Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung Uel. Nr. 2670). Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva U ica 4. Manuskripte werden nicht returmert. — Anfragen Rückporto beilegen. Inseraten- u. Abonnements-Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung)» Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Bin, zustellen 24 Bin, durch Post monatL 23 Bin, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1*50 und 2 Bin. Preis Oil? T5Ö Mariborer Türkischer Ministerbesuch Ministerpräsident J s m et J n e n i ‘-ub Außenimnister R u schd i A r a 5, beiden langjährigen Mitarbeiter des ghasi Keniat Atalürk, sind in Beograd mit ueit gleichen Gefühlen aufrichtiger Herzlichst empfangen worden, wie sie in Istanbul "nb Ankara dem heutigen erfolgreichen Regierungschef und Außenminister Jugoslawiens zuteil geworden sind. Wir wissen Italien bereit, Freiwilligen-Vroblem zu diskutieren Verschlimmerung der GesamMge im spanischen Bürgerkrieg für General Franco Die Rationalisten beschießen Madrid / Francos angeblicher Hilferuf an Mussolini Bezjate geht es herrlich zu, Jort hahen die Treffer Rendez-vous! äwnr nicht, ob bei dieser Gelegenheit irgend solche konkrete Vereinbarungen geschaffen werden oder überhaupt projeziert waren, j%r ist, daß die Erwiderung des feinerzei-sistn Besuches des jugoslawischen Regie-wfngSchefs in Ankara durch den Premier er der neuen Türkei dazu geschafsei . die friedlichen Beziehungen zwischen In ^Ilmvien und der Türkei aus. eine solide Endlage zu stellen. .'Sei genauer Betrachtung der Dinge er-|6t es sich zunächst, daß Jugoslawien und ,.W Türkei in einer gewissen Hinsicht iden-y.;b sind. Jugoslawien ist in Europa, die (Tl^ci in Kleinasien der eigentliche Haupt« ^ger der BaMammion. Griechenland und .'siinönum spielen in der Balkan-Union , wn infolge ihrer gcopolitischen Lage eine ^Pitrangigc Rolle, so nützlich ihre Mitar-JR am allgemeinen Fricdenswerk in diesem ^.aUmc auch sein mag. Italiens Werben uin 'c„ Gunst der Türkei, die sich von Sowjet-^ Kands Einflüssen emanzipiert hat, ist ein ^Rlicher Beweis für diese Behauptung, der JW'’ sonst hinzu,zufügen ist als der Hin« auf den Adriapakt. u'-n den Besprechungen, die gestern z-wi-yfst.Dv. Stojadinovie und Jsmet Jneni j-,*16 Ruschdi Aras stattgefunden haben, ^ .die Probleme der allgemeinen Baltan-yw'äfizierung ebenso behandelt worden wie "^gemeine Lage, doch dürften unseren .^.Mens die Mittelmeerfragen hiebei den ilm • 1 Raum eingenommen haben. Fugo-(t‘l!.v,'tctt wie auch die Türkei sind im Hinblick I5. die Mittelmeerrivaliläten zwischen Eng ^ und Italien die beiden auSschlaggoben-„ * Faktoren. Soll im Mittelmeer, welches tz W Mussolini ein Wasserweg sowohl für als auch für Italien darstellt, der P!"be anfrechtcrhalten werden, so ist die ^Pllnmung auch Jugoslawiens und der Sw ’ unbedingt erforderlich. Dieser Besuch hg. wber auch sonst den Beweis erbracht, bte von Dr. Stosadinovid inaugurierte Aolitit Jugoslawiens, die Frieden tj. ) allen Seiten hin bedeutet, auf dem rich ist. Der türkische Ministerbesuch ■§tJ Jugoslawien mit Genugtuung und gu 3 erfüllen, bildet er doch die Bekräfti-ba^ sogar Völker, die in längst ver-hc ,?c.Rcr Zeit Erzfeinde waren, sich die Hän können zum gegenseitigen Wohle Bif die Erhaltung des allgemeinen as. P a r i s, 13. April. Die Offensive der republikanischen Truppen hat im Lager des Generals Franco nicht geringe Beunruhigung ausgelöst, und zwar umso mehr, als alle bisherigen Erfolge der Na fionalisten in Frage gestellt erscheinen. General Franco hat sich aus diesem Grunde genötigt gesehen, alle verfügbaren Reserven an die Madrider Front zu werfen und für diesen Zweck auch neue Transporte aus Spaniscli-Marokko heranbringen zu lassen. Im Laufe des gestri gen Tages sind die Nationalisten an der Madrider Front an verschiedenen Abschnitten zum Gegenangriff übergegangen, doch wurden sie überall blutig zurückgeschlagen. Diese Tatsachen haben im Lager der Nationalisten große Bestürzung ausgelöst. Es mehren sich die Nachrichten über Meutereien im nationalen Lager. So meuterte in Sevilla eine Marschkompagnie, die an die Front hätte abgehen sollen. Die Soldaten wurden mit Waffengewalt gezwungen, die Last kraftwagen zu besteigen, die sie dann an die Front brachten. Wie verlautet soll General Franco auch eigene Abteilungen an den Frontabschnitten aufgestellt ha- ben, die den Befehl erhielten, jeden Mann niederzuschießen, der es wagen würde, zurückzulaufen. Aus diesem Grun de seien auch die Verluste der Nationalisten in den letzten Tagen so groß gewesen. Nach neuesten Meldungen hat General Franco nun an Mussolini einen besonderen Kurier mit dem Ersuchen um ausgiebige Waffenhilfe entsendet. Vor allem fordert Franco Italiens Protest gegen die Einmischung Frankreichs und Sowjetrußlands. Franco behauptet, daß er Madrid schon längst eingenommen hätte, wenn diese beiden Staaten ihre Hilfe für die Valencia-Regierung nicht so ergiebig gebracht hätten. Madrid, 13. April. Madrid wird seit gestern von den nationalistischen weit-tragenden Geschützen ununterbrochen beschossen. Der hiedurch angefügte Sachschaden ist enorm. Auch Tote und Verwundete sind durch das Bombardement zu beklagen. Besonders heftig wird noch imitier um das Universitätsviertel gerungen, in welchem, wie bereits berichtet, 10.000 Nationalisten eingeschlossen sind. Da die Republikaner die Manzanares- Brücke unweit davon in die Luft gesprengt haben, sind diese Streiter Francos nun abgeschlossen. Die größten Kämpfe spielen sich auch am Garabitas und bei Avila ab. Wenn die Nationalisten auch diese Positionen verlieren sollten, wäre ihre weitere Position im Bürgerkrieg empfindlich gefährdet. London, 13. April. Wie in hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, hat die italienische Regierung ihren seinerzeitigen, von Botschafter Grandi im Londoner Nichteinmischungsausschuß manifestierten Standpunkt in der Frage der Zurückziehung der in Spanien kämpfenden Freiwilligen nunmehr abgeändert. Italien ist heute bereit, im Londoner-Nichteinmi-schungsausschuß die Frage der Zurückziehung aller Freiwilligen — gleichviel, in welchem Lager sie kämpfen — zu diskutieren. Italien hatte sich früher bekanntlich auf den Standpunkt gestellt, keinen einzigen italienischen Freiwilligen abzuberufen, solange es in Spanien andere Freiwillige gebe und überhaupt gekämnP werde. Günstige außenpolitische Cage Jugoslawiens Kampf gegen den Kommunismus und Erhöhung der Staats-deamtengehälter als Programmpuukte der Regierung Ž" lo nrich’ 13- April. Devisen. Beograd 43g aris 19.625, London 21.54, Newyork W Mailand 23.125, Berlin 176.675, 6n 81.10, Prag 15.33. Börse Beograd, 13. April. (Avala.) In einer Versammlung des Lehrerklubs der Jugoslawischen Radikalen Union hielt Forst- und Bergbauminister Gjura J a n-kovic eine Rede, in der er auf die Außenpolitik zu sprechen kam. Der Minister erklärte eingangs: »Wir können auf unsere Außenpolitik j stolz sein, denn die Interessen jugoslawi-, ens und Italiens verlangen es, daß wir in, guter Nachbarschaft leben. Es gibt nichts, I was zwischen uns Konflikte verursachen könnte. Der Weltkrieg hat die Grenzen gezogen und sie müssen auf beiden Seiten respektiert werden. Freundschaftsbündnisse, die uns früher verbanden, sind auch auf andere Staaten erweitert worden. Es gibt aber leider Menschen in diesem Lande, die uns kritisieren, weil wir den "" 'deren Frieden schirmen. Die schreiben in Denkschriften, daß die außenpolitische Lage heute die gleiche sei wie im Jahre 1914. Aber nie war die Kriegsgefahr kleiner als heute. Wahrscheinlich wollen diese Herrschaften den Krieg und deshalb ist ihnen unsere Außenpolitik schlecht genug. Das sollten sie dem Volke aufrichtig erzählen. Wir aber sind und bleiben für den Frieden und behaupten, daß die außenpolitische Lage Jugoslawiens noch nie eine so günstige war wie jetzt.« Der Münster behandelte dann die Be-zr’-'mgen zwischen der Opposition und den Kommunisten und lehnte die »kommunistische Demokratie« energisch ab. »Wir wollen keine kommunistische Demokratie. Wir werden in diesem Lande den Bolschewismus bekämpfen, in welcher Form er sich auch immer zeigen möge, denn wir haben gesehen, was der Bolschewismus aus unserem brüderlichen Rußland gemacht hat.«" Redner kam sodann auf die Durchführung des Regierungsprogrammes zu sprechen und sagte: »Wir sind erst am Anfang der Verwirklichung unseres Programmes. Zuerst mußten die dringlichsten Probleme ihrer Lösung zugeführt werden. Der Beamtenstand hat vor Jahren ein Opfer auf sich genommen, als die Gehälter erniedrigt wurden. Die Beamten haben nicht Lärm geschlagen und das Opfer ruhig auf sich genommen. Wir werden das berücksichtigen und werden die Gehälter angesichts der steigenden Lebenshaltungspreise erhöhen, den wir wollen, daß jedermann im Staate zufrieden ist. Es ist Demagogie, wenn erklärt wird, nur der Bauer, der Kaufmann oder Gewerbetreibende müsse zufrieden sein. Alle Staatsbürger müssen das Gefühl der Zufriedenheit besitzen. Das ist der Sinn aller guten Politik und ich bin überzeugt, daß alle Staatsbürger uns auf diesem Wege folgen werden.« sammenstößen mit der aufständischen Bevölkerung. Mussolini besucht Budapest Budapest, 13. April. Wie der dem Außenministerium nahe stehende »Ma-gyarorszag« berichtet, wird der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini gleich nach dem Besuch des italienischen Königspaares im Mai — gleichzeitig trifft auch Bundespräsident Miklas in Budapest ein — der ungarischen Hauptstadt einen Besuch abstatten. Ministerpräsident Mussolini hat eine diesbezügliche Zusicherung bereits einer ungarischen Frontkämpferdelegation in Rom gegeben. Der Besuch Mussolinis wie auch des italienischen Königspaares soll nach Mitteilung des Blattes die Festigung des Bundes der Romprotokollstaaten manifestieren und gleichzeitig die Besorgnisse verflüchtigen, die sich in Ungarn im Hinblick auf die wachsende Annäherung zwischen Italien und Jugoslawien gebildet haben. Englische Verstärkungen nach Waziri-stan. Ravalpindi, 13. April. Reuter berichtet: Zwei Regimenter befinden sich auf dem Marsch nach Waziristan. Die Behörden rechnen offensichtlich mit neuen Zu- Dic Frontkämpsertagung in Rom. R o in, 13. April. Die aus 14. Staaten eingetroffenen Frontkämpfer haben im Vollzugsausschuß des Internationalen Komitees ehemaliger Frontkämpfer ihre Arbeiten im Geiste herzlicher Kameradschaft beend'gt. Unter den Resolutionen, die angenommen wurden, verdient besondere Hervorhebung jen, in der dem Wunsche Ausdruck verliehen wird, daß die ehemaligen Frontkämpfer ht ihren Ländern für eine Berichtigung falscher oder tendenziöser Nachrichten beitragen sollen. die so häufig absichtlich verbreitet werden und ohne Grund zwischen den Völkern Trennung und Haß schaffen. Gedenke; der Antituberkulosen-Liga! Aussprache über Balkan- und Mittelmeerprobleme Die Beogmöer Besprechungen zwischen öem sugoslnwischen Regierungschef Dr. Gtojaöinovie und den türkischen Gtemismännern Beograd, 12. April. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der neueste Besuch des türkischen Ministerpräsidenten ! sm et I n e n i und des Außenministers Ruschdi Aras zwar als Erwiderung des seinerzeitigen Ankara-Besuches des jugoslawischen Regierungschefs und Außenministers Dr. Stojadinovič anzusehen ist, doch ist er als wichtiges Glied in der Kette der jüngsten Empfänge in der jugoslawischen Hauptstadt zu werten. In der ganzen kurzen Zeitspanne von drei Wochen ist Beograd schon zum vierten Male Schauplatz wichtiger internationaler diplomatischer Zusammenkünfte und Staatsgespräche. Der Besuch Ismet Ine-nis und Ruschdi Aras’ paßt in den Rahmen der neuen jugoslawischen Außenpolitik, die mit dem jugoslawisch-bulgarischen Freundschaftspakt ihren Anfang genommen und in dem Pakt mit Italien ihren mittleren Höhepunkt erreicht hat. Nun will es fast ein Zufall, daß gerade die Türkei und Jugoslawien daran gehen, ihre Beziehungen inerhalb der Balkan-union auszubauen. Jugoslawien und die Türkei sind die beiden stärksten Eckpfeiler der Balkanunion. Es ist deshalb selbstverständlich, daß in den Bespre-sprechungen zwischen Dr. Stojadinovič und den türkischen Staatsmännern die Balkan-Probleme und die Mittelmeerfrage, an denen beide Staaten in gleicher Weise interessiert sind, behandelt wurden. Insbesondere gilt dies für das Mittelmeerproblem, bezüglich dessen die Mitgliedstaaten — insoweit sie sich als Mittelmeerstaaten fühlen — einen einheitlichen Standpunkt beziehen sollten. Der herzliche Empfang Ismet Inenis und des Außenministers der befreundeten Türkei läßt keinen Zweifel darüber äufkommen, daß die Besprechungen zu günstigen Ergebnissen führen werden. Beograd, 12. April. Der türkische Ministerpräsident Ismet Ineni und Außenminister Ruschdi Aras begaben sich heute nach erfolgter Vormittagskonferenz gemeinsam mit dem jugoslawischen Regierungschef auf Schloß Dedinje, wo die türkischen Staatsmänner von Se. königl. Hoheit dem Prinzregenten in Audienz empfangen wurden. Nach der Audienz blieben die Minister und deren Gemahlinnen Gäste beim Mittagstisch des Prinzregenten. Unter den Gästen sah man ferner den Ministerpräsidenten Dr. Stojadinovič, den Skupschtinapräsidenten Dr. Čirič, die Minister Dr. Spaho, General Marič, Dr. Behmen, den türkischen Gesandten Ali Haidar, den jugoslawischen Gesandten in Ankara Dr. Branko Lazare- vič, den türkischen Militärattachee Major Nedschati Sezeri, den Leibadjutanten 8. M. des Königs General Hristič, Hofmarschall čolak-Antič und den Hofintendant Oberst Leko. Um 17 Uhr wurden die türkischen Staatsmänner und ihre Damen von I. M. Königin Maria in Audienz empfangen und hernach zum Tee geladen. Anwesend waren die Mitglieder der türkischen Delegation, Ministerpräsident Dr. Stojadinovič, die beiden Gesandten in Beograd und Ankara, General Hristič u. a. m. Die türkischen Staatsmänner besuchten um 18 Uhr in Begleitung des Ministerpräsidenten Dr. Stojadinovič das neue Skup schtinapalais, wo sie vom Präsidenten Čirič durch die Räumlichkeiten der Säle geleitet wurden. Ismet Ineni und Ruschdi Aras hielten sich auch im Journalistensaal auf und trugen sich in das dort auf-liegende Buch ein. Um 19 Uhr fand die zweite Aussprache zwischen den drei Ministern im Kabinett des Außenministeriums statt. Die Konferenz dauerte etwa eine Stunde. Abends gab Ministerpräsident Dr. Stojadinovič im Gardeoffiziersheim zu Ehren der türkischen Minister ein Galasouper, an welches sich ein feierlicher Empfang schloß-Ministerpräsident Dr. Stojadinovič und Ministerpräsident Ismet Ineni wechselten beim Abendessen herzliche Trinksprüche zur Bekräftigung der festgestellten Freund schaft der beiden Länder und zum Wohlergehen des Präsidenten Kemal Atatürk und 8. M. König Peter II. Aus 6er königlichen Familie ausgeschlossen Prinz Nikolaus von Rumänien, der Bruder des Königs Carol, wurde aus der königlichen Familie ausgeschlossen. — Den Grund zu diesem Entschluß bildete die Weigerung, auf seine Ehe mit Frau Dumitrescu Dohany, die man hier zusammen mit ihm sieht, zu verzichten. (Scherl-Bilderdienst-M.) Manifestation der RompwiokoN-Gtaalen? Das italienische Königspaar und Bundespräsident Miklas besuchen gemeinsam die ungarische Hauptstadt? R o m, 12. April. Nach Informationen der römischen Blätter hätte der österreichische Bundespräsident Miklas Budapest am 3. Mai besuchen und fünf Tage dortselbst verbringen sollen. In seiner Begleitung sollten Dr. Schuschnigg und Dr. Schmidt nach Budapest reisen. Diese Besuchsreise war als Erwiderung des Wiener Besuches des Reichsverwesers Horthy gedacht. Außerdem wurden seinerzeit Nachrichten darüber verbreitet, daß das italienische Königspaar Bu dapest in der zweiten Aprilhälfte besuchen würde, und zwar in Begleitung des italienischen Außenministers Graf Ciano Wie nunmehr verlautet, ist dieser letztgenannte Besuch im Hinblick auf die zeitliche Erstreckung noch nicht sicher. Das italienische Königspaar wird anfaug Mai nach Budapest reisen, so daß dieser Besuch mit dem des österreichischen Staätoberhauptes zusammen fallen würde. Durch den gemeinsamen Besuch des italienischen Königspaares und des Bundespräsidenten Miklas soll die Einheit der Romprotokollstaaten sichtbaren Ausdruck finden. japanischer Rekoröflug Von Tokio nach London 3. iönigl Hoheit Prinzessin Olga nach Paris B e o g r a b, 12. April. Um 22.50 Uhr ist I. königl. Höhest Prinzessin Olga vow Topeider-Bahnhof aus nach Paris aBgercch- Jugoslawischer Kommunist in Rußland verhaftet Z a g r ob, 12. Apvl. Wie der „Juta v it 1 i £ H st" Berichtet, ist in -Sowjetrußla^ der Bekannte kroatische Kommunist um Schriftsteller August Gcfarec verhaft und in das Staatsgefängnis Lubianka bracht worden. Cesar« wird beschuldigt, csi Trotzkist gegen das Regime Stalins gcmü’si zu haben. Mit Cesaree sollen auch aosi einige andere orthodoxe Bolschewiken aü' Jugoslawien verhaftet worden sein. Es l)all< delt sich durchwegs um Leute, die vor 3a-ren nach Sowjetrußland gegangen sind- Das japanische Flugzeug »Göttlicher Wind« landete am Freitagabend mit den Fliegern Masaaki Jinuma und Kenyi Tsu-kagosbi auf dem Londoner Flughafen Croydon. Die beiden Flieger haben die rund 16.000 Kilometer lange Strecke von Tokio nach London in der Rekordzeit von 94 Stunden und 18 Minuten zurückgelegt. Die eigentliche Flugzeit betrug nur 52 Stunden. Die Flieger überbringen die Glückwünsche des japanischen Volkes zur Königskrötiung und werden im Anschluß daran nach Deutschland kommen, Diese Aufnahme zeigt den Jubel um die Flieger nach der Landung. (Scherl-Bilderd,) Mysteriöser Kriminal fall Wien, 12. April. Ein ganz ungewöh11' lieber Kriminalfall, würdig, dem Gehk11 eines phantasiebegabten RomanschriftsR1' lers entsprungen zu sein, wurde hetisi von der Stuttgarter Polizei dem Wien61 Sicherheitsbüro mitgeteilt. Am 18. September 1936 wurden der Straße Murrhardt—Welzheim de] Rumpf einer Frauenleiche gefunden, desi Kopf und die Hände fehlten. Eine Aglst^ zierung der Toten war unmöglich. vermutete einen Mord, konnte aber “C Täter nicht finden. . Am Tage nach dem grauenhaften Fun traf bei der Polizeibehörde ein anony^W Brief aus Heilbronn ein, in dem sich Schreiber als denjenigen bezeichnet, die Leichenteile an die Fundstelle » . bracht hat, aber erklärt, kaß kein M° vorliege. Die Frau ist vielmehr am ' September in der Badewanne an sic lähmung oder infolge elektrischen Sc” ges durch ihren Massageapparat _ geS ben. Man habe aber ihren Tod nicht zeigen können, da dadurch Dinge an Tageslicht gekommen wären, die ( Triefschreiber Strafe gebracht hätten-Versuch, die Leiche ohne Zerstücke wegzuschaffen, sei undurchführbar ge■ sen, deshalb sei nur die grausame Ze ^ lung übrig geblieben. Dem Brief 10 Mark für Blumenschmuck und ^ Weisung bei, daß die Leiche cvangc 1 bestattet werden solle. ^ Am 23. September kam neuerlich ^ Brief aus Karlsruhe, dem 50 Mark ful ^ Beerdigungskosten beilagen und 3111 Oktober ein drittes Schreiben aus _ mit 80 Reichsmark für einen Gra -tge-Der Grabstein sollte nach einer *m sandten Skizze ausgeführt we .^te Rechteckiger rauher Stein, in der ^ ein Herz aus glattem Marmor unc unter die Inschrift »Grabstätte einci gep-bekannten Frau, gestorben am sin ^ tember 1936. Ruhe in Frieden.« C f£jefl> konnte bisher noch nicht erkannt wC eS weshalb man der Ansicht zuneigt, g.cg sich um eine Ausländerin handelt, dn mit dem Täter in Deutschland am 1 ___ Rechtzeitig. „Ich habe zwei Theaterkarte^ gekauft!" — „Fein, Erich, da werde t > 0-e< gleich uimzichen!" — „Tue das, ntem 6c ... . bk Vorstellung ist morsen ave MarsOali Zegorow — Shes der Tscheka Neue Welle von Verhaftungen, Zusammenstößen zwischen GPU und Rotarmee in Sowjetrußland / Der Umfang der Verschwörung gegen Stalin / Sowjetrußland vor neuen Jnnen- ereignissen ■äm Mm Jfdmd i. juraj Bedekovič gestorben. In Be- dekovčina ist auf seinem Gut der ehemalige Abgeordnete des kroatischen Sabor, Iuraj von B e d e k o v i č, gestorben. Juraj von Bedekovič gehörte dem Sabor in den Jahren 1897—1904 u. 1908—1910 an. Seit 1905 gehörte er der kroatisch-serbischen Koalition im Sabor an. 1918 zog er sich vollkommen aus dem politischen Leben zurück und widmete sich nur mehr der Bewirtschaftung seiner Besitzungen. Der Verstorbene wurde in der Familiengruft in Bedekov-čina zur letzten Kuhe bestattet. >. Die Jugoslawische Joumalistenverei- nigung wird ihre heurige Jahreshauptversammlung am 16. Mai in Palic bei Subotica abhalten. i. Der Sekretär des tschechoslowakischen Städtebundes, Jaroslav šafar, ist am 12. d. in Beograd eingetroffen, um Vorbereitungen für die Schaffung eines altslawischen Städtebundes zu treffen. i. Auch in Beograd steigen die Lebensmittelpreise. In den letzten Tagen ist auf dem Beograder Lebensmittelmgrkt ein fühlbares Anziehen der Lebensmittelpreise zu- beobachten. Die Fleischpreise sind um 1.50 Dinar per Kilogramm gestiegen. i. Das Gewerbe und die Warenhäuser. Am 12. d. fand in Beograd eine Plenarsitzung des Hauptverbandes der Gewerbevereine statt. Bei dieser Gelegenheit wurde über den Standpunkt verhandelt, der einzunehmen wäre für den Fall, daß gewisse Forderungen — insbesondere im Hinblick auf die Warenhäuser — nicht ^genommen werden sollten. Es wurde auch festgestellt, daß das Gewerbe materiell immer mehr verfällt. i. Die Zagreber Ta-Ta-Warenhausfiliale wieder geschlossen. Die Zagreber Stadthauptmannschaft hat als zuständige pewerbebehörde die Schließung der kaum geöffneten Zagreber Filiale der Heograder T a - T a - Warenhaus A. G. ^geordnet. Unter den Kaufleuten hat diese Maßnahme helle Genugtuung aus gelöst. !. Gründung eines Jagdmuseums in Zagreb. Die Zagreber Hubertusjünger haben ’m Rahmen ihrer letzten Jagdverbands-^'tzung beschlossen, in Zagreb ein Jagdheim zu erbauen, in welchem das Ver-Hnsheim, die Bibliothek und das Jagd-n,useum untergebracht werden sollen. >. Ing. Stojanovič aus der Haft entlas- Se*i. Ing. Svetozar S t o j a n o v ič, der ^Urteilte Verführer der tragisch verstorbnen Beograder Studentin Mila D i m i-1 r i j e v i č, ist aus der Haft entlassen Worden, um das appellationsgerichtliche ^erufungsurteil abzuwarten. General VI. alic und Josef Stojanovič, der Vater des ^urteilten, haben sich verpflichtet, pO.OOO Dinar zu erlegen, wenn Ing. Sto-aNovič ins Ausland flüchten würde. ’• Hotelierkongreß in Zagreb. In Zagreb ‘Nd seit Samstag Delegierte der Hotel-es*tzer aus ganz Jugoslawien versam-J°H, um ihre Standesfragen zu beraten. um neuen Obmann des neuen Hotelier-[)erbandes wurde der Zagreber Vizebür-?'ermeister Theodor Kaufmann gewählt. '• Eine Ta-Ta-Filiale in Novisad. Wie Os Novisad berichtet wird, beabsichtigt x!e Ta-Ta-Warenhaus A.-G. Beograd in ^visad eine Filiale einzurichten. Die jpofrnannschaft von Novisad hat darauf ^W°rt reagiert und beschlossen, alle er-(j.r<3erlichen Schritte zu unternehmen, um Cse Absicht zu durchkreuzen. v!; Die Arbeitslosigkeit in Zagreb jochst. Die Zagreber Arbeitsbörse regi j. r*erte im Vormonat 10.636 unbeschäf-v8te Arbeiter, d. i. tausend mehr als im Vergehenden Monat. fi'j Tragischer Tod unter den Waggon- s?,ern. In der Station Bistra ereignete am 12. d. M. ein tragischer Unfall, ; r das Leben eines jungen Mädchens rderte. Die 18jährige Jagica G r g e c Jakovlje beeilte sich, aus dem in die immer langsam einfahrenden Šck-6 zu sPringen, fiel aber dabei auf die lwetle und wurde im nächsten Moment ostäblich in zwei Teile zerschnitten. s Mädchen war auf der Stelle tot. London, 12. April. Wie der »D a i-1 y Expreß« aus Moskau berichtet, ist die Rote Armee im Kampfe mit der GPU (Tscheka) Siegerin geblieben. Nach einer mehr als sechsstündigen Kon ferenz im Kreml, deren Vorsitz S t a-1 i n persönlich führte, wurde Marschall J e g o r o w zum Chef der GPU und demnach der gesamten politischen Polizei ernannt. Ihm zur Seite stehen der Oberste Staatsanwalt W i s c h i n s k i und der bisherige Chef der GPU J e-s c h o w. Die Letztgeannten werden ihre Funktionen jedoch nur drei Wochen lang ausüben, bis Jegorow dann allein in Funktion tritt. Wie das Blatt ferner berichtet, hat Jagoda im Staatsgefängnis Lubian-ka mit dem Hungerstreik begonnen, und zwar zum Zeichen des Protestes gegen den Staatsanwalt Wischinski, dem er vorwirft, seine Aussagen falsifiziert zu haben. Jagoda wurde zum Häftling »zweiter Klasse« erklärt. Er darf in seiner Zelle nichts lesen und außerdem wird um 7 Uhr abends das Licht in seiner Zelle ausgedreht. Warschau, 12. April. Nach hier einlangenden Meldungen bereiten sich in Sowjetrußland wieder neuen Innenereignisse vor, die die ganze Schwere der Innenlage, mit der das Regime zu kämp fen hat, unter Beweis stellen würden. Die Sowjetpresse schweigt selbstverständlich, doch hat die Festnahme Jago-das alle antistalinistischen Elemente derart in Wut versetzt, daß das ganze politische und soziale System der SSSR, in welcher die Bevölkerung infolge gescheiterter Fünfjahrpläne, Teuerung und Korruption so viel zu leiden hat, in Fra- ge gestellt wird. Weißrußland und die Ukraine sind nach wie vor die Zentren der »Reaktion« und des »Separatismus«, Im Wolgagebiet kam es in Samara zu einem schweren Konflikt zwischen einer Rotarmeeabteilung und der GPU. Die Rotarmisten erhielten den Auftrag, einen GPU-Führer namens Karawski zu verhaften, der als bester Freund Jagodas galt. Zwi sehen 200 Polizisten der GPU und jener Abteilung der Roten Armee kam es zu einer Schießerei, in deren Verlaufe sich die GPU zwar auf eine Anhöhe zurückziehen mußte, doch gelang es ihr, einen Redakteur der dortigen Tageszeitung, einen Anhänger Stalins, als Geisel fortzu schleppen. Der Garnisonkommandant entsandte Verstärkungen, die GPU grub sich buchstäblich ein und so entbrannten neue heftige Kämpfe zwischen den beiden Gegnern. Der Nachfolger Jagodas in der GPU, J e s c h o w, hat die Fesstellung gemacht, daß in die Verschwörung gegen Stalin auch zahlreiche kommunistische Gewerkschaftsführer verwickelt waren, die inzwischen bereits verhaftet wurden. Stalin hat den verhafteten Jagoda in seiner Zelle persönlich besucht. Da Jagoda die Namen jener Bolschewistenführer nicht nennen wollte, die sich zahl reicher Verbrechen gegen das Regime zuschulden kommen ließen, wird der Pro zeß gegen ihn beschleunigt werden. Das Tribunal, welches Jagoda und Konsorten aburteilen wird, ist bereits gebildet. Das Präsidium wird Marschall W o r o-s c h i 1 o w innehaben, ein Zeichen, daß die Rote Armee über die GPU gesiegt hat, Speisereste zwischen den ALHneN sind oft die Ursache üblen Mundgeruchs; viel ärger ist es, wenn die Speisereste in Fäulnis übergeben. Es bildet sich dann Milchsäure, die den kostbaren Zahnschmelz zerstört. Darum abends als Letztes vor dem Schlafengehen die Speisereste aus den Zahn-Mischenräumen durch gründliche Reinigung mit Chlorodoni-Zahnpaste entfernen. Morgens als Erstes die Zähne mit Chlorodont -Zahnpaste putzen, deren köstlicher Pfefferminzgeschmack noch lange nach dem Gebrauch ein Gefühl der Frische und Säubertest im Munde hinterläßt. Chlorodont, schäumend oder nichtschäumend, beide Qualitäten sind gleich gut. Einheimisches Erzeugnis. 3 Spritzer Chlorodont-Mundwasser in das Mundspülglas erhöhen die erfrischende Wirkung der regelmäßigen Zahn- und Mundpflege mit Chlorodont. erst auf, weiter hörten sie die Dampfer „SSIrginian", „Parisien", „Olympic" und „Cavpathia". Die „Carpathia" war von ihnen die nächste, brauchte aber noch fünf Stunden Fahrzeit! Der zunächststehende Dampfer, die „California«" hätte in anderthalb Stunden zur Stelle sein können, wenn sie die SOS-Rufe gehört hätte, aber ihr Funker war eine Viertelstunde vor Mitternacht zu Bett gegangen. Inzwischen tanzten und spielten die festlich gestimmten Gäste weiter, während die Funker ununterbrochen ihre Hilferufe hinausjagten u. immer neue Wassermassen den Schiffsrumpf füllten. Erst eine halbe Stunde nach Mitternacht kam der Befehl: Alle Passagiere auf Deck! Nun brach eine entsetzliche Panik aus. Alles stürzte sich auf die Rettungsboote, von denen viel zu wenig vorhanden waren. Sie hätten nicht einmal genügt, um etwa ein Drittel der 2358 Passa-j agiere und Mannschaften aufzunehmen. Mit entsicherten Revolvern zwangen die Offiziere hie Männer, neun Boote für die Frau cn und Kinder freizulassen. Nur drei Boote blieben für die Männer übrig. Als erste nahmen Sruce Jsmay und seine Freunde in einem Platz. Ta brach ein Sturm wilder Entrüstung aus. Mit Messern und Revolvern würbe feer Kampf um einen freien Platz in einem Boot ausgefochten. Die Offiziere wurden niedergeschlagen, 1800 Menschen blieben auf dem führerlosen Schiff zurück. Inzwischen waren die Musiker aus: dem Salon auch an Bord erschienen. Sie spielten den Choral: „Näher mein Gott zu Dir!" Schon neigte sich das Schiff nach vorn. Hunderte sprangen verzweifelt ins Wasser. Plötzlich reckte sich das Heck steil auf, nach wenigen Sekunden hatte das Wasser die Maschinenräume erreicht. Eine Explosion sagte die andere, Flammen lohten auf, Dampf zischte. Dann erloschen die Sichet, senkrecht schoß die „Titanic" in die Ttofe. Durch die Wasserwirbel kamen viele Menschen wieder an die Oberfläche, herzzerreißende Schreie gellten durch die Nacht. Endlich, in der fünften Morgenstunde kam die „Carpathia" u. rettete, Wa§ noch am 8eben war. Nach und nach kamen auch die anderen Dampfer, aber alle? Absuchen der Unglücksstelle War vergebens, 1635 Menschen hatten ihr Grab in den Wellen gefunden. Im Gegensatz zu dem Elend stnnfe der Anblick der Geretteten, die noch die Abendkleider und Pelze und den Schmuck an Haupt und Händen trugen. * Und feie Schuldigen? Obwohl sich der Zorn der Welt gegen sie richtete, geschah ihnen nichts. Bruce Jsmay wurde als nicht verantwortlich angesehen, die Schuldigen selbst kamen mit einem Verweis davon, weil nach Ansicht des Gerichtes höhere Gewalt Vorgelegen hatte. Infolgedessen brauchte auch die White Star Sine keinen Schadenersatz zu leisten. Lediglich die europäischen it. amerikanischen Lebensdersichcrungsgesell schäften mußten insgesamt 800 Millionen Dollar an feie Hinterbliebenen der „Tito-nic"-Toten auszahlen. Doch war das Opfer der größten Schiffskatastrophe nicht ganz umsonst gewesen. Bereits 1913 wurde die „Titanic"-Konsereuz einberufen, deren Ergebnis der Entwurf eines internationalen Vertrages zum Schutz de,z menschlichen Sebens au- See war. Der Krieg verhinderte zunächst die Ausführung des Entwurfes. Das ist erst 1929 aus einer neuen Konferenz in London erreicht worden. Die furchtbaren Lehren feer „Titanic"-Katastrophe haben zur Einführung eines in- Nie midier utmiioMflitrop(|c! Ernste Lehren ans dem größten Schiffsuntergang der Weltgeschichte Vor 26 Fahren ereignete sich die bisher größte Tragödie in der Geschichte der Schiffskatastrolphen. An 6. April 1912 stach der neue Luxusdampfer „Titanic" der White Star Line in Liverpool in Sec. Es war in Wahrheit ein schwimmender Palast, der sich anschickte, bei der Fahrt über den Ozean das „Blaue Band" zu erobern. Die „Titanic" sollte nicht nur das größte, sondern auch das schnellste Schiff der Welt sein, um endlich die gefährlichen Konkurrenten, die englische Cunardlinie und auch die deutschen Redereien zu übertrumpfen. Bruce Tarnat), der Prä sident der White Star Sine hatte den Titanic-Passagier am Tag vor der Ausfahrt im Londoner Carlton-,Hotel einen pomphaften Empfang gegeben. Nicht minder prunkvoll sollte auch feer Abschluß der Fahrt gestaltet werben. Für den Abend des 14. April hatte deshalb Bruce Jsmay ein Bordfest vom besonderem Mauze angeordnet. Sechs Tage hindurch war die Fahrt glatt und schnell vor sich gegangen. Am nächsten Tage sollte die Landung in Newyork erfolgen, wo des Schiffes ein großer Triumph harrte. Grund genug, sich den Freuden des Lebens noch einmal nach Herzenslust hinzugeben. Die In haber der Suxuskabineu und der ersten Klasse erschienen denn auch in entsprechender Ge Wandung. Die reichen Amerikanerinnen und Engländerinnen zeigten den funkelnden Schmuck ihrer Diademe und Kolliers. Es war ein brauschendes Fast mit Musik,. Farbe und Glanz. Auch im Zwischendeck spielten zwei Kapellen zum Tanze auf. Smith, der Kapitän der „Titanic" hatte für die letzten Abendstunden die Leitung des Schiffes dem Ersten Offizier Mudlock übergeben, um sich ganz den Gästen widmen zu können. Bruce Jsmay erschien selbst noch einmal aus der Kommandobrücke bei Mud- lock, um ihm einzuschärfen, das Tempo der Maschinen unter keinen Umständen zu verringern, damit der ersehnte Schnelligkeits-rekord erreicht werde. Mudlock erhob zWarden Einwand, daß man die gefährliche Region der Eisberge durchkreuze, doch Jsmay hatte dafür nur ein verächtliches Lächeln. — Was würde eine solche „Scholle" dem Stahlleib der „Titanic" schon anhaben können. Mudlock stimmte ihm zu. Inzwischen trieb der Festtrubel seinem Höhepunkt zu. Etwa 20 Minuten vor Mitternacht kam vom Ausguck das Signal: „Eis berg in Sicht!" Mudlock ließ die Scheinwerfer einschalten — und zu seinem Entsetzen sah er in unmittelbarer Nähe einen 300 Me ter hohen Eisgiganten vor sich. Sofort gab er den Maschinentelegraphen das Zeichen zum Stoppen und zum Rückwärtslaufen der Maschinen. Aber es war schon zu spät, 15 Minuten vor Mitternacht durchlief ein Zittern den Rumpf des Schiffes. Da aber keine stärkere Erschütterung erfolgte, ließen sich einige verängstigte Paffagiere miede beruhigen, zumal die Offiziere versicherten, daß das Schiff den Eisberg nur leicht gestreift habe und infolgedessen nicht die geringste Gefahr bestände. Der Ball im Festsaal u. das Spiel in den Rauchsalons gingen weiter. Kapitän Smith war inzwischen zum Vorderschiff geeilt und sah voller Entsetzen die Wirkungen des Zusammenstoßes. Die wasserdichten Schotten waren eingedrückt, die Schiffswand wie Papier zerrissen. Vordersteven, Brücken, Planken und die Trümmer von vier Rettungsbooten bildeten ein wüstes Durcheinander. Gurgelnd schossen Ströme von Wasser in den Rumpf der „Titanic". Smith lief zur Funkstation und gab feen Befehl, die SOS-Rufe auszusenden. Es war genau Mitternacht, als die ersten SOS-Wellen den Aether durchrasten. Der deutsche Lloyddampfer „Frankfurt" sing sie zu- ternationalcn Eiswachtdienstes geführt und zahlreiche Berbesserungen der SchiffSbautech-mif beschleunigt. Dahin gehört in erster 5b nie die Ausrüstung mit drahtloser Tclegr P'hie und Telephonie, die Sicherung der St ic te und Schiffsböden, der Mechanismus de: Schottentüren, die sich beim Einbruch von Wasser selbsttätig schließen. Auch muß jedes Schiss so viel Rettungsboote mit sich führen, als ihr Fassungsvermögen der Zahl der Passagiere und Mannschaften entspricht. — Da nun die Schiffe vorbildliche Sicherheitsmaß nahmen aufweisen, ist eine Wiederholung der „Titanic"-Tragöhie nicht mehr zu befürchten. Aus Siadt Mtd Krönungsvorbereslungen in London KMMWA "~^*T5rr7 p**? ch: >4 4 * Schafft belfere Kommunikation zwiMkN Stadt und Friedhöfen! !Die Straße nach Pobrežje nach wie vor ein Jammer / Kot und Staub als ständiger Anteil aller Friedhofbesucher Die Stadt Maribor zählt mit ihrer nach-' gen sind, den Kotbrei zu treten, sondern sten Umgebung, d. i. mit den Anrainer- dann noch von den vorüberflitzenden Gemeinden, rund 50.000 Einwohner. Für j Kraftwagen mit Pfützenwasser und Kot den größten Teil dieser Bewohnerschaft bis an den Hals bespritzt werden. Irgendsind die drei Friedhöfe bestimmt, die in etwas müßte also geschehen, um die Pobrežje liegen: der städtische Friedhof, Straße nach Pobrežje und die Zufahrten der St. Magdalena-Friedhof und der Fran- zu den Friedhöfen bei jeder Witterung ziskaner-Friedhof. Täglich — mit nur we- und Jahreszeit ohne Schaden für Beschu-nigen Ausnahmen im laufenden Monat — hung und Kleider zugänglich zu machen, gibt es auf diesen drei großen Friedhö-' Die Stadtgemeinde und die Gemeinde fen Beisetzungen, denen oft Hunderte von Pobrežje müßten sich endlich einmal klar Menschen beiwohnen. Nicht viel geringer werden, daß diese hochfrequentierte Stra-ist die Zahl der täglichen ständigen Fried- ße aus verschiedensten Gründen entwe-hofbesucher, die es bei gutem oder der gepflastert, asphaltiert oder wenigschlechten Wetter hinauszieht, an den stens gehörig makadamisiert werden Gräbern ihrer Toten zu verweilen. Nun ist muß. Sie müßte aber auch reguliert wer-aber der Besuch des Friedhofes vielen nur den, da sie bei der Männerstrafanstalt bei schönem Wetter möglich, da die Stra-! viel zu eng ist. Ebenso ließen sich gün-ße nach Pobrežje sich entweder als Kot- stige Gefällskorrekturen bei der Eisenmeer oder als Staubstreifen präsentiert, j bahnbrücke und unterhalb des Filipič-Es gibt zwischen Regen und Sonnenschein Anwesens durchführen. Früher oder spä-nur einige Stunden, die das Passieren die- ter wird man an diese Frage herantreten ser Straßen möglich machen. Die Teil- müssen. Ein großer Leichenkondukt hat nähme an Leichenfeiern wird an verreg- unlängst selbst den behördlichen Vertrc- Dienstag, den 13. April Frau Fett • ch -Fra n t h c t m "vd Dobaj ist ersichtlich, daß der. Verein 1*4 Mitglieder zählt, die 197 Gehilfen beiderlei Geschlechtes sowie 128 Lehrlnge und SAP mädchen beschäftigen. Der Vermögensstand ist zufriedenstellend. Von der Neuwahl des Ausschusses wurde Abstand genommen, Drt die Funktionsperiöde der bisherigen SC' tung noch nicht abgelaufen war. m. Trauung. In Lehen oberhalb Brez"» wurde der Leiter der dortigen Volksschui-und bekannte Mariborer SchwimmsportP:' Herr Milan Jandl mit der dortige» Lehrerin Frl. Danica Lah getraut. Wir S--tuliercn! m. Abschied vom Winter. Unsere unevs wegtesten Skifahrer unternehmen zum schluß der heurigen Wintersportsaison aw 17. und 18. d. einen Abstecher in *,a'1 Schneereich des Zirbitzkogel (2400 m) ober" halb Obdach. Die Fahrt erfolgt mit dcill ,.Putnik"-Autocar und zwar stellt sich der Fahrpreis auf 130 Dinar. Anmeldungen siP unverzüglich an das Reisebüro des „Putmk zu richten, w auch alle weiteren Jnform»' tionen erhältlich, sind. m. Gesellschaftsabend der grünen Gilde- Dir Mariborer Fagdgemeindc veranstPi^ Mittwoch, den 14. b. um 20 Uhr im Jagd" salon des Hotels „Orel" einen Gesellschaft'; abend. Veranstalter des Abends sind del die vielen Menschen nicht nur gezwun-1 aufgezeigt. In London hat man auf der Victoria Strett die Krönungsdekorationen auspro- 9|fitlt) j{fjOÜ biert. (Scherl-Bilderdienst-M. tkediaimdu» In der Muttermilch 5—6mol soviel Vitamin C wie in der Kuhmilch! In der Berner Frauenklinik konnten über aus interessante und wichtige Beobachtungen über den Vitamin-E-Stoffwechsel zwischen Mutter und Kind angestellt werden. Schon im Tierexperiment konnte nachgewiesen wer den, daß große Mengen Askorbinsäure im Mutterkuchen die Annahme bestärken, daß dieses Organ das Vitamin C speichert. Die Frucht wirb nicht unmittelbar mit diesem Vitamin versorgt; vielmehr ist der Gehalt der Placenta an Askorbinsäure von der Versorgung des mütterlichen Körpers mit Vitamin C abhängig, ltnib erst mit dem zum Kinde zurückströmendcn venösen Blute gelangt das Antiskorbut-Vitamin in den Körper des Kindes. Die Frucht besitzt bereits vor der Geburt die Fähigkeit, dag aufgenom -neue Vitamin C zu stapeln. — Von großer Bedeutung sind weitere Untersuchungen, über bis die „Umschau in Wissenschaft und Technik", Frankfurt am Main weiterhin be richtet: Frauenmilch ist ungefähr 5—Ornat so reich an Vitamin C wie Kuhmilch. Bei künstlich ernährten Kindern ist deshalb zur Vermeidung des Vitaminmangels für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C beson dere Sorge zu tragen. da! b. De Kunst des Boxens und ihre Meister. Anläßlich des bevorstehenden Wcltmeister-schaftskampfcs Max Schmclling — James Braddock zeigt „Die Woche" in packenden Photos die Entwicklung des FaustkampstZ und zählt all die berühmten „Matadors des Ringes" und großen Kampftage auf, dis mit der Geschichte des Boxsportes unauslöschlich verknüpft find. — Ferner veröffentlicht diesmal das neue Heft eine Reihe einzigartiger Beiträge aus fernen Ländern, n. a. Bilder von einem Fürstenempfang beim Generalgonverncur von Niöderlän-disch-Jndien, bisher noch nie gezeigte Photos eines Messerkampses mit einem Hai an der foridianischen Küste und wunderschönen Aufnahmen von einer Pflanzenjagd in Ecuador. Außer zahlreichen spannenden Auf Es ist wieder lebendig geworden in Wald und Feld, in unseren Gärten und Parks. Hundert Vogelstimmen erfüllen den hellen Frühlingstag mit ihren Jubel cs zwitschert und flötet und gluckst und ruft von den frühesten Morgenstunden bis die Sonne sinkt. Mit den Amseln und Meisen fing es an, von denen viele garnicht nach dem Süden gezogen, sondern in der Heimat geblieben sind. Schon an den ersten, noch ganz kalten Vorfrühlingstagcu klang das vertrauensvolle „Ziz-i-bäh, zizi-da'h" der kleinen Meise irgendwo aus der Höhe eines Baumes und hoch oben auf dem Dachfirst saß manchmal in der frühen Dämmerstunde die Amsel und schickte ein kleines sehnsüchtiges Früh lingslield in den Abend. Seitdem sind sie in Scharen in die Heimat zurückgekehrt: Amseln. Stare u. Spechte, Kuckuck und Buchfink und die ersten Schwalben. Wan sicht sie im Park und in den Anlagen über den Boden laufen, aus dem das erste lichtgrüne Gras emporsprießt. Schon ziehen die Amseln munter lange fette Regenwürmer aus der Erde und verspeisen sic mit sichtlichem Behagen. Unablässig ruft im Walde der Kuckuck. : Die Menschen zählen wieder seine einförmigen Rufe: „Fünfzehn — zwanzig — achtundzwanzig Fahre lebe ich noch!" Sie beginnen schon wieder mit dem Nestbau. Nur ein paar Wochen noch —und die Mieter der Starkästen, die Bewohner der kleinen gemütlichen Nester und versteckten Lucken haben schon wieder-Elternpflichten u. müssen viele hungrige Schnäbel' stopfen. Noch ist c<5 nicht soweit. Vorläufig klingt noch ihr weiches flötendes Liebeslied in den Bäumen, und tausendstimmig erklingt das Konzert aus kleinen Bogolkehlen — eine unzertrennliche Melodie zum Wiedereinzug des Frühlings! Es ist schön, in dieser Zeit durch den Wald zu gehen. Allmählich breitet sich ein leichter grüner Schimmer über die Bäume und der Bälden durftet herbe und kräftig nach Frühling und Wachsen. Es ist ein anderer Wald als der, durch den wir noch vor wenigen Wochen schritten. Es ist wieder erfüllt von tausendfältigem Leben. Dürre Zweige knak ken unter den vorsichtigen Schritten des Wil des, das auf schmalen Pfaden drüben zur Seiten klingt Wald ist lebendig geworden von seinen heim gekehrten Kemen Bewohnern, die wieder von ihm Besitz genommen haben. In leuchtendem Blau spannt sich der Hirn mel über der erwachenden Frühlingswelt. Vögel, schwingen sich in seine strahlende Tiefe, in jagendem Fluge schießt der Mauersegler und ein wenig später die Schwalbe um die Dachfirste, um endlich winzig wie ein Pünktlichen am Himmel zu entschwinden — der Sonne entgegen. o uuiiiitv, cii i i-/\»iviiviiivivi ii wuu uu uiuuiigot oc ic/o l vi vii uviivi uiiiviivii v vt u v , . » . Cl'pi* neten Tagen buchstäblich zur Qual, da < tern diese Notwendigkeit deutlich genu« ' Jagdverein und die hiesige Filiale des eines der Vorstehhundeliebhaber. Ginge!»; den sind außer den Mitgliedern auch derc» Familien und Freunde. m. Jagdausstellung. Im Rahmen ^ diesjährigen Mustermesse in Ljubljana, ^ vom 5. bis 14. Juni abgehalten wird, n>n‘ auch eine große Jagdausstellung veranstalt» werden, die auch von den bildenden lern beliefert werden wird. Die KünstP werden eingeladen, ihre Werke hier ausch; stellen, aber auch die Privaten, die cch zeitgenösiische oder geschichtliche Gegonsta^11 und Kunstwerke Heimischer Herkunft besitz»''' Die Interessenten werden cingelade»; ihre Teilnah m e an die Abteil» »Zbirna lovska razstava, Ljubljana, Vf' les e jem« unverzüglich bckanntzugeP'' Gleichzeitig ist mitzuteilen, ob mit deni A»-; ftellungsgut auch die internationale Jab'" ausftellung in Berlin beliefert werden law'' da die Gegenstände erst dort ihren tatsäw Pchcn Wert erlangen werden. Für die P' vertrauten Gegenstände übernimmt die ~c tung die volle Verantwortung. m. Der Parkschwan abgeschssse». Da ^ vergangenen Winter das Weibchm des d» Weiher im Stadtpark bevölkernden Sch^ nenpaares eingegangen war, wurde uniänstl in Wien ein anderer Schwan gekauft, sich jedoch dieser Tage in die Luft erhob» davonflog. Der große Vogel wurde in 2» " lek gesichtet, wußte sich jedoch den Versuchs; ihn einzufangen, geschickt zu eittzlehen, ,ö^ sätzen bringt die neue „Woche" int aktuellen Teil eindrucksvolle Bilder von der Afrika- ’ Lichtung sicht, und von allen reist des Duce, Aufnahmen von den letzten . hundertfältiger Vrgelruf kleine, selige Frich-Unmhen in Paris u. v. a. j lingÄieder und werbendes Liebeslied. Der m. Evangelisches. Mittwoch, den 14. d. M. um 8 U!hr abends wird im Gsmeindssaai int Rahmen eines Gemeindeabends ein Vor trag über das Thema „Weltanschauliche Grundlagen des Bolschewismus". m. Todesfälle. Kaum vierzigjährig ist gestern die Private Frl. Stefi W i t f ch a n-i k y gestorben. Ferner verschied die Besitzerin Frau Marie 8 u m e r aus Sv. Lovrenc. R. i. P.! m. Friscurtogimg. Die Friseurvereinigung hielt Montag nachmittags im Hotel „Novi svet" ihre Jahreshauptversammlung ab, der für die Ljublfanaer Organisation Obmann D o i e e c und Schriftführer Rožič beiwohnten. Den Vorsitz führte Obmann N o-v a k. Aus den Berichten der Funktionäre der n'd - Tod auf den Schienen Nach dem Sportsieg iit Maribor in Dolnja Lendava vom Zuge gerädert / Verzweiflungsschritt eines Studenten im železničar-Stadion in der Tržaška cesta wurde vergangenen Sonntag nachmittags ein Meisterschaftsspiel zwischen dem Sportklub »Slavija« in Pobrežje und der Mannschaft des Sportklubs »Lendava« ausgetragen. Die Gäste behaupteten siegreich das Feld, weshalb sie abends in recht gehobener Stimmung heimkehrten. Unter der Mannschaft befand sich auch der 22-jährigc Josef Wort mann aus Dolnja Lendava, der in Zagreb Medizin studierte und ein passionierter Sportler war. Nach Dolnja Lendava zurückgekehrt, wollte sich Wortmann, der ein auffällig gedrücktes Wesen zur Schau trug, von seinen Kollegen trennen, doch suchte er dennoch mit ihnen ein Gasthaus auf, wo der Sportsieg gebührend gefeiert wurde. Später suchte der Mediziner allein ein Kaffeehaus auf, wo er bis zu den Morgenstunden verblieb. Montag vormittags kam Wortmarm » einem Freund in die Bahnhofrestauratw ’ er war ungemein nervös und wechsc jeden Augenblick die Farbe. Er erklär ^ er werde Zagreb nicht mehr sehen, größter Erregung entfernte sich der 8 ^ dent aus der Restauration und wartete einer Entfernung vom Bahnhof auf etwas vor 11 Uhr gegen Čakovec fabre' den Zug. Als dieser herankam, sPraJf Wortmann auf den Bahndamm und w ^ sich unter die Lokomotive, die ihn der Stelle tötete. Was den jungen Mann in den Tod--trieben hatte, ist nicht recht klar. ‘ glaubt, daß ihn der unbefriedigende erfolg in den Tod getrieben hat. Es *1C* / daß auch unglückliche Liebe am .aA, sehen Schicksal des Mediziners nu -stimmend gewesen sein soll. auf er üi unbekannter Richtung entflog. In der Umgebung von Slovenska Bistrica wurde er jetzt von einem Jäger zur Strecke gebracht. Das Tier wird präpariert werden. Ter Verschönernngsvercin mutzte eilten neuen Schwan bestellen, wodurch ihm Ausgaben von 1000 Dinar erwachsen. m. Heute letzter Tag! Da die neue Spielrunde der staatlichen Klassenlottene schon morgen, Mittwoch, den 14. d. beginnt, werden alle jene, denen von der Mariborer Hauptkollektor Bankgeschäft Bezjak Klassenlose zugeschickt wurden, höflich ersucht, ihre Lose sofort zu bezahlen. m. Das Symphoniekonzert der „Glasbena Matica", das morgen, Mittwoch, im grofici t Union-Saal stattfindet, wird mit Webers Ouvertüre „Euryanthe" eingeleitet. Die weitere Programmfolge bringt das Sommerpastorale des französischen Komponisten H o n e g g c r, öa j k o v s kis italienisches Capriccio und L i s z t s Es-Tur-Klavierkonzert, das vorn heimischen Pianisten Dr. Klasinc bestritten wird. Restliche Karten sind noch im Papiergeschäft Brišnik erhältlich ui. Segelfliegexzusammenkunst. Die Ma- ridorer Segelfliegergruppe beruft für Freitag, den 10. d. eine wichtige Zusammenkunft Jhrcr Mitglieder ein, die um 18 Uhr in den Pereinsräumlichkeiten stattfinden wird. Am Programm stehen wichtige Beschlüsse, weshalb die Anwesenheit aller erwünscht ist. m. Mariborer Lichtbildner stellt in San Francisco aus. Bei der großen internationalen kunstphotographischen Ausstellung in »an Francisco, an der sich die bekanntesten Amateurphotographen der ganzen Welt Beteiligen, ist auch unser erfolgreicher heimlicher Lichtbildner Roman V a I c § mit z'vci Bildern vertreten, und zwar wurden fein auch in Maribor preisgekröntes Bild -'Schienenstrang" und dic „Jägergruppe" für die Ausstellung gewonnen. Gewiß eine schmeichelhafte Anerkennung für unseren heimischen Meisterphotographen! m. Sechste pädagogische Woche. Heute, -ienstag spricht Dr. Pavli« über die flesundheitsvevhältnisse an unseren Mittelschulen. Eintritt frei! Besonders die Eltern lehr willkommen! m. Eine Berghüfle am Košenjak. Auf dem ob seiner großartigen Fernsicht bekannten Košenjak (1522 Meter) oberhalb Dravo strap soll noch im Laufe des heurigen Jahres eine neue Alpenvereinshütte erbaut Werden. Damit im Zusammenhänge wird in Travograd eine selbständige Filiale des Slo '^nischen Alpenvercines ins Leben gerufen Werden, deren gründende Vollversammlung Rreits in kürzester Zeit stattfinden wird. m. Der Gesangverein „Zarja" in Pobrežje devanstaltet Samstag, den 17. d. ein großes Bokalkonzert. dessen Vortragsfolge rest-dem jugoslawischen Liede gewidmet ist. Ter Adbend wird im Saal des GasthofeS lrenčelj stattfinden. w. Nach eineinhalb Jahren das gestohlene Fahrrad zurückbekommen. Wie bereits berichtet, wurde dieser Tage im Walde in Po-j^ic ein herrenloses und zum Teil demon iertes Fahrrad aufgefunden. Nunmehr "nute der Fleischermeister S m odej das Qd als sein Eigentum feststellen. Das Fahr lQd war bereits int Jahre 1935 gestohlen worden. P. Die „Dollarprinzessin", die melodien-lQfche Operette Leo Falls, wird als nächste Musikalische Novität im hiesigen Theater chr Aufführung gebracht werden. Die Re-wird als Gast Josef Povhe leiten. , u>. Rasch gelöscht. Gestern mittags schossen n der Meljska cesta aus dem .Haus Nr. 59 s1 istich Flammen hervor. Die sofort alar-Uiierte Feuerwehr griff energisch ein und onnte ein weiteres Uebergreifeu des Feu-das infolge eines überheizten Ofens im ochbodenzimmer ausgebrochen war, bald Schindern. Immerhin wird der angrichteke ^cha'ven auf 25.000 Dinar geschätzt. Eigen-uUterin des Hawes ist Frau Erna I n g. ^ w. Einbruchsdiebftahl. Am Dachboden des Oauseg Tattenbachova ulica 16 machte sich jjchetn ein unberufener Gast zu schaffen, et aus einem verschlossenen Abteil Kleider u-d Schuhwerk mit sich gehen ließ. ^"l. Uebersall auf einen Radfahrer. Auf Straße unweit von Pragersko wurde Astern ipätabends der 30,ährige Beschers-Adolf Ludwig, als er mit seinem heimwärts fuhr, von betrunkenen Verhängnisvoller Sturz Schwerer Unfall im öffentlichen Anstandsort / Ein rasch aufgeklärter „Kriminalfall" liegen. Erst etwa eine halbe Stunde später kam ein Passant die Stiege hinab, der, als er die Frau in einer Blutlache regungslos liegen sah, ein Verbrechen wähnte und unverzüglich den Wachmann verständigte. Erst auf Grund der Aussagen der schwerverletzten Frau, die nach ihrer Ueberführung ins Krankenhaus bald wieder das Bewußtst in erlangt hatte, konnte der zunächst so mysteriös scheinende Fall rasch geklärt werden. Da die Frau beim Aufprall auf dem Steinpflaster eine klaffende Wunde erlitten hatte und keine Hilfe rasch zur Stelle war. bestand einige Zeit höchste Verblutungsgefahr. Im öffentlichen Anstandsort in der Aleksandrova cesta ereignete sich in der vergangenen Nacht ein seltsamer Unfall, dem beinahe ein Menschenleben zum Opfer gefallen wäre. Wie allabendlich, wollte auch gestern um 23 Uhr die 52jährige Wärterin Katharina Leskovšek die Wasseruhr versperren, zu welchem Zweck sie, da sie über keine Leiter verfügt, einen Stuhl auf den Tisch stellte und hinaufklettern wollte. Sie verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte kopfüber zu Boden. Die Frau schlug hiebei mit dem Hinterhaupt mit voller Wucht auf dem Steinboden auf und blieb bewußtlos ■oeoHOSDBaBaHoanHaeMneciKOfi □ □ HnsD®a»DanBa»aMnaaaaisnBnfflasi eine Akademie, die dem Gedenken des unlängst verstorbenen Tondichters Eni.il Adami« galt. Die Festrede hielt Lehrer 8 p "= c a r. Das Programm füllten zum großen Burschen überfallen und schwer verletzt. Ludwig, der hiebet auch, einen Messerstich in die Brust erhielt, wurde in das Kranken haug nach Maribor überführt. m. Welterbericht. Maribor, 13. A torti, 8 Uhr: Temperatur 12, Barometerstand 729, Windrichtung WO, Niederschlag 0. * Hotel „Drei". Täglich Varietee mit erst klassigen artistischen Auftritten und Zauberkünsten. Budweiser Bier und prima Ljutomera- Tropfen. '461 Aus teHie c. Todesiall. In Eelje verschied Montag nach kurzem, schweren Leiden der Rechtsanwalt Dr. Karl Laznik int Älter von 55 Jahren. Der Verstorbene war aus Stranice bei Konjice gebürtig und war nach Beendigung der Studim in mehreren Advo-katurskanzleien. beschäftigt. Seine eigene Kanzlei eröffnetc Dr. Laznik im Jahre 1921. Der Dahingeschiedene betätigte sich eifrig nt der Oessentlichkeit und war viele Jahre Mitglied des Gemeinderates. Ferner betätigte er sich auch beim Sokol, bei der Feuerwehr und in anderen nationalen und Kul turorganisationeu. F-rstde seiner Afchc! c. Kinderfürsorge. Der Verkauf von Del-zweigen und Ostereiern tu den Straßen Celjes am Palmsonntag hat der hiesigen Ortsgruppe des staatlichen Kinder- und Ju-gendfchutzes 2000 Dinar eingebracht. Allen Mitwirkenden sei nun auch auf diesem Wege herzlich gedankt. Aus Pim p. Landfeuer. In Vodole bei Jursinci wurde in der Nacht zum Montag die Winzerei des Besitzers Franz Glaser aus Studenci ern.geälfchert. Der Schaden wird auf 50.000 Dinar geschätzt. DaS Feuer dürfte gelegt worden sein. Damit im Zusammen hang hat die Gendarmerie eine Verhaftung vorgenommen. P. Im Tonkino gelangt Mittwoch und Donnerstag der fidele Lustspielschlager „Der Kampf mit dem Drachen" mit Gretl Theimer, Adele Sandrock und Luzie Englisch zur Vorführung. p. Unfallschronik. In Labjak stürzte der Schneidergchilfc Ludwig A r n u 8 vom Fahrrad und brach sich den linken Unterschenkel. — In Sv. Vrban wurde der 58-jährige Keuschler Anton S l n g a von einem stürzenden Baum erfaßt und nicderge-«'chlagett. Sluga erlitt hiebei eine schwere Fraktur des linken Beines. — Der 65jährige Taglöhner Peter V o l k n c r aus Sv Marko, der taubstumm ist, brach sich beim Aussteigen au§ einem Kahn den rechten Fuß. Voltner lag den ganzen Tag über am Drauuscr, ohne daß ihn jemand bemerkt hätte. Erst mit Abend kam ein Mann vorbei. der ihn ins Krankenhaus schaffte. Aus Hu&koM tu. Todesfälle. In Ljubljana verschied die Direktorswitwe Frau Maria M a r k e I j. In Graz starb die Juweliersgattin Frau Paula Suttner aus Ljubljana. tu. Adamic-Feier. In Kranj veranstalteten die Sängerchöre und Orchester des Ober-krainer Sokolgaues Sonntag nachmittags Leil Adami«' Werke aus. lu. Großes Schadenfeuer. In 'Vače bei Litija brach in der Nacht zum Montag tut Wirtschaftsgebäude des Besitzers B i st a tt ein Brand aus, der sich rasch auf das Wohn Haus und dann auf die Objekte des Nachbars J nd o f ausbreitete. Die hcrbeigeeil-tcn Feuerwehren mußten sich auf die Lokalisierung des Brandes beschränken. Der Schaden ist außerordentlich groß, erscheint 1 cd och nur zum geringen Teile durch Versicherung gedeckt. Bei den Löscharbeiten erlitten mehrere Personen zum Teil schwerere Verletzungen. lu. Kircheneinbruch. Wie Bereits berichtet, wurde unlängst in die Kirche in Koseze bei Ljubljana eingebrocheu, wobei verschiedene Monstranzen, Ziborien, Kelche usw. entwendet wurden. Einige Verhaftungen wurden bereits vorgeuoinmen. Jetzt gelang es, den größten Teil der Beute, die auf dem Felde in ider Nähe vergraben war, aufzufinden. tu. Vom Schnellzug gerädert. Bei Brezovica unweit Ljubljana wurde Sonntag früh auf dem Bahndamm die gräßlich verstümmelte Leiche des 22jährigen Arbeiters Stanko G o mit ans Zt. Rupert in Unterkra'n aufgefunden. Der Mann hatte zahlreiche Diebstähle und Einbrüche am Gewissen und wurde steckbrieflich verfolgt. Einige Stunden vorher überfiel er in Bi« den Arbeiter Josef Zibelnik und dessen Gattin in ihrem Hause und fügte ihnen derart schwere Verletzungen zu, daß beide ins’ Spital überführt werden mußten. Es ist anzunehmen, daß Gornik nachts aus den in voller Fahrt befindlichen Zug gesprungen ist, um über die Grenze nach Italien zu entwischen, dabei aber unter die Räder geschleudert wurde. lu. Mord im Stall. In Javor Bei Ljubljana wurde Sonntag abends die Psttrr-köchin Josefine Martinčič im Stall von einem bisher unbekannten Mann überfallen und mit einer Haue zu Boden ge- Xapir-Ädyll im 3oo schlagen. Die Frau war sofort tot. ES ist anMnehmen, 'daß der Täter die Frau ermordet hatte, um ungehindert in das e»n-sam gelegene Pfarrhaus zu gelangen und es ausFuMndern. fkad&otee JMeatet Babirusa ist der Name des jüngsten Einwohners vom Londoner Zoo. Er ist vor ein paar Tagen geboren und fühlt sich mit seiner Mutter recht wohl. (Schcrl-Bilderdienst-M.) REPERTOIRE: Dienstag, den 13. April um 20 Uhr: »Die heilige Johanna«. Ab. C. Mittwoch, 14. April: Geschlossen. Donnerstag, 15. .April um 20 Uhr: »Eisscholle«. Ab. A. Freitag, 16. April: Geschlossen. Bolksmitversität Montag, 19. April: Regisseur Cyrill Debevec spricht über den Kampf um das nationale Theater. lou-Mma Burg-Tonkino. Die Reprise des einzigartigen Knut Hamsun-Romans »Viktoria« mit Luise Ulrich und Matthias Wie-man. Ein Hohelied der Liebe, umrankt von der romantischen Landschaft Norwegen, seinen Bergen und Fjorden. Es folgt der deutsche Großfilm der russisch-schwedischen Produktion »ln Blut und Flammen«. Eine gewaltige Handlung in noch gewaltigerer Aufmachung. Union-Tonkino. Nur kurze Zeit die Reprise des größten Schauspielschlagers »Neue Zeit« mit dem weltberühmten Komiker Charlie Chaplin. Es folgt das amüsante Wiener Lustspiel »Karneval und Liebe« mit Hans Moser, Hermann Thi-mig und Lien Deyers. Ein Film, der zum Lachen zwingt! Autocm-Ausflüge des „putnik" Das Reisebüro „Putnik" (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reih? von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unter nommen werden. Das Programm sieht fol gende Fahrten vor: 17. und 18. April: Rach Ribnica. Fahrpreis 45 Dinar. 17. und 18. April: Skifahrerausflug nach Obdach und aus den Zirbitzkogel. Fahrpreis 130 Dinar. 18. April; Zur Mustermesse nach Zagreb. Fahrpreis 120 Dinar. 20. April: Nach Graz. Fahrpreis 100 Dm. 23. bis 25. April: Nach Wien. Fahrpreis 240 Dinar. 27. April bis ll. Mai: Sonderfahrt zm Pariser Weltausstellung. Pauschalpreis Dir 3900.—. 2. bis 6. Mai: Besuch der Budapest?: Messe. Fahrpreis 500 Dinar. 8. und 9. Mai: Nach -Mariazell. Fahrpreis 200 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Adria m.: Aufenthalt in Crikvenica. Pauschalpreis 1200 Dinar. 8. Big 18. Mai: Besuch der Adria m.t Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. 13. bis 22. Mai: Pfingstfahrt nach Rom. -Gesamtarrangement 2400 Dinar. 14 bis 17. Mai: Pfingstfahrt nach Venedig. Gesamtarrangement 900 Dinar. 15. bis 29. Mai: Gesellschaftsreise zur Pariser Weltausstellung. Informationen und Anmeldungen im „Putnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova c°-sta 35, Tel. 21-22 und 21-29. b. Der Stand der deutschen Landwirtschaft. In der Reihe ihrer Auslands-Sondernummern, von denen bisher »Ungarn«, »Italien« und »Tschechoslowakei« erschienen, veranstaltet die »Wiener Landwirtschaftliche Zeitung« im Mai d. J. eine Sonderausgabe, die der Landwirtschaft des Deutschen Reiches gewidmet ist und ein geschlossenes fachliches Bild von dem derzeitigen Stande der deutschen Landwirtschaft geben wird. Vorausbestellungen werden zum ermäßigten Preise von 2 Schilling pro Exemplar von Hugo H. Hitschmann’s Journalverlag, Wien VIII., Hamerlingplatz Nr. 10, entgegengenommen. iMdstkaÜtultf RukdstUau Schattenseiten der Vreisfteigerung Rasches Anziehen der Lebensmittelpreise, vor allem infolge großer Ausfuhr / Allgemeine Verteuerung der Lebenshaltung Forderung nach Einkommenerhöhung Die Beograder »Politika« befaßt sich mit der Frage der Preissteigerung bei den L e b e n s m i t t e 1 n, die in der letzen Zeit schon besorgniserregende Ausmaße annehme. Das Blatt meint, daß man in gewissen Kreisen durch diese Erscheinung beunruhigt sei und daß man auch an amtlicher Stelle dem Emporschnellen der Preise nicht völlig gleichgültig gegenüberstehe, ohne Rücksicht darauf, daß diese Preiserhöhung bis zu einem gewissen Maße eine Folge der sosehr erwünschten Besserung der Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse darstellt. Es gehe hier um ungeheure Verbrauchermassen, die über ein bestimmtes monatliches Einkommen verfügen u. deshalb die letzten Preiserhöhungen bei den Lebensmitteln immer schwerer empfinden. Falls diese Erscheinungen auf dem Lebensmittelmarkte ohne entsprechende Gegenmaßnahme bleiben sollten, so sei es fraglich, ob dies nicht böse Folgen nach sich zieh en würde. Aus diesem Grunde bilden die letzten Preisbewegungen auf dem Lebensmittelmarkt auch in Regierungskreisen Gegenstand ernstlicher Erwägungen. Die Liste der Artikel, die sich verteuert haben und die auch weiterhin eine Neigung zur Preiserhöhung zeigen, ist so beschaffen, daß man schon von einer allgemeinen Verteuerung der Lebenshaltung in Jugoslawien sprechen kann. Jedenfalls kann man feststellen, daß nicht nur die Boden Erzeugnisse teurer geworden sind, sondern gleichermaßen auch die Industrieartikel. Wenn es keine Verbraucher gäbe, die mit Rücksicht auf ihre Einkommensquelle einen dritten Faktor darstellen, so könnte man die neueste Preissteigerung sowohl der Boden- als auch der Industrieerzeugraisse geradezu als Prosperität bezeichnen. Viele erblicken dies auch tatsächlich in den heutigen Preisänderungen, diese verlieren jedoch nicht nur die Beamten und Arbeiter aus den Augen, deren Einkommen streng begrenzt ist, sondern auch die sogenannten passiven Gebiete, die Lebensmittel für ihre Ernährung und Erhaltung kaufen müssen. Die höheren Preise der Lebensmittel bringen gewiß ihren Erzeugern größeren Nutzen und dies wirkt sich zweifellos in erster Reihe auf die Landwirtschaft gün stig aus, aber nur auf jenen Teil der bäuerlichen Bevölkerung, der mehr erzeugt als benötigt. Die wirkliche Lage auf dem Lande ist aber bei uns, wie durch statistische Untersuchungen festgestellt wurde, so, daß es verhältnismäßig wenige Landwirte gibt, die mehr erzeugen, als sie selbst verbrauchen, und daß die Zahl jener, die zur Erhaltung ihrer Familien auf den Kauf fremder Produkte angewiesen sind, von Tag zu Tag größer wird. Auch die Erzeuger verschiedener Industriestoffe haben von den jetzigen Preisen Nutzen, vor allem die Bergbauindustrie. Dies sind aber bei weitem nicht alle Bewohner dieses Staa tes und deshalb kann man die jetzigen guten Preise noch lange nicht als ein Zeichen des Wohlstandes des ganzen Landes hinstellen. Damit die gegenwärtigen Preise unserer heimischen Erzeugnisse und allenfalls auch noch höhere dem ganzen Lan de Nutzen bringen und damit wir trotzdem ruhig und im Frieden leben können, ist es notwendig, daß alle jene, die an der Erzeugung dieser Produkte nicht unmittelbar beteiligt sind oder zumindest nicht auf eigene Rechnung, sondern sie verbrauchen, d. h. kaufen müs- sen, irgendwie aus ihrer heutigen Lage herajSKommen. Dies sind, außer einer großen Zahl der armen Bauern, die Bewohner der soge lmuten passiven Gegenden, dann alle Beamte, private und staat’ii he, und schl'eßlich die gesamte Arbeiterschaft. Die gegenwärtige - Preiserhöhung der Lebensmittel hat alle diese Stände bereits betroffen. Eine weitere Erhöhung, ja bloß die Erhaltung der gegenwärtigen Preise längere Zeit hindurch, wäre nicht denkbar ohne gleichzeitige Erhöhung des Einko turn e n s der Beamten und Arbeiter. Sofern dies nicht geschieht, sind zwei mög liehe unvermeidliche Folgen zu erwarten: einerseits Verarmung bzw. noch größere Verelendung dieser Stände und andererseits, als natürliche Folge und j Ergebnis eines unerbittlichen - Wirtschaftsgesetzes, Rückgang des Verbrauches. Augenblicklich besteht zwar keine Gefahr, daß durch die Verringerung des Verbrauches von Lebensmitteln seitens der heimischen Verbraucher, insbesondere was landwirtschaftliche Erzeugnisse anbetrifft, eine neue Krise entsteht. Im Gegenteil, die derzeitige Verteuerung der Lebensmittel agrarischen Ursprunges ist eine Folge der großen Nachfrage aus dem Auslände. Niemand kann aber dafür Gewähr bieten, daß diese Nachfrage immer fortdauern wird und niemand kann behaupten, daß es für die Gesamtheit unseres Landes von Vorteil wäre, wenn ungeachtet dieser idealen Preiserhöhung unserer Erzeugnisse im Auslande im Inlande nichts getan würde, uni die Verbraucher-m a s s e n zu s c h ü.t z e n oder ihnen zu Hilfe, zu kommen. Aus diesem Grunde bildet die gegenwärtige Verteile rung der Lebensmittel in der Regierung Gegenstand ernstlicher Erwägungen, da die Regierung die berufene Stelle ist, in solchen. Fragen eine entsprechende Lösung zu finden. Börsenberichte Ljubljana, 12. d. Devisen. Berlin 1760.02—1773.90, Zürich 996.45—1003.52, London 214.28—216.34, Newyork 4351.05 bis 4387.32, Paris 196.27—197.71, Prag 152.94—154.04, Triest 229.84—232.93; österr. Schilling (Privatclearing) 8, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.04. Zagreb, 12. d. Staatswerte. 2 ein halb proz. Kriegsschaden 408—408.50, per April 408—409, per Mai 408.50—0, 4 proz. 52—53, 7 proz. Investitionsanleihe 88—89, 7 proz. Blair 86.25—86.50, 8 proz. Blair 94—95.50; Agrarbank 194— 196, Nationalbank 7300—0. Aussichten für die diesjährige Ernte Nach dem letzten Bulletin des internationalen Landwirtschaftsinstituts in Rom sind die Klimabedingungen in der südlichen Hemisphäre zufriedenstellend. In den nördlichen Gegenden Europas ist die Lage für Weizen nicht die beste, sie hat sich jedoch in der letzten Zeit gebessert. Im Donaugebiet und auf dem Balkan ist die Situation sehr gut. In USA hat sich die Lage gebessert. In Amerika sind insgesamt 8,500.000 ha bebaut, was zweimal mehr als im Vorjahr ist. Was die anderen Staaten anbelangt, liegen rmf1 keine Angaben vor. Die Tendenz für Mais ist etwas ‘e ster. Amerika hat in der letzten Zeit genügend Ware angekauft, weshalb d'.i Preise gestiegen sind. Man erwartet je doch, daß die Preise weiterhin anziehc" werden. Anziehen der Dauhobpreift Als Folge des jugoslawisch-italie"1' sehen Abkommens haben die Holzpreisc in Slowenien zu steigen begonnen. So sind die Schnittholzpreise um 40 D*' nar pro Kubikmeter angestiegen. U|C Holzhändler hoffen, daß sie in Italien die' selben Vergünstigungen werden erziele" können, wie die österreichischen. Es ’s demzufolge zu erwarten, daß die Hob' preise auch weiterhin ansteigen werde"-Österreich genießt in erster Linie Zol' begünstigungen, aber auch Transportbc' günstigungen. Einzig bei dem Eisenbahn' transport bezahlen die Österreicher um 10 Lire weniger pro Kubikmeter. Aus diesen’ Grunde erwarten die Holzhändler Draubanat mit Ungeduld den Zusammen' tritt des gemischten jugoslawisch-italie"1 sehen Ausschusses, der die gemeinsame" wirtschaftlichen Fragen zu regeln ha • Das slowenische Holz, das in der Haup sache über Sušak ins Ausland beförde^ wurde, wird nunmehr wieder den frühe ren Weg über Rakek und Triest nehme"- X Mit der Frage der WiederzulassmU der Warenhäuser befaßte sich auch d> Sonntag in Zagreb abgehaltene SitzU"S der Zentralrepräsentanz der jugosla'V sehen Kaufleuteverbände. Die Red"e sprachen sich entschieden gegen solc *-Unternehmungen aus, die von Auslände" gegründet und geleitet werden. Die -1 zung befaßte sich ferner mit den Karte len und den Anschaffungsgenossensc IEDREIMUSKETIE Forderungen der Forstwirtschaft Nach Abschaffung der Ausfuhrkontrolle. Mehr Holz nach Italien! In Sušak fand dieser Tage eine gut besuchte Konferenz der Delegierten der einzelnen am Holzhandel interessierten Organisationen statt, um zu einer Reihe von aktuellen Fragen Stellung zu nehmen. Vertreten waren die Industriellenverbände aus Ljubljana und Zagreb sowie die Holzindustrieverbände in Zagreb und Sušak. Den Vorsitz führte der Industrielle Dr. Rekar aus Jesenice. Nach ausführlicher Aussprache wurden verschiedene Beschlüsse gefaßt, vor allem in der Richtung, daß die in der Verordnung über die Reorganisation des Exportförderungsinstitutes des Handelsministeriums enthaltene Reglementierung der Ausfuhr abgeändert wird, soweit sie sich auf die Kontrolle der Holzausfuhr bezieht. Es wurde festgestellt, daß die Reglementierung dem dem Prinzip des freien Holzhandels widerspricht und die Gewinnung neuer Absatzmärkte -2 ' - ~V ,v vH < SÄti i WKW U 1 MW . i M. , :Mye _ 4(1 , - Der Gesandte Eromwells Fast zur gleichen Zeit bekam Herr Mor-claunt, als Ueberbringer einer Eilbotschaft erschwert. Die Regierung wird deshalb j des englischen Generals Oliver Cromwell, f i « • y, . \ 1*1 D- 1"» A1 !\rt r» rrn « I 1 n •* 1c n t*n I tl n 1 /-i r* i Vi ersucht, diese Bestimmung aus der erwähnten Verordnung auszuscheiden. Die Konferenz sprach sich ferner gegen das System der Kontingentierung der Ausfuhr, der Vorzugszölle und der Clearings aus und forderte von der Regierung, bei den bevorstehenden Handelsvertragsverhandlungen, vor allem mit Italien, in der angedeuteten Richtung vorzugehen. Es müssen alle Schritte unternommen werden, um den italienischen Markt für jugoslawisches Holz zurückzugewinnen. Die Konferenz befaßte sich auch mit der Notwendigkeit der Beibehaltung der Akkordarbeit in der Holzindustrie, mit dem Ausbau der Häfen und mit der Preiserhöhung für Bauholz, die in letzter Zeit auch im Ausland zu beobachten ist. Vortritt bei Mazarin. Der Kardinal, der sich von dieser Seite nichts Gutes versprach, zögerte einige Augenblicke, bevor er die Depesche erbrach, als wenn er dadurch an-zeigen wollte, wie wenig ihm im Grunde an ihrem Inhalt gelegen sei. Dagegen begann er Mordaunt in ein Gespräch zu verwickeln. »Sie scheinen mir noch sehr jung für das schwere Geschäft eines außergewöhnlichen Gesandten zu sein.« »Gewiß, ich bin erst 23 Jahre alt, aber die Leiden von 20 Jahren haben mich vor der Zeit gereift.« »So, — Sie haben wohl in ärmlichen Verhältnissen leben müssen?« »Ja, ich hätte eigentlich ein Vermögen von mehreren Millionen erben sollen, wurde aber um alles betrogen.« »Haben Sie denn keine Verwandten, die Ihnen beistehen können?« »Ich habe einen Onkel, er hat mich aber jedesmal von sich gewiesen. Nachdem ich nun aber jahrelang vergebens gesucht und eine trostlose Jugend hinter mir habe, bin ich endlich den Dingen auf die Spur ljUr men. Meine Mutter, deren ich fflic" ganz dunkel von den Besuchen her erlgjtler-die sie bei meiner Amme machte, ist s f zeit von diesem Onkel und vieren s,,a'oe Freunde ermordet worden. Gleichzeitig jer ich erfahren, daß es König Karl I- )var' pc mich meines Adelsbriefes und meiner sitztümer beraubte.« „ gje »Dann kann ich mir ja denken, . wegen dieses Hasses gegen den König te Vorteil darin sehen, Cromwell Ihre Di zu leihen. Es tut mir wirklich leid, daJ ,.a so viel Unrecht haben erdulden müssen- ir n Einfh" Sie bei Ihrem hartherzigen Onkel gelte” werde gerne versuchen, meinen z" machen.« . „mich0 Mordaunt wollte aber dieses Ir inZ\vi' Anerbieten nicht annehmen. Er habe e5 sehen Mittel in die Hand bekommen, a|. ihm bestimmt möglich machen v/ürd lein seine Wünsche zu erreichen. teuf-Schaudernd betrachtete Mazarin “el,ünSreii lischen Ausdruck im Gesicht des; J q6, Mannes. Er unterbrach plötzlich d \\s sprach und machte sich daran, Cror Brief zu studieren. Mittwoch, .den M. April 1935. 7 „MaMorer Zeitung" Nummer A. Go sieht eine Einladung Zur englischen Kvnigs-frömmg am CORONADON OF THEIR MAJESTIB KING GEORGE VI & QUEEN EUZABETH )Y Comm.Mid et- $ he kvicpt v- L.vt Mwh.ri V ii? dirpeted to w mit tim Abbey Ckumk iÄByÄi: | . - H*daMoF/\iau, IQ37 ; M . J JLB-H MänKäL Eine Einladung zu der Königskrönung in der Westminster-Abtei in London zählt zu den begehrtesten Dokumenten (Scherl-Bilderdienst-M.) □ □ ODHDSaHDBaEDenTOBaBDHDHDEaa den, fanden sich 25, die die Körperzelle ten, gegen die sich alle Redner schärf-stens aussprachen. Bei der Regierung werden entsprechende Schritte unternommen werden. X über die Wichtigkeit der Grünver-fütterung bringt das Fachblatt »Poljo-privredni Glasnik« in seiner neuesten Nummer aus der Feder des bekannten Fachmannes Dr .Ivan Šmalcer einen interessanten Aufsatz. Die Landwirte werden auf die Anweisungen über die fachgemäße Konservierung des Grünfutters im Winter besonders aufmerksam gemacht. X Der Verbrauch der Süßwasserfische soll gesteigert werden. Infolge der Erschwerung der Ausfuhr unserer Süßwasserfische nach dem Auslande, wohin in früheren Jahren der größte Teil der in Fischteichen gezüchteten Fische, insbesondere Karpfen, gegangen ist, hat sich die Notwendigkeit ergeben," die Pro dukte unserer Süßwasserfischerei in höherem Maße als bisher im Inlande abzusetzen. In vielen Gegenden unseres Landes werden Fische jedoch nur in sehr beschränkten Mengen gegessen. In Jugoslawien wird im Durchschnitt jährlich je Kopf der Bevölkerung nicht mehr als ein halbes Kilo Fisch verzehrt. Da angesichts der Billigkeit gewisser Fischarten zweifellos die Möglichkeit einer Erhöhung des Verbrauches gegeben ist, hat das Landwirtschaftsministerium eine diesbezügliche. Propagandaktion eingeleitet, durch die, zusammen mit einem gut organisierten Verkauf ein besserer Absatz für unsere Fische im Inland geschaffen werden soll. Dte neuesten Forschungen der deutschen Ehirurgie Fk. Berlin, April 1937. Von jeher legte die deutsche Chirurgie Wert darauf, die Technik des operativen Vorgehens zu größter Vollkommenheit zu entwickeln und dadurch alle notwendigen Eingriffe so lebenssicher Wie möglich zu gestalten. Gleichzeitig aber strebt sie danach, die biologischen Bedingungen ihres Fachgebietes nach Jeder Richtung zu erweitern und aus-2ubauen. Um dem Kranken zu helfen, beschränkt man sich nicht nur auf die rein chirurgischen Maßnahmen, sondern zieht alle Hilfsmittel heran, die irgendwie nutzbringend sein könnten. Die Verwendung von Licht, Wasser, Uebung und Diät galten zu allen Zeiten als wertvolle Heilfaktoren. Professor Schönbauer (Wien) brachte °uf der diesjährigen Chirurgentagung in Berlin hiefür ein anschauliches Beispiel Über Hirnchirurgie. Um die Quellung des Gehirns, die nach Operationen eine störende und nachteilige Wirkung ausüben kann, zu verhindern, wird sechs Tage vor der Operation eine wasserentzie-bende salzarme Diät verabfolgt und da-’nit ein vorzüglicher Erfolg enfielt. in der Krebsbehandlung wiederum sind die einzig praktischen und brauchbaren Heilmittel die Operation, sowie üie Röntgen- und Radiumstrahlen. Prof. Bauer (Breslau) zeigte in einem großen Referat über Geschwulstforschung die vielen Ursachen auf, die für die Krebs-®ntstehung in Frage kommen. Neben üen bereits in Fachkreisen bekannten. Wurden eine Anzahl von neuen eqt-üeckt. Als cnemische Ursachen sind der Feer-, Paraffin- und Anilmarbeiterkrebs bekannt. Durch Kreuzung und Rückkreuzung beim Tier ist ferner der Beweis erbracht worden, daß vererbte Anisen eine große Rolle spielen. Krebs-^rregend wirken ferner Röntgen- und “adiumstrahlen, bestimmte Parasiten, ironische Reize verschiedenster Art Utl(l schließlich Stoffe, die im Körper Selbst entstehen: Diese Fülle von Urschen wirkt zunächst verwirrend, aber scheint, daß nun doch eine gewisse Jrdnung und Uebersicht in der Krebs-T°rschung gebracht worden ist. indem Dan das Verschiedenartige unter ein-eitlichen Gesichtspunkten zu sehen be-fnnt. So hat Prof. Bauer festgestellt, in den vielerlei chemischen Mitteln, die Krebsbildung anregen, überall atlz bestimmte chemische Verbindun-|6n der Kohlenwasserstoffgruppe auf-^efen. Unter den vielen Kohlenwasser-°Een, die daraufhin untersucht wur- zur krebsigen Entartung bringen können. Als wirksamster Bestandteil wurde das Benzyprin erkannt. Es läßt sich aus Steinkohlenteer gewinnen und kann unter Umständen zu Heilzwecken verwendet werden, denn die Röntgen- und Radiumbehandlung des Krebses hat ja gezeigt, daß diese Strahlen, die unter bestimmten Bedingungen Krebs erzeugen, j bei zweckmäßiger Verwendung zu ei- [ nem hochwertigen Krebsheilmittel werden können. Es ist daher nicht ausge- j schlossen, daß man hiermit das Aus-1 gangsmaterial1 für die Gewinnung eines 1 Krebsheilstoffes gefunden hat, denn die Versuche durch Bepinselung von Hautkrebs mit BenzypriiVhaben überraschende Erfolge gezeitigt. Prof. Sauerbruch (Berlin) hat die Beziehungen der Hormone und der Blutdrüsen zum Geschwulstwachsen zu klären versucht. Er hat nämlich die Erfahrung gemacht, daß bei ungenügender Funktion der Geschlechtsdrüsen, sowie bei deren Entartung Krebsbildung ein-treten kann. Auch die Hirnanhangsdrüse, sowie die Milz . spielen eine Rolle. Damit erklärt er auch, warum der Krebs meist als Alterskrankheit erscheint, denn dann sind die Keimdrüsen nicht mehr in normaler Tätigkeit. Aus allen diesen Andeutungen geht hervor, daß der diesjährige Chirurgenkongreß gerade für die brennendsten Fragen, die die gesamte Heilkunde zurzeit bewegen, eine Anzahl von Antworten gebracht hat, die neue Anregungen enthalten, allerdings aber noch zu keiner Lösung des Gesamtproblems geführt haben. Büikeesekau b. »Narodna odbrana«, Organ der »Narodna odbrana«, Beograd, Pašičeva 8. Aktuelle Beiträge über Volk und Staat. b-. »Planinski vestnik«, Organ des Slo wenischen Alpenvereines, Ljubljana. Erscheint monatlich, Jahresbeitrag 50 Dinar. Mustergültig ausgestattete und reich illustrierte slowenische Bergsteigerzeitung. b. Jugoslawischer graphischer Kurier, Organ der jugoslawischen Druckereibesitzer. Beograd, Obiličev venac 3. Veröffentlicht Beiträge aus dem Druckereigewerbe. b. »Jadranska straža«, Organ der »Jadranska straža«, Split. Erscheint monatlich. Reiche illustrierte Revue. Propagan daschrift für unser Meer. b. Faktorski Glasnik, Organ des jugo-goslawischen Faktorenverbandes, Zagreb, Domjaničeva ulica 9. Erscheint monatlich, Jahresabonnement 60 Dinar. Außer sonstigen Beiträgen werden in der vorliegenden Nummer 4 die Berichte der Jahreshauptversammlungen der Sektionen Ljubljana und Zagreb veröffentlicht b. Grafička Revija, Zeitschrift für die Vervollkommnung des Buchdruckes. Fachartikel mit einer Reihe von Kunstbeilagen Zagreb, Deželičeva 2. Erscheint vierteljährlich. Jahresbeitrag 100 Dinar. b. »Trgovski tovariš«, Organ des Kaufmännischen Vereines »Merkur« in Ljubljana und der Slowenischen Kauf-" leutevereinigung in Maribor und Celje, i Erscheint monatlich. Jahresbeitrag 36, Einzelnummer 5 Dinar. b. »Delavsko zavarovanje«, Erläuterungen für die Arbeiterversicherung für Arbeitegeber und Arbeitnehmer seitens des Kreisamtes für Arbeiterversicherung. Ljubljana. b. Zeit im Querschnitt. Verlag Dr. Jos. Frede, Berlin. Erscheint jeden 1. und 15. im Monat. Aus dem Inhalt der vorliegenden Nummer: »Die deutsche Presse im englischen Licht«; »Kirche und Theologie in Großbritannien« usw. b. Agnes Miegel: Das Bernsteinherz. Erzählungen. Mit einem Nachwort von Prof. Dr. Erich Jenisch. (Nr. 7345.) Kartoniert 35 Pf., Pappband 75 Pf., im Meisterhand (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun.. Verlag, München. b. Mirko jelusich: Streit um Agnes. Erzählungen aus der Stauferzeit. Mit einem Nachwort von Robert Hohlbaum. (Nr. 7346-47.) Kartoniert 70 Pf., gebunden 1.10 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. b. Sven Hedin: Wildes, heiliges Tibet. Mit zahlreichen Zeichnugen vom Verfasser: Aus dem Schwedischen übertragen von Dr. Theodor Finde. (Nr. 7334.) Kartoniert 35 Pf., gebunden 75 Pf. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. b. Ulrich Sander: Das Gefecht von Kalkehmen. Erzählung. Mit einem autobiographischen Nachwort. (Nr. 7349.) Kartoniert 35 Pf., Pappband 75 Pf., im Meisterhand (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. b. Hans Franck: Fiedelfite. Novelle. Mit einem Nachwort von Dr. Hans Knudsen. (Nr. 7336.) Kartoniert 35 Pf., im Meisterband (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. b. Heinrich Hauser: Die Flucht des Ingenieurs. Novelle. Mit einem Nachwort von Benno Reifenberg. (Nr. 7348.) Kartoniert 35 Pf., Pappband 75 Pf., im Meisterband (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. b. »Divini Redomptoirs«. Ueber den gottesleugnerischen Kommunismus und »Mit brennender Sorge« über die Lage der katholischen Kirche im Deutschen Reich, 80 Seiten. In farbig bedrucktem Umschlag 0.50 Schilling, 30 Reichsmark. Tyrolia-.Verlag, Innsbruck—Wien. Suod Reorganisation Ser Srauen-Leichtathletil Der Jugoslawische Leichtathletik-Verband will Heuer der Frauenathletik ein ganz Do sondere* Augenmerk zuwenden. Aus Reihen unserer besten Athleten sollen Instrukteure für die Leichtachlctinnen gewonnen werden. Auch, ist bereits eine ganze Anzahl von Ber anstaltungen vorgesehen, darunter «ud) meh re re internationale Wettkämpfe. W'e bereits feststeht, werden tun 19. Jun! in Beograd, am 20. Juni in Pančevo, am 24. Juni in Borovo und am 27. Jun: in Zagreb internationale Fraucnsestspiele stattsinden, an denen fid) auch die Auswahlteams von Oesterreich, Ungarn, Italien und Rumänien beteiligen werden. Ob auch Slowenien bcr-aiigezogen werden soll, hängt von dem vifer unserer Sportlerinnen ab. Als Sportwart für die Frauenathletik wurde vom Leichtathletikverband Ar Bekannte Beograder Läu fer Stefanovič ausersehen. : SK Raptd. Heule, Dienstag, Sitzung des Hauptausschusses. Um vollzähliges und pünktl'cheL Erscheinen wird gebeten. : Ehrende Berufung. Der Obmann des Sportklubs „Rapid" und bekannte heimische Tennismeister Dr. Otto Blanke wurde als Mitglied des technischen Ausschusses in die Leitung des Jugoslawischen TenniSver-bandes berufen. : Die Jahreshauptversammlung des S. S. K. Maribor findet Mittwoch, den 28. d. um halb .20 Uhr int Jagdsalon des Hotels „Orel" statt. : Der Mariborer Wntersportuntervervaud hält Sonntag, den 18. d. um 9 Uhr im Jagdsalon des Hotels „Orel" seine diesjährige ordentliche Jahreshauptversammlung ab. : Aus Südafrika zuriickxekehrt. Gestern nachmittags sind nach Zagreb Pallada und Mitič von ihrer Südafrikatournee zurüd-gekehrt. Dagegen nehmen Kukuljevie und Tun'ec noch an den Tennismeisterschaften in Neapel teil. : In der MtionalUga spielen am kommenden Sonntag: Gradjanski—Jugoslavija in Beograd, (fcnccntna—HAZK in Zagreb, Hajduk—Ljubljana in Split, S-lavija und BASK in Osijek und BSK—Skavija m Sarajevo. Mittwoch, 14. April. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Jugendstunde. 18.40 Juridischer Vortrag. 19 Nachr., Nativ nalvorkrag. 20 Opernübertragung. — Beograd, 18 Volkslieder. 18.30 Deutschkurs. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Von Wien. — Prag, 18.10 Deutsche Sendung. 19.20 Militärmusik. 20.20 Festkonzert. — Zürich. 10 Kammerkonzert. 18 Jugendstunde. 20 Bunker Abend. — Budapest, 18.30 Zigeunermusik. 19.30 Oper. — Paris. 18.15 Violinkonzert. 19.15 Schallpl. 20.30 Lustspiel. — London, 19 Konzert. 20.45 Varietee. — Mailand 17.15 Leichte Musik. ,21 Oper. — Wen, 7.10 Schallpl. 12 Konzert. 16.05 Alte und neue Schlager. 17 Konzertstunde. 18.10 Vortrüge. 19.35 Joh. Brahms-Abend. — Deutschlandsender, 18 Kammermusik. 19 Unterhaltungsmusik. 20.10 Opernmusik. Berlin, 18 Konzert. 19.15 Schallpl. 20.56 Lieder. — Breslau, 18 Konzert. 19 Tanzmusik. 21.15 Bunter Abend. — Leipzig, 18 konzert. 19.30 Hörspiel. 21 Deutsche Meister. — München, 18 Bunter Feierabend. 19 Rundfunkorchester. 20.45 Wiener Lieder. Fernsehen für Reisende. Die Leitung der englischen Eisenbahngesellschaft „Southern Railway" hat beschlossen, in einem der Wartesäle aus dem Londoner Waterloo-Bahnhof die Ikebertraguu-gen des Londoner Fernsehsenders vorzusüh ren. Der Eintritt in die -„Fernsehstube" ist unentgeltlich, bleibt jedoch nur den mit Fahrkarte versehenen Reisenden Vorbehalten. Falls sich diese Maßnahme bewährt, sollen auch in anderen Bahnhöfen „Fmt-sehstubeu" eingerichtet werden. + m kasete gtosse ftüidimmkUoa dmeti mt sekt katm ieä! lfllll!A!h ^^zen Sie die Gelegenheit ausi Diesen praktischen KADET-BOX Photoapparat samt 3 ISOCHROM Filme erhalten Sie bei jedem Photohändler. p u e cgjcyyyt s Jdeinec Anzeiger ye&stkiedeaes Warnung! Warne hiemit jedermann, auf unseren Namen Geld noch Geldeswert zu borgen, da wir für niemanden zahlen. Fr. u. Kr. Prohaska, Maribor. 3740 ßmiääiea ■KiSäSSgiBIS'.SelSiaBHHM Gutgehendes Gasthaus, neugebaut. 10 Jahre steuerfrei, sofort billig zu verkaufen. — Adr. 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Antr. unter »Bachern« an die Verw. 3651 Kaufe für Bargeld Einlagebuch der Mestna hranilnica bis 200000 Din. Anträge unter »Nr. lOo« an die Verw. 3693 Registrierkassa zu kaufen gesucht. Zuschriften unt. »Kaufmann 500«. 3748 2a yetkaufea Trifailer Zement und Kalk, immer frisch, jede Menge franko Haus kaufen Sie billigst bei Albin Čeh, Betnav-ska c. 4. 3757 uetadeiea Vermiete sofort möbl., reines, sonniges, separ. Zimmer. Tattenbachova 24-11. Tür 7-3742 Vermiete schön möbl. Zimmer mit 1 oder 2 Betten. — Sodna 26. Tür 2. 3759 Möbl. Zimmer an einen soliden Herrn zu vermieten. Krekova 5-1. 3758 Wohnung und Kost zu vergeben. Preis 400 Din. Koroška c. 26-1, Tür 8. 375-0 Großes, leeres Zimmer, ev. für Kanzlei, zu vermieten. — Aleksandrova c. 55-11, links. 3754 Möbl. Zimmer an einen Beamten oder Offizier zu vermieten. Beograjska 8, vis-a- vis Art-Kaserne. 3755 2a atieiea gesadrt Fräulein sucht möbl. Spar-herdzimmer. Anträge unter »Naslov« an die Verw. 3743 Leeres Zimmer mit Kost wird gesucht. Anträge unt. »Zwei« an die Verw- 3744 j ^27LLW» Webmeister, 35 Jahre alt. Textilschule, langjährige Praxis, firm auf Schaft-, Jagu-ard- und Caro. Baumwolle. Leinen, Kunstseide, sucht sich zu verändern. Zuschriften unter »Webmeister« an die Verw.______________________3619 Zwecks Vervollständigung in der deutschen Sprache sucht 24-jähriges besseres Fräulein mit Haushaltungsschule Stelle in deutscher Familie als Stütze der Hausfrau, Kinderfräulein oder ähnliches. Offerte erbeten unter »20« an die Verw. 3620 Offeae Sleitea Für Maribor und übriges Steiermark Vertreter für den Verkauf von Fahrrädern, Motorrädern und Nähmaschinen gesucht. Offerte unter »To-varna« an die Verw. 3461 Perfekte Gasthausköchin, die auch Fischbereitung versteht, wird per sofort gesucht. Anzufragen in der Verwaltung. 3751 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des Hinscheidens des Herrn Johann Rantner sagen wir allen Bekannten und Freunden den aufrichtigsten Dank. Besonders danken wir der hoch w. Geistlichkeit, den Spendern der vieler, schönen Kränze und Blumen und allen, die dem Verewigten auf dem letzten Wege die Ehre erwiesen. Maribor, den 13. April 1937 3747 Die trauernden Hinterbliebenen. Versierter Zuckerbäcker für Kanditen, feine Bonbons, Kekse- und Teegebäckerzeugung wird sofort aufgenommen Ausführliche Dienstanträge an »Poštni predal 13, Celje«. 3752 Jüngere Friseurin und Lehrmädchen für Dauerposten gesucht. Banič, Tržaška 63. 3756 fuade - l/eduste Veroren. Kanarienvogel entflogen. Gegen gute Belohnung abzugeben: Slovenska 40. 3745 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des schweren Verlustes, sowie für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse und die schönen Blumenspenden sagen wir allen Freunden und Bekannten innigsten Dank. Insbesondere danken wir dem Arzt.Herrn Dr. Marinič, der aufopferungsvollen ehrwürdigen Schwester Digna für die liebevolle Pflege der Verblichenen sowie auch dem hochwürdigen Pater Valerian. Maribor, den 13. April 1937. 3746 Die tieftrauernde Familie Kaiser. bei Kranzablösen. Ver.d chen und ähnlichen Anlass- , der Antituberkulosenlioa Maribor! Spenden ,™;,r nimmt auch die »Mariba Zeitung«. ^ Sr0M4et$M'2udk Roman von Bernhard Lonzer Copyright by Gustav Neugebauer, Prag 1. 18 „Sie glauben also, sich leine Gedanken über sie machen zu brauchen?" „Das glaube ich ganz bestimmt." „Das wäre ja recht erfreulich. Da können Sie sich ja auch in dieser Hinsicht völlig frei und unbeschwert fühlen." Ja, das konnte er. Neberhaupt — er halte sich noch nie so frei gefühlt wie in diesem Augenblick. Wie gut, daß Irene Böllinghaus das in diesen Rahmen geleitet hatte! Vielleicht hatte sie ihm helfen wollen, Klarheit über sich selbst zu gewinnen. Ja, inan war erst jetzt ein richtig freier Mensch. Man brauchte sich in der Rolle des wider Willen Verlobten nicht mehr so unsicher und bedrückt zu fühlen, konnte den Augenblick und die kommenden Tage ruhig genießen. Ewig würden sie ja ohnehin .sicht dauern, man sollte also jeden Augenblick des Zusammenseins mit diesen schönen, eigenartigen Geschöpf voll auskosten. „Ich muß Ihnen wirklich dankbar sein, daß Sie mich so ohne mein Wollen verlobt haben", lächelte er. „Ich gewinne dadurch ein paar sehr schone Tage und Wochen. Ist das nicht unverdientes Glück?" Irenes Blick wurde dunkel. Wie ein leiser Widerstand keimte es in ihr auf. Glaubte der junge Mann etwa, ein loses, angenehmes Spiel zu finden, mit dem man sich gern beschäftigte, um über leere Stunden hinwegzükommen? O, nein, da irrte er sich! Ihr ging es um mehr als ein flüchtiges Spiel, das man vergaß, wenn es vorüber war. Aber ihr augenblickliches Mißtrauen war wohl doch unberechtigt. Rainer Dett-mar gab der Situation wohl absichtlich eme leichte Note, um mit Anstand darüber hin-wegzukommen. Man mußte das verstehen. „Wir wollen es abwarten, ob Grund zum Danken vorhanden ist", sagte sie und begann von etwas Gleichgültigem zu sprechen. Als das Konzert zu Ende war, begann sich der Garten langsam zu leeren. Nur hier und da war noch, ein Tisch besetzt. Sie überlegten, wo und rote man den Rest des Tages verbringen sollte. „Ich schlage vor, wir essen im „Roten Hirsch" zu Abend", sagte Rainer. „Sie werden es dort vielleicht ein bißchen spießerlich finden, aber man bekommt dort eine gute Flasche Wein, und auch die .Küche ist vorzüglich. Und dann — Gvoßstadleben kann ich Ihnen hier natürlich nicht bieten, aber man kann ja so bescheiden sein, wenn man will, nicht wahr? Jung veerlobt zu sein, ist ja schon allerhand, was will man da noch mehr! Ja, also dann . . . Ein Biergarten? Bei aller Bescheidenheit zu simpel für den heutigen Tag. Ein gewöhnliches Cafe? Zu öde und langweilig, zu pomadig. Theater? Kommt nicht in Frage, da spielen wir selber viel besser. Im Kino können wir unsere Verlobung auch nicht feiern. Ueberhaupk, wenn ich mir vorstelle: Kino! .Heute! Sie sehen, es kostet mich erhebliche Anstrengung, Sie gebührend zu unterhalten. Hoffentlich würdigen Sie den Schweiß, den ich dabei vergieße." „Ich glaube kaum, daß ich Ursache dazu habe. Im Gegenteil, ich finde, daß Sie trotz Ihrer betonten Bescheidenheit recht anspruchsvoll sind. Oder sind Sie es nur heute?" „Versteht sich. Wenn mau frisch verlobt ist! Also alle Ursache dazu! Bedauerlich, wenn Sie anderer Ansicht sein würden! Sie sind doch auch verlobt, müssen also doch den gleichen Schwung haben wie ich. Ja, da bleibt also eigentlich nur das „Cafe Regina". Tanzkaffeehaus allerdings. Attraktion dieses Städtchens. Heimliche sonntägliche Sehnsucht verliebter Herzen aus Stadt und Land. Stark frequentiert von allen Graden der Eleganz, von der echwn bis zur zurechtgemachten. Es hat da alles einen gewissen mondänen Anstrich, man kann der Musik zuhoren, sich von ihr einhüllene oder mitreißen lassen. Kann dem Tanz zuschen oder selber tanzen, wenn man Lust hat. Man kann Studien machen, je nach Bedürfnis seiner lieben Mitmenschen lüstern oder sie anziehend finden. Mokka, Wein, Schweden-Punsch und sogar amerikanische Drinks genießen. Mehr weiß ich nicht zu sagen, um Ihnen den heimischen Leckerbissen schmackhaft zu machen." „Es genügt vollkommen. Ich bin jetzt schon ganz hingerissen", enkgegnete Irene, eine merkwürdig gedrückte Stimmung gewaltsam von sich weisend. Sie hatte plötzlich das Gefühl, das; Rainer ihr überlegen war, daß sie sich von der Entwicklung der Dinge treiben lassen mußte, die sie selbst herbeigeführt hatte. Was er da hervorsprudelte, tmr betonte Leichtigkeit. Vielleicht, nicht ganz echt, aber doch ein Beweis, daß er die Dinge von der leichten Seite nahm. Oder war es nur so eine Art Galch' Humor bei ihm? Sie aßen im Roten Hirsch, einem gen, gut bürgerlichen Restaurant. Wein verhalf Irene dazu, auf Rainers le^J len Ton eingehen zu können. Sie ch"'" nicht, daß es ein plötzliches, tiefes, ganz sinniges Freudengefühl war. das ihm dnv Ton verlieh. Dann suchten sie das Cafe Regina :;‘j. Es war verhältnismäßig früh, und so ch lang es ihnen, einen kleinen Tisch unnriU^ bar am Rande der Tanzfläche zu Ein Kännchen Mokka vor sich, saßen gegenüber, wie zwei Menschen, die sei: ^ ger Zeit zueinander gehörten. Sie hatten keine Ahnung, daß gleichfalls in der Stadt war. Als Enta A Hort hatte, daß Irene mit Rainer nach Stadt fahren würde, hatte ihr Entschluß ^ fort festgestanden. Die Genugtuung, J.u beiden das Zusammenaein ein bißchen ^ versalzen, ließ sie sich, nicht entgehen! ^ , überhaupt — man mußte sehen, wie beiden sich gaben, mußte wissen, wie Wirklichkeit miteinander standen. Um " Preis! Gesichter würden sie ja ww) wemr man so unerwartet auftauchte! konnte sich schon jetzt daran ergötzen! Erika nahm also den imposanten. nagelneuen Wagen und fuhr los. 5tn ^ würde sie die beiden schon. Es kamenGA. einige wenige Lokale in Frage. D V-L noch ein paar Gärten. Sie ging plannmb zu Werke, suchte eine der in Frage ^0Iltm£lCl-den Gaststätten nach der anderen ab. f. sie fand die Gesuchten nicht. Das Kassiel ^ Regina hatte sie von vornherein ausgem ^ men. Sie wußte, daß Rainer sich uwv aus dem Tanzen machte, und 3rc’IC diese steife, gefühllose Puppe ich chck J " danach aus. Wer nun, nach der ersolg^-^ Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor« Druck