80. Jahrgang Nr. 185 Samstag, den 17. August 1940 Erscheint wöchentlich seciisun.. WWW Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: črnit Ausnahme der Feiertage;. Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, Schriftleitung, Verwaltung und x das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.- Buchdruckerei Tel 25-67, 25-68. W 8 > W nuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beilegen. 25-69, Maribor, Kopališka ul 6. , . , ... . . Ä „ Poštnina plačana v gotovini. Pf CIS Dlfl 1 50 ÜJInribonr Minm Italienisch - griechische Spannung nimmt bedrohlichen Umlang an A t h n m „ 11 6 n NeWs) - dt ^Hellas« ^obiHfierung Der griechischen Armee — Italien beschuldigt Griechenland nach wie vor der Mitwirkung Dung des Albanerfuhrers Daut Hodscha 16. August. — (Central kun« d Rücksicht aut die Versen-le'c,lten griechischen Kreuzers seeboot* ,d“rcl1 ein unbekanntes Unter-Blattes a etle bericht im Innern des Regieren nm." d* Red>) hat die griechische angeordn^r^'6 Mobilisierung des Heeres hörigen ^lle Urlaube der Marineangelauber V^Urden widerraten und die Ur-heiten au!§etordert, sofort zu ihren Ein-senvlm urückzukehren. Wie man zur Ver-Wurden^.id6s Kreuzers »Hellas« erfährt, hßkanm ctl d,e Torpedoschüsse des un Zfc.*» Tauchbootes auch zahlreiche fanden en’ die »ich am Hafenkal be-nun« ’ getötet oder verwundet. Die Span-wächst Wis?*ien Italien und Griechenland Umfan und hat bereits bedrohlichen Tig a^enommen. fanjA rvna’.16' August. (Avala — Ste-,e griechische Regierung insistiert an Der Grmor- ständig darauf, daß der kürzlich ermordete albanische Patriot Daut Hodscha ein gewöhnlicher Verbrecher sei. Damit im Zusammenhänge bringt die Zeitung »Tomori« biographische Angaben über Daut Hodscha, auf Grund deren die Versuche der griechischen Regierung, die Dinge in unrichtiger Weise darzustellen, klar dementiert werden. Dart Hodscha wurde vor 40 Jahren in Ciamuria geboren. Als seine Heimat Griechenland zufiel, wurde er ständigen Verfolgungen ausgesetzt. Es ist natürlich, daß er sich gegen die Ungerechtigkeit widersetzte, die ihm und seinen Mitbürgern zuteil wurden. Ein Verwandter Daut Hodschas wurde von Söldlingen griechischer Behörden ermordet. Von 1915 bis 1922 weilte Daut Hodscha ständig in den Bergen und rächte sich immer mit den Waffen in der Hand, wenn seinen Mitbürgern Ungerechtigkeit widerfuhr. Auf seinen Kopf wurde ein Preis ausgesetzt, doch vermochte er den Verfolgern immer zu entfliehen. Später zog er nach Albanien. Die griechische Regierung forderte seine Auslieferung. Der ehemalige König Zogu wagte es nicht, Daut Hodscha zu verhaften und den Griechen auszuliefem. Als Albanien den Entschluß faßte, sich an Italien anzuschließen, bot Daut Hodscha den italienischen Behörden im Namen der albanischen Irredentisten des Ciamuria-Gebietes die Zusammenarbeit an. Seine Aktion wurde von den griechischen Behörden mißfällig aufgenommen und wurde in diesem Zusam-•n ;a;;aJocvoA ipnu pjow ups oSiraquom durchgeführt. Athen, 16. August. (Avala— Agcnce d’Athenes.) Amtlichen Daten zufolge wur de gelegentlich der Torpedierung des grie se getötet. Vier Leute werden vermißt, 26 sind verwundet. König Georg richtete an den Ministerpräsidenten Metaxas ein Handschrei den, in welchem der Schmerz über den Verlust des Kreuzers zum Ausdruck gebracht wird. Der König anerkennt gleichzeitig die Taperkeit u. Disziplin der Bemannung anläßlich der Torpedierung des Kreuzers. Ministerpräsident Metaxas rieh tete an die Marine einen Befehl, in welchem den Offizeren und Mannschaften des untergegangenen Schiffes die Anerkennung für ihre Haltung zum Ausdruck gebracht wird. Den Angehörigen der Opfer der »Hellas» wird das Bedauern aus. chischen Kreuzers »Hellas« ein Matro- J gesprochen. Nächtliche Angriffe auf norditalienische Städte meldet: Kein Sachschaden, wohl aber zahlreiche Todesopfer unter Der Zivilbevölkerung Reuter \ M-1 e *[ a> 16- August. (Avala — Fw2 ■' Ein größere Anzahl feindlicher benan U^e Untemahm gestern einen Bom-Mrd auf Malta. Materialschaden ^Sonf10*1* verzeichnet, wohl abea ein To ins Eln britisches Jagdflugzeug fiel Um 0dm' 16- August. (Avala — Stefani.) des i E Unrichtigkeit der Informationen nisse • °ner Rundfunks über die Ergeb- fe dereplger nächt,icher Flugzeugangrif- derlenp Sander auf Norditalien zu wi- 2eitUn n' Achten Mailänder und Turiner britic^en neben dem integralen Text der chen N,. ou-,______________________________ “** uen mat. und ken, die nach englischen Behauptungen bei den nächtlichen Angriffen der Eng- beschädigt worden sein sollen. So veröffentlichen die »Stampa« und »Gazetta del Popolo« mehrere photographische Aufnah men der Fiat-Werke, die vollständig unbeschädigt sind. »Corriere della Sera« u. »Popolo d’Italia«, die in Mailand erscheinen, brachten Reproduktionen von Lichtbildern der Caproni-Werke, die ebenfalls vollkommen unbeschädigt sind. Diese unwiderlegliche Dokumentierung wird sowohl anderen Teilen Ialiens als auch dem Ausland Dienste leisten. Die Bewohner von Turin und Mailand konnten sich persönlich von der Unrichtigkeit der durch auch Photogra- den Londoner Rundfunk gebrachten Mel-Caproni-Wer- düngen überzeugen. Wahr st nur, daß länder auf Mailand, Turin, Alessandria (Pemont) und Tortona kein Sachschaden angerichtet wurde, jedoch gab es zahlreiche Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Alessandria (Piemont), 16. Aug. (Avala — Stefani.) Gestern wurden unter Anteilnahme behördlicher Vertreter und einer großen erregten Menschenmenge die zwölf Todesopfer des englischen Luft angriffes in den mit Blumen beladenen Särgen zu Grabe getragen. Am Grabe wur de nach faschistischem Ritus den unschul digen Zivilopfern des barbarischen Ueber falles die letzte Ehre erwiesen. Eine neue Ermächtigung für RooWelt Reuter h n8ton, 16. August. (Avala.) nahm er'chtet: Das Repräsentantenhaus der pr-Aes*ern einen Gesetzentwurf an, fun„ as|dent Roosevelt zu der Einberu-0n 396.000 Mann Nationalgarde u. Reservisten zum aktiven Militärdienst ermächtigt. Der Gesetzentwurf wird dem Senat zurückgeleitet werden, damit dieser die Amendements des Repräsentanten hauses überprüft. Deutscher Bericht über Den eng-»toen Lustangriff auf Aalborg berichtet!11’ 16, August. (Avala.) DNB mando • *n dem Bericht des Oberkom-die aer eutschen Wehrmacht über hejßt em^le 'm Laufe des letzten Tages !eutSchS U' ,a,: Deutsche Jagdflugzeuge u. eir>dlich ^iaEartillerie haben am 13. d. e Eskadrillen an einem Angriff auf die dänische Stadt Aalborg verhindert Von 23 angreifenden Maschinen wurden 16 abgeschossen. In dem Bericht heißt es ferner, daß acht Messerschmitt-Maschinen unter dem Befehl des Oberleutnants Friedrich gegen 15 Bristol-Blenheim-Maschinen in den Kampf eingetreten wa- ren. Alle feindlichen Flugzeuge wurden über dänischem Gebiet abgeschossen. In diesen Kämpfen zeichnete sich am meisten der Fliegerefldwebel Menge aus, der allein vier Maschinen abschoß. Der raschen und entschlossenen Intervention der deutschen Flieger ist es zu verdanken, daß in der genannten dänischen Stadt weder größerer Materialschaden verursacht wurde, noch Menschenleben zu Schaden gekommen sind. Amerikaner und Japaner patrouillieren gemeinsam in Schanghai S c h an g h a i, 16. August. (Aval.) Wie man erfährt, werden in den Abschnitten, die bis jetzt von englischen Truppen besetzt waren, die Amerikaner und Japaner gemeinsam den Patrouillendienst versehen. Hohe spanische Auszeichnung für ei* nen italienischen General Madrid, 16. August. (Avala-Stefam) Staatschef Generalissimus Franco hat den einstigen Kommandanten der italienischen Truppen in Spanien und ehemaligen Gesandten General Garn-harra mit dem Orden des Ritters vom grossen Kaiserkreuz ausgezeichnet. Börse Zürich, 16. August. Devisen: Paris 9.05, London 17.70, Newyork 4.39, Mailand 22.175, Berlin 175.375, Buenos Aires 99.—. Zaliemscher Vormarsch in Britisch-Soma ien dauert fort AUCH DER BRITISCHE HEERESBERICHT BESTÄTIGT DIE ERFOLGE DER ITALIENER. Kairo, 16. August. — (Central News.) Mit Rücksicht auf die heftigen Angriffe der motorisierten italienischen Kampfverbände haben sich die britischen Truppen in Britisch-Somalien in der Richtung auf die Hauptstadt Berbera zurückgezogen, wie dies auch im gestrigen Kommuniquee des britischen Kommandos für Mittel-Ostafrika zugegeben wird. In London wird festgestellt, daß eine italienische Vormarschkolonne, die von Zeila aufgebrochen war, auf ihrem Marsche gegen Berbera bereits vor den Toren der Hafenstadt Bulhar eingetroffen sei und auf diese Weise eine Strecke von 75 Meilen an der Küste zurückgelegt habe. Der gestrige italienische Heeresbericht erklärt, daß die Operationen in Ostafrika in voller Entwicklung seien und daß die Luft waffe an den schweren Kämpfen hervorragenden Anteil nehme. Amerika sieht Vorzeichen der deutschen GroBofffenshre Me deutschen Luftangriffe auf England dauern ohne Llnterlaß fort / Berlin meldet den Abschuß von über 100 englischen Apparaten am gestrigen Tage / Panikstimmung in London / Englischer 17.000 Tonnen-Dampser versenkt / Eden nmoig» Verteidigung des britischen Inselreiches durch Gegenoffensive an / Schwierige Lage der bombardierten Teile Güdenglano» der gestrigen deutschen Presse sein8 furchtbaren Spuren: Ruinen, Brände, zerstörte Fabriken, Flugplätze und Seestützpunkte. Zahlreiche amerikanische Korrespondenten melden in ihren Berichte aus Berlin über die schwierige Lage de bombardierten Gebiete Südenglands, a'8 nunmehr am meisten den Angiffen de deutschen Luftwaffe von den Stützptm ten in Deutschland, Holland, Belgien un Frankreich ausgesetzt sind. Auf Grün-* der bisherigen Beurteilung der LuttkämP fe ist zu ersehen, daß sich bisher d:e gfö te Luftschlacht über dem südwesthchi Teil Englands abspielte. Die Schlac hat eigentlich in dem Augenblick begonnen, als sich die deutschen Luftstreitkrä' te wellenförmig der englischen Küste n herten, wo sie von den schnellen draschen Jagdmaschinen »Spitfire« und rican« erwartet wurden. Es folgte ein® grauenhafte Luftschlacht, im Verlaufe * eher ein förmliches Gewirr metallener K> senvögel entstand. Die Luft war erschu-tert von dem unaufhörlichen Maschinengewehrfeuer und von Zeit blitzte es den von einem verstohlen hervordringen' den Sonnenstrahl getroffen. Metallflüg8 __ der Flugzeuge auf. Nach deutschen Behauptungen wurden in dieser Luftschiac 42 englische Flugzeuge vom Muster »SP1, fire« und »Hurrican« abgeschossen be nur 15 eigenen Verlusten. Newyork, 16. August. Wiie man aus neutralen Quellen erfährt, gilbt es viele Anzeichen, aus denen man schließen kann, daß der große Einbruch des deutschen Heeres in England nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Zu den wich tigsten Anzeichen gehören zweifellos diie Meldungen, die gestern früh aus England eingetroffen sind. In den Meldungen heißt es, man habe in verschiedenen Gebieten Englands zahlreiche Fallschirme gefunden. Laut den letzten Meldungen sind in Midland allein 16 deutsche Fallschirme gefunden worden, weitere Fallschirme in Schottland und Wales. Tausende von Polizisten fahnden nun nach den Fallschirmschützen. Angeblich sind Fallschirm truppen bereits auf einsamen Geländen im Umkreis der britischen Industriezentren wie Manchester und Birmingham gelandet. Die Naehmittagsmeldungen bestätigen, daß unter der Londoner Bevölkerung eine Panik ausgebrochen sei als die Landung der ersten Fallschirmschützen in England bekanntgeworden sei. Die amerikanische Presse hebt heute hervor, daß Oberkommando der deutschen Wehrmacht habe eine ganze Reihe von Befehlen ausgegeben, die jenen Befehlen ganz ähnlich lauten, die vor den bisherigen großen Offensiven erteilt worden sind. Vor der deutschen Offensive in Polen, später vor den Offensiven gegen Holland, Belgien und Frankreich hatte zunächst der Führer und Reichskanzler Hitler mit den Befehlshabern der drei Waffengattungen lange Besprechungen. Dann wurden ähnliche Weisungen ausgegeben wie heute. So ist ab heute in Deutschland bis auf weitere Verfügung der Tanz verboten. Alle Vergnügungsstätten werden geschlossen. Berlin, 16. August. (Avala — DNB) Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht teilt am 15. d. mit: »Ein deutscher Unterseeboot hat im Atlantik den Hilfskreuzer »Transsylvania« von 17.000 Tonnen versenkt. Trotz der ungünstigen Witterung unternahm die deutsche Luftwaffe im Laufe des 14. Augustes Angriffe auf Hafen und Industrieanlagen. Flughäfen, Sperrballo-ne und Truppenlager in Süd- und Mittelengland. In Cardiff, Wes ton und Portland wurden die Hafenanlagen, zwischen Brigthon und Leves ein großer Transformator und bei Worcestcr und Salisbury Rüstungsfabriken bombardiert. In Süd-und Ostengland wurden vornehmlich Flugplätze und das Truppenlager von Atölershot angegriffen. Im Verlaufe dieser Angriffe entspannen sich heftige Luftkämp fe, die mit Erfolgen der deutschen Luftstreitkräfte endeten. In der Nacht zum 15. August unternahmen die britischen Luftstreitkräfte mehrere Angriffe. Eine Kirche bei Derichsweiler wurde zerstört, sonst wurde nirgendsi größerer Schaden angerichtet. Im Laufe des gestrigen Tages verlor der Feind 28 Flugzeuge; 22 wurden zum Absturz gebracht, mindestens 6 auf dem Boden zerstört, 12 deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Berlin, 16. August. Wie DNB von militärischer Seite erfährt, griffen Sturzkampfflugzeuge, die von Messerschmitt-Jagdflugzeugen und Zerstörern begleitet waren, gestern neuerlich militärische Objekte in der Grafschaft Kent an. — Trotz heftiger Gegenwehr und zahlreichen Luftkämpfen, die sich zwischen englischen Jä gern und deutschen Zerstörern entspannen, konnten die deutschen Kampfgeschwader ohne Verluste in England ein-fliegen. Be riin, 16. August. DNB berichtet: Der Luftraum über Dover war gestern neu erlich dais Ziel heftiger deutscher Angriffe. Diese waren in der Hauptsache gegen die britischen Sperrbaltone gerichtet. Die englische Abwehr war sehr lebhaft, doch blieb der Versuch der englischen Luftabwehrbatterien,, den Luftraum durch Sal- ven abzuriegeln, erfolglos. Schnelle Sturz fkampfflugzeuge durchstießen den eisernen Vorhang ohne Verluste und griffen die ihnen bestimmten Ziele an. Die deutschen Jagdflugzeuge ließen sich an mehreren Stellen in Luftkämpfe ein. — Ueber Folkestone und Lympne bemerkte man abstürzende Flugzeuge. Auf Grund der erstatteten Meldungen schließt man, daß die zum Absturz gebrachten Flugzeuge Spitfire-Apparate waren. Berlin, 16. August. Wie der deutsche Rundfunk meldet, wurden im Laufe des gestrigen Tages wieder über 100 englische Flugzeuge von den deutschen Fliegern und den deutschen Flak-Stationen ab geschossen. London, 16. August. Reuter meldet: Die Admiralität gibt bekannt: Ein feindliches Unterseeboot torpedierte den bewaffneten Handelsdampfer »Transsylvan i a«, der unmittelbar darauf sank. Das Schiff hatte 16.923 BRT. Die Torpedierung erfolgte im Atlantik. 30 bis 40 Menschen sind hiebei ums Leben gekommen. Herbeieilende Schiffe und Fischerbarken fischten 300 überlebende Schiffbrüchige auf, die in einem westenglischen Hafen an Land gesetzt wurden. Der Angriff ist in vollkommener Dunkelheit und bei stürmischer See ausgeführt worden. Während der Rettungsaktion erhob sich ein noch stärkerer Sturm, wodurch ein Rettungsboot kenterte. London, 16. August. (Avala.) Reuter meldet: Das Luftfahrtministerium teilt mit: Nunmehr ist bekannt geworden, daß im Laufe der gestrigen Kämpfe über unseren Küsten 20 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. 17 hievon fielen unseren Jagdfliegern zum Opfer und 3 wurden von der Bodenabwehr erledigt. Im Verlauf der gestrigen Luftoperationen ver loren wir 13 Piloten. London, 16. August. (Avala.) DNB berichtet: Kriegsminister Eden hielt am Mittwoch abends eine Rundfunkansprache, in der er u. a. ausführte, ein Blick auf die Karte Europas sei für England vielleicht niederschmetternd, ein Blick auf die Weltkarte jedoch zeige, daß Großbritannien noch immer das entscheidende Wort habe. Für die Lage Englands seien seine Ueberlcgenheit zur See, seine macht volle Luftwaffe und das ständig wachsen de Heer ausschlaggebend. Der Minister betonte, daß England neuerlich eine Expeditionsarmee zusammengestellt habe. Die neue große Armee und die Heimatwehr, die bereits anderthalb Millionen Mann zähle, würden jetzt eingeübt. Zum Schluß betonte Eden, daß man zur Verteidigung Englands auch eine Offensive zu unternehmen gedenke. Berlin, 16. August. Der vierte Tag der ununterbrochenen Luftangriffe auf England hinterließ nach der Schreibweise Der ©Inn der deuschm Großangriffe gegen England Der Kamps um die Luftherrschaft im britischen Luftraum begann Berlin, August. (UTA) Von deutscher militärischer Seite wird berichtet: Zu den letzten permanenten Angriffen der deutschen Luftwaffe auf die britische Insel wird nunmehr auf deutscher Seite hervorgehoben, daß die deutsche Luftwaf fe »in schweren Kämpfen um die Vorherrschaft im britischen Luftraum« stehe. — Diese Bedeutung der großen Kampfhandlungen, die sich in der letzten Zeit Tag auf Tag häufen, wird in dieser Form zum ersten Mal hervorgehoben. Trotz starker englischer Gegenwehr sei es den deutschen Kampfgeschwadern gelungen, die Flak- und andere Sperren an der englischen Südküste zu durchbrechen und ihre Bomben an den beabsichtigten Zielen abzuwerfen. Die britische Bombenabwehr wäre nicht in der Lage gewesen, den Angriff der deutschen Verbände zu hindern oder abzuwehren. Der kontinuierliche Charakter der deutschen Angriffe und der starke Einsatz, den die deutsche Luftwaffe hierbei machte, läßt bereits erkennen, daß in dem Krieg gegen England die neue Phase in voller Entwicklung ist. Während die früheren deutschen Unternehmungen in erster Linie Aufklärungszwecken, der Zerstörung kriegswichtiger Anlagen und atlge-gemein der Beunruhigung und Zermür-bung des Gegners dienten, ist die deutsche Luftwaffe jetzt offensichtlich zum Kampf um die Er ringu ng der Luftherrschaft im britischen Raum angetreten. — Dieser Umstand hebt die seit einigen Tagen stattfindenden Großkämpfe, in denen sich immer wieder auf beiden Seiten starke Jagdgeschwader begegnen, über den Rahmen, der bisherigen Kampfhandlungen hinaus. Mit einem gewissen Erstaunen registriert Seiia von den Italienern besetzt t $ qji 14 ; ’ , . . Eine der italienischen Kolonnen, die die britische Grenze im Somaliland überschritten hatten, besetzte die wichtige Hafenstadt Zella. — Zeila, der Hafen in Britisch-Somaliland. Links: das direkt am Meer gelegene Zollamt. man gerade in diesem Augenblick iu®8 lin französische Feststellungen, die daß gehen, daß die deutsche Luftwaffe in ° Zeit vom Beginn der Offensive im W, sten bis zum 10. Juni eine dreimal » ßere Zahl an Flugzeugen verloren n als Frankreich. Diese Behauptung * ht allerdings nach deutscher Ansicht im Einklang mit einer amtlichen fra“ ^ sischen Mitteilung, in der es hieß, aa Prozent der französischen Flieger auf . Felde der Ehre gefallen seien. Man t sich in Berlin, weshalb denn ci§8n ,f0. Frankreich den Krieg in diesem katas phalen Ausmasse verloren habe, {e der französischen Luftwaffe im Kanu gegen den auch in Frankreich als . gf legen anerkannten Gegner ein so st Erfolg. beschieden gewesen sei. Zur Kennzeichnung der deutschen ^ , Überlegenheit scheine übrigens die ^ ßerung amerikanischer Militärkreise ^ zeichnend, nach denen Deittschlan ^ zur FiandernscMacht nur etwas men . ein Drittel seiner Kampfflugzeuge einfö^ setzt habe. An der gleichen SteW^^ darauf hingewiesen, daß die deu Fliegerschulen und Flugzeugfabri1 pj„ nen geradezu unbegrenzten Ersatz a ^ loten und Maschinen verbürgten. k uninteressant ist schließlich im *L -fe auf die gegenwärtige Phase_™n^rikaiii' ;cheidertf gegen England die von einem am£*t^fld sehen Rundfunksender^als entscnc für England getroffene Feststellung, ^ »die deutschen Flieger über Englan durch eine hervorragende Navigation Ortskenntnis auszeichneten«. und Tausende von Chinesen erti unken ^ Tokio, 16. August. (Avala.) berichtet: Wie die Agentur Dotnm tet, sind in Mittelchina an;'a 1 jes Ueberschwemung an der Mün ui ^ Gelben Flusses Tausende von Baue tunken. Das gesamte Gebiet südlic Lunghai-Bahn ist überschwemmt. Samsfog, 'den 17. August 1940 '^iinr0Wövww ÄvW'iiHs^R I^OhiWKJ» FUI/ Neue Schwierigkeiten in den ungarhch-rumänischen Verhandlungen T ^inifterpräfibeni (Sraf Vaul Teleki begibt sich am Sonntag nach Berlin zur Aussprache mit ^eichsaußenmttWer u. Ribbentrop / Heute in Turn-Severin Beginn der Verhandlungen über die grundsätzliche Sette des ungarischrumänischen Fragenkomplexes stp^ ^ a P e s t, 16. August. In Budape-Mini,7eiSen wird d'e Nachricht, daß sich Sonnt äSident Graf Paul T e 1 e k i am dpi.tcfiF zu einer Aussprache mit dem b e n t r6n Reichsaußenminister Rib-alleemPinPi nach Berlin begeben wird, sen ntiert- In einigen Krei- •m Hi ki- man annehmen zu dürfen, daß Rum-in- aui die Verhandlungen mit ten «! !?" "€Ue Schwierigkeiten eingetre-ber ai 16 Befürchtung liegt umso nä-Zw'eck Srfman . sich weigert, über den Aikv.-i ,, r Mission Telekis irgendwelche B i ü zu geben. berichLaPneSt’ 16 Au§ust MT1 die h t ungarische Delegation für handl^11 ungarisch-rumänischen Ver- tagen ist vor gestern abends nach Tum-Severin abgereist. Bei der Abfahrt des Dampfers »Sofia«, an dessen Bord sich die Delegation eingeschifft hatte, war eine große Menschenmenge anwesend. Die Abreise erfolgte vorgestern abends. Beograd, 16. August. Gestern um 14 Uhr fuhr die ungarische Abordnung mit dem Dampfer »Sofia« an Beograd vorbei nach Turn-Severin. Die ungarische Delegation setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Delegationsführer Gesandter Andreas de H o-r y, General Stefan N a d a y, Generalstabsoberst Stefan U j s a s z y, Generalstabshauptmann Georg S z e n t p e t r i, Ministerialdirektor Jenö Z s i 1 a h 1-S z e b e s vom Außenministerium, Lega- tionssekretär Desider U j v ar y u. noch einige Funktionäre dies ungarischen Außenministeriums. Bukarest, lb. August. (Avala, — Stefani meldet: Mit einem Salonwagen, der dem Orient-Expreß angekoppelt worden war, ist die rumänische Abordnung für die Verhandlungen mit Ungarn gestern nach Turn-Severin abgereist. In der rumänischen Abordnung befinden sich u. a. auch der ehemalige Justizminister W a 11 er-P opp und! ein General als militärischer Berater. Der Gesandte Rumä niens in Budapest und der ungarische Gesandte in Bukarest werden den Delegationen ihrer Staaten als Beobachter bei gegeben werden. Zürich, 16. August. Wie die »Neue Zürcher Zeitung« aus Budapest bet«*** wird von ungarischer Seite erklärt, daß die ungarisch-rumänischen Verhandlungen wunschgemäß auf der Basis des Memorandums vor sich gehen mögen, welches der ungarische Gesandte Bardossy am Montag in Bukarest überreicht hat. Demnach fordert Ungarn die Wiederherstellung der Demarkationslinie im Strome des W affenstiiltetandeabkommeos vom 1918. Diese Linie würde entlang dier Flüsse Samos und Maros verlaufen. In dem Gebiet östlich dieser Linie fordert Ungarn die Durchführung eines Plebeszites nach dem Vorbild der Saarabstimmung. In Budapest verspricht man sich die Beschleunigung der Verhandlungen in Tum-Severin. Vor wichtigen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Entscheidungen in lugoslawien .i Bled geführ- SitBled> 16. >. te‘Uatlc>n hat inio ein ,zah*reichen Munsierbesprechungen einig. I5chbiche Belebung erfahren. Seit ster q ^agen weilen in Bled Finanzmini-d r e r e 3’ Handelsminister Dr. A n-bereiS.Und der Minister ohne Geschäfts-, Br. Konstantinovi č. Die 7a n Minister hatten in den letzten chun*1 Un*e.r bwh eine Reihe von Besprecht- (de der Ausarbeitung mehrerer 0rj v affb- und sozialpolitischer Ver-aben!in^en Sewidemet waren. Mittwoch au- 7 tra* auch Banns Dr. 5 u bea š i č Irn^p aSreb im Kraftwagen in Bled ein. §u,ar, H°tel gab Finanzminister Doktor &a 6 3 2U Ehren der Minister und des ben S- e'n Abendessen. Um 10 Uhr begann die Minister Dr. šutej und Lebhafte Beratungen in der Gommerresidenz in Bled nnerpolitische Dr, Andre: den d.“ u 1 e s zum Bahnhof Lesce, um t0r MlzevPräsidenten der Regierung Dok-grüR aEEk bei seiner Ankunft zu be-hesonn' Gestern ging es im Park-Hotel Hanri , rs. ipbhaft zu. Frühmorgens hatte gCre elSminister Dr. Andres eine län-sodan Ussprache mit Dr. Mače k, der b a § -n. den Banus von Kroatien Dr. 8 u-gen, !c empfing. Dann schloß sich ein des p>nsames Frühstück Dr. Mačeks und sten irnUs den Ministern an die er-sÜick h n^renzen an- Nach dem Früh-Dr m x annen die Beratungen zwischen w x a. .b- Dr. Konstantinovič und Dok-Wohnt . Den erwähnten Beratungen Und n&n e'ne Zeitlang auch Dr. šubašič DieselAndres bei- mjtta nierenz dauerte bis 1 Uhr nach-setz(egS' Näch einem Mittagsspaziergang die h,n d'e Minister die Beratungen fort, erkigl8 ^ Uhr andauerte.1. Dr. M a č e k daß 6 auf Befragen der Pressevertreter, s ür die Presse nichts Neues gebe. Wie man jedoch erfahren konnte, waren die Beratungen der Ausarbeitung wichtiger wirtschafts- und sozialpolitischer Ver Ordnungen gewidmet. Die Verhandlungen über diese Verordnungen werden bald be endigt sein. In Kürze begeht die Verständigungsregierung den ersten Jahrestag des Ausgleiches zwischen den Kroaten u. Serben. Bei dieser Gelegenheit soll die Tä tigkeitsbilanz gezogen werden. Bled, 16. August. Ministerpräsident Dragiša Cvetkovič ist in Bled eingetroffen. Zagreb, 16. August. Die »Novosti« berichten u. a. aus Bled: Die Presse widmet den Beratungen der Politiker in Bled große Aufmerksamkeit. Die ganze Oeffentlichkeit erwartet die Ergebnisse dieser Konferenzen. Besonders das kroatische Volk, da es weiß, daß diese Beratungen für unsere Innenpolitik von größter Bedeutung sind. Große Bedeutung wird den Beratungen beigemessen, die der Minsterpräsiderrt und Innenminister Dragiša Cvetkovič mit den einzelnen Politikern führte. Nachdem der Regierungschef von S. K. H. dem Prinzregenten in Audienz empfangen worden war, hatte er im Parkhotel eine längere Aussprache mit Dr. Vladko Maček und mit Banus Dr. šubašič. Gestern um 9 Uhr gab der Ministerpräsident zu Ehren der in Bled weilenden Minister ein Abendessen. Ministerpräsident Dr. Cvetkovič konferierte in der Villa Podkoren mit Finanzminister Dr. šutej und empfing so dann den Handelsminister Dr. Andres. Bald darauf trafen in der Villa noch Dr. Maček und Banus Dr. šubašič ein, worauf eine längere Konerenz stattfand. Nach dieser Konferenz wurde Dr. Vlad ko Maček auf Schloß Brdo von S. K. H. dem Prinzregenten in Audenz empfangen. Bald darauf wurde auch der Banus von Kroaten Dr. Ivan šubašič vom Prinzregenten in Audienz empfangen. Organisation des jugoslawischen Hilfsheeres EIN ERLASS DES KRIEGS- UND MARINEMINISTERS. — DER ERLASS ENTHÄLT NÄHERE BESTIMMUNGEN DARÜBER, WER BEZÜGLICH DER EINREIHUNG IN DAS HILFSHEER IN FRAGE KOMMT. desverteidigung sowie der Art. 1 und 16 des Gesetzes über die Landesverteidigung ordne ich die Einreihung folgender Leute Beograd, 16. August. Das Amtsblatt des Königreiches, »Službene Novine«, veröffentlicht mit Datum vom 15. d. M. den nachstehenden Verordnungserlaß des Kriegs- und Marineministers: Auf Grund der Art. 1, 10 und 51 der Verordnung über das Hilfsheer der Lan- griechischer Kreuzer von unbekanntem Ll-Boot torpediert Ath GROSSE ERREGUNG IN GRIECHENLAND. Uhr m e n’ l6- August. Gestern um 8.30 , orgens versenkte ein Unterseeboot Unbekannt — — ------------------------------ leiChten vr Nationalität den griechischen chjjQh Kreuzer »Hella s«. Das grie-nos in a e.?SScMff lag vor der Insel Ke-Untersp fälschen Meer vor Anker. Das ser unri f0cd naherte sich ihm unter Was-KreilZer |®uerte ein Torpedo ab, das den ne torpedierten Schiff entstand ei- ehen ' - Bie Besatzung hatte das Schiff s Anlaß des griechischen National feiertages geschmückt. Es erfolgten mehrere Explosionen, denen 31 Mann der Besatzung zum Oper fielen. Der Kreuzer war 1912 in den Vereinigten Staaten von Nordamerika für China gebaut, aber 1914 von Griechenland übernommen worden. Die Nachricht von der Torpedierung des Kreuzers verbreitete sich wie ein Lauf feuer in ganz Griechenland. Die Blätter brachten die Nachricht in Sonderausgaben. In Griechenland herrscht große Erregung. in die Reihen der HiIfsheeresdienstpflichtigen an: 1. Alle Männer, geboren 1923 und noch früher-solang sie nicht in den ständigen Kader eingetreten sind. 2. Alle Männer, die ständig dienstuntauglich sind, die Militärtaxe entrichten und für Arbeiten im Sinne der Verordnung über das Hilfsheer der Landesverteidigung befähigt sind. 3. Alle Männer, die 1889 und vorher geboren sind, bis zum vollendeten 65. Lebensjahre, insoweit sie für physische Arbeit geeignet sind, und bis zum 70. Lebensjahre, insoweit sie für geistige Arbeit verwendungsfähig sind. 4. Die Reserveoffiziere, MiHtärbeamten der Reserve u. die Militärdienstpflichtigen die von der Einberufung zu den Militäreinheiten im Mobilmachungs- oder Kriegszustand befreit sind oder befreit werden, solange dies erforderlich sein wird, und zwar: a) für Dienste im Verkehrs-, Post-, Telephon- und Telegraphendienst; b) für Arbeiten in Unternehmungen Werkstätten und Bergwerken, die auf Grund der Bedürfnisse der Landesverteidigung erfaßt sind, und c) für Dienste in staatlichen und autonomen Aemtern, Anstalten und Einrichtungen. 5. Die Männer im Alter von über 65 bezw. 70 Jahren, die als Freiwillige in das Hilfsheer eingereiht zu werden wünschen und 6. Frauen vom 17. bis zum 50. Lebensjahre für die Verrichtung von landwirtschaftlichen Arbeiten, die keinen Aufschub dulden. Die Einreihung dieser Hilfsheeresdienstpflichtigen in das Hilfsheer wird im Bedarfsfälle angeordnet werden. Ein Unterhausmitglied gefallen London, 14. August. (Avala — Reuter.) Das Mitglied des englischen Unterhauses und Offizier der Marineluftwaffe Peter A k e r s 1 e y ist gefallen. GvwietruffischkS Urteil über Deutsch lands Lebensmittelversorgung DIE MOSKAUER »PRAWDA« ÜBER DAS PROBLEM DER VERSORGUNG EU» ROPAS — »DEUTSCHLAND VERFÜGT ÜBER DIE GLEICHEN LAGER WIE M HERBST 1939« Moskau, 10. August, (Avala.) DNB berichtet: Die Moskauer »P r a w d unveröffentlichte einen Artikel unter dem Titel »Die Ernährung Europas«. Der Artikel betont insbesondere, daß die Ernährungslage Deutschlands keine Veränderung erfahren habe. Deutschland --- so heißt es in dem genannten offiziösen Organ der Sowjetregierung — hat sich im vorhinein auf eine lange Blockade vorbereitet, deshalb unterhält es vortreffliche Beziehungen zu den nahen Agrarstaaten im Osten und im Südosten Europas. In diesem Zusammenhang unterstreicht das Blatt die neuesten Ergebnisse der Unter- suchungen des Deutschen Instituts füf Konjunkturforschung,, Wie aus dem Er* gebnis zu ersehen ist, verfügt Deutschland über die gleichen Lagerbestände an Lebensmitteln wie im Herbst 1939. Der Bericht erwähnt ferner, daß insbesondere die Bestände an Fett, Käse, Eiern und Schweinefleisch eine starke Vermehrung erfahren haben. Anders ist demgegenüber die Lage Englands. Sie ist nicht gerade angenehm, da England gezwungen ist, 65 Prozent seiner Lebensmittel aus entfernten Staaten zu beziehen. Infolge des Luft- und Seekrieges könnte England sich bald in einer Krise sehen. Man spürt fer- ner, daß sich die Ernährungslage Frankreichs und Finnlands verschlechtert hat.« Emanzipation des Nachrichtendienstes in Kroatien Zagreb, 16. August. Wie die »No v osti« berichten, übersiedelt die Haupt-filiale der Nachrichtenagentur Avala in Zagreb in Bälde in ihre neuen Räume in der Radičeva ulica 32. Zum Leiter der Filiale wurde bekanntlich nach der Errichtung des Banats Kroatien der Abgeordnete Janko Tortkč ernannt. Die Hauptfiliale Zagreb hat inzwischen alle Schritte unternommen, um sich von der Beogra-der Zeitrate in der Frage des Empfanges und der Abgabe von Auslandsnachrichten selbständig zu machen. Ein sogenannter Hell-Fernschreiber besorgt bereits die Nachrichtenübertragung des DNB. In Bälde wird auch ein Automat für die Aufnahme der Stefani-Meldungen montiert werden, ebenso für die der Agentur TASS. Fallschirmspringer in England abgefetzt Berlin dementiert die englischen Presse, und Funkmeldungen Berlin, 16. August. (Avala.) DNB berichtet: Sicherlich nach einer Instruktion brachten alle englischen Zeitungen und auch der Rundfunk Nachrichten über deutsche Fallschirmspringer in England. In diesen Nachrichten wird behauptet, daß deutsche Fallschirmspringer gefangengenommen worden seien. Im Zusammenhang mit diesen englischen Behauptungen wird deutscherseits erklärt, daß der Zweck dieses Manövers klar ist. Deutschland soll kompromittiert werden, sich unehrlicher Kriegsmethoden zu bedie nen. Von deutcher Seite wird erklärt, daß die Meldungen von der Landung deutscher Fallschirmspringer absolut unwahr sind. Kanada wird ab Neujahr monatlich 500 Flugzeuge bauen H a 1-i f a x, 14. August. (Avala — Reuter.) Munitionsminister How erklärte ge, genüber Pressevertretern, Kanada habe sich zur Aufgabe gemacht, mit Beginn des Neujahres 1941 monatlich 500 Flugzeuge zu produzieren. Man könne annehmen, daß diese Ziffer erreicht werden würde. Die Munitionserzeugung Kanadas sei im Steigen begriffen. 27 Luftangriffe auf Tsehungking seit dem 18. Mai Tokio, 16. August. r(Avala.) DNB berichtet: Nach einem japanischen Bericht wurden seit dem 18. Mai insgesamt 28 Luftangriffe auf Tschungking durchgeführt. An den Angriffen beteiligten sich 330 Flugzeuge, die über 2000 Tonnen Bomben abgeworfen haben. 84 chinesische Flugzeuge wurden abgeschossen, 57 weitere am Boden zerstört. Spanien fordert die — Philippinen Madrid, 14. August. (Avala — DNB) Der »Alcazar« bringt anläßlich des Jahrestages des Verlustes der Philippinen einen Aufsatz, in dem es heißt, daß die Phi lippinen Spanien gehören, da sie heute noch spanischer seien denn je zuvor. MiiKm-dirciwR (+j »Encyclopaedm arctica.« In Leningrad wird demnächst ein Wenk erscheinen, in dem unter dem Titel »Eneyclo-paedia arctica« alles, was man über die Arktis weiß, in Form eines Wörterbuches veröffentlichen wird. Auch eine kurze Geschichte der Polarforschungen wird in diesem Werke ihren Platz finden. [+] Oriani am Index. Der Begründer des, philosophischen Nationalismus Paul Oriani, der allgemein als Vorgänger des.' Faschismus betrachtet wird, ist vom Vatikan in den Index librorom prohibitorum eingetragen worden. Das Lesen seiner Werke ist den rechtgläubigen Katholiken, verboten. FF: Ein neues Werk Benedetto Croces. Der italienische Philosoph Benedetto Croce hat soeben ein Werk mit dem Titel »Der historische Gedanke« herausgegeben.. Aus Stadt und Umgebung Maribor. Freitag, den 16. August Ein Festlag des Traber- und Reitsports Glanzvoller Verlauf des gestrigen Derbg-Meetings und des „eoncours hippique" / Der^' Sieger ist „Senor" (1.32 5) in spannungsvollem Kampfe mit „Lada" geword en / geisterung des Publikums über die Sprmgvorführungen der Kavallerieschule in Zemun z Ne ordbesuch in Tezno Bei herrlichstem Wetter und einem seit Jahrzehnten noch nicht dagewesenen Interesse des Publikums wurde gestern in Tezno der erste Renntag im Rahmen des Derby-Meeting und des »eoncours hippique« absolviert. Das Publikum strömte zu vielen Tausenden per Autobus, in Kraft wagen, Kutschiergelegenheiten, auf Motorrädern und Fahrrädern sowie zu Fuß auf den Rennplatz hinaus, um wieder einmal wirklich guten Traber- und Reitsport nach einer längeren Pause zu genießen. Der Trabrenverein hatte sich große Mühe gegeben, guten Sport zu zeigen, u. diese Bemühung ist durch schönsten Erfolg gekrönt worden. Besonderes Verdienst für die mühevolle Organisation u. Durchführung der Rennen erwarben sich insbesondere Obmann Hubert Luckmann, Vizeobmann Direktor Josip S k a z a, Oberstleutnant V. M a s 1 a Č, der Vereinskassier Dušan Kovač und Oberstarter 'Radovan Š e p e c. In der Rennleitung ist insbesondere auch die technische Mitarbeit des Geschäftsführers der Jugoslawischen Traberzentrale Franz K ö n i g zu erwähnen. Unter den Ehrengästen sah man Bürgermeister Dr. Juvan als Protektor der Veranstaltung, ferner den Stadtkommandanten General G o 1 u -b o v i č, Oberst K i 1 a r, die beiden Be-zirkshauptleute Eil e t z und Dr, š i š -k a, Vizebürgermeister ž e b o t u. a. m. Als erstes Rennen ging unter großer Spannung des inzwischen auf etwa 6000 Zuschauer angewachsenen Publikums das Rennen um den Kail Pachner-Preis, ein Beat-Fahren, vom Start. Die 7jährige »Krka« (Gestüt Bijenik) lief unter dem Beifall des Publikums in der Zeit 1.34 als erste durchs Ziel, zweite wurde die 8-jährige Stute »J a s n a« (J. Krainer) in 1.37.7. Den dritten Platz besetzte »D i z-m a« (F. Kodela), ein 11 jähriger Wallach in der Zeit 1.45. Vierte war die 11jährige Stute »Tilde K.« (J. Kocijan). Ein spannungsvolles Rennen war der Preis von Ljutomer, in weichem sich die 3jährige »M o j c a« (I. Lipej) in hartem Ringen mit dem dreijährigen Hengst »S p 1 e n d ii d« (Gut Vukomera-c) den siegreichen Lauf durchs Zeil zu erkämpfen wußte. Von den acht Pferden, die am Start erschienen waren, liefen die vier ersten nacheinander folgende Zeiten: »Mojca« (1.37.2), »Splendid« (1.35.4), »Pulti n« 1.40 und »Bessie« (1.52). Das Einleitungsspringen des »eoncours hippique« wurde zum Entzücken des Publikums von den Startenden so bravourös und glänzend durchgeführt, daß jedem der Reiter, die auf ihren prächtigen Pferden formvollendete Haltung zeigten, immer wieder stürmischer Beifall zuteil wurde. Insbesondere galt der Beifall den 'Mitgliedern der Kavalleriereitschule aus Zemun. Im Einleitungsspringen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. »Bobbi« (Reiter Leutnant A. G j u r i č) 1.1 (0 Point); 2. »Gladiator« (Reiter Leutnant F. Papst) 1.18 (kein Point); 3. »Aristid« (Reiter Michael D u d i š k i n), 1.24 (3 Points); 4. »Jablan« (Reiter Hauptmann A. K 1 o -b uč a r i 6); 1.25 (3 Points); 5. »Perun« (Reiter Leutnant A. G j u r i č), 1.04 (4 'Points). Das zweite Heat im Carl-Pachner-Preis gewann wiederum »K r k a« mit 1.35.1. »Tilde K« lief als zweite 1.34.2, »Jasna« als Dritte 1.38.5 und »Dizma« 1.42. Im Endplacement wurde »Krka« als Siegerin erklälrt. Die folgenden Plätze besetzten »Jasna«, »Tilde K.« und »Dizma«. Mit größter Spannung wurde sodann der Start und der Lauf des Jugoslawischen Traber-Derbys verfolgt. Eis gab 12 Kämpfer um den Staatspreis, umso größer war daher das Interesse für den Verdaut des heißen- Kampfes der drei Run- den, in denen sich der Hengst »S e n o r« (Karl W e i t z 1, Fahrer Fischer aus Wien) vor der ihm hart nachfolgenden »L a d a« (Gestüt Bijenik, Fahrer F a i-s e r, Budapest) an der Spitze zu halten verstand. »Senor« lief trotz der scharfen Konkurrenz »Ladas« mit 1.32.5 als Derby-Sieger unter dem Jubel des Publikums durchs Ziel. Zweite wurde »L a d a« mit 1.33.2. Den dritten Platz besetzte »Lidia« (Gestüt Vukomerac) mit 1.35.5. Vierter wurde »L e g r o« (Alois Novak) mit 1.36.5 und' Fünfter war »S y-1 e n t« (Edo Funk) mit 1.46. Den vierten Punkt des Rennprogramms bildete das Glücksspringen. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. »Margon« (Reitschule Zemun, Reiter Hauptmann J. Kfobučarič) 27 Sprünge in 2.30 Minuten. 2. »Arogant« (Reitschule Zemun, Reiter Major Pugovočnikov) 25 Sprünge, 2.30 Minuten. 3. »Korana« (Reitschule Zemun, Reiter Major Pugovočnikov) 22 Sprünge in 2.30 Minuten. 4. »Perun« (Reitschule Zemun, Reiter Leutnant G j u r i Č) 12 Sprünge in 1.21 Minuten. 5. »Luk« (Reitschule Zemun, Reiter Major Pugovočnikov) 12 Sprünge in 1.27 Minuten. 6. »Aristid« (Reitschule Zemun, Reiter Michael D u -d i š k i n) 9 Sprünge in 0.59 Minuten. 7. »Vitez« (Reitschule: Zemun, Reiter Major Pugovočnikov) 5 Sprünge in 0.37 Minuten. Ein spannendes Rennen war um den Preis von Ljubljana ausgefochten. Am Start waren 6 Pferde erschienen. Das Ren nen gewann weit überlegen der 7jährige, hoffnungsvolle Wallach »Orlo v« (Fr. Filip i č) mit 1.36.5. Als Zweiter ging der 3jährige »P u 1 f i n« (J. Slavič) mit 1.39.2 durchs Ziel. Den dritten Platz besetzte der 5jährige »M u k i« (F. Kiseljak) mit 1.40.9. Vierte wurde die 3jährige SU" te »P a 1 e s t r a« (Franz Heric) mit 1.42> Den Abschluß des überaus abwech5-lungsvollen Rennsporttages bildete da? Rudolf Warren-Lippitt-Gedächtnisrem1611 für Zweispänner. Obwohl nur drei Ge' spanne am Start erschienen waren, bil- dete insbesondere das prächtige Gespa111^ »Orlo v«—»J a n k o« unseres bekam1 ten Meisterfahrers Franz Filipič die t>6 rechtigte Bewunderung des Publikum5-Bei der Schnelligkeit, die die beiden »6' nannten Pferde entfalten, war der SRe des Fahrers Franz Filipič schon in de ersten Runde zur absoluten Gewißh61 geworden. Das Gespann »Orlov«— ko« brauchte für die drei Runden Minuten und lief mit einer guten Kil°' meterzeit von 1.44.2 unter dem Jtibe des Publikums als Sieger durchs Ziel- -" Den zweiten Platz besetzten »M o j 6 —»J a s n a« mit 5.45 (2.01). — Den dn ' ten und letzten Preis gewannen »Tatjana-5 —»Dizma« 5.46 (2.05). . Das Galopp-Hindernisrennen auf 1®^ Meter gewann überlegen »K o m e t a< (Ing. M. Westen, Reiter Martin K 0 ' v a Č) mit 1.55. Als Zweiter lief »Valencia« (Leutnant F. P a p s t) knapp f° gend mit 1.56 durchs Ziel. Mit diesem Rennen war das schön Programm des ersten Tages zur vollst611 Befriedigung des zahlreichen Publikum5 erschöpft. Um so größer sind jetzt, °a man die Pferde schon besser kennt, d,e Erwartungen für den kommenden Sonntag. In allen Kreisen verspricht man sic für Sonntag nicht weniger spannungsvd 6 Felder und Endspurt als gestern, ebenso aber auch die interessanten Reitvorfuh rungen, in denen die Mitglieder der R6y schule Zemun durch ihre Anteilnahm brillieren. Nochmals zum Kapitel Tierquälerei Um widerlichen Szenen, wie solche in der Vrazova ulica die Gemüter der Passanten mit Abscheu erregten, ein Ende zu bereiten, wäre es m ähnlichen, in den Tageszeitungen veröffentlichten Fällen die Pflicht der diesbezüglichen Behörde, die Zeugen solcher Tierquälereien durch die Tagesblätter aufzufordern, sich wegen Einvernahme zu melden und den Tierquäler, wer immer auch sei, energisch zu bestrafen. Es ist ja nicht nur der städtische Wasenmeister der einzige Tierquäler, dem man begegnet, man braucht ja nur z. B. nachmittags auf der Strecke Brestcrnica —Maribor die schwerbeladenen Fuhrwerke beobachten, in welche die ausgehunger gerten und unterernährten Tiere eingespannt sind und unbarmherzig geprügelt werden, wenn sie die Last über die beträchtlichen Steigungen in diesem Gebiete nicht bewältigen können. Wenn man nicht ein ganz versteinertes Herz hat, muß man mit diesen armen Tieren Mitleid haben. Diesen menschenunwürdigen Verhalten gegenüber den Tieren, die zum Nutzen des Menschen in rohester Weise ausgenützt wenden, können nur häufige Gendar meriepatrouillen Abhilfe schaffen u. zwar dadurch, daß sie diese Missetäter rücksichtslos der verdienten Strafe zuführen, den jeder Passant läuft bei einer belehrenden Ermahnung Gefahr, von den Fuhrwerksbegleitern beschimpft oder sogar bedroht zu werden. Daß so schwer beladene Fuhrwerke Steigungen nur im Zick-Zack mit Mühe bewältigen können und dabei gegen polizeilichen Stra-ßenvorschrif ten schwer sündigen, ist selbstredend u. nur der Geistesgegenwart der Autofahrer ist es zu verdanken, daß an diesen Stellen nicht täglich schwere Straßenunfälle ■sich ereignen,, denn so ein ausgeracker- tes, unterernährtes und verprügelt Pferd rastet mit seinem Begleiter mel' hinter einer unübersichtlichen Straß6 kurve, selbstverständlich auf der falsch Straßenseite. Nationales Schachturnier in Eelje In der Mittwoch abends zur AustfgS gung gelangten fünften Runde d nationalen Schachturniers in Celje nigten sich zunächst Gottlieb und Je^ cluiefl-Gra- in an auf ein Remis. Smigovc gegen Mišura einen Sieg verzer Graser unterlag seinem Gegner c«» sie. Das Spiel zwischen Marek ri Medan endete mit einem Unentscni den. Žuk wurde im Spiel mit vič kontumaziert. Mlinar errang u seinen Gegner Popovič einen schon Sjcg. Savič und Berner konnten k_cl Entscheidung herbeiführen und ein 8 ten sich deshalb auf ein Remis. ß und Majstorovič unterbrachen 1 .j. Partie. šiška wurde im Kampfe ® Šubarič kontumaziert. In der sechsten Runde, die nerstag gespielt wurde, konnte SU rič seinen Gegner Popovič mattsetz > während Marek über Grašer ein ^ Sieg buchen konnte. Žuk ^ zog Kampfe gegen Mlinar den Kürzer Jerman siegte über Savič, Mišura u GoLllieb und Medan über Smig0^ Šiška und Berner einigten sich ^ ein Remis. Die Partie Sorli: ^ wurde unterbrochen, ebenso .u„n ,aS brachen Popovič und Majstorovič Spiel. rß. Stand nach der sechsten ljlU1 , Jerman und šubarič je 5, ner 41/., Sorli 31/- (2), Grašič Sy« ’ Mišura 3'/-, šiška, Mlinar, Goil,lC‘ Marek Je 'Š, Majstorovič 2Vs ,(f)> b govc und Medan je 2l/2, Popovič 2 (1), • ^,0vJf 2> Savič l1/., Grašer uncl žuk Je V2 Punkl; Evangelisches. Sonntag, den 18. , "J!?1 ^0 Uhr findet der Gemeindegot-' bnst in der Christuskirche statt. o ln ® ^Gottesdienste. Kommenden „ Uil ag) den 18. d., werden Bergmes-gelesen um 9 Uhr bei der Marino OTTkoČa’um 10 Uhr in Sv. Arcli, Ti . Idir in Smolnik, um 9 Uhr am er8 und um 11 Uhr am Krem-nrri Vrk" *n Pungart "(Koča pod Ko-In 4 diesmal der Gottesdienst. ,C1' uvanziskanerkirche in Maribor ■415 Ul erstc Frühmesse bereits um freu h gelesen, sodass ihr die Bcrg-zu n^ ’ die schon den ersten Früli-nP enutzen, beiwohnen können. — Ucr Aljaž-Klub. MuJTler Abend. Eine Gruppe von sem hi rn des Bcogradcr The ater en-Vo es unter der Leitung der her-Žanh“C^Cn Bühnenkünstlerin Frau Samlt ukič veranstaltet morgen, den 17. d. um 20.30 Uhr im bunt611 ^aa^e des Sokolheimes einen eu Abend. Das Programm um- Tffyu Odansons, Schlager und lustige uButnik°nCn' Kartenvorverkauf beim Meist ,IC Schneiderinnung lädt alle Lehrp1 Und Meisterinnen auf, ihre Zü„,. "’S0 bzw. Lehrmädchen unvcr-Werhv eZUr Einschreibung in die ge-send e. Eortbildungsschule zu cnt-gistrefJ die gegenwärtig am Stadlma-a vorgenommen wird. Slati ^0 4ahre Feuerwehr in Rogaška Hoa.^' Dic Freiwillige Kuhrwehr in Son t ladna feiert kommenden 60 das schöne Jubiläum ihres der \v!8en Bestandes. An der Spitze tor r 6 v s*-cht gegenwärtig Ixurdirck-biK r a č n e r. Im Rahmen der Ju-ein Ulnslcierlichkcilen ist nachmittags den 'F,?sses Voklsfest vorgesehen, bei mit dle Glasererkapelle aus Rogatec öteh'llr Fire Mitwirkung haben auch rere andere Vereine angemeldet. (j'11' Arbeiter und Angestellte, die nach WurfI henübung nicht wieder eingestellt in n können ihre Wicdereinstellung öer 651 höheren Dienst bis 25. August for- V "• F e o g r a d, 16. August. In einer de.r autbarung des Zentralsekretariates bet * 1'3ederkanuner heißt es, daß alle Ar tem,Cr Und Angestellten, die seit 1. Senner vv nach ihrer Rückkehr von ei. ihrerf a_henübung die Wiederaufnahme in doch ka.^eren Dienst verlangt haben, je-jm nicht aufgenommen worden sind' 10 Alnne der jüngsten Verordnung vom Di’ Ugu®t d. J. über die Regelung des beruf Verilältnisses bür den Fall einer Ein ben ZUr Waffenübung das Recht ha. dies'e pS .^'"schließlich 25. August 1940 aller" • °rderung erneut zu erheben u. sich neu p" aer nuene Vrordnung vorgeshe-nUr| ‘ ec^e zu bedienen. Die neue Veroid Süt für das ganze Land. ITl. p:_ teillbe neues Postamt wird' mit 1. Sep-den nrrd" F eröffnet. Es handelt sich um reich ?v- b a n i j e 1, in dessen Bc-Wiriu Clnige Ortschaften, die bisher zum hörtg.m?sl so müßten sich nun Hunderte von k61 nen und großen Wünschen erfüllen., Dem in der Samstagnacht wimmelte es diesen seltsamen, den nächtlichen Himn durchsausenden Boten ferner Welten - -' c. Die Zeiten ändern sich. Aus LaSk° wird uns geschrieben: Die Frisierläden • Handelsgeschäfte in Laško haben ne Arbeitszeiten festgestellt. Die Frisier den arbeiten Dienstag, Mittwoch, Do nerstag und Freitag von 7—12 und 14"'' 8 8 ^ 7-12.30 U- 14—20 Uhr, 19 Uhr, an Samstagen von . an Sonntagen und Feiert3' gen von 6—12 und an Montagen nur vo 7—10 Uhr. Die Handelsgeschäfte sind chentags von 7—12 und 14—19 Uhr ß öffnet, an Sonn- und Feiertagen aber l> von 7—9 Uhr früh. c. Verkehrsunfall. In der MaribOf^ Straße, zwischen der Eisenbahnüberse und der Villa Westen, stieß e* einem Pferdefuhrwet und einem Fahrrad zusammen. Der Ra fahrer, ein 45 Jahre alter Mann aus SP° nja Hudinja, erlitt eine schwere Kop und innere Verletzungen und wurde 1 Krankenhaus Celje gebracht. zung Kraftwagen mit c. Kino Metropol. Heute, Freitag, zum Spurt 39 Das gestrige Gorjancl-Remien KRAFTRÄDER AUF DER 12.7 KILOMETER LANGEN HÜGELSTRASSE. _ DIE BESTE ZEIT DES TAGES FÄHRT NIKOLA JURČIČ AUS ZAGREB. Der Motoklub »11 i r i j a« aus Ljubljana veranstaltete am gestrigen Sonntag nachmittags ein Rennen über den Hügelzug der Gorjanci in Unterkrain, für das allenthalben großes Interesse herrschte. Die Strecke war 12.7 Kilometer lang und c. Evangelische Kirchengemeinde. Sonn-lin bester Verfassung. Am Rennen nahmen tag, den 18. August, entfällt der Gottes-I39 bekannte Motosportler teil, dienst. c. Auszeichnung. Herr Franz Kocjan, Sekretär bei der Bezirkshauotmannschift In Celje, wurde mit dem Orden des hl. Sava 5. Klasse ausgezeichnet. c. Todesfall. Heute (Freitag) wird im Umgebungsfriedhof der pensionierte Postdirektor Franz N a t e k, der im Allgemeinen Krankenhause im After von 71 Jahren einem längeren Leiden erlegen war, zur ewigen Ruhe gebettet. In št. Ju rij ob Taboru geboren, war Franz Natek Im Jahre 1900 zur Post nach Celje gekommen. wo er im Jahre 1926 in den dauernden Ruhestand übernommen wurde. Der Heimgegangene war durch viele Jahre Präsident des VerwaHungsauisschusses der Zweigstelle Celje der Sparkasse- des iubanats und wirkte auch im Fremden-icehrs- und Stadtversehönerungsver-|e eifrig mit. Im Vorjahre wurde er mit Orden der Jugoslawischen Krone 4. tesse ausgezeichnet. — R. f. p.l c. Alkoholverbot. Die Vereinigung der Gastwirte in Celje teilt allen ihren Mitgliedern mit, daß am 17., 18. und 19. Au- f‘ t der Ausschank von alkoholischen ränken an Rekruten und ihre Beglei-verboten ist. Uebertritte werden strenge bestraft. c. Amtliche Nachricht. Die Rathaus- Die beste Zeit des Tages hatte Nikola Jurčič aus Zagreb auf BMW mit 10:14 zu verzeichnen. Zweiter war Janko š i š-ka aus Ljubljana (Zündapp) mit 10:23 und Dritter Ivan Miklavčič aus Ljub- ljana (Zündapp) mit 10:30 ein Fünftel. Es folgten Dušan Breznik (DKW) mit 10:45 vier Fünftel, Jerko Babič (Zagreb — Puch) mit 10:51 und Anton šildhabel (Zagreb — Zündapp) mit 10:56, In der Kategorie der Beiwagenmaschinen war žiga L a p t e r aus Varaždin (BMW) mit 13:27 Erster. Es folgten Fritz Lužar (Zagreb — BMW) mit letztenmal das ausgezeichnete FUmluS, spiel in deutscher Sprache: »Ihr PrW3' | sekretär« mit Theo Lingen, Rudolf Caf’ Maria Andergast, Gustav Fröhlich un Fita Benkhoff. Ein großes Wogen v° Heiterkeit, Beifall ohne Ende. Ein F'*!3' an dem man seine helle Freude hab; kann. Karten im Vorverkauf sichern. Vdkswidsckaß^ X Die Maisverteilung wird nicht di® Prizad, sondern die Banatsverwaltu3* vornehmen. Deshalb wollen sich die I Iteressenten nicht an die Ausfuhrgese' | schaft wenden. Sobald die Banatsverwa-tung von der Prizad die entsprechende IMaismengen erhält, wird sie dies rechte itig bekanntgeben und auch die Stelle un den Tag bestimmen, wann der Mais ab- 14:10 ein Fünftel und Han ja Boškovičlgeholt werden kann.'Da die Prizad bishef (Zagreb — Zündapp) Fünftel. mit 14:32 zwei 'Korrespondenz gibt bekannt, daß in den Tagen vom 18. bis 25. August im Zim-iger Nr. 47 der Stadthauptmannschaft die Tabellen über die Steuernachlässe die vom Hagelunwetter betroffenen tim dm Sißdpofai der Schwimmer »Viktorija« (Sušak) gegen Zagreb 72 : 37 in Führung. mit sitz er zur Einsichtnahme aufliegen werden. Gleichzeitig können die Betroffenen] dort verschiedene Samenarten zu ermäßigten Preisen beziehen. c. Vom staatlichen Realgymnasium.] Ausnahmsweise dürfen heuer Schüler, die im Monat Juni bei den Aufnahmeprüfungen abgewiesen wurden oder aus Gesundheitsrücksichten nicht daran teilnehmen konnten, am 27. August abermals zu den Aufnahmeprüfungen antreten, die um 8 Uhr morgens beginnen. Diesbezügliche Gesuche sind bis zum 25. August beim Direktorium der Anstalt abzugehen. Die Nachprüfungen werden am 28. und 29. August abgehalten, die Nachprüfungen Vor 3000 Zuschauern wurde gestern in Zagreb das Schwimmbassin des dortigen Sportklubs »Marathon« festlich eröffnet. Als Hauptveranstaltung galt das aber malige Kräftemessen zwischen dem Z a~ g rebe r S c h wim m k-lu b (ZPK) u. der Sušaker »Viktorija«, die gestern abermals einen bedeutenden Sieg über ihren Gegner davontragen konnte. Den Veranstaltungen wohnten auch hervorragende Persönlichkeiten bei, darunter auch Bürgermeister Starčevi č. — Auf die Ergebnisse des Zweikampfes zwischen den beiden bewährten Mannschaften wirkte immerhin die Kälte des Wassers ein. Die Sušaiker Gäste stiegen im Schwimmen mit 72 Punkten, während ZPK nur 37 Punkte auf sieh vereinigen konnte. Im Wasserball führten beide Mann schäften kein ausnehmend schönes Spiel vor. Die Zagreber waren bedeutend besser als ihre Gegner und standen in der zweiten Hälfte des Spieles auf 2:0. Da fürljedoch die Gemüter zu sehr erregt waren, Be-"sah sich Schiedsrichter Prcič genötigt, Prcrč das Spiel vorzeitig abzubrechen, bereits zum zweiten Mal in der Begegnung dieser beiden Rivalen. Russische LeichlaiMMrewrde Nur wenig weiß man von den Leistungen der russischen Leichtathleten. In Län derkämpfen sind sie noch nicht hervorgetreten; wenn man aber einen Bück in die Liste der russischen Bestleistungen wirft, fallen einem auch die am internationalen Maßstab gemessenen guten Ergebnisse auf. Der Stabhochsprung Ozolins mit 4.30 Meter wurde in Europa noch von keinem Springer überboten. Der beste Eu 4.27. Ueberdurchschnittlich sind auch die Leistungen im Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswurf und in den langen Strecken. Im einzelnen hat die russische Rekordliste folgendes Aussehen: 100 Meter: Kor. r.jenko 10.7 Sek., 400 Meter: Ljulko 48.6 Sek., 800 Meter: Pugatjewski 1.58 Min., 1000 Meter: Pugatjewski 2:27.4 Minut., 3000 Meter: Znamenskij 8.28 Min., 5000 Meter: Znamenskij 14:38.4 Min., 110 m Hürden: Stepantjenko 15 Sek., 3000 m Hindernis: Stepanov 9:28.8 Min., Weitsprung: Gurjanov 7.43 Meter, Hoch- sprung: Ataienov 1.97 Meter, Stabhoch: Ozolin 4.30 Meter, Kugel: Kanaki 15.53 Meter, Diskus: Ljachow 49.76 Meter, und Speer: Aleksejew 66.94 Meter. noch keinen Mais erhielt bzw. aufkauft®« konnte selbstredend auch keine Verte1' lung vorgenommen werden. X Das Ergebnis der ersten Zählung d# Industrie- und Handelsunternehmen in *■* iienisch.Ostafrika. Rom (Informundus)-Die ganze in Italienisch-Ostafrika End Die norwegische Tennismeisterschaft April des Jahres 1939 stattgefundene Zäh lung der Industrie- und Handels-Unters men zeitigte folgende Ergebnisse: Indu strie — Erithrea: 2198 Unternehmern 2,798,100.000 angelegtes Kapital; Som3' liland: 584 Unternehmen, 75,430.000 Lir® angelegtes Kapital; Scioa: 561 Unternehmen, 305 Millionen Lire angelegtes tat; Harrar: 223, angelegtes Kapital Mill. 145.000 Lire; Amara: 163, angelegtes Kapital 61,640.000 Lire; Galla und Si> dama: 268, angelegtes Kapital 71,831.0®; Lire. Gesamtzahl der Unternehmen: 399 mit einem eingezahlten Kapital von 3 Milliarden 332,128.000 Lire. — Handel: Erh threa: Unternehmen 2290, angelegtes K3' rr,^LlelZtHb™ 1ÄlPital 486,380.000; Somalüand: 659, ange- te Johann Haanes, der im Endspiel Knut Waage sicher mit 7—3, 6—4, 6—2 abfer-tigte. Im Dameneinzel gewannen Ida Wre-de-Holm ebenfalls leicht mit 6—1, 6—1 über Gerd Nilsen. : Für den Dreiländerkampf der Wasser-ballnationalmannschaften von Deutschland, Italien und Ungarn, der vom 17. bis 20. August in Budapest stattfindet, wurde folgender Spielplan ausgearbeitet: 17. August: Italien—Ungarn, 18. August: Deutschland—Ungarn, 20. Aug.: Deutschland gegen Italien. Außer Wettbewerb startet im Rahmen dieser Veranstaltung auch die ungarische B-Mannschaft, welche an jedem der drei Spieltage ein Freund schaftsspiel gegen die jeweils spielfreie Ländermannschaft bestreitet. : Drewitz ist deutscher Segelmeister. Am Montag wurde auf dem Wannsee die entscheidende Wettfahrt um die Deutsche Kriegsmeisterschaft in der 22-kbm-Renn-jolle zwischen den Tagessiegern der drei legtes Kapital 22,000.000; Scioa 634 634, Kapital 498 Mill. Lire; Harrar l®"’ angelegtes Kapital 33,850.000 Lire; AM3' ra: 510, angelegtes Kapital 38,012.000 Lire; Galla und Sidama 126, angelegtes Kä pital 33 Mill. und 460.000 Lire. Gesamtzahl der Unternehmen 4785 mit einem ein gezahlten Kapital von 1.111,702.000 Lire- zur Kleinen Matura sowie die schriftlichen 5 ropäer, Kaas (Norwegen) kam »nur« auf Wannsee) hervor. vorangegangenen Wettfahrten ausgetragen. Als Sieger und neuer deutscher Mei-§ immer ster ging R. Drewitz (Müggelsee) vor fällt!« W. Schönbrod und Dr. Turgut (beide »Macht nichts, Vater »Ich muß dir sagen, liebe Tochter, da mir der junge Mann, mit dem du je^ zusammenkommst, garnicht 8e dich er kann k.ebensowenig leiden!« S'am? VjgUil 191.1. Gläserne Pantoffel rrliJP^ *n a*ten Märchen wird oft von gssy-berich,e'' "”d - wurden einer als wundersame Ausgeburten wner ie] le Ms Ouserer Zeit, die schon so vie-vorbpu u " räwme verwirklichte, blieb es zwecks vCn’ auch Glas kür Bekleidungs-mg„i', u verwenden. Es ist durchaus weben ’n 3Us Olusfäden Kleiderstoffe zu am U . as Modemat der Stadt Frankfurt Verwenden ^ S'ch andererseäs mit der bre^m T““s von splitterfreiem, unzer-"lais o en Glas, dem bekannten Plexi-ModVCinfm ^ymethacrylsäureester, als fand rV 1 eingehend beschäftigt. So kröne au« Plexiglas hergestellte Braut-bräuchp *e an alte deutsche Volkstunis-runn an knüpfte, allgemeine Bewunde-B'lusen unu Pachtung; Verschlüsse für den p- , Kleider aus Plexiglas nach ordenu^l Ur*er Entwürfen sind außer-cher a 1 begehrt. Ferner wurden Fä- AbendkkidICdiglaS geschaffen’ die zum kt ^?rra!§eud passen. Das neueste aber ‘"eid der neuen deutschen Mode ist die v5nd P,3SSC Damenci!?endunS von Plexiglas für den von ripS 'i?> un‘d hier i-st das Märchen Mword^ g*as'ern6n Pantoffel Wirklichkeit mit 7' ?v ‘ Oie deutschen Frauen werden nen pIe,"i’diien, lichtdurchlässigen, gläser-auis p. en> bei denen Sohle und Absatz sind ln?m Stück Plexiglas gearbeitet sernl i1! bei denen der Fuß durch glä- serne Straß,, Bänder gehalten wird, über die Sohle ge^en- Die äußeren Seiten von schliffUnd Absatz sind punktiert oder ge-geri ,en’ s° daß reizvolle Lichtwirkun-pjgch erv°rgerufen werden. Die untere Beai.,c der Sohle wird einer besonderen Ung unterzogen, um ein Gleiten ZU \T . ö Mli'lCIÄ diesp61"1116’*0" Man darf sicher sein, daß werd,e’^n Schuhe viel Anklang finden e neue Stahlrohr-Betonbalkendecke d . -1e dei Betonbalk, p, e deutsche Firma hat eine Stahlrohr Pachk~a ndecke herausgebracht, die in Beck 'eis1'n großes Aufsehen erregt. Die mit C,i W*rd aus Stahlrohr-Betonbalken hnfi.ii. Zwischen gelegten Bogenträger-t0n orpern und Teilen von Ausgußbe-frao-p ^det. Die Stahlrohr-Betonbalken sind n einen Bteg aus Bimsbeton und nichi einem nicht klingenden und Stroj. scbwingfähigen losen Stoff wie tontr« Und ähnlichem ausgefüllt. Die Be-Schl.a ?Crh°hlkörper sind aus Bims- oder gesch? 'E^beton aufgebaut und fünfseitig zen ,°sscn, so daß beim Zusammenset-Estrichf Hohl räume entstehen. Als Zentin AWird *m allgemeinen eine drei bracht ry d'c'd b'°t schwingungsfähige Lufträume schiutz^T einen hervorragenden Schall- forsch' n hrstitut für Schall- und Wärme StuttQ.Un,g der Technischen Hochschule in decke - WUrden drei Stahlrohr-Beton-i.n gi.!\irn Keller-, Erd- und Obergeschoß Untersu von 16> 20 und 23 Zentimeter dämnf die die hervorragende Schall- durCh!URg bewiesen. Auch die Wärme-§ünsffZah,en waren außerordentlich Söbni? Und ein nicht minder gutes Er-s hatten die Belastungsproben. j 98 Schwert Wielands, des Schmieds Wjrd ÜKm abcn deutschen Amelungenlied Schniie ^ehrieben, wie Wieland der Schweb ^ E'n hervorragend gehärtetes WeiCh adurch herstellt, daß er ein zu eininp68 ^ehwert zerfeilt, die Feilspäne Sen ny, ^vögeln, wahrscheinlich Gän-Und an(ierer Nahrung zu fressen gibt Schndj ! ’*irem Kot das Erz wieder heraus Schw,pZf" ^‘Us diesem Eisen schuf er ein dig dr ’ >>das war erst scharf und schnei Erden3S war erst fest und hart, wie auf Wardc- Sjhwerlich ein bess’res je gesehen institut Düsseldorfer .Stahlforschungs- eingeh WUrde diese Methode nun einer Und g enden Nachprüfung unterzogen, Ver{ah Aufstand daraus ein patentiertes gelba/611 ZUr Herstellung weitgehend re-scher oj^^ebauter inhomogener metalli-Wjry .offe, das dadurch gekennzeichnet Stoff’ 2 - dem metallischen Ausgangs-ßc ObUn«-^St durch Verteilung eine gro-ei fläche gegeben wird, die dann Technik durch Diffusionsbehandlung mit den gewünschten Stoffen angereichert wird, und daß die so behandelten Teile durch Sintern oder Schweißen zu Stücken der gewünschten Type und Form vereinigt und weiter verarbeitet werden. Man vermeidet also hier den Umweg durch den Vogelmagen und -darrn, das Grundsätzliche das Verfahrens ist aber so, wie es im alten Amelungenlied festgehalten ist, zu einer neuzeitlichen Werkstoffgewinnung in meisterhafter Weise ausgenutzt worden. Ein neues Verfahren zum Mischen von Flüssigkeiten In zahlreichen Zweigen der chemisch en Industrie spielt das Mischen von Flüssigkeiten eine wichtige Rolle. Eine der Hauptforderungen ist, daß das Misch Verhältnis genau eingehalten wird, da die Güte dtes Enderzeugnisses davon ab-hAngt. Bei kleineren Mengen kann man das dadurch erreichen, daß man die zu mischende Flüssigkeit in Behältern abmißt. Bei großen Mengen ist dieses Verfahren nicht anzuwenden. Als ein großer Fortschritt auf diesem Gebiet wird daher die Entwicklung eines neuen Verfahrens angesehen, bei dem die Mischung unmittelbar in einer Rohrleitung kontinuierlich vorgenommen wird. Dabei bleibt das Mischverhältnis auch bei veränderlichem Durchfluß stets gleich. Selbst stoßartige Durchstoßschwankungen können bei dem neuen, von einer bekannten deutschen Elektrofirma geschaffenen Verfahren das Mi sch Verhältnis nicht beeinflussen. Die Art der zu mischenden Flüssigkeiten spielt grundsätzlich keime Rolle, denn der Regler arbeitet in Verbindung mit jedem rotierenden Flüssigkeitszählei". Selbst aggresive Säuren lassen sich mischen, wenn man zu ihrer Messung einen keramischen Trommelzähler verwendet. Sehr wichtig ist, daß nicht nur zwei, sondern auch drei, vier und mehr Flüssigkeiten gemischt werden können, wobei jede Flüssigkeit im richtigen Verhältnis zuläuft. Ein sehr wichtiges Anwendungsgebiet solcher Mischanlagen ist u. a. die Kraftstoffindustrie, in der vielfach verschiedene Bestandteile gemischt werden müssen. Der Eisenbedarf des menschlichen Körpers Der menschliche Körper braucht zum Aufbau des roten Blutfarbstoffes, des Hämoglobins, eine Eisenmenge, die so groß ist, daß man daraus einen Nagel hersteilen könnte. Die roten Blutkörperchen werden etwa alle drei bis vier Wochen erneuert. Dabei wird das Eisen dem roten Knochenmark zugeführt. Etwa 15% des Eisens gehen bei diesem Vorgang verloren und müssen dann durch entsprechende Nahrungsaufnahme ergänzt werden. 010 DIE HÄUSER VON GALVANI UND MALPIGHI SOLLTEN EINEM STRASSEN-DURCHBRUCH WEICHEN — DIE WISSENSCHAFT TRIUMPHIERTE ABER ÜBER DIE MODERNE SACHLICHKEIT In der schönen stattlichen Stadt Bologna, deren akademischer Ruhm bis ins früheste Mittelalter reicht, befinden sich zwei kleine bescheidene Häuschen mit lateinischer Inschrift auf der Ehrentafel. Die eine lautet: »Dieses Haus empfing als Neugeborenen Galvani und' betrauerte ihn als Toten. Für ihn war der eine Pol des Lebens an den anderen gebunden«, — eine schöne Inschrift für den Erforscher der lebendigen Elektrizität. Auf dem anderen Häuschen eines großen Physikers steht: »Dies ist das Haus Malpighis, das .sich des unsterblichen Gastes freut, der uns die Kenntnis der verborgenen Erzeugung der Dinge gab.« Leider besaß der Bürger meister von Bologna kein rechtes Verständnis für die Würde dieser Gedenkstätten. Um eine schöne gerade neue »Via Roma« durch die Stadt zu legen, wollte er die beiden Häuser ab reißen lassen. Aber da kam er schlecht an. Es empörten sich mit der Universität alle italienischen Freunde der Wissenschaft gegen diesen modernen »Frevel«. Und da der Einspruch siegte, wird nun die Straße etwa krumm werden und dafür die Reliquie erhalten bleiben. Von Galvanisieren, vom galvanischen Verfahren der Versilberung, Vergoldung usw. von Gegenständen (Galvanoplastik) auch von Galvanokaustik, Galvanogra-phie usw. spricht heute fast jeder technisch Interessierte. Aber der geniale Entdecker Galvani, der durch ein berühmtes Experiment an Froschschenkeln, die er mit Drähten in Berührung brachte, die tierische Elektrizität entdeckte, ist weniger bekannt. Über zweieinhalb engbedruckte Seiten füllt allein die Aufzählung aller von diesem Mann im bescheidenen Häuschen zu Bologna bewirkten technischen und medizinischen Verfahren. Der Urheber aller dieser Dinge, Luigi Galvani wurde 1737 in Bologna geboren. Er ist dort auch 1798 gestorben. 1766 wurde er Professor am Anatomischen Institut zu Bologna, 1782 auch Professor der Geburts ■ hilfe. Seine elektrischen Versuche, die die »galvanische Elektrizität« — damals ein völlig neues Phänomen — feststellten, beschäftigten sich vor allem auch mit dem Menschen. Seine berühmte Schrift: »Kommentar von den Kräften der Elektrizität in der Muskelbewegung« vhirde 1791 gedruckt. Gal van is Entdeckung hat später im sogenannten Mesmerismus, der elek- trisch-magnetischen Ausstrahlung vom Menschen zu Heilzwecken, eine noch heute weiter wirkende Rolle gespielt. Auch rein physikalische Arbeiten gab der geniale Gelehrte heraus. Der andere große Sohn Bolognas, Mal-pighii, wurde in der Umgebung, in Creva-leone bei Bologna 1628 geboren. Er war Anatom, Physiologe, Botaniker und Physiker. In die medizinische Wissenschaft sind seine verschiedenen Entdeckungen als sogenannte »Malpighische Körperchen« in der Milz und für die Keimschicht des organischen Embryos als »Malpighisches Schleimnetz« (rete mal-pighi) mit anderen Entdeckungen und Untersuchungen eingegangen. Er untersuchte auch als erster den Blutkreislauf unter dem Mikroskop, beschrieb den Keimprozeß des Hühnchens im Ei und schrieb unzählige physiologische und anatomische Abhandlungen. Sein Gesamtwerk erschien 1686 in London. Malpighi war 1682 bis 1691 Professor der Medizin in Bologna und starb 1694 in Rom als Leibarzt des damaligen Papstes. Vor den Häusern dieser beiden großen Geistesheroen wird nun die neu geplante Straße Bolognas einen respektvollen Umweg cinschlagen, dank dem tapferen Lärm, der bis in die italienischen Zeitungen in dieser Angelegenheit von den Vertretern der Wissenschaft erhoben wurde. Die alten Gelehrten haben in diesem Ausnahmefall über den modernen Verkehrsfanatismus einen immerhin verständlichen Sieg davongetragen. Dr. L. K. Wie Paris kapitulierte Berlin, August. (UTA) In »Aufzeichnungen eines Ordonnanz-Offiziers« über den Fall von Paris schildert Wilhelm Ritter von Schramm u. a. auch die dramatisch Szene der Kapitulations-Unterzeichnung: Wir werden den 14. Juni 1940 nie vergessen, und nie die graue nebelige Stunde der Kapitulation. ln dem Stabsquartier einer ostp'reußi-schen Aufklärungsabteilung erwarteten wir die französischen Unterhändler. Es ist ein geräumiges Haus in der Rue de Paris, fast ein Schloß, von alten, hohen Bäumen umgeben, in dem die Verhandlungen stattfinden werden. Es ist, schon ,sechs »Mai- Uhr, aber es wird nicht heller. So brennen Kerzen in kleinen Leuchtern auf dem Tisch, an dem die beiden Parteien Platz nehmen sollen. Vor den Fenstern aber, sorgsam mit Zweigen abgedeckt, stehen die Panzerwagen der Aufklärungsabteilung — noch schlafend, scheint es. Der Krieg ist noch nicht erwacht, aber die geheime Spannung liegt über uns allen, ob er heute noch einmal erwachen wird. Dann sind die Franzosen da. Am Gartentor steht ihr Wagen mit der weißen Fahne — er wurde von unseren Truppen nicht beschossen. Auf der Freitreppe des Hauses hat ein Sergeant der Pariser Zivilgarde Aufstellung genommen. Er grüßt sehr feierlich, mit einem ernsten, höflichen Lächeln in seinem großen, hellen Gesicht, als ich an ihm vorüber das Haus betrete. In dem Musikzimmer beginnt die Verhandlung; nur vier Personen sind außer mir zugegen: Major H. und Hauptmann M. auf deutscher Seite auf französischer ein kleiner, bescheiden wirkender Stabsoffizier, der Bevollmächtigte des Gouverneurs von Paris, und ein Oberleutnant, der französische Dolmetscher. Die Verhandlungen werden in deutscher Sprache geführt. Genauer gesagt: Es wird gar nicht verhandelt. Die Franzosen erfahren nur die Bedingungen, unter denen das deutsche Oberkommando bereit ist, Paris nicht als Kriegsgebiet zu betrachten. Klar und kurz sind die einzelnen Punkte dieser Bedingungen. Sie dienen dem Schutz der einrückenden deutschen Truppen ebenso wie der Sicherheit von Paris. Major H. liest sie vor, langsam und deutlich, einen Punkt nach dem ändern. Und Punkt für Punkt werden sie übersetzt. Die Franzosen sitzen leicht vornübergeneigt und hören angespannt zu. Nach jedem Prnkt nickt der französische Major zum Zeichen, daß er verstanden hat. Dann tritt immer für kurze Zeit eine vollkommene Stille ein, so daß man nur das Blaken der Kerzen hört oder den Schritt der Wachen vor den Fenstern. Ganz langsam wird es heller. Die Franzosen nehmen die einzelnen Punkte zur Kenntnis. Sie haben nichts einzuwenden. Nur hin und wieder richtet ihr Major eine halblaute Frage an seinen Begleiter. Dann liest der deutsche Generalstabsoffizier weiter, ohne je die Stimme zu erheben, mit vollkommener Sachlichkeit. Keine Spur des Triumphes, nicht das kleinste Zeichen der Ueberheblichkeit erscheint in seinem Gesicht. Es ist keine Atmosphäre der Feindschaft zwischen Deutschen und Franzosen in dieser angespannten Stunde. Ob sich Bismarck und Juls Favre damals in Versailles auch so ruhig gegenübergesessen haben? Auch damals ging es ja um die Kapitulation von Paris. Aber damals zwei Staatsmänner und mehrere Tage Verhandlung — heute zwei Stabsoffiziere und Verhandlungszeit wenig mehr als eine Stunde. Woher der gewaltige Unterschied? Gewiß, die Zeit ist kürzer angebunden als damals, und es ging 1871 nicht allein um Paris, sondern auch um die Friedenspräliminarien, doch auch der deutsche Sieg ist häute vollkommener. Er ist unvorstellbar vollkommen; wir merken es an dem Verhalten der Franzosen, die ihre Niederlage begriffen haben. So beugen sie sich dem Schicksal. Das Schicksal hat ihnen Gegner gegeben, die ihre Ehre unangetastet lassen. Ohne Widerspruch nehmen die französischen Unterhändler die Bedingungen des deutschen Oberkommandos an. Praktisches Messer für den Angler Auf der Reichsmesse Leipzig Herbst 1940 (25. bis 29. August) wird ein neues Messer gezeigt, das sich vorzüglich für alle Sportangler eignet. Neben einer feststehenden großen Klinge zum Abstechen der Fische enthält es noch eine Reihe anderer Anglerinstrument'?, einen starken Pfriem, eine Feile zum Schärfen der Anglerhaken und zum Abstreifen der Fische vorn Haken, eine kräftige Schere zum Ab schneiden der Vorräche:" (Anglerdralu), einen Schraubenzieher und eine Pinzette zum Greifen und Befestigen der Angler-f’.'.ege. »In der ersten Zeit unserer Ehe wollte mein Mann immer durch einen Kuß von mir geweckt werden!« »Und jetzt?« »Jetzt hat er sich einen guten Wecker gekauft!« Wß wWWN/Kß^ß v WWWMPVIcr d. Europäische Revue. August 1940. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart-Berlin. Die letzte Nummer hat folgenden Inhalt: Freiherr von Freytagh-Loringhoven: Politik und Recht. — A. Reithinger: Die Wiedergeburt des Abendlandes. Peter Coulmans: Griechische Emanzipationen. —Rudolf Ritter von Xylander: Deutschlands Kampf um die Freiheit. — Walter Elze: Prinz Eugen und der englische Verrat von 1712. — Christian Mczger: Metaphysische Folgerungen aus neuer physikalischer Erkenntnis. — Walter Georg Hartmann: Bildnis eines Unbekannten, — Europäische Umschau — Ereignis und Betrachtung. b. Zeitgeschichte, 9, Heft. Herausgeber Edgar Traugott. Alpenländischer Volksverlag Ernst Seidl, Wien 71. b. Zeit im Querschnitt. 1. August. Berlin. Beiträge über Deutschlands ehemaligen Kolonialbesitz, über Mlttelmeerstütz-punkte und Kommentare zum Weltgeschehen. b. NaSe gorice. Organ des Weinbauvereins für das Draubanat in Maribor, Nr. 8. Jahresabonnement 30 Dinar. Für Mitglieder kostenlos. b. Gradska občina. Fachorgan des Jugoslawischen Städteverbandes. Nr. 8. Artikel über kommunale Statistik, städtischen Veterinärdienst und Wohnungsfragen. b. Alte Gartenkunst. Eine Kulturgeschichte in Beispielen von Wilhelm Boeck. Mit 45 ganzseitigen Zeichnungen von Gerhard Ulrich in Tie f d ruck wi-edergabe. L. Staackmann Verlag, Leipzig, 103 Seiten. Preis RM 5.50. Das in der Bücherei Staackmann-Fibeln erschienene Werk ist ein Versuch einer Stilgeschichte, aufgebaut auf der Gartenbaugeschichte, Besonderen Wert verleihen diesem künstlerisch wertvollen und kunsthistorisch ungemein interessanten Buche die äußerst geschmackvollen Originalzeichnungen von Professor Gerhard Ulrich. Das Buch ist aber nicht nur für einen Kunst- bzw. Kulturforscher wertvoll, sondern bietet auch dem Naturfreund einen wahren Genuß. Dieses einzigartige Werk ist mehr als ein anderes geeignet, das Interesse für eine längst nicht genügend gewürdigte Kunstgattung wieder aufleben zu lassen. Die geprellte Kaiserin Die Gemahlin , des Zaren Nikolaus I., eine Schwester des deutschen Kaisers Wilhelm 1., kam eines Tages nach Moskau und ging in ein großes Geschäft, um dort mehrere Einkäufe zu machen. Die Kaiserin blieb mit ihrem Gefolge stundenlang in dem Geschäft, suchte Waren aus und ließ sich immer wieder neue Sachen vorlegen. Abseits stand ein Mann, der unaufhörlich Notzien machte. Das Gefolge der Kaiserin meinte, es sei ein Angestellter der Firma, welcher die Liste der gekauften Gegenstände aufstelle und der Geschäftsinhaber nahm an, es sei ein Sekretär aus der Umgebung der Kaiserin, dter sich zu dem erwähnten Zweck in der Nähe der Zarin aufhalte. Der Kaufmann und sein Personal waren daher sehr zuvorkommend gegen den hochgestellten Herrn und nannten ihm selbst die gekauften Gegenstände. Am nächsten Tage wurde dem Hofmarschall der Kaiserin die Rechnung des Kaufhauses über die gekauften Gegenstände vorgelegt und die Rechnung anstandslos bezahlt. Am folgenden Tage kam jedoch diese Rechnung noch einmal und es stellte sich heraus, daß die zweite Rechnung die richtige war. Die erste stammte von einem Spitzbuben, von demselben Mann, der so eifrig die Liste der gekauften Gegenstände angefertigt hatte. Die Kaiserin war außer sich über den unerhörten Betrug, Kaiser Nikolaus aber lachte und sagte: »Bezahle und vergiß nicht, daß es überall Schwindler gibt, vor denen man auf d^r Hut sein muß!« Sie (am Klavier): »Lieben Sie Beethoven?« Er: »Ja — aber spielen Sie ruhig weiter!« * Der Lehrer fragt: »Was macht die Henne, wenn sie ein Ei gelegt hat?« »Reklame, Herr Lehrer!« y@tstki&d&u€s Am Samstag Gartenkonzert im Gasthause »Pri Lovcu«, Frankopanova 39 Marinierte gebackene und gebratene Fische, andere Speisen und ein vorzüglicher Tropfen. 65-14-1 BiS küuftti tö&Stiiki Kaufe jedes Quantum Aepfel zum Tagespreis. Jakob Kuntner. Obstexport, Maribor, Ko pitarjeva 12. 6513-3 Flaschen Yt und % Liter kauft Drogerie Kanc. 6540-3 iu vernietet* Dreizimmerwohnung, parkettiert, mit Badezimmer zu ver mieten. 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Und so blickt sie dem Mann entgegen, der nun auftaucht und offenbar nicht erwartet hat, hier in diesem etwas geheimnisvollen Winkel ein so schönes und anmutiges Menschenkind anzutreffen. »Alle Wetter«, stößt er hervor, »eine leibhaftige Bruchprinzessin. Das nenn’ ich mal einen angenehmen Spuck!« Er zieht die Mütze und hat ein frohes Lächeln im Gesicht. »Und ausgerechnet hier — oha. Aber ich störe sie doch nicht.?« Groß ruht sein Blick auf der Mädchenerscheinung, die sich vom Stein erhoben hat und dem Lautenspieler offen und frei zulächelt. »Aber nein, das Land hier gehört doch jedem, der es liebt.« »Stimmt, mein Fräulein. Jedem, der es liebt. Auch diese romantisch-verwilderte Stelle hier, die ich schon als —«, er bricht ab. Er ist plötzlich etwas verwirrt von dem Anblick dieses jungen und schönen Mädchens, das er merkt es sofort — sicher nicht von hier ist, Und das doch so sicher und mit einer natürlich-anmutigen Haltung vor ihm steht. »Ich bin nämlich ein Wochenendgast«, sagt er, »morgen geht’s wieder nach Berlin zurück. Aber das Land hier hat seinen besonderen Zauber.« »Ja, den hat es«, antwortet das Mädchen. »Auch ich bin ein Gast hier — auf Ferien.« »Famos.« Es ist nicht recht ersichtlich, was dieses »famos« bedeuten soll. Aber die fröhlichen Augen des Mannens unter der hoh-hen Stirn ruhen noch immer mit einem so sichtlichen Wohlgefallen auf dem Mädchen, daß dieses keinen Zweifel hat, wem das »famos« gilt. Eine leichte Röte steigt ihr in die Wangen, und nun ist es etwas sonderbar, daß auch dem Manne sich die gebräunten Wangen stärker färben. »Gestatten Sie — Jochen Friedewald, Rechtsanwalt«, murmelt er. »Aus Berlin — ja. Man kann’s nicht ändern.« Das Mädchen lächelt. »Ich hab' sie schon gestern singen hören — am späten Abend. Dieses Lied von dem Haus zwischen Heide und Moor. Es ist ein sehr schönes, fremdes Lied. O ja — sicher waren sie es.« »Stimmt genau, mein Fräulein. In der zehnten Abendstunde etwa — ja? Da bin ich von meiner Abendwanderung durch die Heide in den Dorfkrug zurückgestol- pert durch Nebel und Sturm und war sehr froh. Ich wohne nämlich im Krug. Und heiho hab' ich geschrien und sonst noch was — vor lauter Freude an der duftenden Dunkelheit und dem Land und dem Nebel und dem Wind — ja. Hab’ ich Sie gestört gehabt? In der Dorfstrasse?« Ein helles Lachen antwortet, »Nein — gar nicht. Aber ich glaube, man hat Sie für den Spuckjochen gehalten, der hier am Kuhlenkamp herumgeistern soll. Ich wohne nämlich im Dorf, beim Bauern Föllmer, und — aber es wird Sie vielleicht nicht interressieren.« Der Rechtsanwalt Jochen Friedewald ist näher herangekommen. Er ist einen halben Kopf größer als das Mädchen. Er steht dicht vor ihr. »Soso — Spuckjochen hieß das Gespenst. Doch, es interressiert mich sehr, mein Fräulein.« »Ilse«, sagt das Mädchen Ilse vergnügt. »Weiter nichts, Herr Rechtsanwalt.« »Freut mich, mein gnädiges Fräulein Ilse.« Er streckt ihr die Hand hin, in die sie mit einer ruhiger Sicherheit einschlägt. »Und nun heißen sie gerade auch noch Jochen«, lacht si leise. »Immerhin — Sie haben nichts Gespensterhaftes an sich. Es ist ein schönes Lied, das Sie eben gesungen haben.« Er nickt ernst. »Ja. Es ist auch schon alt. Ein Vorfahre von mir hat es gemacht. Im schönsten Platt, das man heute kaum noch verstehen würde. Auch die Melodie ist, glaube ich, von ihm.« »Oh!« macht das Mädchen Ilse verwundert. »Und ich habe es dann später — na ja — in ein besser verständliches Hochdeutsch gebracht und die Melodie ein bißchen sangbarer verändert. Wenn es Ihnen gefällt, will ich es Ihnen gern in einer Abschrift* überlassen.« »Das — das wäre sehr freundlich von Ihnen. Wirklich.« Sie blicken einander an. Zwei schi"”en’ blaue, klare Mädchenaugen in die hell””’ starken Augen des Mannes. »Sie bleiben ja noch länger hier, Frä”' lein Ilse, wie?« »Ich bin schon seit zwei Wochen W*’’ Aber ich bleibe noch einige Zeit.« »Und haben sich nicht gelangweilt?« »Keine Spur. Ich habe diese Landscha -gern. Ich mußte in diesem späten So”1' mer einfach nach hier — mußte ei””13 wieder in einem richtigen, alten Bauer”' haus wohnen. Und ich habe es auch g” gtroffen. Die Föllmers hätten es wohl g2 nicht nötig, eine Kammer zu vermiete”’ aber —«, ein weiches, herzliches Lache springt über die Lippen, »mich haben $' eben aufgenommen. Im Krug mochte lC nicht bleiben.« Jochen Friedewald nickt entschiede”- »Jawohl, Sie mußte man ja auch g”f. aufnehmen. Wollen wir noch ein Stüc weiter spazieren? Unten am Fluß e”' lang?« »Ein Bißchen — ja. Aber nicht zu l”n ge mehr. Es hat schon geläutet, und 'c bin gern pünktlich zur Abendmahlzeit 1 Hause.« »Um so mehr Zeit werden wir morge^ haben«, gibt er zurück. »Also heraus 3”‘ der romantischen Wildnis hier, in der c-so freudlich-anmutige Geister gibt.« »Oh, wenn Sie wüßten, was es noc für welche hier geben soll, Herr Rechtsanwalt. Der Bauer Föllmer erzählte gerade gesstern am späten Abend die u schichte — und dann kam Ihr Schreie” dazwischen und Ihr Singen —« »Daß Sie beinahe daran waren, d® Schwindel zu glauben?« fragt er belustig Sie schüttelt den Kopf. »Ach, so sind wir Berlinerinnen nun auch nicht«, erwidert sie munter. (Fortsetzung folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.