Lmlmcher Zeitung. Nr. 144. PränIImrratio!! i> prc < ö: Im Eem^toir n»niz». st. II, l>'Nl'i. N. 5.5,0. Fi!v tic ^nstcNuiiss >»S Ha»ö balbj. 5„> ll. Mit der Poss ii^»,N. f>.'',, l'aU'i. sl. ?..',<», Ml)!ttl,ss, 2«. Ilüli Insertionsgebilhr bi« W^cilcn: Imal<>,ilr., ^m. W lr., 3m. l fi.; sons! Pi. Zeile Hü. silr.. ^m.»lr., 3m. 10 lv. n. s. w. I iscrtioüi'slcmvel jcdtSm. W lr. l87l. Aültllchcr TlM ^>c. t. und f. Apostolische Majestät HM» inil Allcr-höchster ElUschließung vom 15. Juni d. I. dcn Director des Eivilspitals in Zara, Dr. Michael Millovic, zum Stalthallcreirathc zweiter illassc und Landcssani-liilsrlfercnten bci der Slalthaltcrci für Dallnalicu aller-gnädigst zu ernennen geruht. Hohcnwart in. ^. nichtamtlicher Theil. AlMlMctclllMS. Wien, 22. Juni. Dic Sitzung bcgiunt uni hall) 12 Uhr. Auf dcr Ätinislerbanl.- Graf Hoheuwart, Frei' Herr 0. Holz sic than, General Major Scholl, Dr. Schacfflc, Grocholski, Iirccck. Dcr Abg. Fürth rcferirt über das vorerst im Hcrrcnhansc erledigte Gesetz, durch welches cine neue Äiaß- und Gewichtsordnung festgestellt wird. In dcr Gcncraldcbattc nimmt dcr Äbg. ^enz das Wort, iudcm cr dic Vonh^-e des neuen Systems, das von den gebildetsten ?,ationcn an^cnommcn sci, cms-cinandcrsctzt. Man müsse deshalb gerade im Inten ss< des Verkehrs dic Nomcnclatur, wie sic bci den meisten Nations, gebräuchlich sci, annehmen und cr müsse sich siegen den Minoniälsanlrag erklären, welcher dcntsche Bcnci<-nnngen vorschlägt. Bci uns sind die Vnhälluissc nicht so, wie in Preußen, wo es eben nnr Deutsche gibt. Bci uns, wo verschiedene Nationalitäten bestehen, würden sich diese auch für das ncuc Maß nnd Gewicht besondere N^mcn erfinden, was den Veltehr nur ansehnlich erschweren würde. In der Spccialdcbatlc weiden die Artikel I »üd 2 ohne Debatte angenoniinen. ^ll Artikel -j crgicift der Abg. Vrcstcl das Wort, »in dc>' Aiinorilätsaiitrag zn bcgrüudcn, welcher den facnllaliucn Gebrauch deutscher Bc^,cichnuugcn drr »cucn Maße nnd Gewichte cingesührt wissen w'll. Dcr 9iedc folgt Beifall. Abg. Dr. Nt aycrhofcr fpricht ebenfalls ,» energischer Weife im Interesse des Volles, ans welchem in dieser Beziehung lebhafte Wiwsche laut geworden sind. für dcn Minorilätsantrag. Aus theoretischen Gründen habe die Majorität dcs Ausschusses dic Wünsche des Ha»dclsstandcö ignorirt. > Redner weist darauf hin, daß unser Nachbar dcr Zollverein ist, wo man anch nur jm dringendsten prak tischen Vcdüisnissc die deutsche Blzcichnnng einführte. i?'ci uns brauche schon der l>anzc höhere H^ndelostand das Zollqcwiä't und cr müsse dasselbe, kciinen. ^iicht ans Vorliebe süe' die deutsche Bezeichnung, sondern im dringendsten Intcressc empfehle sich der Mi-norilätsantcn Majoritälsantrag, ebenso Abg. Sturm mit dlln Hinweis daranf. daß in dcm Hiinorilätsantrag j^divcde Ucbcrgau^sdeslimmnng fehle und bci der großcn Sprachuclschicdenhcit in Oesterreich in Fulgc der saeullaliucn Bc^ichnnngsmethodc die läonfusion nur noch erhöbt würde. Abg. Brand-flatter vertheidigt dcu Mincn.ilätsantrag. Naädem dcr Elegie«lingsvertrclcr nnd der Berichterstatter den Mlijoritätt'anlrag vertheidigt halten, wurde derselbe bci der Abstimmung sjege,, eine ansehnliche Minorität angenommen. Beim Artikel 4, dcr hiusichllich der Zeit dcr Ein-führnng zwischen Groß- und .Vcinliandcl uiilc»scheidet, sprach Abg. Chlumctzty gegen eine snlchc Unteifchci dung uud für die Fixirung des 1. Jänner 1873 a!s Tcrmiucs sin das Insicbentreten des neuen MsctzcS ohne Unterschied zwischen Groß- und Kleinhandel. Dieser Antrag wild vom Hause z^m Beschlusse crho'cn. Bei Artikel 19 wurde auf Anlrag dcs Abg. Garuu Knb cck anch die ouvch das Grsch vom 15). Äi'ai über dic „Schiffs-Tonnc" gesclaffcne Norm als durch dieses Gesetz unbcrühlt bezeichnet uud das ganze Gesetz hieraus in zwcitcr und d'.itlcr Lesung angekommen. Sodanu wurde das Gesetz über die Gteuerabsüh-rnng von an bestimmte Slaodorle gebundcl'cn I-'dnstlie-llnternehmnngen nc^ch der vom H rrcuhanse bcschlosseucu Aenderung angenommen. Abg. VanhanS erstattet den Bericht der Majorität dcs Ausschusses über das Gesetz, betreffend die Ullierganqsbcstimnnmacn zur Sichcrslcllung des ei höhten striedcusstundcs dcr 25> Cav^llcricrrgimcnlcr, welche siel, aus dcn dicöscitigen Laiidcln retrutircn. Dcn Minmijätsautrag, welcher gemäß dcr Regie-rnugsuorlage dic zwangsmcisc Hcrai'zichung von Reservisten nach zurückgelegter Dienstzeit bewilligt wissen will, verlrilt Dr. Smolta in längerer i)lcdc. Baron Hacket berg !ritt deli Auöführungcu Zmolla's entgegen und w>ist dnvanf hin, daß dcm im Vorjahre angclauftcn Pferdeinaterial ;n ^i^de jetzt der ^tand dcr Cavalleriercgimcnler erhöht werden follc. Dies fei l"ll so überflüssiger, als ja die Regierung nach dcm Wchrgesctze im Kii.'gftfalie dic Reservisten sämmtlich heranziehen könuc. Habe mau «b:r dic Wahl zwischen cinciu Verluste nm Pferdcmaterial und einer Schädigung des persönlichen Interesses dcr Rcservislcu, dann lön.ic dic Wahl nicht zr.'eisclhaft fein. — Graf Kalnoky ver-llieidigt dcn 'I^inolllälsanlrag. Abg. Rcchbaucr l'^ kämpsl dcusclbln in sachlich eingehender Weise nnd wcist darauf hin, daß jeder Sieg cincr anderen Macht Ocstcl> reich Millionen lostet. N.ul, Solferino mnßten wir s,c-zogcnc Kanonen haben, nach itöiuggrätz Hinterlader, nach Sedan nnd Worth große Cavallcricmasscn. Und doch werden »ns alle diese Vorbercitnngcu nichts nützen, wenn nicht die Organisation uud Führung eine andere wird. Ncbncr beantragt daher sogar den Majoritätsantrag zu verwerfen und über die Regierungsvorlage zur Tagesordnung überzugehen. (Dcr Antrag wird von der ganzen Linlen nntcrstützt.) Abg. Graf ilalnoli will den Minorilälsantrag durch mililälischc .Darlegung begründen. Mlc Staaten hätten lnchl- Ccwallerie, diese sei zur Beweglichkeit des Heeres nöthig. Man müsse besonders mit Rücksicht auf das bestehende Wchrgcsctz, in welchem binnen Kurzem entscheidende Veränderungen weiden platz^reifeu müssen, da es sich in vielen Beziehunge» als sehr unpraktisch erwiesen hat, deu Autlägen der Regierung die Ziistimn'uug gcbcn. Dcr vom Abg. Bäuerle licaunagte Schluß der Debatte wird abgelehnt und erhält hierauf das Wort Abg. Dr. Rcchbaucr. Wenn man dcn letzten Herrn Redner gehört hat, so muß man glauben, wir haben gar kcinc l^auallcric bescssc» und es handle sich darum, eine Cauallerie zu schaffen, Nun, wir haben sehr viel Cauallcrie bcs'ssen, und ich mache aufmerksam, daß mir vor dem Jahre 1861 einen Cavallericstand vou 60.000 Mann mit einem ungeheuren Kostcnanfwande hatten. Was man durch dic allgemeine Weh:Pflicht erreichen wollte, ein Volk in Waffen, mit möglichst geringem Armecstemdc, das wird noch weniger durch die Art und Weife, wie man das Wchrgefctz ausbcutcu will, erreicht. Damals wurde sür dic Anmhmdlnteit dcs Gesetzes besonders dic geringe Pläsen;zsit hcruorgchobeu. Man hat eine Reserve ausg«,stellt, allein obwuhl oicsc nur für dcn Fall eines Krieges verwendet weiden sollte, findet man es sclion sür nothwendig, sie auch in Friedenszeiten einzuziehen- Die ncuc Organisation vom Jahre 1Z69 ist doch gewiß mit Bezugnahme auf die im Wehrgcsctz? fcstg^ stellte Zisser von ttOO.000 Mann durchgeführt, und dic Cavalleric daher mit ciucm Maunfchaftsstandc von :>!.000 Mann und 29,000 Pferden normirt; jetzt erst nachträglich ist man wieder mit einer Erhöhung gekommen und will daS mit dcn in dcn letzten französischen Kriegen gemachten Erfahrungen rechtfertigen. Ich habe schon an ci'.icm andern Orte bemerkt, daß die österrcichischo', Völker die Erfahrungen anderer Völker >)l'Ml'km. Wissenschaft und Phantasle. (Schluß.) Aldini war in seinem ..Theoretischen und Vzpcri-mentalvcrsuch über den Galmmismus," dcn cr 1804 veröffentlichte, durch Zufall auf dcn wahihasten clellri-schcu Telegraphen gekommen, ohne es ;n wissen. Seine Absicht war. zu crfo'.schcn, ob ein slcltrischer Schlag sich durch dic See fortpflanze. Es war dies bereits bei dcm Genfer Sec, sowie durch englische Naturforscher bci dcr Themse versucht worden. Aldini ging nach Calais und legte einen Draht von cincr galvanischen Balleric nm Ende deS westlichen Hafcudammcs nach der Platfor.n des jetzt bereits dcmolirlcn Forts Rou^.e. Die Wirkungen dieser Batterie wurden im Fort Rongc nicht nur von lebenden Personen gefühlt, sondern auch kurz zuvor gctödtcte Thiere vcnictbcn durch die Zusammenzichungen »hrcr Muskeln die Thatsache, daß die entfernte galvanische Batterie durch die Sce auf sie einwirkte. In diesem belehrenden Experimente fehlten, nm dcn elektrischen Telegraphen thatsächlich hinstellen, nur noch die ^cichenapparatc an jedem Ende dcs Drahtes, und w,r möchten heule cinahe erstaunen darüber, daß dieser Um-stand Aldini nicht bcificl. Die Phantasie war eben damals nicht so freundlich, der Wissenschaft dlcscu Dienst zu leisten. , ..,, , Alles das hat Dr. Tyndall in seinem vortrefflichen Vortrage in die Angcn springend nackgewiesm. Sehr glücklich wälsitc Dr. Tyndall als Hauplillustratlou fur deu wissenschaftlichen Nutzen dcr PhlMtasie die söge-, nannt«: UndulalionSthcoric dcs Nchtts, das ist die wellenförmige Bewegung des dichtes, aus. tticht, ^m 3yl!onym für Wahrnehmung und Sehen, ist, wie wir uns dessen nuu sicher fühlen, das Resultat einer ftlötz lichen und für unsere Sinne uiuncrtlichen Bcwcgung. Es ist die Folge von Schwingungen oder Wellen in cincm seinen, allen Rm,m durchdringende'!, Aether. Aber wir kennen diftn Aclher nur mtMttncll. )iic.nand hiU ihn jemals durch Druck verdichtet, nm ih-, wahrnehmbar zu machen, oder fein Vorhandensein durch chemische Beweise dargethan. Niemand hat jemals dessen Hauch auf seiden Wangen gefühlt odcr durch dessen Ströimmg anch nur dcn leichteste» Flaum sich bcwcgen sehen, Dcr Aether ist uusercm Gesichtskreise fcrn, nnd doch wissen wir, duß cr cj,istircn muß, weil wir scheu und weil die Phänomene des dichtes in vielen Fällen nur rinc Wicder-holuug dcr Phänomene dcs Schalles in cincr anderen Form sind. Es ist schwierig, diesc Thatsache zu constatiren, anch in Kürze, ohne nicht nur Dr. Tyndalls Gedanken, sondern auch seine Worte ^u cntlehücn. Dcr Schall geht durch verschiedcue Medicu mit verschiedeucr Schnelligkeit. Im Wnsser pflanzt cr sich viertanfendsiebeühun^ert Fuß in dcr Sccuudc fort, da hingegen die Wellenbewc-qung im Wasser (wie sic hervorgebracht wird dmch dcn Fall eines schweren Regentropfens auf einen ruhigen Teich) sich in einem Maßstabe fortpflanzt, der nicht über. cincu Fuß in dcr Secunde beträgt. Schwere und Trägheit sind die Kräfte, welche Wellmb.wegung vermitteln, während bci dcr Schallwelle die Elasticität dc? Wassers mitwirkt. Aber das Wasser ist zu dcr Forllcitnng dcs Schal- les nicht nothwendig; die ^nft ist dessen gewöhnlichstes Bcföidcrungömiltel. Und wenn die Luft genau jene Oichliglcit und Elasticität besitzt, welche dcr Temperatur von gefrierendem Wasser entspricht, sa weiß man, daß dic Schnelligkeit des Schalles in ihr taufcndnndneunzig Fuß in dcr Secunde beträgt, beinahe ein Vicrthcil dcr Schnelligkeit im Wasser; drr Giund davon ist, obgleich das größere Gewicht dcs Wassers dic Schnelligkeit ver-miudert. die enorme Molecular-El^sticitüt dcs Flüssigen, wclchc dic Nachtheile dcs Gewichtes lei Weitem ersetzt. So haben wir nun cinc erträglich klare Idee dcr Phäno> incnc dcs Schalles. Durch verschiedene Erfindungen sönnen wir die Vibrationen dcr Luft zwingen, sich fclbst ;u erklären; wir kennen die Ansdchnnng nnd die Mcngc der Schallwelle». Wir können einen Schall durch den anderen aufh'ben. Wir kennen die physikalische Bcdcu-tnng von Musik und Lam», von Harinonic nnd Dissonanz Kurz, was den schall betrifft, haben wir präcise Ideen über die Physikalischen Vorgänge, durch welche besondere Empfindungen in unseren Ohren erregt werden. Zn diesen Phänomenen hadcn wir vou handgreiflichen Erfahrungen mir einen kurzen Weg. Aber wenn die Einbildungskraft ins Spiel kommt, werdeu fic uoch bedeutend crwcitert. Wir construircu in Gedanken die Schallwellen, die wir mit unseren körperlichen Angcn nicht sehen lönncn, nnd wir glauben so fest an ihre Existenz, wie an die der ^ufl selber. Aber wie wir die ! Ursache nnd dcn Mechanismus dcs Schalles bcmcistcrt haben, wünschen wir auch die Ursache und dcu Mechanismus dcs dichtes zu keimen. Hier müssen wir nus wieder an jenc schöpferische Kraft wenden, welche wir Imagination oder Phantasie nennen. Durch sie können wir zum Zwecke der Beobachtung dcs dichtes die Form, 1060 bezahlen müssen. Jeder Sieg — jeder fremde — kostet unS Oestcrreichcrn Geld. Man weist auf die deutsche Eavallcrie im letzten französischen Kriege hin. Ja, hat sie ctwa gesiegt, weil die Franzosen leine Cavallcrie hallen? Der Stand der französischen Cavallcric war der dcntschen nahczn gleich; aber nicht der große Stand entscheidet, sondern die zweckmäßige Verwendung und Führung. (Rufe lints: So isl's!) Sehr merkwürdig finde ich aber den Grund, daß man den Cavallcricstand erhöhen solle, weil man dic Pferde hade. Damit tonnte man dahin tommen, daß, wenn Röcke und Hosen vorhanden sind, die Mannschaft gestellt werden müßte, damit diese Röcke und Beinllci-der nicht in den Magazinen von den Motten gefressen werden. (Sehr gut! Heiterkeit lints.) Wenn man die Pferde nicht braucht, verkaufe man sie, aber so viele Tausende Arbeitsfähige dem Gewerbe, der Juduslric, dein Ackertiau und dem Handel zn entziehen, blos damit die Pferde geritten werden, diese Anschauuug kann wohl Niemand billigen. (Braoo! links.) Auch die Kosten sind bedeutend; sie machen vier Millionen Gulden ans. Gau; abgesehen davon, daß das Nationalvermögen dadurch, daß mau KOOO kräftige ' arbeitsfähige Männer der Production entzieht, ungemciu beeinträchtigt wird. Ich sehe daher durchaus keine Nothwendigkeit ein, den Fricdcusstand zu erhöhen. Ist man mit 35.000 Mann nicht im Stande, den Zweck zn erfüllen, so wird mau ihn mit einigen Tausenden mehr mich nicht erreichen. (Bravo lints!) Anch das Wehrgcsctz spricht gegen diese Maßregeln, dasselbe ist n»s schwer abgerungen, wollen Sie cö wieder preisgeben? Wollen Sie im Wchrgcjetze den PracturianiSmuö schaffen? Ich glaube, cS isl von außerordentlicher Wichtigkeit, daß mau das Wchrgcsctz endlich gegen odcn nnd gegen nnten un-rückbar festhalte. Ich glaube daß nicht nur uicht auf den Antrag der Minorität, sondern auch nicht auf den Antrag der Majorität einzugehen, sondern über die Regierungsvorlage zur Tagesordnung überzugehen ist. (Beifall lints.) Ich glaube, daß mit Rücksicht auf unsere Finanzen, mit Rücksicht auf uuscre politischcu Zusläude, über welche wir unlüugst sogar beruhigende Versicherungen aus dem Munde des Herrn Reichskanzlers gehört haben, mit Rücksicht auf das Wchrgcsctz und mit Rücksicht ans den Umstand, daß durch die zwangsweise Stellung von KOOO jungen Männern, welche der Volkswirtschaft entzogen werden, daß, wenn man mit Patriotismus criüllt ist, keiu anderer Ausweg übrig bleibt, als über das Gesetz zur Tagesordnung überzugehen. Ich beantrage daher den Ucbcrgang zur Tagesordnung über die Regierungsvorlage. Lebhafter Beifall links,) Der Antrag wird hinreichend nutclstützt. Abg. Seidl spricht für den Antrag RcchbauerS. Abg. Freiherr v. Eichhof beantragt den Schluß der Sitzung, welcher twm Hnlsc abgelehnt wird. Als letzter Reduce nahm Dr. G is kr a das Wort. Er berief sich zur Bekämpfung des Majorität^ und mehr noch des MinoritiUS-AntragcS zunächft ans die Antorität des Reichstricgsminislers Baron Kühn selbst, der seiner Zeit den Cavallcric-S>aud von 120 auf WO Mann per Schwadron herabgemindert hatte, während demselben Kricgsnmnstcr jetzt 150 Mann per Schwadron nicht genug sind. Seit dem Jahre 1861 wurden bis jetzt fast alljährlich Veränderungen im Stande der Cavallcrie vorgenommen, bald zur Erhöhung bald ;ur Verminderung desselben. Mit dein Gewicht der Fach-Autoritäten dürfte es alsu in dicfer Frage nicht weit her sein. Außerdem fei auch in den anderen europäischen Staaten der Stand der Cavallcric vergleichsweise nm nichts höher als bei uns. Die russische Cavallcric zähle im regulären Stande 33.600 Mann. Dazu kommen allerdings noch angebliche 100.000 Ko-salcn; diese werde man aber wohl niemals auf einem cnropäischcu Krirgsthcatcr erblicken. Die Cavallcric des norddeutschen Bundes habe ans dcm Kriegsfuß 45.000 Manu betragen. Um aber eine solche ausgiebige Erhöhung für dlü Kriegsfall zu crmöglichcu, hauen alle Staaten sogeuauntc Depot- oder Rcservcschwadroucn eingeführt. Diese ermöglichen eine verhältuißmäßig außerordentliche Vermehrung der Cavalleriemacht für den Kriegsbedarf. Wir besitzcn leider leine solchen Reserve-schwadroncu, und darum würde unö anch eine Vermehr riiüg d^ö Cavallcriestandcs um 7000 Mann gar nichts nützen. So viel zur Sache. Was mich persönlich be-trifft, fo halte ich cS — der ich anf einem mir anfgc-nöthigten Platze dieses hohen Hanfes ;nm Zustandetom incn des uenen Wehra/setzcs mitgewirkt — unter allen Umständen für meine Ehrenpflicht, gegen jede Ueber-schrcituna. des dort festgesetzten Armccst.nidcs zn sprechen nnd zn stimmcn. Dcnu jener Armcestaud wuroc uus von der olmsten Kricgsvcrwaltnng damals als uicht zu überschreiender Maximalsland bezeichnet. Und so stimme ich denn mit vollstem Bewußtsein für den Ucbergang znr Tagesordnnug über die Rc^icruugsvorlage — auf die Gefahr hin, für einen schlechten Oesterrcicher gehalten zu werden, wie das cin Redner aus der Mille des HauscS hcuic zu behaupten gewagt hat. (Beifall.) Präsident schlicht hierauf die Sitzung, bcan-traqcud, daß die nächste Sitznug Samstag stattfinde. (Rufe: Morgen.) Präsident holt hierüber die Meinung des Hanfes ein und wird beschlosseu, die nächste Sitzuug morgen, N Uhr Vormittags abzuhalten. Politische Uebersicht. Laibach, 25. Juni. Die „Wr. Abdpst." schreibt in Bc;ug auf Mit-»Heilungen der Prager „Politik" über eine angebliche Missio n des Grafen Hatzfcld: Vor einigen Tagen haben wir in schonender Weise dic völlige Grundlosigkeit einer Erzählung der Piaqer „Politik" von einer Mission cineö Grafen Hatzfcld nach Wien dargelegt. Wir dachten, unsere Aeußerung sci unzweideutig und rückhaltlos genug, nm teinc weitere Deuteluua. zuzulassen. Die „Politik" aber, anstatt sich dabei zu beruhigen, behauptet nunmehr, cS habe sich um eine hichcr gelangte Erklärung des preußisch-deutschen Reichs in Betreff des Standpunktes des Kaiscrthums Oesterreich vom Jahre 1,^01 uud dcsscu Anweuduug auf die völtcrrechllicheu Verhältnisse des nunmehr dualistischen Reiches zu Deutsch-land gehandelt. Wir haben hierauf ein für alle mal zu crtlärcn, daß auch diese Erläuteruug odcr Erzählung dcr „Politik" mit Allem, waS darin enthalten, gleich dcr früheren Version vom Anfang bis zum Ende erlogen ist. Die fran zö fische Regier u ng hat Deutsch land eine neue Genugthuung gcgcbeu, nämlich die von der deutschen Regierung geforderte Entschädigung für den (nach Unterzeichnung des PriiliminarfriedenS erfolgten) Ucbcrfall eines Geldtransports durch Franctirems !'li Montmirail, uud zwar außer dem Ersatz des geralü'l '? Geldes noch 14 000 Francs für die Familien der dab.i Ermordeten geleistet. Dcr Reichskanzler Fürst Bismarck richtete am 19. Juni bezüglich der Haltung des clerical» » Rcichstags - Ecntrums folgendes Schrcibcu an dc-, Abgeordneten Grafen Frantenbcrg: „Euer Hochgeboren beehre ich mich, auf die am 12. d. an mich gerichtete Zuschrift zu erwidern, d?ß die von Ihnen angeführte Thatsache cincr Unterredn,^, des Grafen Tauffkirchcn (Vertreters des deutschen O. sandten) mit dem Cardinal Staatssecrctär Aulonclli u»d einer vom letzteren dabei ausgesprochenen Mißbilligui^ des Vorgehens dcr sogenannten Fraction des Centrums begründet ist. Diese Mißbilligung ist mir uicht unerwartet gewesen, da die Kundgebungen, welche sr. Majestät dc«, Kaiser nach Hcrstclluua des dcnlschcn Rciä'eS von S,-. Heiligkeit dcu, Papste zugegangen sind, jederzeit cincu unzweideutigen Ausdruck dcr Genugthuung und des Vcrlrau.'ns cnthallcu hatten. Ich hatlc deshalb cirhoffl. daß die Fraction, welche sich im Rcichstagc unter dciu Namen „Fraction des C'Nlrnmö" bildete in gleichem Sinnc zunächst dic Bef stignng dcr neuen Institution, die Pflege des innereu Friedens, ans dem sie beruht, sich zur Aufgabe stcllcu werde. Diese Voraussctzuug traf nicht zu, der parla.ncü' tarischc Einfluß dcr Fraction fiel, welches auch die A», sichten dcr Führer dcr letzteren sein mögen, thatsächlich in derselben Richtnng ms Gewicht, wie die parlamentarische Thätigkeit derjenigen Elemcnlc, welche die von Sr. Heiligkeit dem Papste mit Sympathie becirüßlc Her-stellnng des deutscheu Reiches principiell anfechten 'und negircn. Ich habe von dieser Wahrnehmung die Gesandt schast des dcntschcu RcichcS in Rom unterrichtet, damit sie Gelegenheit habe, sich zu iü'er^cugcn, ob die Hallm'a. dcr Partei, wclchc sich selbst als speciellen Vertheidign' dcS römischen Stuhles bezeichnet, dcu Intentionen S;>. Heiligkeit des Papstes entspreche. Der Cardinal-Seer^-tär hat dem Grafen Tauffkirchcn darüber keinen Zwei» fcl gelassen, daß die Haltung dcr Partci au dcr "höchsten geistlichen Stelle der katholischen Kirche nicht gebilligt werde. Den Wortlaut der Aeußerungen Sr. Eminenz bin ich nicht berechtigt, ohne specielle Erlaubuiß des Hcrru Cardinals wiederzugeben; ich darf aber hinzufügen' daß Aenßcrungcu von Vertretern anderer Mächte in Rom mir die Bestätigung geben, daß dcr Cardinal Antouclli iu seiner a,ea.cn dcu Grafen Tanfftirchcn ausgesprochc« neu Mißbilligung dcr Haltung der Centrums'Partei auch dcu persönlichen Gcsiunuu^cu ör. Heiligkeit Ausdruck gcgcbcu habe. Den König von Italien werden anf feiner Reife nach Rom (am 1. Juli) die Minister des Acu-ßein, dcS Iuncru, dcs Handcls nnd der Marine, sowie das diplomatische Corps begleiten. Dcr Aufenthalt dcs Königs in Rom wird nnr wenige Tage dauern, worauf cr sich nach Picmout begibt, wo er den Sommer vcr< bringt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Amucstie für Prcbvcrgcheu und militärische Ucberlrctnngc», deren Pn-bliciruug am Jahrestage dcr Vcifassuug unterblieb, am 1. Juli, bei Gelegenheit dcr Iustallalion der Hauptstadt in Rom, erfolgen. 1 ''' Vom 1. Juli ab werden sämmtliche Erlässe der Regierung (mit Ausnahme der vom Könige zu fertigen, den, welche jeweilig das Datnm des Ortes tragen, in dem er sich eben aufhält) von Rom aus datirt werden. Eine schrecklich? Sanc aus Dlislncn wird der ..Südslav. Ztg.", welche in Militär-Sisset in deutscher Sprache erscheint, in einem thcilwcisc nicht weniger schrecklichen Deutsch gemeldet. Wir lassen die betreffende Corrcspondcnz wortgetreu hier folgcn : s!m 17. d. M., Samstag Nachmittags, war die bosnische Sladt Pricdor ci,>i Schanpla^ des rohcslen Türken-Fanatismus. Es ist bekaunt, daß in Bosnien an der Eisenbahu gearbeitet wild, u»d zwar die Strecke von dcr bosnischen Stadt „Novi," knapp an dcr Grenze des 2, Vanal-Grc»;-Regiments bis „Vanjaluka," wo dann nack Ve-endignng dieser Strecke, weiter die Linie „Travuil"-Coilstantinopel" hergestellt ivcrdcn soll. Die EiscnliahN' dauten werden von Pridor ans, ale Eentniin, wo der Inspector „Ul...". sein Stellvertreter ,.H ..-^ beide zugleich alsEapitaluülernchmcr, dcrSecüonschlf ,.Sp..." sammt dein nöthign Personale, der Restaurateur „M....." und viele Professionisten, »cist Grenzer, ihren Sitz haben,, geleitet. Zu bemerk» ist, daß beide I»spec!orc» Norddeutsche sind. sowie die meisten der Äcamten, die kein Wort croatisch spreche». Por nugefähr drei Monaten« wurden die Erdarbci-ten auf der Strecke „Pricdor-Noui" begonnen, die Arbeit wurde jcnoch durch schlecht gezahlte Taglöh,ie. der theilwcisc aus Italienern bestehenden Arbeiter. ^'?ße, ja unacrechtc Talsiohns-Abzug«-, theils dnrch eil,c brutale, verachtende Bchandlnng der einheimischen Arbiter (Mor-lachen »nd Türken) sehr lau betrieben. Der norddeutsche Hochmuth, der Slol; und ciu zur Schau getragner Slaven^Haß trieb die Herren des crlcuchlcten Nordens, deren Rocktaschen Nlit Snllans aulorisirten Sichcrheits-Passcn gefüllt sind, zn jenen unbesonnenen Schrillen, deren traurige Folgen zunächst ans öst.rreichische Ängc-hörige, ferncr auf den bosnischen Christen schwer lasten wird. - Samstag den 17. Nachmittags gegen 5 Uhr dnrch-jagtc wild tobend ein großer Hanfe Türken mit blanken Handscharö u»d gespannten Pistolen in der Hand das serbische Stadtoiertcl, wo die Wohnnngeu der Ingenieure sich befanden; die Kaufläden der Serben wurden gleich gesperrt, man schliß nnd ri^.te alle Thüren und Fenster zn nnd erwartete das ^.rccklichste. Als der wilde Türkcnschwarm vor dem Inspcctionügcbäuoe angelangt war. verlangten sie den Ingcnieur-Assistcutcn ,.L....", welcher nnglncklicherwcise, als er aus dem Hause fluch, ten wollte, crg'iffe» und durch Pistolenschüsse u>,d Hand-scharhicbc verwundet zu Boden fiel; seiu Nucken unirde dann mit Haudschars ganz zerfleischt, dic Griist und der Bauch uiclfach von Kugeln durchlöchcrt, so daß cr aui nächsten Morgen starb. Der Inspector ..Ul------" erlitt einen Slieifschul; im Gesicht u»d einen Haudfchar-hicb an< Kopse, ein anderer Beamte wollle sich durch Schwimmen über den Fluß Sana reuen, erhielt >,» Wasser einige Schußwunde», zwei Wagcumcisler. (^n zcr wurden schwer verwundet, einige gingen mit leichte» 5)a'»dsch,nhieben davon, andere entflohen duräi das Hcr-auöspringcn aus dem HchFenstcr in den nachjlcn Wald, der Inspector ,.H..." entging den ihm zugesicherten Martertodc durch eine nächtliche Flucht sammt Fran und der immense größer ist, als die ganze Erde, deren Durchmesser nur l719 geographische Meilen beträgt, nämlich am Aequalor. Von Pol zn Pol ist der Durchmesser ungefähr um sechs Meilen kürzer. Beides aber, die Erde und der Himm.l nnscrcs Gesichtskreises, könnten gewiß in eine "Svhäie eingeschlossen werden, wie deren dreimalhunderttanscnd nöthig sind, nm den Schweif eines schönen Kometen aufzunehmen. Und welches Gewicht hätte dicfc Kometeninasse, wenn sie auf ein kleines Po-lnmcn zusammengepreßt werden könnte? John Herschcl winde nns sagen, d.:ß diese ganze Last ein einziger gewöhnlicher Karrcngaul fortziehen löuutc. Vielleicht vermöchte es auch ein kleiner Pony, Ja ähnlicher Weise laulcn auch Dr. Tyndalls Bemerkungen bezüglich der Quantität der Stoffe, die unseren Himmel bilden. Nehmen wir eine Lnflschichte an welche die ganze Erde so nmgibt. daß sie die Höhe dcö Maltcrhorus oder des Montblanc erreicht. Oberhalb dieser Lnftfchichlc haben wir d^s blaue Firmament. Dcnken wir nns nnn den atmosphärischen Naum oberhalb der Luftschichte vollkommen rein, nnd d,c ganze bimmelsmassc darüber gesammelt. Was wäre die wahrscheinliche Snmme? Dr. Tyudall meint, daß elne gewöhnliche Handtasche einer Dame. ja vielleicht ctnc Ta< balsdose sie anfnchmen löm.tc. Ob nnn das nml lche sogenannte Firmament ans einem Stosse besteht, welcher der Berdichtnng sähig ist oder nicht, so viel schont zweifellos, daß. wäre der Stoff zu condensircn dlc Masse desselben nicht größer wäre, als nm eine hohle Menschenhand zu füllen. ^. < . < c s<^, Nach all' dem könnte der Himincl jedenfalls aus uns fallen, ohne daß wir dabei für unsere gradcu Gl,c-dcr fürchten müßten. ^ Kind baarsüßig über Wal', "'.^'ci: nnd Gebüsch bis Ocstcrreichisch-Kostajnica uud cudlich die Krone des B^v-b^rismns war der nächtliche Brand des Inspections bäudes, worin sich die Wohnungen und Kanzleien der Inspcctorcn befanden. Einige Pläne und Kassa sollen gerettet sein. Als Ursache dieses traurigen Dramas tauchen aller-!ei Versionen auf; man erzählt von Todtschießen eines Sohnes von einem türtischen Richter (Kadia) von dem Ingenieur-Assistent „L____", v^ einem Niederritten eiitts türkischen Kindes und z^leich ci»cs Erschießens seines großen Bruders, welche einer adeligen lürlisänn Familie angehörten. Der Hanptgrund jedoch soll, wie die Meinungen vieler Türken sind, in der brutalen, blödsinnigen Behandlung der türkischen Arbeiter vl,» Seite der Ingenieure, besonders des Herrn „H. . ." und „B . . . ." sein. Es sind dieser Tage von Vanjaluka bei 200 Mi-lilärS in Pricdor eingerückt, einige Paschas und hö^re tmüschc Beamte, sowie die Vertreter auswärtiger Mä^te hab-n sich zur Unlcrsnchnng dieser Revolte in Pricdor cingefundcn und es läßt sich bald hoffen, das wahre Motiv dieser mörderischen Scene zu erfahren. Hagesneniakeiten. — Se. Majestät der Kaiser haben der Gemeinde Zvau-Franecna zur Errichtung ciuer zweiten Schulklassc 200 fl., den Gemc'mdc-n Vülpmcs und Telscs im Stw )ai-Thc,le sür die Auösnhvan^ der Anhenbautc» i,u Hasel-)ach-Th^ll: 500 fl., ferner der Gemeinde Deulsch-Malrei M Erbauung cincs Armen- und Kraukc»hcmseö und einer Mädchc»iud»striesch»le 200 sl. und den Äewohneiu zu ^roßbach im Elubai-Thale z»m Zwecke der Entwässerung )eö im Jahre 18M) durch ci»eu Wvlkcubruch in Krößbach ^ulstaudeueu Sec's eine UnlcvstMnuia. von 100 fl. aus Allerhöchsten Privatmittcln allerguädigst zn bewilligen geruht. — Ihre Majestät die Kaiserin haben dem stcier-luärlischeu patriotischen Bereine einen UtttcrstUtzuugsbeitrag l)ou 100 st. allcrguädigst zu spenden geruht. — (Societät zur Versorgung der k. uud k. Osficicrs-Wi tweu uud W a iscu.) Die von Sr. Excellenz dem Herrn Neichstriegsmiuister und den ftcrrcu commaudircndcn Generale»» eingeleiteten Eamm-lnngc» für den Fond der Societät zur Versorgung der, Ossicicrö-Witwen und -Waisen in den Ncihcn der Armee' nehmen, wie berichtet wird, einen erfreulichen Forlschritt.! >Nlc Truppcnkörper nehmen daran Theil und viele Negi-! menter stellen sich durch Spenden von 500 fl. in die Ncihe der Gründer der Societät. Auch die Beitritlöertlärungen der wirtlichen Mitglieder erfolgen zahlreich, so daß die zur Constilnirung der Societät stalulenmäßig erforderliche Anzahl sehr bald erreicht scül dürfte. Ritter r>. Werthcim hat der Socie-tät ein einbrnchs- und feuersichere Kasse gespendet. — (Mittclschulaugelcgenhcit.) Mit Erlaß des Ministeriums für Cultus und Unterricht ist ans Grund der vorgelegten Ertläruugeu der Gemcindcvertrelungen von^ Vadwcis, <^hrudim, Deulschbvod, Elbogcu, ^öhmisch-Lcipa,^ Leilmcritz nnd Pardnbitz der Bestand der Reciprocität hinsichtlich der Berechnung der Dienstzeit der Dircclorcn und Prosessoreu zwischen den Mittelschulen dieser Gemeinden einerseits nnd jenen des Staates im Sinne des § 11 des Gesetzes vom li. April 1870, ferner anch im Verhältniß zn allen übrigen mit dem Oeffentlichseitsrcchlc ausgestatteten Mittelschnlcn der im Neichsrathe vertretenen Königreiche uud Länder anderseits anerkannt worden. In erster Linie wird der Wiener Lehrercurs cnifallen, weil derselbe am kost-spicligstcu ist und weil die Wiederholung der Anregung gerade für die westlichen deutschen Krmiländer wcuigcr dringlich ist, indem dort bereits die meisten Früchlc der bisherigen Lchrcrcnrsc zu verzeichnen sind. Dagegen sollen subven-, tionirt werden für Galizien Curse in Krakan, Tarnow,! Grodek und Staniölaa; für Böhmen cm Eurs entweder in! Tador oder Licbwcrlh oder mit Einschränkungen an beiden! Orten uud wäre dazu allenfalls eine Anzahl von Lehrern! aus Mähren zn berufen- sür Steicrmark, Kärntcu und^ Kraiu ein Euro in Graz; fur das Tricster Statthatte-^ reigcbiet ciu tleiuer Eurs für 20 Lehrer iu Görz. Die bei dieser Anordnung nicht in Betracht gezogeuen Länder: Nieder- und Obcröstcrrcich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, Schlesien uud einzelne Theile wn Böhmen lind Mähren, tonnten dm'ch ansgirbige Äelhellung mil landwirtschaftlichen l Bibliochclen einen Crfatz erhalten. Auch steht nichts im Wege, kleinere Lehrcrcurse ans den» Lande, wie sie von der Landwirlhschastsgescllschaft für Niederöstcrreich beantragt! worden, nlit den hiezu erforderlichen kleineren Beträgen zn subvcntioniren. — ^Verarmung der Postmeister.) Da dnrch die in den letzlcn Jahren eingetretenen Eröffnungen so vieler neuer Bahnlinien viele Postmeister dnrch die ans diesem Anlasse entbehrlich gewordenen, und somit vom Handelsministerium eingestellten ärarischcn Malle-, Eil-, Pcrsonen-nnd sonstigen Fahrten in ihrem Einkommen große Einbußen erlitten, wodnrch bei denselben theilwcisc eine fast gänzliche Verarmung ohne ihr Verschulden ciugclrctcn ist, so sind zahlreiche Gesuche von Postmeistern eingelangt, in, welchen dieselben um Hilfe vor dem gänzlichen Nothstände! bitten. Cs soll nun, wie aus bestimmter Qncllc verlautet,! höheren Orts die Anordnung getroffen worden sein, durch ^ commissioncltc Erhebungen festzustellen, ob die Klagen der Postmeister ihre volle Begründung haben uud cs wären sodann die betreffenden Vorschläge zu erstalten, auf welche Weise den unverschuldet eingetretenen Bedrängnissen der Postmeister abgeholfen werden kön^e, Diese Maßreget ist nm so dringender, als durch die Hände der Postmeister große Geldsummen laufen, und dem Staate daran gelegen ist, dieselben vor Noth geschützt zu wissen, um ihnen unbedingtes Vertrauen schenken zu können. — (Entdeckung einer Falschmünzerbondc.) Wie dem „Ung. Lloyd" aus Debreczin berichte! v,'vd, wurde am 20. d. ein Becnuler der Filiale der k. t. National-dank in Temesvär und noch sieden andere Personen unter starker Escorte in das dortige Gefängniß gebracht. Dieselben sind der Fabrication uud Verausgabung falscher Banknoten beschuldigt. Mau foll Milschuldigeu iu Siebenbürgen und Wien auf die Tpnr gekommen sein. Ans einer Tänya wurden vräparirtc Papiere und Pressen zu 50- und 10-fl.-Nolcn aufgefunden. — (Die Entscheidung über die Vertheil lung der Dotationen^ ist, der „Deutscheu Reiche corrcspondenz" zufolge, vom Kaifer bereits getroffen wor^ den. Ziemlich ubcrcinstimmcnd sind die Augaben darüber, daß von der bewilligten Summe von vier Milliouen ein Viertel an Staatsmänner, und zwar zu gleichen Theilen an den Präsidenten des Bundeskanzler-Amtes Detbrück, au den sächsischen Staatsminister v. Friesen, au den vaierischcn Etaatsministcr Grafen Bray und an einen würtlem-berg'schcn Staatsmann zur Vcrthcilung gelangen sollen. Von den übrigen drei Millionen wird dic Hälfte zur Vcr-theilnng an diejenigen Generale, mit Ausuahme der Prinz-lichen Heerführer, gelangen, welchen sclbstständig die Führung einer Armcc übcrtragcu worden roar, während die andere Hälfte au solche Generale uud obere Officicre gelangen foll, die sich durch besouders hervorragende Thaten ansgc-zcichnet haben. Unter den Generalen werden genannt: Graf Mottke, v. Werder, v. Voigts-Nheetz, v. Vlumenthal, v. Stichle, v. Manteusfel, v. Mannstein und Andere. Ihre Gesammtzahl wird auf 14 angegeben nnd die Höhe der dem Einzelnen zu libermachenden Summe bis aus 150.000 Thaler herabgchcnd bezeichnet. — (Ein G csuch an Moltkc.) Eine junge Dame ,'aus Potsdam hatte an den Generat v. Moltke geschrieben und gebeten, ihr doch von dem Fäßchcn Eau de Cologne, -welches cr von Köln aus bekommen, ein kleines Fläschchen 'zn verehren, welches sie zum ewigen Andenken an den bc-! rühmten Strategen aufbewahren würde. Dieser Tage er-! hielt dieselbe Antwort, nud zwar unter Ueberschickung ciucs Kästchens mit einem Gläschen der feinsten Essenz, !Iu dem Begleilschreiben theilte ihr der Adjutant des Generals mit, daß, die Nachricht wegen des Fäßchens auf einer Zeitungsente beruhe; der Herr Generat hatte !ihr aber, trotz seiner karg bemessenen Zeit, eigenhändig ^beifolgendes Kästchen gekanst, und möge sie dies als ^ Andenken annehmen ! Sehr liebenswürdig und freundlich , vou dem weltberühnNcn Manue, zu wiinschen wäre aber !(sagt ein Berliner Blatt), wenn Raritäten snchcnde Damen ^ uufcren jüugstcu Feldmarschall, den greisen Mottle, mit derartigen Zumuthungen verschonen wollten. — (Sterbe satt.) In London am 18. d. M. George Grote, 77 Jahre alt, ciucr dcr bcrühmtcstcn Darsteller der Geschichte Griechenlands. — (Dcr internationale Verkehr mit Italien), dcr dnrch das Hochwasscr und desscn Verwüstungen unterbrochen ist, rvird. wie aus Innsbrnck gemeldet wird, binnen einigen Tagen wieder hergestellt sein, da für die noch nicht beseitigten Unterbrechungen auf kleinen Strecken der Verkehr wit Fuhrwerken vermittelt wird. -- (Aus Konstan t iu opel.) Dcr Sultan stellte mehrere Ehristcn als Dicucr iu seinem Paläste an. Der päpstliche Gesandte, Msgr. Franchi, erwirkte die Beilegung der in dcr armcnischkathotischcn Gemeinde ausgcbrochcncn Zwistigkeitcn. Das betreffende Arrangement wurde von dcr Pforte und dem heiligen Stuhle genehmigt. — (Dcr Schatz des Sultaus.) Wie „Nagyv." ! erzählt, haben vier Großwardcmer bei dem Temesvarer ! Mitilär-Commaudo die Erlaubniß nachgesucht und gegen -Deponiruug eiues Reugeldes von N) st. auch erhalten, an ! einer bestimmten Stelle der Großwardeiner Festung Nachgrabungen anstellen zu dürfen. Ein sogenannter „MW«" — so hießen dic Priester der alten heidnischen Ungarn, und der Volksabcrglaubc bezeichnet mit diesem Namen noch heute Individuen, welche im Gerüche geheimer Wissenschaft j und Zauberkünste stehen - - halte ihnen nämtich eingeredet, ! daß an diesem Orte große Schätze verborgen seien. Beim Nachgraben würden sie zuerst ans ein unterirdisches Gemach ! stoßen voll Arzneimitteln. Von hier würden sie in ein zweites Gemach gelangen, in welchem in Gold- und Silberbarren ein Schatz ansgchäust ticgt. Mu drittes Zimmer enthält weiter nichts, als mit Edelsteinen eingelegte kostbare Waffen, und in dcr Nähe desselben befinde sich der Keller des Sultans mit sechs in Felle eingenähten Fässern des besten Tokaiers. Die Schatzgräber arbeiten bereits seit Wochen ! und haben schon eine liefe Grube auögehoben, bis jetzt aber ! nichts gefunden, wodurch sie sich jedoch nicht beirren lassen, in dem Glaubcu, daß sie endlich doch den verheißenen Schatz hebcn werden, welchen der türkische Kaiser „bei der großen Flucht" in Großwardcin zurückließ, in dcr l Hosfuuug, wieder dorthin zurückzukehren. Würden die guten i Lculc nicht besser thun, meint „Nagyv.", wenn sie Kukuruz ! Häuseln ginge» für 80 kr. Taglohn? 1052 Locales. — (Auszeichnung.) Se. l. und k. apostolische Majestät geruhten mit allerhöchster Entschließung vom 23stcu Juni d. I. dem Director des lhcrcsiauischcn Gymnasiumö und Vicedirector der thcrcsianischcn Äladcmic, laiscrl. Rath Dr. Heinrich Mitteis — auö seiner Wirtsamkcit al^ Gymnasialdirector in 5,'aioach noch im besten Andcnlcn stehend — tcij,frcl den Titel und Charakter eines Negie-rungsrathes zu verleihen. — (Montanistisches.) Die dritte Versammlung der kraiuischcn Äcrg- und Hüttenma'nner fand anl 22, und 23. Juni in Idria statt. Es wurden Vortrage: nl'cr die neue Erzröstung in Iohanneölhal mittelst rolirendcr Herde von Dir. Hinlerhuber, über die bereits ausgeführten uud noch in Aufführung begriffene» Verbesserungen des Idrianer Hl'lttcnbclricbcs von Hültenverwallcr E^cl, über die beim Vergbaue in Idria abgeführten Versnche mit Dynamit von Bcrgmcistcr Nmorosch gehalten. Ferner wurde behufs Con-stituirung eines eigenen trainischcu bcrg- und hiittennlän-nischcn Vereins ein verstärkter Ausschuß gewählt. — (Viu Veteran des Inf.'-Neg. Knh»), pens. Major Friedrich Wilhelm Nicbcrg, Acsitzcr des Ar,meekreuzcö und Dicnstzeichcnö 1. Klasse, Nitter des Franz Iosefsordens, der Ehrenlegion, ist am 22. d. M. im 87ten Lebensjahre in Graz gestorben. Der Verstorbene gehörte noch dem Negiment 3leuß'Plaucn an. — (Landwehr.) In den Urlaubcrstand der k, ung. Landwehr wurde ernannt, und zwar zum Obcrliculcuam der Oberlieuteuant Sigmund Wachtel des Inf.-3teg. Graf Huyn Nr. 79. — (Verbrannt.) Abermals haben wir das durch Unvorsichtigkeit erfolgte Verunglücket! eines Kindes zu re-gistrircu. Am 1(>. Juni halte dcr Grundbesitzer G. K. in Äogcwaö, Ocrichtsbezirk Sillich, ciuen Holzspan angezündet, um nach auf deu Boden gefallener Scheidemünze zu suchcu, und warf dcufelbeu dann weg. Sein ,1 Jahr 11 Monate alles Töchlcrchcn schritt unglücklicherweise liber den brennenden Span, das Kind fing Fencr, das trotz aller Anstrengung nicht sogleich gelöscht werden konnte. Die Brandwunden waren so start, daß das Kind denselben alsbald erlag. — (E ise nba h n sa chen.) Am 13. d. gab der tärntnische Landtagsabgeurdnele Herr Hillinger seinen Wählern einen Rechenschaftsbericht über sein Wirken in der abgelaufenen ^andtagsscssion. Unter Anderin beantwortete er auch eiuc Interpellation wegen des Eisenbahnpro-jectes von Ärückl über Völtermartt nach Kühnstorf und weiterhin nach Krain dahin, daß er dem Projecle wegen einer Bahn von Klagenfurt über Kappel nach Krain niemals seine Zustimmung geben werde, welches Vahnproject von einem traiuischen Consortium ausgeht, daß er nnr für zwei Traccn einstehe, nämlich eine von Brückt über Freuden-verg, Grafenstein, Kappel, oder Brückt, Vö'lkermarkt, Kühn-storf, Kappcl nach Krain, für welch letztere Trace er immer stimmen werde, wenn diese Frage ernstlich hervorlrcten werde, er verurtheilte die Bahnstrecke von Tarvis noch ^ai bach als eine Compromißbahn nnd vernrihcille das blöde (!!) Project einer Bahn über den Predil, welches Project noch nicht von der Tagesordnuug gesetzt ist. — (Eiscnbahuu a chr ich t.) Das Handelslninistc' rium hat dem Hugo Grasen Hcnkclvon Donuersmarck, dem Bürgermeister der Stadt Cilli, Dr. Joseph Äicckermauu, dem Generaldirector der Hütlcubcrger Eisenwertsgcwertschast, Karl August Frey, und dem Odmanne der Aezirtsvertre-tung in CiUi, Moriz Sajowitz, die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine Eisenbahn von Cilli in Untersteiermark nach Unterdrauburg in Käinlen auf die Tauer von drei Monaten ertheilt. Die beantragte ^inic von Cilli nach Unlerdrauburg soll durch das Sann> und das Paatlhal über Schönstem, Wöllan, dann im Mißlinglhale über St. Ilgcn uud Windischgrätz gehen und hat zwei Varianten, von welchen die cine Cilli mit Wöllan durch das Pircschitzthal verbindet, die andere längst des Kötlnig-, Hudina-, Dollitsch- und Paalbacheö sich über Hohcnegg, Weitenstein und Oberdullitsch hinzieht. _________ — (Schlußvcrhandlungen beim f. k. Lan-desgerichte ^'aibach.) Am 28. Juni. Gertraud Bernard: Brandlegung; Franz Emuc und Johann Prostcr: Münzverfälschung; Andreas Vizjat uud Complicen: Dieb' stahl; Franz Seme: schwere körperliche Beschädignng; Johann Nepnit und zwei Genossen: schwere körperliche Beschädigung; Franz Pollak: fchwcrc körperliche Beschädigung. - An, :>(), Juni. Andrcoö Porenta: schwere körperliche Beschädigung; Michael Iuhanl: Auslans. Nudl'lsllUlM. In dem von Herrn A. M. Pollak Ritter von Nu-dicn erbauten Stiftungshause „Nndolsinum" in Wien sind für das Studienjahr it>71/72 60 Stiftuugsplätze an mit-tcllofc Sludircnde der Wiener technischen Hochschule ohne Unterschied der Confession zu verleihen. Bewerber solcher Sliftvlätze, welche bereits am Wiener oder an einem anderen inländischen Polytechnicum studirtcn uud pro 1871/72 ihre Studien am Wiener Polylcchnicum fortsetzen wollen, haben ihre letzten Sludicnzcngnissc, — jene, welche aus dem letzten Jahrgange der Obcrrcalschulc oder des Ober-gyinnasiums in die Wiener Technik eintreten uud sich um einen derlei Stistungsplatz beweiben wollen, haben ihre dicüfälligell Gesuche mit dem Maluritäts- und Miltcllosig-kcilszengnisse belegt, längstens bis 15. September 1871 bei der Administration dieses Institutes einzureichen. Alle näheren Daten über die Aufuahmsbcdingungen sind alis dem gedruckten Programme zu ersehen, welches bei der Hausinspcclion dieses Institutes zu haben ist. <5inqese«,0ct. Die delicate Hciluahnuig NLvnIu^io»'« clu lini^ beseitigt alle Kranlhnttn, die der Medicin widerstehe« ; nämlich Magen-, ^ter-uni-, Brust-, Bungen-, ^'eber, Drliscu-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- uud ^iierenleide», Tubercnlosr, Diarrhlien, Schwnidsiichl, Ästhiua, Hosten. lll!uerda»lill>llil, Verstopfung, Fieder, Schwin-del, Vlulaufstcig!», Ohreudraiiseu, Uelielkeit und Erbreche,! selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abinngeruna, Rhenniatiöimi?, Gicht, Bleichsucht. — Anszng cmö 72.0< 0 Cer lisicateu ilber Genesnugeu, die aller Mcdiciu getrotzt: Bertis! cat Nr. 6 8471. Prnnello (dei Mundoui), den 20. October 1669. Mciu Herr! Ich taun Sie versichern, daß seit ich vuu der wuuderuolleu 1t«vi»,Io8(,'j(!i'0 llu Iliui'^ Gebrauch >ua6)le, da(< heißt seit zwei Icchreu, filhlc ich die Beschwcrlichl'eileu meilU'ö Alter» nicht mehr, »och die ^'ast luciurr 61 Jahre. Meine Äeiuc sind ivieder schlauf geuwrden; meiu Glicht ist so gut, dns; ich leiner Brille bedarf; inciu Magen ist stark, als wärc ich 30 Jahre all. >tnr;, ich fühle mich verjüngt; ich predige, ich hure Beichte, ich lichiche Kraute, ich mache ziemlich lauc>e Reisen zu Fuß, ich suhle uieineu Verstand tlar und meiu Gedächtniß erfrischt. Ich ersuche Hie, diese Ertlarnng zu ueröffenllicheu, ivo uud wie Sie eö wünschen. Ihr ganz ergrbemr Abb,!' Peter ^astelli, Iin,l,1i,-l>8^1'll00i, U!ld Pfarrer z,l Prmicttu, Kreis Moudoui. ?lahrhafter als Fleisch, erspart die !l<>v!>!<>^i.'!,'»! bei Erwachsenen uud Kindern 5>>» Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbüchsen uoii > Pfund st l.s»<», I Pfund fl 2.50, 2 Pfund fl. 4.50. 5 Psnnd fl. 10, 12 Pfund sl. 20. 21 Pfnnd fl. !ll!. I^V!,!('.^<'!'!!'' <»'!»>l!t('<' in Pnlver und iu Talileltell für 12 Tassen fl. I,'>0, 21 Tassen fl, 2 liO, 4^ Tassen fl, 4,5)0, iu Pnlu.'r für 120 Tassen fl. 10, für 266 Tasse» fl. 20, für 5,7« Tasseu fl. N<>. ^>i li^iehm durch Barr»> du Barry k Coinp. in V^ioii, ^VHiili8oI»8a88« Nr. S, iu I.2lt>HcIl Cd Mahr, iu Marliiüg F. Kolletulg, in Klassenfurl P. Birudache,', in Graz Gebrüder Ol'er^anzmayr, iu Innöbrnd' Dirchtl .^ ssraut. in ^'inz Haselmayer, in Pest Törüt, in Prag I. Fürst, in Brunn F. Eder, sonne iu allen Städten bei n,nlei> Apulhetl'rn ,>»d Specneihäudlcr»; auch velseudet dnö Wiener Hanc« nach allen Gegenden ge^ei! Postaniveisnug oder Nachnahme. Nenejlt Post. Dic „Mr. Ztg." bringt dcn Staatsticrtra^, der als Ergebniß dcr londoner Confcrenz in, H/ärz zwischc» Ocstcrrcich-Unssarn, Deutschland, ssrankrcick. Oroßbritan-iiicli, Italic«, Rußland und dcr Tmlci geschlossen und dessen Nalificationm am 15. Mai miösscwcchsclt wurden. Bei dcn am 15. Juni in Ungarn vorgenommenen Wahlen dcr C omit a t S - C o n a, rca. a t i o u e n hat die Deal-Parlci cinc große Majorität errungen. Wien, 24. Juni. Dcr FmanMttMiß gcilchmigtc in seiner heutigen Sitzung den Nachtvagscrcdit, wclchcn die Nrgicnmg anläßlich dcv Ucbcl'^al'c der Eiplm:?'.:!^ -Ilcucr dcs öslcrrcichlschcu ^loy^ a:> dao lzemeiüsame ^v^ uanzulinislclilim ftcfoldcit hatte, im Vltrcigr oou 4i>'I.(>(X> sl für 187^! und 82,000 fl. für l871. Ferner sMehlii'lit' dcr Ausschuß dic Ncchmmgoabschliiss,,' fii'. 18l>8 »nd 18(^.> uud br^aiin hicrauf die Äclalhiiüg dcr Rcliicruügcvoi la>',c in Bctr^ff cmcr Anlcihc duiH ^u.issioü von Ncn cn ,m Äioaunallittlagc von l.,0 Äiillioücl?. Bicslcl bttiitttatzt, in dic BcnUIjuna. dcc< Ocsrh,^ fiir jctzt nicht ciüzukchcu und im Abgcttrduclcniiausc iNnr oic dicsfälligcn Olüudc ,;u lmichlci,. Gcgc» diesen Ail trag plaidirtcn Czerlamsti und Zydlilicwicz; cin ^"r.. schlnß hierüber wurdc noch nicht gcsaßt. A gram, 24. Iuiü, Dic Ciöffmmg dco ^Nüdlagc^ ist wcss'.n dcr Wahlen im licllcn Gclovarer Comitalc auf den 20. September vertagt woidcn. ^cmbci'g, 24. Juni. (Tgpst.) Die Forderungen, ivclchc dic Polen in Gezug auf dic Veiwalllmg und dc» llittcrricht in Galizicn cin dci, Grascu Hohenwa»! gc-stellt, si.id: Pulonisirung dcr Ho,l:schi!le>i uud tcchnschc« Äusl» llcn, Costing dcr dculschcn Ty^ilc, frage, ciucn obcr stcn Gciichtöscnat, Mitlistcrialstcllcü im Fimm; uiid Hcmdclsmiuistcrillili, Sitz dcr Dircclw» dcr Stiyclbahn in ^ciubcrg. Telsssrapliiscbrr ^i.'.eperc Metallique« ini! ^'lai uud ^'o^elüber - ^iliscu 5!> 45i. - 5)pere ^ittlional - Au!> hni , - 1«<>0er Kiaal^Anleheu 100 10. .- Baüluctie» 762. ^r,di, ilcl eil 2!»2,60, - i.'oudc>» 124.15. - Silber 121,75i. - Hl, l Müu; Dncatei! 5.67. -^ Vtal'ale^üd'or 9.87. Das Postdaiupfschiff .Ciinbria", Caftitäu Hnack, ging au, 21. Juni :nit 477 Passagieren »on Hamburg nach New-^rl ab. Handel und v-aiiacl), 24. Juni. Anf dem heiüicie,, Marlle siud er schienen: 6 Wagen mit Getreide, <: Wage» niit Hen uild ^!r>!, (Heu 5i«^ Ctr., Stroh 2!l Ctr,), >>2 Wagen und 2 Schiffe (sieben blaster) »ill Holz, Du, chsch nitty,-P,'eise. —^——.,., ^ ^ fl. r^si^.. st. lr fl. Weizen pr, Mchell 5) 60' « 25> B»<,cr pr. Psnud 38—^ Noru-Eaal „ 410 4 « (Z,er ,,l 5ünt - li .. Gerste ., 3-3 22 Milch pr. Maß - 10 .. ''-aser „ 2 20 2 3!» Nindfle-sch pr Pfd, 28-., Haldsrnch, ,. --------4 72 Kalbfleisch „ - 22j. ... Heiden „ 3-- 3 52 Schweinefleisch,, 27 -.. hirs.' „ 3 20 3 50 Schöpsenfleisch „ ..-16 ._ Knlurntz „ 3 80 410 Hnhndel pr. ,?!!!^>ü,!!^r 1^0'... Erbse» „ 5-.— Stroh "„ 130,..., ss>sl^!l „ 5—--------^ Holz, !.!>> itlsl, - <^ ,<-,(> Riudi!jchmc!>z Psd -48-- ,»r>ch.i«, 22" ____ 5,'__ Schlveineschiiiol', „ - 46 -— Wein, rother, pr Spelt, frisch, „ —34!— Eimer !i5> s,ir'iuchn! „ . 40, -—-- - n>eis;>'r ,. - ill) - tf»»ttozieh>,Nf; vom 24. Juni. Tt-icst: 7 5,4 41 77 «2. .Ml'l!'Mlila'g, '325 ?3"-^'i0.« windstill ^ heiter ' ^ 25 ! 2 „ ')i' 324.8» -i-16.l windstill! Regen ^> ^ ii0„ Ad. 323.^ ,-l-1I.^ Deu 2l, schöner Tag. Nachinittagö N'indig, Den 25. herrlicher Morgen, gegen Mittag znuehmmde Bewdllnn^, Nachniit-tag« Regen. Abends 7 Uhr ledhaftes Grivitler in Nord mit Platzregen. Nachtö stark Güsse. Das vorgestrige TagcSmiltel dcr Wärme -s- 142", das gestrige >- 12-8", um 0-8" und 1'2" unter dem Ätormale. Veranlwurtlichcr Ztedacleur: Iguaz 0. K l c i u in a y r. Dürjcnbcrichl. Wien, 23, Inni. Die Haltung dcr Wrsc war wieder nucutschicdcu uud abwartend, der Umsatz ohne jeden Velang ^U. Allae«nei,lc Staatsschuld. Für 100 fl. Gell, Waar? Einheitliche Staatsschuld zn 5 pHt.: in Noten verziusl,Müi-^)iouember f»!),65 f>9.75 ^ „ „ Feliruar-Aligust s.950 5^'.60 „ Silber „ Iauuer-Inli . 6925 t.9.35 „ „ „ April-October . «9.10 69.20 ««se V.J. 1839..... 288.50 290.- „ „ 1854 (4 "/«) zu 250 fl. 94 50 95. -., ., 1860 zu 500 fl. . . 100.- 100.25 „ „ I860 zu 100 fl. . . ,12 50 113. -„ „ 1864 zu 100 ft. . 126 75 127.-Gtaalö-DomänsU'Pfalid!)riefe zu 120 ft. ü.W. iil Silber . . 1^4,— 124 50 «. <«,rundelillastll»f,Ocslerr. ^iordwestbahll . . . 207 50 207.75 Nudolf«.'Bahi!...... 162.- 162.50 Silbenbürger Bahn . . , . 173.- 1?3.50 Slllatöbllhü....... 422.- 423.— südbahu........ 17640 176.60 Hild-uordd. Verbind. Vahn . . 179.— 179,50 Theiß Bahn....... 949,50 250.— llügarische, Vlordostbahu . . . 164.— 164.25 Ungarische Ostbahu .... 8525 85.50 Tramway........ 221.50 222.— «5'. -Pfandbriefe lM 100 fl) Mg. »st Bowt-Lredit Anstalt Geld Waare "crlnt'l'ar ,,u 5 p(5t. in Silbe» 106.25 106 50 '^.in.j3I.vilctz.zu5)pCt.inö.W. 86.80 87.20 "aüuimlk. zu 5 pVt ij. W. . . 92 40 92,60 'In«. Vad.-^n'd.-Auft. zu 5'/, P2t. 89 30 89.60 . Vm. 140 - l4 I'.. Südb.G. 3"/, i> 500Frc. pr. Stück 110 -!0 11060 Südb.-G. i» 200 fl.z. 5«., siir 100 fl. 89.50 90 .->?üdb.'«ouS 6"/„ (1«?<.-74) i> 500 Frcl< pr. Etilcl . , 240.-- 24!.- Ung. Ostbahu fltr 100 st. . . K4.90 85 10 >ll. Privatlvse u. Geld Waaie zu 100 st. ij.W......17475 175.25 Nndnlf-Stiftuug zu 10 st. . . 15'. - 15.5>0 Wechsel (3 M.'l,) ss^li> Waare /lugeliurz, sür 100 st, südd. ^'6. 103 35> 103.45 ^raulsnrl a,M. 100 st. ^!t>' 103.70 103 80 Hamburg, für 100 Mail Bcn:ca 91 25 91.35 London, für 10 Pfund '^!erll!li> 124. - 124.10 Parie, !ür 100 Fraucs . . . —.— ^.. .. Gl>lt> Wame K. Mltuz-Dncatei . 5 sl. 88j kr. 5 ft. 89 lr ')lap°lcou«b'or . . 9 „ 85> „ 9 ,. 86 ,. Preuß. Cassclischeme. 1 „ 83'. „ l « 83^' „ ^i!!,»>c . . !21 „ 75 .. 133 .. — „ Krainische Grunbentlastmigs - Oliligaliunen, Pri« vaNlotnung: —. - «Held, Waare,