Poštnina plačana v gotovini 77. Jahrgang (Tel o««* sechsnial (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung ulica 4 M i .crwa^tun8 u. Buchdruckcrci (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva ' 1 anuskripte werden nicht returoiert. Anfragen Rückporto beilegen. •XvWY.XWv : .x\xXx\\\\\\\\<*X\\V' B^ö Mr. $8 MHtwweh, da« 17 F©bruar 19S7 Inseraten- u. AbotwemeBts.Au nähme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzeltramreer 1*50 und 2 Din. Preis Dm TB& lariborer ßettuitft it : j 1 MüOte-Einigung in London Die Großmächte beschließen definitiv die Nichteinmischung und Grenzkontrolle / Der spanische Bürgerkrieg wird isoliert / Große Llnzufriedenheit der englischen Labour Varty über diesen Beschluß Der Balkan als Hort des Friedens r **. Unter der Akropolis und der ewig jerrfichen Sonne Hellas' hallen sich die vier ^^«mifter Jugoslawiens, Rumäniens, ,ei -ütfei und des gastgeberischen Griechen «o zusammengefunden, um die verschieden l^n aktuellen Probleme der südosteuropäi-Hest vorderasiatischen und mediterranen f 601,1 gemeinsamen Gesichtspunkt ih-J} fändet aus zu prüfen und diejenige nr6 c1?'9 5U beziehen, die ihren Interessen u besten entspricht. Es hieße jetzt wirklich eN Nach Atben traaen tnnfffn man ihipfp nach Athen tragen, wollte man diese . -wit der Balkanbundländer ganz lleson-ets hervorheben. Diese Einheit ist schon lett Word geraumer Zeit naturgegebene •Sache ge-noen, so daß man den Jdeengängen, die ix ]C1 Ministerpräsident und Außenminister .r' 3 to j a d i n ovi 6 in seiner gestri-i1*- Bankettrode entwickelte, eigentlich nichts . binzuzufügen hätte. ^ ä'.ne andere Seite der Tatsache, daß die ^/etnunion eine ausschließlich aus die Er-lung des Friedens gerichtete Politik be- London, 16. Feber. Rach mehr als zweimonatigen Verhandlungen ist gestern spätnachts die Einigung über die Nichteinmischung und die Kontrolle bezüglich res spanischen Bürgerkrieges erfolgt. Die Vertreter Englands. Frankreichs. Deutschlands und Sowjet-rutzla n ds haben nach längerer Debatte den voul Unterausschuß des Londoner Nichteinmischungsausschusscs ausgearbeiteten Vorschlag angenommen. Die im Londoner Nichteinmlschungsaus-schuß vertretenen Staaten verpflichten sich auf Gkund dieses Beschlusses, daß sie ab Samstag, den 20. Feber keinen einzigen Frei willigentransport nach Spanien mehr zu- lassen werden. Im Sinne dieses Abkommens beginnt die Kontrolle der spanischen fecund Festlandgrenzen am 6. März. Der italienische Delegierte hat in der gestrigen Sitzung des Unterausschusses im Hinblick auf die Einigung alle früher gemachten Vorbehalte zurückgezogen. Nur der portugiesische Vertreter beharrt bei seinem ursprünglichen Standpunkt. wonach Portugal einer Grenzkontrolle nicht zustimmen würde. Die Kontrolle der portugiesischen Gewässer wird jedoch trotz dieses Protestes durchgcführt werden. Die Einigung ist, wie versichert wird, über Druck Frankreichs erfolgt. Die französische Negierung ließ nämlich erklären, daß sie im Falle der Nichtannahme des Vorschlages durch die anderen Mächte sich aus dem Londoner RichteinmischungsaussHmtz zurückziehen werde, um gleichzeitig der Regierung in Valencia die erdenklichste Hilfe gegen F r a n e o zu gewähren. In Paris ist man mit dem Ergebnis der in London vollzogenen Mächte-Eimgung sehr zufrieden. Demgegenüber herrscht i,, den Kreisen der englischen Arbeiterpartei große Besorgnis und Unwillen, da man nicht nur die etwaige Schwächung Franco, sondern in erster Linie auch der Regierung in Valencia befürchtet. ' verdient jedoch näher gewürdigt zu ‘reißt ist vielfach übersehen worden, „gütlich in Westeuropa, daß die Balkan-er pch allmählich zu emanzipieren begin gxj? UTlö eigene Jnteressenpolitik betreiben. Kanzler Hitler hat in seiner letzten C]! >štagšrebe ganz deutlich erklärt, daß im ^ropäijchett Südosten — d. i. am Balkan n, 1(ach dem Zusammenbruch neue Natio-Ltl entstanden seien, die leben und ihre iunrr ' u n i ‘ selb st bestimmen Iie, Grt, ßine Tatsache, mit der Europa rech-norf n™^C- -®ic!e allgemeine Erkenntnis hat 5x7. nicht überall platzgegrisfen, aber die f laaillt- .^er großzügigen Politik Ataturks te;C* .wiederum zu verdanken, daß die Tür* iati 't - '^re Rechnungen mit Griechenland s ,:^Dn geordnet hat, auch mit diesem ZJ h°ute in einem Verhältnis steht, wel-Q - ‘n°n vor mehr als einem Jahrzehnt — 5 der Perspektive des letzten Krieges und ^Mischen Fiaskos aus gesehen — für-ug.ich gehalten hätte. Auch in diesem f lc Und die. Vorurteile über Bord gewor-n worden, damit der Weg frei geworden Furchtbares Lawmenunglück in Iapan 30 Häuser eines Dorfes von einer Lawine vottkommen verschüttet / 48 Tote gemeldet Toki o, ;6. Feber. In der Nähe der Stadt Morioka ereignete sich gestern ein furchtbares Schneelawinenunglück. Vom 2000 Meter hohen Jwate-Berg löste sich eine Lawine los und stürzte donnernd in die Tiefe, wobei 20 am Bergabhang stehende Häuser eines Dorfes mitgerissen bezw. verschüttet wurden. Nach einer ersten Meldung sind 48 Menschen ums Leben gekom-mr,- Da sich an sener Stelle auch die Dorfschule befindet, befürchtet man, daß größten teils Schulkinder Opfer des »mäßen Todes geworden sind. Falanga und Armee Eine Erklärung des Generals Quipe de Llano über die Aufgaben der spanische» nationalen Phalanx. S a l a m a n c a, 16. Feber. Der rer der spanischen nationalen Südarmee, General Qu'epo de Llano, gab dem Gauleiter der nationalen Organisation in Falanga in Andalusien folgende, für die Weiterentwicklung der JnneNlage m Spanien bedeutsame Erklärung: „Die spanische Falanga ist die erste Mauer gegen den Ansturm des verbrecherischen Mar x-smus gewesen, eine Mauer, die durch dw Armee ergänzt ivurde. Dadurch ist ein Geist gebildet worden, den der Marxismus vergeblich zu durchbrochen versucht. Dw Falanga muß alle Männer stellen, die als Bürgen der Sicherheit und Ordnung die Geschicke des Vaterlandes in dem Augenblick in die Hände nehmen könnten, in dem die Armee nach der Erfüllung ihrer Aufgabe in die Kasernen zuvückke'hrt." Syrischer Protest in Saris Pari s. 16. Feber. Die vor einigen Tagen in Paris eingetroffene syrische Abordnung setzte den französischen Außenm'nister von der Auffassung der syrischen Regierung in Kenntnis, daß das kürzlich zwischen Frankreich und der Türkei abgeschlossene Ab kommen über den Sandschak von Alexan-drette mit der Gebietseinheit Syriens unvereinbar sei. Gegen das Abkommen in seiner jetzigen Form wendet die syrische Regierung ein, daß es mit dem französisch-syrischen Vertrag über die Umwandlung Syriens aus einem französischen Mandat in ein durch Bündnis- und Freundschaftsvertrag an Frankreich gebundenes Territorium nicht in Uebereinstimmung gebracht werden könne, da der SaNdschak Alexandrette „ein ivejentliehet Bestandteil" Syriens sei. Dies hat in-j'oferne weitreichende Bedeutung, als Frank reich durch die in Genf geführten Sandschak-verhandlungen mit der Türkei vor allem die gespannten französisch-türkischen Beziehungen zu verbessern und sich auf diese Weise türkische Unterstützung im östlichen Mittelmeer zu sichern suchte. Neue GiEräte in Stuj P t u 1, le. Feber. Der Banus hat nachstehende Mitglieder des Stadtrates Ptuj ihrer Funktion enthoben: Andreas Hernja, Karl Koren, Lorenz Krajnik, Franz Mahoriči. Geometer Johann MarinZek, Blasius Pichler. Josef Pinter. Obersteuerkontrollor i. R. Albert Primc. Prof. Franz Stiplov-gek und Spitalverwalter i. P. Ruper. Neuernannt wurden nachstehende Stadträte: ist für eine Politik der Vernunft und des sieghaften Friedenswillens Der Balkan ist heute ein Hord des Friedens Während die großen Nationen Europas vielfach noch aneinander vorübe 'eden und aus lauter Prestige-Hemmungen heraus die einzig erlösende Formel des willigen Zusammenarbeiten nicht finden können, beschreiten die jungen Nationen des Balkans ihre eigenen Wege. Sie kümmern 'ich nicht mehr um graue Theorien, wie etwa Ae der kollektiven Sicherheit, sondern finden auch den Weg der zweiseitigen f k-k o r d e als brauchbar genug, um durch gegenseitiges Nähcrrncken die Voraussetzungen des Friedens zu schaffen. Damit 66t erweisen sie dem übrigen Europa einen wahrhaften Friedensdienst. Es genügt, daß die iberische Halbinsel Zankapfel der Mächte ist. Der Balkan wäre im Falle innerer nauS-geglichenkeit und verschärften Gegensätze wirklich eine doppelte Gefahr für den frieden. Europa kann beruhigt schlafen. Der Bal kan will nicht mehr „Unruheherd" sein. Viktor Kodela. Schlosser; Dr. Jos. Komljanec, Gymnasialoirektor; Stefan Kuhar. Besitzer; Ignaz Muze $, Besitzer; Martin Potočnik, Gastwirt und Besitzer; Franz Rogina. Tischler-meistter; Cäsar Sancin. Schulleiter; Johann S t r a s ch i l l. Kaufmann; Alois T u m p e j, Bahnbeamier; Franz Vavpotič. Handelsgehilfe und Alois Z o r-C i č, Müller und Besitzer. Das Befinden des Papstes. Batik a n -Stadt, 16. Feber. (Stefani.) Ter Papst hat zum erstenmal seit seiner Krankheit versucht, ein paar Schritte zu tun. Der Versuch, dem mit einer gewissen Besorgnis entgogengesehen werden war, ist gelungen, indem Seine Heiligkeit ungefähr eine Minute herumging, ohne irgendwelche Schmerzen zu verspüren. Man hofft, daß der Papst bald den eigens gebauten Fauteuil wird verlassen können. Vincenta Lancia gestorben. Turi n, 16. Feber. Der bekannte Industrielle Vincento Lancia ist plötzlich gestorben. Lancia war der Schöpfer' der großen Autcmobibfabrik gleichen Namens, die 'hre Werkstätten in Turin «nd Bozen hat. Er begann als einfacher Mechaniker und hat [e'tt erstes Modell ohne jede finanzielle Hilfe her ausgebracht. Ergänzung des dsutsch-englische« Flottenpaktes. L o n d o tt, 16. Feber. Wie „Evening News" meldet, ist ein Evgänzungsverirag zum deutsch-englischen Flottenabkomnien in Vorbereitung. Mt diesem Ergänzuntsorr-trag sollen die Ergebnisse des im vorigen Jahre abgeschlossenen Dreimächtevertrages auch aus das d eutsch-englische Abkommen aus gedehnt werden. Wem gehören die .Hühner? In der Cvetlična ulica warf in der vergangenen Nacht ein unbekannter Mann, als er eines Wachmannes ansichtig wurde, einen Sack weg, in dem fünf abgestochene Hühner und zwar zwei Hähne und drei Hennen vor gesunden -wurden. Die Hühner sind zum Teil grau, zum Teil gesprenkelt. Der Berlustträ-ger möge bei der Polizei vorstellig werden Zürich. 16. Feber. Devisen. Beograd 0 Paris 20.425 London 21.475 Newyork '38.75 Mailand 23.08 Berlin 176.40, Wien 78.10, Prag 15.30. Im Kino-Cafe ab 16. Feber die bulgarische Artistengruppe Los Angeles mit einem sensationellen Großstadtprogramm. 1533 Die Athener Konferenz B§H§utsame Bankettreöe des zugoMwischen Dföfmfterpräfiöeiiteit und Außenministers Br. Gtojadinovie / Die Baiknnunion-Befprechungen werden bis Donnerstag dauern A t h e n, 15. Feber. Wie bereits berich-• i:t, fand heute nachmittags -die erste offizielle Aussprache zwischen den vier Außenministern J u g 0 s 1 a w i c n §, © t i e ch e it= l a n d s, R u m ä n i e n s'und der T ü r-£ c i statt. Abends gab der griechische Regierungschef und Außenminister General M e t a r as zu Ehren seiner anwesenden Kollegen und ihren Damen in den Salons des Grand Hotel Bretagne ein Festessen, in dessen Verlaufe der Gastgeber die Gäste in einer herzlich gehaltenen Rede begrüßte. Die Rti° des griechischen Ministerpräsidenten beantwortete der jugoslawische Ministerpräsident und Außenminister Dr. S t o j a d i n o v ' g nsie folgt: „Herr Ministerpräsident! Ich beehre mich, als Vorsitzender des Rates der Balkan »matt Eurer Exzellenz für die herzlichen. 11t die Adresse der Vertreter unserer vier befreundeten und verbündeten Staaten gerichteten Worte zu danke«. Als ich vor Iah. sfrist die Genugtuung batte, i» Beograd Eure Exzellenz und andere angesehene Vertreter unseres zu begrüßen, sprach ich eine lieber-Mgung aus. die von alle» geteilt wurde. Die Ueberzeugung nämlich, daß unser Bund die beste Garantie des Friedens und der Ordnung sowie der definitiven Stab'lität auf dem Balkan bildet und dies auch "n Hinkunst zu bleiben hat. Ich kann heute angesichts dieser herzlichen Gostsreun"chast mit Befriedigung feststellen, das; wir uns in unseren Hoffnungen nicht enttäuscht haben. Unser Glaube bleibt in Hinkunst uncr- | schütterlich. Die Balkanunion geht ihren . Weg der Entwicklung und des Fortschrittes ' weiter. Das gegebene Wort wird seinen ganze» Wert behalten, der unerschütterliche * & 5 v i ,/V «S Dr. Gwjaöinovic Glaube aber wird die feste Basis aller künftiger Arbeit sei«. Die Balkamunion bedeutet weder Rasten noch Wanken. Jeder unserer Schritte fuhrt nur nach vorwärts. Unsere gemeinsamen Bemühungen auf dem Wege zur Schaffung des Friedens haben ihren Lohn bereits erhalte» und die reich- Ernte in die Scheunen gebracht. Seien wir uns doch bewußt, daß wir im Geiste edelster Tradition unserer gemeinsamen Vergangenheit handeln und für das Glück jener Generationen, die nach uns kommen! Heute, da mir Balkaner einen neuen Part vorbereiten bzw. den bereits bestehenden Akkord befestigen, möge die Welt das Gefühl und die tiefe Ueberzeugung gewinnen, daß es sich hier um einen Frieden handelt, der der ganzen Balkanhalblnsel und diesem Teile Europas von Nutzen sein wird. Die Aera der Verwicklungen auf dem Balkan ist vorüber. Dies geh nicht nur aus unseren Worten, sondern auch aus unseren Tate» hervor. Die Mächte, die einst einem unverständlichen Wettstreit lagen, sehen wir dank unserer Bemühungen k/ rdi-»iert und vereint neuen Zielen ent gcn-schreiten. den edelsten Zielen des Fr edens und des'Wohlstandes der Balkanvölkcr. Ich fühle mich glücklich. Hekx Ministerpräsident. Gelegenheit zu haben, dieses siest Vertrauen in der Hauptstadt Griechenlands zum Ausdruck bringen zu können, in chen der Mutter der Weisheit und der ewigen Schönheit. Ich erhebe mein Glas a das Wohl König Georgs von Griechenland König Carols von Rumänien, des Lirkisckstn Staatspräsidenten Ataturk. auf das Wohl und den Fortschritt des edlen griechischen verbündeten und befreundeten Volkes und auf das Wohlergehen Eurer Exzellenz und f6i»t"er liebenswürdigen G-mahl'n." Stach dem Essen fang ein. feierlicher Empfang zu Ehren her. Außenminister Jugoslawiens, Rumäniens und -der Türkei statt, an dem alle grkech-ichen M'nister die Generalität und -die Admiralität teilnahmen. Ansprache an die Frontkämpfer, die einst als verbündete Krieger oder ritterliche Fein de in den Schützengräben gelegen seien, daß sie im Inferno der Materialschlachten aus-gehalten hätten, sich jederzeit mit den Heiden d. Vorgeschichte vergleichen könnten. Es gebe keine bessere» Friedensträger als die Frontkämpfer. Ihnen, die mit der Waffe in der Hand für ihr Vaterland gefachten hätten, müßte allein bas Recht zur Gestaltung der Zukunft der Stationen zugestanden werden. Sie hätten die besten Möglichkeiten, ihnen die Segnungen des Friedens zu erhal tcn. Stur diejenigen rasselten mit dem Säbel, die den Krieg nicht kannten. Im Anschluß an die Begrüßung fand int Haus der Flieger auf Einladung des Botschafters von Ribbentrop ein Frühstück statt. Um 16 Uhr begann dann dort che' e.rstd Arbeitstagung. ' Geburt eines Thronfolgers in Italien Italienischer Kommentar zur Athener Konferenz Rino Alessi über die Außenorientierung der Balkanstaaten. — Die Bedeutung Italiens im Mittelmeerramn. Trie st, 15. Feber. Der Direktor des Vice e l 0", Rino A l c s f i, der bereits wiederholt in Aufsätzen für eine Vertiefung der italienisch-jugoslawischen ‘'Beziehungen eingetreten ist, befaßt sich an leitender Stelle mit der Athener Konferenz der Balkan-1 tonten. In dem Artikel werden einige Mc-mente betont, die ganz deutlich die Ziele der Politik Italiens aufzeigen. Ez heißt darin, daß drei Viertel des Europa-Problems im Mittelmeere liegen, während Italien eine Mittelmeer-Großmacht darstelle, die nach ihrer militärischen Vorbereitung den ersten Platz in 'Europa entnehme. Die Interessen Jugoslawiens, Griechenlands, Rumäniens und der Türkei seien aus das Mittelmeer gerichtet und die genannten Staaten können ohne Italien nichts unternehmen. In diesem Sinne habe auch England diesen Zustand anerkannt, indem es > mit Italien das „gentleman agreement" schloß. In der Richtung einer Verständigung mit Italien müßten auch Jugoslawien, Griechenland und die Türkei ihre Außenpolitik orientieren. Gtaarspsäfiöenlknwahl m Finnland Ministerpräsident Kallio zum Staatspräsidenten gewählt / Svinhufvuuds Kandidatur gescheitert H e $ s i n s k i, 15. Feber. Der bisherige Ministerpräsident Kallio, der der Bauern partei angehört, ist mit 177 Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt worden. Die erste Wahl brachte keine Entscheidung. Die Sozialdemokraten stimmten für den Liberale» Stahlberg, der jedoch die absolute Mehr heit nicht zu erlange» vermochte. Im zweiten Wahlgang gaben die Sozialdemokraten ihre Stimmen für Kallio ab, der mit 177 Stimme» zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Der bisherige Staatspräsident Svinhufvuud blieb mit 104 Stimmen in der Minderheit England wünscht nicht öle Rückkehr Ottos nach Oesterreich Die Abfuhr, die dem Legitimistenführer Baron Wirsnex in London zuteil wurde. L o n d 0 n, 15. Feber. Wie in maßgeblichen Kreisen verlautet, hat der österreichische Legitimistenführer Baron Wiesner anläßlich seines Setzten Londoner Besuches die nachstehenden zwei Fragen an die britische Regierung gerichtet: 1. Kanu Erzherzog Otto Habsburg-Lothringen damit rechnen, anläßlich seines Londoner Aufenthaltes vom englischen König in Audienz empfangen zu werden? 2. Hat die englische Regierung etwas dagegen einzuwenden, daß Otto als Anwärter auf den österreichischen Thron Oesterreich besucht? Wie in politischen Krei je« verlautet, wurden beide Fragen int Foreign Office negativ beantwortet. Neuer Bötterbmtdkommissar für Danzig. G e 11 f, 15. Fober. Der Völkerbundra-. hat den Genfer Historiker Prof. Burghardt zum VöReAnrndfommtssfar in Danzig ernannt. Degrette fordert Kammer-aufiöfung B r ü s f c I, 15. Feber. (Avala.) Leon Degrelle, der Führer der Rex-Bewegung, hat att König Leopold eine Depesche gerichtet, in der die Auflösung der Kammer und die Abschreibung von Neuwahlen gefordert wird. Nur eine solche Lösung könnte nach Ansicht DegrelleS die Befriedung im Lande bringen. Die internationale Front-kämpsertagung in Berlin Berlin, 15. Feber. Die Abordnungen der 13 an der Tagung des Ersten Kongresses der permanenten Internationalen Kommission der Frontkämpfer in Berlin vertretenen Länder wurden heute mittag vom Ministerpräsidenten Generaloberst Gering empfangen. Der Ministerpräsident betonte in seiner Die Schlachtfelder toon Armentieres unter Waffer Kronprinzessin Maria Jose von Piemont, die Gemahlin des italienischen Kronprinzen, gebar in Neapel ihren ersten Sohn, der damit Italiens neuer Thronfolger ist. Die Geburt des Knaben rief in ganz Italien große Freude hervor. Dieses Bild zeigt die Kronprinzessin mit ihrem ersten Kind, der Prinzessin Maria Pia von Savoyen. (Associated Preß-M.) Die Gegend rund um die Stadt Armentieres, in der die Soldaten des Weltkrieges einst kämpften, wurde von der Hochflut der Lys, die infolge der Regen fälle über die Ufer trat, weit überschwemmt. (Scherl-Bilderdienst-M.) Hayafhrs Oberhausreöe T o k i 0, 15. Feber. Im Herrenhaus erklärte Ministerpräsident H a y a s h i, e6 trete für die unbedingte Achtung der kaiserlichen Verfassung ein. Er versicherte neuerdings, er werde eine Lösung der Problem6 suchen, die Japan und die Sowjetunion betreffen, und zwar werde er trachten, daß dies in freundschaftlichem Geist geschehe. Die japanische Regierung habe keinerlei wbiets-ansprüche in Nordchina. Er werde " ' bemühe», ein Wettrüsten zu vermeiden gleichzeitig alles Mögliche tun, um die Landesverteidigung in den durch die japanischen Finanzen gezogenen Grenzen voll und ganz zu sichern. Kriegsminister General S u g i y -- m a gab dann folgende Erklärung ab: Unser6 Forderungen stellen das Mindestmaß unsres Bedarfes dar. Wenn Sie die uilitäri-schen Kredite kürzen, wie sollen wir unser6 Politik gegenüber China und der Sowjetunion unterstützen? Das Haus nahm diese Erklärung mit einer gewisse» Nervosität auf. enthielt sich aber aller feindseligen Kundgebungen. Die politischen Beobachter schließen aus dieser Hw* tung. daß die Kammer ihre Haltung m1*’ Furcht vor einer Auflösung ändern wäre. Jegoraws Baltikum-Reise. K 0 lu n 0, 15. Feber. Der morgige litoh1 fchc Staatsfeiertag wird besonders feierlich begangen werden. Der Generalstabschef dm russischen Armee Marschall Jegorow trisp heute in Kauners ein, wo er Gast des @,6' neralstabschefs der litauischen Armee f6*‘J wird. Er nimmt offiziell an der Feier de-16. Februar teil. Von Kaunas begibt jt4; Acarschall Jegorow nach Riga, wo er Gast des lettländischen Generalstabschefs -Hart-maichs sein wird. Bon Riga wird Marschal-Jegorow der estnischen Hauptstadt Tallinn einen Besuch «bstaUen und dort während des estnischen Staatsfeiertages am 24 F-f bruar anwesend sein, ebenfalls als Gast d6u Chefs des GeneraDabes Oberst Reef. Tagung des Banatömteö Der DoranMag in der Höhe von 119,990 000 Dinar / Am 23% höher als ber laufende / Neuer Gchuizufchlag von 35% / Exposee des Banns S j u B I r, a u a, 15. Feber. Der Banats- l Zur Bedeckung der Ausgaben bleiben die I natstaxcn 15.6 (—) Millionen Dinar aus- rat (rat heute um 8 Uhr im Banatspalais bisherigen Z u f ch l ä g e zu den direkten | machen, o“ Ieiner diesjährigen Tagung zusammen, | Steuern (50 Prozent Banatszuschlag, 5 Pro-' vt vor allem den Voranschlag für das Fi- jzent Straßenzuschlag und 5 Prozent Sani-.anz;ahr 1937-38 zu verabschieden und zu tätszuschlag) unverändert, sodaß samt dem "gen wichtigen Angelegenheiten Stellung' neuen Schuldzuschlag 95 Prozent (bisher 60 3U nehmen. Anwesend waren auch die vier neuen Banatsräte, die in letzter Zeit ernannt ^ordert waren, nämlich Rechtsanwalt Dr. 6ero Miler aus. Maribor (statt des ntechtsanwaltes Dr.. Ravnik), der Sekretär Jndustriellenverbandes Dr. Adolf G 0-a, (statt des verstorbenen General-<3i 3"9- Milan Kuklje), ferner Jakob } a n 1 c aus Topola und Lovro P I a-1' ? a aus Škofja Sola. An seine Majestät °chg Peter und - Seine kgl. Hoheit den Minzregenten P a u 1 wurden Huldigungs-^ Obramme und an den Ministerpräsidenten .!'• ^ to j a d in 0 b i S, den Finanzmi-^ter L e t i c a uni den Innenminister ® 0 r 0 8 c c wurden Begrüßungsdepe-Mn gerichtet. - ■ S»'«auf ergriff Bqnus Dr. N a 11 a č c n Eöort zu einem ausführlichen Expose e._ in welchem er die Lage des Dvauba-.b, schilderte und auf die Bedürfnisse Slo-!6c»iett§ hinwies. ' ^ betonte zunächst. daß der Voran-.A.9? A u s g a b e nun der Höhe von 119 tutonen 990.000 Dinar und ebenso viel Mnahmen vorsieht, um volle 22.4 Millio-. En Dinar oder 23 Prozent mehr als üis-9Er. Der Grund ist darin zu suchen, daß nach Jn neuen Bestimmungen die Sorge um die -. n B a I t u n g der V 0 l k 5- s ch u l e n ' UT das Banat übergeht, außer in den auto Prozent) eingehoben werden. Größere Gin nahmen sind aus den Einkünften der Pan sch alu m s a tz st e u e r zu erwarten, dasselbe gilt auch von den gemeinsamen Ba-näts-V e r b r a u ch s st e u 0 r tl, von denen dem Draubanat ein größerer Prozentsatz zugewiesen werden muß. Die Ausgaben für die einzelnen Verwaltungszweige der Banatsverwaltung betragen: für die allgemeine Abteilung 6.87 Millionen Dinar (um 0.24 Millionen mehr als im laufenden Voranschlag), Verwaltungs abteilung 1.2 (+O.47) Landwirtschaft 8.92 (—5.52), Unterricht 22.12 (+14.67). i'chni-sche Abteilung 39.06 (+1.06). Sozialpolitik 12.27 (—28.96), Finanzabteilung 13.93 (+0.05) und Handel, Gewerbe. Industrie und Fremdenverkehr 2.46 (—0.16) Millionen Dinar. . Von den Einnahme n werden die Zuschläge 60.4 (+15), der Anteil an der Pauschalumsatzsteuer 13 (+10.1), die Banats verurteilt. Das Berufungsgericht in Warschau hatte das Todesurteil aufgehoben und einen Freispruch gefällt. Nun hat das Oberste Gericht in Warschau, bei idem die 'Nichtigkeitsbeschwerde gegen den Freispruch ein-geüracht wurde, den Freispruch kassiert und eine neuerliche Verhandlung angeovdnet. Man drohte Grzeszolsky eine neuerliche Verhaftung. Er flüchtete aus Sosnovice «l» hat nun Selbstmord begangen. $er\j\lachManH'"' ist stets auf dem kosten hei Iflackt und Giebel, hei Sturm und Kegen. 'Vor £r* kältung und TKädigkeit bewahren ihn PALMA PALMA-OKMA SOHLE Ö O 0 ch Bei iedem Schuhmachermeistsr erhältlich I Der P e r s o n a l st a n d wurde infolge Nebernahme eines größeren Ausgabenkreises etwas erhöht, wodurch die Zahl der Staats-bediensteten gleichzeitig verringert wurde. Jn der Nachmittagssitzung wurde das Kapitel „Allgemeine Abteilung" in Beratung gezogen, wobei Sektionschof Dr. P s e i f e r orneii Städten, die weiterhin für das Volks-Mmweseg aufzukommen haben werden. Zur , bdeckung der neuen beträchtlichen Lasten J Os" Schulz u s ch l a g in der Höhe .11 35 Prozent ■ zu den direkten Steuern chPeführt. Die neue Last Witt) jedoch da-chl'ch ziemlich ausgeglichen, daß in entspre- chet, ri+ das ö*m Maße die Ausgaben der Gemeinden Schulwesen sich verringern werden. ,x.'vn letzten Jahr wurden insgesamt 1?9 . e rsx c i n den umrommassiert und 40 neu putzet, sodaß es gegenwärtig 413 Land-' . * Stadjgcmeinden gibt, gegen 373 vor '^chi Jahren. Jn der Zusammensetzung der Feinden werden noch weitere Aenderun-' borgenommen werden. r,,j n Energischer Kampf wird, wie der Ba-,j ä ^stcr ausführte, gegen den K 0 11t m u-j J 5 w u s. und zwar durch Unterbinden 0’ Wühlarbeit im Wege der politischen Or-'q ltG und durch die Gesundung der sozialen der Bevölkerung. . , p.che= E l e k t r i f i z i e r u n g des wT ^ird mit allen Kräften gefördert und 9at bereits Verbrauchssteuern 27.8 (—2.3) und die Ba- j die entsprechenden Aufklärungen gab „Viktor (šmanuel IV." Der erste kaiserliche Prinz des neuen Italien 9r V-cit5 luione Erfolge zu verzeichnen: s uent Banats-N o t st a n d s f o n d ßp't*.. e!ne siroße Anzahl von Arbeitslosen -Z^chchsigt. vor allem durch Durchführung ..r„ öffentlichen Arbeiten. Die Zahl der aus 1 Mitteln beschäftigten stellenlosen I n-. - * G f t u e I I c n wird allmählich ab- Dp0-’ 'ö’e Ausgaben hie für zu groß sind. S...1. t® a ß e n e t kj a 11 um g wird die aifit ®or0e zugewendet. , Jn Slowenien 41 gegenwärtig 616 Kilometer Reichs-, met ^^umeter Banats- und 18.527 Kilo-E': Gemeindestraßen. Die Banas'verwal-;rr- 0 r kaufte den R a tz e r h 0 f um 3 c;rt„ Osten Dinar an und in Poljče wird o+L . 7, "wdwirtschaftsschule für Oberkrain n richtet werden. Die Freude des italienischen Volkes über die Geburt des Thronerben ist anfricht und echt. Der König und mit ihm das könig liche Haus haben feit der Machtergreifung durch Mussolini sich daraus beschränkt, die Einheit und Größe Italiens zu repräsentieren und soweit es um die Rechte des Königs geht, sie im konstitutionellen Sinne auszuüben. Gerade diese bewußte Zurückhaltung hat dem König und der Königin außerordentliche Popularität gesichert. So ist es unschwer zu verstchen, daß die Geburt des ersehnten Thronfolgers wirklich zu einem nationalen Fest geworden ist. Kron Prinz U m b e r t 0 ist der einzige Sohn des Königspaares. Die übrigen vier Kinder sind Prinzessinnen, von denen drei bereits verheiratet sind, Me älteste, Jolanda Mar-ghevita, mit dem Grafen ©albt dt Bergolo, der höherer Offizier in der italienischen Ka vallerie ist, die zweite, Mafalda, die die Gat tin des Prinzen Philipp von Hessen ist und gegenwärtig in Kassel wohnt. Die dritte Tochter, Gtovanna, ist die Gemahlin des Zaren Boris von Bulgarien, während die vierte und jüngste Tochter, die zweiundMatt zigjährige Prinzessin Maria, noch unver-mählt ist. Eine Zeitlang hieß es von ihr, daß sie die Gattin des österreichischen Thron Prätendenten Otto werden sollte, doch als Zitas ehrgeizige Pläne bekannt wurden, hat man in Rom deutlich abgewinkt. Die Geburt des Thronfolgers ist aber noch in anderer Hinsicht geeignet, Freude hervorzurufen. Der Ehe des Thronfolgers mit der belgischen Königstochter Maria Josefa, die aus der Ehe des tödlich verunglückten Königs Albert von Belgien und seiner Gemahlin Elisabeth hervovgegangen ist, war ein böses Zeichen vorangegangen. Als der prinzliche Bräutigam Anfang Januar 1930 in Brüssel eintraf, um seine Braut ab zuholen und nach der neuen Heimat zu bvin gen. wurde auf ihn in Brüssel am helllichten Tag ein Attentat verübt. Die von Antifaschisten gegen den Kronprinzen geschleuderte Bombe verfehlte verfehlte jedoch erfreulicher weise ihr Ziel, der Thronfolge r blieb unverletzt. Kurz darauf, am; 8. Januar 1930, wurde die Hochzeit mit großem Pomp began gen. lieber drei Jahre blieb die Ehe kinderlos, die leicht zum Aberglauben geneigten Gemüter der Italiener wollten auch hierin ein böses Omen erblicken, aber alle Befürchtungen wurden verscheucht, als am 24. September 1934 das erste Kind. Prinzessin Maria. Pia, geboren wurde. Nunmehr ist als zweites Kind ■ ein Sohn, gefolgt, der die Dy-. nastie im Mannesstamme fortzusetzen bestimmt ist. Nach altem Brauch wechseln die Namen der italienischen Herrscher zwischen Viktor Emanuel und Umberto ab, so daß Großvater und Enkel stets die gleichen Namen tragen. Infolgedessen ist der neugeborene Prinz der künftige König Emanuel 4. Der ihm bereits verliehene Titel „Prinz von Neapel" entspricht dem italienischen Brauch, den neu geborenen Prinzen den Ort ihrer Geburt als Beinamen zu geben. Auch König Viktor Emanuel 3. ha den Titel eines Prinzen von Neapel geführt. Der neue Prinz Viktor Emanuel ist das' jüngste Reis am alten Stamme Savoyen. Dieses Haus gehört zu den ältesten Dynastien. Sein Stammvater ist Graf Umberto v. Savoyen, der im Jahre 1023 in die Geschichte eingetreten ist. 1416 erhielten die Grafen von Savoyen den Herzogstitel. Ihrem Ursprung nach ist die Dynastie französischen Stammes, doch verlegten sie bereits im 15. Jahrhundert den Schwerpunkt ihrer Hausmacht nach Oberitalien in das Fürstentum Piemont mit der Hauptstadt. Turin. 1720 nahm das Haus den Königstitel von Sardinien an. 1860 wurde das Stammland Savoyen an Frankreich abgetreten. Die nationale Einigung Italiens, für die sich die Könige des Hauses Savoyen eingesetzt hatten, wurde mit der Übertragung der italienischen Königskrone an die savoyische Dynastie belohnt. Bemerkenswert ist, daß der neugeborene Prinz von Neapel der erste fa-voyische Prinz ist, dem bereits in der Wiege die Würde auch eines kaiserlichen Prinzen zukommt. Zusammenbruch der Kolchosen. W a r s ch a u, 15. Feber. Der Sekretär des Zentralansschusses der Ukraine Kojstor erklärte in einer Rede, in der er die Wirtschaftslage der Ukraine schilderte, daß 71 Prozent der Kollektivwirtschaften (Kolchosen) das letzte Wirtschaftsjahr mit einem Defizit abgeschlossen hätten, lieber 3000 Kol lektivwirtschaften befänden sich in einer so schwierigen Finanzlage, daß der Staat ihnen besondere Zugeständnisse machen müsse, um sie vor dem völligen Zusammenbruch zu retten. Der Wiener „Spukssteger". W i e n, 15. Feber. Zur allgemeinen Ue-berraschung ist heute um 10 Uhr vormittags aus der Richtung Tschechoslowakei wieder ein sogenannter „Spukflieger" über Wien erschienen. Er beschrieb die Formen von Hammer und Sichel am Himmel und blieb mehr als eine Viertelstunde schr hoch über Wien. Zu seiner Verfolgung sind sofort in Aspern mehrere Militär- und Polizeiflugzeuge aufgestiegen, die den geheimnisvollen Flieger vertrieben. 4m Aufsehenerregender Doppelselbstmord in Krakau. Krakau, 15. Feber. In einem hiesigen Hotel hat der Industrielle Grzeszolsky aus Sosnovice mit seiner 21jährigen Gattin Selbstmord durch Vergiften begangen. Der Industrielle stand vor kurzem im Mittelpunkt eines Kriminalprozesses. Er wurde vor einem Jahr vom Bezirksgericht S>osno-vice wegen Vergiftung seiner ersten Gattin und zweier erwachsener Kinder zum Tode i. Todesfall. In Zagreb ist der Oberst i. R. Josef V o r k 0 auf der Straße von liebelsein befallen worden und einige Minuten darauf an den Folgen eines Herzschlages verschieden. i. Ein jugoslawischer Journalist gestorben. In Sarajevo ist der langjährige Mitarbeiter der „Srpska Rijeü", Dušan M a k-s '1 m 'o v i č, einem Schlaganfall erlegen. Maksimovič war seinerzeit auch. Präsident der Sektion Sarajevo des Jugoslawischen Journalistenverbandes. i. Merkwürdiges Selbstmordmotiv eines Greises. Jn Olip bei Šibenik hat sich der 83jährige reiche Jakob B u k a s von einem hohen Felsen in die Tiefe gestürzt, wo er mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb. Der Alte grämte sich darüber, daß sein aus Amerika heinigekehrter Sohn nicht eine Witwe ehelichen wollte, die er für ihn auS-erwählt hatte. i. Im Militärflugzeug zur dringlichen Operation gebracht. In Molat erkrankte ein Matrose namens 6 a b r i j a n an einer Blinddarmentzündung. Da weit und breit kein Arzt zu finden war, wurde das Seekommando Šibenik telephonisch davon verständigt. In' Šibenik stieg ein Militär-Wasserflugzeug auf. wasserte in Mulat, nahm Labrijan an Bord und brachte ihn nach Šibenik, wo die Operation glücklich durchge führt wurde. Es ist dies der erste Fall, daß ein operationsbedürftiger Patient mit einem Wasserflugzeug der Kriegsmarine ins Spital gebracht wurde. 1. Die Zähne retteten ihr das Leben. Jn Slunj bei Karlovac hänselte der Friseurge-hilfe Janko M r a v n n a c in einem Hofe die junge Jagica M a g d i 6, die den Zu-dringlinig mit Schmutzwasser ' begoß. Diese an sich harmlose Reaktion brachte Mravu-nac plötzlich in solche Raserei, daß er eine Pistole zog und einen Schuß in die Kopfgegend des Mädchens abfeuerte. Die Kugel prallte an den gesunden Zähnen des Mädchens ab. Die Vorderzähne gingen dabei in Trümmer, doch retteten sie ihrer Besitzern das Leben. Gegen den vertierten Unhold ist das Gerichtsverfahren im Zuge. i. Wieder ein Erfolg des Zagreb« Amateurdetektivs Mayersberg. Der Zagreb« Amateurdetektiv Georg Mayers b erg hat am 15. d. M. ausfindig gemacht, daß sich auf der Paromlinska ulica ein. gefährlicher Verbrecher, Nikola V u k m a n o v i e verborgen hält. Mayersberg eilte mit zwei Wachleuten in die genannte Straße, wo ihnen der Gesuchte entgegen!cwt. Vukmano- 'bife wandte sich aber eiligst um und Sögamt zu laufen. Die Polizisten schoflen chm mehrere Kugeln nach, es entstand eine panische .Hetze hinter dem Verbrecher, der Zäune übersprang und sich in der Wohnung eines Gastwirtes verbarg. Er wurde dort unter dem Bett des Gastwirtes hervor geholt und i. Die «itteldslmatimschen Inseln fugen elektrifiziert werden. Die küstenländische Banaisverwaltung hat bereits die erforderliche Fachkommission eilt Berufen. Am fji§Ml§u§- lu. Der Bora»sehtag des Bezirksstraß««- Msschusses in Litija beläuft sich auf 1 Million 946.957 Dinar. Der Ausschuß hat für die Erhaltung eines Straßennetzes »mi 205 Kilometern p sorgen. lu. Der Hau«haltplep der Stadtgemeinde Ljubljana wurde vom Finanzausschuß des 'Zbadtrates durchgeavbsitet und einer tcil-•mcifen Korrektur unterzogen. Die A u s g a b e « belaufen sich auf insgesam 96,752.385 Dinar und sind um 6,837.157 Di:rar niedriger als int laufenden Voranschlag, der gegenüber den Budgets der früheren Jahre eine starke Erhöhung darstellt. Die Personal aMgaben und Pensionen belaufen sich aus fast 21 Millionen, der Schuld endienst aus citoaS über 11, die Ausgaben für Bauzwecke betrogen fast 9, für soziale Fürsorge 5.4, für iGemeindewirtschast 3.9 und für die städtischen Unternehmungek 31.l Millionen Dinar. Zur Bedeckung der Ausgaben sind Zuschläge w den direkten Steuern in der Höhe von 60%, d. H. rund 8.4 Millionen Di war vorgesehen. Die Taxen betragen 19.3, die Einfuhr- und die Verzehrungssteuer 23,7 und die Einkünfte der Unternehmungen 34.6 Millionen Dinar. Der Wasserzins wurde von 8 auf 615% gesenkt. Der Zinsheller in alten .Hausern Beläuft sich auf 3V* und in den Neuen Häusern auf 2*/« des Mietzinses. Der Voranschlag kommt in den nächsten Togen vor das Plenum des 'Stadt rat cs. Aus Sloäi Mtd Umduw Vor einem neuen Vauarbeilerftreif ? Forderungen nati) der Erneuerung des Kollektivvertrages im Baugewerbe Der Bauarbeiterverein hielt vergangenen durchgssührte Deststreik Brach aber zusammen, so daß die Bau,firmen unter ungleichen t Bedingungen arbeiten müssen. AmEufer im Schnellzug Im Schnellzug Lyon-Marseille spielte sich m einer her letzten Nächte ein blutiges Drama ab. Der Zug verließ Lyon zur fahrplanmäßigen Zeit um 33.30 Uhr. In der Regel ist er stark besetzt. In der fraglichem Nacht wurde in einem Wagen ein aus Algier stammender Araber, namens Mohamed Budu, der in Paris wohnt und sich auf der Fahrt nach Marseille befand, plötzlich wahnsinnig. Er zog ein Rasiermesser aus seiner Tasche und stürzte sich auf einen italienischen Reisenden, der ihm gegenüber saß. Dieser wehrte sich zwar mit allen Kräften gegen den plötzlichen Ueberfall, er wurde aber doch schwer verletzt und sank zu Boden. Der Araber ließ nun von seinem Opfer ab und schlug mit dem Rasiermesser auf einen anderen Reisenden ein, der mit ihm in demselben Abteil saß. Auf die Hilferufe eilten sofort andere Reisende herbei. Der Angreifer, ein Mann von herkulischen Kräften, stieß sie zurück und stürzte in den Gang. Dort trat ihm der Zugführer entgegen, an dem er sich ebenfalls »ergriff, ohne ihm allerdings ernstlich Schaden zufügen zu können. In diesem Augenblick hielt der Zug in der Station Vienne. Der Araber sprang zur Tür heraus und flüchtete in der Dunkelheit in der Richtung auf den naheliegenden ~uwnel M. Der Bahnhofvorsteher alarmierte die Gendarmerie von Binne und Estressin, während man sich um die Verwundeten bemühte. Zunächst war aber von dem Amokläufer nichts zu entdecken. Am anderen Morgen fand man ihn. auf der Strecke liegend, vor, überfahren und schrecklich zugerichtet. b. Europäische Revue. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart—Berlin. Aus im Inhalt des Februar-Heftes: Fakth Bifki Ate»: Die Türkei von Montreux. Josephine Blesch: Panamerikanische Politik und Völkerbund. Ernst Forsthoff: Heber kollektive Sicherheit. Mols Keller: Kirche und Theologie in Groß Britannien. Andrew Marwell: Gedicht. Hermann Ullmann: Sao Paulo, Tania Mixen: Der Wein der Vierfürstm. b. Quo vadts, blonde Karin«? Ein moderner nordischer Liebesroman. Aagot Din-ger-8erlag, Sankt Jbb. Schweden, 3.50 Mark oder 5.50 schwedische Kronen. Nirgendwo lebt die Frau freier als im Nordet: und nirgendwo sind die Probleme der Liebe in ihrer ganzen Weite so oft erlebt und ’*t«ch Erleben gelöst, als gerade im Norden. Sonntag im Saale der Arbeiterkammer seine Jahreshauptversammlung ab. Dte Tagung, deren Vorsitz Obmann Johann ločit i k führte, war sehr gut besucht und die Teilnehmer legten eine ziemliche Erregung an den Tag. Beim Bericht über die Tätigkeit der Organisation im vergangenen Jahre wurde der Umstand hervorgehoben, daß der einzige Erfolg die Unterzeichnung eines provisorischen Kollektivvertrages war, die jedoch durch zwei klein-re Streiks errungen werden mußte. Im seinerzeitigen Abkommen wurde ausgemacht, daß bis Ende des Jahres ein neuer, definitiver Kollektiv-Vertrag mit den Bauunternehmern abgeschlossen werden muß. was jedoch bisher nicht erzielt werden konnte. Sei!- Neuzahr besteht im Baugewerbe ein vertragslostr Zustand. Die Vertreter der Bauarbeiter.leiteten seit Jahresbeginn schon 3mal Schritte ein. um die GeschWsZubrMirm Heute feiert Frl. Friedericke Platzer, Inhaberin der allseits bekannten und renommierten Papierhandlung A. Platzer in Maribor, das 50jährige Geschäftsjubiläum. Die Jubilantin ist die Tochter des im Jahre 1928 verstorbenen Kaufmannes und seinerzeitigen Gremialobmannes sowie Kam-: merrates Andreas Platzer welcher am 16. i Feber 1887 das heutige Papiergeschäft von Frau Ferlinz käuflich erwarb. Als vormaliger Vertreter der Papierwarenbranche konn te Herr Platzer im Geschäfte seine umfangreichen Fachkenn n'sse gut verwerten, er baute sein Geschäft immer weiter aus; dem- selben wurde auch eine Buchbinderei ange-Unternehmer zur Unterzeichnung eines neuen schlossen. Die Firma erwarb sich durch ihr Kollektivvertrages zu bewegen dock» hatten reeles Geschäftsgebahren und dadurch, laß sie bisher keinen Erfolg. Die Bauunterneh- sie immer nur vom Besten das Beste den mer erklärwn. man müsse die Herausgabe Kunden bot. weit über die Landesgrenzen der Verordnung über die Mindestlöhne ab- den,besten, Ruf, welchen sie auch derzeit noch, warten, die dieser Tage tatsächlich veröffent- genießt. Dienstag, den 16. Februar in Prag und zwei Tage in Wien vorgesehen sind. Für die Teilnehmer, 'wurde das Kollektivvisum gewährt, auch sind sie von der Vorweisung der Steuerbestätigung befreit. Der Fahrpreis stellt sich auf 1000 Dinar. Anmeldungen sind Vis zum 17. d. an das Reisebüro des „Putnif" in Maribor, Aleksa» droba cesta 35. Tel. 31-22, zu richten. m. Richterernennungen. Zu Richtern wurden ernannt die Gerichtsadjunkten Dr. Robert Kramberger beim Bezirksgericht in Dolnja Lendava, Kasimir S k a r a b 0 t beim Bezirksgericht in Marenberg und Karl Košenina beim Bezirksgericht in Kr njice. m. Schachkampf gege« Ptuj. Der Sportklub „Slavija" in ‘Pobrežje wird in den nächsten Tagen einen Schachkampf gcreu die Vertreter des Schachklubs Ptuj zum uus-trag bringen. Das erste Match soll in Btuj stattfinden, dem dann der Rückkampf Po-breche folgen wird. m. Der englische Klub hält Donnerstag, den 6. d. um 20 Uhr im Realgymnasium, Parterre, links seine Jahreshauptveriamm-lung ab, zu der alle Mitglieder eingeladen sind. m. Verhängnisvoller Sturz. In der Stol na ulica glitt gestern abends der 66sahrige pensionierte Eisenbahner Kaspar Dobnikar aus und, schlug hieben derart unglücklich mit dem Hinterhaupt auf das Pflaster auf, daß er einen Schädelbasisbruch erlitt. Die Rettungsabteilung überführte ihn ins Nach dem Tode des Herrn, Platzer führten dessen Witwe und Tochter, die ihm die größten Stützen in seinem Unternehmen 'varen, das Geschäft ungeschmälert mst großer Umsicht wester und nach dem Ableben der Frau Charlotte Platzer im, Juni 1934 übernahm die Tochter die alleinige Führung des be- licht wurde. Die Arbeiter verweisen daraus, daß die in der Verordnung angeführten Minimallöhne auf die hiesiaen Verhältnisse nicht anaewendet werden können. Sa schon bisbcr höhere Löbne gezahlt wurden. Die Versammlung verlief zeitweise sehr; Charlotte Platzer im, Juni 1934 übernahm stürmisch. Schließlich wurde die Vereinslei-! bw TnrWer di» alleinige Ffi tung beauftragt, an die Bauunternehmer nochmals, heranzutreten und sie zur Unterzeichnung des cndg'ltiqen Kollcktivvcrtraacs zu bewegen, wobst die Forderungen der Bauarbeiter mit allem Nachdruck verfochten werden müßten. Sollten die ilnstmeh-mer weiterhin auf ihrem Standpunk: verharren. dann müßten sich die Arbestcr freie § a n b für ihr weiteres Vorgehen Vorbehalten. Bei der Wahl wurde der bisherige Ausschuß in seiner Funktion bestätigt Die großen Fachkenntnisse, unermüdlicher und ihre Liebenswürdigkeit sind, allseits bekannt, und machten sie derart beliebt, m. Abgängig ist seit 8. d. der 13jährige Hilfsarbeiterssohn Wilhelm Vodušek wohnhaft in der Vojašniška ulica6. Zweckdienliche Angaben über seinen Aufenthalt mögen der Stadtpolizei mitgeteilt werden- m. Wetterbericht. Maribor, 16 Feber, 8 Uhr: Temperatur —2, Barometerstand 738, Windrichtung 0, NÜberschlag Nebel. m. Verletzung in den Ruhestand. In den Ruhestand wurden versetzt der Unteröeamto des Bezirksgerichtes in Maribor Ivan B a m und bei vollster Tatkraft erhalten! mi. . * | ©foenqafi als Helfer Ser Wie wir aus den Reihen der Bauunter-1 &riminnInnliiH nehmet hiezu erfahren, stellt sich die Ange-j legenheit in einem anderen Lichte dar. Der I Meister ©Bengali, der sich gegenwärtig für die Verhandlungen mit den Arbeitern in! auf einer Tournee durch die Tschockoflowa-Ljubljana eingesetzte A u s s ch u ß ! kei befindet, hat in Bad Pistyan, wo er der Bauunternehmunaen 'trat mit den Ar-, durch seine attraktiven Experimentalversu-beitern bereits in Verhandlungen zwecks, 4e Aufsehen erregte, auch sonst einen nicht Erneuerung des Kollektivvertrages, ’.ie Be- s ungewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen ge-sprechnngen wurden jedoch wegen eines dort habt. Während seines Aufenthaltes im ge-vorgekcmmenen Inzidents abgebro-, nannten Badeort wurde einem Gast eine chen. Der von der Unternehmung nicht »er- {goldene Uhr gestohlen. ©Bengali machte sich schuldete Unglücksfall eines ' Bauarbeiters . mit einem hellseherischen Experiment auf wurde zur Hetze gegen die Arbeitgeber ms- die Suche nach der Uhr und es gelang ihm genutzt, weshalb diese auf der Rechtfertigung und Entschuldigung beharren müssen. Bis diese nicht erfolgt, können sich die Vertreter der Arbeitgeber nicht zum Verhandlungstisch weis, daß man auch durch Hellfehen Krimi m. setzen. Bis zur Beilegung der Angelegenheit und bis zum Abschluß eines neuen Kollektiv Vertrages wurde der bisherige Vertrag, wenigstens von den größeren Mariborer Un-tenehmungen, stillschweigend verlängert, was größtenteils auch in Ljubljana der Fall war. Tatsache ist aber, daß die vollbeschäst'gten unquaitifizierten Bauarbeiter bei den größeren Firmen 3.50 und die Profeffiomsten 0.75 Dinar Stundenlohn erhalten, was d>e Mindestlöhne, von denen die Verordnung spricht, weit übersteiat. In dem definitiven Kvllektivvertrag, zu dem die hiesigen Unternehmungen ohne weiteres bereit sind, werden die Mindestsätze kaum eine Aenderung nach unten erfaßen. Im Vorjahr kann man im Baugewerbe von einem Streik eigentlich kaum reden da es sich nur darum ist-handstt hat, einige der kleineren Unternehmer d0W zu bewegen, annähernd d'e gleichen Löhne zu Bemtttren die d'e größeren messen in Leipzig, Prag und Wien/ wobei MvWe zpMftzsndsn. Dieser nicht ei-HeWch 1 drei Doge Aufenthalt in Leipzig, zwei Tage Ü dm Personal den Freundes- und , . g Unb unterbeamte des hiefigm Krcis-Gckchastskrcksen ein Bedürfnis ist. Frcmlmn ' erM te. Sofef C v a h t c. Frwdenke Platzer zu dieyem sÄteneu Jubi- j . . „ . , In um und Ehrentage die allerherzlichsten I m- Der Verein der pensionierte« Offijt*** Glückwünsche darzubringen. Möge Gott die und Mrlitärbeamten hielt Sonntag Ho-Jubilantzn noch recht viele Jahre gesund tel „Drei" seine Jahreshauptversammlung ab. Die einzelnen Referate erstatteten Obmann Oberst Dolenc, Schriftführer Oberstleutnant R a i z n e r und Kassier Hauptmann Vodopivec. Bei den Wahlen wuvde der bisherige Ausschuß in seiner Funktion bestätigt. Neugewählr wurde nur Oberstleutnant Vidmar als Vertreter der Altpensionisten. m. Gründung einer Anschaffungsgenafsen-schüft für die Textilarbeiterschaft. In den Reihen der hiesigen Textilabeiterschaft trägt man sich mit dem Gebanken, eine mgene Anschaffungsgenossenschaft zu gründen. wurde bereits ein Vorbereitungsaussch'" gegründet, der gegenwärtig mit der Ausarbeitung der Genossenschaftsstatuten beschäftigt ist. * Ohne Plage für Dich — ohne Gefahr für Deine Wäsche! Jede Gewaltanwendung beim Waschen gefährdet das Gewebe. Wasch darum schonend mit Radien. Es tut &££ die Ermittlung des Diebes, mit dem sich dar aufhin selbstverständlich die Polizei zu befch en hatte. ©Bengali lieferte damit den Be- uolfälfc zu klären vermag. Wäsche so gut und spart Dir die Plage. Ra-Todesfälle. Gestorben sind gestern der dion ist ja nicht irgendein beliebiges Wasch- 88jährige Oberfinanzrespizient i. R. Anton V i d ic und die 54jährige Finanzersgattin Aloisie § o 8 n e r. m. Meisterpianist Ruda Firkusny trifft morgen, Mittwoch in Maribor ein und wird am selben Abend im Saal des Burg-Tonki-ncs ein großes Konzert geben. Für dicken sensationellen Kv-nzertabend macht sich auch kchön ein außergewöhnliches Interesse bemerkbar. Am Programm stehen Bach, Chopin. Smetana, Mattimt, Sük, Prokosicff u. m. Ohne Reisepaß und Steuerbestätigung zu den Mustermessen nach Leipzig, Pr°g und Wien. Der „Putnik" veranstaltet in der Zeit vom 28. Feber bis 8. März eine Beuchs-fahrt der international BeBannteften Muster' mittel, sondern bedeutet vollkommene und dabei überaus einfache Wäschepflege. * Me Freiw. Feuerwehr in Bistrica H. Verwalter Schigert für die Spende voll Din 100.— statt eines Kranzes anläßlich des Begräbnisses Rottner. 1501 * Gegen Verstopfung und Hämorrhoidal-beschwerden haben sich L e o p i l l e n durch ihre verläßliche, pünktliche und schmerzlose Wirkung, ihre vollkommene Unschädlichkeit und durch die auch nach längerem Gebrauch stets gleich-bleibende Wirkung seit Jahren vorzüglich bewährt. In allen Apotheken erhältlich. Annonce reg. S. Nr. 3236 vom 19- 2. 1936. ‘ 1024 m. Schmuggler als Pferdediebe. Im Mf Lica-Tal ereignen sich immer häufiger Diebstähle von Pferden. In der Nacht zum gc* strigen Montag kam ein Pferd aus vom ^stahl des Besitzers Otto ti roba t in Sr- SS« Äm®!C 15161 ,*,ffle" taä «--d ».mSSl,™”"61- S°"ä“g IN. Mutige Eifersuchtsszene. In Slov. Bi-- itca tourSc der Knecht Franz Senats we-®en Eures Mädchens von mehreren -Burschen .^gerichtet, wobei diese auch mehrere schufte auf ihn ab feuerten. Ats st- In 8t. Vid bei Ptuj ist b;*- Gattin des .^Elgen Schulverwalters Belogcavec, Frau ^raga B e l o g l a v e c. im Wer von 32 wahren gestorben. R. i. st.! ^Der Cokolvcrcin hielt am Swn-tag fei-le ^cchreZhauptvevfammIung ah, in der folgende Leitung gewählt wurde: Starosta Dr. ^MUN, V'zestarosta Slavo Komac und D> rektor Dr. .Kovačič, Turnwart Janko Per» Ost Leiterin der Frauenriegen Frl. Bid-a Šedlbauer, Sekretär Karl Pertekel, 2. Sekre srt?1? Mosta Kosar, Kassiere Franz Makoter und Josef 25mH, Matrikentührer Martin Potočnik, ' Archivar Ivan Milič, Jeilgwart Nagelschmid, Ferner wurden in yCn Ausschuß noch berufen Dr. Brečko, Mir n .prelec, Josef Gorjup, Karl Koren. Ing. Urbančič, Major ManojloviZ, Ivo Burger, Davorin Zterk, Draao Mar, Martin Klemenčič, J. Velkavrh." Dr. Mrgole. Fr. Jed ,cch> Fl"an; Sltd-mnir Mirfn WaaTtN SSi.n.f«i Mord oder Anfall? Eine Frauenleiche auf der Straße bei Makole Heute frühmorgens fanden Leute auf der Straße zwischen Mafole und Jelovec ene Leiche einer älteren Frau. Die hievon sofort verständigte Gendarmerie erkannte in der Toten die etwa 60 Jahre alte Auszug-lerm Emma S t a n d e ck e r aus Jelovec, Bislang steht noch nicht fest, ob sie das Opfer eines Verkehr simsallcs oder eines MvtdeS geworden ist. Im Laufe des Vormittags entsanHe dte Mariborer Staatsanwaltschaft, die von dem Lelchenfund telegraphisch verständigt wurde, eine besondere Kommission. Auch wurde bereits die ObduNicm der Leiche angeordnet. a ?' Frantz Vidmar, Mirko Meglič, Hinko 'f,.rtfst Georg Zadravec, Jos. Krivec, Franz ~ini&ec, Frl. Ljubova Novakovič und Frl. laufe Furlan. B-Ein Biber erlegt. Im Jag-drevier Zu-witig int sog. Brunnenwasser erlegte dieser i^rge der Jagdaufseher Baland einen Biber ,ln Gewichte von '7 Kilogramm. ins' behördliche tteberpriisungcher Kraft . mzenge findet am 17. d. von 8.30 bis Ds-^0 Uhr am Bichmarkt statt. Die nötigen . Eumente sowie ein 100-Dinar-Stempel ln® i» tznbringeu. )*• ileberfall. In Koračiva (Slov. gor.) mivdr der 22jährige Ken'chlersfohn Franz "uiza von zwei Burschen überfallen und ganzen Körper schwer verletzt. Gontza ,J&te ins Krankenhaus überführt werden. A» Csüe Mi' ^dtsfütt. Am Montag ist int hiesigen J^lichen Krcmkenhauise Herr Mag. Heinrich Tobisch ganz Plötzlich und . Erwartet im Alter von 45 Jahren einem ^ r5ejt Seiden erlegen. Mit Herrn Magister ich'led ein ruhiger, arbeitsamer, hoch •Mchäister und beliebter Mann von dieser Et- Cr stammte aus Flok bei Palanka im .svirkte drei Jahrzehnte hindurch als C,. üi der hiesigen Mariahilfapotheke. ruhe in Frieden! r. l; 50 Jahre Stndentenküche. Am 19. Fe- 50 ^Eht die „Studentenküche" in Celje ihr ®teufest. Gegründet wurde sie am 19. '5 er 1887. Ihr erster Vorsitzender war bis N Jahre 1903 Ing. Miha Bosniak. Vom 1903 bis 1900 saß ihr Dr. Josef r, 'Jee dar, und vom Jahre 1906 bis zum ;t . r^u Tage ist Herr Prof. Josts Kožuh läi ^Ersitzender. Mit dem 50-Jahr-Jubi-in der „Stüd'entenküche" feiert also Herr JI; Kožuh sein 30jähriqeS Jubiläum als sitzender derselben. Die „Stndentenkü-Q verköstigt täglich rund 100 Studenten, ^eenwärt"g sind es sogar 146. Im Verlauf c .'"'O Jahre haben also rund 5000 Stuben* Br !P ^Er „Studentenküche" ihr tägliches will Kunden, Anläßl'ch der 50=Jahrfctcr P(1t ilu Herbste eine Festschrift hevausge-" 0611 werden. cgj: .p0öt Vinzentius-Vcrein. Unter starker icnumr Ult® sEind kürzlich die Jahresver-25f. r ® l'Es Binzentius-Vereines statt. J!0?*111111 Herr Jagodič begrüßte in Ab-dieK • ■ ^Es Obmannes Alois Mihelčič der si^en. Dem Tätigkeitsbericht, den te , ^Eistiührer Prof. Dr. Gantar erstatte* V' .EE^.äU entnehmen, baß der Verein im tlntn vIa^M an ^57 Arme und Arbeitslose tiumfi’t "Ulll9en ausgab. Die öffentliche Ar* neu -' täglich von 70 bis SO Perso-*Sp . “P^sucht wird, hat in den Monaten Der Kassenbericht des SMelwartes ■ Direktor ■ Černelč wurde genehmigt. c. Sportsonntag. Am letzten Sonntag hat man in Cehe bereits d>st heurige Fußballsai-son eröffnet. Es begegneten sich auf dem verschneiten Glacis der heimische SK. Celje und SK. Amater aus Trbovlje. Die Gäste erlitten eine furchtbare Niederlage und muß ten sich mit 14:1 (3:1) geschlagen gelben. Tor ichützen für SK. Celje waren Gobec, Mirko Presinger, Zupanc, Riko Presinger und Ah-tik. Gdbec schoß allein sechs Tore. Lehrtabriic f. rakfiksntta \ Elcirtretecänik ’ Mstcfc.-, Anteil. Ftegzeirsbau Ingenieurschule Ilmenau / Thüringen. Deutschland ?ni^Er und Jänner 5203^Mahlzeiten ver • Jeri ' '« Abtes Sen U günstigen Einfluß genommen. teilt ^ UC.W VVLU'y tflVUX.it DU des st/Peru0r l>at der Verein unter Führung der f., - ^eter Jurak auf die Eindämmung v " >'e- sehr verbreiteten sogenannten „wil- c. D«s Tauwetter der letzten Tage hat Straßen und Wege tu Celje und Umgebung schrecklich hergerichtet. Besonders in den Siedlungen am Stadtrande ist ein längerer Weg stets mit Ertviukungsgefähr verbunden. Die einzige Hoffnung besteht darin, daß die vielen Spaziergänger, die der nahende Frühling ins Freie lockt, die Sage bald trocken-getreten haben. Man soll aber nicht undankbar sein und diese kleine Beschwerde über die. Wiederkehr von Sicht und Wärme, vergessen. Wohl kann der Winter noch einmal ein Rückzugsgefecht liefern und allenthalben den Skiball des SkAubs Ccffe am (>. März ein wenig überzuckern, aber gar viel kann uns nicht mehr geschehen. Eine alte Regel sagt: Späte Ostern — spätes Früb-. chr. Heuer jedoch sind die Ostern sehr früh angieisetzt, schon zu Ende des März, also: frühe Ostern frühes Frühjahr. c. KranMlösmrgsspendru. Au Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Oberlan-desgerichtsvat Dr. Fritz BraiL in Eeljg scheu beten die Herren Alfred Saustch in Konjice 300 Dinar. Franz Possek in Pogled bei Loče 200 Dinar, Pirich in Ptnj 300 Dinar, Daniel und Ing. Wilhelm Raknch in Ccklje 300, Gustav und Werner Stiger. in Celje 200 und Ing. Walter Grahmann in Celje 100 Dinar zugunsten der Armenfürsorge der EvaiNgslischen Pfarrgemoinde in Celje. c. Kino Union. Dienstag, "Mittwoch und Donr^ersbag: „Madame Pompadour", ein geschichtlicher Film aus dem Leben der berühmten Maitresse Ludwigs 16. In den Hauptrollen Käthe von Nagy. W'llp Eich-berger und Lev Slezak. Tönende Wochen* 'chau. c. Schachkurs. Der hiesige Schachklub veranstaltet unter Führung feines Mitgliedes Lesnik einen theoretischen und Praktischen Schachlehrgang für M'bglieder und Picht* Mitglieder. Beginn des ersten Kurses Mittwoch, den 1/. Feber um 20 Uhr int Bubziin mer des Hotels „Europa". c. Kino Metropol. Dienstag: „De Liebe des Maharadscha" inst dem Meistergeiger Basa Prihoda, sowie Gustav Diesel, Attila Hörbiger und Jsa Miranda in den Hauptrollen. — Mittwoch und Donnerstag: „General Garcia", cstt dramatischer Ausschnitt aus den Befreiungskämpfen der Kubaner. In den Hauptrollen Wallvce Beerry und John Boles. c. Tanzkalender. Der kalendarische Fasching hat aufgckhört, die Faschiingslust aber bauert noch weiter fort. So hat es erst letzten Sonnabend in Celje gleich wieder zwei Veranstaltungen gegeben, den sehr gut besuchten und Aänzend verlaufenen Sava-Ball im Hotel „Union" und die Karnevalsnacht des Vereines „Soča" im „Narodni dom". Und am 6. März wird es auch wieder gleich zwei große Veranstaltungen an einem Abend geben: den Sfball des Skiklubs Celje int Gasthvf „Zur grünen Wiese" und den AI* penvereinsball des Slowenischen Alpenvcr-eins im „Narodni dom". Vovher aber laden die Sportler des Sportklubs „Olymp" zu einem Skrball in den „Narodni dom" ein. Diese Tanznacht findet am 27. Feber statt. Pftutfe it. Jahesversammlmig der Feuerwehr. Unter vollzähliger Beteiligung ihrer Mitgliedschaft hielt unsere Freiwillige Feuerwehr kürzlich in den Räumen des Feuer* wehrdepots ihre Jahresversammlung ab. Nach Begrüßung der Erschienenen ‘ durch den Vereinsobmann Ernst T i f ch l e r gelangten vorerst die Berichte der einzelnen Vereinsfunktionäre zum Vortrag. Diesen zu folge zählte der Verein int abgelaufenen Ver einsjahre 27 Mitglieder. Im Jahre 1936 intervenierte die Löschmannschaft der Wehr nur bei einem Großfeuer, während die Rettungsmannschaft in 14 Fällen in Aktion trat Die Zahl der Hebungen betrug 16; außerdem wurde -die Mitgliedschaft in 4 Vorträgen mit den Vorschriften des neuen Feuer-wchrgesetzes eingehendst vertraut gemacht. Auch war der Verein bei fünf Veranstaltun gen der Nachbarwehren durch größere Deputationen vertreten, während er selbst zwei Unterhaltungen veranstaltete, die beide einen vollen Erfolg erzielten. Laut Bericht des Kassiers über die Vermögenslage hatte der Verein im Vorfahre an Einnahmen 22.359 Dinar und an Ausgaben 20.847 Dinar zu verzeichnen. Dem gegenwärtigen Schuldenstande des Vereines von 13.857 Di nar stehen Vereinsforderungen im ttkmBom 'Umkt Repertoire: Dienstag, io. Feber trat 20 Mr: „Drst-Ab. C. Mttwoch, 17. gfcfrer: Geschlossen. Donnerstag, 18. Feber um ,20 ITch: „Das Land des Lächelns". M. A. Freitag, 19. Februar: Geschlossen. Volksuniversität Freitag, 19. Feber: Prof. Gustav S i I i h spricht über die Fehler in der häuslichen Erziehung. betrage von 5888 Dinar gegenüber, wodurch sich der eigentliche Schuld-enstand auf den Betrag von 7969 Dinar restringiert. Diese Verschuldung basiert auf dem Ankäufe des Rettungsautos und verringert sich von Jahr z Jahr. Nachdem noch der Mitgliedsbeitrag Pro 1937 auf 4 Dinar jährlich festgesetzt und vom Beitritt zum Versicherungsverein „Selbsthilfe" für Heuer noch Abstand genommen worden war, wurde zur Wahl der Vereinsleitung .geschritten, wobei der bisherige Vereinsausschuß mit Herrn Ernst Tischler als Vereiusobmann wiedergewählt wurde. ■4us Dmvmmi 14 Aus dem Eisenbahndienste. Der Bahnmeister Blasius Rožič wurde auf eigenes Ansuchen nach Ruse versetzt. Sein Nachfolger ist Bahnmeister Anten Anko it aus Savski Marof g. Aus dem Schuldienste. Der langjährige Leiter der hiesigen Volksschule Ivan K u* r a S wurde tu den Ruhestand versetzt. Mit der Leitung der Agenden wurde Lehrer Danilo N n b e r g 0 j betraut. g- Zum Komcmdanten des hiesigen Gen-darmericpostens wurde Wachtmeister N a d- I u č it t f aus Djctkovica ernannt. g. Des Armenhaus wird adaptiert und darin der Geitdarmerieposten untergebracht werden. Am 1. April wird auch das Gendarmeriepostenkommando von Prevaffe nach Dravograd übersiedeln und im genannten Hause seine Räumlichkeiten erhalten. Adler gegen Flugzeug. Kürzlich hatte ein italienischer Caproni-bomber in Jtalienisch-Ostafrika einen heftigen Luftkampf mit einem Adler zu be' chen. der über das Flugzeug nicht ganz itn "ähr* lich war. Englische Zeitungen bemerken dazu. daß nach den Erfahrungen der englischen Luftstraitkräfte im tropischen Zentralafrita diese Gefahr immer sehr groß ist. Die Zahl der englischen Flugzeuge die durch r "er Geiex und andere Vögel zu Schaden kamen zum Teil auch abstürzten, ist sehr bet" ht-lich. Wenn die Flügel eines Flugzeuges oder der Propeller einen in voller Ge'chwindig-j keit auf ihm stoßend eit großen Vogel treffen so ergibt das immer einen furchtbarm tu» sammenprall und die Lage wird Dir das Flugzeug kritisch. Burg-Tonkino. Der lustige Wiener Fifet »Ich und Du" mit Friedl Czepa, Otto Wall* Burg, Felix Bressat und Oskar .Karlweiß. Die Besetzung Bürgt für die Güte des Films. _ Donnerstag folgt die Seltfenfotion „SSten* feret aus Bmmty", ein amerikattifcher Groß* tonfilm in deutscher Fassung. Charles Lcmg-chott, der Berühmte Hckinrich der Achte, fchelt die Rolle des rücksichtslosen Kapitän Blich, während Clark Gable den ersten 'Seeoffizier a&gibt. — In Borbereittfng der Bariotse-Ichlager „Truxa". Union-Tonkino. Der.große Schlager „Man ja" Ein Film der Wiener Produktion der bei der vorjährigen Biennale in Venedig preisgekrönt wurde. Ein großer Liebesroman. der im ausgezeichnet geschilderten Mi» Iteu der vornehmsten russischen Vorkriegsge-sellschaft abrollt und das Lebensschickscl et* ner jungen, liebenden Frau und Mutter zum Inhalt hat. Maria Anbergast Olga Tschc-chova, Rudolf Carl und Peter 'Petersen dem Kinopublikum unvergessene Schauspieler aus der „Maskerade", spielen die Hauptrollen dieses an hochinteressanten, spannenden Epi soden reichen Films. 2tutocar-2Iu6fltige des „Rutni?" 18. Feber.. Nach Graz. Gcfellschastsaus-flug. Fahrpreis 100 Dinar. 28. Feber bis 8. März: Nach Leipzig, Prag und Wien anläßlich der internationalen Mustermessen. Fahrpreis 1000 Dinar. 7. bis 9. März: Nach Wien anläßlich der Internationalen Mustermesse. Fahrpreis 240 Dinar. 13. und 14. März: Nach Planica anläßlich der ersten Sktflugveranstaltung. Nächti-gung in Bled. Gesamtarrangement 250 Dinar. 25. März bis 3. April: Osterausflug nasch Rom und Besuch der italienischen Städte Triest. Venedig. Rimini. Pisa. Florenz. Padua. Bologna u. 0. Gesamtarranqement 2400 Dinar. 27. bis 30. März: Osterfahrt nach Venedig. Gesaintarraugemeitt 900 Dinar. 10. bis 21. April; Besuch der italienischen und französischen Riviera (Venedig Mailand. Genua. Monte Carlo. San Remo Mo iraco, Nizza. Gardasee. Verona Bozen Cortina d'Ampezzo. Dolomiten usw. Gesamt-arrangement 2800 Dinar. 27. April bis 11. Mal: Zur Pariser Weltausstellung. Hinfahrt über Triest Padua Mailand. Genua. Sau Romeo Monte Carlo. Nizza. Toulon. Marseille Lyn; Rückfahrt über Straßburg. Basel. Zürich. Konstanz. Innsbruck Brenner. Dolomiten usw Ge- samtarrangement 3900 Dinar 2. bis 6. Mai: Nach Budapest zur Internationalen Mustermesse und Besuch der Sommerfrischen am Plattensee. Fahrpreis 500 Dinar. Sämtliche Ausflüge werden mit komfortablen und geheizten Autocars unternommen. Alle Sitzplätze sind nummeriert. Informationen und Anmeldungen tut „Putnik"-Büro Maribor. Aleksandrova cesta 35. Tel. 21-22'. AvoMeken nachtöienst Vom 13. bis 20. Feber versehen die Mich» rcn-Apotheke (Mag. Maver) in der Gosposka ulica und die Schutzengel-Apotheke (Mag. Vaupot) in der Aleksandrova cesta den Nacht dienst. ZEIGT ERBARMEN fMIT DEN ÄRMSTEN DER ARMEN ® und tretet als Mitglieder der ANTITUBERKULOSENLilQA in Maribor bei ttkkxkoiitukt an . Vrivatkompensation mit 3iWcieQrmgflQQlen Größeres Interesse der Vereiiiiftten Staaten für jugoslawische Produkte / Bedeutende amerikanische Aufträge zu erwarten Wie an zuständigen Stellen verlautet, arbeitet man im Schöße der Regierung an einem Plan zur allgemeinen Regelung der Handelsbeziehungen mit denjenigen Staaten, mit denen Jugoslawien keinen Clearingvertrag abgeschlossen hat, Vor allem handelt es sich darum, d. im Handelsverkehr mit diesen Staaten ein allgemeines Verfahren eingeführt wird, das einer privaten Kompensation gleichkommt. In diesem Plan arbeiten die Nationalbank und die zuständigen Ministerien. Falls dieser Plan realisiert werden sollte, so würden sich die Produzenten in einer vorteilhaften Lage befinden. weil hierbei eine größere Nachfrage nach jugoslawischen Produkten entstehen würde. Es ist zu erwarten, daß durch eine private Kompensation die Ausfuhr Jugoslawiens nach diesen Staa ten in ziemlichem Maße erhöht werden wird. Dies gilt in erster Linie für die Ausfuhr nach den Vereinigten S t a a t e 11, die bereits ein größeres Interesse für gewisse jugoslawische Produkte zeigen. Es soll hier bemerkt werden, daß durch die Einführung der Einfuhrkontrolle in Jugoslawien Amerika ziemlich beeinträchtigt wird. Diese Kon trolle hat insbesondere die amerikanische Automobilindustrie und auch die Ausfuhr anderer Produkte betroffen. Eine der größten amerikanischen Automobilfirmen hat unlängst die Initiative zwecks einer erhöhten Ausfuhr auf Jugoslawien nach Amerika auf Kompensationsbasis ergriffen. Im Zusammenhang damit hat sie eine große internationale Organisation für den Ankauf zahlreicher jugoslawischer Produkte interessieren können. Bereits vor einigen Monaten hat dieses Unternehmen seinen Vertreter nach Jugoslawien gesandt und dieser hat die Struktur der jugoslawischen Ausfuhr gründlich studiert und sich insbesondere für unsere Hausindustrie in- teressiert. Diese Pläne konnten bisher noch nicht realisiert werden, da die Gesuche um Bewilligung der Kompensationsgeschäfte lange auf die Erledigung harren müssen. Deshalb konnten leider viele vorteilhafte Transaktionen nicht durchgeführt werden. Die Amerikaner interessieren sich vor allem für unseren Hanf, für Erze. Heilpflanzen, Wolle, Handarbeiten und Zuckerrüben. Dieser Tage ist in Beograd auch ein Vertreter der Reciprocal Trade Company aus Newyork, Hessin-ger, eingetroffen, der sich insbesondere für den Ankauf jugoslawischer Rohprodukte auf Kompensationsbasis und sogar gegen Devisenzahlung interessiert. In Beograd soll eine Zweigniederlassung dieser Firma gegründet werden. (Jugoslawischer Kurier.) Börsenberichte Ljubljana, 15. d. D e v i s e n. Berlin 1755.52—1769.40, Zürich 996.45— 100,3.52, London 213.51—215.57, Newyork 4337,26—4373.57, Paris 203.32— 204.76, Prag 152.23—215.57, Triest 229.24 232.32; österr. Schilling (Privatclearing) 7.85, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.45. Z a g r c b, 15. d. S t a a t s w e r t e. 2 l/2°/o Kriegsschaden 392—0, 4°/o Agrar 52.50—0. 7% Investitionsanleihe 86—0, 7°/o Blair 80—81, 8% Blair 90—91; Agrarbank 200—202. X Der Personenverkehr auf den jugoslawischen Eisenbahnen belief sich im vergangenen Jahv auf 42.9 Millionen Reisende gegen 35.9 Millionen vor einem, 28.7 Millionen vor zwei und 40.1 Millionen vor fünf Jahren. X Die österreichische Holzausfuhr nach Italien hat sich in den letzten Monaten wieder erholt und weist namhafte Ziffern auf. Während im Oktober nach Italien kaum 79 Waggons Schnittholz ausgeführt werden konnten, stieg der Export in diesem Artikel im November schon auf 194 Wagensendungen an. Im Dezember waren es 2799 und im Jänner gar 3569 Waggons, die, mit Holz beladen, von Oesterreich gegen Italien rollten. Im vergangenen Monat wurden außerdem 376 Waggons Rundholz, 605 Schleifholz und 360 Waggons Zimmerholz ausgeführt. . X Handels-Hochschule Leipzig. Das soeben erschienene Vorlesungsverzeich nis für das Sommersemester 1937 (2. Teil des Personal- und Vorlesungsverzeichnisses für das Wintersemester 1936 -37) ist für 20 Pfg. (einschl. Porto) von der Hochschule zu beziehen, die auch weitere Auskunft erteilt und auf Wunsch auch das Verzeichnis des laufenden Win tersemesters (Mehrkosten 30 Pfg.) übersendet, in dem die Zulassungsbedingungen usw. enthalten sind. Wie bisher wer den Vorlesungen und Uebungen abgehal ten über Volk, Stände, Staat, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Rechtsverkehr und Rechtsschulen, Geographie, Technik, Presse, Pädagogik, Sprachen, Wirtschaftsjournalismus und Zeitungsbe triebslehre. Kurzschrift und Leibesübun gen. In den Verzeichnissen ist auch Näheres über die Institute und Abteilungen der Handels-Hochschule sowie über das kaufmännische und Handelsiehramts-Studium, die Promotion usw. enthalten. Immaturen ist Gelegenheit gegeben, anstelle der Vollreifeprüfung eine Sonderreifeprüfung abzulegen. Für das Sommer semester 1937 läuft die Immatrikulations frist vom 15. März bis 6. April, die Vorlesungen beginnen am 1. April. Ein Erst aufnahmeverbot besteht nicht. Zulassungsgesuche zum Studiengang des Instituts für Revisions- und Treuhandwesen sind bis 15. März einzureichen. X Zur Hebung des Warenaustausches mit Dänemark wurde dieser Tage in Beograd unter der Firma »Jugo-Däni-sches Technikum« eine Geschäftsstelle gegründet. Dieses Unternehmen beabsichtigt, in Jugoslawien einige moderne Milchwirtschaften nach dänischem Muster zu gründen. Es wird sich auch mit der Ausfuhr von Milchprodukten befassen. An der Spitze dieser Geschäftsstel- le steht der dänische Konsul in Beograd Radovan B 1 a g o j e v i c. iiadia-UtoQmm$to Mittwoch, 17. Feber. Ljubljana. 12 Schallpl. 18 Jugendstunde. 19 Nachr.. Nationalvortrag. 20 Oper. —‘ Beograd, 18.30 Deutsch. 19.30 Nationalvortrag. 20 Volkslieder. 20.30 Heiteres. " Par,s. 19.15 Schallpl. 21.30 Lieder. _ Mai Itmb. 17.15 Konzert. 21 Oper. — 31cm. 21 Hörspiel. — London, 19 Funkorchester. 22 Tanzmusik. — Zürich, 18.30 Lustspiel. '9.40 Hörspiel. 21.15 Künstler ball! — Prag 15 Blasmusik. 16.10 Leichte Musik. 18.10 Deutsche Sendung. 19.30 Der Kuß, Oper von Smetana. — Budapest. 18.20 Volkslieder. 20.45 Klavier. — Wen. 7.IO Konzern 12 Mittagskonzert. 15.40 PuZkin-Vortrag. 16 Schallpl. 17.15 Böhm. Volkslieder. ' 17-53 Vorträge. 19.30 Wunschkonzert. 21 Sinfonie konzert. — Drutschlandsender, 19 Bunte Stunde. 19.30 Sport. 20 Klaviermusik. — Berlin. 18 Konzert. 19 Hörspiel. 20.45 Wagner-Stunde. — Breslau. 18 Konzert. 19 Ein bißchen Stimmung. 20.45 Oper. — Le'pzig. 18 Konzert, 19.30 Aus Chamonix. 20.45 Konzert. — München. 18 Konzert. 19 Bunte Stunde. 20.45 Konzert. b. Noš val. Radio, Theater, Film. Radiozeitschrift, bringt das genaue Wochenpro-gramm und. sonstige aktuelle Beiträge. Ljubljana, Knafljeva ul. 5. Erscheint wöchentlich. Einzelnummer 4, Jahresabonnement 140 Dinar. b. Funk-Magazin. Rad io technische Monatsschrift. Herausgeber, Eigentümer und Verifeger: Radioverlag, Berlin-Charlottenburg, Kaiser Friedrich-Straße 83 und Wien 9. Bez.. Peregringasse 4. Schlimmer als pfeifen! Es gibt Autoren, die lassen es sich ab1 nehmen, bei jeder Erstaufführung eines ihrer Stücke in der Direktionsloge zu sitzen, um ihr Urteil aus erster Hand entgegenzunehmen. Ein französischer Dramatiker, der bisher nicht gerade zu den erfolgreichsten gehörte, fand es zweckmäßiger, als dieser Tage sein neuestes Stück über die Bretter aing. in einem benachbarten Cafe zu warten. Als er nach Schluß d«r Vorstellung die Schauspieler aus dem Theater kommen sah. eilte er hinüber, stürzte auf den Direktor zu und fragte ihn atemlos: „Wie war es?" Der antwortete mit vollkommener Ruhe und Schonungslosigkeit: „Ein furchtbarer Reinfall." „Ein furchtbarer Reinfall? Sind Sie dessen ganz sicher? Hat man denn gepfiffen?" „I woher. Wie soll man den pfeifen, wenn man gähnt?" Max, der Hellseher Von Harry L i p p i t (Ptuj). Mein Freund Max ist ein komischer Kauz. Er behauptet nämlich nicht weniger, als daß wir Menschen, Tiere und 'Pflanzen — ewig leben! Dabei hat er sich bestimmt niemals mit dem Buddhismuh oder der Deelenwanderung beschäftigt. Nein, er ist kein Narr. Auch nicht einer von denen, die aus Langeweile die st>qenaim te Wahrheit suchen und dabei übevschnap-pen. Er -ist ein vollkommen normaler Mensch und unterscheidet sich nur dadurch vom Durchschnittsmenschen, daß er eine eigene (wie er es nennt) Weltanschauung hat Da wir gewöhnlichen Sterblichen in dem Punkt nicht vom Althergebrachten abgehen, so ist das aber immerhin außergewöhnlich zu nett neu, und hie Art und Weife, wie er dazu kam, hat schon einen Stich ins Mystische. Ich war dabei, als sie geboren wurde. Mit unserem braven Benziirefel fuhren wir kreuz und quer durch Deutschland, den Ur-lab als moderne Vagabunden verbringend. Sorgenlos, ohne Ziel bummelten lmr durch den Schwarzwald, genießerisch die immer neuen Bilder auf uns wirkenlassend, biz — Ja, bis Max plötzlich stoppte. ES war auf einem Hügel, man kann aber schon sagen, kleinem Berg. Im Tal vor uns lag eine klei nc nette Ortschaft. Aber im Grunde genommen nichts Aufregendes. Mar sitzt wie versteinert am Volant und starrt in das Tal. „Sag mal, wo sind wir denn eigentlich?" Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Auf oer Landstraße." „Mach keine faulen Witze! Ich meine, was ist das für ein Nest da vorn? Jetzt nahm ich die Karte in die Hand. „Das ist Borsheim." Wieder starrt er in die Landschaft uor uns. Murmelt dann: „Verflucht. und. zugenäht, bin ich denn verhext?" Wieder Schweigen. Dann klettert er aus dem Wagen und setzt sich -in den Straßengraben. Wie in Trance. Stützt den Kopf in die Hände und starrt. Jetzt wird es mir aber doch zu toll. Klettere auch heraus und gebe ihm einen kräftigen Stoß. „Mein Sohn, du wirkst reichlich komisch. Hast du dich übe ranstrengt?" Erst schaut er mich ganz böse an, wird aber dann milder und sagt mit merkwürdig tiefer Stimme: „Komm, setz dich mal her!" Nachdem wir eine Weile ruhig gesessen sind, platzt er los: „Sag mal, glaubst du an Gesichter?" „An was?" Er ist verrückt. „An Gesichter. Ich meine au Ahnungen, Uebernatürliches oder — —" „Nee." Jetzt glaube ich wirklich schon, er hat einen Stich. Wieder -Schweigen. Dann, jedeg Wort stark betonend:. „Nun paß mal gut auf. Das da unten ist Borsheim. Ich Hab bis heute noch nicht gewußt, daß es existiert. Bin wissentlich, nein, wirklich noch niemals hier genesen. Bestimmt nicht. Und doch- kenne ich diese Gegend. Ganz genau. Wieso? Kannst du dir das erklären?" „Du wirst eine ähnliche Landschaft kennen, mein Lieber. Das ist ja. Stuß, was du da redest." Er steht auf. „Komm, fahren wir weiter." Wir steigen ein und lassen den Karren langsam abwärts rollen. Aber kurz vor einer Biegung hält er nochmals an. Sinnt, sagt dann: „Wenn wir jetzt hier um die Ecke kommen, wird rechter Hand eine große Scheune stehen. Wollen wir wetten?" Ich muß lachen. Er ist aber heute auch zum Schießen. „Du hast leicht wetten. Die wirst du von oben gesehen haben." „Aber ich schwöre dir, kann man von oben nicht bis hierher sehen?" ' „Weiter!" Jetzt um die Ecke. Rechter Hand? Keine 'Scheune. Weiter vorn an der Straße steht ein kleiner Bauernhof. „Wo ist denn deine -Scheune, du. Hellseher?" jyetzt scheint ex irre zu werden an seinen „Fähigkeiten", fährt -weiter und hält vordem Bauernhaus. „Was willst du denn?" „Fragen, wo die Scheune hingekoimmen ist!" „Bist du denn hasenwilde?" Aber er ist schon im Haus. Fragt nach einem Stadel. Die Leute schauen ihn dumm an und verneinen. Natürlich. Schließlich war er -überzeugt, daß auf dem Platz niemals eine Scheune gestanden -hatte. Er ganz verdattert, ich lachend, wollen wir wieder einsteigen, als wir nochmals zurückgerufen werden. Ein altes Männchen wackelt uns entgegen. „Sie wollen wissen, ob da eine Scheuer gestanden hat?" „Ja." „Warum wollen S' denn das wissen?" „Oh, nur so, wir haben gewettet." „So, so. Na, ja, da waren Sie noch nicht geboren, vor ungefähr fünfzig Jahren stand da -eine Scheuer. Die ist aber damals abge- brannt und nicht 'wieder a-ufgebaut worden." Jetzt war die Reihe an mir, ein dum""' Gesicht zu machen. „Also doch!. Vielen Dank!" Langsam fuhren wir weiter. „Was sagst du nun?" „Zufall!" Mir fällt momentan nichts Be' s-eres ein. „S-o? Zufall? Aber ich sage dir nochmals, ich kenn' mich hier, aus, als wäre ich 3U Hause." Jetzt beschreibt er mir den Ort, immer wieder betonend, daß er noch niemals hiergewesen sei. Ich glaube ihm. Und das Erstaunliche, alles stimmt. Die Brücke, das Gasthaus, der Platz mit dem alten Brunnen, die Lage der Kirche, alles ist richtig. Wir blieben in Borsheim. Max lief z®61 Tage wie ein Traumwandler durch das Nest. Stellte fest, daß da Häuser abgerissen, dort Bäume gefällt worden waren, prüfte Urkunden, und alles, was er angab, stimmte-Dann mußten wir weg, denn die Einwohner betrachteten uns schon als Vollidioten. Er wurde mir. jetzt langsam unheimlich-27 Jahre alt, Hatc er das Bild des Ortes wirklich im Kopf, aber sein Bild stammte aus den Jahren 1850—80. Den Rest der Url-aubsreise war Max gaNZ ungenießbar. Nichts war mehr mit ihm an-zufangen, immer noch wandelte er im Geiste durch das rätselhafte Borsheim und ich war eigentlich froh, als wir wieder daheim waren. Ein Jahr später präsentierte er mir seipe neue Weltanschauung. Verhieß mir das ewige Leben und ist heute felsenfest überzeugt, daß er im 19. Jahrhundert schon einmal -ge lebt hat. Ob das wohl stimmt? Siablbrikktn ai$ >n feinem Laude sind in den letzten oahren so viele Brücken gebaut worden ®!c 'n Deutschland, das sich mit dem Bau ReichsaAtobahnen eine ganz neuartige, gewalrige Berkehrsaufgabe gestellt hat. Es Nt deshalb auch erklärlich, daß der 2. Jnter-uanotTalc Brückenbau-Kongreß in Berlin u. -uittchen stattfand und mehrere Besicht?.« gungstage vorgesehen waren. ^ckuch in anderen Ländern sind die Ver-obr-aufgaben dringlich geworden, und ge- rade die letzten Jahre haben die Fertigstellung einer ganzen Anzahl gewaltig. Brücken bauten gebracht. Erinnert sei nur an die fast 7 km lange Brücke über die Oaslandbucht bei San Francisco und die Brücke über den Kleinen Belt. Mer nicht nur in dem dichtbesiedelten Europa und Nordamerika, sondern auch in ollen anderen Erdteilen werden Brücken frü her unbekannter Abmessungen gebaut. Daß man ihnen dort eine große volkswirtschafttt- che Bedeutung beimißt, kommt recht sinnfällig in der Ausgabe von besonderen Briefmarken zum Anlaß der Fertigstellung großer Brückenbauten zum Ausdruck. E.z wäre nicht schwer, allein aus den letzten Jahren eilte umfangreiche Zusammenstellung dieser Art zu bringen. Unsere Abbildungen bringen nur eine kleine Auswahl unter bewußter Zurücksetzung Europas. Die abgebildeten Brücken sind errichtet in Süd- und Mittelamerika. in Australien und Afrika. Brücke über A?ieMqngfa 11 WmEHSjE a© CEMTSUOS PF REPUBIICA DQMINICANA ixm* Pue*jte CoiGANTtr , » ' ■^ŠA* SAN RAFAEL ELMÄve* OE LA PueiNTe “Ra Ki© MfCUAMO. 16 *AV 3MtlmeHeich$polt Reichsautobahnbrücke über die Mangfällc 2£PÜBLICA DOMINIC % iA CO RR* ÖS MEXICO m n ■ »~©«E ZcySä FÄG-Kämpfe in Ehamonix (Frankreich) und Christ! Cranz (Deutschland) die neuen Weltmeister in der alpinen Kombination Der Bau von Autobahnen stellt eine so neu artige Aufgabe dar, daß er bisher im Brük-kenbau der übrigen Staaten noch keinen Nie derschlag gefunden hat. Die wertvollen Erkenntnisse, die sowohl konstruktiv wie künstlerisch bei diesen neuartigen Bauaufgaben erarbeitet worden sind, werden sicherlich mit starker Beschleunigung in allen Ländern vor breitet werden. Weltmeister Karl Schäfer Berufslüufer Bei immenlarem Wetter und günfttgen ^^Verhältnissen wurde am Montag der ^lotrtlauf für Herren und Damen der Ski« ^J^tmeiMchosten in Chamonir zum R-r. r£9 gebracht. In der Herrenkonkurrenz wiederum der FroiHose Alla: s !n der klassischen und alpinen Kombination eröfnet. Ms erste Kcnkurrenz wurde der 18-Kilometer-Lang-laus ausgetragen, dessen Start 69 Wettläufer vereinigte. Die Strecke war recht sch/vic--rig, da sie einen Höhenunterschied von nahezu 500 Meter aufwies. Me ersten Plätze ielen an die Vertreter Sloweniens, u. zwar ging als Sieger Ivan Mrak (Ilirija) in 1:14.47 hervor. Zweiter wurde Gregor Klančnik (Dovje-Mojstrana) in 1:16.10 und Dritter Gustl Jakopič (Lfubljaira). Auf den vierten Platz schob sich M a r u -5 i č (Sarajevo) vor. Die weiteren Placements sind noch unbekannt. Am Nachmittag wurde vom Gipfel der Jahorina der Abfahrtslauf zum Austrag gebracht. Auch hier stehen die Resultate noch aus. : Der Sportkub „Slavijo" irt Pobrežje hält Sonntag, den 2. d. um 15 Uhr im Gast Hof Renčelj seine erste ordentliche Jahreshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. Die Mitglieder sowie die Freun de des Klubs werden zur vollzähligen Teilnahme eingeladen. : Ein neuer Ruderklub in Split. Sonntag fand in Split die Gründungsversamm- Der bisherige Weltmeister im Eiskunstlauf und Olympiasieger Karl Schä-fer-Oesterreich ist Berufsläufer geworden. Er wird zum erstenmal am 27. März auf dem Internationalen Eiskarneval im Madison Square Garden in New» york als Berufssportler auftreten. Damit ist wie Sonja Henie auch dieser große Eiskunstläufer den lockenden Dollarangeboten erlegen. (Schirner-M.) lung des neuen Epliter Ruderklubs „Hr-vatski Beslaöki Klub" statt. Zum Vorsitzenden wurde Kaja ReiL, zu dessen Stellvertreter Jug. Jerko FeriL gewählt. : Staksrud — Weltmeister im Eis Mll-lauf. Bei den in Oslo durchgeführten Welt- meisterschaften im Eisschnellauf holte sich d:r Norweger Mikal Staksrud den Weltmeistertitel. Zweiter wurde der Finnländer Birger Vasemus. Dritter der Oesterreicher Mar Stiepl. : SK Rapid. Heute, Dienstag, um 20 Uhr wichtige Sitzung des Hauptausschusses, zu der alle Mitglieder zuverlässig erscheinen mögen. : SK Rapid (Fußballsekt-on). Mittwoch Training der ersten und der Reservemannschaft in der Halle. Anschließend Spielersitzung ebendort. : Gramer Fußball. Vergangenen Sonntag spielten GAK—Südbahn 3 : 3 (1 : 2), FE Graz—Sparta 1 : 1 und Gratkorn—Hertha 4 : 1. Im Winter-Cup besiegte Austria die Eggenberger mit 4 : 1. : FJS-Kämpse 1938 >n Finnland. Ter Vorstand der FIS hielt in Chamonir eine Sitzung bei den Weltmeisterschaften ab. Ans dem Programm waren als wichtigste Punkte die Vergebung der nächsten Spiele jowie die Frage der Startberechtigung der SN-lehrer Bet 'den Olympischen Winterspielen. Die Weltmaisterschatt der lrorbtsthen Disziplinen 1938 wurde Finnland zur Durchführung übergeben. Abfahrt und Torlauf wurden einstweilen noch nicht defiüttiv vergeben, voraussichtlich finden sie jedoch auch nächstesmal auf Schweizer Boden itatt. Für 1939 ist Polen als Veranstalter vorgesehen. In der Frage der Skilchrer kam es erwar-tungsgLmäß zu keiner Einigung. Ein Antrag Japans, einen außerordentlichen Kongreß einzuberufen, wurde mit btr Begründung abgelehnt, daß diese Frage auch Bet dem 1938 in Helsingfors stattfindenden Kon greß behandelt werden könne. : Ausgezeichnete Form von Hveger. Frl. Hveger schwamm 200 Meter Rücken \t der Zeit von 2:46.3. Die Leistung ist bester als der bisherige Weltrekord. : Neuer Weltrekord. Der Weltrekord-inann Manger verbesserte seinen eigenen Weltrekord in beiderarmigem Drücken von 139 auf 140 Kilogramm und stellte '-ainit einen neuen Weltrekord auf. Im Olymp a-Dreikampf wurde er mit der Gesamtwertung von 420 Kikogramni Sieger. b. Ein Museum deutschen Kulturwillens bildet daz »Haus der rheinischen Heimat" in Köln, das in vieler Hinsicht einen ganz neuen Museumstyp verkörpert. Einen Blick in dieses unter neuen Gesichtspunkten aufge baute Museum gewährt ein Beitrag vorn 1 Prof. Dr. Walter Schneider in der neuesten ! Nummer vom 11. Feber 1937 der „Jllu-j strievten Zeitung". Ein mit erläuternden j Abfildungen ausgestatteter Aufsatz von Otto Brünig unterrichtet über Blindflug und Blindlandung u. a. in. Auch illustrativ bietet die Nummer wieder viel Schönes, das den Blick gefangen hält. b. Kosmos, herausgegeben von der Gesellschaft der Naturfreunde, Stuttgart. Verlag: Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart, Pfizerstratze 5—7. Jährlich erscheinen 12 Monatshefte und 4 Buchbeilagen. Vierteljährlich RM 1.85, Einzelheft 50 Pfg. — Das erste Heft des „Kosmos" bringt mancherlei Neuerungen, die von den Lesern gewiß freudigst begrüßt werden dürften. b. Weltstimmen. Menschen, Bücher und Schicksale. Franckhsche Berlagshandlung, Stuttgart. Aus dem Inhalt des 2. Heftes: Hebin: Die Seidenstraße. Der große Roman Jean Paul, Flegeljahre: Wahl: Canossa; Zillich: Zwischen Grenzen und Zeiten, Bühnenbilder. Die literarische Anekdote. Monats best 80 Pfennig. b. Hohe Schule der stimmlichen Ausbildung. Es war kein geringer Anspruch, mit dem die „Hohe Schule der Musik" (heraus-gegebeu von Prof. Dr. Josef Müller-Blat-tau unter Mitarbeit bekannter Musikpädagogen bei der Akademischen Verlagsgesellschaft lAthenaion m. b. H., Potsdam) bei ihrem Erscheinen auftrat: eine allgemeine Handwerkslehve der Musik, ein universelles Lehrbuch universeller Musikübung p, sein. Die bisherigen Beiträge jedoch rechtfertigten diesen Anspruch vollauf, und auch der soeben abgeschlossene Teil „Ausbildung der menschlichen Stimme" von Prof. Franziska Mar« tienssen-Lehmann darf als ein außerordeut-I lich musikerzieherisches, insbesondere aesangs pädagogisches Werk gewertet werden. b. Zeit im Querschnitt. Erscheint am 1. und 15. jeden Monats. Verlag Dr. Joseph Wrede, Berlin W 62, Landgrasensttaße 14. b. Le Traducteur, französisch - deutsches Sprachlehr- und Unterhaltungsblatt, kann für den Selbstunterricht wie für den Schüler warm empfohlen werden. Die Stoffaus-wahl und die Uebersetzungen zeugen von gro ster Sorgfalt. Probeheft kostenlos durch den Verlag des Traducteur in La Chaux-de-A-onds, Schweiz. 5. Der Weltkampf, die Zeit und der Hand werkerstand, Deutscher Volksverlag, München. Monatsschrift für Weltpolitik, völkische Kultur und die Judenfrage. Vierteljährlich 1.50 Mark. b. Illustrierter Beobachter, Verlag Franz Eher Nachfolger, München. Aktueller Bilder dienst. ämmm Klein© Anzeigen kosten 50 Pera pro Wort, in der Rubrik „Korre- 1 spondenz" 1 Dinar / Die Inceratensteuer <3 Dinar bis 40 Worte, I 7'50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige betragt IO Dinar / Für die Zu- j sendung von chiffr. 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März 1937 um 11 Uhr aus, die in den Räumen des Stadtbauamtes in der Frau čiškanska ulica 8, Zimmer Nr 3. abgehalten wird. Die Aufklärungen, wie auch die Anbotbehelfe sind gegen Vergütung der Anschaffungskosten aortselbst im Zimmer Nr. 3, während der Amtsstunden erhältlich. Die Angebote sind in der Form eines in Prozenten (auch mit Worten), die jedoch mehr als 3°/o ausmachen müssen, auszudrückenden Nachlasses von der Summp des amtlichen Voranschlages, der Bin 167.198.70 beträgt, zu verfassen. Die Angebote sind nach § 9 des Gesetzes über die Aenderungen und Ergänzungen des Taxgesetzes vom 25. März 1932, Služb. Nov. Nr. 7(VXXIX vom 26. März 1932, zu stempeln. Die Einzelheiten der Ausschreibung sind aus der Verlautbarung über die Lizitation in den »Službene No vine« sowie auf der Anschlagstafel des Stadtmagi' s’rats ersichtlich. M a ei b o r, den 12 Februar 1937. 1515 Der Bürgermeister: Dr. Juvan m p. Thomas Sošner gibt hiemit im eigenen, sowie im Namen seiner Tocb ter Marta und aller übrigen Verwandten, allen teilnehmenden Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dem Ableben seiner innigstge-liebten, unvergeßlichen Gattin, bezw. Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Tochter, Schwester, Tante und Schwägerin, der Frau losner ÄBoissa Fhianzofoeraufsehersgattin welche Dienstag, den 16. Februar um 3 Uhr, nach kurzem, schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 53 Lebensjahre, sanft im Herrn entschlafen ist. Die entseelte Hülle der teuren Verblichenen wird Donnerstag, den 18. Februar um Vs5 Uhr nachm. feierlich eingesegnet und sodann auf den städt. Friedhof in Pobrežje zur letzten Ruhe bestattet. Die heilige Seelenmesse wird Freitag, den 19. Februar um 7 Uhr früh in der Domkirche gelesen werden. Sv. Lovrenc, Maribor, Plevlje, Sv. Jurij ob Pesnici, Ptuj, 16. Febr. 1937 1517 fn tiefer Trauer die Familien Sosner, Repolusk, Naglost, Ranner. Abenteuer um Brigitte Koman von Mariise Gonnebom 14 »Ich werde dem alten Ekel alle seine Aus lagen zurückerstatten, sobald ich frei bin!" dachte Brigitte — räumte die ausgesuchten Sachen in einen der ÄÄandschränke und klin gelte Jim, den sie anwi-es, das übrige zu ent fernen. Heimlich »minderte sie sich, wie man wirklich nichts vergessen hatte — weder Strümpfe, Schuhe, Handtäschchen, noch alle die anderen kleinen Gegenstände. „Ist keine wöNiche Bedienung für mich da?" fragte sie. „Ich fürchte — nein!" lautete die beschämte Antwort. Brigitte preßte zornig die Lippen aufeinander. Doch als sie in guter Wäsche, mit dem hüb scheu Kleid, das sie für de,. Morgen angelegt, wieder an das große Fenster ihres Schlafgemachs trat, überwältigte sie die Schönheit der Natur so, daß ihr fast ehrfürchtig zumute wurde und ein Ausdruck reinster Freude an dem, »ras sie vor sich sah, ihr reizendes Gesicht jeder Wolke von Mißmut oder-gar Mißtrauen entkleidete. So fand sie der Duke, der zur Lunchzeit persönlich sich zu ihr .heraufbemühte, unt sie zu Tisch zu bitten und zu führen. Wohl rasiert, parfümiert — gut gekleidet und immerhin noch ausgeschlafen wie er war — befriedigt zudem von den Ergebnissen seiner Ueberlegungen, erschien er ihr wen’* ger unheimlich und -widerwärtig als zuvor — wenn sie auch den Widersacher nicht einen Augenblick zu vergessen vermochte. Seine Art und Redeweise »rar klarer und bestimmter als sonst. „Ich muß Sie um Verzeihung Bitten, meine Dame; ich weiß wohl, wie ungeheuerlich Ihnen mein Vorgehen erscheinen muß. Glauben Sie mir: es entbehrt nicht des Sin nes noch der Notwendigkeit. Verwicklungen, die niemanden mehr als mich schmerzen, zwingen mich, Sie zu bitten, solange -nein Gast zu fein, »nie — ich es für notwendig halte." „Oh, mein Gott!" entfuhr cs -der ent selten Brigitte. „Und meine Angehörigen?" „Sie werden . . . bald . . . von einem von hier weif entfernten Ort — Sin Telegramm erhalten: Brigitte ist in guten Händen ... .!" versprach -Seine Hoheit, ohne sich an dies Versprechen sonderlich gebunden zu „So? Ach! Wirklich? Bin ich hier in guten Händen?" erwiderte -das junge Mädchen nicht ohne Bitterkeit. „Im Verhältnis zu dem, was möglich wäre, wenn ein junges Mädchen verschwindet: .ganz gewiß . . .!" antwortete der Duke in schöner Sachlichkeit. „Ich will — weibliche Bedienung . trotzte Brigitte erzürnt auf. Der Herzog zog die Augenbrauen hoch. „Frauen pflegen Geheimnisse auszuplaudern — und Ihre Anwesenheit hier soll vorerst Geheimnis Blei-Ben." Und den Ausdruck zorniger Ungeduld in den Augen seines Gegenübers erspähend, fügte er bereitwillig hinzu: „Ich werde indessen -sehen, was sich machen läßt." „Herr Herzog", sagte Brigitte und trat mit bittend erhobenen Händen auf den alten Mann zu (er war zwar gekleidet u. aus-stasfiert -wie ein Dreißigjähriger, aber es -hatte nur mäßigen Erfolg), „-wenn ich Ihnen das Medaillon, von dem ich nicht weiß, was es Ihnen soll, verschaffe — es ist tatsächlich außer Landes —, lassen Sie mich dann sofort nach Hause?" „Mein liebes- Kind", erwiderte der Duke mit wahrhaft väterlicher Güte, „wenn Sie nicht eben wären, die Sie sind — irgendein Fräulein Miller oder Clerk — aber............... es sind unglückliche Zusammenhänge! Nach den Wahlen . . ." „Nach den Wahlen?" „Nach den englischen Parlamentswahlen.." „Ich verstehe nichts mehr . . ." „Kommen Sie lieber zu Tisch . . .-man ist immer geneigt, alle Dinge schwer zu nehmen, wenn man noch nicht gefrühstückt hat." Bei Tisch — wirklich, der Etzfaal des schloßartigen Gebäudes war ein Meisterstück der Barockkunst — vergaß man ein wenig die Situation. „Dieses alte Ungeheuer kann direkt nett sein!" dachte Brigitte und ihre Laune hob sich- , Also wirklich — ein vorzüglich erzogenes junges Mädchen, dachte der Duke — sie weint nich-t, sie bockt nicht — ein wenig Eigen sinn muß man ihr zugute halten — ihre Lag ist krumm. Und er versuchte, zum ersten Male, seinem Gegenüber ins Gesicht zu sehen. Er hatte es geflissentlich vermieden, so gut es ging — sein Gewissen war zu schlecht gewesen. Er hatte nur den allgemeinen Eindruck von etwas Jungem und Niedlichem — jetzt blieben seine Micke an den schlanken, wohlgepflegten. doch sportmäßig kräftigen Händen hängen^ die so anmutig Messer und Gabel führten — glitten hinauf an dem geschmackvollen, hellen Seidenkleid — Gott sei Dank, sie war wenigstens nicht mehr halbnackt, — und huschten schnell über das schmale, rassige Gesicht — In dem Augenblick geschah etwas Ungeheuerliches. Dem Herzog fielen Messer und Gabel buchstäblich aus der Hand — er verschluckte -sich, und mit kramfpartig gespreizten Fiw gern nach -seiner Serviette greifend — hustend und Prustend — mit dunkelgerötetem Gesicht, schien er in Gefahr, einem Schlaganfall zu erleiden. Brigitte sprang auf und hielt ihn in den Armen, ehe Jim, der servierte — Dienerschaft schien es nicht ausreichend zu geben in diesem feudalen Schloß — hinzuspringen konnte. Brigitte löste mit köchterlicher Sorgfalt den engen Kragen und winkte Jim, ein Glas Wasser zu bringen. Aber der Duke -wehrte ab. Er erhob sich mühsam — und mit noch halb versagender Stimme bat er Brigitte, ihn zu entschuldigen. Jim führte ihn fort, indes Brigitte — verstört, doch mit der Unüberwindliches Naschhaftigkeit ihrer Jahre und ihres 3c-schlechtes — sich das delikate Dessert eigenhändig vom Büfett holte und ohne Skrupel den Anteil des Herzogs mitverzehrte. , Den hatte Jim in seinem wahrhaft fürstlichen Kabinett ans einen Liegestuhl gebettet. „Der Herr Herzog sind unwohl?" fragte er besorgt. Goyle schüttelte den Kopf. Er griff auf das Tischchen, das neben der Liege stand, und nahm eine Photographie, die sich dort befand — in einem Mionen, vergoldeten Rahmen. „Jim,,, fragte er, „wo hast du dieses Gesicht schon heute einmal -gesehen?" Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck verantwortlich Direktor Stanko DETEL der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck A. — Beide wohnhaft in Maribor.