^ 3«. ^H M, K843 N a ch t g a n g. <^?ch wandle in der Stille, Nergüber geht mein Lauf; Der Nachthauch trägt der Grille Einsames Lied herauf. Wohlan! Aus Waldesgründen Ersteigt der Mond die Bahn; Blaß - rege Schimmer zünden Des Flusses Tiefen an. Es bebet, gleich der Welle, Das bang bewegte Herz; Ist auch die Lust Geselle, Freund ist doch nur der Schmerz. Vaterländisches. Die Gebirge Illyriens. (V e sch l l, ß.) Der merkwürdigste Berg des ganzen südlichen Kalkgebirges , zugleich dessen höchste Spitze, ist derTer, glou, auch Triglav, Triglou genannt, von seinen drei Spitzen, wohl auch !ii«Ii Vel-cu, weißer Felsen, nach der Farbe seiner Kalkklippen. Er steht auf der Gränzlinie deS Küstenlandes und Kram, und ist gewissermaßen ein Gl'änzstein der deutschen, slavischen und italienischen ,Si>i-ache, eine Wasserscheide des schwarzen und adriatisHen Meeres nach der Sau Und dem Isonzo. Der zweite Gipfel, der kleine Terglou (mali ^ritzwv), hängt mit dem höheren durch einen 120 Fuß langen verwitterten, schnei, digen Grad zusammen, der an einigen Stellen nur etliche Zoll breit, beiderseits 3000 und 1200 Fuß abstürzt. Der höchste Gipfel, der große Terglou (V6iki 'lrixiav) ist eine 18 Fuß höhere FelS-klippe, 12— 18' breit, gegen 90' lang, mit zwei Kuppen DaS Panorama vom Tei'glou ist vielleicht das schönste in der Monarchie. Frappant ist nament» l'ch der Ueberblick der Kalkkstte im Westen, die sich als ein phantastisch » wildeS Gemäuer von 4 — 8 Stunden Breire darstellt. Deutlich sicht man Uoine, Pordenone, Treviso, Venedig; die Ccntralkttte, nördlich vom Zebedul im Vcltlin biS zum Hafncrspitz, steht mit all' ihren imposanten Gletschern vor dem Blicke. Südlich sind der Nonw mg^ioi-s und die <Ü»p6l!ll die Gränzpuncte. Die Besteigung des Ter» glou erfordert 12 Stunden, ist höchst beschwerlich und zum Theil sehr gefährlich, namentlich das Erklettern .der senkrechten Wand des höchsten Gipfels. Am besten kömmt man dem Terglou an der Südseite bei, von Althammer aus, am Wohcincr See; abet eS hält schwer, einen Führer zu finden, der deutsch spricht. Die bisher bekannt gewordenen, keinem Zweifel unterliegenden Ersteigungen dcS großen Tcrglou geschahen zuerst durch Wundarzt Wllloniz-zer aus Althammer mit dem Gemscnjäger Ncsizl, und den Bergleuten KoS und Korosch.z im Jahre 1778; diesen folgte Hacquet 1779, kam aber nie auf den Gipfel dcs großen Terglou, sondern auf den kleinen. 1790 erreichte den Gipfel Hetman Schervonik; 1792 wagte sich der Gemsjäger Primus sogar in der Dämmerung hinauf, zündete ein Fcuer an und klomm mit dem Brande abwärts. Er erhielt übcr dieses tollkühne Wagstück ein schriftliches Zeugniß. Die ferneren Eisteiger sind: Kleiner 1793; Kaplan Faßmann von Icssenize 1809; Sie» ber (de:- bekannte Botaniker) 1812; Kaplan Pfeiffer von Mlttcrdorf erreichte 1820 nur den kleinen, Hodnik den großen Tcrglou; Hauptmann Bosio 1822; Major Maurer undFranz v. Rosthorn 1828; die Freiherien K. und A. von ZoyS, F>'. v. Her-mannsihal , K. Steinböck und I. Thonhauser; 1832 Leopold Klnncr; 1833 Dr. Tuscheck. Bosio'S Elsteigung ist c,ne der denkwürdigsten Alpenreisen, duich das furchtbare Ungcwiltcr, welches ihn auf dem Gipfel üdeifiel, und einen Führer erschlug. __ Dcr Grintouz wird vom Fellacher Bade ,u 10 — 106 — Stunden erstiegen; der Wög fuhrt über das Fuchs. Wirthshaus »n derKanker, dem letzten Standpuncte, von wo noch 7 Stunden auf den Glpfel sind. — Der Loibl ist durch die Straße merkwürdig, welche Carl VI. über denstlben dauen l»eß, (siehe »Straßen» Wesen"). — Dle Oblr (Nlcht der Odlr, »enn sla» vlsch hecht der Berg ta Odil^'») bletet «lne herrliche Rundsicht, und wno deßhalb häusig bestlegen, am besten von Frslbach, in 3 Stunden. Der höchste Gipfel ragt hoch über den Nucken empor u»d heißt Osterza ; er hat nur für wenige Menschen Raum. Süollch hängt die Odir durch den Abhang u» 3vs-N623^ und den schmalen Sattel na äoliiülia M!t der schroffen kolniiulu, zusammen. __ Dl« Petze oder Petschen, dielst elne sehr reizende Rundsicht und wlrd von Schwarzenbach in 5 Stunden erstie« gen. Der Berg steigt aus dem Iaunthale schroff empor, »st aber auf der andern Seite von furcht« baven Vorgebirgen umlagert. Der Rücken trägt ei» n? Fläche von 1V2 Stunde Länge, aus welcher drei Kuppen emporsteigen, deren höchste, die Mittlere, der Si. I.:cobsgipfel ist. — Weniger besucht ist der Schnee oerg bei LaaS, von dessen Gipfel man Kram, cmen theil von Croatien und die Inseln über» fiehr. — Auch von dem breiten Gipfel deS NanoS hat Man eine herrliche Uebersicht vonFriaul, Kram und Istrien. __ Der höchste Punct von Istrien ist der HVlynlu niu^^ior«, dotan'sch sehr interessant. Man ersteigc ihn von dem Dorfe Wran^'a an der Fiuma« ner Scraße oder von M)0ii» lber (^epioli. Der Berg besteht aus zwei Absätzen. Der erste bildet ei» ne Terrasse, welche drei Dörfer trägt, der zwiits Absatz steigt hier empor, viel schmäler, mit fünf Einschnitten, welche man übersteigen muß. Der Rücken deS BergeS ist so schmal, daß kaum zwei Personen neben einander gehen können, westlich hat wan einen Abgrund zur Sene. An der Südseite ist der Berg kahl, nördlich aber dicht mit Buchen be« wachsen. Illprien ist also durchaus GebirgSland, bis auf emen kleinen Theil von G'örz, und der nord« westliche Theil, Obcrkärnten, ist auch wahres Alpen-land, wie daS angvänzende Tyrol und Salzburg. Der Meridian von Vlllach scheidet Kärnten in eine westliche und östliche Hälfte. Jene ist ganz von Hoch« gcdirg erfüllt, diese aber nur von demselben begränzt, so daß das Inncre sich als Hügelland darstellt. Die Gegend von Klagenfutt ist dle tiefste Stell« und enthält noch jetzt einen See und Sumpf auS jener Zcit, in der das ganze Gebiet ein Seebccken war, dcssen Ins.ln der Ulrichsbcrg, die Berge von Griffen, und dessen Uferränder die Vorberg« der norlschen und karnlschen Alpen waren. D»e Hochlhä» ler der Moll, die Fleiß ?c. sind die „mnerösterrei» chlsche Schweiz" und tragen den Charakter erhabe» ner Alpennatur, wie nur daS Berner Oberland. Unterkärnten, reich an schönen großen Seen, ver» dient vielleicht noch den V»rzug vor dem österreichischen Salzkammergute an Abwechselung romantischer Scenereien. Sind Kä'rntenS Naturschönhetten schon wenig bekannt, so »st dleseS nm Krain und Istrien noch mehr der Fall. D«e südliche Kalktetle »st an grotesken abentheuerllchen Bildern der nörollchen m der Oberstepermart noch weit überlegen, und doH _ wer kennt sie, wle wenig Ansichten e.l,>st»ren von derselben'i! Insbesondere d,e llmgebungen deS Ter» gol, d»e Woheln, d»e Kerma, gehören zu den merk« würdigsten Parthien der ganzen Alpenkette. D»e jullschen Alpen vollends sind lerr» ineo^nito, man wc»ß wenig mehr, als daß der Hauptzug undurch» dringliche Waldwüsten, der Karst unbeschreibllch öde Slslnwüsten trage. Istriens Küsten wsren offenbar zur Zeit der Römer bekannter und besuchler als jetzt, wo nur der Botaniker d«,h»n sich verirrt, dle Mleressanteste Ausbeute preisend, aber di« ältestett Leuce sich nlcht ernnnern, j« e»nen Maler gesehen zu haben. Gletscher. Illprien hat keine so auSgedehnttn Eisfelder mehr w»e Salzburg, aber doch den schön» sten Gletscher der norischen Alpen, vämlich die Pa» sterze am Äroßglockner, welchen sie «n zwe» Armen, w«e ein V, umlagert. Ihre grölte Ausdehnung, von der hohen Rlsi »n das Pasterzemhal herab, becrägt 3 Stunden, d»e Breit« nur 1'/«- Der Gletscher er» füllt den Raum nördlich am Glockner biS zur Gräte der Tauern, jenseits welchen er mit den Eis-Massen deS WiöbachhorneS in Salzburg zusammen» hängt, und theilt sich in die obere und untere Pa« sterze. Zwischen beiden, in der GamSgrube, unter den Wänden deS FuscherkareS, ließ Erzherzog Johann eine Hütte erbauen, den zahlreich h»er pilgernden Botanikern ein willkommener Zufluchtsort. — Von den Gletschern, »reiche sich an der Gräte der Tauern fortziehen, gehören nur die südlichen Abhänge zu Kärnien (unter andern liegt am Sonnenblick eine 300' mächtige EiSmasse); erst vom Ankogl zieht sich eme bedeutendere Gletscherparthie südöstlich in daS Land. Ihre Länge beträgt bei 3 Stunden, die größte Breite etwa 2. Die Hauptmasse geht voni Ankogcl südl.ch und nördlich um das Maltachal her« um, und he>ßt kleincS und großes Elendkees (auch in Kärnttn heißt EiS und gefrorener ewiger Schnee — 107 - «Kees«). — Sudlich vom Glockner ist das ziemlich bedeutende Göönitzkees. Von größerer Mächtigkeit sind die beiden Gletscher der Krämer - Alpen; 2 Stunden lang und 1 Stunde breit ist der Gletscher am Hloul6 <üanln, uno eben so groß die Eismasse am B.rge Kern. Doch findn sich hllr ewiger Schnee vorherrschend, eigentliches Gletschereis weniger, und dasselbe gilt vom Tcrglou, an welchem durchaus lein Elö sich fintct. Man kann annehmen, daß tue Gletscher in Illyrien im Ganzen 4 Quadratmeilcn bedecken. Für das Anwachsen der Gletscher in Ka'rn» 'ten führt man manche Belege an, namentlich bei der Pasterze, der Goldzeche, dem Zirkmtzkits u-s. w. Cln LlSfild helßc daselbst ^Sagoritzcr Wiese,« we>l vor 150 Jahren wirklich noch Gras an dieser Sklle gemäht wurde. Der Kampf mit dem Jaguar. (V e s ch l u s,.) Hier hatte William den ganzen Vortheil für sich; er nahm seinen Stab, drückte die Spitze des» selben in den blutigen Augenteller deS Thieres, und lehnte sich mit der ganzen Kraft seines Körpers auf, um es zurückzudrücken. Es brüllte fürchterlich auf, peitschte in der Angst des Schmerzes den Stamm Mir seinem Schweif, und schlug mit den Tatzen wild um sich. Ein Schlag streifte Williams Arm, und glitt auf dem Knie ab; ein Glück für ihn, daß cS nur ganz leicht geschah, dennoch aber hattt daS Thier ihn blutig und einen Theil stinc« AermclS herabge. rissen. Der Schlag durfte um ein Geringes anders treffen, so faßten die scharfen Klauen tief in'S Fleisch und hätten ihm dasselbe bis auf den Knochen hcrabge« rissen, und er würde trotz seiner tapferen und ge» schickten Vertheidigung dem Thiere zur Beute ge. worden, wenigstens unter den Schmerzen und Ve» blucungen umgekommen seyn. — Zum drittenmale mußte der Jaguar der kühnen Gewandtheit und ent. schlossenen Kraft William'S weichen. Er taumelte be» täubt zurück und fiel auf den Boden des FclscnS hinab; hier umkreisete er den Baum in wilden Sprüngen, mit clNschlichem Gebrüll. Seine Wuth schien auf's Aeußer» ste gesteigert; er reckte sich oft auf den Hinterfüßen empor, gleichsam als versuche er so den Feind, der »hm solche Qualen zugefügt hatte, zu erreichen. 9»>cht mehr der Hunger, die Gier nach Beute al» lein war es, sondern eine Art Rache, die ihn sta» chclce. Sein Gchcul hatte alle schwächeren, waffeN-lcs.'N Thiere rings umher elschreckt und verscheucht, uno der kurz zuvor noch von Wasst5vögeln und an» deren» Geflügel rings umkreiset« Fels war ganz vcr» ödet. Nur einige Krokodile, diese mächtigen Feinde des IaguarS, reckten die weitgähnenden Rachen mit den scharfen Zahnreihen aus der Fluth und schienen darauf zu lauern, daß sich der Tiger in die Wel-len stürzen solle, und alsdann in dem ihnen vor< thcilhafteren Element den Kampf m»t »hm zu be« ginnen. Doch der Jaguar bemerkte in seinem Grimm die Nähe dieser Feinde nicht; er hatte sein ganzes Bestreben nur auf den einen Feind, die eine Beute gerichtet; die ihm unerreichbar schien. Da gericth er unter einen überhängenden Zweig, den er im 3prun» ge erreichen konnte; er krümmte sich wie eine Kugel incine ander, und schn.llte dann m,t der Kraft deS Bliz-zcs die Glieder auseinander und zum ungeheuren Sprunge empor. Es gclang ! Er erreichte den Baum-zweig und schwang sich hinauf! Jetzt wäre William verloren gewesen, denn einem Angriff von dieser Seite vermochte er Nichts entg.gen zu s.tzen; doch der Zweig bog sich, von der Schwere deS Thieres hinabgezogcn, so tief mit der Last nieder, daß er in den Strom hinabtauchte. D,cscn Augenblick nutz» ten zwei lauernde Krokodile, welche längst auf den Ausgang des KampfeS gewartet zu haben schienen. Das eine der beiden Ungeheuer schnellte sich aus de^r Fluth empor, und packte mit den Zahnen Schweif und Hinterfüße dcS TigerS, der sich Nicht scynell genug an dem Zweige hatte festhalten können, um on demselben katzenartig hinaufzulaufen, und r,ß ihn so vollends in die Fluth hinab. Zu gleicher Zeit schoß auch daS zweite Krokodil auf d,e Beute zu, und begrub den Kopf des IaguarS in srincm Nachen. In einem Augenblicke waren beide Ungeheuer mit dem Tiger unter der Fluth verschwunden, und William sah sich, mit cinem Gefühl, das aus Schauder und Freude gemischt war, von dem furchtbaren Feinde befreit. Nur ein unruhiges Aufwogen des Stromes vcr» riech, daß der Kampf ncch einige Minuten fort dauerte; doch bald wurde er st,U, und eine trübe, blutige Wolke, die die grauen Wcllen färbte, war die einzige schauerliche Spur, die sich von den Un» geHeuern wahrnehmen ließ. William holte Athcm! So lange d«e Anspannung seiner Kräfte dauerte, fühlte er nicht, bis zu welchem Grade sie angestrengt worden waren; jctzt da die Ursache, die olle seine W>NcnSthätic,te,t auf-forderte, vorüber war, empfand cr daS Maß dcr Erschöpfung. Matt sanken ,hm die Glieder herab, ein kalter Angstschweiß brcch ihm im Nacken und'a^f dcr Stirn aus; er fühlte, daß tie ganze Gcwalt deS FiebcrS >hn wieder olipcckc und schüttle. In wtN'gcn Minuten ging lr auS Nm Zustande des -^ IW — energischen Gefühls seiner Mannskraft und Ehre in das der völligsten Erschlaffung und Fühllosigkeit über.^ Nur Ruhe war es, was er jetzt noch suchte, und er klimmte daher mühsam nach seinem Hamac hin» auf, Uly sich in djesem den Armen des betäubenden Schlafs zu übergeben, und sich so denen des Todes all-mälig zu überliefern. — Der Baumbast, mit welchem die Hängematte angeknüpft war, hatte sich gelöst; sie hing lauf der einen Seite ganz herab, auf der anderen nur noch auf lockeren Schlingen. William zog sie daher vollends herab, und befestigte sie weiter unten im Baum, da wo dessen erste Zweige begannen, 'well er hier besser vor dem Regen gedeckc war. — Auf den Tod ermattet legte er sich in die nasse Lagerstätte hinein, und versank bald in einen dumpfen Zustand halder Betäubung, der durch die große Erschöpfung und das wirklich rückkehrende Fieber erzeugt wurde. Er hatte nicht mehr die Kraft zu hoffen, sondern ergab sich darein, hier einsam, fern von allen menschlichen W^sen, sein Ende zu finden. -" D'2 Nebelwolken zogen grau und kalt um den Baum; die eintönig schauerlichen, »äheren oder ferneren Stimmen wilder Thiere, das hohle Brausen des Stromes, der einschläfernd rauschende Regen unterbrachen allein die öde Stille; zwei Geier mit kahlem aschenfarbigem Hals und Kopf setzten slch wie Todtenvögel ihm gegenüber auf einen Zweig, UNd ließen dann und wann einen heiseren Nuf ho', ven, der wie der Ausbruch der Ungeduld klang, daß ihnett ihre Beute so lange vorenthalten wurde. Das ganze glich den Vorbereitungen zu einer düsteren Todtenfeier, wie sie der im Starrkrampf Liegende mit anhörte: er wünscht nur, daß die Qual bald vollendet seyn möge. Erst am folgenden Tage kam ihm Rettung. Landwirthschaftlichos. Der gegenwärtige Aufsatz bezweckt die Hinlen» kung der Aufmerksamkeit unserer Landwirthe auf einen bis nun minder beachteten Gegenstand. Bekanntlich lassen nämlich die Besitzer der Gär» ten-, Aecker- und Wiesengrl'mde in der Nähe und »m Pomerio der Stadt Laibach den Mist aus Stal» lungen und Mlstgruben auf Leiter .- oder andern für den Mlstrranspor.t minder geeigneten Wägen hinausführen, wobei es geschieht, daß nicht nur die Stadtgassen verunreiniget, und üble Gerüche verbreitet werden, sondern, daß von diesem landwirth- schaftlichen Schatze vieles auch zum eigenen Nachtheile deS Besitzers unterwegs verloren geht, und d^her das aufgeladene Mist. Quantum geringer und durch Abtröpfeln der nassen und Verflüchtigen der bcsten Theile, an Dungkraft schwäch.'r an den Orr der Bestimmung anlangt. Der Nachlässigkeit im Ausführen des Mistes hat die polizeiliche Anordnung, welche für die Ge-sundhe,t der Menschen und Reinlichkeit der Stadt" gassen weislich sorget, zum Theile entgegengewirkt; den Privatschaden aber, welcher bei bekannter Fahr. lässigkeit, durch das Verstreuen und Verflüchtigen des Mistes, den Landwlithen durch eigene Schuld ge-^ schieht, zu verhüten, kann nicht Sache emer Be-' hö^'de seyn; — daher eingewurzelter Mißbrauch nur durch Belehrung, Aufmunterung und gutes^Beispiel bekämpft und verscheucht werden kann. Nachdenkende Landwirthe, denen es übrigens an ihrem eigenen Interesse gelegen ist, werben wohl einsehen, baß die Mistausfuhr in geschlossenen, was< serdichten Truhen, ihnen unberechenbaren Nutzen bringen kann. Man nehme nur an, daß bei der jetzigen Ge» wohnbeit des nachlässigen MistausführenS bei jeder Fuhr das Minimum nur von 3A der dungenden Kraft verloren geht, so berechnet sich hieraus ein namhafter Entgang im alliährigen Früchtencrtrage, welcher allerdings beachtenswürdig ist, und die Land? wüthe zu einer Abänderung hierin zur Einführung verschlossener Truhen bestimmen soll. Die Anschaffungskosten bemeldeter Truhen sind so gering, daß lücksichtlich derselben kein Grunobe, sitzer, der überdieß, einen oder mehrers Wirchschafts» wägen unterhält, sich scheuen darf, solche anzusHaffen; denn eine Truhe wird kaum etwas mehr ko» sten, als ein Paar Wagenleitern; 6 biS 5 Bretter aus weichem Holz, welche ganz einfach, ohne einer besonderen Kunstarbelt, zusammengefügt werden, und 8 — !2 Pfund Eisen, ist da) ganze dazu erfordeo Nche Materiale. Die Truhe wird im Gebrauche einfach auf das Wagengestell gestellt, und kann füglich auch sür man» cherlei andere wirthschafcliche Zu- und Abfuhren, als -des Sandes, KalkeS, derKnollen-- und Körnerfrüchte, bei welch' letzteren man noch eine Ersparnis; an Säk» ken haben kann, verwendet werden. Anweisung zur Anfertigung solcher Truhen gibt der Unterzeichnete. Peter Leskouii). Hierzu eine Gxtra-Beilage. Verleger; Ignaz Alois Edler v. Kleiumayr. vom 39. Inni R843 der Museums-Beiträge, welche vom 1. Jänner bis 1. Mai 1643 eingegangen sind. Nr. 1. ^V^ Excellenz Herr Baron v. Erberg: einen Wanderfalken, t^Ieo ^6r6g, lnu8, nebst einem Gulden für das Piäpanren. 2' Herr v. Skio: Tanzmeistcr, eine Granat« Kugel, welche bei dem Kastel Titel an der Theiß gefunden worden. 3. HerrBarthelmeUrschitsch: das Glicht zur Feier deS achtzigjihrig.n Geburtsfestes deS Hrn. Augussin Sluga, PfarreiS, De« chants und Ehrendomherln zu Krainburg, in 4lo, Laibach; dann einen Groschen, ^olmnn I). (?. ^lar. Uranlien 6t 8le: 1545. 4. Ein Ungeannter, in Silber: t. Imp. OZes. ^«8. lll. l'ylt. Uod. ; f.hlt ,n Ek.ls W<>lk. 2. 8i^. III. 0. Q. II^. ^olnn. ^VI. I). L. ; ^vcesan - Catalog gria mit 672 Pfianzenstrten in meh» rercn Exemplaren. ll). Herr Mühl eisen sandte auS Dalmatien elne kleine liegende Venus von weißem Marmor , einen versteinten Ammoniten und drei hölzerne Pfcifen, wie die Dalmatiner Hir« ten zu führen pflegen. 11. Ein ungenannter Geistlicher von Trieft tincn Gulden. 12. Herr Franz Pitsch, k. k. Gub. Erp. ?ldjuncr: eine römische Kupfermünze, vnlen». 13. Ein Ungenannter: zwei der Museums- Mün- zen »Sammlung biS nun fehlende Silber-Münzen, 1. 6I6M. ^,IF. v. tt. ^1-eii. 6d Llocl. c^ol. 3. H. r. ^>l. 1'. 0. Lp. Ilil. ?3<1. Non. 6t Ol-n. Ut,-. L3V. v. mit 7 Wappen; ^llio^.- 20 Kreuzer Landmünze 1735. 2. I^LI 6n,3Nl1u8 III. 11,11,^. N6X Ool'Ul,. Ill I5«goln Lolloilii»; XXV. Kov.; .1,^0.' 1627 I>iülalo «t ,.- I'lita 8»In«. 2. 1)60 OjNmw. ^Il)N6ln 7i«ip. V«n«l«; ^lli^'s- 3u,I,N 68t MNIN-.- ^ Curatorio sehr erwünscht, folgende noch unbestimmte Fische lebend oder in Weingeist zu erhalten: LI». 18. Das hohe Gubernium übersendet den 22. Band der illyrischen Pro». Gesetzsammlung. 19. detto detto den Prov. Schematismus pro 1843. 20. Herr Graf v. Hochenwart hat neuer- dings vierzig einschalige und sechs zweischa-lige Conchylien der neuesten Entdeckungen, , worunter das ganz neu entdeckte Geschlecht ^a 8pin08li» ist, im Werthe von 42 st. 30 kr., übergeben; dann einen großen verstein» ten Backenzahn eines Elephanten. Sechs^ , ' ' Stück noch unbestimmte Versteinerungen aus Paraguai. Zwei detto Stücke Hloiiooonä^lLH para- >. Einen fthr schönen, sechs Zoll langen Steinkern einer einschaligen Schnecke mit freistehenden Gewinden. Die Rei, mit e»« nem Grundrisse. Wien 1843. Dieses Büchelchen hat benannter Herr Graf we, fentlich für jene angeschasst, welche die Auf» stellungen im Landesmuseum beurtheilen wollen. Endlich: N,6i22i0N6 ar ^ k'önigl. Truchseß: vier große Perlmuttermuscheln. 24. Herr Graf v. Hochenwart hat bei sei« nem Nücktr,tte als Museums'Vel-cinS.-Vor» stand und Curator deS Museums, noch cm würdiges Andenken zurücklassen wollen, und hat die O^irwÄ Aurora um den Preis von sechszig Gulden C. M. ankaufen lassen und dem Museum verehrt. 25. Herr Paul Partsch, Custos amHofmine» ralicn »Cabinete in Wien, hat nachfolgende veisteinre (^oneil^Iiftll, welche derselbe in der ersten Abtheilung des ersten Bandes d.r An, nalen des Wiener - Museums der Naturgeschichte von Seite 93 bis 102 beschrieben und auf Taf. XI und XII abgebildet hat, dem Museum als em höchst willkommenes Geschenk übersendet. 1. ^onFsri» suliFittkosa von Brun am Gebirge. 2. donAylia trI»nA«iI»riS) von Oldenburg. 3. 6(iilF6rla «PQtlmlaw, von Brun am Gebirge. 4. lüliiiAsrl» kalittonlea, von eben daher. 5. Endlich mehrere Ziegenklauen, Conge-ri» trian^ulari») vom Plattensie. Von dem standischen Museums - Curatorium. Laibach den 2. Mai 1843.