Nummer 2. Pett « », »e« 12. IS»»er 1902. XIII. Jahrgang. PettauerZtitilNg. Erscheint jeden Konmag. Preis kür Pettau mit Zustellung in« Hau«: Monatlich 80 h. vierteljährig K 2.40. halbjährig K 4 80, ganzjährig K 9—, mit Postocrsenduiq im Inland«: Monatlich 86 h, viert^jihrig K 2 50, halb,»hrig K 5.—, ganzjährig K ».50. — Einzelne Nummern SO h. Handschriften »erden nicht zurückgestellt. Anlündigungen billigst berechnet. — Beiträgt sind erwünscht und wollen längsten« di« Freitag jeder Woche eingesandt werden. ^5ine Manne? Red' ist keine Red' Man muss die Theile hören beed'! Die „Ostdeutsche Rundschau" bringt i» ihrer Abend-AuSgab« vom 8. d. M »ine.Erklärung" de« gewesenen Abgeordneten H. St. Wolf, die, unumwunden fri e» gesogt, de» modernen Ostra-ciSuiii» in einem recht trüben Lichte erscheinen läßt. — D>« Erklärung ganz wiederzugeben, dazu ist fie trotz der lapidaren Form z» umfangreich, allein der Anfang ist z» lehrreich: sie lautet wörtlich: E» gilt in der ganzen Welt bei allen Ge-bildeten als Gesetz und als selbstverständlich, daß eine Angelegenheit, welche zwischen zwei Gegnern mittelst Waffen zur Austragung gelangt ist, als erledigt zu gelten hat und nicht mehr zum Anlaß offen tlicher Erörterungen oder gehässiger Angriffe serten« eine« der beide» Gegner gegen den andern gemacht werden darf. Diesem Gebote der Ritter-lichkeit mich fügend. habe ich all' dir Tage und Woche, her geschwiegen, al« in Folge eine« aus eine» ganz privaten Konflikte sich ergebenden Zweckampft« Sensationslusterndcit. Heuchelei unfe im Gewände moralischer Entrüstung sich bergende Feindschaft in Erfindungen, Entstellungen und Uebertreibungen sich überboten und meine Lerson Gegenstand der gehässigsten WuthauSbrüche all' der zahllosen Feinde wurde, die ein radikaler deutscher Polittker in Österreich sich naturgemäß zugehen muß — in weiteren und wen» er einige Zeit lang besonder» vom Glücke begünstigt schien, auch in engeren Kreisen. Ich habe geschwiegen, trotzdem ich durch einen einzigen Satz, durch zehn Wort» de» ganzen Quatsch der Tratschbuica hätte au« der Welt schassen und die moralische Entrüstung der Rochnichterwischten hätte zum Schwei-gen bringen können. Ich habe geschwiegen, da ich mich noch immer nicht berechtigt, da« heißt i» solchem Falle unbedingt genöthigt erachtete. Worte Allerhand Sachen. Die erste That in, Reuen Zahr, — sei sorgsam regiftrirt: — da» Poftbüchel, wie « üb-lich war. — den Gönnern dednirt, — da« wurde nuomehr abgeschafft. — Man hat sich endlich aufgerafft — zu einer großen RettungS-that, — den» schrecklich ist e«. wenn im Staat — Beamte Witze machen — und and're solche Sachen. — . Kracht eine deutsche Bank zusamm', — so gibt« ein Mord«geschrei: — „Vorauzzujkh'n war'«, das« '« so kam! — oh diese Gaunerei!" — »Im Lolkiblatt" und im .Vaterland«" — schimpst man auf diese Gaunerbande, — die Tausende betrogen. — beraubt und autgezogen. — Denn diese Staatsgewalt sei flau, — weil sie nicht schärfer daraus schau, — eh' solche Lumpen Pleite machen. — Crida. Bankrott und andre böse Sachen! — Jedennoch wen» ein Institut, — wie'« leider schon im Amtsblatt steht, — (uud diese« der Abwehr zu sprechen, wclche zugleich naturnoth-wendig gegen die an der Sache beteiligte Frau sich richten mußten, die ich auch h:ute noch nach Möglichkeit zu schonen versuchen will. Für einen Fehler, den ich begangen, habe ich Sühne geboten und aegeben nach den Gesetzen der Ritterlichkeit, und habe in Ehrfurcht vor der hohen Sache, der ich als Politiker diene, meine Mandate in die Hände der Wähler zurückgelegt. Ich habe kein Wort der Beschönigung verschwendet uud die Folaen einer That getragen, über deren Art und Umfang nach der feiten« der Gesammtfchrift-leiwug der „Ostdeutschen Rundschau" am 3. De-zember gegenüber den vielfachen Übertreibung«! und Entstellungen nothgedrnngen gegebenen Auf-klärung wohl Jedermann im Klaren war. Dort hieß es: „Es handelt sich um eine Angelegenheit rein persönlicher Art, die sich schon vor vier Jahren abgespielt hat, erst jetzt einer damals noch ganz und gar unbeteiligten Seite Anlaß zu Er-örterungen gab und schließlich zu einem Duelle führte." Damit, sollte man denken, hätte die Sache doch wohl «lS abgethan gelten können; nicht dass ich etwa um Schonung und Rücksicht ge-wimmert hätte, ich bin da« Gebelfer und den Haß ja schon so ziemlich gewöhnt und habe der-lei Stürme mehr erlebt, aber schließlich und end-lich war'« doch eine Privat^ che und um diese hat sich die Öffentlichreit und die Politik einen Teufel zu kümmern." Der „Abgeordnete" Wolf, — dcr Privat-maun hat un« nicht zu kümmern. — war nie ein besonderer Gönner der „Deutschen VolkS-partei" und zur Zeit der letzten Kämpft sogar ein recht scharfer Gegner. Allein auch während de« schärfsten EonflicteS hat die deutsche Volk«-Partei neidlos die großen Verdienste Wolf« um die deutsche Sache in Oesterreich anerkannt, während ihn andere Gegner schonungslos an-griffen und die eigene Partei, deren talentvollster Führer er war, ihn in der bekannte» „Briefkasten-Notiz" den Stuhl vor die Thüre setzte! Die Gründe dazu lieferten nach Wolf« ehr-licher Erklärung: Ouatich und Tratsch! den er meint'« stet« wahrhaft gut. — sobald sich um 'was Frommes dreht) — gerade so wic andre Buden, — die Banken heißen und von Juden — gegründet wurden, flöten geht, — dann sagt man salbungsvoll: ja seht, — die Welt ist schlecht! sonst stünde ja — die „Unio catolica" noch heute fest aus ihre» Füssen — iiiid Keiner braucht' sei» Geld zu büßen! — Run ist der Grempel auch kaput: — so geht e«, wenn man Gute« thut. — Vereine gründet und zum Sparen — anhalten will die armen Narren. — die sonst ihr Geld im Strumos verwahren. — Doch leider find sie schlecht gefahren! — Denn mit dem Glauben Rebbach machen. — schafft Ärgernis und and're Sachen. — E» hat der Doctor Schustnsitz, — auch Schlindra nennet ihn der Witz. — im letzten Landtage in Krain — sich recht geberdet wie der Katn, der seinen Bruder umgebrnngen, — auf seine Brüder losgeschlagen. — Er that ihnen viel Grobheit sagen. — warf cynische Frechheit vor de» jungen, — dieweil sie stimmte» liberal. — mit „einem einzige» Satze" hätte widerlegen können, wenn er gewollt hätte. Dem OstraciSmus ist. wie heute jeder Gym-nasiast weiß, im alten Griechenland mehr als ein um sein Volk hochverdienter Mann, zum Opfer gefallen, weil das Scherbengericht „Quatsch" al« unwiderleglichr Beweise gelten ließ. DaS war alt-hellenisch! Die altgermanische» Völker richteten gewissenhafter! Die „Erklärung" WolfS aber wirst ein recht Helles Licht auf die strenge Gewissenhaftigkeit einer Partei: im Suchen nach Beweise», auf Grund welcher dann hochehrenwerte und ehren-hafte Männer, blv« deshalb des scheußlichsten Verbrechen», de« „VolkkSverrathe«' bezichtigt werden, weil sie sich gestatten, anderer Meinung z» sein über die Mittel, dem deutschen Volke Österreichs zu nützen, als Jene, die einen der besten Vorkämpfer der nationalgesinnteu Deutschen Oesterreichs, „weil er einige Zeit lange besonder« vom Glück- '"günstig! schien", einsach an« der Partei stieße». S.... hat auch der ziveite Theil gesprochen und der erste Theil hat ivahrhastig keine Ursache auf seine so sehr zur Schau getragene Gewissenhaftigkeit besonders stolz zn fein. Nettauer Hemeinderath. Derselbe erledigte in seiner ordentlichen und öffentlichen Sitzung am 8. d. M. folgende Tages-ordnung: 1. Verlesung des ProtocolleS der letzten Sitzung. 2. Mittheilungen. 3. AintSvorlrag, betreffend den Antrag Fürst auf Demolieruug der Schießstätte. 4. Bericht d«S Bau- und Getdgebali.ung«-auSschusse« über den AmtSoortrag, betreffend den Bau a) der Mädchen-Bolks- nnd -Bürgerschule. b) der Haushaltung«- nnd Fortbildung«-schule und de« Mädchenheim«. Daraus gab'S einen MordSscandal! — Herr Hribar, der doch sonst so bieder, — der bögelte den Redner nieder. — Sogar der LandeSpra-sident, — der doch genau die Pflichte» feuiit, — die ih» obliege» stet« vor Allen, — insonderheit den Klerikale» — nicht weh zu thun, weil sich'« nicht schickt. — hat Dr. Schlindra angeblickt, — al« wollt' er sagen: „Sie der Haken, — von wegen dieser Thomasschlacken. — der sollte dasiger Sie mache», — denn da» sind auch recht böse Sachen." Man nimmt grad jetzt im Publikum — auch diesen UkaS schrecklich krumm. — dass jedes Fus« Petroleum, — von Ei« nach Tran« per Fracht spedirt — von uun an untersuchet wird — von den Organen der Finanz — dort an der LandeSgrenz von Tran«. — Der Frachter soll mit einem Heber — nach Weisungen der Austtaggeber — au» jedem Faß 'nen Litcr zieh'», — und dem Finanzer präsentieren. — auf dass eS der genau gradieren — und roäge» auf di« Dichte kann. — Nun frage man doch 6. Amttvortrag, b,«reffend ©fbrtfting drr flüfliii für Pkt. 4. 6. Bericht d,S Bau- und S,ldgrbahr»iig«-auSschusfk» über Kaserubauplätze. 7. Bericht de« Rccht«a»«schusse« über 15 Kesuchr um Verleihung de« Heimattrechte«. 8. Gesuch dc« Lande«vcrbande« f. Fremden-txrlehr in Steiermark um Beitritt f. d. Jahr 1902. 9. Zuschrift der Marktgemeinde Mariazell, betreffend Abänderung d«r steiermälkische» Ge> meindcwahloidnuilg. 10. Allsällige Anträge. Borsihender Herr Bgstr. Joies Ornig. auwesend die Herre» G. R W. Blanke. Konrad F u r st, Vic.brgstr. F. Kaiser. Josef Kasimir, Karl Kasper, Joies K o l l e n z. Karl Kratzer. G. Mehl. Joh. Reisp, Jg. Roßmann. Raim. Sadnik, Dr. Schb-binger, Anton Stering. Ad. Sellin-s ch c g g, Joh. Steudte. Erledign »>g: 1. Stadtamt»vorstand Herr A. E b e r h a r-tinger verliest die Verhandlungsschrift über die Gemeinderathasitzung um 12 v. M. welche die Zustimmung erhalt. 2. Einläufe sind diesmal nicht vorhanden. 3. GR. H«rr Karl Kratzer führt Folgende« au»: Bei der Utzlen Gemeinderath«sitziing wurde für den Fall der Genehmigung eine« Neubaue« für die Mädchenschule nnd da« Mädchenheim der Wunsch geäußert, da» Gebäude der Schießstätte zuni Abbrüche z» bringen. Der Herr Bürger-meist« hat mit Rücksicht auf diesen Wunsch mehrere Planvariante» anfertige» lassen und die Gemeinderäthe zur Besichtigung derselben eilige-laden. Diejenigen, welche dieser Einladung folgten, einigten sich nach langer Wechselrede und sprachen sich gegen dir Demolierung au«. Die Bau Sektion stellt daher den Antrag auf Erhaltung der Schieß-statte. — Der Antrag wird angenommen. Der Bürgermeister übergibt hierauf den Borsitz an seinem Stellvertreter, um Nachstehende« zur Klarstellung vorzubringen: Die Errichtung der mit einem Mädchenheim verbundenen Mädchenbürgerschule ist eine Frage, welche thatsächlich und mit Recht die Gemüther aufgeregt und dir allgemeine Kritik der Angelegen heil hervorgeruse» hat. wofür man nur dank-bar fein kann, solern sich diese Kritik auf dem Boden der Thatsächlichkeit bewegt. Der Bürgermeister wendet sich gegen ein kürzlich entstandene« Blatt, welche« Ursache zu haben glaubte, den Gemeintxrath zu bedauern, .der mit Schnelligkeit einer Ei>zng«maschi»e" in'« Verderben rennt. Wie unbedacht dieser Borwurf ist. der Gemeinderath überstürze sich in dieser Bauaiigelegenheit. möge aut lolgenden Daten ersehe» werden. — Am 11. Juli 1898 hat der damalige Obmann - Stellvertreter de« Stadt-schulrathes, Herr Dr. R v. Fichte »an den Anlast zu dieser A»gelege»heit gegeben, indem er den drin- einen Mann, — der hie und da stlnf Ktügel Bier. — oder zwci Viertel oder vier — vom Steirerwein vert.»gen kann — und d rauf »och ein. zwei Stamperl trinkt — Petroleum, da« bekanntlich stinkt. — mit einem Heber au» dem Barrel — herauSzieh'n mag? E« ist zu viel. — wa« ma» vom Ost'reicher verlangt! — Am besten wär' ti, wenn der Herr, — der da« am grünen Tisch erfunden — und sicher »och er-findet mehr. — davon in seinen Mußestunden, — wie man den Handel u»terbi»d«t, — die Kauf-leut' und die Frachter schindet. — belobigt würde und ernannt — zum TranS-Finanzrr-Eommandant; — er könnte dann aus jedem Posten — ein Gla» Petroleum selber kosten! — Betrüblich ist da« A»«gleichmachen, — bet»üblicher sind solche Sachen. — E« gibt »och solcher Dinge viele. — Manch' Einer schießt vorbei am Ziele, — der glaubt, das« er in'« Schwarze tras. — Er gönnt sich web« Rnh' noch Schlas. — in seiner Sucht die Welt zu meistern, ihr seine Weisheit einzuimpfen. G'iben Wunsch au«iprach. das« ba« alte Mädchen -jiilgebäude durch eine» zweckmäßigen Neubau ersetzt werde. Am 7. September 1898 hat Dr. R. v. F i ch t e n a u durch den k. I. Staat«oberingenieur Steinko und zwei hiesige Sachverständige einen Befund über da« heutige Mädchenschul-gebäude veranlasst, der recht böse ausfiel. Mit Beschlul» des Stadtschulrathe« vom 21. December 1898 wird die Gemeinde verhalte», einen Neubau herzustellen. Die Gemeinde war mit dieser Auffassung au« dem Grund« nicht einverstanden, weil man schon damals sich höhere Hiele seht,. Unter dem 2. März 1899 wird in dieser Angelegenheit ein Rekurs an de» k. k. Landesschulrath geleitet. Am 3. Juli 1899 wurde über Antrag de« Stadtschulrcithmitglicde« Herrn Herrn G. Murschetz nochmals die Berpflich-tung der Gemeinde ausgesprochen, den Neubau auszuführen, gegen da« Einrathe» des Stadt-schulrathmitglied«» Herrn Steudte, der sich mit einer Mädchen v o l k« schule nicht zufrieden zu geben erklärte. Laut Protokoll wnrde mit alle» Stimmen gegen jene de« Herrn Steudte die Stadt zum Neu baue aufgefordert. Am 22. Jänner 1900 stellen die Stadtschul-rath«mitglieber Steudte nnd K o l l e n z deu Antrag auf E rr i cht » ii g einer M ä bche n-bürgerschul e. Zur Durchführung diese« Beschlusse« würben fusurt die nöthigen Schritte eingeleitet und am 7 Februar wurde mit allen Stimmen im Gemeinberath beschlossen, bie Errichtung einer Bürgerschule anzustreben. Nachdem ber LandesauSschuk mit Note vom 14. Mai 1900 mit Rücksicht aus die zu geringe Schnlerinnen-zahl der Mädchenschule — 256 — seine ableh-nende Haltung tundgegkben hatte, wurde aus Grund dieser Abweisung am 25. Ortober 1901 be-schlössen. zur Sicherung de« Bestandes ein Mädchenheim zu gründen. Eine Eingabe in diesem Sinne vom 9. Februar 1901 an den Landtag wurde am 2l. Juni 1901 mit dem Beschluffe des Landtage« erwidert, in Pettau eine Mädchen-bürgerschule zu errichten. Ich bitte nun daraus zu schließen, das« da wahrlich keine .EilzugSmaschine" gerait hat. Run lautet die Frage: Baue» oder nicht? — Nach all diesen denkwürdigen Kämpfe» und Vorarbeiten habe» wir un« entschlossen, die Sache etwa« ernster ,u nehmen al« »inen gewöhnlichen Schulhausbau und haben im Hinblick auf die beabsichtigte HanShaltungischule die Studienreise unteri'ommen. Ans Grund aller dabei gesammelten Erfahrungen haben wir un» weiter« entschlossen, den Bau der Bürgerschule und deu de« Mädchen-Heime« al« eine gemeinsame Angelegenheit ansznsaffen und einen priucipielleiiEntikhlus« hat ja d«r Gemeinderath selbst schon gefasst. Um so verwunderlicher sind atxrmal» di« unb«grü»d«tea Ausfälle de« ob-erivähiiten Lokalblatte«, welche« in der Angele-genhell .eine wirkliche Wählerversammlung- ver-langte. Wir hatten thatsächlich keine Ursache, bei — Geht« nicht mit Gutem, geht'« mit Schimpfen. — Jedoch vergisst der gute Mann. — dass, wie » manchmal doch schon passiert. — ci» «»gerempelter ripostirt, — sobald der Mann (»erioiilich wirb. — Den» offen sei es ihm ge» tanben: — '« ist nicht ber kleinste Grunb vorhanden — dazu, wtil ganz wa« and're« zog. — al» ein gefüllt, r Futtertrog! — 'Neu Ehren-mann ist'» ganz egal — ob Peter Dick, oder Han« Schmal. — oder auch sonst wer au« ber Sippe — sich brängt an bie Versorgn ngSkrippe! — Allein egal lvar e« ihm nie. — wenn einer hinterm Paraplui — der .guten Rathschläge-gedeckt. — ganz ohne jeden Grund ihn neckt. — Ein Wespenstich ist zu ertragen; — doch wär'« nicht gut. »och mehr zu wagen. — Auch And're führen scharfe Klingen — in diese» und in andern Dinge». — 0. W. der abgehaltenen Wählerversammlung un» von Un" berufenen darein rede» zn lasse», obschon e» der Opposition trvtzdei» möglich gewesen ist. im Interesse allseitiger Beleuchtung und Klärung da» Wort zu ergreifen. E» ist ganz unerfindlich, mit welcher Berechtigung jene» Blatt behauptet, e» sei jeglicher Opposition der Weg abgeschnitten worden, u. kein Deutscher habe können oder dürfen in jener Versammlung am 15. November der ritt* gegengesetzten Meinung Au»druck verleihen. Da« bewusste Blatt spricht weiter von dem Bedrckungsplan al» von .einer verkappten An-leihe", „man gebe da« Geld einfach an« der einen Tasche in die andere." Der Bürgermeister ist begründeter Weise nicht dieser Ansicht. Die Inanspruchnahme de« Reservefoi'de« der städt. Sparkasse für den ge-dachten Schulzweck ist zwar mit einem Zinsen-Verlust verbunden, doch ist, Gott fei Dank, die sichere Aussicht vorhanden, denselben ungcschiyächt ausrecht auf demselben Stande zu erhalten. Zum Bau bi nöthigen wir 100000 K; ich nehme absichtlich K. den» da» schau« ziffermäßig schrecklicher au», al« es in der That ist. Ich verweise aus da» Knabenschulgebäude, welches 84000 K und auf den Gymnasialneubau, der 82000 X gekost et hat; das sind nicht willkürlich« oder beschönigende An-gaben und dabei sand beim Ghmnasialneubau so mancher Gewerbetreibende seinen Verdienst. Die Bedeckung wüide diesmal erfolgen durch 40000 K au» dem Reservefond unserer Sparcass» zu 4'/,. so das« sich au« diesem Titel ein Ziuseiiverlust von 1600 K ergäbe; weiter» au» einem Darlehen vo» 40000 K zu 5% und au» dem Zii'Swerte des allen Mädchenschulge-bäude» mit 20000 K. Da» eigentliche Opfer für den Schulbau beträgt also 3600 K Zinsen pro Jahr. Nun da« Heim. Ich hatte die erste» Her-stellungskosten mit 24000 ti veranschlagt, bin aber nun höher gegangen und verlange pessimistischer Weise 30000 K. Nehmen wir an. die Sammlung trage gar nichts ein, die ganze Geschichte mit dem Mädchenheim mache Fiasko, dann stünde schlimm-sten Falle« der Neubau leer; aber e« wären dann wenigsten« Wohnungen geschaffen. Da« ganze Bedenken wegen de« Mädchenheim,« bezieht sich also aus ein Risiko vo» 1500 X. Ich weis« trotzdem jeder Opposition Dank, weil sie den Blick schärft. Selbst dem anfänglich mis«trauischen LandesauSschuss gegenüber habe ich da« Be» dürfnis nach einem Auf- und Ausbaue in der Form einer Mädchensortbildung»- und Hau»-haltu»g«schule, die im praktische» Leben wurzeln muss, mit Erfolg zur Geltung und Anerkennung gebracht. Es ist weiter« »»wahr, die Mehrbelastung de« Gemeindehaushalte« werde 10000 K und die Umlagen,rhöhung 20»/» betragen. Der Mehrauf-wand au« diesem Titel beträgt nur 2000 X. Auf ebenso schwankend«! Grundlog« beruhen di, Ausstreuungen de« Blatte« wegen de« Fortbe- Verrechnet. .Eigenthümlicherweise," fuhr Jardine fort, »ist die in Frage stehende Persönlichkeit gerade gekomm,». Ich w>2 Ihnen gerne einen Gefallen thun. Also rauchen sie hier inzwischen eine Ei-garre. während ich Ihre Sache vor die oberste Instanz bringe. Ich werd« für Sie thun, wa« in meinen Krästrn steht. Darauf können Sie sich verlaffen." Mit diesen Worten verlies« er da« Zimmer und der Oberst blieb mit feinen Gedanken allein. Diese waren nicht sehr erfreulicher Natur Die Frage, ob er da« nothwendige Geld erhalten werd«, brdrückte ihn ungrmein Jetzt, wo der Sieg so nahe war. wollte er doch nicht an» Mangel an Kriegsgeschütz unterliegen. Er zog au» seiner Brieftasche mehrere Papiere, die et trübselig be-trachtete. E» waren Rechnungen über die ver-schiedenen Kleinigkeiten, die er seiner Herzenskö-nigin zu Füßen gelegt hatte. Auch die Hand- staudeS de» Sludeutenheimes. Dasselbe steht ge-sichert da. Thatsache ist dagegen, das« durch den Entgang der Brautweinsteuer u»d durch Sinke» der Steuer-grundlagt die Gemeindeeinnahmen geschmälert werden, da der Entgangan drr Bra»tweiuste»er 2800 K beträgt Dochen>schädigen anderseits die erhöhten Markteinnohmen. der Ertrag de« Säge- und Ga« werkeS, welch letztere« statt ausänglicher80l) nunmehr 1800 Flammen zu versorgen hat. sür den unver-weidlich gewesenen Entgang. Weiter« behauptet das „Wochenblatt" „im Sommer habe e« bei der Gemeinde mit den Zinsenzahlungen gehappert." Thatsache war. dasSwir dnnials durch drei' Wochen mit den Ratenzahlungen im Rückstände bleiben mussten, weil wir beim Steueramte keine Umlagen bekamen. Im folgenden Herbste waren nicht blos die Zinse» bi« Juni >902, sondern ganz bedeutende Amorlisa» tionSquoten bezahlt, so dass dir Schuldentilgung bi« heute 38678 K 33 h beträgt. Der Bürgermeister wendet sich weiter« gegen de» Borwurf de« „Wochenblatte«". e« handle sich mit der Gründung de« Mädcheuheimes darum, den Marburger» ein Bei» zu stellen und der geplanten LehrerinnenbildnngSanstalt in Marburg eine schädliche Eoncnrrenz zu bereiten und verweist ans da« durchaus freundliche übereinkomme» mit Marbnrger führenden Persönlichkeiten und das« man in zehn Sitzungen gewissenhast die Ange-legenhe'c erwogen habe. Die heutige Opposition um jeden Preis ist nicht überraschend und hat ihre Vorbilder. Wie viel niurde über die Parkerweiterungen und den Kaiban seinerzeit geschimpft; heute wissen auch die Nörgler da« Geschaffene zu schätzen. Für da« so nothwendige städtische Fuhrwerk erfand ein geistreicher Kops die Bezeichnung „Poradeesel'. Ebenso fand Widerstand die Errichtung de« Schlachthauses, der Gasanstalt, die Brückenhe» stellung. de« Sägewerke«, des Studentenheime«, Einrichtungen, die heute dankbare Würdigung finden. Erinnern wir un« weiter daran, das« au Bezügen de« Lehrerpersonales am Gymnasinm circa 56805 K, durch den Umsatz im Studentenheim 21000 K. durch die Bezüge de» Lehrer» personale« der Bürgerschule ohne die zuwachsenden Znlage» 8280 K und bei Annahme einer Zahl von 40 Zöglingen de« Mädchenheim?« 24000 K in den Ortsverkehr belebend einstießen, ist denn da« gar nicht« wert? Wir sind von dem Standpunkte ausgegangen, den Mädchen ebenso viel Sorge zuzuwenden wie den Knaben, welchen allerdings eine Mittelschule zu Gebote steht und bitte gaiH »ach Ihrer über-zeugung uud persönlicher Auffassung sich *u der Debatte zu betheiligen. Ich selbst bin der Geschobene und habe nur das ausgeführt, wa« der alte und schuhe wa^en vertreten. Der Geschäftsmann schrieb, das« er hoffe, Oberst Montgomery werde doch endlich diese schon lange ausständige Rech-uuug begleichen. ES waren »och andere Briefe vorhanden. Einer firng an: „Mein Herr! E« wundert mich sehr, das« ..." Ein anderer: „Zum fünstenmale sieht sich die Firma Friuket genöthigt, Sie zu erinnern . . . Der Oberst seufzte aus und legte die Papiere wieder in seine Brieftasche, auch eine jener Kleinigkeiten, die der Firma Frinket so viele Schreibereien ver-ursacht hatten. Herr Iardine öffnete die Thür und näherte sich ihn, mit wichtiger Miene. „Mein Prinzi-pol möchte mit Ihnen sprechen," flüsterte er. „Nebenbei — e« war ja früher nicht von Belang sür Sie — der Prinzipal ist eine Frau." „Eine Frau?" wiederholte Oberst Montgo-mery mit einem vielsagenden Lächeln, wobei er sich zu feiner vollen Höhe ausrichtete und un» teruehmend die Spitzen seines gut gefärbten Schnnrrbarte« aufzwirbelte. „Warum haben Sie der ueue Stadtschulrath, anderseits der frühere und heutige Gemeinderath mir zur Durchführung aufgetragen habe»." Der gestellte Sectionsantrag: „Bauen ohne Demolierung de« SchießstättegebäudeS" wird bei der darauffolgende» namentlichen Abstimmung e^i » st i m m i g angenommen. Zum Antrage, die zu gründende Mädchen-bürgerschule mit einer Fortbildung«- und Hau«-hallungsschule zu verbinden, spricht Herr G -R. Jg. R o ß m a n »: Ich möchte den Antrag unter-stütze», aber auch darauf Rücksicht zu nehmen bitten, das« im Falle de« Missüngens des ge-planten Mädchenheime« dessen Räumlichkeiten zu Familienwohnniige» umgestaltet werden könne». Herr G >R. Kourad Fürst: Mein Be-denke» richte» sich mir gegen da« Mädchenheim; wenn wir dieses nicht bauen, würden wir noch nicht zum Dorfe herunter sinken. Der Herr Bürgermeister erklärte, eine Opposition zu begrüßen, darum äußere ich nochmals meine Bedenken, nicht blos wegen der Baukosten, sondern wegen der Erhaltung de« Mädchenheime». Ich glaube nicht nur die Erhaltung, sondern auch die Lehrkrästr würden mehr kosten al« beim Studentenheim. Da« ist in großen Städten anders, wo man die Kräfte hat. ich bitte, da« sehr in Erwägung zu »ehe». Herr Bürgermeister hat sich sür die Bürgerschule eingesetzt, da« verdient Dank, dass er da« erreicht hat, wen» er dagegen den Gedanken au das Mädchenheim, in den er sich eingelebt hat. fallen ließe, wäre da« ja für ihn keine Beschämung. Die Kosten sür die Beauf-sichtigung und Leitung wäre» unvergleichlich größer al« beim Studentenheim und Mädchen vertraut man nicht so leicht einer Anstalt an als Knaben. Es ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, das« unser Mädchenheim nicht so leicht wird besetzt nxrden können, auch wenn eS Mädchen auS armen Ständen aufuimmt, die w: ber nicht genügend bezahlen können. Reiche Häuser verlangen mehr, al« man hier in Peltan ;u bieten in der Lage sei. Bor allem kann ich mich mit dem Gedanke» nicht befreunden, das« Bürgerschule und Mädchenljeim in einem Haus« sein solle», wo die Berührung mit anderen Kiudern so nah- liegt. Auch glaube ich nicht, dass die Räumlichkeiten au»-reichen, für Bewegung der Zöglinge ist nicht vorgesorgt. Dann kommen wir unmittelbar mit der Schule in Berührung; dafür kann ich w ch nicht erwärmen...... Aus die ganz leise zum Nachbar geäußerten Worte de« AmtSvorstaiideS .Herrn Erberhar-ti ii g er „DaS gehört nicht hieher", ruft Herr Fürst erregt: „Ich verbiete mir Bemerkungen" nnd verlässt trotz der loyalen Erklärung de« Amts-vorstand»S> ihm fei eine Beleidigung ferne gelegen, den Sitzungssaal- Herr Bürgermeister bedauert, den Eiuwen-düngen de« Herrn G R Fürst nicht in dessen Gegenwart begegnen zu können. Dass die erste mir da« nicht sofort gesagt, alter Junge? Nun, mit der »vollen wir bald fertig werden." Und elastische» Schritte« gieng er auf die von Iardine bezeichnete Thür zu. Auf der Schwelle derselben trat ihm anmnthig und strahlend Frau Liddiugton entgegen, sie lächelte. „E« thut mir wirklich leid. Ihrem Wunsche nicht entsprechen zu können, lieber Oberst," sagte sie mit gewinnender Herzlichkeit. „Auch die Sicherheit, von der Sie sprachen, erscheint mir nicht ganz hinlänglich." Ter Oberst verließ ein wenig hastig da« Comptoir, von den drohenden Schatten des unvermeidlichen Schnldgericht« verfolgt, während Fra» Liddiugton in ihre reizende kleine Villa fuhr, wo sie sich zu einem NachmittagSconcerte „drapierte", zu dem ihr militärischer Freund am Tage vorher ihr die Karten geschickt hatte. Die Diner« der schönen Witwe sind belieb-ter al« je, da Oberst Montgomerh seine Gründe hat. über das Vorgefallene Stillschweige» zu be-wahren. Einrichtung und spätere Erhaltung Geld kostet, da« ist klar. Aber selbst bei der Annalime, das« der Besuch de« Mädchenheim« nur 40 Mädchen beiragen sollte und diis« man die niedrigsten Pen-sio»«kosteu anjetzt. — e« gibt solche Anstalten mit 80. 160. 200 K MonatSpensio» — lässt sich an« der Analogie mit de» beim Studentenheim ge-sammelte» Erfahrungen auf ein Gedeihen in materieller Beziehung rechne». Die Gewinnung der nöthige» Persönlichkeiten, einer Leiterin und zweier AufflchtSdameu, wird kaum wesentlichen Hindernifleu begegnen; dauu ist zu erinnern, das« sür die Bürgerschule vier uene sorgfältig au«-gelesene Lehrkräfte bestellt werde» uud mau die Miti>llchulprosessoren für den Unterricht in einzelnen Fächer» zu gewinne» hofft. Diese Kosten sind nicht so groß und sür die anstvärtigcn Schülerinnen der Bürgerschule bedarf es ja keine« besondere» kostspieligen Apparates. Herr Bürger-meist» erinnert an duS längst gegebene Versprechen des Geiveinderathk«, die Errichtung der Bürger-schule durch die Verbindung mit einem Mädchenheim zu sördern. Herr G.-R. Oberlehrer Stering erinnert ebenfalls an dieses Versprechen und daran, dass unser verdienstvoller Bgstr. Ornig durch dessen Nichteinhaltung in eine peinliche Verlegenheit dem Landtage gegenüber gebracht würde. Wodurch hätte der Bürgermeister eine solche Beschämung verdient? Der Gemeinderath besteht aus Männern und im Fener zeigt sich der Soldat. .Herr Fürst hat das Bedenken erwähnt, dass vorsichtige Eltern einer solchen Anstalt gegenüber haben müssten. Solche Bedenke» wären weit mehr angebracht pri-baten Kostplätze» gegenüber, welche unliebsame Erfahrungen genngsam vermitteln. Nicht bester steht e» mit de» Nonnenklöstern Wa« die Furcht vor der Berührung mit andere» Kinder» anbelangt, welche G. R.Fürst liegt, so sei daran erinnert, das«da«Mäd» chenheim keine Wohlthäiigkeitsanftalt und die nur theilweise entgeltliche Ausnahme iu das Heim die Ausnahme sein wird. Es würde im Gegentheile manchem im Banne verschrvbener Ansichten aus-wachsenden Kinde manchmal nicht schaden, di« Armut und das wirkliche Leben kenne» zu lernen. Im übrige» spreche aus den Ausführungen de» errn G.'R. Fürst eine so offenkundige »terschätzung de« bereit« vorhandenen Lehrpersonale«, gegen die er sich namens desselben verwahren müsse. Die Gemciiidevertrctung hat wie gesagt ihr Wort bereit« gegeben und wir dürfen beruhigt sein, dass unser verdienter Bgitr. Ornig. der schon so viele« geschass u hat. diese Sache weder unbedacht in die Hand genommen hat. noch sich durch die voraussichtliche» erste» Schwierigkeiten wird abschrecke» lasse». (Wanne Znstimmui.g). Herr Bgstr. Ornig dankt sür die ihm zutheil gewordene Anerkennung dessen ungeachtet verkennt er nicht die Größe der übernommene» Last und die Schwere der Verantwortung sür das Gelingen eine« Werke«, dem c« i» Österreich an Vorbilder» fehlt. Solange er Vorsitzender des Gemeinderathes und d-S Siadtschulrathc» ist. werde er seine Pflicht erkennen. Im vorliegendem Falle bitte er um eine unbeeinflußte, nüchterne Abstimmung. Der Antrag, die zu erbauende Mädchenbür-schule mit einem Mädchenheim (Fortbildung«-und HaushaltungSschule) zu verbinden, wird in namentlicher Abstimmung einstimmig angenommen. Der Bürgermeister übernimmt wieder den Vorsitz. 5 Namens deS GeldgebahrungsauSschufseS stellt Herr G Parodie, welche unser Publikum namentlich interessieren wird, da vor nicht langer Zeit Halbe'» Drama .Jugend" hier gegeben worden ist. Sonntag den 19. Jänner geht die Wiener Posse .Der Heirat»-schwindler" in Scene. Diese Posse ist al» sehr drastisch bekannt und dürste inSbesonder« durch die in derselbe» zum Bortrage gelangenden Ge-sangSnummern eine große Änziehung»kraft auf da» Publikum ausüben. Besonder» wird wohl da» Duett .Pettauer Zeitu»g«»en«gkeiten". welches von de» Herr«» Direktor Gärtner uud H a u s ch u l z au diesem Abende gesungen werde» wird, große» Interesse hervorrufen. iSkl>kßrt-V«rsttSu«g des Herr» ßornfläit.) Donnerstag de» 16. Jänner gelangt zum Vortheile des Regisseur» und Schauspieler» unserer Bühne, Herr» Han» B o r » st ä d t, da« letzte und neueste Werk von Karlwei» .Der neue Simsou' zur Darstellung. E» ist allgemkin bekannt, welcher Beliebtheit sich der Beneficiant beim hiesigen Publikum erfreut und da» auch mit Recht, da derselbe stet» seine Rollen memorirt. mit Eiser bei der Sache ist und sich auch al» verständiger Regisseur bewährt hat; dürfte also die Persönlichkeit de» Schauspieler» allein ge> nügen, um an diesem Abende ein au»verkaiistes Hau« zu erzielen, wird wohl auch uamenilich da« zur Anflühruug gelangende Stück sein gut The>l dazu beitragen. .Der nene Simsou hatte ju W cn einen derartige» sensationellen Erfolg davonge-tragen, das» diese Komödie im Verlause einer kurzen Zeit bereit» die 25. Aufführung in der vergangenen Woche am Deutsche» BolkStheater in Wien erlebte, Karlwei» lieferte un» kurz vor seinem Tod« noch ein grandiose» Tendenzstück, dessen Pfeile gegen verlogene Anlicorruptioniste» gerichtet sind, gegen jene Schreihälsc, die bffent-sich ganze Wasserstraße» predigen und in«gehei« Champagner trinken. Der herbe Spötter griff in das volle parlamentarische Lebe» hinein. Er richtet sich namentlich auch gegen die gewisse Kategorie von Journalisten, recle Scandalmacher und Schreier, die ganz gut wissen, das« sie durch die Aufdeckung einzelner Affairen und Schmutz-geschichten wohl nicht die Welt, dafür ober ihre eigene Posiiion verbessern. Da« Stück ist mit unzähligen aktuellen .Schlagern" durchsät. so das» sich da» Publikum laut aufliegenden ZeitungSre-feraten vortrefflich amüsiert. Wir können nicht umhin, einige besonder» zeitgemäße Auslassungen, die da« Stück enthält, anzuführen. So z. B. .Jeder Mensch hat ein Recht aus den Schmutz im Hause seine» Nächsten" oder .Mit Koth be-werfe» ist da« beste Reinigungsmittel" u. f. w Erwähnen wolle» wir noch, das« Pettau die erste Prvvinzbühne ist. welche da« Stück »nfführt und dürfe» wir unserem so rührigen Theaterdirector nur »enerding« volle« Lob zolle», das« er un« mit den bedeutendsten Novitäten unmittelbar nach deren Aufführung in Wien bekannt macht. So viele und gute Novitäten in fo rascher Ansein-anderfolge bekamen wir wohl noch nie zu hören. Hoffentlich würdigt da« Publikum die rastlosen Bemühungen der Direktion, die auch keine ma-teriellen Opfer scheut, indem sich da« Aufführung»-Honorar der meisten Neuheiten sehr kostspielig stellt. Der Besuch der letzten Borstellungen war ein sehr mäßiger, hoffentlich bleibt ,« nicht so! ^Ti»>t«»»e>ße»»rbekt»»t»isse.> Die löbliche Steuerbehörde sendet >oeben al» Neujahrswnnfch an jene Personen, deren Jahreseinkommen über 2000 K beträgt, die entsprechende Dracksorte au» und ersucht dringend, dieselbe mit deu zur Steuer-bemrssung dienlichen «»gaben bi» 31. d. M. einzusenden . Wir erlauben un« daraus aufmerksam zu machen, das« die Rerlam'sch« Union-falbibliothek de» Persouali»ikomm«nst«uergksetz und besten Durchführungsverordnung enthält. Außerdem ist eine Schrift erschien,»: .Wie sattere ich richtig?" Die Lesung dieser Schriften ist zwar nicht angenehm, aber nützlich. fler «»»»illschastliche verein in Kett») hat zu verkaufen: ») Reben: 20.000 Stück Schnitireben Rip. portali«, 5000 Stück Schnitt-reden Rnp Aramon, 3000 Stück Schnittreben R. Moniicola; d) Obstbäume: NO Stück Pariser Raniboiir. 100 Stück >nana»reinette, 120 Stück steir. Maschanzgn. 70 Stück Gold-pannäne, 160 Stück Herbertreinette. Weiter» hält der Berein stet» lagernd: Kainit und Tho-ma»mehl x. Die P. T. Mitglieder werden hje» mit aufgefordert, ihren Bedarf bi« 30. Iänuer d. I. bekannt zu geben, da die Borräthe ondr nsall« auch an Nichimitglleder verkauft werden. Nähere Au»kunft ertheilt Herr E. Kasper. tAr»»tleß»»ß.) Am Dreikbnigtage brannte in Moschganze» die Behausung der Eheleu!« Frauz und Theresia Ouar bi» auf den Boden nieder, wobei sämmtliche Einrichtnng»gegeustäade. Lebensrnittel und Futtervorräthe K. zu Grunde Mengen. Die Abbrändler trifft da» Uuglück sehr schwer, da sie nur auf den unverantwortlich ge-ringen Betrag von 400 Kronen versichert waren, dje ihnen von der .Wechselseitigen" anstand»-lo» flüssig gemacht werden, während der uuge-deckte Schade etwa 3295 Kronen brträat. Al« Broiidleq«rin würd« di« Grundbesitzerin Marga-reiha Flaschker in Dornau bezeichnet und dem Gerichte eingeliefert, welche schon im Oktober v. I. die verbrecherische Absicht geäußert haben soll, solch teuflische Rache zu üben. — Die Wort-führe? in unseren Dörfern scheinen bi»her übrige»« noch nicht auf den Gedanke» gekommen zu sejn. so naheliegend« Angtlegeuhnten wie Feuerversichcrung und Feuerwehr zum allgemeinen Bedürfnis zu erklären. Während da« große Dors Moschganzen selbst keinerlei ^dschanslalien. nicht einmal die in deutsche» Gegenden übliche» Hau»-spritzen hat. sagt man mit einem Tone des Bor» wurfes von der Dornauer Feuerwehr, welche von deutfchgesinnten Persönlichkeiten gegründet wurde und die trotz der schlechten Gemeindewege und der weiten Entfernung rasch zur Hilfe her-beieilte: »Ja, die Dornauer Feuerwehr ist zu spät gekommen." Deu Moschgamnern wäre zu empfehlen, erst (eiber früher auszustehen. (Erquickliche* «*• Mojrkllf.) An- lässlich eine» Grenzstreite» versetzte i» der weihevollen Weihnachl»zeit der Bauer O s o i n i f dem Nachbarn Tschech nur einen Stoß au die Wa« kann Osoinik dafür, wen» die Leute nichts mehr au«hal«en uud ivcun dem Tschech eine Rippe brach. — In Patzing wollte in der Weihnacht«-woche die Keuschleri» Brodnjak ihren Sties-söhn P e t r o w i t s ch in einer Unterhaltung mit einem gewissen Frauz Krainz stören, die flch eben mit gegenseitigen Mefferstichen belustigten. Loealnachrichteu. W (Schließung einer Scholriasse.) Da in der 4. Classe der st. Knabenschule uachcinander Knaben an .Scharlach erkrankte», so schloß der löbliche Stadtschulrath über Anordnung dc« Stadtarztes. Herrn Dr. von Mezler. diese Classe. Scharlach ist eine sehr ansteckend«, besonders im 2. bis 10. Lebensjahre auftretende fieberhafte Infektionskrankheit, beginnt mit Schling-beschwerden (Mandelentzündung), nach einigen Tagen tritt verwaschener scharlachrother Haut-autschlag, Gesicht meist frei lassend, ein. Die Zunge wird dunkelroth, mit geschwollene» Ge-schmackSwärzchen (Himbeerzunge). Nach 2 bi« 3 Tagen beginnt die Adschuppuna der Haut. Die Ansteckungsgefahr dauert 6 Wochen. Diese Krankheit führt oft zu Herzlähmiiiig, Diphteriti». Eulzündung der Nieren. HalSdrüsen. Gelenke und §irnhaut, ist also sehr gefährlich, daher ärztliche ilfe unbedingt in Anspruch zu nehmen ist. Die gesunden Schüler sollen angehalten werden, täglich einige Stunden zu lerne», damit sie nicht zuviel vergessen. 8t. (Schitlersprudk.) Der kindersreundlichr Gast-wirt Herr Otto K n a u « sammelte im abgelaufe-nen Jahre für arme Schulkinder den Betrag von K 6 28, wofür einem armen Kinde au» als sie. vo» (jnkm Prügel auf da« Hi»t«rha»pt getroffen. beVÜdUo» ni^erfaxt. Sie hat sich heut? »och nicht von d«r Wucht fr« Schlagt« erholt. — I» der Ortschaft tpibina. Gemeinde St, ?l»-drä W-B., hat sich ein« Forscher,;esellschast ge-bildet, wtlchr in inreni Wifsr»«dranar vrrschir. Drum WöhnrSumen heimliche Besuche abstatte! und al« Überfluß«« erkannte Geaenslände. am liebste« Geld. confi«ciert, um dem Ubermnthc der so sinnig Urbrrroichtktl vorzubeugrn. — Ein jiel>en«n»»rdige? Schwa>i«r ist ein Herr Anton Lloi an« Stabtbcrg, drr ohn« jed« ersichtliche Veranlassung seiner Schwagkri» Maria Kola-r'itsch mit «inrm Hackenstiel den Unterarm ab. geschlagen hat. — Die BesitzerStochter Maria Z ch l a m b e r g e r au« Riverjen bei Haidiu hat ihr NkUgeboreiie« Kind hinter dem Hause eilige-grakxn und wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. — Der Besitzer«john Andrea« Skok au« War-»itza, Gemei»»e LrSkowetz in der Kolo«. »»ter-nahm den Versuch, plump nachgeahmte Zwanzig und Zehnhellrrstückr in d«n Verkehr zu sehen, er wnrdr ertappt und dem Bezirksgerichte einge-liefert. — In St. Urbani begannen «ehrere Burschen da« Neue Jahr mit ejnn frisch-sromm-srohrn Rauferei, wobci der Winzersoh» A rnusch dem M e s a r e c au« Testerml^rii mit mehreren Messerstichen schwer verletzte, wa« sicherlich ein Zeichen sanfter Sitten ist. Für dir«mol mag r« mit der Auszählung von Enlturblllteu genug sein. svie H,wllikl«macht ter Iitde) und da« schmerzliche Gefühl, sich verschmäyt zu sehen, hat am Sonntag den städtischen Lampisle» Martin Lach in die kühlen Drdustuteu grtriebe». Rachdem er sich mit zwei Vierte!» Wein zur Autsilhrnng de« unselige» Entschlüsse« gestärkt halte, sprang er um Z Uhr nachmittag« in die tiefste und reißendste Strömung. Durch die Abkühlung rasch «riiflchtrti rang der orpu Teqsrl verzweifelt die Hänor um Hilfe. Wenigr Minuten spätes murmelte »»r mehr die Dea» ißre ewige Wrise Dir Leiche de« Unglücklichen wurde bi«h«r nicht ge-borge». (Die fMfccMtiM)} wird wegen eine« in Haibin neuerding« aufgegriffenen wnlhverdächtigen Hunde« abermals auf drei Monate verlängert werden. (Streit.) Am 7. d. M. circa 2 Uhr nacht« geriet} ein Ha»«k»echt eine« hiesigen Bürger«, namen« Johann Saler. mit dem Müllerge« Hilfen Anton M o h o r k o in der Postgasse in einen Wortwechsel, welcher damit endete, das« Mohorko den Hautknecht Saler einen lebe»«gc-fährlicheu Stuh mit einem Messer in die Brust versetzte. Der Attentäter Mohorko flüchtete sodann nach Rann, wogegen der schwerverletzte Saler über Anordnung de« Stadtarzte« mit Beihilfe de« herbeigeholten Wachmann?« Johann Jako-p i n in da» allgemeine ttrankrnhau» überstellt werdrn m»j«te. Die diesbezüglich« Anzeige gegen Mohorko wnrdr von Seite der städtischen Sicher-heitSbehörd« an da« k k. Bezirksgericht erstattet Lab. gleit anzuregen im Siande sind, denn die« ist di« Houpüxdingung für all« anderen Sanctionen de« mensch-litVn ÄSipet* «in in dieser Richtung bestbewührte« Mittel ist der seit 40 Jahre» in der ganzen Monarchie bekannte Dr. Rosa'» Balsam für den Magen au« der Apotheke de» » Fragn«, t. f. Hofliesewnten in Prag. 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Altfem. tCraakaahaoM uail vga rtataa bervurrafaaden Aeratan ata „toII-konuaea und awaeheataprackud" warn an»xfudlaa Narr Dr. Mai Walle, eaarla. taeaadwarmt I. Claaaa d.a Wlaaar k. k. Allfeaeinea Kraakeakaae«, achralbt > »vaa aauartlte Jtruokbaad lat tixaarat 4a*r«lck, rollLommaa awackaBlaprecbeed aai [ ui kaaa tMt Ta« «ad Nackt f« > *gaa IleiilUf I. 14.-. D«|>alaal«| I Bakelkra.hkaal I. ich stoiiso licht mehr aattdam tak den rl.lfach prlailrtaa ,a» BarVaar Latte-Veeaia eapfoklaami tttli-ftpparit „TK JNafU Wirtes" ---aa. Ia IM alaa Splaiefet, mtMaia 41e«a Apparat« aobadbafte Strumpfe, WolliaohflQ TUobtttlbU. Tiatten, LelnUloher aad aUa erdank-lUeo Wabtwurca alt ata« KoaatferUff* bett sad BaaebkeU daran aaf.biaa.ra. kaaa mm dla früh« aakadkaiWn MaUaa Jadee »lad Ist ta Btaada. alt *tm Wabe- Apparat «fast tadallaa aa abeitem. Prela par Apparat am 4 Kronen. Hat TOTtaii|*f «aaaadaa» »aa ■ Ut rraaoa, Machaakaa U 4.7». Ueberraschend Makl »cd eifert kaaa Jediraaaa okaa )ada Aaatraacoai Jadll MuAlXkttick Symphonie-Trompete DENSOL (matxnch laaeMttit) aickt |adaa La#ar ikiilet aaaier-dlokt, aakigranrt haltbar aa« ItM-I»l |aaokiaaldl| Q H_L-Jk klaaan. NoUeikanntnkaai £ .. . i aad Lehr« aidti irfer-J- .• • darlick. Toa wunder |f*f ' 1| tall Aoaatattani hoch-■Cf'jl atrrint o ud aeMntir Ipfkll Arbeit, tau aua Maa KE31 alt*. Die Symphonie ?5B™3E Trompet« tefwirkliah EC3I eta «roeearttgeeHlaa-taatrumint Jeder-t! 11 aeen. ob Jonf ob alt, I lat da*oa aatsQcJcL Prall aamml Car M Im, Sdwla na aafor ^kfctiten SatbatarlaraaB und Tiala« Liedern mit S Deppal-Ventilen » 9--. rn* 18 Dop*>el-Vt _ R ja-,_ Taifirei'Croipm ernt f«tntin Ultmtminm. K? C4arttmti (Mkta liaara kct mRasch-tUfca «lim», kard Marias ajm ahae«» JA"' M.tartzal»»»« . |Il> Zaiia ■nb Bit. für fdtaltrn, Bfrriae, •HllMrib nt K. 3« Va Oal» Ubtt >/, «Minien — Steg.a Blaltakaim »on K t W Von vielen Miuurbehordin geprttft und empfohlen. 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Szögyeni-Marich bitte höflichst, mir einen Tiegel Ihrer ausgezeichneten Pomade auszufolgen zu dem Preise von 3 fl. Nehmen Sie gleichzeitig den Dank entgegen. Krau Gräfin hat sich ausserordentlich lobend ausgesprochen über den Erfolg der Pomade. Mit vorzüglicher Hochachtung prieda Kammerfrau Ihrer Excellenz. Weif. Frau Anna Cailiag! Bitte mir per Postna> linahinc einen Tiegel von Ihr« ausgezeichneten Haarpomade zu senden. Comtesse Vilma Mrtteraieh Schloss Rubeln bei Moran, Tirol. mit meinem 186 Centimeter langen Riesen-Loreley-Haar, habe solches infolge 14-monatlichen Gebrauchen meiner selbsterfundenen Pomade erhalten. Dieselbe ist von den berühmtesten Autoritäten als das einzige Mittel gegen Ausfallen der Haare, cur Förderung des Wachsthums derselben, zur Stärkung des Haarbodens anerkannt worden; sie befördert bei Herren einen vollen, kräftigen Bartwuchs und verleiht schon nach kurzem Gebrauche sowohl dem Kopf-, als auch flart-haare natürlichen Glanz und Fülle und bewahrt dieselben vor früh-zeitigem Ergrauen bia in das höchste Alter. Weif. Kraa Anna Oillaf! Bitte mir per Postnaclinahrne einen Tiegel Csillag-Harwuchspomade, die ich schon gehabt hab«, zu senden. Achtungsvollst Prinz. Hobealehe geb. Prinz. Sei». Wals. Praa Anna CMHm ! Von Ihrer berühmten Haarpomade ersuche ich Sie, mir einen Tiegel zu senden. Markfraf A. Palavieial Abanj Szemere. Fran Anna Csillaf! Um wiederholte Zusendung eines T7 'fchena ihrer ausgezeichneten Haarpomade bittet Prinzessin (arolsth, kolken (Anhalt). Euer Wolf. Praa Caillagl Ich ersuchn Sie. mir wieder einen Tiegel Ihrer vorzüglichen Pomade für die Haare gegen Nachnahme zu senden. Hochachtungsvoll Baronin Baeelli, Enaa Weithakn. Wolf. Fran Caillaf! Ich habe von Ihrer Wunderpomade schon eo viel Schönes gehört, weshalb ich Sie höflichst ersuche, zwei Tiegel postumgehend zuzusenden. Sie bestens grüssend Aatenie Weloater. tilrz. Praia «Im* Tia«ala « |, «. I «. 2, *. 3 aa« Poatvtraaadt tkqllth kal Voralaa«a«aa| dn Batr»««- o«»r mitteilt F««»asak ■ ikm« dir iuim *•(« aa« Mr Fakrlk »ohla all* Auftragt t« rishUa iM. Anna Csillag Wien, I Seilergasse Nr. 5. Bekony-Sz. Läaslö. Fraa Anna Csillaf! Per Postnachnahme orbitte ich zwei Tiegel von Ihror bewährten Haarpomade. . „ „ . . K Graf Eai. Eaterhaiy aea. Ener Wolfeberen! . Per Postnachnahme erbitte ich tiien Tiegel Ihrer bewährten Haarpomade. ^ Auna v. Warmbrnadt. Birkfeld. Wolf. Frau Aana Caillnf. Wien! Ersuche unter angegebener Adresse für Excellenz Frau Gräfin Kielmaniegg. 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Wfinachen St« viel« Her im and bessere MilthT •ekMll tetta, kernige lekvelie? Starke, ausdauernde XegthitTtl |MUdM schönes JeBgrlebf Dann mischen Sie BW Barthera Fnttarkalk zum Futter bei! Die kleine Ausgabe werden Sie nie bereuen. Beschreibung umsonat. Jfflch. Barlhel l Co. X., Kipltriuu M. Fahrortlnung von der Station Pettau P O » t 7 tt g e. Ankunft ■JL !■ r ■Uiu 1 Abftüirt Uhr 3iaa«> llaale Nach Früh » Frflh 7 22 Trieat a. Mttrauchl ag Nachmitt » Nachmittag 5 29 Wiei nnd Trieat Vormittag S »2 Vormittag 42 Wien lad Budapest Abends t 8 46 Abend» 8 65 Wie», Bndapeat .Waraad S c h n e 1 1 z ü g e Nachts 1 1 dö Nacht» Nachts 1 M Wiea nad Trieat Nachts 3 49 s 60 Wien. Badapeat,Waraad. Nachmitt ! i 44 Nachmittag 1 4ö Wiea and Trieat Nachmitt i » 13 Nachmittag 8 14 Badapeat Agenten zur Aufnahme unb zum Zvcosso von Mitjsiieder» für de» Deichenverein St. Josef }m Margaretlie« in Me» w.rd«n unter günstigen Bedingungen ausgenommen. 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Diese erhalten dortselbst freie Woh-nung, volle Bertöjtigung und außerdem einen Monatslohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kursen ist in erster Linie eine praktische und nur insoweit auch eine theoretische, als dies für Vorarbeiter u. selbstständige Winzer unbedingt nothwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Thei/nehmer ein Zeug, nis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt. Behufs Aufnahme in einen dieser Curse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens 15. Jänner 1902 an den Landes-AussjjhusS zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Lehranstalten der Bewerber einzutreten wünscht und sind beizuschließen: 1. der Nachweis über daS zurückgelegte 17. Lebensjahr, 2. das MoralitätSzeugniS, welches vom Pfarramte bestätigt werden muss, 3. ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet und 4. Entlassungszeugnis aus der Volksschule. Beim Eintritte müssen sich die Bewerber verpflichten, ivährend der ganzen KurSdauer (vom 15. Februar bis 1. De-cember 1902) ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landwirtschaftlichen Fachorgane Folge zu leisten. Graz, 7. December 1901. Vom steiermiirkischen Landes Ausschösse. Vom 1. Jänner 1902 ab sind zu verpachten: Mutter-Garten im Ausmaße von einem halben Joch, sowie ein zweiter MUTTEROARTEN im Ausmaße von 1200 Qnadratklaftern. Guts-Verwaltung Ankenstein, Post Pettau. MI 6 I | "§1*? lioi'5l'-bJo — 10 — —1 Dr. Rosa's Balsam | Prager Haussalbe ausder Apotheke des B. FRAGNER in Präg|©- für d«n Mi|in ist (in Mdt mtkr aJ» 30 Jibno aJlf«ra«in bhunU« Mm**-mittri von etiMr mp/'HUmnrrffrwdrM uul mUH* ah/UM rmd'H Wirk ans. Dtr YaedaiungsTorfang wit 4 da» rrplmAiripr AawrtxluBf dMMlbea ykrAftig* and im fimmfe wrhmitrm. 6ro««e Fluche I t, kl. SO kr. Voraa^endaaf *0« B. I.SH wird ilv |sf tos 1. 1 M werden 41 Doaan »-»' I a» eit Do-en, oO.r ».»i « | Uoaea. ser-Remontoir-ühren . .. 4.50 Wecker-Uhren ... „1.70 Herausgeber und veranNvoNlicher Schriftleiter: Jgnaz Spri^ey juu. Hm Imutr lüerk$täm nie HU« Uhren lud Rtyanlurta. Dtrieta Btnmiull» »Her Gattaun Otld- ud Sllh.ruarem, l'.ndtl-, Wecker-, Itknn-■ud ItctMahraa. lillifit (MtfMctil* rnlw. ■ r«lla dniJIk'H« Genullt. Grb.ttei Ukrcn-, nvl« taeh Gold- a«d Silk.rvaartB-L'<|oai«n nar 10 k-Marke fn H. Druck: «. Blanke, Pettau. I ^fTTW*l»T*t*TTTTTH!TTT!BWnfTO?fTT!T»TXIXtTIXI«l»t!WBT«t!f»BT*T!TiT»T!T!r^ Weitage sur 10etia*ter Leitung Verlag von W Vliinkc i» PcINiu H i • f. i_ Heimatlos. SrMluag von V. Rittwczer. ilbeqarb war allein im EonpS, und nieinand gewahrte das krampfhafte Aufschluchze», in welchem der ganze Jammer de« Abschieds vom Elternhaus, von dem Glück der sorglosen Kindheit, von den teuren Gräbern, von allem, was da» Leben ihr bis seht an Freud und Leid gebracht, sich Luft machte. Hildegard war keine Kinder« »atur In dem Sinne mehr, daß neue Eindrücke sofort im stände gewesen wären, den Kummer zu verscheuchen und den Thränen ein Lächeln folgen zu lassen Dennoch aber versiegten sie allmählich, e« stiegen andere Paffa-,iiere zu aus den nächsten Stationen, und ein» hatte sie schon in »er kurzen Zeit, die seit des Baters Tod vergangen, gelernt: sich beherrschen, ihr Leid in sich zu verschließen. Und damit ist schon viel gewonnen — Die Gegend, die der Zug durcheilte, war zu-nächst reizlo» uud monoton — der Himmel machte fein freund-'iches Gesicht Der jugendliche Körper, den in der letzten Nacht kein Schlaf gekräftigt, verlangte sein Recht. Hildegard» müde» Köpfchen sank zur Seite in da» Polster, und -cster Schlummer umfing bald die Waise. Reugestärkt erwachte sie. al» der Ruf: .Station Z, umsteigen nach SB." ertönte E» war inzwischen Mittag geworden. Der GerichtSrat hatte sein Mündel angewiesen, ii. R. etwas zu essen Schüchtern trat Hildegard an das Büffet, sich eii,! Taste Bouillon zu erstehen, und da» hübsche, blaffe Mädchen in seiner tiefen Trauer-kleidung fand freundliche Bedienung. Nachdem sie sich gestärkt, begann sie, erfrischt durch den Schlummer und die genoffene Bouil-Ion, sich mit Interesse in ihrer Umgebung umzusehen. E» herrschte ein lebhafte» Treiben auf dem Bahnhof, und merkwürdig, in-mitten desselben begann sie znm ersten Male sich minder verein-samt zu fühlen. Die vielen Men-ichen eilten zwar alle achtlos an ihr vorüber — sie kannte niemand, aber es waren eben doch Menschen, und viele von ihnen waren vielleicht auch einst allein hinausgereist in die Welt, ihrem Schicksal entgegen, viele von ihnen hatten wohl auch Kummer und Leid hinter sich und doch sahen sie jetzt so frisch und zuversichtlich aus. Hilde-darb hob das Köpschen höher. nnd ein Gefühl wunderbarer Die städiische Feph«ll» Sicherheit zog in ihr junges Herz ein. Hier, inmitten all des Bahnhostrubel», im Gewühl fremder Menschen, empfand sie es plötzlich tröstend, das;, ob auch ihr leib-licher Barer sie verlaffen, die Heimat sich ihr verschlossen, ob sie mich hinausging in die unbkkannte Ferne: Einer war. der mit ihr ging! Und dann, als sie wieder im eilig »ahinjagendcn Zng saß. der jetzt durch freundliche Thäler an den Ufern eines Flnnes seinen Well nahm, als die helle FrühlingSsonne Berg nnd Thal und Fln« mit ihrem Schein vergoldete, da wnrde es ihr immer leichter »ins Herz. Eine neue Welt erschloß sich ihr, dem Kind der Ebene, die Welt der Berge, und zeigte sich ihr jetzt bei heiterem Himmel im schönsten Licht, in dem des erwachenden Frühlings! Zartes. jnngeS Grün der Saaten, nur selten noch unterbrochen von einem Streifen alten Schnee», erauickte das Auge, aus deu gelbgrauen Wiese» glänzte da und dort ein hellgrünes Fleckchen. Frühling w»rde es draußen in der Natur, nnd neue» Hoffe» zog ei» in das ver-waiste junge Herz. Hildegard dachte vonvärtS. Ihr Bormund hatte ihr ja so viel von ihrer künftigen Beschützerin erzählt, hatte dieselbe eine edeldenkende Dame genannt. Gewiß würde Fräulei» Werbach sie freundlich aufnehme», sie mütterlich in ihre Arme schließen, sie wiirde wieder eine Heimat sinden in dem Hause, welches sich ihr öffnete. Gewiß, so würde, so mnßte eS sein. 0. sie wollte alles thun, was an ihr war, um sich dankbar zn bezeigen, wollte eifrig danach streben, sich der Wohlthaten würdig zu erweisen, und sobald als möglich das Ziel zu erreichen, welches ihr vorgesteckt war. Sie hatte ja immer so gern gelernt, freilich bis jetzt ohne die Absicht, ihre Lenntniffe für den Beruf einer Lehrerin zu verwerte» — der Gedanke war ihr neu und fremd. Sie fühlte auch noch keine besondere Neigung dazu, aber sie war alt genug, »m einzusehen, daß eS der einzige Weg zur Selbständig-feit war. Sie war ja ein armes Mädchen und mnßte Gott danken, daß e» ihr ermöglicht wurde, eine höhere Ausbildung zu erhalten Was wohl andere arme Mädchen wurden, für die niemand in dieser Weise sorgte? Die mnßten heruntersteigen, mußten vielleicht gar Putzmacherinnen. Verkäuferinnen oder etwa» AehnlicheS werde». Hildegard empfand eine unsägliche Srleichternng bei dem Ge-danken, daß das nicht ihr Lo» sei» würde. Sie war nicht stolz, nicht hochmütig, aber sie war die Tochter ihre» Paters, eines hochgebildeten Mannes, die Enkelin eine» adligen Offizier» sie gehörte den höheren Bildnngskreisei» an. und sie war gewöhnt, schon von der Schule her, die» als einen Borzug zu betrachten. Es war spät geworden über all' dem Denken. Hilde zog die kleine Uhr, ein Erbstück von ihrer Mutter; schon füns — noch eine Stunde, dann war sie am Ziel. Wer sie wohl am Bahn-hos in W. erwarten würde? Angemeldet war sie durch den GerichtSrat, daS hatte er ihr gesagt. Am Ende kam Fräu-lein Werbach selbst, oder eine Lehrerin der Anstalt, oder einige ihrer künstige» Gefährtinnen. Nun, abwarten! In der Un-ruhe und Spannnttg. die ihren Jahren natürlich war. die ihr aber in der letzten schweren Zeit ganz abhanden gekommen zu sein schienen, verbrachte Hilde-gard diesen letzten Teil der Reise, nnd ihr junges Herz klopfte so mächtig, als jetzt der Zug hielt nnd der Schaffner die Thür ans-riß init dem R»s: „Station A , alles auSstrigen ' Es dnttkelte bereits, aber die Perronhallt war hell erleuchtet. Suchend schaute sich Hildegard mit, ohne vorwärts zu gehen. Der Bormund hatte ihr gesagt, sie solle ruhig stehen bleiben, dann wiirde sie am leichtesten erkannt werden. So harrte sie denn, bis die Meiige sich zerstreut, »ach allen Seiten schauend, der Dinge, jetzt in diesem letzte» Augenblick wieder mit dem Gefühl grenzen-loser Verlassenheit. Es wnrdr immer leerer »m sie — kein weibliches Wesen nahte sich ihr, ach, nnd sie sehnte sich unendlich danach, eine frenndliche Stimme zu hören, mit dem Rnse: .Willkommen!" Jetzt hatte sich fast alles verlaufen; Hildegard war bereits nahe daran, in Thränen anSznbrechen, da schlenderte ein Dienstmann i» Aoblctr,. Tut) am sie ah, betrachtete sie ei» Weilchen prüfend. da»» ovifr er a» die Mütze mit de» Worten: „Sind Sie Fräulein Werner aus M?" Hildegard war unaiigeuehm berührt vo» der nachlässinen Art und Weise des Mensche». aber dennoch nickte sie eilig, froh, daß sich doch überhaupt jemand »>» sie kümmerte. .Fräulein Werbach schickt mich, ich soll sorgen, das; Sie in eine Troschke kommen mit Ihrem Gepäck. Gebe» «ie mir ma» de» Zettel." Hildegard suchte mit zitternden Hände» de» Gepäckschein her vor und reichte ihn dem Dienstmann, der sich nun anschickte, ihren Führer zn machen. Vor dem Bahnhof hielten Droschken. In eine derselben half ihr der Dienstnian» hinein, dann nach einem Weilchen kehrte er mit einem Gepäckträger zurück, der Reisekorb wurde aufgeladen, dann rief der Tieustiuanu dem Mutiger zu: .Gartenstraße W. Sie wisse» schv», Pensio» nat von FränleiuWer-bach." D?r Schlag flog z» nnd der Wage» snhr eilig davon. Hildegard lehnte sich zurück und schloß einen Moment die fingen, gewaltsam die auffteigendeil Thränen zurückdrängend. Mein Gott, was war ihr de»n geschehen? Sie hatte gelimt, liebevoll von irgend einem weiblichen Wesen em> viangen zu werden, liatte einen herzlichen Willkommensgrns! er-wartet, statt desieu hat man einen Dienstmanii beauftragt, das war alles! Ia. aber es war in diesem Augenblick fast zu viel für das arnie Kind, welches so mutig gewesen war, so voll froher Hoffnung. S. Die Fahrt währte lange — wenigstens erschien eS Hildegard so. Jetzt aber hielt die Droschke an einem Vorgarten, der mit eisernem Gitter eilige-zäunt war. Zwei Gac-laternen brannten am Eingang, ein schönes großes Gebäude mit breiter Freitreppe prä-sentierte sich stattlich. Jetzt, jetzt würde sich doch die HauSthüre anfthun und jemand zu ihrem Empfang er-scheinen. Rein, eS blieb »Vr«vo, Nach de-n f;u alles still. Der Hut» scher knallte ein paar mal kräftig mit der Peitsche, »m sich bemerklich zn mache». Tann sprang er vom Bock und hals Hilde-gard heraus. ,'s scheint, eS hört niemand, na, dann spazieren Sie nur hin ein, Frmilei», nnd läuten Sie tüchtig. Ich warte ans mein Geld.' Hildegard stand ratlos — ach, ja — Geld, das hatte sie wob! zu bezahlen. .Was bekommen Sie?" fragte sie schüchtern — war noch so wenig gewöhnt, selbständig zn handeln. .Zwei Mark." Rasch entnahm Hildegard das Verlangte ihrer Börse, der Kni scher griff »ach dem Reiiekorb, schleuderte ihn mit einem Rnck zn: Gartenthür hinein, schwang sich ans den Bock und fuhr davon. Hildegard lehnte sich an den Laterncnpfahl und wieder war sie nahe daran, laut ansznweinen, aber sie hatte ia schon gelernt, sich zu beherrschen. Und dann durchzuckte sie ein heftiger Schreck: am Ende war sie gar nicht »or dem Pensionat. Dieser Gedanke trieb sie zn raschem Handeln. Mit ein paar Schritten durcheilte sie den Vorgarten, erstieg die Freitreppe. Ta. Gott sei Tank: M. Werbach, glanjlc es ihr vo» dem wtiven Schild cnt^ojcit. Entschlüssen zog sie die Glocke. Roch ein Weilchen mußte s». sich gedulde», da«» hörte sie Schritte innen, und die Thür öffne» sich. Ein Diener empfing sie. Sein .Guten Abend" klang »ich sehr löslich, dann blickte er sie fragend au. .Ich bin Hildegard Werner. Fränleiu Werbach hat mir eii» Tienstmann an die Bahn geschickt. Draußen ist mein Reifeko, Bitte, lasien 2ic ihn hereinbringen, und — und wo soll ich je^z hingehen?" Der Diener gähnte erst ziemlich vernehmlich, er hatte es iiirj eilig. Vor einer Pensionärin, die nicht mit großem Pomp a»pl von einem Kutscher hätt' ihn auch hereintrage» können. Al>> erst muß ich Sie den gnädigeuFräuleinnul den, das ist meiue Psiicht." Sprach's e!< was spöttisch und ve> ichwand, indem er räuschlos die tepvich belegte Treppe erstie.i. Es dünkte eiiiehalk Ewigkeit, bis er zu rückkam, allein. Arb. wenn jetzt wenigste",-FränleinWerbach sei Im gekomnien uud Sie be grüßt hätte, sie hätie viel darum gegeben. .Sie möchten nur eintreten, eine Trepvc hoch, die erste Thür links, das ist das Ziin mer des gnädigen Fräuleins " MitklopfendemHer zen folgre Hildegard der Weisung, und als sie vor der bezeichne ten Thüre stand, at niete sie erst noch ein mal hoch aus, ehe sie e» wagte, anzuklopfen .Herein," ertönte es. nnd sie hörte, wie in dem Zimmer ein Stuhl gerückt wurde. Sie drückte die Klinke auf und sah sich in einem matt erleuchteten Zim mer, welches mit höch ster Eleganz anSge stattet war. Die Da-me, die es bewohnte, hatte sich offenbar eben vom Schreibtisch erhoben nnd ließ jetzt ei-»en prüfenden Blick über Hildegard glei ten. Da»» sagte sie. t>e fsn 5 3 Teiftr (Kit Tfjt.) indem sie einen Schritt ans sie zntrat und ihr die Hand reichte: «Hildegard Werner, nicht wahr? Ich dachte nicht, daß de- Zng schon da sein könnte. Setz' Tich, Hildegard. Hast Dn mir etwas Besonderes von Deinem Bormund zu bestellen?" .Viele Empfehlungen, Fräulein Werbach. sonst nichts. Aber ich ach. Fräulein Werbach, ich möchte Ihnen gleich danken, daß 3ie sich meiner so gütig annehme» wollen, nnd — ach. bitte, bitte, habe» Sie mich ein bißchen lieb — ich bi» so ganz allein.'" Hilde erschrak fast, als die Worte heraus wäre«, vor dem er-staunten $Mick, mit dem die vor ihr stehende Danie sie ansah. .Gewi», Hildegard, ich umschließe alle meine Pflegebefohlenen mit gleicher Sorge nnd Teilnahme, ich werde mit Dir keine Ans »ahme mache». Zu sentimentalen Gefühlsäußerungen habe irii natürlich keine Zeit; ich bin sehr beschäftigt, auch jetzt gerade. Und das will ich Dir heute gleich sagen, daß Du es als Deine besondere Pslicht betrachten mußt, alles zu thu», um meine» Wü» scheu nachzukommen. Es ist ein großes Lpser von meiner Seite, daß ich dem Wunsch Deines Vormundes, für Deine Aiisbildnna zu sorgen, nachkomme. Fast hätte ich deshalb die jinige Kumten L:ie»l'urg abreisen müsse« — uu:J sehr mit meiue.i Pliltz.» uM i: m W**' \L £/>, P . 5». * ♦ ' -i * -,i' . ä» * J' '•»■*»;•.» »»» W" ? '. f f V \ 7> V »f* .r ' ' s Ir.4 Mürchen. Von ,1. Hlbdeinana. PI,«iogia>>i>c»«r!ai t«r Vh»ti>a«ap wichen Union In SSIIit^n. rechnen. Ich hals mir. iiibcnt ich Dich mit z» der Wirtschafterin lonirrte, in de» Schlaffälen lirn es sich nicht mache». Ru». T» wirst ode» ebe»sog»t schlafe». »»d vielleicht ist eS Dir jetzt in Deiner Traner lieber, als mit den andern Mädchen zn sei». Später fiildet sich wol,l »nte» Platz.- Fräulein Werbach schellte und faßt« zu dem eintretenden Mäd chen: .Führe Fräulein Werner ans ihr Zimmer, im oberste» Koiri-dor bei Mamsell Schreiber, Sie wisse» schon." Tann wandte sie sich nochmal» zu Hildegard: .In einer Stunde ist Theezeit. Tu kannst inzwischen auSpackeu, dann e-warte ich Dich im Thcezim-mer, und dort wirst Tu die Lehrerinnen und die jungen Damen kenne» lerne». Ich Hoffe, Deine Erziehung ist so gewesen, daß Du im stau« de bist. Dich in sehr gn-ter Gesell-schastznbe-wegen." Hildegard folgte jetzt dem voran-schreitende» Mädchen. Zwei Treppen ging e» Hinauf. dann öffnete ihre Fähren» ei» kleine» Mansar-deuzimmer, brannte die Lampe an, zeigte dann ani einen Schrank nnd eine Waschkom-»wde und sagte: .Hier können Sie sich einrich-ten, Frän-lei» — die Mamsell hat brühn ihre Sache», nur ihr Pelt steht hier. Uud da schlajen Sie — na. die Schreibern war wütend, dah Sie halb au»riickeu mnsitc Ihret wegen. Da» werden Sie mich basb gewahr werden. Wie kommt es denn eigentlich, Fräulein, da» Sie nicht mit den andern unten i» de» Sälen schlafen?' .Ich weiß es nicht, ich bin ja ganz fremd hier, aber Fräulein Werbacl» wird wohl ihre Gründe haben. Bitte, wollen Sie sorgen, da» mein tkorb herauskommt, irfi möchte mich umziehe»." tttihl »nd abweisend hatte Hildegard, der die vertrauliche, sor-icheude Art de» Mädchen» minfiel, gesprochen. Ta» Mädchen merkte etf wohl und rief empfindlich: ..Na, wenn Sir'S nicht wisse», warum Sie hier schlafen, ich kann mir'» denken, 's war schon einmal so. da wohnte auch eine hier oben, die hatte nicht», war auch nur ein armes Ding wie unserem», so um Gottes willen ausgenommen. Na, die war nicht zu beneiden. So wird » Ihnen auch gehen und Sie thäten wohl, sich mit i»,S Dienstboten gut zu stelle». Tann hätten Sie doch jemand, an den Sie sich halten könnten, aber »atiirlich, Bettrlstolz. da» kennt man. Na. den wird man Ihnen hier schon au»treiben." (3<>«i!«»>»>ts Tie neue städtisch» Ivesthakle i* Koblenz. Ter im Barockstil errichtete van erinnert mit seiner Huui'tschauselt« an die CSroftr Cpct in Pari» Der Muslksaal, au» der im ardgeschciU' besindlichen, sür >500 P.rsonen «»«reiche», de», sehr Übersichtlichen «nd vraktiichen »lelderablage auf zwei breite» Trevve» erreichbar, gellt durch dir beiden oberen Meschosse bet Hanvtbane», ist I<1 Meter lang bei 20 Meter breite, Ivoz» »och da« Lrchesterpodium an der einen nnd ^ine grobe Wandelballe an der andern jkovfieite kommen Tekoratio» »>«!' Au»stattung de» Saale« sind im modernen Stile gehalten, die ÄNnde mit weihen lapeten bekleidet, in drnen eine goldene Lyra da» Motiv bildet. An de» Lii»g«seiten sind geräumige Otalerie» und Loge» angebracht, »nd zwar mit be souderer Sarderobe. Nach Vedars kbnnen di» kleinen Iäle im nördlichen und südlichen Seitenflügel mit dem ^>a»vlsaal» vereinigt werden, indem nian die zwischenliegenden beweglichen Wände versenk». Sin« ganze Reihe von Zimmer» ist für den Dirigent«», die Sslisten, Muliker n. f. w. bestimmt; vom liri-ge»t«»jimmer gehen elektrisch« Läutewerk« »ach aUen Röumeu de» hause«. Am läge g-btn seitliche, buntverglaste Oberlichter und am Abend drei grohe bron-int ftroi lenchter mit Rlühlamven reichliche» Licht. Ta» Orchester wirb vo» gn ei tle> >eren Kronleuchtern erhellt; »der ihm wirb noch eine grobe itunzert-orget anfgestellt. Der Saal hat eine vortreffliche Akustik. Die Kellereien bieten Play sür 500 Ttückfah Wein, auch Bache uud Restaueationlräume sind dementsprechend bemessen. ^Pravo, ?timrod!" Rimrod ist da» Muster eine« echten, deutschen, lang-haarige» Vorstehhunde«, der sich durch srinen verständigen 0iesicht«au»dr»ck und durch seine Äntinütigkeit und Munterkeit a»»>"ichnet. Seil-e Gangart ist leicht, Tie turmichtete »futsche Litneenheiliiütte In Tittio?. T!il Trjt.) FUR'SI lAUS 1ctn Auiltitl last getu.thlilu»; « tft sehr gelehrig unb feinem Herrn außer-ordentlich treu und ergeben. Rimrod hat feine Lehrzeit bra« aulgenützt und ist kein lolcher Kalfakter geworden, wie so mancher seiner vierbeinigen Iagdgenosse», bi» in jede« R»bhüh»er«olk einfallen unb hinten jedem Hase» iautgebenb nach-rennen, biß ihnen bie Zunge au» bem Halft hangt. Rimrod steht fest wie eine Mauer, wenngleich bie Rebhühner ober Hasanen nur wenige Schritte Ban seiner Rase entfernt flnb. ober er be» „Stummen" vor sich liegen fleht, 8r hat Ich den Ruf: .Pfui Has !' tief in sei» ®edHchtni» eingeprägt, unb wenn Stetster Lampe noch so nahe vor ihm aufsteht, er rührt sich nicht; er sieht ihm »ur »er-stSnbniieod »ach. hebt feilen rechten Sorberfuft I» bie Hdhe unb webest mit seiner schän behängte» Rute so lange, bi« ber fluchtige au» seinem «esicht»treU entschwunden ist „Bravo, Nimrod!' ruft ihm sein Herr vergnügt z». wenn sei» treuer Jagdgenosse immer »ieber seine Hasenreinheit zeigt. An» diesem Sn»»d« genießt Nimrob ein hohe» Ansehen in der gesamten Jagdgesellschaft, er ist ber Liebling seine» Herr» »nb diesem nicht um all« Schätze Indien« feil. Xi« deutsche Heilstätte in Ta«o6. Wir zeigen unsern Lese»» d' letzt im Sa» vollendete deutsche Heilstätte In lad»«. Sie ist bazn bestimmt, minber-bemittelten deutschen Lungenkranken ohne Unterschieb ber Konselsio» bi« Möglichkeit ber Anstalt«beha»dlung zu biete» u»b vor allem solche Kranke auszn-nehmen, welche nicht In ber Lage sinb, eine mehrmonatlich« Kur i» einer der kostspieligeren Anstalten zu bestreiten unb siir welche anbnftit« In den Volk«-Heilstätten im Inland« nicht der Platz Ist. Irr Hau erhebt sich etwa fflnf Minuten von ber an ber Eisenbahnlinie Laudq»art-Tavo« gelegene» Haltestelle Wolf» gang in einer Hhhe von 1505 Meter aber bem Meere Sr tft zum großen Teil drelsiäcklg gebaut »nb »ur bort, wo bie Ausenihalt»räume unb ber Speisesaal liege», zweistöckig. Semlift bem gegen Norde» sanft ansteigenden Oelände, da» vorn für eine breite, »ach Süden gelegene Gebändcffucht Platz bietet, besinben sich alle »ranken- unb Wol,»räume mit bahinterliegenben Korridore» an ber M>tlag»feite. Der Speifesaal läuft von beren Mitte nach Norden au»; ebenso der Wirtschaft»bau. Heberhie» liegt der rücklaufead« »ebäubeteil »ach Osten hin für die Besoi.»»»g ganz frei. Die Sefamtanorbnnng weift zwei getrennte Seitenflügel mit je vierzig Betten für die Patienten auf. Zwischen den Seiten-flligeln liegt ber Mittelbau mit be» AufenthaltlrSumen für bie Patienten, bann folgt ber Berbindungtba» und weiter gegen Norde» da» Wirtschaft»' gebaute. Ter Heizkeller für bie Niederdruck-Tamvfceatralheizung liegt im Mittelpunkt bei Hause«. Tal Erdgeschoß enthält allerhand Räume für Kranken-wartezwecke. bie Zimmer für bie Aerzte, Schwester» unb Angestellten. Mrdaillonspiqe in Hütelarbeit. Tie Spitze kann i» bem verschiedensten Material aufgeführt unb entsprechend vielseitig verwendet werben: in farbigem ober weißem Gar», zur Umran-dung von Decken K,, I» Wolle zum A»«p»tz Don Kürben. I» Selbe gearbeitet, ist sie geeignet, bi, teure» Pasiementerien zu ersetze», unb zum Besatz fü> Aleider n. s. w, sowohl al» ganze Spitze wie auch in einzelne» Medaillon» verwendet zu werbe». Ti» Medaillon» der Spitze werben einzeln gehäkell »nb burch drei Litng»reihen, al« Fuß ber Spitze, vervollständigt. Ma» beginnt mit 14 Anschlagmaschen, schließt sie z» einem Ringe »nb häkelt i» diesen 20 f. M, bann 12 Lftm, an bi« brittletzie ber eben gehäkelte» f. M anschlingen: so Ist ein zweiter Ring entstanden und in diesen häkelt man noch 17 f. M. unb schlingt bie letzte an bi« erste M. be» ersten Ringe» an. Srstc Tour; 34 St. In bie 34 M be» Toppelrlnge», burch beibe ©lieber ber Maschen steche nb unb nach jedem St. 1 Lftm. häkelnd; dabei gelten 3 Lftm al» erste» St. Zweite Tour: 70 f. M. In die St. «durch beide Mascheaglieber stechen» und um bie Lftm. zwischen be» St. häkeln: ba bie vorig« Tour nur V8 M. zählt, hat man in ber obere» unb unteren Hälfte de« Medaillon« je 1 M. zuzunehmen. Tritt« Tour: Ten Arbeitlsaden noch 3 Maschen weiter leite», dann 14 Bogen von j« 7 Lftm. mit 1 f. M. an jede flinftsolgende M. vor T. anschlingen. Vierte Tour: 3 f. M. 1 Pic Hebe« Plc. zählt 5 Lftm.» 2 f. M, 1 Wie., 2 f. M.. 1 Pic. 3 f. M. In jeden der 14 Bogen vor. Tour. Bei jedem fol-genden Medaillon hat man gleich bei der Anfertigung 3 Pie. (siehe Abb.) an bie gegenüberliegenden bet vorher gehäkelten Medaillon» anzuschlingen Fuß der Spitze. Ti« erste Reihe greift In die vier oberste» Bogen jede« Medail-lonl: 0 Lftm. — 1 f. M in da» .Ite Pir. de» lten Bogen». — auf ben 9 Lftm. zurückgehend: 1 f. M, 1 halbe» St., 5 St.. 1 h. St., 1 f. M, — 10 Lftm, — 1 f. M in ba« 2t« Pie be» folgenden Bogen», — 3 Lftm., — en die viertletzte der 10 Lftm. anschlinge», — 10 Lslm , — an da» Zte Pie. bei folgenden Bogen» anschlingen. — Z Lftm., — aa bie viertletzt» ber lOKftm. anschlingen. 10 Lftm, — 16 Lftm , — auf ben S letzte» zurückgehend: I i. M. — I h. St., 6 St., 1 h. St 1 f. M — Z Lftm, — fortlaufend wiederhole». Zweite Steifte; 2 St. in 1 M. vor. R. — 1 Lftm.. — 2 M »be?. gehen. — fortlaufend wiederholen Tritt» R.; 1 St. in bi» Lftm. vor. N, - 2 Lftm., bi» b»ib»» St. Übergehe», — fortlaufend wieberhole». Merkwürdig. Frau A.: „Warum geriet Ihr Mann bettn gestern ,« In Hitze?" — Fran ©.: .Weil » i» b«r Wohnung so kalt war.' Wasser thut'» auch. In Wien sollt» bi« ivp»r .Ton I»an' gegeben werd»», und der Requisiteur erschien beim Intendanten »nb bat um bie »or« geschriebene Boutellle Champagner. — ,Wa«? Champagner?" rief ber g». tenbant — „nehme» Sie eine Flasche Wasser, bi« that'» auch." — .Aber, Herr J»tenba»t," wandte ber Requisiteur »i» — „da! geht nicht; «» ist »ine alt« Vorschrift, unb bi« Tarsteller werben sich ihr Recht nicht »«hm»» lassen * — „Tumme« geug!' versetzt» b»r Intendant — „Vorschrift! Recht! Ich k»»»e bi» Schauspi»l»rl Ist im .To» Juan' Champagner vorgeschrieben »un ja, ba verlang«» sie Champagner; aber i» .Kabale unb Lieb»,' ba »allen si« allezeit Zuckersaft statt »ist!' K. liefst« Inner. „Sie trauern ja Immer »och, ich bächle, ber verstorben» Onkel wär» scho» länger al« ei» Jahr tot?' — .Ja, wissen Sie, ba» Ist »ben ein ganz b»so»b»r» tiefer Trauerfall, Ich hab« »änlich nicht« gnitt.* soll da» Bauholz gtflllt werbenUm bi, richtig« Ftllz»lt »ach der Wlb»rlla»d«fählgk»it be» Holze» festzustellen, würben i» einen Walb» vier Kiefer» von gleichem Alter. «»Ich» gleichmäßig gefnnb und »nt»r denselben Bedingungen auf demselben Boden gewachsen war»», z» ungleicher Zeit gefällt; nämlich die eine Ende Tezember, di« zweit» Und« Januar, bi« britte Snbe Februar unb bi« vierte »nde März. Ti« vier Stämme wnrden ans gleiche Weife zerschnitten unb baran« Block» von gleicher Läng, unb Tick« hergestellt, die ma» untir billig gleiche» Verhältnissen trocknete, vei Bestimmung be« Widerstände«, be» biefe Klätz», an beibe» Enbe» gestützt u»b I» der Mitte belastet, ber Beuguug entgegen zu setze» vermochten, ergab sich, wenn man ben höchsten Widerstand mit iOO bezeichnet, folgenbe« Verhältnil: Snbe Dezember gefällt 100, Inde Iaaaar gefällt 88, Snbe Februar gefällt 80 unb Snbe März gefällt 82. Gedünstetes iÄoulafchfleisch. Lchsenlenbe wirb geklopft, abgehäutet anb in Würftl geschnitten. Ta»» macht ma» in einem liege! ei» Stück Butter heiß, giebt eine Hanb voll sein geschnitten« Zwiebel», bi« glelschftück», etwa« spanischen Pfeffer, gestoßene Kette» »nb Salz hinein, b»ckt »• zu unb lstßt »« dünsten. Wenn bet Saft bick eingebQnstet »nb ba» Fleisch g»lb ist, wirb »» mit Mehl g»ftä»bt, mit etwa» Fleischsupp» aufgegossen »»d vollend« weich gekocht «o, Irdisch Ist. aehUrt der Srbe? »a« ©rilicc if'iütt dem Himmel an. Eeln weed Ild. «etl lch bi». lrtumpl>gefa»g erschalle! Srichulle rief In die Unendlichkeit In nein, X.ib au« der liefe laut dein Jubel touoerbflQe; lriumph! ich bin. unb darum uwrd' ich fein! (Zledfle.) 8titf«L Ta» itrste riebet durch ba» Land, Sin seit Selchaffungiizelten, nd e» entlockt die kun?« vand Manch zarten lon dem Zloeinn. Da» »anze «önr auf hohem Crte Zn mildem, lieblichem «ttorde. Juli»» Fallt. Silbenrätsel. Bilderrätsel. Sie folgenden Gilden-ci, erb, f«. gu, he, ho, I. I», hlU. ton, U, Und, I»i, li, I», m«, m«at, ne, ni, 81. pul, p», r», r«, r»b, ruh. », io, Um. tisch, tro, flnb zu II QCrtern zu vereinige», welche bezeichne»! I) »inen bib'ifchen Vera. l\ Si» lropengeNiSch». 1) Eine» «egrinlanb abaütti» scher Verehrung bet de» Wilbe» «>ntn». i) Eine fa-qenbafte Eirene Im Wbein. i) Sine europäische Zufel. »I Sine Sudlruchi 7) Si» Bla»instrumenl. »»SinBev-teltler. »ISineHuilenfrucht. I0> Sine» kniferlichen Jlene» rat im breißigiähr. slriefle. tl) Sine andere Bezeichnung für «emiil»an. Sind alle WSrler richtig gefunbe», w eraebe» ihre ttnfr» i». uns Snbduchstaden Don oben nach unten zwei gefeufchaftllche Tugenden. Heinrich wogt. Auflbfuni folgt in nächster stummer. Auslösungen au» voriger Nummer: Te» Logogrlph»! Buch, ?ach. — Der Sharadei yestzug. «lle Hieivte »»edeliolien. - --» Setantisortlldie HedaNio» von Se»ft Pfeiffer, gedruckt und beraulgegebe» »«» «reiner t Pfeiffer »> Stuttgart.