Ar. 96. Donncrkag, den I. December 1881. VI. Jahrgang. Pränumerations-Bedingungen. Für «killt: Von«ll»ch » . Vierret jährig. Halbjährig . . wmiatiTta. .. 1 -60 » — Mit Vost-»ersenduog! Mer»l>>tzel, . . l.M £>nlb)dti*»»»» v» »druckcrri »»» Z«d«»» «akulch». ■ul»ärt4 netitnrn Znlerale fli »I« »»i *. M»Ne ii u»d «l«» eiöH«* bei joaiiitmt«. J»f. , reich >» «. Cnvcdl un» «,n«» * Jwnr. in ffiie*. i- iKflllc ^«ituni« - Sje ausgesprochen, daß die armen Bauern glauben können, eS handle sich da um eine Geseuschaft von Freibeutern uns äußerst ge-fährlichen, verworfenen Me scheu; komisch wirkt eS, daß der schlaue Verfasser dieser Artikel so thut, als glaube er selbst so. Nach all' dem wird man begreifen, welchen Eindruck es auf die Bauern machen muß, wenn eS tn diesen, vom Geiste deS echten EiistenihumS durchwehten Auslassungen unter Anderem heißt: „Alle deutsch - liberalen Blätter sind mit dem Freimaurerorden in Verbindung und unterstützen ihn in jeder Weile, sie unterdrücken Alles, wo immer sie etwas ihnen Widerstrebende» gewahren; die apostolischen Bischöfe, sowie der christliche Glaube und die christ-liche Ordnung sind ilinen ein Dorn in der Ferse; sie machen hei.ige Männer verächtlich und ver> breiten den Geist deS Unglaubens, des Irrglaubens uns deS NeuheidenthumS zum schreckichen Ler» derben der Nation. Eine solche dem Frei-maurerthnme Verlauste Zeitung ist die „Cillier Zeitun g."" ! Nachdem der „©looenefi Gofpodar" behauptet daß dieS Jedermann klar wird, der nackkenlt, wie viel der heilige Glaube durch diese Zeitu S Publicum widmete der Erzählung die gespannteste Aufmerksamkeit, und Tchou gefiel sich schließlich in seiner Rolle, indem er noch die traurigen Held-nthaten seines PiratenlebcuS auf den Ladronen erzählte. — Ich bedauere nur. so schloß er seinen Bericht, daß ich nicht Gelegenheit gesunden, mich besser zu rächen. Jetzt wißt Ihr Alle«. Macht mit mir was Ihr wollt. Die Menge brach bei diesen Worten deS Schändlichen in Verwünschungen au», ver Präsi-dent mußte gewaltsam die Ruhe herstellen lassen, woraus er sich eine Weile mit den Richtern und Beisttzenden besprach, dann aber da» Wort nahm und folgende» Urtheil sprach: — Wir. Ming viou-ti, Mandarin dritter Classe, unv Präsident de« Criminal-GerichtShosc« 4ii Canton. fällen hiernit folgende» Urtheil: Die genannte >^iou-S>ou, Gemahlin de» achtbaren Herrn Lin, foule der genannte Iiö. Professor an der Pagode zu Honan, Beide fälschlich de» Morde» an der Person de» achtbaren H.rrn Lin, ange-klagt, siiiv sofort in Freiheit zu f.tzen. I« Namen der Gerechtigkeit spreche ich hiermit Beiden da» aufrichtigite Badauern über den sie betreffenden Irrthum aus. Der genannte Tchou, vormaliger Schlacht« J.u Foun-Si, ist seinem Geständnisse zufolge dieses Morde« für schuldig befunden und hier U'ch zur langsamen Todesstrafe verurtheilt. Da derselbe Tchou oieichzeitig noch anderer Ver-brechen die er mit bewaffneter Hand an der Lp tze einer Piratenbande begangen, gestäudig ist, so be> stimmen wir aus Befehl unsere» erhabenen Vice-könig», de» Prinzen Koug, daß die Hinrichtung a l S Neuheiden bezeichneten. Wünscht Dr. Gregorec vielleicht Beweise, wünscht er Namen — eS gibt ihrer viele, sehr viele, vielleicht zu Viele für die Ehre. Würse und daS Ansehen der Priester unserer Religion! — Dr. Grrgorec thut immer so, al« ob sämmtliche Priester seinen Versächtigungen unc> Haßsäereien HeereSfolge leisten würden — dem ist glücklicher-weise nidat so. Die hoheAchlung. die dem echten Priester von unS uns Jedermann gezollt wird und gezollt werden muß, wird durch die Lügen, weiche Dr. Gregorec verbreitet, nicht beeinflußt; wir haben gerade in letzterer Zeit mehrfache Be-weise dafür empfangen, daß eS viele Geistliche gibt, die mit uns Ein« sind, roten wir sagen: Gefährlich, sehr gefährlich ist eS für das Ansehen de» PriesterstindeS, wenn der „SlovenSki GoSpovar" das Spiegelbild der Tugenden sein soll, die dem „kulliv'rten Katholiken, um wie viel mehr noch dem Geistlichen" einen sein sollen. X. Y. Politische Rundschau. EM. 30. November. In der heutigen Sitzuug de« Abgeordneten-Hauses soll die Beantwortung der Interpellation über die Länderbank erfolgen und darf man wohl gespannt sein darauf, wie sich die Re-gierung aus dieser ihr sichtlich unangenehmen Affaire ziehen wird. Nach einer uns ans Wien zugehenden De° pesche interpellirten in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses Abg. Taufferer und Ge-«offen wegen des ErlaßeS deS Justizministeriums betreffend den Gebrauch der slovenischen Sprache bei den zum Sprengel des Oberlandesgerichtes Graz gehörigen Gerichten. Von Interesse ist eine Unterredung, welche jüngst der Correspondent des Jungtschechen-blattes „Narodm) Listy" mit dem Ministerprä-sidenten Grafen Taaffe hatte. In derselben soll Letzterer sich dahin geäußert haben, daß die Regierung den Antrag Zeithammers auf Ab-änderung der ReichsrathSwahlordnung für den böhmischen Großgrundbesitz deshalb angenommen habe, weil sie das durch das bekannte Com> promiß geschaffene Verhältnis zu ftabilisiren wünsche. Der Minister bedauert die Spaltung der Rechtspartei, hält sie jedoch nicht für ge-fährlich. Der Minister empfiehlt der Rechten mehr Einmüthigkeit, da die Majorität noch zu klein sei. Werde er noch drei Jahre regieren, so werde die Majorität eine solche sein, daß die Seperatinteresfen ohne Gefahr durch besondere Clubs ihren Ausdruck finden können. — Daß Graf Taaffe auf Verstärkung seiner Majorität bedacht ist, wundert uns nicht; das Recept aber dessen er sich bedienen wird, dürfte wohl das-selbe sein, das wir schon bei früheren Anlässen kennen zu lernen sattsam Gelegenheit hatten. In der Thronrede, mit welcher die Session des rumänischen Parlaments eröffnet wurde, schlägt König Karl einen sonderbaren Ton gegenüber Oesterreich an. Rumänien werde keine Combinationen unterschreiben, deren Wir-kungen dahin gingen, daß die Schifffahrt vom eisernen Thore bis Galatz der präponderirenden Action einer einzizen Macht vorbehalten bliebe. Rumänien acceptire die strengsten Reglements und die strengste Ueberwachung der Ausführung derselben; allein es beanspruche auch, daß die Reglements in den rumänischen Gewässern von den rumänischen Behörden ausgeführt werden. Nach der rumänischen Thronrede hat es fast den Anschein, als hätte daS jüngste Königreich die Freiheit der Donau gegen Uebergriffe unserer Monarchie zu schützen; man versteigt sich zu einer Herausforderung des mächtigen Nachbarstaates, weil man der Unterstützung Englands sicher zu sein glaubt und man vergißt dabei ganz und gar, wie gering Albions Einfluß in du Wagschale fällt, wo Oesterreich und Deutsch« land identische Interessen zu schützen haben, wie es an der unteren Donan der Fall ist. Der deutsche Reichstag hat die Vorlage betreffend den Zollanschluß Hamburgs an das Reich nach längerer Debatte einer beson-deren Coulmission zur Berathung zugewiesen. In der Debatte hielt Fürst Bismark eine fulminante Rede, worin er die Wichtigkeit der Vorlage für das ganze Reich hervorhob und zugleich erklärte, daß er nie auf Dank und An-erkennung gerechnet, sondern stets nur die Einheit und Größe feines Vaterlandes vor Augen gehabt habe. „Wollen Sie meine Pläne nicht, so verwerfen Sie dieselben; ich aber will die Verantwortung für das Nichtzustandekommen derselben nicht übernehmen." Nach einer im bestimmtesten Tone ge-brachten Meldung der „National-Zeitung hat der Papst der Preußischen Regierung den Wunsch zu erkennen gegeben, seinen Sitz demnächst nach Fnlda zu verlegen. Diese Stadt, welche reich an klosterähnlichen Palästen und Kirchen ist, wäre in der That nicht ungeeignet für die päpstliche Residenz und für die Etabliruug des päpstlichen Kriegslagers; allein so — liebenswürdig wird Fürst Bismark schwerlich sein, dem Gegner durch Aufnahme in das eigene Haus sein Spiel zu erleichtern. In einer in Blackburne gehaltenen Rede wies der Marquis of H a r t i n g t o n auf die Nothwendigkeit hin, daß nicht eine einzelne Macht, sondern das gesammte Europa auf voll-ständige Ausführung des Berliner - Vertrages dringe. Hartingwn erkennt an, daß die Sitna-tion in Irland zur Beunruhigung Anlaß gebe nnd hält eS für nothwendig, die Frage einer Co»npensation für die Grundbesitzer in Erwägung des Verui theilten sofort rechiSkrästig sei und ohne Appell morgen Mittag auf dem öffentlichen Platze vor dem Prooinzial-Gefängnisse zu Eanton voll-streckt werde. Die Rehadilitirung der beiden Un» schuldigen, sowie die Strafe des Schuldigen, sollen heule noch in Stadt und Vorstädten veröffentlicht werden, damit das Volk Gelegenheit finde, zu er-kennen, wie Jedermann dem Gesetze Achtung schulde. . . . Wächter, führt den Verurlheilten ad l Der Gefüngniß-Director haftet mit seinem Kopfe für den Verbrecher I Da» Publlcum soll sich olSdann au« dem Audienzsaal und Gerichtshof zurückziehen. Tchou hatte beim Hören des schrecklichen Urtheil« keine Miene verzogen und ließ sich dar-nach ruhig abführen. Madame Liou und Jt6 aber beeilten sich, Li»u-Siou die frohe Botschaft zu überbringen und die Unglückliche aus dem Gefängnisse zu holen. Wa« jedoch den ehrenwerthen Herrn Ming anbetraf, so zog er sich, nachdem er zuvor die ihm von Perkin« und Sir Arthur betreff« Führung der Verhandlung gespendeten Complimente mit rührender Bescheidenheit entgegengenommen hotte, mit entsprechendemStolze und Selbstbewußtsein zurück. Die Nachricht von der Verurtheilung Tchou'« wurde bald unter der ganzen Bevölkerung bekannt, denn zwei Stunden nach Abgabe de« Urtheil« war der Text desse'ben schon überall in Tausenden von Exemplaren verbreitet. Am nächsten Morgen, lange vor der fest-gefetzten Stunde, war, wie nicht ander« zu erwarten, da« Volk auf dem Platze versammelt. Da an Tchou die langsame Todesstrafe voll-zogen werden sollte, so hatte man eine circa zehn Fuß hohe Estrade hart an der Gefängnißwauer errichtet. Gegen dieselbe war ein bohlenartige« Brett befestigt, worauf der Hinzurichtende festge-schnallt wurde, um seine Schuld zu sühnen. Während die Knechte de« Henker« all' die nöthigen Vorbereitungen trafen, hielten mehrere Compagnien Poliztisoldaten die Ordnung auf dem Platze auf-recht. Al« die Stunde geschlagen, öffnete sich die Pforte de« Gefängnißhofe«. und Tchou erschien. Er hatte nicht« von seiner kalten Ruhe verloren, dasselbe cynische Lächeln umspielte seinen Mund, als die Menge bei seinem Erscheinen in ebenso cynische« Wuthgeheul ausbrach. Die Soldaten und Knechte führten ihn auf da« Gerüste und schnallten ihn fest. Rourni, der Henker, folgte mit einem großen, schweren Korbe auf der Schulter, über dem ein rothe« Tuch lag, um den Inhalt den neugierigen Blicken zu entziehen. Al« Tchou an Händen und Füßen, mit Kopf, Armen, Beinen sowie mit dem Körper an die schwere Bohle gefesselt war, so daß er nicht die geringste Bewegung machen konnte und sich schieß-lich mit Rourni allein auf der Estrade befand, da wurde sein Gesicht leichenblaß. zu ziehen. Merkwürdig ist, daß trotz seiner irischen Verlegenheiten, die der Regierung vollauf zu schaffen machen, England noch immer Muße findet, sich in continentale Angelegenheiten zu mischen. DaS wird auch nicht ander« werden, so lang der alte Gladstone am Ruder ist. Zu wundern wäre es aber nicht, wenn die Kontinentalmächte einmal die Geduld verlieren und England einfach von jeder Beeinflußung europäischer Angelegenheiten ausschließen würden. In Petersburg wurde am letzten Freitag ein Attentat auf den General T s ch e r e w i n, Adjutanten des Minister« deS Innern versucht. Der Attentäter sühn den Namen Nicolaus SenkowSkq und stammt ans dem Gouvernement Grodno. Er war in der letzten Zeit derart herabgekommen, daß er einen Selbstmord ausführen wollte, ließ sich jedoch von den Ni-hilisten überreden, lieber eine hochgestellte Per-sönlichkeit zu tödten. als mit obscurem Namen durch Selbstmord zu enden. Im Zusammenhang mit anderweitigen Meldungen scheint dieses Atten-tat zu bestätigen, daß die Revolutionspartei sich nun wieder gegen die hohen Würdenträger des Reiches zu kehren gedenkt, nachdem die Person des Czaren durch Vorsichtsmaßregeln aller Art unnahbar geworden ist. Pettau, den 25. November 1881. (Orig.-Corr.) [Sin Beitrag zur Unterdrückung der nicht deutschen Nationalen in der Eteiermark-I Die Pellauer Stadtschule, welche seit je volltommen deutsch war und ist. und «s wob! auch in Zukunft bleiben wird, ha« sich bi« vor kurzem eine« UnterlebrerS erfreut, welcher zu den heißblütigsten und unverfrorensten Eeg-nern de« Deutschtum« gehört. Dieser Jüngling, welcher jeden Anlaß mit Eifer benüste. um seine deutschen Brod-geber zu schmähen, hat jüngst von dem durch und durch deutschen Landesjchulrathe für ein Iah«- Urlaub erhal-ten. damit er — er hatte sich früher für das Lehramt der Mittelschulen vorzubereiten begonnen, — seine bezüglichen Studien fortsetzen und — falls ci ihm gelingt — die betreffenden Prüfungen ablegen könne. Die Pettauer sind durch den Abgang dieses Jünglings keines-wegS in Trauer verletzt, sie wünschen ihm auch fein ferneres Forttommen, wenn er nur dadurch möglichst fern von Pettau sonkommt. Eigentümlich und die ba ba> rische Denkungsart der Deutlchen kennzeichnend ist es aber, daß der deutsche LandeSschulrath in Graz dem be-zeichneten heftigen Gegner des DeutschlhumS sür die Dauer deS ihm gewährten Urlaub« den ungeschmälerten Fortbezug seines Gehalte« zugestanden hat. Nach diesem Vorgehen zu urtheilen, scheine» die Herren in Graz sehr bibelfest zu sein. „Wenn dich Einer aus die eine Backe schlägt, halt« ihm auch die andere hin". Der obig« Vor-gang entspricht ganz dieser «angelijchen Lehre. Laibach, den 30. November 1881. (Lrig.-Corr.) fDr. Iohann B l e i w e i ». t) In der 3f Fortsetzimg im Einlageblatt. IG Der Henker beugte sich über den Korb, den er zur Erde gesetzt, griff mit der Hand unter die Decke und zog ein lange«, zweischneidige« Messer hervor, auf dessen Griff die Worte: „Rechter Arm" gravirt waren. Er la« diese Worte, der Menge zugekehrt, machte seine Verbeugung, drehte sich um, näherte sich fern Verurlheilten und stieß ihm dasselbe bi« an « Heft durch den rechten Arm tief noch in die Bohle hinein. Tchou juckte, doch schrie er nicht. Rourni beugte sich ein zweite« Mal, ergriff ein ander?« Messer, schrie der Menge die Woi te: „Vinfe Schulter" zu, und stieß e« in den Körper de« Mörder«, der die« Mal einen Schrei de« Schmerze« nicht unterdrücken konnte. Der Pöbel stieß ein frenetische« Hurrah au«. Auf'« Neue wurde ein Messer genommen» ein Blulstrorn übergoß da« Gesicht Tchou'«, da da« Auge durchbohrt war. Ein schrecklicher TodeSkampf entstand. Der Verbrecher wand sich und heulte vor Schmerz, während der Enthusiasmus der rohen Menge nur zunahm. Immer neue Messer holte der über und über mit Blut bespritzte, traurige Justizvollftreckei au« seinem Korbe, die er bluttrunken seinem Opfer in den Leid stieß. Da« eilfte Messer traf da« Herz, doch enthielt der grause Kord zwanzig, die nach dein Gesetz alle verbraucht werden mußten. Beilage zur Nr. 96 der „Cillier Zeitung." heutigen Nacht ist der bekannte Elovenensührer und Ab-geordnete Dr. Johann Bleiweis Ritter T«r-steniiki noch längerem Tode stampf« rxrschieden, Der Verlust, den durch diesen Todesfall die slowenische Ra< tionalpartei erleidet, ist «in äußerst empfindlicher: denn der Berstobene war die Seele der nationalen Bestre-düngen und nicht mit Unrecht wurde er von feinen Landsleulen als „Bater der flooenifchen Nation" gefeiert, Dr. Bleiweis war im Jahr« 1808 geboren, hatt« daher erst vor Kurzem sein 73. Lebensjahr überschritten. Er war als Mensch ein durchaus ehrenwerter Charakter und wurde als solcher auch von seinen politischen Gegnern geachtet. In nationalen Kreisen hat sein Ableben, das man allerdings schon seit einigen Tagen befürchtet hatte, tiefe Erschütterung hervorgerufen. An mehreren Vereins-und Privatgebäuden werden bereit» Trauerfahnen aus-gehißt. Da» Leichenbegängnis wird morgen Don-nerstag, Nachmittag < Uhr stattfinden und den Natio-nalkn zu dkmonstratiscn Trau«rkundgebungen Anlaß bieten. Kleine Chronik. Cilli. 33. November. (S t e r b t f a l l.) Freitag Mittag starb in Graz der k. f. Hof- und ReichSarchivar Dr. Josef Fick im Alter von 81 Jahren an Altersschwäche. (Ein neuer Schulinspeetor.) Der Statthalter von Steierwark hat den Direktor der SlaatSoberrealschule in Graz und Mitglied de« steirischen LandesschulratheS. Herrn Nov. mit der Inspektion der Lande« Bürgerschulen betraut. (Steiermärkische Advokaten« ka m m e r.) Letzten Samstag fand in Graz die diesjährige ordentliche Plenarversammlung der steiermärkischen Advocatenkammer statt. Herr Dr. Birnbaumer erstattete den Geschäftsbericht. Herr Dr. Mörtl legte da« Präliminare pro 1882 vor. Der Jahresbeitrag wurde für da» nächste Jahr auf 12 fl. festgesetzt. Zu PrüfungScommissären für die Avvocatenprüfung wurden gewält die Herren Dr. Archer, Dr. Berz 6, Dr. Neumeyer, Dr. Ramor, Dr. R i t. v. Schreiner nnd Dr. Schlosser. (Verlegung von Bezirksgerichten.) Da« t. k. Bezirksgericht Franz soll nach Fraßlau verlegt werden; einen ahnlichen Domicilwechsel strebt man «uch mit dem Gerichte Oberburg, — welche« noch Praßderg kommen soll, an. (C a s i n o - V e r e i n.) Am Samstag den 26. d. M. wurde da« Katharinen-Kränzchen in den freundlich restaurirtenLocalitäteo unsereaCasino-Vereine« abgehalten. Dasselbe war zwar nicht zahlreicher al« in den Borjahren besucht, dagegen gestaltete sich daSfelde aoimirter denn je. Die Domen-welt hielt in ihren Toiletten da« richtige jastv milieu, denn nicht reiche, sondern meist einfache, aber durchaus höchst geschmackvolle Toiletten zierten die reizenden Erscheinungen unserer blühenden DameN'Flora; der neue V rgnügung«leiter machte feinem Rufe volle Ehre und ist der Direktion sowie dem Vereine zu dieser glücklichen Wahl nur zu gratuliren. Dem Vergnügen deS Tanzes wurde bis zur frühen Morgenstunde gehuldigt. (Theater.) Letzten Sonntag ging Kaiser's beliebtes BolkSstück „Der Viehhändler au« Ober-Österreich" bei sehr schwach besuchtem Hause über die Bretter. Die Darstellung war eine lobenswerte und boten Fr. G e l p k e (Apolonia) und Herr Heller (Viehhändler) durch ihre wirksamen Gesangvorträge Alles auf, um das Publikum in heitere Laune zu versitzen. Auch die Damen V a n i n i (Klotilde) und Hagen (Eulalia) sowie Herr Treuherz (Hochseid) trugen durch gutes Spiel nicht wenig bei zu dem Erfolge des Stückes. — Dienstag fand da« Regie-Benefice de« Herrn Hampel vor auSverkauflem Hause statt. DaS geschickt arrangirte Quodlibet brachte unter Anderem Bruchstücke au» „Freischütz", „Fledermaus", „Boccaccio", „Müller und sein Kind", „Wildfeuer" x. und fand eine der im Ganzen braven Darstellung entsprechende Aufnahme. — Donnerstag, den 1. December gelangt zum Bortleile der auch als Schauspielerin wirkenden Directrice Frau I o s e f i n e M a i« r das Lustspiel „D i e Mönche" von Tonelli zur Aufführung, welches bereits an den meisten größeren Bühnen mit günstigem Erfolg in Scene ging. (Patriotischer H i l f « v e r e i n.) In Gonobitz hat sich ein Zwcigverein deS „Patrio. tischen HilsSvcreine«" conftituirt. Zum Obmanne wurde Herr Baron Edmund V a y. Gutsbesitzer in Preuralh. zum Obmann. Stellvertreter Herr Gottfried Hasenbichl, Bürgermeister von Go> nobitz gewählt. (U e b e r f a h r e n.) Am 28. d. M. wurde der Grundbesitzer Johann Dobratinfcheg in Arz-lin überfahren und blieb in arg verstümmelten Zustande todt am Platze. (R o h h e i t.) Am 26. v. M. kam der Grund-besitzer Josef G o l l o b in Ereskova, Gemeinde Neukirchen in betrunkenem Zustande nach Haufe und gerieth mit feiner Ehegattin Margarethe in Streit, welcher bald in Thätlichkeiten, ausartete. Das Weib des Gollob uno der Sohn desselben packten den Vater, warfen ihn zur Thür binau« und schlugen ihu derart, da» dem Alten beide Beine gebrochen wurden. Ein abschreckendere« Beispiel Wenden wir jedoch zum Schluß der Erzählung lieber den Blick einer freundlicheren Scene zu, die sich fast gleichzeitig in Foun>Si zutrug. Die Nachricht von der Unschuld Liou-Siou'S, an der nebenbei bemerkt, wohl nicht Viele ge« zweifelt hatten, so wie die Veruriheilung Tchou'» hatten daselbst einen gewaltigen Jubel erzeugt. Die ganze Bevölkerung hatte Mädame Liou und ihrer Tochter, welche der ehreniverthe Ming in feiner beflagten Gondel zurückgeleitete, festlich empfangen wollen. Als die beiden Frauen die Mandarinengondel verließen, wurden sie mit lauten Freudenbezeugungen begrüßt. Auch hatte man auf dem Wege, der zu ihrer Wohnung in die Gold» fchlägerstraße führte, überall Ehrenpforten errichtet. Der wohlbeleibte Herr Präsident gab der Mutter den Arm, während Jt6 den seinrn der Cousine reichte, indem er ihre kleine Hand an tein Herz drückte. Der junge Diener Fo'S war nahezu völlig hergestellt, während Liou-Siou ihre frühere Frische und Schönheit wieder zu erlangen schien. Perkin« und Sir Arthur folgten ihnen. Bald halte der kleine Zug das Hau« erreicht, doch gerade in dem Augenblick, al« Herr Ming sich zum Abschiede respectvoll verbeugen wollte, stieß Frau Liou einen Schrei der Ueber-raschung uu«. Tchou'« Hau« war verschwunden. Der Platz, auf dem eS vor vier Tagen noch gestanden, war plötzlich durch Ming'« Fürsorge in einen allerliebsten kleinen Garten mit einem Kiosk > verwandelt, der von den kostbarsten Schlingpflan-zen und seltenen Gewächsen umgeben war. — Madame, sagte Herr Ming, als er da« Erstaunen der Frau bemerkte, ich wollte dadurch die Erinnerung Ihrer Tochter an da« Bergangene wildern, und würde froh srin, wenn Sie e« al« den Ausdruck meine« tiefsten Bedauern«, so wie al« kleine Aufmerksamkeit ansehen möchten. Obgleich nun Herr Ming ihre unschuldige Tochter so grausam hatte martern lassen, so konnte Frau Liou jetzt richt umhin, ihm für diese Ueber« raschung zu danken, nur war sie, wie auch ihre Tochter, noch zu sehr bewegt, um ihren Gefühlen in Worten Ausdruck zu verleihen. Der ehre, werthe Mandarin, selbst ein wenig in Verlegenheit, benutzte da« Schweigen der Ma» dame Liou, indem er sich zum letzten Mal tief verbeugte, worauf er sich gegen seinen Freund Perkin« wandte, der ihn beide Hände eutgegen-streckte, indem er sagte: — Da« ist hübsch von Ihnen, mein lieber Ming. Sie sind entschieden der bravste Mandarin. — Ah, mein bester Capitän! entgegnete Herr Ming mit chinesischer Galanterie. Bin ich doch nur der schwache Adglanz Dessen, der zu mir spricht l Doch lassen Sie un« gehen, denn, wie ich vorausgesehen, die Scene regt mich auf . . . Mein Koch hat mir ein vorzügliches Milfagessen bereitet, an dem Sie Beide Theil nehmen werden, denn, wie ich hoffe, wird mir Ihr Freund die Ehre nicht versagen. Sir Arthur verbeugte sich lächelnd. Der Herr Präsident faßte hierauf den Eontrebandier ver- für die Rohheit der biederen Landbevölkerung würbe sich wohl schwer aufbrügen lassen. (Ein fünfzehnjähriger Dieb.) Am 17. b. M. wurde dem Grundbesitzer Johann K r a i n z in Neukirchen au« einem versperrten Kasten ein bedeutender Geldbetrag — die Summe ist noch nicht festgestellt — entwendet. Der Dieb, ein fünfzehnjähriger Hirte, wurde durch die Gen-darmerie gefänglich eingebracht. (E l e g a n t e E i n b r e ch e r.) Die beiden Gauner, welche jüngst bei einem EindruchSdieb» stähle in Dreschendorf ertappt wurden, sind, wie sich nachträglich herausstellte, nicht Brüder, heißen auch nicht Müller, sondern sind zwei gefähr-liche Verbrecher, welche au» einer Strafanstalt in Deutschland entsprungen sind. Die feiten« de« Gerichte« eingeleiteten Recherchen dürften wohl in Kürze vollständig da« Dunkel lichten, in welche« sich die beiden Gauner bisher zu hüllen verstanden. (Vielseitigkeit.) Wie e» scheint, geben hevzutage auch schon bei den Gaunern die Ge-schäfte schlecht, die Concurrenz ist eine starke und Bereinigung mehrerer Geschäftszweige daher eine Existenzbedingung. Der Bestandnehmer Johann Tramfek beispielsweise betreibt neben Uhrenab» zwickung und ähnlichen langfingrigen Geschäften auch noch Münzfälschung, fnilich mit geringem Erfolge, da er nur im Kleinen arbeitet und eS ihm noch an der nötigen Routine fehlt. Entdeckt wurde dieser unbefugte Gewerbebetrieb dadurch, daß Tramfek, nachdem er dem Grundbesitzer Franz Wrecko auf dem Wege von St. Martin nach Wifchnica eine silberne Cylinderuhr im Werthe von 14 fl. entwendet, die Ungeschicklichkeit besaß, sich von dem Gendarmerie Postenführer in Ponigl verhaften zu lassen. Gelegentlich der Untersuchung fand man bei ihm auch Modelle zu 10 und 20 Kieuzerstücken, sowie fertige Münzen, welche Tram« fek statt der ihm mangelnden echten unter die Leute zu bringen suchte. Johann Tramfek sieht nun in einer Zelle des k. k. Bezirksgerichte» seiner Berurlheilung entgegen und dürfte durch dieselbe wohl ausreichend Mvße gewinnen, um über einen neuen ErwerdungSzweig nachzudenken. (Ein humoristischer Schweine« d i e b.t Dieser Tage wurden dem Grundbesitzer Josef S ch a g e r zwei schwere Mastschweine ge-stöhlen und durch zwei kleine knochendürre Schwein-chen ersetzt. Auf der Stallchür stand TagS darauf mit Kreide geschrieben: „Lieber Josef Schager, Gestern waren wir fett. Heute sind wir mager." (Blutige Rauferei.) Am 24. d. M. gegen 11 Uhr Nacht» entstand zwischen den Bauernbueschen Josef Stuarnik und Franz traulich unter den Arm und alle drei bestiegen die Gondel, welche, von zehn Rudern in Bewegung gesetzt, die Richtung zur Insel Honan einschlug. Eine Stunde später, während Roumi, der Henker, den verstümmelten Leichnam Tchou'» unter die Erde dringen ließ, versprachen sich Liou-Siou und J>6 vor den Augen der Mutter mit ein-ander. Natürlich konnte die Verbindung laut Gesetz erst nach drei Monaten staltfinden un» war bei dieser Feier, wie leicht zu denken, der ehrenwerthe Präsident de» Eanloner Gerichtshofes mit seinen Freunden al» Ehrengast zugegen. — Wahrhaftig, meine Lieben, sagte Herr Ming, der nach der Mahlzeit recht heiter geworden wzr, wenn ich eS recht bedenke, so darf ich mir wohl gratuliren. so gut davon gekommen zu sein. Ohne Euch würde ich, anstatt hier dce Versöhnung England'« mit China zu feiern vielleicht jetzt meine hundert BambuShiebe schmecken. So also verlief Alle« wieder zum Guten; um der Erzählung jedoch auch bi« zur letzten Zeile die Localfarve zu lassen, die ich ihr durch Auffrischung von Rcisterinncrungen zu geben be-müht war, so will ich sie denn im chinesischen Geiste schließen, indem ich noch die Frage stelle: Wie war e« nur möglich, daß durch ein Tröpfchen Wasser, welche« dazu bestimmt schien, «ine Blume erblühen zu lassen, so viel Blut fließen mußte? Worauf das Echo de» Reiche» der Mitte, durch den Mund feine» Sohne« Tin-Tuu-Ling, de« Philosophen, einfach antwortet: Fatalität! Lipouschek ein heftiger Wortwechsel, der nach kurzer Zeit in eine blutige Rauferei ausartete. Josef Sluarni! erhielt hiebet von feinem Gegner mehrere sehr gefährliche Stiche mit einem dolch-artigen Messer und mußte schwer verletzt in daS hiesige Spital übertragen werden. (DerLahnhofer Eichenwald) soll nach einer uns zugehenden Mittheilung, die wir mit oller Reserve ausnehmeu, adgestockt werten. — Die Bevölkerung von Cilli wird die alten Eichen mit Trauer fallen sehen; an den Eichen» wald knüpfen sich eben so viele schöne Erinnerun-gen l Vielleicht läßt der Besitzer die ehrwürdigen Bäume dennoch stehen. — Die Cillier wüßten ihm besten Dank dafür. (Kalender fürLandwirthe.) Im Verlage Liykam-IosefSthal in Gr?z ist soeben der 12te Jahrgang von e u s e r 'S Neuem Aalender für Landwirth e" herausge« geben unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner vo» L. Lütter, Giiterverwalter und geprüfter Lehrer der Landwirthschaft erschienen. Dieser in der ganzen Monarchie verbr:itete und beliebte Kalender ist seit Jahren jedem Landwirtde al» ein äußerst nützliches und unentberlicheS Handbuch besannt und übertrifft auch in dem 12ten Jahrgange feine Vorgänger an Reichhaltigkeit und Gediegenheit. Aus der reichen Fülle des Gebotenen wollen wir hier nur einige größere Aufsätze «wähnen. Nach der einleitenden Rundschau folgt ein Artikel über „Unsere Bauernvereine" ferner „Der Landwirth" von Secretär C. Schütz, landw. Wanderlehrer, „Der Wagner'fche Futterbau", „ElwaS über den Gemilfedau" von Garten-Jnfpeclor Jul. Jablanczy „Zur Walkpflege" von A. Werk, Güterdirector, „Zwei gute Pflüge", „Bewährte Odstsörren von I. Markula, „Ueber Karpfenfütterong", „Dar-lehenskasfen", „Ueber Landwirthsckaftliche Credit-Verhältnisse". „Was u»S dte Steine erzählen". Außerdem folgen noch über 60 größere und kleinere Aufsätze die in ihrer Mannigfaltigkeit dem Land-wirthe eine interessante, nützliche und anregende Lectüre bieten. Der Kalender hat daher ebenso wie auch seine Vorgänger einen dauernden Werth. Der Preis von 50 kr. ist billig. (Die Wiener Lanbwirthschaftliche Zeitung) von Hugo H. Hitschmann bringt in ihrer Nr. 1556 vom 26. November d. I. Fol-gendeS: Hauptartikel: Der böhmische Landtag in seiner Sorge um billiges Geld. — Hälftewirth-fchaft. — Eine amerikanische Obstdarre. (1 Abb.) — Transportable Fütterungssteige für Kücken. (1 Abb.) — Fütterung von Kartoffelfchlempe an Mastschafe. — Wa« versteht man unter einer gefunden, brauchbaren Zuckerrübe? — Bitterer Beigeschmack von Milch und Butter. — DaS Vergruben oder Verjüngen deS WeinstockeS. Feu-illeton»: Verbrauchte Waffen. (66.) — Flur-Polizei. — Lesespüchte. Sprechsaal: Die Trommel-häckselmaschine von Josef Friedlän'^er, Wien. Büchermarkt: Die Landwirtschaft im Königreich Sachsen und ihre Entwickelung in den Jahren 1876 bis einschl. 1379. (Rer.) — Schemaliemu« de« Saazer Hopfengediete«. (Rec.) — Verzeichniß der neuen Erscheinungen aus dem Büchermärkte. Marktberichte. Frage^sten. Briefkasten, Inserate. (Unter den letzteren 26 offene DieusteSstcllen.) Aus dem Gerichtssaale. (Ein DiebSconforkium.) Schon seit längerer Zeit wurde die Gegend von St. Veit und Ponigl durch nächtliche Einbrüche und mit-unter bedeutende Effectendiebftähle unsicher gemacht. Dank der unermüdlichen Nachforschungen der Gen-darmerte von Ponigl speciell de« Herrn Josef Brefnik gelang e« endlich die Urheber dieser Dieb-stähle, an deren Spitze zwei raffinirte Gauner namen» Franz und Anion Galluf standen, au«zu-forschen und dem Strafgerichte einzuliefern, welche« in der am 23. November durchgeführten Haupt-Verhandlung die genannten Einbrecher zu 2'/, jährigem beziehunSweis« viermonatlichem schwerem Kerker verurtheilte. (T o d t s ch l a g.) Am 26. November stand der 19 Jahre alte Georg Pottnik, ein blonder, nicht übler Bursche vor den Geschwornen, weil er anläßlich zwischen den Burschen von Seöe und Retschach vorgefallenen WirthShauSschlägmien am 12. Juni l. I. den Franz MarLiö körperlich schwer verletzte, endlich am 25. September l. I. den Jakob Gangl und den BlaS Geister derart schwer beschädigte, daß beide in Folge der erlit-tenen Verletzungen > starben; auch hatte er am letzten Tage den Stefan Bornegger körperlich leicht beschädigt und dem Wirth Johann Lomut in Seöe einen Tisch, den Thüi stock und Fenster-scheiden zertrümmert. Nachdem die Juiq ihr Schuldig gesprochen, verurtheilte der Gerichtshof de» rabiaten Burschen zu schwerer Ke'kerstrase in der Dauer von 8 Iahren, während welcher Zeit sich sein hüßeS Blut wohl abkühlen dürfte. (D i e b st a h l.) Am 23. November erschien die wegen Diebstahle« schon achtmal u. zw. sehr empfindlich bestrafte, 27 Jahre alte Dienstmagd Theresia V o i t, ein recht hübsches Mädchen, vor den Schranken des SchwurgerichlShofeS. Aus der ganzen Verhandlung war, wie auch aus dem Leumundszeugnisse hervorgeht, zu entnehmen, daß sie sich das Stehlen zur Gewohnheit gemacht hatte, denn kurz nach ihrer letzten Strafhaftent-lassung stahl sie im Oktober 1881 der Maria Kronawetter und der Josefa Sparowetz verschiedene Kleidungsstücke, dem Anton Otup aber Pretiosen im Werthe von mehr als 40 fl. und dem Colle eine Geldvörse mit dem Inhalte von 171 fl.. v. zw., wie sie angab, weil die beiden letztgenannten sie für geleistete LiedcSdiei ste zu schlecht bezahlt hatten. Nach dem Verdicke der Geschworenen wurde die EewohnheitSdiebin zu schwerem Kerker in der Dauer von 7 Jahren venmyeilt. (Nothzucht.) Am 29. November wurde der 41 Jahre alte Schuster Franz Am er wegen de« Verbrechen« der Nothzucht und Schändung, begangen an zwei zwölfjährigen Mädchen, nach dem Schuldigspruch der Geschworenen zu schwerem Kerker in der Duuer von 5 Jahren verurtheilt. (R a u b.) Der 25 Jahre alte Taglöhner Simon Geist reeto Stapast von Straßganzen und der 20 Jahre alte Grundbesitzer«svhn Anion Holobar von Kassasse bei Lendorf waren angeklagt, daß sie am Abend des 4. Juli l. I. im Walde Wolenik den Passanten auflauerten u id auch die auf einem W»geo heimkehrenden Josef. Fritz und Ludwig Lackner überfielen, um sich ihre« Geldes zu bemächtigen. Die Angeklagten geben an, daß sie nur im berauschten Zustande derart gehandelt haben, indem sie mit dieser Fahrgelegenheit nach Windisch-Feistritz rückkehren wollten, woselbst sie als Häftlinge sich ohne Erlaubniß au« den Ge-fängnissen entfernt hätten. Da die Erhebungen und die Ergebnisse der Verhandlung den Geschwo« renen die Ueberzeugung von der Schuld der An-geklagten nicht verschossen konnten, so wurden beide vor wegen der Uebertretung de« tz 431 St.G. zu je 14 Tagen Arrest verurtheUt. (Markt «Durchschnittspreis») vom Monate Lktober 1881 in Cilli: per Hetlvliter Weizen fl. lv.lO. Korn fl. 6.50, (»erste fl. 6.50, Hafer fl. 3.58, Kukuruz fl 6.18, Hirse fl. 7.16, Haiden fl. 6.50. Srdäpsel fl. 2.7«, per 100 Kilogramm Heu fl. 2.IS, Kornlagerstroh fl. 2.—, Weizenlagerstroh fl 1.40, Etreustroh st. —90, Fle iich' preise pro November 1881. 1 Kilogr Rindfleisch ohne Zuwage 52 Ir., Kalbfleisch 56 Ir>, Schweinfleisch 56 kr., Schöpsenfleisch 10 kr. Eingesendet.*) Abfertigung. An de» Poeten der „Südsteirifchen Post" auf da« von ihm veröffentliche Lied. Voll Grobmuth verschmähst du den ersten PreiZ, Verzichtest aus Hundert Tucalen; Begnügst dich allein mit dem Lorberreis, — Stellst alle Dichter in Schatten! Wärst Tu nicht ein bescheidener Mann, Es gebührten unstreitig Dir hundert —; Denn von Allen an den Usern der Sann Bist der größte in diesem Jahrhundert. ES lautet wohl spöttisch T«in deutsche» Lied Und es scheint die Teutschen zu höhnen. Doch muß sich auch einmal zum Unterschied Der P ... x . aus Salyre gewöhnen. B. •) Für Form und Inhalt ist die nicht verantwortlich. Redaction (Hellersche Svielwerke) werden alljährlich um diese Zeit angekündigt, um bald daraus al« Glanzpunkt aus Tausenden von Weihnachtstischen die kostbar-sten Sachen zu überstrahlen. Au« Ueberzeugung rufen wir einem jeden zu: Wa» kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräuliga« der Braut, der Freund dem Freunde Schönere» und Willkommeners schenken? ES vergegenwärtigt glücklich verlebte Stunden, lacht und scherzt durch seine bald heitern — erhebt Herz und Ge-müth durch seine ernsten Weisen, verscheucht Traurigkeit und Melancholie, ist der kefte Gesellschafter, de« Ein-sarnen treuester Freund; und um gar für den Leidenden, den Kranken, den an das Haus gefesselten! — mit einem Worte, ein Heller' sq> e« Spielwert darf und sollte in keinem Salon, an keinem Krankenbette, überhaupt in keinem guten Hause fehlen. Für die Herren Wirthe, Eonditoren, sowie Geschäft jeder Art, gibt es keine einfachere und sichere Änzieh-ungSkraft als solch' ein Werk, um die Gäste und Kunden dauernd zu fesseln Wie un« von vielen Seiten bestätigt wird, haben sich die Einnahmen solcher Etablissement« geradezu verdoppelt: darum jenen Herren Wirthen und Geschäftsinhabern, die noch nicht im Besitze eine« Spielwerkes sind. nicht dringend genug anempfohlen werden kann, sich dieser so sicher erweisenden Zugkraft ohne Ziern zu be-dienen, um so mehr, da auf Wunsch Zahlungserleich-ttrungen gewährt werden. Den HerrenGeiftlichen, welche aus Rücksicht für ihren «land, oder der Entfer-nung wegen, Concerten tc. nicht b »wohnen können, be-reitet solch' ein Kunstwerk den schönsten, dauernden Genuß Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten ältern Lpern, Operetten, Tänze und Lieder finden sich in den Heller'schen Werken auf das schönste vereinigt. Derselbe hat die Ehre. Lieferant vieler Höfe und Hoheiten zu sein, ist überdies aus den Aussiellungen preisgekrönt, neuerding« in Melbourne der einzige, der speciell für sich allein den ersten Preis — Diplom nebst silberne Medaille — erhielt. Eine für diesen Winter veranstaltete Prämimvertheilung von 100 Spielwerken im Betrage von Franc« H0.000 dürste luden» besondern Anklang sinden. da jeder Käufer, selbst schon einer kleinen Spieldose, dadurch in den Besitz eines großen Werte« gelangen kann: aus je 25 Franc« erhält man einen Prämien>chein Reichhaltige illustriere Preislisten nebst Plan werden auf Verlangen frano zu-qejandt. Wir empfehlen Jedermann, auch bei einer kleinen Spieldose, sich stetS direkt an die Fabrik zu wen-den, da v»elorts Werke sär Heller sche angepriesen wer-den, die ti nicht sind. Alle ächten Werke und Spiel-dosen tragen gedruckten Ramen, woraus zu achten ist Die Firma hält nirgend« Niederlagen. Zteßerficht der meteorologischen Beobachtungen an den Stationen Cilli, Tüffer unv Neuhau«. Monat October 1881 Cilli i 7>- 1» 8* , Tüffer 7» 1* 9* 3 Ä | Ö 1 ; Luftdruck bei 0* in Millimetern: Monatmittel . . . 73891 74085 — Maximum am (7.). 750 1 761-8 — Minimum am (25.) 7276 729-4 —> Temperatur nach Cel- sius : Monatmittel . . . +7'»60 +7-*84 +6"90 Mal am (?4. 23.)*) +17.«0 +16«9 +15-»5 Min. am (20. 31.)*) +2.«8 +0°3 +1"5 Dunstdruck in Milli- metern, Mittel. . 67 69 — Feuchtigkeit in Per- centen, Mittel . . 84-4 857 — geringste am (17.) . 43 37 — Niederschlag in Mil- limetern, Summe. 224'8 größter binnen 24 St. 228.2 167-3 am (15.—16.). . . 54-6 59-2 190(11.) Monatmittel der Be- wölkung (0—10). 8-7 51 8-9 Zahl der Tage mit: Meßbaren Nieder- schlagen .... 24 21 21 8 3 0 1 0 1 Stürmen .... 0 0 0 Gewittern .... ! 0 0 0 Schnee in Cilli und Tüfser am 16., 29., 30. und 31., in NeuhauS am 30. und 31. ♦) In Cilli u. Tüffer nach dem Max-Min.-Therm. in Neuhau« nach unmittelbarer Beobachtung. Interessant Ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glück» Anzeicie von Samuel beckicher senr. in Hamburg. Dieses HauS hat sich durch seine prompte verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umqegend gewonnenen Beträge einen dermaßen guten Ruf erwor-bei», daß wir Jeden aus dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle ausmerlsam machen. Mit 1. Dtcrmbrr 1881 beginnt ein neues Abonnement auf die wöchentlich zweimal erscheinende „Cillier Zeitung". Der Abonn mentSprei» betrügt: Für Cilli mit Zustellung ins Hau«: Monatlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig . 6.— Mit PostVersendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 30. November d. I. zu Ende geht, ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung." Hisenvahn- KaKrordnung. Richtung W i e n « T r i e st. Ankunft Abfahrt TageS-Eilmg................ 3.40 3 42 Nachm. Nacht-Eilzug................. 8.34 3.8« NachtS. Postzug.....................11.32 11.42 Mittag. Post»ug.....................11.42 11.47 NachtS. Gemischter Zug.............. 5.22 5.30 Nachm Richtung Triest - Wien. Ankunft Abfahrt ZageS-Eilzug................ 112 1.14 Nachm. Nachtu Eilzug.................12.24 12.26 NachtS. Postzug..................... 3.55 4.01 Früh. Postzug..................... 4.26 4.32 Nachm. Gemischter Zug.............. 8.11 9.19 Borm Secundärzug ab Cilli 6 Uhr Früh Ank. Laibach l» Uhr 24 M. Bonn, ab Laidach 5 Uhr 45 M AbdS. Ank. Cilli »Uhr4 M. AbdS. Abfahrt der Kosten von Cilli nach: Sachseastll», «t. Peter. St. Paul, Franz, Möttnig, Trojan«. Lnkuwetz, TomSale, Laidach um 5 Uhr Früh. Fraßlau, Praßberg, Lause», Lberdurg um 5 Uhr Früh Wöllan, Schiiosteiil, Mißliug, Wmdischgraz um 5 Uhr Früh. Neubau? um 7 Uhr Früh, 12 Uhr Mittags. Hohenegg, WeitenKei» um 12 Uhr Mittags. Sachsruseld, Ct. Peter, St. Paul, Franz um 12 Uhr Mittag. Gourse der Wiener Wörse vom 30. November 1881. Goldiente...........93.85 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 77.30 „ . in Silber . 78.10 1860er StaarS-AnlehenSlose .... 133.25 ©anfactitn........... 837.— Eredilactien...............362.75 London............118.55 Raroleond'or.......... 9.40 f. f. Münzducaten........ 5.58 100 Reichsmark.........58.— Ausgenommen wird sogleich Ein lliiddicii im Alter von 12—14 Jahren zur Beaufsichtigung der Kinder und kleinen Arbeiten im Häuslichen. — wo? sagt gefälligst die Exped. d. Blattes. 619—1 Frachtbriefe (Eil- & Frachtgut) mit oder ohne Unterschrift, zu haben bei Joh. Kakuscli, Cilli. Ein Ciavier wird unter billigen Bedingungen auszuleihen gesucht. — Auskunft i. d. Exped. d. BI. e?4— Eine llülilc mit 4 Gängen, nebst Brettersäge, dazu gehörigen Wirtschaftsgebäude, grossen Garten mit vielen Obstbäumen etc. ist billig zu verkaufen in Breg, Post Laak bei Stein-brück. — Näheres beim Eigenthümer, Andreas Votak, daselbst. 623—3 Wichtig fiir jeden Haushalt! Complette Britaniasiltier-Speiseseryice für nur fl. 8 In eleganter Fasoo, durchaus frei vun oxvdirenden Bestandtheilen und von Vorxiiglicher Dauerhaftigkeit der silbcrähuliehen iarbe, !«t ausser echten Silber allen anderen Fabricaten vorzuziehen. Für nur fl. W erhält man nachstehende» gediegene« Britaniasilber Service an* den feinsten und beaten Britaniasilber. Für da« Weissbleiben der Bestecke garantirt. 6 Stück Britaniasilber Tafelmesser mit englischen Stahlklingen 6 Stack echt englische Britaniasilber Gabeln, feinster schwerster Qualität 6 Stück massive Britaniasi'ber Speisclöffcl, 12 Stock feinste Britaniasilber Kaffeelöffel, 1 Stück massiver Britaniasilber Milchschöpfer, 1 Stück schwerer Britaniasilber Suppenschöpfer bester Sorte, 2 Stück effectvolle Salon-Tafelleuchtcr, ö Stück feinste Eierbecher, 6 St. fein cisellirte Prisentirtassen (Tablett's), 1 Stück schöner Pfeffer- oder Zuckerbehälter, 1 Stück feiner Theeseiher, (> Messerleger (Krystall). 54 Stück. Bestellungen gegen Postvorschuss (Nachnahme) oder vorheriger Geldeinsendung werden, so lange der Vorrath oben reicht, effectoirt durch das Britaniasilber Fabriks - Depot C. Langer, Wien. II, grosse SchifTgaase 28. ,VB. Im niehtconvenirenden Faüe wird das Service binnen 10 Tagen gegen RütktrAaUung de» nathgenommenen Betrages anstandslos ntrücige-iiihhii. Uebertroffen hat noch immer in seiner Wirkung gegen die lästige Gicht und Rheumatismus der Gichtgeist von Franx Xav. Gachlhay, Apotheker in Orax alle anderen bisher dagegen an-gerühmten Mittel, ä Flac. 70 kr. iu haben in C11L1 bei Herrn Joaef Kupfersohmied, Apotheker zo Maria Hilf. Eben daselbst ist auch zu haben Melaleuca, ein untrügliches Mittel gegen jede Art Zahnschmerzen. 620 10 Einladung; zur Helhelllannc an den Gewinn-Chancen der vorn .Staate Hamburg gurantirten grossen Geldlotterie, in welcher 9 Mill. 140,340 Mark innerhalb weniger Monate sicher gewonnen werden müssen. Der neue in 7 Classen eingetheilte Spielplan enthält unter 100,000 Loosen &O.WOO Utnlnne und zwar ev. 400,000 Mark, speciell aber 1 Gew. a M. 2S0000 3 Oew, ä M. 8000 1 . a M. I50000 3 ä M. 6000 1 . a M. looooo 55 a M. 5000 I . ä M. «OOOO 5 ä M. 4000 I . a M. 50000 10!» a h. 3000 2 . ä M 40000 212 a M. 2000 3 . k M. 300IMI 10 a M. 1500 1 . ä M 25000 2 ä M. 1200 4 . a M. 200011 533 ä M. 1000 7 . a M. 1 5000 1074 a >L 500 1 . ä M. 12000 100 ik M. 300 23 . a M. 10000 29,115 a M. 138 etc. etc. Die erste Gewinnziehung ist amtlich und un- widerruflich auf deu 11. nnd U. Orremher l#M festgesetzt und kostet hierzu das ganze Originallos nur 8 Mk. od. fl. 3V, S. B.-N. das halbe » , 8 » » > 1 /j » » das viertel , > l'/i » » ''0 Kr. , , und werden diese vom Staute garantirten Originallose gegen Einsendung oderPosteiiwsahlung des Betrage» nach den entferntesten Gegenden von mir f r a n c o versandt. Kleine Beträge können auch in Postmarken eingesandt werden. Das llaiia Ntrindrrlirr hat binnen kurzer Zeit Kro»Me tirwlnnr von Mark 125000, SOOOO, mehrere von .10000, 211000, 10000 u. w. an seine Interessenten ausbezahlt nnd dadurch viel zum Glücke zahlreicher Familien beigetragen. Die Einlagen sind im Verhältnis» der grossen Chancen »ehr unbedeutend und kann ein Glücksver-snch nur empfohlen werden. Jeder Theilnehmer erhält bei Bestellung den amtliehen Plan, aus welchem sowohl die Einthei-lung des Gewinne auf die resp. Classen als auch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind und nach der Ziehung die officiellen Gewinnlisten. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staatsgarantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch meine Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oesterreichs veranlasst werden. Aufträge beliebe man umgehend vertrauensvoll zu richten an die bewährte alte Firma Josef Steindecker, Bank- fc Wechaelgeach&ft. Hamburg. P. S. 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Die erste Gewinnziohung ist amtlich auf den 14.uncftl5. Dcccmbcr d. J. festgestellt nnd kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr. das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr. das viertel Original-Los nur 88 kr. nnd werden diese vom Staate garantlrten Ori-ginal-Looge (keine verbotenen Promessen) gegen frnnkirte Einsendung des Betrages selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gratis and nach stattgehabter Ziehung Kosort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die kwMm ü, VersendnüÄ der Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Poxteinzahlungskarte oder per rccom-mandirten Brief machen. UW Man wende sieh daher mit den Aufträgen vertrauensvoll an MO— Samuel BIccksclier sen Banquier und Wechsel-Comptoir in llnmhurs -I Hasenfelle im nassen und Irarkenen Zustande kauft tu den lilelislen Preisen Mjtttnhfrt fhihn'a II ittre. 616—10 CILLI Gegen heftige Kreuzschmerzen. Hrn. F. Wilhelm, Apoth. in Neunkirchen N.-Oe. Ramsau, Post ächladming, Steiermark. den 15. Juni 1841. Da ich die vortreffliche Wir Uiang Ihre« Wilhelm'« nutlnra-hrlti»ehen HlaatrelialgtangM - Thee gcnngsani erfahren habe, bitte ich Sie, mir noch » Pakete mit Postnaehnahme zu senden. Leopold Putz, Bauer. Haupt-Depot bei Franz Wilhelm, Apoth. Neunkirchen N.-Oe. Prel« pr. Packet 9. W. fl. I.— 8 Theile geth. Zu beziehen in Cilli: Baumbachs Apoth., Josef Kupferschmied Apoth. — D.-Landsberg: Möller's Apoth.— Feldbach : JoscfKiinig, Apotli, — 6raz: J. Purgleitner, Apoth.; Wend. Truko-czy, Apoth.; Brüder Oberanxmejrer. — Leibnitz Othmar Russheim, Apoth. — Marburg: Alois Qnandeat — Pettau: J. 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