Nrik-umeraliims - Preise Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 4« kr. HalijShrig... 4 „ 20 „ «irrteljLhrig . 2 „ 10 „ •bnatti* „ 70 „ Mit btt Post: »«yjShrig...............12 fl. Halbjährig 6 „ «rrteljShrig 3 „ für Zustellung inS Haus •tefttfi. 88 b., monatl. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laidachcc Redactio» Bahnhofgaffe 9« . 138. ngblott Anonyme Mittheilungeil werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Expedition- & In icrateu» Bureau: Longreßplatz 91r. 81 (Buchhandlung von Jgn, d. Klein.-mayr & Fed. BambcrgI ZnsertionSpreise: Für die einspaltige Wiueütr ä 4 kr., bei zweimaliger Itov Schaltung ä 7 tr., dreimaliger ä 10 kr. Jnsertionsstempel jedes mai 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 88. Montag, 20. April 1874. — Morgen: Anselm. 7. Jahrgang. Moltke über das Militiirgesetz. Der Hauptverhandlungstag des deutschen Reichstages über das Militärgesetz war durch drei Reden ausgezeichnet, welche zugleich die auseinandergehenden Richtungen der Parteien charakterisierten. Im Namen der Fonschrittspartei, welche die Forderung der Militärverwaltung, die verlangte Präsenzziffer von 401,600 Mann für 7 Jahre zu gewahren, entschieden zurückwies, sprach Eugen Richter; LaSker vertrat den Standpunkt der vermittelnden Elemente, Feldmarschall Moltke endlich den Regierungsstand-punlt. Es ist bekannt, daß schließlich das Amendement Bennigsens, das sogenannte Septennatscom-Promiß, den Sieg davonrrug. Die Rede Moltkes lautet im Auszug: „Es sind vielfach frühere Reden von mir cv tiert worden; ich siehe noch heute auf demselben Standpunkte und glaube sicher, daß ein starkes Deotschland in der Mitte von Europa die größte Bürgschaft für den Frieden ist, aber, meine Herren, ein starkes Deutschland. So lange uns aus einem Nachbarstaate täglich in Schrift und Wort die Drohung mit dem Revanchekrieg ausgesprochen wird, dürfen wir nicht vergessen, daß nur das Schwert entscheidet und unter allen Umständen Abrüstung sür uns Krieg bedeutet, den wir gern vermeiden wollen und der hoffentlich durch die Weisheit der französischen Regierung vermieden werden wird. Wenn wir in Deutschland uns früher und friedlich zu einigen gewußt hätten, so wäre der Kampf mit Frankreich wabrscheinlich überhaupt nicht »usgkbrochen. (Sehr richtig.) In dem Kriege, mit welchem uns Frankreich überraschte, haben wir unsere Macht nicht gemis-braucht, von uns hing cs ab, 2 */» Millionen Menschen dem unverdienten Hungertode entqcgenzuführen, niemand konnte uns verhindern, die Einschließung von Paris 8 oder 14 Tage fortzusetzen, der dortigen Regierung konnten wir jede Forderung abringen, sie mußte alles bewilligen, zu erwägen blieb nur, ob irgend eine Regierung in der Lage gewesen wäre, maßlosen Forderungen nachzukommen. Wir begnügten uns nur bas Land zurückzufordern, welches unser unruhiger Nachbar Deutschland in seiner Schwäche entrissen Hatte. Bon weiteren Kriegsentschädigungen mag man uns nicht sprechen, denn keine Milliarden können die Wunden heilen, welche ein mit leichtem Herzen unternommener Krieg dem öffentlichen Leben und den Familien geschlagen. Wenn in den wiedereroberten LandeStheilen in der langen Zeit von 200 Jahren ein deutscher VolkS-stamm vollständig hat entnationalisiert werden können, daß er noch heute nach der wohlwollenden und gerechten Behandlung sich sträubt, in Deutschland ausgenommen zu werden, so wollen wir in den nächsten zwei Jahrhunderten unseren Landsleuten diesseits der Vogesen Zeit lassen, sich mit uns zu versöhnen. Daher geziemt eS uns, der Welt zu zeigen, daß wir den festen Willen und die Macht haben, das Reichsland beim Reiche stetig zu erhalten. (Beifall.) Rings um uns her haben alle größeren Mächte ihre kriegerischen Mittel wesentlich erhöht, wir sind bei dem einen Perzent der Bevölkerung einer frühem Zählung stehen geblieben. Wir können nicht auf numerische Ueberfegenljcit rechnen, wir müssen unser Vertrauen setzen auf die Tüchtigkeit unserer Armee und die Hängt eng zusammen mit der Dienstdauer jedes einzelnen Mannes. Dcr französische Infanterist dient thatsächlich bei der Fahne ß bi» 3 Vs Jahre; wir hoffen bei der trefflichen Anlage unserer Leute, bei der sich mehr und mehr entwickelnden Schulbildung, bei den eingeführten Turnübungen und im Vertrauen auf die rastlose Ark-cits-thätigkeit unserer vom Morgen bis zum Abend an» gestrengten Offiziere und Unteroffiziere in einer kürzeren Frist eine tüchtige Infanterie erzielen zu können. Wie weit man in dieser Hinsicht herabgehen kann, ist eine technische, rein militärische Frage und die Militärbehörde glaubt, während der letzten Jahre bereits unter das Zulässige herabgcgangeit zu sein. Das Amendement des Abgeordneten v. Bennigsen erkennt an, daß die Forderung der Militärverwaltung in der Thal gerechtfertigt ist; es bewilligt sie aber nur auf eine beschränkte Zeit. Ich kann mich nun schwer davon überzeugen, daß die vornehmste Institution des Reiches überhaupt ein Provisorium sein darf, ich glaube, daß sie gesetzlich als Desinitivum festzustellen war. Die Gesetze werden ja nicht für alle Ewigkeit gegeben. Aenderttn sich im Laufe der Jahre die politischen Verhältnisse in der Welt, so war es möglich, auch die Ziffer der Präsenzstärke gesetzlich zu modificieren unter Zustimmung aller drei Factoren der Gesetzgebung. Aber daß der Bestand der Armee abhängig sein soll von dem Bewilligungsrecht nur eines dieser Facto-ren, das will mir nicht einleuchten. Ich werde Feuilleton. Der Kreuzzug der Frauen gegen geistige Getränke in Amerika. Das Laster der Trunksucht ist nirgends so ver-f*iitft, als in Amerika. Selbst anständige Leute oi 6^en mehrmals des Tages in die Schenken und ««tzen stehend in kürzester Zeit bedeutende Mengen t n Marken geistigen, meist unechten Getränken hin. . ®'e Binde und sind dann lange vor Abend be- ' Selbst Frauen und Töchter aus ange-, Ven Häusern sind von Liebe zur Schnapsflasche ronnt- Vernünftige Männer suchten dem zu fr*J ""d erwirkten auch in einigen Staaten das * ot be6 Verkaufs von geistigen Getränken. Es ,ar aber gefehlt, daß man statt auf den mäßigen Mnuß guter unschädlicher Getränke hinzuwirken, u bit geistigen Getränke verbot. Das Ber» ,2 "icht«. Da bemächtigte sich die Geistlich. EL £ «flitation gegen die geistigen Getränke, 6tt Frauen zum Kampfe gegen die Wirthe auf. Im Staate Ohio begann die Bewegung. Die Frauen rückten unter Glockengeläute in einer Pro-zefsion an und zerstörten, da der Wirth nicht freiwillig seine Fässer preisgab. das Wirthshaus. Da kamen aber die Frauen mit der Polizei in Conflict, sie verfielen daher auf ein anderes Mittel, um die Wirthe mürbe zu machen, sie — beten. Diese Bewegung, die Betseuche genannt, dauert nun schon zwei Monate und pflanzt sich über das ganze Land, hauptsächlich in den kleinen Städten, fort. Eine Anzahl respektabler Frauen begibt sich immer in ein Schanklocal und ersucht den Wirth, sein Geschäft aufzugeben, sie stellen ihm vor, wie sündhaft es wäre, und machen ihn aus die schrecklichen Folgen der Trunksucht für Staat und Familie aufmerksam. Geht der gute Mann nicht gleich darauf ein, so lassen sich die Damen in seinem Local häuslich nieder und fangen an, stundenlang zu beten und zu singen, bis die Gäste davonlaufen und der Wirth in Verzweiflung feine Bude zumacht. Werden die Frommen an die Luft gefetzt, so pflanzen sie sich auf der Gasse auf und setzen ihre geistlichen Uebungen fort. Merkwürdig ist der große Erfolg der Bewegung. Viele von den Bier« und Brannt- weinwirthen werden von dem Fanatismus der Frauen so angesteckt, daß sie zu Thronen gerührt, ihre Fässer auSlausen lassen, ihren Laden schließen und die Mäßigkeitsverpflichtung unterschreiben. In diesem Falle werden alle Kirchenglocken des Städtchens geläutet. Biele Wirthe unterwerfen sich nur zum Schein, um der betenden Weiber los zu werden. In Chicago haben die Wirthe, welche von der Ankunft der Frauen verständigt waren, Zettel drucken lassen, auf denen eine „Betversammlung" angekündigt wurde. Als die Frauen kamen, war das Local von Männern erfüllt, die sich lustig machten, mitbeteten, weinten und sangen; die Frauen mußten unverrichteter Dinge abziehen. Am schnellsten vertrieb ein Wirth die Frauen, indem er sich vor ihren Augen splitternackt entkleidete. Die öffentlichen Blätter haben schon vielfach das Unwesen besprochen, das von den Massen aufgehetzter Weiber getrieben wird und welches bereit» einen solchen Umfang erreicht hat, daß die Steuerkassen den Ausfall empfinden. Friedrich Hecker hat in der „Illinois Staatszeitung" in feiner prächtig . derben Weise nun einen Schreibebrief erlassen, welcher verdient, als Muster kerniger Ausdruck«? nichtsdestoweniger für dieses Amendement stimmen, weil ich glaube, daß auch nach sieben Jahren eine patriotische Versammlung von Vertretern des Reiches dasjenige nicht wird ablehnen können, was wir heute a>S nothwendig für den Bestand des Reiches erkennen. und in der Rücksicht, daß vielleicht nur auf dem Boden dieses Amendements bei der Abstimmung eine Majorität sich ergeben wird, welche der Wichtigkeit des Gegenstandes, dem Ansehen des Landes nach Außen und der Würde dieses Hauses ent-fpricht. (Beifall.) Politische Rundschau. Laidach, 20. April. Inland. Im Abgeordnetenhause fand am Freitag dir Specialdebatte über den Gesetzentwurf, betreffend die gesetzliche Anerkennung von Religionsgenossenschaften statt. Darnach wird den Anhängern eines bisher gesetzlich nicht anerkannten Religionsbekenntnisses die Anerkennung als Religionsgefellschaft unter den Voraussetzungen er» rheilt, daß ihre Religionslehre, ihr Gottesdienst, ihre Verfassung, sowie die gewählte Benennung nichts Gesetzwidriges oder sittlich Anstößiges enthält; daß ferner die Errichtung und der Bestand wenigstens einer nach den Anforderungen dieses Gesetzes eingerichteten Kultusgemeinde gesichert ist. Abgeordneter Fux vertrat entschieden die Interessen der Altkatholiken. Schließlich wurde das Gesetz in zweiter und dritter Lesung angenommen. Auf der Tagesordnung Ler nächsten Sitzung am Donnerstag 23. April sieht das Klostergesetz. Die Altczechen sehen sich xrnt zur Wahrung ihres politischen Einflusses auf das Volk doch auch genöthigt, sich gegen die Theilnahme der böhmischen Feudalen an den Herreuhausdebalten über die konfessionellen Gesetze auszusprechen. Sie sind dazu durch die Angriffe der Jungczechen gedrängt, um von denselben nicht des directen Preisgebens der Declaration und des Staats rechts beschuldigt zu werden. Die altczechischen Organe veröffentlichen deshalb eine gleichlautende Erklärung des Inhalts, daß die altczechische Partei den Eintritt des Herrn Grafen Leo Thun und feiner politischen Freunde in da« Herrenhaus misbillige, weil derselbe mit dem staatsrechtlichen Programme der böhmischen Opposition im Widerspruch stehe. ES sei dies schon aus dem Umstande ersichtlich, daß Herr Dr. Franz Palacky, das einzige Herrenhausmitglied aus den Reihen des czechischen «bgeordnetenclubs, sich con-lequent von den Berathungen des erwähnten Hauses ferne hält. Es ist nun abzuwarten, wie die Feudalen diesen gegen sie gerichteten Schritt ihrer bisher stets so gefügigen Bundesgenossen aufnehmen werden. Unter den böhmischen Kir chen-Pa-ironatsherrn wird eine Rechtsverwahrung gegen weise treffender Gedanken wohl aufbewahrt zu werden. Der alte Freiheitskämpe sagt: „Wenn dem Bet- und Plärrscandal der Weiter nicht ein baldiges Ende gemacht wird, so blamieren wir in der Union un« ja vor Botokuden und Baschkiren mit diesem Stück Mittelalter. Der KukukS-Peler, der Kinder-Kreuzzug, die Flagellanten, die Begharden waren ja Gold gegen diesen Unsinn. Man verhöhnt uns in der ganzen civilisierten und barbarischen Welt. Alle« um einer handvoll hungriger, habsüchtiger, englisch-amerikanischer Pastöre willen. Daß auch ein Deutscher mit thut, ist schändlich. Ich meine den Bruder Nast vom „Christlichen Apologeten" in Cincinnati mit der sanften Aurora seiner Nase. Denselben habe ich schon wiederholt mit kritischer Kennerschaft und sanftem Behagen Wein kneipen gesehen nach dem alten Satze: „Nicht nach Blut dürstet die Kirche, sondern nach Wein." Und derselbe Heilige spielt jetzt den Wasserkreuzzug! Es gibt kein wildes und kein zahmes Volk auf der ganzen Erde, da« sich nicht irgend ein stimulierende« Getränk bereitet. ES ist dies ein Bedürfnis der Natur und als solches von Apostel Paulus, I. Timoth. V, 23 und in den Makkabäern II, 15 u. ff. die betreffende coufessionelle Gesctzesvorlage zur Unterschrift kolportiert, welche die Erklärung enthält, daß die Patrone sich dem Verlangen der Gesetzes* Vorlage, das in ihrer Verwahrung stehende Kirchenvermögen einem neuen, vom Staate cinzusetzenden Organismus auszufolgen, nicht fügen können. Das Memorandum schließt mit Berufung auf die letzte Encyclica, durch welche der Papst als höchste Autorität die konfessionellen Gesetze verwerfe. Unterschrieben sind: Georg Lobkowitz, Josef Lobkowitz, Friedrich Thun, Elam-Martinitz, Alfred Windischgrätz, Karl Schwarzenberg, Adolf Joses Schwarzenberg, Karl Paar, Friedrich Kinöky, Josef Noslitz, Erwein Schön-bbrn, Karl Schönborn, Baron Schirnding, Pfeill. Zehsner. Ul Ile übrigen Kirchenpatrone verweigerten ihre Unterschrift. Einen vernünftigen Entschluß hat daS ungarische Ministerium gefaßt, indem es, wie die „Ungar. Corr." meldet, den berüchtigten Gesetzentwurf über die Neueintheilung der Municipien definitiv zurückgezogen hat. Wir gloubqn nicht, daß i der Minister des Innern, Graf Szapary, auf Beseitigung dieser Misgebutt seiner Staatsweisheit i gedrungen hat, vielmehr wird es — und wir meinen da nicht irre zu gehen — vielleicht dem verständigen i Zureden des mehr einsichtsvollen Ghyczy zuzuschrei- i ben sein, wenn man diesmal dem Sturme der öffent- ! liehen Meinung nachgegeben. Der Gefetzemwurf über i die Arrondierung der Municipien ist bekanntlich all- i fettig auf den heftigsten Widerspruch gestoßen, nicht i bloß bei den Sachsen Siebenbürgens oder den Deut- , schm Ungarns überhaupt, sondern auch bei den ein- i sichtsvolleren Magyaren. Die Deutschen Ungarns 1 sollten mit kernmagyarischen Comitaten zusammen- | gekuppelt und so in den neuen Municipien rücksichts- i los majorisiert und entnationaüfiert werden. Noch i schlimmer wollte man den siebenbürger Sachsen i mitspielen; die Territorialeinheit des Königsbodens i sollte zerrissen, die Sachsen hier den Rumänen, i dort ben Magyaren ausgeliefert werden, ja da« Na- : tionatvermögen der Sachsen selbst von Staatswegen consisciect werden. Wie die „ungarische Correspondenz" ferner vernimmt, ist man von der Idee, ein vollständiges neues Wahlgesetz dem ungarischen Reichstage vorzulegen, aus dem Grunde abgekommen, weil in beut Augenblicke, wo allgemeine Steuerreformen eingeführt werden sollen, durchaus keine feste Basis für die Feststellung des Eenfus auf lange Jahre hinaus gewonnen werden könnte. Man wird sich demnach darauf beschränken, eine Novelle einzubringen, welche ben Zweck haben soll, die Conscription und den Wahlact selbst zu vereinfachen und den vielen diesbezüglichen Mißbrauchen und Uebelständen abzuhelfen. Ausland. Leben heißt Kämpfen. Die Wahr-1 anerkannt. Ich kann wohl sagen, daß ich fast alle i Religionsbücher der verschiedenen Völker und Glau-bensgesellschasten auf der Erde durchgelesen; aber1 in keinem einzigen habe ich so viele auf Wein, Wem-erzeugung und Weintunken bezügliche Stellen gefunden, wie im alten und neuen Testament der Bibel. Ein wahres himmlisches Eommersbuch! Und doch berufen sich diese Betbrüder nnd Bet-schwestern auf das Buch! Das ist offenbar Verrücktheit, Psaffensack-Narrheit, d. H. Narrheit in den Pfaffensack! Sie sollten den Apostel Paulus lesen, welcher den Weibern empfiehlt, „sich mit Scham und Zucht zu schmücken, nicht mit Zöpfen (besonders falschen) oder Gold oder Perlen oder köstlichem Gewand", sondern „sie sollen lernen in der Stille mit aller Unterthänigkeit." „Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie de« Mannes Herr, sondern stille sei." I. Timoth. II. 9, 11, 12. Er schildert auch unsere Beterinnen, I. Timoth. V, 13, 15: „Daneben sind sie faul und lernen umlausen durch die Häuser; nicht allein aber sind sie faul, sondern auch schwätzig und vorwitzig und reden» das nicht sein soll." heit dieses alten Spruches erfahren auch Parlament und Regierung in Deutschland in vollem Maße. Kaum ist die Militärfrage glücklich zum Auftrag gebracht, so rücken schon Prcßgesetz und Kirchen d i e n e r ges e tz als neue brennende Fragen an. Bezüglich des PreßgesetzeS sind natürlich die Ultramontanen und ihre Helfershelfer gleich wieder bei der Hand, Couflict zu brauen und die Blätter mit Eorrespondenzen zu füllen, welche m»hr oder weniger deutlich von der Vorstellung ausgehen, daß sich eine dumme ober servile Majorität von einer ganz besonders niederträchtigen Regierung werde übertölpeln lassen. Unbefangen betrachtet, scheint die Sache zur Zeit indes? so zu stehen. Der ursprüngliche Entwurf wurde com Reichstage so verändert, daß die Presse zur Noth und vorläufig mit ihm zufrieden sein tonn, wenigstens ist er weit freisinniger als unser österreichisches Preßgesrtz. Das Urtheil, durch welches Graf Ledochowski seines erzbischöflichen Amtes entsetzt worden» ist von der Bevölkerung der beiden Diöcefen Posen unk Gnesen mit der größten Theilnahmslosigkeit ausgenommen worden. Dagegen scheinen die preußische» Domcapilel sich zum Kampfe gegen da« Gesetz über die Verwaltung erledigter BiSthümer zu rüsten. Dieselben haben nemtich bei dem Abgeordnetenhause eine Verwahrung gegen dasselbe eingelegt. In derselben wird erklärt, daß die Domcapilel im Falle einer von dem Kirchengerichtshofe verfügten Bischofs» absetzung nicht in der Lage wären, eine Sedisvacanz^ anzunehmen und eine» neuen Bischof oder auch nur einen Capitelsvicar zu wählen. Mit dieser Weigerung werden indes die Capitel nicht weit kommen» denn der Entwurf baut solchen Verlegenheiten tbeit, vor, indem er ausdrücklich bestimmt, daß der CultuS-minister befugt ist, falls binnen zehn Tagen feit btr Absetzung des Bischofs ein Bisthumsverweser nicht gewählt ist, einen Conuniffär mit der Verwaltung des erledigten BiSthumS zu betrauen.. Auf diese Weise wird die eine durch die Entsetzung LedochowSkiS acut gewordene Frage gelöst werden. Die andere, soweit sie sich auf dir Person bezieht, wird durch das Kirchendienergrsetz geregelt werden, welche» heute zur Verhandlung im Reichstage kommen soll. Der conseroatioe „Standard", der nicht leicht einer besonderen Vorliebe für Deutschland und die. berliner Regierung angeschuldigt werden wird, nennt das Memorandum des Grafen Arnim eint außerordentlich bernerkenSwerthe Staatsschrift. Dieselbe bestätige in der schlagendsten Weise die so oft wiederholte Behauptung der preußischen Regierung, daß, der heutige Kampf auf Tod und Leben zwischen ihr und dem Ultramontanismus in Rom angefangen worden fei, und daß der Papst und die Curie auf* klarste und bestimmteste über da« unterrichtet wor-(ben seien, was sie zu erwarten hätten, falls man. Apostel Paulus will, daß die Weiber Kinder zeugen und haushallen, und nicht zu gewissen Doc» toren lausen und gewisse Pillen gebrauchen. Mit vollem Fug kann man diesen Weibsbildern mit demselben Apostel zurufen (I. Timoth. IV, 7): Der ungeistlichen und altvettelischen Fabeln entschlage dich. (Luther selbst hat in seiner Kraftsprache in der Uebersetzung den Ausdruck „altvettr-lisch" geschaffen.) Ich schäme mich vor der Welt, daß solcher Blödsinn in einer Republik grassieren kann! Diese puritanischen amerikanischen Profitpfaffen haben wahre Dracheninäuler über die Wallfahrten nach Lourdes, zum heligen Kittel oder zu Christi Windeln, aber der Skandal der Beterinnen und heulenden Derwische überbietet doch alles, was war, ist, sein wird und sein kann. Die Väter und Mittler dieser Weibsleute werden schöne Doctor-Rechnungen bekommen! Baldrian und andere Mittel gegen Hysterie werden um hundert Perzent aufschlagen, die Narrenhäuser aber werden anbauen müssen." mit Hilfc des servilen italienischen Anhanges ter da? fcu§ alsbald Blut herabströmle, nach des- deutschen, österreichischen und ungarischen Hierarchie ^ sen Abwaschung der Verwundete mit Erstaunen und ein unliebsames Dogma aufzwänge. Jetzt, nach-^ Freude bemerkte, daß er mit dem erblindet gewesenen dem die vorliegenden Schriftstücke an die Oeffenl- Auge wieder sehe. Dr. Gernich in Haida, an den sich lichkeit gelangt sind, kann der Batican nicht behaup- j der wieder sehend Gewordene wandte, konstatierte, daß tett, man habe ihn nicht in geziemender Weise über I die Staaroperation durch das Horn des ZiegenbockeS die möglichen Folgen seiner Schritte gewarnt. Wir wirklich vollzogen worden ist. Der Fall erregt na dürfen fest überzeugt sein, daß das Memorandum des Grafen Arnim einen ausgedehnten Leserkreis gehabt hat. Da aber feine Rathschläge nicht beachtet wurden, so blieb es der Zeit überlassen, feine Prophezeiungen zu erfüllen. Erfüllt aber haben sich dieselben über alle Erwartung hinaus. Die Session der Generalrüth- in Frankreich scheint berufen, die öffentliche Aufmerksamkeit lebhaft zu beschäftigen. Insbesondere gibt das Mairegesetz beinahe überall Anlaß zu heftigen Debatten. In Marseille kam es sogar zu einem ganz artigen Scandal, als der Präsident des dortigen GeneralratheS, Labadie, in Form eines „Wunsches" seine Ueberzeugung ausdrückte, daß es nur ein Heilmittel: allgemeine Wahlen, und nur eine mögliche und nothwendige Regierung: die Republik, gebe. Als hierauf der Prüftet Tracy gegen diese Aeuße-rungen protestierte, erhob sich ein Tumult, der nur mit der Räumung der Galerien, die unter den Rufen: „Es lebe der Präfect!" und „Es lebe Frankreich! Es lebe die Republik!" erfolgte, fein Ende nahm. Nach einem Briefe der „Pall Mall Gazette" ist Portugalete, die nun von den Carlisten vccupierte Hafenstälte von Bilbao, nur mehr ein Ruinenhaufen, indem es während der letzten Kämpfe von elf Kriegsschiffen bombardiert wurde, lieber die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten fehlt es noch an bestätigenden Nachrichten. in medieinischen Kreisen bedeutendes Aus- türlich sehen. — Bräutigam dreier Schwestern. Ein Graf von Gleichen, schreibt der „Calculator", ist in der Nähe von Dresden an der Eibe aufgetaucht. Derselbe hat eine Liebschaft mit drei Schwestern, die in feinem Hanse beschäftigt sind unb jetzt alle drei die triftigsten Gründe haben, von ihm gtheiratet fein zu wollen. Da dieser (Bleichengraf noch nicht zum Islam übergegangen und zur Zeit noch Christ ist, so ergriff er den AuSweg. die mittelste Schwester zu heiraten unb verlangt die Civiliraunng der beiden anbem an die rechte unb linke Hand, indem er behauptet, dasselbe Recht wie bie christlichen Fürsten zu solcher Rechts« unb Linkstranerei zu haben. Außerdem stützt et sich darauf, das wohl Bigamie, aber nicht Trigamie verboten fei. Local- und Provinzial-Angelegeuheiteu. — (Ernennung.) Der k. k. PostdireetionS» concipist Alois Ratoli«ka ist zum k. k. Oberpost» commiffär für Kram mit dem Amtssitze in Laibach ernannt worden. — (Herr Dr. A. Schaffer) wurde in den Finanzausschuß der österreichischen Delegation gewählt. — (Für den krainischen Schnlpfe«-nig) sind an Spenben weiter eingegangen: Bom Hm Pros. Balema 2 fl.; vom Herrn Max Krenner ein Erd-globuS von 12 Zoll Durchmesser; Erlös für eine vom HanbelSmanne F. Eget bem kram. Schulpfennig ge widmete Wanbuhr 25 fl. 80 kr.; vom Ortsfchulrathe in Raifchach 6 fl. — (Der DirectorSposten der Bank Slovenija) wurde, nachdem zufolge gestern ge> faßten Beschlusses des Verwaltung«ratheS btt bisherige Direktor Herr v. Treuenstein entlasten worben, Herrn Blafchke, bisher in Prag, übertragen. — (In bet ftäbt. Schule am Moor« grunb) hielt gestern nachmittag Herr Direktor Belar aus Laibach sür erwachsene Landleute einen Bortrai über bas metrische Maß unb Gewicht. — (Der laibadjer Fra nenvere iu) zur Hilfeleistung für verwundete und kranke Krieger, bann invalid gewordene Soldaten und beten Witttven unb Waisen wird am 24. Apttl l. I., 11 Uhr vormittags, in der Wohnung der Borsteherrn Frau Antonia Ftctin v. Cobelli-Schmidburg (neuer Markt Nt. 219) eine Generalversammlung abhalten, zu welcher die Mit glieder, sowie auch Frauen unb Fräulein, welche bem Vereine beamteten wünschen, zu erscheinen tingelaben werden. Aus ber TageSorb nnng stehen: 1. Rechenschaftsbericht für das abgelaufene BereinSjahr; 2. Ma gazinseffecten-Schlußrechnung sür das Jahr 1873 3. Kaffe-Schlußrcchnung für das Jahr 1873; 4. Vor anfchlag für da» Jahr 1874; 5. allfüllige Anträge einzelner Mitglieder; 6. Neuwahl de« AuSfchnsieS für das Jahr 1874, unb 7. Wahl der Vorsteherin unb zweier Stellvertrtterinnen für ba« Jahr 1874 butt i btn neugewählten Ausschuß. — (Nr. 15 unserer illustr. Beilage liegt dem heutigen Blatte bei unb morgen wirb Nr. 16 folgen. Es sind fobann die rückständigen Beilagen fümmtüd) nachgeliefert unb wirb mit brr @ameto<| zuliegenden Nr. 17 die ohne unsere Schuld gestörte regelmäßige Lieferung »lebet beginnen. — (Auf der Kronprinz Rudolf«bohn tritt eine neue Fahrorbnung mit 22. d. M. ins Leben, Wir Heden aus selber folgende Daten hervor: Zug Nr. 1 fleht südlich in birecter Verbinbnng mit Zur Tagesgerichte. — Die bereit» gtmtlbctt Berurtheilnng bei Erzbischofs von O lmütz burch dc» Kreisgericht in Rotidor wird, wie wir vorausgesagt haben, bern-nächst «ne Pfändung zur Folge haben. Unb zwar solle« bie Revenuen bet Herrschaft Stolzmühl, Kreis Leobschvtz, vorerst mit Beschlag belegt werben. Dann aber besichtig» man( ben stolzen Landgrafen auch steckbrieflich in verfolgen, um bie Strafvollziehung gegen denselben wie gegen jeden ändern Ausländer zu ermöglichen. E, mitö tm, saubere Gesellschaft lein, in welche auf diese Weise bet hochwürbige Fri-dericu« zu getaihen bie Aursicht hat. — Freiherr v. Lichrenfel« ein Petro-len r. Der österreichische Pair, bet bekanntlich während feinet letzten, gegen bie Uebergtiffe ber Hierarchie gerichteten Rede von einer Ohnmacht befallen wurde, ersählt vom klerikalen Magyir Allam folgende, die ^Besinnung««! beS frommen Blattes brastisch charakteri» dereobe Behandlung: ,ES ist überaus traurig“ — 'ogt das Organ des Pater Lonkoy — „einen alten, b‘m Grabe nahestehenben Mann zu sehen, der seiner Eitelkeit nicht widerstehen kann und sich vor aller Welt »it dem Fliiterkram de« modernen Liberalismus umwogt. Dieser „Ausklärling" ber Bachperiode ereiferte Nch so sehr in der Korrektur unseres Heilands unb in btt Beschimpfung seine« Stellvertreters aus Erben, baß Wan nicht wissen kann, ob er nicht bi« zum Hymnus ®u> den Aih-isrnu« unb CommuniSmuS gekommen hätte sich ber gute Gott seiner nicht erbarmt t6iiten nicht burch eine wohlthäiige Ohnmacht die tfünfa ^schlossen worben, von denen brennende Petto» '-umstrahle» gen Himmel loderten.“ „ ^'n Bock alfl — A ugenoperateur. . r”6botf (Böhmen) schreibt man über eine bott .i et' °"enet Woche vollbrachte glücklich« Staaropera- ® »egen de« Heilkünstlers, bem sie gelungen, tes Unl> a**e*n dasteht. Ein Mann, bissen tech- < an 9toucm Staar Utt unb schon monate- bab? ix E'dlinbet war, ohne baß er ben Muth ge- 0“ä * ,« bin »ix'' bn Con ärztlicher Seite sür nothwen- dem von Triest um 7 Uhr obenb« obgehenben Post- 9 errlütten Operation zu unterziehen, ging, um ber zuge, nördlich in Leoben, resp. Bruck mit bem Eil» ibm l* d-" Z egenstall. Dort tonnte zuge nach Wien, bann Über St Valentin mit Zügen nach Linz, Gmunden, Simbach. Salzburg und Passau, dann nach BudweiS, Prag, Reichenberg, den böhmi-mischen Badeorten, nach Leipzig, Berlin und Hamburg, n umgekehrter Richtung ist baS gleiche bei bem Per« onenzuge Nr. 2 der Fall. Diese Züge Nt. 1 unb 2 Uhren birecte Wagen 1. unb 2. Klaffe von Trieft nach Prag unb umgekehrt. Der Zug Nr. 1 geht von Laibach ab um 1 Uhr 10 Minuten nacht«, ab Billoch ©üdbahnhof 7 Uhr 17 Minuten früh, der An-chiuß von Klagenfurt wird vermittelt durch ben Zug lt. 151 um 7 Uhr 55 Minuten früh. Umgekehrt ist bte Ankunft mit bem Gegenzuge Nt. 2 in Klagenfurt um 7 Uhr 20 Minuten abenbs, in Billach um 8 Uhr abenb«, in Laibach um 2 Uhr 15 Minuten nacht«. Diese Züge ftnb burch ihre Fahrzeit und kurzen Inf* enthalt beschleunigte Petsonenzüge. Personenzug Nr. 3 letzt in Verbindung der Richtung nach Wien mit de« »eschleunigten Petsonenzüge der Südbahn, welcher in Wien um 1 Uhr 45 Minuten mittag« eintrifft. Er ist birecter Zug nach St. Valentin, woselbst er e« 12 Uhr 5 Minuten mittag« eintrifft unb Anschlüsse an die Elisabethbahnzüge nach Salzburg, Paffau, ©im» dach unb Gmunden hat. Von Laibach geht er ob um 6 Uhr 10 Minuten abend«, von Klagensurt übet (Blandorf um 12 Uht 25 Minuten nachte. Der Gegen» zug Nr. 6, für welchen bie umgekehrten Anschlüsse gelten, geht ab St. Valentin um 1 Uhr 35 Minuten mittag« und trifft in Klagenfurt ein nm 2 Uhr 20 Minuten nacht«, in Billach um 3 Uhr 45 Minuten nacht«, in Laibach um 8 Uhr 36 Minuten früh. Die Abfahrt von Wien erfolgt mit bem Postzuge der Sübbahn um 10 Uhr 15 Minuten bormittag«. Die gegenwärtigen gemischten Züge werben nur boburch verändert, baß sie in Billach enben und etwa« später kommen unb gehen; nemlich ab Klagenfurt um 12 Uhr 35 Minuten, ab Billach um 11 Uhr mittag«, Ankunft in Klagenfurt um 2 Uhr 10 Minuten, in Billoch nm 3 Uhr 45 Minuten mittag«. Dafür geht ein gt« mischtrr Zug ob Villach um 7 Uhr 30 Minuten früh, ber in Torvi« um 9 Uht 30 Minuten, in Loiboch um 2 Uht 35 Minuten nachmittag« eintrifft. Der Gegenzug geht ob Laibach nm 1 Uht 30 Minuten mittag«, ab Torvi« um 6 Uht 10 Minuten unb »isst in Villach ein um 7 Uhr 45 Minuten obenb«. — (Astronomische«.) In den Togen bom 20. bi« zum 23. April werben zahlreiche Stere« schnuppensälle beobachtet werden können. Die größte Zahl wird au« der Nähe de« hellsten Sterne« „Sega* von der Sterngruppe „Leier" kommen und am häufigsten in den Motgenstunben zwischen 12 unb 3 Uhr zu sehen sein. — Die totale Sonnenfinsternis aut 16. d. erstreckte sich nur auf die südliche Halbkugel. In ihren äußersten Ausläufen war sie ouch im südöstlichen Rußland sichtbar. — (Zur Militärdienst leist ung der Lehrer und Studierenden.) Das Ministerium sür Landesvertheitiguug hat hinsichtlich der Beiziehung jener Personen, aus welche der § 27 beS Wehrgesetze« Anwendung findet, unb der Studierenden zu der ersten militärischen AuSbilbung, beziehungsweise zu ben periodische« Waffenttbungcn nachstehendes ungeordnet: 1. Unter gewöhnlichen Verhältnissen, daher bi« auf weitere«, dürfen bie Lehramtskandidaten für Volksschulen und Lehrer an diesen Anstalten, dann die Studierenden in einem Jahre nur einmal, und zwar in der Moximal-bauet von vier Wochen während der ben Volksschulunterricht, beziehungsweise bie Studien am wenigsten störenden Zeit, also in ben Ferien zur militärischen Dienstleistung einberusen werden. 2. Die erste mili« tärische AuSbilbung dieser Personen ist in je zwei auf einander folgenben Iahten, jtbesmal in der Dauer von vier Wochen, bei ben CabrrS borzunehmen. 3. Sollten bie Waffcnübunge» ber f. k. Lanbwehr außerhalb bet für bte vorgedachten Personen verfüg, baren Zeit stattfinden, so sind biese innerhalb der letzteren ans bie für da« bmeffenbe Jahr sestgestellte WoffenübnngSbauer zu ben CidreS zur Uebung ein* zubeziehen. Diese« Zugeständnis erstreckt sich auch ans jene Lehret, Lehramtskandidaten und Studierende, welche Oifiziete ober Eabeten sind. ibm l “ mjiji ' , 3 juuu lannic zugr nuuj ich«, uann uoct öi. jouicnun mu yu^tu u-. 4. In beibe* em Bocklem so energisch mit dem Home gegen der Westbahn, der böhmischen unb bentschen Bahnt« Fallen (Punkt 2 und 3, Alinea 1) sind btt Ewbc rasungen zu btn den Tvmicilen der Betreffend«» zunSLst befindlichen CadreS zu Dttonlcffen, deren ge sttzlich n Di mittler (Bionb buiutd) uvberUhri bleibt. 5. Hnbelonqtnb den Zeitpunkt bet Eivberufuoge» bleiben die Bestimmungen des Erlöstes au« dem Iah« 1873 in Wirksamkeit. 6. Unter gleichen Modalitäten (Punkt 4) find die Eigenthvmer ererbter Lar-dwirth-schaften in bet den WirthschaftSbetrieb am wenigsten störenden Zeit bei ben CadreS, jedoch ununterbrochen "der achtwöchentlichen Äuflbilbung zu unterziehen. — (FräuleinHelenePessiack) sang am 29. v. M. in Cofsel zum ersten male die Titelpartie in Gounöd» .Margareibe". .Fräulein Pessiak war — schreibt ein dortige« Blatt — «trefflich disponiert und brachte die Rolle des ©reichen mit charakteristischer Färbung, aus der Tiefe bcr Seele geschöpft und glühend vor innerer Leidenschaft zur wirksamste» Geltung. Die Erscheinung bcr anmuihigen Persönlichkeit kam bem Bild wesentlich zu statten, bie metallreiche Stimme hielt kräftig bis zum Schluß aus und genügte voll ständig noch den großen Ansprüchen, welche gerabe zu Ende bet Partie an sie gemacht werden. Rauschender Beifall und wiederholte Hervoruse wurden der jugeud lichen Künstlerin zu theil und wir konstatieren mit Bergnügen, baß bet gehabte glänzende Erfolg ein durchaus verdienter war." —Otto Reinsdorf (ein ob seines strengen Urtheils in Deutschland ebenso geachteter als — begreiflicherweise gefürchteter Musikkritiker, früher in Leipzig) berichtet einem ändern Blatte: „Bon btn Darstellern zeichnete sich namentlich Fräulein Peffiack als Matgartlhe auS. Was wir ganz besonders loben müssen, bas ist bas fein auSgtarbeitete, in keiner Weise aus äußerliche Effecte hinzietenbe Spiel, welches namentlich Momente tiefster Empsinbung, wie bie Scene im Garten, bas Blumtnspitl unb GestäobniS mit über-wältigenber innerer Wahrheit zur Geltung brachte. ES wunbert uuS, baß Fräulein Peffiack so Verhältnis mäßig selten austritt. Wir Hallen es nach dieser garch vuSgrzeichveten Leistung für durchaus wvnfchenSwerth, daß sie mehr beschäftigt werde." — (Zum Brudermord in Hölldorf.) DaS Amtsblatt veröffentlicht folgenden Steckbrief: Martin Ro gel von Hölldorf, Bezirk Treffen, erscheint dringend verdächtig, seinen Bruder Josef Rogtl meuch liozs ermordet zu haben, und ist feit der Entdeckung der That am 5. d. M. flüchtig geworden. Derselbe ist 25 Jahre alt, ziemlich großer Statur,starken robusten Körperbaues, hat ein volles ovales Gesicht, kastanicn braune Haare, gesunde Zähne, ist bäuerisch gekleidet und trug bei seiner Entweichung irchene Hosen, hohe, über da« Knie reichende Stiesel, ein rothseidenes Hals lud?, ein bunkelbrauneS Tuch- und ein aschgraues Eommerröckel, dunkle sammlene, blau punktierte Weste und einen schwarzen niederen Hin mit einem breiten schwarzseidenen Bande. Das Glück! O, verzweifle nicht am Glücke,-Ob getäuscht auch viel »nd oft! Niederschwebi'S auf gvld'ner »rücke Plötzlich wohl auch ungebofft. Ungerührt von Klagen, Weinen, Wie'« auch langt zögern mag; Einmal wird es Dir erscheinen, Einmal kommt sein Wonnetag. Wandle nur auf seinen Spuren; Dtinem gläubigen Vtrtrau'n »ann's erblühen auf den Fluren. Bon den Sternen kann es thau'n. Aus den Lüsten kann es regnen Wie ein fallend Rosenblatt, Plötzlich kann es Dir begegnt,, Mitten im Geräusch dtr Stadt, Wo sieb in dtr Wüste Schweigen Ganz Dein Mull, verloren glaubt, *ann sick'S plötzlich zu Dir neigen Wie eilt litbtfiüsttrnd Haupt. Wo fich bricht in Äerktrotaaeni Dtr Verzweiflung, langes Flth'n, Äann tä Dir mit Wonntschautm Plötzlich in die Teele weh'n. 9cut *#* öa«. » «leiu*»5* ft Fitz. »,« berg in Sahst Du Seine Jugend schwinden. Kann dem Mann cs Kränze winden. Nimmer kommt es ja zu spät! Noch den Greis kann es entzücken. Und noch in der Todcsstund' Kann cs feinen Kuß Dir drücken Segnend auf den bleichen Mund. H. S. Ausweis über den Stand der Blatternepidemie in Laibach vom 12. bis inclusive 14. April 1874. 8om letzten Ausweise sind in Behandlung verblieben 11, seither zugewachsen 1, genesen 1, gestorben 1 Mann, in Behandlung verblieben 1 Mann, 1 Weib und 8 Kinder.— Seit Beginn der Epidemie wurden 404 Blatternerkrankungen amtlich gemeldet, von diesen sind 323 genesen und 76 gestorben. Im landschaftlichen Filialspitale in derPolanavorstadt waren am 12. d. M. 12 Kranke; am 13. d. M. 12 Kranke, 1 genesen, 1 gestorben; am 14. d. M. 16 Kranke, 5 zugewachsen, 1 genesen. Stadtmagistrat Laibach, am 14. April 1874. Singesendet. Allen Staaten Kraft nub Gesundheit ohue Medizin nnb ohne Kosten. Revalesciere du Barry oon London. ifciKi «taalbdl oeraag der belicaten Bersleiei*™ da Barry »5 111! erliefen, nnb beseitigt dieselbe ohue Medizi» and oho« Soften all, k'arftn-, Vimicn., Brrifl-, Sangen», Leber-, Drüsen», «chleimballt-. ttynn«, Blasen, nnl Uticrenleiben, Tuberculose, eStotnMmjt, iSfthmn. Jttftcn, Unen6aull*!ett, Verstopfung, Diarryöeu, eiSIaflofigtcii, tASafte, Hämorrhoideu, waffersn-t, Fieber, @*DinbeI, Blot-ujstei. Itn, Uhrenbrenseu, Nebelleit nnb Erbrechen selbst »ährend bet Schiran-»erschast, Siedete«, »telancholie, «bmagcruug, MueumatMmn* Wicht, Klrichsucht. — iKnBjiige au« 76.000 «ertiftcatea übet Wen «fangen, bi< iller Medizin bibastonber., werden aus Hi erlangen ftanc» eingefenbet. dtahrhasker alt Fleisch erspart bie Bevalesciere bei Erwachsene» mb Linder» ftinfziamal ihre» Prei« in Signeten. 9» Blechbüchsen eon ein halb Psnnb fl. 1-50, 1 Pfd. it. S-SO I Pfd. st. *-50, 5 Pfd. 10 fl., 18 PN>. SO fl., 84 tpfb. M fl. - Re-rilsecilre-BmcaiUn in Büchsen » fl. i’bO unb fl. 4’50. — Beraleeoitr« üMocolnte« in Pulver nnb in Tabletten sür 12 Tasse» fl. 1-30, 24 Tasse« f. 1-60, 4. *afltn fl. 4-50, in Pulver sür lüO Tasten fl. 10, für *89 taffen fl. HO, für 676 taffer fl. 36. — *iu beziehen durch Satt» du vatth » 6 » « p. in Wien, Wallflsohgaeno Hr. 8, in Lalbaoh bei E. Mahr, sowie i» allen Stabte» bei guten üpotdeker» unb Sv-, i-reihüibler»; auch ettfcnbti das wiener yatt< nach »3:c «ejetben geiien Postanweisung »bet Nachnahme. Witterung. Laibach. 20. April. Schöner Morgen, klarer sonniger Tag, schwacher Westwind. Wärme: morgens 6 Ubi + 82, nachmittags 2 Uhr + 18 0° C. (1873 + 15 4», 1872 + 13 6" C.) Barometer im Steigen, 720-18 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 1V6“, da« gestrige 13 1", beziehungsweise um 2 3“ »nd 3 7" über dem Normale. Äußcloramcnc- Kremve. Am 20. April. Hotel Stadl Wien. Krausenek, Kausm., Patriano, Handelsm. und Rietti, Prio., Triest. — RoZitta, Krails beim, glandrak, Full, Reisende, und Seffer, Wien. — v. GosSlet, Priv.. Hrastnig. — Pogatnik, Cooperatoi, Kreuz. — Jarc, Tfchaiej. Hotel Elefant. Se. Durchlaucht Fürst Salm Reiferscheid, NenLilli. — Thoman, Steinbüchl. — Widespik, ftftn., Nürnberg. — Roma, Kfm., Innsbruck. — Miku§, Pfarrer, Rann. — Pirker, Gollschee. - Gorjup mit Tochter, Görz. — Mettell, Grschäflsreis. und Miorre, jtlagen surt. — Becher und Dr. Brunner. Wien. — Pibrouz, Urlauber des 17. Inf. Reg., Graz. — Narkowskl, mit Familie, Rußland. Hotel Europa. Dr. Ratei, Marburg. Bohren. Schmidt, tiutii. — Dorfuer, Fabrikant und Böhler, Wien. — Dr. Mendic, Triest. Balrleeher Hof. Kollar Triest. Verstorbene. Den 17. A p r i t. Helena «chubic, VerzehrungS-ausseher«galtin, 49 I., Stadt Nr. 96, Limgenliihmung. — Dem Ernst Matthe», Damenkleidermacher, fein Äiub weiblichen Geschlechtes, infolge einer schweren Geburt. Den 18. April. Eduard Rupnik, Arbeiter, 36 I., Livilspiial, Luugknemphhskm. — Johann Zrunsek, Inwohner, 77 I., ins Siotipital flcvbtnb Uberbracht. - Antonia tter= hin, Deckenmacherwilweulochler, 17 I., Filialfpital in ber Pvlanavvrstadt Nr. 68, Blattern. Den 19. April. Franz Mali, Sträfling, 26 I., Kastellberge 9ir. 57. Lungenfchminbfuchl. — Josef Trantii, Wedergefelle, 19 I., Filialfpital in der Polanavorstabl Nr. 68, Blattern. Gedenktafel über die am 2 2. April 1874 stattfindenden Lin-tationen. 1. Feilb., Pregel'sche Real., Ustje, BB. Littai. — 2. Feilb., Sitar'sche Real.. Stosee, BG. Laibach. — 3. Feilb., Vehouc (Roic'sche) Real., Ar», B«. Gurkfeld. — 3. Feilb, Sumrada'sche Real., Lerch, BG. Laas. — 3. Feilb... Novak'sche Real., St. Veit, Sittich. Lebensmittel-Preise in Laibach am 18. April 1874. Weizen 7 fl. 20 kr.; Korn 4 fl. 90 fr.; Gerste 4 fl. 20 kr.; Haser 2 fl. 90 kr.; Buchweizen 4 fl. 80 kr.. Hirse 4 fl. 90 kr., Kukurntz 5 fl. 20 kr., Erdäpfel 3 fl. — kr., Fisolen 6 fl. 60 kr. pr. Metzen; Rind, schmalz64 kr., Schweinfett 42 kr., Speck, frischer, 44 kr., Speck, geselchter, 42 kr. pr. Pfund; Eier l*/s (r. pr! Stück; Milch 10 kr. pr. Maß; Rindfleisch 30 fr., Kalbfleisch 30 tr., Schweinfleisch 34 kr. pr. Pfund; Heu 1 fl. 10 tr., Sir oh 75 kr. pr. Zentner; hartes Holz 7 fl. 20 tr., weiche« Holz 5 fl. — tr. pr. Klafter. Telegraphischer Cursbericht am 20. April. Papier-Rente 69-30 — Silber-Rente 73 80 — 1860er Staats-Anlehen 104 75 — Bankaktien 973 — Credit ü 15.50 — London 11180 — Sjlber 105-75 — 20-Francs-Stücke 8-97. und Möbel find wegen Abreise sogleich zu verkaufen. (250—1) Näheres Klagensurterttrane Nr. 70. Hoffeite. Ein Verfoiis-Lmle ist in der Ttateriase Hart. 54 nächst der Franzensbrücke. zu Michaeli /. J. beziehbar, zu vermiethen. Näheres daselbst bei (2^-6)___________ M. Haiitli. JittDciner Sanerbrnnnen ^reichhaltigster Lithionsäucrling Europa») fpecifisch wirksam bei Nieren- und Blasenleiden, in der Gichr und Hämorr^oidalkrankheit, bei übermäßiger Schleim- und Säurebildung im Magen :c., ist echt nnd in frischer Füllung zu haben bei Herrn P. l