Ar. 10"?. Mittwoch, 10. Mai 1905. 124. Jahrgang. Macher Zeitmg. lihti» «?"atluni,prelS: Mit Postversendung: ganzjährig 30 «. halbjährig 15 X. Im Kontur: ganz->« zu 4 Zeilen !>u l», „rüszrre per Zeile 12 !>: bei öfteren Wiederholungen per Zeile 6 d. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Eonn^ und Feiertage. Die Administration befindet sich ttongrekplah Nr, ii, die Medaillon Dalmallngasse Nr. 10, Sprechstunden der Redaktion uun « ui« 10 Uhr vormittags, Unjranlierlc Nriese werden nicht angenommen, Mannslripte nicht zurücigestellt. Nichtamtlicher Teil. Zur inneren Lage. ilcli,^ ber „Neuen Freiell Presfe" führt Abg. lari? ^^' g^gell die Einsetzung eines parlanieli lt.ii ?^ Ministeriums bestehe zullächst das Bedeil-^' "^ zluischen den iu Betracht kommenden Par-liild ^^"^'s^ Gegellsätze politischer, wirtschaftlicher ,^, nationaler ^iatur bestehen. Der Beamten-^!il ^^ ^Nler sei besser geeignet, parlmnentarische M,.^^ ^" bestehen. Der bloße Schein, unrichtig lll s^ ^äu haben, brauche ihn nicht ernstlich q^^r ^tellung ^i gefährden. Der Parteimann b«.i ^>^^^>^' jedoch lviirde in den nleisten Fällen bim "M'tia.^ Allgelegeilheiten eine schwere Ein->>, ^ s^ner Etellnng zu gelvärtigeil haben. Es ^i,> ^ 5^' fraglich, ob in einenr Augenblicke, wo ^h'"^)len uiunittelbar bevorstehen, die Parteien W^, Ilch zu einer Parlamentarisierung des ^j)ii-^-^MK Hustiniinend verhalten werden. Für We, ^ ^^t seinen ganz eigentümlichen Verhält-^ ^ uisbesoiidere aber für die Deutschen erscheine !U'ch. ^-' sichtigste, Beaultenlniilisterieil anzu 'lach^'' ^^dent'lich erscheine aber die Forderung ^5b"^ "Wiener Neuesten Nachrichten" sagen, die '^ ^"eiUarisieruilg des Hiiülisteriums lege den H^c" ll^ne große Pflichten auf. Wolle nian ein '^^l^llun aus dem Parlament, so müßten jene ^i/^' deren. Führer auf der Ministerbank ^ h<> , "^ ^ul haben, sich offen als ministeriell slii^^'^uen. ^h^ i,^^ h^^^ ,M)l die Charakter' ^,"anii werde es auch diesmal nicht gehen. ^Nll ^ ,/Montags-Revue" meint, die Unlgestal-^Ull ^^un'steriunlS durch deil Eintritt von, len ^^^utariern lväre, lvenn sie vor dm Neuwah-^ ^gte, eine Fehlgeburt, der uur eiu, kurzes ^lns-l ^I^u'deu sein könnte. Zumal unter den >>^ Parteien müßten Neuwahlen erst eine zuverlässige Majorität schaffen, die die deutschen Minister bei der Annäherung an die czechischen Kollegen stützen könnte. Sollten die Deutschen bei den Neuwahlen die Frage des Eintrittes von Vertrauensmännern ins Kabinett bejahen, so müßten sie zugleich ihrer jetzigen Zersplitterung ein Ende bereiten. Der ostasiatische Krieg. Eine unterrichtete japanische Persönlichkeit hat gegenüber dem Londoner Berichterstatter der „Pol. Korr." betont, daß die gegenwärtige Untätigkeit des Admirals Togo vielfach mißverstan den werde. Der Admiral würde unrecht um, seine jetzige ausgezeichnete strategische Position aufzugeben, an welcher 3toidestvenscij nicht ohne wei-tere Entwicklungen vornberfahren könne. Für vereinzelte Vorstöße von. Torpedobooten sei es aber noch zu früh; der Aktionsradius der Flottillen sei hiefür nicht groß genug. Daß eiue die Feldarmeen lähmende Erschwerung oder Versperrung der Ver-bindunH.'n zwischen den japanischen Inseln nnd dem Festlaude eintreten könne, falls die russische Flotte iil genügender At'tionskraft nach dem Nor-den gelangeil sollte, besorge man in Tokio keineswegs. Die Küste sei dafür zu lang und die zu kreuzenden Meereugen seien zu ktein. Im allgemeinen habe man auf japanischer Seite fast den Eindruck, als ob die Aufmertfamkeit im Augenblicke zn sehr anf die Flotten gerichtet sei. Gerade jetzt entwickle sich aber auf dem Festlande erst recht die ganze Kraft Japans zn einer Stärke, welche iii diesem Kriege noch nicht erreicht worden sei. Man werde eben die erste Periode des Feldzuges unter gesicherteren Ehancen zn wiederholen streben nnd ebenfo wie früher gegen Port Artur und Knropatkin, diesmal gegeil Vladivostok und gegell Linevic- vorgehen. Das Stärkeverhältnis habe sich entschiedeil zugunsten der japanischen Nassen verschoben und unausgesetzt werden weitere Nach-schübe befördert, um demnächst eiue siebente Feld- armee aufzustellen. Daß unter diesen Umständen niemand iil Japan an Frieden denke, sei klar. Die immer wiederkehrenden, insbesondere aus Aine rika stammenden bezüglichen Mitteilungen seien bedeutungslos. Im weiteren Verlaufe der Unterredung wurde der Umstand berührt, daß manche finanzielle Kreise ^ondons ungünstige Nückwirknngen der Anwesenheit der russischen Eskadre ill Ostasien auf die finanzielle Lage Japans voraussagen, da die Sätze für Frachten nnd Versicherungen bedenklich steigen müssen, so daß Japan ill Zukunft für die Ausfuhr viel höhere Ausgaben als bisher aufzuwenden haben werde. Im Hinblicke darauf erklärte die japanische Persönlichkeit, man brauche uur zu überlegen, welche steigend gnnstigc Anfnahme die letzten inileren wie änßeren Anleihen gefunden haben, um die Grundlosigkeit der erwähnten Anschauung zn erkennen. Die Tatsache, daß die letzte äußere Anleihe fast unter einein Wettbewerb der Märkte allsgegeben worden sei, beweise, in wel» chem Maße das Vertrauen in die Stärke Japans iii weitesten internationalen Kreisen gewachsen sei. Mail stehe jetzt in dieser Beziehung unvergleichlich besser als zu Beginn des Krieges. Was die iune^ ren Anleihen anlange, so verhalte cs sich mit ihnen ähnlich. Die letzte Anleihe sei insbesondere von kleinen Kapitalisten ill überwiegender Zahl gezeichnet worden, woraus zn erkennen sei, welche Fi-nanzkraft noch in der großen Masse des javani schen Volkes steckt. Überdies werde der patriotische Eifer durch glänzende Beispiele von oben angefeuert. So habe die königliche Schatiillenverwal-tuna,, wie bekannt, einen starken Posten zn dieser letzten inneren Anleihe beigetragen. Politische Uebersicht. Laibach, 9. Mai. Die Arbeiten der parlamentarischen Kommission für die UntelPlchnng der italienischen M a r i n e v e r walt n n g sind, wie man alls Feuilleton. Heinrich Orthelmanns Liebesheirat. Von Aconie Weyeryof-Ml'dcck. ^ . (Nachdruck ucrbuten.) ^thV^^ Orthclmann stand hinter, dem Spitzen-^! d^ ^'^ blickte ill dieser unbequemen Stellung ^b d'^ ^lwße — ^ji^ Beschäftigung, die weit-ieii^ ^größten Teil seiller Tage ausfüllte. Wenn Tante, die ihm den Haushalt ^ch ',^'u sagte: „Setz dich doch, Heinzelchen — ^Och/^ bir bequemer — wart, ich zieh' dir den Ri^M äurück —" dann lächelte er dankbar nnd ^""L, und setzte sich mit einer schüchterneil Bc-^. 5 "l die nunmehr weit offene Fensternische, ^lgot ^^' v'"^'"" "n Gesicht am Fenster ^chick/^' ^ ^auo er anf, zog ängstlich und un-^hy/ ^" Vorhang wieder heran nnd blieb s'e H^ h"l ein Mensch der Erde erfahren, ill was ^ i,i "aHtllligeil des Herrn Heinrich Orthelmann , ^.M)alb seines Schädels eigentlich umsetzten, 'hi,,. ^ Nmio und guckte, und niemand wehrte es ^ "nd dw Zinsen seines beträchtlicheil Vermö-l< fuchsn, cmf diese Weise ins Grenzenlose an; ?l>. ^N-n Martin Selano drückte es das Herz ^ 5v./, ^'u so unmenschlich reicher Mann wie die--^. il, '"""" "^" seinen, Selands, Vemühun-!hi'l'ckl zu verheiraten, bisher einen passiven, M? ! lächelnden Widerstand entgegengesetzt M,^ il),n zu trotzen, Martin Seland, der, so-Mo, lwn einem glücklichen jungen Paar die ^Ich. ' immer geheimnisvoll triumphierend ^drk^s^ 'hm, der in alleil, aber anch in allen ^/""len Kreisen der Stadt seine Verbindungen Nicht nur Heiratsvermittler war Martin Sc-land. Er war anch Hänsermakler nnd Kunsthändler, nnd wer weiß was sonst noch. Vor seinem Hause staild auf einem kleinen verbeulten und verblichenen Blechschild unter seinem Namen zu leseil: „Mobilien nnd Immobilien". Vor diesem Schilde hatte Heinrich Orthelmann schon manchmal nachdenklich gestanden, bis ihm ein vorübergehender Bekannter bedeutete: die Mobilien seien die hübscheil, reichen Mädchen, und die Immobilien die schwer unterzubringenden. Sinnend hatte Heinrich dazil genickt und war in lastenden Gedanken nach Hause gegangen; denn er wußte, Seland ließ ihn nicht mehr in Htuhe, und er hatte Angst bekommen vor Selands Immobilien, als ob eine von ihnen sein Schicksal werden müßte. Beinahe hätte ihn solch Schicksal ereilt; denn Eeland war ein Feiner. Er wnßte die Menschen je nach ihrer Art zn nehmen. Mit Adeligen sprach er Sportdeutsch, den modernen Ästheten gegenüber flocht er farbige Ausdrncke in seine Nede ein, mit der jüdifchen Kundschaft geringeren Ranges sprach er deren Jargon. Wie hätte Heinrich ihm qewach-sen sein sollen. Und dennoch blieb sein kindlich Gemüt ihm gegenüber einmal Sieger. Eilig stürmte Seland auf das Orthelmannsche Hans zu, so daß Heinrich von seineinBeobachtungs-posten hinter dem Spitzenvorhang zuckend zurück wich liiid sich ergebeil, aber vor Aufregung laut atmend, in einen voll zwei Plüschtischchen verbarrikadierten Sessel zurückzog. „'Tag! Gleich Hut und Überrock nehmcu! Gleich Antrag machen!" rief der hereinstürmende Seland, warf seinen Hut auf den nächsten Stuhl und wischte sich die Stirn. „Nun — wird's bald?" wandte er sich fast entrüstet zli dem unbeweglich ill seinem Sessel sitzenden Heinrich. „Warum denn —?" fragte der Heiratskandidat wider Willen beängstigt, eigentlich nur um Zeit zu gewinnen. Die kleine verschrnmpfte Gestalt der Tante stand, die Ellbogen all sich gepreßt, mit den kleinen magereil Nattenhänden zitternd, wie augewur-zelt an der Tür. „Helfeil Sie mir doch, Fräuleiu Orthelmanu!" rief Teland mit beschwörend erhobenen Händen. „Solche Gelegenheit kommt nie wieder. Ein schönes Mädchen, ein reiches Mädchen, sie singt, sie spielt Klavier, sie ist die einzige Tochter —" „Wer ist es denn?" fragte die Tante ehrfürchtig und warf einen ermutigenden Blick anf ihren kaum vierzigjährigen, nnmündigen Neffen. „Ja — wer ist es denn?" wiederholte Heinrich beklommen. „Drüben — die Tochter von Möller k Ko!" stieß seland wie im Triumph hervor. Aber sofort sah er auf deu Gesichtern von Tante und Neffe die Enttäuschung. Das nachbarliche Verhältnis war umn'mstili,: Heinrich stand zn oft hinter dem Spitzenvorhang. „Ja — was wollen Sie eigentlich mehr?!" fragte Eeland herausfordernd und maß Heinrichs nicht eben stattliche Gestalt mit einem beleidigend ausführlichen Blick. „Wir —? Wir wollen aus Liebe heiraten!" erklärte die Tante, und ihr guter alter Kopf wak-kelle mißbilligend auf dem dünnen Hälschen mit den vielen Nischen und Vorsprüngen. „Alis Liebe!" Das war etwas zum Weitererzählen. Darüber würde noch mancher seiner Kunden lacheil. Heinrich Orthelmann wollte alls Liebe heiraten — nnd die Tante auch — oder wie? Hatte sie nicht „Wir" gesagt? (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 107. 952 10. Mai 1905. Rom schreibt, noch nicht abgeschlossen. Die Arsenale, von Spezia, Neapel und Tarent wurden schon besichtigt, dasjenige von Venedig jedoch noch njcht. Die Nachrichten über die Ergebnisse der Untersuchung seien sonnt verfrüht. Nur das lasse sich auf Grund des bisherigen Verlaufes der Untersuchung schon jetzt feststellen, daß die von radikal-sozial^ frischer Seite behaupteten Unregelmäßigkeiten und Geldverschleuderuugeu uicht entdeckt wurden uud daß die in der italienischen Marine Wahrgenom meuen Mängel in gewissen Elurichtuugen ih!rcr Organisation wurzeln. Die Schwierigkeiten, die sich aus den dnrch die kretische Bewegung hervorgerufeneu Vorgängen ergeben haben, sind, wie eine Mitteilung aus Rom betont, bisher noch nicht überwunden. Wenn anch dem augenblicklichen Zustande auf Kreta seitens der an dieser Frage beteiligten Diplomatie nicht, ein bedrohlicher Charakter beigelegt wird, so verhehlt man sich doch nicht, daß die Anf gäbe, die Beseitigung der >^rise ohne peinliche Zwi schenfälle zu erzielen und einer längeren Dauer der jchigen unerquicklichen Lage vorzubeugeil, keine allzu leichte sei. Die vier ^chntzmächte Gretas Hal ten, im Einvernehmen mit den anderen Mächten, an dem Standpunkte fest, daß vor allem die Unterwerfung der Aufstäudischeu erfolgen müsse nnd erst nach der Wiederkehr einer normalen Situation in die Prüfung der verschiedenen, von den Kretern kundgegebenen Wünsche eingegangen und das Maß, in dem die Verücksichtignng derselben zulässig wäre, festgestellt werden, könne. Vor einigen Tagen fand, wie man ans K o n-stantinopel schreibt, eine Demonstration der Marine-Offiziere wegen der Gehaltsrück stände statt. Es versammelten sich mehrereHuuderte vou Offizieren aller Grade im Hofe vor der Admiralität und verlangten lärmend die Auszahlung eines Gehaltes. Alle Beschwichtigungsversuche blieben erfolglos. Der schließlich erschienene Iivil-Marineminister wurde verhöhnt nnd seine Entschuldigung, daß kein Geld vorhanden sei und er keines herbeischaffen könne, wurde mit dein Zu rufe, er solle seine Stelle niederlegen, beantwortet. Die Haltung der Offiziere hatte zur Folge, daß auf Befehl vom Mdiz die nötigen Geldmittel doch beschafft wurdeu uud die Auszahlung eines Ge Haltes stattfand. Es ist dies die erste Gehaltsauszahlung im laufenden, am 14. März begonnenen Finanzjahr. Einige Tage später erhielt auch die übrige Garnison von Konstantinopel einen Gehalt ausgezahlt. Die gegen die Teilnehmer der Demonstration beabsichtigte Untersuchung wurde untei> drückt. » Eine, Folge der Demonstration besteht darin, daß nun der Eingang in die Admiralität sehr strenge bewacht wird und der Zutritt nur den dort ilr Dienst stehendeil Offizieren, und Beamten gestattet ist. Wie die „Times" ausführt, hat mau Gruud zu glauben, daß Lord L a n s d o w n e, dessen Freundschaft für Frankreich und Interesse an der Entente außer Frage stehen, der französischen Regierung ernste Vorstellungen über die Neutra l i t ä t 5 b r ü ch e gemacht hat. Wir hegen, sagt das englische Blatt, die Zuversicht, daß Ron-vier uud Delcass6, die genug Gelegenheit gehabt haben, sich zu überzeugen, daß Lansdowne sowohl ein wahrer Freund Frankreichs wie ein nüchterner Beobachter der internationalen Politik ist, seineu Vorstellungen die gebührende Aufmerksamkeit zolleil werden, die unterblieben wären, wenn der Minister nicht überzeugt davon wäre, daß die Frage nicht länger ohne Gefahr ignoriert werden kann. Falls nicht unverzüglich die Lösung ge^ fuuden wird, fo wird die Situation sich scharf zu-svideu und einen sehr beklagenswerten Eharakter annehmen. Denn wird der von den Japanern behauptete Tatbestand nachgewiesen nnd fordert die japanische Regierung uns auf den Büudnisarti-keln gemäß zu handeln, so muß Frankreich sich erinnern, daß wir, keinen Ausweg hätten. Nichts könnte den Feinden Frankreichs besser passen und nichts könnte der Menschheit mehr Schaden ver-ursacheu, als eiu solcher Ausgang der Krise. Die eu gIis ch e SPezial g e saudts ch a f t zum Emir vou Afghanistan ist kürzlich nach Indien zurückgekehrt. Einem Vertreter des Reuterscheu Bureaus gegenüber äußerte der Führer der Mission, Dane, der Emir habe sich mit Freu-deu vollkommen bereit gezeigt, das mit seinem Va ter geschlossene Abkommen zu bestätigen, das eine feste, gute uud völlig befriedigende Grundlage der künftigen Beziehungen zu England bilde; der Emir sei sich darüber klar, daß seine Interessen nnd diejenigen Indiens identisch seien, lind Dane bemerkte anch, daß kein Zeicheil russischen Einflusses iii Kabul zutage getreten sei. Tagesneuigleiten. — (Sch ö n h e it s g eheim n i sse der italienischen Frauen.) In der illustrierten Monatsschrift für weidlich Schönheit und Körperpflege „Tas Äußere" (Willy Kraus, Verlag in Berlin) liest man: „In Italien sind die Eltern sehr bedacht darauf, ihre Kinder, namentlich die Mädchen, schon im zartesten Alter schön zu erhalten. Selbst in den ärmsten Klassen haben die Franen nicht nur einen mmiuti'aen Gang, sondern tragen auch daö Haupt mit graziöser Würde. Dies erreichen sie dadurch, daß sie Lasten auf dem Kopfe tragen, wodurch sie eim' schöne, gerade Haltung sich angewöhnen. Selbst die linder der besseren Massen müssen oft schwere Ge° Wichte auf dein Kopfe tragen, was fehr zur Entwick' lung des Nackens und der Schulteru beiträgt. Auch auf die (Hesichtsbilduug wird große Sorge verweil« dct; die Nase der Kiudcr wird öfters im Tag gedrückt und gepreßt, nur um sie zu verlängern oder zu verkürzen. Den italienischen Kindern wird nie erlaubt, die Auaeu zu reiben. Tränen sollen uicht zurückaehal» ten werden und man soll die Kinder sich ausM^ lassen, denn oieö mache die Augen rein und na' Lesen im Zwielicht wird nie gestattet. Die zwci ^1' Mittel zur Erhaltung der Schönheit sind Ruhe, we" man sich unwohl fühlt, uud Vermeidung "'^ Fleischgemisses. Völlige Ruhe, selbst bei Icichl" " . päßlichtcit, verhindert uervöseu Verfall und dclv", das gute Aussehen. Die Diät enthält sehr '""'" Fleisch, dagegen viel Obst, uuo das Gesicht wiro " ständig durch Massage aufgefrischt." „ ^ (Einem gefährlichen Sport 3" Opfergefalle u) ist ein 70jähriger ^udw'w eiu Deutsch'Russe namens Ioh. Kugler, der M ^ geil Jahren in Tislis seiuen Wohnsitz hatte- ^ einer sehr begüterten Aerawertsbesitzersfainilio >" mend, zeigte er vou Jugend auf eine große ^ . ^ für jede Art von absonderlichem Sporte. A^,> Eltern starbell und ihm ein großes Vermögen lM ließen, zog er sich voll seinen Mitmenschen fast ^ zurück. Seine einzige Uuterhaltnug bildeten ,^ Vodtlflasche und eiile große Zahl von Aä'ttll, denen er jahraus, jahreiu Ninatämpfe zu v"'^! ,. teil pflegte. Der Souderling, eine herkulisch ü^' ,,^, Figur, ging meist als Sieger aus dieseu wenig 3 . lichen Umarmungen hervor. Die Bestien selbst « teil die Vorliede ihres Herrn für den Alwholg^ uud lebteu einträchtig neben ihm. Nur ein ^^e sich Kugler vor zwei Jahren aus dem Kaulasus y , kommen lassen, zeigte sich störrisch uud widcrsp^l . er hatte seinem Besitzer, dessen Kräfte infold . hohen Alters und des fortgesetzten Alt'oholg"'"" abzuuehmeu begannen, bereits mehrere recht dlu Niederlageu im Niugkampfe beigebracht. Nichts' weniger suchte kürzlich der Sonderling die ^""'^ wut des mächtigen Tieres durch die Einslosung Alkohol uoch zu erhöhen. Es sollte der letzte ^'^ tauipf seiu. Mit großer Erbitterung ging.^ ,^h, hihte Tier auf seinen Gegner los, uuo als d^,' daß seilie Kräfte schwanden, schlug er mit einer ^^ stauge auf die Bestie ein. Taourch geriet ^..^,i iil solche Wut, daß er mit mächtigem Anpralle 1^ , Herrn zu Boden warf und ihm mit seiuen gewal . Prallten die Brust zerfleischte. 'Nicht elM "htt,^,, gereizte Tier, als bis der Lcichuam des solider vollständig zerstückelt nnter seinen Füßen ^.s«? - (Deu Wert der drahtlosen ^^ graphic-) zu erproben, hatte jüngst ein ^ M des Schnelldampfers des 'Norddeutscheu Lloyd " ^, ser Wilhelm II." Gelegenheit. Als nämUO ^ Schiff schon zur Abfahrt in Bremerhaven bereu ^ entdeckte er zu seinem nicht geringen SclM^'^Wi'l er seilie ganze Barschaft im Werte vou ^M ^, iu dein Hotelzimmer ill Bremen, in welch"" ^^ giert hatte, liegeil gelassen hatte. In der g>,"^ Bestürzung teilte er dem Kapitän fein Ungluc^ ^, der gerade noch vor der Abfahrt des DamM-' Vertretung des Norddeutschen Lloyd in Aw'^y 'l beauftragen tonnte, telephonisch in dem "7 ^,,, Hotel über den Verbleib des Geldes uachz"'"^,, Während uun der Dampfer weserabwarts^ Familie Hormann. Roman von Alexander Nömer. (56. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Johnny war ein lang aufgeschossener, dreizehnjähriger Tertianer, der sich einstweilen durch nichts als seine langen Gliedmaßen auszeichuete. Er sah Nuth keinen Schimmer ähnlich, artete mehr dem Vater nnd Klara nach, wenn er auch völlig andere Manieren hatte als die letztere. Johnny verwunderte sich nicht darüber, daß Nuth früher zurückkam als soust, er kümmerte sich nicht souderlich um ihr Vorhabell. Er schimpfte über seine mathenmtische Aufgabe, und über die Mordshitze, und daß Ruth ein Mädel wäre, das natürlich von Mathematik uichts verstäiide. Ruth war still und lehnte ihren Kopf an seine Wange. „Na — was ist los? Ist dir die Petersilie verhagelt?" fragte Johnny, nun doch verwundert aufschauend. „Ach still! Junge, verrate mich nicht, daß ich hier biu. Siud sie unten zu Hanse?" „Tante ja, und Klara, die wollte, glaube ich, ausgehen. — Dn — hast du was ausgeheckt, sitzen sie dir wieder auf dem Dach? Du nnd Klara, ihr kratzet euch am liebsten." „Pfui! Johnny, rede doch nicht so häßlich, Gott weiß, wie viel Mühe ich mir gebe, Schwester Klara gegenüber." Johnny lachte verschmitzt. „Laß dir keine grauen Haare darum wachsen, Ruth, der bist du anch ganz schnuppe, die hat andere Dinge im Kopf. Wieneken sagt--------" „Was sagt Wieneken?" „Sie will partout heirateil, sie macht immer solche Ailgen." — Er verdrehte die seinen derart, daß Ruth laut lachen mußte. Ihr wurde aber das Herz gleich wieder schwer. ,Kch, wenn sie doch heiratete, Johnny —" einen andern, dachte sie im stillen, nur nicht ihn — ihn-------- Und dann stützte sie ihren Kopf schwer in die Hand und ermähnte Johnny, weiter zu arbeiten, sie wollte ihn sicher nicht stören. Eine schwere Frage stieg ihr herauf. Warum war ihr der Gedanke so schrecklich, wenn Eurico Klara heiratete? Ihr Gesicht brannte. Weil sie nicht gut genug für ihn war — nnd weil Enrico--------o Gott, weiln sie sich anch noch so fremd geworden waren, in ihren Träumeu blieb er ihr der alte, geliebte Enrico! — eine Schöne, Stolze, Strahlende, eine zu der auch sie iu enthusiastischer Verehruug aufschauen könnte — iil sein Haus führen müßte. Da fiel unten die Vorgartentür ius Schloß, Klara kam von einem Ausgang zurück. Ruth feufzte tief auf, sie mußte wohl hiuun-tergehn und es erzählen. Die Tante verzieh es ihr nie, wenn sie es nicht tat. Und so ging sie deuu hiuuuter. Ihre Melduug machte Effekt. Klara wurde kreidebleich — solch ein Zeicheil von Geinütsbewe-guiig hatte Ruth noch nie bei ihr beobachtet. Tante Eilly schrie laut auf. „Heute schoil — vor einer Woche hattest du doch uoch einen Brief, Klara, iu dem er meldete, er käme so um den sechsteil, achten Iuui herum. Wailll will er herauskommen, Ruth? Hat er es uicht gesagt? Mach rasch Toilette, Klara! O mein Gott, eud'lich, endlich!" Nuth stand an den Türpfosten gelehnt, totenblaß — es war so — es war wirklich so. „Nein, wann er kommen werde, hatte er ^ gesagt; er hatte Tante Eilly und Klara ga^ . erwähnt." Mi' „Ich habe aber auch kaum mit ihw ö^ chen", setzte'sie tonlos hinzu. Mss Klara hatte jetzt hektische Röte auf dcn "" gen. „ s.F „Ich gehe hinauf und ziehe mich an- ^^, sie hastig nnd rannte an Ruth vorüber, "^fc» immer ünTüreingang stehend, fast über ^/^ Hl geworfen wurde. Auch Tante Eilly "ltt ^^ Zimmer, sie blieb allein. Es war wirklich I^ .^'i. Der Tag hatte heute mehr Stunden al" ' .^ Man wartete iil der Villa am Eppc"^,l Weg — eine Schwüle lag ill der Lust-schweigsam wurde das Diner eingenommen- Klara hatte unerträgliches Kopfweh. ^,,i>' „Das kommt von dem Schreck", s^^^cll-Cilly. „Fatal, daß dich das gerade heut I.^ii Sie firierte die Nichte mit einem äng!Ui" ^,i fenden Blick: Klara sah wirklich elend niw ^ vorteilhaft aus — fatal, fatal! . ,.,,>i 'K Nuth fragte uicht und machte kenm/^,»>1 merkung. Es fiel uiemaud auf, dass ^ sprach. ' Wgck Da, gegell acht llhr abeuds, fuhr em ^ vor — Klara sprang empor mit hochroN , !> gen, Tante Eilly goß noch rasch ctwaö ^ .^i>. Eologne auf ihr Tuch, das erfrischte die ^ A"' Ein fester Tritt draußen — Sophie 'Ml"" Enrico Robledo. ,,wicb''. Nuth war lautlos ins Nebenzimmer c" .^ Enrico stand auf der- Schwelle. Klcn." ^. ,l ihm entgegen, mit dem kleinen Ailfsmw' M,l^ dezent klang. Sie barg ihren Kopf "" >"'.'. ^jch l'' ohne ihn anznsehen. Er reichte ernst nnd >u" ^t,) lvegt der Tante die Hand. (Fortsetzung ^ibacher Zeitung Nr. 107. 953 10. Mai 1905. Tti/x ä"whr. traf auf ihm — schon eine halbe . Mc nach seiner Abfahrt — vermittelst der draht-,^ ^elegraphie die Iliachricht ein, daß die Geld->vch>? ^ ^"" H^lzimmer (sie lag fürsorglich ver i>e>, v ^^^ unversehrt unter deni Kopfkissen) gefun- nieis. ^"' ^" "'^ ^ ^"' ^^^^ ^"" ^"" Zahl ^, > ^r des Dampfers ai> dell Passagier auszuzahlen plom l ^"^ ^^' Freude des Passagiers über diese dern l, Auffindung und Wiedererlangung seines ^/^ten Gelder groß gewesen ist, kann lnan sich ^ ^uch eine „Perle" in einer Auste r.) itüll/^^^ Pariser Finanzmann saß in einem Ne-tt^lll?^ "'^ frühstückte: da bat, wie der „Gaulois" «!i? "'l eillfacher Mann in das Lokal, setzte sich i^ "l benachbarten Tisch und verlangte vom Kell-Hjiül,? Dutzend Austern. Die Austern kamen und das ^." begann. Kaum aber hatte der Gast die dritte liih^ 6Mssen. als er, die Hand nach dem Munde ^n^ leise anfschrie: „Ich glaube, ich habe mir lttiit> 1" ausgebissen." Indem er dies sagte, cnt-^e s^^ ^" Gegenstand seines Leidens. Es war bum ' ^^', prachtvolle Perle, noch ganz umgeben ^.äUckenoen Fleisch des Mollusken, aber von einer ^illck?' ^ ^ uanz besonders wertvoll machte. Der ^ ^ar betrachtete natürlich die Perle, bewunderte llncn wünschte dem Manne Glück, der sie auf so be/, "kte Weise entdeckt hatte. „Meiner Treu", lchü>> s ^"'' "^ ^^ '""^ möglich, daß das Ding ^W ' ^ ^"' ^"usche es zum Teufel; mein Zahn ^ dadurch nicht wieder." — „Nun. Sie werden j^?kaufen." — „Was kann diefer Kiesel wert „^' "^ „Wenigstens zweihundert Franken." — hurt ^' ^N' für die Hälfte haben wollen, gc-z^^ Ihnen." Der Handel wird geschlossen, der ^"Mlaiin bezahlt hundert Franken und erhält die ein ' ^"lu Fortgehen tritt er bei einem, Juwelier »Rck "'kündigt sich nach ihrem Werte. Aber !liinp ^chreck: Die Perle war falsch und der Be- ^ um im Frantell reicher. >Mü ^ pl) on als S el bstm ord gru n d.) gl»i>,^ ^^afschaft Snssex. geriet der Vorsteher einer dh^." Näscherei oariiber, daß er nicht sofort tele-^gll, ' ^l'uindung erhalten konnte, in folche Er ix /?/ ^li er sich vergiftete. Alle Bemühungen, ihn "ten, waren vergeblich. (?!) z^ (Die böse Frau.) A.: Warum ist Ihre Tlens. .^ ^ V-- Querst hat sie sich über das >,!ch^ !"ädchen geärgert, dann über mich, daß ich mich Iktz^^ber das Dienstmädchen geärgert habe, und lich ^ sie böse, weil ich mit ihr böse wurde, daß sie Tie? l bas Dienstmädchen geärgert hat. Verstehen LolaI- und Provinzial-Nachrichten. > Schiller-Feier, '^"zert der Philharmonischen Gesellschaft am 9. Mai. Ke„ 3^"^zvoll haftete der scheidende Vlict des gro ^m-> ^"'5 an den mit Tau-Juwelen geschmückten ^, ^ luid Ääunlen, rosigem Himmeln, träumen-t^ ^Uluen, die sich gegen Osten neigten, Vögeln, ^vtw^ ^orgenandacht singend abhielten! Die len^'Med vom Firmamente! Ihre letzten Strah-llll ^^venderischer und beseligender denn je über-Tich^'lN'ueild: Cs schied eiil großer Mensch lind ^afj^' ^^'n hohe Schöpfungen, voll unendlicher ^sHj "ud Schönheit einen wichtigen Abschnitt der ^tb '^ der Menschheit darstellen, aus dessen un-lchz. "'"t N^len die Gewißheit des Waltens des ^"''lcheil Gastes hallt, von dessen dichterischer ich^s llvir wie mit rauschendem Flügelschlage einer ^tde 'en, überschwenglichen Macht fortgerissen l^ U. der uns den Weg zur Erreichung des Idea U"v,cfen. ei» ^ War ein ,Überwinder' und so ward er uns hls'^ne dessen. — was wir ersehnen selbst aus leih r ^^'nft allein nicht könnten ^ ohne sein sieg-^ ächtend Vorbild!" singt der Dichter, den ^rhi!l Schillers huldigend. Ein siegreich leuchtend ^" fur die ganze Menschheit für alle feiten! slew's" die W^f den hehren Gedenktag an den Uw ^l, ^" würdig feiert, lenken sich die Blicke auf ^ Hn^Uller ebenbürtigen hohen Genius, d<^r uns ^b^ "scl, i,„^ >i'iinstler gleich jenem zu einem er-^ "' Vorbilde ward, von den, man bewundernd ^. " lnnn: „Der große Künstler floß aus dem ^ Menschen,". ^^ ? allulnschlingenden Liebe, die nie ersterben ^it s, ^ ^N' nanze Welt umfaßt, der idealen Mensch-^'r^ '^"' aanzen Schöne nnd Größe, de,n nnge-^>i>M ^'"^l?^ uach dem Höchsten, den, Sieg im ^ ums höhere Sein, wie es uns im. hohen ^lim. bir Freude" entgegentritt, wurde in der ^/" ein herrlicher Tempel von gigantischer ^, ^nclM. Würdig nnd sinnig feierte die Phil-'"sche Gesellschaft das Angedenken an Friedrich Schiller, da fie die Bevölkerung einlud, andächtigen Sinnes, Schiller und Beethoven im Herzen, die geweihten Hallen der Kunst zu betreteu, und der Weltgeschichte in Tönen, der Kunst imDicnste göttlicher Wahrheit zu lauschen. Dem Orchester, dem berufenen musikalischen Er» zieher des Volles, ward das erste Wort mit Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 gegönnt. Und mit Nechtl Denn in dem, Monuinentalge» bilde aus der großen IugendschaffenHepoche Beetho-vens, des erschütterndsten Dramas, das je in Tönen gedichtet worden, offenbart sich uns das Orchester in seiner reichsten Gestaltuug; es läßt die Tonkunst mit fenrigen Zuugen reden. In der Leitung des Orchesters erwies sich Musikdirektor Josef Zöhr e r wieder als feinfinniger und animierender Interpret Beethovens, der die große Kunst versteht, den Musikern seinen Willen zu fug-gerieren, die ihm in begeisterter Bereitwilligkeit folgen. Welche Riesenleistuug für eiu ProvinzoräMer die gewaltigen zwei Werke Beethovens bilden, welche Unsumme von Fleiß, Hingabe, Ausdauer und ehr» licher Begeisterung ihre künstlerische Ausführung bedingt, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung: Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt,, und die Aufführung erhärtete den alten Spruch, daß der beste Erfolg der Erfolg ist. Geradezu hinreißend wirkte die Wärme und der Glanz des Tons des dnrch die bewährten Künstler der Philharmonischen Gesellschaft verstärkten Strei-cherchors- vortrefflich hielten sich die Holzbläser, und auch der tüchtigen Leistung der Blechinstrumen-talisten gebührt volles Lob, doch machte sich der Mangel an Wärme nnd Weichheit insbesondere in der Neunten fühlbar: es klang alles zn stramm nnd zu nüchtern. Der Nhythmns war genau uud scharf akzeutuiert. Die Steigerungen gelangten zu großer Wirkung, das Klangbild wurde iu voller Schönheit zntage gefördert. Der tiefe Eindruck, den die Leonoren Onvertüre übte, löste sich iu rauschendem Beifalle. Der bekannte, hochbegabte, geistvolle Dichter und Komponist, Herr August Püringer, hatte der Philharmonischen Gesellschaft zur Feier einen Festspruch gewidmet, der bereits gestern veröffent-licht wurde. Die zu Herzen sprechenden Worte, von Herrn Professor Dr. Karl We dan mit schwungvoller Begeisterung vorgetragen, versetzten das Publikum in eine weihevolle Stimmnng. Langan» dauernder Beifall gab Zeugnis hiefür. „Es ist nicht möglich, daß je das Werk eines Meisters mit solch verzückender Gewalt das Hlov<'uu<: i Iliv^t (vorgetragen von allen Gesangsvereinen). 4.) Ver-schiedeile Belustigungen. Den Beschlnß des Festes bildet ein Tanz im Dorfe selbst, der um 7 Uhr abends seinen Anfang nimmt. - Der Ausflug findet bei jeder Witterung statt. ** (Demonstration.) Gestern abends, während des Konzertes der Philharmonischen Gesell schaft, fand in der Sternallee eine größere Ansammlung meist halbwüchsiger Jugend statt, die durch Pfiffe, Gefchrei uud durch Siugen von Liedern de-monstrierte. Die einschreitende städtische Polizei war angesichts der großen Zahl der Demonstranten außerstande, Ordnung zu schaffen, weshalb Gendarmerie requiriert werden mußte, die die Cternall.'e räumte. Einzelne Trupps zogen dann lärmend und singend durch die in die Sternallee einmündenden Straßen ab. — (Schillerfeier im Kasino.) Der Zweigverein Laibach des Allgemeinen Deutschen Sprachvereines in Verbindung mit dem Deutschen Lehrervereine veranstaltet morgen in der Kasino Glashalle eine geineinsame Gedächtnisfeier anläßlich Friedrich v. Schillers hundertsten Todestages. Al5 Festrede wird hiebei der Obmann-Stellvertreter des Zweigvereines, Herr Professor Dr. Fr. Riedl, eineil Vortrag „Schiller als Mensch, Dichter und Denker; zur Erinnerung an Fr. v. Schillers letztes Lebensjahr und Sterbetag" halten. Die Feier beginnt um 8 Uhr abends; der freie Zutritt dazu steht den Mitgliedern sämtlicher hiesigen deutschen Vereine offen. — (Eine Schiller- und Schulverein s-feier) wird Samstag, den 13. d. M. um 8 Uhr abeuds vou den Ortsgruppen des Deutscheil Schul-Vereines und der Südmart' sowie der Liedertafel in pleumarktl im Saale des Gasthofes Radetzly veranstaltet: Einteilung: 1.) Eröffnungsansprache. 2.) Festspruch. 3.) Gesangsvorträge. 4.) Festrede von Dr. I. I. Binder. 5.) Gesangs- und Musikvorträge. — (Schillerfeier der Bürgerschule in Gurkfeld.) Ails Gurkfeld wird uns gefchrie-bcn: Unfere Bürgerfchule beging gestern den hun» derrsten Todestag Schillers in folgender Weise: Nachdem tagsvm-her die Schüler der dritteu und vierten Klasse mit Festschristen beteilt worden waren, wurde am Dienstage mit den gesamten Schülern unter Aufsicht des Lehrkörpers ein Ausflug nach Turn am Hart veranstaltet, wo das Schloß, die Kapelle, das Arbeitszimmer Anastasius Grüns und das BibliothekSzimmer nno das Mausoleum besichtigt wurden. An den Stnfen derGmbstätte des Dich-ters wurden von den Schülern Biographien lind Gedichte Schillers und Anastasius Grüns vorgetragen, worauf man den Rückweg über Haselbach autrat, wo die Jugend bewirtet wurde. * (Plötzlich gestorben.) Gestern abends Wurde in dem Friedrichschen Vorhanse am Rathaus» platze eine 45- bis 50jährige Frauensperson von einem Unwohlsein befallen und starb nach einigen Minuten. Der herbeigernfene Arzt, Herr Dr. v. Födransperg, konnte nur den Tod konstatieren. Die Identität der Toten tonnte bisher nicht konstatiert werden. Sie war schwarz gekleidet, trug ein weißes Kopftuch und hatte eine schwarze Einkaufstasche bei sich, darin sich zehn Paar zcrrisseue Strümpfe uud Fußsocken, ein ioeißes, rotgestreiftes uud mit dem Buchstaben 1' gezeichnetes Küchcntnch, eiu Rosenkranz und 92 II Geld befanden. Die Leiche wurde in die Totcnkammer zu St. Christoph übertragen. * (Ein Wächterhäuschen umgewor-f e n.) Diesertage nach Mitternacht hnben unbekannte Missetäter das an der Wiener nno Wasserleitung^ straße stehende hölzerne Häuschen des dortigen Ver-zehrungssteueraufsehers umgeworfen und dadurch einen Schadeil, von 24 1< verursacht. - (Das Bestke gelschieben des Lai° bacher Deutschen Ra 0 f ah r e r v e> r e i u e 5 „Edelweiß") findet morgen mit gleichzeitiger Verteilung der Beste seinen Abschluß. An diesem Abende gelangen auch die Ehrenurkunden an diejenigen Mitglieder, die im vorigen Jahre die größte Kilometeranzahl zurückgelegt, zur Verteilung. * (Selbst verletzt.) Vorgestern nachmittags torkelte der Besitzer Franz Zupanöiö aus Sittich iil ziemlich angeheitertem Zustande die Karlstädterstraße dahin und gestikulierte hiebei lebhaft mit beiden Häudeu. Beim Hause Nr. 0 angelangt, fchlng er mit der einen Hand die Scheibe eines Parterrefensters eill und verletzte sich derart, daß ärztliche Hilfe geholt werden mußte. ^ (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke Loitsch (40.383 Einwohner) wurden im ersten Quartale d. I. 112 Ehen geschlossen und 38!) Kinder geboren. Die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 330, darunter 14(i Kinder im Alter voll der Geburt bis zu 5 Iahreu. Ein Alter von 50 bis zn 70 fahren erreichten 42, voll über 70 Jahren 74 Personen. An angeborener Lcbensjchwäche starben 27 Kinder, an Tuberkulose 53, an Lungenentzün dung 17, an Scharlach 27, all Diphtherie 8, an Infln enza 4, an organischen Herzfehlern 0, an bösarti gen Neubildungen 1 Personen, alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. Unglücksfälle ereigneten sich 3 (1 ertrunken, 1 erfroren, 1 all Brand wunden gestorben); ein Selbstmord oder Mord tan« nicht vor, dagegen ereignete sich ein Totschlag. —o. ^ (Geschw 0 re n enausl 0 s u n g.) Für die am 5. Juni d. I. beim Schwurgerichte in Ru dolfswert beginnende zweite Schwurgerichtsperiode wurden ausgelost: Zu Hauptgeschworenen: Andreas Spreitzer, Realitäten- und Sägemühlenbesitzer in Altsag; Alois Hrastnik, Gemeindevorsteher, Gastwirt und Grundbesitzer in Arch; Alois Tomaüin, Gastwirt uud Realitätenbesitzer in Smednil; Vinzenz ^ener, Spital5verwalter und Realitätenbesitzer in Gurtfeld; Georg Spriuger, Grundbesitzer und Wirt in Hönigslein; Karl Sa^el, Realitäteilbesitzer nnd Gastwirt in Nasseiifuß; Jakob Ri/nar, Tischlermeister in Ratschach; Johann Berce, Wirt und Grundbesitzer in Kompolje; Franz Kužnik, Gemeindevorsteher nnd Grundbesitzer iu Podlisec; Rupert Engelsberg, Handelsmann uud Realitätenbesitzer in Gurkseld; Franz Fadjmn'U-, Oberlehrer in Pension nnd Besitzer in Oberradolje; Johann Zurc, Kanfmaun und Besitzer in Unterdentschdorf; Franz Gregory, Realitätenbesitzer und Hotelier iil Gurkfeld; Franz Gimpelj, Grundbesitzer iil Obersuschitz; Matthias Ko/ar, Grundbesitzer in Malence; Franz Fink, Gemeindevorsteher, Zimmermeister uud Realitätenbesitzer ill Büchel bei Pöllandl; Franz ^ircelj, Grundbesitzer in Pijavce; Andreas Pirc, Grundbesitzer ill Ravne; Franz Koporc, Kaufmann und Besitzer in Dober-nik; Antoil Zavrl, Grnndbesitzer in Scharfenberg; Johann Nah^u-, Handelsmann, Gastwirt uud Rea-litäteubesitzer ill Eerklje; Iohanu Broduit, Besitzer iil Töplitz: Franz Numpret, Ledcrer und Nealitäten-besitzer in Gurkfeld; Josef Kuaus, Besitzer in Obreru; Franz Geraldi, Kaminfeger uud Nealitäteubesitzer iil Gurkseld; Iohauu Zupani-iö, Grnndbesitzer in Lak-teil; Leopold Knez, Handelsmann uud Realitäten-bcsitzer in St. Georgelt am Kumbcrge; Franz Vrin-sknle, Speuglermeistcr und Nealitätenbesitzer in Tschernembl; Autou Najiuer, Handelsmann, und Besitzer in Mottling; Jakob Prelesnik, Gemeinde-Vorsteher und Grundbesitzer in Zdensta Vas; Josef Vuöar, Restaurateur uud Nealitätcnbesitzer in St. Barthelmä; Paul Zhuber von Okrog, fürstl. Auers-pergscher Forstmeister iil Aiuödt; Franz Potoöar, Gemeindevorsteher und Grnndbesitzer in Nußdorf; Johann Javornik, Besitzer nnd Sägemüller in Gmajna, und Iohaun Toln«i<^, Grundbesitzer iil Altenmarkt. — Zu Ergänzungögeschworenen: Josef Mogoliö, Nealitätenbesitzcr und Wirt in Nudolfswert; Allton 5iova5u', Grundbesitzer und Wirt in Hrib; Ailtoil Weiß. Hallsbesitzer, Handelsnlallll nnd Kleidermacher in Nudolfswert; Dr. Albin Poznik, k. k. Notar uud Realitätellbesitzer in Nndolfswert; Alitoil Ogrin, Handelsnialln uud Hausbesitzer in Nudolfswert; Rudolf Smola, Großgruudbesitzer in Graben bei Rudolfswert, uud Franz Vo5,'5, Handelsmann und Realitätellbesitzer ill Nudolfswert. — (Saaten st and in U n terkr ain.) Die i,l der letzten Zeit häufig auftretenden Niederschläge waren für den Saatenstand in Untcrkrain, namentlich für die Winterausaat, vom wohltätigsten Einflüsse. Begünstigt abwechselnd vom Sonnenscheine, bewirkte der Regen die erwünschte Dichtung der Getreideansaat sowie der Wiesengräser, so daß der Saatenstand dermalen allgemein als ein sehr guter bezeichnet wird. Die Rebe entwickelt sich, der Witterung entsprechend, allseits zufriedenstellend. Die Obstarten zeigten fast allgemein reichen Blütenansatz, nur stellenweise, namentlich in den höher ge° legenen Orten, beejnflnßten manchmal auft^ Nordwinde nachteilig die Blütenentwicklung. ^. die a»l der Schwelle befindlichen allgemein ^ . ten Eismänner ein abnormales Wetter nicht bringen, so erhofft sich der Landmann für heuer dem dermaligen Stande ein gutes FechsungsM^, - (Selbstmord.) Sonntag, den ^- ^ um 3 Uhr nachmittags fanden drei Gymnasia^ ., alls Rudolfswert bei einer Kahnfahrt an, ^"^. unweit des Spitalgebäudes der barmherzige" ^ der in Kandia eitle Leiche im Flusse, die als "^ 70 Jahre alten schwachsinnigen Matthias Slivc" . Drska, Gemeinde St. Michael-Stopio, agn"^,,, wurde. Slivar war noch am Morgen de5 6"^^»> Tages gegen 8 Uhr ill Kandia, als er zum lZo^ dienste uach Rudolfswert ging, gesehen worde>' , dürfte daher erst 4 bis 5 Stnnden vor der sM dung der Leiche den Selbstmord begangen l) Eine strafbare Handlung erscheint ausgeschlos!^'^ ^ (T 0 t aufgefun 0 e n.) Am 4. d. Vt. zuul Aefitzer Iohallu Petje in Klanec, Ge>"U^ H>!oräutfch, eil, unbekannter, etwa 70 Iahn' ^ . Bettler uud bat um ein Nachtquartier, das '!)'" ^ in der Heuschupfe gelvährt wurde. Am tom»^' ^, Morgen U'nrde er tot aufgefuudeu. Der Äettler aus der Ortschaft Moste, Bezirk Stein, stam"'^, — (In einem W asse rb 0 tti ch ^^^. kcn.) Wie die „Triester Zeitung" meldet, ' 5,, vorgesterii früh in Trieft in einem WasserdotM^ nlellschlicher Körper vorgefunden, aus dem da--' ^, ben bereits entflohen war. Der Ertrunkene w<" ^ 4^jährige verheiratete Landiliann Anton ^^'U aus Laibach, wohilhaft gewesen in S. M. ^' .^, 'Nesbeda hatte ain Vorabende bis gegen MM'N^,, iii einer benachbarten Wirtschaft gezecht und "^ ^ angeheitertem Zustande den Heimweg cmgw ^, so erscheint die Verliiutung begründet, daß "'„", ^ Duntelheit gestolpert und iil den Bottich ^esM« ^, allc' dein er sich nicht mehr erheben konnte. ^ Leiche wurden Uhr und Geldbörse vorgefundc»- — (Die feindlichen Brüder.) ^! ^ wurden dem Gerichtshöfe ill Agram die ^"'^^ und Nikola Topola au5 Hrastina, Bezirk An^, eingeliefert. Die beidell Brüder »vareu weg"' ,,1 Gruildstückes ill Streit geraten und sannen l^, seitig auf Rache. Nikola teilte nnn Freitag ^n ^,„ darmell mit, daß fein Bruder Vid vor 4(1 ^ ^,s (Vid ist jetzt «1 Jahre alt) eine» Raubmo^ . übt nnd den Leichnam in seinem Hofe begrabe» ,,, Ails Grnlld dieser Anzeige wurde die Uulm"",^ eingeleitet, und es wurde tatsächlich Sainst^ ^, illi Hose Vids ein Knochen ausgegraben, ^ ,^ Beine eiues Menscheii herrührt. Die Staatsc»" ^ schaft ordnete sofort die Verhaftung Vids a". ^, erzählte null den Gendarmen ebenfalls /'^^ schichte aus dem Leben seines Bruders. Nikola ^^, vor zwanzig Jahren ein Hans in Brand a^ , >lc>' wurde auch Nikola verhaftet, uud fo bewalM ^, sich da das alte Sprichwort: Nichts ist s" '"' ' spönnen . . . Geschäftszeitung. ^ — (Liefcru u g saussch re ibu ii g>) ^ ^ k. k. Haildelsmillisteriuiil teilt der Handels- "l" ,^ werbekaiiimcr in Laibach mit, daß die ^'^ßpi^ des Ingenieur-Arsenales iu öuprija ain ^'^^ a. St. (12. Mai u. St.) 1M5 in ihrer Kanzl^ ^ mündliche Lizitatiou abhalten wird, und 3^,,^,> die Lieferung von: Spagat, Bohrern, Sägcbl" ,„. Meißeln, Zangen, gefchmiedeten Nägeln, I"^,-^^ Winleleisell, Hobeln,Schlüsseln fürSägen, H"'N> ^., ?c. Muster uud Bedingungen können tägM^ ^n Verwaltililg eingesehell werdeil. Eii'c dn'^ ,^' gen der zu liefernden Gegenstände enthnltt'in ^, schrift der Lieferungsauoschreibuug liegt '' ^c>! reau der Handels- und Gewerbclammer i» zur Einsicht auf. Telegramme 5es k. k. Telegraphen-Korrespoudenz'ßllttll Zur Rekonstruktion des Kabinettes. ^, Wien, l). Mai. Einige Blätter darin, vollständige Listen angeblich bevorsu ^» ja sogar auch der nicht bevorstehenden ?^,^icl^'. voll Abgeordneten in das Kabinett zu veröM' ^.jc Dem gegenüber muß festgestellt werden, "^1,^' Angaben, jeder tatsächlichen Grundlage "' und nichts als leere Kombinationen sind. Die Genickstarre. in Wien, U. Mai. Nach einer MitteM"'^' Kriegsmiuisteriums ergab die bakteriolowM ^i^' sllchung durch das Militär-Saiiitätokomitel' '' ^i»! daß in den gestern gemeldeten ,^ra,lkheitssa ^.j,,. 5l). Infanterieregimente in Salzburg zweN?" epidemifche Genickstarre vorliegt. ^mbacher Zeitung Nr. 107. 955 10. Mai 1905. Eilf Personen ertrunken. d^udapest, 9. Mai. „Nudapcsti Hirlap" mel-telZ Q^ ^öatniar wollten zehn Vaucrmuädchen mit^ Fluss ^^ ^" Henkc-Teich, einen toten Arin des H.''ks Szamos, übersetzen. Sie wurden von zwei bcfn ^"' ^'llm Frauen sich gleichfalls i,n Kahne ^ick ' "^ ben Arni gerudert. In der Mitte des i„ ^s tippto der Kahn um und alle Insassen fielen tränst ^!!^- Die zehn Mädchen und eine Frau er-iich .^'' während die zwei Männer und eine Frau letton konnten. Vis nachmittag wurden zehn ^°n geborgen. Ein Tornado. l^I,^uslls City, 9. Mai. Ein Tornado hat ein dim s ^ "us Privathäusern bestehendes Stadt-i>er ^ ^°'^ Marquete zerstört. Man schätzt die Zahl tiscko . d. ain 2ugoling-Pcch !vobp ^uisch<.'n Bataillonen mit seä)s Geschützen, iM Schüsse gewechselt wurden. Vor der russischen ^aft/ "^anke sollen bedeutende japanische Streit> ^ Lesehon luorden sein. Der Wachdienst der Ia-^üils^^ ^"^^ verstärkt, daß unsere K'avalleric-Pa->i^ " üie Vorpostenlinien nicht durchbrechet^ tones'? "^ on, 9, Mai. Der japanische Gesandte Woh " lint bezüglich des Aufenthaltes der baltischen ^/ '^ 5wu französischen Gewässern dem Reuter-^ ^u folgende Erklärung gegeben: Die Lage ist ni5 f,^!^ schwierige, aber sie kann in keiner Weise !n^ ^slh angeschen werden, so lange die franzö' ^ Vierung gewillt ist, strenge Neutralität auf-M ^' falten. Dies ist unserer Meinung nach der ^ m^' erkläre deshalb, daß von einer Krise nicht - ^e s,in kann. ^^ ---------------- Verstorbene. Am ?. Mai. Zvonimir Ior, Rechnungsoffizial, 44 I., Millosicstraße 36, Selbstmord durch Erschießen. Am 8. Mai. Leopold Galit, Aibeiterssohn, 6 Monate, Schiehstättgasse 1b, 1i»cliit!», Ilvärucopnalu» «nrou. Im Zivilspitale: Am 5. Mai. Berta Hvala, Arbeiterstochter, 4 I,, Leall^tin«,, I'»r»1v»i« «urcliu. — Varbara Veneti, Inwohnerin, 68 I., Uiil»»mu» »suili». Am 6. Mai. Franzisla Smejc, Nrbeitersgattin, 26 I,, Vitiuin eorliin. Am 7. Mai. Josef Sollit, Albeiter, 44 I., sekundärer Blödsinn, Dannlatarih, — Josef Fatin, Vergmann, 28 I., Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 min. '3 «Z 2-Z5 3," ^.. «nslchl K^Z c, l 2 U. N^ 7M^4^7^^N7sHn^^^M7bewiiltt " 9 . Ab. 735 4 12-2 SO. schwach heiter 10.1 7U.F. '738 6 8 2 SO. z. starl I "bewölkt >"9 1 Das Tagesmittel der aestriaen Temperatur 13 6 , Nor-male 13 2° Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Iur Photographie süv Amateure! Anerlannt vor. zügliche photographische Salon» und Reiseapparate, neue un° übertioffene Moment-Handapparate, wie alle photossraphischen Bedarfsartikel bei A.Moll, l. u, k. Hoflieferant, Wien, I., Tuchlauben 9. Photoa.raphischc Manufaktur qegrilndet 1854. Auf Wunsch große illustrierte Preisliste unberechuet. (5288) »-i ' Kino (W60) 26-6 Quelle der Kraft für Alle die sioh matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, ist SÄNÄTOGEN. Von mehr als 2000 Ärzten aller Kulturländer glänzend begutaohtet. 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Wedan. 4.) «Des Mädchens Klage», Einzelgesang; vorgetragen von Fräulein Stephanie Handl. 5.) Violin vortrag; Herr 0. Syrinek. 6.) «Schiller als Mensch, Dichter und Denker>; Vortrag von Herrn Dr. Franz liiedl. 7.) Zwei Schiller-Gedichte; gesprochen von Herrn O. Syrinok. 8.) Kleine Mitteilungen aus Schillers Leben ; Herr Prof. lt. Peerz. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. Zur Teilnahme sind alle Mitglieder der deutschen Vereine Laibachs berechtigt. Die Ortsgruppe Laibach des Der Krainische Deutschen Sprachvereines. Lehrerverein. Botel „Ilirija" Donnerstag den 11. Mai Grosses Konzert ausgeführt von der Vereinskapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn PoÜla. (1969) Um zahlreichen Henuch bittet hochachtend Fritz Novak, nuteiier. im*- Ctleiohzeitig erlaube ich mir auf meinen in ff^r- Gurkfeld am Weinmarkt gekauften Portu-PV* gieser besonders aufmerksam zu maohen. mr* ZT^ei kleine "*^P1 Geschäftslokale am Rathausplatz sind per 1. November d. J. zu vermieten. Anzufragen im Geschäfte Heinrich Kenda, Rathausplatz 17. (1862) 7—3 Kurse an der Wiener Börse vom 9. Mai 19l)5. "°chdm oMellen ««^1^ Dl« notierten jniise verstehen slch !n ittmienwühning, D!e N°tiei»»a sämtlicher Altien und der «Diuersen Lose» versteht sich prc Stück. i<^""""' Stlllltllschuld. »eld ^ar. ^in^-e in Noten Ma!< '"°l,L"f"^?UllPr.«.4", N^l>>a.Vr.K,4 2«/» ,U<,-85 l'N'05 lü^ Ltlln.»,'?"'^ K,4^,„ 1ÜU8U IM l0 ,^ >. 5yo st, 4°^ ,59 50 ißi5l> ^,"t -. im st, 4°/^ ,uz 5o ,9i,.5„ t^ " lUO st, . . 2VL 50 2»4-t>0 ^»N»,!.' . k>» fl. . . 892'- 884'- !>» ''^" ll' b°/° - ^"^ü i!VU'25 <'H"d d.r im Kelch«. ^!.ri "" «andlr. ^>«?"'"'Mr. l<" st-, ^.^s," °""'wühr„ st!r.. "t^«M,,o»e.Nente.st,r., ^^ ' - . , 3>/»"/<> »3-»'' »» 5N <"V"^' « ' steuerfrei. «ronenwähr. Ü^^°v, Hl.). . 4°/» 1U0-2Ü 101-25 , 3l, ^«ronen , 4°/« 100'Lü 10^2!, ^ ^b.,». '.....4«2'—464'- z>, , ^'l»<»!l, V.U.E, '."'N^ -.....4«L5 444'2b V«lt> Ware Vom Ltaate zur Zahlun« übernommen« Gisenb.'Prior. vbll»atiunen. ltlilabethbahn 6U0 u. »U0U M. 4°/« °b 1U'V°...... N7-25 »8^25 ltlisabethbahn, 4U0 u, 2000 M. 4"/^......... IIS »I» »20 »5 Franz Iolef.'U., Vm, l»«4(biu. Tt.) Sllb.. 4"/«..... 'NO'« lUi-40 Valizische Karl llubwig - Ällh.i (div, Nt.) Silb. 4°/« . . . 100-25 W1-25 Vorarlberger Vahu, Em. I884 (biv, St.) S!ll>, 4°/« . . . 100-3U 1Ul-80 Staatsschuld der Ländtl d»r ungarischen Krön». 4°/„ lin», Goldrenle per Nasse . l<8-l« N8'U>» bto. bto. per Ultimo ... 1lU <>5 ll8 2z 4"/„ dto, «en!e !,l ttronenwahr., ste««lfrci, per Nasse . . . «8-— U8 2» 4"/ dto bto, btu, per Ultimo . 98'- W 20 Una, Gt. Eis.Anl, Gold ,ua fl. —-- —-— dto dto. Silber im fl. . . . —-— — — dt», Staats-^bliu, (Ung. 0stb. u. I, 1876....... — — — — dt°, Schllulreaa! 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Ferdinandii^ioidbahii En,, '«»« »01-50 102'50 Oesterr, Nordwestbahn . . . lu»ttb I09'8ö Staatsbahn....... 42«'—428'- Lllbbahn ü 3«/„ verz, Iunn.-Iuli 82085 322 85 bto. kb"/„...... l^L'15 127 1k. Una,aallz, Äahi,..... ll2— »3 - 4"/„ Unterlran!<>» Äalinen . ^'— — — Diverse Los, (per Clücl). Verzinsliche „st. »"/n «odenlrebit Lull- .--,—>— 5«/» Nllnau.Mcgul.LuIc , - 2?7>50 282'^ Nnuerzlnöliche llose. Älidap.-Vasllica (Domdau) 5 fl. »710 2!» 10 »rcditlose 100 fl...... 485'— 4U5-- ClnryLose 4« sl, «M, - lb»-. i«? ^ c?sener Lose 40 fl..... l^'-> ,75- Palsfy-Lo!e 40 fl, »M, . - l?ü-— ,«5.^ «utcnttreuz, Oest, We!., v, 10fl. b? 75 582Ü ,, ung. ,. „ 5fl, 8?bN 88 5,, Rudolf Lose 10 fl..... «"'— «l»'- Salm-Lofe 40 sl...... »1»-— 226 — St,.Genolö K°,e 40 fl. - - —- —'— Wiener Com,n,-Lllfe v. I. 1«?4 540-— 550 — Vewlnstsch. d. 3"/u Pr.-Schuldv. b. Nodenlrebllanst,, , 500 sl. . .«865 2885 Vn» u. Betriebs Oef. für städt, Strahenb, in Wie» lit, ä, , —'— —'— dto, dto. dto. »t. U , --— —-— Äül,m. Nordbay!, 150 fl, . . i!«b'— »72-— Äuschtiehrader (iis. 50U sl,KM. 3020' 3«4U' dto, bto. Oit. N) 200 sl. Illl« 1112-Donau Dampljchisfalirt«. Oesell. «efterr., 500 fl, NM. . . . 962-— !»?<>-- Dux Äodenbacher E.-V. 4<>0 li 521 — 525'— sscrdinaiid3Nordb.1U00fl.KM. 57L0- 5780 Lemb.^ Czernow, ^ Iassa ° Ellenb.» !Äch'll!chll!t 2<>l> fl, S. . . . 5>,5-— 589'30 llluyd, Oest,, Trieft, 500 sl. KM. K55'— «!>5-— Oesterr, Nordwestbalin 200 ,t. U) 20« jl. E. 434-— 43!>- PrllN'DuxerNllenb. 10« fl, abäst. 2,8 50 220-— Etanteeisenbaln, 200 sl, 5. . . K<>7 — «l>8 - siwbahn 200 fl, 3..... 89 75 »0 75 Endnorbb. «erb,°V. 200 fl. ttM. 4,1-— 412 t>0 Iramway-Ges., NcueWr,. Prio- ritäts-Ntticn 100 sl, , . . 19— 21 — Una.-aallz, Ei!e»b.2«0fl, Silber 404- 404-25 Una,Wes!b,(Naal> Gl'afl.2. 403 — 403 50 Wiener Lutalbahnen«tt,(«s!. . t«0-- 130 - Yankt«. «üglo-Oest. «anl 120 sl, , .304-25 3052» Vanluerein, Wiener, «00 fl, . 550 50 55150 Vl)blr,.Änst,, Oest., 200 sl.H, . 1"I2- 1018' Mdt, Ä»st, >, Hand, n. G.,«0sl. --- —-- dtu, dt», per Ultimo . . «64 75 «»5 75 Nreditbanl, Alla, una., 200fl, . 775 — ??«- Depositenbank, «llh,, 20« sl. . 464-— 487 — EslompteOcs., Ndrost,, 400 X 538 50 540- - Giro- u. Kas,enu,, Wiener 200 fl. 443 — 44C- HUpotlielb,, Oest.,-««'s<.!!0"/„ O. 3>>!l-- «,N-— «eld Vane Länderbanl, Ocst., 200 fl. ,-------— - Oesterr, unaar, Vanl, 600 sl, 1645 ««55 Umonbmit -U s!..... 542 — 548 - «erlehröbanl. NUa, 140 sl, . . 357 — 858 50 Indullrit-Inter' nehmung»«. Bange!,. '.'lN^. »st,, 100 sl. . , 165 — 1«? -. Tgüdier Visen und Vtahl-Ind, in Wie» 100 fl..... - '- —- ltisenbahnw'Leih»,Erste. «mfl. :«3>" tW — „ElvemW". Papirrf. u, V, , 1»^> - 140- - lliesinger Äraucrei 100 fl, , . »nu-— ^„4. .. Montan'Geselllch,, Oest.-alpine. f>:!3 25 53425 Prager Elfeu-ssnd.-Gel, 200 fi, 2«6U- 2670 Salgo-Tarj, Steinsohlcn 100 sl. 5UN — b?» .- „Sätü'—N2l -Waggon^eihanfl,, VINg. i» Pest, 400 « ....... k.?N- 5N8 Wiener VmW'sellschaft 100 sl. , <5» — iüi Wienerbelllerttieael-AltleN'Oes, »54 — 8N» - Veulsen. Kurze S'chteü Aniflerdam , , , 1«»'80 ,<»9 — Denlsche Blähe...... 1l?33 11752 London , . , , , 24" 15 ^40-35 Pari«........ U5-U? 95 5« Bl, Petcr^dürn...... -'— - - Valuten. Dukaten........ li-31 I, »5 20Franle»'l2tlicke..... 1»<'U l« " Deutsche Neichsbanlnoten , . "?'»" > 17-55» Italienilchr Äanlnoten , . , "'^ »b-5. «übel ^tutei! , , > "''^» 2 54 v«iu Ww. und T7"»xlcaL-u.f H|"««<«-M, l>r»iiiJi>rl<-st'n, »'rlorllÄteu, Ab(l<-n. '>(!, '¦"•««*Tlh«'ii niKl *nlnt«n. ^^^^^^^ IiOB-Veralolierung. _______ 33a.23.lc- "a.ndL "Wech-slei-O-öachäft Privat - Depots (Safe - Deposits) Varilmung »on ar-Elnlagan Im Konio-Knrran»- und auf Blso-Konta,