Nummer 24. g 11 q m, den 16. Juni 1901. XII. Iahrqane PettauerZeitung. Erscheint jeden Konnrag. Pr.i» für Pettou mi« Zustellung in» Hau»: Monatlich 80 h, vierteljährig K Ü.40, halbjährig K 4.80, ga>,«ihrig K 9—, mit «oftverlenduna im kulant*' »«„«.ri* >. merWjüHrifl K 2.60, halb/»hrig I d.-. g.njjährig K ».60. - OH^elne Kümmern *0 h 9 3 85 K Havdschnsten wnbtn nicht jurückgtftellt. gntflnbignngm billigst bttcchiw. - Beiträgt smd trmqnfcht und woll,» längst«» bi« Freitag jeber Woch« eingesandt werden. Desorganisation^ Der erste SitzungSabschnitt deS neugewählten ReichtratheS ha» dem österreichischen Staate eine Reihe wichtiger Existenzbedingungen erneuert, welch« bereit» bei der Mehrheit der Politiker al« ver-lore» galten und jeder ehrliche Volksfreuud wird sich darüber freuen, auch dann, wenn er mit einzelnen Beschlüssen d,S Abgeardnetenhause«, wie Brantweinsteuer, Kaualbauten :c. nicht einver-standen ist. Baron Körber ist heute Herr der Situa-tion, der erste erfolgreiche Minister seit vielen Jahrzehnten ! Wie durch Zauberei hat dieser Man» zuwege gebracht, wa« bisher unmöglich schien. Die Staattcasse» sind frisch gefüllt, nene Steuern und da» Rekrutencontingent sind bewillig», die De» legatio»«wahle» vollzogen sich ohne jede Aufregung, großartige Investitionen wurde» beschlossen und zum Schlüsse sogar ein wahrhaft volk«freundlichcü Gesetz, die Änderung der § 59 und 60 der Gewerbeordnung in Berathung gezogen. Es erübrigt also nur mehr die Äsung der Sprachensrage und dann leben wir in der herlichsten aller Welten. Wie steht e» mit der Sprachensrage Herr Körber? Wenn der Mann, «elcher heute die Geschicke Oesterreich» lenkt, im Abgeordnetenhaus über diese Unglücksfrage interpelliert wird, dann lächelt er sanft und spricht: „O rühre nicht daran" I Tritt aber irgend wo in der Bevölkerung ein nationaler Streitpunkt zutage uud will sich die Presse desselben bemächtige», denn wird sie coiGsciert; schließlich werden auch deutsche und slaAjche Fahnen confiaciert. wenn e» sich um einen hohen Besuch, oder auch nur um ein WohlthätigkeitSfest handelt. ES wird die Tschechen Der Cousin. Die sogenannte „Hanle-Bolee" gab sich Sonntag um ein halb Zwölf ein Stelldichein im Stadparke. Plaudernd, lachend und inedisierend bewegt sich die bunte Schar durch die breiten Hauptalleeu, scheinbar gauz unbekümmert um ihre Umgebung und doch jede Person aus da» genaueste musternd, hier bemerkend, das« Frau Doctor die blaue Robe reizend kleide, dort, das» Fräulesn Hella nicht wohl daran thue, zu ihrem braunen Teint eine giftgrüne Toilette zu tragen. Es sieht abscheulich aus. besonders, da sie heute so farblos sei. Die Herren bilden Spa-lier, um die Damen vorbei defilieren zu lassen und vielleicht denselben inbezug aus Kritik von Kleidung, Gang und Haltung nichts nach-zugeben. Mitten im Park stehen drei Bänke, ge-roilftrmüj»™ von der crtme de la creme occnpiert und geheiligt, kein Unberufener wogt sie für sich in Anspruch zu nehmen. Aus diesen ge. nannte» Bänken gieng eS ganz besonders ledhast zu. ES war eiu Raune» und Tuscheln, ein Ach und Oh! Nein, eS war aber wirklich zu stark, alle aeriethen in tugendsame Ei,trüstu»g. „Verkehrst Du noch mit ihr?" „Wo denkst Du hin!" »Nicht wahr Frau Rüthin, man ist e» schließlich seinein Stande schuldig, bei solchen Fällen sich langsam zurückzuziehen." „Hab ich nicht, Frau nicht besonder« erfreut haben, das» vor Ankunft des Monarchen in Prag sämmlliche Tricoloren polizeilich beschlagnahmt wurden, ebenso, wie sich «ufere StainmcSgenossen in Graz beleidigt fühlen, weil bei eine», WohlthätigkeitSfeste. ivelche« a u «-schließlich Deutsche für deutsche und s l o v e n i s ch e Landbewohner veranstalteten, die dentsche Fahne verboten wurde. Man sieht, Freiherr von Körber hat auch in nationalen Fraaen ein Programm und eS wird Zeit, das« sich unsere Vertreter für dasselbe interessieren. Geschrieben lantet diese» Programm: „Bekämpfung der nationalen Leidenschaften", an«-gesprochen wird e« ober: Bekämpfung und Demüthigung de «Nation algefühl«! Die nationalen Parteien möge» sich in Acht nehmen! Freiherr von Körb er ist nicht nur ein geschickter und aufgeklärter Politiker, auch seine Macht ist durch bi.' Erfolge gewachsen und e« könnte ihm gar leicht gelingen, den nalionalen Parteien, inde« er sie in Wien an seinen Triumphwagen fesselt, in aller Stille den Boden unter den Füßen wegzuziehen! Wer ist aber allezeit /der Erste, der sich durch schöne Worte einschläfern läßt? Das Ist der Deutsche, der jede und selbst die kleinste Pause im Kampfe benützt, um sich eiligst wieder die Schlafhaube über die Ohren »u ziehe». Die nalionale Abwieglung „vo» Oben", so gleich, mäßig sie bei allen Nationalitäten in Scene ge» fetzt wird, nur b e i in Deutschen wird! sie Erfolg haben, nur der deutsch-nationalen Bewegung wird sie schaden, sie ist also nur gegen diese gerichtet! Wir an der Sprachgrenze sind in erster Linie verpflichtet, rechtzeitig aus diese Gefahren Doctor, erst vor kurzem geäußert, das» sie eise raffinierte Kokette fei!?" Ob Kurt v. Sedler überhaupt ihr Better ist? Sie Hot doch nie etwa« von »hm erzählt! Nein und ihr armer Mann, e« sollte ihm eigentlich jemand die Auge» öffnen I „Der ahnungslose Gatte wird sie bei ihrer Schlauheit nie ertappen!" Mitten in der erregten Debatte hörte mau plötzlich eine Equipage heranrolle». Alle« blickt interessiert nach den Fahrweg. Herrgott, die Reuen» selber! Ottiliein einer neuen Robe steigt mit unnach-ahmlicher Grazie au« dem Wagen, den Kutscher laut befehlend, den Wage» langsam auf und ab zu führen. Nochlässig rafft sie die Schleppe ihre« Kleide« zusammen, ein weinrothe« Prinzesskleid, das ihre schlanke und doch volle Gestalt eigenar-tig hebt, und geht direct aus die jetzt ganz kleinlaut gewordene Gesellschaft zu. „Grüß Gott", liebste Ottilie, „nein, wie Du heute wieder bullant aussiehst, immer schöner! Wa« macht Ihr immer, Dein Herr Gemahl qan» wohl? Und Better Kurt?" O. wie sie lächelt, die kleine Zau-berin: Schon wieder ein armer Gefangener, der a» Deinem Triumphwagen zieht. „Mein Mann schwärmte die ganze Woche »ach dem letzte» Herrenabend von Herrn v. Sedler! Er ist ein charmanter Mann! Sehr geistreich!" „Da hast Du wenigste»« etwa« Zerstreuung!" „Wie, Sie hinzuweisen, stehe» wir doch einem Gegner gegenüber, »velcher niemals erlahmt und niemals einschläft, weil er nicht nur das Deutschthum, sondern auch deutsche» Wisse» und deutsche» Frei, sinn bekämpft. Wir rufe» also unsere» StamuleS-genösse» im Oberlande die ernste Mahnung zu: Bleibt auch ihr gerüstet, denn u »s er Kamps wird täglich schwerer uud unser Feind erbitte r t e r! Pettauer Gemeinderath. Ordentliche Sitzung vom 13. Jnni u»ter dem Borsitze des Bürgermeisters. Es wird eine Zuschrift Dr. LuegerS ver-lesen, iu welcher derselbe mittheilt, dass die Denkschrift über den 3. österreichischen Städtetag den, Ministerpräsidenten und beiden Häusern des ReichSrathe« überreicht wurde. Gleichzeitig über-mitlelt derselbe ei» Schreiben de« Ministerpräsi-deuten, welche« mittheilt, das« die Beschlüsse de« Städtetages den bezüglichen Ministerien zuge-wiesen wurden. Weiter« berichtet der Bürger-meister über die eben stattfindende Brückenrepa-ratur und theilt mit, dass beabsichtigt sei, au Stelle hölzerner Tränte theilweise eiierne Tra» versen einzuziehen, fall« die Sachverständigen e» für zulässig erkläre». Die Träine sei,» heute fast eben so theuer al« Traverse», welch' letzlere je-doch viel dauerhafter sind. Ferner sei e« nolh-wendig, zur Schonung de« Unterbaues eine undurchlässige Pflasterung herzustellen. Da sich die Pflasterung vo» geköpfte« Steinen in Beton nicht bewährt habe, bleibe nichts übrig, al» eineu Versuch mit Holzstöckeln zu mach«». (Wird zu-gestimmt.) Nunmehr berichtet Gemeinderath M a tz l empfehlen sich schon?" Sie schulde» mir noch eineu Besuch." „Ich habe jetzt so wenig Zeit, allein wenn die Damen Samstag auf einen Nachmittag kommen wollen, ich garantiere für.ausreichende« Amüsement. Au revoir. Ring« herrscht nach njrem Abgange verlegene« Schweigen, alle« blickt ihr angelegentlich nach. „Sie ist eigentlich eine süperbe Fra» l" „Um auf »user vorige« Gespräch zurückzukommen. kann man ja eigentlich nicht« Bestimmlc« sagen! Sie ist so unbefriedigt von Ihrer Ehe! Man darf an sie nicht den gewöhnlichen Maß-stab anlegen, sie ist so ideal veranlagt und du lieber Gott, ihr Manu ist so ungeschlacht! So prosaisch!' Sein gewöhnliche« Gesprächsthema bildet eine Abhandlung über Essen und Triuken, durch und durch ei» Gourmand! Das» sie da anderweitig Unterhaltung sucht, bii ihrer geistigen Begabung, ist ihr eigentlich nicht zu verarge»!" „Herr v. Sedler soll ein schneidiger Jurist sein, er wäre eigentlich eine ante Partie! er wird rasch Karriere machen." „Apropos, sie soll ihm ihre Lasse zur Verfügung stellen." „Nun, er braucht'S ja! Ei» Kavalier vom Scheitel bis zur Sohle u»d nur Sechzehnhundeit Gehalt, und dabei hält er sich ein Reitpferd und hat einen ständigen Logensitz I # namcn« der Rechtsseclion über 25 Gesuche um Verleihung de» Heimatirechte«. Die SectionSan» träge tverden ohne Debatte genehmigt. Derselbe Geui.inderath beauttogt folgere EutschlieKung: „Der Gemeinderath der autonomen Stadt Peltau anerkennt da« Bestrebe» der Lehrerfchaft uni die Erlangung ei«,» zeitgemäßen Di»c,plinargesrtze« für die Lehrer der Vol!<> und Bürgerschulen, da i» einigen in jüngster Zeit vorgekommenen Entscheidungen nicht nach bestimmte» GesetzeSpara- graphen, sondern nach......vorgegangen zu sein scheint." Diese Entschließung tvird auge» nommen. In Angelegenheit de» im Villenviertel zu erbauenden Kanal?» tvird in ttbweseuheil de» tkrrn Bürgermeisters u»ter dem Borsitze de« icebürgermeisterS Herrn Kaiser verliandelt: Es wird der Antrag der RechtSseclio» angenommen, mit dem Baue de« Canal« so lange zn warten, bi« der Besitzer deS Gr»»de« sich mit der Überwölbung de« Gerini.!'« einverstanden erklärt hat und die diesbezüglichen Rechte der Gemeinde grundbllcherlich intabuliert sind. Zu Punkt 4 der Tagesordnung, Gesuch der Hausbesitzer in der Schloßberggasse um Pflaste» rung und Eanalisierung der Gasse, sowie um Abstellung sanitärer Üdelstände referirt Gemeinde-rath Kasper. Derselbe theilt mit, das« eine commifsioitelle Begehung stattfand, bei welcher da» Pflaster allerding« mangelhast gesunden wurde, cannlisirt sei jedoch die Gnfse bis auf ein kleine« Glück. Die üblen Gerüche komme» nicht vom Rinnsale, sondern an« einem Hause. E» wird der Section«antrag, die Pflasterung auSzu-besser», angenommen. Herrn Ludwig Kröpf wird die Umschreibung der GasthauSconcessiou seiner Mutter auf seinen Rainen bewilligt. Weiter« referirt Gemeinderath Kasimir über daS Gesuch deS Herrn Aloi» Muchitsch um Abtretung von beiläufig 20 Quadratmetern Gemcindegrund zum Zwecke der Erbauttiig eine« zweistöckige» Wohnhauses auf dem ehemals Kaiser'jche» Besitze vi»-^-vi« der Sparkasse. E« eiittvickelt sich über diesen Gegenstand eine leb-hafte Debatte, an welcher sich die Herren M a tz l. Dr. Treitl, Kasper, Kratzer »nd S e l l i n s ch e g g betheilige». Endlich wird der Antrag, de» Grundtheil gegen eine Entschädigung von 400 Kronen abzutreten, nahezu einstimmig angenommen. Run folgt ritte Reihe von Anregungen und Beschwerden. Die Herren Matzl u. Stering bitte» um b.ssere Straßeubespritzung in der Ka-nischavorstadt. Hetr Roßmann beantragt, die Beztrk»vertretung zu ersuchen, im Sommer all- — 2 — wöchentlich die Straßen abzuziehen. um die Staubplage zu vermindern. Herr Dr. Treitl beanständet, das» der Radfahrweg in der Kanischa« Vorstadt stet« von Wägen befahren wird und mit Fußgängern besetzt ist. Derselbe bittet auch um Entfernung de« Composthausen« beim Kindergarten att« sanitäre» Grüuden und stellt endlich de» Antrag, die Gemeinde» rath«sitzungen auf 8 Uhr abend» zu verlegen. Letzterer Antrag wird unter Heiterkeit einstimmig angenommen. > Schließlich .wird an den Herrn Bürger-Meister die Anfrage gestellt, ob der Stadtschulrath die Theilnahme der Schuljugend an den demnächst stattfindenden 9«biläum«processio»en angeordnet habe. E» stellt sich herau«, das» ei» derartige« Ansuchen bisher nicht gestellt wurde, worauf der Gemeinderath beschließt, mit Rücksicht auf die Hochsommerlemperatur an den Stadlichulrath da» Ersuchen zu stellen, die Theilnahme der Schul-jngend an den Processionen gegebenenfalls zu untersagen. Eine Einladung de» Herrn Dr. Treitl an den Gemeinderath zur Theilnahme an der Sonnwendfeier wird mit „Heil"-Rufen begrüßt und hieraus die Sitzung geschloffen. * * * Die Pettauer Slovenen. voran die Posoiilnica und Herr Dr. H o r v a t. hatten e« sich in den Kopf gesetzt, Herrn M u-ch i t s ch au« unserer Stadt zu vertreiben. Dieser brav« Geschäftsmann hat sich »iemal« am öffent. lichen Leben betheiltgt: aber die Thatsache allein, das» er sich mit den Deutjchen vertrug, genügte, um ihn den gefährlichsten Verfolgungen a»«zu-fetzen. Räch Übernahme de« Ploj'schen Hause« durch die Posojilnica und Herr» Dr. H o r v a t wurde Herrn Muchitsch gekündet und er ist nun gttwungen. um den Posten nicht zu verlieren, gegenüber seinem bisherigen Geschäfte einen Neubau aufzuführen. Der Gemeinderath hätte sich nur selbst geehrt, wenn er den angesprochenen Grundtheil gratis überlassen hätte. Der Gemeinderath ist verpflichtet, nach Kräften den schäbigen Eoncurrenz-Manövern der Alalnicasippe entgegenzutreten. Localnachrichten. (Ehrung.) Am 13. d. M. erschien in nttserer Stadt eine Deputation sämmtlicher Gemeinden de« GerichtSbezirteS ©illion im politischen Bezirke Lienz, bestehend aus Herrn Bürgermeister, Land« tagS- und ReichSrathSabgeordneten S ch r a f f l, Ottilie stand regungslo» auf ihrem Platze, gesenk-ten Auge», und doch instincliv füyleud. wie der Mann tm Schaukeliluhl sie verzehrenden Blicke» maß. .Ottilie" I Herrisch klang der Ruf! Er stand plötzlich neben ihr und sagte flüsternd: .Mein Lieb, wieder eine Minute, eine köstlich« Minute ungestörten Alleinsein»! Küsse mich!" dann jäh auffahrend: „Warum küsst du deinen Mann vor mir. icb könnte dich schlagen, peinige mich nicht!" Da küsSte sie ihn, nicht wie früher ihren Gemahl flüchtig, nein heiß und leidenschaftlich, wie nur glühende Liebe küsst l Räch längerer Zeit sagte sie: „Geh K»rt, quäl' mich nicht, vertraue mir, ich habe dich ja so lieb! Spiet' heut' mir zulieb Komödie! Set den Damen gegenüber ein recht anfmertsamer Kavalier, thu'« mir zulieb!" Und schelmisch lächelnd fügte sie bei: Ich werde keine Spur eifersüchtta sein I Er schaute sie lange an uud dann sprach er mit eigenthümlichem Tonfall: „Weib, du kannst mit mir machen, wa» dtt willst!" und erneute« Küffen und Herzen. — Der Nachmittag war programmäßig vor sich gegangen: Zuerst allgemeiner Empfang, immer dieselben Be-grüßnng«phrasen, Borstellung de« intereffanten Better«, nachher Tratsch über allgemeine Ange-legenheiten, stattgehabten und in Aussicht genom-mene» Verlobungen! Vetter Kurt war Hahn im Korb«! Sein bestechende«Äußere und seine eleganten Herrn Gemeindevorsteher von Weitlan-Brnnn und dem erste» Gemeinderathe von Sexten, unt Herrn StatlhaUereirathe MariuS Grafen Altem«, ihre« frühere» politischen Ehef, da« Ehrenbürger-diplom sämmtlicher lSGeiiieindende«Gerichtigt, worauf in der BvlkSgarten - Restauration daSGabelfrühstilck ringe« nommen wurde. Ein Besuch de« MeierhofeS des Herr» Bürgermeister» O r n i g gab den Gästen Gelegenheit, die musterhafte Wirtschaft und die Erfolge de« Herr» Bürgermeisters in der Vieh, ^»cht zu bewundern. Um l Uhr Mittag fand tm Hotel Osterberger ein Diner statt, an welchem die Gäste. der Jubilar mit den Herren Beamten der BezirkShauptmannschajt und Herr Bürgermeister O r n i g theilnahme». Herr Reichs-rathabgeordueter Schraffl hob in längerer Ansprache die besonderen Verdienste de» Grafen A 11 e m « um die wirtschaftliche »nd kulturelle Entwicklung de« Bezirke« Sillia» hervor, verwie« auf die allseitige Beliebtheit de» Gefeierten, welche sich am besten darau» ersehen laffe. das« sämmt-liche Gemeinden de« GerichtSbezirkeS Sillia« ihren ehemaligen Bezirkshauptmann einstimmig zum Ehrenbürger ernannten »nd überreichte dem Ge-feierten da» künstlerisch ausgestattete »nd mit den Unterschriften sämmtlicher Gemeindevorsteher und Gemeindeeäthe versehene Ehrendiplom. In seiner Antwort hob Herr Statthaltereirath Graf A 11 e m « da« biedere und entgegenkommende Wesen der Tiroler hervor, welche« ihm seine amtlich« Wirksamkeit wesentlich erleichtert habe und ihm immer in freundlicher Erinnerung bleiben werde. Er dankte jedem einzelnen Deptt-tation«mitgliede sür die ihm erwiesene Ehrung und ersuchte dieselben, sämmtlichen Gemeinden und deren Functionären seine» herzlichsten Dank für die ihm zutheil getvordene Auszeichnung auszudrücken. Herr Bürgermeister O r n i g be-grüßte die Gälte im Ramen der Stadt Pettau und sprach die Hoffnung au«, der Statthalterei-rath, welcher schon bereit« jetzt hier alle Herzen gewonnen habe, werde sich in Pettau ebenso wohl fühlen, wie in seinem früheren Wirkungskreise. Rachmittag folgte eine Besichtigung de« Gymnasium«, de« Studentenheim«, dessen zweckmäßige Anlage von den Gästen besonder« anerkannt wurde, dann de« Museum«, Gaswerke«, der Säge. Tischlerei und des Schlachthause«.Die Deputation fhrach ihrevoGste Anerkennung über da« Gesehene au« und nament-(ich darüber, das» in einer so kleinen Stadt in kurzer Zeit so bedeutende WohlfahrtSeinnchlnngen Manieren machte» Eindruck, sowie seine Liebenswürdigkeit und Eouttoisie. Den älteren Damen hatte er sich auch längere Zeit zur Ber-fügung gestellt, einer jeden eine feine Schmeichelei zukommt» laffend, und al« ihn dann die Hau«-fran mahnte, doch die junge Welt nicht zu vernach« lästigen, da hatte er all' die jungen Herzen im Nu erobert, eine neidete der anderen nur einen Blick und etne Ansprache!Jede glaubte die Bevorzug-teste zu sein ! Er aber ließ, unbekümmert um den Sturm, den er entfacht, da« ganze Feuer seine« Witze» spielen und befriedigte so Alle. Die Jungen dachten: „Gott welch' Ideal eine« Manne« und seufzten still vor sich hin. in nebelhafter Ferne sich selbst nebe» ihm am Traualtar sehend, währenddem die Mütter still rechneten, wie hoch sich wohl seine Schulden belaufen und ob er nicht doch an ihrer Tock^er ein besondere« Wohlgefallen fände. Und al« sich die Gäste empfahlen, da brach eine Flut von Einladungen über Ottilie herein, jede mit der besonderen Bitte, auch den lteben«wür-digen, unwiderstehlichen Eousiu mitzubringen. — .Frau Hauptmann, ihr Herr Gemahl scheint Sie zu suchen!" „O, schon halb ein«!" Ein Händeschütteln und Verabschieden! „Also meine Dame», auf Wiedersehen. Samstag in Reuenfeld, bitte aber recht scharf zu beobachten." E« war Samstag Nachmittag; im Neuen» felder Schloß, eigentlich war e« mehr ein Gut«, besitz, halte man eben zu Mittag gespeist! Die Gnädige wollte sich »och auf einig, Minuten zurück» ziehen und sprach über die Schulter zu ihrem Gatte» gewendet, der sichtlich mit einer Schlaf» anwandlung kämpfte: „Geh Rudi. Du bist in Gnaden entlassen, mache dein Mittagsschläfchen! Nicht? Ach so. du glaubst Dich nachher opfern zu müssen, wen» meine lieben Freundinnen kommen! Sei ohne Sorge, nicht toahr", dabei wandte sie sich zu einem schlank gewachsenen Herrn, „Better Kurt, Du wirst heute den ANerwelt«lie-beuSlvÜrdigen spielen; Du machst mir und meinem Manne einen großen Gefallen, und denk nur Rudi, vielleicht erobert eine den spröden Weiber» feind. und wir helfen, ihn in Hymen« Fesseln zu legen." Sie stellte sich auf die Fußspitzen und reichte ihrem Gemahl, eine derbe kräftige Gestalt mit offenem Antlitz, den Mund flüchtig zum Kusse. Nachdem der Hausherr sich entfernt hatte, herrschte ein momentane« Schweigen. geschaffen werden konnten. Roch 4 Uhr nach-mittag« fuhr die ganze Gesellschaft, verstärkt durch Vertreter de« ©parfajfrauiicfjiiffe«. die Herren Kasimir. Sadnik und Sellinschegg nach Mailxrg. wo die Rebeuanlage» der Pettauer Sparkasse eingehend befichtigt uud eiue opulente Jause ein-genommen wurde, be, welcher e« ebensall« an Trinksprüchen nicht fehlte. So tndele un, halb 8 Uhr abend« die schöne Feier, welche gewiß allen Theilnehmern in angenehmer Erinnenmg bleiben wird. (Sch»l - Z»spi»ten,«ß»>.) D!e»«tag, den 11. Juai begann der Bürgerschuldirector und k. k. Stadtschuliuspector, Herr Franz Frisch, mit de« Inspektionen der beiden städt. Schulen Am gleichen Tage wurde die hiesige kausmän-nische Fortb!ldnng«schule vom Direktor Herrn I. Schmidt eiuer Inspektion unterzogen. loerki».> I» der letzten Au«schus»> sitzung diese« Vereine« wurde» derartige Be-schwerdep gegen den bi«herigen VereinSdiener vorgebracht, das« dessen Entlassung einstimmig beschlossen wurde. Gesang»erna Pettau.) Heute Sonntag findet bei günstigem Wetter ein Verein«-auiflng »ach St. Urbani statt, wozu auch die P. T. unterstützenden Mitglieder höflichst einge« laden werden. Zusammenkunst um 2 Uhr im Volk«, garten. Bei schlechtem Wetter findet um 4 Uhr nachmittag« ein Autflug in de» Volk«garten statt. Weiler« wird u»i mitgetheilt, daß die Soi». merliedertafel ansang« Jnli stattfindet. (pressklage.) Herr Dr. v. Fichtenau bedroht un« im „Auftrage" de« Herrn Weißensteiu sen. mit einer Preisklage, weil wir über Wunsch von A^iSsch»tjSiui »gliedern de« MnsealvereiueS ijrgnt die TWigkeit de« Musealdiener« Stellung »ahmen. E« wundert un«, das« der Herr Doktor cine Klage vertritt, deren Erfolg nur den Slo-Vene» Freude bereiten würde, aber nur zu! Stoßt zu, Herr Doctor, ich pariere! enug. ivie verschieden die Qualität der Moste ein mus«. je nach Geschmack, Substanzgehall und Klarheit, wie hygienischem Werte. Im Handel wird spiegelklarer wohlschmecken-der, mehr oder minder saurer Apfelmost von 12—20 Kreuzer per Liter verkaust, ohne das» der praktische Mostkäuser den Verkäufer je fragt, ob dieser Most mehr oder minder Wasserzusatz bei der Erzeugung erhalten hat, wenn er auch weiß, das» mehr oder minder in den meisten Fälle» Wasser zugesetzt wird. — (vorherrschend wegen der bessere» Ausbeute der Äpfel) und die» eben nur bei der zweiten und dritte» Pressung, welche ohne Wasserzusatz erfolglos wäre. Der Producent setzt ja nach seinen Absichten bald nur die zweite Pressung, bald aber auch die dritte Pressung nach dem gepreßten Bollmoste zu. Diese Zusätze werden dann den zu verkaufenden Most in seinem durchschnittlichen Substanzgehalte um-sowenig« beeinträchtige», je reicher da» gepresst? Obst an Snbnanz. besonders an Zucker ist. Ja, dieser Most wird zum öfteren Male al» Voll-most behandelt werden können. Mehr oder minder unklarer und »oohlschmeckender, mehr oder weniger saurer Most wird im Lande zu 8—12 Kreuzer per Liter verkauft, wobei der erfahrene Käufer iveniger aus den Substanzgehalt zählt, al« ans verhältnismäßig noch recht angenehme» Geschmack, wohl aber aus den gewünschten Säu-reaehalt der Erfrischung halber, wie schließlich aus den hygienisch reinen Zustand desselben. (Fortsetzung folgt.) Humoristische Wochenschau. Ich mache mich keiner Uebertreibung schuldig, wenn ich behaupte, die Rase de» Herrn Dr. D e r s ch a t t a nimmt ungeheure Dimensionen an. Sie hat den Frieden im Unterlaude gestört, in Pettau eine tiesgel»cnde Spaltung hervorge-rufen und sogar den „Stajerc" in Gefahr gebracht, ich thue alfo nur ein gute» Werk, da ich sie feierlich begrabe und der Vergessenheit überant-Worte. Herr Dr. von Derschatta wird hoffentlich da« nicht Übel aufnehmen. Unwillkürlich fallen mir bei dieser Gelegenheit die letzten Pettauer Ringkämpfe ein. welche ebenfalls für die Pettauer ungünstig ausfielen. .Herr Müllerei konnte seinem Gegner keine steirifche Ostbah» »ab-ringkn" und mußte sich überdies, so wie ich «in bißl maiträtirrrn (affru. Aber die Ehr« der Stadt habe» wir gerettet. Herr Müllerei und meine Wenigkeit- Die Productionen de» Baritts-theater» waren überhaupt interessant, besonder» der Kunstfahrer am Zweirad leistete Erstaun-lichr». Noch erstaunter wären aber die Pettauer. wenn sie endlich die Automobil» de» Hm» Ingenieur» Schmidt bewundern könnten, welche laut Äemeindcrailiöbcschluß bereit» seit zwei Iahren zwischen Pkttau und Marburg verkehren dürfen. Ich gebe zu. <» gehört ein gewisser Heldenmuth dazu, zwischen den Städten Marburg und Pettau engere Verbindungen herstellen zu wollen, ober da die Unternehmung der Zustimmung beider Gemeindeiäthe sicher war. hätte sie wenigsten» einen Versuch machen sollen. Unsere Draubrücke. welche fid) vo» Tag zu Tag glänzender entwiclelt. hätte gewiß nicht» dagcgc», wenn der „Selbst«" täglich 6-mal über ihre alten Knochen rasen würde. In die Drau sanken beide Und iwiirttt, vor Schmerz und Freude. Unwillkürlich fällt mir bei dieser Belegen-heit unsere wackere Badeanstalt ein. E» wurde in letzter Zeit von verschiedenen Seiten behauptet, das» dort die Wasscrtemperatiir stet» um 2 Srad kälter angegeben wird, wie sie in Wirklichkeit ist. Ich bin zu der Erklärung autorisiert, das» gerade da» Gegentheil stattfindet, e» kann also zeder Abkühlungsbcdürflige ruhig baden gehen. Zuni Schlüsse kann ich nicht umhin, auf einen Erfolg der ..Humoristische»'' hinzuweisen. Über meine Anregung wurde beschlossen, die Ge-meinderathSsitzungen abends um 8 Uhr abzu-halten. Da nun die Sitzungen von 8—10 Uhr dauern werden, scheint e» mir unpassend, zu solch feuchtfröhlicher Äbendzeit trockene Sitzungen abzuhalten. Ich appelliere daher au die Groß-muth weingarlenbesitzender Gemeinderäthe mit der Bitte, die geehrten Stadtväter mit Stoff zu ver-sorgen und dabei auch de» Zeitungsberichte» statler» nicht zu vergessen! Heil! Anitige _ Herren- und Knaben- _ Damen- und Mädchen- Kleider kauft man am besten und billigsten bei £. TAUB« Lieferant der k. k. Staatsbeamten, Wien, II. Bezirk, GlockengaBseNr. 13 lllustrirte Preislisten fllr die Provinz sranco und gratis. Die Frau Baronin Adalberta von KU-beck'eche Guteverwaltung Ankenitein gibt von beute an das Gasthaus an der Ankensteiner Brücke auf mehrere Jahre in Pacht. Die Bedingungen können bei der Herrschaft selbst in Ankenstein eingeholt werden. Wohnung, 3 Zimmern, KUche und Zubehör, ist vom I. August ab zu vermiethen. Anzufragen bei W. Blanke, Hauptpl. PJaculatur - Papier ist abzugeben in der Buchdruckerei W. Blanke in Pettau. JE/tilenti. Krr mi „t, mratMMNMm Itft*. »«.Im« •"» tjanro dxrch kl, ti« >MM » fc. Alles Zerbrochene ans (ilas. Porzellan. 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Man sollte nicht säumen, ihn rechtzeitig zu gebrauchen. Symptome» wie: Kopfachaterze«, Anfatawen, Sodbrennen, Blihu»aen, ubetkelt mit Erbrechen, die bei chranleclien veralteten Maflenltiden utn so hestlger auftreten, verschwinden oft nach einigen Mal Trinken. 3h.l»lm»rfl«iifiitin de«i» unauzeuehmt Folgen, wie Beklemmung, ÄtUlMrMsUNg Xo,|kiCluMrieBi Herzklopfen, Scllaflo»lgkeit, sowie Blulstauunge» irr Leder, Milz uob Pfortadersystem (Hämorrholdal-leide«) weeda» biuch Sräaterwein «st rasch beseitigt. Rtämaiwui bebebt UBlptWliaMMtt «ab (»tfirot durch einen le»chlen Stuhl untaugliche Stoffe au« den« Magen und den Patentirte Hand- und Rückenbeschwef-lungs-Apparate einfach und doppelwirkend. Patentirte edOrmen Hageres, lileiches Aussehen, 6lut-maugkt, Entkrästuilg **"****"*+ nd meist die Folge schlech« »er Verdauung, mangei-haft» Blatbilvunq »nd eine« trankhaste» Zustande» der Leber. Bei Appetltloalgkelt, unter ner-vUeer Abspannung und 6eaiUth»varatliaaMiafl, sowie häufige» Kopf-»chaieriP», schlaflogen Nächten, siechen oft solche Personen langsam dahin. WT »räuterwein gibt der geschwächten Leben«krast einen srischen Jmput». ■»" Lräutenvein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel an, beschleunigt die Blntbildung, beruhigt die erregten Newen und schafft neue l^denaluat. Zahlreich« Anerkennungen und Dank- schreiben beweise» die«. Kriaterwela ist zu haben in Flaschen h (I. 1.50 und fl. in den Apotheken von Pttta», Catteafcerg, Uaratdl». Hohit$cfc, stadker» buTfl, mirtth. UJIndl»rtt-Tei»trlti, öoaobil*. Cllll. UMadUdt Candi-derg. Marburg n. {. w sowie in 5teler»ark und ganz »«tmtidi» Ungarn in den Apotheken. ' Auch varaandat dl« Apotkaka In PETTAU 3 undI m«hr Fla»oh«n Krlutar-waln tu Orlglnalpraiian naoh alltn Or1*n OiUrrnloh Ungarn*. Vor Nachahmungen wird gewarnt. 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Vpr«chs!und-i>: An ISochkntaucn von i—i Uhr nachmittag!. Sonntags von 8—( Uhr tiormUtagt. Ja, >vaö so ein unschuldig anSsehende» Inserat alleö »mschlteßeit fniuit«! Für ihn hing daran die ganze Vergangenheit und weit-aut> mehr noch die ganze Zuknnst. Seit er denken konnte, wollte er Arzt werden, wie es der Vater war. der des Jnugen Neigung zu seinem ideal ansgesaßten Beruf freudig Vorschub leistete. Nie halten den Knaben, gleich andern. Soldaten und Seegeschichten verleiten können, in seinem Sinne schwankend zu werden und bald dieser, bald jener Lanf-bahn wegen seine vorgefaßten Pläne beiseite zn schieben, ja nicht einmal die Lektüre von „Robinson Crusoe" hatte daS bewirke» können, so sehr er sich für diesen Edlen auch begeisterte. Also, es blieb dabei. Er knrierte weiter Schwester Lieschens Puppen, behandelte weiter den alten Karo, bald mit nötiger, bald mit unnötiger ärztlicher Weisheit und Vorsicht, bis das strammer«-. Lernen für das Glimnasinm dem kindliche» Treiben Einhalt gebot. Leichte Auffassung uud Fleiß brachten ihn rastlos vonvärtS, nnd als er erst in Sekunda saß, durste er, vom Vater geleitet, die ersten Studien im Secieren machen, was er mit großem Interesse betrieb. Endlich war die Schule absolviert, und er bezog wohl-gemnt die Universität. Freiheit, selige, goldene Freiheit! , Niemand war ihm entgegen gewesen daheim, niemand hatte sein Denken oder Handeln je getadelt, und doch, nie hatte er sich so srank und leicht gefühlt, nie war ihm das Blut so rasch und freudig durch die Adern geflossen, als in der ersten Zeit der freien, fröhlichen Studienjahre. Es hatte nicht viel gefehlt, so wäre er »»solide geworden, so herrlich und lockend war die Ungebunden-heit, so verheißend winkte das volle AnSkosten derselbe». Aber da dachte er nach Hanse, dachte daran, wie viele Wege der Vater machen mnßte, wie viele Zeit er den Kranken widme» mußte, um ihm. dem Sohne, die Studien zn ermöglichen. Denn Vermögen besaßen ja die Schwarzhaupts nicht, nud so gesucht »nd geschickt auch der Vater war, Reichtümer hatte er in all de» Jahren nicht gesammelt, dazu war er nicht Kansman» genug; auch war eS ihm stets mehr wert gewesen, von einem Armen eine» innigen Dankesblick, als von einem Reichen ein hohes Honorar »u enipfangen. Er, Otto, würde das anders machen, ganz anders, dachte er stets, wenn die Mutter den übergroßen Edelmut des Vaters be-klagte; er wollte erst das Nötige zusammenbringen, dann konnte er Mitleid üben. — So war er also im rechten Geleise geblieben, ohne doch als .Streber" den Spott seiner Fre»»de ans sich zu laden. Er stn-vierte und buntnielte, er besuchte Kollegien uud Kneipe», just wie fä der Tag mit sich brachte, und so gingen die Jahre hin, wie im Finge. Tann hatte er da» Examen abgelegt, dann war er einige Jahre lang Assistenzarzt an einem auswärtigen Hospital, »nd nun» nun wa> er endlich so iveit gekommen, daß er dem Be-sich seines ersten Patienten entgegensehen konnte. Nickt ohne Spannung that er daS; je näher die Zeit der ersten Sprechstnnde kam, nin so mehr wurde er vou eiiter gewisse» nervösen Unruhe geplagt. „Geduld, meiu Junge, Geduld," hatte bei seinem kürzliche» Besuch im Elternhanse ihn der Bater noch ermähnt, „ohne die ge< lingt nichts." Ja, ja. das wnßte er; es galt aber »nr. die nnendlich viele Zeit ausfülle», über die er jeüt persiigte. Wen» nur wenigstens die Stunden vorüber waren, die noch vor der ersten Sprechstunde lagen. Nicht daß er sich irgend welchen Illusionen hingab, daß er schon heute eine» Patienten in seinem Sprechzimmer würde empfangen können, aber er würde sich doch au das Hoffen uud Harren gewöhne», uud morgen würde es ihm schon nicht mehr so schwer fallen. Der Morgen schlich träge dahin. Der junge Arzt wanderte von seinem Schlafzimmer ins Sprechzimmer und von da ins Wartezimmer; sie waren alle in bester Ordnung, behaglich »nd wohn-lich eingerichtet, nnd doch fand er hier noch etwas zurechtzurücken, dort noch an einem Jnstrnmente hernmz»p>chen. Aiti dein Schreibtische standen die Geräte nicht am gewünschten Flecke, und die Front der Bücher im Schranke, die so schnurgerade in der Reih? standen, wie eine Kompagnie Soldaten, der „richt euch" fomnun-viert ist, fand auch nicht Gnade vor de» kritische» Blicken t>cj Doktors. Nachdem er schließlich die Musterung seiner Besitztümer be-endet hatte »nd nnn am Fenster stehend, den draußen wirbelnden Schneeflocken zusah, fast gedankenlos, erschien nach kurzem An-klopfen das Dienstmädchen und meldete den Cchloffer, der die bei-den Schilder unten am Hause anbringe» sollte. Das mit seinem Namen u. s. w. versehene unter, und das mit der Anfschrist .Nacht-glocke" direkt neben die zur zweite» Etage führende illingel, schärfte Doktor Schwarzhaupt dem jnngen Menschen ein und sah ihm dann vom Feuster aus bei der Arbeit zu. Dann war auch dieses Intermezzo beendet uud Otto beschloß, sich nun die beiden Schilder einmal von nnten anznsehen und dann gemächlich nach dem Restaurant zn bummeln. Ans dem Flnr tras er das Mädchen »nd hörte vo» ihr, daß seine Logiswirn» noch einige Tage bei de» Verwandten ihres jüngst verstorbenen Gatten bleiben nnd dann erst zurückkehren werde. Das war ihm bedanerlich, denn die alte Dame hätte sich ge-wiß seiner etwas angenomnten nnd ihm geholfen, die lauge Zeit totzuschlagen. Für sich zn arbeiten, dazu fehlte ihm alle Lust uud Ruhe, das mochte er nicht. Er schritt, darob halb nnznsrieden mit sich selbst, die Stufen hinab und besah sich nnten die vorschriftmäßig angebrachten Schii-der. .Nachtglocke!" ES rief ein schier spöttisches Lächeln um seinen Mund hervor, als er das halblaut vor sich hiniprach. Wann würde sie sich zum erste» Male in Bewegung feven? Sobald nicht, deß war er sicher, darnm hatte er sich auch vorläufig noch gar keine eiitra Leitung geleistet. Diese genügte für seinen Bedarf. Ans der Straße, in dein Schneegestöber, in der frischen, klaren Winterlnst hob sich seine Stimmnng merklich. Mit Behagen durch-schritt er die breite» vornehme» Straßen der Stadt, sich der Wahl seines Domizils wieder srenend nnd sah, in Erinnerung seines alte», väterlichen Frenndes, daß es gerade hier, uubegreislicher-weise, a» Aerzte» fehle, wieder hofsnnngcsrendiger der Zukunft entgegen. .Wird sich schon machen, mein Junge, mir Mnt," redete er sich zn nnd trat in den Speisesaal der „drei Kronen". Mit g»tem Appetit sprach er den Speisen zn, n»r ein klein wenig geärgert durch die gnte Laune nnd Unterhaltung der an dem Nebentisch sthenden Herren. Dann ließ er sich Zeitungen bringe» und rauchte zum Nachlisch eine ejitrnfciitc Cigarre, »i» den Tag festlich z» begehr». Gegr» halb drei Uhr erhob er sich »nd ging. Langsam, fast zögernd setzte er die Füße vor. blieb hier »nd da an einem Schaufenster stehe», die Auslagkn besehend, eingehend »nd kritisch, wie nie zuvor. Just war er in de» Anblick einiger Stiche vertiest, die in der Kunsthandlung unfern seiner Wohnung zur Schau gestellt waren, da ward sein Rücken »nsanst von einer kräftigen Mätiiierhand be-rührt, «nd sich umschauend erblickte er seinen einstige» Intimus Kurt Bühre» vor sich, der mit den Iahren aus Ottos Gesichts-kreis herausgekommen war, so ganz von selbst, durch die ver-schieden? Laufbahn, die beide eingeschlagen hatten. .Otto Schwarzhaupt. alter Knabe! DaS ist aber nett, kommst mir gerade gelegen!" rief er aus, und sein hüb-scheS, offene» Gesicht strahlte. „Wohl kaum gelege-»er, als D» mir. Kurt? Tu bewahrst mich vor einem Selbstmorde." .Nanu! Du wirst doch nicht —" .Beruhige Dich, jetzt hat's keine Gefahr mehr, jetzt ist die verdammte Langeweile aus dem Felde geschlagen." „Na, da schlag' doch einer lang hin! Du hast LangeweUe? D», Otto Schwarzhanvt?" „Ich, voctor metli-ebne, Otto Schwarz-Haupt, der ich heute mei-ner ersten Sprechstunde von drei bis fiins Uhr nachmittags entgegensehe." Bühre» lachte laut ans, während sie sich beide wieder in schlendernde Bewegung setzten. .O, Du bedauernS-werter Mensch! Aber hier? Warum gerade hier? Warum nicht da-hei'n, »vo Dir alle Wege ebe.r sind?" .Du fragst wie alle ander», trotzdem D» mich genugsam kennst, nm zu wiffen, das; mir das nicht genügen kann, nie! Ich will nnd muß aus eige-»er Kraft werden, mich emporringe», ich mag nicht geschoben werden." „Wenn Du wüßtest, wie schwer daS ist!" ent-geguet Bühren, nnd auf seinen Zügen nimmt leichteMelancholiePlatz. Knmpf «.!, fec, tr.rf,e„. Nach »tm .Ich weiß das genau. v Kurt, aber gerade da» reizt mich, gerade das. ich will mir selbst alles danken." .lind wenn Dn nichts erreichst?" »Dann — doch daran glaube ich nicht, der Mensch kann alles, was er ernstlich will." .O, Du beneidenswerter Optimist! Ich kann's nicht." .Dn. Kurt?" Der junge Doktor legt den Arm in den des nrenndeS und sieht ihm forschend inS Gesicht. „Was bedrückt Dich?" Was kannst Dn nicht?" „Einen Starrkops erweichen." versetzte Bühren bitter, dann gehen die beiden eine Weile schweigend dahin. Otto »tag nicht weiter in den strennd dringen, vo» dessen Gesicht jetzt all die strah-lende Gutmütigkeit geschwunden ist. Endlich bricht Kurt da» Schweigen. „'S ist der Onkel meiner grau —." Otto nnterbricht nicht, obgleich er vo» des IrenndeS Herheiratung noch kein Wort weiß. „Alma ist krank, elend wenigstens, sehr elend, da? arme Ding! D» mußt wisse», sie sollte mich nicht heiraten, der Onkel woll es »icht, ich war damals »och »ichts, und was er an ihr gelb hatte, das gab ihm ein Recht, bei der Sache mitzureden. Er w Lsfizier und wollte für seine Nichten nur Ossiziere zttm Mai» Wir aber liebten mit nnd Alma ward mein Weib trotz allc> Daß der Onkel seitdem nichts mehr von ihr wisien will, vo» m aber erst recht nichts, wirst Dn begreifen. Dabei kennt er mi > nicht einmal, verweigert mir jede Unterredung. Meine Schwäger! die noch imt»er im Hanse deS Alten lebt, will uns herzlich ger helfen —" .Aber so laßt ihn doch beiseite, ihr braucht ihn ja nicht!" ful Otto dazwischen. „Branchen? Nein — und doch, Alma braucht ihn, Alma vt zehrt sich in Sehnen nach ihm und ihrer Schwester, die wir natii: lich auch nie mehr sehen „Verzeihe, Kurt. al» sind das denn die beide wert? — Muß Dein Schwägerin nicht au selten ihrer Schweste stehen? Warum läßt su den alten Starrkopf «ich und kommt zu euch?" „Sie hängen beide ai dem Onkel und schuldet ihm vielen Tank. Außer dem ist er alt und krank.-„Teilte grau ist anci leidend, wie Du sagst." .Sie hat mich, Ottv Meine Schwägerin is, nicht zu tadeln, sie mus bleiben." „Kann er sich den,! keine Pflegerin halten?" „Der Onkel?" Jetzt mußte Kurt wieder la che». „So viele er will." „Dann tadle ich Deine Schwägerin auf das schärfste." „Die arme Kleine! Rein, greuild. wenn Dn sie kenntest, würdest D» nicht so reden. Sie thut ein Werk der Liebe und Selbstverleugnung." „Ach was. Schwäche ist das. Sie besitzt offen bar nicht die nötige Euer-gie, sich von dem Alten loszusagen." „Es würde nicht» nii tze», der Onkel ist und bleibt ein Starrkops Auch eben jetzt, da ich Alma zuliebe wieder ein. mal den Versuch machte, zu ihm zu gelangen, nm mit ihm zu reden, hat er mir meine «arte wie-der heratiSgeschickt. Der Diener hat nämlich («tmatkf non W (ttrBHflit. seine Wohuuug sichlS der Unterhaltung »nd Heiterkeit anderer »och ver-litifencv fiililte, »ahm wiederum seine Lektüre zur Sand. Aber sie vermochte ihn jevt nicht mehr zn fesseln. Er legte das Buch wieder fort, warf sich behaglich iu seine» Lehnstnhl zurück nnd schloß die Augen. Er fühlte sich »lüde, abgespannt und wußte nicht woher. Sei» Heu-tiges Tagewerk zog an sei-nem Geiste vorüber, Kurt tauchte in seinen Gedanken aus. Also verheiratet war er. der arme Kerl! Wie thöricht, sich so jung schon zu binden! Er, Ltto, würde das nicht thu», dazu war «och später Zeit genug. Er eignete sich auch sicher nicht dazu, in dem sanite» Joch der Ehe zu gehe», und er stellte stch vor, was er wohl mit seiner Frau den ganzen Tag ansangen sollte. Mit so einer verwöhnten, eigen-willigen, modernen Fra». die nichts int Sinne hatte als Vergnügen nnd Firlefanz! ». . Andere Mädchen trifft man Huf Vtiiitfliit (Imißfiii. Jlflrf) btm fflniiÄihc vo» K Ahrendt» Mil leri.) ja heutzutage kaum an, be- sonders nicht unter denen, „Es war noch niemand da/ meldete ihm das Mädchen, in die Geld haben. Er aber würde eine Fran brauche», die vermö-dem Bestrebe», ifj» wegen seines ZnspätkommenS zn beruhige», gend war, nicht, daß er eine um ihres Geldes Wille» heirate» Er ninfttc stch anstrenge», »in daS Lachen zn verhalte», das ihm würde, aber er konnte anch keine Arme uehmen, er mnßte ans diese Worte in die Kehle trieb. Er betrat sein Zimmer. Wie Meld sehe», die Verhältnisse geboten es ihn,. thöricht, seine tolle Eile! Das wußte er doch vora«s, daß er Nnd da»» malte er stch doch aus, wie seine Erwählte anssehen hier nichts versäumte. Er legte ab »nd nahm am Schreibtisch Platz. »So. nun strömt herbei ihr Bölkerscha-reu!' deklamierte et und zündele ans purer Langeweile wiederum eine Eigarre a«. Dann zog er einige der vor ihm liegenden Bücher näher heran und ver-tiefte sich darein. Nichts störte ihn, nicht einmal das Er-scheinen des Mädchens, da» die Lampe brachte. Die» war allerdings anch das einzige, was ihn hätte stören kön-neu, denn das Sprcch-zimmer ward auch hinzu«, Wartezimmer; trotzdem verging ihm der Nachmittag wie im Finge. Zn seinem große» Bedauern fiel ihm beim Abendesien ei», daß er völlig vergem« hatte, nach Kurts Adresie zu fragen uud so »ach wie vor ei»sam blieb, bis er ih» wiedersah, oder im Adreßbuch seinen Namen fand. Das Mädchen ränmte den Tisch ab und wünschte „gute Nacht*. Ltto. der keine Lust ver- _ spürte, den Abend im WirtShauSzuperbriu- Die Wohnnn, dcZ Deutschen Kronprinzen wiihrend seiner Llndienze!« in Bonn. ■& Hn« Holoflrntrtiifitifii fliifwfcint W* Ttl»o 8<6nlslOitl In Von" ♦+ 00 vexlerdild. TZ l\ßJjL W&'i: 5 Ütilll .\Vi t^fte r!Oäl > fy Vj^sVc - Wo ist der andere Gtlerkäinpser? müßte. Grob und schlank mnßte sie sein, von stolzem Wüchse, mit dunklem Haar nnd blauen Ange». Dasiir hatte er von jeher eine Vorliebe gehabt; Blondinen waren ihm zn nichtssagend, zn sade. (0tnt1«»ung sotgl) Der Kampf mit dem Drachen. Wa» rennt da» Volt, wa» ivSlzt sich dort die langen Gassen brausend fort? Einen Ähnlichen Vfnftauf gab et tirz-lich Im Städtchen. Xie Knaben vergnügten sich auf dem geräumigen Markt-Platze mit dem Steigenlassen eine» Papierdrachen». Prächtig war er bemalt, fein Schweif war mehrere Meter lang. Und steigen konnt» er wie kein anderer. Straf? lag er an der Leine und höher, immer höher nahm er seinen Flug. Da kam »in tückischer Windstob und in kühnem Bogen ging'» den Hä«s«r» und Dächer» zu. und unverschen» hatte er sich im Storchcnnrst verfang'!, «nd wollt« trotz alle« Ziehen» und »leiben« nicht mehr frei werden. Im Neste saß»n schon seit »inigkr Zeit junge Ttörch«, häßliche Gtschöpk», dürr und unansehnlich, mit federlosen Flügeln und langen Schnäbeln. II« Knaben hatten sie schon j« wiederholten Malen vom nahen Kirchturm au» beobachtet. Die machten Augen! ll»d ei» Gcklapper singen sie an. al» sie da» nie gesehene Ungetüm mit fliegendem Schweif und wehenden Troddeln auf ihr Rest zukommen sahen. Rasch kamen auch die beiden Alten. Zeternd umflogen sie da» Rest, wagte« sich aber au» Furcht vor dem Störenfried nicht In dalsrlix hinein. Unten aber aus der Strafe versammelte sich fast die ganz» Schuljugend «nd auch bi« Alte» fehlten nicht, denn da» seltsame Schauspiel zog jedermann an. Leibkr machte der Kaminkehrer demselben bald ein Ende, Indem er den Drachen herabholte und so dir aufgeregten Storchen zur Ruhe bracht«. St. Aus Mönkgnt (Rügen). Die Insel Rügen, dl« größte imttr Deutschland» Inseln, in der Ostsee gel«gen, von dem Flachland«, mit dem si« wahrscheinlich «tust zusammenhing. durch den Rügenschen Bodden und den nur 2,4» Kilometer breite« Strelasuud getremit, bilde» nebst einig«« kleinen Eiland«» den zum Regierungsbezirk Stralsund der pr«nßischen Provinz Pommern gehirigen, srnher »ach der Hauvtstadt Bergen benannt«» krei» Rügen, der auf «67,2 Quadratkilometer ca. 47,000 Sinwohuer zählt Der Boden Ist, eiuige Sandstrich« und einige Torfmoore abgerechnet, sehr ergiebig «nd liefert viel Getreide nnd Rap«, namentlich aus Wittow, der Kornkammer Rügen». Sehr wichtig Ist auch die Viehzucht, die eine i-nverwüstiiche Pf«rderasse und kernige» Schlachtvieh liefert, sowie di« Fischer«!, namentlich der Heri«g»fa»g. Schön« Eichen, und Buchenwaldungen sind vorhanden, jedoch nicht aulreichend skr den Holzb«darf, — Die Bewohner, «In fleißiger, sparsamer und bied«r«r Menschenschlag, sind gute Schiffer, Lootstn und Mischer. Die Bevölkerung der Halbins«! Mönkgut |MV»chgut>, di« «inst dem Kloster llldcna gehört«, unterscheidet sich von der übrigen I» Tviache, Kleidung und akt«rtümlichcn Gebräuchen, K. St. Die Wohnung de« deutsche» Kronprinz«» in Bonn. Der Kronprinz de» Teutsche» Reiche» und von Preuße» bezog mit Beginn de» Sommerseniester» die Universität Bonn, wo er sich nach «Inern sorgfältig enlworsenen Plan In erster Liui« dem Studium der Recht»- »nd Staat»ivlssenschast«a widme» wird. W!ihr«»d seiner dortigen Studienzeit wird er di« «heinalig« Villa König in der Wörthstraße bewohnen, die Kaiser Wilhelm II. Im vorigen Jahre sür 4fi0,000 Mark angekauft hat, damit si« In Zukunst alle» Prinzen de» preußi-schen Künigihause«, die dl« rheinpr.ußisch« Hochschul« besuchen werden, al» Residenz dienen soll. Der Im Renaissancestil aufgeführt« Bau stammt an» dem Ansang der siebziger Jahr« de» I!). Jahrhundert» und gehörte ehemal» dein Millionär Fritz tiiinlg. von der Rhentstont der Villa genießt man eine Herr-lich.' ?I»»>Icht ans de» Strom uud da» nah« Siebengeblrge. In dem au» dein ?l>I>te-k konstruierten vorspringenden Mittelbau dieser Seite befindet sich der reu! d.U'or d>>« Speise-, link« da» Arbeitlzlmmer de» Kronprinzen, ^.I .i.i.i :,;(i !g aus der r7,!geg.'!iges.tz!c» Seite führt zuerst in da» Vestibül, von dem man link» In da» Treppenhau», recht» zu dem D!«u«rjin>mer, dem Aukleldeiaum uud Schlaskabinett gelangt. Hier schließen sich auch da» Bad«< zinimer im Turm und der Wintergarte» au. Der Oberstock umfaßt zwei Kava-IIerwohn»»gen und soll Im Laus« de» kommenden Winter» sür den Punzen llitel Fritz, den zwclren Sohn dr» deutschen Kaiser», elngerlchiet werde». Der Galten der Viila enthält Gewächshäuser und eine» Lawnienni»platz. der im Winter zur (5ifl>alin umgewandelt werden kann, Neubauten sind die Stall» «nge» für zehn Pserd«, die Remis« sür sech» Wagen und die Satt«lka»>i»er, Ter Uroupriuz wird aus dc» Wunsch de» Kaiser» in da» Bonner llorp» Bo-russia eintreten, in dein bereit» der Vater und der Großvater während ihrer Studienzeit aktiv gewesen sind: da» llorp«han» der Borussen übertrifft durch die Gediegenheit und de« Luxu» seiner inner«n Au»staitung all« a»d«ren ver-bludu«g»ha»srr Bonn» bei weitem. Angewandtes Tprichwort. ,gnm Kuckuck, Johann, wie schaust Du denn an»?* — ,DI« Gläubiger hab.« mich durchgrprügelt, weil ich sie nicht vor-lassen wollt«.' — „Armer Kerl! Wa» wollten sie denn vo» Dir?' — .Ja, Herr Baron wisse» ja: »Aus den Sack schlägt man, den Esel meint man!' Ja so! »Lieber Freund, Dn siehst l» letzter Zeit so schlecht au? — lebst Du ln schlicht«» Verhältnisse» ?* — „C nein, — mein« Schwester hat I» vierzehn Tagen Hochzeit und da lernt sie bei nn» zu Hanse noch schnell kochen!• Arabische Unterscheidung. Si» Asrikariisender erzählt, er hab« In «In«r Stadt d«» Orient» ein«» Morg«n» dir Blumen vor seinem Fenster begossen »nd dabei wohl dc» Gute» zu viel g«thau, denn ein Wasserstrahl «rgoß sich hinu»t«r auf di« Straß« und gcrad« einem Araber ln» Gesicht, der faul hingestreckt der Ruh« pflegt«, D«r braun« Mann sprang wltt«od aus, schaut« nach d«m Fenster «mpor, von welchem der Weiße sich etwa» zurückgezogen hatte, und rief, da er niemand «rbllckie, mit Etnphas« hinaus: „Bist Du ein alier Mann, so verachte Ich Dich! Bist Du ein alte» Weib, so verzeih' ich Dlr! Bist Du «ln jnng«r Man», so Virsluch« Ich Dich! Bist Du «In« Zungsrau, so bank« ich Dir!' 0. Kräntcrs«ppe. Souerampser uud Kerbelkraut werden gewiegt, etwa» ".tniter mit Mehl gelb gerüstet, di« Kräuter ziemlich lang« darin gedünstet, langsam mit Fleischbrüh« ««fgegosfen und gut au»kochen lassen. AUdanu wird di« Supp« über gerüstete» Brot angerichtet. Dir Hiiub«cre trägt bloß am vorjährig«» Holz«, welche» sie selbst ln j«d«m Jahre durch Produktion »euer Triebe «rz«ugt. Da» ,w«ijührig« Holz, d. h. je»«», welche» schon Frlicht« trug, Ist am b«st«n sofort nach d«r Ernte zu entfcrnen. Da aber nach der Ernt« fast regelmäßig die Zeit zu dieser Arbeit mangelt, so wird si« gewöhnlich bi» zum Winter Vrrschvbe«. Mit drr Hinwegnahme dieser vorjähcigen Triebe citftrnt man gleichzeitig die fchwä-cheren letztjährigen Triebe uud läßt nur die fünf bi» sech» kräftigsten an jedem Strauche stehen. Da di» Himbeere stet» an den Triebspitzen die meisten »nd besten Früchte »ntwickrlt, ist da« von manchen Seiten empfohlene Sntspitzen der Hirnbeer«« »njwtckmäßig und dainm zu unterlassen. Dagegen ist c» sehr zweckmäßig, die Ruten der Himbeeren auszubinden, denn die sruchtbeladeneu Spitze» senken sich selbst zum Baden nieder, wodurch die llrnie der Früchte be-trächllich erschwert wird, ja ei» großer Teil d«rs«lben gewöhnlich beim Pflücke» verloren geht. Recht zweckmäßig ist «» darum, schon im Herbst d«n Himbeerreihen eutlang Pfähle zu schlage» und drei Drahtlinie» zu ziehen, an welche» di« Rut«n ini Frühjahr anigebiinde» werden. So behandelt, nnd nebenbei bemerkt, noch regelmäßig und stark gedüngt, ist die Himbeer« «in«r drr renta-bristen Beerensträucher und vergilt reichlich die ans sie verwendete Arbeit, Logogrlph. Mit »liiern It beachf et ßtrne, HU Mas: ist -« mit 1' bekannt, »llt h bringt'» Last«» in die klerne T«r S.iutc ist'» m» h verwandt. guliu» ftalif. Homonym. Mich liihre» Sonne, Mond und Ster»», ?e» lud drin»' Ich oii au» der sterne, .-<» finden bin Ich an dem «ilde. Win ktadt im baviiiche» Geiitdc. Olultu» gatck. F\ n u K 11 S X " E E G It A T 0 1 K| L K T K S X It It X LJ Ausgabe. 2tnd die Buchstalicn der ,1>gnr richtig geordnet, so »r-geben die vier wagerechte» !>!eihen solaende Wörter: t> Snl Du"ich dc« Pluto. :> Clltcn SchiL ?a» Zeiche» einer früheren Wunde. ?ie beiden lentrechte» IKeilun nennen (tne luunder-iKtr« ttntdeitung eine« Ptziistker» au« der neueren Zeit. Zweisilbige Charade. Sie Sitte pcKft mit mächtig groker fliaCI« Die Blute, die von Ihr in iti'ntr wiid zerrissen, lind an» der Zweiten siehst bald ftonia du, bald VaUe I» |iiftl|»e, i'ctze. — Der llbarade: Rosenhelni. — Te» Arltl,mo»n >»i>«! Jiei#it uurbclinitcM. •«««*«<•«< «eri>»Iwl>rMche »edaNton vo» »en» P>«t>s«r, aedeu-N und hcrautaearde» von »reiner Pleisjer In Stuttgart.