" ^^«>^^^^^^^^^H<_^^^^^ 2^^^M^^^-^>^^^^^ Das Lied von der Rose. D,<^?, könnt' ich hin. in jene schönen Kreise, Wo Auserivähltcn stets die Freude lachl!" Eo fleh'te eine eitle Rose leise. Und ee geschah, als sie es kaum gedacht. Wer malt der Nose inniges Entzücken, , Wer ihren wonnevollen, wachen Traum? Die Erde schwand vor ihren trunk'ncn Plicken, "jj'lHch^ß und fassen tonnt' ihr kleines Herz es kaum- Betho'rt, geschmeichelt vom Anbeterschwarme, Gab sie bald da, bald dort ein Blattchen hin; Wie sie an Reil und Schmuck dabei verarme. Das kan; der eitlen Rose nicht in Sinn. Die Schwestern, die dem Gartchcn treu geblieben, Das sie, die Eitle, ach! so schnell vergaß, Sie weinten sich. ob der verirrten Lieben, Im Thränenthau die schönen, Aeuglein naß. Die Rosentage schwanden — und die Freuden. — Die Reue, ach', der Rose Herz zerriß; Sie starb verlacht und seufzte tief im Scheiden: „Ach, daß ick je, mcin Gartchen, dich verließ!" Der Frauenmörder. Anekdote, bearbeitet nach dem Französischen. ^ !- <^Sm Jahre l804 brach eine furchtbare Epidemie in der spanischen Sradt Cartagena aus und füllte sie mit Schrecken und Trauer. Die Bewohner wurden von der Krankheit decimirt, der lonst so blühende Handel vernichtet. Der Vomito n^l-o *) schonte kein Geschlecht, kein Alter, reiche und arme Lcure wurden — *),V«>milo noZiu (schwarzes Erbrechen) wurde diese, dem gcl--'-'''ben Fieber ähnliche Epidemie, genannt nach den Erbre-^..^^chAngen, welche deren Ausdruck bezeichneten. Das Blut, das >.!,^man dabei von sich gab, war schwarz wie Tinte. , wie in dem Todtengräberlicde — seine Beute. Ganze Familien verschwanden. Der Leichenwagen durchfuhr rastlos.die Strasien von Haus zu Haus, und erhielt an jeder Thüre neuen Zuwachs. Ein Hemd, ein Lei-neinuch, ein Stück grobe Leinwand, das war Alles, was der Todte mitbekam; so, ohne Sarg, wurden die Leichen auf den Sanct Lucien Friedhof geführt und dorr in eine gemeinsame, tiefe Grube geworfen. Drei., siigtauscnd Personen starben in jenem Jahre. Eine Laterne, die an der Brustlehne des Balkons oder am Ausicngitter der Fenster hing, war das Zeichen, daß in dem Hause eine Leiche der Beerdigung harre. Vor einem dunklen Hause in der del Alto - Strasie hing auch dieses düstere Lichtsignal; die Lcichenwagesi-führcr traten hinein und drangen in das Zimmer, wo die Leiche lag. Ein Mann, an der blauen Uniform mit rothem Kragen als ein Marinesoldat, an den Borccn als Sergent erkennbar, kam ihnen entgegen. Er hiesi Lazaro und war in Tlascala in Amerika geboren, ein kleiner, hagerer Mann, schwarz von Farbe und Haaren und ziemlich jung. In seinen Zügen las man eher einige Verschmitztheit, als Energie. Unter allen Bekannten galt er für gutmüthig. Auf dem Bette in einer Ecke des Zimmers lag ein Weib, regungslos und schon kalt. Außer einem Rock hatte sie kein anderes Kleidungsstück an, als ein Tuch um den Hals. Ihr Antlitz war schwarz, ihre Lippen aufgeschwollen, die Augen blutig unterlaufen, nirgends aber zeigte sich an ihrem Leibe die grünlichschwarze Farbe, oder die großen blaulichen Flecken, welche die gewöhnlichen Symptome des Vnmiltt ne^so sind. Als die Lcichenbestairer die. Todte aufhoben, gcrieth das Hals.-tuch etwas in Unordnung und ein langer rother Srrei-fcn, der rings um den Hals ging, ward sichtbar. Den Männern entging diesi nicht, aber sie fragten nicht nach der Ursache des verdächtigen Streifens, sie warfen bloß 194 dem Sergenten einen Blick zu, der ihn erbleichen machce. Die Todte ward weggetragen und begraben. Niemand gedachte ihrer weiter, und wer ihrer gedachte, der zählte sie zu den dreißigcausend Opfern des Vomiw N6^rn Ein Verbrechen zu vermuthen, oder gar einen Verbrecher zu verfolgen, fiel in jenen Tagen allgemeiner Bestürzung und Verwirrung Niemanden bei, Sergent Lazaro beweinte und betrauerte, wie sich'S für einen Witwer schickt, sein Weib, und — heirathere dann von neuem. Dabei genoß er bei seinen Camera-den nach wie vor den Ruf eines braven, friedliebenden, gutmüthigen Menschen. Drei Jahre verstrichen. Eines Morgens schritt Lazaro nach der Caserne der Marinesoldaten; da begegnete er einem Bäcker, Namens Perez, der ihn bei seiner zweiten Hochzeit als Brautführer zur Trauung begleitet hatte. Perez lebte mit Lazaro auf dem besten Fusie und brachte ihm tagtäglich die kleinen zarten Brotchen in's Haus, welche die Spanier zur Chokolade essen. Eben jetzt war er auch auf dem Wege zu Lazaro. «Ich hole nur meine Razion in der Caserne," rief ihm der Sergent munter zu, „und bin in einigen Minuten zu Haus. Erwarte mich dort. Hier hast du den Schlüssel, denn da meine Frau noch schlief, als ich wegging, so sperrte ich hinter mir ab." Der Bäcker nahm ohne Weigerung den Schlüssel, und Beide trennten sich. Sobald sie einander aus den Augen verloren, eilteLazaro so sehr er konnte in die Caserne, lies; sich dort seine Razion ausfolgen, scherzte ganz lustig und fröhlich mit einigen Officieren, und kehrte dann schnellen Schrittes wieder nach Hause zu-Mck. Erst in der del Mo Straße mäßigte er seine Eile; ganz gleichgiltig betrat er sein Haus, stieg die Treppe hinauf, öffnete die Thür und — bleibt plötzlich wie festgebannt auf der Schwelle stehen und starrt mit schreckenvollem Blick vor sich. Der Bäcker stand bleich wie der Tod vor der Leiche einer jungen Frau, welcher aus Mund und Nase Blut floß und die um den Hals jenen fatalen, bläulich rothen Streifen hatte, das sichere Zeichen des Todes dnrch Erwürgung. - ' Bei diesem Anblicke rang der Sergent fö' verzweiflungsvoll die Hände und stieß einen so furchtbaren Entsetzensschrei aus, daß die Nachbarn haufenweise herzuliefen. Sie hatten zu thun, um den todesbleichen Bäcker den Händen des Sergenten zu entreißen, den dieser, vor Wuth außer sich, auf dem Boden zwischen den Knieen hielt und unter dem Zornrufe: »ungeheuer! Mörder!« schlug. Sprich aber nicht auch Alles gegen den Unglück, lichen Bäcker? Seine Anwesenheit an der Stätte des Verbrechens, seine Verwirrung, sein blödes Schweigen — zeugte dieß nicht mit furchtbarer Stärke gegen ihn? Er wurde sogleich verhaftet und vor den Alcaden des Stadtviertels geführt. Erst hier ermannte sich P e re z zu einiger Seelenstärke und prorestirte gegen die Anklage, gegen das Verbrechen, das man ihm aufbürdete. Er betheuerte, beim Eintritte den Leichnam bereits eiskalt auf dem Boden liegen gefunden zu haben, er erinnerte an sein bisheriges Leben, das stets rechtschaffen, arbeitsam und vorwurfsfrei gewesen, er bot alles auf, um zu beweisen, daß kein habsüchtiger Beweggrund ihn zu einem solchen Verbrechen hätte treiben können, da Lazaro, wie Alle wüßten, in bedrängten, dürftigen Verhältnissen lebte. Das Gepräge der Wahrheit, das seine Aussagen trugen, machte den Richter in seiner Ueberzeugung schwankend und schon begann einiger Verdach, sich auf das Haupt des Sergenten zu wälzen. Aber war Lazaro nicht zur Zeit, als das Verbrechen wahrscheinlich begangen worden, eden in der Caserne gewesen? hatte er nicht mit seiner gewöhnlichen Ruhe, ohne das mindeste Zeichen von Aufregung, mit seinen Kameraden und den Officieren sich unterhalten und gescherzt? Und bezeugten nicht einstimmig alle Nachbarn, daß er mit seiner Frau in ungetrübtester Harmonie gelebt? Wo aljo ein Grund, an den sich jener Verdacht festhalten könnte? Die Untersuchung wurde rasch zu Ende geführt und in erster Instanz entschieden. Eine Unzahl Gründe und Beweise hatten sich gegen den Bäcker gehäuft; das Zusammentreffen der Umstände wies mit sonnenklarer Evidenz ihn als den Verbrecher, Der Unglückliche wußte sich nur durch Weinen und Schluchzen zu vertheidigen und der Nichter sprach das Todesurtheil über ihn. Er ward zum Galgen verurtheilt. Erst in diesem gewaltigen Augenblicke ermannte sich Perez von seinem Kleinmuthe und sprach mit stol-scher Festigkeit: »Senor! ich bin unschuldig! Gott ver-z.'ihe Euch." Aber trotz all' seiner Betheuerungen waren die Inzichten, die gegen ihn sprachen, so überzeugend, dasi auch die Audiencia von Granada in zweiter Instanz das Todesurtheil bestätigte. Perez wurde nach spanischer Sitte drei Tage in der Kapelle ausgestellt und am vierten auf der Plaza de las Monjas gehenkt. Als er die Leiter hinaufstieg, sah er ein Kind weinend am Fuße des Galgens knieen. Es war sein Kind. Er rief den Knaben zu sich und sprach ruhig: «Joachim! wenn Du einst groß geworden, erinnere Dich :>I95 dasi Dein Vater wohl auf dem Galgen starb, aber kein Verbrecher war.« ' '","°,^. (Schluß folgt.) Der Pseileliwechsel. Bei den Mädchen, bei den jungen, -i"'"-' -"" - Hat ein Pfeil, gar scharf und spitz, tiltzlE ,„te ihrer Körbe Vorrath aufhäuften , und deutet dieses Zeichen auf einen ungewöhnlich langen und strengen Winter. (Bedenkliche Zeichen derZeit in Frankreich.) Allgemeine Noth auf dem Geldmarkt, wachsende Theuerung, Vermehrung der Banquerocte und Selbstmorde , und in der Sparcasse zu Paris im letzten Rechnungsjahre um 30,000,000 Francs mehr Rückzahlungen als Einlagen. (Schreckliches Elend in Schweden) Die Noth ist gegenwärtig in Schweden so grosi, dasi man schon aus Baumrinde, Moos :c. sogenanntes Hilfsbrot macht. Aber auch dieses reicht nicht zu. (Der Gewinner des letzten Haupttreffers) ist — ein Marqueur aus Wesiprim in Ungarn. Er wird nun sein Geschäft — das Zählen — auf eine angenehmere Art betreiben können. (Die Riesenbrücke), welche Venedig mit dem festen Lande verbindet, ist jetzt im- Wesentlichen bereits vollendet. : Gemeinnütziges. (Guter Wintersalat aus Kürbissen.) Man nimmt Kürbisse, ehe sie Kerne angesetzt haben, kocht sie unzerschnitten mit starken, Salzwasser, bis sie etwas weich, aber ja nicht allzu mürbe werden, und macht sie alsdann, ebenfalls unzerschnitten, mit Weinessig und Pfeffer, wie die Essiggurken, ein. Will man sie zum Verspeisen gebrauchen, so schneidet man sie in Scheiben, legt diese auf einen Teller und be-giesit sie mit frischem Essig. Diese Art Salat ist dann weit angenehmer, als der von eingemachten Gurken. Lach Pillen. Ein Hagestolz wurde kürzlich gefragt, warum er nicht Heirathe. Er antwortete: „DasHeirathen ist allgemein, in der Ehe zankt man sich gewöhnlich un-gemein, ja, wird oft sogar handgemein, und die Getrauten haben zusammen alles gemein. Sie sehen daher, wie viele Gemeinheiten in der Ehe vorkommen, ich aber bin ein entschiedener Feind derselben, darum bleibe ich ledig." ») Indem wir durch die Veröffentlichung dieser wichtigen Notiz das Beispiel anderer Zeitschriften ungesäumt nachahmen, wünschen wir herzlich die allgemeinste Verbreitung derselben. .' — -'" i.'^-^^-, -. ^^"7«^ Die Redaction- 196 '^'' Ein junger Mann wurdö in einer öffentlichen Versammlung aufgefordert, eine Rede zu halten. »Meine Herren!- begann er stotternd, „ich — ich bin nicht gewohnt — ich habe nie die Fähigkeit gehabt — entschuldigen Sie daher — wenn aber Jemand die Güte haben wollte, für mich zu reden, .so.,—, so wollte, ich ger» ne — seinen Hut halten.« — Ü2^ M» clnü ."M^?.' Theater in Vaibach. Unter die StüHe, die durch gutes Zusammenwirken der Darsteller mit Veifall über die Bühne gingen < rechnen wir auch „die Mode" Lustspiel in drei Akten von R. Benebir, gegeben am 10. November. Die Modethorheiten sind zwar hier etwas grell skizzirt, allein das Lustsvicl ist trotz dieser Eitravaganz der I-,ic«,!lill siaiilio« recht amüsant geschrieben und wirtsam scenirt. Ausgezeichnet zu nennen war Dlle. Spengler als Clara in den Scenen mit Herrn v. Bock. wo sie sich ihm absichtlich im Bilde eincs ganz ungebildeten Landmädchens zeigt. Sowohl Sprache, , als Mimik und Bewegung beurkundeten die Künstlerin. An diese Leistung reihet sich die dcr Mad. Etterich als Eva, Bornsteins Schwester- Sie war die trcucste Eopie einer eitlen, alternden Modethörin, der keine Nachäffung einer Mode-Albernheit zu bizarr ist. Herr Köppl spielte den Landedelman,, v. Gornslein mit ge« wohntcm Humor. Herr Thom«. als Herr v. Bock, wie Herr Z ein er, als Baron Seeland, müssen ebenfalls mit Auszeichnung genannt werden. An Beifall fehlie es nicht. — Dinstag am lt. November die Wiederholung der schon besprochenen Posse: „Doc-tor und Friseur." — Mittwoch am 12, Nov.: Erste Vorstellung der englischen Gymnastiker Redisha, Folds und Bcola, auf deren Leistungen wir spater zurückkommen, und das dreiaktige Lustspiel: ,,Di« homöopathische Cur" von Lembert. Unter allen heuer gesehenen Konversationsstücken hat vielleicht keines so allgemein gefallen, wie dieses, und Referent stimmt in das Unisono der wohlverdienten Nrauo's dieses Abends von ganzem Herzen ein. Das erste refercntliche Bravo gebührt wieder der Dlle. Spengler als Baronin v. Lilienflamm- Vie gab diese eitle, gefallsüch« tigc Salondame mit so vollendetem Anstande und Takte, wie die Scenen im letzten Ucte mit rührender Herzlichkeit. Ausgezeichnet war Herr Thom6 durch richtige Auffassung, , Natürlichkeit und Eonsequcnz als Doctor Schürlcin. Der Oberst von Heerschilb fand in Herrn Zeiner einen sehr braoen Darsteller, dcr ihn mit vie« ler Warme zur Anschauung brachte. Die vierte imBunde war Mad. Etterich als Gräfin Pfanenftein. Vie spielte die alte ahnenstolze Gräfinn ganz cmume il f»»t. Dlle, Po sing er (Adelhcit v. Bielingi, Dlle. Etterich (Crnestine), und Herr Schmidt (Carl v. Neuenstern) entsprochen ihren nicht hervortretenden Rollen mit Geschick. Herr Melchior (Baron Venkwitz) muß im Salon erst heimisch werden, wozu freilich noch vieles gehört, allein durch Fleiß ist bei Talent Alles z« erreichen , und den Kunstjünger darf nichts abschreien. — Donnerstag: Neben der zweiten Vorstellung der englischen Gymnastiker, Houwald's ,,Fluch und Segen," Schauspiel in zwei Akten. Dieses alte mo« ralreiche Stück ist noch immer effectvoll und wirksam, wenn es gut dargestellt wird, was dießmal — nicht der Fall war. Die zwei Hauptpersonen des Stückes, Herr Pogrell, als Erbpächter Günther, und Mad, Lübeck, als seine Frau, wetteiferten völlig, einander in declamatorischer Emphase zu überbieten, wo schlichte Natürlichkeit am Platze gewesen wäre, und der Darsteller eigentlich den Fehler des Dichters dadurch zu verbessern l,at, daß er mehrere zu pathetische Phrasen, die dieser den schlichten Lanbleutcn hier in den Mund legt, in einfacher» ungltragener Redeweise zu Gehör bringt und mäßigt. Herr Pogrell kommt vom Stadttheater zu Bremen uüd trat zum ersten Male auf. Möge er künftig besser reussiren. Wir wollen ein allgemeines Urtheil vor der Zeit über ihn nicht abgeben. Auch Dlle. Posinger, als Moritz, ist hinter unserer Erwartung zurückgeblieben. Die Uebrigcn genügten. — Samstag am 15, November zum ersten Male: „Eine Hofhal- > tun; aus dem 18. Jahrhundert" Historisches Lustspiel in fünf Ak« ten von C, G„ und zwar zum Benefice dcr Dlle. Posingcr. Referent war leider durck Verhinderung abwesend. — S a n n t a g am 16. November: Dritte Vorstellung dcr englischen Gymnastiker; nebenbei zum ersten Malc: „Hohe Brücke und tiefer Graben in Wien," Posse in einem Akte von Lembert. Diese Posse, die in Hinsicht des Dialogs und des Witzes anfangs ziemlich platt und langweilig ist, belebt sich erst nach dem Auftreten des Antonio Grinzinger durch die echt komischen Situationen und Verwechselungen- Herr Moldt that als Giacomo Antonio Grinzinger des Guten vielleicht zu viel, war ab^r so originell und drastisch, daß man ihm das zu starke Auftragen unter herzlichem Gelächter verzeihen mußte. Er wurde durch ciostimmigen Apvlaus ausgezeichnet. Herr Köppl, Rentier Kalberftich, war recht brav. Herr Schmidt, der den Li-teraten Leo Hell gab, wöge in derlei süßlich-widerlichen jugendlichen Geckenrollcn nickt zu stereotyp seyn. Die Uebrigcn füllten ihre Plätze ganz entsprechend aus. Das Haus war fast überfüllt. Nun einige Worte übcr die Leistungen der englischen Gymnastiker: Sie sind in dcr,That ausgezeichnet, damit ist Allcs ge» sagt. Die verschiedenen athletischen Gruppen und Fechterstellungen sind bcwunderungswerth, die nie gesehene Gymnastik, ausgeführt von den Herren Redisha und Folds, wird überall Staunen erregen, und die equilibrischen Künste des Herrn Scola sind denen des berühmten R higas noch überlegen. Die plastischen Bilder , nach antiken und modernen Kunstwerken, fanden zwar theilweise Beifall, waren aber nicht immer gewissenhaft treu. Herr Schilhabel war in dieser Beziehung weit vorzüglicher. Im Ganzen fanden die drei englischen Gymnastiker allgemeinen, verdienten Beifall. Den Beschluß der sonntägigen Vorstellung machte eine Pantomime: „Der widerspenstige Affe," autgeführt von dcn drei Gymnastikern. Warum dcr possirliche Affe, der übrigens recht gut repräsentirt wurde, im Titel „widerspenstig" heißt, weiß kein Mensch. Die Pantomime selbst taugt wenig und verdient kaum dicsen Namen. LeopoldKordesch. Humoristische Räthselfragen. 7. Na5 haben die meisten Pläouinerationöwerke mit den Geistern unsers Jahrhunderts gemein? — 8. Waö für eine Achnlichkeit ist zwischen einem Dichter und eincr Orange? 9. Mit welchem Nahruugsproducle kann man Jemanden aus dem Schlafe bringen? Auflösung der humoristischen Rathselfragen im Illyrischen Blatte Nr. 46. 4. Ein unerlcs, denn es ist e>ne — C 0 m po s it io n. 5. Der Omnibus, denn. er läßl alle Leute au flitzen. 6. Dem Lewald. Ucbcrmorgen am ^2. findet die Benefice - Vorstellung unserer braven und beliebten Local.- und Vau-devillesängerin, Dlle. I. Amesb erg er, Statt. Sie wählte hiczu das in Wien mit so entschiedenem Beifalls aufgenommene neue Vaudeville: »Die Müllerin v 0 nBu '.'g 0 s« in zwei Akten, von I Kupelwieser nach dem Französischen bearbeitet, Original-Musik von S up ps. Sowohl die Wahl des Stückes, als die Beliebtheit dcr Bencficianrin verbürgen einen genußreichen Theaterabend und lassen, auf einen zahlreichen Besuch hoffen. . ^ H .,ckiM -«6 5!» ^n?! Verleger: Ignaz Alois Edler v. Kleinmayr.