MibllcherGMuna. Nr. 14«. Ptän»melatlo»«vl«l»: I» «»«plot» ««»,<. ' fi. ll, halbj. 5.s.0. »«i die Zustellung ln» Han» haldj.bO lr. Mlt l>« Poft ganzl. ft. «, halbj. fi. ?.»«. ^sn4,tl»l »n»««»ilh» bi» lvHeilen: I»«l «!l>., >»>>t/«»l/. üm.fi.i.wi so«ßp«^«Ne l«.«»t.,»».»»».. ^> ^ / »m. »> tl. n.,. ». 1874. Amtlicher Theil. 3«. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 26. Juni d. I. den Sec« tionSchef im Ackcrbauministerium Ludwig Freiherrn Possinger v. Choborskl zum Stalthalter in der Marl-«rafschaft Mähren allergnädigst zu ernennen geruht. NuerSperg m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 26. Juni d. I. dem Hofrathe der lüstenländischen Stalthallerei Dr. Gabriel Ritter v. Jenny anläßlich der über sein Ansuchen ersolgten Versehung in den bleibenden Ruhestand, in neuerllcher Aneilennung seiner langjährigen, treuen und vorzüglichen Dienstleistung den Stern zum Komlhurlreuze deS Franz» Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 26. Juni d. I. den Mini« fterlalralh und PrololollSfllhrer im Ministerrathe Ernst Ritter v. W eber, Eben h of zum Sectionschlf im «ckerbauministerlum allergnitdigst zu ernennen geruht. Ehlumecty m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 26. Juni d. I. den bei der dalmatinischen Statthalterei in Verwendung stehenden Sectionsrath sxk'H »wwm deS Ministeriums des Innern Dr. Victor Pozzi zum Hojralhe bei der genannten Statthalterei allergnädigst zu ernennen geruht. Auersperg m.p. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Juni d. I. den Statt' Haltereirath Leopold Ritter v. Grosser zum Hofralhc bei der liUleuländischen Statthalter« allergnädigft zu ernennen geruht. Auersperg in. zi. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. Juni d. I. den Doctor Joseph Ritter v. Vezecny anläßlich seiner Ernennung zum Sectionschlf im Finanzministerium von der Func-::on als Stellvertreter des laiserlichen Banlcomnnssürs zu entheben und den Sectionsrath Anton Ritter von Nlebauer zum Stellvertreter deS kaiserlichen Bank» commissars allergnädigst zu ernennen geruht. PretiS in. p. Der Minister des Innern hat den Prosessor der Ehemie, RegierungSralh Dr. Friedrich Roch leb er zum ordentlichen VrNMde deS obersten SanltätSratheS^r?«' nannt. Die l. l. Finanzdirection für Krain hat die Steuer» amtscontrolore Johann Krenn und Andreas Anton-oik zu Steuereinnehmern in der neunten RangSllasse ernannt Am 27. Juni 1874 wurde m dec t. l. Hof- und Staats-druclerci in Wien das XXXlV. S^Ücl de« Neich«gesetzbl»tte«, vorläufig blos in der deutschen Ausgabe, ausgegeben nnd versendet. Dasselbe rntlM unter Nr. 97 da» Gcsfh vom 2. Juni 187^ - wirlsam für die Marl-qrasschast Mähre» — Nbcr die vom Landtage der Mallgraf schuft MUHrrll auf Grund dcs ^ 18, Absatz 2 deö Staals grundgesetzes vom lil. December 1««7, R. G. Vl, Nr. 141, der Msichegeschgcbiing iibcrlassene Regelung der Anlegung neuer Grunolnlcher und drr inneren Tln 'ss derselben; Nr. :»^ da« Gesch vom ^. Juni 1874 - wirl' > das Her-zngtlium Odrr und N'cdercSchlesll'n - ilb.,. ^le vom Randlage dc« Hcrzoglhums Ober und N'cder schlesici, aus Grund de» ti 12, Absah 2 des StaatsgrundgesetzeS vom 21. Dezember 1867. N. G. »l. Nr. 141. der MeichSgcschgclmng ilberlassene Regelung der Anlegung neuer Grundbilcher uud der inneren Einrichtung derselben. (Wr. Zlg. Nr. 145 vom 27. Juni.) Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Die Ioulnalistik beschäftigte sich in den letzten Tagen eingehend mit der Frage, betreffend die Be-schling der erledigten Ländcrchefs stellen. Die wienlr Blätter besprechen die Ernennung deS ScclionSchtfS im sickerbaummlslerium, Freiheirn von Pos singer, zum Statthalter in Mähren fast ausnahmslos in der sympathischesten Welse. Die Blätter weisen auf die Erfolge hm, welche der neuernanntt Statthalter im öffentlichen Dienste erzielt, hebt sein allseitig vctsöhnliches, verfassungsmäßiges Willen in seinen bishlriiitn amlliHen Stillungen hervor und begrüßt denselben in dem neuen »hm zugewiesenen wichtigen Wirkungskreise mit den besten Hoffnungen. Die „M ontags,Revue" w,t>mel diesem Thema ausgedehnteren Raum ln ihrer neuesten Ausgabe vom 2ü. v. M. Wir lesen dort folgende«: „Durch dle Ernennung deS bisherigen Sections-chess im Nckerbauministerium. Freiherrn o. Possinger, zum Statthalter von Mahren, ist die Serie der in der Besetzung der höchsten Landcsvrlwllllungsposten einge» trelenen Pirements nahczu abgeschlossen. Nur in Krain ist noch Ersatz für den lrefflichcn Giasen Alrxander AuerSperg zu schaffen, drr so früh einer üveraus verdienstlichen Thätigkeit für das Wohl seines engeren Heimatlandes und die Sache deS oerfassunaemüßigen Lebens in Oesterreich entrissen wurde. Die jüngsten Ernennungen haben fich im Anschluß an die Sympathien der öffentlichen Meinung vollzogen. Sowohl die Wahl des Freiherrn v. Weber zum Statthalter von Vöhmen. als jene deS Herrn o. Possinger für Mähren hat die volle Villigung und Zustimmung der Verfassung«-Partei oefunden. Gern erkennt man an, daß das Ministerium auch auf dem Oeblete der persönlichen Fragen jene Sicherheit und jenes zielbewußte Vorgehen bekundet, welche sein politisches System überhaupt charakterisieren und vielleicht als die hauptsächlichste Quelle seiner erfreulichen Etsolge betrachtet werden müssen. Dit NuSwahl kttigneler höherer illerwaltungsbeamlen kann in ihrcr Vedeutung sür dic allgemeinen Interessen nicht leicht überschätzt werden. Mehr als anderswo »erden in Oesterreich von den leitenden Persönlichkeiten außer dcr bureautratistben Qualification noch höhere politische Eigei sHaften gesordett werden müssen. Es genügt nicht, daß der Statthalter äußerlich auf bcm Voden der Verfassung stehe, er muh als ihr erster und natürlich' ster Repräsentant im Lande erscheinen. Da« ganze wie das einzelne seiner Administration muß Zeugniß dafür ablegen, doß er sich mit dem Geiste des neuen össent^ lichen Lebens in Oesterreich durchdrungen hat, daß der konstitutionelle Staatsaedal-le in ihm den berufenen Schützer und Förderer findet. Seiner Reichslreue, seinem Pflichtgefühle, seinem politischen Tacte ist anvertraut, was im einzelnen noch zu leisten ift für die allgemeine Anellennung des bestehenden Verfassungsrechles in Oesterreich. Nicht als der Verlhcidiger dlel.es Rechtes allein, als sein Propagator zugleich muß der Statthalter erscheinen, will er anders seiner »ufgabe völlig gerecht werdtn. Man hat vielfach über den sinkenden Einfluß der politischen Vehörden im Reiche geklagt. Vielleicht ganz mit Unrecht. Es war eine natürliche Eons.quenz der freiheitlichen Entwicklung, daß sie sich gegen d»e bevormundenden Tendenzen eines patriarchalisch!,'. Verwaltungs-syslems kehlte und vor allem dem Kundgebungen bureau-lratischer Sclbstl,errlichleit einen festen Damm zu ziehen bemüht war. Die unbedingte Aufrechterhaltung des be-höidlichen Ansehens und der micontrollerten Autorität von ehedem war damit nicht vereinbar. Die nallvnale Ocwcssung vollends nahm mit Erbitterung den Kampf gegen ein Veamlenthum auf, welcher ihr in erster Ulme die einheitliche Organisation des Slaaswesen«, die verhaßte Existenz der Cenlralglwalten vcllörperle. Man erinnert sich der rohen Ausfülle, mit welchen dos Oe-amtenlhum in Vöhmcn von der natlonalen Presse überhäuft wurde. Systematisch wurde die Achtung untergraben, in welcher eS beim Volte stand, mit Vewußtsetn und Absicht ihm der Voden populünn Wirken« entzogen. Mlilleton. Getrennt und verstoßen.* Roman von Ed. Wagner. Achtzehntes Kapitel. 2ln Sturm. (Fortsetzung.) Lady Barbara schwankte, sie griff mit beiden Hän-den in die leere Luft und sank bewußtlos nieder auf das nasse Stelngeröll, die Wellen umspülten ihre Füße und Kleider und der aufspritzende Schaum benetzte ihr Geficht. Ein freudiger Aufschrei der Männer brachte sie endlich zur Besinnung zurück. «Er ist gerettet. Myladyl" rlef der Hofmeister. «<5r ift gerettet!" Sie öffnete ihre Augen und sah ihren Gatten vor ihren Füßen liegen, bleich und bewußtlos. Sie beugte sich über ihn und fühlte nach seinem PulS. »Er ist nicht lodtl" rief sie freudig. ..Wir können ihn noch retten. Rasch, helft mir!" Sie befahl, ihn in sein Zimmer zu bringen und ins Vett zu legen und schickte zu einem Arzt nach Eromer. Lord Champmy hatte schwere Verletzungen erlitten; l«ln rechter Arm war gebrochen, die Schulter stark be« schädigt und er befand fich in einem Zustande gänzll-»>«r Erschöpfung. Der Arzt ordnete d,e größte Ruhe an und erklärte, daß die geringste Aufregung üble Fol« sen haben könnte. ' «er,l. «r 140 l>, Vl. Kaum hatte ftch der Arzt entfernt, als der Lord sich unruhig auf seinem Lager wandte, stöhnend vor Schmerz. Lady Barbara, welche bei ihm wachte, schien es, als ob er zu sprechen versuche. ..Was willst du, Sidney?" fragte fie, fich über ihn beugend. Der Klang ihrer weichen, liebevollen Stimme er-»eckte den Lord aus seiner Betäubung. Er öffnete die Augen und starrte fie an. „Verrätherin!" flüsterte er. ..Falsches Weib! Verlasse mich!" „O. Sidney." ..Verlasse mich! Ich kann eS nicht ertragen, dich in meiner Nähe zu haben. Deine Gegenwart würde mir den Tob bringen. Oder bist du so besorgt um meinen Tod, daß du mich nicht eine Mmule allein lassen kannst? Willst du mich durch deine Gegenwart peinigen, wenn ich zu schwach bin, mich zu vertheidigen?" Lady Vaibara taumelte zmück, als ob er ihr einen lübtlichen Schlag versetzt hätte. ,.O, Sidney!" sagte sie bittend. „Höre mich." ..Geh'!" unterbrach er fie hastig. „Ich weiß alles. Geh', und sende mir den Hofmeister." Er war so gereizt und heftig, daß ihr nichts übrig blie. als seinem Befehl zu gehorchen. Sie sandte den Hofmeister und ging ln ihr Zimmer. «ES ist wahr, daß er aufgehört hat mich zu lieben," dachte sie. „Seine Llidenschaft entspricht nicht mehr dem Uebermaß der Liebe, sondern deS Hasses. Unsere herzen find wirtlich getrennt." Indessen hatte Lord Ehampney Befehl gegeben, an Felix Warner zu telegraphieren, daß er sogleich zurück, kommen möge, und ein Bote wurde nach Norwich geschickt, um den Befehl auszuführen. Lord Champmy nannte den Namen seiner Frau nicht ein einzigesmal, und dicfe vettat während t>e« Nachmittags und abends das Krankenzimmer nicht wieder. Um zehn Uhr gab der Hofmeister, wie der Arzt befohlen, dem Patienten ein Pulver und Lord Ehampmy verfanl in einen unruhigen Schlaf. Eme Stunde spüler klopft es leise an die Thür und Lady Barbara schlich wie ein Geist herein. «Schläft Lord Champney, Rugg?" fragte fte, an der Thür stehen bleibend und aufmetlfam nach dem Bett fehend. „Ja, Mylady", erwiederte der Hofmeister, fich erhebend. ,Er hat ein Schlafpuloer bekommen und »lrd vor moigcn flüh nicht elwachen?" Sie näherte fich dem Vett und beugte fich über den Schlafenden. Dann wandle sie fich wilder zu be» Hofmeister und fagte: »Sie sehen schläfrig auS, Rugg. Sie mögen zu Vett gehen. Ich w,ll wachen, und wenn etwas pajfteren sollte, wlrde ich Sie rufen." Der Hosmeifler, erfreut üder f:ine Entlassung, entfernte ftch. Laly Barbara drlhle da« Licht etwas tiefer, sehte sich dann an das Bett des Leidenden, legte ihien Ärm um sein Haupt m,d bedeckte die bleichen Wangen mit sanften, heißen Küssen. „Mein armer Slomyl" flüsterte sie. Lord Ehampmy öffnete, als ob diese Lieblosungen seinen Schlummer durchdrängen, seine Augen un blickte in ihr strahlende« Gesicht. Aber als fte zurückfuhr, fürchtend, erkannt zu werden, schlössen ftch seine Augen wieder und sein Athem wurde ruhiger. Os war eine lange Nacht des Wachens für die stolze, verkannte und liebende Frau, welche jeden Athem-zng de« Kranken bewachte, sein Paar mit ihren Händen 1034 Kein Mittel schien verächtlich genug, um seine Anwen-dung gegen die Autorität der VehLrdc «««zuschließen. Schwerlich wäre es indeS allen diesen Bemühungen gelungen. Wurzel im Volle zu schlagen, wenn nicht andere minder bedenkliche und minder corrosive Erscheinungen hinzugetreten wären. Nicht in letzter Linie lagen die Ursachen jenes sinkenden Einfluß«« der Regierungs-argane in den Schwankungen des Systeme« selbst, in der unmittelbaren Folge eben so gewagter als widerspruchsvoller Staatsexperimente. ES tonnte nur höchst nach« theilige Folgen nach sich ziehen, wenn die unmittelbare Thätigkeit der Administration die Einheit und Consequenz «ines festen Staatswillens vtrmifsen ließ, heute im Sinne starrer Centralisationsgedanlen auftretend, morgen in der zärtlichsten Pflege dcr nationalen Sonderbestrebungen wirkend, entbehrten die Behörden ebenso des Gefühle« eigener Sicherheit, als des moralischen AnsthenS, das stetigem und logischem Wirten vorbehalten ist. Ein übergroßer Consum von regierungsfähigen Kräften war die natürliche Folge davon. Man mustere die lange Reihe deS in der einen oder der anderen Richtung „unmöglich" gewordenen Persönlichkeiten in Oesterreich, um die Ueberzeugung zu gewinnen, wie viel nützlicher, selbst werth» voller Arbeitskräfte der Staat durch seine eigene Schuld, durch die Schwankungen des RcaierungssystemeS, durch den steten Wechsel der obersten Principien zu entrathen genöthigt ist. Auf diesem Gebiete vor allem mußte den empor» wuchernden Uebelständen Einhalt gethan werden. Indem da« Ministerium «uersperg sich mit Männern seiner Wahl umgibt, stellt e« die Harmonie der Regierungsgewalten her und trägt den Gedanken der Ordnung und Disciplin auch in die Reihen der Executive. Es ist nicht zu besorgen, daß damit der Standpunkt der Gerechtig-le,t und billiger Berücksichtigung provinzieller und lo-caler Ansprüche eincm alle« beherrschenden Partelftandpunkte aufgefordert werden wird. Dafür weist die österreichische Bureaukratie, der die neu Ernannten zunächst entnommen sind, zu viel allgemeine Pflichttreue und natürliches Wohlwollen auf. Die Unparteilichkeit, der politische Tact, die staatsmännischen Eigenschaften der Herren o. Weber und Possinger wtrdcn — eincm ein-fettigen und leidenschaftlichen Parteistandpunkte beiseite gesetzt — von der öffentlichen Meinung ebensowenig in Zweifel gezogen, als ihre Thatkraft und ihre unbeugsame Verfassungstreue. Das, worauf es ankam, war vielmehr die Ueberzeugung zu wecken, daß die gegenwärtige Regierung nicht bloS eine Regierung der Doc« trinen und der verfassungstreuen Lehrmeinungen, sondern tine Regierung der praktischen Zwecke und deS wirklichen Handeln« ist. Nlcht mit Ideen aber, soodern nur durch positive Thaten wird die Autorität einer Regierung begründet. Und von welchem Standpunkte man auch unsere Verhältnisse betrachten mag, gerade die Herstellung «incr festen und unbeugsamen ReglerungS-Autorität im erhaltenden Sinne, wo es dem Schuhe der Verfassung gilt. im reformatorischen und schöpferischen Sinne, wo cs sich um dic Lösung der freiheitlichen und politischen Fragen handelt, erschien als die erste Aufgabe deS gegenwärtigen Ministeriums. Aus dem czechischen Lager bringt der „P. Lloy2" nua)ftlh.nochs zugleich der Vnn« terolt der altczechischen Partei gegeben sei, von wahrhaft unschätzbarem Werthe. Wenn je das allerdings von politischer Frivolität nicht freie Wort: .Wir lünnen warten" politische Berechtigung in Anspruch nehmen dürfte, so »st dies Böhmen gegenüber der Fall. DaS Prinzip des passiven Widerstandes fordert eben seine lltzten Conferenzen." Untemchtswesen in Ungarn. Die ..Refotm" meldet: „An emeu» der nächstm Tage wirb dem ungarischen Reichstage der Bcricht deS Unlerrichtsministers über den Stand des Unterrichs- ftreichelnd und sein Gesicht mit ihren Thränen badend. Sie flüsterte ihm zu, daß sie ihn liebe, daß sie unschuldig sei an dem, was seinen Verdacht erweckt und genährt habe; sie versicherte ihm, daß sie ihm treu geblieben und ihr Herz sich niemals von ihm gewendet habe. Doch er hörte nicht«, er schlief, wenn auch unruhig. Hätte er aber ihre Worte gehört, so wahr, so inständig, er hätte sie nicht sür Heuchelei halten können; hätte er gesehen, wie sie so sorgsam über ihn wachte, er hätte nicht länger an «hrer Aufrichtigkeit zweifeln können. Endlich neigte sich die Nacht dem Ende zu und der Morgen begann zu dämmern. „Ich muß gehen," sagte sie, und wieder traten Thränen in ihre Augen. „Er wird bald erwachen und er darf mich hier nicht sehen." Sie beugte sich nochmals über ihn und küßte seine Stirn, dann wand sie sich um und zog die Glocke. Als der Hofmeister erschien, entfernte sie sich und ging in ihr Zimmer. « Lord Champney erwachte jedoch erst gegen Mittag; er befand sich den Umständen nach ganz wohl. Nachdem er eine Weile schweigend gelegen hatte, sagte er: „Rugg. wie spät ist eS?" „Ein Viertel vor zwölf. Mylord." „Und ich habe eine Bestellung zu Mittag!" sagte der Lord seufzend. Rugg. Sie müssen nach der Felsspalte gehen und Oberst Essmgham, welcher mich dort erwartet, sagen —" „Ich glaube nicht, daß er dort ist, Mylord", er-»lederte der Hofmeister, als Lord Ehampney. sich unterbrechend, schwieg. „Er war heute Morgen hier, um zu sehen, ob Sie Dcklich von Cromer zurückgekommen stien." „Er fragte?" „Ja. Mylord." »Sah ihn Lady Barbara?" Ich glaube nicht, doch kann ich eS nicht bestimmt sagen." Lord Champney sank schweigend in sein Kissen zurück. Nach einer Weile brachte Rugg ihm sein Früh« stück, welches er verzehrte und dann wieder in Nachdenken versank. Erst spät am Nachmittag erhob er sich plötzlich und fragte: „Kommt da nlcht ein Wagen? Es muß die Zelt sein, daß Mr. Warner kommt." „ES ist gerade Zeit, Mylord; aber ich höre leinen Wagen kommen und sehe auch leinen!" Lord Champmy schicn ungeduldig. „Ich hatte einen seltsamen Traum diese Nacht, Rugg", sagte er. „einen merkwürdigen Traum. Sie wachten die ganze Nacht bei mir?" „Nein. Mylord. Mylady kam und schickte mich zu Bett. Sie wachte bei Ihnen." Lord Champney stutzte. „Sollte der vermeintliche Traum am Ende gar Wirklichkeit gewesen sein?" dachte er. .Waren es Barbaras Küsse, welche ich fühlte, Barbaras Thränen, welche mein Gesicht benetzten? Unmöglich!" Er versuchte sich aller Begebenheiten zu erinnern, die ihm wie ein Traum erschienen. Er dachte an seine Gattin, die gestrigen Ereignisse vergessend und eln wohlthuender Friede kehrte in sein Herz ein und dieser gab seinem Gesicht einen welchen, sanften Ausdruck. „Ich war gestern dem Tode nahe. Rugg", sagte er. ,Ia. Mylord", erwiederte der Hofmeister. „Die arme Lady Barbara sat) ihr Boot in der Ferne, fie riej die ganze Mannfchaft de« Hause« zusammen und gieng in dem furchtbaren Sturm fclbst mit nach der Felsspalte, um sie zu erwarten. Arme Lady! Sie fah au« wie der Tod, Mylord. Sie kniete nieder und betete; dann sank sie ohnmächtig zusammen, ich dachte, sie wäre todt. Wenn Sie untergegangen wären, würde Lady Barbara gestorben sein, Myloro!" Lord Champmy sah den Hofmeister mislrauisch an. „So trauerte sie um mich?" fragte er nach kurzem Nachdenken. „Sie war der Verzweiflung nahe, Mylord." Aord Ehampmy bedeckte sein Gesicht mit beiden Händen. „Sollte sie Komödie gespiclt haben?" dachte er. ,Ist sie so heuchlerisch? Stellte sie sich nur traurig und wünschte im Herzen, daß ich zugrunde gehen sollte? Oder hat sie unter all ihren Fehlern, nach all ihren Verirrungen noch einen Funken der alten Liebe zu mir bewahrt? DaS ist «ln Geheimnis, welches ich nicht durchschauen kann. Jene Küsse diese Nacht, jene Thränen! Ich muß es wissen, ich will sie sehen!" Er richtete sich auf und sagte: ..Rugg, gehen Sie zu Lady Barbara und sagen sie ihr. ich wünschte sie zu sehen." „Ja. Mylord", sagte der Hofmeister, aufstehend. „Da lammt ein Wagen. Mr. Warner ist eS." ,So? Dann gehen Sie noch nicht zu Lady Barbara ; ich will erst mlt Mr. Warner sprechen." Er ahnte nicht, was diese Entscheidung, so gering' fügig sie auch schien, ihm losten würde. Wenige Minuten später stürzte Mr. Warner, ganz Aufregung und Besorgnis, ins Zimmer. (Fortsetzung folgt.) 5035 »e seas im Jahre 1873 vorgelegt werben. Dlese Vorlage ift, gleichwie der ähnliche Vericht des Ministeriums Über das Vorjahr in vier Hauptabschnitte getheilt. Der 1. umfaßt die Volksschulen und die Lehrerbildungsanstalten, der 2. die Mittelschulen, der .'5. die Hochschulen, im 4. werden die allgemeine Bildung fördernden Anstalten behandelt. „Reform" theilt folgende Daten aus dem Berichte mit. Die Zahl der schulpflichtigen Kinder war 1873 2.144,768; von diesen besuchten 1.379,071 wirtlich die Vchule, also «4«/^ Perzent der Schulpflichtigen; 1871 war diefeS VcrhältmS nur 5li Perzent und hat sich demnach dasselbe um 8 Perzent gebessert. Volksschulen bestanden »m Jahre 187315,24« (1871 blos 14,550). Die auf den VollSunterricht vom Staate verwendeten Äukgaben machten 1,271.752, die Ausgaben der Gemeinden und der Confefsionen 4.889,685 Gulden; auf den Volksunterricht wurden also 1873 in allem fl. li.161.437 verausgabt. In dem gcnannten Jahre bestanden 20 StaalS-und 40 confcsstonelle Anstalten zur Ausbildung von Vollsschullehrern und Lehrerinnen, die von 2097 Zög-lillgen besucht wurden. Gymnasien gab es 150 (80 Ober-, 70 Unter-gymnasten), an denen 24,707 Schüler Unterricht genos' sen und 305 Professoren lehrten. Die 32 Realschulen (14 Over-, 18 Unlercealschulen) zählten 6730 Zöglinge uno 305 Lehrer. Von höheren UnterrlchtSanstalten sind anzuführen: 4l theologische Anstalten mit 1531 Hörern und 200 Professoren; 13 RechlSalabemien mit 1925 Hörern und 88 Professoren; die beiden Universt-tiitln in Budapest und in Klaufent/urg zusammen mit 2678 Hörern und 160 Professoren; die Polytechnik mit 511 Hörern und 44 Professoren. Was die allgemeinen Kulturinstitute anbelangt, so hat das Mufeum in jeder Richtung sich gehoben und wurden seine Sammlungen in Ordnung gebracht; die Uandes-Zeichcnschule hat auffallende Fort-schritte gemacht; nußcroem wurde auch nach Maßgabe der disponiblen mattriellen Kräfte besonderes Augenmerk auf die Erhallung von Kunstdenlmälern gerichtet." Politische Uebersicht. Vaibach, 30. Juni. Das ungarische LandeSverthtidigungS« Ministerium hat, wie „Hon" meldet, an dieKomi-talSbehörden folgende Verordnung erlassen: »In solchen GlMlmden des ComitalSterrltortumS, in welchen Linien» truppen oder Honoedö ständig einquartiert sind, wird zum Zweck der Eruirung der MltlhzinSverhilltnisse die Bildung gemischter Commissionen angeordnet." Das Municipium des ptster Lonmals hat, wie »Hon" wei-ter erfährt, zu diesem Zwecke bereit« mer Commlssionen sUr den wlllhner, abvl»ylr. czegleder und albcili'lrsaer Bezirk, entsendet. Die neuen Mai-Gesetze in Preußen erbffnen bekanntlich in gewissen Fällen den katholischen Gemein« den die Möglichkeit, sich »hie Pfarrer selbst zu wühlen. Mit dlefer Bestimmung soll nun am Nlederrhein der Anfang gemacht werden. Die Landrülhe der Kreife Cleve und Rees haven mehreren Gemeinden, derer Seel-' sorger veihaftet find, zur Kenntnis gebracht, daß sie, da Prüsentationsverechltgle nicht vorhanden se,en, nun selbst zur Pfarrer wähl zu sazreilen befugt feien. Falls die Absicht vorliege, von dieser Befugms Gebrauch zu machen, so müßten wenigstens zehn selbständige, groß« jährige männliche Gtmcindeglieder einen darauf zielenden Antrag stellen, und die Landriilhe würden dann eine Verfnmmlung berufen, in welcher das Pfarramt beseht, respective für eine geeignete Stellvertretung ge» sorgt würde. In der nächsten Sitzung des preußischen Landtages wird die Reform der preuhifchen Verwaltung in den Vordergrund treten. ES ist bekannt, baß außer der bereits in der vorigen Session oorge, legten, aber nicht beralhmcn Provinzlalordnung für die liftlichen Provinzen ein Gefehentwurf über die Pro-vinzialfondS vorbereitet wird, welcher die neue Regelung der provinziellen Verwaltungsorgane durch mate< rielle Compttenzbestlmmuugen ergänzen wird. Im Anschluß an diese Gcsctze wird dann voraussichtlich auch der in kommissarischen Verathungen festgesullle wichtige Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Errichtung eines obersten VerwaltungSgerlchts und von Verwal-tungsgerichten in den westlichen Provinzen, zur Vorlage kommen, wenn auch vielleicht in veränderter Gestalt mit Aussicht auf die in Angriff genommene Reform der Verwaltungslnslitutionen in diesen Provinzen. Es ist nämlich die Absicht im Ministerium des Innern, dcm Endlage in der nächsten Session den Enlwurf einer Hemelndeordnung nicht nur für die Rheinprooinz "ttd Westphalen, sondern sür die westlichen Provinzen Mt Entwürfen einer Kreis« und Provinzlalordnung vorzulegen. Durch diese Vorlagen ist als» °«nn die Voraussetzung erfüllt, unter der die Reform °" höheren Verwallungsinstanzen (Regierungen) in An-s"N genommen werden kann. , ^^Nationalversammlung in Versa il-^" ^nehlni^z in zweiter Verathung den Gefthenlwurf, »e azer ^ ^ ^ Entschädigung derjenigen Perfonen «zleht, die gelegentlich der von den Truppen zum ßwecke der nationalen Vertheidigung bewirkten Zerftorungsarbel-ten Nachtheile erlitten. Der französische Kriegsminister hatte sich sür den Entwurf ausgesprochen. ~ Die Vudget« Eommlsston verwarf mit 14 gegen 8 Stimmen die Vor« lagen MagneS über die neuen Steuern. Ueber die Herabminderung der an die Ganl zu zahlenden Amor« tisierungSsumme auf 150 Millionen ist die Commission noch nicht schlüssig geworden — Der Mlnisterrath sehte definitiv die Wahl der Generalrälhc für den ersten Sonnlag im Monate August fest. — DieNssembl6e wird sich am 1. Juli vertagen und wird ami. Dezem-ber einberufen. - Mac Mahon äußerte solgendeS: „Ich «erde niemanden einen Tag mciner sieben Jahre als Präsident der Republik abtreten. Ich will weder Slabhouder noch Generallieutenant sein. Die Kammer mag conslituitren, bleiben oder sich auflosen, ich behaupte meinen Platz. Man klagt mich an, die Bonapartisten zu begünstigen; Frankreich ist zu verstandig, um zum Kaiserreich zurückzukehren." Italien soll bekanntlich ein neues Papiergeld erhalten; das betreffende Gesetz ift angenommen und bereits sanktioniert, aber das Papiergeld ist nicht fertig und daher hat einstwellen das circulierende einen neuen Namen erhallen. Wie nun „II Solo" erfährt, haven die sechs Consortialbanlen, welche das neue Papiergeld auszugeben haven, einen concrelen Vorschlag über die schnellste und zweckmäßigste Art der Anfertigung von einer Milliarde Lire Papiergeld zu machen. ! Zehntausend Carlisten unter Don Alfonso wurden bei Cheloa von 5000 Republikanern geschlagen. Zwi» schen Concha und Dorregaray wurde eine Convention betreffs Wiedereröffnung des Eisenbahnverkehres mit Frankreich abgeschlossen. — Nordspanischen Verichten zufolge wird der Infant Don Alfonso verfolgt und sind neuerdings vier carlistifche Vanoen in den Vergen von Monolle geschlagen worden. Der neugewählte Präsident der argentinischen Republik, Dr. Nvellaneda, wird, sobald er seine Stelle angetreten, die Regierung in folgender Weise bilden: Dr. Mariano Acosta, Vicepriisident der Republik; Dr. Adolf «lsina. Gouverneur der Hauptstadt; «egoyen, Inneres; Roca, Krieg; Sala, Finanzen; Olivers, Unterricht; Sarmiento, Vertreter der Rlpublll bei den Vereinigten Staaten; Galcia wird an den französischen, Alocar an den englischen Posten entsendet werden. Zu den consessionellen Gejetzen. Die „Grazer Tagespost" brachte vor kurzem die Nachricht, daß die zwei sleielmäitljchen Fürst bisch öfe der steiermülllschcn Slallyallerel ihre Uuter>verfung unter die confesslonellcn Gcsche angezeigt haben. Fürstbischof Sllplschnegg stellt im ..Vaterland" die Richtigkeit obiger Mittheilung in Abrede. Der wiener Correspondent der „Vohemla" schreibt über diesen Fall: „Die vom Vischofe Slepifchnegg abgegebene Erklärung kann nicht überraschen, kann aber auch zu keinen Schlüssen aus die künftige Hallung des EplftopalS Anlaß bieten. Der ursprünglichen Form der in Oraz lancierten Meldung, nach welcher die zwei Vlschöfe Stcicrmall« schriftlich ihre Unterwerfung unter d»e kirchcngesetze angekündigt halten, mußte im Interesse der neuen con-fesslvnellen Gesetzgebung selbst ein solches Dementi fol< gen, denn wie das „Vaterland" selbst hervorhob, Witte eine solche Erklärung nur denkbar als Antwort auf eine vorhergegangene Anfrage der Regierung und einen solchen Schrllt wollte nicht einmal das feudale Organ der Regierung zumulhen. Ift eine folche Voraussetzung sinn» los, dann gestaltet sich jene Meldung geradeaus zu einer die Loyalität des Eplflopals verdächtigenden Insinuation, als würde derselbe es jür nothwendig erachten, seme Unterwerfung umer irgend ein Slaatsgefctz m emer besonders feierlichen Form zu verkünden, wo die Unterordnung unter das Gefetz doch selbstverständlich und in diesem auch mit den entsprechenden gefehlten Formen oorhergesehen ist. Es bllcbe somit nur noch d,e Annahme, der genannte Vischof habe mit seiner Erklärung direct gegen die Gesetze demonstrieren wollen, eine An« nähme, bei der man angesichts femes „Eingesendet" ber Logik große Gewalt anthun müßte. Die Gefchichte des Kampfes zwifchen Staat«- und Klrchengewall feil 1867, ja überhaupt die Geschichte dieses Kampfes kennt lcme l directe und formelle Anerkennung der Staatsgewalt von dieser Seite, wohl aber eine stillschweigende Unterordnung unter die geschaffenen Thatsachen, und mehr als einen mit Erfolg unternommenen und auf der ganze« Lmie durchgeführten Schritt, sich in die neue Ordnung der Dinge einzufügen. Inwiefern die Erklärung deS laoanler Vischofs diese Bedeutung hat, muh die nächste Zukunft lehren, für heute sei nur constallert. daß die bald einen Monat in Wirksamkeit stehenden Gesetze blS heute auf leinen Widerstand gestoßen sind." Hagesnemgkeiten. — («vm Allerhöchsten Hofe.) Se. Majestät der Kaiser werden, wie „P. Ll." erfährt, im September nach Arab kommen. Die „N. T. Zig." bemerkt, daß Seme Majestät sich am 23., 24. und 2b. September dort aufhallen und von Sr. l. Hoheit dem Herrn Erzherzog Al- brecht begleitet sein werde. — Ve. l. Hoheit Großfürst Vonftanlin Nilvlajewitsch und Suite sind a» 27. v. M. nachmittags 3 Uhr bO Minuten mit Separat' zug i« wiener Nordbahnhose eingetrofsen und mit allen eine» höchsten Gaste entsprechenden Ehren empfangen worden. — (Truppenübungen.) Vei Karlstadt in Kroatien wirb eine größere Truppenconcentriernng der l. l. Armee stattfinden An den Wafsenubungen der gemeinsamen Armee werden über allerhöchsten Wunsch auch vier Bataillone honved'Infanteri-, zwei Escadronen honved.Eavllle.rie und eine Mitrallleusen Abtheilung lheilnehmen, und zwar in der Zeit vom 16. bis zum 30. September l. I., woselbst auch Se. Maj. der Kaiser. Erzherzog Albrecht und Erzherzog Joseph, letzterer als Obercowmanbant der honvedS. dort erwartet werden. — (Paß Maßregel.) Der Verwaltungsrath de« öfterr.'unqarischen Lloyd giebt bekannt, daß die Reisenden, welche auf den Schissen der Gesellschaft nach Griechenland zu reisen gedenken, sich mit regelmäßigen Pässen, welche das Visum des Consulates tragen, versehen sollen; den Reisenden, welche mit solchen Pässen nicht versehen wären, würden die Behörden in den dortigen Häfen die Ausschiffung nicht gestallen. — (Pest) Die „Triefter Zeitung" meldet, daß laut eineS vom österleichisch-ungarifchen Consulate in Malta eingelangten Telegramms in Merdi, im Gebiete von Ven« ghasi (Tripolis), die Pest «il Veulen ausgebrochen ift. Die Seebehüroen von Trieft und Fiume haben aus diese« Anlasse sofort Conlumazmaßregeln gegen alle Provenienzen aus den Regentschaften Tripolis und Tunis angeordnet. — (Aus den Bädern.) In Naben sind bis 20. v. M. 3715, in Vöslau 1371. in Gmunden 343, in Ischl bis 23. v. M. 1011, in Auffee 386, in Hall 586, in Gleichenbera. 1060, in Wildbad.Gaftein 639. in i'uhat-schowih 339, in Teplih-Schönau bis 25. v. M. 4715, in Marienbao 3604, in Wartenberg 148 «no in Trentschin-Töplih 647 Eurgäfte eingetroffen. — (Die Nischofconfereuz) in Fuloa wurde am 26. v. M. geschlossen. Die Redaction des gemein-fchaflllchen Hirtenbriefes wurde nicht dem padelborner, sondern dem ermelander Bischof Übertragen. Man will daraus auf eine mehr versöhnliche Richtung der Konferenzen . schließen. Locales. Predil-Lack. Das in tritster handestreisen geachtete Blatt „II. Tergefieo" lritt in einem dem wichtigen Transitohanbel nach der Schweiz und Deutschland gewidmeten Artikel fllr die Herstellung der lack er Bahnlinie recht wacker ein. Das genannte handelsblatt fagl: „DaS dringende Bedurfnis Triefis ift, eine gänzlich unabhängige Nahn zu erhallen, welche uns mit unseren Provinzen verbinde, um diese mit den von uns eingeführten Artikeln zu verfeheu und sie auch, indem man ihnen einen geeigneten Slapel-plah fUr ihre Bandes» und Industrieproducte verschafft, zu bereichern. Die Predilisten Lack'Launsdorf llirzer aber kostspieliger als die Prebttbahn sei, unl» daß die Linie Trieft-Lack.Tarvis nur um 6 Meilen länger ist. Allein wenn man berUckstchligt, baß die Linie Trieft-Lack mit Einschluß des Hafens aus Basis offlcieller Dalen 7.975.982 st. weniger toftet als die Prebil, das erstere blos eme Maxlmalhöhe von 760 Metres gegen 964 der Prcdll zu überwinden hätte, daß sie blos 14 MelrcS Gefalle von 1:40 gegen 31 bei der Preoil hat, feiner daß uns die Lackerbahn einen prachivollen und sicheren Hafen und eine Erweiterung der Slabt verschaffen WUrde, daß sie ungefähr um drei Jahre früher fertig und in strategischer Hinsicht unschätzbar wäre, daß sie bevöllerle Gegenden durch» laufen wurde, die auch sUr den !t/ocalbellieb nutzbar gemacht werden könnten, daß außerdem, daß sie den Slaat vom beständigen jährlichen Passivum von clrca 4 Millionen für die Garantie der ganzen RudolsSbahn entheben möchte, sie denselben auch besondeiS von der Million befreien wUrde, welche die Strecke i!aibach»Tarvis jahilich absorbiert und endlich des Zweifels enthebt, die Preoilbahn bei Görz auf« hören zu sehen, — so «scheinen uns diese Vortheile mehr als Überwiegend, um die lacker Anie der Predil votzuziehen, wenn sie auch bis Taivis um 6 Meilen länger wä«. Wie wäre es denn möglich, daß diese 6 Meilen das Unternehmen nachlheilig beeinflussen könnten, wenn biefelden Mindetloften des Baues durch nutzbringenden Betrieb und durch die vielen oben angeführten Vortheile der lacker Linie reichlich eingebracht werden? Da übrigen« die fogenanlen Differentialtarife bestehen und man z. V. fur Fußoauben von hier nach Bordeaux (217 Meilen) ess. I ft. zahlt, während fUr Vuchsbaumholz nach Wien (78"" Meilen) 1 ft. 20 kr. ftlr 50 «,lo berechnet wird u. f. w., welche prallische Wichtigkeit kann man da einem unbedeulenden Dlftanzunlelschied beilegen? Diese Differentialtarife können indcß nur von unab hängigen, weil reichenden Bahnen zum Nachtheil der ande ren rivalisierenden Bahnen eingesuhrt werben und die Rudolfsbahn könnte dieselben viel leichter zur Loncurrenz der Südbahn und zum Nutzen des handele einfuhren, und zwar durch eine willlich unabhängige und billige Linie bis hierher, wie die Trleft'Lack'tarvis, obfchon dieselbe um 6 Meilen länger wäre, als durch eine kostspielige, schwel 1036 zu bauende, wie die Linie Predil-Tarvi«, welche außerdem bis jetzt nur bis nach Görz und nicht bis hierher projec» tie« ist. Sollte es möglich sein, den Verkehr mit Deutschland und der Schweiz, sei es über den Brenner, Über die Tauein oder andere Gebirgspässe an uns zu ziehen, so wird es immer wahrscheinlicher sein, denselben durch eine sowohl in ihrer Anlage als in ihrem Velrieb bls Villach weniger kostspieligen Linie zu erlangen." — (Der Herr t. l. Hofrath Fllrst Mett er, nich) trifft bereit« Anstalten znr Abreise noch Linz und Übergab gestern die Leitung der l. l. Landesregierung für Krain dem Herrn t. t. Regierungsrathe Ritter v. Roth. — (Der Weltpriefter Hcrr Josef Turl), Seelsorger im husigen Landes» Civilspitale, ist gestern nach kurzem, jedoch schmerzhaften Krankenlager gestorben. Mit ihm schied einer der humansten und eifrigsten Priester aus dem Leben. Während seiner neunzehnjährigen Spitalseel« sorge tam er mit leinem der Spitalsärzte in Collision; den Kranlen war er stels ein theilnehmender Freund, den «rmen eln edler Wohlthäter. Obgleich mit Reichthümern nicht gesegnet, testierte der hochwürdige Herr dennoch für die Reconvalescenten im hiesigen Civilspitale den namhaften Betrag von 200 fl. Herr Josef Turk gab den Impuls znr Erbauung des schönen Thurme« an der Spilalslirche, zur Herstellung eines massiven geräumigen Chores und zur Aufstellung einer neuen guten Orgel, er trug sein Schärflein in ausgiebigem Maße bei. Durch diese drei Objecte setzte er sich selbst das schönste Dentmal. Ruhe und Friede seiner Ujche! — (Zur Aufklärung.) In einigen regierungsfeindlichen Hlätleln fand die Noliz Aufnahme, daß ein angeblich in drückender Nolhlage sich befindender Glundbesitzer in Un» terlrain, welcher im Jahre 1873 durch Elemenlarereigmsse großen Schaden erlitten haben will, von der gemischten Commission von der Belheilung aus der Reichsaushilfe per 30,000 fl. au« dem Grunde ausgeschlossen wurde, weil er gelegemlich der letzten RelchSralhswahlen seine Stimme nicht für einen liberalen, sondern nationalen Kandidaten abgegeden hat. Wir erfahr«« aus sicherer Quelle, daß der trwäynle Glundbesitzer, derzeit Gemeindevorstanosmilglied, in den gemcindeämllichen Antrag der zu betheilenden Anfassen sich selbst aufgenommen hat und von der Commission von der Betheilung deshalb ausgeschlossen wurde, weil er bekanntermaßen ein Vermögen von 20,000 fl. blsitzt und mit Rucksicht auf diese Verhältnisse «men Anspruch auf Äeichshllfe nicht erheben sollte. — (Gustav-Adolf-Verein.) Die Haupt« Versammlung des südüsterreichlschen Zweige« dieser Stiftung fand vorgestern in der hiesigen evangelischen Kirche unter dem Vvlsitze des Pfarrers Dr. Vuschdect au« Trieft statt. Nachmittags vereinigte ein heiteres Mahl die srem. den Deputieren, die Mitglieder des Kirchenvoistandes und mehrere Gemeindeglieder in der Casinorestauralion. — (Fleischtarif pro Juli.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochfen lostet 30 kr., mittlere Sorte 26 kr., geringste Sorte 22 kr.; von Kühen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 27, 23 und resp. 19 kr. — (Eine neue Telegraphenstation) mit be« fchränliem Tagdienste wurde am 28. v. M. in Nassenfuß «richtet. — (Unglückssall.) Am 2b. v. M. fiel da« 18 Monate alle Kind Maria Ionle in Mosel, Vezirt Tottschee, in die bei« Hause Nr. 10 befindliche Pfütze und ertrank. Die Eltern des verunglückten Kindes werden sich vor den Schranken des Gerichtes wegen vernachlässigter Aussicht zu verantworten haben. ' — (Für Touristen.) Am 28. Juni wurde nach Bericht der grazer „Tagespost" das Touriftenhaus auf der Koralpe, obwohl die feierliche Eröffnung erst am 15. und 16. August d. I. stattfindet, dem allgemeinen Verlthie übergeben. Ter Bau und die innere Einlheilung des Gebäudes ist ein ungemein zweckmäßiger; die Einrichtung allen Anforderungen entsprechend. Tie Restauration, verbunden mit einem Tabalverschleiß, wurde einem tüchtigen reellen Manne übertragen, der für ausgezeichnete Spei- sen und Getränk zu sorgen verspricht. Der Tarif rllcksichl-lich der UebernachtungsgedUhreu, sowie der Speisen und Getränke wurde zwischen dem HlpenhauscomiV! und dem Pächter festgesetzt und befindet sich zur Einsicht im Touri-ftenhause, so daß das Publicum vor jeder Uebervorlheilung gesichelt ist. Die Preise sind äußerst niedrig gehallen und lostet z. B. ein Bett im Ballonzimmer 60 kr., in den anderen Zimmern 40 kr., eine Portion Kaffee oder Thee 20 lr.. ein Seitel Schilchcr oder weißer Wein 2(1 lr., eine Portion Rindfleisch oder Schinken 40 lr., «lnc Portion Braten 50 lr. :c. — (Neamtenstellent und NrbeitsUe».-mittlungsanstalt.) Der erste allgemeine Beamten« verein der öfterr.-ungar. Monarchie hat in Verfolgung seiner auf Förderung der Interessen des Beamtcnstandes gerichteten Bestrebungen unter Mitwirkung des Vorschuß-ConsorliumS der wieuer Banlbeamten eine Stellet,- und Urbeitvermltt-lungsanstalt in Wien errichtet. Zweck der Anstalt ist die Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage zur Erlangung fixer Anstellungen oder zeitweiliger Arbeitsverdienste in den von Beamten aller Kategorien versehenen Beschäftigungen. Die Leitung und Ueberwachung der Anstalt ist cinem Co-mi<6 übertragen, welches auS acht vom Verwallungsralhe des Beamtenvereines gewählten Vcrcinsmitgliedcrn besteht. Das leitende Comilö wird nicht nur einerseits mit streng« fter Gewissenhaftigkeit die einlangenden Gefuche prüfen und sich die genauesten Auskünfte über jeden Bewerber verschaffen, bevor es die Empfehlung des letzteren beschließt, son-oern auch andererseits mit collegialer Theilnahme bestrebt sein, nach Kräften das Ansuchen jedes empfehlenswerlhen Candidaten möglichst rasch zu fördern. — (Bei Inseraten), namentlich für Aufgeber kleiner aber oftmaliger Annoncen, ist eine wesentliche Er« leichlerung eingetreten. Von heute angefangen wird bei Zeitungsannoncen leine Gebühr mehr an das Aerar zu entrichten sein. Diese Gebühr halle bisher das Inserlwesen bei uns schwer bedrückt. Für jede Annonce, gleichviel ob groß oder Nein, mußten 30 lr. an den Staat abgeliefert werden; fo oftmal jemand eine folche Annonce einiücken ließ, so oflmal mutzle er auch diese Gebuhr von 30 Kieu» zern entrichten. Bei großen, umfangreichen Anlündigungen, deren Iuserllonslosten mehrere Gulden betragen, machle dieser Zuschlag von 30 Kreuzern zwar wenig Unterschied, aber eine um so drückendere Last war er für lleine Inserate. Er machte dieselben beinahe zur Unmöglichleit. Wenn man die „Kölnische Zeitung", d»e „Schlesische Zeitung", die berliner Blätter w die Hand nimmt, so findet man oft ganze Spalten voll winzig tleiner Inserate von einer, höchsten« zwei Zeilen ^änge. Ein Dienstmädchen wird gesucht; ein Diener sucht einen Dienst; eine Wohnung wird angetragen; lurz, tausenderlei ähnlicher Annoncen lönnen in einer oder zwei Zeilen abgethan sein uud erfüllen ihren Zweck. Bei uns waren si: bisher durch die Steuer gehemmt. Wenn das Inserat als solches auch nur 10 Kreuzer kostete, der Inserent mußte 40 Kreuzer zahlen; das mußte die In-ferlionslust lahmen. Durch den nunmehrigen Wegfall der Inferatenfteuer wird es nunmehr auch dem Aermeren ermöglicht, sein Anliegen um einen billigen Preis in die Oeffentllchteit zu bringen. H^Nbsche Iwirnhandschuhe filr Damen und Herreu. c^Per«amcntpapier zum Olisteindilnslen bei 5o»«e T«lQz«r am Haup »platz. Allstl. Patcnt-Hlidronetten, das beste und billigste ^-^Hilfsmittel zur Vespritzung von Gärten und Anlagen (zugleich alö Hausseuersprihe verwendbar), bei 5o»«k ^»rin^er am Hauptplatz. Ausweis über den Stand der Vlatternepidemie in Laibach vom 10. bis inclusive 23. Juni 1874. Vom letzten Ausweife sind in Behandlung verblieben 5 Kranke, feither sind zugewachsen 6, genesen 6, gestorben 2 Kinder, in Behandlung verblieben 3. Seil Beginn der Epidemie sind 454 Nlallernerlran« lungen amtlich gemeldet worden, von diesen sind 368 ge« nesen und 83 gestorben. I« landschaftl. Fillalspitale sind am 9. d. 9 Kranke in Behandlung verblieben, feither sind zugewachsen «, genesen 2, gestorben I, in Behandlung verblieben 14. Stadtmagistral Laibach, am 24. Juni 1874. Neueste Höjs (Original-Telegramme der „Laibacker Zeitung.") Pest, »<>. Juni. DaS QberhanS nahm bei Verhandlung deö Notariats<,csetzeS die Vestimmuug an, zufolge welcher Notariatsurkunden ausschließlich in ungarischer Sprache abzufassen sind. - Giner Meldung des „Pester vloyd < zufolge ist die Vertagung der <5ivil« ehe auf die Absicht der ungarischen Negic rung zurückzuführen, diesbezüglich (Gleichförmigkeit in den beiderseitigen Gesetzgebungen herbeizuführen. Posen, 3tt. Juni Die Regierung sperrte den Gehalt des Weihbischofs Ianiszcwbki. Bayonne, »<> Juni Die Negieruugo-rrnppen, am Donnerstag nnd Freitag siegreich, wurden HamStag bei Erstürmung der Höhen von Gstella in Unordnung znrückgc» worsen. Ihr Verlust wird auf 4«»««> Mann geschätzt. Madrid. .««.Juni. Artillerie und Va gage der Regierungstruppen blieben intact; deren Verlust beträgt »»<> Mann. Die Regierung errichtet Ooncha ein Monument. Don Alfons, Bruder Don <5arlo5', ist am Arme verwundet. «telegraphischer Welyjklcurs vom 3). Juni. PaVill'.RtUte 69 40. — Gnvlr.Rtlitr 74-75. — lUkj^ Flalltt-Nnleheu 110—. . - «ant-Uctien 993, — «lrcdlt.Actim 219-75. - i!°nd°u 111 60. — Gillcr 105 ?tt. - ss. l. Milm.^'u. c»tm. — ?tavo!ic„<,d'!,i 892 ' Wien. 30.Iuni. 2 Uhr. Schlußcoulse: «iredit 213-75, Anglo 140 — , Umon 99'-, Francobaul 53 b0, Hanbelsbanl bii 25, Veremebaul 0 75), Hypoihelarrculeubanl I4-—. allgemmic Ballgesellschaft 57-75, Wiener Bauliani «6 50, Umoichanl ü9 —. Wechslcrbaubllnl 14 -, Brigitlcunuer 17 5)0. Slaatsbahu A24 50 Lombarden 140—, Eommuuallosc —. Still. ' Angekommene Fremde. «m W. Illlli. ","^' ^" AV««N. Müller. Reisender, Wien. - Fa blau^', Lehrer, Vuila. — Harwiy, Rcis.. und Dr. Schrader «erlln. — Graf Thurn, Gutsbesitzer, Viadmannsdorf. — Nolli' Spcnylermrlster, Eilli. »«,»«« «l««'»n». Varon Arauycany, Carlstadt. - - Fnbriutti Dr. «utjchel, Thaler Wollmann und Stettncr, Kaufleute Kosn Geschäftsmann, Cernigoj, l. l. Fmcmzwachconcipiem randt^rr nnd Lafsner, sammt Frauen, Trieft. — v. Orel lltiiic -Maier, itlaczenfurt. — Schroll. Pfarrer, Gürz. — Dr .s>,nl mann nnd Dr. Kolotscheq, Pfarrer, Marburg, - Doilenz Wippach. — Ialowil;, Kfm., Neichcuberg. »<»t«« ««>>«,»». Arlo, Ac,ra>»^ — Uernays sammt Frau, Hamburg. — Presener und Drolz, Treffen. — llutzer Oraz »»«r«««!!»»e5 >»«,«'. Premerstmi, Idria. - v. MertenS Wien, , ' "3Nn. -""a"^"""' ^jao. Nlli. - Masel, ^Sa'v"""""' ^""^ Suderschiz. - Wießlcr, Kaufmann, '""'»'?"- Stntar, Geschäftsmann, St. Martin. - Gvail, Se„cnberg . Maria (tzubcl, Planina. - Prieger sammt Frau, Petlau. - Giivarctz. Trieft " ' 6U.Mg.; 784« , Is 15.5 wllldstlll Ziemlich b^!vl ' .'l0. 2 « N. 73«,«« ^25,. W. s, schwach f. ganz heitrr 0u<> 10.. Ab. 738.«! 4-1!'.» W. s. schwach heiter , Morgen« llare i,'uft, in Norden und Wcsicu heiler, sonniar«. Tag, schüner Abcud. mondhell. Das Tagesmittel der Wärme um 0 !>" ttber dem ^lormale. «>»lmr »llaniNiartlicher zitcdaclnn: ^ünaz v^Klt,!lMahl. " iN.^sol»o»«i<4^<- Wien, 27. Juni Das Geschäft bewegte sich in cugeu Grenzeu, ohne d°ß durch diese Einschräulung die Stimmung gelitten hätte. Im Oeaentheile waren Silber«»«, -Ov^f».v^zN > . . 7525 7575 »«mau.«eanUmmg«.L«l: . . . !>6 70 86 90 Uue- «ismb»hu.»nl. .... 9550 86- Uug. Prilmien.Nnl..... 8^75 81- Wuner «ommnn«!.»nlthm . . ^b60 d580 «eti«, »»» »«»f<«. «tlb Ware «n«lo.««l . i.....1U87ö 139 — Vanlvtrein ,...... 81-. 83 — Vabtn«tb!t«ch«tt ' . . < . — — — — «redllulfictt . , i , , ' «i17b 222 - Held Nüil Ereditanstalt, ungar..... l55l)0 156-— Depositenbank...... 130 - 181 - 259 -> 260 — Donau.D»mpfschiff..«tstllsch«»ft 52?-- 529- Llisabllh.Weftbahn.....209 2<)9 50 «lisllbelh.Vahn (i.'wz.«udwliler Streck«) . . . . . . . --- -- Ftrl>!nand»,««rbb«»hn . . . 2100 - 2105 - srutlz»I«,ltph,»»tzn.....2C3- 203 50 Lnub..«,Ml..I«ffy.V»tzn. . .144-145- Koi,b.«efllllch.......470— 4?1 - ^r..^ ^«l^lj»^«. ^ , . 19225 182 75 Held Won N,idolf««Vllhn.....15950 160 — Slaatsbllhu......326— 326 — Gildbahn........140- 14050 Thelß.Vahu.......235 — 235-50 Unzarischt Norboftbal,» . . . 119 HO 120 50 Ungarische Oßbahu . . . 5ii - 52 50 tr»«w«tz.Veflllsch......149 . 151 - V«u<»eseUsch«fte». Allg. österr. VangtstUschaft . . 8050 61 — Nienir Vangestllschaft.... 68 25 69 — Pf«n>bvt,f,. «llge^. ößerr. V°den«tbit . . 95 — 95 50 dt«. in 38 Iahn» 84— 8450 Natloualbaui ö. V.....9160 917b Un«. «obwerlUt.....8b— 85 2^ «llisal>tth-V. 1. «m. . . . . 93 50 94 - Ferd..N°rdb. G......10490 10510 »ran,.Ioltp^V......102 75 103- «al. «arl,LndU,ig.V., 1. «m. . 108 - 108 50 Vtfterr. ««rbn,est,V. . . . . 972t» »750 «ievtnitkltl ... 7975 80. M,z,l«^n . , . . 13850 'äl,- Südbuhn k 3'/......10« 75 109 — ^ 0'/......95-70 9s. 90 Gildbahn, B«u2.....22450 225 — Ung. Vftbnhn ...... K7.„. ^25 Vriv»tf,ft. l"."«^' ' ' i . . . .159 50 160^ Wechsßl, «ull'bma....... . 93.45 9370 F"°?furt........<)3s,g 93.75 v°uünr»........54.7.) ^,^.) ^„^j^ .....' ^tl^ III H0 ^"""......: : . 4415 4420 »X . ^ltld Ware Vuea en . . .5 st. 80 rc. 5 ft 82 ll Prenß. ilassenscheint 1 I 65 ^ 1 ^b?!