Nr. 108. Freitag, 13. Mai 1898. Jahrgang 117. Laibacher Zeitung. °"MU°«. <"^"ls: M!t Postversendung: ganzjährig fl. l 5, halbjährig fl. 7 50. Im Comptoir: llei u^i "> halbjährig fl. b'50. ssür die Zustellung i„s Haus aanzjährig fl. 1. — InsertionSaebür: Für ^ ^n,erate bti> zu 4 Zeilen 25 lr,, gröhere per Zelle « lr,? dri öfteren Wiederholungen per Zcilc 3 lr. Die «Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Tonn- und Feiertage. Dle Administration befindet stch Congrelsplah Nr. 2, die Nedaction Narmherzigergasse Nr, 15. Sprechstunden der Redaction von 8 bis 11 Uhr vor» mittags, Unfranlierte Aricfe werden nicht angenommen, Vlanuscrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Att.^ne k. und k. Apostolische Majestät haben mit E^Mster Entschließung vom 6. Mai d. I. dem tüisp,?? ^ Handels- nnd Gewerbekammcr in Krakau, Ord! ?" ^."he Dr. Ferdinand Weigl taxfrei den um der eisernen Krone dritter Classe allergnädigst " "erlechen geruht. ^tt^Z^ne k. und k. Apostolische Majestät haben mit gn2l l Entschließung vom 7. Mai d. I. allerund m ^ gestatten geruht, dass dem mit dem Titel tM?l ^" ""es Hofrathes bekleideten Statthalierci-^int?!s ^"' Statthalterei in Trieft Johann Ritter hauI > H 3 au von Altenburg uudHohen -^ebrn ^ulässlich ^r ^h^. ^j^ Ansuchen erfolgten der A?^ '" den dauernden Ruhestand der Ausdruck lleuen ^^" Zufriedenheit mit seiner vieljährigen, lverde " ersprießlichen Dienstleistung bekanntgegeben ^lller^^^ k' und k. Apostolische Majestät haben mit Priv^Ml Entschließung vom 8. Mai d. I. del, 6"aen w ""l an der Universität in Wien Dr. Max ^ericht^ c" 6 t) " r o i"'" ^"^e des Verwaltuugs' ^»yofes allergnädigst zu ernennen geruht. T h u n m. p. Ällerl^? k. ""d k. Apostolische Majestät haben mit ^ch"i ck>"" . Entschließung vom 5. Mai d. I. dem und ^?s ^"^er und Localdirector der priv. Schönaucr ^llve^n /""""' Baumwollgarn -Mannfactur Franz ^rdi^,^,'/l f er in Schönan in Anerkennung seiner da« ^ " industriellen uud hunianitärcn Wirtfamkeit in verl.?^' ^"dienstlreuz mit der Krone allergnädigst luyen geruht. ^lllrr^?^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit l^herN Entschließung vonl 1. Mai d. I. dem ^tiy H von Sternbach'schen Oberförster Franz ^ehr al« c"^'' ^ Randstein in Anerkennung seiner ^stunll s iuufzigjahrigen treuen und belobten Dienst-ulberue N^""^ "nd derselben Gutshcrrschaft das verleit, ""dienstkreuz niit der Krone allergnädigst zu ^n geruht. ^llerbi/^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit "Ntrli, " Ausschließung vom 5. Mai d. I. in Untrue n, "^eljähriger, einen: und demselben Fabriks-^"lgkeit ^" zugewendeter, treuer und belobter Berufs-^^^embei dem Hof- und Kammer - Elavier- 'abrikanten Friedrich Ehrbar in Wien bediensteten Werkführer Michael Jörg das silberne Verdienst-kreuz mit der Krone und dein bei dem gleichen Unternehmen beschäftigten Fabriksportier Franz Veckert das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Empfang der Delegationen. Budapest, 11. Mai. Mittags versammelten stch die Mitglieder der Delegatiou des österreichischen Reichsrathes uuter Führung des Präsidenten Ritter von Iaworski im Audicnzsaale der königlichen Vnrg in Anwesenheit der gemeinsamen Minister und des Ministerpräsidenten Grafen Thun fowie des Oberstkämmerers und der Gard^apitäne. Punkt 12 Uhr erschien Se. Majestät der Kaiser in Begleitung des General-Adjutanten, des Hofmarschalls und des Flügeladjutanten vom Dienste, welche beiden letzteren an der Thür des Audienzzimmers blieben, nnd begab sich auf die Estrade vor dcu Thron-sessel. Präsident Rltter von Iaworski hielt folgende Ansprache: «Eure k. und k. Apostolische Majestät! Indem die Delegation des Reichsrathcs, dein Rufe Eurer Majestät folgend, an die Stufen des Allerhöchsten Thrones ehrerbietigst herantritt, erachtet sie es als ihre erste und heiligste Pflicht, Eurer Majestät die Gefühle der unwandelbaren Treue und der ehrfurchtsvollsten Huldigung darzubringen und daran die Unterthanigstc Bitte zu knüpfen, Eure Majestät geruhe den Ausdruck dieser Gefühle huldvollst entgegen« zunehmen. Wahrung der Würde, der Machtstellung und Bedeutung der Monarchie, Friede uach außen, als dessen Begründer und Erhalter Eure Majestät mit vollstem Rechte angesehen werden, friedliche Arbeit im Innern auf dem großen Gebiete geistiger uud materieller Interessen zum Wohle Ihrer Völker: dies ist das unausgesetzte Bestreben, der Allerhöchste Wunsch und Wille Eurer Majestät. Von diesem erhabenen Vorbilde geleitet und beseelt, wird die Delegation des Reichsrathes an die ihr bevorstehende Arbeit schreiten. Eure k. und k. Apostolische Majestät! Ein halbes Jahrhundert naht seinem Ende seit jenem Tage, an welchen» Eure Majestät durch die gött- liche Vorsehung berufen wurden, den Thron Aller-höchstihrer glorreichen Ahnen zu besteigen. Fünfzig Jahre segensreichsten Wirkens des weisesten und gerechtesten Herrschers bilden eine der schönsten Epochen in der Geschichte dieser altehrwürdigen Monarchie. Mit den Gefühlen tiefster Dankbarkeit und tiefster Liebe werden die Völker Oesterreichs den 2. December feiern als ein Fest der Freude und des Friedens. Geruhen Eure Majestät allergnädigst zu gestatten, dass auch die Delegation des Reichsrathes aus Anlass dieses herannahenden Festtages ihre innigsten ehrfurchtsvollsten Glück- und Segenswünsche an den Stufen des Allerhöchsten Thrones niederlegen dürfe. Die Delegation des Reichstages drückt uur die Gefühle der gesummten Eurer Majestät in treuer Liebe nnd Verehrung ergebenen Völker und Länder aus, indem sie sich mit denselben vereinigt in dem inbrünstigen Gebete, der Allmächtige möge uns nnseren gütigen Kaiser und König noch viele Jahre in rüstiger Gesundheit erhalten zum Glücke und Heile der Monarchie nnd ihrer Völker. Möge immerdar schweben über Enrer Majestät geheiligtem Haupte Gottes Schutz, Gottes Segen!» (Lebhafte Zustiminuug.) Se. Majestät der Kaiser uud Köuig geruhte zu erwidern: «Die Versicherungen treuer Ergebenheit, welche Sie an Mich soeben gerichtet haben, erfüllen Mich mit lebhafter Befriedigung, und erwidere Ich sie mit dem Ausdrucke warmen Dankes. Mit besonderer Genugthuung ergreife Ich den heutigen Anlass, um neuerdings zu betonen, dass Unsere Beziehungen zu allen Mächten und insbesondere zu Unseren Nachbarstaaten die allerbesten sind. Die infolge des türkisch-griechischen Friedensschlusses geschaffene Lage geht ihrer endgiltigen Regelung entgegen und berechtigt Uns zn der Hoffnung, dass durch das weitere einvernehmliche Zusammenwirken sämmtlicher europäischen Großmächte Uns eine feste Grundlage für die friedliche Ausgestaltung der politischen Verhältnisse im Orient erhalten bleibe. Nachdem die Gründe, die Uns veranlasst hatten, Unsere Uebereinstimmung mit den anderen Mächten in der Begrenzung uud Eindämmung der im vorigen Jahre zum Vorschein gekommenen Gefahren durch materielle Mitwirkung zu bethätigen, nunmehr entfallen sind, fassten Wir den Entschluss, Unser Truppenkontingent und Unsere Schiffe von Kreta zurückzuziehen uud Unsere Betheiligung an der Lü-suug dieser noch offengebliebenen concrete» Frage auf die diplomatischen Verhandlungen zu beschränken. Feuilleton. Die Zahl Sieben. ^ Von Vt. de Monti. ^" Ulan^ ^"k seltene Erscheinung ist, dass im l ^ Nol c - Maschen eine bestimmte Zahl eine ge-Mptei, >. !^'lt, s" kann man auch mit Recht be-s Mone'n -^ '". ber beglaubigteu Geschichte aller ?"er ».is,/? nligiöser wie in irdischer Beziehung. V^l tt<>. 6^ es, während welcher ungesäuertes ^Wna '"^' sü'ben Wochen schieden Ostern " "ach 5'' lews siebente Jahr war ein Rastjahr '"urnmal sieben Jahren trat ein Jubeljahr ein. Auch die meisten großen Feiertage der Iudeu fielen in den siebenten Monat. Siebenmal wurde das Blut des Sühneopfcrs uud siebenmal das Oel auf den Altar gesprengt bei der Einweihung Aarous; ein Lamm musste sieben Tage bei der Mutter gewesen sein, ehe es geopfert werden tonnte. Sieben Tage lang zog das Volt Israel täglich siebenmal um die Mauern Jerichos, ehe sie einstürzten beim Schall der Posaunen. Sieben Tage wartete Gott, nachdem er den Eingang der Arche verschlossen, ehe er die «große Flut» sandte, und Noah schickte die Taube von sieben zu sieben Tagen aus. Sieben Jahre diente Jakob um Lca, wie auch um Rachel, und siebcumal beugte er sich vor seiucm Bruder Esau. Sicbeumal wusch sich Naaman im Jordan, um von seinem Aussatz gereinigt zu wer-deu: sieben dürre Jahre folgten den sieben fruchtbaren nnter der Herrschaft Josefs in Egypten. Im Helltg-thum des Tempels zu Ierufalem brannte der steben-armige goldene Leuchter. Auch im ueuen Testamente tritt nns dle heilige Zahl vielfach entgegen. Wir finden da die .sieben Seligkeiten., die «sieben Werke der Barmherzigkeit., das Vaterunser enthält sieben Bitten. Siebenmal sprach der sterbende Wclterlöscr, während er am Kreuze hieng; siebenzigmal sieben sollen seine Jünger ihren Feinden verleihen In der Apokalypse «schreitet das wunderbare Wesen eluhcr in der Mitte von sieben goldenen Lampen» und sieben Geister stehen vor dein Throne des Lammes. Sieben Diaconen wurden von den Aposteln zur Verwaltung der Gemeinde der Christen ausgewählt; die Lehre der katholischen Kirche handelt von sieben Gaben des heil. Geistes, sieben Sacramentcn, sieben Todsünden. Die Scholastiker des Mittelalters beschäftigten sich viel mit dem geheimnisvollen Einflüsse der Zahl Sieben — «der Zahl der Vollkommenheit» — und verfolgten ihren Zusammenhang mit den großen, in der Bibel in fortlaufender Reihe mitgetheilten Ereignissen, so dass ein Schriftsteller jener Zeit den Ausspruch thut: «Es ist dies die Zahl, an welcher selbst der Allmächtige, der Schöpfer aller Dinge, ein besonderes Wohlgefallen hat.» Wenden wir uns nun zu morgenländischcn fabelhaften Traditionen, fo haben wir es hier mit einer Zahl von siebentausend Jahren zu thun, die der wunderbare Vogel Simnagh, der orientalischen Sage nach, durchgclebt hat, um die Erde siebenmal mit lebendigen Wesen angefüllt uud siebenmal vollständig verödet zn sehen. Derselbe Vogel tritt auch als Prophet auf, der dein Geschlechte Adams ein siebentaufend-jähriges Bestehen verheißt — dann muss es vollkommeneren Wesen Platz machen bis zum Weltuntergange. Die Hindus verehren die geheimnisvollen Namen von sieben Welten; ihr Schöpfer, das Licht oder die leuchtende Gewalt, welche sich im Sonnenkreise offenbart, ist von sieben Strahlen umgeben nnd erleuchtet die sieben Wohnungen aller erschaffenen Wchn. Nach Laibacher Zeitung Nr. 108. 866 13. Mai 1898. Es gereicht Mir zur aufrichtigen Befriedigung, der bei diesem Anlaffe verwendeten Abtheilung Meiner Land- und Seemacht für ihre musterhafte Haltung und die pflichttreue Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben Meine Anerkennung auszusprechen. Mit tiefem Bedauern muss Ich des Ausbruches der Feindseligkeiten zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika gedenken, der trotz der freundschaftlichen, von sämmtlichen europäischen Großmächten unterstützten Dazwischenkunft Seiner Heiligkeit des Papstes und trotz des weitgehenden Entgegenkommens der spanischen Regierung nicht aufgehalten werden konnte. Zur Beobachtung stricter Neutralität eut-schlossen, wollen Wir dem Wunsche Ausdruck geben, dass es den Kriegführenden baldigst beschieden sein möge, durch eine gerechte Ausgleichung der bestehenden Gegensätze diesem betrübenden Kampfe ein Ende zu macheu. Meine Kriegsverwaltung hat, angesichts der unsicheren Lage und der rasch fortschreitenden Entwicklung der Wehrmacht aller Staaten, die im Vorjahre angekündigte und begonnene umfangreichere Befchaffung von Waffen und Kriegsmaterial in diesem Jahre fortgesetzt. Ich bin überzeugt, dass Sie bei Beurtheilung dieser vorsichtsweise getroffenen Vorkehrungen die gewohnte Einsicht und patriotische Opferwilligkeit leiten wird. Die allgemeine Fortentwickelung Bosniens und der Hercegovina bewegt sich in den. bisherigen normalen Bahnen, und die Auslageu der Verwaltung dieser Länder werden auch in diesem Jahre aus ihren eigenen Einnahmen vollständig gedeckt werden. Von den besten Wünschen für deu gedeihlichen Erfolg Ihrer Thätigkeit beseelt, heiße Ich Sie herzlich willkommen.» Die Antwort Sr. Majestät des Kaisers wurde mit brausenden Hoch-Rufen aufgenommen. Nachdem Ministerpräsident Graf Thun die Mitglieder der Delegation vorgestellt hatte, zog Sich Se. Majestät der Kaiser in die inneren Appartements zurück. Auf die Ansprache, welche der Präsident der ungarischen Delegation Koloman Szell beim Empfange der Delegierten an Seine Majestät richtete, geruhte Seme Majestät der Kaiser und König in gleicher Weise wie auf jene des Ritter v. Iaworsti zu erwidern. Die Antwort Seiner Majestät wurde mit anhaltenden begeisterten Eljen-Rufen aufgenommen. Politische Uebersicht. Laibach. 12. Mai. Das «Fremdcnblatt' sagt in einer Besprechung des Voranschlages des Kricgsministeriums, dass die Marineverwaltung angesichts der nmerpolitischen Lage ihrem Plane, der die österreichische Marine auf eine der Grohmachtstcllung würdige Höhe gehoben hätte, gewifse Schranken auferlegen mufste. Es bleibe ihr unter diesen Umständen nichts übrig, als an dem einmal, mit Berücksichtigung aller in Frage kommender Factoren, entworfenen Plane meri-torisch festzuhalten und das Tempo seiner Verwirklichung den jeweiligen Verhältnissen anzupassen. Immerhin sei es nicht ausgeschlossen, dass in den Verhandlungen der Delegationen die Aufgaben uud die Machtmittel unferer Flotte zur Sprache kommen werden und dafs es sich hiebei zeigen wird, ob für die Festigung nnd Ausgestaltung unserer maritimen Interessen und der vielen damit verbundenen Fragen jene Bereitwilligkeit besteht, von der alle anderen Nationen in diesem Augenblicke erfüllt sind. Der Bund der österreichischen Industriellen richtete an die Mitglieder der österreichischen Delegation ein Memorandum betreffs des Credites für maritime Zwecke, worin die Nothwendigkeit der Steigerung der Wehrfähigkeit der Kriegsflotte auseiuandergefetzt und sodann im Znsammenhange mit der heimischen Industrie die Aufgaben der Kriegsmarine im Frieden eingehend besprochen werden. Das Memorandum schließt mit den Worten: «Unter der selbstverständlichen Voraussetzung, dass der Bedarf unserer Kriegsmarine im Lande gedeckt wird, sei nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass die Anforderuugeu der Marine eine industrielle Production darstellen, die nicht nur Zehntausendcn von Arbeitern und Gewerbetreibenden durch viele Jahre lang Beschäftigung bietet, fondern auch unsere Iudustrie dauernd in der Lage erhält, den Bedarf in dem In-lande zu decken. Wir erinnern daran, dass es gilt, die Marine wieder in die Lage zn versetzen, dass sie als Pionnier des österreichischen Außenhandels mit ihren Expeditionen in überseeischen Gebieten handelspolitische Stndien verbindet und deren Resultate in den Dienst der österreichischen Volkswirtschaft stellen kann. Es gilt, die ruhmreiche österreichische Marine vor dem materiellen Niedergänge zu bewahren und für die dringenden Bedürfnisse ihrer Fortentwickelung vorzusorgcn. Vor allem aber gilt es, unsere Stellung im Orient zu befestigen und zu verhüten, dass die Entwickelung der Dinge im Orient über unsere Interessen hinweggeht.» In der Reichen berger Handelskammersitzung berichtete der Vorsitzende, Kammerpräsident Neumann, über die vom Präsidium bezüglich der Aufhebnng der seit 1. Jänner geltenden Bestimmungen, betreffend die Geltcndmachnng der Mühlrefactien, seitens der Zwischenhändler unternommenen Schritte, uud gab bckaunt, dass der Eisenbahn- und der Handclsminister eine entsprechende Einflussuahme auf die Privatbahnen im Interesse des Getreide-Zwischenhandels in Aussicht stellten. Die meisten Wiener Blätter beschäftigen sich heute an erster Stelle mit den Unruhen in Italien, welchen sie eine sehr ernste Bedeutung zuschreiben. Die «Neue Freie Presse» schreibt: Was sich jetzt in Italien zuträgt, läuft parallel mit den Brotaufständen, die anch durch einen guteu Theil Spaniens gehen, und taun leicht sich auch auf andere Länder ausdehnen. Zum Unglücke des Nachbarstaates sind es ja gerade Italiener, die ein sehr beträchtliches Contingent zu dcu anarchistischen Comploten der letzten Jahre stellten. Diese Schlacht von Mailand war sozusagen das Adua der italienischen Wirtschaftspolitik, die Enkelin der alten Priesterherrschaft, die Tochter der Crispi-schen Großmannssucht. — Das «Wiener Tagblatt» äußert seine Besorgnisse über die Folgen, welche die Zerrüttung in Italien für die internationale Politik haben könne. — Das «Illustr. Wieuer Extrablatt» glaubt, die Endursachen der Unruhen in Italien im Militarismus zu fiuden, und meint, dieselben seien eine dringende Warnung an die Staaten Europas, den Militarismus nicht auf die Spitze zu treibeu. — Die .Oesterreichische Volkszeituug» meint, Italien leide an den Süuden der Vergangenheit. Wenn ""» aoe gerecht sein will, müsse man hinzufügen, dass auch " Männer, welche in der Gegenwart das Heft Händen hatten, nicht von Schuld freizusprechen nn"-Sie haben es verstanden, den italienischen ^atwna' staat zu schaffen, als es aber dann galt, den SM auszubauen, ihn den Bedürfnissen des "°dcrm Wirtschaftslebens anzupassen, da versagte ihre KUN^ Das spanische Geschwader, das von "' capverdischen Inseln in westlicher Richtung aligcdaW war, ist uach Cadix in Spanien zurückgekehrt. ^ Nordamerika ist man über diese Nachricht ebenso ^ staunt wie erfreut, da mau der Ansicht ist, dass vu^ diese Rückkehr der spanischen Kriegsschiffe die /^ eine neue Wendung genommen habe, wodurch . Action der Amerikaner gegen die Inseln Cuba " Portorico beschleunigt werden dürfte. . ^ Man schreibt aus Paris: Berichte, die «" verschiedenen Puukten Kretas hier eingelaufen ff ' constatieren, dass die Lage auf der Insel sich im " gleiche zum Vorjahre bedeuteud gebessert habe. ^ es auch hie und da gährt und sich an manchen ^,^ bedauerliche Zwischenfälle ereignen, so bilden 1^ Vorkommnisse doch nur Ausnahmen. Im allgelN^ darf man aber sagen, dass in Bezug auf die oss liche Sicherheit fast uormale Zustände eingekehrt ' ^ In den Städten sowie auf dem Lande hc"'!^ > ziemlich überall Ruhe, Christen und MuhmneM bewegen sich frei und unbehindert und speciell lN . p gehen die Einwohner beider Confessionen friedlich ly ^ Beschäftigungen nach. Zum Theile ist dies "^ Kleine gewisse Kampfesmüdigkeit zurückzuführen, y .^ sächlich jedoch hat mau die Herstellung einer 1"/^ Situation dem Einflüsse der internationalen ÄeM sowie der Anwesenheit der fremden Geschwadc verdanken. «,^ Aus Constantinopcl berichtet man: -> ^ Angaben des Kriegsmiuistcriums besteht die tlM" ^, Armee aus 153 Bataillonen, 33 Batterien H^ Escadrons mit einem Vcrpflegsstande von 1A^jf< Mann. Der Kriegsminister ordnete an, die ^ ^ Bataillone zu eutlassen und die Nizam-TrM^ ^, demobilisieren und uach ihren früheren GarniM „g beordern. In Mdizlreisen drängt man auf Vcrp" ^,y der Truppen an der serbischen, bulgarisch^ ^„s montenegrinischen Grenze. Die Räumung ^?^pel hat begonnen. Die Nizam-Brigade von .^f" ,dc» befindet sich auf dem Rückwege. — Die p ^i Delegierte»! für die Räumung Thessaliens i"«^!!-11. d. M. abgereist. 11 Schiffe der Ntahsttie"^ schast wurden zur Transportierung der t»n Trnppen nach Volo entsendet. Tagesneuigteiten. ^ — (Fünfzigjähriges Negieru"^ jubiläum Seiner Majestät des ^^. . ei"' Die Gemeindevertretung von Reutte (Tirol) y" ^ stimmig beschlossen, zur Feier des fünfzigjäh"^ ^ gierungs-Iubiläums Sr. Majestät des KaiM " ^e, den Intentionen Sr. Majestät, eine Stiftung >" ^iii^ alte, in mwerschuldcte ilioth gerathene GcmciildeblNg^ ^,, unheilbare Kranke mit einem Grundcapital von ^ ^ zu errichten und die Zinsen am 2. December M"^. hc< an die Bedürftigen zu vertheilen. Ferner M ^„> schlussen, am Tiroler National-Festtagc, das ' ^"' 19. Juni, eine allgemeine Kaiserfcier zn "cra^^ dem Glauben der Hindus ist die Erde die erste uud gcriugste dieser Wohnungen; dann folgt die Welt des erneuerten Daseins, in welcher die von der Erde al> geschiedenen Wesen wiederum, aber ohne sinnliches Gefühl, fortbestehen bis an das Ende der gegenwärtigen Ordnung der Diuge. In einer dieser Welten werden die Bewohner der Erdkugel, die einst durch Feuer zugrunde geht, wiederum geboren; die sechste Wohnung ist die der Gesegneten uud in der siebenten Welt endlich, der erhabensten Wohnung, hat Brahma selbst seiueu Sitz aufgeschlagen. Die Zahl Sieben erscheint auch in einer Art von Gottesgericht der Hindus, bei welchem dem Angeklagten sieden Blätter mit sieben Fäden an den Händen befestigt werden. Bekanntlich rühmen sich die Alten der sieben Wunder der Welt nicht weniger als das classische Griechenland seiner sieben Weltweisen; Rom, auf sieden Hügeln erbaut, hatte sieben Könige. Die Scala der Griechen hatte sieden Noten, die Chöre des Aeschylus und Sophokles waren in Zeilen von sieben Silben getheilt uud für die Strophe uud Gegcnstrophc waren abwechselnd sieben Sänger bestimmt. Die Egyvter machten eine siebenfache Einthcilung des Himmels nach der Zahl der sieben Planeten. Den von uralter Zeit her bestehenden Zusammeu-hang der Zahl Sieben mit der Baukuust bestätigt schon Salomon im «Buche der Weisheit». «Die Weisheit hat ihr Haus errichtet, sie hat ihre sieben Säulen ausgebaut.» Und Heiden wie Juden scheinen lu Vczua nn^ dic Heiligkeit der Zahl Sieben eine gewisse Gemeinschaft der Ideen gehabt zu haben. Das zeigen die beiden berühmtesten Tempel Alt-Griechenlands, das Parthenon, das auf jeder Seite von sieben Säulen getragen wurde, und der kolossale Iupiter-tempel zu Girgeuti iu Sicilieu, der mit sieben Säulen in Osten und Westen, mit vierzehn an den Langseiten geschmückt war. Auch in vielen Kathedralen des Mittelalters ist die Zahl Sieben vorherrschend. In Bezug auf das Leben der Menschen waren die alten Philosophen und Aerzte der Meinung, dass jeder Zeitabschnitt von sieben Jahren eine Aenderuug des menschlichen Organismus bewirte, und in einem vergilbten Pergameutbuche ohne Namensangabc des Verfassers aus dem Jahre 1740 findet sich folgende Zusammenstellung: «Im Wachsthum des Menschen herrscht die Zahl Sieben vor: Nach den ersten sieben Monaten brechen bei dem Kinde die Zähne durch und nach den ersten sieben Jahren fallen sie wieder aus. Die Periode der Kiudheit ist auf fiebeu Jahre festgestellt, nach anderen sieben Jahren tritt das Jünglingsalter ein, dreimal sieben Jahre ist die vollendete Reife. Während dieser dreimal sieben Jahre wächst der Mensch in der Länge oder Größe, dies hört während der vierteil sieben Jahre auf, er nimmt dann zn an Umfang uud erlangt allmählich feine vollkommene Gestalt. Während der fünften sieben Jahre nimmt der Mensch zu an Gehalt und Kraft; er wird vollkommen und behält während des sechsten siebenjährigen Zeitabschnittes seiue Kraft ungeschwächt. Von diesem Zeitpunkte an bildet sich seine geistige Kraft vollkommen aus, und demnach ist während dieser durch s'^^ sieben ausgedrückteu Periode der Mensch am vol"" ^ Schließlich, wenn wir an zehnmal sieben kon"' h.il die Multiplication mit einfachen Zahlen aW" ^ der Mensch die ihm bestimmte Zahl se"^F' erreicht und damit auch die Wahrheit "kS W,!" erfahren, dass «wenn das Leben köstlich ge»" > , ist es Mühe und Arbeit gewesen.» . .^d b" Selbst die alten uud moderueu Fabel" ^te"' reizenden Märchen, die uns in der Kindhm cn ^ Sc> erheben die geheimnisvolle Sieben zu besou ^ ^ deutung. Verzauberuugeu auf sieben Iah". ^ M und böse Feen, die Siebenschläfer und die stc ^m schlummernde Schönheit, die sieben Raben.""" ^ «Schneewittchen in den sieben Bergen bei ^ hll' Zwergen» — immer ist es die Zahl Sleven, wiederkehrt. . MlOz. Nicht minder begegnen wir ihr uü ^ M Leben uud in den nils umgebenden Dingen- ^c^ die sieben Wochentage, die sieben F^W' °" sie^, bogens, die sieben allgemein bekannten M" V ^t °' jährige Pachtcontracte — selbst iu der P.""^loc^ Sieben als Septennat ein ganzes Reich "' .^!^ versetzt. Und wenn wir zum Schluss ^,"„ ,,,acht, ', Sieben» reden, die das Haus zur Houe .,^K steht dem gegenüber der Begriff des ^^en^ Himmel schwebe»» als Ehrenrettung der Y" v Sieben. ^chergeitung Nr. 108. 867 13. Mai 1898. ^ttabel?^"^'""m'Mnkte j,^ ^ne,,, Festgottesdienste, lirinne... '"'^' ^'^"3 «»d Huldigungsact bestehe». Zur im ^.c""^ "" die Anlveselcheit Sr. Majestät in Neutte Müde '"^ "" dieses Fest wird am Magistrats- Ntunes w"^ ^enktafel angebracht werden. — Aus dichtet' i ^"' ^°^" ^"^ ^^rol uud Vorarlberg. u,nd LanVs '^"' großartiger Betheiligung der Stadt, l, k ^ ?^^"ung fand an« 8. d. M. auf dem hiesigen Anlas" ^z'7!^sta"de ^ie feierliche Eröffnung des aus '^aiestal ^""fzigjährigen Negierungs-Iubiläums Seiner ichiGns st ^ ^"^ veranstalteten Fest- und Frei- Fürst^zf?^se des Fürsten von Montenegro.) Äbbazia - "^ ^" Montenegro ist am 11. d. M. in don N„/"^.^"^en und wurde von: Fürsten Ferdinand Neuner "'"" ""pwgen, in dessen Villa er das negro nack"^^'' ^bmds ^^ der Fürst von 3)ionte- gerichl.^ntscheidung des Verwaltnngs« ^scheid,, ^^') ^"' Verwaltuugsgcrichtshof hob die lvodurch ^ ^ ?^ böhmischen Landesausschusses in Prag, ^nieind^V "^ ^egen den Beschluss der Smichover deutsch^., ^"^ung. ^^^ fl. für die Unterstützung der in »vidmen l "ten wohnenden czechischcn Minoritäten zu feinde?""W ""^e, als ungesetzlich auf. da die "^schritte s ^^" Beschluss ihren Wirkungskreis ^urm?(T)ie Fahne anf der Votivk irch e.) Der ^ d, ans 5" ^ert Frankl, der in der Nacht zum kirche i» m> ' ^p^e des linksseitigen Thurmes der Votiv-die Fahne ^' ""^ schwarz-gelbe Fahne befestigt hatte, hat zweite« A m ^"' ^hurnlspitze herabgeholt. Anch seinen "°""Nen u??^ ^" " ^" a""' H"mlichkeit unter-"^t dcrsi >, ^ Kirchemneisteramt von seinem Beginnen die Unw r?l ^' ^"" Blitzableiter an der Front gegen ^ Waller? 5^"^' ""s nahm er denselben Weg über nußen mi >! ^ Schneckensticgen, durch den Glockenthurm, hlihe den M?^^" und ' schließlich in schwindelnder Gravid l v"^M"' entlang zn den Thnrmrosen nnd ^er AM:, '" ^r°ne wie in der Nacht zum Sonntag. seifen der k^^ '^'"' '"^ "^ "' ^^ ^"^'^ ^"" ^"' 6"h>le besss^ "'^ losgelüst hatte, führte er, mit der ""d errei^? '"' " derselben Weise den Abstieg durch ^Me wohlbehalten festen Boden. Wen neu^-^ ^ iterexccsse.) Am II. d. M. abends ^hl^/""'Ls in Untermeierhöfeu und Alt-^ Wern s "'^bad Arbeiterexcesse stattgefunden. Trotz ^ bis 80s^m ^" Verbotes von Ansammlungen rotteten '"c>'den Gr.k ^^onen zusaulNlen. Die aus Aich kom-^pfnn^n ^^""ie-Abtheilungen wurdcu mit Gejohle k k". den ^'! ^^"hlau versuchte ein Hansen der Excc- diese,, 9l ^ ^" versperren, wurde jedoch zerstreut. Ulgen Nlel>,P, ^'" '"^den drei Personen verhastet; ^ ^ V<^""^ die Strafanzeige erstattet. ^iftt/"le russische Gedcnkkavelle am w die N,- ^ ^^ '"au aus Petersburg meldet, ^pelle versi?'?"'^ die Beschleunigung des Baues der nn l^ ^' die am Schipkapasse zu»n Andenken an Aschen <2„^ "lssisch-tilrkischcn Kriege dort gefallenen s ^apcNo ^" "'"chtet wird, damit die Einweihung l°nne, "°ch im Herbste dieses Jahres stattfinden !^""aen^ panisches Torpedoboot nntcr-?^altar z,.' ^"'e Depesche des «Globe» meldet aus ^cin unk <"' ^'^- ^ln englischer Dampfer traf Marinebehörde, er habe in der Meerenge ein spanisches Torpedoboot passiert. Dies sei wahrscheinlich eines jener Schiffe, die zur Bewachung der Meerenge bestimmt sind. Nach dem Passieren sah man von dem englischen Dampfer aus, dass sämmtliche Lichter an Bord des spanischen Schiffes plötzlich erlöschten. Es erfolgte eine schreckliche Explosion und das spanische Schiff verschwand ganz. Man glaubt, dass eine Kessclexplosion stattgefunden hat und befürchtet, dass alle an Bord Befindlichen den Tod gefuuden haben. — (Im Münchener städtischen Leihhause) weiß man sich nicht zu retteil vor — Fahrrädern. Die Zahl der dort verpfändeten Fahrräder beträgt bereits etwa 1400, und der Verwalter beantragte beim Magistrat, für diese Fahrzeuge einen Aufbewahnmgs-verschlag mit 3800 Mark Kostenanfwand herznstellen, Bürgermeister v. Brunner bemerkte fcherzweife, es könnte noch nothwendig werden, für versetzte Fahrräder ein eigenes Leihhaus zu bauen. — (Ausgrabuugeu auf Milo.) Dem 'Standard» wird aus Atheu gemeldet: Die Ausgrabungen, welche die englische archäologische Schule auf der Infel Milo uuter Leitung ihres Directors Hogarth unternommen hat, sind von großem Erfolge gekrönt worden. Zuerst wurde eine sehr alte Atroftolis entdeckt. Dann ergaben sich drei verschiedene Städte, von welchen jede über der anderen gebaut war. Zwei gehörcu der myke-nischen Periode an, wie der Stil der Bruchstücke nnd der aufgefundenen Vafeu beweist. Die unterste liegt unmittelbar auf den Felfen. Kürzlich ist der Professor der University Eollege in London, Mardner, mit 20 Studenten in Athen angekommen, um sich nach der Infel Milo zu begebeu. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Einziehung der Kupfer scheid emüu-zeu zu einem und einem halben Krenzer ö. W.) Im Jahre 18W gelangen die Kupferscheidemünzen zu einem uud einem halben Kreuzer für den Privatverkehr zur Eiuziehuug. Nach der Verordnuug des k. k. Finanzministeriums vom 8. Juni 18!)?, N. G. Bl. Nr. 135, werden diese Kupfermünzen mit 1. Juli d. I. außer gesetzlichen Umlauf gesetzt und können daher nur noch bis einschließlich 30. Juni d. I. im Privatverkehre als Zahlungsmittel verwendet werden. Von den k. l. Cassen und Aemtern werden dieselben jedoch noch bis einschließlich 31. December 18W bei Zahlungen und im Verwechslungswegc angenommen. Die obigen Termine werden im Interesse unserer Leser hiemit nochmals zur Kenntnis gebracht. — (Gehalts -Negulierung.) Das «Fremdenblatt» enthält folgende Mitthciluug: Seit einiger Zeit tauchen in der Oeffcntlichkeit Nachrchitcn auf, denen zufolge nach angeblichen Aeußerungen eines Mitgliedes des Cabinets die Regnlicrnng der Bezüge der Staatsbediensteten mit 1. Juli d. I. i» Kraft treten soll. So weit wir die Sachlage zn bcnrthcilen in der Lage sind, glauben wir constatiercn zu tönneu, dass diese Nachrichten im gegebenen Zeitpunkte der thatsächlichen Begründung entbehren uud osfeubar Combinationen sind, welche auf deu die Gehaltsregulieruug betreffeudeu Pafus im Expose' des Finanzministers vorgreifend aufgebaut sind. Es steht nach lvie vor nur so viel fest, dass die Regierung ihrerseits unentwegt bestrebt ist, alle Voraussetzuug.cn für das Inkrafttreten der betreffenden Gesetze so bald als möglich zu schaffen, dass jedoch, wie die Verhältnisse liegen, ein prä- ciser Termin anch heute noch nicht angegeben werden kann. Als gänzlich unbegründet können wir jedoch das in Znsammenhang mit der gedachte»» Nachricht von einem Blatte colportierte Gerücht bezeichnen, dass solche Beamte, welche vierzig Jahre und darüber dienen, von den Wohlthaten der Gehaltsregulierung ausgeschlossen bleiben würden. — (Wiftpacherthal-Bah u.) Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat auf Grnnd Allerhöchster Ermächtigung nnd im Einvernehmen mit den t. t. Ministerien der Eifen-bahncn nnd der Finanzen dem Herrn Alfred Grafen Eoronini-Cronberg, Reichsraths-Abgeordneten, im Vereine mit den Herren Dr. Anton Gregorcit, Landeshauptmann-Stellvertreter, Matthäus Saunig, Bürgermeister in Viglia, Philipp Terpin, Bürgermeister in Heiligenkreuz, nnd Angelo Cafagrande, Grundbesitzer iu Haidcnschaft, als Concessionary der den Gegenstand der Concessions-Urkunde vom 26. October 1897 (R. G. Bl. Nr. 254) bildenden Locomotiv-Eisenbahn von Görz nach Haiden-fchaft (Wippachthal-Bahn) die Bewilligung zur Errichtung einer Acticn-Gesellschaft unter der Firma (deutsch): «Wipftachthalbahn', (slovenisch): «Vipavska, zol^nioa» mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. — (Ernennung.) Seme Excellenz der Herr Ackerbanminister hat die zehnte Lehrstelle an der k. k. Werks-Vollsschule in Idria der Snpplentin Nosa Hrival verliehen. * (Stimmungsbild.) Ein Knospen, Blühen und Prangen in der feuchtlauen Luft des Lenzes offenbart uns alle Wunder der Natur. Eutzückend ist gegenwärtig der Anblick der herrlichen, üppigen Lanbkronen in der Sternallce uud iu allen prächtigen Anlagen der wunderbaren Umgebung nnserer Stadt. Für jeden, der Einpfin-dnng und Verständnis für den aus all dieseu holden Wundern redenden großen Geist hat, ist der Aufenthalt im Freien gar herrlich — gegen die Lieblichkeit und Großartigkeit der Natur verflüchtigt sich die Widerwärtigkeit des Alltagslebens in ein wesenloses Nichts. — (Gewc rbebewcgnn g in Laib ach.) Im Monate April meldeten die Ansübung des Gewerbes an: Bnzzolini nnd Ventnrini, Udmat Nr. 58, Salami-Erzeuguug; Alois Pirnat, Bahnhofgasse Nr. 28, Einzeln-verkauf gebrannter geistiger Flüssigkeiten; Ivan Mo-Hina, Fleischhauerei; Jakob Bnrger, Manrergcwcrbe; Franz Zabukovec, Stadtwaldstraße Nr. 10, Vertanf gebrannter geistiger Flüssigkeiten; Karl Ianus, Nosen gasse Nr. 21, Gold- nnd Silberarbeiter-Gewerbe; Anton Nepe, Gemischtwarenhandlung; Anton Ieras, Grnbergasse Nr. 4, Pflasterergewerbe; Jakob Okamperle, Komenskygafse Nr. 16, Weinverkauf; Maria Mohär, Nosengasse Nr. I I, Greislerei; Peter Gonella, Radetzky-straße Nr. 1, Bildhauerei; Valentin Ham, Zicgelstrahe Nr. 22, Tischlerei. Zurückgelegt haben ihr Gewerbe: Johanna Kos, Detailvcrkauf gebräunter geistiger Flüssigkeiten; Thomas Zenko, Greislerei; Gottfried Boskovi', Schnhmachergewerbe; Gertrand Leben, Fleischhauerei; Jakob Zabukoucc, Zimmermannsgewerbe; Marie Okorn, Marktverkauf fertiger Kleider; Theresia Götzl, Trödlerei; Alois Otrukclj, Schuhmachergewerbe; Paul Ratjel, Tischlerei; Francisca IgM, Trödlerei; Franz Pavjek, Auskoch; Frauz Heuffel, Hafnerei, nnd Franz Bitenc. Trödlerei. — (Landwirtfchaftliches.) AusTschernembl geht uns die Nachricht zu, dass die dortige landwirt- ^^ Tränn Vo;n Golde. woman von Drmanos Vandor. . Dr y, (l4. Fortsetzung.) ,w T"nität3"^ behandelte den Kranken weiter, da ^'"eu ball! ^?""snicmn eine längere Reise untcr-^erin l,pi k "H Schwester Clementine blieb als ^? Pimm,, Kranken, obgleich Frau Iensfen und "'len wär? "" Obsten allein um den Senator ge- ^""d vnn"" "b"' hatte in feiner ruhigen, jeden /^ordnet ^°/"hereitt unmöglich machenden Art U> stellt, s^^ bleiben Me, und Theodor Bar-Mche. jun„/S. d"'in dem Arzte zur Seite. Die b, ^la lln^s conisse lMe einen so sympathischen , i^gender ^? ^""ch, dass es ihm ordentlich ein in wisse,,, ^bcmke ^a^ den Vater in ihrer Obhut !m" ^ K,i?^""' Nacht nach dem Schlaganfall l>? "en. Er5V " dem Befinden des Senators ein- w ""d h,r ., x ^ stark, warf sich unruhig im Bette Nene En^ ! """"eUe unaufhörlich allerhand ver- i^"ken. S p l^mcntine wachte ganz allein bei dcm (3l ^inen f^'^/" Schatten des Vorhanges, und Gebete. "' schmalen Lippen bewegten sich in leisem <>5> ^^weln^?"^ ^e. «Herr, dein Wille geschehe!' ^ die I' "S'llenl Lächeln ließ sie ihre Blicke ^ ""« Tlirä.,. 7"^^"'g bes Zimmers schweifen, b" nach^'^.^at in ihre Augen, als sie dann ^ °",l schwer athlucndell Kranken sah. . — (Verabschiedung.) Gestern vormittags verabschiedete sich der gefammte Clerus der Diöcese von Seiner Excellenz dem hochw. Herrn Fürstcrzbischof Doctor Jakob Missia, der Montag, den 16. d. M., Laibach verlassen wird. — (Schiedsrichterliche Eingaben sind stempelfrei.) Ueber Anfrage einer Finanzbezirks-Direction hat das Finanzministerium eröffnet, dafs die bei den genossenfchaftlichen ztrankcncasscn bestehenden Schiedsgerichte nicht uuter die im § 1, Ut. 1), Z. 1 des Gebürengesetzes und in der Eiugangsbestimmuug der Tarifpost 43 des Gesetzes vom 13. December 1862 bezeichneten öffentlichen Aemter, Behörden, Anstalten gereiht werden können, weshalb die bei diesen Schiedsgerichten überreichten Eingaben, beziehungsweise die au Stelle solcher Eingaben aufgenommencu Protokolle als solche überhaupt kein Gegenstand einer Stemftelgebür sind. Sind aber solche Eingaben und Protokolle ihrem Inhalte nach Rechtsurkunden, so kann die Gcbürcubefreiung nach Maßgabe des tz 75 des Gesetzes vom 30. März 1888 platzgreifen, wenn die in dieser Gesetzesstelle normierten Voraussetzungen zutreffen. — (Neuer Tele gra pH eu-T a r if.) Vor einigen Tagen ist, wie gemeldet, der nunmehr in zwei Theilen neu aufgelegte Telegraphen-Tarif erschienen. Derselbe erscheint gegenüber den früheren Ausgaben wesentlich erweitert und den Vedürfnifsen des den Telegraphen benutzenden Publicums angepasst. Im ersten Theile, welcher die bctriebsdienstlichcn Vorschriften enthält, finden sich überdies die bisher in zahllosen Verordnungen zerstreuten Normen über die gänzlichen und theilweisen Befreiungen von den Telegraphen-Gebüren, dann Formu-larien für die Abfassung vieler, auf Rechnung der Parteien zur Abfertigung gelangender dienstlicher Telegramme, endlich eine Reihe von Beispielen für die Taxierung. Der zweite, eigentlich tarifarische Theil bietet in seinem Eingänge unter anderen« eine Zusammenstellung jener k. und t. Vertretnngs - Behörden im Auslande, welche au ihrem Amtssitze die auch von der Handelswelt als Telegramm-Adresse zu benutzende, somit eine Ersparung der Gebür für zwei, drei uud mehr Worte bewirkende Chiffre «Austung» registriert haben, und ein Verzeichnis der französifchen Namen der in der sogenannten Bcrner Nomenclatur lediglich in französischer Sprache und ohne die entsprechenden Benennungen in Deutsch aufgeführten Länder und Inseln. Sodann erscheinen darin die Taxen sür Telegramme nach Orten in Oesterreich-Ungarn und im Fürstenthum Liechtenstein sowie in Bosnien-Hercegovina und nach Orten im Anslande (Enropa, Asien, Afrika, Amerika und Australien) in übersichtlicher Anordnung unter Beifügung der bei der Beförderung zu wählenden Wege und der allfälligen Ausuahmsbeflimmungen angegeben. — (Fünfzigjähriges Iubiläu in.) Der im 73. Lebensjahre stehende, seines Humauen und ersprießlichen Wirkens wegen beliebte uud bekannte Arzt und Äahnarzt d. N., Herr Franz Papesch, in Assling feierte vor kurzem das gewiss seltene Jubiläum seiller fünfzigjährigen Thätigkeit als Arzt, aus welchem Anlasse dem Jubilar seitens der löbl. Aerztckammcr von Kram in Laibach eine ehrende Anerkenuuug ill Form einer Glückwunsch-Adresse zuthcil wurde. — (Hymen.) Morgen um 1 Uhr nachmittags findet in der Domkirche die Vermählung des Herrn Pro« sessors Dr. Alfred Valeuta Edler von M archthurn mit Fräulein Vera Mosche' statt. — (Gemeinde-Vorstandswahlen.) Bei der anl 26. März d. I. stattgehabten Neuwahl des Ge-meindevorstaudes in der Stadtgemeinde Weixelburg wurde Anton Stcpic, Kaufmann, zum Bürgermeister, Stefan Pirnat, Hausbesitzer, uud Frauz Starcar, Hausbesitzer, zu Gcmeinderäthen gewählt. — Bei der am 28. April l. I. stattgefundencn Neuwahl des Gemeindevorstandes von Vcldcs wurden die Besitzer, und zwar: zum Gemeindevorsteher Simon Kezar in Schaltendorf; zu Gemcindc-räthen Iofef Peternel aus Wocheine»Vellach, Josef Pan-gcrc ans Auritz, Johann Kuncic aus Scebach, Josef Bernard aus Koreiten und Anton Hudovernik aus Veldes gewählt. * (Schadenfeuer.) Am 3. Mai gegen 4 Uhr nachmittags zündete der beim Gregor Nak in Laze Nr. 3, Gemeinde Bründl, in Verpflegung befindliche fcchs Jahre alte Knabe Johann R a k aus Rogac'ice in einem unbewachten Momente den aus Flechtwcrk hergestellten, an die Stallung des Gregor Rak anstoßenden Zaun all. Da der Stall mit Stroh eingedeckt war, fieng er fofort Feuer, welches sich iu kurzer Zeit auf das ebenfalls m;t Stroh gedeckte Wohngebäude uud die Getreidekammer ausbreitete. Außer diesen Gebäuden verbrannten sämmtliche Fntter-vorräthe, Einrichtungs- und Kleidungsstücke, sowie vier Schweine. Der Gesammtschade beläuft sich alls 1700 fl., welchem eine Versicherungssumme vou nur 300 fl. gegen» übersteht. Die Weiterverbreitnng des Feuers auf die Nach« barsobjecte wurde durch das Eingreifen der Ortsbewohner verhindert. —r. — (Ans dem Gerich tsfa ale.) Heute begann unter dem Vorfitze des Herrn k. k. Landesgerichts rathes Martinak die Strafvcrhandlung gegen die Excedenten bei den Ansfchreituugen am ^0. Febrnar. Die Anklage wird gegen achtzehn Personen wegen mehr oder minder schwerer Delicte erhoben. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Oberlandesgcrichtsrath P a j l. *(Aus dem Polizei rapporte.) Vom 9. auf den 10. d. M. wurden acht Verhaftungen vorgenommen, und zwar drei wegen Bettelns, zwei wegen Herumstreifcns in der Stadt, zwei wegen Excesses und eine wegen Trunkenheit. — Herrn August Bokan, wohnhaft am Krakauerdamm, wnrdc eine silberne Uhr im Werte voil 14 Gulden entwendet. — Vom 10. auf den 11. d. M. wurden sieben Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Hermnstrcifcns in der Stadt, eine wegen Bcttelns, eine wegen Ucbcrtretung des Betruges, eine wegen verbotener Rückkehr in die Stadt und drei wegen Vergehens gegen ß§ 8 und 45 des Wehrgesetzcs. Die stcllungspflichtigcn Johann Derzaj uud Mathias Okof aus Boldrej sowie Johann Vajda aus Vidos^e, pol. Bezirk Tscherncmbl, wurden am Südbahnhosc verhaftet. Alle drei besaßen falsche, aus Kroatien zugeschickte Reisepässe. —r. Neueste Nachrichten. Delegationen. <0rlgi»a>' Telegramm/> Budapest, 12. Mai. Der Budget-Ausschuss der Delegation des Reichsrathes hielt heute eine Sitzung, welcher der Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern Graf Goluchowski, Reichs-Kriegsminister O. d. C. Edler uun Krieghammer und Marine-Commandant Vice-Admiral Freiherr von Spann beiwohnten. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Obmann Freiherrn von Chlumecky nahm der Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern Graf Golnchowski das Wort zu einem Expose über die Angelegenheiten seines Refsurts. Das Expose' des Ministers wurde wiederholt von Beifalls- und Aravo-Nufen begleitet, hanptsachlich bei jenen Stellen, welche die Äelcbnng des Associationswesens und die Nothwendigkeit kräftiger Initiative seitens der Handelskreise betonen. Unruhen in Italien. (Original-Telegramme). Rom, 12. Mai. Der König und die Königin sind hente hier zurückgekehrt. Der Prinz uud die Prinzessin von Neapel, die sich in der Begleitung des Königspaares befanden, setzten die Reise nach Neapel fort. Rom, 12. Mai. Die «Agenzia Stefani» meldet aus Rom: Aus Chiasso wird eine Gruppe von ungefähr 800 in der Schweiz wohnenden italienifchen Socialisten signalisiert, welche die Absicht hade, nach Italien einzudringen. Eine andere Gruppe von einigen hundert Italienern sei von Lausanne angeblich in der Richtung gegell den Siinplon abgegangen. Die italienischen Behörden entwickeln an der Grenze große Wachsamkeit. Zahlreiche starte Truvpencolonnm überwachen alle Uebergänge an der Schweizer Grenze. Rom, 12. Mai. Nach Meldungen einzelner Blätter bestätigt es sich, dass in Mailand bei der als enragierten Nihilistin bekannten Frau Hulicio außer einer auf die Organisation der Unruhen bezüglichen Korrespondenz auch ein ganz ausgearbeiteter Plan und verschiedene socialistische, anarchistische und republikanische Führer comvromittierende Papiere gefunden wurden sind. Bern, 13. Mai. Eine große Zahl Italiener zieht culonnemveise aus der Schweiz nach Italien. Sie wurden durch das Militär zur Heimreise veranlasst. Am hiesigen Bahnhof warten mehr als 500 Personen auf die Weiterbeförderung, uuter denselben cine große Anzahl Militärpflichtiger. Rom, 12. Mai. Nach den bis gestern Mitternacht eingelaufenen Nachrichten herrscht in ganz Italien Ruhe. __________ Der spanisch-amerikanische Krieg. (Original-Telegramme,) ^ Key we st, 12. Mai. Gestern nachmittags kam es zu einem Kampfe bei Cardenas, an welchem die amerikanischen Schiffe Kreuzer «Wilmington", Torpedoschiff «Winslow» und das Schiffstanonenboot «Hudson» betheiligt waren. Die Amerikaner hatten einen Verlust von einem Officier und drei Mann Todten und mehrere Verwundete. Key west, 12. Mai. Der Kampf bei Carde^ dauerte eine Stund,,'. Die Kanonellboote 'WilmliM und «Hudson» und das Torpedoboot «Winsl^ liefen in den Hafen ein, um einige spanischeMw.,. boote anzugreifen, fanden sie aber nicht, biv spanischen Batterien das Feuer eröffnet hatten, ^ kamen auch die spanischen Kanonenboote znm ^^'^,, und eröffneten gleichfalls das Feuer anf die amw , Nischen Schiffe. Das Kanonenboot «Hudson' vra^ heute nicht weniger als fünf Todte, darnnter ei^ ^chiffsfähnrich, und fünf Verwundete, darunter Commandanten der «Winslow», hiehcr. ^M.^, fallenen und Verwundeten gehörten der «Winslow' London, 12. Mai. Die aus Washington ^ getroffenen Telegramme stimmen darin überem, ,.^ die Stellung der capvcrdischen Flotte nicht bekanm ^ Die «Times» melden aus Newyort: In W^M werden Zweifel ausgesprochen, ob die cap"tt,1>, Flotte thatsächlich nach Cadix zurückgekehrt ist, o^ die in London veröffentlichte Liste die ^"M'll, .^ Schiffen enthält, von denen man weiß, dass 1 dem genannten Geschwader gehören. ., ^ Newyork, 12. Mai. Nach einer Depe>cye Forts de France hat ein aus neun Schiffe» bestey ^, amerikanisches Geschwader das Bombardemcnt a"l Stadt San Juan auf Portorico eröffnet. ^, London, 12. Mai. Prwatdcpeschen aus ^,, torico zufolge sind einige zu Kriegszwecken "NM > ^. amerikanische transatlantische Dampfer behufs kundfchaftung an der Küste voll Portorico "Nge"" ^ H a vanna, 12. Mai. Das amcnlamzcye schwader ist abgedampft. ^, Gibraltar, 12. Mai. Hier ist """ d" ,. geblichen Explosion eines spanischen TolP^" zerstürcrs nichts bekannt. ^,, Berlin, 12. Mai. Die < Norddeutsche,-^^ Ztg.» meldet: Amerikanische und deutsche ^ M> richteten kürzlich, dass Kaiser Wilhelm in "»"^ ^„ redung mit dem Botschafter der Vereinigten ^ ^« in Berlin die Angabe, die Regierung fti v"'^ frenndlichen Gefühleil gegen Amerika beseclt, i ^, gewiesen habe. Wie das Blatt erfährt, fandcincl .., redung zwischen Kaiser Wilhelm und dein '^" ^Mi> nicht statt. Die hierauf bezüglichen AlWbcn l" auf freier Combination. . A Po la, 12. Mai. Der für die cubanM" ^ wäfser bestimmte österreichisch-ungarische .lüu»»^^ «Kaiserin Maria Theresia», unter dem Com»""" ;„ Schiffscapitäns Ripper, ist heute nach Oibnn" See gegangen.___________ Telegramme. ^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Fürst ^>" von Montenegro ist hier eingetroffeil. , . , hci Wicn, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Das Äeft"^ Erzherzogs Leopold ist unverändert. . s. uo» Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der Fur» ^ Montenegro ist mit dem Prinzen Mirko abenvs London abgereist. ^,^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der gewesene "^h Bürgermeister Dr. Raimund G r ü b l ist he"" gestorben. ^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der gcstc"^' Reichsraths-Abgeordneten Stojan in der ^l>" ^ vorgenommenen Einsegnung der Leiche des u^>l MiB Abg. R. v. Wiedersperg wohnten das P"> ^ des Abgeordnetenhauses, zahlreiche Mitgl^e ^ Herrellhauses, des Abgeordnetenhauses, namcntu ^H verfassungstreuen Großgrundbesitzes, der ^„t»el Fortschrittspartei, Vertreter des ärztlichen /^ ^ und vieler wissenschaftlicher Corporations vel^ Leiche wurde nach Cetaraz in Äöhmcn überfuy ^« Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Ein Co""" „,,V der Unionbank gibt bekannt, die ungarische ^s." ti/ Rentenbant werde demnächst ihre 4^^^^ Nentenscheine auf den Markt bringen, deren ^! ^ Millionen umfassende Emission voll einem "" f in Union der ungarischen Escompte- und WeckM ^s Budapest und des Äankhanses Mendelssohn ^^ und der Berliner Handelsgesellschaft in Aerlm dci^ ^,, Consortium übernommen wurde. Diese Titres I ^e 4'/, pCt. Verzinsung, mit 102 pCt. rückzahl^ '/4 Coupous ausgestattet. . ^i^ Beregszasz, 12. Mai. (Orig.-Tel.) D^ 7l'sill» Nagybcrek steht seit gestern in Flammen. ÄlS) ^e ü« Häuser und 125 Nebengebäude abgebra"'.' ^ Feuersbrunst entstand durch die Unvorsicht^ ^ beaufsichtigt gelassener Kiuder, während b^Mch^ Theil der Einwohner in Äercgszasz auf dein markte war. ^ , AM Gllwangcn, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der ^ von Nothenvurg, Dr. Wilhelm v. Reifer, '""^ ^ auf einer Firmnngsreife befand, ist gestern "v" stürben. ,..:. l'"" Rom, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der ""Z 2)c> dic Königin sind heute früh hierher zurückg^-,,^ Prinz und die Prinzessin von Neapel, die M ^ gleitung der Majestäten befanden, setzten d»e ^ > Neapel fort. -^^Mung Nr. 108. 869 13 Mai 1898. «lm iy Hotel Stadt Wien. ^ner A^,^°l. Geuringer, t. u.t. Unterintendant: Ha-^Idtiick °3°U"; v. Rölbl, Privatier; Weltin, Kfm., Graz. Mat.Nl^p°theler, s. Frau; Perlhofer. Privatier; Pick, L^tl Z^nger, latsch, Schwarz, Kostiha, Brett), Welal, MI, H^/l°er, HaM^ Kamawitz, Stein s. Frau, Höler, sse. U"". Hradezfy, Stan, Geiringer, Grenzer, Franll, » ^«enieur^- ^"- '' «> t- Feldwebel, s. Frau; Walder, ^''bolM">.'^"^st- ^ v, «anger, Gutsbesitzer, Verschlin. - ?^V ^l- " Glöckner, k.t. Beamter, Linz. -^°u. N ^ Mosel. - Fertnioml, l. l. Finanzwachmann, "fier. N°'. - Varon Berg, Gutsbesitzer. Nassenfuß. — ^Cc^a m"' i»udolfswert. — Müller, Beamter, Teplitz. "°!>Wst'w .""?r, Laibach. — Trautluft, Kfm.. Genf. — i!.^l Ksm^ 6M" Leipzig. - Schulz, Kfm., Tiegendorf. ^"bella ^^^"nburg. — Kulinovsky. Kfm.. Stettin. — ^^^P^Olmütz. — Zadnel, Privatier. Senosetfch. ^^ Verstorbene. Mesienft^ Mai. Josef Riester. Privatier, 69 I., Maria- d!° 'llm 9 M) - ^"' Siechenhause. '^cer^! °'' Friedrich Soß, Kaufmanu, 49 I., äpo-^_^ ""' Lungenödem. Im Eivilspitale. Am 8. Mai. Josef Stimpfl, Inwohner, 66 I., lulier-cul08. intest. Am 9. Mai. Franz Krijaj, Seilergehilse, 35 I., lüar-einoma k«p»t>8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. <^ 2U.N7 725 2 17>5 SSW.zml.st. ' bewöllt"" ^ 9» Ab. 723-3 14-2 N. schwach Regen________ 13 > 7U. Mg.! 723-5 j 13-4 j S. zml. star! j halb bewölkt j 9-2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15-5°, um 1 - 8 ° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsky Ritter von Wissehrad. M Ditrichsteius Wanzeniinctnr ist das zilverlclssig Wirlsanlste Mittel zur Ausrottung der verschiedenartigsten Insecten; tödtet rasch und sicher, hinterlässt gar leine Spuren und ist leicht in der Handhabung, lann daher bestens empfohlen werden. Im übrigen machen wir auf das in der heutigen Nummer erschienene Inserat aufmerlsam. C1N02a) In kürzester Zeit verschwinden alle Unreinlichkeiten der Haut bei täglichem Gebrauche von Melousine- #^ a^n ¦v Gesichtssalbe. Preis: 1 Tiofjel 3S ltr. Hygienisch-medicinische Seife dazu 35 kr. Allein-Depöt: „Mariahilf'- Apotheke des M. Leustek Laibach, Resselstrasse Nr. 1 ».eloen. d.er ^leisclili.a/u.er'fonä.clce. Telephon Nr. 68. Course an der Wiener Börse vom 12. Mai 1898. n°ch dem oMeuen C°ursbi°tte "N»dtr.ss"> - - . INI 8U 102- «lliti!'. ,, ^"r 6'««»llif"""°l!W l. 1UU!i^lUl-2!) ^^o», »>'/ ' ' ^" l. 197 50 19«-üU ""«lanbbl ^-<^l» st. 187 50 198 50 p, __^ » l« fi, 14N —1b0- ^'"^ 12.10 121-»« ^!°H!»^ UN.« 102.5 '.^^^^^ ^,"»bl>hn4x, , - . , . 99 45IW^ s, 2 ' ' ' ' ' lna'- lou?<> ^?'^^/^ 25.2-7. 25« 50 ^^>^^-^ll.«W. 211 so 2l2 00 Veld Ware No« ßtaate zur Zahlung Übernommene Else»b.>Prl»r^ Vbllgationtn. ENsabethbahn S0l> u. 3000 W. 4'/, ab 10°/« «, St. . . . 116 90 117 30 Glisabelhbllhn, 400 u. «000 Vt. »00 M, 4°/....... 12050 121 5« Franz.Iolef.Ä.. Em, 1884. 4'/, 998" 100 sn «alizischc Karl - Ludwig - «ahn, dwerse Stillle 4°/„ .... 99-3510035 vorailbtrger Vahn, Ein. 1884, 4»/,(div.Vt,) S,. f. 100 fl. ». 99'ba 100 50 Un«, «olbrente 4°/„ per «lass« 120 95 121 15 dto. d»°. per Ultimo , , . . 120 95 121,5 dt«. Rente in Krll»enwäl)r., 4°/„ steuerfrei für 200 Kronen N°m. 9!»'l5 993t) 4»/o bto, dt,, per Ultimo , . 99-15 9935 dt0,Et,E,«l,GoIb10afl,,4>/,°/, 119 20 120-30 dto, bto. Silber 100 fl,, 4'/,»/, 100 --1<>1'— dt°, Etallts-Obl!g. (Ung, Ostb.) V, I, 187«!, 5°/,..... 120-25 121 25 dto,4'/,<>/<,Schanrre0 «5 161 l>5 bt«, bto. ll b«fl. e. W. l!!0 —1«1- the!ß'Re«,.üv«« . . i l2-50 — — Unlthe» b, Vladtnemelnoe Wien in4— 10490 llnlenen b, Stabtssenleillde Wien (Silber ober Gold) .... 126-50 127-50 VrHmlen-Anl, d, Stabtgm, Wien 109 50 170 b»> Vlrl«b«u 99 «0 bto. Prüm,'Nchlbo. »"/„ l. ««. 1L05N 121-50 dto. bto. 8°/a, II,ltn». ,«7-50 1l8li5 N-osterr, LanbesHyp.Hnft. 4°/, 99 8» 100 «,> vest,-mig. Nanl verl. 4°/, . . 10020 101 30 dlo. bto, 5Mhr. „ 4°/, . . 100-20 101 20 epaicasfe.i.Osl., »0I.ü'/,°/,»l. i0lb0 — — PrlsritälN'VbllgaNlttun (für 100 fl.). Ferdinand« Norbbahn „^,^ Hypothclb.,Oest.,200fl.2!i'/,». «^,,-,,, ».,. . Lünderbanl. Ocst., 200 fl. . . z»^ 75 ^«9 '") Oesterr,-u»«ar, Vanl, «<» st. . ui3 — 914 — Unloobanl 200 fl..... ll?n-5U 29? — »erl57 25>3?7?5 LNdbah» 200 fl. S..... 72 50 7275 Süb,wvdd, Nerb,-N. 200 fl. CM> !LU8 25 2l!!! Ü5 Tramwat,-O«s.,Wr.,170fl,e,U. j —— — — dto, Em. 1887. 200 fl, . . 521 — 525 — tramway-Gts,, Neue Nr,, Prlo» rttäts-Nclle» iny fl. . . . iL,', 50 128 — Nnll-galiz. «isenb, 20Nsl. Tllber 21^.-— 212 — Nng«Westb.(!)iallb'.Vraz)2N0fl,V. 211-50 212 50 Wiener üacalbahnen» ?lct.»G«l. — — — —. zndustrl»«ßctten (per Vttlll), VllUssts., Nllz. öst., 100 st. . . 114— 11.'. — «Uybter Nsen. und VtahI.Inb. in Wien 100 sl..... »7-— »».zu Vsenbahnw'Leihg., lkrste, 80sl. ,32_ 132«« ..Vlbemtlhl", Papiers, n, llt...». 99... K,<> 70 «lesinner Brauerei 100 fl. . . 14«.75 147 75 MoKtan.Oesellsch,, Oest. .alpin« ,8535 ,gz «5 Plager lkiIen°Inb.'«es. 200 sl. 737 — 739 ^ valao-Tari. Steinkohlen 60 N. gio-—. L15 — „Schlll«l»»tzl"> Papleif. «» fi. 215 — 217 - «e»«WN».^. VUM«».».».««. 17«.— 171-U5 Veld Ware rryaller Kohlen»..»es. 7« ft. 181 — 182 — Waffenf.-«..0«st.inW5 ho 4»/„D,!!au°A«mpfsch. l00fl.«Nl!t. 172 — t?6 — Ofener Lose 40 fl..... 67 — «8>— PnlffyLllse 40 fl, IM. . . . «6-»L 67-85 slothen Kreuz, Oest, «elu.,10fi. 20-2ö 20 75 Rothe,, Kreuz, Una, «ef, v., ist. 10 50 «»-— Rudolph'Uose 1« fl..... 27— 29 — Salm Lose 40 fl.