Hl. 113. Donnerstag, 17. Mai 1900. Illhigllllg 119. Macher Mung. Ä^ ^bjlhr?' ^ Poslvelslndüiig: aanzjahrig 30 «. haibjähnss ,b «. Im Comptoir: ganz-kellen b» k. «lößere p,r Zelle 1» b- be! «ltere» Wiederholungen per Zeile « l». Die >. «»>«.»»«»...< ^.« ^^ stch Congreseplav Nr,«, die Mebaction D°lMllti».Msse Nr«. Sprechstm,b" der N.d°?^, .5^°^ ^??." vormitlog«. U„lranl!er«e «riest werden nicht °'.^n°mme^ W«!,uscrlpt7 nicht »^ '" ""' ^ Amtlicher Theil. ^?"l>a» ?xxW "und« ln d« l. l. Hof. und Staats-^ bes ReiM.^ ', "'" ^^VI. Stück der rulhenlschen ^^wV>sMattes vom Iahie 18W, das XXVIl. i^'üü b?'?"'.' bas XXVlll. Stück der kroatischen, das H 3>bt be«?-"lche" u'ld das XXXl. Stlicl der böhmi« "tsen^ "elchsgesetzblattes vom Jahre 190U ausgegeben ^!'2 Ui) 3»"^°tte zur «Wiener ijeitunc,. vom Ibtcn lf berio^"^ di« Weitervcrbreitung folgender Press- ^ w'^M«t» bdto. Neunlirchen, 12. Mai 1900. P' ^ «Neu. 3"^" Voltsblatt. vom b. Mai 1900. V ^ '3o!» N"ll» vom 10. Mai 1900. 3 ^ 'N«5,'l l.Morgenllllsgabk) vom 8. Mai 1900. ^l!"«bl°tt m "'°^,ijeitung. vom 9. Mai 1900. ^/N^u o^Ueberschr.ft: -Das Herz I. Druck von ^>2 ^ Echass^", ^l"»°be eine« Verlegers. 3 ?essbuck. "'l" "schienene Druckschrift: «Das rUmisch-3'^H van U.M.E^„schmib, II. Auflage 189«. »r N 'I, M« Wacht an der Miese, vom ü. Mai 1900. ^13 '?H^' vom 9. Mai 1900. ^^^v» 0»lm»Un»e. vom 9. Mal 1900. ^chtmntiicher Theil. ; die zg; ^" Delegationen. l'^che " '^^"" "^""" ben Inhalt der l° ^ele.""" Majestät des Kaisers «°wzli , °l""' das Expose desGrafen ^3 d" öfter "i^^ ^"^"dlungen im Budget- Delegation, die mit einem Men. " lur den Minister des Aeußern ge- K^^enblatt. ^ darauf hin, dass das M bildet ^'^land und Italien den starten M^ unsir^".. !"t Mi Decennien als die ^ ^njeni^ °i!^"n Politik unsere Sicherheit « sei e?^ d.e bei uns den Dreibund be-^«^"slbles v?^^ gelungen, auch nur ein ein-^?»ist ez^^" demselben entgegenzusetzen. ^"" Unsers'" .jungen nachzuweisen, dass V Km di, ^"^ltnls zu Russland schädige. » ^ . Beziehungen immer besser gc- M' der «I, o^Thr"?^"^ Presse, wird hervor- ^ «"au "be und Expose nachdrücklich dar- ^^chchel.« .""wollen Garantien für die ^"^ ,,, " "«^-nälerter Kraft fort- bestehen. Je weniger Neues und Ueberraschendes diese Aufklärungen enthalten, umso bedeutsamer und erfreulicher sei ihr Eindruck und ihre Wirkung. Die äußere Politik der Monarchie habe zwei Fundamente, das treue Festhalten am Dreibund und das Einvernehmen mit Russland. Aeide werden in der Ansprache und im Expose" betont. Es gehe daraus hervor, dass in Berlin nichts anderes beabsichtigt wurde, als eine neue Be« lräftigung der Principien, auf denen der folide Bau des mitteleuropäischen Friedensbundes ruht. Das «Neue Wiener Tagblatt» tritt den Argumenten entgegen, mit denen der czechische Delegierte Dr. Slama sich gegen die äußere Politik aussprach. Er bezeichnet dieselben als Oppositionsmacherei u outranos, die von niemandem tragisch genommen werde. Ernste Männer sollten es sich wohl überlegen, solche uncontrolierte beweislose Anwürfe an ernstester Stelle zum Ausgangspunkt von Angriffen zu machen. Insbesondere sollte man, wenn es sich um Beziehungen zu Russland handelt, doppelt empfindlich und doppelt vorsichtig sein. Das «Vaterland» wirft die Frage auf, weshalb unsere Politik in Afrika, im fernen Asien, in Ame> rika lc. völlig abwesend sei? und bemerkt, dass diese Frage regelmäßig mit dem Hinweise auf die Zer-fahrenheit unserer inneren Verhältnisse beantwortet wird. Die «Reichswehr, erblickt in der Erwähnung unserer guten Beziehungen zu Russland das inter-es anteste und bedeutungsvollste Moment der Thron-rede und des Exposes und beruft sich sodann auf die im Eercle gesprochenen Worte des Kaisers, um den Czechen nahezulegen, als staatsmännische Partei zu handeln und von der Obstruction zu lassen. Das «Neue Wiener Journal» zleht aus den Verhandlungen im Budgetausschusfe den Schluss, dass die Czechen in der äußeren Politik isoliert sind. Die Parteien, die der äußeren Politik Triumphe bereuen, sollten auch auf dem Gebiete der inneren Politik zu-sammmstehen und nicht die czechische Obstruction fort» schreiten lassen, ja ihr Vorschub lelsten. Die «Oesterreichische Volkszeitung» constawrt, Graf Goluchowski habe sich vor aller Welt die Anerkennung erworben, dass er auf dem von femen Vor-aänaern errichteten Bollwerk des europäischen Fnedens treulich Wacht gehalten und es durch wertvolle Außenwerke verstärkt habe. Es mag chm also wohl anstehen, sick über das Misstrauen, das ihm und der Richtung emer Politik von «Obstructions-Automaten» aus- gesprochen wird, ruhig hinwegzusetzen, ebenso den ihm von derselben Seite gemachten Vorwurf der Einmischung in die innere Politik zurückzuweisen. Auch das «Illustrierte Wiener Extrablatt» wendet sich gegen die Aussührung d<-s Delegierten Dr. Slama und versichert, dass der von ihm versuchte Indicien-beweis für seine Anklagen einen kläglichen Elfolg gehabt habe. Politische Uebersicht. Laib ach, 16. Mai. Die Berliner «Post» schreibt, es sei erfreulich, dass in der österreichischen Delegation alle Redner, ausgenommen die Czechen, die Fortdauer des mitteleuropäischen Friedensbündnisses mit Genugthuung begrüßten und namentlich die enge Freundschaft zwischen dem österreichischen und deutschen Kaiserhause gebürend hervorhoben. In Berichten aus Salonichi wird constatiert, dass das einzige Moment, dos in der jüngsten Zeit eine Beunruhigung der Lage auf der Balkanhalbinsel bildete, nämlich die Gährung in einem Theile Albaniens, nunmehr beseitigt sei. Von der Bewegung, die hie und da einen bedrohlichen Charakter anzunehmen schien, sei jetzt kaum noch eine Spur wahrzunehmen. Ipel, der Hauptherd der früheren tunmltuarischen Vorgänge, zei^e wieder eine normale Physiognomie, in Prischtina sei leiner der kampflustigen Arnauten mehr zu fehen, Handel und Wandel nehmen in der ganzen Grgend einen, allerdings nach dortigen Begriffen normalen Gang. Die christliche Bevölkerung fühle sich nun von der Beängstigung, in der ste Wochen hindurch gelebt hatte, befreit. In Washingtoner politischen Kreisen werden Zweifel an der Eventualität geäußert, dass die Meinungsverschiedenheit zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei über die Entschädigung amerikanischer Missionäre zu einem Abbrüche der gegenseitigen diplomatischen Beziehungen führen würde. Aus dem anfänglichen Auftreten der Unionsregierung habe man allerdings den Eindruck gewinnen können, dass sie für den Fall der Weigerung der Pforte, sich der amerikanischen Forderung zu fügen, zu raschem Handeln und zur Anwendung äußerster Mittel entschlossen sei. In der Zwischenzeit scheine sich jedoch die Neigung zu einem fo robusten Vorgehen nicht unbeträchtlich ab-gekühlt zu haben. Für diese Wmdung sei allem Anscheine nach der Umstand nicht ohne Einfluss gewesen, ^ Feuilleton. ^ > ^'^'W»«en in Vtilin. ^! ^'>U" «nd w^ '°"^""' «"lender ,ch«°rz> « >>A«die z>"^>pp V ^""K °ul, «och schöner ftst ^?!w"Mtznn>Hl°" »°s!°n,m und Linden, ß ^ ^. "i h»l!end. ihn dem täglichen ß W" K festae? ?" Menschen aus der Erde. I ^'It^^ sie bis hart an den k ^3 ick^ der ft Uhr ""rgens. Und um halb Z l>hr?Ni. ^N°lser kommen! Aber man muss Z """ Millionenstadt gibt es k^fd^ Obleuten halten die Fahrwege ^> V'Ä' T)amm b'e Menge einmal über das ^ ^ I Hbnnng ^ Dann geht das Pferd des ^^^l7"« un ^ Schenkeldruck gehorsam. die Menschen zurück. "^tzen. U^W in Berlin durch. An, ärasten geht es «Unter den Linden» zu. Kein Plätzchen ist auf dem Trottoir frei. Speculative Buben schmuggeln unter die Thorwege kleine Kisten und Schemel, die man für «Trinkgelder» besteigen darf w3 einin Nussichtsthurm. Aneinander gedrangt wie di B ?ren einer Weintraube, schauen aus den Fenstern d e Köpfe. Voll buntester Damengarderoben schimmert jeder Balkon. Die Schaufenster der großen Juwelen-.,,k Lurusaeschäfte prunken heute nicht mit Gold und neugierigen Menschen gefüllt. Z n ' den SP egelscheiben der Kaffeehäuser ist jedes Nen Aussicht verpachtet, zehn Mark pro Person. " Aucb au den Dächern w,rd es lebendig. Man l.rrt Stünle aus den Luken und setzt sich neben den Schornstein. Ein waghalsiger Bursch hängt die Beine Mr die Dachrinne herunter, sechs Stock hoch! Auf den riesigen, fymbolischen F'guren am Zeughausportal bockt eine Herde Buben wie Spatzen^ S.e rerten auf ^m Arm der «Stärke» und dem Nacken des «Recht«., lebe vorbeisausende Carosse, in der irgend ein exotischer !iederbusch winkt, begrüßen sie nnt Hurrah-Salve^ Sclmarrende Stimmen bieten mimttm des Trubels die unvermeidlichen Ansichtspostkarten aus: «Kaiser ;ran» <5osef in Berlin l» Andere kreischen: «Kaiser-Pfennig das Stück l. Noch andere: Nr Franz Iosef^rrrawattennadeln l» Die ganze 'Industrie steht unter dem Doppeladler l Vlöblich dröhnt der Asphalt. Garde zu Fuß marschiert heran. Vier Glieder mit Trommeln und Mim an der Spitze. Eine Musik, die ich dle spar° tonische unter den Mitärmusilen nennen möchte. Ach regend fchrill und herzlos kriegerisch. Die Sectionen schwenken. «Halt!» gellt das Commando. Und zwischen Publicum und Fahrdamm steht plötzlich eine Mauer von weißen Hosen und Russhaarbüschen. fünf Mann dick. Den Garden folgen mit fliegender Standarte und rauschenden Harmonien Kürassiere. Dann Uhlanen mit rothen Waffcnröcken und schwarz.weiß bewimpelten Lanzen. Vom Potsdamer Bahnhof her bis hinauf zum königlichen Schloss steht Militär Spalier. Endlich! — Es ist weit über 10 Uhr. Wie Swrmesbrausen erhebt sich's plötzlich in der Ferne. Hunderttausende hört man «Hurrah!» jubeln. Eine halbe Escadron Leibkürassiere in silberglänzenden Panzern und Helmen trabt vom Brandenburger Thor herauf. «Präsentiert das Gewehr!» schnarrt das Com» mando. Ein «Klapp» zuckt durch die Garde. Rothe Horreiter erscheinen. Vier prustende Rappen trotten vorüber mit offenem Galawagen. Und in diesem sitzt Kaiser Wilhelm in österreichischer Generalsuniform, und rechts neben ihm Kaiser Franz Josef in der Uniform des preußischen Garde-Franz-Regiments. Vor Tücherschwenken und Hüteschwingen sieht man minuten« lang die Sonne nicht. Vor «Hurrahl» hört man den Präsentiermarsch nicht mehr. Neues «Hurrah!» Eine Kutsche mit wm jugend» l chen Kronprinzen von Deutschland und dem Admiral Prinz Heinrich. Und wieder Hurrah l Ein ganzer Wagen voll kleiner Hohenzollern. Wie niedliche Püppchen sitzen sie in ihren blanken Umformen da. Ihre herzigen Gesichter drehen sich nach allen Seiten. Ihre Händchen l^gen immmviHmld nnd Murrend an den Hrlme.n. Laibacher Zeitung Nr. 113. 936 17. Mai 190^ bass die Action der Regierung bei der öffentlichen Meinung des Landes keineswegs jenen lebhaften Beifall gefunden hat, der Regierungen bei der Geltendmachung von Forderungen im Interesse eigener Staatsangehöriger gegenüber fremden Staaten überall, zumal in Amerika gegenüber europäischen Staaten, in derRegel zutheil wird. Das Mifsverhältnis zwifchen dem verempwrischcn Charakter der in Eonstantinopel erhobenen Forderung und der relativen Geringfügigkeit des verlangten Be« träges sei zu fehr aufgefallen, um nicht die Vermuthung zu wecken, dafs irgendwelche befondere, mit diefer Sache selbst außer Zusammenhang stehende Motive im Spiele seien. Angesehene Blätter der Union stehen sogar nicht an, die Weigerung der Pforte als gerecht« fertigt anzuerkennen und das Vorgehen der Regierung unumwunden zu tadeln. In manchen Kreisen finde die Meinung Anklang, dass die Zuspitzung dieser Angelegenheit in nicht geringem Maße ein Werk des amerikanischen Gesandten bei der Pforte, Herrn Strauß, sei, der sich hiebei von seiner Verstimmung über einen in einer anderen Sache in Constantinopel erlittenen Misserfolg habe beeinflussen lassen. Tagesneuigleiten. — (Die Folgen der jüngsten Vesuv-Eruption.) Ein Berichterstatter des «Berliner Local-Anzeiger», der den Vesuv bestiegen hat, entwirft folgende Schilderung: Der Vulkan ist von Fiorenzo aus auf dem neuangelegten Reitwege fast bis zum Aschenkegel passierbar. Dort «llerdings ist er mit gewaltigen Lavablöcken geradezu übersäet; die starken Wellblechdächer der Führerhäuser sind von den Blöcken durchgeschlagen, die Bahnstation liegt in einem wüsten Trümmerhaufen, fast wie nach einem Bombardement. Alle Seile der Drahtfeilbahn sind durch« rissen, und das eiserne Untergestell der zerschmetterten Schienen ist in die Tiefe gesaust. Die Bahn ist aus Monate unbrauchbar geworden. Im Umkreise der zer« störten Häuser liegen Blöcke und Lavamassen von riesenhaften Dimensionen und zum Theile noch warm. Aus dem Krater steigen kolossale Massen von schwefelgelbem Dampf auf; sein Rand ist um einen Meter gewachsen; der zusammengebrochene innere Kegel verstopft die Mündung. Die Ausgang suchenden Gase haben den Berg an mehreren Stellen gespalten; den drei neuen, bis zu einem Meter weiten Oeffnungen des inneren Kraterranbes entströmen die Dämpfe unter kolossaler Spannung. Durch den Iusammenbruch des inneren Kegels besteht die grohe Gefahr einer völligen Spaltung des ganzen Kraters, was stündlich eintreten kann, vielleicht aber auch erst nach Tagen. — (Ein militärisches Frauenorchester.) Die Stadt Boston besitzt seit dem vorigen Jahre ein militärisches Frauenorchester, das den Titel «^u,Ilnu, Indios ^lilitar^ Land anä Orokystra» führt. Es wird dirigiert von Mifs Helen May Buller, einer 25jährigen blonden Pankee - Schönen. Die militärischen Musilerinnen tragen eine Combination von Rockhose, einen Waffenrock mit hohem Kragen, auf dem eine silberne Lyra glänzt, und ein Käppi, das ihnen ein schneidiges militärisches Aussehen gibt. Es sind 26 Damen, die fast alle auch ein Saiteninstrument spielen, um bei Gelegenheit ein symphonisches Orchester bilden zu können. So entpuppt sich eine hübsche üppige Brünette, die ein großes VlaS-instrument spielt... bei Gelegenheit als Violinistin, und eine pikante kleine Blondine, die die Trommel schlägt, spielt auch Contrabass. Diese besondere Art der m litä-rischen Musik ist so populär geworden, dass das Frauell- orchester eine Tournee durch die^ Vereinigten Staaten mit großem Erfolg unternommen hat. — (Ein zusammenlegbares und tragbares Boot) wurde von einem Amerikaner erfunden, das sich durch eine außerordentliche Einfachheit und leichte Verwendbarkeit auszeichnen soll. Das Boot besteht aus zwei Mittel- und zwei Endstiickcn. Die Endstiicke sind abnehmbar, während die Mittelstücke, durch Charniere verbunden, zusammengekupftelt werden können. Die beiden Enden, die wie bei einem gewöhnlichen Boote zugespitzt sind. werden durch Bolzen mit den, Mittelstücke verbunden und bilden ständig schwimmende Luftlammern, Aeim Zusammenlegen können sie nls Provianttammern beruht werden und finden dann ihren Platz in den hohlen Mittelstücken, so dass das Ganze wie ein geschlossener Handkoffer aussieht. Die Sitze sind so angebracht, dass sie beim Auseinanderllappen selbstthätig die nöthige Stellung einnehmen. Der leichten Verpackung halber sind die Ruder ebenfalls zerlegbar. Das neue Boot scheint so praktisch eingerichtet zu sein, dass es, wenn sich nicht noch nachträglich in der Praxis Mängel herausstellen, Sportlustigen und Weltreisenden sehr willkommen sein dürfte. — (Zweimal Zwillinge.) Ein eigenthümlicher Zufall ereignete sich vor kurzem im weft-preußischen Dorfe Bölzig. Der Schulrath und der Krels-inspcctor erschienen dort, um die zweiclassige Schule zu revidieren. Zu ihrem Erstaunen fanden die Herren das Schulhaus verschlossen. Es war in der Vormitlagsstunde. Nach einigem Klopfen an der Hausthür erfchien der Hauptlehrer und entschuldigte sich, als er die Ruhestörer erkannt halte, dass er die Schule heute eigenmächtig geschlossen habe. Seine Familie sei in der vergangenen Nacht um Zwillinge bereichert worden, da glaubte er zu der Maßnahme berechtigt gewefen zu sein. Die Revisoren überzeugten sich persönlich von der Wahrheit des Gesagten: aus der Wiege ertönten ihnen die Stimmen zweier junger Erdenbürger entgegen. Nach herzlicher Beglückwünschuog begaben sich dann die Herren zu dem zweiten Lehrer. Auch dessen Classe fanden sie klnderleer, und auch dieser erschien schließlich, um den Zuwachs seiner Familie in der vergangenen Nacht als Grund des Schulschlusscs anzugeben. Der Schulrath fragte scherzweise: «Doch nicht auch Zwillinge?» — «Jawohl, Herr Schulrath, auch Zwillinge,» erwiderte der Lehrer. Wieder traten die Herren an die Wiege und wieder sprachen sie ihre Glückwünsche aus. Auf der Weiterfahrt sollen sie einander gegenseitig versichert baben, dass sie so etwas noch nicht erlebt hätten. — (Die sensationell st eNttraclion des Circus) im Madison Square Garden in Newyork ist gegenwärtig eine mehr als halsbrecherische Production, die ein gewisser Professor Kilpatick auf feinem Zweirad ausführt. Der Radlünstler, dem das rechte Bein bis zur Hälfte des Oberschenkels fehlt — es musste ihm vor Jahren nach einem Bicycle-Unfall amputiert werden — legt täglich zweimal vor einer athemlos verharrenden Iuschauermenge eine Radfahrt im wahrsten Sinne des Wortes zurück, indem er auf einem gewöhnlichen Pneumatic-Rover eine zimlich steile, 150 Fuß lange Holztrepfte hinabrast. Er bedarf der Muskelkraft von 100 starken Männern, um diese Art Jakobsleiter aus der schwindelnde n Höhe des Circusdaches, an dem sie während des übrigen Theiles der Vorstellung befestigt ist, mit dem cinen Ende auf die Manege herniederzulassen. Bei dem Erblicken der schier endlosen Treppe wenden sich zartbesaitete Frauen im Gedanken an die zu erwartende Leistung Kilpatricks schau» dernd ab und schwören, dass sie nichts dazu bewegen könne, es mitanzusehen, wie ein "'"'""^»«' ganz gleich ob ein- oder zweibeinig, dme ^ cinen, Rade hinabsause. Es dürste M" ZW gehören, die schmale Treppe, deren elM ^: in Form primitiver Bretter je acht Z"U "" ^ entfernt sind, zu Fuß hinabzuschreit?''. ' ^ wenigstens an einer S.'ite ein Gl'la'we «^ st sügung hatte. Dieses fehlt jedoch a"'i ^. M< würde es jeder nicht absolut > arlist zu Rad am Eingang W' ^°»rn ^ ,^ empfängt ihn der übliche tosende Applaus- ^,^,< verneigend, führt er in schnrllcm T^ ^> ^ nm dcn Rinn. Dann sprinsst er elega»t uom ^ ^ greift eine berritgehaltene Krücke und "'".^pD-ersteigt er lanasam, Stufe für Slnfe a"s'"e^B ^ die hölzerne Trappe, bis er hoch "be" "" B b'" D,ichcö den Blicken fast entschwindet. ^" ^ile^ seme inzwischen in dle Höhe gewundene ^a," ^i Diener helfen ihm hinauf, halten ih" »no " ^M' auf ein gegebenes Zeichen den Verwegene ^ der nun mit fabelhafter Nicderfahrt beginnt. Ungefähr in der ^" ^,-wird das Tempo so wahnsinnig, dass oei '^,M costümierte Radler auf feinem durch^' Z^ Stahlross nur noch mit einem feurig leuy" s<', Aehnlichleit hat. In kaum zehn Secunden ? ^,^ aufregende Vorgang ab, dann fährt Alp«"" ^ gp, seinem Rad in mäßiger Geschwindlgwt um und nickt lächelnd dem Publicum zu. Zur Saugeschichte einer Masserle'l^ Es war im Hochsommer. Seit Woch^,^. A Sonne unbarmherzig hernieder. Dtt ^li^,, schlechten Brunnen von Alllack «nd "n < Ortschaften Westert, Winkel und Vlrlocy " sP der sonst so muntere Bach war zu ' ^ B" schwarzbraunen Ruine zusammengeschr« ' ,, übelriechende Dünste aufstiegen. , A!v^,; Abend für Abend drängten ^,/'^ch b^' den Bach, um das zweifelhafte ^'. s zlrB ^ schleppen; Stunden vergiengen, bevor d ei B ^ war. Tag für Tag wiederholte stch "« ^M, Winter. brachte noch eine Verschärfung ^h^ Schnee und Eis die steilen Zugänge 3^^ gangbar machte und die wenigen ^" ^ Wasserbedarf nicht zu decken imstande w" ^ ^/^ h So gieng es in der Gegend von n ^, h schengedenken zu. Die Leute seufzt" "N" ^ aber nicht den Muth, sich selbst zu h"^ 2^ ^ Und nun — welche Veränderung ^ ^ e^ H la.,ge Wasserleitung sichert aus einer ^ F ^< ^, Thalsohle gelegenen Quelle prächtiges "'^ M . dem dem l. l. Oberlandesgerichtsrathe " ^^ Strahl gehörigen Schlosse. so"de" " t B> / ^ in den Ortschaften Altlack, Winkel, ^ z " ,^ gelegenen Behausungen zu «nd "'^ l^,, > 354 Menschen und 416 Stück ^"h, " B F ?l Drittel der Sieben Hydranten mit einer dur«y " ^" HF ^ weite von 19m schützen die O""M ^f ^ gesahr, und mit Rücksicht auf "e ^ Ho >" ^ menge und den hohen Diuck ist geg^^ jW^ Handen, dass nicht nur die bisher an^^. Und während sich nun die Reihe der Carossen mit Fürstlichkeiten und Würdenträgern aller Art langsam weiter und weiter fortseht, unter dem Jubel des Volkes und dem Schallen der Fanfaren, donnert hundert und ein Kanonenschuss vom Lustgarten herüber. Am Flaggenmaste ks Schlosses steigen plötzlich Habsburgs Farben hoch empor: Oesterreichs Kaiser ist eingezogen in die Pfalz an der Spree! Der Zapfenstreich. Es ist Abend geworden. Schon seit Mittag stehen in der Umgebung des königlichen Schlosses die Steige und Straßen voll Menschen. «Unter den Linden» hört man alle Sprachen. Russisch und französisch, englisch und italienisch, den gemüthlichen Dialect des Wieners, den Kehlton des Schweizers. Und horch! Sogar slo° venisch: «Ol6j, ßlH, kako Krk8no!»* Alle Fenster erstrahlen in hellem Lichterglanze. An den riesigen Fayaden der Häuser leuchtet hier ein l'. ^., dort ein W. meterhoch in elektrischer Glut. End' lose Guirlanden von bunten Glasglöckchen winden sich um Gesimse, Portale und Säulen. Spitze Lichtkegel sprühen von den Dächern, Scheinwerfer gießen Glanz und Pracht über den großen Triumphbogen und über das Nationaldenlmal. Und in dies Lichtmeer hinein werfen die bengalischen Feuer von der Zinne des Opernhauses, die Pechpfannen der Nationalgallerie. .^.^ H." ^?"" scheinen relativ viele Slovene« zu seln. E« W." ^"' '""" "" ^«""ch ftarl« bohmiw-stovenisch« die Flambeaux vom Giebel des Schauspielhauses ihre unheimlich blutige, prächtige Glut. Plötzlich flackern tausend Fackeln auf. Helles, kreischend helles Magnesiumlicht. Und der preußische Zapfenstreich donnert daher. Vierzehn Regimentskapellen zugleich! 500 oder 600 Musiker trommeln, pauken, trompeten und pfeifen, was das Zeug halten will. Voran die Garden mit den historischen Blechmützen. Jeder Mann sieben Fuß hoch. Die Front zwanzig Mann breit, aber wie gegossen in der Richtung. Die Kürassiere mit stiegenden Aolern auf den Helmen, die Husaren in rothem Attila. Ein Erdbeben von Musik! Da beginnen die Menschen zu wogen und zu drängen. Kein Halt ist mehr in der riesigen Masse des Publi-cums. Alles strömt instincliv dem Schlosse zu. Von der ungeheuren Flut werde ich mitgerissen. Vor mir höre ich Frauen kreischen und sehe Schutzleute ein. greifen. Hinter mir fühle ich ein eisernes Gitter. Mir ist's, als wäre mein letztes Stündlnn gekommen. In diesem Momente fassen mich zwei riesige Gardisten unter den Armen, heben nnch hoch empor, und ich stehe mit einigen anderen «geretteten» Damen hinter dem Gitter, mitten in den Rosenbeeten des Prinzessinnen-Palais. «Det is nich anders,» sagt eine Berlinerin tröstend; «jedrängelt muss werden, davor is der öster« reichische Kaiser dal» Wie eine Feuersbrunst geht es vor uns auf. Der große, neue Dom in scincr Sculptureufülle erstrahlt am Nachthimmel purpurroth. Das Denkmal M- belms I. ist ein Sternenmeer v°" ^Fe"2^ Springbrunnen im Lustgarten stnv "" ^V j.' Eine Kanonade von Paukenschlag'' Die ^ ," Schlossplatze. Die Piccoloflöten sch""M dH/, spiele tönen hell her über die Sprce. 0 .,^ glase sehe ich hoch auf dem Schwel.'«'' ^, Kaiser sitzen, um ihn herum Kals" " ^ Söhne. . M"f"sF , Und Kaiser Wilhelm und °le ^te!^ h plötzlich die Mühen ab. In bloße" H F > i« bei ihrem Gaste, und brausend ""» ^ durch die Nacht: ..«lettt^" ^ «Gott erhilte, Gott beschütze ""' ^ vorüber! zH '^ Der Kaiser ist wieder "aZ H''.«"/^ grüneu Reiser werden von d.'N o"> ^psl L^3 Fahne» eingerollt. Der Berliner ^ ^^ wieder zu und geht seinen alten Ol«eK^ wechslungen nach. 22 von Varietes, taufende """ ^ ^^, ll<> 'l Stadtbahn rast, die rasseln und alles, allVs lostet M». „ fB .^ hastet und rennt. Und wenn du ^c^ er niemals Zeit und niemals l^ gE'^t f/ ' Atxr wirtlich guten er in das Extrem der herzlichst "/qr«H/^ fallen. Denn so üppig ist ""5" ZalH« "' kaum jemals in seiner eigenen ^l'^ l worden als diesertage hier von or> « ^H^mig Nr. 113. 937 17. Mai 1900. ^ttn h« Häuser von Altlack mit Wasser versorgt. Mt b?,« ?^"be auch an das als Mädchenerziehungs-"wen w ^ UrsulinerinnenNoster in Bischosiack werde ' werden können. "»!, We^ ^" Stche blicken die Leute auf ihre ^chlleitun .""b "" ^^- ^pril feiellich eröffnete ^ohne?' r " Baukosten sie aus eigenen Mitteln dchen ^ °" pruchnahme irgend welcher Unterstützung ^losten /'^ ble Veitragsleistungen und Installa-«Hrn Np«? Ausschluss des Schlosses und einiger '"chen en N„ Zusammenhalten zu leisten vermögen. — °°^chrt " vorigen Jahres kam ein Bäuerleln ^ bttrn ^7 ^" Nils an heißt der Wackere — . "l (des w°." ^^°hl und machte ihn auf eine in lXA V,^"er Vilfan) Waldanthelle gelegene Quelle ^ einer?« aufmerksam, dass fich diese Quelle zur b, b"r von Z"^"ung eignen würde. ?«e zwar z..^"hl besichtigte die Quelle, fand deren ' diel z/"verst günstig, hielt aber deren Wnssermenge '' Üuell, 5 ?2 und gab deshalb den Gedanken auf. °.Mlan?b" zu können. M^Wgegen ließ sich nicht abschrecken, ver- 3' und?m "^"' bie ein vorzügliches Resultat er- ?l»e Quell l ^"°"l hje nun erschlossene, recht er- ^einsän.'"""" ^m umliegenden Terrain den ^^°«btm w.".""6eltlich zur Verfügung. F° boraen^ "5°lte, während einer anhaltenden ?ft d? j?"?e Messungen die genügende Er- ,^l kie^"uelle festgestellt hatten, hielt Herr von ^ liir »s. " «kommen, das Project einer Wasser- ^lne w^ s" Sprache zu bringen, und lud 5l!l«?l Einl^ "" ö« einer Vesprechung ein. ^'^este l ""3 !"»t" sofort dreißig Besitzer aus Ü"ber v <^ ""d Winkel, und so wurde am 2bsten 3?"' Tl'e w l^ ^"lndung eines Consortiums be- l^ltn .^si^nenen zeichneten sofort eine in drei ^! 'uKer^^kitragsleistung im Betrage von ^. K°W°«? ^«nahmen die Genossen die Hastung V>yH ^ "r Höhe der von ihnen ge- ^""e he "^' s° dass dem Vaucomiti. zu dessen ^ ^ge ei. »" ^^"^ gewählt wurde, schon an «aucredit von 9000 fl. zur Verfügung 5 ^" At^" ^" Konsortium noch mehrere Ve-' '3^5 wchur"^r?'"" und siebe? Besitzer aus ^ l?le g °?.^ die Anzahl der Theilhaber auf auf 6570 fl. erhöhten. ^^ö>erGs,ffusnik aus Vischoflack übernahm ^ ^ < ^»enb7? ^^ Aufnahme der Nivellements ',,» ?. ^lun^ °"e und führte diese Aufgabe einer muster- ""b° ausgestellt und hlebei nicht 5 > ?"eltu„,7babern, federn auch von anderen, an ^ i'l»^ die nn ?^ "'Hl bctheiligten Besitzern dem ^^>"g,7^>""che Benützung der Grundstücke H ^l^'l" ra?,1°"ben. I« es wurde sogar in vielen zff^N un^F'llt, statt, wie ursprünglich geplant. ^ ^^^ , ^ ,u f.o«^»« ^ Nohre über ihre Gärten und Aecler zu führen, wodurch nicht nur die Arbeit erleichtert, sondern auch mehrere hundert Meter Rohre erspart wurden. Das größte Entgegenkommen fand das Vaucomite' auch seitens der l. l. Bezirlshauptmannschast in Kram-bürg als Baubehörde und seitens des krainischen Landes« ausschusses. welcher die Benützung der Landesstraße zur Rohrlegung in entgegenkommendster Weise gestattete. Dasselbe Entgegenkommen und die thatkräftigste Unterstützung fand weiters das Baucomite' seitens des Etablissements für Maschinen und technische Artikel von S. Iuhäsz in Graz, mit welchem dasselbe zum Glücke und Heile für das ganze Unternehmen in Verbindung trat, indem diese Firma nicht nur die Ausarbeitung der Nostenvoranschläge und Pläne auf Grund ziemlich man« gelhaflcr Daten übernahm, sondern auch die Lieferung sämmtlicher Rohre und Armaturen und die Installierung der gesammten Leitung mustergiltig durchführte. Nachdem im Laufe des Jänner die Erdaushebungen im Accordwege vergeben und zumeist durchgeführt worden waren, begannen Ende Februar die Vorarbeiten für den Bau des 84.000 Liter fassenden Reservoirs und der Quellen« fassung. Hiebei hatte man wieder Gelegenheit, den Gemeinsinn und das kameradschaftliche Zusammenhalten der genannten Dörfler zu bewundern. Es galt, das Baumateriale, Ziegel, Sand, Cement und das Gerüstholz auf die steile Anhöhe zu schaffen. Wie zu Zelten des Frohndienstes bewegten fich große Wagencolonnen mit Baumaterial hin und her; Hunderte von Leuten, Männer, Weiber, Kinder, bildeten vom Fuße des Berges bis zur Quelle Spalier und reichten ein-ander Ziegel und Sandlörbe. Steine wurden gebrochen, die schweren Eisentraversen über den steilen Abhang hinausgeschafft, und dies alles geschah freiwillig, ohne Entgelt, ohne Zaudern und Murren! Da ist es nicht wunderzunehmen, wenn der Bau unter der thatkräftigen Leitung des Maurers Johann Verölt rasche Fortschritte machte und wenn mit bescheidenen Mitteln ein Bauwerk hergestellt wurde, dessen Ausführung die Anerkennung und Bewunderung der Sachverständigen erregt. Aber auch die Firma S. Iuhäsz und deren Mon« teur Herr Anton Kacsek thaten ihr Bestes zum Ge-llngen des Unternehmens. Denn abgefehen davon, dass die gelieferten Rohre und Armaturen tadellos sind und den gestellten Anforderungen entsprechen, wurde auch die Rohrlegung und Installierung auf das gediegenste und rascheft durchgesührt. ,^ «,,.,, Am 8. März war mit der Arbeit begonnen worden, und am 20. April erschienen nicht nur über 5000 m Rohre gelegt und sämmtliche Hydranten montiert, sondern auch die gesammten Hausleitungen mit mehr als 100 Auslaufshähnen und 24 Wandbrunnen fix und fertig ge-stellt, so dass die Leitung am 22. April eröffnet werden Der l. l. Bezirkshauptmann Dr. Gstettenhofer aus Krainburg und Herr S. Iuhäsz jun. aus Graz. die das Eröffnungsfest mit ihrer Anwesenheit beehrten, sowie Herr Ingenieur A. Stow hatten Gelegenheit, sich selbst von dem freudigen Jubel der Bevölkerung zu über- ^"^ Mögen die Freudenrufe und Segenswünsche, die so-wohl ihnen als auch den Vaucomite'mitgliebern und dem , Obmanne Herrn Karl v. Strahl aus jedem Munde ent-gegenlönten, der schönste Lohn für ihre Bemühungen sein! Und nun noch eines: die Geldfrage! Die ganze Wasserleitungsanlage mit Einschluss der Hausleitungen lostet ungefähr 11.000 fl., hievon entfallen etwa 2000 fl. auf die Hausleitungen und die auf die einzelnen Häuser entfallenden Beträge müssen binnen Monatsfrist refundiert werden; somit bleiben noch 9000 fl. zu decken. — An Beiträgen wurden 2000 fl. eingezahlt, 9000 ft. hat die Vorschusscasse in Altlack auf den Personalcredit der Mitglieder des Baucomitcs gegen 4 M. Verzinsung dargeliehen. Die noch rückständigen Beiträge betragen allerdings nur mehr 4570 st. und dermalen ergibt sich ein Abgang von 3500 fl., welcher durch Nachzahlungen eingebracht werden müsste, falls nicht das überschüssige Wasser selbst den Ausfall deckt. Wie schon erwähnt, wirb dermalen kaum ein Drittel des zufließenden Wassers verbraucht; zwei Drittel oder zumindestens die Hälfte des Wassers kann abgegeben werden. Dass sich hiefür Abnehmer finden lassen werden, deren Beiträge den Abgang decken und noch die Bildung eines kleinen Resevesondcs ermöglichen, steht außer Zweifel. Auch die leidige Geldfrage wird daher den Alt-lackcrn das Leben nicht verbittern und sie nicht Hinbern, freudigen Herzens allen zuzurufen: «Macht es uns nach und schasset, wo ihr nur könnt, virile umti« Nützliches; es wirb euch gewiss nicht gereuen!» — (Gemeinberathswahlen inLaibach.) Bei der gestern vorgenommenen Ersatzwahl aus dem zweiten Wahllörper wurden von 272 erschienenen Wählern die Candidate« der fortschrittlichen Nationalpartei Franz Pavlin mit 272 und Johann Plan tan mit 270 Stimmen in den Gemeinderath wiedergewählt. Als Vorsitzender der Wahlcommission fungierte Gemeinderath <2 u b i c. — (Eheschließungen von Ausländern.) Zufolge des § 2 des Artikels 43 des preußischen Nus-führungsgesehes zum neuen deutschen bürgerlichen Gesehbuche haben von nun an Ausländer männlichen Geschlechtes, welche sich in Preußen verehelichen wollen, außer dem Zeugnisse darüber, dass gegen die beabsichtigte Ehe nach den Gesehen desjenigen Staates, dem sie angehören, lein Ehehindernis belannt ist, auch noch ein weiteres Zeugnis des Inhaltes beizubringen, dass sie nach den Gesetzen ckn dieses Staates ihre Staatsangehörigkeit durch die Ehrschließung nicht verlieren, sondern aus ihre Ehefrau und ihre ehelichen oder durch die nachfolgende Ehe legitimierten Kinder übertragen. Hievon wurden sämmtliche l. k. Vezirlshauptmannschaften zufolge Erlasses des l. l. Ministeriums des Innern zur Darnachachtung verständigt. —ilc. — (Personalnachricht.) Wie man uns aus Wien telegraphisch meldet, hat der heutigen «Wiener Zeitung» zufolge der Ackerbauminister den Cassacontrolor Rudolf Grund des l. l. Hauptmünzamtes in Wien zum Probierer bei der Bergwerldirection in Idria ernannt. — (Prüfungs result at.) Wie aus Görz berichtet wirb, haben bei der diesjährigen Prüsung aus der französischen Sprache die Elevinnen Elsbeth Bamberg. Marie Grisogono. Marie Paulay, Vera Souvan, Auguste v. Toppo, dieselbe mit bestem Erfolge, die erstgenannte mit Vorzug, bestanden. >l von drmano» Vanbor. 5^lriedl. /"-Fortsetzung.) '' ^ Hb 'Nl nH/k fie mit seltsam weicher Ve-i >2"t umMl" Augenblick hielt er die zarte. !^3"seV"^"' und für einer Secunde ^i^^enz'./^L'ftften auf dem blassrothen Mund ^^v^che^.?us Langermann zurückgekehrt. Lp' ' ^lve de N" Angelika zu, Vein i^ ^'^he ^ 6'"s folgten beide dem ^ Hessen! Noch so spät?, saate ' ^^< ""' nicht ohne einige Unruhe lm 1 ü ^ml" ich,V."ur noch rasch gratulieren! ''^^ wir hatten Besuch'.- Wr Hanssm mir mit- /V^N''b b?an" ""'We mit bebenden Hän. Mssinglampe an. .Ich W?^ H' ^ ^ be"" auch wohl an- 1^^ ^ de^ang fegend und flehend zugleich. /V/hlte H°"b mit dem Ringe ^ ^ '!^'ln'l "^" ^k" einen Moment auf dem > XU^n^l,la^ der Lampe verschwand ^and auf Gottfried Theodor« «"Keinem andern würde ich es gestatten, meine Tockter mit derlei Tand zu beschenken,, sprach er tief. ernst «Ich würde ihn im Gegentheil ersuchen, mem Haus fortan zu meiden und mein Kmd m Ruhe zu wssen. Sie, mein junger FreuA mag lch mcht mit der Bitte, Ihre gutgemeinte Gabe zurückzunehmen verleben M kenne Ihre reine Gesinnung. Ich welß auch, das« I^ die Gastfreundschaft des einfachen alten M?nnes dem fein Kind seine ganze Welt .st zu ehren und zu würbigen wissen. Danitt genug! Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerlsamklt, Das Rmgelchen wlrd Anaelika ein liebes Andenken sein und bleiben Und nun kommen Sie! Wir wollen gewohnterwelse noch ein Weilchen plaudern!» Sommer und Herbst vergiengen. aber obgleich Gottfried Theodor nach wie vor bemahe täglich in dem Lanaermann'schen Hause ein und aus gieng. gelanges chm vorläufig nicht mchr. Angelika allein zu sprechen und eine Wiederholung jenes seligen Nugenvlickcs im Rosenwinlel herbeizuführen. Cusebius Langermann überwachte sorgfältig den Verkehr der beiden; weder im bau e noch auf den gelegentlichen Spazlergangen. die Ne zu dreien machten, lieh er sie eine Minute allein und auch Angelila selber erschien seit jener Abendstunde scheuer, schüchterner, befangmer als früher aeaen hren jungen Hausfreund; sie wich chm sichtlich 3us und Gottfried musste sich nnt der Erinnerung an das süße Intermezzo jener verschwiegenen Sommer» nackt beanügen. Die Erinnerung aber bewahrte er wie einen Schatz, an dem sich in stillen Stunden seine Phantasie berauschte. .< ^ «, Im folgenden Wmter nahmen chn du Vor« wtilmM I'll das Mituric, tMMsN M in An» spruch. und er musste deshalb seine Besuche in der Rosengasse etwas beschränken. Das Resultat der Prüfung entsprach dann später natürlich seinem Fleiß; mit einem glänzenden Abgangszeugnis in der Tasche verlieh er zu Ostern das Gymnasium, um wenige Wochen später nach der Universität über-zusicdeln. Onkel Senator Fnedlieb mit seinen zwei Söhnen schien bestimmt, eine Art Verhängnis in Gottfried Theodors Leben zu spielen. Gerade an dem Tage der Zeugnisauslheilung musste der alte Herr mit seinem Jungen wieder zum Besuch eintreffen, und ebenso wie an jenem denkwürdigen Iulitag hefteten die beiden Vettern sich dermaßen an Gottfrieds Fersen, dass eS ihm um die Welt nicht gelungen wäre, ihnen auch nur für einer Viertelstunde Dauer zu entschlüpfen, um seinen Freunden in der Rosengnsse das frohe Ereigni« seiner bestandenen Examina mitzutheilen. Zum Ueberfluss blieben sie diesmal auch noch bis zum nächsten Tage. Abends lamcn noch einige Freunde und Bekannte des Hauses dazu. Ostern fiel in diesem Jahre spät im April, und der Frühling hatte sich mit einer Reihe warmer Tage eingeführt, so dass die Vegetation viel weiter vorge« schritten war als sonst um dieselbe Jahreszeit. An diesem Abrnd saß man im Verandazimmer; die Thüren zum Garten standen wei loffen und lirßen die laute Nachtluft hereiuströmen. Die Gesellschaft sah um den großen runden Sofatisch; aus mächtigen grünen Rümein wurde Maibowle getrunken, und Karen gieng hin und wieder mit einer Platte Sahnewaffeln und Pfannkuchen, die sie den Gästen präsentierte. Laibacher Zeitung Nr. 113. 938 17. Mi 19"^ — (Auswärtiges Falliment.) Laut eines an die hiesige Handels« und Gewerbekammer eingelangten Berichtes des l. l. Handelsministeriums wurde die Firma N. G. Vicol, Manufacturwarenhandlung in Galah, fallit erklärt. Ter Anmeldungstermin reicht bis 26. Mai, die Liquidierungstagfahrt findet am 2. Juni statt. — (Eine neue Van! in Laibach?) Mit Rücksicht auf unfere diesbezügliche in der gestrigen Nummer gebrachte Mittheilung werden wir ersucht, zu konstatieren, dass nicht die «/ivnostsnnka, danica», sondern ein Laibacher Bürgerconsortium die Errichtung einer Creditbanl in Laibach plant. * (Ehrung.) Zufolge Berichtes des Gemeinde« Amtes Vigaun hat die dortige Gemeindevertretung den Herrn Pfarrer Johann Kosmelj in Vigaun ein« stimmig zum Ehrenmitglied ernannt. — (Todesfall.) Gestern früh verfchied im hie-sigen Leoninum der in den weitesten Kreisen bekannte Hotelbesitzer in, Veldes, Herr Johann Mallner, im 56. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis findet heute um b l/z Uhr nachmittags vom Leoninum aus statt. — (IumMai-Uebersiedlungstermine.) In der Ieit vom 1. bis inclusive 8. Mai haben im Stadtgebiete circa neunzig Familien ihre Wohnungen ge« wechselt. 2. — (Religionsfrevler vor Gericht.) Die beiden Religionsfrevler Ignaz Kvas und Franz Olrlj, welche bekanntlich vor einiger Zeit in Unterrosenbach die Marienstatue beschädigt und zwei Crucifixe in Oberrosen« bach und Koseze zertrümmert, beziehungsweise beschädigt hatten, wurden bei der gestern unter dem Vorsitze des Herrn Landesgerichtsrathes Martina! durchgeführten Verhandlung ersterer zu achtzehn Monaten, letzterer zu dreizehn Monaten schweren Kerkers verurtheilt. Die beiden Thäter waren vollkommen geständig. .*, (VomCilzug abgesprungen.) Gestern nachmittags sprang bei der Uebersetzung an der Maria Thercsien, und sechs Mann fouragierten gestern lN ^ ^ Kroonstad. Als sie sich einer Farm n^e" ^ weiße Flagge trug, geriethen sie m 0°»"^ 15 hinter der Mauer versteckten Vuren. ^ ^< zwei Soldaten getödtet und ein Lleutenal'l eK^ ferner ein Lieutenant und zwei Soldaten u nommen. , ,.,f,,n« L 0 nd 0 n, 16. Mai. Nach vorwg «^ ^ Berichten betrugen die Verluste des vm,^ > in Südafrika bis zum 2. d. M. 1S.7A M, dieser Liste sind die jetzt in den blMM ^ in Südafrika befindlichen Kranken uno ^ nicht eingerechnet. s!^ Dundee. 15. Mai. (Reuter-?^ Vuren. welche sich während der Nacht em^ 1^ und etwa 4000 Mann stark waren, y ,h M schütze und ihren Transport nach.WW^ß^ Lissabon. 16. Mai. dementiert die Meldung, dass d« ^^,/ Transvaal den portugiesischen Consul M ^ W. gefordert habe, Transvaal zu verlassen- ^F> fügt hinzu, dass die der Regierung ^ H machte Ankündigung, dass die eng"M ^ Mozambique durchziehen würden. ^„ndd"/ keinen Zwischenfall hervorrief, richtig 1" ^c!^ anscheinend für eine der stimmte Sendung Büchsenfleisch ""0 „B > rungsmittel fowie eine Sendung "eor ^"Fj endglltigen Entscheidung in Laurenz" - t^ gehalten worden sei. Man tonne» 1.^ he^! ralter der Waren als Contrebande "AstiiM da für jeden einzelnen Fall besondere ^ gebend seien. Mit^^ll Newyorl, 16. Mai. Den 2^ ^ Aurenmission wurde bei ihrer Nnw'" ^l H^ herzlicher Empfang bereitet. Der FUY' ^ V Fischer, sagte, die Mission wünsche- ^lB F sinn und das Gefühl zu appellleren. ^ M^ nach dem Golde und den Diamanten .^ zv > Die Mission sei gekommen, um den 6 ^, Rom, 16. Mai. Wie die ^^ he" ^ meldet, spricht ein königliches Decw ^, Vertagung der Kammer aus. „sallb^s^ Rom, 16. Mai. Die BläMr^ Vertagung der Kammer die AuM'» ^n . .^ die Ausschreibung von Neuwahlen ' del« ^ und diejenige der Stichwahlen '"^ o'^M folgen werde. Die Linke betraute .-^ F, putierten Zanardelli. Giolitti «no "> ell. ^., Comits mit der Leitung der "" ^ft,^ werdenden Wahlaction. Die a"v"> ^ " ^ in einer heute abgehaltenen VersaM' ^pe'^' rität unter den sie bildenden dM ^ sü kanern, Radicalen und Sociallsten, h >, von Neuwahlen aufrecht zu .^ Stockholm, 16' Mai. Me ^'«'- "s<' Baugewerbe haben beschlossen, ""chie<>^ Arbeiter auszusperren, weil dle »"," e^M eine Einigung mit den Arbelte" >^/ scheitert sind. Die Sperre uml.a'» ^ ^ direct 5000 Mann. soll aber w" « Personen arbeitslos machen. Z ^^cher Zeitung Nr. 113. 939 17. Mai 1600. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^^^heW6 2 m. Mitll. Lustdruck 736 0 mm. » ßs^ k" «»»'t' , br« Himmel« ^ LZ °^^»1Z Mi __^___^ ^ ?Ü^^ ~'^ W0 NO. schwach gewollt________ ^Ng. ?31 9s 7.2, O. mäßig Regen , 9-4 >n«le: 14 2» ^^'"el der gestrigen Temperatur 11 9°, Nor- ü^^erantwortllchrr Redacteur: Nnton ssuntel. Verstorbene. ^°n.. ßün^' ?^°'- Hkdwig Loboda. Conducteurstochter, 16 °"^"straße 7, Bronchitis. Am 1^ >m ^" Eivilspitale. Z' Nenin«!.'. °'' I°hann Jäger. Sleinkohlenverläuser, 3? ^N'bustiu " "'^ tf""^ Vidcrwohl. Kaischlerssohn. 3 I.. c>!lc>n ' ^ I°lob Garbajs, Taglöhner, 62 I., llronoliitiL 5!tderk,u.k.Genesalstabs-Karten. - 7b 000. Preis per Vlatt 50 lr., in Taschenformat 3ll l, «, . °"^ Leinwand gespannt 80 lr. ' '»"lnmllyr K Fed. Hambergs Huchhandlung ^^»^.^ in laibach. Helfarven in Dlechdoseü^ «^"l. ^"^leruüb zum Selbstgebiaiich. Zu haben bei «rüder ^bach ""'"ben.. La«, «nd Kiruissc.Handluna, "°h>ne. ' ^"Nciscaneraasse. Nach auswärts mit Nach. (829) 11-3 SAUERBRUNN StttiV Cl"S*y GiLsfiJ -5!5* ßr Krain: Michael Kastner, Laibach. 11 „^^------- —__________________ I w Nicht nur bei uns wird das Franz Josef-Bitterwasser weitaus am meisten gebraucht, sondern auch im Welthandel nimmt es einen hervorragenden Platz ein. Man verlange ausdrüoklioh Franz Josef-Bitterwasser, da minderwertige Wasser mit täuschend ähnlichen Etiketten zum Verkaufe gelangen. (4308 e) 2-2 Fauuh Malluer, sseb. Legat, gibt im eigenen und im iiimm'n ihirr unmündigrn timber Hans, Mlzi, Fanny, Josef sowie im Namen aller Ver< wandten, vom Schmerze gebeugt davon Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ihren geliebten Galttn, bezw. Vater, Vruder und Onlel, Herrn Ilohann Malluer Hotelbesitzer in VeideS nach langem schweren Leiden, versehen mit den Trö« stungrn der heil. Religion, heute jriih um 7 Uhr im 56. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzn< berufen. Die Vcisetzung erfolgt Donnerstag, den 17. Mai, nm b'/< Uhr nachmittags vom Leoninum aus in der Fainiliengruft auf dem hiesigen Friedhose zu St. Christoph. Die heil. Seelenmessen werben in Vcldes «nd in Laibach gelesen. Vr ruhe sanft! Lai bach den 16. Mai 1900. 1ttift '.. U m b O O o o O 8«eb6h« 700 W*t«r. Arzt Dr. A.W. Schmidt ffr. 'Brünnlbaii», Wien, u. «Kichwald», Döhmen. Admin.: Fr. Himmelstoas sir. Isdil, Winter: Gries-Iiozen.; — Btronlfl Ling'tohe Verwaltung- — Protpeote koitdnrr»l. (»»¦) 18-H Stauböl wie solches allgemein zum Einlassen der Fussböden in Fabriks- und Geschäftslocalen, KttfT^ehäuserD, Restaurants, Spitälern etc. verwendet wird, empfiehlt das Kilo k K 120 Adolf Hauptmann, Laitacli (W2>n Oelfarben-, Firnis-, Lack- und Kitt-Fabrik. i Von tiefftem Schmerze gbeugt geben die Nnter-zeichneten die betrübende Nachricht von dem Hinscheiden chres mnigstgcliebten Galten, bezw. Vaters Grok« Vaters und Schwiegervaters, des Herrn ^ Simon Iahn l. l. Finanz ProcuratUls O'ficial in Pension Haus. besiher, Vesiher der Ehren-Medaille für 40jähriae treue Dinstleistung welcher heute Mittwoch, den 16. Mai. um halb 3 Uhr nachmittags nach langem schweren Leiden, versehen mit den heil. Sterbesacramenten, in seinem 69. Le« bensjahre sanst im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des theuren Verblichenen wird Freitag, den 18. Mai, um 5 Uhr nachmittags aus dem Trauerhause, tNadehlystrasle Nr. 20, gehoben und nach dem Gotte-acler zu St. Christoph überführt und daselbst im Familiengrabe zur letzten Ruhe bestattet werden. DaS heil. Requiem wird Samstag, den 19. Mai um 8 Uhr in der Pfarrlirche zu St. Peter abgehalten! Um stilles Veileib wird gebeten. Laibach am 16. Mai 1800. Iosefine Iahn, geb Müller, Gattin. — Vlaria Iahn, Hedwi« Veiel, Töchter. — Dr. Johann Jan, Victor Veiel, Schwiegersöhne.— Johann Pepi. Panla, Mila, Vera, Vlimi Jan! «uia, Milena, Pepi Vetel, Enlel. ^«Compagnon 8CtSrtLaMendrEinIage wird für ein stan^fl- AntS aldlgsl «esucht-^^Cch^ Unler «Niobe», poste re-^^--~!!!!l^LgenjcheiD. (1921) 2 1 , ** Cafe Casino I wird ein (1920) 5-1 kenr junge Ti^-^^lj»ufgenommen. "'»»)-------------------------------- «o, 424/ao ^ Edict. 3,'>> bl,«„„,'' «ezn!«g,i,ch,e in Lit!« U«'l. ,7' »'mach,, d»!« beim !, k, ,'?' °l« ^"kp°s«e„°m!e in Liüai <«t!!i ^°^"n folgende Depositen ^^Ich°I.^0d!»ze! »°„ D»p°. ^k»!Hl° äe.M.r. w», «nl°n « l«° 45 «^"«^ b°« Sparc«,,»- tz»>! > !l>l V°^°"e>, per 2600 fl, I >'!tp^°b«°z.I°u»V.iIche'die '^°°?7^^'u«°nT.Pe>>ie " "en aufg.foide.t, binnen der lh^ und x^"' lech« Wochen >w^ptilch '77 behufs Erweisung ^I^risi,V?s diese nach ver-« ^ l zw"de7 " ^taatscasse werden ^ ^'"pNl'i^t in Lwai. Ablh. I. Geschäfts-Anzeige. Beehre mich, dem P. T. Publicum die Mittheilung zu machen, dass ich das seit mehr als 40 Jahren unter der Firma Eduard Kottek, Hauptplatz Nr. 13 betriebene Uhrmaohergesohäft mit 1. d. M. meinem mehrjährigen Geschädsleiler Herrn Josef Eberle käuflich abgetreten habe. Indem ich für das mir geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, dasaelbe auch meinem Nachfolger zu erhalten und zeichne hochachtungsvoll Wilh. Rudholzers Wwe. Anschließend an vorstehende Ankündigung gestatte ich mir die Mittheilung, dass ich das unter der Firma Eduard Kottek, Hauptplatz Nr. 13 von Frau Wilh. Budholzerf Wwe. seit Jahren betriebene TJhrmaoher- gesoh&ft käuflich erworben habe und dasselbe unter der Firma Josef Eberle, Kotteks Nachfolger fortführe. ph]e dem gee1irtPn p. T. Publicum mein reich assortiertes Laser in Oold-, Silber-, Tula- und Stahl- Tasohenuhren sowie auch Wanduhren ver.ohiedener Gattung; ferner sind passende Firmungsgeschenke in reichhaltiger und vorzüglicher Auswahl billigst vorräthig. Auch besorge ich alle in mein Fach einschlägigen Reparaturen schnell^und^biHig. ^ so]ideste Bedienung zusichere, bitte ich um recht zahlreichen Zuspruch und zeichne hochachtungsvoll (1922)3 1 Josef Eberle. TliÖl) Nc. 398/00 Oklic. i. Podpisano okrajno sodišèe na- znanja: Na prosnjo Jožefa Dornik \z /&-gorja de praes. 24. februarja 1900, št. Nc. 398/00/1, dovolilo se je za vpeljavo amortizaeije zastran vknjižbe lirjatve Ignacija, Jurja in Anlona Iz-gorsek iz izroèilne pogodbe z dne 22 februarija 1833 za vsakega po 150 gld. konv. velj. ali 157 gld. 50 kr. avatr velj. pri pnsestvu Jakoba in Marije Difar na Selih vlož. fit. 4 zemljiäke knjjge kat ob*. Z»gorje. Ker je od tedaj, kar je bila ta terjatev vknjižena, minulo vže veè ko 50 let, ker teh upnikov ter nji-hovih dednikov in nastopnikov ni moèi nikjer najti in ker ori v tem öasu niso iskali svojih pravic, poziv-Ijejo se oni, kateri si privajajo pravice do te terjatve, da je zglasijo do 15. junija 1901 tako gotovo, sicer se bode na proft-njikov eahtevanje privolilo, da se umrtvi ta vknjižba, ter da se zemlje-knjižno izbriše. C. kr. okrajno sodi&èe v Ütiji, dae r aprila 1900. (1526) J&VMfiX^ 3. Dražbeni oklic. Po zahtevanju Jožefa ftterka, po-sestnika v Koèevju št. 5, bo dne 20. junija 1900, dopoldne ob 11. uri, pri Bpodaj ozna-menjeni sodniji, v izbi ftt. 5, dražba nepremiènin vlož. št. 109, 110 111 112 in 773 kat. obö. TalCjivrh \ pri-tikl.no vred, ki sestoji iz dveh 8tarih konjev, ene krave, enega voza, eneKa pluga, ene brane, dveh kos in dveh motik, ece žage, dveh sekir in dveh svedrov. Nepremièninam, ki jih je prodati na dražbi, je doloèena vrednost na 2397 K zneskom se ne prodaje. Dražbene pogoje in liBtine, ki «e lièejo nepremiènine (zemljifiko-knjižni izpisek, hipotekarni izpisek, izpisek iz katastra, cenitvene zapisnike i. t. d.), smejo tisti, ki «ele kupiti, pregledafi pri spodaj oznamenjeni Bodniji, v izbi &(. 4, med opravilnimi urami. Pravice, katere bi ne pripusèale dražbe, je oglasiti pri sodniji najpoz-neje v dražbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi se «icer ne mogle razveljavJjati glede nepremiè-nine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega poslopanja se obve«tijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadobö v teku dražbenega postopanja, tedaj gamo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo r okolišu gpodaj ozname-Djene sodnije, niti ne imenujejo tej v 8odnem okraju stanujoèega poobla-šèenca za vroèbe. C. kr. okrajna aodn>ja v Crnomlju» M 11, 9? »0 »8 — .,GiIb,Ian..IuItpr.«,4 2''/„ 9? »2 97 85 „ „ «pril>t)ct.pl,».4 2«/, 97 75 8? 9t» »854er 8taat»lose »50 st. 3'2«/, 1»« - 170 — 1800er „ 500 l. 4°/, 135 25 13« 25 18«0er „ 100 l. 5°/, 157 50 158 50 1U64er „ 100 l. .. 902 25 90125 bto. „ 50 l. . . M3-— — — Do«..Pfanbbr. k 120 st. 5°/, . «9--------— zla«l«schuld der lm Kelch«« rath» vertretenen AHnig« reich» und zander. Oefterr. «olbrente, stfr., 100 fl., per »assa.....4°/. II« — 11« 90 bto. Rente ln Kronentoahr., stfr., per «assa.....4°/, 9? — 9? »0 dt«. dt«. dtu. per Ultim» 4°/, 97 — 9? zy vefterr,Investltion«.«tnt« .stfr., per «ass» .... »V,°/, »410 84 3. «00 st. ». «. <2. »'///»........44« —44Ü — dt«. Oalzb..T«l. »00 st. ». ». T. »oI.Hd»rl.'Lud»'.«.«0f'l.««'. ^ " b°/, von «00 fi......«5 — 4»ü »0 <»«lb War« vo« Vt««te znr Zahl»»g Kbernonnnene E«e«. Msabethbahn 800 u. »00« Vl. 4»/, ab lO>/„...... U8 75 ll4-»5 «llisabtthbahn, 400 u. »000 «N. 4°/.......... — — — - granzIosef.V., »». l««4, (»lv. st!) Eilb., 4»/»..... 95'«» »« ,0 »allzlsche »ail.l!udwl«.V»hn, (bi». Gt.) Vllb, 4°/» ... 94 90 »5 90 lsmarlberger Nahn, » 4«/, bt«. «ente in lrionenwähl., steuerfrei, per «lass» . . . 91 80 92 — 4°/, dto. dto. dto, per Ultimo. 91 80 9» — Una. Tt,-»is..«nl. »old 100 sl. 1«0 30 1«1»0 bt«. bto. Tllber 100 »l. . . . 99 — »9 80 dto. Otaat«.0blla. (Ung. Vstb.) V, I. 1876....... 117 25 117 75 bto. <3chanlregal<«blos..0blla. . 98 — 9« 80 bto. Pram.»«. 5100 ll.--»V0»r. 158 — IN« — bto, bto. k 50fl.-X)«»i. 158 —1»0- theiß.«ea,.Lose 4°/. .... 1« 75 1»» 75 4°/, unaar. »runden«. >0bll«. 9»— 9» — 4»/, troal. und sl«von. betto 9» 50 9» 5V Ander« zffentl. Anlehen. 5»/, DonaU'Rea.'Nnleih« l8?8 . lOs'bl» — — «lnleben der Vtabt »srz . . —-— — — «lnlthtn b. Vtadt Wien . . . 101 50 10« — dto. bt». lTilber ob. »old) 1« 40 — — bto. dt«. (1894) .... 9« 50 93 — bto. bto. l189«) .... 9N 50 9? - V«rslb»u.»lnlehtn, v«rl»N. 5°/, 9« 75 100 50 4»/, «wllner Lanbe»°»nlth 9» 35 «elb Ware Dsandbries» «tt. »obcr. lllla,«st.ln5«I.verl,4°,, 94 90 95 90 N,'esterr.Lande»-H>»p.'«nst,4°/<, 97 10 »7 20 Oest.'un«. »anl 40»/^»hr. Verl. 4«/,......... 98 90 99W bt«. dto. 50jHhr. Verl. 4»/, . 9«'90 «9 90 eparcaNe.1.»ft.,»0I.,verl.4»/, 9875 9975 Eisenb»hn»Z!riorttll«« Obligationen. Ferdlnands.Nordbahn »m, 18SS »^ 8l> 9» 5U Oefterr, «orbwestbahn . . . ll« 50.10? 4U BtaaUbahn....... 414-4,8- Eübbahn ^»«/,vtiz.Iänn..Iull 3»4 - 3»« - bto. ^5°/«...... 1182511985 Nna.>«allz. »ahn..... 105 — 10« — 4°/, Unterklalner «ahnen . . »«50 100- Diners» Los» (per Stück). »erzl»»ltch« li^e. 3«/, »odencrtdlt.Üose «m. 1880 »»4-50 »2» 50 3«/, ,. ,, »M. 1889 234 50 238- 4»/>l>onau-Valnpfsch. 10Ufl. . . 3»5'—845'- 5°/. Don»U.l»tgul..llose . . . 253 50 254 50 U»»erzl»«llche Lose. Vudap.'Vasillca (Dombau) 5 fl. 13— 14 — «redltlose 100 fl...... 3S8 — 400 — «Iarv.««se 40 !». . . ««7—700 — Duz-Äobenbacher H,Ä, 400 »r. 6,3-- «l5-— sserbi»a,!b«^lordb, 1000fl.«M. «240 «250-Uemb.^lztnl°n,,'Ii>Is!,'E,hn 200 fl. O. . «3? »38 — Büdbllhn 2>»U fl. E..... 10? 75 109?b Iüdiwrdb. «erb.200ll,O. 420 — 425 — Wiener Üatall»hnen.«ct.^»e<. — — — — Aanken. «nglo<0tft. «ant 20» fl. . . 28«- 287 — Vanlverein, Wiener, 200 fl. . 513 — 5»4-— «obcr..«»sl., Otft., 200 fl. E. >»9 — 9!»2 — «rdt,.«nst. f, Hanb. u«, ISUfi. — — — — bto. bto. per Ultimo . . . 72l75?«2?5 ll, «ll»,. 200 fl. . 435 75 43»»b !t«i,mpte,»es,. «bissl,. 500 N. 14«0- 1480' »iro.u.Tasseuv,, Wiener, 200 l. 48l— 485 — Hypolhetb., Oeft, »00 fl. 30»/,». 19? — «00 — --------------------------------- «M »'" Lanberbanl. Oest., 200 fl . > f".^^«l 0efttri..ungar. «anl, »00 fl, - "'° ^^. Unlonbanl 20» fl. . . - ' "°, .,i" »erlehrlbanl. «llg,. 140 fl. - »" zndustri»«zlnt»r« nehmungen. «a»,es.. «ll«. 0st,, 100 fl. . > "«"l «tg^dier!tls?!>. u»° ölahl'Ino. ^,,Kz" i» Wien 100 fl, . . - - "»,^.»z»" «' «,- M^!la!i.«e,ellch,. Oest.'alp!" «« ^ Präger »iIe».^nd,.Ge«. 2»" > A^«z«" Klllao.Iarj. Sleinlo^en 100 . «»" ^>. „Vchloglmuhl". Papier,. X00!l. '""^D" „Lteyrerm.", Papier!- u, «"' «» Wllggon.U«ll>al>ll.,«llg..inP'«t1 ?« Devisen. «rurze Eichten. ^ «mfterbam......- U«5«»i', Deutsch. PlHtze.....'!!,'«<«"« Uoiidon.......- '3,» »«" Pari« ....... ".I. ^" Zt. P,ter«l»ur« ....." Daluten. ^,^, Ducaten.......- !«l? <«'? lw.Hlanc»Stücke ... - ,,««!>!lb,, Deullche «eichsbaolüotel! . > "°^ «>''" Itallenilche «anlnolt» . . - 5^«^ »»'" «ubel.^oten....... ,»»« tr«ai ¦lain«. rfkB«krl«s*m, Priori»*«««, A«*l«a. «JT. Cm Mayer a»sx3K- -u.3a.dL T7^r«ctL«l«x-Gr««cli.Aft Prirat-DepAt« (S*f©-D*po«lt») t ffwitotnifH Ur-EMi|Ml«0ute-«tnM*- Mi Ms *[*^!^****' ...........»M»M»T.........»¦........—............... (1«) ^