poštnina plvcana s Zolovini. Ur. 38. Cricheint jeden 1., 10. nnd 80. 6. (81.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Sauentpartei. Wezugspreisc : Jugoslawien: ganzjährig 25 Din, halbjährig 12'50 Din. D.-Oesterrem: ganzjährig 40 Din, halbjährig 20 — Din. Amerika: 2 — Dollar. — Einzelne Nunimern 1 Dinar Montag, den 10. November 1984 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte sind an die Schriftleitung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje. Die Wiedergestattung des Schwäbisch- deutschen Kulturbundes. Der Innenminister Nastas Petrovič hat den Mut aufgebracht, eine Gewalttat zu sühnen, die überall, wo sich auch nur ein Fünkchen Rechtsge- fühl behauptet hat, die schärfste Verurteilung ge¬ sunden hat. Dem Schwäbisch-deutschen Kultur¬ bünde wurde die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit gestattet, mit dem Vorbehalte allerdings, daß der Staatsrat, bei welchem seitens der Bundesleiiung die Beschwerde über den Auflösungsbeschluß des Ministerrates eingereich: wurde, über die Rechts¬ mäßigkeit der Auflösung erkennen wird. Dies ist ein durchaus korrekter Standpunkt, denn das Mi¬ nisterium des Innern kann nicht berufen sein, dem Spruche des Stäalsrates irgendwie vorzu¬ greifen. Aber das dem Deutschtum in unserem Staate zugefügte schwere Unrecht ist vor aller Welt Augen gutgemacht, die Ausführung des Auflö¬ sungsbeschlusses ist gehemmt, der Kulturbund wird demnächst seine Tätigkeit dort wieder aufnehmen, wo sie Ende April gewaltsam unterbrochen wurde, und das öffentliche Rechtsgesühl hat die schuldige Genugtuung erhalten. Wir Deutsche aber, die wir uns stolz als Kulturbündler bekannten und noch bekennen, sehen dem Spruche des Staats¬ rates mit der Ruhe des guten Gewissens entgegen. Man vergegenwärtige sich doch, unter was für einer fadenscheinigen Begründung die Auflösung Ein Slick in unsere GMcheer Dörfer (Merket Betrachtungen.) (Fortsetzung.) Zu den sanitären Einrichtungen gehört auch ein Bad. Wo Gewässer vorhanden sind, ist diese Frage ja leicht gelöst, aber wieviele Orte haben diese Bademöglichkeit. Das Pferd wird in den heißen Sommermonaten wohl gebadet oder doch öfter mit Wasser abgekühlt, der im Sonnen¬ brände arbeitende Bauer aber kann diese Wohltat nicht genießen. Der Frage der Bademöglichkeit muß aus gesundheitlichen Gründen seitens der Gemeindebehörde oder anderer berufener Seite ernst näher getreten werden. der Nachkriegszeit beobachtet man vielfach auch eine gewisse Vernachlässigung öffent¬ licher Straßen, Wege und Plätze. Die vor Jahren von führenden Männern in der Ge¬ meinde in die Wege geleiteten Verschönerungs¬ arbeiten sind eingetrocknet. Etwa als Straßenalleen gepflanzte Oostbäume sind verwahrlost; schöne Plätze, leicht als Zierde für den Ort, werden von Unkraut überwuchert, selbst die in der Vor- kriegszeit so sehr gepflegt" Sitte, schöne Fen- sterblumen zu pflanzen, wird ebenfalls ver- ausgesprochen wurde! Der Kulturbund soll seinen in den Satzungen umschriebenen Wirkungskreis überschritten und sich auf das politische Gebiet verirrt haben — eine Behauptung, für die auch nicht der Schatten eines Beweises erbracht wurde. Und als Minister Pribiceviö, der Urheber des Auflösungsbeschlusses, geradeaus ersucht wurde, diejenigen Tatsachen bekannt zu geben, welche den behaupteten Verfehlungen des Kulturbundes zu¬ grunde liegen, da verweigerte er die Antwort und verschanzte sich hinter das Amtsgeheimnis — um dann plötzlich hervorzubrechen. Die Hal¬ tung der deutschen Abgeordneten sei keine solche, daß man den Kulturbund weiterhin gestatten könne, wie denn überhaupt die gesamte deutsche Bevöl¬ kerung unterlassen habe, die ihr durch die Geneh¬ migung der Bundessatzungen erwiesene Wohltat zu honorieren. Da hatten wir's: mit zynischer Offenheit wyrde hier zugegeben, daß der Kultur¬ bund .für die Haltung der deutschen Abgeordneten wie überhaupt für die politische Haltung der deutschen Bevölkerung büßen mußte. Die Unter¬ drückung des Kulturbundes war nichts weiter als ein Ausfluß kleinlicher politischer Rache, und wenn man uns wieder einmal damit kommt, der Kul¬ turbund befasse sich mit Politik, so werden wir um die Antwort nicht verlegen sein, sondern darauf Hinweisen 'können, wer eingestandenermaßen den Versuch gemacht Hot, die Politik in den Kultur¬ bund hineinzutragen. nachlässigt. Die junge Frau des Hauses, das liebe Töchterchen hätte da ein dankbares Ar¬ beitsfeld. Der Krieg und die harten Jahre nach demselben werden doch nicht den Sinn für das Schöne und Edle in gar solchem Maße dem mo¬ dernen Materialismus untergeordnet haben! Die Zuerkennung von Preisen für den schönsten Fen¬ sterschmuck würde diese Schmückungsart des Dorfes gewiß fördern. Das Gottscheer Dorf war sonst immer ein Schmuckkästchen in der lieblichen Land¬ schaft. Warum soll es das jetzt nicht auch noch werden? Immer nur auf dem Sprungbrette zu stehen, um nach Amerika auswandern zu können, ist gefehlt. Ähnlich verhält es sich mit der G e s ellig- keit im Dorfe. In den gesunden Körper ge¬ hört unbedingt auch eine gesunde Seele, ein le¬ bender frischer, reger Geist. Der Mensch, der Tag für Tag im Joche der Arbeit steht, verlangt auch nach geistiger Kost. Der Sinn der Fröhlich¬ keit ist ebenso notwendig wie die tägliche Nahrung. Menschen ohne geistige Anregung werden miß- mutig, unzufrieden; verfallen Untugenden; die Heimat wird ihnen zu wenig, zu trocken, und werden überdrüßig des ewigen Einerleis. Die Geselligkeit soll daher gepflegt werden. In jedem Von Wichtigkeit ist übrigens, daß die Rolle, welche Herr Pribicevic in dieser Angelegenheit gespielt hat, auch durch den Erlaß des Ministers PetroviL amtlich festgestellt ist. Wir erfahren aus diesem amtlichen Schriftstücke, daß der Antrag auf Auflösung des Kulturbundes im Ministerrate tat¬ sächlich von Herrn Pribicevic gestellt wurde, und wenn diese Tatsache auch längst kein Geheimnis mehr war, so ist ihre amtliche Feststellung für uns Deutsche doch von großer Bedeutung und wir werden gut daran tun, sie nicht mehr aus dem Gedächtnisse zu verlieren. „Deutsches Vvlksblatt". Politische Lund schau. Inland. Der Schwäöisch-deuLsche Kntturöund wieder gestattet. Als Ergebnis der Verhandlungen, die Abg. Dr. Krast mit dem Innenminister Nastas Pet¬ rovič führte, hat Unterstaatssekretär Cemvvic eine Verordnung erlassen, mit welcher die Tätigkeit des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes wieder gestattet wird. In der Verordnung wird gesagt, daß die Durchführung des über Antrag des früheren Un¬ terrichtsministers So. Pribicevic im Ministerrate vom 11. April d. I. gefaßte Beschluß, betreffend Orte bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Unter anderen wäre besonders die Pflege von Musik und Gesang hervorzuheben. Das deutsche Lied bietet jeder Ortschaft unerschöpflichen gei¬ stigen Reichtum. Der Gesang, das heimatliche Lied veredelt die Jugend. Die Seele des Volkes, durch Kriegsnotzeil arg mitgenommen, kann durch das deutsche Lied feinstens gepflegt werden. Ein alter Sängerspruch sagt: „Was der Tau den Fluren, das sind der Seele Lieder." Die Jugend droht der Rohheit zu verfallen. Zur angepaßten Jahreszeit eine Liedervorführung würde die ganze Ortschaft in Freude vereinigen. Gegenseitige Be¬ suche würden veredelnd wirken. Maifeste, Ernte¬ feste, Weihnachtsfeier, Faschingsveranstaltungen mit alten Bräuchen, die für jede Jahreszeit zu finden sind, würde gewiß jung und alt erfreuen. Die Pflege alter Sitten bei sonstigen Gelegen¬ heiten, die Vorführung alter Trachten ist ein Gebiet, das nicht vernachlässigt werden soll. Ist unsere heutige Jugend nicht zu bedauern, daß sie von all diesen Sachen so wenig weiß? Das Lesen von Büchern, Schriften undZeitungen soll nicht so sehr vernachlässigt werden. Ist man aus der Wiederholungsschulzeit draußen, flieht man das Buch wie den Teufel. Seite 2. Gotlscheer Zeitung — Nr. 32. Jahrgang VI. die Auflösung des Kulturbundes eingestellt wurde, daß alle Verwaltungsbehörden angewiesen werden, das beschlangnahmte Vermögen der Zentrale und den Ortsgruppen zurückzuerstatten, und schließlich, daß dem Kulturbund, bzw. seinen Ortsgruppen die ungehinderte Tätigkeit wieder gestattet wird. Die Entscheidung des Unterstaatssekretärs ist bereits vor einer Woche ergangen. Inzwischen hat der Innenminister alle untergeordneten Behörden angewiesen, im Sinne der Verordnung vorzugehen, so daß der Kulturbund seine Tätigkeit sofort wieder ausnehmen kann. Die Wahlregierung I'aSiL. Die Regierung Pasic' ist wie folgt zusam¬ mengesetzt: Ministerpräsident Nikola Pasic. Minister ohne Portefeuille Marko Trifkovic. Außenminister Dr. Momöilo Ninäiä. Justizminister Dr. Edo Lukinic. Forst- und Monianwesen Dr. Gregor 2erjav. Unterricht Svetozar Pribicevic. Stellvertreter des Ministers für soziale Fürsorge Dr. Slavko Miletiö. Landwirtschaft Nikola Uzunovic. Stellvertreter des Religionsministers Vukiöeviö. Agrarreform Krsta Miletic. Verkehr Andra Slanic. Bauten Nikola Uzunovic. Volksgesundheit Dr. Slavko Miletic. Ausgleichung der Gesetze Marko Gjuriäiä. Handel und Industrie Dr. Grisogonv. Heer und Marine General TrifunoviL. Innenminister Bora Maksimovi?. Post und Telegraphen Velja Vukicevic. Zu Staatssekretären wurden ernannt: Dr. Andri? iin Ministerium für Agrarreform und V. Wilder im Innenministerium. Ausland. Die H'räfidentemvayc in Amerika. Bis 1 Uhr früh waren für Coolidge 311 Stimmen abgegeben worden. Für seine Wahl zum Präsidenten sind nur 266 Stimmen notwendig. Davis erhielt 114, La Foletta 63 Stimmen. Eine große Anzahl von Wahlergebnissen ist noch ausständig. General Dawes znm Vizepräsidenten gewählt. General Dawes wurde zum Vizepräsidenten gewählt. Die unverdächtigen Deutschen. Das Justizministerium in Polen ordnete zum 25. August eine Zählung der politischen Häftlinge Eine Zeitung soll in jedem Hause sein. Wenn nicht eine Tages-, so eine Wochen- oder doch wenigstens eine Monatszeitung. Ein gutes Buch für jedes Alter schadet niemals. Der Geist wird dadurch aufgefrifcht. Der Gonscheer Kalender oder die Gotlscheer Zeitung müssen da helfend bzw. empfehlende Arbeit leisten. Die geistige Verküm¬ merung eines Volkes rächt sich bedeutender als selbst eine körperliche Verkümmerung. Es ist aber beides nicht notwendig. Sowohl die geistige wie körperliche Erfrischung ist im ausreichenden Maße überall möglich. Man lernt dadurch auch die Notwendigkeiten der Zeit in wirtschaftlicher und geschäftlicher Hinsicht besser kennen. Es wird dann nicht vorkommen, daß die sogenannten „Bau¬ ernfänger" in Handels- und Geschäftsabschlüssen sich ungeahnte Gewinne auf Kosten des Bauern erschachern. Die Redlichkeit ist leider heute in der Welt entschwunden, und muß gerade der Bauer auch in allen wirtschaftlichen Fragen gewappnet sein. Wirtschaftsvereine verschiedener Art ergänzen hier noch das Betätigungsfeld. Ich möchte noch so manche Frage anschneiden. Da aber der Auf¬ satz sonst zu lang wäre, will ich nur ein Gebiet noch berühren: DieReligion und die Kirche. (Schluß folgt.) in allen Gefängnissen des Staates an, die die Anwesenheit von 1419 politischen Gefangenen ergab. Unter ihnen gab es 397 Juden, 389 Polen, 299 Russen oder Ukrainer, 145 Wei߬ russen, 36 Litauer und nur 16 Deutsche. Die Tatsache beweist, daß also in politischer Hinsicht die Deutschen die zuverlässigsten Bewohner Polens sind. Hoffentlich zieht die Regierung daraus auch die nötigen Folgerungen! Aus Stadt und Land. Ko?evje. (Vermählungen.) Unser Lands¬ mann, Herr Dr. Franz Perz, Hauptschriftleiter des „Deutschen Volksblattes" in Novisad, hat sich Montag den 27. Oktober l. I. in der Herz Jesu- Kirche zu Graz mit Fräulein Hertha Roth, Tochter des Hofrates Joses Roth, vermählt. Trauzeugen waren für den Bräutigam Herr Abgeordneter Franz Schauer und für die Braut Herr Kauf¬ mann Mayer aus Triest. — Ebenso fand vor kurzem in Veliki Beckerek die Vermählung des Abgeordneten Herrn Dr. Wilhelm Neuner, der unseren Landsleuten als Begleiter des Herrn Dr. Graßl anläßlich der Ortsgruppen-Gründung des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes gewiß noch in angenehmer Erinnerung ist, mit Fräulein Elisa¬ beth Bohn aus Veliki Beökerek statt. Den Jung¬ vermählten unsere herzlichsten Glückwünsche. — (S i n g s p i e l a b e nd.) Bei dem in nächster Zeit stattfindenden Singspielabende kommen nach¬ stehende Singspiele zur Aufführung: „Die Ge¬ meinderatssitzung" dargestellkvon den Herren Josef Hönigmann, Adolf Kraus, Viktor Petsche, Dr. Georg Röthel und Gustav Verderber, „Des Sän¬ gers Fluch" dargestellt von den Herren Dr. Hans Arko, Josef Afoli, Josef Bartelme, Joses Hö¬ nigmann, Franz Hriber, Viktor Petsche, Dr. Ge¬ org Röthel, Franz Scheschark und Gustav Ver¬ derber, „Die drei lustigen Gesellen" dargestellt von den Herren Dr. Hans Arko, Joses Bartelme und Anton'Haust, sowie „Die unterbrochene Pfän¬ dung" dargestelll von den Herren Dr. Hans Arko, Franz Hriber und Gustav Verderber. Die nä¬ heren Einzelheiten werden noch rechtzeitig bekannt gegeben werden. — (Übersledlung.) Herr Tierarzt Franz Arko ist mit 1. November l. I. von Grafenfcld nach Gottschee in die Villa Satter übersiedelt, wo er nunmehr seine Ordinationsstunden ab¬ halten wird. Wir sprechen hierüber unsere Ge¬ nugtuung aus, da sich schon seit langem die Not¬ wendigkeit herausgestellt hat, daß der Tierarzt seinen Wohnsitz in der Stadt hat. — (Todesfall.) Am 5. November starb nach langem, schwerem Leiden Herr Franz Engele d. Ä., Bürger, Glasermeister und Hausbesitzer, in seinem 73. Lebensjahre. Er war bei allen, die ihn kannten, .wegen seines offenen Wesens und seiner gut deutschen Gesinnung, beliebt. An dem am 7. November stattgefundenen Leichenbegäng¬ nisse nahm die Stadtbevölkerug sehr zahlreich 'teil und auch die Feuerwehr, deren Mitglied er war, geleitete ihn mit ihrer Fahne zu Grabe. Bor dem Sterbehause und am offenen Grabe sang der Gotlscheer Gesangverein unter der Leitung des Sangwartes Herrn Dr. Hans Arko ergrei¬ fende Träuerchöre. Er ruhe in Frieden ! — (Sehr wünschenswert) wäre es, daß sich in unserer aufstrebenden Stadt wieder ein Zahntechniker niederließe, damit den vielen Kunden die kostspieligen Reisen nach Ljubljana erspart werden könnten. Sein Geschäft würde nach den bisherigen Erfahrungen ein glänzendes sein. — (Jugoslawiens Zuckerrübenan¬ bau.) Im Jahre 1920 war in Jugoslawien eine Fläche von 15.500 Hektar Boden mit Zucker¬ rübe bebaut. Das Ernteergebnis betrug 200.000 Tonnen. Im Jahre 1921 wurden 17.000 Hektar als mit Zuckerrübe angebaut ausgewiesen, mit einem Ernteergebnis von 191 000 Tonnen. 1922 stieg 'die Anbaufläche aus 19.000 Hektar und 300.000 Tonnen Ernte. Im Vorjahre stieg die Anbaufläche auf 24.000 Hektar. Das Ernteergebnis betrug 324 000 Tonnen, während in diesem Jahre bereits 40.000 Hektar eingebaut sind und bas Ernteergebnis auf 850.000 Tonnen geschätzt wird. Aus dieser Menge würden etwa 60.000 Tonnen Zucker gewonnen werden, welches Quantum für die Deckung des heimischen Bedarfs genügt. Koprivnik. (Danksagung.) Die Nessel¬ taler berichten: Folgende Herren und Damen in Amerika nahmen zur Anschaffung von zwei neuen Brouzeglvcken für unsere, Pfarrkirche unter den dortigen Landsleuten Spendensammlungen vor, die folgende Geldbeträge einbrachten: 205 Dollar sammelte Josef Mcditz aus Nesseltal Nr. 4, der¬ zeit in Brooklyn; 65 Dollar Alois Löschte aus Suchen und Josefa Sterbenz geb. Tramposch aus .Nesseltal Nr. 16, derzeit in Kansas City; 64 Dollar Franz Meoitz aus Büchel Nr. 34, dazumal in Kansas Euy; 61 Dollar 50 Cent Maria Muchilsch geb. Hirsch aus Taubenbrunn, derzeit in Joliet; 40 Dollar Johann Stonitsch aus Reichenau Nr, 9, derzeit in Fresno (Kalifornien); 22 Dollar Matthias Hirsch aus Schäflein, der- zeit in Cleveland, zusammen 457 Dollar 50 Cent. — Die liebevollen Gesinnungen, welche unsere Landsleute anläßlich dieser Spendensanimlungen uns zu erkennen gegeben haben, erweckten in der ganzen Pfarrgemeinde die ehrerbietigsten Gefühle des Dankes; daß sie aber den edlen Gesinnungen noch so große Geldspenden hinzugefügt haben, hat unsere Erwartung weit übertroffen. Wir er¬ achten es als unsere erste und vornehmste Pflicht, den verehrten Sammlern und Sammlerinnen unseren innigsten Tank für die eifrige Mühewal¬ tung abzustatten, welche sie ihrer monatelaugen Arbeit widmeten. Jnnigft gerührt danken wir weiter allen lieben Spendern und Spenderinnen für die Gitte, mit welcher sie unserer Bitte um eine Beisteuer für die neuen Glocken entsprochen haben. Wir werden das edle Benehmen unserer Landsleute gewiß nie vergessen und möchten nur wünschen, ihnen unsere Dankbarkeit auch durch die Tai beweisen zu können. Ein genauer Aus¬ weis über sämtliche bisher eingelaufenen Glocken¬ spenden wird in einer der nächsten Nummern als Beilage der „Gotlscheer Zeitung" erscheinen. Gradez. (Glockenm ei he.) Am 26. Ok¬ tober l. I. wurde bei der Wallfahrtskirche auf dem Grodetzberge die von der Firma vormals Samassa in Ljubljana gegosfene Bronzeglocke feierlich eingeweiht. Nur schade, daß wegen des regnerischen und trüben Wetters nicht mehr Wall¬ fahrer an der Feierlichkeit teilnehmen konnten. Das neue Glöcklein wiegt mit dem Schwengel 140 KZ und hat die Inschrift: Schmerzhafte Mutter Gottes, bitte für uns! Das vielbesuchte Wallfahrtskirchlein hat nun wieder zwei Bronze¬ glocken und schönes Geläute, wofür wir den lieben Landsleuten in Cleveland, ganz besonders aber dem eifrigen Sammler, Herrn Matthias Hirsch, unseren innigsten Dank 'hiemit nochmals zum Ausdrucke bringen. Die Kirchenvorstehung. Bolom. (Besuch der Altlager Feuer¬ wehr.) Ein Ebenraler berichtet : Am 28. Sep¬ tember — gerade an unserem Michaeli-Kirchweih» sonntag hatte uns die Altlager freiw. Feuerwehr¬ mannschaft unter der Führung ihres tüchtigen Feuerwehrobmannes, des Herrn Kaufmannes Alois Hönigmann, besucht. Wir konnten einige tadellos und sehr stramm ausgeführte Spritzübungen bewundern. Das nö¬ tige Wasser stellte Herr Hans Lobe bereitwilligst zur Verfügung. Um das nötige Interesse für eine zu grün¬ dende Feuerwehr auch in unserer Gemeinde zu wecken, erläuterte Herr Obmann Alois Hönigmann die Handhabung der Spritze in fachmännischer Weise.