Dienstag^den 10. September 282s. ^3e. ,k. k. Maj^tät h,,dcn, üder einen alleruntcr« thänigsten Vort?ag der hoh-n Commetzhofcomrmssion, mit a. h. Enisckl^ßul'.g vom 25. Juni) l. I.. geruhet, dem Johann Jacob Gott, Clü^icr-Instlümeuten^^ch,^ aus Zürch in der Schwoitz, aus die Erfind, ^ ^ Fortepiano von vcll:'bi,ger FoZm, wU cin. l. M<, Z. 21/98Z, hiemit zur öffentlichen Ienntniß g«' bracht wird. Vom k. k. illynschen Gubernium. Laibach am 'o< August 1622. Se. k. k. Majestät h^ben,, üdil' cinen allerunter, tranigsten Vortrag dcr hohen Co^nn-^rzhofcommifsion, mit a. h. EtttschUcßung vvm 22. v. M-, geruhet, dem Wenzel Richter, Aufseher m dcm Fabriks-Produc^n^ Cadinctte deö 5. k. pdlitechmscheli Instituts, auf d,c Vr-findung: „Streichriemen zum Abwichen der Nasiermcs-fc? von b?sonderer Form und sl?tt':>,?r Vorzüglichkeit zu verfertigen, daß die Schneide jcner Mcsscr nicht da? Mindeste leiden könnc, und der sonst gewöhnliche C^ bcauch des Steines und das öftere Scblciftn, mithind^' dalüigeAbnützung d?r Mlsser, g^nz oermiedenwerd^ :^ ° >n Privilegium auf die Dauer von fünf Jahren, naä, dcn ^-stunmungen dcv a. h. Patentes vom 9. De?. 1620, i" verleihen. Wach? allerhöchste Entschließung in Folge des ein-M."."?" ^'"" H^anzleydecretes vom 8. Erh. 2i. l. br'^t -^'^' l)iemtt zur öffentlichen Kenntniß ge^ Ä.,',.1 "0^' ^' ^"V"s.hcn Aubernwm- Laihach am Zo. O t^e y e r m a r k. G r« h. Ain 3i. August d.^I. hatten wir das Unglück einer Pulver-EHloffon mitten in der Stadt. EinVey5 spicl, wie schrecklich sich die Unvorsichtigkeit und Verle-lMng jener strengen Verordnungen räche, welche die ' luf^'wahrung größerer Quantitäten von Pulver in de» .^.sern so nachdrücklich verbiethen. Die Explosion ge-lchah iu dem Spezereylnagazine des gräflich Breuner'schen Ha^icö am Moracn ves gedachten Tages um dreyVier» tel a^'.fi'. l,'.l,r. Dii Glwalt des Pu!v«rZ schlug die Mauer na.1, drr Sicmpfccgasfe , jene nach dem Hofc, und die Waü-r dts nebenstehenden Hauses mit solcher Gewalt durch, d^ß sogleich die beyden Stockwerke über dem Ma; iiaziu emstärztön, ü Menschen, nähmlich der Maga^meur r.nd Hauekuecht der Handlung, dann 3 Kinder eines l'tlrschüftücht n Kammerdieners, unter ihrem Schütte de'. graben, cm weiblicher Dienstbothe zum Theile verschüt« tet, und einige Personen, welche in der Nähe waren, jedoch zum Glücke nicht bcdculenv verletzt wurden. Das gegcnübcr stehende Haus erlitt viel« Vcschädlgungen an Thurcü und Fcnsierftöcken, und vorzüglich an Fenstern. (^>c. Excellenz der Herr LandeZgouverneur und Se. Durchlaucht der Herr Commcmdircnde eilten m?s weibliche Dienstmädchen, welche sonst oh^e N-ttuna zn Grunde gegangen wäre, auZ den Ruinen hervorgezogen, und später ward eben in diesen eine gr.'ßc Quantität Pulvers vorgefunden und beseitiget, >'o',^nch nanmenloscs Unglück von der Stadt abgewen-^>t ,vuroe. Die schadhaften Mauern wurden gestützt, und La) vclfchüttcte^habe ward gerettet. Z.'.r Erortelung der sträfiichen Unvorsichtiglcit welche so schreckliche Folgcn veranlaßte, uud ohnc dic ge« 3i2 tt,ssenen so weifen und energffchen Maßregeln weit größeres UnglÄck veranlaßt haben würde, ist auf Befehl Sr. Excellenz des Herrn LandeZgouverneurü die strengste, Untersuchung sogleich angefangen worden, und esckwc; gen allenMiger sonstiger Pulvervorrathe die sorgfältigste Nachforschung eingeleitet. DaäPublicum dürfte sich dadurch hinlänglich beruhigt find^wie-es denn auch wo, l zu erwarten ist, daß das gegenwärtige Wreckliche Beyspiel der Unvorsichtigkeit zur heilsamen Ke^e. d>en«n werde. Wien den'ii P.ep^eFh fern über die KriegZ-VorMe in Albanien ,u>nd den be« nachbarten Landern Pala, welche von den zuletzt ausCor« fu und Constantinopel erhaltenen in keinem wesentlichen Puncte abweichen, wohl aber sie in vielen Puncten vcr» vollständigen und bestätigen. So lange die neuesten Operationen der Ticken gegen Morea sich nicht in ihrem ganzen Zusammenhange übersehen lassen, werden wir uns nicht erlauben, aus einzelnen Berichten, wenn sie auch, wie die gegenwärtigen, vollkommnen Glauben verdienen, übereilte Schußfolgen zu ziehen; unterdessen werden die nachstehenden Auszüge jener Berichte verständigen Lesern hinreichenden Stoff darbiethen, um sich über die wahre Lage der Dinge vorläufig zu orienticen. Churschid Pascha hatte lange die. Hoffnung ge« nährt, durch die Einnahme der Festung Sulz, und die gänzliche Unterwerfung derSulioten dem Kriege in Albanien ein Ende zu machen. Er war mehr alö ein Mahl nahe daran» seinen Zweck zu erreichen; die Sulioten sini) so wenig, als die andern albanesischen Völkerschaften, Freunde der Griechen; sie Haben die Hülfe dersel« ben, ohne übrigens an ihrer Insurrectisn den geringsten Theilzu nehmen, benutzen wollen, um den Türken ihre Unterwerfung möglichst theuer zu verkaufen, würden aber längst zum Gehorsam gegen die Pforte zurückgekehrt seyn, wenn man chnen die Bedingungen, welche sie verlangen, hatte zugestehen wollen. Zu Anfang des Iuny waren A von allen Seiten so eingeengt, undlit-tcn solche Noch an Lebensmitteln, daß sic sich bereit erklärten, zucapitulireu^ Churschid Pascha glaubte wirklich «m ?. Iuny die Capitulation vor Suti, welches er hlo« cklrte, zu Stande zu dringen. Gerade um diese Zeit aber ward ihnen von den Insurgenten auf? neue der kräftigste Beystand verheißen; ganz Albanien sollte in kurzer Zeit erobert seyn; die Sulioten maßen den glänzenden Versprechungen Glauben bey, und die Unterhandlung ward adermahlü abgebrochen. Churschid Pascha, der seine Ge« zenwart in Thessalien, wo er in der Zwischenzeit zahl« Zeiche Truppen«Corps versammelt hatte, nothwendiger glaubte, überließ nun die weiter? FühlunZ deß Fcldzuge« in Albanien feinen Unter; gelolMrn Omer Pascha und , Mchmed Pascha, brach am 17. Iutiy sol, Ianina auf, und begab sich üd»>r Trikal^ nach ^ansfa. Unteroesscn halce Mau roc 0 r ^ at 0 , von Misso-lungi at>S, mehrere kleine Insurgenten-Corps theils auf der Straße nach Arta vorrücken , theils an der Küste zwischen Prevesa und Parga lqnden lassen. Er hatte k^ie Haupt-.O'xpedltlon, die zluu Entsatz v«n Suli bestimmt war, dem Chllla?chcn Marco Bozzari, einem un, ternehmenden und geschickten Freydeuter, überlassen, der wirklich bis Carvassera vordrang , dort aber zurücigewor» fcn undgenöthiqet ward, in den Gebirgen von Chimära und Combotti, in der N'he von Arta, mit ungefähr 5aoc»Mann, Posto zu fassen. Hier griff Omer Pascha die Insurgenten in der Mitte des Iuly bey Placca, und nachher bey Patta an, und schlug sie in zwey entscheidenden Gefechten. Möurocordato l:<'gab sich mit Bozarri, der am Arm schwer verwunoet war, auf eine schleunige Flucht, und suchte über Vrachon und Üandacco, Misso-lungi zu crieichsn. Die Überreste der Insurgenten zer-» streuten sich m den Gebirgen, wo ste zwar den kleinen Krieg" noch eme Zeitlang fortsetzen, aber nichts von Ve« deutung unternehmen, d^onders aber Omer Mascha, der gleich nach den oben erwähnten Gefechten seine ganze, jeht auf i5,aoo Mann angewachsene, Macht in Artazusammenzog, nicht hinoern können, auf Missolungi zu marschiren. Nicht glücklicher licftn Maurocordato's See-Ope» rationen nb.Die beyFanari(;wifchcn Prcvesa und Parga) gelandeten, ungefähr auf :5oc> Mann ßesäMtcn Trup, pen, machten anfnnglich einige Fortschritte, wodurch nicht nur 0ie Suliotcn zu neuem Widerstand ermuntert, sondern auch viele ehemalige Bewohner von Parga, zu ihrem Unglück verleitet wurden, sich von Corfu nach dem Epirus zu begeben. Bald nahm alles eine andere Wendung. Die Samiden, mit der türkischen Garnison von Glisci vereint, schlugen die Insurgenten, und alle die sich zu ihnen gesellt hatten, in einem blutigen Treffen aufs Haupt. Bey dieser Gelegenheit verlor unter an» dern der Bruder des Bey von Maina, eine Person von Wichtigkeit, das Lcben. Er ward am 20. Iuly zu Mfso, lungi fcyerlich begraben. Bey Patras standen die Sachen für die Insurgenten nicht besser. C 0 l 0 c 0 tr 0 ni, der die Blockade dieses für die Moreoten wichtigsten Platzes commandirte,, war durch die Insubordination und Eifersucht feiner Waffen-gefa'hrtcn, und durch die zahllosen Schikanen, die er täglich zu erdulden hatte, ss weit gebracht, daß er sich 5,3 tzlne ^e«0wHHe vott3oo Vetttuen bildete, um n«r Mann Leibwache nach Gastuni zurück. Gleich darauf griff Mchmed Pascha vonPacras das griechischs Laaer an, machte sich von allen Seiten Lnft, und zwang den EWürchen Petimcssa, sich in «in g^es, halb ver-fallneö Fort einzuschließen, wo er sich wahrscheinlich in Kurzem ergeben muß. D.'r Plan, mtt welchem Churschid Pascha dir Operationen in Thessalien begann, ging dahin, durch Liva» dl'cn gcaen die Halbinsel vorzudringen, und gerade auf Tripolizza zu marschiren. Lin Theil dieses Planes ist ausgeführt. Sein Marsch durch die Engpässe, welche T!M'fa!,iss!i u«d Liyadien scheiden, scheint durch denAb^ fall des bekannten Chiliarchkn Odysseus von denIn« surgcntcn erleichtert worden zu seyn. Dieser Odysftus, längst a-ufgebracht gegen die Regerrtcn von Kvrinth, hätte die Verwegenheit gehabt, zwey an ihn abgeschickte De, putirte. dcn Ilrchonten Alessto Nuzzo, und den Capitä'n HavcnoPalasca, hinrichten zulassen. Nach dieser That ward er für einen Feind des Vaterlandes erklärt, und die Metropoliten sprachen den Fluch über ihn aus. Vr entschloß ftch nun, mit dcn Türken gemeinschaftliche Sa» che zu machen. Churschid Pascha steht bereits feit zehn Tagen in 5i« Vadien"). Die zwischen den beyden Schlössern des Golfs von Lepanto stationirte türkische Flotille ist den Operatio» nen des Seraskiers sehr behülfiich. Er Hat ein Corps von 6c>ao M.^nn auf Transpottschiffen nach Korinth geschickt, dessen Erscheinung die Bestürzung in der garu zen Halbinsel verbreitete. Mehrere der angesehensten Fa» milien von Morca, unter andern die von Papadiaman-dopulo, waren in den letzten Tagen aufZante angelangt. Die drey einzigen festen Plätze der Halbinsel, wel-, ^e die Griechen inne haben"), Konnth, Napoli'di Malvasia und Navarino, sollen im schlechtesten Ver. ' ^d,gungsstande, und weder mit Lebcnömittcln noch ^^nition versehen seyn. ^.^v'm"^^"" ^""^' "'^ü, ^'^ gesagt wird, den°Beti!^'""^me von Napoli die Nomania ist in 8pecd^77".nus Zante gar nicht die Rede. Dcr diesem Plak """"l behauptet als zuverlässig, daß den dec <>!.f Moa.e einerKriegeslist, j^ den Hän-glaubtc man l^^^bc" se^. In Constantinopel "s zum 10. Nugust das Gegetttheil. Iussuf« Pascha (d-^?n srü^u Vottitza, ^ (ander nördlichen Küst.^ von Morea) zerstörte diese Htadt, gl-ich nachher auch Petrmiz^, nnd marschirte gegen si.o° rinth, wovsn er nun ni^ wenige Meilen enifernt wa?. -^ Vin am 2. d. M.zu Nien angekommenes kurzes Schreiben au^Co rfu vom 6. August, versichert (iedoch ohne alles nähere Detai), man h/ide dort «us einer glaubwürdigen Quelle die Nachricht, daß Churschid Pascha auf dem Marsch von Konnth nach Tripolizzc» zu Argos ein» getroffen sey. . ^ Großbritannien und Irland. Pariser Blatter vom «4. August bringen Nach» richten aus London vom «o. d. M. Die Leiche'des Marquis von Londonderry wurde an diesem Tage fcyertich zur Erde bestattet. Es war zwar beschlossen worden, daß die Ceremonie so einfach als möglich Statt finden sollte; aber nichtsdestoweniger warder Zug, der sich aus frcy'emAntriebe bildete, eben so zahlreich als glänzend' Sämmtliche Minister, sehr viele PairS, fast alle Rcgierungsbeamtt, der Lord-Mayor, und eine Menge andere vornchmc Personen wohnten, außer de« 'n London anwesenden Verwandten d>6 Verstorbenen, dem Leichenzuge bey. Die fremden Bothschaster und Ge» sandten hatten sich in der Westminster- Adtcy eingefuns i den; mehrere unter ihnen trugen schwarzfeidene Schare pen. Der Trau^rgottcsdlenst wurde nach anglikanischem Mtus verrichtet, , Spanien. Die Gazette dt France enthätt ein Schreiben aus Barcelona vom 7. August, welchem zufolge vor Ck« dix eine Kausfahrteyflotte aus der Havannah angekolM wen wäre, auf deren einem Schiffe 29 Mann währen!» ' der Überfahrt am gelben Fieber gestorben. Das ganze Convol sey daher nach Mahon gewiesen worden, allein die Schiffsmannschaft hghe sich empört, mitGewaltgelandet, und dadurch das gelds Fieber nach Cadix gebracht Da aber diese Nachricht aus einem Briefe von Madrid vom 29. Iuly stammen soll, von wo die neuesten Briefe nichts dergleichen melden, so scheint sie ungegr'ündet. (Indessen sprechen noroamelikanifche Blätter vomAuö« hruche des gelben Fiebers in dcr Havannah.) -< Das Ecchodu Midi vom 14. August sagt dagegen aus» ^ Glücklich, daß wegen des befriedigenden GefundheitSftan« des zu Barcelona die vorige Comrnunication bald wie« der hergestellt werden dürfte. Ihre übrigen Nachrichten beschlä'.iken sich aus Folgendes: Mauresa soll von de» MoyüUsten genommen worden seyn. Mirallcs ist in feie 3>4 «em Anschlage Zegen «erwa Zsscheitert; er wu^de ver« wundet, sein Sohn getödtet. Der Trappist brach auf diese Nachricht hin von Puycerda am 2. August auf, um ihm beyzustehen. Von dem übrigen Verlust derRoyali« sten meldet das Eccho nichts; dafür erzählt es, »ie Con-ßitutioncllen hätten in Lerida den Bischof, drey Domherren und drey Priester aufgehängt, weil sie mit den Noyalisten wegen Übergabe des ZottZ von Lerida unterhandelt hätten; auch in Barcelona sollten mehrere Mönche aufgehangen worden seyn:c. Wohingegen ge° wiß scheint, ist, daß die Insurgenten zwey gefangene constitutionelle Spanier, Valls und Sarda, letzterer vormahls in Joseph Buonaparte'S Diensten, zu Seo de Urgel, wegen del P^pi-re, dic sie bey sich hatten, ecschie« ßeu ließen. Ein Schreiben aus Madrid vom 10. drückt sich nber den Stand dec Angelegenheiten in Catalonien in folgenden Worten aus: »Ich hätte Ihnen zu viel zu be; „richten, wenn ich die ganze Reihe der Vorgänge in Cata« »lomen nahmhaft machen wollte: ich beschränke mich „demnach nur auf die Anzeige, daß trotz der taglich »errungenen Vortheile, von denen unsere Zeitungen »sprechen, die Aufrührer von Tag zuTag sich vermehren, „und deren Zahl sich bereits auf 16,000 Mann, unter „der Anführung vonMisas, Mosen Anton, des Trappi-»sten, und anderer weniger bedeutenden Chefs beläuft." Es ziehen sich Truppen zusammen, um einen ent» „scheidenden Schlag gegen sie auszuführen, doch diese „Sache biethet viele Schwierigkeit dar, und erheischt »kräftige Maßregeln, vicl Znsammenwirken, und mehr »Geld, als wir dcrmahlen desihen. Inzwischen hoffen wir „dennoch, daß die Generäle Mma und Castet-dog -Rios, „dieses schwierige Tagewerk glücklich zu, Ende bringen „weiden." »Die nach Catalonien bestimmten Truppen sind, außer den bereits dahin abgegangenen, zwey vollständi« gc auf den Kriegofuß gefthte Escadrons deäCavallerie« ,.regimentsInfant, die zweytenBataiUons der beyden In° fnnteneregimcutcr Galicien und Catalonien, Mlche zu ^Malaga eingeschifft werden sollen ; ein Bataillon des Nc. Piments der Pr'ovinzialmilizcn von Toro, d,e ersten Vc,. „taillons der beyden Ncgimenter IMjorka und Krone, ^die ;u Lande marschiren, und die zweyten Bataillons »derselben Regimenter, welche sich zu Cadix einschiffen ,werden; ein Bataillon des Regiments der Nationalmi' „Uz von (5cija, die zweyte Escadron der Artillerie, die »sich ebenfalls zu Cadix einschiffen, und das Ncgiment »Don Carlos/ welches ron Madrid »vfdrechen wilc'. Alle »diese Bataillons und Escadrons werden im romplete-vsten Stande scyn, und demnach in Verbindung mit »den bereits in Catalcnien befindlichen Truppen ein^ den »Insurgenten überlegene Macht ausmachen.« „Einen Beweis von der ungeheuern Wuth und zi» gleich von der Furcht, wovon die Revolutionärs durch« drungen sind, liefert eine Adresse der Patrioten von Valladolid an die permanente Deputqtion der Cortes, wovon hier einige Stellen folgen:" «Der furchtbarste Widersacher (heißt ,s in diese,r »Adresse), und dcm Gesetze unerreichbar, istd,r Kö, »mg; die Cottes allein vermögen seiner Gewalt die Wage ,,zu halten. Der König, — ein Opfer der ehrlosesten Ver^ ^läumder, oder vielmehr jener auswärtigen Intrigue, „wclche ihn und uns in einen Abgrund von Unheil stur-,zen dürfte — der König wird von der öffentlichen Stim-»me, von den Blättern des Tages, von den entsetzlichen »Iammerlauten der mit dcm Tode ringenden unglückti.-»chen Garden, als das Haupt der schrecklichen »V e rschwö ru n g be^ichnet, die vor Kurzem an dee „Tapferkeit der spanischen Helden ^scheitert ist, dic ab-«les, was die Geschichte in dieser Hinsicht aufzuweifew .,hat, weit überstrahlen. Dem Könige kann es nicht ver-«borgen seyn, daß sein erhabener Nahme von solch einem »schwarzen Makel befleckt ist,, und dennoch hat er bis < »heute noch nicht den geringsten SchrN? gethan , u m ,si,ch zu rechtfertigen." »Wie wird man dem Mißtrauen der Nation voe< »beugen können? und wird man bey tlner solchen Lage »der Dinge, in einem Zeitpuncte, wo die bürgerliche „Zwietracht den höchsten Gipfel erreicht hat, und wo .die Gränzen des Reichs auf die unverhohlenste und u n; »umwundensteWeife von einer fremd en Kriegs' »macht bedroht sind, wird man da mit den gewöhnlil »chen Geszchen ausreichen können? Wi«d die Vcrani->,wortlich?eit der Minister, und ein« vor dem Gesetze »unantastbareMacht hinreichende Garantien darbiethen ? ,>eine Macht, welche über unermeßliche Schätze verfü» »gen kann; — die bey uns nochmit cincr Art von göttli-,>chem Nimbus umhüllt, und cm Opfer der Verführung »ober der lmen cr, klärt. d«ß alle, die sich auch nur lau m Ve,the>d,gung des gegenwartigen System» beweisen wurden, auf der Stell« abgefetzt werden sollten. — Man sprach von nichts, als von strengen Maßregeln und Truppen »Märschen. D«s Kriegsgericht hatte denGardelieutenanrGoiftieur, als überwiesen die Waffen gegen die Constitution (bey den Vorfällen am 7. Iuly zu Madrid) getragen zu ha, den, zum Tode verurtheilt. D>< übrigen in Verhaft de» fmdlichen Garde «Qssieiere erwarten ein gleiche« Schicksal. — Zu Ronda und in den benachbarten Gebirgen ist eine Insurrektion (gegen dag constitutionelle System) ausgebrochen. an deren Spitz« stchdieMchöfevotsMa» l«g» und Ceuta befinden sollen. Rußland. Öffentliche Blätter melden aus St. Petersburg vom »a. August: ,.Se. Majestät der Kaiser trete» am ,ü. d. M. die Neise nach Warschau an, von wo Hochsldie-sclben nach kurzem Aufenthalt sich nach Wien begeben werden. Se. Majestät wurden am vorigen Sonnabend ^en ^. in Wien erwartet.) Di? Daucr der Abwesrnhctt Unsers geliebten Monarchen »st mch? bekannt, und schcint überhaupt noch nicht bestimmt zu seyn. O s m a n i s ch e s R c i ch. Der österrejchischeVeobacktcr enthalt Nach-lichten aus Constantwopcl vom 19. August. Am ii. d. M. trafen hier mehrere Tat^^n mit der Nachricht ein, daß Mahmud Pascha ive«muttM) der Pascha von Salonichi), na^d^m er die Insurqenten in zwey Gefechten, wo'^'ndas lctzts den Megara Statt hatte, besic'qt, durch den Isthmus vorgedrungen, und Meister der Stadt und der Cltad'eUc von korlnih wal, Am i5. erhielt die Pforte dirl'ctt Berichte von Chur-. sckid Pascha, welche jene Neuigkeit vestätigccn. und lvorau»sich ^gleich ergab, daß, ungeachtet der Echwie-rigleitendeg Terrainy/und der von aUtnSeitenangc- (Zu Nro. ?Z.) kündeten hartnäckigen VertheidigungS»Maßregeln, dls tmlkschen Truppen von Zeitun di« Mcgara ohne irgllnd ei::en Widerstand vorrückten. 4Z Ortschüften zwifche» Zeitutt und Korintl) hatten oie Amneftl« angenommen; und Churfchid Pascha, dessen ganzes Bestreben dahin gelichtet schcint, der Insurrcctwn weniger durch Gew«lt der Waffen, als^ auf dem Wege 5« Gelindia.^! und der Unterhandlung ein Ende zu machen, »ar an keinem Otte in den Fall gekommen, Strenge aus^uü^en.. Dcr Scraskier »st für seine Person von Megar« «ach L'vadien und Thessalien zurückgekehrt, und hat dem jungen und stegreichen Mahmud Pascha die Führung d-r fernern Operationen in Morea fürs erste übertragen Dieser bat nach der Einnahme von Korinth. em Corp« von 6000 Mann leichter Truppen in d« Ebene vo» Navoli di Roman i abgesendet, um diesen Platz, über dessen cndückes Schicksal man noch immer, fs seltsam dieß auch ftyn mag. teine Gewißheit hatte, «ntwedcr zu entsetzen, oder wieder zu erobern. An dem nähmlichen Tage, an welchem die Berichte von Churschid Pasch» eingingen, erhrelt di« Pforte die Nachricht, doß die große vereinigte Flotte vor Patres angelangt war, daß Cara Mehmed Pascha den Oberbe» fenl übernommen^ und daß e« »000 Mann, die sich aus d<, Flotte befanden, an« Land gesetzt h»tte. Man scksht die gesammte Stärke der jeht gegen das Innere von Morea operirenden türkischen Truppencoip», mit Einschluß der albanischen Hülftvölker, auf mehr aw 5o sc»c, Mann. Der Klieg mit den Suliotenist nun gsnz» lich beendiget. So sckwer es «uch HM, von den hressgen Ministern genau? und detaillirte Auskunft übe« den Gang militari» scher Vegedcnheiten zu erlangen, da die ihnen zukom« m -»den Briefe gewöhnlich sclbst sehr laconisch, unvoU» ständig, und unk"listmäßig abgefaßt sind, so gestehen sie doch okne RüctlicM, daß die Uneinigkeit der Inlur» gentenchefs die beste ÄündtKgcnMnn de? tülkiscbenHeer^ führer aeweftn ist. Jede« einzelne Insurgentench.f ist zu« nächst mit der Sorge sür .seine eigene Sicherheit beschäf» tiqt, und dc^nn darauf bedacht, seviel Geld un>Geldes« werth atö möglich aus dem ollgememen Schiffl,'ruck zu rcttcn. Colo^lloni hat bey seiner Entweihung aus de,^t Lager vor Pa^as ci^e beticiättichc Militälcasse mitge« nommen, und soll sich nachher in di« waiuottifchen Ge» d!rze gcworfcn haben, wo er, gleich manchen andern, an seiner Separataussöhnung mit dcr Pforte atbciten, und wenn er cö Nug ansangt, aucy wohl da^ gelangen wtro. 3l6 M. G.'Nach "Prlysslschrelbs« MZ Gcy« und aus Athen (welches die InslNgen.ttu.gani verlqssen hatten) chat sich bey?lnnäherung der türkischen Trupven die frü° her zu konnckh, zuletzt zu Argos rcsidirende Insur- 'igententRegierung aufgelöst, nachdem sie vorher noch ' diejenigen, ^welch« beschuldiget,wurden, Korinth den Türken ausgeliefert zu Haben, enthaupte,« lassen. ^ Afrika n i sch e R aubst aate n. , 'Im Hamburger Correspondenten liest^wan folgen« d«s Schreiben aus Algier vom 14. Iuny ^A,NL. d.M. Langte auf hiesiger Phcde die vereinigte spanische und niee ' derländlscheCscadre mit einem Ultlmstum der spanischen Megierung an unfern Dey an. Es chctriffc die Summe, '-.wMche letzterer bekanntlich vonSpanien verlangt. Zugleich ^Hvardarin gefordert, daß der spanische Consul unver^üg« <en Commandcurschiffs zu gctzen, uni wit dem Vefedlshaber eine Unterhaltung zu haben. Die» ''ses wurde zugestanden, und der Hafencapitän brächte ihn selbst in emer algicrischen Schaluppe aus dem Ha- fen. Unterdeß hatte das Admiralschlff zwey Vöte auüge» selzl und kaum hatten sich diese der Sckaluvve genähert, «ls der Consul in ewes derselben hinüber sprong . ,ohne ,daß der Hafencavitän es verhindern konnte. D'e Escg» ^tzrcn zogen soqlnch tue Segel auf und entfernten sich. Ud^r diese plöhlibs und schnelle Abreise des ConsulS h^rrlckt hier einige Vellürzun«,. Wenige Tage nach die, sem Vorfall kam eine spanische Fregatte auf hiesiger Mei de an und erfuckte den hoUandlschen Consul/slch der ^v,rück» zzeblitbencn Spamer anzunehmen und dic Offecten dc» abgereist«'«.Consuls zu reclamiien. Per Dey weigerte «ber die Herausgade derselben, worauf denn der engli» 'scke Consu! das spanische Consutathaus unter seinen bn al'zuhohlen. Der Dey von -Algite hatte schon gangst eincn Krieg mit Spanien er° gartet; doch kömmt ,r ,hm gerade in di'sem Aug'->chlick Dicht gelegen, weil dcr gro5,ce Theil sciner Kriegsflotte Mcn di^e Griechen kr«,uht. Nur 2 bis 4 Corsaren l>egm «> ' __________^. gegemvartlg lm Hafen. «. DlsVess ächtet hlH''eck5. che Verwüstungen an. Tägl.ch sterben So his 60 Perfo» nen. B'S icht dtschränkc ssch diese Allea verheerende Scu< che nur auf di? Stadt und hat die umliegenden Ort« schalten noch nicht angcst.'ckt. — Unsere Festungswerke. ,»mlch5 beydem Bombardement vvn Lord Ermouthft!,« glitten haben, sind jetzt vollkommen wieder heraesltllt worden." > v , -. . Fremden . Anzeige. A ngek0 m.m,e n d enH. Sept? m b e r. H/rr Johann v. Eontarini, Güterb.fttzer. vonWi?» nach Txiest. — Herr Anton Dorn, k. k. Polizey.Oher, Eommlssar, von Wien nach Tricst und Zara. — Herr Andreas v. Scherz.^ k.'t. AppeUationS - Sccretär von Fiume nach Kl^venfurt. — Hcrr Carl v. Hintcrlanq. vormahügir Professor de,cNaturkunde und höh en Forst« Wissenschaft im.k. preußischen zorstmstliut.' zu Anspach: Herr Georg ^cr^inand Prell, und Herr Carl Fricdrich Dorslling. ^soßhandlunggq,'sellsch li!er, alle dlsy von Tri.!st niich Wien. — Frau Theresia Gräfinn v.'Actem». MUerbesiherinn. vun Gör; nach W>en. Der, S. H^rr Io'i. ,,. Bürger, t. k. G'-bernialrach ,n Ttwst.'mit Fimnlie, non Klagcnfuit nack Tfiest. -< H^rrIyftphW'ssely..Großhändler. ,nnt Gattinn, von Tr,est nach Wm ie nüch Wien. --Sra^ Freyinn 0. ü^a» riii. Gutäbtsltzernin. mtt H söhnen, v^n c,,^^,,,,,,^ ^. Herr Pasqual S-orcia, Handelsmann, und He« La^ia« ro Fano, S^nsal. he»)de voll T?iest — Hcrr Ang.1» del Fabro. Ncchnungs. Qfftcial, vsn Udine nach Wien. — Herr Anton Freyherr v. CodeUi. Jurist, von Wien. -< ^ ^>" 7. Hcrr Anton Torrag. Dbe^t in k. fardini« fchen Diensten, von Wien nach Mayland. Abger<>;st,den H. September. Herr Anton Laurin, k. k. 5^fconcip,st, nach Wtz back. - Herr I.h. AdolphV^ck^s, k. k. GudermHl-^. g'stran», nach F'um<. . Dtn 5. Herr A„dreaä v. Scherze«. s. k. Appella twns. V.cretä?, mit A^m.hl'nn, nach klagenfnrt. Drn 6. Frau Gräfinn y. Atlemä, GMsbesjkerinn m«t Sohn, nach Wi.-n. Wechs « lcu r s. Am 5. ^ept,. wa: zu W -n der Mittelpreis d,- Ttaatsschnldvfrfchreil?ung?n?iu5 pCt. m ,C.M. 3Z 1/" Darlchmit.V?rlos vo nI. 1820,s'ir »oaft. in^'M — deno detto ,,vom ^< 182..fu. laofi. inC'lT!',ia5 ,,/I W'cner Htai>t Honso l>bl, ,l^2pC5.in ^ U. ^>— Conventionsm.ü'^e v?^ ?'!y ^> ^, '' ^ Bank - Actien p?. ^tUc! 87, H.4 ^l ,<^^. Zgnaz Aloys Edl. v. Hlejnmayr, Vcrlcgcr,und Ilcdacleu?.