LmbllcherWMtung. fHlK, ek! sonst pr. Zeile im. 6 lr., 2m. 8lr., > ^N «H 3m. lo lr. u. s. w. )ns«tion«sltmpel ledrsm. 5Ull. M.^'v^^^ Ämliicher Theis. Aas k. l. Staatsministerium hat einvernchmlich mit bem l. k. Justizministerium den k. l. Gezirksamts, adjnncteu Johann Kosir uud den k. l. Statthalterci-loncipisten Alexander Grafen von Aucrspcrg zu ^finitivcn l. l. Bczirksvorstchcrn in Krain ernannt. Die k. k. Landescommission für die Pcrsonalaugc-legenheiten der gemischten Bezirksämter in Krain hat den l- k. provisorischen Bezirlsamtsadjuucten Franz Groh -lnann zum definitiven VczirksamtSadjuncten ernannt. Die l. l. Landescommission filr die Pcrsonalange' legenheiten der gemischten Bezirksämter in Kraiu hat ble t. k. definitiven BezirlsamtSactuare Franz Verbizh und Gottfried Brunner zu k. t. provisorischen Bezirks« Ntntslldjuncten ernannt. Nichtamlsicher Theil. Fran Aloisia Konrad, Hausbesitzerin zu Rudolfs-lverth, hat für die im dortigen Militärspitale befindlichen verwundeten und kranken Soldaten 20 Maß alten schwarzen Wein; Herr A. F. Syr«,-, Herrschaftsbesitzer von RupertShof, 5 Eimer; Herr Karl Perm, Haus. und Nealitätenbcsitzcr zu NudolfSwcrth, 2 Eimer; Herr vllbin Graf Margheri, HerrschaftSbcsitzcr, 1 Eimer; Herr Johann Gregoric, Hans« und Realitäteubcsitzer zu Nudolfswerlh, 1 Eimer; und Herr Toussaint Ritter ^u Fichten au, Gutsbesitzer und Bürgermeister in Nudolfswcrth, 1 Eimer Wein gespendet. Für diese patriotischen Gaben wird hiemit der ge-biihrendc Danl ausgedrückt. Laibach, am 6. October 1866. Vom t. t. Landespräsidium. Vaibach, 10. October. Wir haben neulich die Uebernahme deS Auswiir-l'üen durch Marquis de Mousticr in Paris als den beginn einer entschiedeneu Wendung in der orieuta« Aschen Angelegenheit bezeichnet. Die „Franz. ^°rr." bringt uns nun schon Andeutungen über den klsten Eindruck, welchen der neue Minister dcS Aeußcru °"f die fremde Diplomatie in Paris gemacht hat. Mar» Wo de Monsticr äußerte sich über die europäische Lage " entschieden friedlichem Sinne und in einer gewissen tonscrualiven Anschauungsweise, welche hie und da ein "enig überrascht hat. Auf daS Laoalette'schc Rund- schreiben kam er mit sichtlicher Vorliebe zurück, als wollte er daS Gerücht widerlegen, nach welchem ihm dicscS Actenstück von seinem Eollcgen octroyirt worden wäre. Der Minister ließ leinen Zweifel darüber, daß Frank« reich entschlossen ist, den im Orient entfachten Brand im Keime zu ersticken. In Zusammenhange mit dieser Haltung Frankreichs steht wohl anch das entschiedene Auftreten der türkischen Regierung, welche nach dem Constantinopler Telegramme Eandia bis zum 15. d. M. zu pacisicircn hofft. Die fchon seit längerer Zeit verbreiteten beunruhigenden Nachrichten über dcn Gesundheitszustand des Kaisers Napoleon scheinen sich zu bestätigen, indem der tais. Leibarzt Dr. Bayer nach Biarritz berufen wurde und seine Abreise dahin sehr beschleunigt hat. Der „Mlg. Ztg." wild hierüber aus Paris vom 4. d. M. geschrieben: Wie weit diese Nachrichten begründet sind, bleibe dahingestellt; doch wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß auch unsere Briefe, übereinstimmend mit dem uns gestern aus Wiener Finanzkrcisen zugekommenen Telegramm, von einer in dem Befinden deS hohen Patienten eingetretenen ernstlichen Verschlimmerung zu erzählen wissen. „Auf die Gesundheit des Kaisers," heißt es in einem dieser Briefe, „darf man, wie immer zuverlässiger verlautet, nicht uubcdingt mehr rechnen. ES handelt sich jetzt darum, daß das Ableben des Kaisers keine Unterbrechung des Regime veranlasse, vielmehr der Imperialismus oder CüsarismuS sich einer ungestörten, unangefochtenen Fortsetzung erfreue; daß auch keine Spaltuug oder Gewaltthätigkeit im Schoße der Regentschaft zu erwarten fei, und die Franzosen keine Gelegenheit haben, an einer Frauenregierung Anstoß zu nehmen. Zur Erreichung dieser Zwecke wird die nächste That des Kaisers scin: Berufung dcö Prin« zen Napoleon zur Mitrcgicrung. Noch bei Lebzeiten will der Kaiser die Nachfolge sichern, noch selbst die spätere Regentschaft einrichten. Der Prinz Napoleon als Mit'Kaiscr oder Vice-Kaiscr wird auch Mitrcgenl neben der Kaiserin scin u. s. w." Wir legen auf all' diese Nachrichten lein ernstliches Gewicht; doch zeichnen sie den Zustand der Aufregung und Sorge, in welchen die Gemüther durch die Krankheit deS Kaisers versetzt sind. Wie die „Corr. Hao." vernimmt, dürfte die Rückkehr desfelben von Biarrit) etwa zwischen dem 8ten und 12. d. M. erfolgen. Ueber die preußisch - fach fischen VerHand, lungen wird der „Weser-Ztg." aus Berlin geschrieben, daß dieselben trotz der Abwesenheit des Grafen BiSmarck und v. Roons fortgehen. Die Rückkehr des Freiherr» v. Friesen auS Prag werde dazu beitragen, die Dinge etwas rascher zum Ziele zu führen. Wie eS heißt, hat der sächsische Minister bei der Majestät von Sachsen die eindringlichsten Vorstellungen über die wahre Lage der Sache gemacht und dadurch in der That erreicht, daß der König dcn preußischen Forderungen gegen« über gefügiger geworden ist. „Ueber den Inhalt der schwebenden Verhandlungeu, die etwa bis jetzt erzielten Erfolge der sächsischen Unterhändler," schreibt der erwähnte Eorrcspondent, „vermag ich Ihnen ctwaS Bestimmtes nicht mitzutheilen, da jetzt das größte Geheimniß beobachtet wird. Nur so viel kann ich Ihnen verbürgen, daß der Abschluß — was schlimm genug für die Betheiligtcn — noch lange auf sich warten lassen wird." ___________ Der atlantische Telegraph. Die „Times" sagt: „Der Inhalt eines Frauen-fingcrhutes, sollte man meinen, werde kaum ciu sehr mächtiges Instrument darstellen. Und doch, wie der Vorsitzende der Atlantic Telegraph Eompany uns meldet, war derselbe im Stande, eine der erstaunlichsten wissenschaftlichen Thaten zu vollbringen. Versuchsweise fügte der Ingenieur der Gesellschaft die Extreme der beiden Kabel», die sich jetzt durch daS atlautische Meer erstrecken, zusammen und bildete dadurch eine unermeßliche Schlinglinic von 3700 englischen Meilen. Dann that cr einige Säure mit Stückchen von Zink und Knpfcr in einen silbernen Fingcrhut, und mittelst diese« einfachen Agens gelang es ihm, Signale die ganze Länge hindurch in wenig mehr als einer Secunde Zeit zu geben. Wie unglaublich würde vor wenigen Jahren eine solche Notiz gelautet haben! In der That scheint die Einfachheit der Thatsache selbst Clcktricisten überrascht zu haben. Als zuerst ein Kabel über die ganze Breite dcS atlantischen Meeres gelegt wurde, vermuthete mau, daß eine uugewöhulich hohe Kraft erforderlich sein werde, um die elektrische Strömung mit gehörigem Erfolge durch eine solche Kabellänge zu treiben. Anfangs brauchte mau daher eine Batterie von 50 Zellen und dann sogar von 500 Zellen. Aber diese außerordentliche Kraft beschädigte nur oaS Kabel, und die Company arbeitet mm zwischen Valcntia und Heart's Eontent mit einer Batterie von nur 20 Zellen. Es ist fürwahr be-mertenSwerth, wie sehr der Erfolg des laufenden Iah. res die muthmaßliche» Schwierigkeiten weiter oder durch tiefes Meer gehender Telegraphic zerstreut hat. Es war schon ermuthigend genng, twß ein Kabel endlich auf Meeresgrund ohne einen einzigen Unfall niedergelegt wnrde. ES war noch ermuthigender. daß ein Kabel auS einer der größten Tiefeu des tiefsten der Oceaue MUeton. Von Neapel nach Pompeji. s,. Man erwarte leine politischen Digressions; ange-'Ms des Golfes von Neapel, des rauchenden Vesuv . "d der wundervollen Natur rings nmhcr sind wir von B? permanenten Ledcrleidcu des Geistes, welches die , Müftilwng mit der Politik in uns erzeugte, genesen Un! ^ l»'l)l)ul lu^alii^ erfreuen wir unS der reinen ... Nächtigen Schönheit, die iu Kunst und Natur in U"lcher Vollendung u.'S umgibt, leiss gleichmäßige Rauschen der im Abcndwinde Ul» ,. ^wea.ten Mecreswogen klingt so viel melodischer de« ^ "^e. Lärm der erregten politischen Meinungen da« ^ und daS kriegerische Geräusch der Waffen, 5^ "och z,n ciSpadanischen Italien an die unwilligen .^rcn kirrte, ist uns endlich verklungen; so znr Ruhe Nilü^ selbst eingekehrt, haben wir der Gegenwart den Nen c? gewandt und uns der Anschauung der verflösse-,z, Jahrtausende zugekehrt. Vielleicht dankt uuS auch intnitt ^" geneigten Leser dies augenblickliche Ilcllr^o« Ger ^" ""6s dräuenden Wirrnisse und Drangsale, l'coln ^"""' wil ihm ein Plätzchen in unserem Cor-schmal "^ ^'"" N"ben rotheu Rädern, auf dem freilich Uns ?' "°" Kupfernägcln gefestigten Sitze, in welchem svani^ ^"' aber feurige Rosinantc, uach Art der Duai^". "lesel gezäumt, über die breiten Lava-5°fe fglirt ""Polilanischen Pflasters nach dem Bahn- des M^?°"^" v°n Pompeji führt fast immer längs ""«res, dessen große blaue Wogcu, mit blitzen- dem Schaum übergössen, sich auf dem schwarzen Sande, der gesiebtem Kohlenstaube gleicht, entrollen. Wahrlich, dies Gestade ist auö rinnender Lava und vulcauischer Asche erzeugt und bringt durch seinen dunklen Farbcnton einen wunderbaren Gegensatz zu dem Blau des Himmels und des MecrcS in das Gemälde der Landschaft: inmitten all' des sonncnfrcuoigen Glanzes scheint die Erde allein allen Schatten in sich aufgesaugt zu haben. Die Ortschaften, welche man durchschneidet oder berührt: Portici, Resina, Torre del Greco, Torre dell' Annunziata, dessen Häuser mit Arcadcn und Terrassen, dächern man im Vorbeifahren erblickt, haben trotz der Gewalt dcs Sonnenlichtes und der eigenthümlichen Milchweiße des südlichen KalkeS ctwas Plutonischcs und Eisen» schwarzes an sich, wie Birmingham und Manchester; der Staub ist da schwarz, ein unvertilgbarer feiner Ruß legt sich an alles; man merkt, daß die große Esse dcS Vesuv nur wenig entfernt ist. Wir stiegen in der Station Pompeji aus dem Eoupö, eigenthümlich berührt von der sonderbaren Mischung von Antikem und Modernem, welche die Worte „Station Pompeji" enthalten; durchschritten ein Baum-wollenfcld, welches die Eisenbahn von der auSgegrabe-ncn Stadt trennt, und nahmen in einer Oslcria, welche außerhalb der antiken Vorwerke erbaut ist, einen Führer — oder vielmehr dieser, denen man leider in Ilalien fast nirgends entgehen kann, nahm uns in Empfang. Es war einer jener wundervollen, in Neapel so gewöhnlichen Tage, wo durch den Glanz der Sonne uno die Durchsichtigkeit der Luft alle Gegenstände iu Farben schillern, welche dem Norden mährchenhaft erscheinen, und man vielmehr in einer Traumwelt, denn in der Wirklichkeit zu wandeln glaubt. Wer immer einmal dies in Gold und Azur getauchte Licht gesehen hat, krankt, in nordischen Nebel heimgekehrt, au ewiger Sehnsucht. So lag die wiedererstandene Stadt, so weit ihr Aschcnlcichentuch aufgehoben ist, vor uns. Im Hinler« gründe erhob sich der Vesnv, dessen lavagefurchter Kegel blau, roth und violett im Lichte glänzte. Ein leichter nnmcrllicher Rauch zitterte wie ein Spitzenschleier um daS Haupt dcs Berges. Der alte Herr rauchte gemüthlich sein Pfeifchen, und ohne daS eingesargte Pompeji zu unseren Füßen würde man ihn für nicht gefährlicher als den Kahlenberg gehalten haben. Von der anderen Seite begrenzten schön geschwungene Wellen-Hügel, dem anmuthigen Reiz formschöner Frauenhüften vergleichbar, den Horizont; weiterhin dehnte sich daS Meer, daS einst die Bircmcn uud Trircmen ans Gestade trug, in glatt'Nlhiger, majestätisch.lieblicher Bläue. Der Anblick Pompeji's ist bewältigend. Dieser plötzliche Sprung um neunzehn Jahrhunderte nach rück« wärts nimmt auch die prosaischesten, empfindungslosesten Naturen gefangen; mit zwei Schritten tritt man auS dem modernen Leben mitten in die Welt der Alten, von den Stätten des Christenthums in die Tempel und Paläste eines seit fast zwei Jahrtausenden versunkenen Heidenthums; auch wir, als wir diese Gebilde längst vergangener Zeiten so unberührt vor uns sahen, empfanden, wie fehr wir auch durch Studium von Büchern und Bildern vorbereitet waren, diesen cbcn so fremdartigen als gewaltigen und tiefen Eindruck. Mit verwundertem Staunen betrachteten wir diese gehöhlten Wagengeleise in dem cyllopischcn Pflaster der Straßen, die noch von gestern scheinen, so frisch ist der Ein-druck; diese in rothen Lettern an dcn Maucrwänden ersichtlichen Inschriften, Theateraffichen, Wohnungsan« zeigen, Votioformcln und Anlündigungeu aller Art 1532 wieder aufgefunden und vervollständigt ward. Die große Wichtigkeit der letzteren Leistung liegt darin, daß dadurch solchen Unternehmungen großenthcils ihr bisheriger bloS speculatiucr Charakter genommen ist. So lange ein zerrissenes Kabel ein verlorenes Kabel war, mußte es als eine sehr wagsamc Speculation erscheinen, eine halbe Million Pfund Sterling auf die Continuität elncS 2000 englische Mcilcn langen Seils zn riSkiren. Dieses Wag« niß ist nun beinahe ganz gehoben, denn nicht durch bloßen Zufall ist das Kabel vou 18tt5 wiedergewonnen, sondern es geschah durch einmoiwtlichc stätigc Arbeit nach wohlverstandenen Grundsätzen, und dieselbe Me« thode läßt sich jederzeit wiederholen. Künftighin wird eS also eine einfache Geschäfts-, nicht SpcculationSsache fein, Kabeln in tiefer See zn legen. Aber die Art und Weise, wie die Kabeln seit ihrer Complctirung arbei-te», gewährt eine gleich unerwartete Aufmnntcrung. Die Entfernung nnd die An^ochmmg der Wlisscrlage («u!i-lm'l'6! erschienene Auflage soll 5000 Exemplare starl gewesen sein! jeht ist bereits der dritte Abdruck erschienen, und noch fehlt cs beständig an Exemplaren, nebstdem kaß das Werk in Uebersetzungen in Genf, Mailand und London erscheint. Die sehr schön gravirten Karten imMcchstab von 1:144.u)um oder Badehaus, das culuculun» (Schlafcabinet), denTelrastyl (Spcifesalou), die Hauöcapelle dcrLaren u. s.w. Wir durchschritten so daS gauze HauS in allen seineü Theilen, deren wir hier nicht weiter erwähnen, da de^ gleichen schon vielfach anderwärts beschrieben ist, u^ verließen es dann. Cs war unterdeß Abend geworden. Der Mo"b dcglänzte mit seinem weißen Lichte die fahlen Hauses gruppen, jo daß die einen im Silberglanze schimmertet', die anderen in blau-schwarze Schalten getaucht ware"' Diefe Nachthelle mit ihren spärlichen Tinten verhM das Nuinenartige der Gruppen. Man bemerkte nichl' wie in vollem Tageslichte, daß die Säulen vielfach blo^ Stümpfe seien, man sah nicht an den Fa?aden d' Eidechsen hin und wieder laufen, die eingestürzten Dti^. störten nicht, wie am Tage, die phantastische Illust""' im Halblichtc erschienen die fehlenden Theile ergä"^ an manchen Stellen bewirkte ein hellere« Licht "' scheinbares Ensemble. Die schweigenden Genien dc Nacht schienen die fossile Stadt zu wunderbar pha"^ stlschem Leben wieder erweckt zu haben. Hin und lvit^ glaubten wir lebendige Schatten durch die Straßen gle'" zu sehen, als wir in die Osteria zurückkehrten. ^ Der Wirth bot unS mit großem Worlschv^ ^liiUcau-UlirFnux, ^rnnll I.l,tittl,>, 8ilkr^ cln ^" .^ Uoolml^er, i>'c»llnl->vino u. s. w. an und befried>6 uns endlich mit Falerner zu zwei Ducaten die 2>o tcillc. Ein Flötenspieler unterhielt unS mit dem "^, trage neapolitanischer Volkslieder, deren Zauber so ^ derbar ist, und die Nacht war gänzlich hereingebroV als wir endlich nach Neapel zurückkehrten. ^ll Freilich war auch noch die Nacht so rein, !" "^ und wunderbar durchsichtig, wie in London z. V-,.) der helle, volle Tag! M.Zt^ 1533 len gedenkt. Die kühnen Ruderer wollen nämlich mit einen! leichten englischen Ruderboote von England über den "anal setzen, bei Rotterdam in den Rhein einfahren, rhein-aufwärts bis Basel rudern, dort ihr Noot zerlegen und ver» packen und per Vahn nach Ulm übersetzen, hier ihr Voot lu die Tonau setzen und donauabwürts bis Pest fahren. -» Aus Neuberg, 3. October, wird der „Tages-^ost" geschrieben: Vor Kurzem wurde hier ein Mädchen geboren, von welchem ncbst der Mutter, Großmutter und Ur» öwhmutter auch die U r u r g r o ft mu tt er — hierzulande ^Uctahnc genannt — von hier gebürtig und noch am Leben lst. Die letztere, am 18. October 1766 geboren, verehelichte Nch am 7. Jänner 1810 mit einem Holzarbeiter, und ist s"t 18. Juni I860 Witwe. Außerdem zählt sie 50 lebende "achkommen, nämlich: 7 Kinder, 31 Lnlel, 11 Urenkel und ^ Ururenkel. Ungeachtet des GiciscnalterS war diese Stamm-'"utter bisher noch in der Lage, sich ihren Lebensunterhalt >tlbst zu erwerben. -— Die „Klagenfurter Zeitung" schreibt: Es wurde unlängst als eine Seltenheit berichtet, daß am Kanonenhof eln Baum in voller Blüthe stehe. Als Nachtrag zu dieser "bnormität haben wir zu bemerken, daß gegenwärtig im Saiten des Herrn Baron v. Anlershofen in der Viktringcr-"orstadt hier fast alle Himbeerstauden iu vollster Blüthe slehen und daran gleichzeitig Früchte in allen Stadien der Entwicklung zu sehen sind. Dasselbe ist an mehreren Ribisel-stcnlden der Fall, und ein fast ganz entblätterter Birnbaum tlägt gegenwärtig zwei schöne Blülhcnsttäuße zur Schau. — Preußische Blätter erzählen folgende Thatsache: Einem Wolliner Buchbinder, der bereits drei Frauen begra-bcu, starb unlängst die vierte Frau sammt deren Kinde an ber Cholera, und zog derselbe, die Leiche seines Kindes mit s'ch n.hmcnd, unmittelbar darauf nach Posen. Ta er nicht allein nlit sämmtlichen Frauen ein Vermögen erheiratet, son« bern auch mit denselben einen Ehevertrag geschlossen hatte, wodurch er deren alleiniger Erbe wurde, und endlich von ihm das "ben jcder Frau mit einer nicht unbedeutenden Summe uer« slchcrt gewesen war, so erregten diese wiederholten Todesfälle Aufsehen. Es wurde seitens der Behörden nicht nur eine Ausgrabung der Kinbesleiche in Posen, sondern auch dcr b'er Frauen in Wollin, sowie eine Haussuchung bei dem "uchdinder veranlaßt. Diese ergab das Resultat, daß nicht '^ui bei ihm Vorräthe von Arsenik, sondern auch in sammt-lichen Leichen Spuren dieses Giftes gesunden wurden. Locales. UHoWw-Mllvlin au5 der 8ladt Lailiach. Ain 8. October verbliebe» in der Behandlung 16, ^s 9. Abends sind zugewachsen 8, zusammen 24 Kranke, ^avon sind genesen 2, gestorben 1, es verbleiben somit in Behandlung 21 Personen. Seit dem Beginne der Epidemie sind in der Stadt "lranlt 131, genesen 48, gestorben 02 Personen. Laibach, am 10. October 1806. Von der t. l. Sani täts ^ Land es commission. ^ Herr Alois Prasch niler, welchem im Juni 18U5 die Bewilligung zur Vornahme der technischen Vor» "lbciten fur cine Loco motiv-Lisen bahn von Lai« bach nach Villach ertheilt wurde, ist beim Handelsmini« slerium um Bewilligung einer Fristerstrectung für diese Arbeiten um ein weiteres Jahr eingeschritten. -— In dem Bezirke La a 3 sind die Neuwahlen der ^knieindevcrtretungen nack dem Gesetze vom 17. Februar ^8LL beendet u„d es tritt somit in den Gemeinden dieses Wirtes d,o ueue Gemeindeordnnng in volle Anwendung. ^u Gemeindevorstehern sind gewählt worden: u. in dcr "UZgemeinoc Altenmartt Martin Schweiger, Besitzer lu Altenmartt Haus'Zahl 20 ; !i. in dcr Ortsgemeinde L aav Johann Iuzna, Bürger und Grundbesitzer in Laas HauS« ^ahl75. c. in der Orlsgemcinde Obl a k Anton Laurii, "alitälenbesitzer und Handelsmann in Neudorf Haus-Zahl 15. . ,"^ (Theater.) Auch gestern zog der „Freischütz" "äußerst zahlreiches Publicum ins Theater und wird es "Mntlich wohl noch mehrmals thun, da die Aufführung f bcautragtc ausführliche Dcuflel. lung rücksichtlich dcr vielfachen uud in strategischer Hiu» ficht insbesondere ausführlich bezeichneten Nothwendigkeit genehmigt und die Errichtung eines dicöfälligen Eomit''s durch die Wahl dcr Herren Kammclmitglicdcr: Prä< sideut V. C. Supau, Josef Vlciweiß, Ioh. G. Wiutlci-, Gustav Töuics, Ioh. Thomauu nud Kammcrsecrelär Dr. Lovro Toman — beschlosseu. 3. Ausführlicher Voltrag dcS Comites iibcr die Bollicralhuug dcr Statuten der Manrcrgenossenschaft in ^aibach. Beschluß: Die vom Eomit^ hcrvorgehobcncu wcscntliche:i Mängel dcr Statute» uud beantragten Zlcn-derungcu der bezüglichen Paragraph«: derselben wurdcu gutgeheißen uud der vom Hcrru Viccurasideuten Horak, als Olimaune des Eomiti-'s, uoch writers gestellte Au. trag: die Kammer möge sich gleichzeitig bci Vorlage dieser Statuten an die hohe k. k. Landesregierung mit dcr Bitte weudcn, daß hochdiesclbe die Verfügung treffe, daß dcn Lclnlmgcn der Maurer, Tifchlcr und Zimmer-lcuie zur Pflicht gemacht werde, au Sonn« uud Feier« tagen dic gewerbliche Fach« uud Wiedcrholu»gSfchulc zu bcfuchcu, wofür die Kammer aWhrlich uicht unbeden« tendc Summcu verausgabt — augeuommcn. 4. Vorlvag des Comite's über dic Feststclluug deS Prälimiuares pro 1867. Beschluß: Dasselbe wnrdc in allen Ausgabs-postcu nach dcm Eomito.Autrage mit Rücksicht auf die uoch zurückzuzcchleudcu Vorschüsse von 1809 st. 65 kr. in dcr Summc von 3629 fi. 65 kr. cmgcuommcn uud die Kammclumlagc auf ü pEt. bcmcsscu. 5. Ueber Vollrag des Secrctärs, daß Herr Ignaz Edler v. Klciumayr, Eigenthümer uud Redacteur dcr „Laibacher Zeitung," sich bereit erklärt habe, kurze Pro-tokollSauszllge über die Sitzungen^ dcr Haudelö- uud Gcwclbctamlmr unentgeltlich veröffentlichcu zu wollen, wurde dieser Moduö dcr Vcröffcullichnng iu Rücksicht dcr mißlichen Fondövcrhaltuissc dcr Kammer beschlosscu uud dcm Hcrrn v. Klciumayr der Dank der Kammer votlrt. Laibach, am 1. October 1866. V. (5. Supan, Dk. Lovro Toman, Präsident. Secretär. Neueste Vachnchlen und Telegramme. Verona. 7. October (Abends). Von Florenz ist folgendes Telegramm an die Bürgermeister vou Pe-rona uud Mautua hier cingclaugt: Dic Rcgieruug dcS KöuigS hat mit Schmerz vou deu iu dcn letzten Aden-dcn zn Vcncdig uud Veroua vorgefallcncu Unorduuugcu gehört. Es ist uuwmdig eines Volkes, das sich selbst uud die Nation, der cS angehört, achtet, sich gcgcu dic zu erheben, dic im Begriffe stchen abzureisen. ES ist nicht statthaft, zu verkennen oder zu vergessen, daß erst geslclu dcr Fricdc zwischen Italicu uud Oesterreich un» terzcichnet wurdc, uud ciueu schlechten Dienst erweist man dem Königreiche, der Freiheit uud Unabhäugigkeit durch Tumulte und bcdaucrnSwcrthc Eonfticte. Die Re< gieruug des Köuigs ersucht Sic, dies in ihrem Ncuncn Ihreu Viitbülgcvu mitzutheilen, und vertraut, daß daS erste Wort, das sie im Namen der Würde Italiens an Sie richtet, Gehör finden werde. Ricasoli. — Iu Ve< rona herrscht heute vollkommene Ruhe. München, 7. October. Es wird mit vieler Bestimmtheit behauptet, an Stelle des Staatsralhcs P f i-stermeister werde dcr frühere Miuistcr des Iunern, o. Neumayer, zum Ehef des königlichen EabinctS ernannt werden. Verlin, 8. October. Das Besitzergreifuugspatent und die Proclamation für Frankfurt, Nassau, Kurhcssen sind übereinstimmend mit den hannovcr'scheu. Die Vcr« orduung ordnet für Hannover, Nassau, Knrh essen und Frankfurt au, daß dic Befuguisse dcr betreffenden Iu« stizmiuisterien uuf dcu preußischen Iustizminister nlier« gehen. Der höchste Gerichtshof Frankfurts ist jetzt das Obertribunal iu Bcrliu. Paris, 7. October. Die „Patrie" meldet: Die Iusurgcntcn auf Eandia sandte» am 24. September eine Deftutatiou au den Eommaudanten dcr französischen Schiffsdivision, welcher erwiderte, daß die Krctenser nicht auf ciue Unterstützung Frankreichs bci ihren sepa» ratistischen Versuchen rechnen folltcn, und hinzufügte, daß, nachdem dic Türkei versprochen habe, gerechte Beschwerden abzustclleu, es im Iutsicsse dcr Kretenser liege, mit ihr zu verhandeln. In Rcthymo seien in Folge dieser Erkläruug am 24. Versammlungen abgehalten worden. London, 8. October. Die „Times" schreibt: Lord Cowley hat seine Demission zurückgezogen und wird uoch durch einige Monate auf seinem Pusten verbleiben. Petersburg, 7. October. Vieruuddreißig in den H ochverrath S procc ß dcS Karakossoff verwickelte Personen, darunter Ischntin, dcr Anreger des Attcu< talcs und Gründer einer Commuuistengesellschaft, wurden zum Todc durch dcn Strang, füufzchn zur Verbannung uach Sibirien verurthcilt. <5onstantinopel, 7. October, Abends. (Direct.) DaS officiclle Journal, ,.La Turquie" demcntirt die 'Nachricht, daß ciuc Abtheilung der Garnisou von Korftl Prcvesa überfallen uud daS Fort daselbst geuommcu habe. Dasselbe Journal demcntirt auch dic Nachricht, daß griechisches Militär bci Castri über die Greuze gegangen sci uud Arta angegriffen habe. 9tach Epirus wurden weitere Truppcuuclstäikuugcn abgesendet. Die Rcgieruug entwickelt große Euergie und hofft, Eanoien bis 15ten October zu pacisicireu. New-Aork, 28. September. (Per „Moravian.") In Pitttzbnrg fand ein Meeting von Soldaten und Matrosen zu Gunsten dcr Nadicalcu statt. Emery ist zum nordamerikanischen Gesandten iu Holland desiguirt. Die Frauzoscn verließe« Guanajuato; dic Rcpublicauer besetzten diese Stadt, Dcr republicauische Geucral M a r-tincz ließ dic Garnison von Jerez niedermetzeln. Telegraphische Wechselcourse vom '.>. October. 5peic. Metalliqucs 61.50. - 5perc. NationalNulehen i'7.25. — Baukncticu 71«. — Ereditaclirn 150.00. —1860er Staatsanlehrn ?'.',!»0. — Silber 126.50. - London 137.40. — K. t. Ducaten 6.08. Keschästs-Zeitung. 5trainburg, ^.October. Auf drm heutigen Marltc sind erfchicneu.- l»il Wagen mit Getreide und 55 Stück Schweine. _______________Durchschnitts-Preise. ________ st^lr. si. lr. Weizen pr. Metzen 4 00 Bnttcr pr. Pfund . — > 3« Korn ' „ .'l — Eier pr. Slüct . . — 2^ Gerste „ — — Milch pr. Maß . — 10 Hafer „ 1 40' Rindfleisch pr. Pfd. — 14 Halbfnicht „ — — Kalbfleisch „ — 22 Heiden „ 2 60 Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ 2 — Schöpsenfleisch „ — 12 Kntnrntz „ 4 — Hähndel pv. Stück — 30 Erdäpfel „ — 50 Tauben „ -_, i<) ^'instn „ — .- Hcn pr. Zentner . 15«) Erbsen „ — ^— Stroh „ . —^70 Fisolen - „ 4 48 Holz, hartes, pr. Klft. 4l — Zündöschlnalz pr. Pfd. -^ l 45 — weiches, „ . 3 ! — Schweineschmalz „ — ! 44 ! Wein, rother, pr.Eimer — — Speck, frisch, „ — ' .^1 — weißer „ 10 10 Speck, geräuchert, Pfd. —