LmbachelWMtung. Äl^ EK ^-M Pränumeiationsprei? : Im Lomptoir ganzj. 2?» I* ^^R. > ss. ll, h.ildi. si. a.50. Fiir die ^ustcNiin» in« Hau« ^»H-4 ^^»^« haldj.20li. MitdtlPoftganzj.'st. i»,halbj.fl.7.Z0. Samstag, 20. October Insertl onsgebilhr bis 10 Zcilcii: imal «0 lr., 1l^)^^ lm.«alr., ,'>m.1si.; ^^D«^ 3m. IU lr. u. s. w. Inscrtiousstcmpcl jedcs,». 20 l». ^ ^ ^ v^, 4 Ämtlicher Theil. «ve. f. k. Apostolische Majestät haben nachstehendes ^lerhöchste Handschreiden an den lönigl. ungarischen Voflanzlcr zn erlassen geruht: Lieber Hofkauzlcr v. Majlalh! Unter den Opfern, selche Mir die jüngst verflossene ucrhängnißuolle Kriegs« Periode anferlcgt, war die Vcttagnng des nngarischen ^cuidtagcs eines der schwersten, weil die definitive Rc-üellmg der verfassungsmäßigen Zlistüudc Meines Kö« ^reiches Ungarn uud hiedurch anch die Wiederbclc--lüig der verfassungsmäßigen Thätigkeit in Meinem Ge-sammtrcichc ans eine unbeslinuntc Zcitdancr hinausge-Ulclt wnrdc. Ntit nm so lebhafterer Freude sehe Ich durch den Friedensschluß die Möglichkeit geboten, den mit Mci-!>" Entschließung vom 24. Juni d. I. bis zur Bccu« ^P'ng des Krieges vertagten ungarischen Landtag wie« "er einzuberufen. Bei dcm bedauerlichen Umfange, welchen die herrschende Epidemie zu Meiucu: größten Leidwesen in cincm ^oßcu Theile, insbesondere aber in den Hauptstädten -Nei»?ö geliebten Königreiches Ungarn genommen hat, "u>ß Ich zwar Bedenken tragen, den Termin der Ein» ?eu,funa. schon jetzt zn bestimmen; Ich beauftrage Sie lcdoch, die erforderlichen Vorkehrungen ungesäumt ciu-Seiten, damit der Landtag im Falle einer günstigeren Wcndnlig der Gesuudhcitsvcrhältuissc seiuc hochwichtige Wirksamkeit binnen der kürzesten Frist beginnen könne. Ich beauftrage Sie ferner, allen Bewohnern Mci-''es Königreiches Ungarn, die zur Vertheidigung des iu ^ ". EWeuz bedrohten Reiches freiwillig die Waffen ^rissen haben, Meinen aufrichtigsten Dank kundzuge» uen inio Meiner wärmsten Anerkennung Ansdrnck zu ^Ueihcn für die zahllosen Beweise vo» opferwilliger ^Mlnahmc, welche dcn verwundeten Kriegern Meiner Opfern Armee und Meiner braven Bundesgenossen von l>llen Classen der Bevölkerung in gleich liebreicher Pflege ^lgcgcngetragcn worden ist. Die Betreffenden mögen versichert sein, daß, in» sk'" sie hicdurch eine der edelsten Pflichten der Nach« Unliebe erfüllt, sie zugleich Meinem väterlichen Herzen " seiner tiefsten Belümmeruiß einen wahren Trost ge-'pcndet habe». Wien, am 17. October 180L. Fran) Joseph in. p. ^ Ich verleihe dem Feldmarschall'Lieutenant Moriz ^ ^afen Braida, in Aurrkcuuuug seiner langjährigen zn >chr guten Dicustlcistllug, insbesondere in scincr y/Uvendlmg als Obcrsthofmcister bei Meinem Herrn ^ Erzherzog Albrecht, und dcm mit der Führnng des LandeSgcncralcommando! für Ungarn bctraulcn Fcldmarschall - Lieutenant Karl Grafen Bigot dc S a in t.Quc utin, in Aner^ kcnnung sciner ebenfalls vieljährigcn und erfolgreichen Dienste, Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe, letzteren mit der Kricgsdccoration der dritten Classe, endlich dem GcncralstabSchcf beim Landcsgcncralcommando in Wicn, Owstcu Karl Grafen Pötting et Per-sing, für seine fehr eifrige und ersprießliche Dienstleistung, das Ritterkreuz McincS Leopold-Ordens; sämmtlichen mit Nachsicht der Taxen. Ischl, am Z. October 1800. Fran) Joseph in. p. Se. l. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Enlschlicßnng vom 13. October d. I. die erbetene Uebernahme des Feldmarschall-LieuteuautS Iohaun Grafen Castiglionc, Laudcsucrthcidigungö'Olicrcom-Mandanten in Tirol und Vorarlberg, iu dcn definitiven Ruhcstaud anzuordnen, hiebci demselben in Anerkennung scincr langen und vorzüglichen Dienstleistung dcn Orden der eisernen Krone erster Classe mit dcr Kricgsdccora< tion dcr dritten Classe taxfrei zu vcllcihcn und an dessen Stelle dcn Truvpcudiuisiouär Fcldmarschall-Lieutenant Franz Frcihcrrn K u h n v. Kuhllcnfcld zum Landes-ucrthcidignngö'Obercommandantcn iil Tirol und Vor» arlbcrg allcrgnädigsl zu ernennen geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Eulschlicßung vom 14. October d. I. Aller, höchstihrc» geheimen Rath uud Statthalter im König-rcichc Böhmen, Karl Grafen u. R o t h k i rch-P a n -then, von dcm Postcn eines Obcrstlandmarschalls des Königreiches Böhmen in Gnaden zu entheben und dcn Grafen Albert Nostih zum Ovcrstlandmarschall des Königreiches Böhmen allcrgnädigst zu ernennen geruht, Sc. t. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Einschließung vom 4. October d. I. dcn Um» vcrsilälödoccntcn Dr. Joseph von ^cplowski znm außerordentlichen Professor dcr Archäologie au dcr Kra» lauer Hochschule allcrgnädigst zu ernennen gcrnht. Dcr Staatsministcr hat dcn Dircclor dcS allgemeinen Krankenhauses in Zara Dr. Michael Milko-vich zum ordentlichen Mltglicde dcr ständigen Mcdi-cinalcommission bei der dortigen Statthaltcrci ernannt. Am 18. October 1860 wurde in dcr l. k. Hos- uud Staalödrnckerci iu Wien oaö l.I. Stllct des Reichöaefttzblattc« ausgegeben und versendet. Dasselbe enlhält nnter ?lr. I^t den Erlas; dcr Ministcrim der ssinanzrn und des Handels uom 10. October 18^6, betreffend riuige Äcndrrnngen der Zollbestinnnnngcn silr Eisenguß, Wullcngaruc, Ecilcr- ^ waaren, ^eineiooaaren, Maschinen nnd chemische Prodncte, nichl besonders benannte; — giltig für sämnitlichc Vänder deö allgeineinen österreichischen Zollgebiete?; Nr. 122 das kaiserliche Patent uom 14. October 186 in ihre acsctzlichen Versamlnlunai'ortc eiilbc-rnfen werden. '(Wr. Ztg. Nr, 25<; v. 18. October.) Die k. k. Lcmdescommission für Personal-Angelegenheiten der gemischten Bezirksämter in Kram hat dcm k. l. Gcrichtsofficialcn bei dem k. k. Krcisgcrichtc zu Rudolfswcrth Karl Kastclitz uud dcm Auscnltantcu bei dcm k. k. städt. dclcg. Bczirksacrichte zu Rudolfswcrth Dr. Josef Galle definitive Bezirksamts «Actuals' stellen in Kram verliehen. ^aibach, am 15. October 1866. Von der k. k. Person al-L an dcS commission für Krain. NichlümllulM Theil. «aibach, 20. October. Die römische Frage scheint neuerdings iu den Vordergrund zu treten und in Biarritz dcn Gegen« stand von Verhandlungen zu bildcu, zn wclcheu Hcrr o. Lau alette nach Mittheilung der „F. C." berufen wurde. Dcr Kaiscriu Cugcnic, welche in letzterer Zeit so oft in die Politik des Kaiserreiches thätig cln-gcgrisfcn, Regentschaften geführt und dcm Miuisterrath präsidirt hat, wird ein hervorragender Antheil an obigen Vcrhandluugcu zugeschrieben; anch fchcincu gewisse persönliche Wechselbeziehungen zwischen dcn Höfeu von Paris uud Madrid dcr ucucn Ncnduug uicht fremd zu sein. „?a Presse" erfährt aus Rom, daß der päpstliche Hof durch eine ihm vou Spanien gemachte Mittheilung angenehm überrascht worden wäre. Dcr spanische Minister dcS Aclißcreu, General Calonjc, habe nämlich au die Botschaften der Königin in Rom, Paris und Wlcn Depeschen gerichtet, welche sich anf dcn dcr römi< schcn Frage gewidmeten Paragraphen des Lavalctte'schcn Nuudschreibenö beziehen. Diese Depeschen hätten in Rom hen günstigsten Eindrnck gemacht, uicht blos wcil sie in dim Gcistc gefaßt sind, welcher dcn tief religiösen Gefühlen >Vvauienö und scincr Her,schcrin entspricht, sondern auch, weil sie iu sehr zutreffender Wcisc die Ansichten des gegenwärtigen Ministeriums über die Unabhängigkeit des hcil. Stuhles aufdrücken. Die Allianz zwischen dcn Höfen von Paris und Madrid scheint dcm päpstlichen Stuhle Schutz gegen lfeuilletml. «aibach, 20. October. Theater — Gas und Galerie — Opc-ܰtnif!^ " Örchestcrlciden — Ein Königreich für eiuen — "' "- Die Cholera ist schnld daran — Ein Wort des Andeutend) Dic ^'^l Herbsttage, wer empfände nicht euren Zauber? eitil,, s "l entfaltet, wie cine altcrudc Coquette, noch tö>,e H" geheimsten Rcize, ihrc glühendsten Farben« lell N '^^ reine Blau des Himmels, dicsc ticfdunl-ll«ren?^ "' scharfen Umrissen von dcr durchsichtig drilln ^ ^^ abhebend, dicsc mit den wcißcn Mauern b"l>! /st ^^'^ndcn Kirchlcin auf Vcrgcssftitzcu, dicsc vom ^r. ^ s" ^l'"n ins sanfte Rothgelb schimmernden Wäl-hig'^ ^.'^' Sonncnuutcrgang, dcr dcu Horizont in flü< stttns ^ ^"chl, "ub dann das Aufblitzcu des Abend-Und ,, ?" ^ln noch immer malt erhellten Horizont, lnit s, ^ bas tiefe Dunkel des nächtlichen Himmels Neu ^s<" unergründlich geheimnißvoll fuukcludcn Stcr-^ch'vcr, ""einigt sich, nm das Herz in jene süße ^"sciil - ä" versenken, welche unser letztes Beisam-^"ur is/"'^ cinem lieben Freunde begleitet. Uud die ^t dc.^ ^" Uliscr bester Freund, ein Freund, dcr sich "bicttt x"' ^ "^' l""c ^lchku Schätze anspruchslos ^llwlcr/ ^ . ^^^lt zn uusercm Glück, und dcr unseren Ü"b ^cri ,''°^'" ^nch das Gcsetz des ewigen Werdens - "Pf vo. ^' ^"d dieselbe Sonne, dic dcn Pulvcr-lk d,e Gräber dcr Tapferen. Hcrbstbctrachtuugcu, sagst Du vielleicht lieber Leser, uud darf ich wohl saacu, schönc^cscrlu, wcnn Du dicscZcilcu überfliegst. Allcö schou bag>.wcs!.u nach Rabbi Atiba . . . . ^ Wahr, aber so ist dcr Musch, mit jcdcm Frühling schwellt Hoffnuug uud Lebenslust sciuc Brust, und mit jcdcm Herbst trägt er sie zu Grabe, bis cr selbst in dcn Schoß sciucr trcucu Mutter (^rdc zurückkehrt. Uud > dcr Fcuillclouist, dcr in dem lustigen Keimen und Blüh?» des Lcuzcs dcn blutigen Sommer dcS Jahres 180«; nicht geahnt, er erscheint nach langer Pause au gewohnter Stelle, aber mit ernsterem Blick und trüber Hcrbststimmung, um harmlos mit Dir, lieber Leser und frcuudliche Lcscriu, ein Stündchen zu vcrplandcrn. Doch was soll er Dir erzählen, noch hat nur ciu Theil dcr Saison begonnen, die Hallen unseres Mnscntcmpcls haben sich wieder geöffnet nnd das leichte Volllcin, die Wandervögel dcr Kunst, haben zu kurzer Rast sich nie-dergclasscn. Göthc's „Mhr Vicht" kaum hat es irgcnwo mchr Anwendung gefunden, als >n dlcscn heiligen Hallen; wo früher ciu mystisches Dunkcl herrschte, gut für cmc Bühne, dic keine hcllc Äclcuchlung vcrtrng, glänzt jctzt die schöne helle Gasflamme, und — dicsc Flamme hat ihren '.','uhllhaligcn Emsiuß bis m jcnc obersten Rcgio-neu getragen, wo ..man dcm Puumcl näher ist als soust " DicGalleric, dcr Sltz dcr eifrigsten Theater« frcnndc auö dcm Volk, die noch nnt dcm Dichlcr füh-lcu, ohne rechts uud links in die Logen zu coquctti-rcn, uud ohnc anatomische Bemerkungen über das weibliche Personale zu machen, oder an den interessan« tcstcn Stellen voruchmc Glcichailtiglcit dulch laute (5mi' ucrsatiou zur Schau zu tragcu, die Gallcric, fage ich, ist durch Nacht zum Licht gedruugcn, sie schwelgt jetzt in dcm Anblick aller Herrlichkeiten tief unter ihr. Wirklich darf dcr Feuilletonist behaupten, daß dnrch das neue Licht der Gallcricbcsnch sich gehoben hat nud daß die Gallcric schon einen ganz gntcu Geschmack bekundet. Sie ist voll rcgcr Theilnahme nud wciß die Feinheiten des Spiels im „Glas Wasser" cbcu so aufmerksam zu würdigen, als die forcirlcn Bätikclsängcrcicn und groben Zwcidcutigkcitcu der „altcu Schachtel." Doch wir wollten ja nicht von dcr Gallcric, sondern von dcr Gesellschaft nnd unseren dnrch sie erregten Erwartnngcn sprechen. Die heurige Thcatersaison versprach viel, es wurdeu ungewöhnliche Genüsse iu Nnssicht gestellt. Man trimmte von GonnodS „Fanst," „Dinorah," „Schaf-ha^,l" und ich weiß nicht von welchen Wundern der Residenz noch. Ja, wcnn sie nur ewig grünen bliebe die schöne Zeit dcr ersten Liebe. Wir wollen nicht undankbar sein, wir haben einige beliebte Opcrn gehört, wir konnten welschen Ohrenkitzel, im Vcrdi'schcn „Trovatorc" und „Ernaui" (beiläufig gesagt, cr gefallt uus doch) und keusche Wcbcrschc Musil im „Freischütz" empfinden. Aber es blieb ciuc Lccrc in unserm Bnscu, ein unerfülltes Sehnen nach hochgeschürzten Göttinnen, blasirtcn Göltern, glänzenden Costümcn und lachender Musik, kurz nach — Offen« bach. Abcr, noch lountcu wir dies gelobte Laud nicht crschaucu, und was ist Schuld daran — politische Vcr-hältnissc. Ja, staune nur, es ist wahr, dcr AnSgleich mit — Ungarn ist noch nicht erfolgt. Unser lyrischer Tenor läßt sich ans scincr Passivität jenseits der Lcilha nicht hcrvorlockcn, trotz Rcisevorschnß und aller Manifeste Herrn Zöllners, cr bkibt, recht wie dic Dcak'sche 1592 allfällige Uebergriffe des dm'ch seine Erfolge berauschten ItalicuS in Allssicht zn stellen. Fragcu wir um die Haltung Ocstcrrcichs gegenüber diesen Vorbcrcitun-gen, so scheint uns nachstehende Aeußerung in Schu-sclla's „Reform" beachtcuswerth: „Die österreichischen Pulilicisten, welche den Einzug Victor EmauuelS in Rom nicht erwarten tonnen, schci-ncn sich zunächst dem Wahne hinzugeben, daß in dem Augenblicke, in welchem der Papst keinen Staat mehr haben würde, auch das Concordat, welches ja als ein StaatSvertrag geltend gemacht wird, von selbst wegfallen müßte. Aber man denke doch zurück. Pius VIl. war nicht allcr weltlichen Macht beraubt, soudcru befand sich als Gefangener in Frankreich, und gerade da sah Napoleon I. sich genöthigt, mit dcm Papste ein Concordat abzuschließen. Bci unferer bekannten Stellung zum Papstthum können wir unbefangen aussftrechen, daß die gegen Nom Sturm laufcudc oder doch blasende Politik vieler unserer Journale mit den Traditionen nicht bloS der Dynastie, sondern auch der Bevölkerung Oesterreichs im Widersprüche steht. Wir sind überzeugt, daß, wenn Pius lX., cms Nom vertrieben, nach Wien käme, ein überaus großer Theil der Bevölkerung vor ihm, wie zur Zeit Josephs ll. vor Pins VI., auf den Knien liegen würde, um den apostolischen Segen zu empfan-gen. Möglich, daß es jetzt mehr als einen Blmnauer in Wien gebe, aber die Mehrzahl der Wiener und Wienerinnen ist gewiß nicht Blnmauerisch gesinnt." In unserem inneren Staalslcbcn sind inzwischen zwei bedeutsame Acte zu verzeichnen, die Einberu< fung der Landtage diesseits der Leitha auf den 19. November und die Abreise Sr. Majestät des Kaisers in die von dem Kriege so schwer heim» gesuchten Provinzen Böhmen, Mähren und Schlesien. Sc. Majestät will diesen Ländern, die für die Erhallung des Reiches geblutet, einen Beweis seiner huldvollen Fürsorge geben. Vom Standpnnllc der Reichs-cinhcit gewinnt diese Reise eine erhöhte Bedeutung. DaS „Wiener Journal" würdigt diese Bedeutung in folgender Weise: „Indem der Monarch sich an Ort und Stelle begibt, nm sich durch den Augenschein über Größe und Umfang der bewirkten Verheerungen zu unterrichten, wird die Möglichkeit geboten, wohlerwogenen Anträgen die Entscheidung mit größtmöglichster Beschleunigung folgen zu lassen und alle Verzögerungen, welche die Art deS gewöhnlichen Gcschäftslaufes nothwendig n»it sich bringt, fcrn zu kalten. Der Monarch hat in scincm Handschreiben die Hilfe des Reiches in Aussicht gestellt; wo er auftritt, da erscheint er als Träger der Ncichsgcwalt. Es wäre den Grundsätzen der Gerechtigkeit nicht entsprechend erschienen, die einzelnen, von dcm Kriegsunglückc betroffenen Länder allein die Folgen desselben tragen zu lassen. Es war daher selbstverständlich, daß dem Reiche dieSfalls zugewiesen wurde, was dcS Reiches ist. „Es licgt in der menschlichen Natur, daß man La» stcn leichter gemeinsam erträgt, wenn dieselben gleich vertheilt werden. In jenen Ländern, welche vom Kriege nicht heimgesucht wurden, ist man gewiß der Ansicht, daß, wenn GlcichcS ihncn jemals widerführe, auch die Dazwischcnkuuft des Reiches erfolgen müßte. Weil aber dcm so ist, und weil sich in der Erkenntniß der Gemeinsamkeit strenger Pflichten die Zusammengehörigkeit allcr Bestandtheile des Reiches unverkennbar wie-derspiegclt, sollte man sich anch der verwandten Einsicht nicht verschließen, daß die Gemeinsamkeit der Rechte, der Freiheiten, der leitenden Idccn und verfassungsmäßigen Einrichtungen nicht ein Zwang, sondern ein reelles Gut ist. Diejenigen, die durch Leid und Opfer uu-trennbar verbünde» stud, erscheinen auch für die Erfüllung großer, gemeinschaftlicher Aufgaben vereinigt. Diesem Gedanken gibt unter andern auch die beschlossene kaiserliche Rundreise Ausoruk. Wir betrachten dies als keinen geringen Gewinn. Jede Gelegenheit, wo die österreichische GcsamintslaatSidcc in ursprünglicher Reinheit, ohne die Beimengung von Partciaufchauuugen, heroortrctcu kann, ist uns willkommen." Nuthcncn und Nüssen. Graf Plater richtet an das in Franlfnrt erscheinende Journal „L'Europe" ein Schreiben, welches von Villa L'roelberg bci Zürich vom 12. datirt ist uud worm cS bezüglich der Ruthencn heißt: „Es besteht keinerlei Verwandtschaft zwischen der rnthcnischcn nnd der moskowitischcn Bevölkerung. Die eine ist gcwalisam mit der andern vermengt worden, nnd diese Assimilation wurde durch die Grausamkeit der Kaisern Katharina eingeleitet und wird in Polen noch heutzutage erbarmungslos fortgesetzt. Die unanfhörlichen Greuelthatcu, welche in diesem unglücklichen Lande stattfinden, wie anch die jüngste Vcrhaflnng uud Wcgfchlcp« pung dcS gricchisch-nnirtcn Bischofs KalinSli in der Diöccsc Ehelm sind dic sprechendsten Äcwcisc dafür. Dic Nuthcncn Galiziens, wie ditjeuigcu der andern polnischen Provinzen, sprechen cin Idiom, das sich dem polnischen ziemlich nähert; sie sind in Galizien katholisch, indem sie sich zum gricchisch'unirtcn Ritus bekennen, wie dies mit den andern Ruthcuen Polens der Fall war; sie haben Jahrhunderte lang diesem Königreiche angehört, und niemals war davon die Rede, daß sie mit der russische» oder uwskowitischeu Nationalität etwaö gemein hätten. Wie wahr das ist, bcwciSl der Umstand, daß heutzutage iu Galizieu Dcmoustraiioncn der Rnlhc-ncn gegen die moSkowilischc Nationalität vorkommen, z. B. der neuerdings erlassene Protest dcr Bewohner von Ehlcbowicc gegen ihrcu Pfarrer Naumovicz, wcl-chcn sic beschuldigen, die russische Propaganda zu begünstigen. Das Wahre an dcr Sache ist, daß sich diese lärmende Propaganda auf die Anstrcuguugcn einer mos-koniitischcn Agentur beschränkt, welche bci einer kleinen Zahl von Personen Beihilfe findet, deren Mehrzahl von der russischen Regierung besoldet wird, eine Agentur, welche vicl obscurer ware, wenn dic frühere österreichische Rcgicruug ihre Intriguen liättc vcrcitclu wollcu. Oesterreich. N3ien. Bezüglich der Adresse dcr Klagcufurtc r Handelskammer finden wir in dcr „G. T." die Zuschrift, mit welcher dcr Herr Handclsministcr dieselbe nach Magcnfnrt zurücksendete. Es heißt darin: Wiewohl die geehrte Handelslannner mit dcr Einbringung dcr an Sr. Majestät gerichteten Petition um Wiederherstellung vcrfassungsmä'higcr Zustünde ein ihrer Ingcrcnz nach der Kammer-Institution fernliegendes Gebiet betreten hat, so habe ich dennoch die Petition an den Herrn Staats-minister zu der erbetenen Veranlassung geleitet und setze auf Grund der mir hierüber zugekommenen Eröffnung die geehrte Kammer in Kenntniß, daß der Herr Staatsministcr sich nicht bestimmt gefunden hat, die erwähnte Petition a. H. Orts in Vorlage zu bringen. Partei, in seiner Unbcweglichkeit und wir müssen unser Glück diesseits dcr Lcilha versuchen. Und nun haben wir also unsern Tenor und wieder die alte Frage, ist es Tenor oder — Sopranistin? Doch wir werden ja sehen. „Die schöne Galathca" sollte den Reigen er< öffnen. So stand im „Rcpertoir," aber diese Eharte ist auch nicht immer eine Wahrheit, und so hatten wir statt der „schönen Galathea" die „alte Schachtel;" schlimmer Tausch, über den uns nur Frl. Keller's nettes Spiel einigermaßen beruhigen konnte. Nun — Hütten wir alfo einen Tenor, aber eS fehlt noch eine Kleinigkeit, ein — Orchester. Da herrscht eine schauerliche Leere, seit die Musilcapelle dcS hier gelegenen Infanterieregiments unS verlassen. Ein (versteht sich deutsches, miltclstaatlicheS) Königreich für eiuen Baß, für cin Violon, für cin Flügelhorn! konnte da Director Zöllner mit Recht ausrufen. Wir berühren da eine wunde Stelle unserer Musikzustände. Laibach hat die älteste Musilgrsellschaft, viele luustsinnige Dilct-tauten, viel Neigung zur Harmonie — in der Musik, aber leine Musikanten vom Fach. Wir haben leine Stadtmusik, lein Stadlorchestcr, welches dem Director das nöthige Matcriale bieten könnte, daher das Nennen mit Hindernissen nach Musikern, und daher auch so manche Opfer von Seile unseres alle Wünsche des PublicumS so aufmerksam beachtenden Bühnenleiters. Nun hoffen wir abcr bald auf „verläßliche" Mittheiluua.cn über den gegenwärtigen Stand der Op eret t cn-Frag c. Sie wird doch nicht daS Schicksal dcr neuesten politi-fchen Sccfchlange, dcr sächsischen Fried cnsvcr-luudluligcn mit den introuvablcn preußischen Bedingungen theilen? Abcr noch sind wir nicht ganz fertig, blstcr Herr Director! Noch einige Augenblicke geneigtes Gehör! Sire, geben Sle uns — einen Komiker. Abcr wir haben deren zwei. Richtig, wir wollen Herrn Prcising in seinem Fache, in sci< uer Specialität von allen Gerichtsdiencrn, dummen Bedienten, ditlo Vätern gelten lassen; auch Herr Schurz ist recht brau, wir vermissen eben nichts an ihm, als — die Komik. Wo ist nuscr Vlumlachner, wo nn< scr Stelzer? Ach, Herr Blumlachucr macht unsere österreichische Autipodcu, die ritterlichen Ungarn, lachen, uud wo Herr Slclzcr jetzt — sitzt, wissen wir leider uicht, sonst — o wir sind großmüthig, Herr Stclzer! — wir wurden sic anSlöscn und im Triumph auf das — Capitol, will sagen: die Scene führen! Also ein Königreich für einen Komiker, dcr uns lachen macht. Gewiß ein billiges Verlangen. Doch wir müsfcn gerecht sein uud des abscheulichen Gespenstes nicht vergessen. das hener alle nnscre Lebensfreuden stört, unser Vier vergällt, unsere Abcndspazicrgängc in schönen mondbcgläuzteu Zaubcrnächtcn durch uuangc-nchme Gedanken an „Verkühlungen" verbittert, uud das wir auch wegen unserer komischen, will sagen Komi-kcrverlegeuhcit anzuklagen habcn, cs ist — mit Verlaub — die Cholera, die uus unseren braven Kr ichu« ber geraubt. Dcm Armen, dcr fern der Heimat cin frühes Grab gcfuudcn, den, wie wir mit Theilnahme vernommen, nur treue Freuudcslicbe in seinen Leidens-stunden aufopfernd gepflegt, sei hicr ein Wort des freundlichen Andenkens gewidmet. Auch hier müsfcn wir alfo Herrn Director Zöllner, den heuer in seinen Engage-mentsucrträgcn cin wahrcS Mißgeschick verfolgt, entschuldigen. Herr Zöllner sieht, daß wir sehr friedlie-bcnd und zum AuSgleich immer gcucigt sind, möge! er nur nicht so lange warten lassen als dcr unga«! rischc. (>l,i vivln, voirö. >, Am Schlüsse der Zuschrift des Herrn HandelSmi< nistcrS ist das Befremden darüber aufgedrückt, daß dic Adresfc früher in dcr Tagesprcssc besprochen wurdc, be< vor sie noch in Wien eintraf. Uusl'and. Aus Frankfurt, 15 d., wird der „N. Fr. Pr." geschrieben : „Diesen Nachmittag hatte in dcm fürstlich TlM» und TaziS'schen Palais, dcm vormaligen Bundcspalais, die erste Sitzung der B u ud es - Liquid atiouS-Cow< missiou stattgefunden. Sie galt zunächst dcr Consli' tuirung dcr Conferenz. Bis jetzt haben sich, dcm Vci'' nehmen nach, erst nur die Bevollmächtigte» Oesterreichs Preußens und Württembergs in Frankfurt eingefundeü. Die Mehrzahl dcr Staaten, welche sich dcm norddeutschen Bunde angeschlossen, hat Prenßen Vollmacht z» ihrer Vcrlrctnng ertheilt, nnd dicscS vertritt unch bie Ansprüche derjenigen der früheren Bnndcsstaaten, die es sich jctzt anncclirt hat. Der Bevollmächtigte BadcnS in der Liquidations.Commission ist N. Mohl; Baiern hat seinen Vcrtrctcr noch nicht bezeichnet." — Zu den sä chsi sch cn Fricd cnS verhand-lungen wird dcr'„Bohemia" auS Karlsbad offi-ciös geschrieben: „Es kaun dcr sächsischen RegicrM nur crwüuscht sein, daß recht vicle Deputationen lM erscheinen, denn es ist ihr damit die einzige Gelegenheit geboten, den wahren Sachvcrhalt dcr Bevölkerung, dic durch ciue ganz im Solde PrcnßenS arbeitende Presse über dic wahreu Intentionen des Königs Johann irregeführt wird, darzulegen. Mau macht derselben weiß, uud dies spricht sich aus all den Adressen uud Milthci-lungcn der diversen Deputationen auS, als hänge der Abschluß des Friedeuö nur vou dcm Könige Iohalw ab, als stemme derselbe sich aus rein dynastischen Inlec-csscn gegen Prenßcnö Fordcruugcn. Nuu sind aber solche noch gar uicht formulirt worden, uud, so unglaublich es klingt, des Königs eigenen Worte in dcr Erwiderung auf die Ansprache dcr Aimabcrger Deputation bestätigen dicS. Nur die Erhaltung dcr die moralische nnd politische Existenz bedingenden Selbständigkeit dts Landes lcitct die sächsische Ncgicrnng bci ihren U»tcl" handlnngcn mit Preußen, und gerade vom dynastisch^ Standpnnktc wurden die weitgehendsten Eoucesfioncu >" Aussicht gestellt." Karlsruhe, 17. October. In der Abgeordneten' knmmer intcrpcllirt Abgeordneter Feder wegen des Prcß-erlasscS vom 2«. Juli. Minister Jolly erklärt, derselbe verletze die Prcßgcsctze nicht; Anlaß desselben ware" nutzlose Angriffe auf die im Lande befindlichen preußl" schcn Trnftpen nnd confessioncllc Hctzcrcicn. Das Vcr-l'ot dcr Veröffentlichung follte cinc etwaige Verhöhnung durch den Abdrnck desselben in den Blättern verhindern. Aus Karlsruhe, 14. d., wird gcmeld't: Die f'" den Fricdensvcrlrag niedergesetzte Commission hat den Abg. Obcrkirchcr znm Berichterstatter erwählt, Ol'tt' kircher ist der Vertreter dcö von dcr bisherigen Majo' rität anögcgcbcncn Programmes, das bedingungslosen Anschluß au Preußen befürwortet. Nach dn gegenwärtigen Znsammcusctznng der Kammer war ^ Anderes nicht zu erwarten. Indessen wird ans dcr M^' derselben ein Gegenvorschlag eingebracht werden, ^ einem Anschluß au Preußen zwar nicht entgegentritt, dc abcr Garauticu für Sicherstcllung dcr berechtigten Selb! ständigkcit und dcr inneren constitutionellcn Entwicku»U des Eiuzelstaates verlaugt. ... Wiesbaden, 13, October. Der löuigl. p"uß> " General v. Plonsky, Eonnnandcnr dcr Truppen in He ^ ^ Nassau uud Frankfurt, hat gestern die hicr noch sle^ den Reste dcr nassauischcu Brigade insvicirt und Osficicreu bekannt gegeben, daß sie sich binnen e> lurzeu Frist darüber zu erklären hätten, ob sie in dc ' preußischen Armee Dienst oder nach Maßgabe dcr l^av tulationsbcdingnngen Abschied und Pension nehmen w ten. Wie wir hören, sollcn die Artillerie - 5Dll^ sämmtlich sich bereit erklärt habeu, iu die l. Armee e zutreten, während sich aus dcu übrigen EorpS w»^ schcinlich nur dic jünger«, Officiere, und auch diese ^ znm Theil, mcldcu dürften. DicObcr- nnd StabSoisn nehmen fast ohne Ausnahme Abschied nnd P^scV welch letztere ihnen nach dcm günstigen nassauischcn ,^. zn Theil werden muß. So erhält z. V. ci» .-"" g mit 2500 fl. Besolduug ciuc Pension von we"'«' „, IU bis 1800 fl. — Dcr AppcllationSgcrichtsralh V.^,ch mann ist nach Berlin berufen worden, wahrsH z, um bei Ueberlcitung dcr Iustizmluisterialacschaftc . hin mitzuwirken. Ntti^ Venedig, 15. October. Die Hauptbcschal'"^ der hiesigen Mur.icipalvertretuug besteht ^g" .^„ im Empfange und in dcr Beantwortung der ^!1 ,,stc» Begrüßungen uud Adressen, die vou den M'sH" ^ Seiten eintreffen. Auch daS „römifchc 6ounl ^ sich vernehmen lassen; seine vom 0. d. M. damte ^c lautet: Die Römer senden den Venezianern "' ,^c" Glückwünsche zu der erlangten Freiheit «nd ^^ dm glücklichen Tag, dcr sie mit den italienlM' ^ dcrn vereinigen wird als Verboten desjenigen, ^ ^s die ersehnte Befreiung Rom« bezeichnen wird. ^ A-Plebiscit wird am 21. nnd. 22 stattfinden. 0'^ Lohnst dcr symbolischen Ucbcrgabc VcnezicnS " yo-calbehörocu sind sür Verona uud dessen Mv," 1593 . ''be Vctta, fcrncr ein städtisches Ausschußmitglied Ä« , "" und dcr 6onte Michieli für Venedig und ucv Ncbrigc bezeichnet. General Möring wird dic Zugabe an General ^boenf vollziehen, dieser an die "tadeln, die Notabcln an sich fclbst für Verona und ol i^ '"' ""^ ^u' Venedig an Herrn Gaspari, dcr °!'M,titt sein Amt iu die Hände des Generals Ncvcl ^,,"lcczen wird, der hiclauf das sogenannte neue Mn» ^p'mn einsetzt. Dann wird das Aufziehen dcr ital. ^""e nnf dem Marcnsplatzc daö Zeichen geben, daß tc2"" ^"' Königreiche Italien angehört. Die ostcr« oil, 1? ^^a^liug wird von hier, Mcstrc und (^hioggia ^, ^«', 18. und 1V. abziehen. Am 16. kommen die lam ^ ""' "elche sie an Bord nehmen. — Heute M'nen 230 ilal. Seclcntc an. — Vom 13. bis 14. zwei "lankunaen, drei Todesfälle an Cholera. H ^- Dcr „Italia" znfolgc hat die spanische ^Ncrnng dem Papste den Palast Alhambra in c»!^!^^, ^" ^'"^ Residenz angebolcn nnd ihm noch ltii^ ^liiglichc Paläste in Scuilla nnd anderen Städ- f' Andalusiens zur Verfügung gestellt. Isabella II. Nü k'" ^>cscm Sinne ein eigenhändiges Schreiben ' °m P^ist ^richtet haben. Dcr spanische Dampfer ^cNiccuio" ist ,^ch Civita Vccchia gesendet worden, ^ . ''u Falle dcr Papst daö Anerbieten annimmt, wird f. ^ eine spanische Kricgsfregalte nach dem genannten ' ^lcnonc abgehen. Bekanntlich verlassen am 15. Dcccm. f. ^ I. nach der Septemberconuenlion die letzten ^"zösischcn Truppen daö römische Gebiet. ^. Paris. Daö „Manorial diplomatique" meldet: !^'"al Montebcllo hat sogleich nach seiner Nücktnnft , ^oln dem heil. Pater eröffnet, daß die Nänmung nm ^>^^'^cn Staaten dnrch die französischen Trnppcn ^ "^salltage der Scptenibcr - Convention erfolgen P k'> Ulan glaubt, daß nach dem Abzng nnscrcr Trup« l dic Besatzung Roms ausschließlich ans den Frnn- . ',? b" Legion von Antibcs, 15)00 bis 1000Zuaven den Gendarmen bcstchcn werde, alle üdrigcn Trnp« m'^crdcn an den Grenzen vcrlhcilt werden." Das «. .worwl" meldet ferner übcr die Erncnnnng des „ ^n Golnchowski znm Statthaller von Galizicn: ^^ ehe diese Ernennung veröffentlicht worden, habe Bo?! Menödorff ans freien Stücken den, russischen ."'chaster, Grafcu Stackclbcrg, darüber Erklärungen , U."e", welche der österreichische Vertreter in St. Pc. Hlnf? ^lcdcrholt habe an dem Tag, an welchem I°ff , , ^nchowsli seinen Eid leistete; Fürst Gortscha- lede?,'s^ ^"' liefen Erllärnngcn Att genommen, was !u ,, /'"^ von seiner Seite, iu Wien Rcmonstrationrn "lachen, ausschließen würde. ^nicl, ^ ^"uiö meldet die „Franz. Corr.:" Von un-dci'?! l' ^kite wird aus Älarritz geschrieben, daß slick ^^ ^'^ ^"' Anordnungen Nclaton's nnzn-lH.,^'- die Dienste eines in Paris geschätzten Dr. h» !lon in Anspruch genommen hat. Guilion nahm scli> ^^^ "^ Tagen eine, wie es in dem Briefe heißt, cl,, ^>chte Operation vor, nnd dieser wäre die seither b^rctcnc entschiedene Besserung in dem Zustande hc,. 'scr zuzuschreiben. Dr. Gnillon ist natürlich der kB der Saison und er sagt jedem, dcr es hören will, hei! ^ ^" Kaiser von seinen Leiden vollkommen zu a^" hoffe. Seine Erncnnnng zum kaiserlichen ^eib< ^>lc s!!^^" ^onucan nnd Rcycr soll nahe bevorstehen. „ j s. "uüchlc von einer im Dnntlen schleichenden Nl i-T)^^'lrise lasscn sich nicht zum Schweigen bringen, die ^ ^'cdclholt sich die stereotype Erscheinung, daß btt c.!^'^ bedrohten Niinistcr versichern, niemals in c>ls ^/'^^ des Souveräns fester gestanden zn haben, bchnlt ^"^"Uig. Ncgistrircn wir daher mit allem Vor-^l, j ' bc,ß „ah h^. heute umlanfcndcn ^csart Herr l»'d s/^ zum Finanz-, Herr Bchic znm Marinc- znm Minister dcr öffcnt- dcl ^"'bcitcn mit Beibehaltung dcr obersten Leitung lc> ^^"^u von Paris, endlich Herr v. Forcadc dc PlMh ^'ctlc nu Stelle Vuilry'ö zum Staatöraths- ^"lcn ernannt werden sollen, hat a^''°""- Der „Socialwisscnschastlichc Eongrch" ^°'"l)lu ' ^ ^''^ Sitzungen in Manchester beendigt. s°!idcl/<, ^Vcthcilignng iibcrhanpt, als auch inöbc-^>>'c >,, '^ Theilnahme hoher Gönner war dieses Jahr Aü5, '^wohnlich statte. Im Ganzen sind 1815 Karten ^ificl^"' ('"' vorigen Jahre, als dcr Eongrcß in ^»bet^ l"»te, mir gegen lausend). Ein nicht ganz !?°lclicm ^'^s Contingent halte Amcrita gestellt, in ^lia z>u ^"v'V°llcr Aerztin — nicht FranDoclorin — ^>'°»cl, ,^ ' ^"^ eifrige Bcthcilignng an den Dis. ^Rie h ^^"lln^e. Große Sensation erregte dicfc . l>nd-' ^.'^" Klcidnng: die Uniform, worin sie als s ^8es f, ^!^l bei dcr Unionsarmcc während des Bürger« ',6 del ^'^^ Verhandlungen über die focialc Stcl. ^^'6m ^'^^'^^ haben auf dem Eougreß eiucn nicht , "'UM ,. "'" eingenommen, wie denn z. V. zn seinen ^'ch i„ "'Ulnltclbarcn Resultaten dcr Beschluß gehört: ^'chc» ^^"chcstcr einen Verein zn gründen, wie dcr< »!" 3'l'a>^"'ls U' London und Dublin bestehen, nm ^^üfti,' bcö Mittelstandes ein weiteres Feld dcr >l'ches g^ zu eröffnen - ein gewiß nicht nnver-,^c Bcdim^' "'' '"""! man bedenkt, daß die weib. w "l'che mi "'^ ^^ Vereinigten Königreiches die s, "nein ^' "^)r als eine Million überragt. Daß bMrele, ?, ' ^"'" ^s schöne Geschlecht ziemlich "", auch die Frage von dcr staatsbürger- lichen Emancipation der Frauen, ihre Wahlbefähigung auf daS Tapet gebracht wurde, braucht taum demerit zu werden. Was aber bemerkt zn werden verdient, sind einige specielle Argumente, die von Frau Bodichon in einem die Erlhcilung des Stimmrcchts au selbst-staubige Frauen befürwortenden Vorlrag geltcud gemacht wurden. Nicht feiten soll es nämlich vorkommen, daß Grundbesitzer den Witwen verstorbener Pächter die Pachtnngcn zu verlängern sich weigern, nm nicht dcr Stimmen verlustig zu gehen. Fr^n Bodichon appcllirte iu Bezug auf die vorgebliche Unfähigkeit der Frauen, sich über die Verdienste von Candidate» ein Urtheil zu bilden, an die Erfahrung jedes Parlamentsmitgliedes im Kreise seiner Bclauutschast. (Heiterkeit.) Der energische Vortrag (welcher übrigens nur für nicht durch Mäuncr vertretene Frauen Wahlrecht forderte) fand auch unter den anwesenden Männern galanten Beifall. Mg. Z.) Vviisscl, 14. October. Brüssel wimmelt von Fremden; die Anwesenheit von etwa 1200 englischen Niflc« men, 150 französischen Ncnionalgardislcn nnd einer Hand' voll Männer dcr holländischen Schnltcrij hat ein Wo» gen und Treiben in dcr Stadt veranlaßt, das wohl-thucud auf den fönst schwer darniedcrliegcudcu Geschäftsverkehr zurückwirkt. Die Tagcsblättcr sind angefüllt mil Berichten über die officicllcn Begrüßungen dcr fremden Schützen in Ostcndc, Brügge, Gent, Mono n. s. w., den feierlichen Empfang derselben in den glänzend er» leuchteten Sälen des Brüsseler Nathhauses durch die städtischen Behörden, die bei Eröffnung des Schießens gewechselten Reden nnd die lausend Einzclnhcitcn, welche die Fcstbegcistcrung der Einheimischen nnd Fremden hervorruft. Vor cincr Stunde haben König nnd Königin, beide zu Pferde und von zahlreichem Stabc begleitet, übcr die auf dem Boulevard dn R«'gcnt aufgestellten auswärtigen Schützen Rcvne abgehalten und darauf dem Vorbeimarsch derselben vom Balconc ihres Palastes zu-gesehen. Die Riflemen, deren bunte, in alle möglichen Farben spielende Uuiformirnng natürlich dic Augen des Publicums vielfach bcschäfligt. folgcu hier dem Eom> mando des Oberstlieutenants Lindsay, Mitglied dcS Parlamcnls; sie sind alltlscits dcr Gegenstand dcr größ< lcn Aufmerksamkeit und werden am Endc sich fast glücklich fühlen, aus diescu geräuschvollen und uamcutlich den Magen ctlvaS beschwerenden internationalen Frcund< schaftöbczeiguugeu herauszukommen. Tic wenigen Fran^ zoscn, die hier eingetroffen, werden nicht minder herzlich gcfcicrl nnd find übcr diese Herzlichkeit cntznäl. Ihic energischen Hochrufe a»f unser glückliches Gemeinwescu bilden einen seltsamen Contrast zn den Schüssen, welche täglich das osficiösc Pariser „Pays" gegen unsere die „Volkswirlhschafc gefährdenden" Freiheiten adfcucrt. — Der ilöuig, der am lctztcu Dinstag die Huldigung dcr Städte Eharleroy nnd Namur cutgcgcngcnommtn, hat gcslcrn mehrere dcr höheren Officicrc dcr fremden Trnp-pcnablhcilnngcn in Lacken zur Tafel geladen, nnd heute Abends findet ein zweites Galadincr in dcr Sommer« rcsiocnz statt. Die getrübte Stimmnng, in welche die leider durchaus uicht beruhigenden Nachrichten aus Mi-ramare die königliche Familie versetzt haben, findet überall die lebhafteste Theilnahme. — Die dem Anden« lcn dcö 1800 verstorbenen Bürgermeister« Charles dc Bronckcrc erricht, tc Monumcntalfoutaiuc auf dcr Place dc Namur ist vorgestern feierlich im Beisein des Mini. stcrö des Innern'eingeweiht worden. — Der flämische Schriftsteller Ludwig Vlccfchouwcr, Ucbersctzcr von Goc-lhc'S „Faust," zuletzt Redacteur dcö „Reinart de Vos," ist in "Antwerpen gestorben. St. Petcröburn, 10. October. Durch dic Eröff. nnng dcr Tclegraphcnucrbindnug mittels Kabels zwifchcn dcn Küsten dcr Krim bci Kcrtfch nnd des Kaukasus ist cinem fühlbaren Mangel des Tclegraphcnvcrtchrs am 27. v. M. abgeholfen. Von Pcrfien übcr dcn Kau« lafuS nud dic Krim nach Wcstrußland ist somit die Tclcgraphcn.Emrcspoudcuz direct ermöglicht, die Rich, tung dcs Tclcgraphcndrahtcö uou Amcrita nach Nilo« lajewst am Amur ist festgestellt. Besondere Hinder-uisse haben sich dcr Anlage nicht entgegengestellt. Dic Pfähle sind längs dem Anadir vertheilt nnd werden aufgestellt. Zwischeu Anadir und Schassika werden sie diesen Herbst gesetzt uuo oi^ übrigcu während dcs Win« lcrs au die bclrcffcndcu ^tcllcn transports wcrdcn. Ein Eorrcspondcnt dcr „Pall Älall Gazette" in St. Petersburg entwirft eine sehr trübe Schilderung von dcn innern Zuständen Rußlands; u. a. soll in nicht weniger als 14 Gonocrncmcnts Inncr.Rußlands, mit cincr Bevölkerung von 25 Millioucu, auf den Winter fast eiue Huugcrsuolh für 1!.'icnfchcn und Vieh drohen — nicht etwa in Folge eines Mißwachscs, sondern dnrch dic Trägheit des Landvolts, welches sich znglcich mehr und mehr dcr Trunksucht crgcbc. Athen, 6. October. Es war vorgcstcru Abends, als über Syra die Nachricht hichcr kam, daß, nach mehrtägigem Kampf, auf der Iuscl Kreta die Waffen der Christen gegen die Türken stcgrcich geblieben feien. Allgemeiner Jubel überströmte die Stadt, Frcudcnfeucr wurden anf den ^auptplätzcn angezündet, nuo auf jede Weise ward dem ^Freudegefühl Ausdruck gcgebeu. Die Bevölkerung war die Nacht hindurch in Bcwcguug. Dcn Gesandtschaften dcr drei Schntzmächtc wnrdcn Hul« diguugcn gebracht, und zum ersten male so lange Gric< chcnland besteht anch vordem österreichischen Gc-san dtschafts Hotel dem Kaiser ein lansendstim« miges Hoch! Die Nachrichten anS Kreta lauten dahin, daß die türkisch.cgyptifchc Armee eS in mehreren ans-ciuaudcrfolgcudcn Tagen versucht hat die Kreter aus ihren festen Stellungen, die sic in geringer Enlfcrnnng von ocr Hanptstadt Canca einnahmen, zn vertreiben, jedesmal aber mit bedeutendem Verlust zurückgeschlagen worden ist. Man gibt den Verlust dcr Türken, wohl etwas zn hoch gegriffen, auf 4000 Mann an, vom Verlust dcr Kreter wird uichtö berichtet. AuS der Veröffcnt-lichung dcr Corrcspondcnz zwischen dem General Kal-lcrgiö nnd dcr kretischen Nationalversammlung erhellt Nunmehr zur Gcuiige, daß jener nicht nur die Kreter uicht angeregt habe, zu den Waffen zu greifen, sondern ihnen immer gerathen, auf ihren gerechten Forderungen dcr Pforte gcgcuübcr zu beharren, und die Vermittlung dcr Großmächte abzuwarten. Die Pforte selbst hat dcn Kampf herbeigeführt, indem sie jede gerechte Forderung verwarf und znr Gewalt griff. Jede, Anfchnldiguug dcr Pforte demnach, daß dcr Anfstand in Kreta von Griechenland auö augercgt worden, wird durch die Eorrcspoudcnz um fo mehr widerlegt als Kal« lcrgis der einzige Mann ist, dcr einen Einfluß anf die Krctcr auSzuübcn vermöchte. — Dic Sammlungen für die kretischen Flüchtlinge wcrdcn in Athen immer cifri« gcr betrieben nod wcrdcn mit jedem Tag nothwendiger, denn die Zahl dcr in dcr Gemeinde Athen nntcrgc« brachten nnd verpflegten Frcncn nnd Kinder bclänft sich anf 800 Köpfc, nnd die Zahl aller, bic sich auS Kreta anf uustrc Inseln geflüchtet haben, auf 10.000 Köpfe. Ei»cu schöucu Beilrag zur Uulcrstützuug dieser Unglück« lichen lieferte Herr G. MavrokordaloS, dcr Schwiegen söhn dcs Herrn Baron Sina in Wien, mit dcr Gabe, von 20.000 Drachmen. Hassesneuigkeiten. Se. k. l. apostolische Majestät haben mit allerhöchster > Volschlicsmna, vom I I. October d. I. allergnädigst anzuord« nen geruht, dah bcm Rittmeister in dcr Armee Julius Grafen Lamberg in Anerkennung seines bei Anwerbung der Freiwilligen' Alftenj ägercorpZ bethätigten Eifers und ftattiotischcu Wirkens der Ausdruck dcr allerhöchsten Zufriedenheit betanut gegeben werde. — Nachdem dic i> ste r re ich is ch e Negierung den preußichen Consuln in dcn österreichischen Häfen das ihnen wühreud der Kriegscreignisse entzogen Exequatur wieder ertheilt hat, ist auch den diesseitigen öst er reisch e n Konsuln, denen da« Ezcquatur ebenmäßig cittzogcn wer-deu mußte, dnssclbe von dcr p r cn ß. Ncgie r u n g wieder ucrlichcu worden. — Einer der renommirteslen Wiener Künstler soll aller« höchsten Orts dcn Austrag erhalten haben, nach vorhandenen Clizzen den glänzenden Sieg unserer Flotte bei Lissa im Gemälde zu verherrliche». Das Bild dilrste für die Giilclic im t. l. Aeluedere bestimmt sein. — Der „Grazer Adendpost" wird aus Wien, Illten October, geschriehcu: In dcn Zeitungen ist schon seit einiger Zeit vo„ eiucm ueucn P e n sio u ö n o rm ale die Nede, welchi!3 die Regierung Cr. Majestät dem Kcchcr zur Sanc« lioiurung vorgelegt h«bcn soll. Tas ist nun enlscdieden unrichtig. Wohl wird im Schoße dcs Ministeriums au einem solchen PensiouZnormalc gearbeitet, aber das Oucrat ist noch lange nicht so weit gediehen, um Cr. Majestät zur Genehmigung vorgelegt wcrdcn zu können. Wahr ist nur so viel, daß das Ministerium mchrerc Erleichterungen zum bestehen» deu Pcnsioüsnormale der Sanction unterbreitet hat. Diese Zusakbestimmungcu wurden durch den Umstand vcraulaßt, daß durch die Aushebung einer Anzahl von Polizeibehörden, durch die bevorstehende Ncorganisiruug dcr politischen Be« Horden, sowie dnrch die Abtretung Italiens eine größere Anzahl von Beamten ohne ihr Verschulden inactiv werden uud deshalb wieder in den »Stand dcr Disponibilitüt gesetzt werden müßten, was dem Staate große Geldopfer auferlegen wurde. Die Erleichterungen zum Pcnsionsnormale haben nuu den Zweck, zu ermöglichen, daß die erwähnten Beamten desnuliu peiiswnirt und nicht mehr als disponibel dem Staate weit mchr zur Last werden, und deshalb werden auch diese neuen Bestimmungen mir auf Beamte dcr oberwähnten Kategorien, nämlich bei Aufhebung oder Reduciruug von Aemtern, ihre Anweudung finden. — Die neuen „feinen türtischen Ci garret« ten" sind seit einigen Tagen bereits im Verschleiß. Die bräunte Sucht aller dlasirlen Raucher „nach Neuem" scheint sich hier, wie auch beim Erscheinen der ersten Papiercigarren, nicht bewähren zu wollen, denn die Nachfrage ist, wie man mehrseitig hört, eine nichti weniger als große. Auch sind die Urtheile übcr die Güte der neuen Eigarretten sehr getheilt. Während nämlich einige Raucher die neue Waare nicht für gut finden, halten sie andere für zu theuer. Dieselben werden mcht in Doppelstücken, wie die andern Pa« vier.Eigarrctten, sondern einzeln abgegeben und sind die Mundstücke mit dem kaiserlichen Doppeladler versehen. — In Graz ist gestern Josef Freiherr Pino v. Frieden thai, l. t. pens. Obe,finanzrath, t. l. Käm° merer, Besitzer der großen silbernen Medaille und des eisernen Armectrcuzes, 72 Jahre alt, gestorben. — Die französische Freg'atte „Niobe" ist zufolge in Liverpool cingctroffener Nachrichten au der Küste von Neufoundland mit allen darauf Besindlicheu unter, gegangen. 1594 Locales. Chokw-Mllctln auz der 8tM Lailinch. Am 16. October verblieben in der Behandlung 18, bis 19. Abends sind zugewachsen 3, zusammen 21 Kraule. Davon sind genesen 4, gestorben 3, es verbleiben somit in Behandlung 14 Personen. Seit dem Veginne der Epidemie sind in der Stadt ertrankt 178, genesen 80, gestorben 64 Personen. Laibach, am 20. October 1860. Von der l. k. SanitütS-Landescom mission. >— Von der t. l. S a ni täts «La nd e s c omm i s> sion hier erhalten wir nachstehende Kundmachung vom Ü0. October zur Veröffentlichung: Nachdem die Schi e ßstä tt c als MilitHrspital aufge» lassen wurde, bat die Stadtgemcmde Laibach das Cholera» Noth 1 vital au-5 dem L y c e a lg e b ä ud e dahin verlegt. Die Auflösung des in zwei Localitütcn des Hintcrtracles des Lycealgcbäudes aufgestellten Choleranothspitalö erfolgte am 13. d.M., und an diesem Tage begann die Dcsiufi-- cirung der fraglichen Localitäten und anhängenden Ab-oite unter der genauesten Beobachtung aller diesbezüglichen Vorschriften. Auch wurden diese Näumlichleiten neu ange» worscu und aliögcwciht, deren Fußboden abgehobelt und mit dcsiuficircnden Auflösungen gerieben und gewaschen. Die Reinigung und Lüftung der benutzten Nüumlich' leiten wird übrigens bis znm Veginne des Schuljahres fort« «/seht werden. Es ist somit jede noch so entfernte Gefahr einer zu besorgenden Ansteckung durch ihre Venttljuug zu Schulzwcclen vollkommen beseitigt. — Grstern Mittag ist das 19. I5 ge r b a t a ill on, bekanntlich Kraincr, von Krainburg lommend, hier ange^ kommen und unter den Klängen des „Naprej," das die Musitbande anstimmte, eingezogen. — Für die vom Finanzdirector u. Felsen brunn ilbersendetcu Exemplare der statistischen Tabellen über die dirccten Steuern in Krain hat Herr Victor Nuard, Ge< Werts- und Herrschastsbeschcr in Sava, 10 fl. und Herr Moriz Ritter v. Salzberg in Wien 15 fl. für die beab« sichligle Invalidc uftiftung gespendet. Der Buchhändler Herr Lercher hat gleichfalls den Verschleiß der gedachten »alislischen Tabellen ohne Anspruch auf eine Provision über« uommcn. -^. Morgen wird wieder eine musilalifche Soiree in dem soeben vergrößerten Salon Lausch statlsindcn, welcher sammt den sehr schön rcnouirten Nebcnlocalitätcn in dieser Winteisaisou zum geselligen Vereuügunstsvunlt der eleganten Welt, bcsondcri an musitalischen Abcndcu, die regelmäßig wiederkehren, sich gestalten dürste. Iu sammt« lichen für das Publicum geöffneten Näumen ist die Venlila» lion, um den Tabalrauäi zu absorbiren, zweckmäßig ange« bracht worden. Morgen soll zum ersten Male die neu au> gekommene M i li tä r » M us i l cap e l lc sich producireu. — In dem Bezirke Tscheruembl sind die Neuwahlen der Gemeindevertretungen nach dem Gesetze vom 17. Februar 18L«i beendet und cs tritt smnit in den Gemeinden dieses Bezirkes die neue Gemeinde-Ordnuug in volle Anwendung. Zu Gemeindevorstehern sind gewählt worden, und zwar: In der Ortsgemcinde Altcnmarlt Michael Etaudahar aus Motschille H.-Nr. 17 i iu der Ortsgemeinde Ncidenze Georg Schütte aus Mitterradenze H.-Nr. 17: in der Ortögemeinde Thal Michael Schneller aus Thal H.-Nr. 7 - in der Orts. gemeinde Tschövlach Johann Nom aus Tschoplach H.-Nr. 13 ; in der Ortsgrmeinde Unlerberg Marcus Maurin aus Unter« waldl H. - Nr. 5 ; in der Ortsgcmeinde Nuttarai Michael Lasic aus Vuttarai H.-Nr. 4: in der Ortögemcindc Tribuce Mathias Kral ans Tribuce H.-Nr. 39 i in der Ortsgenmnde Adlcschitsch Nicolaus Pozct aus Freilhurn H.-Nr. 5; in der Ortsgcmeinde Grüble Mathias Iakovcic aus Grüble H.-Nr. 67: in der Ortsgcmeindc Döblilsch Josef Hrella aus Ielschcunil H.-Nr. I: in der OrtZgcmcindc Petcrsdorf Johann Blulh aus Nuzettendorf H.-Nr. 2 : iu der Ortsgcmeinde Winkel Ialob Aluth aus Starichabcrg H.-Nr. 9 : iu der Ortsgc« mcinde Kälbersberg Ioh. Snedel; aus Tufchenthal H.-Nr. 13 : in der Ortsgemeinde Loka Ialob Müller aus Lola H.-Nr. 27 : in der Orlsgemeiude Tanzberg Michael .Aabucar aus Tanzberg H.-Nr. 12: in der Ortsgemeinde Schwcinbcrg Peter Fortuu aus Dämel H.-Nr. 16: in der Ortsgcmeinde Oberch Michael Music auZ Dragatufch H.«Nr. 22: in der Orts-gcmcinde Elotendorf Iohaun Stelbenz aus Klelsch H.-Nr. 11 ; in der Ortsgcmcinde Weinberg Martin Simonie aus Ver< stoutz H.-N. 5: in der Ortsgcmeinde Tschcrnembl Franz Schweiger aus Tschcrnembl H.-Nr. 44 : in der Ortögemlinde Weiniz Franz Mallic aus Weiniz H.«Nr. 5. — (SchIuhverhandlungen) beim l. k. Lande«, gerichte in Laibach. Am 21. October. Georg Novak: Betrug. — Am 25. October. Ialob Ambroz: Schwere körperliche Beschädigung: Martin Gabrajnc,, Mathias Gabrajna, Io» haun Strutcl und Franz Puntar: Dicbstahl. — Am 26tcn October. Johann Skerbetz und Johann Zabulovc: Schwere körperliche Beschädigung uud Betrug: Johann Pogacnil: Schwere körperliche Beschädigung. Deffentlicher Dank! Ich finde mich angenehm verpflichtet, cs zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß Herr Dr. Fuchs, Primararzt dci« ! hiesigen Civilspitals. meine Frau durch cinc lang anhaltende Krankheit, während welcher er auch cine lcbcntaf SolmS.Sonncnwaldc ist hcutc aus Paris hier angekommen. Verlitt, Itt. October. Die „Norddeutsche Alge« meine Zeitung" bemerkt zn dem mehrfach geäußerten Verlangen nach Einberufung der knrhcssischen ^ and es Vertretung, daß diese nach dcr Einuerlei-bung nicht mehr zulässig sei. Die Wahlen in den neuen ^audcSthcilcn können nur zum preußischen Landtage, znm norddeutschen Parllnncntc und zu den Provinzial« landtagcn erfolgen, welche letztere Institution anch in dln ncnen Provinzen angemessen befunden weiden dürfte. — Dic ..Norddeutsche Allcmcine Zeitung" erklärt bezüglich der Zcitungsmitlhcilungeu, nach welchen dcr engli-sche Botschafter in einer Unterredung mit dcm Unlcr-staalösccrctär Thiele daS P riv atv ermögcn des Königs von Hannover rcclamirt oder gcgcn Einhaltung desselben protcstirt hätte, daß dic Unterredung nnr ?cn Charakter dcr Erkundigung, nicht der Rccla-malion hatte. — Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erklärt fcrncr die Mittheilung dcr „Neuen Dem-schcn Zl itung," daß Preußen an die Niederlande betreffs ^nxcmb lrgS ein Ultimatum gerichtet habe, als vollständig erfunden; dic Beziehungen beider Regierungen seien die freundlichsten. Stuttgart, 18. October. Dic Slände sind durch königliches Ncscript auf unbestimmte Zeit vertagt, Dcr Ausschuß wurde bevollmächtigt, die Regierungsvorlagen Commissionen znznweiscn. Es findet keine Neuwahl deS Ausschusses statt. Stuttgart, 18. October. Der heutige „Slaats-anzciger" meldet ans Fr i cd richö h afcn vom Ittlcn October: Dcr König empfing heute ciuc Deputation der Abgeordnetenkammer. Der Kammerpräsident verlas dic Adresse, worauf dcr Könia. Folgendes erwiderte: Ich danke Ihnen snr den offenen Ansdrnck Ihrer Gc-sinnungen; auch Ihnen ist nicht entgangen, daß un« mittelbar nach Umstnrz dcr geschichtlichen Verhältnisse Württemberg mit dcr Stellung, welche tö in Deutsch-land nehmen will, dcr Entwicklung und den Ncugc« staltnngen zn folgen hat. Wenn nach dem blutigen Kampfe in Deutschland dcr Geist aufrichtiger Vcrsöh. nnng zur Herrschaft gelangt, dürfen wir hoffen, znm Wohle Europa's und seiner Gesittung, daß sich unsere nationale Idee verwirkliche. Ihre Wünsche für die Ein-richluugcn im Innern der Vaterlandes werden Gegenstand Meiner sorgfältigen Prüfung sein. Wie Sie aus den Erklärungen Meiucs Minislerinms entnommen haben, sind die erforderlichen Einleitungen namentlich bezüglich der Vcrfassnngsrcuision bereits getroffen. Nach Bccndi« gung der Audienz wurden die Mitglieder der Deputation zur königlichen Tafel gezogen, wo auch die Koni« gin erschien. Leipzig, 17. October. Dic Stad tverordnl' ten sprachen sich mit 40 Stimmen gegen N! fiir ^ beschleunigten Friedensschluß unter einem solchen M schlusse an den norddeutschen Bund aus, daß e»"! Wiederholung dcr jüngsten sächsischen Politik für nm>^ unmöglich fei, nnd cvcntncll für die Befragung ^ verfassungsmäßigen Volksvertretung nach dein WGi gesctzc vom Jahre 1848 darüber, ob die Zögcrnng ^ ' Friedensschlusses mit dem Interesse des ttandcS >"^ einbar sei. ,, Vteiningeu, 17. October. Der Landtal, ^! nehmigte einstimmig den Anschluß an den norddeutsch^' Bund und wünscht, den süddcntschcn Staaten möge^ Beitritt zum Gcsammtbuude ermöglicht werden. Paris, 17. October. Gestern fand eine G«"^ ralv c r samm l u g dcr W cch se l ag c n tcn s^ Auf die Resolution, daß keine solidarische PcrpflW^ für Engagements einzelner Wcchfclagcntcn besteht, ^, die Syndicatskammcr ihre Entlassung. Darüber hci'O große Sensation auf der Börse. Das Journal „P^!,, wurde hcutc für anderthalb Millionen an cinc Ocsc^ schaft von Eapitalistcn, worunter Frcniy, Director ^' Eredit foncicr, ucrkanfl. , Paris, 18, October. Dcr fiühcre Minister ^ Aeußcrn, Senator Th on vc n cl, ist hellte plötzlich^ storbcn. Vondun, 17. October. (Verspätet cingcla»^ Gestern fand in Glasgow eine großartige ^ f o rm d e m on st rat i on statt, zu dcr sich Arbc^ züge und Dcpntirtc dcr benachbarten Städte cii's, fnndcu hatten. 150.000 Menschen bedeckten ci"l' Raum vou vicr englischen Vleilcn Ausdehnung. Adl^ wurden an Bright überreicht, welcher ciuc Rede h>c> Auch Graham, Georg Potter nnd andcrc hielten N^ Mexico, 19. Scpt. (Tr.Ztg.) Der Jahrestag ^ Unabhängigkeit wurde glänzend gefeiert. Dcr K^ von Mexico erklärte, er beharre fest in seiner StclW ein echter Habsbnrgcr verlasse nicht seinen Postcü ! trüben Zcitcn. Einem Gerüchte zufolge werde dcr ^ scr das Eommaudo über dic Armcc übernehmen. Telegraphische Wechselcvuvsc vom 19. October. 5pcrc. Mctalliques 60.75. — 5prrc. ^iatioual Aulehen l!6.8^ Vaulactieu 718. — Creditacticil 1^!».!l0. — 18«0er Stac,tSa'M° 79,20.— Sillier 12«.!^0, —Loudou 1iii».^0. — K.^Ducatcu«^ cheschcists-Zeitmiss. Die (?asse»schoiue der Allsslobank. Die uo" Ausslobanl jetzt cmiltirlm, ;n3'X«„ P«ccitt uerzinSlichcu 2aü,^ schriu« fiudru iiu ^roszcu Piibliciiiu viclcu Autlaug. Es s^^^,,,< N'riiigc» Tageu woit über ciuc Million fiir dergleichen 2^!^ schl'inc bei dcr Nuglobaut hinterlegt nwrdcn sein, Iu dcr ^,. ist die so riüfach gcwordmc B^rrchiuiiig^ivrisc dcr Zinse», ^ Tag uud yer 100 sl. ein Krru;cr Ziuscu, gccignrt, dicscl» ^,, ziuölichcii Uiulauftmitk'l eiuc Uou Tag zu Tag ilumcr stcig^, Äcliebthnt ziizuweiidc». Eö sollcu auch vorzugsweise sog^^i llcinc ^.'cutc mit Vclrägcu uou 100 biö 5,00 fl. ftiu, d>c,^ Hauptcuütingl'nl der Eiulcgcr licfcrts», Filr dicsc ist ^ uü^ ^ sin großer Gewiliu, dcv unihscligcu Nachri'chiisu^ drr Z,l"s^ ^ dcü« Sl»dirc!li< dcr Zinscutabcllc cülhobm zu srin, sc>>vie audr ^ scilg von großer Vcdmlimg, von drin Ilcincn, unihsaiu "^"^ Kapitale, N'clchcö für dcu ^ioiucnt nicht ftst anci/lrgt wcrdM >^ sincn gan; n-spcctablcn Zinsfuß zu gcnicszen. Daß diN'H ,^ conlantc Vorgchcn dcr Anglobanl dcr Spartrirb dcr sog^nn^ llciucn Lcuie nnr gefördert wcrdcn uoif;, liegt auf dcr Haud, ^ von diesem Gcsichtöpunktc ans betrachtet, wird mau uichl ^,.^ llwucn, dein ueuesten Vorgehen dcr Auglobank die vollste ^ diguug zu Theil werden zu lassen. (^ '. Kraillburss, 18. October. Auf dem heutigen Ma^^, eischieuen: 102 Wagen mit (Äetrcide und .^l!0 Sülct Sch>" _______________Durchschnitt«-Preise. _______^ Weizen pr. Mchcn 5 — ! Butter pr. Pfund . "" Hj ,!loru „ 3 — Eicr pr. Stillt . . ^ 1l» Gerste „ —— Milch pr. Maß . -"is Haser „ 1 C0!! Nmdslcisch pr. Pfd. ^ Zs Halbsrucht „ — —!! Kalbfleisch „ ^ ^0 Heiden „ ' Knlnrutz „ 3 80 Hahndcl pr. Stück ^ l<1 Erdäpfel „ — 50 ' Tauben „ ^7 4'1 i,'iuscu „ —!— Heu pr. Zentner . ^ Erbsen „ ——^' Stroh „ . "^ A Fisolen „ 4 ^l< ^ Holz, hartes, pr. Klst, 3 ^ ^ Nludsschmlllz pr. Pfd. — 44 — weiches, „ ^^ Schweineschmalz „ — 44^ Wein, rother,pr.Eimer 7^,^ Speck, frisch, „ ^ 49 z „ weißer „ , Speck, geräuchert, Pfd, — 45l, ^^^^^-^^ Theater. Heute Samstag den ^ 0. October: Die Marquise v. Vilett. .,,... Schauspiel iu 5 Acten u°u Charlotte Virch-Pl"fl". M 0 rncu S 0 uutag d c il 21. October: Der Bauer als Millionär. i,,,»»^ ^ ».3 °T " ^ ^^^-^^^ u u. Mg. 330.i.3 — 3.0 windstill ! ^ebcl^ ^ ^ 19. 2 „ N. 330