Deutsche Wacht (Krüher „EiMer Zettung^). «rltrt»! Jtfce» tu («uUf ■•r|ts< unb fit lisli »I Z»ß-ll»»i >»« Haa« ««»»tlüli ». —M, ft. 1.50. »a«li»fl»a1ra»»»| otrrttllUtit G. i.m. |oIt|lkTi« I. %.r>. fl*a||>lri« ß. «.40. ®ie «>|e(at Romain f ft. »>« tanf; dr> «ftnra ©trt«fcols»je» ««»*«$«»« Rabatt, »»«»ün« nrtinrii 9«l«»at« (Ot »»Irr Watt alt ItWitUn kmaiqfiMtUMi M }>■ ii* liHnM Rckaritaa Hm eng. k. Maii»1«ratui» (BM|. «. «Iptti#«»»*<» btl Rrtaclrut* ttglift. »II «n««a»«u Ist «»»»- «n» Brierta««, M» *—I» B»i »«. «■» »—« Ut I?a4sutt«g<. — RfClatnattonc» kattaftri. — SRoiratmute werden nicht ntTÜtfat'enSet- — >»o»»i»« .KuSetUBMrti nicht terSMchtt»«. Nr. 102. Cilli, Sonntag, den 20. Dcccmlicr 1885. X. Jahrgang. Die Kotytage des Wlmernstandes. Die Nothlage unserer Kleingrundbesitzer ist eine Thatsache, die wohl Niemand mehr in Zweifel zu ziehen wagt, und mit welcher sich endlich jene Kreise ernst besassen sollten, die derusen sind, energisch einzugreifen. So wenig es bisher jedoch an Worten fehlte, ebensowenig wurde zu Thaten geschnittn. Das, was meistens angeregt und worüber viel verhandelt wurde, führte bisher nicht zum Ziele. Die steigende» Bodenpreiie und ArbeitS-löhne stellen an den Landwirth der Gegenwart die Aufgabe, theils mehr, theils wohlsiiler und doch beffer zu produciren als in früheren Zei-l«n. Um diese durch oft laum zu erschwingende Steuerlasten noch erschwerten Ausgaben lösen zu lönuen, muß der Bauer den Betrieb seiner Wirthschaft inteusiver und rationeller, da« heißt Vernunft« und erfahrungSgemäßer gestalteil. Diese Ueberzeugung hat sich fmch längst Bahn gebrochen und ist durch die Gründung land» wirthschastltcher Anstalten und Vereine, durch Verbreitung landwirtschaftlicher Zeitschriften, Ausbildung der landwirtschaftlichen Gesetzge-bung und des Versicherungswesens Manches ge-leistet worden. Allein es bleibt noch vieles zu leisten übrig. Namentlich auf dem Gebiete der lavdwirthschastlichen Gesetzgebung erscheinen durchgreifende Reformen als ein unabweisbares Poüulat der Gegenwart. Ju erster Linie müßte der immer mehr fortschreitenden Zerstückelung d-r Güter und Verschuldung derselben im legislativen Wege ein Damm gesetzt werden. Ein Gesetz, welches daS bäuerliche Erbrecht regelt, müßte von den wohltätigsten Folgen für Miseren Bauernstand begleitet sein. In Folge des jetzigen Erbrechtes tritt der junge Landwirts nur in den seltensten Fallen seine Wirthschaft schuldenfrei an; meistens wird dieselbe durch die Absindung mit seinen Geschwistern und das Mr die Kinderwelt — zum Aell. Weihnachten kommt! Bei diesem Rufe frohlock: das Kinderherz und der Plauder-mund verschweigt mcht, daß die bangfreudige , Erwartung sich mehr und mehr steigert über die Ungewißheit: „Was wird mir diesmal be-schien?" ES ist nur billig, wenn Vater und Multir I den Weihnachtsgeschenken für die Kinderwelt um de« schönen, heiligen Brauchs willen eine gewisse Gewichtigkeit beilegen. Sie hat ihre Be-rechtigung. Es ist ebenso natürlich als löblich, wenn sie sich mit dieser brennenden Frage sehr eingehend beschäftigen. Ihre Freigibigkeit ist ader nicht nur verpflichtet, zu erfreuen, son-, der». Nutzen und Annehmlichkeit vereinend, auch einem besonderen Zweck zu dienen — nämlich dem. daß der Kinderwelt eine richtige Lebens-Anschauung durch die weihevolle Stunde , unter dem brennenden Christbaum eröffnet i wird. „Kmderhand ist leicht gefüllt", dieses all-I bekannte Wort wird als Ausdruck verschiedener Empsindungen gebraucht. Es soll aber nicht da-mit gesagt sein — sür ein Kind ist eben alles gut genug, sondern zum Weihnachten dürfte es gerade nur da am Platze sein, wo durch diese Aeußerung die leicht errungene Zufriedenheit im oft sehr hohe Ausgedinge seiner Eltern derart überbürdet, daß schon im Vorhinein eine glück-liche Lösung der übertrieben hohen Verbindlich-keit.n ganz ausgeschlossen ist. Hiezu kommt noch die relativ immer schlechter werdende Bewirth-schastung der Bauerngüter. Je größere Ansprüche an die Landwirthe gestellt werden, und je mehr es solch« giebt, die denselben gerecht werden, umso peinlicher wird die Lage derer, welche aus Ignoranz und Nachlässigkeit im alten Schlendrian verharren. Unsere Kleingrundbesitzer sind aber meist auch schlechte Rechner, die von den ihnen eingeräumten Hypoihekarcredit sehr oft eincn schlechte» oder doch mangelhaften Ge-biauch machen. So lange der Kleingruudtesitzer «ich: rechnen lernt, und so lange er mehr Werth legt auf di« Vergrößerung des Besitzes als auf die Melioration desselben, ist a> eine günstige Wirkung des landwirthschaftlichen Credits nicht zu denken. Anstalt zu Grundkäufen sollte der Landwirth das geliehene Geld zu »eist zur Vermehrung deS zinstragenden Betriebsfonds oder zu nützliche» Meliorationen benutzen, welche die wenn auch mitunter hohen Procent« reichlich hereinbringen. Vergleicht man die Lage der Kleingrund-besitzer mit derjenigen der städtischen Kleinge-werbetreibenden, so sind erstere in vieler Hinsicht entschieden in großem Vortheile. Vor Allem ist der Umstand schwerwiegend, daß sie die Nah-rungsmittel stets, wenigstens um die Transport-kosten, billiger haben. Wie bedeutend und die Existenz beeinflussend dies ist, zeigt schon Thü-men's „Jsolirter Staat". Weiter ist der Land-mann auch keiner so starken Con urrenz aus-gesetzt, wie der Kleingewerbetreibende. Seine Erzeugnisse finden stets einen Markt und zu-Längliche Käufer, was von den gewerblichen Erzeugnissen mcht gilt. Aber beide Vortheile werden vom Biuern nicht ausgenützt. Während der Kleingewerbetreibende in der Stadt emsig Kirdergemüthe vertheidigt werden soll. Denn giebt es wohl eine bedeutendere Tugend im Herzen der Kleinen, als die natürliche Einfachheit und jene beneidenswerthe Genügsamkeit, di« so an-muthig auS einem glücklichen Kindergesicht, einem leuchtenden Auge der Unschuld sprechen ver-mag? JedeS Kind ist von Natur eher genüg-sam und laicht zufi iedengestelll. als das Gegen-theil; nur die verkehrte Erziehung, schlichte Ge-wöhnung. vor allem das böse Beispiel der Eitel-keit und Genußsucht der Erwachsenen macht es unzufrieden — begehrlich, habsüchtig und leider ost schon frühe blasnt. Gerade solche Gelegenheiten, wie daS Weih-nachtSfest sie bietet, wo die Eltern, um ihrem Ansehen vor dem HauSpersonal, vor den „Leu-ten" — worin daS ganze Register von Freunden und Bekannten mit inbegriffen ist — Weihrauch zu streuen, oft weit, weit über ihr Einkommen Weihnachtsgeschenke unter die Tanne legen — gerade diese Stunde wird so gar leicht zum un° heilvollen Quell für schlimme Begierden in der Kindesseele. Wie das verderbliche Gift im Uebermaß der Genußmittel den Körper mit ihrer an- und aufregenden, ja sogar berauschenden Wirkung benachtbeiligt — so schädigt auch die geflissent-liche Verwöhnung, die unverständige Ueberhäu-fung mit Gaben — di« Kindesseele. arbeitet und von Früh bis kbend schafft, täglich deu Kampf vor Augen; während er trachtet, aus seinen Kindern sich treffliche Mithelfer her-anzubilden und demjenigen Sohne das Gewerbe übergibt, welcher sich dazu am besten eig-iet und der auch durch Schule und Wanderfchast am ehesten dazu befähigt wird, verliert der Bauer, mit geringen Ausnahmen, die größte Zeit mit Nichtsthun. Ist es doch gkgen den traditionellen Bauernstolz, täglich in der Wirthschaft Hand anzulegen, trotzdem doch gerade der Fleiß deS Laudwirthes nothwendigste Eigenschaft ist. Seine Kinder wachsen zumeist im Schlendrian und Faullenzen auf. Dagegen werden all« auch be-reitS aufgehobenen Fest- und Feiertage gehalten und ost auch in die Arbeitstage hinein verlängert. Der lebhafteste von den Söhnen muß „studieren", für den Dümmsten ist die Wirthschaft gut genug. Wir malen grell, aber halten uns an die Wahrheit. Diesen Uebelständen, denen zum großen Theile die gegenwärtige trauriae La tc unserer Kleingrundbesitzer zuzuschreiben ist, vermag nur die Belehrung und das gute Beispiel abzuhelfen. Billiger und leichter Credit und selbst die besten Gesetze vermögen es allein nicht, unserem Bauer auf die Beine zu helfen, wenn «r nicht zugleich befähigt wird, von de» ihm gebotenen Hilfs» Mitteln den richtigen Gebrauch zu machen. ES fehle« unseren Kleingrundbesitzern die nöthigen Kenntnisse; diese ihnen zu bieten ist heiligste Pflicht des Staate»; die Melioration dieser intellectuellen Brachfelder würde reiche Früchte tragen und sich rasch bezahlt m chen. In welcher Form die Belehrung erfolgen soll, ob durch Äckerbauschulen oder Lehrer der lind-wirthschaftlichen Vereine, ob durch Wanderlehrer oder ständige Organe bei den politischen Be-hörden, ist nur von sekundärer Bedeutung; jedoch mög« Niemand glauben, daß ohne Zwang etwas erreicht werden wird. Wie bereits gesagt, müßte der Verkauf Einfach — hübsch und für die Größeren zugleich auch recht nützlich, sollten demnach die Festgeschenke sein und vor allem auch der In-dividualität deS Beschenkten angepaßt. Giebt es doch leider Personen, welche bei der Auswahl von Spenden für andere fast ausschließlich nur ihr eigenes Wohlgefallen an dem Gegenstand« gelten lassen, den sie einkaufen, um ihn zu ver-schenke >. Für die gesammt« Kinderwelt ist daS Spielzeug em berechtigter Kamerad auf dem Weih-nachtstisch; sür das jüngst« Blondköpfch«n, erst im letzten Lenz zur Welt gekommen, welches diesmal zum Weihnachten „debütirt" — und nur durch daS Auge die Erscheinungen des Au-genblickS wahrnimmt und staunend in das Licht-meer der Wachskerzen mit ihrem Schimmer guckt — dem seine eigenen Patschhändchen und Strampelsüßchen die aller«rst«n Spielge-fährten bisher maren — braucht man etwas, um die Aeuglein und daS kleine Ohr zu „ver-gnügen", denn sein Gedächtniß bewahrt noch nichts, um ihm die Anschauungen zum Bewußt-sein ju führ«». Die Geschwister jedoch, noch nicht auf jener VorbereitungSstufe des KindesalterS, wo die Arbeit — die Schul- und Lernzeit be-ginnt, sondern noch ihre Tagesstunden zwischen Spiel und Muße theilend — fordern mit Recht einen wohl überlegten Spielz ug Weihnachten. 2 von liegendem Vermögen möglichst «schwer» werden, damit der häufige Umsatz desselben sich verringere. Den leichten Credit und leichten Umsatz tes Grundbesitzts verlangt übrigen» nur das schmutzige Interesse des mobilen Ca-pi'ales. Auch der große Nachtheil des Parcel« lenpachte«, wie er jetzt vom Klein- und Groß-grunddesitzer beti jeden wird, möge nicht uner-wähnt bleiben. Unter dem intelligenteren Theile unserer Bauernschaft herrscht gegenwärtig ein« mächtige Bewegung. Der Ruf n ich Reformen auf land-wi'thschaftlichem Gebiete wird immer lauter, immer dringender, und eS treten Männer auf. die ihr ganze» Wissen und Können einsetzen, um die endliche Lösung der Agrarfrage herbeizu-führen. Mittel und W-ge hiezu sind, wie wir be-reit» ausführt««, vorgezeichnet. Es handelt sich nur darum, daß jene Männer, welche sich an die Spitze der Bewegung gestellt, auch diese Mittel benutzen und auf diese» Wegen rüstig vorwärts schreiten. Auch die Bildung von Bauernkammcrn, in welche» die Jntmfsenver-lretung der ackerbautreibend«« Bevölkerung ein mächtige« Bollwerk finden soll, wird angestrebt. Doch alle Bestrebungen zu einer Verbess rung unserer landwirthschaftlichen Verhältnisse können nur dann zum Ziele sühr«n, wenn unsere Bauern in geschlossenen Reihen kämpf n, wenn sie einig sind unter sich und jeden, auch den leisesten Mißton au» ihren Reih.'n verbanne». E« ge-nügt nicht nur. daß mit dem alten Schlendrian gebrochen werde und ein neuer Geist einziehe in unsere Bauernschaft, cS muß auch, soll die Lösung der großen landwirthschaftlichen Aufgaben der Gegenwart nicht in weite Ferne gerückt werden, unter unseren Kleingrunvbesitzern die Erkenntnis sich Bahn brechen, daß nur in einem einmüthigen Zusanimenwirken Aller, mögen sie nun welcher politischen Richtung immer ange-hören, die Bürgschaft deS Erfolges liegt. politische Wundschau. Inland. Cilli. 19. December. sV o m P e t t a u e r U nlergy mn asium.j Im steirischen Land-tage hat der Abgeordnete Schreiner zwei gute Gründe gegen den Uebergang des P e t-»auer Landes« Untergymnasiums an den Staat angeführt. Er erklärte auch noch »inen „dritten Grund" zu haben; diesen dritten Grund aber — sage ich nicht, schloß er seine Rede. Dieser drille Grund ist kein an-derer als der, daß d«r Staat sofort die S l o-v e n i s i r u n g der Anstalt betreiben würde. Mehr aber als drei Gründe spreche» gegen den vom steirischen Landtag in derselben Sitzung gefaßten Beschluß an diesen Gymnasium eine „L e h r st e l l e für R e l i g i o n i n Ber. „zx«tsch- Zv«4t." bindung mit slovenischerSprache" zu errichten. ES ist gerade, als ob die letzten zwanzig Jahre an unserem Schulwesen spurlos vorüber gegangen wären, als ob wir nicht die Berwäschung und endliche Slavisirung so man-cher unserer Lehranstalten erlebt, als ob die Deutschen noch gar nicht erfahren hätten, wie eS die Slaven anstellen, wenn sie deutsche Schulen in die H nd kriegen wollen. Man muß eS geradezu auSsprechen. daß der steirische Landtag sowohl durch Gewährerlasse, so wie durch seinen letzten Beschluß der Slavisirung des Pettauer Untergymnasium« in die Hand arbeitet — denn an solchen Anstalten hängt gar ost da« Schicksal ganzer Städte. Ein leben-dige« Beispiel davon ist da« einst ginz deutsche Neuhau« in Böhmen, dessen jetzt beinahe voll-«ndete Slavisirung mit der Slavisirung »iner gleichen Lehranstalt begann. Wie der Abg. Äußerer mittheilte, wird in Pettau schon jetzt das Deutsche von Slovenen, welche nicht einmal für dieses Fach ge-prüft find, vorgetragen. Jetzt will man einen Slovenen zum Religionslehrer bestellen! Da« heißt doch den Buck zum Gärtner machen! Wenn die Nothwendigkeit eines slovenischen Untergymnasiums sür Untersteier bestehen sollte, so errichte man ein solche« in einem rein slovenischen Orte. A>> deutschen An-stalten aber lasse man um GotteSivillen nicht die Zweisprachigkeit in irgend einer Form, am wenigsten in jener der „Religion" einziehen. Das Slovenische kann an deutschen Anstalten nur unobligat und nur durch eine außerhalb des engeren Lehrkörpers stehende Lehrkraft ge-lehrt werden. Deutsch aber können überhaupt nur Deutsche vortragen. An diesen Grundsätzen muß festgehalten werden. Thatsächlich halten auch die Slaven bei ihren Anstalten sich an diese Grundsätze und wachen darüber eifersüch-tig. Der Renegat, Abg. Reic, früher Reich, hat nach der Läßigkeit, mit welcher sie Ange-legenhcit deS Pettauer Untergymnasiums be-«rieben wird, einigen Grund, die Anstalt schon jetzt als eine „slovenische" zu bezeichnen. Er verlangt darum auch, daß „j-der Direktor oder Professor an der Mittelschule der slovenischen Sprache mächtig sei". Seiu Anspruch ist für di« „deutsche Lehranstalt" eine Unverschämtheit, wäre jedoch gerechtfertigt, sür eine flove-nische A n >t a l t. Dies hat anch Abg. Dr. Äußerer ausdrücklich betont. Eben darum dür-fen wir Deutsche uns die Anstellung slavischer Professoren an deutsche Mittelschulen — Schuf« lje in Wien — nicht gefallen lassen. Freilich drängen sich gerade die Slaven an unsere An-stallen und selbst in unsere Volksschulen. ES heißt da entlich vorsichtiger werden als bisher und wo deutsche Gemeinden und Landesau«-schüsse was zu sagen haben, möge« sie sich 1885 stet« vor Augen halten: Deutsche Schule, deutsche Lehrer! sProceß Stareevic.j Der wegen des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit in Anklagestand versetzte croatische Abgeordnete Dr. S t a r c e v i c wurde schuldig erkannt und zu drei Monaten schweren Kerker«, zum Ber-luste des DoctorgradeS und der Advocatie ver-urlheilt. sZum Statthalter von Dalma-ti enj wurde der FML. Ludwig Freiherr von C o r n a r o ernannt. Ausland. [Die Carolinenfrage.I Dir Mediations-Äct« b,züglich der Carolinenfrage wurde am 17. d. M. imValican von den Ber-tretern Deutschland« und Spanien« unv dem Cardinal Jacobini unterzeichnet. Dieselbe be-steht aus den vom Papste forninlirten, von bei-den Theilen angenommenen Grundlagen und den zwischen de» genannten Mächten in Folg« ihrer Annahm« dieser Grundlagen v.rcinbarle» Artikeln. Vom serbisch Vvlgarischn» Kriegsschauplatz«. Die „Agence HavaS" schreibt: „ES circttbrt das Gerücht, daß Oesterreich geneigt ist, der der serbischen Regierung dahin zu wirken, daß dieselbe, um den bulgarischen Empfindlichkeiten Genüge zu leisten, daS Widdiner Gebiet räume. Auf diese Weise dürste eS zu einem raschen Friedensschlüsse kommen." Steiermärkischer Landtag. In der 13. und 14. Sitzung am 16. und 17. d. Ml«, gelangte der vom Abg. Dettel-b a ch erstattete Bericht deS Finanz-AuSschusse« über de« Voranschlag des LandeSfondeS pro 1886 zur Berathung. Das Erfordernis beträgt 4,472.661 fi. Die Bedeckung 2,852 055 fl. Ta-hrr Abgang 1,620.606 si. Zur Bedeckung die-fe« Abganges wird zunächst eine 28 #ig« Umlage auf die landeSfürstlichen directe» Steuern sammt Zuschlägen mit einem Erträgnis von 1,484.800 fl. dann zur Hereinbringung d-S noch restirenden Betrages pro 135 706 fl. ein Zu-schlag auf die Berzehrungssteuer von Bier, Branntwein :c. beantragt und bewilligt. Abg-Reicher bringt einen Antrag ein. betreffend die Regelung deS HausirhanbelS. — Den Bericht des Finanzausschusses über den rectificir-ten Voranschlag für da« Jahr 1885, den Vor-anschlag für daS Jahr 1386 nnd die Rechnung«-abschlösse der Jahre 1883 und 1884 deS stei-ermirkischen Grundent lastungSfondes erstattet Abg. Krepesch. Der Finanzausschuß stellt unter anderen folgende Anträge: 1.) Der rectificirte Voranschlag des steierni. Gründern-lastungSfondes für da« Jahr 1885 wird mit literarischeS Erzeugniß gedachter Art stellen kann. Nicht der schniucke Einband oder die kuustvoll hergestellten Bilder dürfen bei der Wahl de» AuSschlag geben — allein nur der Text, ob i» Prosa oder Versen. DaS Kind muß, was ih» die schriftstellerische Feder vorführt, vor seinem Innern entstehen und leben sehen, damit eS er-frischt werde, zum Denken angeleitet und mit Liebe und Lust an die Arbeit gehe. Hinweg mit aller läppischen, kindischen Lectüre. mit den Vor-bilderu recht unartiger, böser, kleiner und gro« ßer Mensch m in den Erzählungen: — am de-slen solche Bücher, welche di« Jugend in die idcalisirte Wirklichkeit mitten hinein führen, damit der Sinn für daS Gute und Wahr« nicht abhanden komme. E« sollten noch mehr al« bisher die Herren Lehrer sich angelegen sei» lassen, den Weihnachtsbüchertisch durch ein rich-liges und gesundes Urtheil zu beeinflussen. Wie-viel giebt ein solches Kind nicht meist auf eine» solchen Wink, der ihm in der Classe ertheilt wird, und gern gingen gewiß die Eltern daraus ein, Vorschläge zu empfangen, wie si« das Fu>-dament zu einer guten Familien-Bibliothek leger, in der sür jede« Alter und Geschlecht — durch alljährlichen WeihnachtS-Zuwach- sich treuliche Nahrung findet und die zugleich da» Kind ze-wöhnen möchte, dem gute» Buche auch im spä-lern Leben mehr Interesse entgegenzubringen Aber nicht auS Dingen, welche nur zum An-schauen und Antasten geschaffen sind, soll er de-stehen, sondern aus Sachen, die sich entweder von der Stelle bewegen lassen, al« Bälle, Kegel. Kreisrl u. a. m. — oder aber solche, die >nan umgestalte« kann. Es sind damit all« Spielwaaren gemeint, die sich in ihre einzelnen Theile zerlegen unv wieder zusammenstellen las-sen; wie d»e Leg- und Bausteine in Kästen, wi« Wertzeug- und Nadelarbeitsetuis, kurz, alle solche Gegenstände, die beim Spiel unter des Kinde» Händen nicht t« ursprünglichen Zustand beharren dürfen oder wenigsten« in ihren «in-zclnen Stücken dazu dienen, aus vorhandenem Material etwa« neuzuschaffen. umzubilden oder zu verändern. Mit einem Wort, es soll durch das Weih-«achlS-Spielzeug dem Kinde — ob Knabe oder Mädchen — Gelegenheit gegeben sein, den Trieb zur Thätigkeit — der in ihm liegt, nicht zu unterdrücken — sondern beleben und befördern zu helfen. ... Spieliraaren, welche nicht in diesem Sinne dienstbar sind, bedeuten nichts — als todten, nutzlosen Kram, für den man kein Geld ver-geuden sollte. Es giebt darum nichts Verkehrtere», als den kleinen Mädchen Puppen zu schenken — mit festgenähten Kleidern — die vie vielleicht noch gar — als zu schade nach dein Fest — zum Paradestück hinter Glas im Schrank« erkoren w«rd«n. Puppen zum An- und Auskleiden, mit ein-facher, praktischer Garderobe, ohne Seidenstoff, ohne Sammet, ohne Spitzen- und Perlende-hang, aber mit wirklichen Haaren und in einer handlichen Größe, so daß die PuppentoileNe nicht eine mühsame Arbeit, sondern mit Knöpfen, Hacke» und Oesen ein Vergnügen sür die Klei-nen wird ; ein einfacher, geschmackvoller Puppen-tronsseau, eine Kücheneinrichtung, solide und ohne Prunk — legen als WejhnachtSspielzeug besser den Grund zu den dereinstigen, häuSli-chen Tugenden de» Weibe« — als stattliche Bräute oder ein Wust von kostbaren Luxusge-genständen, durch deren Angewöhnnng dem Kinde nur fein natürlich-lindlicher Sinn geraubt zu werden pflegt. Dazu die Bücher! Denn welches heran-wachsende Kind möchte nicht auch etwas Blei-bendeS besitzen, einen kleinen geistigen Reich-thum, um in Stunlen, wo di« Langeweile zu nahen droh», ini stillen Eckchen die schön« Muße eineS fchulfrneu Nachmittag» zu genießen und wieder zu genießen. Di« Jugendschrist ist deS Kindes Kamerao und Erzieher zugleich, wenn ihr Inhalt den Anforderungen entspricht, die man an ein gutes. Deutsche Macht " waltsam hereingezogenen, gegen die liberale Partei gerichteten Angriffe bezüglich der Grund-steuerregulierung zurückwies und klarstellte, daß die verbündeten Clericalen und Nationalen das liberale Grui-dsteuerwerk in sein Gegentheil ver-kehrt haben. Der Abg. Baron Gödel-Lan-noi) fand sich veranlaßt, zu conitaliren, daß er seinerzeit für die liberalen Grundstmervor-lagen im ReichSrath« nicht nur gestimmt sondern auch gesprochen habe. Abg Dr. Heilsd «rg fertigte namentlich den durchlauchtigen Bauernführer Prinzen Al-fred Liechtenstein gut ab. indem er demselben zurief: „Warum sind hier die mächtigen Führer der Conservativen nicht mit de» liberalen Hand in Hand gegangen, um die Grundsteuerlast von Steiermark zu nehmen? Parteiinter^ssen haben sie daran gehindert, das ist es, was heute die ganze Welt weiß." In köstlicher, humorvoller Weife ging Abg. P o s ch „vem durchlauchtigsten Bauernvertreter von Felddach" zu Leide, unter anderen daran erinnernd, c>aß Prinz A. Liechtensttein einmal in einem Momente der Unvorsichtigkeit einem gewissen P e u e r k t die Hand gedrückt, der dann im Merstallinger • Processe eine so trau-rige Roll- gespielt hat. Abg. P o s ch rief auch einen kleinen slovenischen Sturm bervor, da er sagte, es sei eine Eigenschaft der slav. Nation, Behauptungen aufzust llen, welche mit der Wahrheit... Weiter ließ man ihn nicht sprechen: di« Slovenen springen schreiend auf. «in slov/nischer Abgeordneter schlägt mehrmals auf den Tisch. Man schreit: Beleidigung! Ich lasse meine Nation nicht beleidigen ! Zurücknehmen! Abg. P o s ch erklärt schließlich, unter großem Gelächter, daß er habe sazen wollen, es sei «ine Eigenschaft der slavischen Nation, den Deutschen nachzu» weisen, daß die Wahrheit immer auf der Seite der Slaven sei. Abg. Dr. Dominkuß fordert mit großer Grandezza im Namen seiner Nation Genug-thuung für die ihr durch Pjfch angethane Beleidigung und stoßt die furchtbare Drohung aus, das! di« Slovenen, falls ihnen nicht voll-ständige Genugthuung wird, an den Berathun-gen nicht länger mehr iheilnehmen werden. Der Landeshauptmann beruhigt schließ-lich die aufgeregten Gemüther durch die Ber-sicherung. daß er, falls eine Beleidigung aus-gesprochn wurde, was erst aus dem steno-graphischen Protokolle zu constatiren ist, den Beleidigten Satisfaction verschaffen werde. Der Antrag deS Abg. Reicher bez. der Revision des Gesetzes betr. den Hausirhandel wird dem Ausschüsse für Gemeindeangelegen-heiten zugewiesen. 3 Korrespondenzen. Mahrtnbtrg. 18. December 1885. (O. C.) sEineVertrauens-Kundgebungfür Herrn H o f r a t h H e i n r i ch e r.] Bei ber gestrigen Plenar-Versammlung der hiesigen Be-zirkSvertretung. welcher auch der Herr k. k. Be-zirkShauplman« als RegerungS-Vertreter bei» wohnte, brachte Herr Realität«nd«sitztr Franz D i t t i n g « r folgenden Antrag ein: „Die Bezirksvertretung Mahrenberg erklärt all« in den sogenannten nationalen Blättern vorkommen-den Angriffe auf die amtlich« Thätigkeit de« gegenwärtigen Cillier Gerichtshof - Präsidenten, Herrn Hofrathes H e i u r i ch e r, als bös-Willis« denunciatorische Erfindungen uno spricht ihr tiefstes Bedauern aus, daß der von allen Bewohnern Untersteiermarks hochgeachtete und hochverehrt« Vorstand des besagten Gerichts-Hofes ungerechten, unwürdigen und böswilligen Angriffen ausgesetzt ist." Dieser Antrag gelangte einstimmig zur Annahme, da auch die s l o-venischen Mitglieter der BezirkSvertretung für diese beide Theile ehrende Bertrauenskund-gebung stimmten. Herr Franz Dittinger moti-virte seinen Antrag in folgender Weise: „Die hier versammelten Mitglieder der Bezirks»«-tretung. von welchen beinahe alle daS Amt eines Gemeindevorstehers. GemeinderatheS oder Ausschusses bekleiden und von welchen di« meisten in der Eigenschaft als Geschworene durch viele Jahre Gelegenheit hatten, di« richterlich« Thätigkeit deS Herrn HofratheS und Präsiden-ten des Kreisgcrichte» in Eilli zu beobachten, werden die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Leitung d«S Gerichtshofe» in Eilli besseren Händen nicht vertraut werden könne; sie werden mir beistimmen, wenn ich constatire, daß Hof-rath Heinricher in jed r Beziehung «in« Zierde de» österreichischen Richterstandes ist und die Bevölkerung Untersteiermarks mit Bangen jenem Momente entgegensieht, in welchem im Präsi-dium des Gerichtshofes in C'lli eine Aenderung stattfinden sollte. Doch hoffen wir, daß di«f«r Fall bei der riesige« Arbeitskraft und unge-wohnlichen, ja geradezu jugendlichen GeisteS-frische des Präsidenten noch lange nicht eintreten wird. WaS di« fraglichen Angriffe seitens der sogenannten nationalen Blätter anbelangt, so ist unS sattsam bekannt, daß in Untersteiermark sol-chen Jnvectiven alle jene noch so tüchtigen und ehrenhaft« > Justizbeamten ausgesetzt sind, welche den Muth besitzen, sich nicht zu Parteizwecken mißbrauchen zu lassen, sondern ihr hehre» Amt pflicht-gemäß, ohne Rücksicht auf Parteibestrebungen üben. Da wir die politischen Verhältnisse und Per-sonen Untersteiermarks in jeder Beziehung genau kennen, so ist uns ferners bekannt, daß die an-ständige Bevölkerung Untersteiermarks — ob deutscher oder slovenischer Nationalität — mit 1885 dem Erfordernisse pr. 1,404.655 fl. und mit d«r Bedeckung von 1,030.108 fl.. daher mit einem Abgange von 374.547 fl. genehmigt. Der Voranschlag deS steierm. GrundentlastungS-fonde» für da» Jahr 1886 wird im Ersord«r-nisse mit 1,450.585 fl. und in der Bedeckung mit 1,034.585 fl. daher mit einem Abgange 416.000 fl festgestellt. Der Landesausschuß wird ermächtigt für die Abgänge die erforderlichen Geldmitel durch zeitweilige Verpfändung der dem steierm. GrundentlastungSsonde eigenthümlich gehörigen börsenmäßig eingelösten, noch nicht verlosten G>u identlastungSobligationen vorzu-sorgen; feiner im Einvernehmen mit der Re-gierung dem Landtage in der nächsten Session «inen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die Verhältnisse de» passiven steiermärkischen GrundentlastungSsonde» gegenüber dem Staate definitiv g^gelt werden. Diese Anträge werden angenommen. Die Petition der Handels- und Gewerbekammer Leoben um Erwirkung der bal-digsten Inangriffnahme des Baues einer Eisen-bahn von Trieft nach Divacca und vom ode-ren Murthale über den Tauern zum Anschlüsse an die Giselabahn bei Radstatt wird über An-trag des Referenten Abg. Sprung der Regie-rung zur eingehendsten Würdigung wärmsten» «mpsohlen. Die Sitzung vom 18. d. M. wurde mit einer Controverse zwischen den Abgeordneten Dr. Reicher und Bärnfeind eingeleitet. Der Erstere wies nämlich den Vorwurf deS Letztere» zurück, daß er gegen diesen persönlich geworden, wogegen Abgeordneter Bärnfeind ununterbrochen protestirte. bis ihm voni Landeshauptmanne das Wort entzogen wurde. Bärnfeind rief schließlich : .DaS ist ja der reine kroatische Landtag." Zur Berathung und Annahme gelangte sodann folgen-der Antrag deS LandeScultucausfchusseS: „Der Landesausschuß wird beauftragt, zu erheben, in-wiefern« die Beschwerden über unzureichenden o)B l u t s a u p e r am L a n d e.j DaS auf Herabsetzung de« Hypothekarzinsfußes gerichtet« Bestreben unserer Volksvertreter ist gewiß löblich und anerkennenswert. Werfen wir jedoch einen Blick aus da« Treiben der Blutsauger auf dem Lande, so können wir uns eines ironisch.» Gefühle« ni.1t erwehren, wenn wir d£ die Frage erörtern hör^n, ob man diesen Zinsfuß um ein halbes Percent herab-fetzen oder gesetzlich vier bis fünf Percent als da« richtige, der Grundren.« entsprechende Maß bestimmen soll. Dies« im übrigen ausschließlich der slovenisch-nationalen Partei angehörigen Bam-pyre, — Die am Lebensmark« unseres vielge-plaglcn und vielgeprüfte» LandmanneS saugen, sind e«, die unter dem Deckmantel der Volks-freundschaft idr Opfer thatsächlich an den Bet-ttlstab bringen, ohne deshali zur Verantwor-rung gezogen zu werde». Denn, was foll man dazu lagen, wenn z. B. ein Geldverleiher mit der ländlichen Bevölkerung ganz ungenirr ge» werbSmäßig über vierundzwanzigper-c « n t i g r Geldgeschäft« schließe» Darf, ohn« daß das Wuch«rg«setz Anwendung finden soll? Und dieß aus den» Grunde, weil eS sich an-geblich kaum constatiren läßt, daß das betref-send« Creditgeschäit im «»izelnen Falle den wirthschaftliche» Ruin de« Darlehensnehmers zu befördern geeignet war und dieser sich der Beivucherung gar nicht bewußt wurde, weil er ja in seinem wirthschastlichen Elende diesen Blutsauger noch als seinen Retter in ber Roth betrachtet. Hiebet fragen wir. ohne unS auf juristische Spitzfindigkeiten zu verstehen, wann das Wuchergesetz überhaupt zur Anwendung ge-langt unv ob dann keine strafbare Handlung vorliegt, wenn der Beschädigte sich der Beschä-tigung gar nicht bewußt wird unv sonach der Bewucherte seinem Bewucherer noch Dank schul-dig zu sein glaubt? Oder vermein: man wohl gar, daß ein vierundzwai zigpercentiger Zinsfuß unserem Landmanne Vortheil bringt oder woh' gar das Volkselend zu beheben geeignet ist ? Unseres ErachtenS ist in Gegenden mit wohl-habender Bevölkerung für dergleichen Blutsau« bei heißt man ihn auch Winter- oder der an-dere Wintermonat; als Uebersetzung der latei-nischen Benennung Zegenmonat (Zehnmonat), dann Adreßmonat und endlich Wendemonat, von der Wintersonnenwende, die wir mit dem Ehristfeste »och in feierlichster Weise begehen. Im December soll eS — wie von dem Wintermonat nicht anders zu erwarten — kalt sein: „Auf kalten December mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbares Jahr mit reichlichem Kleeferner „December kalt mit Schnee giebt Korn auf jeder Höh'" und „Kalter De-cember und fruchtbar Jahr sind vereinigt im-merdar". Da« ist den Landleuten eine Lust und Freude, deren er in feiner Weise Ausdruck giebt: „Kalter December mit vielen Schnee, schreit der Bauer Juchhe!" Selbstverständlich ist ihm daher das veränderliche Wetter ein Greuel: „Wenn der Christmond bricht, ist eine miserable G',chichi." Wie der December ist, so werden auch die übrigen Wintermonate: „SchantS Ehristmonat auS," sage» di« Ob«r-öst«rr«icher, „so schauen alle Monate aus". Ferner „December veränderlich und lind, der ganze Winter ein Kind", und auch „Geht der December auf, so giedtS ein weüerwend'schen Lauf." Gleich dem kalten wird auch ein dunk-ler December auf ein gutes Jahr gedeutet: „Putsche ZS-cht."^ ger kein Boden. — daher sich dergleichen Geschäfte wohl von selbst qualificiren. Wenn schon sünfpercentige Hypothekarzins n für un-erschwinglich und mit der Grundrente nicht im Einklänge stehend erachtet werden, so dürste dieß denn doch bei der berührten ZinSfußhöhe in viet höherem Maße der Fall sein. — Wir machen daher unsere Abgeordneten aufmerksam, ihr Augenmerk vor allem diesen Blutsangern zuzuwenden und falls eine strenge Handhabung deS WuchcraefetzeS nicht zu erzielen ist. auf gesetzliche Bestimmung?» bedacht zu fein, die diese» Menschenfreunde» ein für allemal daS Handwerk legen. Eine radicale Eur in dieser Richtung dürste wohl die sein, die Ueber-schreitung eineS gesetzlich zu normirenden Zins-fußeS bei Creditgeschäften mit der bäuerlichen Bevölkerung ein für allemal strafbar zu er-klären, oder eventuell daS Wuchergesetz seinem Geiste nach strengstens zu handhabe». Dieß allein ist im Stande, der Verarmung der Land-bevölkern''g zu steuern und hiedurch jene« Ziel zu erreichen, das man durch die wohlgemeint« und auch empfehlenswerthe Herabsetzung de« HypothekarzinSsußes zu erreichen strebt. Marburg. 15. December. (O.-E.) sSpar-cassenbau und Pfarrhof.] Als vor einigen Jahren an unsere Sladtvertretung die Nothwendigkeit herantrat, für ein größere«, allen gegenwärtigen Anforderungen ent'prechen-deS Mädchenscknlgebände zu sorgen, da ent-stand unter unserer Bürgerschaft jener bekannte griminige Streit, ob sich die innere Stadt oder di« Grazervorstadt deS neuen Gebäudes zu er-freuen habe» sollte. Eine stattliche Reihe von Vernunstgründen errang aber damals den Sieg über den Egoismus der Grazervorstädtler und so erfreut sich heute ein bisher wenig belebter, und man kann sa>en, vernachlässigter, Stadt-theil eines stattlichen Neubaues, den die hie-sige Gcmeindksparcasse auf der Stelle de« ihr gehörigen ehemals Röckenzannsche» Hauses und Baugrundes nun aufgeführt hat und der in erster Linie die Bestimmung hat, di« Spar-cafsenbureauS und die Mädchenschule in sich aufzunehmen. Wenn wir sagen, daß sich der genannte Stadttheil bereits des stattlichen Baues in der Pfarrhofgusse erfreue, so begehe» wir aber eiqentlich eine» Euphemismus, denn ob-wohl daS Gebäude, von dessen Einzelnheiten zu sprechen wir noch Gelegenheit habe» wer-den, ber.its seit Monatsfrist gerüstsrei dasteht und wein auch schon jetzt in der Gegend des-selben regereS Leben herrscht als bisher, so kann i»an sich diese« Neubaues doch noch nicht voll erfreuen, weil er noch eine bedeutende Schattenseite besitzt, daS ist die Lage desselben. Der schone Bau erhebt sich hoch über die ne-benliegenden Gebäude und beherrscht drei Gas-sensronten, die Pfarrhofgafse. die Easinogaffe und mit der Hauptfa^ade eine neue noch nicht er- „Je dunkler e« über dem Decemberschne war je mehr leuchtet Segen im künstigen Jahr." Er ist überhaupt von größter Bedeutung sür daS kommende Jahr, wie die schon angeführ-ten Sprüche und noch andere beweisen, wie z. B. „Wie der Deceinber, so der Frühling" und „Trockener December, trockenes Frühjahr und trockener Sommer." Die Alten sagten von dem December: „Ehristmon ist ei» nützlicher Mon, der daS ganze Jahr vollbring«; wa« der Brachmon und der Heumon und der August vernützet und vertrieben, daS dringet er alles wieder in fein Ordnung, denn was von einem verderbet wird, daS wird von den andern wiederbracht, und waS in ander» Monaten ist verpoten gewe-fen, daS ist alles ziemlich in diesem Monat." Die Bamberger GesundheitSregeln empfehlen: „Im Ehristmon brauch warme Speis', Gewürzten Wein, und meid mit Fleiß Die Kalt, auch zu dem Haupt thu lassen, Un leb in allem mit Ziel und Maßen." Letzteres ist auch in den anderen Monaten zu empfehlen; wenn dann der letzte Monat — „December ist deS JahreS End" — herbeigekommen, wird daS Sprichwort: „Ende gu'. Alles gut", sicher in Erfüllung gehe» ! 1886 öffnete Verbindunt,sgasse zwischen den beiden eben genannten Gaffen, die man dem anstoßen-den Pfarrnofgarte» abgewonnen hat. Daß diese offenbar für einen freien Platz berechnete Haupt-fa^ade in einer stimalen Gasse steht, dies gieot eben dem ganzen Bau einige Aehnlichkeit mit einem Abderitenstückchen. Weder aus d. Vormittags 10 Uhr. in der Kaplanei, zur Vorbe-reilung sür die Beichte, erscheinen. Die Kinder wurden hingeschickt. Aber »un höre und staune uiau über die leltjami Vorbereitung! Die eigentliche Wiederholung der Beichigebete ging rasch vorüber. Darauf aber folgte, in, Beisein des PsarrerS, seitens des CaplaneS ein Verhör von 4 Kindern, welche einzeln in daS Schlaf-zimmer des C.'pianes befohlen wurden. Die Kinder wurden nun der Reihe nach ausgefragt, ob die Lehrer in die Kirche gingen, wie und waS in der Religionslehre uuterrichtel werde und ob insbesondere Einer derselben über Slo-venen. über die Geistlichen und di« Kirche u. s. w. Bemerkungen mache. Da die Kinder selbst-verständlich keine der verfänglich gestellten Fra-gen »i Sinne des EapltineS beantworten tonn-ten, so erregten sie den Grimm des hochwür-digen Herrn, ver, jede Vorsicht aukitr Acht las-send, aus die uustlbslänoigen Kinder dadurch einen Druck auszuüben versucht.', daß er jedem derselben zurief, „er wisse, es müsse el.raS wissen" und dann drohte, „es dürfe nicht zur Beichte gehe», wenn es nicht die Wahrheit — die von ihm gewünschte jedenfalls — sage." Und da der anwesende Pfarrer mit seinem hochwichtig in die Länge gezogenen Gesichte auch zur Geltung kommen m ßte, nützte der Eaplan dessen Hochwürdigkeit in ensprechender Weise auS. In der Suche nach Schreckbartheln brach er einmal sogar in den Ruf aus: „Ce ne bos povedu, boä pa v srnolo padu!* Dabei machte er auch insofern« BekehrungSversuche, alS er ein Kind durchaus in die slovenische «chule zurückführen wollte. Ein solcher Versuch wurde ferner mit einem Mädchen auf offener Straße gemacht; diesmal aber beschämte der natürliche Mutterwitz des Kindes den zuoring-lichen Eaplan. Wir begnügen uns vorläufig mit der Anführung obiger Thatsachen. Unsere Parteigenossen werden daraus ihre Nutzanw«« bung ziehen. Dem Herrn Eaplan aber, d>r fein heiliges Amt zur slov mischen Propaganda ausnützt, empfehlen wir die Lectüre des dieser Tage erschienenen Hirtenbriefes des hvchwürdi-gen Bischofs von Leitmeritz. Kleine Hhronik. [Volkszählung?» im deutschen 9i c i ch f.J B? rlin hat 1,310.382 Menschen, München 260.000, DreSden 245.515, Leipzig 170.076, Ehemnitz 110.693, Stuttgart 125.510, Karlsruhe 56.685, Augsburg 65.476, Würzburg 55.036, Lübeck 55.408. [D > ? W i e n e r I u w e l e n d i« b «] sind Polizei, noch nicht ermittelt. Offenbar sind eS Leute, deren Mittel e» gestatte», die Juwelen j einige Jahre liegen zu lassen, um sie, wenn die Sache eingeschlafen ist, leichter ver-kaufen zu können. Es heißt jetzt, daß die samt-lichen Juwelen Eigenthum des B?stohI?m» und nicht bloß demselben anvertraut gewesen seien. Auch Hort man, Herr Granichstädten sei gegen Diedstahl versichert gewesen. Nicht ohne Humor ist der Jnseratenkam?f von Fabrikanten „die-bessicherer Schränke". Jeder behauptet natürlich, daß „so etwas nur eine Eoncurenten passireu" löniie. wogegen seine Schränke treu wie Gold seien. Der Fall lehrt aber wohl, daß gegen gediegene „Fachmänner", wie die Diebe waren, nicht« schützt. — UebrigeiiS sind schon mehr alS zweihundert Anzeigen bei der Wiener Polizei »''er-verdächtige Persönlichkeiten einqelausen, ohne daß man eine sichereSpur hätte gewinnen können. Da-gegen solle» in.Bingen und Mainz sich drei Engländer die — Inder out dem Eintreffen des Steckbriefes — mit dem Wi«n Kölner Schnell-zug durchreisten, ziemlich verdächtig benommen Haien. Hoffentlich sind es nicht wieder unschul-dig Verdächtigte. (Die Hinterlassenschaft deS amerikanischen Erösus Van der-b i 11] besteht nach den neueren Mittheilungen größtentheilS in Eisenbahnobligationen und wird auf 200 Mill. Dollars oder 800 Mill. Mark geschätzt, von anderer Seite sogar auf 250 Mill. Dollars, wovon 70 Mill. in Bundesobligatio-neu angelegt sei» sollen. Seine jährliche Ein-»ahm« überstieg 10 Mill. Dollars D«r Pal ist an d«r fünften Avenne in New s)ork, der erst kürzlich vollendet wurde und in welchem Van» bilt gestorben ist, hat mit den Kunstschätzen dann einen Werth von dr.i Millionen Dollars. Diese Angaben erscheinen indessen theilweife doch stark übertrieben, denn in seinem Testa-mente vkrnachte er jedem seiner acht Kinder „nur" 10 Millionen, dem älteren Sohn außer-dem zwei Millionen ; die Wittwe erhält 200.000 Dollar». Die Legate sür wohlthäthige Zw.cke betragen eine Million. Außerdem verbot er den Verkans seines Besitzes an Eijenbahnactien ohne Zustimmung all0. v. M. ein fünfund» zwanzigjähriger Mahr gehenkt, welcher seine sied-zehnjährige Frau an« Eisersucht ermordet Halle. Als mau ins Gefängniß kam, um ihn zum Gal-gen zu hole», sank er aus die K»ie, und rief: „In meinem Vaterlande ist'S heiß, da brennt die Sonne, hier ist's bitter kalt, mau möge mir gestatten, mich in meinem Winterrock hinrichten zu lassen." Aus einen Wink deS Scheriss schnitt der Henker den Sammtkragen des Ro-ckes weg und der Verurtheilte ward im Winter-rock« executirt. [Verschiedene Nachrichten.] Die Seine richtet in der Umgebung von Paris große Verwüstungen an. — In Budapest haben sich der Bauunternehmer Wilhelm E g r e s s h, dessen 19-jähriger Sohn Ludwig und dessen zwei Tochter Beriha und Regin«. Erstere 20, Letz-tere 18 Jahre alt, mittelst Revolverschüssen entleibt. Noth war die Ursache dieser schreck-lichen That. — In Wien wird in der Zeit vom 1. bis 10. April 1886 wieder «in« H u n-draus st «llung stattfinden. — Die Polizei in San - Franzisko entdeckt« eine s o c i a l i-ft'i f ch e Verschwörung zur Ermordung deS Gouverneurs von Ealiforuien und anderer hervorragender Bürger. — In Wien ist ein Mann, der in Folge einer ««finnigen Wette einen Liter Branntwein ans einen Zug a.. » AA iiul ■■ M > ■ Ua A «ki A«fi All , 1 fti >\ f II ll II h ■■ 5 hat sich am 16. d. M. der Gendarmeri«post«n-Commandant, Franz S ch m o l l g r u b e r, in seiner Wohnung mit seinem Dienstgewehr er-schössen. DaS Motiv der That ist gänzlich un-bekannt. — Bei Otrato im Staate Georgia sin: zwei Perfonenzüge zusammengestoßen. Die SchlaswaggonS wurden zertrümmert, 12 Passa-giere bliebe» lobt, 15 wurden lereuSgefä^rlich verletzt. [Witzig« Logik.] AlS wahrhaft groß gilt der Mensch, sagt „Puck", der seine Fehler erkennt und sie verbessert. Demnach sind die Schriftsteller allesammt bedeutende Menschen, denn sie erkennen und verbessern ihre Fehler — beim Eorrecturlesen! [Eine famoseVerbindung.] Wer hätt« eS für möglich gehalt«» ! Ein« Verbindung zweier Wesen von so heterogener B«schaffenheit! Ja, Berg und Thal kommen nicht zusamm n, aber Menschen; und nicht nur die Letzteren, sogar auch — Zeitungen verschiedenster politischer Richtung. Da wird uuS soeben die ver-blüffende Kunde, baß in Trieft die „legitime" Verbindung zwischen — man höre und staune — der „Tiiester Zeitung", einer bekannten con-servativen Favoritin unseres aristokratisch vor-nehme'.! Preßsondes und dem „Triester Tag-blatt", einen, liberalen journalistischen Ausbund, stattgefunden hat. Diese beiden sich bisher feind-lich gegenüberstehenden Blätter werden nun friedlich »eben einander l.ben, indem das Eine am Morgen und das Andere am Abend das Lied seines Herrn, unseres hochverehrten Völ-kerversöhnungs-Ministers, singen wird. Wir wis-je» wirklich nicht, sollen wir zu dieser sonder-baren Verbindung graiuliren ober — condoli-ren. Wie lange es die Beiden miteinander aus-halt«« werden? Jedenfalls solange, als sieder Preßfond aushält. der diese famc s« Verbindung zusammengebracht hat. [Frauenklughtil] .,Ab«r, liebe Frau Eure Kassekränzchen werden immer länger und länger. N»n warte ich schon drei Stunden aus Dich." „Sei nur nicht böse lieber Mann, aber eS geht nicht anders. Jede von uns will zuletzt weggehen, damit di« Ander«» nicht über sie reden können, darum wagt kein«, zuerst auszustehen." [Zwischen zwei Backfischchen.] Anni? (siebzehn Jahre alt): Ist das eine wun-derliche Geschichte von den tausend Frauen Kö-nig SalomoS! Denkst du ni Ht auch Kitti«, daß «S furchtbar schwer für ihn gewesen sein muß, alle tausend um ihre Hand zu bitten? Kitti (siebenundzwanzig Jahre alt und «bin, ohn« sich verlobt zu haben, zum zehnten Mal auS Saraioga zurückgekomm.n); Ja. aber nicht halb so schwer als es heutzutage für tausend Man-ner zu sein scheint, um die Hand eineS einzigen Mädchens anjuhalten. [Aus Kalau.] In einer Go7vwäscher«i am Sacramenlo gab kürzlich einer der Gold-Wäscher seinen Kameraden als sie Abends um daS Feuer saßen, lolgend« Frag« auf: „Wel-cheS ist der Unterschied zwischen einem Thee-kessel uud Othello?" — All« starrten Unheil-drohend auf de» Sprecher und schwiegen. — „Nun ganz einfach: der Theekessel siedet Thee und Othello tobtet si«!" Deutscher Schutverein. Wir». In der letzten Sitzung nahm d«r Ausschuß mit dem Ausdruck« des Dankes zur Kenntniß, daß die Wiener Firma Oesterreich«? mehr als 2000 Schultheken dem Vereine ko-stenfrei zur Verfügung stellte. Von Bewilli-gungen ist hervorzuheben, die Unterstützung deS Kindergartens in Pohrlitz und di« Gewährung einer Gehaltserhöhung für die Kindergärtnerin in Leipnik: für arme Kmder in Prachatitz wurde das Schulgeld gezahlt, und die Schule in Lich-tenbach mit Lehr- und Lernmitteln versehen. Außerdem wurden für mehrere Anstalten in verschieden«» Kronländern WeihnachlSjpenden festgesetzt, und die mit End« dieses JahreS er-ioschenen Bewilligungen für eine Reihe von Schulvereinsanstalle t von Neuem durchberalhen und genehmigt. Schließlich wurde die Zusam- t»ti>tiff jfsiitii-t "Y iift h hsliitii/irlil'f »enden Nr. 17 der «Mittheilung-»« festgesetzt. Dem Vereine sind wieder namhafte Spenden zugefloffen. _ An die deutsche Bevölkerung der Steiermark! ES nahen die frohen Tage deS Weih-nacht« f« st « S und der I a h r e S w e n d «, die allenthalben, so weit die deutsche Zunge klingt, in sinniger Weise gefeiert werden und für Alt und Jung Stunden der Freude drin-gen. Kein deutscht Hau« gibt r« da wohl, in welchem nicht der Christbaum in hellem Glänze erstrahlt oder der Christabend sonst in trautem Fauiilientreise gefeiert wird, und ebenso ist lS ein alter Brauch, die letzten Slunden deS scheidenden JahreS in heiterem geselligen Kreise zuzubringen. In solcher Zeit nun, wo der Mensch sein Herz der Freude öffnet, da soll er auch seiner bedrängten Stammesbrüder geben-ken und willig ein Scherflein auf dem Altare der nationalen Sache opfern. Unsere Stammes-genossen, die au den Sprachgrenzen oder mitten unter fremdsprachiger Bevölkerung den heiligen Kamps um die Erhallung ihrer deutschen E^gen-art kämpfen, sind eS, sür welche der Deutsche S ch u l v e r e i n um dieses kleine Opfer bittet. Ihren Kindern gilt es. die deutsche Schule. daS stärkste Bollwerk gegen drohende Entnalio-nalisiruug zu erhalten; sür diesen nationalen Zweck soll der Deutsche freudig seinen Zoll ent-richten und zumal in den kommenden Festes-stunden nicht darauf vergessen! Jedes deutsche HauS betrachte es als eine Ehrenpflicht, daß in dem geselligen Kreise, den es beherbergt, auch deS teutschen SchulvereineS gedacht und in irgend einer Weise eine W e i h n a ch t s -oder Sylve st ergäbe zugewendet werde! Der Formen gibt es ja oiflo, unter welche» daS Erirägniß froher Spiele und gesellschaftlicher Unterhaltungen dem edlen nationalen Zwecke zugeführt werden kann. Und wie sehr werden diese Festesstunden dadurch geadelt, daß si- zugleich auch einem nationalen Zwecke geweiht sind, daß die zur selben Zeit in Freude und Frohsinn « reinigten StammeSgenofsen durch die Ausführung deS gleichen nationalen Gedanken« eine große na» tionale Gemeinschaft bilden! An Euch All« nun.- deutsche Steiermärker, lichten wir die herzliche Bitte, unter dem Worte: „Gedenket uns« verdeutschen Schule! in den kommende» Festesstunden unserer Anre-gung zu solgen unb dem deutschen Schulver-eine «>nc Gabe zuzuwenden; vor Allem aber Euch deutsche Frauen und Stäbchen Steiermark«, die Ihr die geselligen Kreise des Weih-nachts- und Sylv sterabend« ziert, bitten wir. Euch dieser nationalen Sache anzunehmen : wenn zarte Frauenhände sie fördern, so ist der Erfolg ein sicherer und unsere schöne Heimat Stei'r-mark wird durch eine reiche Weihnacht«- und Sylvestergabe an den deutschen Schulverein ihren ost gerühmten deutschen Charakter neuerdings glänzend bewähren! Graz. im December 1885. Der Vorstand der Ortsgruppe Graz. ßissier Kemeinderaty. (XVII. Sitzung vom 18. d. M.) Vorsitzender Bürgermeister-Stellvertreter Hr. Franz Zangger. Der Vorsitzende läßt durch den Schriftführer Hrn. F e r k die Protokolle der letzten Sitzungen verlesen, welche verisicirt wer-den. Der Vorsitzende giebt bekannt, daß die FriedhosScoinmisfion Herrn GR. B o b i s u t zum Obmann gewählt uud Hr. Fritz Mathe« seine Stelle als Obmann des Waioaufsichtsco-niite« niedergelegt habe. Sodann wird zur Tagesordnung geschrit-ten. Hr. GR. Dr. S a j o v i tz referirt namens der I. Section über mehrere Angelegenheiten, darunter über Rechnungslegung des slädt. An-waltes Herrn Dr. Higersperger betr. dessen anwaltschastliche Thätigkeit sür die Co-mune seit dem Jahre 1863. Die Section bean- ..Deutsche HSacht." seien, das Expensar als liquid anzuerkennen und das Guthaben des genannten städtischen Anwal-tes zur Auszahlung anzuweisen. Diesem Antrage tritt GR. F e r j e » entgegen, der beantragt. daS Expensar der Finanz-Section zur Ueber« Prüfung zuzuweisen. Dieser Antrag wird mit 9 gegen 8 Stimmen angenommen. Nach einem Refer ue deS vorgenannten Berichterstatters wird der Gemeinde Umgebung Eilli im Vergleichswege ein Betrag von 809 fl. als Ablösung ihrer an dem a ten Hauptschulgebäude erhobenen Eigenthumsan-spräche zugestanden. Der Antrag der Finanz-section auf Lösung deS Pachtvertrages bez. der sogenannten kleinen GlaciS mit dem Militär-Aerar vom 1. Jänner 1886 wird gleichfalls zum Beschlusse erhoben. Der Antrag der IV. Section auf Bepflan-znng der sogenannten Reiter'schen Realität mit Nadelholz unterliegt dein vom GR. S a j o > v i tz gestellten Antrage auf Uebergang zur Tagesordnung. GR. Schmidl referirt namens der V. Section bez. der DurchführungSvorschriften über die Einführung von Bier und gebrannten gei-stigen Flüssigkeiten. Es wird nachstehender An-trag zum Beschlusse erhoben: „In Durchführung deS Beschlusses bezüg-lich der Einführung von Bier und gebrannten geistigen Flüssigkeiten wird den betreffenden Ge-werbsinhabern und Interessenten zur Darnach-achiung bekannt gegeben, daß jede Einsuhr von Bier und gebrannten geistigen Flüssigkeiten in den Stadtbezirk Eilli spätestens drei Stunden und nicht mehr als 2-t Stunden vor dem.Bezuge, jedenfalls vor der Einbringung in da« Wohn-und Gewerbe-Betriebslocale unter genaner An-gäbe deS Quantum« schriftlich anzumelden und die tarifmäßige Gebühr mit 21 kr. vom Hektoliter Bier, 1 kr. vom Liter gebrannten geisti-gen Getränke, nnd l'/„ kr. p r Liter Spiritus an die Stadtcasse abzustatten ist. Bei der Ein-fuhr von mchr als 50 Liter wird die Rückoer-gütung der entrichteten Abgabe gegen schriftliche Anmeldung deS Quantum? und mit Rücksicht auf die Gradhälligkeit geleistet. Jede nicht rechtzeitige Anmeldung des Bezüge« wird mit einer Ordnungsstrafe bis 19 fl., jede VerHeim-lichung zum Nachtheile oder zur Verkürzung der Abgabe mit der dreifachen bis zehnfachen Auflagegebühr geahndet." Hierauf fol.it eine vertraulich« Sitzung. Locates und Irovinciafes. Cilli, IS. December [Die Slaven ifirung der Süd-b a h n] ist einer ber Lieblingswünsche unserer politischen Gegner. Die Verwaltung der Süd-bahngesellschast läßt sich jedoch von der natio-»alen Propaganda der Herren Pervaken nicht in'S Schlepptau nehmen. So hat dieselbe, einem Wunsche jener deutschen Gemeinden in Unter-steiermark. welche im Vereine mit vierzehn slovenischen L indgemeinden gegen die Anbringung slovenischer Stationstafeln protestirt habe», Rechnung getragen und den gewiß nur ganz correcten Beschluß gefaßt, die von den slovenischen Agitatoren geforderten slovenischen Stationsbezeichnungen zu unterlassen. Die Ver-waltung der Südbahn wird sich nun freilich darauf gefaßt machen müsse«, de t Herren Per-vaken künftighin als Angriffsobject zu dienen. Doch wird sich die genannte die großen Auf-gaben des Weltverkehrs stets vor Augen habende Eisenbahnverwaltung von den aufdem engherzigen, kleinlichen nationalen Standpunkte befindlichen Herren Slovenen, die stets nur ihr selbstsüchtiges nationale« Interesse vor Augen haben, auch in Zu.'unft in ihren nur auf das allgemeine Wohl Rücksicht nehmenden Einschließungen nicht beeinflußt» lassen. Eine Eisenbahnverwaltung hat denn doch ganz andere Ausgaben, als sich um die fromme» Wünsche einiger naiiona-ler Streber zu kümmern. DaS fehlte noch, daß Hia» die dem Weltverkehre dienende» Verkehrsanstalten in den politischen Parleihader hineinzöge. Die deutsche Bevölkerung der Süd-steiermark und die uiit ihnen im Frieden leben- 1885 Heerfolge leisten, begrüßten die eingangs er-wähnt« Entschließung der Verwaltung der Süd» bahn mit großer Genugthuung. sP e r s o n a l n a ch r i ch 11 n.) Der Re-pierungSsecretär R von Schwarz wurde mit der Leitung ver Bezirkshauptmannschaft Adelsberg betraut. — Der Oderpostcomif-sar Kort Pokorny in Graz wurde zum Secretär der Post- und Telegrafen-Direction für Steiermark und Kärnte» ernannt. — In Graz starb am 15. d. M. der Artilleri«-Major K. Gottlieb F r a n tz im 81. Lebensjahre. [Der d e u t f ch-n ationa!« Verein für Steiermarkj hat in seiner am 17 d. M. abgehaltenen Sitzung folgende über Anre-gung der Herrn Dr. Glantschnigg von Herrn Professor Dr. H o e r n e S eingebrachte Reso» lutio» einstimmig angenommen. „Die heutige Versammlung beauftragt den Vorstand, daß er sich mit einem nationalg«sinnt«n deutschen Herr» Landtagsabgeordnete» behufs Einbringung einer Interpellation über die jüngsten Vorgänge am Eillier Gymnasium und überhaupt über die da-selbst in nationaler Hinsicht herrschenden Ver-hältniffe ehemöglichst inS Einvernehmen setze." [Wahl der Easin o-D i r e c t > o ».] Bei der gestern vorgenommenen Neuwahl pro 1886 wurden di« Herren Adolf Lutz. Baron Falk«, N. Hiq«rSperger, Dr. Hoisel. Paul Kniitl, Josef Negri, Paul Planer in den AuS-schuß des Ver«i»es gewählt. [P e H a u«t Gesangverein.] Au« Pettau wird uns geschrieben: Bergangenen Sonntag, den 6. d. M.. hatten wir nach längerer Zeit das Vergnügen, unseren M ä n u e r g e-s a n g v e r e i n . den wackeren Hüter deutschen Sanges und Sinnes zu hören. Die jüngste, in den Localitäten deS Herrn Murschetz abgehaltene Liedertafel gereichte unserem Gesangverein« zur vollsten Ehre. Alle Nummern des Programmes wurden zur vollsten Zufriedenheit des sehr zahl-reichen Publikums zum Vortrage gebracht. Die Leistungen waren in Wirklichkeit überraschende, so baß sie nach jeder Nummer einen wahren Beisallssturm entfesselten. Wir sprechen daher den lebhafte» Wunsch au«, daß uns«r tüchl'g«r Gesangv«r«in die Bewohner Peitau'S recht bald w'e. er mit feinen klangvollen Stimme» er-freuen möge. [Gemeinderathswahlen in Tüff« r.f Am 16. d. M. haben in T ü f f e r die GemeinderalhSwahlen slallgesunden. DaS Wahlresultat ist Folgende«: l. Wahlkörper. Die H-rren Eonrad A in o n. And. El« da-ch e r, Joh. P o u s ch e. Carl V a l e n t i n i t s ch alS Gemeinderäth«; Joies Preschi ' chek uud Carl U l a g a, Ersatzmann«?; II Wahl-körper. die Herren Dr. Ernst Schwab, Paul Bast. As Öls Weder. Otto Witthalm Gemeinderäthe; Josef Pinter und Anton B «i k o s ch e ck Ersatzmänner; III. Wahlkörper die Herren Franz Ulrich, Carl Weber Josef D r o l z. Carl K r « u l i t s ch. Gemeinde-räth« und Franz L echner und Josef K o-patsch Ausschüsse. [Styria - Miihle in Marburg.] Aus Marburg wird un« geschrieben: Der Mühlenbesitzer Fr a n z in Leibnitz. der di- «h«-malS dem Aloi« Edlen von Knehuber gehörige „Styna-Mühle" in Marburg schon vor eiuiger Zeit käuilich erworben hatte, bat dieselbe nun vor Kurzem in Betrieb gesetzt. Dieselbe befindet sich in ausgezeichneter Lage neben dem Frachten-Bahnhofe und den Lagerhäusern der ftctcrmär-kischen Escomptebank. Herr Franz bewirbt sich auch um die Pachtung der gesammten Armee-Verpflegung für Untersteiermark und will iür diesen Fall längs der Bahngeleis« ein« großer« Anzahl von Magazinen erbauen. Ec soll auch beabsichtigen an unsere Stadtvertretung mit dem Projecte einer stä tischen Wasserleitung heran, zutreten. . ^F ü r d i e a r m e n K i n d e r t m G e-b i r g e.] Der Gutsbesitzer H.rr Baron Edmund Wucherer in Gleinstätten in Steiermark, hat in diesem Orte eine Suppenanstalt sür arme Schulkinder errichtet, und sich hiedurch den Tank aller Menscheusreunbe erworben. Möge da« schöne Beispiel dieses edle» Mannes in unserem 1885 oft stundenweit zu gehen hoben. tagSüber warme Nahrung meist entbehren müssen. Nachahmung finden. fVerurtheilung eines sloveni» 1 ch e n Agitators.] Aus Villach wird uns geschrieben: Ter Pfarrer von Latschach, Herr Jakob Knaflic. «iner der fanatisictesten slo-venis hen Agitatoren wurde vom Bezirksgerichte wegen Mißhandlung eines Lehrers zu einer Geldstrafe von 10 fl. verurtheilt. sH a n d e l m i t g e b r a n n t e n g e i st i-aen Getränken) Nach der Minist.-Ber-Ordnung vom 17 November I. I. dürfen die nur zum Handel mit gebrannten geistigen Ge-tränken in verschlossenen Gesäße» berechtigten "Gewerbetreibenden in ihren den Kunden zu-gänglichen GeschäftSlocalitäten. die zu ihrem Geschäftsbetriebe erforderlichen Manipulationen als: das Umfüllen aus größeren in kleinere Gefäße, da» Filtriren des Flüßigkeitslestes u. s. w. nur zu einer Zeit vornehmen, zu wel-cher die erwähnten Localiläten dem freien Zu» «ritte der Kunde» verschlossen sind, und ist eS den erwähnten Gewerbetreibenden sonach ver» boten, in ihren den Kunden zugänglichen Ge-'schäftSlocalitate» gebrannte geistige Getränke in unverschloßtnen Gefäßen, d. h. in nicht Handels» üblich verschlossenen Gebinden und Flaschen auf dem Lager zu halten. sE i n A u g e e i n g e b ü ß t.] Der Grund» besitzerSfohn Jakob Filipancic aus Lastuisch atla-quirte den Michael Jeröen mit ein?r Mistgabel, wobei er dem Letzteren ein Auge ausstach. sF ü r die WSrmestudej sind weiter« «ingegangen: Bon einem ungenannten Kinderfreund 1 fl., Herrn Oberstlieutenant B e r t h o l d ■3 fl.. eine Wette 1 fl.. eine Wette 30 fr., Herrn Commissär Tax I fl.. Frl. A n l i n -g e r 2 fl.. Ungenannt 3 fl. Frau Bobisut, Herr S t i g e r und Frau K l a b » t f ch a r Bictualien. Herr Z e ch n e r aus Rann hat «inen Fisch gespendet. sD i e b st ä h l e.] Dem Grundbesitzer Franz Rego in Unterluditschew, dem Franz Jrgl in Oberveloweg und dem Franz H.ller in Graschich wurden in den letzten Tagen Schweine aus dem Stall, gestohlen. — Joses Simomtsch in Götschberg beklagt den Verlust einer ihm ent-führten trächtigen Kuh ihm Werthe von 80 fl. ]E i n t o d t e s K i n d.i Am 14. d. M. Abends kam di, Cassierin Maria Hrastnik mit ihrem unehelichen Kinde, von Wien nach Cilli und stieg in einem Hote! ab. Am Morgen des nächsten Tages war das Kind, welches am A*i?nd vorher noch gesund gewesen, eine Leiche. Die gerichtsärztliche Obducation der Leiche wurde zur Ermittlung der plötzlichen Todesursache an-geordnet. [M i t dem Holzfchuh] Der ledige Inwohner Franz Rotounig in Podgorze gerieth mit dem Grundbesitzer RochuS Svetina in einen Wortwechsel, der immer erregter wurde. Schließ-lich warf Rotounig seinen Gegner einen mit star-ken Eifennägeln beschlagenen Holzschuh auf den Kopf, in Folge dessen Svetita schwer verletzt, zu Boden stürzte, worauf Rotounig die Flucht «rgriff. [M i t b e nt M e s f e x.] Bor dem Gasthause der Anna Flux in Sdolle entstand zwischen dem Keuschler Michael Spende, Anton Toplischeg und dem Keufchlerssohn Johann Bann, sämmt-liche aus Raune, ein Streit, der damit endete, daß Bann von einem seiner Angreiser in die linke Brustseite einen Messerstich erhielt, der den sofortigen Tod des Gestochenen zur Folge halte. Herichtssaas.) sTodtfchlag] Am Abend des I. Oc-tober l. I. betheiligten sich mehrere P.rfonen beim Gifthanf- deS Johann Werd zu Nußdorf am Kukuruzschälen und tranken darnach bedeu-»ende Quantitäten Obstmost und Schnaps, daher «ine bald eintretende Aufregung nicht auSblei-den konnte. Gegen Mitternacht gingen die Bur-scheu nach Hauje und auf dem Heimweg« ent-spann sich ein Wortstreit, der bald in eine Bal-gern ausartete, bei welcher der 21 Jahre alte har den Anton KoroSec durch einen Hieb auf den Kopf mit einem Prügel derart verletzte, daß der Getroffene bald daraus an Gehirnläh-mung starb. Auch dem Anton Stefanie und Johann Katan hatte Klobassa durch Schläge leichte Verletzungen beigebracht. Nach Wahr-spruch der Geschwornen wurde Franz Klobassc. wegen Verbrechens des TodtschlageS und we-gen Uebertretung gegen die körperliche Sicher-heit zu schwerem Kerker in der Dauer von drei Jahren verurtheilt. fÄrandlegun g.j Der 57 Jahre alte Grundbesitzer Thomas Koßia von Wolachvvtzeu wurde angeklagt, daß er, um die Bersicherungs» summe von 1000 fl. von der wechselseiligen Brandschaden-Bersicheriings-Aiistalt zu erhalten, am 21. Juni 1883 seine Wirtschaftsgebäude in Brand steckte und da das Feuer, odne weiteren Schaden zu verursache» noch rechtzeitig gelöscht wurde, die Jnbrandsteckung dieser Ge« bäude am 23. Juni 1883 abermals versuchte, wodurch dieselben wirtlich niederbrannten und dadurch auch die Nachbargebäude der Feue S-gefahr aussetzte»; weiters habe «r auch fein auf 1000 fl. versichertes Winzerh ius in Kölsch-derg angezündet und brannte nicht nur dasselbe gänzlich nieder, sondern es gingen damit auch Vieh, Einrichtungsstücke und Heu im Werthe vo» 143 fl. 30 kr., ei» Eigenthum der Winze-ri» Maria Vreea zu Grunde. Der Angeklagte leugnete und wurde »ach dem Wahrspruche der Geichwornen vom Verbreche» der Brandlegung und vom Verbrechen der öffentliche» Gewaltthätigkeit 12. Falle» freigesprochen, welch' letzteres Dilect er dadurch begangen habe, daß er fein-r Tochter Maria, verehelichte Koffi eine Pistole vor die Brust fetz«« und ihr drohte, «r werde sie erschießen, wenn sie vor Gericht oder sonst wo aussagen werde, daß sie im Stallge-bäude einen mit Feuerfchwamm umwickelten Holzspan gefunden habe, und daß er seine Tochter Alosia Koßi bedrohte und ihr befahl, vor Gericht wahrheitswidrig« Aussagen zu mach n. sAmtSverun t r « u u n g. ] Der 32 Jahr« alte Grundbesitzer und gewesene Ge-meindevorsteher Franz Schalamun von Odrisch hatte in feiner letzteren Eigenschast Gemeindegelder im Betrage von 650 fl 75 kr. für sich verwendet und wurde daher wegen des Ber-brechms der Amtsveruntreuung angeklagt. Seine Verantwortung ging dahin, daß er diese Gelder nicht veruntreuen wollt«, weil er selbe, wenn auch nicht momentan, doch immerhin in der Lag« sei, zu ersetzen, auch stellte er dieSbe-züglich dem Gemeindeausschusse ein« vo» demselben verlangte Hypothek-BestellungS-Urkunde über den angegebenen Betrag aus. Da nun die Ge-schwornen di« Schuldfrag« einstimmig vernein-ten, fällte der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil. fT o d t f ch l a g. > Zwischen den Familien Jankovic und Omersu zu BreSje besteht schon seit Jahren ein feinofeliges Verhältniß, welches de» 26 Jahr« alten Johann Jankovic, Grund-besitzerSfoh» einmal veranlaßt', seinem Groll Luft zu machen. Er that dieS jedoch einem ganz Unschuldigen gegenüber, nämlich an ^em Zimmermann Markus Jug. der am 25. Zep> tember d. I. auf feinem Wege nach Jlovca beim Omersu vorüberkam nnd von Jankovic eingeholt wurde, der ihm fei» Zimmermanns-beil entriß und mit demselben einen derartigen Schlag auf den Kops versetzte, daß er in d«r Nacht auf den 2. Cctober der Verletzung erlegen ist. Am 25. September hat aber auch Johann Jankovic dem Josef Omersu und die Eheleute Ribiö mit dem Umbringe» bedroht. Nach Verbiet der Geschworenen wurde er so-nach wegen Verbrechens des Todschlages und der öffentlichen Gewaltthätigkeit zu 6 Jahren jchw«r«n und verschärften Kerker verurtheilt. Merarisches. fN e u i g k e i t.Z Wie wir erfahren, wird demnächst «in sehr interessanter üterarifcher Fund: eine noch nicht veröffentlichte Eorre-spondenz deS seinerzeit vertriebene» Diamanten- 7 den Prinzessinnen Amali« von Sachsen und Elisabeth von Preußen, in der im Verlage von Eugen Friese in Dresden erscheinenden illustrir» ten Zeitschrist »Universum" zum Abdruck ge-langen, uud dürfte diese Mittheilung in den weitesten Kreise» Aufmerksamkeit erregen. fF r o m m es Kalender.] Der Porte» monnaie Kalender in deutschen, ungaiischen, böhmischen, polnischen, italienischen und fran-zösischen Ausgaben sind so ausgesucht zierlich und geschmackvoll, wie sie wohl kein andere» Land auszuweisen hat. Die reizenden E'nbände in Papier. Leinwand. Bronze. Email und J»ch-ten machen sie zu alljährlich freudig betgrüßten Geschenken. Ueber die schier zahllosen Salon-Kalender. Blatt-Kalender. Eomploir Kalender. 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Text: „Birmanische Romanze, Leitgedicht" ; „Im Bureau der Länderbank" ; „Gedanken, die Nestroy nicht eingefallen sind"; .Märchen" ; „Lied von der Straße" ; „Au« des armen Teufels Liederbuch"; „Lebensregeln des Mo>eS Katzvogel"; BonmotS. Kleinigkei-ten ?c. :c. sD i e Alpe n.] Handbuch der gefammten Alpenkunde. Von Profeffor Dr. Friedrich Um-lauft. Mit 30 Vollbildern, 75 Textbilder» und 25 Karten (wovon 20 im Texte). A. H.irtle-benS Verlai in Wie». Lieferung 1—3. Vollständig in 15 Lieferungen 4 30 !r. — 60 Pf. — 80 Cts. — 36 Kop. Prof. Umlaufls neues Hand» buch „Die Alpen", von dem nun die ersten drei Lieferungen vorliegen, fesselt in stets sich steigerndem Maße das Interesse jedes Alpen» freundes. Da wir unS über die Vorzüge deS Umlanftschen Werkes schon ausgesprochen haben, erscheint eine eindringliche Empfehlung desselben wohl vollkommen berechtigt. [Deutsche Wochenschrift.] Organ für die gemeinsamen nationalen Interessen Oesterreichs und Deutschlands. Herausgegeben von Dr. Heinrich Friedjung. Wien IX. Wasa-gasse 20. Inhalt von Nr. 50 vom 13. December 1L85. Der Siaat und die Presse. Von H Fr. — DaS tschechische Culturvolk. — Orientchro-ntf. — AugenblickSdilder aus dem deutschen Parlamente. Von Carl Pröll in Berlin. — öo» cialpolitische Rundschau. — Berichtigung. — Feuil.ton: Verloschene und verlöschende Sterne Von Friedeich Schlögl. — Literatur, Theater und Kunst: Düntzer un'> die Go«th«»Forschung Von Hermann Rolle«. — Vom Burgtheater. Von Ad^im Müller-Guttenbrun». — Vom Jahr» marke deS Lebens: Der rettende Engel. Ein Sittenbild von Ottokar Taun. Der stehende Satz. Von Asoeodi. — Novelle: Sonnenunter-gang. Von Heinrich Seidel. — Bücherschau. Prob nummeri» gratis und franco. Mrjungt wird in der Papierhandlung de« Johann Rakusch in Cilll aufgenommen. Derselbe unt »ich mit guten Zeugnissen ausweisen können und beider Landessprachen michtig »ein. Pl'crd m verkanten. 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Sollte sich um die obige Stunde die srtatutenmässig erforderliche Anzahl von 15 Vereinsmitgliedern nicht einfindeu, so wird hiermit unter Beibehalt des Ortes, des Tages und der Tagesordnung auf 3 Uhr Nachmittags die VI. General-Versammlung ausgeschrieben, bei welcher laut Statuten eine jede Anzahl anwesender Mitglieder beschlussfähig ist. Gleichzeitig werden die Anmeldungen Jener entgegengenommen, die fQr das Jahr 1886 sich im Kriegsfalle bereit erklären : zur Krankenpflege im Feld oder in den Vereinsspitälern, sowie Derjenigen, welche leicht blessirte oder reconvalescente Officiere oder Mannschaften in Privatpflege zu sich nehmen wollen. Auch wird «>ie Subscription auf das Jahrbuch des rothen Kreuzes für 1886, welches sehr reichhaltig ist, gegen Erlag von 70 kr. besorgt. Alle geehrten Vereinsmitglieder die noch mit ihren Jahresbeiträgen im Rückstände sind, werden dringend ersucht, dieselben vor dem 20. d. M. an die Krau Vereins-Vice-Präsidentin Baronin Hackelberg in Pragwald bei St Paul einzusenden. Spenden jeder Art für die Blessirten in Serbien und Bulgarien werden von dem Unterzeichneten, sowie von der Frau Baronin Ilackel-berg zur Expedition an das Präsidium in Wien bereitwillig gegen Empfangsbestätigung über-jaommen. Neu-Cilli, 2. December 1885. Der Vereins-Obmunn: Leopold Fürst zu Salm-Reifferscheid. „P,«tfche ZSecht lüb5 JUL. JOHANNSEN, KantschnkStampiglien-Erzeognng & Grjvieranstalt Graz, Jungferngasse Nr. 2. Alle Neuheiten. — Lieferzeit 1 bis 2 Tage. — Agentur für Cilli: C. Almoalecluier. 427—C.2 100 Schaf schöne, ausgesuchte Rosen-u. Marmut-Erdäpfel besonders zum Samen empfehlend, verkaust <■ Gwllitscli in Cilli. Lehrling mit guten Schulzengniaaen findet sofortige Aufnahm«« bei Georg Schager , (Jemüchtwaren - Handlang. 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Kine Schachtel mit 1» l'lllitn 21 kr., 1 Rolle mit 6Seharh(eln fl. 1.05 (ei anstankittet Si'achitahme-s«ndnnz B 1.10. — ^Venlxer als eine Rolle »iia»si«hlt kiek« »itt«! weite». »as-i» ll'lr Kelten l«l«-r einige der «Irlrn Uankaehrrlbeia wiedert ?«»a,an», am 15. Mai 1883. Hochgeehrter Herr! Ihr« Pille» nwtten wahrhatt Wandet, fi« sind Nicht tat« so >«1« ändert angewiesene Mittel, sondern sie helfen wirtlich nahezu sür Alle». Boa den tu Ostern bestellten Pillen hat« ich die meisten an ftttitnfct und iPrfaaat« vertheil« und allm haben sie ge-holfea, selbst Pers»>t«n vo» hoheat «Her mit mit verschiedenen seiden und Gebrechen haben durch fi«, n>» nicht die voll» ««-sandhkit. doch »«deatenbe Befjetuag erfahren und wollen st« soetgedrauchen. Ich ersuche Sl« daher, wieb«, fünf Rollen >U senden. Kon mir Und Allen, di« wir schon »aa Siii» hatten, durch ihr« Pillen u»!er« Äesuabheil wieder jN erlangen. nnsercn innigsten Dank. blniti» De'ntiiiger. «ega.St..«y»rgtl, 18. ei eher 1W*. Geehrt«« Herr! Richt genug tann Ich meinen innigsten Dank aussprechen ffic Ihre Pillen, denn nächst Satte« Hilf« wurde meine Frau, weiche schon sabrelang an Misetet« gelitte» hatte, »utch :thr« Blatte! aiaang« - Pillen hieaan geheilt, und «enn»l«ich sie auch ietht noch bisweilen einige einnehme» maß, so ist ihr« «»esnubheit schau so weit ivtebet derßestellt. daß sie mit jacheablichee Krisch« allen ihren peschaingangea wieder nach, kommen kann. Bon dieser meiner Danksaaang bitt« ich Sie zum Wohl« aller leidenden Qtctraaift ,u räch n nnd ersuche gleich, zeitig, wieder am Linien ang von ,*e, Rallen Pillea an» zwei Stück chiaesilchkr Seif«, Mit desonbrrer Hochachtung ««gebener ^lola Novak. Cbergdrlntr. ara llastaad, Ih»«a zu g«stehen, das, mein alte« beiden nach dierwöchentiichem Gebrauche 8an, un» gar behoben ist aad ich im »reise «einer Bekannten i«se Pillen aas« einigste aaempfehl«. Zch hab« auch nichra da» ?legen «iaznwenden, wenn Si« von diesen Z«s|«a iift«atlich — «doch ohne R««ctt»feNi»uag — Sebraach mach«« woilea. Hochochtuagsvall Sien, i«. Bebet 18*1. C. ▼. T. Zrostbalsam JfÄ Tanochinin Pomodc %£Slffl3tSSi Mittel ä«jjen Frostleiden aller Art, sowi« auch gegen »ehe veraltete Wanden »C. 1 lieget 40 tr. »oa JaHten al» »aa bist« unter allen Haartvuch«mitt«la vom Äerzten anerkannt. Stm« elegant audgestatlele geoä« Das« » st. Lebens<»ssen; Uittrrlribtbcfcfitvtrfetn aller Art ein vsrzUgliche» Ha»smittel. i (H«(» wo n.__________ Spiswegerichfaft gegen «alanh, H«iietTett, »rampfhailen I«. 1 ivUMie SO Ir. Amerikanische Gicht-Salbe bei allen gichtisch«» «n» rhenmauscheu Uebeln. > st. t» tt. HomSopalhlMehe .Tledlrammle Universal-Pflaster S'Ä2 bMnttigca «»«Mniirca aller Art. auch alten retiodisch aa(-brediradtn Ofeldieiieen an dea ,>ü(ien. wunden und entzündeten Ltst»!«». un» ähnlichen beiden vielfach bewahrt. 1 Tiegel »u It. 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Es Ist genau zu beachten, dass man nicht ein sohleohtes, g»r keinen Erfolg habendes, ja geradezu schädliches Pr&pa-r%t erhalte. Mau verlange ausdrücklich: Heusteln's Elisabeth-Pillen; di se sind auf den Umschlage und der Gebrauchsanweisung mit nebenste-nender Unterschrift versehen. llnu|»t-llr|»«kl In Allein Apotheke ,{Zns» heiligen Lcopeld" des Ph. Kenslelo, Stadt, Ecke der Planken- und Spiegelgatae. 3MV Zu haben in Cilll bei dem Herrn Apotheker IWureck. *K 698-24 Ueber die Heilkraft BS" des echten JD r. Popp's Anatherin - Mundwasser gegen leicht bloteodes Zahnfleisch, lockere Zähne und Üblen Gernch aus dem Hunde. Nachdem ich das Anatherin-Mundwasser von Dt. J. G. Popp, k. k Hoszahnarzt in Wien, einige Zeit gebrauchte und die wohlthätige Wirkung desselben auf mein krankhafte», leicht blutendes Zahnfleisch und lockere Zähne, welche wieder ihre Festigkeit erhielten, t-mpfunden habe nnd auch den üblen Geruch im Munde beseitigt sehe, so fühle ich mich angenehm veranlasst, diesem Mundwasser das wohlverdiente Lob zu ertheilen und es Jedermann bestens anzuempfehlen. Wien. Franz ttrlirngl m/p. Beamter des k. k. Hauptzollamtes. Vor Nachahmung wird gewarnt, *VS zu denen einige Fabrikanten ihre Zuflucht nehmen, indem sie sich Finnen-Bezeichnungen aneignen, die der meinen ziemlich nahe kommen und ihre rroducte dem Aussehen nach sehr Ähnlich den meinen machen. Bei Ankauf eincj jeden Gegenstandes wird ersucht, genau auf die Firma zu achten. 6—4 IZvl lia/teea: In Cilli: Baumbach's Erben, J. Kupferschmid, Ap„ F. Pelle', Kaufmann. Rann: J. Öniderstf, Ap. Wind.-Landsberg: S. Vaczulik, Ap. Gonobitz: Johann PospisU, Ap. Gurkfeld: Fr. BOmchea, Ap. Stein: I. Moinik, An. Wind.-Feistritt: A. t. Gntkowiky, Ap. Windischgraz: G. Kordik, Ap. Z. 3916 Kundmachung! Zur Bestreitung des unbedeckten RestcS deS Erfordernisses für den Gemeindehousbalt pro 1886 jjiil der Geiiieinde-Ausschuß in seinen Sttzuiigen vom 13. und 23. v. M. die Einhebuug folgender Gemeinde-Umlagen im nächsten Ver-waltungSjahre beschlossen, als: 32°/o von sämmtlichen direkten l. f. Steuern; 15°/0 zur iLerzehrsteuer vom Wein und Fleisch, verbrauche ; 10% zur Verzehrsteuer von der Bier- und Brand- meinerzeugung im Stadtbezirke: 10®/o zur V-rzehrsteuer von eingeführtem Bier — relnirt mit 21 Kreuzer per Hektoliter. — dann eine Auflage von 1 Kreuzer p.'r & Liter von den eingeführ» ten gebrannten geistigen Getränken und von !'/» Kreuzer pr. » Liier von dem eingeführten Spiritus, — endlich die Forterhebung von 2®/o ZiuSkreuzer. Was in G 'mäßheit deS § 60 des Gemeinde-SialuteS zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Stadtamt Cilli, am 8. December 1885. Der Bürgermeister-Stellvertccter: ^6-' Arauz Jangg,r. Kundmachung. Zur Csnservirung der Bezirtsstraßen im Bezirke Cilli für das Jahr 1886 ist die Bei» stellung folgender Schotterquantiläten erfoiver» li 1 und zwar: 1. Cilli-Windischgrazer-Bezirksstraße V17M.3 2. Cilli-Rohitscher- „ „ . . 865 „ 3. Tüsferer » Bezirksstraße . ... 100 „ 4. Weitensteiner» „ ...... 300 „ . 300 „ . 500 „ . 400 „ . 130 „ . 66 „ . 50 „ . iJOO . . 30 . . 50 „ 5. Neuhauser- „ ^ , 6. Libojer« „ „ . . , 7. Greiser- „ „ . . , 8. Trifailer- „ „ . . 9. Kappeldvrfer» „ „ . . | 10. Neuklostir r- „ „ . . 11. Mairrbecger» „ „ . . 12. Sallocher- „ „ . . 13. Neuhaus-Wöllaner- „ . . 14. Tüchetn-St.Pri nuS ......140 , 15. Sella-Gora „ ......120 „ 16. St. Georgen Sella ......100 „ 17. Arzlin-Reisenstein ......150 w 18. Montpreifer- „ ......180 w 19. Süssenheimer- „ ......20 „ 20. Lotschitfch- „ ......10 „ 21. Kötting Lubetschna ...... 300 m 22. St. Georgen.B.ihnhof.....50 „ Die Beistellung dieser Schotterquantitäten wird im Minuende-Licitationswege bintangegebe» und di« diesfälliye Verhandlung aus Dienstag, den 29. Dezember 1885 Vormittag 9 Uhr in der Bezirks-VertretungS-Kanzlet zu Cilli, „Bahn-Hofgasse Nr. 162" anberaumt, zu welcher lln* ternehnier eingeladen werden. BezirkS-AuSschuß Cilli, am 15. Decb. 1885. Der Obmann: 847—3 Gustav Ätiger. Lungen-, Brust-, Halskranke (Schwindsüchtige) und an Asthma Leidende werden aus di- Heilwirkung der von mir im Innera ltnsslands entdeckten Medicinal-Pflanze nach meinem Namen „Homeriana" benannt, aufmerksam gemacht. Ärztlich erprobt und durch Tausende von Attesten bestätigt. Die Broschüre allein über tKe Heilwirkungen, Anwcrdiing der Pflanze „Homeriana" wird kostenlos versendet. Das Packet „Homeriana" von 60 Gr., genügend für 2 Tage kostet 70 kr. nnd trägt las» selbe als Zeichen der Echtheit das Facsimile meiner Unterschrift. Ich warne vor Ankauf der von anderen Firmen offerirten unechten ,,Homeriana". Eoht zu beziehen nur dlreot durch mich Paul Homero, Triest (Oesterr.) Entdecker und Zubereiter der allein echten Homeriana- 1885 ,.Z»e»tsche Macht - 11 al OUVrl-Aiissrlircilmiiü. Fflr den in 4'illi werden bis Juni 1880 folgende Mtolx*i»Ml»tttiitei» benöthigt, wobei bemerkt wird, dass nur vollkommen trockenes, im Winter geschlagenes und fehlerfreies Holz angenommen wird. Querschnitt gilt für den behauenen Zustand. Preisangabe pro Meter loco Cilli. 850 M. Sparrenholz, 15 15 cm. auf 8.70 M. 1 Iiäii 550 5» 99 15 15 99 Diverse 320 99 Bundtrame 21 20 99 auf 1300 99 • 99 160 99 Stuhlsäulen 18 21 99 99 330 99 99 220 99 Pfetten 18 21 5100 99 Dippclholz 20 21 99 99 750 99 99 3200 99 9y 18 19 99 99 570 99 99 2000 99 Tramholz 21 20 99 99 670 99 99 750 99 99 IG 18 99 99 520 99 99 2400 99 Thürstockholz 8 13 1100 St. Fussbodeuladen 33 91 99 570 99 99 2400 99 Blindbodenladen 3 0 99 99 400 >9 99 Offerte sind bis 28. 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J., 3 Uhr Nachmittag, in der Wohnung der Vorsteherin, Frau Bertha Kdle von Wertheimstein, Wi^nerstrasse 31, 1. Stock, stattfindet, recht zahlreich zu erscheinen. 65«—!_€ 4P»ilite. Seliöne ll oliiiiiiiiK bestellend ans 2 Zimmer. Kttclie etc., gussen- und gartenseitig, mit prachtvoller Fernsieht, »ofort zn he. Herrengasse 19 wrvil.n bei der HauKeigentbGmerin noch *wei Kort-kuaben ausgenommen. fl*,'1*-1 I Feld am Giilgenberg ist ans mehrere .Talire in ver>>aehten. Anzufragen bei der Hauaeigenthilmerin, Herrengasse lt*. 861— Hotel Koscher. aller Stände werden »um Verkaufe geseta-lieh erlanbter üsterr. - ungar. Staate-Lose und Renten gegen Theilstahlungen ron einem altrenoinmirten PeMer Bankhaus« tu «ehr csinntlcen BrilinKlinKrii ae-oeptirt. — Offerte mit Angabe der gegenwärtigen Beschäftigung sind ?o richten an die Admiui-stration der „l'ortii na", RuilappMt, llrahcHNNe 5. 826*8 Gemischtwaren-Handlung. im bestem Betriebe stehend, »ebenster Booten, wird in einem der belebtesten nnd grössten Märkte Steier-iiiavVs wegen Fatuili• nverhällnisseu sofort verkauft. Briefe un die F,ip. d. B*. Zur Saison empfiehlt Hauptplatz und Postgasse ■ k verschiedene feine Uclicitessen u. Spccerciwaren worunter: Mailänd. Strachino-, Gorgonzoler-, Imperial- u. Amerikaner-Ziegelkäse, Mortadella- und nngar. Salami, Caviar, Aalfische, Bremer Bricken und div. Heringe, alle SOd- nnd Bozner Frischte, rauchfreie Herr-schafts-Zwetschken und -Birnen, Krainer Fult«'!*- und tiilust-lloitltf. Alp«*n - KIinl- sowie jede Woche zweimal frische •r kii'lcr Sprotten, w 86 t—t Sonntag den 20. 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