Ar. 134. Mittwoch, 15. Juni 1904. 123. Jahrgang. Laibacher Zeitung. ^ii. ^"««ionö^reis: Mi, Postuerseiiduul,: ga^jährlg 30 li. halbjährig «5 X, Im Kontor: ganz-^ ^, lialbiahrig li li. ffiir die Zustrllung lu« Haus aanzjähng !i li. - IusertionSgebühr: ssiir llnue bis zu 4 Zeile» 5« i», größere per Zeile l2 k- bei vfteren Wiederholungen per Zelle e l,. Tie «linibacher jjcilnng» erichcint »äglich, mit «!lsna!,i»e der Sonn und Feiertage. Die «dminiftratlon befindet sich NllngrekMK !)ir. 2, die Medallion Dalmatiügasse Nr. 3. Lprechstunden der Nedallion uun » bis »u Uhr vormittags. Unfrankierte Briefe werdeil nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt. Nichtamtlicher Teil. Aus czechischen Blättern. ^,, Die „Lidovs Noviny" führen aus, in dem 5^en Augenblicke, wo sich die ganze politische Kation zur Frage der Kapitulation der Ob-°c?"" Zugespitzt habe, könnte keür czechischer Ab-/^neter zurück, ohne das Prestige der gangen H"" "ufs Spiel zu sehen. Wenn' das czechische ^7 sich nicht zu weiteren Opfern und fernerer >^"auer fähig erwiese, würde es tatsächlich seine v^'lorität iin Verhältnisse znm Gegner nigeben. - °Nn soll der Vorteil der unbedingten Einstel-^ der Obstruktion bestehen V Wenn der Aus's^), die Handelsverträge uud das Millionen-^ s7^ Zur parlanientarischen Verhandlung zu->!nl" ^ Uu'lrden, fände die Negierung die zur Aii ^^lne erforderliche Majorität mit Hilfe der Polen ,,^ der linken. Die letztere würde als Lohn m' l^le Zugeständnisse auf dosten der Ezechen ver-^ .^n und auch erhalten. Die Czcchcn hätten also ^ ^ die Folgen der Obstruktion, wohl aber die ^'eittzfähjgkeit dcs Reichsrates zu fürchten, und U ?/u lvürden die Sommerferien an ihrem Ent-"llsse nichts ändern. ^. Die „Nürodni Listy" erklären, die czechische ^lruktion werde im Neichsrate schon dafür ^M tragen, daß die Quote nicht einmal auf ^ geschweige denn auf fünf Jahre genehmigt !^e. Wenn die Negierung hoffe, durch die ^.^agssessioii die Ezechen zur Einstellung der ^Niktion zu vermögen, um noch jetzt den Neichs-^ lwr Votierung der Quote einzuberufen, dürfte klile folche Spekulation nicht gelingen. ^ Dre „Hlas Nkroda" meint, es werde sich für ^ ^uote im Ncichsrate keine Majorität finden-^. Legierung werde deshalb das Parlament un->^nn^eis auf die czechische Obstruktion nicht einberufen. Dadurch seien die Deutschen in der Lage, gegen Ungarn mit Worten aufzutreten, weil sie wüßten, daß sie ihren Eifer nicht durch die Tat zu bekräftigen brauchen, während man den Eze-chen die Schuld an der Schädigung Österreichs zuschieben werde. Vatikan und Quirinal. In vatikanischen Kreisen werden, wie man aus Nom meldet, die in italienischen und ausländischen Blättern verbreiteten Gerüchte von einer demnächst zu gewärtigenden Versöhnung zwischen dem Vatikan und dem Ouirinal entschieden als vollständig der Begründung entbehrend dementiert. Ebenso wird mit der größten Entschiedenheit bestritten, daß die Abschaffung des non t>xi»c6ir für die nächsten Wahlen in Italien erwogen werde; der Papst habe nie an eine so einschneidende Maßregel gedacht. Der mit Erlanbnis Seiner Heiligkeit erfolgte jüngste Besuch des Kardinals Svampa beim' König Viktor Emanuel werde allerdings nicht mit Unrecht als ein Beweis freundlicherer Besinnungen angesehen, von welchen der Papst persönlich gegenüber Italien erfüllt ist. Ebenso sei es lichlig, daß die italienische Negiernng die friedlichsten Dispositionen gegenüber dem Heiligen Stuhle zeige. Nichtsdestoweniger sei es absurd, aus dieser beiderseitigen Haltung schließen zu wollen, daß das Papsttum und das Königreich Italien geneigt wären, ihre derzeitigen Stellungen aufzugeben nnd sich durch einen formellen Vertrag zu binden. Was viel vorteilhafter sei, als eine solche Versöhnung und woo anderseits in diesem Momente als die einzig mögliche Lösung erscheine, ist eine Art von mnäu« viv^uäi, durch welchen beide Mächte unter Anfrechthaltung ihrer derzeitigen Stellungen dartun, daß sie gegeneinander von guten Gesinnungen erfüllt sind uud friedliche Ve-, ziehungen zu unterhalten versuchen. Der Geist der Mäßigung, von welchem gegenwärtig der Papst sowohl als auch die italienische Negierung erfüllt sind, erlanbe die Hoffnung, daß ein »no^u» viveuäi gefunden werdeu wird. Eine formelle und direkte Aussöhnung zwischen dem Papste und dem italienischen Staate bleibt absolut ausgeschlossen. Sie wäre nur möglich, wenn der Vatikan auf die Nück-fordernng seiner Ansprüche anf Nom Verzicht leisten würde; die letzte vävstliche Protestnote hat aber deutlich genug gezeigt, daß der Tag, wo dies geschehen wird, nicht eben nahe und ein friedlich gesinnter Papst durch die Traditionen des Heiligen Stuhles ebenfalls gebunden sei. Bulgarien und Rumänien. Eine Meldung aus Sofia lenkt die Aufmerksamkeit anf die Ausführungen, welche das bulgarische Negierungsorgan „Novi Vek" in seiner Nummer vom W. Mai (8. Juni) dem zwischen Bulgarien und Numänien abgeschlossenen Übereinkommen hinsichtlich der Tonaugrenzc widmet, indem es dasselbe „als einen Akt begrüßt, welcher alle Freunde der friedlichen Entwicklung Bulgariens frcueu muß". Nach kurzem Rückblicke auf die Phasen, welche die seit 25 Jahren strittige Grenzfrage durchgemacht hat, konstatiert das Blatt, daß sich, so oft man ernstlich an ihre Regelung gehen wollte, stets Hindernisse in den Weg stellten, welche die gute Absicht paralysierten, „als hätte sich jedesmal eine geheime Gewalt eingemengt, um die Verständigung zwischen beiden Bändern zu vereiteln". „Novi Vet" schließt mit der Hoffnung, daß dieses Greuzfrageübereinkommen bald eine ökonomische und politische Annäherung zwischen beiden Ländern herbeiführen werde, und erklärt, daß eine solche das Ideal aller guten bulgarischen und rumänischen Patrioten bilden müsse. Feuilleton. Die Heimkehr aus der Pension. Irllhliugsstizze von Ia«c A. Airstein. (Schluß.) H Ilnd da hatte er eine ganz grandiose Idee: /°ram ... da lege ich ihr auf ihren Lieblings-,^ ein paar schöne Blumen hin. Wenn sie dann Wahrheit sagt, daß sie sie gefnnden hat--------" "Ach — warum sollte sie denn lügen?" "Weil verliebte Menschen immer lügen!" "^ie kannst du das sagen . . ." ^ '^till, Frauchen — du hast es anch getan. ,^> Vlumen, die ich dir gebracht, die hattest du ^Mntter gegenüber immer selbst gepflückt!" ^ ^ie drückte ihm die Hand. „Na — meinet ^"'. Aber daß das Mädel jetzt schon — so'ne ^n ^. macht . . ." ^,, ""pfschüttelnd ging sie mit ihrem Manne ins ^d ln> .' ^'^ "'" nächsten Tage lagen Veilchen «1^Maiblumen, schön gebunden, an dem Lanben-^^' Else nahm sie und steckte sie sich ans Mic- tz.f,!,lnd da die Eltern fragten, hatte sie sie selber l'»h l'ckt. „»veil der Morgen so wnnderschön war, ^ gar so herrlich dnfteten--------" ir, .sprachlos standen sie beide da, als die Toch ''Ä singend ans dem Zinnner gegangen war. ^'"'iun, was sagst du, Mann? Hast du so et- ^r.Iebt?" ^,,s^' rieb sich gutgelannt die Hände. „Ein 'UZmädel! Eine listige, kleine Kröte!!" "^r kann denn das nnr sein?" >!,^ ">za, wer?" Der Mann stand plötzlich still "uckle some Gattin an. „Vielleicht der Litera- turlehrer aus der Pension?! So'ne Mädels haben--------" „Ach Unsinn! Wie könnte der ihr hier Blumen auf die Bank legen!" „Nichtig, richtig! Also kann's nur--------" „Natürlich! Einer hier am Orte. Aber wer? Hier kennt man doch alle Menschen!" Und sie saßen zusammen und überlegten; sie fanden keine Spur. Und während der Zeit hegte und pflegte Fräulein Elfe ihre Blumen und^rug sie stolz mit sich hernm, den ganzen, langen Tag, nnd hauchte so viele Worte hinein, die für niemanden Klang hatten, nur für die kleinen, dnftenden Kelche -- Als die Mnttcr sie spät am Abende noch in ihrem Zimmer anfsnchte, lag die Tochter in tiefem Schlafe. Die Blumen hielt sie eng an das Gesicht gedrückt, und da die Mntter sie ihr leise entwand, spitzte das schlafende Mädchen die frischen, roten Lippen nnd küßte — in die Luft hiuein . . Der Mann schimpfte, als sie ihm davon beim Znbettegehen erzählte. „Hätt'st du sie leise angesprochen! Vielleicht hätte sie im Schlafe etwas verraten!!" — Es war zn spät. Und ganz andere Sorgen gesellten sich hinzu. Als Else am Morgen erwachte und die Blumen nicht mehr fand, da packte sie der Aberglauben ihrer jungen Jahre und sie war sehr, sehr traurig. Der schöne Traum schien ihr zu Ende — und was nnn von allem blieb, das schien ihr einzig die Schmach, daß sie ein Mann geküßt. Die Eltern fanden sie m Tränen — an ihrem alten Platze. Da erst wagten sie zu fragen, da erst fingen sie zu forschen an. Eise aber schüttelte den Kopf und lehnte jede Antwort ab. „Heimweh nach ihren Freundinnen" nannte sie es, „das Hangen und Bangen im Frühling" nannte es der Vater — und nur die Mutter wußte, es war „Enttäu° schung." ^ Die Eltern trösteten, so viel sie es vermochten. „Es ist zu einsam hier — du brauchst Geselligkeit . . ." Sie schüttelte den Kopf: „O laß nur! Wir bringen dir nicht nur die alten Bekannten. Wir haben auch neue Menschen hier. Ich sage dir", sage der Vater, „einen neuen Betriebsdirektor habe ich hier — ich sage dir, ein patenter Kerl! Nnd hübsch, und tüchtig und gewandt ------------" Nie aus Erz gegossen stand Eise Plötzlich da. „Bei dir ist der, bei dir in der Fabrik?!!" Uud noch ehe sich jemand besann, war Else fort — geraden Weges in ihr Zimmer, das sie fest verriegelte. . . . „Das ist eine verteufelte Geschichte", sagte der Vater, als er zu Tisch herüberkam. „Denk' dir — erst ist er nut dem Mädel zusam. inen gereist, dann hat er sie hier geküßt — ja! Alls Freude, daß er hier den Posten bekam. Und nun kommt er, sie um Entschuldigung bitten!" „Aber, Mann — wie ist denn das möglich?!" „Ja, wie ist das möglich?! Er hat's mir immerzu gesagt — ich weiß es aber nicht mehr . . ." . . . Note brennende Nosen trug er in der Hand — und brennend rot war anch Elfes Antlitz, als sie ihn so unvermutet wiedersah . . . Und viele Worte machten sie beide nicht. Else gab ihm die Hand zur Verzeihung; die Hand zitterte sehr, und er drückte sie so fest, so warm. Da schwand ihr die Trailer vom Gesichte; da blitzten die Augen wieder hell. Und „Teufels-niädel" brummt der Vater, uud „So'n junges Ding!" die Mntter, und „Ja, ja, der Frühling" wieder der Vater, und „Nein, diese Welt" die Mntter, und „Frech war's mächtig" die Tochter. Das heißt, die sagte es so laut, daß der neue Direktor es hörte. Doch der lachte nur . . . Laibacher Zeitung Nr. 134. ____________________________ 1206____________________________________________15. Juni 190^ Diese AnsführnncM dos „Novi Vek" sind — Nne nian des weiteren aus Sofia meldet — als getreuer Ausdruck der in den maßgebenden Kreisen Bulgariens dem rumänischen Nachbarstaate gegenüber herrschende,! freundschaftlichen Gesinnung anzusehen, welche nicht bloß in historischen Ncminiszenzen, sondern auch iu einer richtigen Erkenntnis der großen Übereinstimmung Zwischen den politischen Interessen dcidcr Völker ihren Gruud habe. In bulgarischen Negierungskrcisen gebe man dem Wunsche und Bestreben nach Herbeiführung einer wirtschaftlichen und politischen Annäherung zwischen den beiden Nachbarstaaten offenen und bestimmten Ausdruck. Politische Uebersicht. Laibach, 14. Juni. Eine der „Pol. Korr." aus London zugehende Meldung hebt die außerordentliche Wärme des Empfanges hervor, welche Seiner k. und k. Hoheit dem Erzherzoge Friedrich während seines Aufenthaltes in England sowohl seitens des .^önigspaares und Hofes als seitens der Bevölkerung in allen ihren Schichten zuteil geworden ist. In Hofkreifen wurde der Herr Erzherzog so begrüßt, wie man nur deu Vertreter des allseits verehrten Oberhauptes eiue's nahestehenden Hauses und einen lieben Verwandten zu begrüßeu Pflegt. Die am 10. d. M. vom Herrn Erzherzoge empfangene Deputation der österreichischen Kolonie bestand aus Herrn M. Pollitzer, dem Präsidenten, und zwei Mitgliedern der österreichisch-ungarischen Handelskammer in London, ferner aus folgenden Mitgliedern des Franz Josef-Institutes, das sich bekanntlich der menschenfrcuudlichen Unterstützung armer Untertanen der österreichisch-ungarischen Monarchie hingibt: (Nraf Seilen, Bodascher, Fel-bermann, Deutsch, Hecht, Haufmau, Napp, Schiff, Singer, Waldeck, M. und S. Weiß. Die vom k. nnd k. Botschafter, Grafen Mensdorff, geführte Deputation überbrachte Seiner k. und k. Hoheit die ehrfurchtsvollsten Willkommgrüße der Kolonie. Der Herr Erzherzog war durch die ^nldigiiim sichtlich angenehm berührt. Er ließ sich die einzelnen Mitglieder vorstellen. In Iungbuuzlau fand am l2. d. M. die zahlreich besuchte >lreisverfammluug der j u n g ^ czechis ch e n V e rtra u e n s m ä n n e r statt. Es sprachen, wie die „Slav. Korr." meldet, der Obmann des Exekutivkomitees der jungczechischen Partei Dr. Wenzel kkarda und der Abgeordnete Dr. Kramar, welch letzterer die Fortsetzung der czechischen Obstruktion im Abgeordueteuhause au-kündete. In Agram fand am 12. d. M. eine große Volksversammlung zugunsten der finanziellen Selbständigkeit Kroatiens statt, welche von nlleu oppositionellen Parteien, ein- schließlich der sozialdcmokratischen, besucht war. Die Stadt war beflaggt. Die Versammlung, welche in der vollständigsten Ruhe verlief, endete mit der Annahme einer Resolution, in welcher der Landtag aufgefordert wird, sich auf den Standpunkt der finanziellen Selbständigkeit Kroatiens zu stellen und das Übereinkommen der Negnikolar-Dc-putation, welches abermals die wichtigsten Ein-nahmsquellen Kroatiens an Ungarn ausliefert, zu verwerfen. Aus Belgrad wird gemeldet: Der serbische Minister des Äußern, Herr Pa8i6, hat an die diplomatischen Vertretungen Serbiens im Auslande eine Zirknlardepesche gerichtet, worin der Behauptuug, daß für den 11. d. M., den Jahrestag der vorjährigen Katastrophe, Festlichkeiten im Belgrader Offizierskasino plant gewesen wären, der bestimmteste Widerspruch mit der Versicherung entgegengesetzt wird, daß nie von anderein die Sprache gewesen sei, als von einer Vertagung des an jedem Samstag regelmäßig im Offizierskasino stattfindenden Konzertes eben wegen des diesesmal auf Samstag, den 11. d. M, fallenden Jahrestages. Den „Times" ist aus Tanger die Meldung von einem über ganz Marokko verbreiteten, gut organisierten Komplott zur Ab set-zuug des Sultans zugegaugen. Dasselbe habe uichts mit dein letzten Anfstaude gemeinsam, sondern habe seinen Urspruug in den gebildeten religiösen Klassen und werde von vielen hervorragenden Persönlichkeiten unterstützt. Der Aufstand sei vereinbart worden, bevor das englisch-französische Abkommen bekannt gewesen sei. Er sei jedoch durch das Abkommen verstärkt worden, da der Sultau jetzt angeklagt werde, das Land an Frankreich zu verkaufen. Der Sultan, dein das Bestehen der Verschwöruug bekaunt sei, werde vielleicht gezwnngen werden, Fez zu verlasseu, und werde in diesem Falle wahrscheinlich nach Tanger gehen. Tllgcsncmgleiten. — (Verplappert!) Zar Alexander II. wohnte Ende der fünfziger Jahre während eines Besuches in Ingenheim einem vom Großherzog von Hessen veranstalteten Fuchsgraben bei. Als sechs Füchse aus dem Bane gehoben waren, meinte der Zar: «Sehr interessant, in der Tat, sechs Füchse in einem Vane!» Der Großherzog verbeugte sich und rief seinen Jägern zu: «Genug, wir wollen weitergehen!» Da platzte jedoch einer der Jäger zum allgemeinen Ergötzen herans: «Königliche Hoheit, es steckt noch einer drin, wir haben sieben hineingetan!» — (Eine heitere Zollamtsgeschichte.) Wir lesen in den «Bozener Nachr.»: Drei Herren aus einer italienischen Ortschaft, nahe der österreichischen Grenze bei Nla gelegen, begaben sich am verflog H Samstag mit der Bahn nach Ala, um einem in ^ ^ reto verstorbenen Freunde die letzte Ehre zu er!ve>!' ^ uud hatten einen Kranz von frischen Blnmen mit sei^ h Widmungsschleife bei sich. Am Zollamtc in Ala ^. ,-, ihnen bedeutet, daß, nachdem Schleife und Kränzt ^ als ein Ganzes darstellten und ziemlich schwer Ni^ , der Zoll 100 6 ausmache, dcsseu Vezahluug von N ^ verlangt wurde. Da erhob einer der Herreu die ^ ^ wendnng, daß Blumen bekanntlich zollfrei seien, ^ ihm die Nichtigkeit dessen zugestanden, jedoch tM. ^ wurde, daß eben wegeu Vorhandenseins der seib^ , Schleife der Kranz mit dieser zusammengewogen ^ « nach dem Tarife «Seide» im ganzen Gewichte vel^ ^ werden mlissc. Auf das hm wollteu die Herrei«^ ^ Schleife sofort von: Krauze entfernen, was ihnen ^ ^ nnr unter der Bedingung gestattet wnrde, daß s^ < wieder anf italienisches Gebiet zurückoerfügtcu, dort'. ^ Schleife entfernten und dann wieder beim österreiM, z Zollamte erschienen, wo endlich die zollfreie Behang der Blumen erfolgte. Unterdessen hatten die Hcrre»^ ^ Abfahrt des Zuges und damit die Stunde des'-gräbnisses ihres Frenndcs versänmt und mnhten u>^ richteter Dinge nach Hanse zurückkehren. .. — (Die «wohlverdiente Asche».) ^ schreibt ans der Schweiz: Knltnrhistoriker Habens, hänfig ihre Anfmerksamkeit den Grabsteinen nnd «^ terln» geschenkt. Es wäre vielleicht lohnend, einmal^ die Todesanzeigen in den Blättern zu durchgehen.^, würde dabei wahrnehmen, wie gedankenlos Weudl»^ die für.alte Leute richtig sind, auch für junge ge^, werden, auf die sie nicht passen, uud wie oft das ^ streben, der Traner recht wortreichen Ausdruck'' geben, zu Geschmacklosigkeiten führt. Eiu Beispiel ^ für, wie aus der Kombination verschiedener Kl'1^ direkter Unsinn entstehen kann, liegt nns hente in ^ Todesanzeige vor. Tieftrauernde Hinterlassene teilen^ Tod einer juugen Frau mit uud schließe» die Anz^ mit dem Wunsche: «Gott gebe ihrer wohlvcrdie^ Asche den ewigen Frieden!» — (Ein Mittel, um Gläubiger abi^ wehren,) hat, wie A. Morvyn Smith in seine'» ^ eben in London erschienenen Buche «Sport uud ^, teuer iu deu indischen Dschungel»» erzählt, ^ Mansell-Pleydell von der indischen Armee erfunden , besaß einen ausgewachsenen Tiger, der vor der ^ seines Buugalow an der Kette lag. Der Major ^ große Rechnungen bei den Händlern am Orte aufla»! aber es war sehr schwer, Bezahlung von ihm ^ l halten; denn keiner wagte es, an diesem TürwM! vorbeizugehen. Wenn der Major aufgefordert ll^, seiuc Schulden zu bezahle«, machte es ihm immer g^ Spaß, zn sagen: «Sie habe» Ihre Rechnnng gcsch^. Aber es hat sich keiner in meinem Hause Präsents, Brutus, so hieß der Tiger, schien zu wissen, was ihm verlaugt wurde. Er lag immer mit dem ^ zwischen den Vorderpfoten an seiner Kette uud be>"^, das Tor. Wenn ein Fremder eintrat, erhob er ^ Kopf und atmete tief, und das genügte, nm auch beharrlichsten Gläubiger in wilde Flucht zu jageii^/ Wilde Mögen. Roma» von Otvalö August Aönig. (75). Fortsetzung.) (Nachdruck verbuts!!,) Das alles brachte ihn nicht aus dem Geleise; er blieb schlicht und einfach, er nahm nur aus den Häudcn seines Advokaten ein kleines Darlehen an, um sich einen warmen Winteranzug anzuschaffen uud eine andere Wohnung zu mieten. Mochten auch alle ihm Glück wünschen, er zweifelte noch immer, er wollte uud konnte sich seines Glückes erst dann freuen, wenn er wirklich im Besitze des großen Vermögens war. Der Doktor Geier war nun in den Angelegen» heilen dieses Klienten unermüdlich tätig, aber es verging doch uoch ciue geraume Zeit, bis er sich iu dem Besitze der amtlichen Dokumente befand, mit denen er beweisen konnte, daß der Musiker Grimm der ein» zige Verwandte Martin Grimms war. Er mußte darum noch nach Newport schreiben und von der dortigen BeHorde eine Bescheinigung einholen, daß der Vater Martins nur dieses eine Kind hinterlassen hatte, uud daß Martin selbst nicht verheiratet gewesen war; dann gab erst das Gericht dem Antrage des Rechtskonsulcuten Folge und auf die Forderuug Martin Grimms au Hugo Nöder wurde mm Beschlag gelegt. Wochen waren darüber vergangen. Der Frühling kündete schon durch einzelne Vorboten sich an, als au einem Samstag abend dieser Blitz aus heiterem Himmel das Geschäftshaus Ruder traf. Am nächsten Tage eilte Hcrta zum Iustizrat Werner Hauuemanu, dem Verteidiger ihres Vaters. Er war eiu tüchtiger Jurist, ein ernster, ruhiger Manu, der mit der Wahrheit niemals hinter dem Berge hielt, auch dauu nicht, wenn seiue Worte die letzten Hoffmmgeu vernichteten, dem Ertrinkenden den Strohhalm, an den er sich klammern wollte, unter den Händen fortzogen. Der Iustizrat war eben mit deu Akten Röders beschäftigt, als ihm der Besuch Hertas gemeldet wurde. Der große stattliche Mann erhob sich uud ging dem in Trauer gekleideten Mädchen entgegen, dem er mit einem trüben Lächeln die Hcmd bot. «Ich habe soeben die Akten noch ciumal durchgesehen», sagte er, als Herta neben ihm am Schreib« tische saß, «am nächsten Donnerstag kommt ja die Sache vors Schwurgericht.» «Und Sie haben gar leine Hoffnung?» fragte Hcrta mit bebender Stimme, indes ihr Blick voll unsagbarer Angst auf seiuein Antlitz ruhte. «Nur die noch, daß die Geschworenen mildernde Umstände bewilligen werden», erwiderte er. «Mein Vater würde die Schuld nicht leugnen, wenn sie auf ihm ruhte.» «Diefe Behauptung, meiu liebes Fräulein, hat keiucu höhereu Wert als jede andere landläufige Redensart», fagte er, an seiner Brille rückend. «Ihr Vater weiß sehr wohl, daß nach einem Schuld-gestäuduis alles für ihn verloren wäre. Er klammert sich jetzt noch an die Hoffnung, daß seine Unschulds-beteuerungeu auf die Geschworenen Eiudruck machen köunteu; selbst meine Ermahnungen überzeugen ihn nicht, daß dies eine vergebliche Hoffnung ist.» «So wünschen Sie selbst sein Geständnis?» fragte Hcrta mit wachsender Bestürzung. «Es würde mir die Verteidigung insofern erleichtern, als ich dann mit einiger Zuversicht auf die Bewilligung mildernder Umstände hoffen dürfte.» «Also glauben Sie an seiue Schuld?. «Wer, außer Ihnen, glaubt nicht daran? Niemand, m?iu Fräulein. Seitdem die Zeiwugen durch ihre Berichte die Schuld unzweifelhaft festgestellt haben, hat die öffentliche Meinung ihr Urteil gefprochen. Daß dies seinen Eindruck auf die Geschworenen ^, z verfehlen kann, brauche ich wohl nicht zu erwäh'^,, ^ «Und trotz alledem ist kein überzeugender weis gefunden!» ,' i «Da die Tat selbst niemand gesehen hat ^, ^ ein Geständnis nicht vorliegt, so kaun sich die ,^ klage nur auf deu Indizienbeweis stützen, uud ^., ist durch die Voruntersuchung erbracht», sag^M Iustizrat mit eiuem bedauernden Achselzucken. «^ halb mußte Ihr Vater jedem verschweigen, d^ die Wechsel besaß, die nachher bei der Haussn^,, in seiuem Pulte gefunden wurden? Die Gründe, > er zu feiner Rechtfertigung anführt, überzeugen ', mand. Weshalb machte er den Versuch, deu H^ zeugen zu erkaufen?» .ß «In feiner Verzweiflung wußte er jedem" uicht, was er tat.» ^ «Wenn er schuldlos war, hatte er keinen^,,. zu verzweifeln und der Untersuchung direkt entg^ zuarbeiten. Wenn nur die Leiche nicht gefunden ^ den wäre.» ,)> «War sie wirklich die Leiche Martin Grim»^ «Die Aussagen zweier Zeugen beweist ^ ebenso ist der Siegelring als das Eigentum dc^., mordeten erkannt worden. Ich töunte iu meiuel^ teidigung auf die Möglichkeit hinweisen, daß V^ Grimm erst nach der Trennung von Ihrem ^>! ermordet worden oder verunglückt sei, aber der "^ Hilferuf auf der Brücke macht diese Hoffnung ' / sorisch. Nun, ich werde tun, was ich kann, ^ ^i können Sie sich verlassen, meiu Fräulein, ich ^ den Hauptzcugen zu verwirren uud in Widers^,, zu verwickeln suchen; wenn mir das gelingt, ^, gebe ich noch nicht alle Hoffnung verloren. l3^.,^ harren also dabei, als Schutzzeugin Ihres ^> aufzutreten?» — «Ich fühle mich dazu verpstl") (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 134. ^? _____________________ 15 ^- ^^ ^ — (Kaiser Wilhelm über die moderne ,,""sl.) Beim Besuche einer Ausstellung wurde kürz° ^ °em Kaiser Wilhelm ein bekannter Kunsthistoriker ^chellt, her ^„ ilcuereu Strömungen der bildenden UW mit starker Sympathie gegenübersteht. Das Gespräch ^ ungemein kurz gewesen sein. Als der Kaiser den Namen ^ "«"gestellten Universitätslehrers gehört hatte, äußerte > 'lch zu demselben: «Machen Sie mir, bitte, gehörig ^0"t gegen die moderne Nichtnug!» Darauf weudete sich ^ "aiser den anderen Herren der Umgebung zu. h ^ (Die Sonne als Doppelstern.) Ein ^lnter des amerikanischen Wettcrbureaus in Washing» ^'Professor Frank Vigelow, hat eine Menge von Pachtungen nnd Schlnßfolgernngen zusammengctra. .^' "m zn beweisen, daß die Sonne nicht als einfacher, "t>crn als Doppelstern zu betrachten sei. Er will nicht h. ä" sagen, was allerdings wohl auch wenig Glau^ "finden würde, daß die Sonne schon jetzt ein aus-»."'lbeter Dopftelstern sei, aber er hält sie für einen tzl3'^' ^ im Begriff ist, ein solcher zu werden. Seme ^lsse zieht er aus den neuesten wissenschaftlichen Be< Achtungen über die Bewegung in der Souuenatmo-^le nach den Gesehen, von denen dic kunvcktive und Elende Wirkung einer großen Masse, die sich durch H. eigene Schwerkraft zusammenzieht, regiert wird. Mrssor Bigelow meint also schlechthin, daß die Sonne ^menschlichen Auge schou jetzt doppelt erscheinen "^e, ivenn sie nicht noch von einer einheitlichen Hülle y/Men wäre, deren Glanz ihren eigentlichen Körper ^!eren! ^^^ verbirgt. Würde die Sonncuatmosfthäre , ^fallen, so hätten wir also statt einer Sonne zwei " uns. Von dieser Annahme ist es selbstverständlich " ein Schritt Zu der Prophezeiung, daß sich allmählich ^ die atmosphärische Hülle der Soune teilen und sich, .."" die Umgestaltung in einen Doppelstern ganz voll-^n werde. Die Untersuchung, die den amerikanischen , eteorologen zu dieser merkwürdigen Ansicht geführt ^' 'st sehr gelehrt uud umständlich, so daß sie nur ^ einem Fachmann nachgeprüft werden köunte, falls ^ die Wissenschaft überhaupt darauf einlassen wird. ? wesentlichen findet Bigelow einen Anlaß zn seiner ^°rie darin, daß die Sonne auf zwei einander gegen» !^ liegenden Seiten ihrer Masse eine größere Tätig-5 zeigt als auf den im rechten Wiukcl dazu stcheudeu "'ten. Daraus folgert der Forscher eben, daß die ^"e nicht einen Kern besitzt, von dem ihre Energie ^eht, sondern zwei. Es gäbe demnach zwei magne^ ^ und zwei meteorologische Systeme, von deueu die zwänge in der Sonnenatmosphäre regiert würden. ^ sonderbar diese Auseinandersetzungen klingen mögen, t "wß man doch in Rechnung ziehen, daß es im Welt-„'"" sehr viel Doppelsonnen gibt, so daß es nicht ganz Abglich scheint, daß auch unsere Sonne den Keim Entwicklung eines Doppelsternes in sich tragen könnte, s, — (Honorare altgriechischer Virtno« j^) In den «Good Woods» wird einiges über die „ "haften Preise mitgeteilt, die die Flötenspieler im ^" Griechenland verlangten. Die beliebten standen im /eltunl weit über den vergötterten Pianisten der ./"zeit, sie wurden den Fürsten gleichgestellt. Es wird ^ Beispiel berichtet, daß der Flötenspieler Ismcnisa, ^>l dritten Jahrhundert v. Chr. in Athen und tz^th spielte, in der Regel 12.000 bis 16.000 L k'n Auftreten verlangte. >5, ^ (In den Alpen.) «Wie hat's Ihnen denn tz,°en Alpen gefallen, Herr Schnock?» — «Na, wissen ^' ich bin mcr vorgekommen wie e Börscupaftier: ^steigt mer, bald fällt mcr!» __________________ LoW undHrouinzial-Nachrichtcn. Laibachcr Gcmeinderat. ^ Dor Laibacher Gemeinoerat trat gestern abends tü.,^"' außerordentlichen Sitzung zusammen, an ^r unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar ^/Meinderäte teilnahmen, 5 9u Beginn der Sitzung brachte Gemeinderap ^''efo^i^, ^ji^,i Dringlichkeitsantrag, betref >>'° ^>n Verkauf eines Bauplatzes an der Dalma-^^^ ein. Holzhändler Deghenghi, welcher ^'!? den Bauplatz an der Ecke der Ciaalegasse und ^, ^alniatingasse kauflich erworben, wünscht auch iil, ""stoßenden Bauplatz neben dem Smielowskv !h " Hause anzukaufen, um dort gleichzeitig den "^' ^"ll zwei dreistöckigen Häusern in Angriff zu ki^n. Der Gemeinderat stiniinte dem Verkaufe ^r" ^"lzelle zu deni üblichen Preise von Ä>^ l< kl^Undratlnetcr 2U- Hiemit erscheint die letzte Par ^,. bieses Vaukompleres veräußert, dessen Erlös lc^'utlich f^^. den Bau eines Gebäudes zur Un ^s.^NlNlng der höheren städtischen Mädchenschule "Wut ist. i^.^ch libergang zur Tagesordnung wurde zu ^'/ie Konstituierung der Schulsektion und des »o^ornims des städtischen Wasserwerkes vorgr-^ ^eu. Zuni Vorsitzenden der erwähnten Sektion 'tili„""ch ^'s Wasserleitungsdirektoriuins wurde ein-'Ug Gemcinderat l^ ubic gewählt. Namens der Finanzsektion berichtete sodann Gemeinderat Dr. Krel über die Zuschrift des Kom niandos des lll. Korps in Graz, betreffend den Verlauf des bestehenden Militär Verpflegsmagazins und des aufgelasfencn Garnisonsspitales in Laibach. Die k. u. k. Heeresverwaltung beabsichtigt den Neu-bau eines Militär-Verpflegsmagazins in Laibach im' Wege einer Transattion mit dem bestehenden alten Militär-Verpflegsmagazin und dem aufgelassenen Garnisonsspital durchzuführen und wird zu diesem Zwecke am 27. Juli 1M4 in der Kanzlei der Militärbauabteilung in Graz eine schriftliche unverbindliche Offertverhandlung abgehalten werden. Wie aus der bezüglichen Offertausschreibung ersichtlich, übergibt das Ärar dem Transaktionswerber lastenfrei in dessen Eigentum den Gruudtompler samt den darauf befindlichen Gebäuden, eiutommeno in der Landtafeleinlage ^ der Kataftralgemeinde Kapuziner-Vorstadt in Laiback,, bestehend aus den Bauparzellen e<- Antrag des Referenten, sich an der ans geschrieoenen Konkurrenz nicht zu beteiligen, da die Stadtgemeinde nicht in der Lage sei. über den bereits angebotenen Betrag von 280.000 i< hinauszugehen. Gemeinoerat Prose nc berichtete über das Gesuch des Laibacher Eislaufvereines um Abschreibung des Pachtschillings für die letzten zwei Jahre. Infolge der ungünstigen Temperaturverhältnisse gab es im vergangenen Winter leinen einzigen Schleiftng, so daß die Eisbahn unter Tivoli keinerlei ! Erträgnis abwarf. Der Gemeinderat anerkennt zwar die Bedentnng des Eisfportes. ist jedoch nicht in der X!age, von den vertragsmäßigen Bestimmungen ab-zugehen und die angesuchte Abschreibuug des Pachtschillings (!Ä> l< jährlich) zu bewilligen. Wohl aber sei bei einer eventuellen Erneuerung des Pachtver träges eine entsprechende Ermäßigung des Pacht schillings in Aussicht genommen. Derselbe Referent berichtete weiters über die Zuschrift des Stadtmagistrates, betreffend die Reparatur und Erhaltung eiuer Straße im Tirnauer Stadtwalde. Über Antrag des Stadtmagistrates übernimmt die Stadtgemeinde die Sicherung der betreffenden Straße an, User des Kleingrabens, erklärt sich bereit, zu diesem Zwecke von den Auerschen Erben ein kleines Grundstück um M> l< käuflich zu erwerben und den zur Reparatur der Straße erforderlichen Schotter kostenlos zu überlassen. Dieser Antrag wurde ohne Debatte angenommen, desgleichen der weitere Antrag desselben Referenten, wo-nach den Nnoaschen Erben gestattet wird, an der Zimmcrmannstrahe anstatt des Projektierten Draht-gittcrs eine Zicgelmauer aufzuführen. Seiwus der Stadtgemeinde wurde für die Errichtung der Mauer ein Beitrag von 100 Iv zugesichert. Gemeinderat Dr. K r e k berichtete über die Zuschrift, betreffend das Abonnement des von Ludwig von Schi vitzh offen vorbereiteten Werkes „Der Adel in den krainischen Matrikeln". Das Werk. dessen Ladenpreis auf M l< berechnet ist. soll für das städtische Archiv abonniert werden. Für das projektierte VegcvDenlmal in Laibach wurde seitens der Stadt-gemeinde ein Beitrag von MX) 1< in Aussicht gestellt. Namens der Vausektion berichtete Gemeinderat Dr. Poia r übcr das Gesuch des Besitzers Johann Mrzel um Genehmigung der Parzellierung seines Grundtompler.es am Alten Wege in Udmat. Die Parzellierung wurde unter der üblichen Bedingung genehmigt, daß der Parzellierungswerbcr den zur Anlage der nötigen Straßen erforderlichen Grnnd unentgeltlich überlasse. Hingegen wurde das Gesuch des Besitzers Frauz Kandare um Genehmigung der Parzellierung seines Grundstückes nächst dem Unter trainer Bahnhöfe mit Rücksicht auf die ungünstige Vodenbeschasfenheit des dortigen Terrains ablehnend beschieden. Dem Gesuche des Hausbesitzers Viktor Accetto um Aufschub der Anlage eines Trottoirs nnd Errichtung einer Einfriedung bei dessen Häusern am Privoz Nr. 3 und 5 wurde Folge gegebeu und der Termin für die Durchführung der erwähnten Arbeiten bis l. Juli 1905 erstreckt, hingegen wurde der Rekurs der Besitzerin Maria Kraniar sdurch den Knrator Dr. Franz Pocet). betreffend dic Bauvorschriften anläßlich der Adaptierung des Haufes Nr. 5 an der Uutertraincrstraße zurückgewiesen. Namens der Polizeisektion berichtete Vizebür-gcrmeister Dr. Ritter von Bleiwois über diie Hintangabe des Vorspannes zur Beförderung von Schüblingen sowie zu Lösch- und Rettungszwecken für das nächste Triennium. Den Vorspann besorgte bisher gegen ein jährliches Pauschale von 3000 l5 Herr Josef Turk, welcher jedoch mit Rücksicht auf die erhöhte Tätigkeit der Rettungsstation eine Erhöhung des bisherigen Paufchales um 400 K beansprucht. Da ein billigeres Offert nicht vorlag, wurde die Bei-stellung des Vorfpannes für die nächsteu drei Jahre dem Herrn Iofef Turk gegen ein Pauschale von 8^00 l< jährlich übertragen. Der Bericht über die Tätigkeit der städtischen Dienst und Wohnungs« vermittlnngsanstalt im Jahre 1R)A wurde zur ^ennt» nis genommen. Vor Schluß der öffentlichen Sitzung erbat sich Vizebürgermeister Dr. Ritter von Blei weis das Wort, uni als Obmann der in der jüngsten Sitzung bestellten Spezialkommission, welche mit der Auf. gäbe betraut wurde, über Mittel und Wege zur Herbeiführung einer Ermäßigung der hohen Fleisch-preife in Laibach zn beraten, über die bisherige Tätigkeit der Kommission zu berichten. Naturgemäß beschäftigte sich die Kommission zunächst mit den Maßnahmen, die ohne Aufschub zu ergreifen wären, um eine Reduktion der Fleischpreise ehestens herbeizu-führen. Zu diesem Zwecke beantragt die Kommission die Errichtung von Vertaufsständen in der Schul» allee, wo von Fleischhauern, die sich hiefür bereits gemeldet haben oder noch melden sollten, Rindfleisch nach dem vom Stadt magistrate allmonatlich festzustellenden Tarife ausgeschrotet werden joll. Eine Er' Mäßigung der Fleischpreise wäre durch diese Maß nähme umso sicherer zu erwarten, als die Fleischer für ihre gewerblichen Lokale verhältnismäßig hohen Mietzins entrichten müssen und dieser Zins somit in Hinkunft entfiele. Von« hygienischen Standpunkte sei dieser Modus allerdings nicht empfehlenswert, allein als Notbehelf bis zur Errichtung der Markthalle immerhin znläffig. Über Antrag des Vizebür« germeisters wurde schließlich der Stadtmagistrat beauftragt, von der Fleischhauergenossenschaft bis zmu 2l. Juni die Ertläruug abzuverlaugeu, ob dieselbe geneigt sei. eine entsprechende Reduktion der Rind fleischpreise eintreten zu lassen; sollte die Antwort der Genossenschaft negativ lauten, dann sollen vom l. Juli ab in der Schnlnllee Verla,ufsstänoe für Rindfleisch errichtet und das Rindfleisch dortselbst nach dem behördlich genehmigten Tarife feilgeboten werden. Gemeinderat Plan tan begrüßte die in An-trag gebrachte Errichtung von Verkaufsständeu für Rindfleisch, weil er von derselben einen Rückgang der Fleischpreise erhofft, stellte jedoch den Zusatzantrag, das; solche Verkanfsstände nicht bloß in der Schulallee, sondern auch auf anderen öffentlichen Plätzen errichtet werden fallen; es würde dies nicht nur' zur Bequemlichkeit des kaufenden Publikums dieuen, sondern auch die Fleischpreise günstig beein» flussen. Bei der Abstimmung wurde auch dieser An» trag mit großer Majorität angenommen. Die übrigen in der Fleischtariffrage cingebrach ten Anträge, und insbcfonderc die Frage, betreffend die Abschaffung der großen Jahrmärkte und Ein« führung von Wochenmärkten, bilden noch den Gegenstand der Komnnssionsberatung; doch dürfte der Gemeinoerat bald in die Lage kommen, auch dies» bezüglich Beschlüsse zu fassen. Die restlichen Punkte der Tagesordnung wur^ den in der hierauf folgenden geheimen Sitzung der Erledigung zugeführt. (Personalnachricht.) Seine Majestät der Kaiser hat dem K'anzleioffizial des 5?reisge richtes in Rudolfswert, Herrn Jakob Arch, aulah. lich der erbeteneil Versetzung in den bleibenden Ruhr» stand das goldene Vcrdiensttreuz verliehen. — (Tierärztliche Wandervorträge.) Einer nns zugehenden Mitteilung zufolge hat das k. k. Ackerbauministerium auch für das laufende Jahr zur Abhaltung der feit einigen Jahren eingeführten nnd populär gewordenen tierärztlichen Wandervor-träge einen entsprechenden Kostenbeitrag bewilligt. —0. (Todesfall.) Der Besitzer der Manns» burger Bierbrauerei. Herr Julius Stard, ist a,e> stern in Stein Plötzlich gestorben. Das Leichenbegängnis wird morgen um 5 Uhr nachmittags in Manns-bürg stattfinden. —O. (Neue Schule.) Wie uns mitgeteilt wird. ift der Bau des neuen Schulhauses in Ttalzern, Ne> zirk Gottschee. bereits so weit fortgefchritten. daß es vor Beginn des nächsten Schuljahres vollständig benutzbar hergestellt sein wird. An dieser zweiNassi gen Volksschule gelangen die Oberlehrer und eine Lehrerstclle neu zur Besetzung. —o. Laisiacher Zeitung Nr. 134. 1208 15. Juni 1904. ^ lZ u r F l e i s ch t e u e r u n g in Laiba ch.) Die iiber Antrag des Gemeinderates Svetet in der jiingsten Sitzung des Laibacher Genn?inderates eingesetzte .Commission, welch».' mit dor Auflade betraut wnrde, in betreff der Fleischtenerung entsprechende Vorschläge in Antrug zn dringen, hat gestern bereits dein Plcnnni iiber ihre bisherige Tätigkeit Bericht erstattet nnd vorerst die Errichtung von Verkaufs ständen fiir Rindfleisch beantragt. Der Gemeinderat hat deni Antrage zugestiinint nnd den Stadtmagi strat mit der Durchführung dieser Maßnahme be-anftragt, welche bereits mit 1. Juli in Wirksamkeit treten soll. Im übrigen verweisen wir auf den an anderer Stelle publizierten Gemeinderatsbericht in der heutigen Nuiymer. — (Die Laib ach er Vere in s kap e ll e) veranstaltet heute abends um 8 Uhr unter Mitwirkung des Gefangsvereines „Slavec" im Garten des „Narodni Tom" ein G a r t e n k o n ze r t, dessen Neinertrag zum Ausgleiche der Uniformkostcn be-stimmt ist. Eintritt per Person 50 I». Überzahlungen werden dankend angenommen. Programm: 1. Gesang: 1. I. pl. Zajc: (.'ino^oiln» s'lno^oilci, Män nerchor. 2. P. Kri/.towsky: I'<<»l>l.j<>ulcu, Männer chor. 3. I. pl. Zajc: Hwi-c, sinfonisches niusilalisches Bild für Mäunerchor mit Orchesterbegleitung. 4. Iv. pl. Zajc: ^luva 1,'i^<> «t'ni«', Konzertpolka für Piccolo, 8. Supp^: Fest-Ouvertüre, 9. Kebek: „Chor der Der-wisckie". ll). Ziehrer: „Österreich in Tönen", Walzer. N. Dr. Dvorak: Irllo^ltivc/i, Potpourri. 12. „Lu stige Märsche". Potpourri. - Im Falle ungünstiger ,Witterung siedet das Konzert am Donnerotag stoir. " (Unfälle.) Gestern nachmittags trugen die Taglö'hner Franz Iapelj aus Hradetzkndors und Io-bann Porenta ans Unter-^i^ta ain Petersdamine Holz in das Haus Nr. 9, wobei ersterer im gepflasterten Hofe ausglitt und sich den rechten Fuß ober-halb dem Knöchel brach. Der Verunglückte wurde mittelst Rettungswagens ins Spital überführt. — Gestern fuhr der Schriftsetzer Johann Dimic mit seinem Fahrrade über die Petersstraße nnd stieß mit der 78jährigen Votin Maria Tonc aus Krainbnrg so unglücklich znsammen, daß letztere hinfiel nnd sich die rechte Hand im Gelenke brach. Die Votin wnrde mittelst eines Fiakers ins Spital überführt, ' (Diebstahl.) Dem 5iausmann Josef Levec an der Nesselstraße wurde gestern ein zweiräderiger Handwagen entwendet. * (A u s w a n d e r n n g n nd Arbeit c r -beweguug.) Vorgestern sind 11 Kramer nach Ainerila ausgewandert, 157 Kramer und Kroaten aber von dort zurückgekehrt. Weiters sind 10 Mazedonier aus Overtrain nach Fiume, 22 Kroaten aus Spital nach Agram nnd 19 Mazedonier aus Ober-krain nach Budapest abgegangen. — (Tam buras ch e n t o n z er t in Krain« burg.) Das am vergangenen Sonntag im Garten dcs Herrn P. Mayr vom Krainburger slovenischen Lesevereine veranstaltete Tamburaschenkonzert wies einen in jeder Beziehung befriedigenden Erfolg auf. Der Chor hatte in der kurzen Lernzeit wirklich bo merkenswerte Fortschritte geinacht, die Musilnnm-mern mußten zumeist wiederholt werden. Die Tam-bnraschenkapelle dürfte heuer unter anderen» anch in Veldes ein Konzert geben. <1. ' (V erei ns g r ü n dl< n g.) Ans Nadmanns dorf wird uns mitgeteilt, daß mit dem Sitze in Sava der Verein I>^I:lv«1e höchsten Verge Krain^ und anderwärts gelangen kann. Anfang 4 Uhr nachmittags. Der Neingewinn ist zur Hälfte der .Urainbnrger Studentcnküche und zur Hälfte dem Lehrertonvilte gewidmet, <1. -- (Fcu er w c h ru n te rh altung.) Die freiwillige Feuerwehr in St. Martin bei Littai veranstaltete am 12. d. M. nachmittags im Gasthausgarten des Herrn Johann Robavs in St. Martin eine ltnterhaltnng, die sich eines vorzüglichen Ve-snches zn erfreuen hatte. Bei der Unterhaltung luiik ten die Littaier Mnsiltapelle fowie der Gesangsverein aus St. Martin mit. Das ziemlich bedeutende Neinerträgnis der Unterhaltung ist fiir Feuerwehrzwecke bestimmt. —ilc. — (Bah na r b e i tc n.) Diesertage sind etwa 300 Arbeiter, zumeist aus Kroatien, in Littai und Sava eingetroffen, um die Legung der neuen Schie-nen und Äahnschwellen zwischen den beiden Stationen durchzuführen. Die Arbeit soll in einem halben Monate dnrchgeführt werden. — ik. — (G em ei n d c v o rsta n dswa HI.) Bei der am 18. Mai vorgenommenen Neuwahl des Gc-meindevorstandcs der Ortsgemeinde St. Barthelmä wnrden Josef Polanc in St. Barthelmä zum Ge meindevorsteher, Franz Üiovoselec in St. Barthelmä, Josef l'ndovan in <''adre/>e, Iofef Eerkovnik in Oberfeld, Franz Bambi5 in St. Barthelnm, Iofef Mar-tin^ii'- in Brezje, Johann <>rne in Groblje, nnd An dreas Grabner in Nazdrto zn Gemeinderäten ge wählt. — (Todesfall.) In Görz starb alu 13. d. der jubilierte l. k. Hofrat Herr Johann Nitter V o ° sizio v. Thnrnberg und Jungenegg im Alter von 97 Jahren. Zn Görz geboren, trat er nach Absolvierung der jnridischen Studien im Jahre 183!» in den politischen Dienst und stand zunächst in Marburg und dann in Trieft in Verwendung. In der Zeit von 1800 bis l^<>") wirkte er als Nezirkshaupt mann in Görz und fungierte auch als erster Negie rungstommissär im dortigen Landtage, Später wnrde er nach 5l rain übersetzt und trat nach mehr als 40jnhriger Dienstzeit mit dem Titel und Cha rakter eines Hofrates in den wohlverdienten Ruhe-stand. Seither lebte er in Görz. Der Verblichene war ein gewandter Dichter, der namentlich das friau-lische Idiom meisterhaft beherrfchte und in diefes zahlreiche Dichtungen Schillers übertrug. lEin flüchtiger Advokat.) Wie aus Görz geschrieben wird, erregt dortfelbft die Flncht des Advokaten Dr. Graziadio Luzzatto, der auch die Landeshauptstadt im Landtage vertrat, das peinlichste Aussehen. Dr. Luzzatto ist vor ungefähr einer Woche i» nnbekannter Nichtnng verreist nnd hat seit-her kein Lebenszeichen gegeben, obwohl er gerade in diesen Tagen nicht nur als Verteidiger in einer Tchwnrgcrichtsverhandlung hätte fungieren, sondern anch als Konkursmasseverwalter bedeutende Summen bei Gericht deponieren sollen. Wie es heißt, belaufen sich die Fehlbeträge sowie die Verbindlichkeiten Luzzattos auf zirka 300.000 l<. Gläubiger haben die Intervention der Staatsanwaltschaft angerufeu, welche das Bureau des flüchtigen Advokaten sperren ließ nnd Dr. Lnzzatto steckbrieflich verfolgt. Nach einem in Görz umlaufenden Gerüchte hätte er fich nach Korfu geflüchtet. — (Vom Blitze getötet.) Aus Nann wird berichtet: Als am 8. d. M. nachmittags der Grnnd-lx'sitzer Franz Kostanj^el in Veternik mit seiner Gattin Maria und vier Taglöhncrinnen anf dem Acker nächst seiner Vehansnng arbeitete, wurde er vom Blitze getroffen und getötet. Obwohl man leine Verletzungen sehen konnte, war sein Gesicht ganz schwarz. Die Mitarbeiterinnen wnrden zn Boden geschlendert und betänbt, tanien aber bald zn sich, ohne eine Ver» letzung erlitten zn haben. - (Verschiebung des slavischen Ionr nali ste nkon g resses.) Aus Finme wird gemeldet: Der slavische Iournalistenkongreß. der hener in Zakopane hätte stattfinden follen, findet dcs russisch japanischen Krieges halber nicht statt. Der Kongreß wird in» kommenden Jahre in Finmc abgehalten werden. Theater, Kunst und Literatur. — (Iovan Iovanoviö-Zmaj f.) Der bekannte serbische Dichter Iovan Iovanovi^Zmaj ist gestern in Kamenim (Syrmier Komitat) im 71. Lebensjahre gestorben. Er nahm in der serbischen Literatur einen der hervorragendsten, wenn nicht den ersten Platz ein als Lyriker und Humorist. Er gründete 18C4 in Budapest ein humoristischsatirisches Blatt unter dem Titel „Zmaj" l.Der Drache"), das großen Anklang fand nnd dessen Name in der Folge Iovanavii-' Schriftstellername wurde. 1800 erschien sein Schwank „Karan". Der Tod seiner Frau und seiner einzigen Tochter im Jahre 1872 veranlaßte ihn zu der Gedichtsammlnng „Welle Nosen"; 1877 erschien seine „Illustrierte Kriegschronik". ^ gründete er das humoristische Blatt „Stalls 1880 die Kinderzeitung „Ncven". -- (Ö ste rreichisch ungarische Rev^ Inhalt des 5. und 0. Heftes: 1. Johann G^ Seidl. Von Dr. Karl Fuchs. 2. Goethe und ^ nitz. Von Adolf Prack. 3. Die czcchisch? Literal den letzten Dezennien. Von Dr. Iofef Karäll 4. Dichtkunst. 5. Rundschau. — (K ü n st l c r m on ographic n.) Eine' gewaltigsten Individualitäten in der Kunst ' l9. Jahrhunderts. Arnold Böcklin. hatte zu den s genossen nnr dnrch künstlerische Schöpfungen ss^ chen, die lange Zeit ebenso hoch gepriesen, wie' denschaftlich angegriffen wurden, bis fich der ^ der Meinnngen in dankbarer Bewunderung ^ Bald nach seinem Tode regten fich aber die F^ seiner Freunde und Schüler, die aus dm Schi^' Erinnerungen uns das Bild des Menfchen lebe»' gemacht haben, eines liebenswerten Mannes, ^ den härtesten Prüfungen des Lebens die Laiit^ seines Charakters bewahrt hat, der ehrlich hassen > lieben konnte nnd niemals seine Knnst nach ^,! gedreht hat. Die zahlreichen Einzelzüge, die aus -chern und Zeitungsartikeln über das Wesen u"t>' Kunst des großen Meisters bekannt geworden!'' hat jetzt Fritz von Ostini mit kritischem Sinn ^ echt künstlerischer Gestaltnngskraft zu einem le^ vollen Gesamtbilde zusammengefaßt, das als ^' Band in der Reihe der von H. Knacksuß heraus^ benen Künfllermonographien (Bielefeld nnd ^ zig, Velhagen H Klasing. mit 107 Abbildung Prcis 4 M.) erschienen ist. In zusammenhängt Tm-stellnng wird hier znm ersten Male über ' künstlerischen Entwicklungsgang Böcklins, über!s' schlveren Kämpfe und bitteren Enttäuschungen, >' den Verkehr nnt seinen Freunden, über seine l>^ lerischen Absichten und sein reiches Innenleben helles Licht verbreitet. In die lebendige, hie nn?, fast dramatisch wirkende Darstellung fügen siä> ^ beredtester Kommentar die zahlreiclien Abbildn^ ein, die uns Vöcklins Entwicklung von seinen^ fangen bis zn feiner höchsten Neife veranfchaul^ nnd uns gleichsam von der logischen Notwein^ überzeugen, daß der hartnäckige Kamps des ^ Schweizers zu seinem endlichen Triumphe s"^ mußte. — (D e r K u n st N>a r t.) Rundschau über ^ tung, Theater, Musik und bildende Künste. Hc^i geber Ferdinand A v e n a r i u s. Verlag von Ol D. W. Callwey in München. (Vierteljährlich 3 ? das einzelne Heft 00 Pfg.) — Inhalt des z< Inniheftes: Liliencron. Voin Herausgeber. ^ Harmonium. Von HanS Freimark. — Die Wü^. des Schönen. Lofe Blätter: Aus Liliencrons ^ tnngcn. - Rundschan: Namen als Worte. Zu ^ Liliencrons. Goethe und die Backpflaumen. Vel!'< Theater. Münchener Theater. Dresdener Tb^ Goethe iiber Tonmalerei. Hans Sonnners „5^, zahl". Kurt Schindler. Die Dresdener KunstaU^ lung. Neue Kunstwartnnternehmungen. Znm K^' gegen die Schnndkolportage. Zcntrumsblättel^. Notenbeilagc: Knrt Schindler, Vliimekens. -^ ', dcrbeilagcn: Momine Nissen, Bildnis Detlev',, Liliencrons: Hans Holbein d. I., Studie zur M', städter Madonna: F. A. v. Kaulbach, Zwei Vilt"" der Schlaftänzerin Madeleine G. ^ Geschäftszeitung. — (Viehmarkt.) Auf den am 13. d. ^> Treffen abgehaltenen Viehmartt wurden gegl'»' Stiick Ochfen und Kühe anfgetrieben. Der Mar^, sehr unter der Unbill der Witterung. Der H"^ wnrde, da fremde Viehhändler nicht erschiene» . reu, nur unter heimischen Händlern und ^. Fleischhauern aus der Umgebung abgewickelt. .^ verkanfte Vieh erzielte durchwegs hohe Preist'- . den zahlreich erschienenen Krämern erzielten lU's Strohhnt, die Sensen- und die Wetzsteinver^' einen größeren Absatz.— Der nächste Vichmcu'k^ det am 12. Juli statt. ^/ Telegramme des k. k. Helegraphen-Korrcspondrnz-Zurell^ Der russtsch-jnpnnische Krieg. Petersburg, 14. Juni. Ein laist^' Utas vom 9. d. M. ordnet die Einberufung von ^ zieren und Untcrmilitärs zuni aktiven DienM verschiedenen Gouvernements an. ,^ Tolio. 11. Iuui. Admiral Togo beN^ Infolge der Beschießung Kaipings räunlte>' ^ Nüssen in der Stärke von 3l)00 Vtann mit 2" schützen Inlou. , ^ London, 14. Juni. „Daily Mail" melde' ^. Niutschwang: Das Gefecht, wobei die Rufst'" ^ibacher Zeitung Nr. 134.___________________________________1209 __________ 15 ^^. ^^ ^a»i, v(,'rlor^n, fand bei Siungtai statt, wohin die tz. ^ ^u Pulantk'n niarschiert waren, n,n dic , n^?'^ 3U säudcrn, chc sie ans Nintschwang vor- . ^ o nst a,1 tinope l, i:i. Juni. Die Gerüchte. ,,^'Gand von der Pforte für die Kriegsschiffe schwarzen Meer-Flotte die Durchfahrt durch die . ^'ngl!n verlangt habe, werden von beiden Sei- " entschi^en dementiert. h London, 1'1. Juni. Während der Transport-,, ^!^r „Taihotumaro" gestern abends in der (5in- " des Hafens von Port Artur Minen legte, ex- ""te c.'i,u' Mine. Lin Offizier nnd 1l^ Mann ^>l getötet, neun verletzt. Die Laudtagswahleu in Galizien. ^ Member g, 14. Juni. Aci den ttandtags-Ersatz- ,,,,"^u, welche heute in zehn ostgalizischen ^aildge- "!^'be^irle!i vorgenommen wurden, sind die ru ^chen Abgeordneten, welche Zu ii-nde der letzten ^lm^s^ssion ihr^' Mandate niedergelegt hatten, ""gewählt lvorden, mit Ausnahme des Freiherrn ^msll), welcher in Brody gegen den altlutheni- i '" Pslnrer Theodosius Effiuowicz unterlag. s Bancrnbcwcgung in Ungarn. Budapest, 11. Juni. Das „Neue Pestcr 'Uüal" nieldet alls Arad: In der Ortschaft Szem lst unter den rumänischen Aanern eine Vewe-^ nnsgebrochell. Die Bauern fordern, daß den ,'">nen Pächtern des 5000 Joch umfassenden Fun ^ualgutes die Pacht entzogen, das Gut parzel l »nd an sie verpachtet werde. Die Regierung hat , ^'ziiglicheö Gesnch abschlägig beschiedei,, weil hie-! ^ ^,^> ^^^ Anzahl von Bediensteten brotlos M ^- Tie Bauern zwangeil anch zluei Pächter, eine H ^ncht abschlagende Ertläl l»ng zn niltei'schreiben. ^ /'l andere Pächter U'aren abwesend, einer floh. Es ^' Gendarmerie requiriert, welche die Nuhe wie-^ lX'l-stellte. Die Behörde suchte nm Militärassislenz ^'i>'e Ulllersuchung wnrde eingeleitet. ! D« Kartäuser-AMre. ^a>-i5, 11. Juni. Die „Hnmanit6" verösfent-ön<) Protokoll der Zeugeilausfagen, die' der Ge ^lNlirtär iiu Ministerium des Inilern, Edgar "'^r5, nnd der Geueraltommissär für die Welt-''^ilnng in St. Louis, Lagrave, im Jahre 1!>03 ^iU'ben haben. Edgar Comves hat dmuals be-.,'^'t, lagrave liabe ihll im Dezember 1!102 anfge-' Und ihm mitgeteilt, daß er mit einem recht ^'n Auftrage belastet sei: die Kartäuser seien be ', dor französischen Negierung die Summe von l ' Älillionen Franken zn irgendeinem Zwecke zn ^'M'bei!, wenn sich der Ministerpräsident herbei ^ dü's^- Kongregntioil die Bewillignng zn vcr ^,'^>l. Edgar Combes habe erwidert, die Kongre ^"n d^',. Kartäuser werde nicht bewilligt werden. Wenn sein Vater, der Ministerpräsident, von diesem Schritte Kenntnis erhalte, werde er schwer beleidigt sein. Lagrave hat in seinen Aussagen die von Edgar Eombes gemachten bestätigt und bemerkt, daß er den Namen der Persönlichkeit, die behauptet habe, sie könne zwei Millionen Franken voll den Kartäusern verlangen, wenn die französische Negieruug ihnen die Bewilligung erteile, wegen des Amtsgeheimnisses nicht nenne. Er könne aber versichern, daß es sich keineswegs um den Versuch einer Amtsbestechung handle. Die „Humanity" erwähnt, daß die betreffende Persönlichkeit der Ingenieur Chabert sei. Paris, 14. Juni. Heute hat im Bureau der Kammer die Wahl der Kommission zur Uutersnchnng der Kartäuser Affäre stattgefnnden. In der Kom miffion befinden sich zwölf ministerielle und 21 anti ministerielle Mitglieder. Alle Kommissionsmitglicder sprechen sich für eine rasche und vollständige Unter suchnng ans. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 14. Juni. von Cchellander, Privat, s. Frau; Salter, Vankommissär, Trieft. - Moline. Private, Neumarktl. — ktrojactni, Pfarrer, Weißenfels. — Wischnowsky, Ingenieur, Budapest. ^ Leu, Privat, Nenmarktl. -- Lenarsie', Ksm,, Vreckiua. — Manlwnrf, Müller, Signer, Herrlich, Gangel, Weiß, Oroßmann, Lieber, Schwacher, Me.; Geißel, («reiner, Slein s. Frau, Ncinijch s. Frau, Nusei, Schilsty, Friedmann, ?lunl,ilt, Hardtmann, Wöber, Porjed, Reisende, Wien. ~ N»' dinich, Nfni., Graz Verstorbene. Am 12. Juni. Mathilde Maria Ruch, barmherzige Schwester. 24 I., Radchkystraße I I, ^migentlibertnlosc. Anl 1^. Juni. .«all Ieglu', iterlernleisterstelluertreterö« söhn, l^/„ I., bjcrichtsgassc 5, O«lle»u> i>»I»,., Nierenentziindnng nach Schärlach, — Iosefa Vide. Diensimagd, 30 I,, Nomer^ straße 2, 1'ül^ro»!. ,.»I"l. — Paul Hribar, pens. Vahnbedien« steter, 5)8 I,, NadelMtraße 2, Vitimn au>l.^.-l«mu», 1'^- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ScelMe li0l> 2 >n. Mittl. Luftdruck 7:il>-() mm. " Z-Z IZ!-» Z^ dsjlH>m..,el>i Z^ '. ^u ^ ^?Z5 4 24 3 Ö. schwach trilw. dewüllt I ^' 9 > Ab. 736-2 18 8 N. schwach fast beN'öltt j I5.l ?U.H."^?3« '6s ib-i)j SO. schwach^j heiter j 0 4 Vas Tagesmittel der gestrigen Temperatur :<.)-?", Normale: 17-6". Verantwortlicher Redakteur: Anton ssuntel. Photographische Apparate sür Dilettanten. Wir ! empfehleu allen, die für Photossrafthie, diesen anregendsten nnd von jedermann leicht zu erleruendeu Sport, Interesse haben, das seit 1854 bestehende Epezialhaus Pholographischer Vcdarfs-arlikcl der ssirma A. Moll, k. u, l. Hoflieferant, Wien. I., Tuchlauben !», und die "Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wuusch uuberechuet v.rsclM wird. (5^24) 9-4 Dr.Ed. Šlajmer verreist auf fünf Wochen.«», Gute Bflcher fCr Jedermann, i Meyers Kleüiea Konversati ons-Leiikon. , , VL Aufl. HiJ 168 nia-itrutioDiUfeln, Karten und Planen and 88 Textbeilagren. 8 Haib-lederb&nde xn J« 10 M>_. Meyer, Das Deutsche Yolk'Stum. Mit 30 Taf. In Holuehnltt, Knp'er-Itxang u. Farbendruck. Id Halbledar jeb. 15 Mi. Yogt und Koch, Geschichte der deutschen Litteratur. Mit 126 Abbildungen Im Text, 25 Tas«ln in Far und Holuchnitt und 34 Faksimile-Beilagen In Halbleder g«b. 16 Hark Meyers Hand-Atlas. IL Aufl. Mit 112 Kar- Kamen - Register. Preis ' I 13 Mark (0 Pfennig. ; Zn beziehen durch die Buchhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Lalbaoh, Congrossplatz 2. (III.) Die Unterzeichneten geben allen Verwandten, freunden nnd Vetannten die Wchstbetrübeude Nach' riclit oou dem Hiuschcideu ihres innigstgeliebten, nn-vergesjlichen Gatten, bezw. Vaters, Viuders nnd Schwagers, des Herrn Julius Stare Brauerei' und Nealitätenbcsitzer welcher nach langem,- sehr schwere,» Leiden, versehen mit den heil, Sterbesakramenten, heute, den 14. Juni, um 11 Uhr vormittags im 57. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die Leiche des Verblichenen wird Donnerstag am 1l>. Juni nm 4 Uhr nachmittags vom Trauer hause ill Stein Nr. W nach Mauusburg überführt uud daselbst nm 5 Uhr nachmittags in der Fa milicnaruft beigesetzt. Die heiligen Seelenmessen werden in Stein und Mannsburg gelesen weiden. Stein in Krain, am 14. Juni 1W4. Maria Stave, geb Oerm, (Gattin — Ehavley Stare, Sohn — Ria Freiin Kalliany von Kallian, geb. Stare, Tochter. - Maria Ja» nesch, geb. Stare, Schwester. — Johann Ja« nesch, Schwager Vmannel Freiherr Kal» liany von Kallian, Schwiegersohn. — Sa'mt« liche Vnlel und Vnlelinnen. Vcerdigüogsanstalt de« Franz Doberlet. Kurse an der Wiener Börse vom !4. Vuni 1904. Die lillticrwi ttm!c erstehe» sich in Kruocnwährn.lg. Die Notier»»« Mllicher Altir» und drr .Diverlcn Lose, vcrsteht sich prr ^lück. ^zenilinl Slaalllschuld. „z!,"ber p, K. 4'2"/,,. . , 99,2!) »9-40 ,,h'/^ä!!.-Iiilipr.K.4'2°/„ W-— 99^20 ,. "'^cbr. Vl,iss,pr,zt,4-2"/„ Ud'75, üZ'Nä '^.'^lftiil, QN. pr,N,4'2"/„ 99'75, U8>85 "^'.,,. ^ 2'><> fl. :^-^"/„ l«4--^i»4'— ,. ,, 5>'- ^ "'Nüddr. il iliU fl. 5"/„ . 2N3 50 294-50 l<'-^,uld der im ßeich«-^lretencn Aünigreiche ^-^ u»d Ander. >^^3."d«»-5U 118-70 ,»!^'7'»jlrv!>ruwähr., stfr., l,.""Nü . . . , . 4"/» 99-30 9Ü-50 > ,^'°- Vl'l Ultimo . 4"/„ 99-2U 99-40 ' r ^'!wcstiliu!!3-»!enle,stfr., "'^ .... 3>/l°/° W-80 »1 — ,, '^Ä«^tnatsschuld. '''ob»,, '">"'l»U"llcn. >'" ^^l"> ,» G„ stoucrfrcl. ,^ ^'" «iluiu',1 . . 4° „ 117-65 11»'Ü5 ,,^d Mf.«ai)„ in Silber > >l!3?n/ - - , - 5>//7„ 127-50 128-50 l. Urn,'"" 'u Kiuncüwälir. >IH^' ......^^ <>5 10«. 65 Galiziw Narl Ludwig-Vahü (diu St.) SNb. 4'Vu - - - 99-4" 100 .!<> Aomrlbcrger All!!». Em. I«»4 (div. St.) S'lb. 4"/u - - - 99-50 IM, 50 Staatsschuld der Länder der unganschen Krone, dtu. dt°. vcr Ullimo , - „> - "? .w "» ^" 4"/„ dto. Rcntc in ziruntüwahr., - ^uorsrci, per Kasse . - > »? ^ »'^ 4«/.. dtu. dw, d!o, per Ultimo . 9715 97 »5 U»!,, Nt.-Eis. A»I. Gold 100 sl. —'— — dto. d!u. Silber 100 II. . > - ^'^ ^ dto. Slaats-llblig. (Ung. Ostb, .^ l v. I. 1«76....... - ^ ^ Andere üssenll. Anlehen. ^N°»«».Nen.M"lelhe 1878 . 106-75 107-75 Alnlelien der Stadt Görz . . 4" Kramer Lande? Anlehen . -'------------- Geld Ware Pfandbriefe elc. Aodlr, allq, üs!,in50I,l,erl.4^, !>!»l0 im-,» N ostcrr Landes-HüP- '.'>«st-^/« "" «l> lm, «„ vest.nng. Äanl 40>/2iahr. ucrl. 4^/ .... I«»-— WN 45 bto. ' dt'o. ' b'ujahr. vcrl. 4"/« 100-15 101-1.1 Sparlasse, I.öst.. U0I., verl.4»/« 10,»5 10235 Eisenbnlin-Priolitäte» Vbligationtn. sserdinand^Nordbahn Cm. 1»«« W0-2U 10120 Ocslerr. Ätordwestbah" - > - U>/'20 1»« ^, StaatSbahn .---.<;,' 3ü! " '^'^, Siidbal)» il 3"/„ verz. Iami,-I»ll ^96 -. 2!<, - dtu. il5"/<....... l" 10 >^. 1» Ung-galiz. Bahn..... 110-251,1-25 4"/„ Unterlrainer Bahnen , - - -— — — Diverse Lose (per Stncl). Verzinsliche ^ose. 3°/ Bodcnlrcdit-Losr Em. 1»»« 295--. 30« —! 4^N°naü-Tllmpf!ch,iW fl, - 275--279-50 5"/„ Donau-lüegul.Lose . - - ^-— — — Unverzinsliche Lose. Vudap, Basilica (Domba,,) 5 fl. 21-- 2l-90 z»>v»,ltluie NW fl...... 4<>»-—474-50 zarAe4<.fl^M. . . - A-17.'- Ofencr Lose 40 fl..... lb5'— ,75. WnKrenz.Oest.Ge!.,«,l« - 58- 5.5.-.., „ ung. „ » "U- ^9— 30 _ NudulfLose 10 fl......67— 72 — Salm Lose 4,» fl. -„'--' l!25^^!U— Wn'N«"C°!N'tt,^°!e V. I. '«74 5I2-- 522'-Oenm'sN'ch, d, »"/« Pr,.Schul°U b. Budcnlredltanst,, Em. 1889 9«— 102— Lllii'ncher ^"se......^'^' —'^ Gelb Ware Nltien. Vrannport-^lntlr' nehmungen. Äussic, Tepl, Eiseub, 500 fl. . . 220« ÜL20-Äa». u. Betriebs Ges. für Wdt. Straszenb. in Wien lit. ^ . —-— —'- dto. dtu. dto, lit. U . - -— —'— Böhm. Nordbal,» 150 sl. . . 347 — 351 — Nufchtiehrnder Eis, 500fl,KM. 2615' 0<> fl, KM. . . . 810- »43— Dnx-Vudenbacher (5.-Ä. 400 i: 49? — 503 -sserdiiiands Nurdb, I000fl. KM. 5809' 5615-i^emb, Ci'.eniow.'Ialsn-Eisclil^-Gesellschaft 20!! fl, S. . . . 57«-— 577 — Lloyd, Oest.. Trieft, 500 fl. KM. «49— 650— lüesterr. Nordwest bah» 200 sl. S. 414 — 410— dto. dto, (lit, ll) 200 fl, S. >!2>>—421-50 Pra„ DnxerEilrnb, 100 sl.atM. 2,!2 — 2»3 — Etaatüeisenbal)!! 200 fl, T, . . 63^ 50 l!3!l 50 Sndbahn 2«! sl. S..... 7«-— 7k'«u Sudnordd, !l>erb,B, 200 fl, KM. 405— 407— Tramwau-Ms,, NeiieWr., Prio- ritäls Allien 100 fl. . . . 17 _ ig>__ U»g. galiz. Eisenb. 20Nsl. Silber 405 — 407— Unst.Wcstb,(Nllal> Ora^2i>0fl,S. 406-50 —— Wiener Lulalbahnen^llt.Oes. . 135— 155— sanken. Anglo-Oest. Van! t20 fl. . . 278— 28>' — Vanlverein, Wiener 200 fl. . 509-75 5lO-75 Vudlr, Anst.. Ocst,, 200 fl. S. . 925— 927— Krdt. Ansl, f. Hand. ». G, lUUfl, Ü39-25 610-25 dtu. dto, per Ultimo , . —'— -— Kreditbanl, AN,i, iing,. 200sl, . 713 50 74^-50 Tepusitenbanl, All«., 200 sl, . 429- 430— l!ö!ump!e.«es.. stdröst., 4M. Äanl, «0« sl. . 161>> 1<>2N- Unionbanl 200 sl..... 5,8— 52« -— Vrrlehrsbanl, ANg, >40 s!. . ^3— 354'— Industrie.zjnlel. nehmungen. Vauqes,. All«, üst., 100 sl. . . 150- l52 — Egydier (tise,l nnb Stahl Ind. in Wien 100 fl..... —— ,->— E!ie»l!llhnw,-Leih!,,,l!rsle. I0Ufl, 172'50 l74 - ,,E!l>en»ihl". Papierf. u. V, G, 124 — 130— ^icsinger Nranerei 100 fl. . . 3^9-— ^33— Montan Oelellsch., Oest. alpine, 408-75 lN7 75 Prasser Eisen Ind,Ges, 200 fl. 1995- 200b- LalnuTari, Steinlohlen 100 fl. 530 — 540 — „SclilülMW". Papirrf. 200 fl. 251'— 255'— ,,Stet,renn", Papiers, u, V,-O. i!98 — 402'— Trifailer Kohleiiw, ttesell. 7» fl. 305— 30? — Waffe»f. W.,Oest,inW!e»,1«0fl. 47U— 482 — Wannoo^eihanst., Allg. in Pest. 400 ii........ 810- '5 19» 30 Neittschr Plätze...... i!?-3<» 11750 ^Ulioun........ 2Z9-37 239-60 Pariö......... 9497 9', 0? St. Petersburg...... — —— Dalulen. Nnlate»........ 11-33 11-3» 2»ssraulc,!'Ltülle..... I90l 19-04 Dexlsche Neichsbanluole» . . 117-30117-50 Italienische Vaoliwten , . . 95-1 9525 Rubel Nuten...... 2-5ü> 2-5»" "" ««»on, 1-ftuiftbrlercn, »*rloE,ll?lTili 1(5;, Loten ei«., J>eT|.«n •«"«» ViUul«'«. ^wi|______Loa-Versicherung. __^__j_mm J-. C3« Mayer ,1 Ba-n-Or- vLaa.«3. "XT^-eciLslex-O-esclxä-ft I JL)lit>IM-h, Sltitlll'JllHUC. Privat - Depots (Safe - Deposits) Tiatei ©i-e-©n.om Veiacliluso der Partei. Verzinsung von Dar-Einlagen Im Konto-Korrent- und aul Giro-Konto,