LMllcherMMtllng. Nr. 133. Pliinuincr »tionSpreit< - Jin Comptoir ganzi. si. II, bl,!!>>, N. 5.50. Fi>r die Zlist^Luuss ill« Hnu« hall'j. 5><, lr '))!il b« Post ^i»zj. ft. 15, dalbj. fl. ?.5l>, Freitag, 7. Juli Inseltionsge bll hr bi, 10 Zeilen: Imal 60 lr., ^m. Wfl., »!!!. l fl.; sonst pl. Zeile lm. t! lr., i!m. , ll. 3m. 10 li. u. s. iv. In!ertiol!«stcmpel jebesm. 30 ll 1871. Aintlichn Theil. zlicr gen'^nsamc Oberste Rechnungshof lmt den Titular-Militär-Rechnungsrath Johann Rocsc, die Mililä, -NechnuugSosficialc Antun Pfeiffer und Franz Kresse, den Ncchnungsofficial beim Reichsfinanzmini' stcrium Franz Moricz, den Ncchnnngsofficial dcS t. ungarischen Finan'ministcrinms Lndwig Seiler lind den Rcchmingsosficial beim t. ungarischen Staatörech-nuugshofc Karl v. Much may er zn Rechnungsräthcn dieser lzcmcinsnmcn Ecntralslcllc ernannt. Nichtaintlicher Theil. ZU5 >cm Dcrrcnhausc. vaibach, (i. Juli. In den Annalen der jüngsten Parlamcnlsgesctiichtc wird dic vorgestrige Sitzung d^s Herrenhauses immer eine glänzende Stelle einnehmen. Das Erscheinen Ihrcr laiserl. Hoheiten der Erzherzoge i,u Herrenhause nach fast dreijähriger Abwesenheit ist gewiß" eine Thatsache, die jcdcu Freund dci! Eonstitulionalismus mit lebhaftester Befriedigung erfüllen muß, da in derselben das Interesse der höchsten Kreise im Staate an der Eulwicklung des conslitulioncllcn Lcbms seiucu uollslcu praktischen Ausdruck findet. Ebenso erfreulich ist dic Theilnahme dcö österreichischen Epiecopats au den Berathungen des Hauf^. Welche Mol.ve immer diese hohen Würdenträger im Staate drm Beralhungösaale miseres Herrenhäuser f.rn gehalten h^dcn mögen, sie verschwinden hentt vor der Thatsache der eincuerleu Betheiligung au den, constitutioncllcn Apparat und bezeugt dieselbe, daß die Verfassung auch in diesen Krci,cn als jener Boden anerlaunl ist, auf dem allein die innere Entwicklung zum Wohlc dcs Staates gefördert werden kann. Dieser in den bei den hochinteressanten Ereignissen der vorgestrigen Hcrrcnhal^siizung ucrlölfterten Wahrheit lann sich auch jener Theil der Wi.ner Presse uicht entziehen, welcher bei aller Opposition sich doch wenigstens so viel Objeo tiviläl bewahrte, um nicht poliüschc Erscheinungen von so hoher Bedeutung ciuer vom erbittertsten Partcihasse durchzilterten Kritik zu unterziehen und der Bcvölleruug helles Weiß für Schwarz auszugeben, wie es leider bei anderen Wiener Iournalcu der Fall ist. Ein besonders lluertenncnswcrlhcs Beispiel hicfür bildet die „Neue Freie Preffe," welche selbst zwar von des oppositionellen Gedankens Blässe angekränkelt, über das Erscheinen Ihrer laiscrl. Hoheiten der Herren Erzherzoge eine Reihe von Combinationen anstcllt, diese jedoch als unzulässig fallen läßt, um folgende Bemerkungen daran zu knüpfen: „Es bleibt uus keine Wahl, als dem Ereiguiß eine gute Dcutuug zu geben. Am Ende muß doch wohl der Verfassung selbst jetzt nicht jene Gefahr, welche in so weiten Kreisen als die unausbleibliche Folge der Hohen-warl'schen Politik vermuthet wird, drohen, wenn in diesem Augenblicke noch Mitglieder der kaiserlichen Familie persönlich ihre verfassungsmäßigen, parlamentarischen Rechte wieder auszuüben beginnen. Es ist doch wohl kaum denkbar, dah die kaiserlichen Prinzen sclbcr noch hcrbcitäucn, Zeugen dcS kläglichen Schauspieles zu sein, wenn cS in Wahrheit darauf abgesehen ware, die Verfassung, wie eine des Redens unwcrlhc Mißgeburt, aus der Wclt zu schaffen. Die nächsten Blulsvcr. wandtcu des KaiferS würde mau nicht ohuc Noth sich noch in letzter Slundc einer Versammlung beigesellen lassen, die bcrcils dem Schicksale verfallen wäre." Die „Tagcsp reffe" blickt mit bangem Zweifel auf das Erscheinen der hohcu Kircheusürsten, bemerkt je-doch gleich: „Hätte auch ihr Wiedcrcrschcincn cinescind-ftl'gc Äcdcntuug. so würde dnse reichlich durch den Umstand ausgewogen, daß gleichzeitig die Mitglieder des kaiserlichen Haufes wieder ihren Sitz im Parlamente eingenommen Die Mission der kaiserlichen Prinzen kann es unmöglich sei», dcu Boden zerstören zu helfen, welchen dcs Kaisers Wille abschaffe.,, des «aisers Wort geheiligt. Wlr zögern deuu auch nicht, dem in Rede stehenden Ereignisse des Tages die freundlichste Bedeutung für die Verfassung zuzuschreiben. Wir werden laum irren, wenn wn annehmen, daß dem Wicdererschcinen der Kirchenfürstcn im Hcrrcnhausc ein ernstes Wort des Kaisers vorausgcgaugcu ist, eiu Wort, das leine Deutelei zuläßt, au dem uicht gerüttelt werden darf, ein Wort. welches leiue Zweifel mehr darüber gestaltet, daß der Kaiser bei aller Versöhnlichkeit und allein Entgegen» kommen unabänderlich entschlossen ist, der Verfassung Achtung uud Geltung zu verschaffen. Bestärkt werden wir in dieser Auffassung auch durch die Rede des Grafen Hohcnwart, welche — bis auf die Stelle über die Wahlrcform — jeden österreichischen Patrioten mit uu-gelhciltcr Äcfr cdigung ersüllci, muß. In klaren, bündi-gcu uud entschiedenen Worten erklärt der Ministerprä' sident: „Der Hauptzweck der Regierung, der eben vor Allem erreicht werden muß, das ist die vollsla'ndiqe Anerkennung und frslc Begründung der Verfassung." So kann die Leichenrede des Dcccmbcrstatuls, zu welcher die Kirchenfürstcn sich eingcfundcu haben sollten, doch wohl unmöglich lauten. In dem Wiedereintritte der Kirchen-fürstrn crblickrn wir deshalb cincn Erfolg der Vcrfas-fung, uud das Vcrdicust, welches sich Graf Hohcuwart dabei erworben, anerkennen wir bereitwilligst." Das „Oesterr. Journal" gibt seiner Befriedigung über das Erscheinen der Herren Erzherzoge voll« stcn Ausdruck und bemerkt: „Die Erzherzoge Oesterreichs können nicht auf dem Boden einer Ve,fassung erscheinen, die gebrochen werden soll. Die Minister des Kaisers von Oesterreich können uicht bei ihm befürwortet haben, daß die Prinzen feines Hauses in demselben Augenblicke eine verfassungsmäßige Funktion ausübeil, wo sie — die Minister — die Verfassung, welche diese Fuuclion ermöglicht und garantirt, zn verletzen im Begriff siud. Das Erscheinen der Erzherzoge im Herren-Hause ist eine so feierliche Erneuerung und Vctrüfligling des BcrfassungSgclöbnisses, wie Sc. Majestät und das kaiserliche Haus sie nnr acbcu können. Darin liegt die erfreuliche und große Bcdcnlung dcS hculigcu Vorgangs. Die Krone hat dem Lande ein ueucS uud starkes Pfand für treu verfassungsmäßiges Regiment gegeben. Bei keinem Unbefangenen kann die beruhigende Wirkung fehlen. DaS Land wird die eindringliche Gcrcdtsamtcil dieses stummen Actes vcrslchcu und wiudigeu. Wie schr dies Ercigniß ein Erfolg ist für das jetzige Miuisterium, ist daneben von verschwindender Bedeutung. Aber er-wähul muß cS werden: DaS Ministerium, welches von der Krone diesen Act eines nencu Pfandcö der Beruhigung für das Land erwirkt hat, hat damit zuqlcich einen ncucu Beweis des allerhöchsten Vertrauens in wahrhaft solenner Form erhalten; Krone und Dynastie bekunden ihm damit, daß es bei ihneu fest steht." Laibach, 6. Juli. Die uug arische Delegation nahm gestern das Exlra-Ordinarium des HccrcSbudgctS nach dem Aus-schnßbcricht au; heule Abstimmung über die Post: Neue Gcfcstigungswcrlc in Kratau. DaS Referat bcS Finanzausschusses über die Provision von Vorschußgcschästen für 1871 wurde mit Zustimmung Lonyay's angenommen. Der Schluß der Reichsraths-Session, und nach anderer Version die Vertagung des Reichsralhes, wird sicheren Nachrichten zufolge Ende dieser Woche stattfinden. Am Montag wird die Reichsraths'Delcgation mit der Berathung des Kriegsbudgets beginnen. Der Schluß der Delegations-Session wird Mitte Juli erfolgen. Als Einberufungslermil, für die Landtage wird die zweite Hälfte dcS Monats August bezeichnet. Ein Wiener Blatt veröffentlichte vor einigen Tagen eine angebliche telegraphische Depesche aus Madrid vom 30. Iuui über Gerüchte vou Streitigkeiten und Zerwürfnissen zwischen dein Minister. Herrn Sagasta uud dem Marschall Serrano, welche ein Duell zur Folge haben würben. — Die „Wr. Abcndpost" wird nun von competcutcr Zeile ersucht, diese ganze Erzählung, welche auf völlig unbegründeter Erfindung beruhe, als solche zu bczcichuen. Die „Ocstcrr. Corr." enthält folgende Note: Der t. und k. Gesandte Freiherr v. Kübcck wird, wie wir vernehmen, seinen ursprüuglichen Instructions entsprechend, mit einem Theile des Gcsandtschaftspersonals morgen ft. Juli) sich an den nunmehrigen Sitz der königlich italienischen Regierung. bei welcher er beglaubigt ist, bcgcbcu. Die Geschäfte, welche dem Herrn Gesandten Z obliegen, gestatten aber nicht, baß er schon kurz nach ! seinen» Eintreffen in Rom den ihm langst bewilligten Urlaub benutze, und wird Baron Kübcck dcuu:ach mehrere Wochen dafelbst verweilen, ehe er seine Urlaubsreife antritt. __. Selbst die legiti.uistischen Pariser Organe erkennen den republikanischen Eharaltcr der staltgefundencn ^ Wahlen an. Die republikanischen Journale sagen, man könne jetzt d,c Republik als definitiv begründet in Frankreich betrachten. Andere Journale drücken die Ansicht aus, daß die Wahlergebnisse in Paris die Regierung und die Nationalversammlung bestimmen werden, nach Paris zurück-zukehren. Dem „Journal dc BruxelleS" wird aus Versailles unterm 3. d. telcgrafthirt: Der Graf von Paris und sein Bruder, der Herzog vou Eharlrcs, sind gestern nach Belgien gereist, um dem Grafen von Ehambord ihre Aufwartung zu macheu. Letzterer erwartet seine Be-sucher in Brügge, wo er gestern angekommen ist. Interessant ist folgende, auf die Modalitäten der Zahlung der Kriegsentschädigung bezügliche Notiz der Spcuer'schcn Zeitung: „Bis zur Grenze trägt Frankreich die Kosten des Transportes, von dort bis Berlin Deutschland. Unverzüglich nach Eingang der Summe wird die Vcrlhcilung an die Einzclstaaten derart vorgenommen, daß vorweg diejenige Summe zurückgeschoben wird, welche zur Tilgung der cmittirlcn norddeutschen KriegSanlchen (fünfperccntige Schatzanwci-sungen mit kurzen Sichten) erforderlich ist. Als u n-mö glich halte sich schon in Versailles die N a ch z ä h> lung der KriegScontridution herausgestellt. Es werden nur die einzelnen Säcke und Kisten, nicht ihr Inhalt controlirt. Ausreichend ist, einige Säcke durchzählt!, zu lassen und nach dem Gewicht derselben andere nachzuwiegen. Mit dem Durchzählen würden sämmtliche Nassebcamlen des deutschen Reiches uicht bis Ultimo December fertig werden. Da nothwendig ist, die eingehenden Senduugcn auf Treu und Glauben als richtig laut Declaration anzusehen, so werden auch die Holzlisten, in denen die Säcke verpackt sind, zurückbehalten und dem Zahler vom Empfänger vergütet. Die Gelbsäcke werden Frankreich vergütet, das Stück mit 2 Sous oder 10 Pfennigen; es bekommt also nach ungefährer Schätzung mindestens einige fünfzigtausend Francs zurück, nachdem die erste Quote abgeführt worden ist. Nie Wolff's Bureau aus Berlin berichtet, hat die Pforte gestaltet, daß ein russisches KriegSgcschwader auf dem Curse nach Odessa die Dardanellen passtre. Aus dcm Ncichsralhe. Herrenhaus. Wien, 4. Juli. (Schluß.) Nachdem Herr v. Hafner die Geschichte der österreichischen VerfassmigSkampfe skizzirt hat, fährt er folgendermaßen fort: Wie steheu sich also die Dinge eigentlich gegenüber? Mir scheint die Sache ganz klar zu sein. Die Forderungen unserer Gegner, wie sie klar und präcise ausgesprochen sind, sind heutzutage geradezu in folgender Weise zu charaltcrisiren. Es handelt sich darum, die StaatSidec aus dem Reiche in die Länder zu übertrügen. Es lann nur Zweierlei gedacht werden. Entweder vie Programme, wie sie aufgestellt wurden, sollen von der Regierung acceplirt werden, oder abcr es wird das von unS für unlöslich gehaltene Problem versucht, eine Brücke zwifchen der SlaatSidee in ihrer Ver-lcgung in die Länder und der Slaalsidcc in ihrer Ver» legung ins Reich oder vielmehr in ihrem Beharren im Reiche zu fchlagcn. Niemand vielleicht wird in diesem Hause und auf den Bänken der Regierung sein, der d,e czcchische Declaration zu acceptircn in der Lage ware. Wohl aber könnte man darüber streiten, ob eS mcyl möglich, ob cS nicht angezeigt wäre. cine Blucle zwischen der Declaration uud der heule bestehenden Ver- entweder ein olchcS Bestreben schnter und dann dle ^nutzlos verloren ist, oder daß es nicht scheitert, und kaß wir aerade zu d^.u Ziele ge°"gen, zu dem wir ge-langcn würden, wenn n»r Yculc die Declaration annehmen würden. . Wäre ich ci»er meiner Gegner, meine Herren, ich würde jede Abschlagszahlung annehmen und warum? Oanz einfach, weil eS sich wahrhaftig, wie die Dinge heute stehen und bei dcm Punkte, bei welchem wir be-reits in der Decentralisation uud in der Schwächung der Rcichsgewalt angelangt sind, nur darum haudclt, wenig mehr zu erlangen, und mau hat so viele Kraft erlang', um mittelst derselben das Weitere selbst zu erwerben. (Bravo! links.) Dr. Dictl (Bürgermeister vou Kralau) ergreift im Namen des ebcnfo „unglücklichen" wie „schonen" 1124 Galizien das Wort. Seit hundert Jahren her,sche in Galizien die schlimmste Mißwirthschaft, theils von allen bisherigen Regierungen, theils von der Bevölkerung verschuldet. Es sei daher begreiflich, daß die Bevölkerung keine Anhänglichkeit an die österreichische Regierung hatte. Jetzt sei die Bevölkerung zum ersten male dcr Regierung ergeben, sie sei in kurzer Zeit gut österreichisch gemacht worden, jeder Pole könne jetzt erst mit gutem Gewissen sagen, er sei auch ein guter Ocsterreicher. Dasselbe werde wohl auch mit anderen Völkern Oesterreichs gelingen, die bisher nicht gut österreichisch sind lind die Polen seien überzeugt, daß die Regierung das nüt Galizicn eingeleitete Ausgleichsverfahren auch auf die übrigen Nationalitäten erstrecken werde. Andere Regierungen halten 10 Iahrc erperimentirt, man möge also diese Regierung wenigstens zwei bis drei Jahre expcrimcntiren lassen. (Heiterkeit.) Denn scheiterte auch diese Regierung, so werde zuverlässig die Reaction und das Säbelregiment folgen. Wenn das Wort des Monarchen auch volles Vorlrauen verdiene, so werde die Nothwendigkeit der Staats« und Selbsterhaltung doch die militärische Reaction unumgänglich machen. Der gegenwärtige Stimmungszustand der Gegenpartei sei eine Art von Wechselfieber. Wechselfieber aber sci heilbar. (Heiterkeit.) Baron Krauß erklärt auf die Ausführungen des Vorredners, daß in Galizien vier Millionen bäuerlicher > Einwohner früher und stets der Regierung lreu ergeben waren. Die ganze Landbevölkerung, sowie die Ruthcnen! seien im Gegentheil mit den Neuerungen dcr letzten Zeit gar nicht einverstanden und haben dies in einer Petition ausgedrückt, die ich hiemit dem hohen Haus: über» ^ reiche und zur Würdigung empfehle. ! Graf Goluchowsti meint, der Patriotismus, auf den sich Baron Krauß berufe, sei der Patriotismus der unaufgeklärten Massen, die sich immcr vor der Gewalt beugen und ihr folgen. Fürst Coll ore do wiederholt die Erklärung dcS Baron Krauß, worauf Fürst Iablonowsli den Schluß der Deballe beantragt, der von dcr Majorität auch angenommen wird. Minister des Innern und Vorsitzender im Minislerrathe Graf Hohenwart: Wenn wir die Aufgabe hätten, die bestmögliche Verfassung für Oesterreich zu entwerfen, so würde ich vielleicht manchen dcr Gedanken und Grundsätze, die heute von der linken Seite dieses Hauses ausgesprochen wurden, beistimmen. Jedenfalls würde ich denselben viel näher stehen, als ich das heute vermag, wo wir einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinter uns haben, dcr auf dem stuaisrcchtlichen Gebiete so reich an wichtigen und folgenschweren Ercig» nissen war, wie vielleicht lein zweiter gleich langer Zeit« räum in der österreichischen Geschichte, und der dadurch Verhältnisse herausgebildet hat, die man immerhin be« klagen mag, die man aber nicht ignoriren kann, sondern mit denen man rechnen muß, und gerade dieser Umstand scheint mir von den beiden ersten Vorrednern zu wenig gewürdigt worden zu sein. Die erste und größte Wohlthat einer jeden Versas' sung, das Wefen, der ganze Werth derselben liegt darin, daß sie die allgemein anerkannte und geachtete Grundlage des öffentlichen Lebens im Staate sei, daß sie den unangefochtenen Rechtsboden bilde, auf dem sich das StaatSgebäude erhebe. Die Verfassung, die dieser Eigenschaften ermangelt, und wäre sie theoretisch die beste und vollkommenste, wird die Macht und die Größe des Staates, die Wohl» fahrt und Zufriedenheit seiner Bewohner nie zu sichern vermögen. Diese Anschauung scheinen wohl auch die beiden ersten Vorredner zu theilen, allein über die Art und Weise, über die Mittel und Wege. wie zu diesem Ziele zu gelangen sei, bcfindcn sie sich im Widelspruch mit der gegenwärtigen Regicru:^. Sie wollen keine Com-essionen an die in dcr Opposition stehenden Bänder, sondern im Gegentheil unverbrüchliches Festhalten an dcn Bcstiminuugcn der De-cemberverfassung und kl ästiges Niederbeugen jeder dagegen gerichteten Opposition. Es ist dies jene Politik, die man so gerne mit dem Namen der Politik einer starken Regierung bezeichnet, die jedoch nach meiner Ansicht diese Vc^eiHnung nickt verdient. Es ist das übrigens leine neue Politik in Oesterreich. Das erste mal gegenüber den: größten Königreiche der Monarchie in Anwendung gebracht, lahmte sie die Kraft deS Staates in cincm Momente, in welchem der» selbe seiner ganzen Kraft bcdurft Hütte, und führte in weiterer Folge zu einem Resultate, das dem beabsichtig» ten Zwecke diametral entgegengesetzt war. Allein ungeachtet der damals gemachten Erfahrungen brachte man dieselbe Politik ein zweites mal in Anwendung, als einige Länder eine Aenderung der Verfassung anstrebten. DaS Resultat war kcin besseres. Die Mehrzahl der Vertreter dcr Länder verließ dcn Reichsralh und führte so eine Krisis herbei, die leicht mehr bedrohen und gefährden konnte, alö den Bestand der Decembervcrfassung allein, und deren Folgen nur ! dadurch beschworen wurden, daß cinc neue Regierung an i das Ruder trat, die sich eben zu versöhnlicheren Pliu-! cipien bekannte. Diesen Thatsachen gegenüber muß ich den Muth derjenigen bewundern, die heute noch ein drittes Mal ! die gleich Politik anempfehlen wollen. Ich abcr gestehe ! offen, daß das Ministerium, in diescm Punilc weniger muthig, die Verantwortlichkeit, dcn Staat neuerdings der , Gefahr einer solchen Krisis ausgesetzt zu habe», wenig« ^ stens insolange nicht ans sich nehmen möchte, als überhaupt noch ein anderer Weg offen zu stehen scheint. ! Der erste Herr Vorredner hat nns heule die direc-lcn Wahlen als dasjenige Mitlcl bezeichnet, mit welchem derlei Krisen in Hinkunft unmöglich gemacht und der " Widerstand der Landtage gebrochen werden könnte und sollte. Allein Eines ist mir nicht klar gcwordcu, und weder von den Rednern von heute, noch wie ich glaube, überhaupt je erörtert worden, wie man eS sich denn möglich dcntt, sür die Länge mit cincr Ncichsvertrctung regieren zu können, die sich im entschiedenen Widersprüche mit der Mehrzahl dcr Landtage befinden würde, wie man sich auch nur einen Augenblick der Täuschung hingeben könne, daß die Stimme dcr wenigen Veltreter, ! welche ein Land in dcn NcichSrath entsendet, die jeden-, falls gewichtigere Stimme dc? ganzen Landtags übertönen oder gar verstummen machen sollte. g.hen. und ich vermeide dies absichtlich; es si'id ;wei Schlaqwortc unserer a» Schlagwortcn so reichen Zcil, z,"'i Tchlagwovte, mit denen jeder, der sie gebraucht, einen anderen Begriff verbindet. Ich frage, wo beginnt die Föderation, wo hört die Centralisation auf? Soll der Umstand, daß das eine oder daö andere Gesetz in die Compete»,; des Reichs-rathes oder in die Compete,!; des Landtages fallt, maßgebend scin für die Entscheidung der Frage, ob Centra^ lisation oder federation? Ich begreife voUtomincn, daß irgend ein Gelehrter, irgend ein Theoretiker sich an die Frage ängstlich llam mert und Oesterreich schon dem sicheren Verderben cnt-gecneilcn sieht, wenn seine liebgewonnene Theorie in einem einzigen Punkte Abbruch leidet; allein ich glaube auch, daß der Staatsmann derlei Fragen, so wichtig sie an ui,d für sich sind, im gegenwärtigen Momente jeden falls nur in die zweite Neihc «erweisen wild, und daß er selbst vielleicht theoretisch minder vollko'.nn'.cnc Einrichtungen gerne acccplircn wird, wenn er dadurch den großen, dm Hauptzweck erreicht, der eben vor allem erreicht werden muß, das ist die vollständige Anerkennung und fcstc Begründung der Verfassung. (Bravo! Bravo!) Es ist aber auch noch ein Vorwurf von Seite der beiden Vorredner gemacht worden, nämlich der. daß wir das deutsche Element in Oesterreich zu gering achten, daß wir es unterdrücke;,, u»d deu Staat auf eine slavische Grundlage stellen wollen. Ich muß offeu gestehen, daß ich in diesem h. Hause, wclchcs sich bisher von jeder Nationalitätenpolitik ferne gehalten uud nur auf dcu österreichischen Boden gestellt hat, daß ich. sage ich. m dicsem Hause einen solchen Vorwurf nicht erwartet hätte. Allein cr ist gemacht worden, uud auch ich bin ein Deutscher. Das h. Hau« wird mir daher verzeihen, wenn ich diesen Vorwnrf nicht ganz unerwiedcrt lasse. Ich bin weit entfernt, jmcn Herren Vorrednern das Verdienst schmäln'« zu wullcu. daS sie sich vielleicht für deutsche Interessen erworben haben; allein vielleicht wäre ich dessenungeachtet in der Lage, auch für mich slbst und iiir manchen meiner Collcgcn dcu Nachweis liefern zu lüüneu. daß auch wir sin deutsche Iulercsseu mit gleiche, Kraft, mit ale'chem Eisige, wie die Herren Vorredner, vielleicht selbst uutcr schwierigeren und u indcr dankbaren Verhältnissen eingetreten sind. immer aber nur, wenn es eben nothwendig war, und so weit sich diese Interessen dem österreichischen, das wir über AllcS Men. einfügten. Ich Will jedoch auf dicfcs persönliche Feld nicht näher eingehen, die Eine Bemerkung darf ich mir aber wohl grstalteu. daß das deutsche Element iu Oesterreich noch uie Schade,, gelitten hat, wenn cö den anderen Nationen in Oesterreich gerecht und billig entgegengekommen ist. daß es aber schwere Einbuße erlitten hat, wenn es seine Führerschaft auf einem anderen Wege, als auf dem seiner größeren Eullur und größeren Gesittung antreten wollte. (Bravo, sehr gut!) Ich glaube hiemit soziemlich alle jene Puultc besprochen zu haben, die nns von den Gegnern vorgehalten wurdeu, ich stelle das Urtheil hierüber dem hohen hause mit voller Beruhigung anheim. (Beifall rechts und im Eenlrnm). Seele wie auf Engclsschwingcn wiegt, oder in der wispernden Stille des Beichtstuhles! Tante wollte es frühe so habeu! ich sollte das vertraute Zwiegespräch mit meiuem Gotte nicht zu lange entbehren, sagte fie. und halte Recht! Haben Sie je den süßen Reiz empfunden, welchen die Beichte auf das poetisch gestimmte Gemüth! ausübt?" Ucbcrrascht schaute ich empor, Renata's Gesicht war unveränderte!. War es Ernst oder Schalkhaftigkeit, was sie diese Frage thun ließ, uud wie sollte ich ihr antworten? Aber nein, es lag ein Ton vou Ueberzeugung darin, da sie es gesagt hatte. Sie fuhr jedoch bald von selbst fort: ..Diese große That heroischer Demuth, dieses Bloß-stcllcu seiner selbst und aller seiner Schwächen hat etwas Erhabenes — „nd doch wieder unendlich Kindliches. So ganz scinem geistigen Pater hingegeben, alle Blätter des Herzens zu entfallen und den Vorhang wcgzuziehcu s°k" bcn '"neistcu Gchciumisfen der Seele - es ist das Me E> schauern, als wenn man im Arme dcS geliebten « "^m Ä^ ""' d"" unser ganzes Sein ist, wie ein ossncs -uuch! Oder wäre Jenes doch nur ein unbewußtes Sehnen „ach Diesem?" - fügte sie träumerisch l),nzu, „icncs Entanßcru der eigenen Individualität nur die Ahnung von dem Ausgehen des Weibes in dem Geliebten?" Ein jäh abfallender Weg nnterbrach uns filr einige Augenblicke, dann gmgen wir auf dem Grastcppich einer Wiese dahin, reichlich durchwirkt mit Hcrbstzciilofcn, während seitwärts unter Gebüsch die Gllcken deS En-zians leise nickend ihr Abendläuten läutettn. (Forlschmig folgt.) Nachdem dcr Gcner^erlchlcistlltlcr im Sinne ber Opposition gesprochen, wird in die Cpczialbebatle ein gegan.ien. Fieihcrr v. Prat ob ever« gibt eine ähnliche Er-tlärilüg wie Graf Ancrsperg. Die E'pte!: ^U.rdöchstcr Hofstaat, Cabinstelanzlci Si', Maj'slltt, Reiche,a!l>, Reichsgericht, Ministerrath, Mil'lsteriun, dcS Inlnrn. Ministerinm für Landcsver-thcidigung, Älinisteriuiu für Eultus uud Uritcrricl't, werden ohic Dedaltc in: E'soit'crniß und in der Bedeckung nach den Antrauen ocs Ausschusses genehmigt. Zu Cap. 8: Ministerium für Cultus und Unter-richt nimmt das Wort Cardinal Fürst Schwarzenberg: Ich stimme auch iu dieser Post der Commission vollkommen bei. muß mich aber dagegen verwahren, daß man darin eine unbedingte Billigung jenes Systemes nlennen wolle, nach welchem dermalen und seit längerer Zcit der Religionsfond verwaltet wird. Ritter v. Arn elh stellt hierauf den Antrag, es möge das ganze Budget, wie cS aus der Berathung des Ausschusses hervorgegangen. mit Ausnahme der Resolutionen, vom Hause en dior angenommen wcrdcn. Der Antrag findet die Zustimmung dcS Hauses und wird der Slualsvoranschlag nach dem Antrage der Commission conform mit den Beschlüssen dcS Abgeordne» leuhauscö »m dioc beschlossen. Hierauf wird in die Berathung des Finanzgcsctzcs für das Jahr 1871 eingegangen und dasselbe ohne Debatte in 2. und 3. Lesung angenommen. Bezüglich der von der Bndgclcommissiou in Antrag gebrachten Resolution beantragt Graf Larisch: Daß blos die erste, Personalien der Hcrrcnhauslanzlci betreffend, in Verhandlung zu ziehen sei, und daß über sämmtliche andere zur Tagesordnung übergegangen werde. Der Antrag wird hinreichend unterstützt. Gegen diesen Antrag spricht der Berichterstatter. Redner empfiehlt die Verwerfung des Antrages dcö Gra-fen Larisch, der bei der hierauf erfolgcudcn Äbstimmuug vom Hause abgelehnt wird. (Beifall uud Händeklatschen links.) Die lünsundzwanzig von der Budaclcommission in Antrag gebrachten Resolutionen werden hierauf ohne Debatte angenommen. Nächste Sitzung morgen. DclWtwn dcs ungarischln Reichstages. W icn , 4. Juli. In der heutigen Sitzung wurde beschlossen, cine Sicbencrcommission mit der Berathung der Beschlüsse der anderen Delegation zu betrauen. Baron Orczy erklärte in Aeantlvortnng einer Interpellation, daß die Vorarbeiten zur AuSsühruug der Werte an der unteren Donau sofort iu Angriff genommen werden sollen. General Bcuedct erklärte, daß das Ludoviccum in Pest noch in diesen« Jahre übergeben werden solle, wcuu der Nach-tragscrcdit von 300.000 ft. zur Erbauung eines Vara-lenlazareths bewilligt werde. Hieraus gelangte das Kriegsbudget zur Berathung. Eine Generaldebatte fand nicht statt, und soweit heule die Berathung gelangte, wurden alle Zifferansätzc nach dem Antrag der Commission genehmigt. Bezüglich der Hccresausrüstung wurde folgende Resolution angenommen : Die Delegation billigt nicht das Vorgehen dcS Kriegsministers, daß cr den am 30. Jänner v. I, gefaßten Beschluß der Delegation unbeachtet ließ, wonach alle außerordentlichen Anschaffungen uutcr Umgehung dcs Consortiums (Slenc) auf dem Wege der freien Concur-reuz unter Anspruchnahmc der Piivalindustric zu erfolgen haben. Die Delegation hat indeß von der Modifizirung des betreffenden Vertrages Kenntniß genommen, und beschließt wohl nichts darüber, ob dieser Vertrag im September d. I. zu kündigen sei. weist jedoch den Kriegsminister an, daß cr sofort die Einberufung einer Enqutztccomnnssiou bewerkstellige, welche außer dem Bevollmächtigen dcs Kriegsministers aus je eincm Vertreter der Handels- uud Finanzministerien beider Staatsgebiete und je einem Dclcgirlcn der Wiener und Pester Handels» und Gcwcrbclammcrn zn bestehen hat. Diese Eommission wird nach Anhörung von Fachmännern einen Bericht über daS gcsammlc AuSrüstungs-wcstn verfertigen nnd aus Grund des Gutachtens der Majorität dieser Eommission wi,d der Kriegsminister über fcrncrc Aufrechterhaltung ch,cr Kündigung dcs Vcr träges einen Beschluß fasse». Die Protokolle dicscr En-quölcommissionen sind dann der nächsten Delegation zu unterbreiten. Mgesueuigkeitm. Die Neise Tr. k. Hoheit drs Kronprinzen Der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Nudols besuchte in Brunn am Samstag noch das Theater. Be, dem Eintrittc Sr. t. Hoheit ertönten Inlraden und das qcsammte Publicum erhob sich. Nach der Aecutirung der Ouvertüre zu ..Zampa" erfolgte zuerst die Auffichr.mg des Lustspiels ..Wenn man nicht tanzt«, welcher der durchlauchtigste Kronprinz bis zu Ende beiwohnte. Am Schlüsse der- selben verließ Höchstderselbe die Loge, das Publicum, welches sich ab.iiualö erhoben, huldvollst b.'grüßcud. 3e, l, Hohcil unternahmen Eomi'c^ scük ii^ch Anhörung der heil, Messc in der Kirche zu Lt. Thomas einen Ausflug nach dem dem Grafcn Wladimir Miltrowsly gehörigen Schlöffe Sokolniz und begaben sick hierauf auf die Höhen bei Pratze, um das Auslnli^rr Tchlaänfcld zu besichtigen. ^ängS der ganzen Slrccke halte sich schaaren-weise die Landbevölkerung selbst aus wcitercv Umgedmisi mit den Gememdevorständen, der Geistlichkeit, den Lehrern nnd der Schuljugend eingefunden und gab ihre Loyalist in herzlichster Weise kund; auch zwei Beleranenvereine waren anwesend. In TuraS, Sokolniz, K»bclnitz und Pratze waren Triumphbogen errichtet worden. S, l, Hoheit erwiederten die Ansprachen der Geistlichkeit und Gemeinde Vorstände huldvollst. Nach einem Dejeuner im Schlosse zu Sokolnitz sand, die Rückkehr nach Vriinn statt. Nach der Hoftafel fuhren Se. kaiserliche Hoheit nach dem Schreibwalde uud besichtigten dort zuerst die Wasser-leilungswerte. Ee. t. Hoheit wurden hier von dem Bauleiter der Wasserleitung, Herrn Obcringenieur lNlyuu, ei»-pfangen und ließen sich über die verschiedenen Objecte, als Maschincnhaus, Filterbecken, Klärungsbassins u, s. w. Er-läulcrungen geben. Se. t. Hoheit begaben sich hierauf zur Schicßstttlte im Schreibwalde. Es hatte sich eine sehr große Mc»^ scheumcnge (n,cm rechnet an 20- bis :j0,(XX) Personen) cingefunden, welche Se. l. Hoheit mit lebhaften Zurufen empfing. Der Kronprinz that einige Schüsse ans eine eigens für Höchstdenselben bereit gehaltene Scheibe. Nach dem Festschicßcn begaben sich Se. l. Hoheit zu der vo», Brünner Nudervereine veranstalteten Negalta, zeichneten über Ersuchen Hochführen Namen in die bereit gehaltene Gedenk-mappe ein und nahmen darnach den Act einer Poolgtause vor. Derfclde geschah dadurch, daß Se. l. Hoheit ein ihm dargereichtes Glas Champagner in das Boot ausgoß und das Glas darauf hineinwarf. Sodann wurde das Boot untcr Hurrahrufen der Vereinsmitglieder vom Stapel gelassen. Der Montag war von Sr. l. Hoheit hauptsächlich dem Besuche von Lehranstalten gewidmet. Se. k. Hoheit besuchten das lcchmsche Institut, daS deutsche Obergymna' sium, das slavische Gymnasium und die k. l. Oberreal-schule und wurden in jeder dieser Lehranstalten von dein betreffenden Director ehrfurchtsvoll emftfaugen und von den Studirenden mit begeisterten Hochrufen begrüßt. Se. l. Hoheit besuchten alle Klassen, besichtigten sämmtliche ^eh>> mutelsammlungen und wohnten einige Zeit dem Untcrrichlc und vorgenommenen Prüfungen bei. Se. l. Hoheit drückten in huldvollsten Worten seine Befriedigung über den Besuch der interessanten Sammlungen aus und kehrten um halb 1 Uhr in das Stallhaltereigr-bäude zurück. Im Laufe des Pormittags wurde dann noch das Mn-seum besichtigt. Die Sammlungen erregten das sichtliche Interesse Sr. t. Hoheit, namentlich die ältesten Druckwerke und Handschriften der Bibliothek, das Nalnraliencabinet, ferner der Pflug, mit dem Kaiser Joseph bei Slmvikowitz ackerte, die Collection von der vslasicitischcn Expedition, welche Dr. Wawra dem Museum unlängst geschenkt hatte, daö Modell des Obelisken am Franzensberge, die Mörlellruhe, Hammer und Kelle, welche bei der Echlußsteinlegung des Obelisken am Franzensberge am 18. October 1818 von Sr. Majestät dem Kaiser Ferdinand als damaligen, Kronprinzen gebraucht wurden, die Massen uud Mswugögegenstcinoe, die VUste weiland Sr. Majestät dcs Kaisers Franz, von Allerhöchstdemselbcu ocm Museum gespendet, der von Watteau gemalte Fächer der Kaiserin Maria Theresia, ein Geschenk ihrer Majestät der Kaiserin Carolina Augusta :c. — (Fu us ziglau sc no Gulden für Ichul-zwecke.) Der bekannte Industrielle Herr von Weicherm, welcher neulich den Orden der eisernen Krone zweiter Klasse erhallen hat, mit welchem der Freiherrnstand verbunden ist, hat aus diesem Anlasse dem uiedcröstcrreichi-schen Landcsausschuß den Betrag vcn !W.O0l) si. in Silber-Rente für Echulzwecle übermittelt. Die gedachten 50.000 fl. sind ausdrücklich zu Erzichungszwccken für Kinder von Arbeitern gewidmet. , — (Wehrpflicht in der Militärgreuze^ Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht die Vorschnf», durch welche für die Militärgrenze die Art und lung d r Wehrpflicht qercqell wird. D,e Vorschnft st das u Verhalln ssen der Mili.ärgrenzc ang^e Wehrgesetz für Ungarn. We rpslichlig sind alle in der M,l, argreuze zn-ständige» Bewohner nud werden dieselben zu den Feldtruppen oder in die Ersatzrcserve eingcrecht, wo sie zehn Jahre zu dienen haben- hierauf folgen noch zwe' Jahre Dienstzeit dci der Landwehr. Der Landsturm wird cms uicht-wehrpflichüge» Freiwilligen gebildet, und verfügt über letzteren nur der Kaiser hnbri!ckenlopfes unlernonnncnen Arbcilcn durch einen Fehltritt in den Eisack gefallen nnd in den hochgehenden Wogen sofort spurlos verschwunden. Seine Leiche wurde unterhalb Pozen ausgespült. — (Aus Frankreich) Montag begannen in Versailles die großen Sitzungen der Kriegsgcrichle. (General Appert, die Obristcn Oaillard und CanV; nnd der Slaalsanwalt Didier fungiren als Untersuchungsrichter, Oberst Waldner v. Falkenstein ^ein entfernter Vcrwandler des deutschen Generals Vogel v. Faltenstein) ist Präsident des drillen und wichtigsten der Gerichte, welches über die Chefs der Commune aburtheilen soll. — Ter Revue wohnte in der Diplomaleulogc auch Graf Waldersce, der deutsche Geschäftsträger bei, den Thiers besonders dlingcnd eingeladen halle. Lord Lyons cnlfcrntc sich nach einer Anwesenheit von 10 Minuten uud Fürst Melternich war ganz ausgeblieben. Inleressant ist der Umstand, das; während der Nevue großarngc Vmsiänümaßrcgcln getroffen waren. Im Faubourg Montmarlre standen uichrere Schwadronen Cü-rassicrc, ^'der Mann die ganze Zeit über eme geladene Pistole in der Hand. Auch wurden während des Defiluens in Longchainps selbst an 200 Verhaftungen vorgenommen. Locales. — (Aus Lehrerkrcisen.) Der „Uc'tt. Tov." beweist, wie wir bereits lurz erwähnt, in seiner letzten Num> mer die ^Itolhwendigfeit einer zwcilen Lehrcrbiloun^saustalt in Laibach an^ dem factischen Mangel an Lehrern. In zehn Iahrcn wird Kram 150—200 Lehrer bedürfen, wie j iu dem — in Nr. 139 der „Laib. Ztg." repruducirten — ^ Arlilel nachgewiesen wurde. Dcr Mangel wird aber succes-! sioe schon in den nächsten Jahren eintreten. „Ucit. Tov." ^ empfiehlt Idria als den geeignetsten Ort fUr dle neue Vil-dungsanstall mit drei Jahrgängen. Dort bestand bercils von 1853 bis 18<^6 eine eiutlassige. - In A gram wird im August eine Lehrerversammlung stallfinden, zu welcher auch die lraiuischen Lehrer durch eine Zuschrift des Woh-nuugscomiui's eingeladen werden. Vom 10. bis 31. August werten für die den Eintriltsbeilrag von 1 fl. Vulrich-lcnden auf die Hälfte ermäßigle Fahrpreise auf Eisenbahnen und Dampfschiffen bestehen, die Theilnchmer erhallen in Agram uncnlgellliche Wohnnng, Zulrilt zur Theatervorstellung uud Concert, zur Feier des 200jährigen Jubiläums des Amoö Comeniuö u. s. w. Der Ausschuß dcö Lehrer-vcreius übernimmt Vermittlungen zur Anmeldung bis 15ien d. M. uud befördert sie nach Agram und vertheilt dle entsprechenden Aufuahmstarten. — (Ein Aquarium für L a i b a ch.) Unlängst wurden Seelhiere des adriatischen Meeres für das Berliner Aquarium aus Trieft unmittelbar mit dcr Bahn nach Berlin befördert. Dr. Vrchm war es, wenn wir nicht irren, der die Sendung geleitete. Weun wir sehen, welche Mühe und Kosten man sich im fernen Norden macht, lim die wunderbaren Wesen der reichen Ceefauna der Adria sich zu verschaffen und zur Belehrung und zum Vergnügen, wie zur Förderung der Wissenschaft zu verwerthen, so kommt uns unwillkürlich der Gedanke: Wäre denn das bei uns nicht noch oicl leichter durchzuführen? Wir haben gestern berichtet, wie großherzig die Sparkasse unsere Realschule dolirte, auch das Landesmuseum la? bekannilich (in, wohl zunächst für wissenschaflliche Z>.vcke besünnmes Vermögen. Ließe sich nicht eine Combination finden, wodurch diese beiden Insliute, im Vereine mit dem Privalcapitale, auch bei uns ein Aquarium zum Nutzen und Vergnügen ins Lebcn rufen würden? Diese Frage möge den maßgebenden Autoritäten zur wohlwollenden Crwägung empfohlen sein. (^in^cscüdct. Mm Leidenden O»s»ndhl'il durch die delicate Ilov»!"«,!!,'^ <>,l !'.„!'!'>, welche ohne Anwendn,>a. r>on Medici» »»d ohne Kosten die nachfolgenden itrantliciteii beseiiW: Magen-, Nerven-, Vrnst-, Bungen-, Veder-, Drüsen-, Schleimhan!-, Alhein , Blasen- und Nierenlcidcn, Tnbercnlos>', SchNündsucht. Asthma, Hnstcn. Nnurr-danlichteit. Pcrstopfnng, Diarrhöen, Zchli,flosi^t>'i!, Schwäche. Hämurrhoiden, Wassersucht, ss^cr, Schwindel, Blutanfst^qe», Ohrenbeanse», Uedellcit mid Erurrchcn selbst währeiii! der öchwan-lieischaf!. Diauetev'. Mrlinicholie, ^lbma^cüln^ Rheumatismus, Gicht. Vleichsncht. - Auszug ai>6 72,000 Cerlificaleil übcr Gc-nesungen, dic aller Medlci» widerstanden: Ccrtificat Nr. 46421. Nenstadl, Ungarn. Seit mehreren Jahren schon war mein»! Vcrdammg stetö sscstört; ich hatte mit Maa/iiilbeln n»d Verich!eimnnf> zu tämpfen. Von diesen lll'belu bin ich nun s>'it dcni vier^hnlciliicicn Genuß der !>>>,'v.',!<>5<',!,''>'<>. wiesle uon me-^ lcn Seiten bekannt ssemachl >uordl'n ist. Diese« vortreffliche Mil-^ lel hat mich uon enls^lichen Älhembeschwerden, bljchwerlicheni Husten, Blähhals und Massenlrämpfen, woran ich lauge Jahre gelitten habe, ganz votlstmidia, tn'freil. Vilicenz Staining er, ftensionirler Pfarrer. Nahrhasler als Fleisch, erspart die N»!,^',',>'!!'«. 1 Pfund fl 2.50, 2 Pfnnd fl. 4.50, 5 Pfund fl l<>, 12 Pfniid fl. 20. 24 Psuud fl. IW. Il<.'Vl,!<,'8«,!i:r<> l!!!0,'ci>!!l.'« in PnlUer u»d in Tadletten fur >2 Tassen ft. I.'x'. 24 Tassrn fl 2^,0. 48 Tassen fl. '150, in Pnlucr für 12) Tasse» sl. 10, fnr 28« Tassen fl. 20. silr 57!< Comp. in Vl^i«n, ^Va1M8cUßH88« Ilr. S,w I^^ibaoli Cd Mahr. in Marburg F. .^olleinig, i» ^lagrnfurt P. Birudachcr, in (sraz Gedrilder Ol'erra nzmay r, in Innsdrnct Diecht l H ssraut, in vinz Hasclma ycr, in Pest Türök. iu Prag I. Fürst, in Äriinn ss. Eder, sowie in allen Städten l,ci gnlen ?Iftolheteru üiid Specereihälidlern; anch uelsendet das Wiener Hau« »ach allen Gegenden gcgc/. Postaioueisnng oder yiachüahme, Ntuestt Post. Wicn. 0. Juli. (Tr. Z.) Der Vn^jelulit'schilß dcr Nc!ä>öralh5dclegl'.liou nah>n die hnaligemiüdctt«: Post für die Bcmo»lllUlia,, sciüer die Resolution betreffs ^ Ulbcrtraquug des StcllocltrctelfondS an dcn stemeinsaillen ^ Finanzminisler. sowie die Gageunhöhu»^ für 5ie Ovcr- sten und ObcrsilieultliaMi! an, lclinle das Eisorderniß für die Grcnztluppcn uli und nahm schließlich dic Neso- lnllui! Oisll'a's liclicffs Eih>:duugen znr ^llfslcllllii^ ciucö noim^len Fricdcnöbudgcli! fiil dic Landarmee an. Prag, 5. Juli. Se. t. Hoheit dcr dluchllNichtWe z.'l'ol'ftnii; lHlzhcrzog Nndolf langlc um A Uhr fiiih im Vul'cnöcr Bahnhöfe an, woscll'sl Sc. l. Hoheit von dmi Oubciccv Biirgcinicislrr Schlucht u„d dem Hmichowtl B^irlshaliftlmann iiapascl bc^üßt winde, ler iivon. p'.inz citundi^c sich bei bciden nl^cl^clillichsl nach dcn O>lö- und OcuölkcrllMMrrhällnisscu lind fnhr sodan», »achdcm der Stalthaltcrcilcilcr oon Ricqcröhoscn und Zlatlhalteicisccrctär Rolly sich dcr Bcglcitut,^, angeschlossen halten, nntcr dcn Hochrufen der zahlreich vcr-sammeltcn Voltsmenge mit cmem Eflra-Hoszugc nach Ploschtowitz. Bei dcr gestrigen Ankunft Se. tais. Hohcit dcs lllonprinzen wlirdc dcrsclbe vc>„ dcm Prllsjr»,- Biliger-mcister Dietrich in c^cchischer Tprachc begrüßt, wodei dcr Gii^clincistcr sciuc Ficloc aiisdriickle, daß cS ihm lM> uir^ölnit sei, dcn ThronfulM in»nl,alb der Maunn Prags begrüßen zu löinicn, und dctl ilronplini.cn dc, unbegrenzten Loyalität der Bewohner Prag« vcrsichcrlc Der Gul^crmcister schloü sciue Ansprache mit dcn Wor-lcl>: „Gott schütze, Golt fcgne, Oult erhalle Lu. lais, Hoheit!" Dcr Kronprinz anlwo'tcle gleichfalls in czechischer Sprache: „Es flcuc Ihn. daß Sci„ laiscrlicher Valcr Ihm die . cisc nach dcr StadlPiaa c,cstallct habe, von dcie» Schüicheil cr schon so vicl nclMt habc." Prass, 5. I»li. Sl. lais. Hohcit d>r Kronpril,^ Nlldolf wuldc auf allen Statinncn von dcr zahlreich versammelten Vollsmelige mit IMl dcqrilßt n,id traf um 9 Uhr 23 Mil'.litcil in Naudnil^ cin, woselbst Se. tais. Hoh it festlich empfunden wllldc An, Vahnlios.' waiin anwesend: Füisl Lodlmvitz. ^cr Gczi,lshauplma ". der Vü'gclmciste!-, die Stadloctticluug. ^'ic Ocisl!ichl,,i! :c, :''ie Vo',föhl).lmc wn,de ;^spi^lt ui-l' dic Vollem., ,i> brach in slürmischc „Tlavas" aus. Sc. kais. Hl>l,c,l licylcle a» dcn Fil.slcu Lodtowil^, un dci, Äiit-gell»rl,l,r. an dcn SchiitzcnhlNiplmann und VctcllN,c"obmi»>i hl!>d> »olle Worlc. Hierauf fuhr Sr. lais. Hoheit i» das fch« !>cl, l>.schmücklc Ech!oß, oor wclchcm d>c Schuljugend aufgtstcllt war. Berlin. 5. Juli. Die ..PloviuM-Correspoü' dcnz" rcproducirt dcn größeren Thil dc< Nebe dcs 0'>a-feu Vcnst in der Neichsrathö-Dtl^zallon über die ton ihm liesolqle auswältige Politik nuo tniipst daran so!' gcnde Worte: ..Dicse offenen wiüdigcn Worle dcs österreichischen Rcichekanzlrs. wclchc in'dcr Rclchöl'lltt!^ Dclc^alion allgemeine Billigung und Zlislimmuna fmil'ei'. werden auch iu Deutschland von dcn yica,icrul>Mi N'ie iu dec Gcuöltcrulia. überall lnich ihrer hohen crsreuliin!, Bedeutung gewürdigt wcroeu." Dcr „Piooiuzlal'Correspoudcn^" ;ufol.jc w!>d 5,v Kaiser, uachoem daö rheumatische Uclxl im Wcse,illi,ln!i gehoben ist. nunmehr in den nächsten Tagen die B.^c« reise antreten löxncn. Rom, 5. Juli. Bn dem zMnu von dcr Miiui^ cipaliläl veranstaltclcn Diücr collstlllirlc dcr Milnst.r dcS Aenßer»,, Visconti Vcnosla. saß alle Mlinsteric,' l'^ zücilich Noms die Politik Cauours: Cinhcil Italic!!,, uud Si,icrunci der Freiheit dcr Kirche, desolat ha!'!». Das erhabene Schauspiel der litzttn Tage icchtfc,ligic , das Programm: Rom als Hauptstadt. Der Miuisl.r bewuudcrt die Ergedenheit der Nömcr fnr dcu «i),'i,, und ihre Achtung dcr Oldnuna.. ('^cifall.) Die Asfcutpflichtigen slcll'en sich heule u»!cr dcu Rufen: Es lebe dcr ilönig! -Telegraphischer H^s^if^lcollr« oom »', Illli, 5>)erc, Metallia,!^ 5925. — 5p?rc M>'!alliqn>Ä mit M,ii^ nnd November-Zins.',, 5l) 25. - s,pl-rc Vla!ic,'.!nlA»I»,e,! 5 i^üOi'r Zlnnt^^Tlnlehen 100.75. - Nanluctjm 770. - <3r>d,l- Acl^cn 284.5,0 - i'midn» l^'j.80. Nil^er 121.25. - K, l Mn»,' Diicale» 5.83. - Nnft^le,,lld'or 9.8»i. Angekommeno ssremdo. Am 5 Juli ^l«<'»»»t. Die Herren: Sulz, Sleinbnick, Petovcc, Srlce. - Slenwuschcg, Ncnmarttl. — Zottel. ,^nf,u., Huhenegq. Scluualzl, Hrastuig - - Geishofcr, (V,raz. - Slelwvc, Vigaun. — Dela Magiure, Voltera. -- ^c,ffaclu, Vollern. - Weiller, Szic,et','ar. - Pal^, Htaufm., Wien, ^r;e«fa, Wien. Zimer, Wicu. - - Iran Äcerbuni, Triesl. X««««e 5T'l<»„. Die Herren: ^lirst Aneröperq, Wien. v. Schawauuff, Militärist. Odessa, - Owscl'eni ' t. I. Hanpl mann, Pola. Nrdanlschitjch. (^ul-^esitzer, Thür». -- ^'n!?. jianfn,, (^la,^. zlosla mil ^mn niw Sohü. Briiun, (Vanssnl, Kaufm.. Wicu. Pilrscb, .^ins,n, Wien, ^ll,l«»-l«<:»»«^ »««'. Dic Hrrrrn Änsterlih. Wien. Pclla, Prwaner. St. Peter. - Frau d. Willnl. Trirsl. Fll«»>»,'«„. Herr Uberbacher, Bauassistcnl «lUr'ienil'luPsch« Hl^l'i^chl„i -« ^ ^ - 5^5 0ll Mg, :j27,i -l-14.li SW. schwach grüsjlh. bew. ^, <; , 2 „ ^i. 3',2.0 NW.schwach sternenh.ll l ^'" Vormittag« l'ewült!. elliche Regrnüopfen. NachmülagO Wil,^ dr>'hn>,g, schwacher Nordwind. angn>,hmer, sl>h!er Taa ^ !(< Tage^miltcl der Wärme -,- 14'0", lim 0'4" Olnr d.», Normole. ^erl!,i!wm!,icher Nebaclelir: Icmcn u. >t ! ,> i ,^ »> „ „ >> ^Nl'lz'tt^^l'll'ils ^»e», l> Inli. Die lcilendc» Sprcnlailonopapiere uerkchrten lie, fovldanernden chenrc» Prvlungationsucrhallnisscn riiclgäügig. uh,^ jl'doch st ä",,'l c (Hmixülc n, e>leiden ^j)l»z^ltV»,iz»^l. Teuisen und Eomptanleil ucrthcucnrn sich im Lanfe dci« Geschäftes nm i P^l, London 123. Napoleons '.) st. 52 tr) Das O^'chäst in Aülagewcrlhcn uollllia sich wo U,n' s«l'c ftattfauden, iu leidlicher Haltung, dcr größere Theil der Notiruuaen ist aber uur nominell. ' ^ , ^, .T. Allflenieille 2taat>sch«l^. Mr 100 jl. H'sld ?:^ar7 Einheitliche Staatsschuld zu 5 p4 zu 100 fl. . 126^5 128.50 Hlallte-Doniäucil-Pjlluddricfe :u 1Ä) fl. ö W. m S.lber . . 123 25 123.75 «». ^r:lzldn,tws»unss«,Odli,i,?tit..^.,. F"r 100 fi. '' .< 7l.,20 75 50 Meder-Oestcrrr,ch . . ^D ^ ^ ^ ^ Ober-Oesterreich . . ,. 5 „ ft4,_^ '9'/__ Siedmbiirssen ... „ b „ 7650 7? ^_ Sitieruicl' ... „ 5. ^ 93 — 94 — Ungarn .... „ 5 „ 80— 80.50 O. Andere öffentliche Anlelien Donanrecinlirungeuose zu 5 pEl. 96.75 97.25 Uim. Eisenliahlialilehcil zu 120 st. ö. W. Silber 5"'„ pr. Slllcl 107,15 W7.35 Una, Präiiiiclillnlchcil zu 100 fl. ö.W.l?bft. Einzahl.)pr. Stück 94— 94 25 Wiener Eommnnalaiileheu, riick- Geld Waare zahlbar 5 pEt. fltr 100 fl. . . 87.20 87.40 Hiicjlo-ijstelr. Valll.....i>57 75 258.25 Vanluerein.......^30.— 231. - »odei'.-Cr^ilanstall .... 26ii 50 26350 Hreditaufllllt f Handel u. Gew . 286.60 286 80 HrcditanstaN, ullgcm. uuftar. . 110 - 110 50 Ci'canlptc-Gesellschasl. ll, «. . . 94". !)44. -ssranco-üsicrr. «an! . . .116.80 117.— Äcucralbaul.......__._^ __.__ Haudelsbanl ....... 154.25 15475 Nülioualbanl.......774.__ 775,.- Uuioubant.......270 50 270.75 VcreinSbaul......108.— 108.50 PtrlchrSbanl.......172.25 17^.75 l>>). A«iiei« von ^rnl^prrtuxtertte!,. MUNsten. Gelt, Waare Älsülb-Flumancr Vahn . . . 177.25 177.75 «ohm, Aiesibahu.....253.- 253.50 Carl-^udwia-Bahn.....248.- 248 50 D°nau-Dampsschifff. Gcsellsch. . 579.- 581.- Elisabeth.Westbahn.....222.-222.50 Elisabeth-Wcstbahn (Linz - Bud- weiser Strecke).....199.— 200.- Fcrdmands-Nordbahu . . . 8145 2150.--Fi!nft>cchen-V2rcser.Bllhn . . 177.— 177.50 Kelt. Waare stl Lemberg-Lzern.rIassyer-Buhn . l 75.25 175 75 i'loyd, äfierr........ 3^6.- 387. - Ocsterr. Nordweslbahn . . 210— 2 l0.50 Nudolfs-Äahn...... Iliii - l.- N'<<.50 ^ Ungarische Ostbahu .... «4.25 84.75 , tramway........ 220. — 220,50 I». Pfandbriefe (silr 100 si) HNs,. «st Bod^n-lo.i-.!33I.rl!, v?rz. l>>5.75 106.25 ^rau^IasepbS'V^hu . . . . 97.- 97.20^ '!.dc.i,l-^n^o.^.l.O.delz.l.Vul. 106.50 —.— Oeßerr. «ordmestbahu... 97- 97.20 Geld Waare Siebenb. Vahn iu Silber vrrz. . 89. - 8<» ',<1 Sta.Ubb. O. 3°/« l< l00Fr. ..!, C„i. 1.^5', ^3950 Sildb. O. 8'/., « 5>00 Fic pr. Sliicl Nl» 75 11! 25 Slldb.-G. t. 200 sl.z. 5"., silr 100 st. 8!) 90 90 10 ^ K«db.-No!lS 6"/,. (18?,! 74) M -> 500 Frc« pr. Slilcl , . __...> Nun. Ostbahn filr 100 fl . d5. ~ «5.^0 > ». ')>rivatlofe lpcr Slilcl.) » liredilalistall f. Haüdel n. G> w. O.-lt, Wai.> e W zu 100 sl V,W......175 1?.,.^» UlUdolf-StistNNg zu 1i) ft. . . l^ . ^^, 5>,, > Wechsel (il^l^u) G,st, Waare ^ AuzMna, fllr 100 sl südd. W. 103.20 103 ^l» Frantsnrt ü.M. 100 st. ^,>,o 103 10 103's.s. -vamburg. fllr 100 Marc Ncuu» 91 ^. «>l ^<1 z!^ndon, filr 10 Pfund 6l.r!,,:<- 123.15 123^, ^c.r,?, für I0o Franc« . . ." . ._ __. . A.ld ?<»«!,!' D H. Mlnz-Dlicutci . 5 st, 80 ',. 5 st. 82 ll > Nliplllio'.Kjd'cr . . 9 ,,. «!> . 9 „ 82 ^D Preuß. Cassenscheiuc, I „ ^.'j . , 83; -W ^'lkl>r , . 121 1^1 ' '^5 -^ iiruiuische Grullbcnllastllug^ - ^llgalluueli, ^^'^ vatuotiruull: »».— Veld, — Wnarl.