.>v! TVR Donnerstag am Vs. December «8K» Die Lail'acker ^itunq" erscheint, mit ?l>ls»al»!,e l>er Sonr>< und F.iert^c tagllch. u»d sossct inmmt den Aeilaqeu »n Vomlptuir ganzjährig ll fl., halbjährlg 5 ss. W sr. mii ss're.xt'au^ >m (5o,M'toir ganzjährig l2 st.. b.i l l'jü >",>q ,' ss. ff>>r t»e Z!.,icll,mq i,,'s Hans »ub bnl bj 5», ri q M fr. mein z» entrichte. M it »>e l '1j.'ss vo l tl" f'rei aal, ,iä l»r,a »»ter .ssrcll,l'ai,I> u»I> gedruckter Adresse w st.. I, a, ^ ,a,I>ri ^ 7 ,!..(» fr. — In lerati o » ^qe l'i, l> r i,,^ eiile Sl'a!le,lss.' » lr (5 Ä! I,..er^lc b,,' ^ Ieile» koste» l !>. sür ^ M.!. 5» sr. fm 2 M^I ,»>d ^U fr. ss.r < 2>ia! c»,^„chal>rc>! ist »ach de>» .^'rovisorischei, Gksche vom ,ur ^>inrt,o»^a»U'el" ,u'ch N) fr. si.r e>»e jed^>mi!iqe (!i>„sch^i„„^ hii^n zu nchnm. Mmtlicker Theil. ^>e. k. k. apostol. Majesty si"d am ^9. d. M. Vormittags, roll hier mich München abgereist. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit Allerhöchst" V»lschl"f;m,g vom 1^. d. M. daü erledigte Archidiaconat von Vuccari del dem Domcapitel zu Modruß, oder caS zweite 5l<>!lum bei dem Curalccl. leglum lil Bliccari, dem Domherrn deö genanten Domcap'.telö uud CllraicoUegiumS, Doctor der Theologie Wenzel Soic, allcrguadigstzu verleihen geruht. Se. k. k. apostolische Majestät baden mit Allerhöchster Entschließung vom 7. December l. I. den Privatdoceliten der Histologie an der Wiener Universität, Dr. Carl Wedl, i» Auerkeunuug seiner ersprießlichen Leistungen lil diesein Fache, znm außerordentlichen Profcssor desselben allerguadigst zn ernennen geruht. ° Das k. k. Finanzministerium hat den Fmanzse» > cretär der k- k. Finanz-LandeSdireccion zn Innebrnck, Octavian Wolf, zum Fmanzrathe der k. k. serbisch-baüacer Finanz-Laüdesdilectio» ernannt. Franz Rasfelsperger hat von New-Volk anS an mehrere hiesige Industrielle, welche die In-dnstrie-Anostellnng i» der genannten Stadt beschicki habe», Allffoldernugeu erlasse», worin er sich „Vorstand der Seccio» Austria" jener Ausstelluug ucüiu. Franz Raffel?perger hat vou Seite der k. k. österreichischen Regierung memalö irgend ei»e Missl^» für jene yluosteUuug erhalten, und ist daher onrchalio nicht berechtigt, sich eiue Eigenschaft wie die vorstehend« beizulegen. Die Vercroluug der Iuiercffe» der österreichischen Industrie bei jener Auostcliuug ist dein Hrn. CharlcS goosey, kaiserl. österreich. General-Consnlatsoerweser in New-York, anvertrant. Nichtamtlicher Theil. Der neue Zolltarif. - Zn den Vorzügen des nenen Iolltarifes verdienen hauptsächlich auch die in Betreff der sogenannten Warendeclaranoncn gewahrten, in der Vor-eriunermig zum Tarife enthaltenen Erleichterungen gezahlt zu werden. In dieser Vezichung ward nun zunächst auf die Erklärung zusammeu^seftler Waren geeignete Rücksicht genommen. Als Grnndsay hat hierbei zn gel' ten, daß solche Waren so wie Gemenge überhaupt, ohne Rücksicht auf das gegenseitige G,lvichtverhalt. nis; der einzelnen Bestandtheile als Ware derjenigen Tarispost zn erklären sind, welcher der höher belegte Bestandtheil angehört. UebrigeuS sind Gegeiist^df, »velche blos; zur Befestigung und Verbindung der einzelnen B.'stalldtheile dienen, z. B. Nagel, Nieten, Schräm l'e», Schnüre :c., bei der zollamtlichen Behandlung a»l';er Acht zn lassen; wenn Arbeiten, bei denen der Eüifnhrzoll vom Centner mindestens 15» ss. betrügt, mit unedlem Metall beschlagen, vergoldet oder vcr-silbsrt oder sonst beschlagen, mit Perlen verziert, lackirt u. dgl. vorkommen, so fallen sie nur derjenigen Tar,fpost anheim, der sie ohne jene Verzierung, Ansfüttcrung oder Belegung angehören. Es ist ferner mn'erwihrr, Bestandtheile eines zusammengefegten Gegenstandes gesondert zn erklären, nur müssen sie auch gesondert beim Amte vorkommen; so z. B. ist gestattet, die porcellanenen weißen Tintenfässer eineo silbernen Schreibzeuges für sich, und das lcliterc Zubehör wieder für sich zu verpacken, und lcytereö als kurze feiue Ware, ersteres alö feine Thonware zu cl klaren. Nach z. 6 kann eine durch die k. k. Post ver-senccce Ware, voraüoa/sept, daß dieselbe in die Postkatte voischriftSgemas; embezogen wird, oder, wenn eo sich bloß um die Ein- oder Ausfuhr derselben handelt, und das Geschäft der Verzollung mit der Abgabe dcr Erklärung bei rincm nnd demselben Amte zusammenfallt, bloß durch das Wort „Ware" oder durch Angabe der Classe oder Abtheilung, in! welche sie gehört, elllan werden, wofern das Rein-! gewicht deiselben ciuen Centner und die Zollgebühr 2.'; si. bei der Ein - und 1 fi. b,i der Auefnhr nichi übersteigt. Wird die Abtheilung bezeichnet, welcher der Artikel angehört, » dcr Rea/l daö Gewicht und insbesondere der ZoUttoc-ner — :ll> Kilogramm — ^ <),ii»ll,I<' ln.lricn — 89' , ?Wiener Pfnnd festgestellt und die Erklärung ,ia>1> dem Wiener Gewichte in d«n Kronländern. mit Auo-uahme des lombardisch - venetiaiuschen Kömgreiches unr auf solche Falle beschränkt, wo das Gewicht de, zn verzollenden Ware einen Wiener Centner „ichl übersteigt. Diese Verfügung erscheint vollkommen zweckentsprechend, da der Handelsstand bereits mit dem Zollgewichte so weit vertrant ist, daß langwierige Berechnung«», welche „ur die Abfercigni'g der Patteien verzögern. im Interesse der Absender selbst vermieden werden köuuen. Anbelangend das vsterrci^ chisch-italienische Zollgebiet, konnte allerdings die Erklärung nach dem metrische» Gewichte erlaubt werden, indem ein halber <)»mli»ll> mdl-i^u ge„a» einem Zoll - Centner entspricht, so daß die Berechnung nach dem Zollgewichie durchaus keine Schwierigkeiten oerursad't. Der Tarif und die Vcreriunernng zn demselben entHallen m>s;erdcm noch mannigfache Erleichterungei-bei der Ermittelung des Warengewichles; auch wurden mehrere Bestimmungen des Tarifes vom Ialne 18,'il bezüglich der Ermitceluug des Reingewichtes durch Berechnung, welche sich als uupractisch berrahrc hatten, außer Geltung gebracht, und durch zweckmäßigere Vorschriften, wodurch der Vortheil der Parteien keinesfalls übersehe,, oder außer Acht gelassen, gleichzeitig aber auch die Nichtigkeit der geblichen Zollamtohandlnng sicher gestellt erscheint, entsprechend erseyt. Man kann dem gemäß überhaupt mit vollem Rechte voraus seyeu. daß der Haudelsstand durch die Einfachheit und die Präcision der theilweise neu vorgezeichneten Manipulationen sich befriedigt fnblen wird. Orientalisch? Ilngolestenhcitcu. Wien, 18. December. Mehreren Briefen aus C o n sta n ti n o p el vom ->. d. entnehmen wir folgende noch nicht bekannte Notizen: Die Türkcu berechnen den Schaden, den sie durch Zerstörnüg der Flolcendivision bei Smope erlitten ha« ben, selbst mit 20 Millionen (hier wurde er bekanntlich auf 8 —1l) Millionen Gnldcn geschäht). Die Veralhungcn der Admiräle und deS Pf«.'r:enministe» riuilis tu Betreff des Auslaufens der vereinteu Flotten haben, wie eS scheint, daS von den Türken gewünschte Resnllat nicht gehabt. Mau konnte ohne Instluccionen vou London und Paris eingreifend nicht rorgehen. Die am 4. nach Sinope abgegangenen Dampfer werden in einigen Tagen wieder zurückkeh--en. Die Schifffahrc im schwarzen Meer wird in dieser Jahreszeit immer schwieriger. — Die Stockung iu den Geschäfte», so wie die Theuerung, sind fortwährend im Zunehmen; großer Getreidemangel «st zu erwarten. Unter den in Slnope verbrannten Hänsern ist anch daS k. k. CousulatSgebällde; der Brand hat mit furchtbarer Geschwindigkeit sich ausgebreitet. I Elliem Beiichce aus Galacz vom 6. d. in Folge sind die .'» russische» Kanonenboote, welche biech^r in Braila und Galacz stationirt gewesen, am vorhergehenden Tage nach dem Prulb m die Wiuter« q»arliere abgegangen. Die russische Dampfcorvetle „Ordmarez" , bekaunt von der Affaire bei Isaktscha, begleitete dieselben und kehrte Abends wieder nach Galacz zu»ück. I Einem Berichte ans Odessa vom lN. d. ;„ Folge war der ägyptische Krttgodampfer „Medaii Tidjares/' welcher bekanntlich ror Kurzem durch die Russe» genommen wnrde, und jlyt auf Befehl Sr. Majestät des Kaisers den Namen „Kornitess" zn Ehren des im schwarzen Meere commaudireuden Admirals dieses ?lameus führt, bei der Schlacht von Sinope schon «u Tliätigkeit. - Am li. wurde aber« mals eine tüiklsche Fregatte, die »ach Constanlinrpel bestimmt war, vou rnsssch^n Schiffen verfolgt. Sle machte in angemessener Entfernung Halt, »ud hißte die gelbe Flagge (Peststagqe) auf. Bei der vorhandenen Möglichkeit der Richtigkeit dieses Wahrzeichens begnügte sich das russische Schiff, die linkische Flotte zu beobachte». Nähere Nachrichten fehlen. I Reisende, welche Samstag aus dcr kleinen Walachei hier einträfe,', und Gelegenheit halten, hier eine» Theil des türkischen Lagers bei Kalafat z» se« ben, erzählen, daß die Beuchte, es stünden i» Kala-sat :l<>,l1l)l) Mann, höchst übertrieben sind. Als ver« l'ürgte Thaisache wild augeg-bcn, daß in Kalafat mindestens 800 Türken, meist ägyptische Truppen, begraben worden sind. die als Opfer verschiedener Krank-heittu gefallen wareu; viele sind in Folge des unge-lvolnueu Clima's erblindet. Das Hauptquartier deS ^a,;ere ist eiu Quarantäuegebäude; dieß, sowie daS i.'aq,r. ist durch Wälle und Batterie» befestigt- Die Aibeiten mußt,« aushöre», sobald Schnee fiel. Von den Einwohnern in Kalafat ist nicht mehr der zwa»--;igstt Theil anwesend. Die Mehrzahl flüchtete, um den Bedrückungen der Türken z» »'»tgeheu. Die verlassenen Hänser winde» gaüz geplündert. Die znrnck« geblieb.'uen Kalafacer werde» a/zwuuge», Kraxken« wäileredienste zn verrichten. Pferde. Ochsen. Schweine «V2tt und dgl. wurde» ihnen gewaltsam genommen. Ein dritter Theil der Lagcrtlupven ist marode, und im ganzen Lager befinden sich »mr drei Aerzte, karnncer der Chirurg u»d Bacbier vo>, Kalaftn, Von dem vielgepriesenen FanatiSmns der Türken ist keine Spur wahrzunehmen. Es bestätigt sich, daß beim Beginne des Winters eil« Theil der Truppe» ans dem Lager nach Widdi» diolocirt wurde. j Wien, 29. December. Der „Wanderer" erdalt von seinem ßorrespoudeuten die neuesten Nach-richten ane» Konstantin opel vrm ^!. d. M. Der g'l?ße Rath hatte mehreie Berachnnssc» gehalten, und einstimmig beschlossen, den von den Gesandten der Westmachte gemachten Vorschlag, ans eine» Waffenstillstand einzugelien. uicht anzunehmen, und den Klicg mir aUer möglichen Energie so lange sortznseyen, bis Kaiser Nicolans se»ne Fordernngen aufgibt. Die Tütkei wird auf die vorgeschlagenen Vermittlnugsconferenzeu eingehen, ohne sich jedoch der Voltheile zu begeben, d'e sie bereits erlangt hat. Dieser Beschluß wurde den Gesandten der Großmächte notisicilt, und zugleich dem Ceraokler und dem Ea-» pudau-Pascha die Weisling zugeschickt, die Feindselig-keicen nnt aller Keafc fortzuseyeu. gestern Abends war der Ministerial!) wiener versamlin'lt, lim einen Rapport über diesen Beschluß, gegen den kein einziger Minister zu procestireu wagte, (so groß ist hier der Emfinß del kriegerischeu Stimmung der Mnselman-uer) zu verfassen »nd dein Sultan zu überreichen. Tagtäglich langen noch immer Redifs und Vo-lontäro an. Dreihundert Imams von Bokhara, bewaffnet nud beritten, sind dieser Tage vou ihrer Pi!-gerschaft nach Viekka angekcnimen, luit der Vilte, im heiligen Kampfe vexveudet zu werden. Es stutz, dieß Tarlaren aus der Umgegend vou Bokhara und Khiwa, einige sogar aus der Krimm. Viele rusiische Deserteure langeu von der Donall an, um in der neu formirteu Kosakenlegion eingereiht zu werden. Die Gesandlen der Wcstmächte haben schleunigst M't dem „C^ratoc" Depeschen abgesendet, iu denen sie den obigeu Veschlnß des Divans, lu>d die Unmöglichkeit für die Türkei, einen auder» Weg einzuschlagen, ihren Regierungen mittheile». Nach Sinope wnrden alsogleich 4 Dampfschiffe, und zwar: die „Retribution" und der „Sanopareil" vou Seiten der Englander, und der „Mogador" und „Charlemagne" von Selten der Franzosen nnlcr deu Peseln len dcs Capiiäns Drummoob, Vnsenfreundes von Lord Nedcliffe, encsendet, sind aber noch uicht znrück-gekommeu, so daß mau noch nichts OfficielleS über den Vorsall weiß. Gesteru Abende ist zwar eiu Dampfschiff von Ttapeznnt gekommen, aber da heute öffentliche Plüsungeu sind, denen der Sultan beiwohnt, so wird man uur spat die von demselben mitgebrachte» Nachrichten erfahren, nnd mit dem jepc abgehenden Courier uicht mehr absenden können. I Paris. 16. December. Das wichtigste Fac-tnm ist und bleibt der Rücktritt Lord Palluerstous, welcher von allen Zeitungen, jedoch in verschietelier Weise, je nach der Färbung derselben besprvchen wird. Am allgemeinsten ist die Meinung, daß dieser Rücktritt das Cabinet Aberdeen erschütlern und wohl gar eine Anfiösnng desselben herbeiführen wird. Der Dampfer „Nil" brachte die Nachricht ans C onsta u ti » opel, daß 4 Dampfschiffe, zwei französische nud zwei englische, ins schwarze Meer ausgelaufen sind. Durch diesen Dampfer kam aber auch eine andere Nachricht, welche ein ungeheueres Aussehen gemacht hat, nämlich die, daß ein englisches Kauffahrteischiff „Phöbus" von russischen Krenzern in der Nahe von Trapeznut beschösse» und hernach risicirt wurde. Mail glaubt, daß, wenn Aberdeen in diesem Falle nicht energisch genng anslrece» wird, mau ihm dlesee zum große» Vorwurf anrechnen könuce, was für seiue AiMsnachlassigkeit eben nicht sehr günstig ware. > Ueber deu InHall deS Wieuer Proto-collS drückt sich cm Artikel der „Debatö" u. Ä. in folgender Weise auS: Die Unterzeichner der Erklärung erinnern daran, daß a» de» friedlichen Gesin-nnnge» RnßlalldS nicht zu zwe,feln ist, da dieselben dnrch die wiede>holt<», Erklärungen dieser Machc und durch die vou ihr Europa gegenüber eingegangenen Verbindlichkeiten constaiirt sind; daß man ferner nicht an der Achtung Rußlandö vor der Unabhängigkeit nnd den Sonveränicats-Rechle» des Snlcans, so wie vor der Integrität deo osmanischeu Reiches zweifeln kann, daß es eben 0 gewiß ist, daß die Psorce vou denselben friedfertigen Gesinnungen be^ seclt ist und daß man Grund har, auf den Erfolg der Bemühungen zu hoffen, die mau anwenden wird, um daS gute Einvernehmen zwischen den beiden Mächten wieder herzustellen. „Iu Folge davon werden die vier Machte, vou derselben gemeinschaftlichen Absicht beseelt, den Fliede» zwischen Rußland und der Pforte herzustellen und die Anfrechterhaltuug der GebietS-Imegrität deö osmanischen Reichet» zu sichern, die Pforte gemeinschaftlich eiuladen, ihneu die lepien Gränzen der Zugeständnisse, welche sie Rußland machen kauu und will, kund zu gebeu, so wie die leyleu Gränzen der Forderungen, auf welchen sie ihierscilö bestcheu will." Ei» Pariser Correspondent „Iudependance" ver-denilicht durch inlerressauce Daceu die Eiklärnng des „Mouiteur," bezüglich der Wielier Viermächte Eon-ferenz, und berichtigt zngleich die falschen Auslegungen, welche von gewisser Seice über die Ansichten nnd Entschlüsse Oesterreichs iu der orienlalischen Frage elfllnoeu wnrden. Der Korrespondent bchanpcet, daß die leNte Wiener (5ollfere»z noch keine specielle Frage berührt und keine Vediügiliigeu iu Bezug des Friedens aufgestellt haltc. Vou einer freien Schifffahrl >m schwarzen Meere, so wie von dieser oder jener Reform zn Gunsten der lürkischeu Christen ist noch keine ^iede gewesen. Es ist weder ein Noteuentwurf, den die Türkei unterzeichne» sollte, noch eine collective oder ideutische Note (d«e sich am wenigste» erklären ließe) vou Seite der vier Machte ausgegangen. Der Antrag zum Wiederbeginn der honsereuz ist vo» Oesterreich angeregt worden. Baron Bour« queney, welcher die Gesinnungen deS österreichischen Cabinets seit dem Eucstehen der orientalischen Krisis welthznschanen wußte, unlerstültte auf das Lebhafteste jenen Antrag, ,^'lchcn vord Westmoreland semerseils der engllschcu Regierung anempfohlen. Die (Fal'mele vou Paris und üondc» stimmten der Wiederaufnahme der lZonferenzgeschafte im Prinzipe bei, fügten jedoch die Vedingungeu ihrem Entschlüsse bei: daß die neue h'onferenz mit mehr Planmäßigkeit, Bestimmtheit nnd cincr festgeseylen Gemeinschaftlichkeit auftrete, als die erstere; daß ferner statt einfachen Raihschla-gen die neue Konferenz Beschlüsse fasse, zu deren Anvführuug sie sich im Nothfalle verbindlich mache; daß sie anstatt officwser Noten Piotocolle unterzeichne und sich überhaupt einen officiellen Ehaiakiei beilege, um eine thatsächliche Iucervencion, gestüyc auf den gemeinschaftliche,, Beschluß der vier Machte, kräftig zu gestalten. Desterrcich erklarce sich hlemit cixrerstandeu. Um tie Aufrichtigkeit sciuer Gesinnungen und die Festigkeit seines Entschlusses tarznlegen, sandte Oesterreich alsogleich eiue Note nach Paris nnd ^lonlo», in welcher es seine Haltung seit dcr Ankunft deS Fü'.sten Menlschikoff iu Coustantinopel auSeinanderseyte. Gras Bnol bemerkte darin, dliß OeslVlreich die Ansplüche und Anedlucke der Mentschikoff'schcu ^tole eben so wie den Prulhubergaug bedanert und getadelt hatte; daß es Alles gethan, nm deu Frieden zu e'.halteu nud die Ansplüche Rußlands ans ein gerechtes Niaß zurückzuführen u. s. w. Auf diese Erklärungen sandte daS Pariser Ca> biuet deu Excwucf einer mit England einvelstäüdlich redlglrten 9tote »ach Wien. Dieser Encivulf bezog sich auf die ersten Schritte, welche die Haltung uud Thätigkeit der Eoufeienz bestimme» sollten. Er wnrd>' der Annahme Oesteireichs und P>cnße»s oder deren allenfallsigeu Bemelknngeu und Abänderungen anheimgestellt. Oesterreich fand die in dcm Enlwnlf enthaltenen Vorschläge seineu Absichten genehm und beschloß dieselben gleich Preuße» kmz und bündig anzunehmen. D>e Repräsentanten der vier Mächte, anSge-stattcc mit der ausgedehntesten Vollmacht, velclmg ten sich hierauf znr lZouserenz und »umzeichnete» >» ter eisten Sinnng das Piotocoll ')»r. ! , welches festseyce: 1. Daß die vier Mächte die otientalische Frage als eiue europäische betrachten, laut welcher die Mächte als Unterzeichner des Vertrags vom 1A. Juli « lft^l, s,,ifc chiei? RechlS und ihrel- Iiicereste'! zu D eiuer Iuterveution sich berechtigt halten. >1 2. Daß ihre Thätigkeit, welche die Herstellung ^! des Friedens bezweckt, tie Erhaltung der souveränen !Z Rechte des SnllanS und die Integrilät des oltoma- /^ Nischen Reiches znr Grundlage Hal. »D Dieses Protocol! stand mit dem Paris «koudo» N uer Projecte im vollen Einverständniß und wurde > »ach deu geschehene» Förmlichkeiten mittelst Schnell-bocen von Wien uach St. Petersburg uud (Zoustan' linopel deu dortigen Gesandten zur Einsicht uud Darnachachlllng zugesendet- Am lli. muß das Pro: trcoll in lZonstan:i>l0pel angelangt sein, und dessen , Inhalt wird wohl allsogleich dem Divau vorgelegt > werden. Man keunt jedoch die feierliche Langsamkeit ! der linkischen Procedursormen. Außerdem läßt sich ^ eiue heftige Opposition von Seite der »un herrschen« den Kriegsparlei dort vorherftheu. Die Antwort des Divaus dürfte daher wohl eist de» 2l>. oder 22. Dec. deu Gesandten mitgecheilr und folglich erst zu Ende d. M. oder AusangS Jänner in Paris und I London bekanni werden. Obwohl die gleichföllmgste» Instinclionen den Gesandlen der vier Mächte zugesendet wurde», so kam mau doch überei», daß Oesterreich und Preußen hauptsächlich bei dem Kaiser von Rußland, dagegen > England Uüd Fsaukreich bei dem Sultan für die 1 friedliche Eiuverständigung sich bethätigen sollen. Ge« neral Barauiay d's^lllisro ui,d Lord Redclisse sind z beanscragt, die ernstesten Betrachtungen dein Divan ' zu machen, ja sie sollen, im Falle, daß il>r Einfluß und die freundschaftlichen Rathschläge nutzlos bleiben, dem Divan gegenüber eine strenge, drohende Sprache « sühreu ui,o die schwersten Konsequenzen in Aussicht ^ stelle». Andererseits hatte der Kaiser vou Oesterreich noch außer dem vorgezeichuece» Benehmen deö kais. « Gesandten i» Peterobnrg «in laugcS, authographi» « scheo Schreiben a» den Kaiser von Nußland gerich« « tet, in welchem erläntcrud uud dri,igend dessen Bei» ^ stlmmnng zu den Vorschlägen der Conferenz ange» steebt wurde. G e ft e r r e i ch. Wicn, ^9. December. Se. k. k. apostolische Majestät der Kaiser hat bei den Staatsanwaltschaf» ten >n der se>bischen Wojwodschaft nud dem Temescher Banale die Systemisiluug deS folgenden Personales genehmigt. Bei dem Oberlandesgerichtc in TemeS» oar: l Ober. Staacsanwalt, ^ Stellvertreter; bei dem Landesgcrichte in Temesrar: 1 SlaalSanwalt, !l Snbstitnte»; bei de» Kieisgerichleu in LugoS, Bec>>kelek, Neusap und Zombor ze 1 SlaatSauwalt mit 2, !i 1 und 3 Substilnlen. — Am l?. beglückte» Se. k. k. apostol. Maj. — von '.'lllerhöchstihrem ersten Generaladjutanten dem F. M. L. Grafen Glünne Ercelleuz begleitet — daS Atelier deö Bildhauers Feinkorn mic elnem Vesnche, geruhce» das von demselben gefertigte kleinere Mo« dell der Statue für weiland Se. kaiserl. Hoheit den ! Erzherzog l?arl, welches der Ausführnng im Grc« ! ßl,'n zu Grn.ide gelegt werden soll, in Augenschein zu nchluen, nnd darüber die alleihöchste Zufrledenheit auszusprecheil. — Se. kaiselliche Hoheit der durchlaucht. Herr Erzherzog Franz 6cnl haben dem katholischen Frauen» Vereine, i» Gral) zur G> ünduug e»neS Nectuugs» Hauses 200 st. «Z. M., und Ihrc kaiserliche Hoheit die durchlaucht!gste Frau Erzherzogin Sophie zu dem» sclben Zwecke N!0 si. C. M. huldreichst zn überseu« de» geruht. — Die Elöffnnug der sudöstlichen Eisenbahn-strecke bio Szegedin wild im Laufe des MonarS I^"' »er vor sich gehen können. — Für die Korrespondenzen ans dem König» reiche beider Sicilien uach Oesterreich ist vou nun an bloß das österr.'italienische Vereinsporco mit 9 k». für den einfachen Brief zu entrichten. — Ans Venedig, 10. December, wird der „Tr. ?tg." geschrieben: Der Mais steigt immer mehr >M Preise, n> d der hiesige Ealamiere schlägt ebeuso wi« ,enev der Provinzialstädte für diese» Monat die Po» «««5 lenta um 2 Eencesimi hoher an. was der armen blasse nicht geringe Besorgniß einstößt. Hiesige Ge-treldespeculanten, die vor einigen Monate« auf Lieferung verkauften, suche» unn ihre Contract« wegen eines die Hälfte des wahren Werthes übersteigende» Schadens gerichtlich nngiltig erklären zu lassen. Ob ihnen dieses Manöver gelingen werde, wird von mehreren Rechtsgelrhrten in Zweifel gezogen, obwohl nicht selten der Fall sich wiederholte, daß der H. 1048 deo büraerl. GeseNbucheS anö Analogie zn ihren Gunsten ausgelegt wurde. Die meisten Wein-speculationeu sielen sehr unglücklich ans; weder der im Uebersiusse hier vorrathige i'clit l)l,ill«'uux, noch der immer reichlicher zugeführt« Ungarwein fi»den leichten Absaß, indem der Italiener das einheimische, der Gesundheit höchst schädliche Gemenge dem ausländische» wohlschmeckenden Gecrä»ke vorzieht. Mehrere ans Triest hierher bezogene Ladungeu fremden Weines mußcen schon aus Mangel an Käufern den Rückweg einschlagen- — Unser Brunnen» oder besser (5ister»inwasser ist seit mehreren Tagen nicht trinkbar; in Folge der vorgestern eingetretenen hohe» Flnt drang das Salzwasser in tie Trinkivasserbehältnlsft tlli, so daß der ohnchin schlechte Trank dnrch diese Mischung gänzlich ungenießbar wurde. — Auö H a m burg, 14. Dec., wicd der „Tl. Ztg." geschrieben: Volgesteru habe» hier sämmtliche Schiffobauer, etwa 600 an der Zahl, ihre Arbeic »ledergclegs, mn einen höheren Arbeitslohn >n er^ie-len. Hierauf gehen »nn aber unsere 24 Schiffsbau--melster, hier Baasen genannt, nlcht nnr nichc ein, sondern entwarfen »och ein neues angestrengteres Ar-lieicereglemcnt, wornach fie fernerhin berechtigt sei» sollen: l) »ach Verdienst zu lohnen; 2) anch außerhalb der Innung stehende Arbeiter den Schlffsbanern hinzuzn.l/sellcn; !i) die Pansirzeic bis auf eine stunde abznkilizen und 4) ihr Arbeitspersonal anzuhalten, daß es seme Gerächschasten zn Hause scharfe. Die Mei-stercoalition glaubt hierdurch ihr Gewerbe zu heben, wie übelhanpt concnrrenzfahiger zn machen , nachdem dac-sell'c allcioin^o ln»!)^ gegen die Biemei, ^ndecre! ilüd li.niici'illch schlcowlg-holstein'sche Schiffobanknnst ul^)l recht auskommen konnte, so daß eme große Anzahl unserer Fahrzeuge Jahr aus Jahr eiu von diesen Werften vom Stapel liefen. Das Slreben del-selben geht demzufolge dahin, die Ecylffc'bancrinnnna,, welche bereics 1t>^U ihre Zlinscrechce l.'ellor, noch mehr zn lockern, nnd sie in d>e Bah» einer völlig freie» Gewerbeordnung einzulenken. Die Polizei redet diesem Vorhabe» anch im Allgemeine!! da» Wort, doch räch sie de>' gegnerischen Partei, vom Senaie den Entscheid entgcgenzunehnien. Unterdessen aber stehen unsere im hohen Grade beschäftigten Werften verwaist, und die feiernden lU. beiter haben bereits einige Tausend Mark colleccirc, llm wahrend der Dauer des Streites vor Noch geschilpt zu seiu. Dabei kommt ihnen noch der Umstand zu Statten, daß in unserer Gegend englische Anfragen angelangt sind, ob Arbeitskräfte nicht ab-znlassen seien, was zur Folge hatte, daß bereits zwei Schiffsbauer nach Harilcpool reisten, um dort Arrangements zu treffen. Außerdem haben sich unsere Ar-bettSniederleger auch bereits mit ihren übrigen norddeutschen Kameraden dahin verständigt, daß sie ihre Pläne gegenseitig nicht krenzen möchten. Ein neuer Vcrgleichnngocermi» ist indessen anberaumt, und man hofft, daß er durch Fallenlassen der beiderseitigen Forderungen zu einem Resultate führen wird. Nnr anf diesem Wegesst die frühere Ordnung wieder herzustellen, da der Strike von fast lauter geborenen Hambnrgern anSgeht, denn unter oben genannten 600 rppouirendeu Schiffsbaneru befinden sich mir 24 Ficmde, und diese haben bereits freiwillig unsere Slabt verlassen. — Die Türmer Zeitungen bringen gleichzeitig und gleichlautend die. wie eS scheint, balbofficielle Erklärung daß die Nachricht vom Abschlüsse eines (5o»cordates mit Rom durchanS ungegründet sei. 'Assram. In Agrau, hielt die Gesellschaft der „Matica" am I.'l. ihre Versammlnng. Herr Vice-Präses Iran l>. Kukuljevic eröffnete die Smung mit einer Rede, in welcher er die anf dem Felde der L,-lli-iMlr herrschende Uüchäligkeit, welche auch die Di- rccliou der „N^atica" verhindert habe, so eifrig aufzutreten, als sic es gewünscht hätte, beklagte. Alle Anfforderungen an Einzelne, sowie alle Prämienauo« schreibungen seieu ohne Nesultat geblieben. D c u t s ch l n n d. Koblenz, 14. Dec. Auf Veranlassung Ihrer k. Hoheit der Frau Prinzessin von Prenßen sind hier sämmtliche katholische nnd protestantische Wohlchatig-keilS-Anstalcen zusammengetreten, nm bei der sich cacp lich drückender kund gebenden Noch gemeinschaftlich vom Jänner bis März k. I. ihren Armen Uncerstüz. zung zustießen zu lasse», u»d hat Ihre königl. Hoheit oc«, so verbuudenen Vereinen bereits 200 Thaler überwiesen. — In Weimar hac a>n 10. d. Mittags um l Uhr Se. k. Hoheit der Großherzog eigenhändig und unl^r eiüsvrechendtn Feierlichkeiten den Gruuostem zum HallplchulNl der Wartburg gelegt. — Die Vorarbeiten zum Müuchener I u-d, u str ie-A u b stell u u gs ge ba ude sind jepc so weic gediehen, daß aus der ganzen Fläche die Grundmauern emporragen, und berelcs die gußeisernen Rohren emgesem werden, welche nncerirdisch in einander lansen und dazn bestimmt sind, da5 aas den hohlen Säulen ablausende Regenwasser anfznnehmen nnd in die Abzngscanale zn leicen. Die Eisen-Cylinder, wel-che von Einigen für Gao- , von Andereu für Hei-zuuge^Röhren gehalten werden, sind mit Theer überstriche», nm gegen Rost gesichert zu sein. Im Transept des Gcbandeü rrird ci» piachlvoller eherner Brunnen ausgestellt werde», der anf 2l1.<)M1 (ynl-den veranschlagt nnd ro» Kieling eniworfen »st. Der G»ß wurde dem königlichen Erz - Gießerei'Inspector Millcr übertrage». »e» bisher berufen haben, um mic ihnen sich über die em'a in, Interesse der Gesellschafleu sowohl als del offemllchen Slcheiheic nöthig gewordenen Maßregeln zu belathen, und dann soforc die geeigneten Velsli-gnugen zu erlassen. In der lel'ten Zeit sind dahier vihafteten befindet sich der hiesige Advocal Hichbaid, von dein es hieß, er sei w>'gen seiner Ve!'cheldign»gSrede sl,r einen der Angeklagte» deS l/omploteü der comischen Oper festgenommen wocde»; die „Gazette deö Tribnnaur" stellc dieß jedoch mit dem Bemerken in Abrede, daß die Anklage gegen ihn auf Betheiligung an einer geheimen Gesellschaft laute. Der Cassationshof hat das Gesuch der dreizehn wegen des Operncomplotö Verurtheilten um Nichtigerklärung des gegen sie ergangenen Urtheilespruches verworfen. In Calais ist der größte Theil des großen Schleusenwerkes in der Nacht vom leyteu Mittwoch auf Donnerstag eingestürzt. Zu gleicher Zcit oellau-let anö dem Südeu Fraukreichs cin ähnliches Unglück. Die Straße auf der großen Rhone-Insel Camargue. gegenüber dem ZoUposteu Monllong, ist in einer Lange von nahe au 6W Fuß i„ 5<>n Rhonesinß ge-stürzc. Es ist »och ein Glück, daß dieser Unfall uichc bei hohem Wasserstande geschah, sonst wäre d»e ganze h'amargne überschwemmt worden. Grolji'rilallniru und Irland. Nach einer telegraphische» Depesche aus l'o n-dou wird wahrscheinlich Lord John Nussell an die Stell« Lord Palmerstons treten und dabei anch die Führuug deo Unterhauses beibehalten. Ei» Gerücht will wissen, daß auch Marquis von Laudodowue auo dem Ministerium scheiden werde. Ein Gerücht, daS von der „Times" ausging, die Regierung wolle keine Noropol-Erpedition mehr veranlassen, und gebe den wackern Franklin auf, wird beute von „Daily News" als falsch bezeichnet. Der Name Sir John F'anklms bleibt m den Liste» der Admiralität, da man über seinen Tod keine sichere Kuude hat, mid sein Alter (67) ihn nicht dienstun» fähig macheu würde. Jedenfalls werden di< Spuren des nn» auch schon so lange verschollenen Collinsou weicer verfolgt werden, und da ist es noch immer möglich, Andentuligen über das Schicksal der Frank-lin'schen Fahrzeuge zu erhalten. Holland. Bekanntlich hat die holländische Regierung «S nnlernommen, den großen Harlemer See trocken zu legen. Die Operation, die durch mehr als lll Jahre q^wahrt bat, ist nun beendigt, und eine Flache von Ü0.MW bis 60.000 Morgen des besten Ackerlandes ist gegenwärtig ans diese Weise der Cultur gewonnen woiden. (Die nenliche Nachricht, daß dnrch eine Sprü'gslnll) der See wieder angefnUc worde», scheint irrig gewesen zu sein.) Die Municipalität von Lenden tritt nun mit einem Ansprüche auf fast daS qan;e Territorium anf, und sich dabei auf ein Pacenr Herzpgs Philipp r>on Bnrgnnd vom 2l. Apnl t«43 berufend. Die Reqieriiug hat erklärt, diesen Anspruch nichc als rechtobestaxdig erkennen zu wollen, und der me>k,rürd!ge Fall kommt daher mit Nächstem vor die Gerichte. Neueste Post " Wien. 20. Dec. Einer über Hermann! stadt im celrgraphischtn Wege ans Bukarest vom 17. Dec. eingegangenen Privatdepesche entnehmen wir Folgendes: Die persische Rrgiernng hat durch Fürst Woronzoff !ll>.»00 Manu Hilfttruppeu angeboten, und die Znsendl'.ng eineS russischen Generals erbeten. Am 111. d. M. haben 2 rn,,ische Dampfboote ;» l0 Kanonen, i» Kanonenboote und 4 walachische Kanouenschalnppen zu 2 Kanonen kleineu Kalibers mit 1200 Mann Landungstruppen anf 2 großen Barken, nnseistünt von einer Batterie, die über die Inseln geseyt wurde, Macschin (nahe bei Isaktscha) angegriffen. Die Kanonade hatte von 4 Uhr bi? zum ander» Tage MillagS gedauert. Schuften sind bei Macschin gelandet und haben mit tültischen Reitern auo der Dobrudscha eiu TiraiUeurgefecht gehabt. Nussi» scherseils ftllen N Todte und Verwundete gewesen sciu. Dcr Angriff ist ohne Erfolg geblieben. (Ocst.Oz.) IÜil.'», 20. Dec. Eine hierher a/langte, luiS mitgetheilte telegraphische Depesche aus Sl. Petersburg 3. (l.'l.) December besagt: „Am l!). ^iovem« l>er bat Fürst Bebn to ff den Sera Skier bei Uqhusli total geschlagen und 24 Kanonen uud daS türkische Ldger m. December, 11 Uhr Nachts. Se. k. k. apostol. Majcstac sind nm !1 Uhr 4li Minnteu im besten Wohlsein im hiesigen Bahnhöfe eingelangt, und haben nach einrm Anfenthalce von ^6 Minute» die Relse forcgeseyt. Telegraphische Depesche vom k. k. Bezirksleiier Hanel in Bodeilbach an Se. Ercm elirünschiesten Wohlsein hi^r einge« iioffen, und haben die Reise nm 1 Uhr 63 Minuten frrca/sel)c. Teleg aphische Depesche oom Herrn Landel'präsidenten von Schlesien an Se. Ercellenz den Hrn. Minister des Innern in Wie». Trvppau. 20. December, tt^ Uhr Morgens. Se. kais. Hoheit der durchlanchtigste Herr Erzherzog (5a,l Lndwig sind hence Fiüh .'i Uhr 20 Minncel, im erwünschteste» Wohlsein in Odeiberg anqesomme», nnd haben »ach einem Äusenthalte von 4.') Minuien die Reise forcgeseyt- Telessr^phlsci,»' Dep» srbcu. " Verlin, 20. Dec. Z» Ehren tes ^lamens-. sestes Sr. Maj. des Kaisers von Rußland hac am !8. d. M. im Schlosse z» l^h.nlottenbusg ein Diner staic^fnnt-e», wlv;n der Hr. Minist^rpräsidtüt nnd d,e (>lN'all!ere del russischen Gesandtschaft eingeladen waren, Druck und Verlag von I. v. K'leiumayr und F. Vawbcrg in Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. «leinm«,^ ünd F. Bambe^I. V^I > ^l ^ « » /!^ ^, ^ Börsenbericht aus dem ?lbendblatte del- osterr. kais. Wicnei-Zeitung Wien 20. December, Mittags > Uhr. Die Böse crössnctc in cnnlüi^cr Stiniüiun^ und behauptet' sich auch ü» dcrsclt'ni di^ zum Schluss»-. 2>r Unisaft war dc schränkt, M den »ls>'N rr^al' sich kcine wrsrntliche Ariidlrun^ Vnectcu waren fcst in> Pr^isc, da^c^cn H?cviscn und diomp tantcn ctas billiger und nnhr au^cl'utcn. 5,«/.. Metall, wul'dm mit !»!l V.—^'/.., Nordl'ahn-Acticl mit 2!i5 7, — "/,. Bauk ','Icticu mit l:;78. Dampfschiff'Aclic, ,„it «:l2—UI.'l verhandelt. Lloyd-Ncti.il sind u», 1 l'is 2 p(?t cl/Nicgm. ilottrrieMffsctm jcdcr Art waren beliebt. London N ft. 16 Ocld. — Paris Ni'»'/. Vricf. — fam-l'urq «5'/.. ^ Frankfurt 115 '/.- ^ Malland 113 '/,- ^ ?lugöburg 116. — Liver»» Nil '/, Vrief. — Amsterdam 91 Geld, Staa^schuldverschrlibunqcu zn 5°/« l».'!'/.-!^ "/.. dctto ,. 5. ü. ,. 5.'/. l!U V,-11^7. ' dett« „ ., 4 7, 7« 82 V.-82 V. detto .. .. 4 7« 74-74'/, d.'ttov.I.i85Nm.Rück;. ^7, «2—«2 7. detto 1852 .. 4 7o 91 '/,-»l 7. detto verloste 4 7, — — detto ., 3 7« 57-57 7, detto ., 2'/, 7.47 7.-47 7, detto ,. 17» 18 7.-1!' dctt»;u57..im?lu5!.i'l,'4msl — — Wnliidentlast.-Ol'liq. N. O.ftcr. zu 5 7» 92 7,-92 7. detw anderer .Urouländ^r «1 '/,^U 7. Lottcric-Anlehen vom Jahre 1^^4 2ll2 2^2 7, detto detto l«3>.» Ni:j 7,- 60 V, Ol'li^t. dl- L. B. '.'lnl. v. I. 1t<50 zu 57» 100 7.—W0 7-Va»l ^cticn mit Vezu^ pr. Stück ^i?ll—l!l?« dltto obnc B^i'ia, 1>4.',—»147 detto „eucr Emission W25—1<»'i7^ WlrN'MoMiihcr Ul!)-l7l V,ldwns.'i.'l'nz-Gm»!idiier 2<>^—2ttU Pr.ßb. Tyr». (iisenl'. 1. «iniss 2<>—2.'» 2. „ mit Priorit. 45—^7 Otbcill'urg-Wi.ner'Neuslädtcr ö? 7.-5/ 7, Dampfschiff-Acticn Mtt—<>:l2 detto 11. Emission «1»—62(> rctto 12. du. 5U7-5i9!< dctto de1tt Wiencr'DanN'fmuhl-Actie» 127—12« liomo Neutscheine 14'/, —14 7, ^sterh^^,) 40 ss. Lose 7« 7,-7» 7^ Wineischqräh^ose 27—27 7. Waldslein'schc ., 2» 7.-2« 7^ Kegle'.'ich'sche .. 1« 7, —U>7. Kaiserl. vollwichtig Ducat.n-Ngio 20 7.^20 7,. Telegraphischer (kunr'S« Vcricht der Sla.ilspapicle vom 2l. December 1853 Staat^schuldverschreibungen . zu 5 l/1«i D>r'tl,m >»!t Verlolu»., v. I, > «!<9, ü'n «00 ft. . . 13»l 3/4 Obli^iitioncu des lombard. venet. Änlehcnl' vom I. 185,0 zu 5,7„ .....100 5/8st. in (5.M. Actien der Niedcrostcrr. ^scomptc-Ge: sellschast pr. Stück z» 500 >!..... 5,00 fi. in C. M. Äaul-«cli.n, or. slntt «378 st- m (5 M. Acticn der Kaiser sscrdiuaudslNorddahn zu ,000 s!. <«. M........2350 siin^.M. Actien der Wien Moggnihcr-Eisenbahn zu 500 st. ll. M........855 st.m(5. M. AcNe» der öfterr. Donau-Danipsschisssahrl ob»f Vezugsrecht <» 500 il. <§. M. . 6:i2 g. in 6. M Acticu de>) öslcrr. i!wi)d i» Triist . /2 fi. ^»ü. O>,ll>.) l >5 d. 134 l/2 2 Monat, Ham>'»r>,, >!,l l!»«> Marl '»»»cl,, Guldeu 85» 3/4 2 M.'ü.n. Liuorno. sin 300 !to6c!,»,!cht o>,, 'iir 1 Psmil' Ster>i»„. ft!,!lssi, H-K! ii Monat. Mxland, ,l>r 3«0 Ofs!erl.ich. Lire, ü>nld, 1 <3 3/4 2 Montt. M'cüill',, sür 300^sft'i. . <^,>!d 135 1/« iiMmuü. Paris, flu 300 Frauken . Guld. l35 l/2 2M,!i.>l. Gold- und Süblr-Eoilrst uu», 20 December 7^53. Vü,' Geld, Kais. Münz'Ducats, A>;io .... 205/6 201,2 dctto !»iand- dlo „ . . . . 201/2 2l» :l/« (^"lcl ul m»,cc» „ . . . . — 20 lilapi.'leoüsd'or'c' ^ . . . . — U.3 Eouvcrainsd'or's ^ . . . . — l5.4N »ins,. Iinvtlial „ .... — 9.^0 ssrisdrichsb'm's „ .... - 9 :l<» W„!il. Eovna»n>s „ . . . . — <>.2l> Silbcrazjio . . " .... 15 l/2 <5 l/4 -———^—- Casino-Nachricht. Den verehrten Mttgllebern dcs Casino - Vereines wud dekannt ge-geben, daß am W. l. M. N^chnut: tags um 2 Uhr ln dcn Vcrclnslo-calitäten l)le statutemnäßlge Wahl der Dlrcttlonsglledcr für das Jahr ^65^ Statt sinden wird. Von der Direction des Casino^ Vereines, ^aidach am 20. December I8ö3. »Z. 1866. (2) Weihnachts-Anzcige. Einem geehrten Publiclim gibt sich Unterzeichneter die Ebre, sein mit Classl kern, Iugendschnflen lind allen sich zu Weidnackts- und Neujahrs-Geschenken eignenden Büchern rcich versehenes Lager zu empfehlen, und erlaubt sich derselbe hierbei namentlich aus nachstehende, in höchst eleganten Einbanden bei ihm vorra-thige Werke aufmerksam zu machen: ^ Album für Deutschlands Töchter. Mit Illustlatiocn'l, V5I, W. Götze. In Halbleimvandl'and. M^K« lnit el^aoter Deckclrc!^'cruiig und Goldschnitt. Pieis 4 si. D^» Blüthen Uttd Perleu deutscher Dichtung. Mosaitband mit Goldschllttt, PlV.s 3 fl. 20 kl-, ^^ ^^^^li^, Dichtergaiben. Hle^aitt g.'I.'. mir Dcckelverziei'lmg m»d Goldschnitt. Preis 2 fl. 52 k,-'. ^HKf Byrou's sämmtliche Werke r-on Ad. Böttger. Diamanc-Ausgabe mit l2 Stahlstichen. ,2 >«^^ Theile, in Ga»zlcimva»dbc>ndel,. Pieis 5 st. 20 t^. «>W! Geibel^'s Gedichte. Elcgant gcbundcn mit DeMoer;ierimg und Goldschnitt. Preis 3 fi. 48 kr. ^ss^ (Höthe's sämmtliche Werke. Taschcn.-Auö^be, 40 Theile in 2l> Halblciinrandänden. Preis 40 fl. _H3 — Falist. Ganzleiim'andband mit Goldschnitt. Pleis 2 si. 20 kr. '^W — sämmtliche Gedichte. Mtt Poitrail. G.n,zleimr'a„dband mir, Goldschnitt. Preis 4 ss. 8 kl' . M (>)rUil, Ättast., Gedichte. Ga>,zleiinl.'ai!dbli»d mit Goldschnitt Pi^io ^'. si. 50 tr. ^^O — Der letzce Ritter. Oa!,zleinw)lU gebniiden nn't Goldschüitt. Preis 2 fi. 36 kr. ^euau H Gedichre. Ganzleinwandband ,nir Goldschnitt. P,eis 5 fi, 48 kr. ««5« Niebcluugeiill'ed, üderseyt oon Simiock. Gal.zleinwandbaud. Preis 2 fi 6 kr. ^^V ^3^l«ll. Deutsch r>o» A. ^öctger, Gaüzl^ilüvandband. Preis 2 fi. ZtedWltz, V , ^lmaramh, Eleganc gebunden mir Deckelverz>erui,g nnd Goldschnitt. Preis 2 fi. 42 kr. — Gedichre. Elegant a,ebulio mit DeclVIoer^rim.; i,»d Goldschnitt. Preis 2 fi. 42 ti ?^D Not^Uctte, Waidmeisteis Brallir'ah t. ^legnu gebunden mit Goldschnitt. Preis 50 kr. Nß« 3tlickert'O Gedichte. Ganzlelnwanoband mil Goldschnitt. Preis 4 fi. K^ Schiller's sämmtliche Werke. Taschen - ?lllsgabe. l2 Theile in 6 Halbfranj'Chagrin.'L3g(.'l!ivcl!. Elegant gebunden mit Deckelrerjierung und /M Goldschnitt. Preiö 3 fl. 20 kr. l^?5_____________ (^)rel>l^, Die besorgte Hansfrau. 'Gebunden Preis 2 fi. 52 kr. ^'yM Gistel und BroMMe, Handbuch der Naturgeschichte aller drei Reiche. Gebunden Preis 6.fl. ZW Malerische Naturgeschichte der d.ei Reiche, fiir Schule und Haus, mit vielen Bil. >3^! dein. Preiö 7 fi. l2 kr. M3 Verndt, das illllstrilte Soldatenbuch. Gebunden 2 fi. !<: kr. '^ ^etlsknö, der Olymp, Elegant gebunden, Prei5 2 fi. l0 kr. Buch , Kunst» und Mlisir'alielchandler ,n ^aibach. Z. >44ii (',^ Mit l>. !;.l,. h. Privilegium und unter Hpproliatil'n dcc. h. k.prcns;. Mi.iilteriu ns der Mcdicillal-Hn- gclcgcuhcitcn, cl'ncccr meisten Länder Europa's. ? a... dm : avomamch-luedtmmche I m^sür : ^ ^illilinssZ-KraMcrl, ^ ^^^ - - ^.' ^ Mv I '»cl'rc.t Momtte ^ n,,nmr linbestiitten durch ihre bis >el)t von feiner Seise eneichten Vo^iige, scn'ohl durch ihre Heilkraft al? ihie iiberraschende Wirkung bei jede, , leibst Iadre lang oeroach^ssigten H^ut, unter allen ro,Hände-de,ien deiaiciaei' F^bri^nen den ersten Nang ei„. ^cl'ei, der Eigenschaft, die Hant i.» leinigen, nägt sj« alle »Heilkräfte i» sich, den Olgani^ui»^ »owi, die Oberfläche desselben in dem schönsten Vtormalzu^ stände ^u eihalcen. Aüe Hantmängel, möge» sie in Tonuenbrand, Sommcrsprofscn, iikberfleckcn, ginnen, »Hitzblattern, Pusteln, Tchnppeu oder irgend einem andern Uedel '.stehen, »reldel« n,chc nur dlüch lhiei, G.blauch fiir immer vullsiaudiss bese'tigs, sondern die Haut gewinnt gleichseitig i" allen Iab,e5^eiren >eues sn«,metnrti^r, elastische nnd frische Ansehen, welches ;»> einem wahrhaft schönen Teint erforderlich ist, m,i> bewahrt cie?cn stecö vor alle» nachlhelligen Einflüssen d,s 3'vitternng^ Wechsels. Gan; vo'.^iigl,ch »ign^t sich diese Seife anch 3Z^ für Vtgder -^H und wild sie^u diesem Z>l.'ecke bereits vielfach lind mit dem besten (s'rfulge benüyt. t>»'. Vurcnardt'S Kräuterseife wiid nach wie vor ,„ La, dach nur allein ecl,t verkaust bl» .'l I 0 i 5 >vaiseIl, »zum ^el^n,a!schall Nadezr»," so n.'ie auch i„ G ö r,^ bei Grianaschi ; ^n K l a gen s u >' in de> Apotheke des Anton B e i 1, i ß, in V i 11 a ch be« Mathias Fl'rtt nnd in Triest bei S'gmun In Hinblick auf die vielfachen 3tachbilduu„e« uid Verfiiilschunaen d«r «)»». Vor« chardt fclie» 5rränterseife welle man gefälligst beiin .Hlanfe gena« darans achtcn, F n. < HDK'. Zl^g'OlUHHK'4lT^arumat-mcdiciuische5träuterseife in weiden, mit 5.M^W5« grüner Sch^fr bedruckten und an b.iden Enden >nit nebenstehende,» Siegel v"sehe^'> ^MN/ Pärchen verduft wird, und das; in jeder Gtadt imm.. „ur eine einzisse ?tlederlasse '^ ^^°°^^ echten Z3»'. Vorchardt schen Kränterseife errichtet »,t.