^ ««« Sonntag den 8. Septemöer 1878. IVII. Zahrgaag Die ^Marburger Settung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg aanzjShria S fl., halbjähria S fl., vierteljährig 1 si. 60 kr; sür Sustellmiß ins Haus monatlich 10 kr. -» mit Postversendnng: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig S fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. M die Mt« polittscht« Ditvstr Aismarcks. Marburg, 7. September. Die Verhandlungen mit Deutschland, be-treffend den Abschluß eines neuen Zollvertrage« sollen nun wieder beginnen. Berlin hält die Gelegenheit für günstig und sprechen die dortigen Blätter von der Gewißheit, iOesterreich-Ungarn werde sich für die guten politischen Dienste Deutschlands dankbar erweisen. Und diese Dienste? Der Berliner Vertrag gibt Antwort. Bismarck hatte ja die Besetzung und Verwaltung Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich-Ungarn so warm bestlr-wortet, daß unsere Halbamtlichen die Freund nachbarlichteit nicht genug zu rühmen vermochten. Ueber die Versicherungen, welche der erste Vertreter Oesterreich-Ungarns beim Kongreß dem eisernen Kanzler erthellt haben muß, schreibt der „Berliner Börsentourier": „Bismarck habe sich vergewissert, daß Gras At»drassy die gilten politischen Dienste Deutschlands mit handels-polilischen Zugeständnissen zu zahlen berett sei l" Aus die österreichische und die ungarische Regierung und aus die beiden Vertretungen kann der gemeinsame Mlnifter des Aeußern unbedingt rechnen. Kommt es zur parlamentärischen Verhandlung im Reichsrath, so wird Alldrassy durch AuerSperg sür die Abgeordneten ewe Zwangslage schassen und lnalen wir uns diese solgendermaßen aus: Im tiessten Vertrauen wird mitgetheilt: Bismarck habe die Zustimmung zur Besetzung und Verwaltung Bosniens und der Herzegowina abhängig gemacht von einer GM^leistunL aus volkswirthschastltchem Gebiete — vom Abschluß eines neuen Zollvertrages. Weigere sich das Abgeordnetenhaus, dann werde es ausgelöst; die drei Ministerien, welche sich sür gesammt-verbindlich erklärt und den ungarischen Reichstag sür die Zustimmung gewonnen, treten nicht zurück. Werde der versprochene Gegendienst versagt, so stehe Bismarck als Getäuschter da, werde zu einem Gegner Oesterreich-Ungarns, verbünde sich mit 5^talien uud Rußland, mache ZHwierigkeiten wegen Bosniens und der Herzegowina und da Oesterreich'Ungarn gegen die dreieinige Großmacht seiner Feinde nicht siegen könnte, so müßten unsere Truppen das Land räumen ohite Kostenersatz und es scheitere die hohe Mission Oesterreich-Ungarns, in Bosnien-Herzegowina sür Humanität und Zivilisation zu wirken. Nach dieser vertraulichen Mittheilung wird die große Mehrheit des Abgeordnetenhauses stimmen, wie Bismarck will und unsere Minister beantragen. Ja! wie srüher, so wird auch diesmal das volkswirthschastliche Interesse der hohen Politik geopsert, ohne zu bedenken, daß auch dieses Opser nichts sruchtet — l>aß es voltSwirth« schastlich u!ld politisch nur schadet, weil die Preisgebung der heimischen Arbeit die Massenverarmung si^rdert, weil beide die VertraueitS-losigkeit, die LMttmgslssigkeit erzeugen und großziehen — die schlimmsten Feinde Oesterreichs. Franz Wiesthaler. Vorgüagt in Norwtst-Nmmt«. Ueber die Vorgänge im nordwestlichen Theile Bosniens wird der „Deutschen Zeitung" geschrieben: „In ganz Bosnien gab und gibt es keine so renitente und christenseindliche mohammedanische Bevölkerung als jene Bosnisch'Kroatiens oder der sogenannten Kraina. Zahllose mehr oder weniger bedeutende Ausstände gegen die ottomanische Regierung sanden in der Kraina statt, wenn sonst im ganzen Lande Ruhe herrschte, und sehr oft mitten im Frieden haben die mohammedanischen Krajischnici in den Jahren 1309—1812 gegen die damalige sran-zöstjche Okkupatioi» Kroatiens unter Marschall Marmont revoltirt, sowie später namentlich in denJahre'^ 1334. 1335, 1841, 1846 u. s.w., Einsälle in kroatisches Gebiet unternommen. Allerdings wurden sie immer mit blutigen Köpfen heimgeschickt und die Revanche bUeb auch nicht aus, doch halfen solche blutige Lektionen nur momentan bei dieser turbulenten Bevölkerung. Beim Ausbruch der jetzigen Bewegung konnte dieselbe selbstverständlich nicht ruhig bleiben. Es sammelten sich mehrere Tschetas, welche zusammen an die 15.000 Mann betragen können, und diese waren es größtentheils, welche sich bei Cadjavica, Varcarevo, Jajce, Jezero, Kljuc u. s. w. unsern Truppen ent' gegenstellten, namentlich aber am 14. August Banjaluka überfielen. Ein bedeutender Theil derselben blieb jedoch im äußersten Nordwesten Bosniens zwischen Külen-Vakus, Bihac und Jzacic, und daselbst wurde nach allen Seiten ein heftiger Widerstand organisirt. Die Festung Bihac, woselbst eine ziemlich bedeutende Garnison regulärer türkischer Truppen mit einem Pascha an der Spitze stand, wurde im Einver-ständniß mit demselben reparirt, neue Verschanzungen an der Una und gegen Zavalje t kroatischer Grenzort) angelegt, Munitions- und VerpflegSvorräthe aller Art herbeigeschafft — damit man aber ja nicht etwa in der Arbeit unterbrochen werde, ließ man den Bihacer Pascha pro iorma wegen einer sreiwilligen Uebergabe der Festung mit dem österreichischen, in Zavalje kommandirenden General unterhandeln. Es fanden zwischen den Beiden wiederholt Zusammenkünfte statt, in welchen über die Uebergabs-Bedingungen PourparlerS gepslogen wurden, selbi^verständlich Alles nur, um Zeit zur Vervollständigung der BefestigungS'. nild Verpro-viantirungs-Arbeiten zu gewinnen. Als diefe beendigt waren, erklärte der Pascha plötzlich, daß er sich nicht entschließen könne, die Festung zu übergeben, sondern daß er sie bis auf den letzten Mann vertheidigen werde. I e u i r r e t o n. Ei«c anflülldigt /ra«. Vor einigen Jahren ging ich an der Seite einer eben erst in Paris angekommenen deutschen Dame aus dem Boulevard de la Madeleine auf und ab. Aus dem Auslegekasten eines Modegewölbes in einer der Seitenstraßen glänzte ihr ein schöner mit Sammt und Federn ausgeputzter Hut entgegen. Magnetisch angezogen, näherte sie sich dem Laden. Ueber der Thüre stand die einfache Inschrift: ^oäss; auf der Glasscheibe selbsj in bronzenen Lettern der Name Adeline. Der Hut war auch in der Nähe schön und meine Deutsche, noch nicht gewohnt, den Versührungen der Pariser Auslage-kaften zu widerstehen, beschloß sofort, ihn zu kaufen und wir traten ein. Ätn Hintergrunde des fehr einfachen Ladens, in welchem kaum fünf oder sechs Hüte und einiger Kopfputz zu sehen waren, arbeiteten drei junge Mädchen; neben ihnen saß eine junge Frau, die sosort ausstand, uns entgegen kam und sich als Besitzerin des Geschäfts zu erkennen gal,. Der Handel begann, aber meine Deutsche sowohl als ich selbst hatten über die Schönheit und Anmuth der Madame Adeline bald den Hut selbst vergessen. Sie sprach ein so schönes Französisch, sie hatte in ihrem Benehmen eine so edle und bescheidene Zurückhaltung und ihr ganzes Wesen war, ohne Pedanterie, so gemessen, daß man nach wenigen Minuten überzeugt war, es hier mit einer Frau zu thun zu haben, die, wenn ihr nicht durch Erziehung eine edle Bildung angeeignet worden, sie dieselbe angeboren und als freie Gabe der Natur besitze. Sie fühlte bald heraus, wie fehr sie ihrer Klientin, der Deutschen, gesallen, und wie sehr diese wünschte, sich mit ihr in ein längeres Gespräch einzu-lassen, und aus das Ungezwungenste kam sie diesem Wunsche entgegen. Bald saßen wir plaudernd neben einander. Madame Adeline wußte wenig von Paris; sie lebte ihrem Geschäfte und des Abends zu Hause, auf ihrer stillen Stube mit ihrem lieben Kinde, doch wußte sie manche treffende Bemerkung über Parlfer Leben und Gewohnheiten in'S Gespräch einzustreuen. Meine Deutsche war entzückt. Absichtlich tadelte sie etwas an dem gekauften Hut. um ihn verändern zu lassen und wieder zurückkoinmen zu können. Als wir gingen, öffnete uns Madame Adeline felbst die Thüre, und sagte uus mit der graciösesten Kopsbewegung Adieu! „Diese Kopsbewegung, dieses Nicken", sagte die Deutsche, „würde ihr eine deutsche Prinzessin mit einer Million abkaufen. Mein lSolt. welche Grazie, wrlche Liebenswürdigkeit l Das findet man doch nur bei einer Französin! Und dies ist um so erstaunlicher, als sie nicht in der Welt lebt, sondern nur der Arbeit und auf ihrer Stube!" „Wer weiß, wer kann wissen!" warf ich in den Entl)usiasmus der Landsmännin ein — hier in Paris! — Ah, Mavame, diese kleine, höchstens sünsundzwanzigjährige Frau hat vielleicht mehr gelebt und erlebt, als wir beide zusamlnengenommen." „Aber sie sagt ja —" „Ist sie gezwungen uns die Wahrheit zu sagen? Sind wir ihre Vertrauten?" Meine Deutsche war tlber meinen Skepti-cismuü empört und noch empörter, als ich hinzufügte, daß ich Pariser Putzmacherinnen nicht traue. Die Unschuld, die Reinheit selbst sprach ja neben allem Geiste auf's Deutlichste aus den Augen der Madame Adeline. So empört war die Deutsche gegen mich, daß sie mich nicht mehr mitnahm, als sie das nächste Mal zu Madame Adeline ging, und nachdem sie dieselbe lnehrere Mal besucht, versicherte sie mich, daß ich nicht würdig sei. ihre nähere Bekanntschast zu machen. Sie sei ein Bihac ist eine Stadt mit etwa 4b00 Einwohnern, wovon 4200 Mohammedaner und die übrigen Christen beider Konfessionen sind. Die Stadt liegt recht pittoresk tn der sehr fruchtbaren Biscer Ebene, unter dem Berge Benakovac an beiden Ufern des Nnaflusies, jedoch größentheils auf dem linken. Sie ist Hauptort des Regierungsbezirkes, sowie des Bezirkes gleichen Namens. Die im östlichen Theile der Stadt auf einer Insel der Una liegende Festung ist ziemlich ausgedehnt, da sie nahezu einen Umkreis von zwölf Minuten hat; doch geht sie rapid dem Verfalle entgegen. Bi-hac ist ein historisch interessanter Ort. Zur Zeit der ersten bosnischen nationalen Dynasten gegründet und befestigt, wurde Bihac zuerst berühmt durch den glänzenden Sieg des bosnischen Herzogs und obersten Heersührers Hrvoja im Jahre 1403 über die Magyaren unter deren Kommandanten Paul Bisen, welcher lebend gefangen wurde. Die Festung ließ König Bela IV. systematisch erbauen und sie hielt auch zur Zeit der Türken-Invasion am längsten gegen die Osmanen Stand. In den Jahren 1592, 1717 und 17Z9 fielen hier Schlachten vor. Die Elltfernung von Zavalje nach Bihac beträgt eine hallie Stunde. Militärisch rechnet man diese Entsernung auf 5000 Schritte. Wiewohl nun unsere Geschützbatterien auf den das Una-Thal beherrschenden Höhen postirt sind, so glaubt man in fachmännischen Kreisen dennoch, dab die Schüsse aus Bihac aus solcher Entfernung keine volle Wirkmlg erzielen können, und man zieht sogar eiile Art Belagerung der Festung in Berechnung. Zur .tjejchichle des Tages. Heute setzt die Steiermark ihrem Erzherzog Johann ein Denkmal von Stein. Das Denkmal im Herzen steht lange schon — steht seit jenen Tagen, als „unser Hans" begonnen, mit dem ganzen Einfluß seiner Stellung für dle Förderung eines freieren wissenschaftlichen Geistes un Allgemeinen und ftr die Hebung der Landwirthschast insbefonders zu wirken. Wenn unsere Heimat unter den Landen des Reiches eine hervorragende Stellung einnimmt, so haben wir es dem Erzherzog Johann mitzuverdanken. Mittel-Bosnien war dieser Tage der Schauplatz eines siebenstündigen Kampses, durch welchen die Aufständischen, die sich dort in grober Menge gezeigt, geschlagen und zersprengt wurden. Mokro und (Älastnotz, wo dies vorgefallen, liegen aber in geringer Entfernung von der Hauptstadt des Landes und zeigen dle Atasse und die Kühnheit der Anf-ständischeil, welche Schwierigkeiten unserer Truppen noch harren. Engel. Die Deutsche kanitte sie genau ; sie hatte sie auch in ihrer Häuslichkeit, mit ihrem Kinde, bei einer Tasse Thee gesehen. Madame Adeline heiße eigentlich Madame Aoeline Raymond und sei die Frau eines Kapitäns, der jetzt mit seinem Schiffe, das den Rothschilds gehöre, in Rio Janeiro sei. Ich lachte. „Rothschilds haben keine Schiffe." Die Deutsche liehauptete, wenn cs Madame Adeline sagte, so fei es wahr. Ich erkundigte mich und erfuhr zu meiner Beschämung. daß die Rothschilds in der That große Nhederei treiben. Von dem Momente an waren meine Einreden noch wirkungsloser als vorher. Zum Glück verließ die Deutsche bald ParlS, nicht ohne von ^.Viadame Adeline Raymond einige zarte Verse in ihrem Stammbuch über den Rhein zu nehmen, und ich dachte nur an die schöne uno liebenswürdige Putzmacherin, wenn ich zusällig durch ihre Straße ging. Elnes Tages — ungefähr acht Monate nach meiner ersten Bekanntschast tnit Madame Adeline — stieg ich mit einem Professor an einem der Kollegien diesseits der Seine, einem jungen Manne, in der Rue de Turin seine fünf Treppen hinauf, um aus seinen: ganz Paris beherrschenden Balkon eine gemüthliche Abendzigarre zu rauchen. Auf der dritten Das siebenslündige Gefecht, in welchem die Aufständischen südöstlich von Doboj besiegt worden und die Einnahme deS wichtigsten Handelsplatzes Tefchanj auf der alten Straße von Brod nach Sarajevo, die ohne Schwertstreich erfolgt ist, zeigen, daß die Vorstöße unserer Truppen wieder mit größerer Macht erfolgen. Die Hoffnung aber, ganz Bosnien und die Herzegowina noch vor Beginn des Winters bezwingen zu können, dürfte sich bei der Zahl und Kampfwuth der Aufständifchen, bei der schlechten Beschaffenheit der Wege und bei den Mängeln der Verpflegung doch als trügerifch erweifen. Die Beziehungen Oesterreich-Ungarns und Italiens verdüstern sich. War' letztere Macht uns freundlich gesinnt, sie würde es unterlassen haben, gerade jetzt hunderttausend Mann zur Uebung in Ober-Italien einzuberufen. Die Haltung des italienischen Generalkvllsuls in Sarajevo, die Forderungen des „nicht besreiten Italiens" und die jetzige Kriegsverkündung Garibaldi's lassen einen andern Zweck dieses Manövers vermuthen, als die Negierung ii» Rom vorgibt. Vermischte Ztachnchleii. (Krieg. Aus dem Freilager in Mostar.) Dem Schreiben eines Jägers vom 11. A. (Freilager in Mostar) entnehmen wir folgende Stelle: „Die Strapazen und EiUbeh-rungen sind ungehe»ter; zu effen bekommen wir höchstens aUe 24 Stunden; veiln seiost in Mostar, also in der Hauptstadt, bekommt man nichts als Obst und schlechtes Brot. Meistens haben die Offiziere noch weniger als die Mannschaft, und was man zu kanfeir bekommt, ist ungeheuer lheuer, z. der Liter schlechten Weines, den bei uns kaum Bettler trinken möchten, 90 kr., ein Ei 8 kr. u. s. w. Der Dienst ist furchtbar «nstrengend. (Bosnien. Land mld Lente.) Aus dem Freilager bei Doboj fchreibt em Kadet unter Anderem: „Das Land liier ist wuilderschön, nur sehr verwahrlost; es grbt nur Maisfeloer, Wiesen und Wälder. In den Wäldern silidet man Holzbirnen, Aepfel, Sauerkirschen, wilve Reben, Haselnüsse u f. w. Die Vegetation läßt auf große Fruchtbarkeit schließen. Die Dörfer sind jüns bis acht Stunden voll einander entfernt und besteheit aus höchstens zehn Hänfern, in deren Rähe einige Zwetschken wachfen. Die Leute sind sehr faul, sitzen fast« den ganzen Tag mit gekrenzten Beinen aus dem Boden, raucheil Tabak, trinken Kaffee und fchwatzen. Wenn sich l)ier arbeitsame Leute ansiedeln lvürden, so könnte Bosnien reicher werden als die Steiermark und sich atich zu einem vorzüglichen We»nlande entwickeln." Treppe begegneten win einer Dame, die abwärts stieg. „(Änten Abend, Madame!" rief mein Professor und zog dei» Hut mit großer Ehrerbietung. Ich sah näher, erkailnte Madame Adeline und grüßte ebeitsalls. „Wie, Sie kennen einander ?" rief der Professor erstaunt, fragte nach dem Kinde der Madame und wir gingen weiter. Ich erknlld'gte mich und erfuhr, daß Madame Adeline Raymond und der Professor Nachbarn waren. Der Professor kannte sie feit vielen Jal)ren; denn er wohnte mit ihr in demselben Hause. Er konnte sie nicht genug rühmen und nicht genug davon erzählen, wie sehr sie im Hanse geachtet war wegen ihres stillen, bescheidenen und überhaupt ehrenwerlhen Wesens. Sre sei die Frau eines Schiffskapitäns, der sie aber vernachlässige und schon lange nichts habe von sich hören lasse». Da sei sie denn gezwungen gewesen, ein armes, kleines Modegeschäst zu eröffnen, nur um sich und ihr kleines Töchterchen anständig zu ernähren. (Schluß folgt.) (Novi-Bazar.) Diese kleine Stadt bietet jetzt ein Bild des Lebens und der Thätig-keit dar, wie solche kaum in den größten tür« kischen Städten zu beobachten sind. Es strömen von allen Seiten hieher Nizam»,' Redisa, Ba-schi-BozukS, Mustehasiz und sonstiges bewaff-netes Volk. Unbewaffnet erfcheint Niemand, selbst der (sreis, welcher seit Jahren in keine nahe Berührung mit Flinte und Aatagan kam, hat sein (Äewehr über d»e Schulter hängen. Von Früh blS spät Abends ist der Hof der großen Moschee mit einem Lärm erfüllt, als hätten dort alle Dämone ihr Lager aufgeschlagen. Auf die Frage: „Was geschieht denn dort?" erhält man zur Antwort.- „Das Volk verabredet die Maßregeln gegen den Feinv." Da die Garnison klein ist und die ankommenden, in lauter regellose Haufen aufgelösten Soldaten merkwürdiger Weife gar keine Ofsi-ziere haben, fo sieht man fast gar kelne Chargen auf deir Straßen. Sei es auf Befehl der Pforte, fei es aus eigener Abneigung gegen den sich fpreizenden Pöbel, der täglich unverschämter wird, verlassen die Offiziere ihre Wohnungen gar nicht. Das Beispiel, das der fanatische Hadschi-Loja, welcher zu Novi-Bazar an einer gefährlichen Fußwunde daniederliegen soll, m Sarajevo gegeben, dürfte leider in Novi-Bazar Nachahmung finden. Die ärgsten Schreier, die schlechtesten Kerle geben dei» Ton an und ha-rangniren die Menge im kriegerischen Sinne. „Man wisse", sagen sie, „daß der Sultan Bosnien nicht den Fremden verschenkt habe, daß diese rechtlos hergekom»»en seien, daß sie den Koran ausheben und die (Ajaurs den Mohammedanern gleichstellen wollen. Wer Rechtgläubiger sei, müsse sich der Fahne des Propheten anschließen." Die Christen, welche sich seit einigen Tagen in den geschlossenen Häusern aufhalten, wurden angewiesei», alle waffenfähigen Männer dem „Volke" zur Velfügung zu stellen. „Nur unter dieser Bedingung würden sie am Leben und Eigentljum, sowie in ihrer Religion und Ehre geschont werde»»", verkündete der Derwisch Sagicsetic. Die Rädelsführer, lanter faiiatische Mohamedan.r, fchim^ren hoch und heilig, daß sie 3000 Krieger ausrüste,» lverdei». Die Soldaten, welche oen Osfizieren den Gehorsam gekü!tdigt hab^n, frateririsiren allerorten mit dem Pöbel. Dieser vertheilte unter die Nizains, Rebifs und Bajchi-Boznks Schuhzeug. Opanken, Brot und etwas (Äeld. Sie wollen dafür gelueiiiiam mit dein Volke gegeit die Okknpalions-Truppen käinpsen. Die Zurü-stungei» dazu werden bereits getroffen. Die Eilgpässe werde,» besetzt und Batterien ai» geeigneten Stellen errichtet. Die Militär- unt> Civtlbehörden bleibe,» allen diesen Vorgängen gegenüber vollkoin,nen passiv. Denn erstens sind sie ,nachtlos den be-»vaffiieten Schaai^e,» gegeitüber, zloeite,»s scheint ihnen kein Beseht zugrkom,nen zu sein, diesen» Treiben entgegenzntreten. Dieses Verhattell der Regiernngs-Orgatie stimmt genau zu den Aen-ßerungen, die Mehemet Ali in Pr»stina gethan haben soll. Er sagte zu deir Notablen: Das Gouvernement stehe i,» Unterhandlung mit Oesterreich-Ungarn, könne dieselde aber nicht zu Ende führen, weil man in Wien die Sou' veränetät des Sultans, die Europa unangetastet ließ, nicht respektiren wolle. Die Regie rung könlle daher vorläufig keine entscheidende Stellung nehmen. ,Jhr habt Pflichten euren» Lande gegenüber, und Niemand hindert das Volk von BoSnten (und das Novi-'öazarer Pafchalik gehört zu seiner Provinz) seine Pflicht zn thun und sein Recht zu wahren." So soll, wie gesagt, die Aeußerung '1>!eheinet Ali'S hiesigen Ablegaten gegenüber gelautet haben, und dadurch fanden sich die Fanatiker zu den äußersten Schritten ermuthlgt. Die wenigen ösrerr.-ungar. Staatsangehörigen haben theils die Stadt verlasse»,, theils in sichern Orten eine Zuflucht geftt»iden. Bis jetzt »st ke.n Blut geflossen. Es »st aber zu befürchten, daß, wenn der Pöbel noch längere Zeit an der Herrschaft bleiben sollte, sich jehr traurige Ereignisse er-geben würden." (Bosnien. Au» dem Briefe eines ungarischen Reservisten.) Ein ungarischer Reservist, welcher bei der Einnahme von Sarajevo mit-gefochten, schreibt über das Leben im Felde: ^Seitdem ich beim Regiment eingerückt bin, schlief ich noch nie unter Dach; bei Nacht regnete es aber fast immer. Wir lind aus seind-lichem Boden und man quartierte uns daher nie beim Vieh ein, denn einen andern Namen verdienen diese Bosniaten nicht; daß sie solche i!)arbaren stnd, hätte ich nimmer geglaubt. Als wir drüben über der Save waren, begann das Marschiren. Wir marschirten in Einem Zuge von 3 Uhr Früh bis 9 Uhr Nachts. Damals sank ich in Folge der schrecklichen Hitze und des schweren Gepäcks ohnmächtig hin. An diesem Tage erlagen von der ganzen Brigade (denn wir waren Alle beisammen) vierund-dreiHig Mann den Strapatzen; Wasser war nirgends zu bekommen. Mein einziges Glück war, daß ich mir bei Brod Pflaumen von einem Baume gepflückt hatte, mit denen ich mir von Zeit zu Zeit den Durst stillte. Ich habe in meinem Leben viel gesehen und viel Entbehrungen durchgemacht, daß aber kann ich sagen, so große noch nie, und nicht meinem Todfeinde möchte ich Aehnliches wünschen." (Hohe Politik. ÄaatSgeheimnisse.) In der letzten Zeit finden häufig Ministerbe» rathungen, Konferenzen hervorragender Generale statt. Die Zeitungen nahmen davon Kenntnib und schilderten die rein äußerlichen Vorgänge. Man sollte nun meinen, daß hierin kaum etwas Staatsgesährliches liegen könne, aber in Regierungskreisen haben diese harmlosen Meldungen großes Aufsehen hervorge-rusen. Um jeden Preis wollte man die Quelle dieser ^Jndiskretiollen" kennen, und da wir einen Minister haben, der sich in erster Reihe mit Preßsachen besaßt, so wurde unter seinem Vorsitz eine förmliche Preß-Konferenz abgehalten, in der man reiflich erwog und weislich be-rielh, woher die schrecklichen Nachrichten eigent-ttch kommen könnten und wie man ihr Wieder-austauchen verhindern könne. Ein Minister und ein Hofrath letzten sich in Kosten, sie tonnten die Lösung des Räthsels nicht finden. Zuletzt kamen fte überein, einen Journalisten, allerdings von einem ^gutgesinnten" Blatt zu fragen. Er fand den Stein der Weisen: ,,Erscheint nicht", so fragte er, „in hiesiger Stadt ein amtliches Blatt, so einen kaiserlichen Adler an der Spitze trägt?" — „Gewiß", war die Antwort, „nur liest sie Niemand." -- „Aber es hat doch einen Redakteur." - „Auch das ist wahrscheinlich." —- „Nun so fragt ihn, woher er die Nachrichten übet die Minister-Sitzungen hat, die Euch so beunruhigen," Der Redakteur wurde sofort ge-rusen und gab an, daß auch ihm, sowie allen Journalen der Residenz die Meldungen über die Minister-Konferenzen durch eine ganz gewöhnliche Lokal-Korrespondenz gleichzeitig mit den Notizen über alle Tages-Vorfallenheiten in's Haus geschickt würden. Dem Minister, der schon glaubte, eine Konspiration zu entdecken, fiel ein Stein vom Herzen und dankerfüllt umarmte er seine beiden Helfer in der Roth, den Offiziösen und den Offiziellen, dann aber sandte er den verläßlichsten seiner Auttsdiener um den ihm genannten Lokal-Korrespondenten, und die Argumente, die der Minister diesem gegenüber gebrauchte, scheinen so überzeugender Natur gewesen zu sein, daß die bewußte Lokal-Korre-spondenz von der Stund' an nichts mehr über derartige Sitzungen zu berichten wußte. (Aus dem st ei e r m är ki s che n G e-meindeleben.) Vor dem Verwaltungs-Gerichtshose sand am 4. September eine merkwürdige Verhandlullg statt. Der Gemeinde-Ausschuß von Hafelsdorf beschloß im Juli 1877, den Steuerträgern zum Zwecke der Her» stellung der Gemeindestraßen, Natural-Leistullgen aufzuerlegen und ein dagegen beim steiermär-kischen Landes-Ausschusse eingebrachter Returs wurde abschlägig beschieden. Dominik Liebmann, Alois v. Neupauer und Dr. Jgnaz v. Wald-häusl, sämmtliche Villenbesitzer in dem zur Gemeinde Haselsdorf gehörigen Orte Tobelbad, überreichten dagegen die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, welche im Wesentlichen ausführt: Die Naturalleii^ungm repräsentiren mehr als eine 100perzentige Umlage, der lÄe-meinde-Ausschuß dürfe aber nicht Über eine mehr als 20perzentige Umlage im felbstslän-digen Wirkungskreise verfügen. Zur Auser-legung solcher Natural'Leistnngen erscheine die Einvernahme der Wahlberechtigten und ein von der Krone sanktionirtes Landesgesetz erforderlich. Ueberdies sei der Landes-Ausschuß Verwalter des dem Lande in Tobelbad gehörigen Bade^, Realitäten und Grundbesitzes und habe somit in eigener Sache entschieden. Die Beschwerdeführer stellen schließlich die Bitte, die angefochtene Entscheidung des steiermärNschen Landes-Ausschuffes als gesetzwidrig auszuheben und die Angelegenheit zur neuerlichen Ent-scheidung einem unbefangenen Landes-Aus-schusse, speziell dem niederösterreichlschen, zuzuweisen ; Herr Landes-Ausschuß I. Payrhuber machte jedoch geltend, daß nach 8 77 der Ge-meinde-Ordnung der Gemeinde-Ausschuß Diensle (Hand- und Zugdienye) sür Gemeinde-Ersor> dernisse beauspruchen könne und daß die Ge-meinde-Ordnung eine Beschränkung in dem Maße dieser Dienste nicht enthalte. Abgesehen davon, daß der steiermärkische Landes-Ausschuß einen Gemeindebeschluß aufrechterhielt, dessen Realisirung auch das in feiner Verwaltung befindliche Landeseigenthum belasten werde, könne von der Delegirung eines andern Landes-Ausfchusses schon deßhalb nicht die Rede sein, da zu solch' einem Schritte jeder gesetzliche Anhaltspunkt sehle. Im Sinne dieser Ausführungen wurde auch die Befchwerde als unbegründet zurückgewiesen. Die Kongregation der Kardinäle ver handelt über die Vorschläge Bismarcks. «lltarbmWr Nerichle. (Mit der Dummheit kämpfen Zigeuner nicht vergebens.) In Gradifch bei Windifch-Graz hat eine Zigeunerin der Jltwohnerin Agnes Kumpan „wahrgesagt" und dasür Kleider und Geld im Betrage von 8 fl. herausgelockt — die letzte Habe des abergläubischen Weibes. (Landtags-Wahlen.) In Pettau ist der dortige Bürgermeister Herr Dr. Karl Bresnig als Kandidat sür die Städte und Märkte Pettau, Friedau, Polstrau, Luttenberg und Rohitsch aufgestellt worden. (Zum Besten der Verwundeten.) Im Schloßtheater zu Neu-Cllli hat am 2. September eine Vorstellung von Kunstfreunden zum Besten der Verwundeten stattgefunden und beläuft sich das Erträgniß aus 1500 fl. (Zur Landtags-Wahl.) Das Er-gebniß der Wahlmänner-Wahlen it» den Landgemeinden der Gerichtsbezirke Marburg, St. Leonhardt und Windisch»Feistritz soll sich sür die Kandidaten der verfassungstreuen Partei: Herrn Bezirkshauptmann I. Seeder und Herrn Neichsraths-Abgeordneten K. Seidl so günstig stellen, daß ihre Wahl als gesichert erscheint. (Wä hlerversa mmlung.) In St. Margarethen auf dem Draufelde wird heute Nachmittag eine Wählerversammlung abgehalten, welche von national-klerikaler Seite einberuftn worden. (Trab-Wettfahren.) Der Renn-Verein in-Luttenberg veranstaltet für den 15. September ein Trab-Wettfahren aus der Zwerner Wiefe. Nur Einspänner mit Stuten aus den Gerichtsbezirken Ober-RadkerSburg, Luttenberg und Friedau sind zur Theilnahme berechtigt und hat der Verein zehn Preise im Betrage von drei bis dreißig Gulden in Silber ausgesetzt. Letzte Post Da» ungarische Defizit wird auf fünf uudvierzig Millionen berechnet. In den maßgebenden Kreisen Agram'S wird dahin gewirkt, daß die Regieeung die arbeitsfähigen bosnischen Flüchtlinge bei den projektirten Eisenbahn-Bauten iseschäftige. Die Zahl der AufNändischen im nord-östlichen Bosnien soll 4S.0V« betragen. Die wachsende Intimität zwischen Ruß« land und der Pforte beunruhigt namentlich den Vertreter Englands. Oeffentlither Dank. Vor der Station Marburg, wo der am 7. September von Graz um 8 Uhr Früh abgegangene Zug Halt machen mußte, wurde der Mannschaft der 20. Fuhrwesens-Feld-Eska-dron eine nicht geringe Ueberrafchung zu Theil, indem selbe von Frau Schmiderer mit Wein und Obst betheilt wurde. Die Mannschaft kann auf keine andere Weise ihren Dank zum Ausdruck zu bringen, als indem sie ein solch humanes Vorgehen ver« öffentlicht. Marburg, 7. September 1878. Passini, Rittmeister. Julius Klein, Wachtmeister. Anton Laßbacher, Wachtmeister. Fraaell-Hilftkomite iu Mardarg str verVundete Krieger. Berzeichniß der eingegangenen Spenden. Altniann fl. 1 Waltner fl. i Zwetler 2 Martinz i Amalie Quandest 5 Anna Ienko l Büdefeldt 3 Ferline Louise Ä Johann Likavetz 1 Wratschko 1 Grubitsch 3 Herrmann «Z^Scharnagl 3 August Götz 1 Drexler i Anton Ferlinz 1 Geuppert l. Brandl i Josef Martinz 2 Marie Gert 1 Albrecht Pock l Gustav Pirchan 2 F. Bindlechner 2 Fr. Leyrer 3 A. Zinthauer 3 Joh. Pucher 1 Carl Schmidl 2 Anton Leyrer 1 W. Metz «d To. 1 Ferd. Ditinger 1 Tauchmani» i Wölfling 1 A. Haus i Rudolf Mikufch 1 Billerbeck i H. Schön 1 Frau Handl fl. 1'30 Barthl 1 Schwann 1 Gränitz Magdale»la2 Hartnagel i KarlSberger 2 Marie Janschitz 3 Schmied 2 Maria Greiner fl. l 50 Roman Pachner j. 10 Amalie Stampfl 5 Grünseld fl. 130 Frau Schröder 5 Frau Fay 5 Handl kr. 20 A. Hobacher tr. 50 Joh. Lerch 40 Emilie Zezula 80 A. Dohnalik 20 Bttchwald 50 Penckert 50 Ungenannt 30 Sulz 40 I. Wetschko 50 Semlitsch 30 Ungenannt 40 Katharina Schaup 40 Anna Frank kr. 20 Frau Heller fl. I nebst Wäsche u. I Hemd Franziska Delago fl. 5 nebst Charpie u. Wäsche C. Pradatsch st. 2 Charpie Therese Küster fl. 5 l Eimer Wein. Waupotiö Paquet Wäsche, 3 Hemden und 12 Stück neue Fatschen Frau Schnurer alte Wäsche Frau Riesser 2 Hemden. 2 Tücheln, Wäsche Frau Koster alte Wäsche Frau Prosch Wäsche Frau Küster 6 Hemden E. Unger alte Wäsche Amalie Schneid Leintücher Eingesandt. Spar- und Vorschuß-Konsortium des ersten allgemeinen Beamten-Vereines der österr.-ungar. Monarchie in Marburg. Ausweis bis l. September 1878. Zahl der Mitglieder 129 mit 228 Antheilen. st. rx. Antyellseinlagen.......10664 — Ausgenommene Darleihen.... 7400 — Unbehobene Dividenden (8^'/v) . . 55 62 Zinsen.......... 747 26 Reseroefond...... . . 460 40 Einnahmen: 19327 23 84 Vorschüsse ....... 18743 8 Stempel, Steuer zc.......ib 4 Sparkasse-Einlagen . . . . . . 569 16 Ausgaben: 19327 Sö Ein Antheil beträgt 50 fl. und kann in Monatraten a 1 fl., die Einschreib - Gebühr von 2 fl. kann in Monatraten a 20 kr. erlegt werden. Beitritts-Erklärungen übernehmen: Der Obmann: Herr Gymnasial-Direktor Gutscher ftäglich von 11—12 Uhr in der Direktionskanzlei des k. k. Gymnasiums) wo auch die Vorschußgesuche zu überreichen sind. Der Kassier: Herr Sparkaffe-Sekretär Hieber, Der Buchhalter: Herr Sparkaffe-Adjunkt Skoslek (von 4—ö Uhr Nachmittag im Sparkaffelokale), wo auch alle Zadlungen für das Konsortium zu leisten stno. Anmerkung: Die ?. I. Herren Mit-a^lieder des Konsortiums wollen die sür das Zahr 1877 entfallenden 8"/oigen Dividenden ehestens beim Kassier beheben oder in ihren Theilhaberbüchern zuschreiben laffen._ Rr. S2S. (9S5 Kundmachung. An der Mädchen-Bürgerschule und an sämmtlicheu Volksschule« dieses StadtschulliezirteS wird daS nächste Schuljahr am 16. September l. I. eröffnet. Die schulpflichtigen Kinder, welche weder in eine Mittelschule, noch in die UebungSschule der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Marburg eintreten, find von ihren Eltern oder deren Stellvertretern am 13. oder 14. September l. 3. Mischen S und 12 Uhr Morgens mit dem Taus- oder Geburtsscheine in die betreffende Schule zu bringen und ln die Liste der schulbesuchenden Kinder eintragen zu lassen. In ErkraokungSfällen haben die Eltern oder deren Stellvertreter bloS den Tauf- oder Geburtsschein deS schulpflichtigen KindeS bei der Einschreibung vorzuweisen. Eltern oder deren Stellvertreter, welche dieser Pflicht nicht nachkommen, sind von dem Leiter ver Schule dem gefertigten Stadtschulrathe behusS der gesetzlichen Amtshandlung bis 1. Ottober l. 3. namhaft zu machen. Die Schulpflichtigkeit beginnt mit dem vollendeten sechsten und dauert bis zum vollendeten vierzehnten Lebensjahre. Kinder, welche beim Beginne deS Schuljahres zwischen dem b. und S. Lebensjahre stehen, können nur mit hier-ämtlicher Bewilligung aufgenommen werden. Sladtschulrath Marburg, 4. Sept. 1878. Der Vorsitzende; Dr. M. Reiser. Rr. 7393. ^6 Beim Stadtrathe Marburg find mehrere Stetten bei der StcherheitSwache mit dem täglichen Lohne von Einem Gulden ö. W. nebst Montur und gemeinschaftlicher Unterkunft zu besetzen. Ledige Bewerber haben mittelst eigenhändig geschriebener Gesuche unter Nachweisung tadel-losen Vorlebens sich hieramtö zu melden und wo möglich persönlich sich vorzustellen. Marburg am 7. September 1878. )er Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Älludmachullg. «7^ os An der I. t. StaattoberrealHule zu Marburg findet die Aufnahme der Schüler sür da» Studienjahr 1878/9 am 13., 14. und 15. September von 9—12 Uhr Vormittags in der Direktionskanzlei statt. Etwaige Anfragen über die Bedingungen der Aufnahme u. dgl. werden von der Direktion bereitwilligst beantwortet. Die Direktion der k. k. StaatSoberrealschule. Das 1'. Publikum wird freundlichst ersucht, für die in der Franz Josef-Kaserne befindlichen Verwundeten und Kranken bereits gelesene Zeitungen im Colnptoir dieses Blattes abzugeben, von wo selbe täglich dem Spitale zugesandt werden. Gingesandt. Die bösen Zungen, welche fich in Gasthäusern und'Kneipen über weine Schulden ereifern, machen fich unnöthige Arbeit und thaten besser, ihr eigenes Weh zu besprechen. Meinen Verpflichtungen kann und will ich getreu nachkommen; ob die Besitzer dieser Zungen sür ihren Theil das Gleiche tt)un werden oder können, ist eine andere Frage. Marburg. (981) Blktualienhändler. Kuudmachung. An der l. k. Lehrerbildungsanstalt, mit welcher eine BorbereitnngSklasse und eine zweiklassige slovenisch- deutsche UebungSschule verbunden find, beginnt daS Studienjahr 1878/79 am 16. September 1878. Die Einschreibung der Zöglinge und Schiller erfolgt am 14. September in der DirektionS» kanzlei (ehem. GambrinuShalle, 1. Stock) von 8 bis 12 Uhr Morgens und von 2 bis 4 Uhr Abende. Die Aufvahme in die UebungSschule wird geschlossen, sobald die den beschränkten Räumlichkeiten entsprechende Zahl von Auf-nahmöwerbern erreicht ist. K. k. Lehrerbildungsanstalt Marburg am 1. September 1878. 972 Dr. A. Elschnig, Direktor. Eisenbeschl. HaWffer werde» verkauft zum Preise von ö—10 fl. Autkunst im Comptoir d. Bl. (VS4 sVeixMe kmniliii. Dieastag deu IV. September 1878 AUl«r-V»ilv»rt IX« de« auf der Aurchrtise btfmdtiche« Herrn SU» Xiaioniurt «nter gefälliger Mitwirkung de» Herrn Ansang halb g Uhr Abend«. (S97 Darlehen werden zu mäßigen Zinsen auf Hypotheken in größeren und kleineren Beträgen bei genügender Sicherheit prompt und billig besorgt durch daS GeschäftSbureau deS Gefertigtelt, wo auch Anträge von Geldgebern entgegengenommen werden. Jof-f «adl», S6S)_Vlktringdofgass« Str. S. Ich beehre mich den geehrten ?. Kunden und dem geehrten Publikum die höflichste Anzeige zu machen, daß ich wegen vorgerückter Saison einiges an Waaren um jeden Preis ausverkaufe. Einem geneigten Zuspruch entgegensehend 973) achtungsvoll Kerrengasse, Kan» ?radatsch. >Vir vuis,st?lileu- — Ss«tv8 unä pfvlsRiürtllgst«» vis Ksßoiuits.v1ivl, Medli»), Ickeiokxeii, !«ItMe cksr Ic. k. pr. k'»dritr von 1. Llssngvr 8ölinv !n 20l1erA».gse 2, I l^ieferanten 6e» Ic. uriil Ii. Xrie^sministeriums, Sr. I l Kriex»m»riao, vieler ttumanitstsaniitalten etc. etc. i ^ Z « 's s - -- . r- II? -e0 « Studenten (970 mit ganzer Verpflegung werden aufgenommen im Hause Nr. 6 aus der Lend, 1. Stock. 1 oder 2 kleinere Atadierellde aus besseren Häusern werden in sorgsältifte Pflege genommen. (959 Auch steht ein Klavier zur Verfügung. Anfrage im Lomptoir d. Bl. Täglich frische Trebern IN IliomÄ« kioi'bi'suvi'vj M arbur g. (964 Eine Gijihlwi-NeaW in nächster Nähe von Marburg ist' billig und unter günstigen' Bedingungen zu verkaufen. Dieselbe' besteht aus 2 Häusern, gedeckter Kegelstatt, großem Sitzgarten. Obst- und Gemüsegarten, Fcld und ist ein guter Posten. Auskunft bei H. Schweinzer, Wirth in der Burg zu Marburg. 994 Gin Haus 98V in der Augasse mit b Zimmern, 2 Küchen, 1 Keller, Gemüsegarten mit Weinhecken und Obstbäumen, nebst Badizütte, ist zu verkaufen. Auskunft ertheilt 3osef Martin z. S»gleich Wird eine ftarke Person als Wirthschasterin für elne kleine Mühlrealität am Lande, welche auch llovenisch spricht, lesen, schreiben und rechneu kann, alle ländlichen ArbtUen tiersteht und auch tüchtig mitarbeitet. ^975 AuSkunst hieriiber in F i s ch e r'S Tabaktrafik in del Tegetthosfstraße. 77 Wer (Halbstartin) werden auS der KonkulSmasse drö Herrn I. N. Spitzy jun. Montag den V. l. M. Vormittags 19 Uhr im Hause Nr. 23. Tegetihoffstraße. durch Versteigern^ unter J« tervention deS löbl. StadtratheS Marburg'veräußert u. z. in Partien von je 2 Stück. (992 Mei>» seit 4 Jahren in Marburg, Schillerstraße Nr. 20 bestehendes (891 photographisches Zeschäst wird mit Ende Septemb. gänzlich ausgelöst. Smnlntliche Platten bletben für Nachbestellung auch für weiter aufbewahrt, nur er suche, die Aufträge vom 1. Oktober ab, direkt nach an meine Adresse zu richten ^ I^odvllVvill, Photograph. LMl-VeriMmg. DaS HMet«« » HVirk», »«S von V. V. Vvlvsellal befindet fich vom 30. August an (9ü4 III. Herrengaffe Nr. K«, ______^>m Hause der Frau Tauchmann. 2 große Eiskeller cc» iverden tn Marburz^ sogleich zu pachten gesucht. Anträge unter xvLbs rvstauts Cilll. « ^Verantwortliche Vteda^io«, Druck »nd Verlag von <^duard Zanschitz in Marburg Mit einer Beilage. KN»7 Beilage zu Rr. 108 der „Marburger Zeituna" (1878) Behtrdlich c»nctsst«utrte ?rlv»t» Saiulslslolir» und 86b) in Das zweite Schuljahr dikser auS zwei Jtihr^ gangen bestehenden Anstalt beginnt mit IS. September d. I. In da« mit derselben Verbundeue Penfionat »verden nicht bloß Schüler der Anstalt, sondern auch Studierendk des Gymnasiums und der Realschule ausgenommen. Der kaufmännische Unterrichts EnrS für Mädchen beginnt mit »». September Wegen Zumittelung deS Instituts Pro-grammes und Miitheilung deS Näheren wolle man sich gefälligst rechtzeitig wenden an pnis. ?stof kvsvll, Znhader und Z>irekt«r der Äaftalt. ^Von alten Civiltleidern und Uniformen, wie auch verschiedenen anderen Gegenstän-^dtn bei (207 M Koriim Hobacher, D M Ttg-Ithoffftrahe, Rr. 3V. M Dehautlie ttockeve Cicheil in verschiedenen Stärken sind in Unterpulsgau bei Joh. Frangesch zu verkaufen. (993 ummi ullii tiijellltlaijvu» sicheres Vorsichts-Präparat pr. Dutzend st. l.— bis fl. 4.—, feinste fl. 6.—. 0»mvn-8pvvis!iM pr. Dutzend fl. 2.80 versendet diskret gegen Nachnahme oder gegen Ein. sendung des Betrages (92L SPttiiilitätt«-MaNa)in „Zum Zchäser" HUIv»» VII, AR«?taI>SItvr»tpa»»vHI »> Edikt zur Einberufung der Verlassenschaftsgläubiger. Von dem t. k. Bezirtsgenchie Marburg l. D. U. als Abhandlungsbehörde werden über Ersuchen der Erbin Frau Maria Edle v. Biiterl Diejenigen, welche an die Verlasienschast der am 8. Dezember 1876 zu Marburg verstorbenen Privaten Frau Gertraud Moro eine Forderung zu stellen haben, aufgefordert, zur Anmeldung und Darthuung ihrer Ansprüche Mittwoch den ÄS. September 1378 Vormittags 9 Uhr vor dem k. k. Notar Dr. M. Reiser, als behufs der Abhandlungspflege delegirten Gerichts-tommissär, in dessen AmtSkanzlei, Vi ktringhosgasse Nr. 15 zu erscheinen, oder bis dahin ihr Gesuch schriftlich zu überreichen, widrigens denselben an dle Verlassenschaft, wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustünde, als insoserne ihnen ein Pfandrechl gebührt. Milkburg am 18. August 1378. 978 Der k. k. Bezirksrichter: Tschech. durch ««lchen bedeutende Liese-runaen nach dem Orient unter-bleiven mußten, »eranlaßt die ' Mrautauskattung - Aabrik »»» lStr»«»»» Wie«, Rotheathurmstrafte A, sämmtliche zurückgehaltene größere und Neinere Waarensendungen von Herre«-. Da«e«- uud m»der-WLsche, sowie Leinwand, Tacktücher, Tischzeuge »c. um das enorme Lager rasch abzusetzen zu nachstehenden wahrhast billigen Preisen abzugeben. ,7 Anstatt Zwei nur Eine« Gulden! l Herre»-Ui>««rhofe__früher si. ».»0 ««» ?r. l» enßl. Vatifttücher mU färtigi« N«ch, gesäumt frttl»«r st. », nur ft. > Vhtrting-Herreuhemd mit glatter od. Kalteabrust früher st. », nur st. R.-^ echtfärbtge» Pertailhemd, ««pel Muster früher st. », nur st l eugl. Trilot-Leibche» oder Hose» weiß an» färbig früher st. », nü^ st. R.^ a etegaute^tifttttcher mit färbigem Naud, gesäumt früher st. l», ««r st. R.— « drels>zch« Halßfrägtn, neuest« Aorm t geschlungenes Damevhemd von diestem Shirtiug l elegante Damenhose mit Säumchen-Ausputz früher st. », nur st. R.^ früher st. », nur st. R.— früher st. », nur st. » fei««gShtrting.Väu«chen-Rachlk»rsetlbefterGort, früher st. «, nur st. R.--i feine Leinentllcher, garantirt rHt Leine» früher st. », nur st. l Leineu»Herreu'Uaterbose__früher st. », nur st. l.-- feiut« färbige» Eretoni>«md, garantirt echtsär?ig früher st. », nur st ^ » weiße» H.rrenyemd mit glallcr orcisacher Brust frtiher st. S. nur st. ».«« l reich geputztes Damknhemd bester Sorte sriiher st. S, nur st. R.NV l feinst gestickte Damenhose eleganter AuSfiihtung srührr f^. » n^r st. I.e»« > Shtrting Damen Unterrock vvn deinem Schnitt früiier st. », »ur st. t.S« » Herren-Unterhose, echt Rumdur^zer Leinen_friiher fl. », «ur st. t SV l engl. Oxford-Hemd, neuestes M»s>er, gvrant. echt früher st. 4, nur st. S.— t echt Rumb.Herren'Leinenhemd m. reich. Faltenbrnst riiher fl. 4, nur st. t feinst gest. vallhemb, Handstickerei, neuester Echnitt^rithe r fl^ st. S Paar feine engl. Mancheten, modernster ssaxon früher st. 4, nur st. S.— 1 fet« gestickte? Damenhemd in reicher Ausstattung irüher st. 4, nnr st. t eleg. franzvfische« Corsett mi. reicher Stickerei frtiher st. 4, nur t feiner DameN'Unterrock mit reichem Aufputz - früher st. 4, nur fl. l Damenhose auS best. Schntirlbarchent, glatt u. reich gep. st I.—, l »S, l.av st. ».SV, 2.-, s.nö I Rock aus bestem Schnürlbarchent, glatt u. reich geputzt l Eorfett, bester Schnürlbarchent, glatt und reich geputzt st. I.»a, I.»«, 1 Herrenhemd, Rumburger, echt, glatt oder faltig, feinste st ».S«, », » »v, 4 l Herrenhimd, echt Rumb, Fontaste u gestickt, feinste st. ».SO, 4, 4.i;v, S t Damenhemd, echt Seinen, glatt und Kantafie, feinste 1 Damenhemd, echt Leinen, gestickt, seinfte_ st. i.a« », » SV. » l Stück so Ellen Schniirlbarchent. seinfte st. ».a«, ». 4 st. 7.60, », », 10, R» « Stiick breit« Leintücher ohne Vtaht___fl. ^ 6 St.'/« br. Letntticher ohne 1»iaht, rein Veineu, feinst« st. IU.SQ, K4 »», I« »l» l Spersonigeg Dschgedeck, Zwilch und Damast st », ».««, 4, 4.i»0, älä» » UtzMMiak» Utschaehe«. ÄBlch «nd DaDuist , M. ».»«r, »v, »s, »«, I4 l Sttck eo Ellen «/, drtite^u»letnn>aud st. ».ao, 7.a», » l Stück 4S Ell n breite Trealleinwand st. I«, »7,1», I» ao 1 Stiick »v Ellen breite Jrländer u Holländer st. »S, I»,»«, »s, O4, «7, »0 t Stück »4 Elle«»/, ^reit^Rumburger Leinwand st. »7,»S, »V, 4v biS «v »g Stück Handtücher, Zwilch und Domast st. », ».So, 4, S, «, 7, » ^ Hpersoniges Damast-Tifchstedeck od. Stück RT«.RI«.DD» Sacktkcher bei Einkältfen von 50 Gitlden. Briefliche Aufträge gegen Baarsendung oder Nachnahme werden gewissenhast und prompt effektuirt. — PreiS-Eourante und VrantauAftattungS-ileberschlilge werden gratis zugeschickt. Aufträge gegen Baarsendung oder Nachnahme an die von ck. Wie«, l, Rothenthnrm-strake Nr. S1. 0 0 s -Z's.RZ -»'ZG L » rs DM ^ ^ TA? dl» -L . ^ r- ^ ? — « L». s ^ SI »s US t-0» ö v Z s 0 ZA s Z <«> !S 2. »«A '?7 ^ ^ K ^ « xs c- s -ZK s s V V S T S s? s s S s »-. k- s' s « s 'S — " L .« S Z SZ « ZO « S ^ L n 0 - « zz X2, ^ tt ^ L « c- -S.KL.L" 's « L -2 AL »K Z « ^ s 's -S »s-s:: -S' s SZ «s ö?L s ^ « S ^ O SZ ZKZ ^ r- L ^ ^ r- « ^ » Z L S 2 jS ^ «.'-Z D ^ . CZZ r? »»iÄL ^ s « « SZ « «z ^ V s ^ »>» US Z A -S L -.L. 1: « s « » »4 »>» « L « st v» s LiÄ? LL ^ ^ S____. ZV» ^ « Vwratli ^ Lowx. in?rs.Z Fabrikanten landwirtyschaftiieher Maschinen, empfehlen ihre durch streng solide Allsfiihrung, leichten Gang, großes ^eistuttgsfähigkeitj llnd ^eindrusch best betannteii ^Spezialitäten in:I .Sanö- »nb chöpel-Dreschgarnitnren von l bis tt Pferde- oder Ochsenkriiste, sowohl fahrbar wie feststehend. Ferner fabriziren wir in verschiedenen! Größen best bewährte: (liWs Uutzreuter, Ylaisrevöker, Kacksetschneider Jllnstrirte Preis-Courante gratis uild franko. I.»«er iinij VerlsStuns Iiei k'. X. UilllzÜI tl». lttifKü. kt>r IlwlsMswlck«. Die Freundschti^Pysthandluog in Wien hat mich bevollmächtig, sämmtliche bei mir am Lager stehenden Bilder sammt Rahmen um ^Q"/» bittiger ausverkaufen. Dasselbe M auch für daS Rateoge schüft, wo ein jedes Bild um 20"/,» hingegeben wird. Die weltbekannten und preisgekrönten Pendeluhren aus der Fabrik der TcbrÜder Resch in Wien werden fernerhin auf Ratenzahlung hingegeben; nur gegen Baarzahlung werden lS°/g nachaelassen. Jene P. T. Abonnenten, welche von der Manz'jchen k. k. Hofbuchhandlung Werte ^pi^er überhaupt Zeitschriften aboaniren wollen, erhalten zwei Lieferungen, welche für den Colpor-teur bestimmt find, gratis, da ich keine Colpor-teure mehr beschäftige. Pramienbilder können bei mir nach Wunsch gewählt werden. (938 Mit Hochachtung kllitolf Mtnid», Agent, Marburg, obere Herrengasse Nr. 26. AmthtlM-MiSVifftr von NüUor, Medizinalrath, Ritter:e. ic., vr. msä. ck vdirurs. vro^on, königl. Oberarzt, vr. Ls«. Apo» theker I. Klasse und gerichtlich vereideten Chemiker in Berlln, Viroktor Ld. ^onwr in Breslau s. w. untersucht und wird von diesen, seinen guSgezeichncten Eigenschaften halber, warm em-pfohlen. (53^ Behufs Erlangung dieses Mittels wende man sich vertrauensvoll an den Fabriksbefttzer SoivdoU tu vrOAilG». Austvf! Unter den Tapferen, welche für Oesterreich und für die Kultur in Bosnien heldenmüthig kämpfen, leiden und siegen, befinden fich zahlreiche «eservisten, welche ihre Familien in unserer Stadt zurückgelassen haben. In diesen Familien herrscht vielfach die bitterste Roth und um diese» zu lindern,.MUß die Privatwohlthätigkeit der Bewohner Marburgs hilfreich einschreiten. Weiber und Kinder rufen nach Brot, weil ihre Ernährer -im »^lde Ahen und wer ein warmeö Herz für daS Baterland, für dessen tapfere Söhne und deren nothleidende Familien hat, möge nach Kräften beisteuern, dainit daS unterzeichnete Comits die Mittel ißrhalte, um nachhaltige Hilfe zu leisten. Die dargebrachten Liebesgaben und deren Verwendung lverden wir öffentlich bekannt geben. Vie Spenden können sowohl in einmaligen Gaben, als in der Zusage wöchentlicher oder monatlicher Beisteuer bestehen und werden jederzeit entgegengenommen bei dem Hilfs-Comits-Kassier Herrn Franz Bmdlechner, Herrenaasse hier Rr. 13. Marburg jmMuguft Das Patriot. HilsS-Co«itt in Marburg zur Unterstützung hilfshediirktiaer Reservisten-Familien. Dr. M. Rktser, Obmann. ranz Stampft, ObmanAsGtellvertrtter. ranz Biudlechuer, Kassier, nton Lanku», Schriftführer. Dr. Fe»d. Dvchatlch. Dr. Heinrich Vorder. Liborius Tilg. Ludwig Albeusberg. Simon Wolf. Eduard Jauschijz. Johann Berurelter. Johauu SchWcherer. Servat Makotter. Josef Bauealari. Wenzel König. Ferd. Baron Mast. Ludwig Ritter v. Bitterl. Michael Mareo. A. F. Dettela. Dom. galeStiai. Karl Pttuar. ißranz Nuhri. Anton Schein. Aranz Roschker. seitelberger. S. 1AS24. Editt. (S40 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U. wird hiemit bekannt gemacht: Dasselbe habe aber Antrag deS für den Rachlaß deS am S1. ^ebruar in St. Jakob verstorbenen Franz lrauner bsstellten Berlaßkurat'^rS Franz Weing,rl die freiwillige Keitiüetung der in d^r Steuergkmeinde Ober, und Unter-Aakob»thal gelegenen, auf 762 fl. 68 kr. und l318 fl. 61 kr. ger. geschätzten Realitäten sammt den dabei befindlichen, auf 27 fl. 10 kr. und 16 fl. 32 kr. geschätzten g^hrnij^en bewilligt und zu deren Boeaahme den >V. TePtemder 1378 Vormittag von 19—22 Uhr an Ort und Stelle der Realitäten in Ober-ÄakobSthal mit dem Anhange angeordnet, daß dieselben bei dieser Tagsatzung nur um oder über dem Schützwerth hintangegeben werden. Die Lizitationsbedingntffe. wornach der Fahrnissen-Meistbot sogllüch baar, dann von jedem Mitbietenden ein 10^/o Badtnm vom Sch^lverthe der Realität zu erlegen tst, sowie das JnventurSschätzungSprotokoll und die Grund-buchsextrakte können hiergerjchtS eingesehen melden. K. k. Bezirktgericht Marburg l. D. U. am 14. August 1878. Atard«rg, 7. Sept. Mochenmartt»bericht.) Weizen fl. 7.S0, Koru fl. 4.90, »erste fl. 4.70, Hufer fk. S.—, Kururntz fl. 6.—, Hirje fl.o.—, Heiden st. 6.10, Erdäpsel fl. 2.10 pr. Hkil. Kisolen 16, Linsen 80, Erbsen 28 tr. pr.Agr. Hirseorein IS kr. pr. Lt. weizengrie» 2b kr. Nundmehl 20, Semmelmehl 18, Polentamehl 14, Rindschmatz fl. 1.20, Schweinschmalz76, Speck frisch—, ^räizcheet 7Y kr., Butter fl. 1.— pr. n Johann Hoff durch seinen Adjutanten mitthe»lea, dah er den Werth seine» Malzextrakte» sehr hoch anschlage. „Ich habe", so lautet die könlgliche Erklärung „«U Areuden die Ksitwtr»««g d,» Zsff'fch«» Sei mir »«tz meßrere« Mitgtteder» meine» F««fe» «»tzrgenOWme«. Die .>«>» ZU««r vi » k. k. Hof-«ahPräParatei Fabrik i» Wir», Stadt, Hraven» Vrü«nerstr«fse Nr. ». Dautschreiben l Unterhetnzevdors, den 6. März 1376. Ew. Wohlgeboren! 2ch ersuche um gefältige recht baldige Susendung vou 7'/, KUo 2oh»nn Hoff'jche Malz.Vesundhelt».EHoto-lade, da meine Gultlu von dieser startenden Johann Hoff-schen Malz Gesundheit»'E'hokolade ihre Vesnndhett erhalten hat und von dieier lebt. ^vvs Förster, Unterhelnzendorf, Post Hohenftadt, Mahren. Braila (Rumänien), den l. März 1373. Herrn 3oh. Hoff in Wie«. Ich bitte schleunigst u,n 13 Klaschen Aohan« «^ft'sche» Malz-Vetundhett»-bier u»»d 3 Beulet in dlaiiem Papier schleimlösender Zßr«st'WaktSy«l><»»O, da die Dame, für »veiche dieses :^oha,iii Hvss'sche Gelun0helt»l»ter deitiinnit »st, fAktilch syne diese» nicht tette« kanm tteiNen einzige» gefnnden Tag pyne diese» y»tte. Mit aller Nchtuiig Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Verstorbene in Marburg. 81. Aug.: Gutbrunner Emma, Handschuhmacher»-Tattin, 42 Jahre, Herrengaffe, Kippenfellentzündung; Steiger Ferdinand, Bahnschmied»sohn, 7 Mon., Trie-fterftraße. Darmkatarrh? 1. Sept.: Auer Ludwig, Hand-schuhmacher»sohn, 16 Tage, Kaiserstrahe, Araiseni 8.: Derniatsch Katharina, Beamten»gatttn, 43 2., Schmi-derergaffe, Wassersucht: Matschitschek Johann, Wirth-schafterinsohn, 8 Tage, Kärntnerftraße, Leben»schwäche -4.: Rovratzky Aloifia, Nahterintochter, 6 Mon., Garten: gaffe, Darmkatarrh. lellllsvliwsri Mr Att beheben sofort: a 70 kr., » 40 kr. wenn kein anderes Mittel hilft. Bei Herrn W. KSnig, Apotheker. (8SS