^256. Donncrstllg, 8. Nownbcr 1900. Jahrgang 119. Macher Zeitung. Wg„ ^Uonsprei». Mlt Postverstndung: ganzjihrig 8« X, halbMrlg 15 II. Im Comptoii: ganz. Ins.'7°'°Ml!a l, ll. ssür b!t Zustellung in« Hau« „anziahrlg » X, — Insertl°ns«ebUr: ssür lleinl ^^ " "" »u < Zeilen ü» l», glüftere per Zeile l» d: bei öfteren Wiederholungen per Zeile « l>. Amtlicher Theil. ^bemb??i^ ^lntsblatte zur «Wiener Leitung» vom 6ten ^lerzeuan? ^^' ^ """^ ^" Weilerverbreitung folgender Nr' ^ '^llstribssne. vom 1. November 1900. «C'en^ /Die P« Nr' ^'^"ier Fliegende Matter» vom 28. October 1900. "ctober H (Abendausgabe) «Grazer Tagblatt, vom 31sten Nr' 7^'li^ikilni Ii8ty. vom 29. October 1900. «r' 4, ü^ll. vom 25. October 1900. ^^ " «dumLVLn» vom 27. October 1900. Nichtamtlicher Cheil. Türlei und Bulgarien. !""" an^rdinand von Bulgarien hat in Menen I-s^'ch ber Eröffnung des Sobranje ge-c" Eultn« !""^ unter anderem hervorgehoben, dafs Musz ^ " °urch die Promulgation des auf den Ab-MM vandelsconvention mit Bulgarien °Nenz f.-^"de "nen neuen Beweis feines Wohl-grübet >> * Furstenthum gegeben habe. Die An. .bete sei ^, lürlisch. bulgarischen Handelsconvention > 5 gebeiw ^°chen den Gegenstand von offenen ^"'ve dem^^^andlungen zwischen der Pforte. Zö vor ei«: ^"^,s. und der bulgarischen Reaierung. ^lsentlV^^ fürten der bulgarische Minister "or der 5>3^"en, H"r Tontschew, der Di-L'Uin de« !i°!""ischen Correspondenz im Mini-«ied di^ern. Herr Vernazza. und das Agierte k,. ^""^ D.Dagarow, als Special-st^lscon^i' ^"'lchen Regierung die auf die "°"tllwftel. "°n bezüglichen Verhandlungen in Con- ber Anwesenheit des bulgarifchen />H Herrn Iwantschow, in der z^c ^Ultc^z p '"dt anlässlich des Regierungsjubiläums 'm Vordergrunde der 3?^n Kr,i^ Ministerpräsidenten mit den maß-2.^lt v -A" Persönlichlnten. Damals wurde Achtet sei '??' dass die Angelegenheit so gut wie ^^^^voch haben sicü alle derarliaen Nnaaben als verfrüht erwiefen. Was die bulgarische Regierung von der Pforte verlangt hatte, war thatsächlich nicht wenig. Sie wünschte nämlich, dass bulgarisches Hornvieh und Getreide bei ihrer Einfuhr in die Türkei bloß sechs Procent (statt der bisherigen acht Procent) und bulgarisches Mehl bloß fünf Procent zu ent-' richten hätte, so dass alle übrigen bulgarischen Ein» fuhrartikel zollfreien Eintritt in die Türkei haben, sollten. Dieses Arrangement, welches namentlich von dem türtischen Valuf.Commissär in Sofia, N e d j i b Effendi Melhame, in Mdiz . Kiosk warm befürwortet wurde, schien einen Augenblick lang günstige Aussichten zu haben. Der genannte türtische Diplomat setzte an maßgebender Stelle auseinander, dass die Annahme des Arrangements, welches fast einer Zollumon zwischen Bulgarien und der Türkei gleichkam, einen großen politischen Erfolg der Pforte bedeuten würde, er unterließ aber, die Rückwirkung auf die Zolleingänge der Türkei des näheren zu berücksichtigen. Dies geschah nun von anderer Seite, die ein Interesse daran hat, dass die türkischen Staatsfinanzen nicht geschädigt werden, sowie auch daran, dass die landwirtschaftlichen Producte Nnatoliens nicht durch die beantragte Verbilligung der Einfuhr der gleichen Producte aus Bulgarien einer verschärften Concurrenz ausgesetzt werden. Es hat den Anschein, dass die nach dieser Richtung vorgebrachten Einwürfe wefentlich dazu beigetragen haben, das Handelsconventions-Project, wie es von bulgarischer Seite gewünscht würde, zu Falle zu bringen. Was nunmehr türlischerseits gewährt wurde, ist etwas wesentlich anderes. Die Beschlüsse der Pforte, welche die Sanction des Sultans erhalten haben und von der bulgarischen Regierung angenommen worden sind, besagen das folgende: Bulgarisches Kleinvieh, bulgarische Cerealien und bulgarisches Mehl zahlen, so wie bisher, bei ihrer Einfuhr in die Türlei acht Procent. Die bulgarische Regierung hat dafür das Recht, drei türkische Einfuhrartikel auszuwählen, welche in Bulgarien gleichfalls acht Procent zu entrichten haben werden. Alle übrigen Artikel sollen auf beiden Seiten zollfreie Einfuhr haben. Durch dieses Arrangement, zu dessen Ver-wirklichung Nedjib Effendi Melhame gleichfalls wesentlich beigetragen hat, erscheinen die von gewisser Seite vorgebrachten Bedenken der Hauptsache nach be« ^ hoben, wenn auch damit anderseits immerhin eine zollpolitische Annäherung zwischen der Türlei und Bulgarien herbeigeführt wird. Für Bulgarien bedeutet das Arrangement natürlich weit weniger, als das ursprünglich in Vorschlag gebrachte, indem gerade die Hauplartilel der bulgarischen Einfuhr nach der Türlei nach wie vor acht Procent zu entrichten haben. In Belgrad, Bukarest oder Athen dürften sich jedoch Stimmen der Unzufriedenheit erheben, da man sich da oder dort Bulgarien gegenüber benachtheiligt fühlen kann. Auch bleibt noch abzuwarten, ob nicht selbst an anderen Orten die Frage aufgeworfen werden wird, wie sich die zwischen Bulgarien und den Großmächten bestehenden Handelsverträge mit dem türlisch - bulgarischen Arrangement vereinbaren lassen. Jedenfalls jedoch lann gesagt werden, dass der in Sofia erhoffte Erfolg durch das thatsächlich zustande gekommene Arrangement einigermaßen beeinträchtigt erscheint. Die wiederholt erfolgte Ankündigung eines neuerlichen Besuches des Fürsten Ferdinand in Constan-tinopel foll, wie versichert wird, mit der Angelegenheit der türlisch - bulgarischen Handelsconvention im Zusammenhange gestanden haben. Mit einem gewifsen Interesse wirft man nunmehr in den hiesigen politischen Kreisen die Frage auf, ob dieser Besuch erfolgen werde. Politische Uebersicht. La! l> ach, 7. November. In dem Wahlaufrufe des verfassungstreuen Großgrundbesitzes in Steier-marl wird als Pflicht dieser Curie bezeichnet, an der durch die Verfassung gewährleisteten Reichseinheit festzuhalten und jedem Versuche, den einheitlichen Staatsverband durch Geltendmachung willkürlicher staatsrechtlicher Sonderansprüche eines ober mehrerer seiner Kronländer zu lockern, mit Aufbietung aller Kraft entgegenzutreten. Weiters wird die deutsche Sprache als natürlich gegebene Vermittlungssprache des Staates, die Integrität ber nationalen Stellung der Deutschen, die Umwandlung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Ungarn und ein auf billigen Grundlagen abzuschließendes Vertragsverhältnis nnd Festhalten am Dreibundverhältnisse betont. Feuilleton. Drei Wiener Privatgallerien. N°n N. von Vivenot. w ^ter d lEchlus«.) He!?, 'lt 'Die"l.,?^"ien der holländischen Genre-« "N2tt is^°"^^ Briefschreiberin. von Gabriel hll Ue auz ' ^°rk. Das Bildchen muthet uns an, lthll,?"llder de' 3 - "eUe herausgegriffene Episode. !"^°ln Glok.,!^"""lerei »st Gerard Dows «Ge-'" i? ^urali«3/ und auf das Gebiet des lebens. > n? 'Van n?us führt uns Adrian van Ostade ^ >t v^ Die Landschafter sind "benan steht Jakob Rugsdael, >/>schaulichen ^ "!" ""em H"ten bewacht,-^ vm?" entleU' "^ ber Künstler felbst den dem ^sUen wN""^"stellunge'n einen großen Zug «t 5 ""ter s<5w ^°" v°li Goyen zeigt unS eine t^u> Don N"«N', trübem Himmel, ferner die 'VK verdient ^' 3°?" die schone Luftperspective ^it«. ?en N7H Ludolf Backhuizens .Seesturm. >> Hellt7°?7t festgehalten, da sich der Himmel >^>. Ulb". ^p"l der Wellen ist trefflich ^>n>aen; s n 6M tritt uns als Schlachten-2>lo^°n'da^ reicht aber bei z. > >.. b" BebanA ' ?" Leonardo und Michel-^ in".der Nu"^besselben Stoffes leisteten. > < «in G^ldrz 'Belagerung von Herzogen-^ve>Vi von sehr frohem Horkonte. ^r b« 9 Us gleichsam aus der Vogel-"" Lager gewährt. — Der deutschen Schule gehören zwei männliche Portraits Lulas Eranachs und ein ausgezeichnetes Bildnis von der Hand Hans Holbeins an. Insbesondere letzteres ist fein ausgeführt; es stellt einen jungen Mann dar, der, in seidene Gewänder gehüllt, an einem mit einer grünen Decke überdeckten Tische sitzt, vor ihm liegt ein geschlossenes Buch. aus dem ein Blatt herausragt. Die Schrift auf demselben ist deutlich erkennbar. Von dem graugrünen Hintergrunde hebt sich die ganze Darstellung wirksam ab. Die italienische Schule ist sehr schwach vertreten. Michel Nngelo Americhi, dem Begründer der na-turalistischen Schule, gehört der auf einer Laute spielende Jüngling an. Die Darstellung ist vorzüglich und für den Meister charakteristisch, das Gesicht ist beschattet, den einzigen Lichtpunkt bildet der rothe Aermel. Zur Schule der Eklektiker zählt Carlo Dolce; seine «Heil. Katharina^ zeichnet sich durch eine prächtige Farbenwirlung aus. in den Gewändern finden wir jedoch schon die Schillerwne der Verfallzeit. Der Gchchtsausdruck ist anmulhig und sanft; im Incarnate sind, ähnlich wie bei Leonardo und seinen Schülern, schwärzliche Schatten erkennbar. Guido Renis Brust-bild der Diana zeigt die für den Meister charakteristischen verblassten Töne. Von den übrigen Italienern seien Zampieri, Beretino und Eignani erwähnt. Das Giorgio Barbarelli zugeschriebene Werk dürfte wohl von der Hand einr« Nachahmers, nicht aber von Tizian« ge. malem Mitschüler im Atelier Vellinis stammen. — Die dritte der Gallerien, die des Grafen Czernin, bietet ebenfalls des Interessanten in Hülle und Fülle. Unter den Italienern >ei ein schö.les TriptyHon, der stören« tinischen Schule angehörend und um das Jahr 1344 entstanden, erwähnt. Die Krönung der Madonna durch Christus ist in alterthümlicher Weise dargestellt. Neide Hauptfiguren sind von der Mandorla, dem ellipsen-förmigen, die ganze Gestalt umschließenden Heiligen-cheine, umgeben. Christus ist durch den Nimbus mit dem Kreuze gekennzeichnet; rings um die Mittelgruppe reihen sich die Eherubime. Die Bewegung ist steif, der Nnfbau streng symmetrisch, der Hintergrund Gold. Alles weist darauf hin, dass der Meister noch unter dem Einflüsse der Gothil stand. Von Fra Bartolomeo, dem coloristischen Lehrmeister Raffaels und gediegensten Maler der späteren florentinischen Schule, finden wir ein ausgezeichnetes Selbstporträt hier. Tizian ist durch ein Porträt des Dogen Andrea Griti vertreten. Der Kopf ist prachtvoll individualisiert uud verräth energisches Selbstbewusstsein. Von den übrigen der vene-tianischen Schule angehörenden Gemälden ist ein Werk Bassanos erwähnenswert; es fällt auf durch feine überreiche Fülle an Menschen und Thiergestalten sowie durch den genrehaften Zug, den er felbst in folche, der Bibel entlehnte Stoffe hineinbringt. Die übrigen hier noch vertretenen italienischen Meister gehören fast durch-wegs den Elleltilern oder Naturalisten an, und Namen wie Guercino, Sassoferrato, Maratta und Spagnoletto sind die vorherrschenden. Was nun die Malerschulen ber anderen Länder betrifft, so gebürt den Niederländern wohl der Vorrang. Johann van Eyks «Darstellung im Tempel» ist ein fein ausgeführtes Gemälde von schönem Colorit. Unter den Schülern Rubens' ragen Suyders und Cornelius Schutt, letzterer insbesondere durch seine vorzügliche «Heilige Familie», hervor. Ein leuchtende« Colont und ein herrlicher landschaftlicher Hintergrund Laibacher Zeitung Nr. 256. 2110 8. November iM In einer in Bozen abgehaltenen Versammlung der deutsch-fortschrittlichen Wähler des tirolischen Großgrundbesitzes wurde die zwischen den Deutsch-Fortschrittlichen und der deutsch - conservative« Gruppe des tirolischen adeligen Großgrundbesitzes in Aussicht genommene Wahlvereinbarung gebilligt und das von den Delegierten der beiden Gruppen entworfene Uebereinkommen vom 23. October 19H0 genehmigt. In Fortsetzung der Debatte über die Vorlage, betreffend oie Declaration des Erzherzogs Franz Ferdinand, sprach im ungarischen Abgeordnetenhause am6. d. M. Abgeordneter Bela Barabas contra und erNärte, dass die Vorlage den Geist des Artikels 12 vom Jahre 1791 ver-letze. — Abg. Barabas legt einen Beschlussantrag vor, wonach im Falle der Inarticulierung der Vorlage ausgesprochen wird, dass das Hausgesetz nicht als Rechtsquelle erachtet wird und dass die Bestimmungen des Gesehartikels 21 vom Jahre 1791 durch die In-articulierung nicht alteriert werden. Abg. Szilagyi erklärt den Beschlussantrag und dessen Inhalt selbst« verstündlich für überflüssig. Dadurch, dass die Ab-geordneten alles nicht meritorisch zur Vorlage Gehörige beiseite lassen, geben sie den größten Beweis der Achtung und Sympathie für das Erzherzogspaar. Was das Verhältnis des Hausgesehes zu den ungarischen Gesetzen anbelangt, so wurde dieses nicht unterbreitet, und das vom Ministerpräsidenten verlesene Bruchstück dient nur als Information, die vom legislativen Standpunkte keinerlei Folgen hat. (Zustimmung rechts.) Jenes Verhältnis bleibt auch nach der Debatte dasselbe. Der Theil der Declaration, der sich im Rahmen des Hausgesetzes bewegt, werde nur des ewigen An» dentens wegen inarticuliert. (Widerspruch auf der äußersten Linken.) Die Frage, ob die Declaration dem Hausstatut entspreche, bilde nicht den Gegenstand der Prüfung oder Inarticulierung. (Abg. Polonyi: «So ist es! Das muss auch ausgesprochen werden!») Das ungarische Thronfolgeordnungsgesetz müsse nur auf den Passus der Declaration angewendet werden, wonach die aus der Che stammenden Kinder und deren Nachkommen das Thronfolgerecht weder in Oesterreich nocb in Ungarn besitzen. Von diesem Standpunkte s« die Inarticulierung die authentische Interpretation der Thronfolgeordnung seitens des Reichstages. Den Neschlussantrag Ho los, dass das Hausgesetz zuvor dem Hause unterbreitet und inarticu-liert werde, könne Redner nicht acceptieren, weil die Frage, ob die ebenbürtige Ehe die constitutive Bedingung des Thronfolgerechtes sei, ausschließlich nach den ungarischen Gesetzen ohne Zuhilfenahme des Haus-gesehes, das diese nicht kennen, zu beurtheilen sei. (Beifall rechts.) Durch die Annahme des Amendements Zichy würde jener Theil der Vorlage eliminiert, welcher die Uebereinstimmung der Declaration mit den ungarischen Gesetzen constatiert. Die Erklärung der Volks« Partei, dass sie sich vor dem Allerhöchsten Willen beuge, könne nur als Annahme der Vorlage gedeutet werden. Der Papst richtete an die Bischöfe eine vom 1. November datierte Cncyklila über den Erlöser. Der Papst spricht darin seine Freude über das Zuströmen von Katholiken der ganzen Welt nach Rom aus Anlass des heiligen Jahres aus, was ein Beweis sei, dass die Völker sich Christus zuwenden, ermahnt jedermann, den Weg des Erlösers zu wandeln, der allein der Weg der Wahrheit und des Lebens sei, und sagt: Ebenso wie Christus, als er auf Erden weilte, die menschliche Gesellschaft reformierte, so wird diese auch jetzt, wenn sie sich neuerdings Christus zuwendet und nach seinen Grundsätzen lebt, verbessert werden; denn nur das göttliche Gesetz, das die Auflehnung gegen die von der Rechtsordnung geschaffenen Gewalten sowie Conflicte unter den Völkern verhindert, bewirke, dass alle, in brüderlicher Liebe ver« eint, in heiligem Frieden denen gehorchen, die über sie gesetzt sind. Die Abwendungen von Gott aber erzeugten in der ganzen Welt so schwere Verirrungen, dass die Völker, wie insbesondere im gegenwärtigen Zeitpunkte, von immerwährender ängstlicher Furcht be« herrscht sind. Die Encyklila schließt mit der Auf« forderung an die Bischöfe, dahin zu wirken, dass die ganze Welt in dem Erlöser und Erretter der Menschheit allein jenen erkenne, der ihr Heil und Frieden bringen werde. Der Sultan sandte an Kaiser Nikolaus von Russland aus Anlass des Jahrestages der Thronbesteigung desselben ein in den herzlichsten Worten abgefasstes Glückwunsch-Telegramm, in welchem er seine Wünsche für das Wohlergehen des Kaisers aus« drückt und ihn seiner unwandelbaren und aufrichtigen Freundschaft versichert. Kaiser Nikolaus gab in der Erwiderung seinem Danke sowie den Gefühlen seiner aufrichtigen und herzlichen Freundschaft für den Sultan Ausdruck. Der zur Zeit am dänischen Hofe weilende Ober-commissär für Kreta, Prinz Georg, wird seine bevorstehende Rundreise auf alle Hauptstädte der europäischen Großmächte erstrecken, sich hiebei zunächst nach London und sodann nach Paris begeben. Tagesneuigleiten. — (Die Schriftstell erb raune.) Dass Personen, welche stundenlang die Feder ln der Hand halten, den sogenannten Schreibkrampf bekommen, ist längst bekannt. Jetzt hat aber ein Herr Moreau in Tours die «Bräune (^ngiu^) der Schriftsteller» entdrckt, also noch eine Krankheit, die Personen, welche viel schreiben, eigenthümlich sein soll. Ganz besonders häufig werden Personen, welche rasch schreiben und ln einer bestimmten Zeit Artikel und Berichte fertigstellen müssen, mit anderen Worten: Journalisten, von dieser Krankheit befallen. Als Ursachen dieser Halslranlheit gibt Moreau die Körperhaltung, die Erschlaffung der Halsmuskeln und die dadurch hervorgerufene Athemnoth an. — (Cine Scene im Cafi.) Das «Berliner ^Tageblatt» berichtet vom b. d. M: In dem Spielzimmer eines Unter den Linden gelegenen Cafe's, das Vorzugs« ! weise von österreichischen Stammgästen besucht wird, wurde unlängst nachmittags, wie alltäglich, steißig «taroliert». Besonders an einem Tische gieng es recht lebhast zu. lZwei bekannte Berliner Schauspieler spielten da mit einem noch jungen Herrn, von dem man nichts weiter wusste, als dass er erst kürzlich von Wien «zugereist» war und nach seinem ganzen Auftreten wohl einen recht begüterten Papa haben musste. Man spielte schon mehrere Stunden, war schon bis aus 50 Pfennig pro P"^^ lommen, und der junge Mann hatte andauernd P^ eben hatte er «i^k-u ultimo» angesagt, und s"N'^ ^ gab der Ueberzeugung Ausdruck, dass er auch diese ^ verlieren werde. Etwas erregt widersprach der junge il" und bot seinem Kiebitz eine diesbezügliche Wette M Mark an. Gerade in dem Augenblick, als die ^ perfect werben sollte, legte ein älterer, eleganter «^' der schon eine Welle unbeachtet dagestanden, seine v auf die Schulter des jungen Mannes und sprach: « habe ich wohl ein Wörtchen mitzureden — fiir """ ^ musst du schon etwas vorsichtiger sein!» Mit einem ^ schrei sprang der junge Herr auf und tN"^,?!,^ davonzueilen. Energisch und mit voller Ruhe verM ihn der Fremde hieran, nöthigte ihn, seine SpielM^ zahlen, Hut und Rock zu nehmen und mit lym > . zugehen. Im Spielzimmer des Cafe's herrschte aber ^ eine geraume Zeit eine gewaltige Erregung, ^" M durch einen Kellner, der von dem Fremden ins "tr gezogen worden, den Sachverhalt erfuhr. Der ju"^ ^ ist der Sohn des schwerreichen Wiener Productenya« ^ M. dem er mit 40.000 K durchgebrannt war. " Wochen hindurch suchte der Vater seinen leicht^ Sohn vergebens, bis er ihn hier in Verlin — beim » spiele fand! ^p< — (Ein dunlelhäutiger Jack ?" ', pard.) An die tollkühnen Abenteuer des beruy^ englischen Räubers Jack Sheppard, der im 3^ hM gehenkt wurde, erinnert die soeben auf unerhört WM ^, Weise ausgeführte Flucht eines zu langer H° ^ urtheilten Negers aus dem städtischen Gefangn»^ ^ Newyorl. Wie von dort berichtet wird, gela"s ^c einigen Tagen zwei bunlelhäutigen Einbrechern, au ^ gemelnfchaftlichen gelle zu entwischen. Sie benUß" e» Felle, die ihnen eine Frau in einem Kuchen " ^ zukommen ließ. zum Durchsägen der Elsenstäbe, m» ^ das Fenster vergittert war. Als sie im letzten ""u^ü, ihrer Arbeit von zwei Gefängniswärtern überraM ^^, tödteten sie den einen und verwundeten den andern ^ gefährlich. Dann ließ sich der eine Schwarze a" ^ au« wollenen Schlafdecken angefertigten Seile v"^ 35 Fuß Länge hinab, und da die primitive V' ^ sie noch lange nicht bis zum Erdboden reichte, ic» ^ durch das daranhängende Gewicht seines «"^^^ starke Schwingungen. Nachdem er genügend VV ^ erlangt hatte, passte er den richtigen Augends ^ei Seil loszulassen, um auf ein sieben Meter r ^ flaches Dach zu fpringen. Das tolle Wagnis s» i»> der Sträfling entkam. Sein Gefährte war/^D' Begriff, es ihm nachzuthun, als der Strick r's- ^ ^ glückliche stürzte 55 Fuß tief hinab und blleo Stelle todt. , ,5<,nbe») — (Der Ausdruck «Schwefel" ^ kann jetzt sein hundertjähriges Jubiläum '"M November 1800 kommt er zuerst in einer v ^ ^ Zeitung vor. und zwar wird das Wolt m F, die vielen Räuber- und Mordbrennerbanden »^l welche infolge der durch die französische i«ev° ^", wilderten Zustände die Rheingegenden um'" elchlM Andere leiten — aber mit Unrecht — dle ^W «Schwefelbande, auf die Anfänge der demM ^^l fchaft zurück. Im Jahre 1815 Mete ln ^n ^ von Valentini eine Verbindung «Sulsuna, ^M hauptfächlich gegen die Despotie der LandS"^ bilden die Vorzüge des Meisters und lassen den un« schönen, gebrochenen Faltenwurf der Gewänder ver« gessen. Von den holländischen Landschaftsmalern feien Ruysdael, Euyp, Wouwermann, Berghem, Seghers, van der Neer und Everdingen erwähnt; es sind alfo hier die besten Künstler, welche diese Richtung auf» zuweisen hat, vertreten. ^ Von den Werken deutscher Schule ist wohl eine «Anbetung der Hirten» Adam Elzheimers das interessanteste. Der Veleuchtungseffect ist eigenartig; hell erleuchtet, gleichsam als Lichtcentrum, tritt das Christ-liud hervor; im übrigen ist das Colorit gedämpft. Frankreich weist Werke aus verfchiedenen Epochen auf. Einerfeits ist es Le Tueur, dessen Gemälde «Iphigenie, Orest empfangend,» einen großen historischen Zug bekundet, anderseits zeigen Primaticcios «Drei Grazien» ein Streben nach Eleganz und Anmuth, das später bei Watteau und Boucher in so hohem Maße ausgebildet werden sollte. — Ueberblicken wir das Geschilderte, so kann man wohl sagen: Es sind leine überwältigenden Eindrücke, die uns diese Sammlungen zu bieten vermögen. Die großen Namen fehlen ganz oder sind durch unbedeu. tendere Werke vertreten, aber eben weil diese fehlen, lommen die kleinen Meister, die feinen Naturbeobachter, die Maler des Alltagslebens und fchließlich die, welche mit ihrem bescheidenen Talente der Spur der großen Künstler folgten und sich doch zu einer individuellen Ausfassung emporrangen, zur Geltung. Man entdeckt viele verborgene Schönheiten, wenn man näher zusieht, und es lohnt sich der Mühe. An zweiter Stelle glänzt manchrr, der an erster unzureichend erscheint! Z)ie Asitnal. Roman von L. Ideler. (62. Fortsetzung.) Iarncke sah von seinem Lauscherposten aus den Reitertrupp in der Abenddämmerung auf den Hof reiten und erkannte die Uniformen der Wirseler Jäger. Er wurde unruhig. «Was ist das?» murmelte er. «Stein scheint nicht dabei zu sein. Was aber sollen hier alle diese Leute von der Gräsin? Haben sie etwa noch den Körper gefunden und bringt Stein denselben später? Undenkbar — bei acht Wölfen!» Er sah, dass die Jäger von den Pferden fprangen und von den Knechten und Mägden des GuteS umringt wurden; es gab ein lebhaftes Fragen und Händeschütteln hin und her; endlich warf einer der Diener des Grafen Hochkamp feine Mütze in die Luft und jauchzte hell auf, die anderen folgten seinem Beispiel. Die fremden Reiter wurden gleichsam im Triumph in das Schloss geführt, und gleich darauf stürzte die alte Haushälterin in das Zimmer, in dem Zarncke allein saß. «Er ist gerettet l» rief sie, und die hellen Freudenthränen schössen ihr über die welken Wangen. «Die Gräfin mit ihren Jägern ist wie ein Engel vom Himmel zu rechter Zeit gekommen; sie haben die Bestien niedergeschossen, und unser junger Herr weilt jetzt unversehrt in Wirsel l Morgen lommen sie alle wieder!» Zarncke antwortete nicht; er wandte der aufgeregten Allen den Rücken und starrte durch das Fenster in die Abenddämmerung. «Also vorbei!, murmelte er. «Eigentlich hier ein gutes Leben l. .. seine 6"^ Er begab sich in sein Zimmer, paAe' ^ls zusammen und verließ das Schloss. »A Dornhagen, floh er. mit Schande bebest. <. ^'^, Gerüchte von dem Anfalle der Wölfe au ^ ^ ^j Schlitten gedrungen waren. Das V"" geM üi deren Ende des Dorfes, und vo" ?/ fthen ^ Gutes hatte sich heute noch niemand y»c ^ ^I ^ sie wagten in ihrer Angst und U""ye ' aarn^ ^l Hofe zu entfernen. Der Wirt bestürmte K ^c diefer bei ihm eintrat, mit Fragen, " ^p ein Achselzucken zur Antwort. . ^af HH„,, «Ich habe mich heute morgen n" geben 7^ überworfen und mir meinen AbschHH.^ sH ^, log Zarncke. «Es kann mir also glW H. U"" ihm auf dem Wege nach Wirsel pa^'lo< ^ die Nacht bei Ihnen bleiben uno ^he» Morgen auch nach Wirsek fahren. ^ ^ z" Gräfin Lowosf zu sprechen.- . herH F Nach dieser Erklärung aß er m ^1 Abend, suchte früh sein Lager au! " und ftst die Nacht hindurch...» jacher Zeitung Nr. 256.________________________________2111___________ ^ ^^^^ ^^ ^len sollte. Ihr Hauptgrunbsatz war. sich nicht zu so?' ^^alb traf diese Studenten die Verachtung der ,/p« und Landsmannschaften, welche in dem Schimpf« t,n '^lhwefelbande. (»ullur heißt lateinisch Schwefel) I" °"ben Ausdruck fand. Diese Thatsache ist richtig, °ul5., ^""llch wurde das schon fünfzehn Jahre früher . Molnmene Wort von den Studenten auf die «Sul-""" angewendet. 3ub!l^ ^erRegenschirm) lann sein 1100jährlgeS ttsie » ^" b^lem Jahre feiern. Seine nachweislich Hz.'"lwhnung ist um 800 n. Ehr. geschehen. Da Nig f^5i "torat "^" ^^ '^^ allgemeine Kl3"t"t '« . 5. gesummte Lichtindustrie., die in den ' iu überneb ^artenbau-Sälen in Wien eröffnet ßoe.!^U^V,..^°se der Einbeziehung der "^" ber vl "'°°e in die Pension.) Die Prä- ^^"»...,« "^'"" Staatsbeamten - Vereinigungen Wiens begaben sich kürzlich zum Ministerpräsidenten, um ihm namens der Vereine sowie als Bevollmächtigte der Staatsbeamtenverelne der Provinzialstädte die Bitte wegen Einbeziehung der Actiliitätszulage in die Pension unter entsprechender Beitragsleistung seitens der Staatsbeamten zu unterbreiten. Der Ministerpräsident empfieng die Deputation in freundlichster Weise, verwies sie mit ihrem Anliegen an den Finanzminister und sagte seinerseits die kräftigste Unterstützung der Bitte zu, wobei er betonte, dass er, da er selbst aus den Reihen der Staatsbeamten hervorgegangen sei. die Gründe dieser Bitte voll zu würbigen wisse. — (Ernennungen.) Das Präsidium der l. k. Finanzdirection für Krain hat die provisorischen Aushilfsdiener Matthias Vole in Tschernembl und Jakob Fleck in Mottling zu Steueramtsdienern ernannt. — (Vom Laibacher Studententische.) Die Einnahmen beliefen sich in der Ferienzeit und bi» 1. b. M. auf 993 k 70 I,, die Ausgaben betrugen im September 36b X 96 k, im October 49b k 52 K, zusammen 861 X 48 K; es ergibt sich also ein Cassarest von 132 k 22 l,. Die wohlthätige Institution gewährt im laufenden Schuljahre Unterstützungen an 106 Studenten. — Spenden nimmt der Verwalter des Stu-dententifches, Herr Canonicus Andreas Kalan, entgegen. — (Gräberfunde.) Kürzlich wurden vom Besitzer Anton Hribar aus Dobrava, polit. Bezirk Stein, auf einer unweit seines Hauses gelegenen, dem Farben-fabrilanten Hohermann in Lustthal gehörigen Anhöhe mehrere, vermuthlich aus der Römerzeit stammende Gräber entdeckt, von denen einige unbeschädigte Thonplatten vor-Handen sind. Auch der Besitzer Franz Prevc aus Selo, Gemeinde Jauchen, entdeckte dortselbst ein solches Grab. In diesen Gräbern befanden sich thönerne und gläserne Gefäße, gebogene, ganz verrostete Messer und Nägel. c>. — (Curort Töplih in Unterlrain.) Im Laufe der diesjährigen Babesaison wurde der Eurort Töplih in Unterlrain von 1256 Personen, und zwar von 582 männlichen und 674 weiblichen, besucht. Von denselben waren: aus Krain 1079, aus den übrigen im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern 117. aus den Ländern der ungarischen Krone 16. aus Bosnien und der Hercegovina 1, aus Deutschland 7, aus Frank» reich 3, aus Italien 23, aus England 1, aus RusS-land 1, aus Nordamerika 5 und aus Egypten 2 Personen. Hlevon verblieben im Curorte: 152 durch 3 Tage. 258 bis 7 Tage, 275 bis 14 Tage, 318 bis 3 Wochen, «4 b!« 4 Wochen, 57 bis b Wochen. 63 bis 6 Wochen und 26 über 6 Wochen. — In Töpllh gibt es dermalen sieben Hotel« und Gasthöfe mit 149 Fremdenbetten. An Wagen standen den Curgästen 6 Ein- und 12 Zwei» spänner zur Verfügung. —e— — (Zur Volksbewegung in Krain.) Im dritten Quartale des laufenden Jahres wurden im politischen Bezirke Littai mit 36.851 Einwohnern 41 Ehen geschlossen und 295 Kinder geboren. Die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 159. welch letztere sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilen: Im ersten Monate 21. im ersten Jahre 51. bis zu 5 Jahren 69, von b bis zu 15 Jahren 9, von 1b bis zu 30 Jahren 14, von 30 bis zu 50 Jahren 18, von 50 bis zu 70 Jahren 27. über 70 Jahre 22. Todesursachen waren: bei 25 angeborene Lebensschwäche, bei 40 Tuberculose, bei 40 Lungen- entzündung, bei 3 Diphtheritis, bei 2 Keuchhusten, bei 2 Scharlach, bei 3 Masern, bei 5 Gehirnschlagstuss. bei 5 Krankheiten der Blutgefäße, bei 3 bösartige Neubildungen, bei den übrigen 59 verschiedene andere Krankheiten. Verunglückt sind 7 Personen (4 erschlugen sich durch Absturz, 1 wurde vom Zuge überfahren, 1 verbrannte und 1 wurde erschossen). Tobtschlag ereignete sich einer, dagegen kam weder ein Mord noch ein Selbstmord vor. An Infectionslranlhelten starben 10 Perfonen (6 29 pTt. der Gefammtzahl der Verstorbenen). —ik. — (Zum Fremdenverkehre in Krain.) In der Stadt Stein sind während der heurigen Frühjahrs- und Sommerszeit 22? männliche und 188 weibliche, zusammen 415 Fremde angekommen, von denen dortselbst 62 bis drei Tage. 32 bis sieben Tage, 31 bis 14 Tage, 71 bis drei Wochen, 102 bis vier Wochen, 48 bis fünf Wochen, 42 bis sechs Wochen und 27 über sechs Wochen verblieben. Von diefen Fremden waren 119 aus Krain, 202 aus anderen österreichifchen Provinzen, 84 aus den Ländern der ungarifchen Krone. 2 aus Bosnien, 3 aus Deutfchland. je 1 aus Italien und England und 3 aus verfchiedenen anderen Ländern. Stein hat eine Höhenlage von 380 m. Dortselbst stehen in Gasthäusern 58 und in Privathäusern 68 Fremdenbetten zur Verfügung. 32 Personen haben 14 Bergtouren unter Leitung von Bergführern, bei 200 Personen aber ohne solche verschiedene Touren unternommen. —o. — (Tracierung eines Weges.) Gegenwärtig wird vom Ielovlca - Gebirge, wo sich bekanntlich ausgedehnte ararische Waldungen befinden, bis zur Save-brücke bei Radmannsdorf ein neuer breiter Weg traciert. tt. — (Brände.) Am 31. v. M. brach in der dem Besitzer Josef ssocijaniic in Lrnivrh, pol. Bezirk Stein, gehörigen hölzernen und mit Stroh gedeckten Kaische ein Brand aus, welcher, wie so ost, durch ein mit Zündhölzchen spielendes Kind verursacht war. Durch das Feuer wurden die hölzernen Seitenwänbe theilweise, das Strohdach vollkommen eingeäschert. Kocijancit erleidet einen Schaben von 80 K und war nicht versichert. — Am selben Tage brach in dem der Besitzerin Anna Dolc in Draiit gehörigen Wirtschaftsgebäude gleichfalls Feuer aus, welches, obgleich es durch das rafche Eingreifen der Ortsinfassen von Draiil, Heleznili und Kermakina unter Beihilfe von Feuerwehrmännern aus Mottling bald gelöscht wurde, der genannten Besitzerin einen Schaden von 4000 k verursachte. Anna Dolc war aus 1000 X versichert. Auch dieser Brand soll durch spielende Kinder verursacht worden sein. —i-. — (Elektrische Bergbahn Triest-0p-kina.) Anknüpfend an eine kürzlich in unserem Blatte erschienene Notiz über den Bau der elektrischen Bergbahn Triest-Oplina sei noch welter mitgetheilt, dass die öfter-reichische Union Eleltricitätsgesellschaft, welche einen Theil des Actiencapitales übernommen hat, den Bau Mitte November zu beginnen gedenkt. Bei der ganzen Einrichtung werben die neuesten Verbesserungen im Baue von Bergbahnen zur Nnwendung kommen, fo dass diese erste Localbahn. die aus Trieft hinausführt, ein würdiges Gegenstück zur elektrischen Straßenbahn in Trieft selbst bilden wird, deren prächtige Motorwagen das Triester Stadtbild so vortheilhaft beleben. — (Spende.) Für Anna Rostan in St. Stefan sind unS vom Herrn Rittmeister G. A. in Budapest 10 « zugekommen. A? Grä^°"'che Plauderstündchen zwischen der «« AH "d Noderich in Wirsel hatk durch U!? diez?. h" 6nde «reicht, und wenn auch ^l zu llu/^ '^"' bedauerte, so war sie Mte ' dem K ^ Won eine Erklärung von dem l'e eH verl ' '^l 6°"M Herz zu eigen gegeben l"li M hatte ' ?" "" ^frieden mit dem, was Allsret e^?b ""Me. dass Roderich sie als ^ ,." Gr,,n^'.°"°n dankbar verehren würde. l°3-lll- '«?." meines Glückes ist gelegt!. 3' und zw?. 'H "erde bald nach Deutschland ^ lud Nn "° GMn Hochkamp!. ^tdi^" speisen "1' ""t 'hr und dem Grafen zu ^ ^3reund,<^ "" von einer so liebens-< den treuen Beamten, >ll7^>ben Si/^^ He." "st «cht gewann. '"hren ^ ^"" aber nur mein Unglück o ^t. können, lieber Stein?, fragte dieser ^ a^lch Herr?^""sen Herrn voll ins Gesicht. ^ H dem^F"^!' «widerte er fest. '-Er > » er oh^rn Pferde angesprengt und that, ^ ferner über Windischgraz, Unterdrauburg, Saldenhofen, Mahrenberg nach Eibiswalb, sodann auf den Posruck, den er einer eingehenden Schilderung unterzog, endlich über Arn-fels nach Leutschach und Leibnitz. Herr Professor Orozen lieferte leine trockene Beschreibung, sondern er verflocht in seine Ausführungen eine Anzahl von historischen Daten und Localsagen, so dass er die zahlreiche Zuhörerschaft bis zum linde fesselte und am Schlüsse seines Vortrages reichlichen Beifall erhielt. — Unter den vorgebrachten Mittheilungen des Vereinsobmannes ist zu erwähnen, dass dle Vereinshütte auf dem Krn fertiggestellt ist und im Juni zur Eröffnung gelangen wird, ferner dass der Verein mit einem Kostenaufwand« von 1000 k einen neuen Weg von Mojstrana bis zur Rothweinllamm angelegt hat. --- (Vewerbebewegung in Laibach.) Im Monate October haben in Laibach Gewerbe neu angemeldet, beziehungsweise Concessionen erhalten: Eugenie Dejal, Wolfgasse Nr. 12, Gast- und Schankgewerbe; Nlbin Vayer, Slomöelgasse Nr. 13. Fassbindergewerbe; Anton Valentl. Peteisstraße. Weinhandel eu gro»; Her. mann Kranz, Polanastraße Nr. 15, Erzeugung von Seife und Kerzen; Johann Pua, Vahnhofgasse Nr. 24, Kaffeehausgewerbe; Francisca Vrajer, Martinsstraße Nr. 16, Vpezerelwaren; Ferdinand Fabing, Petersstraße Nr. 9, Clavier- und Orgelerzeugung; Anton Klansel, Römerstraße Nr. 14, Schuhmachergewerbe; Theresia Starbek, Vohorlkgasse Nr. 16, Verkauf von Lebensmitteln. — An-helmgesagt, respective factisch aufgelassen, wurden folgende Gewerbe: '" ^s"" die Eheleute Rapp einvernommen,. ""^ M Lang geschilderte Gespräch entschieden lN"^isch g, Der nächste Zeuge, der GefangnisauM" ^s erzählt die Geschichte von Hilsners «", Gefängnisse. Aus »üdafrika. ^geB^ London, 7. melden aus Durban: Die Buren bracy'r" ^M . einen aus Pretoria kommenden Zug.'"^.^ S^ Standerton zum Entgleisen, wobei ew ^« ^ aus Gradock vom 4. d. M.: ^n von "» ^,3^ gezogener Vorrathswagenzug, welch" v ,0^ P des Kimberley. Regiments begleitet "H 9 A^ dem Wage von Kimberley nach »o«« >' Die v ^ von Kimberley, von 20 Buren angegrM'. ^g"' nahmen den Zug, ohne zu feuern, «n Maschine in die Luft. Die Vorgänge in «hlns- ^ Rom, 7. November. Die ^^3«! meldet aus Peking vom 5. d. M.: D" " ^ "^ Und Deutschen bestehende Colonne »st ° .^ M ^ in Peking eingetroffen. Die Kolonne, ^Me^ Mann swrk war, hätte 1500 ChineseoH M^ß entwaffnet und acht Kanonen so"" . ^ ""^ erbeutet. Auf Seite der Colonne n," ^n " e schwer, wenige leicht verwundet. »U 5^ ! begleitende Tiuppenabtheilung ha"e Hz le "> Gefecht mit chinesischer Artillerie, " OeUiB, einen Kanal geworfen wurde. 2" M^ M.^" bei Yangtung zwischen Boxern "no h^ Marinesoldäten statt. Die ItaUeNtt Y« Verlust. . ., ,. ^ H^cher Zeitung Nr. 256._______________________________________2113____________________g November 1900. hal^"«nes, ?. November. Heute nachmittags um udliv ^^ land in der Villa Maria Theresia die mrauung der Prinzessin Maria Christine 3?f>>' "lbon (Sicilien) mit Erzherzog Peter j^/"°nd statt. Als Zeugen des Bräutigams Mdin?. bG" Brüder, die Erzherzoge Leopold k°ren? ?^ ^°lef Ferdinand. Zmgen der Vraut Cabrio c3"^s "."" Parma und der Herzog von ü-^^n^Nle kirchliche Trauung findet morgen statt. Verstorbene. z. Im Siechenhause. ^We 'November. Theresia Sternad, Näherin. 61 I., ^»»^ „ ^ ^"logische Veobachtungen in Laibach. ^-^1^^)6-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. " s W^i ß" «lnd he, Himmel, 3 LZ >.»»'»i. ?U^s^4 W. ichwach ! b«w0l« ^ !^U^-^^ _l0 3 SW. schwach heitei _____ tä« ^ ^ > ^"2, NO. schwach ! bewöltt > 0 4 °""«!ü<;«"aesmittel der gestrigen temperatur 9 8°. Not. ^^^«'""^berficht. Der vergangene Monat October war 8?/l" eraek,« F"'"'^ „ass. - Die Beobachtungen am Ther-,^ . un, "/^/"chlchnittlich in Celsiusgraden: Um ? Uhr sruh >n? bit H "?"''"°lls 14 1«. um 9 Uhr abends 10 4°. »ü b° ilb°r '^ ^"'""nperatur des Monates 10-9" beträgt, «d, , '"lern ?^'"« Normale. — Die Beobachtungen am Naro> l>t!n ^mm ^" """ °ls mittleren Lufidruck des Monats. «b"!chl°gU d'" Normale. - Nasse Lage gab es N. ^?'" der k<5> "Ut lm ganzen 188 0 mm. Unter den Winden ^.^^Eud l»,d Nordost vor. Volkswirtschaftliches. Laibllch, 7. November. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 3 Nagen mit Heu und Stroh und 7 Wagen mit Holz. Durchschnitls.Preise. Mallt.lMgz»^« WarN-lM»^ Prt!»__ Pie!« Weizen pr. q . . — — 16 — Butter pr. kz. . . 1 80------- Korn ...-------14 — Vier pr. Stück . . — 4i------- Gerste » . .-------13 - Milch pr. Liter . . — 16------- Hafer ...-------13 - Rindfleisch l»pr. ^ 1 24 — — halbsrucht ...--------------- Kalbfleisch . 116------- Heiden » . .-------16 — Schweinefleisch » 1,20------- Hirse, weiß ...-------1? - Schöpsenfleisch » -W------- Kuluruz » . .-------13,60 Hähndel pr. Stück —,90------- Erdäpfel » . .-------4 40 tauben » — W------- Linsen pr. Liter . — 24------- Heu pr. y . . . . 4 10------- Erbsen » . — 20------- Stroh »».... 3 40------- Fisolen » . — 16------- Holz.hart.,pr.Cbm. 7 40------- «inbsschmalzpr.lce 1!90------- —weich., . b^----------- Schweineschmalz » 1>36------ Wein,roth.,pr.M.--------------- Speck, srisch » 132----- — Weiher, »--------------- — geräuchert » 1 42------- An der im October I900 in Franlfurt a. M. veranstalteten «Internationalen Kochkunst-Ausstellung zu Franlfurt am Main» erhielten die Maggi.Producte die große goldene Medaille und den Ehrenpreis des Comitbs. (718») 60.000 Kronen beträgt der Haupttreffer der In-valldendank-Lotterie, welcher mit 20% Abzug bar ausgezahlt wird. Wir machen unsere geehrten Leser daraus aufmerksam, dass die Ziehung am 10. November 1900 stattfindet.____________________________(3735 a) Dr. J. O. FOPP'« ist ein natürliches Mundwasser aus . «T « fjm Tpy f« t% "T \-r kostbaren Kräutern und Harzen, A I\I A I H H K I N wirkt überraschend günstig gegen alle ü. ll f\ JL ±1 U JlI/ X 11 Loidcn Schmerzen, und zur Erhal- ,.,,,,.. . „..,.,. .«,. tun« der Zähne und Mundhöhle, k. k. H(if-/annarzt, WIEN, 13/b « weil os kein chemiscli rnit Säuren Nur Bcht ruit blauer Ktikotte, )~{ versetzte» Mundwasaer ist wie die franz. Golddruck mit m«iner M I16,1?!0"«00! Jetz^?'t- KA Firma. ö Ä fl. 1-40, sl. 1 —, fl. —-50. DepOt: Apotheker Piccoli und die meiHten Apotheken und Parfümprien. 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"'^ ' -'" zla»t,schuld >»r Linder d»l nnzarisch»» Kro«. 4«/, un«. «°ld«nte per «äffe . ll4 80 l«>- dto. bto. per UM«o .... ll4 »0 1l5 — 4»/. bt«. «enle ln Klonen»«hl., steuerftt«, p« «ass» . . . 90« «>» 4»/. dto. bt«. b<«. p« Ulrl»« . « 8!, 9l» ll» Un». E!..«t «> dto. bt°. Silber loo »l. . . . »» «« «»'«<> dto. Staat».Obl««. (Un«. Ost».) V.J. «7«....... ll6 7b1l>- dt«. schantre«»l.Nbl»l .vbll«. . «» >o »« - bto.Vrz«..».k,<)0N.»-«N0»r. l«, 7b l«4 ?° dt«. bt°. ^ »v fl.»»<»»r. ,«7i iS4?H TH«<^«t,..U°,l 4»/. .... l«50l4l«> 4»/. un,«. Vrunb . . . l0»«l0»« dt«. dt«. («lver od. Gold) !«««!«'«» bto. dto. iiw4) . . . . »4bo «b0 bt«. bto. ll»«1 .... 9» »0 9«'^- ««r^b<«.«nl«he«, v«rl««b. »°/. »00 lw »« - 4»/, «tl»tnn 8«nd»«<«lnl«hn, »7 « —'^l <»«l« »«« Pftndbrleft ck. »ober. «lla,»st.ln«>I.v«ll.4»/. «75 947» «..«steil.üanbe«8»4- dto. 5 »°/....... U9'l»0 l»v «» Un,.>«»ll«. »ahn ..... »06---------— 4»/, Untncwlin«, v«hne» . . «9«t00 — ,l„ls. ««ft (per «tü/. Vodencreblt.üo/° „ „ «M. 1889 »84-««»0 4»/°D°naU'D»MpNchlU0fl. . . »« —«?0>- z°/° Donau.«e«ul..ü°ste^chulbv. 0. Voo«nc«vtt«nst., »». l«9 «-— »^— 2«tb«ch« »,««...... »0— », - »eld «3«i» «ette«. Zla»^>orl Ves. Oesterr., «X» fl. »Vt. . . 7« —7S0- Dui'Vodenbacher «>« 400 »r. «50 — «»4 — ss«b Iassy. Eisenb.» »esellschoft »00 fl. «. . . . »84 — »5» - Lloyb. Och., Trieft, »00 fl.«M. 79« — 800 - 0«fterr, «orbweftb, «00 fl. V. 4b» — 4««- bt«. bto. sltt, N) »00 fl. V. 4?» — 478 - Vrog'Duiti «senb. lvafl. »bgft. l7? — l?» - St»at«eisenl,ahn »00 sl. V. . . ««» «» ««4 »0 Vüdbahn »00 fl. H..... tl0_l«l- blldn-rbb. »«rb..«. »00 fl. «N». 570 - 57t -l«»u»>»^»«f., «eue«r., Prlo. lit»t»»«crln, lNV ft. . . . »99 »0 «0» Un«.9»liz. »tlnlb. »00 sl. Silber 4l8 - 41« - Ul^.»«lib.t»w«b.^l«M0si.e. 41» —418-wen« Loc«lbo,.«eihg,.«rste. Ivvfl. 8»? — »9 — „«lbemühl". Papiers, u. V.^l». 18? — 159'— Lissing« Vrau«»! 100 ft. . . »lo — 31»'— won«m.«e!tlllch., 0efl> alpine 4,l — 4», — Prazer M!fnInb..«eI. «X» sl. ,«4b 1«»»^ Kalllo «r. V»u«e!elllchaft 100 fl. . . idl »0 <»» »0 «lenerber,« Zle,el.»ctt«n^»e1. «» - «7X — »«iftn. Ducaten........« " 1,4« «)-Fr»nc».Ttü. KnlfBffennahme von 6eld«inlagen auf JHichel, in laufende Hmhnung und auf (iiruconto gegen vier« proeentiy« VerzinHUng vom Tage der Eiiilag« bii »um RUckiahlungntag«. Waohsalescompt« ooolanUst. Mraenordrss. I