. Hi. Matthäus Cosulich, Sch>ffsc.n'icäl'; alle 6 von Ti iest nach Wie,,. — Fr. v. Pack, Puvate, vci» Graß nach Adclsbcrq. Theater - Nachricht Moi-gei; dc» ll. d. fiodct das Benefice de5 tüch-ti^en Orcheüer.- Direcco, 5, Hei in LeiterMayer, Statt, der hiefm- die in,' quicu ?l»denren stehende Oper ,.»«>N»Är" .vahlte. Der Bem-ficiani hat ?llleö auf^eboce,', dasi dermal ^e be. ein Paar Einnahme!, nthien hint^!,.-geftcben weiden. K. k. Bezirksgericht Pl^nina am 30. Dec. lli50. Z. l. (3) K n n d m a ch u n g. Die chcmaligcn Unterthanen dcr Herrschaft Kieselstein zu Krainburg wcrdcn aufgefordert, die, bis Ende 1847 an Urbariale und sonstigen Abgaben verbliebenen Rückstände, dann die an ^!au-demien bis 7. September I8^l8 auöhaftenden Betrage so gewiß bis Lichtmeß kommenden Jahres an die Unterzeichnete einzuzahlen, al6 sic widligens die Rechtüklage zu gewartigen haben. Kiiftlstein zu Kraindurg am 27. Decem: ber I85O. Antonia Kalker. Z^'57^2) ' ^luf dlM GuteSagrebschiha nächst Szamabor sind <^,i-ü 5»M> (sin^r Orüschei,' Wcine von dcn Jahrgängen l»4tj, 18-l^j und l«ltt, wie auch einige Ecin der eisten ^»flclieichischen Sp>n<,>ifss l)'l in semen Vcis.unmlnügeil v^iu l2 uild 13. De ccml'c, l850 die ciste l^csuüg dcs (i'lin n,seö d^r ncucn <5lat^:en der vo>^ idm ulnel'iwmmrnen all^flneinen Veifo izlln<;s^nsialt ror^ei^ominei, »nid die Aomiüistla, lilil, tün^chllgc', sowol)! riejcil ^nlll'U s, als de:, Be-licht ül'er die l^lundiayr, '.us welchen die l'eanllag ten !i.,llllcnmäßi>^'il Btstimnilüi^en bciuhen, zu vcr- öffentlichen, damit Jedermann noch vor der tnda,ilii' gen Lesung und Annahme der neuen Slalutrn, sowie vor deven Voilage zur A. h. Wrnehmigung Gelegen» heil siide, id Würdigung de5 Vereines zu bnngen. Die Adiniüistration der allgemeine!« Veisolgungs-anstali zeigt hirrmil an, daß der EnlwUls der neuen Statute,,, so wie dev ölen erwädnte Bericht im Amls» locale der Anstali, so wie bci allen (Zommandilen zur unenlgrlMchcn ä^cilhcilung l'cr^it liege. Besondere Anträge oder Vllbesseilmgßvorschlage wl'sdcn l>i» Ende >i!mcr l85l l'ercllwlUigst entgegen genommen, d^nnit sodann in einer entsprechenden Zeit zur endgilligen ^efung und Schlilßfassung der Slatu^ ten geschritten werden könne. Wien den l9. December 1850. Die 'idininistralion der mit der ersten Oestlrr. Sp.nc.iffe verein, allgcm. Versorgungsanstalt. ^ »» «z ^H «U C^ O. Vom l^euen Jahre 1851 an werden im Redactions - Bureau der Lall) acker Zeitung nachstehende Blatter gegen Nachlaß vergeben: Ost-deutsche Post, Prager Zeitung, Böthe für Tirol, Prcsiburger Zeitung, Pchher Kronstädter „ ' , . Südslavlsche „ Oesterreichlscher Correspondent, Klagenfurter Zeltung. Z. 2426. (2^ Wie und wo m.ni sür 8 Thaler Prcnßiscl).-ßomallt in Besitz einer barcn C umme von ungefähr Iweimalhnndort Taujend Thalern >;ekmgcl! kann, dall'idcr criheilt d^Z uiuc^iclwete Commissions ^ Vu.e,,u unentgeltlich nähere ?lusfu.,sc. Das Dmeau »vi,d auf drßfalsig!', t'is sp a t e st en s dei> 3l Jänner >85,l b.i n>n, clnqcl)el.de frankirte ^lnslagel, p,omple Anlwoll eilhelleü, und c,klart ln^mil a„sd l'icklich, daß, außer dem taran ^u wr 0es>» den l,e»t!,qe> Po,10 von S'tlen dl>5 Anfr^enden, fü> die vom ^l^n>n,ffwns - Bu>eau za crlhcilende nähere Audkunsl Niemand irgend etwas zu entrichten hat. ^lideck, im ^»cemder 1850. Commissions - Vürenu, Peüi.Kirchdc'f N>. .