torna murna t "oram Preis Din 1*50 71. Jahrgang beeboist wfahentlleh ilsbcnmiL SdvMIMMj (W* Wnwfc» Hr. 2SfO) Verwaltung u. Buchdruckerei (TeL toterorb. Nr. 2024) i Maribor. Jurčiče» ul4 Brleti Anfragen Rückporto beilege» Maeeekrtote werde* alobt rebealach nr. aas ssmstag, den w Dezember 1931 «.Atta sr i v! 23 Dia. flr da* Stripe Aoabmd Aeoobme la Maribor, Jurčičeve rt. 4 (VerwaHw^b. 23 Dia, »Mi II» 24 Dia. dureb Pest nonaC •oaai. m OM, Hwalnuwwur 1 Mo 2 vi» nr iborrr ötitun Ministerpräsident Äwkvvic in Bad Drntte B e o g r a d, 18. Dezember. Wie die halbamtliche Nachrichtenagentur „Avala" berichtet, ist der Ministerpräsident und Innenminister Peter ž i o E o o i č nach Vrnjaöka Banja abgereist, wo er einen mehrtägigen Erholungsurlaub zu verbringen beabsichtigt. Jugoslawiens Staatsbudget B e o g r a d, 18. Dezember. Der Finanzminister hat der Finanzsek-tiou des Abgeordnetenhauses der Skupschti-na den Staatshaushaltplan für das Staatsrechnungsjahr 1931-32 zugehen lassen. Die Abgeordneten wurden aufgesordert, den Vudgetentwurf bis zur nächsten Sitzung zu studieren. Älzana stellt sich vor M a b r i b, 18. Dezember. Das neue Ministerium Azana hat sich den Cortes vorgestellt. Die Regierungserklärung wurde mit 294 gegen 5 Stimmen genehmigt. In der Regierungserklärung wird zunächst die Ausarbeitung eines Autonomie Statuts für Katalonien und die Einführung der Zivilehe in Aussicht gestellt. Glarhemberg in Graz Allgemeine Nervosität in der steirischen Landeshauptstadt — In Erwartung des Urteilsspruches — Aufmarschverbot in ganz Österreich Graz, 18. Dezember. Der Führer der Heimwehren Fürst Ernst Rüdiger von Starhemberg ist heute in Graz eingetrosfen. Es verlautet, daß er zum Urteilsspruch im Psrimer-Prozesse eingetrosfen fei, um zu verhindern, daß durch die Heimwehren die Ordnung und Ruhe irgendwie gestört werde. Im Falle eines Freispruches will Starhemberg seine Kameraden als erster begrüßen. In Graz herrscht allgemeine Nervosität, da das Urteil für heute bezm. für morgen erwartet wird. Nicht geringer ist die Erregung über die Vorgänge in Voitsberg, wo die Gendarmerie am Mittwoch abends das von den Sozialdemokraten beherrschte Gemeindeamt nach Massen bezw. Explosivstoffen abzusuchen hatte. Die Sozi- aldemokraten hatten eine Versammlung abgehalten und stürmten gleich zum Gemeindeamt, um die Amtshandlung zu verhindern. Ein Demonstrant entriß einem Gendarm den Karabiner und verletzte einen Gendarm und tötete dabei eine Lehrerin. Die Gendarmerie gab eine Salve und tötete dabei den kommunistischen Agitator Großmann. Mehrere Personen, darunter der Oberlehrer und ein Nationalsozialist, wurden verletzt. Die Ruhe konnte erst um 1 Uhr früh hergestellt «erden. Aus allen diesen Gründen hat die Bundesregierung das Ausmarschverbot für ganz Oesterreich erlassen und tritt dasselbe für Graz schon ab heute in Kraft. Im Gerichtsqebäudr, wo der Pfrimerprozeß seinem End« entgegengeht, find 30 Polizisten in voller Bereitschaft ausgestellt. Graz, 18. Dezember. In der heutigen Verhandlung gegen Dr. Psrimer und Kameraden ergriff der Staatsanwalt das Wort, um in einem langen Plaldoyer die Anklage gegen die Teilnehmer des Putsches vom 13. Septem ber zu begründen. Er erklärte, daß er in vollstem Umfange bei seiner Anklage be« harren müsse und das Urteil «egen Hoch« verrats fordere. Die Ereignisse vom 13. September können niemand mit den trau rigen Juliereignissen des Jahres 1927 vergleichen, die den Apell der Regierung an die Heimwehren zur Folge hatten. Sodann begann der Verteidiger Dr. Psrimers, Rechtsanwalt Dr. « « s s o n. mit seinem Plqidyyer. Der Verteidiger spricht noch zur Stunde, da diese Zeilen in Druck gehen. Doover-Moratorium int Repräsentantenhaus ratifiziert Deutschlands Arbeitseinkommen. B e r l i n, 18. Dezember. Nach den neuesten Mitteilungen des Instituts für Konjunkturforschung ist das Arbeitseinkommen des deutschen Volkes von 76 Milliarden Mark des Jahres 1929 im Jahre 1931 auf 50 Milliarden herabgesunken. Für das Frühjahr erwartet man eine weitere Senkung des Arbeitseinkommens. Die Preissenkung beträgt durchschnittlich 12 einhalb Prozent. Arbeitslosendemonstrationen in Budapest. B u d a p e st, 18. Dezember. Im Zusammenhänge mit den gestrigen Arbeitslosendsmonstrationen wurden mittgas über 1000 Personen verhaftet. Einige hundert wurden in Haft belassen, die übrigen in Freiheit gesetzt. Pola Regri liegt im Sterben. Newyork, 18. Dezember. Wie aus Hollywood berichtet wird, liegt sie berühmte Filmdiva P o l a N e g r i im Sterben. Man versuchte sie durch eine Bluttransfusion zu retten, doch wurde damit keine Besserung erzielt. Die Finanzkommifiion des Repräsentantenhauses hat die Ratifizierung des Hoooer-Sch"ldenfeierjahres mit dem Zusatz »notiert, daß eine Streichung oder auch nur Herabsetzung der ausländischen Verpflich. tungen den USA gegenüber im Gegensatz zu Washington, 18. Dezember, der vom Repräsentantenhaus befolgten Politik sich stellen würde. Die Debatte über die Ratifizirruung im Plenum wird heute beginnen, «rührend das Ergebnis der Abstimmung vor Samstag nicht zu erwarten ist. Frankreichs Handelspolitik Kündigung des Handelsvertrages mit Italien — Zollschutz schon unzureichend? — Bemerkenswerte Erklärungen Lavals Paris, 18. Dezember. Der Ende Feber 1932 ablaufende italienisch-französische Handelsvertrag ist von beiden Regierungen einvernehmlich gekündigt worden. Bor Ablauf dieses Vertrages soll ein neuer Handelsvertrag ausgearbeitet werden. Ministerpräsident L n v a L gab gestern bemerkenswerte Erklärungen, über die Grundzüge der neuen französischen Handels Politik. Frankreichs Politik und Sicherheit sowie dessen Kreditfähigkeit hätten aus aller Welt ungeheure Warenmengen auf den französischen Binnenmarkt gebracht, so daß der Schutzzoll sich schon ungenügend erwiesen habe. Frankreich mußte aus diesem Grunde zum System der Kontingentierung greifen, da dieses eine bessere Kontrolle über die Menge der eingefi'chrtey Waren ermögliche. Börsenbericht Z ü r i ch, 18. Dezember. Devisen: Beograd 9.05, Paris 20.145, London 17.60, Newyork 512.50, Mailand 26.05, Prag 15.18, Berlin 131.40. Ljubljana, 18. Dezember. Devi« \ e n: Zürich 1097 85—1101.15, London 189.76—197.26, Newyork 5607.18—5624.18, 221.10-221.76, Prag 166.65— 107.15. Triest 283.41—289.41. ' Eisenbahnerstreik in Bombay. Bombay, 18. Dezember. Gestern setzte hier ein Eisenbahnerstreik ein, au dem 3500 Eisenbahner teilnehmen. Der Protest richtet sich gegen die Streckung der Arbeitszeit sowie gegen die Entlass mg von 900 Eisenbahnern. Die Verkehrsbehörden motivieren ihre Maßnahme mit dem Hinweis auf den Niedergang des Verkehrs und der gesunkenen Rentabilität der indischen Eisenbahnen. Der Tiger im Flugzeug. Berlin, 18. Dezember. Hier aus Dover eingelangten Meldungen zufolge soll sich über dem Äermelkanal ein aufregender Zwischenfall in einem Verkehrsflugzeug abgespielt haben. Im Flugzeug befand sich nämlich ein Dompteur mit einem bengalischen Tiger, der für die artistischen Aufführungen im Glympia-Hall in London bestimmt war. Der Tiger, der bereits Beim Start des Flugzeuges Unruhe zeigte, entsprang in der Kabine seinem Käfig und es entwickelte sich zwischen dem Dompteur und dem Tiger ein Ringen, bis es endlich dem Dompteur gelang, die Bestie zurückzuzwängen. Der Dompteur erlitt gefährliche Bißverletzungen. Reue englische Zölle. L o n d o u, 18. Dezember. Die Regierung wird zwecks Schutz der eigenen Industrie einen 50prozentigen Wert zoll auf Photographische Apparate, ferner auf Radio-Apparate und Zugehör einführen. Allerlei ein neuer s«Ib,ug Segen den eleNklschen Sluhl Einige Wochen vor seinem Tode hatte Edison mit dem Gouverneur des Staates Newyork, Franklin Roosevelt, eine Unterredung. Der Gouverneur gratulierte Edison zu all den gewaltigen Erfindungen, die der Forscher zur Förderung der Bissen« 1 schuft und zum Wähle der Menschheit gemacht hatte. Darauf antwortete Edison3 „Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, datz die Elektrizität eine große Wohltat für di« Menschheit bedeutet. Ich kann mich nicht damit abfinden, daß meine Erfindung dazu benutzt wird, um armen Meirichen im Gefängnis Sing-Sing auf dem elektrischere Stuhl das Leben zu nehmen." Diese Aeuk ßerungen EdisonS werden nun von seinen zahllosen Verehrern in Amerika als ritt* Art letzter Wille des großen Entdeckers be« trachtet. Ein Ausschuß hat sich in Nevyorl! gebildet, her sich zum Ziele seht, die Ab« schoffung des elektrischen Stuhles durchzu« setzen. Unter Berufung auf die Aeußerung Edisons beabsichtigt man eine große Pro« paganda im ganzen Lande zu entfalten und' Unterschriften unter ein Gesuch an den Kon greß zu sammeln. Man rechnet damit, daß Millionen Amerikaner sich dieser Kampagne anschließen werden. Die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl wird übrigens nicht in allen Staaten der nordamerikanischen Union vollzogen. In 23 Staaten werden Bi« Todesurteile durch den Strang vollzogen, sieben Staaten führten die sogenannte „Gut kammer" ein, in vier Staaten ist die Todes» strafe überhaupt abgeschafft, und nur die restlichen Staaten benutzen den elektrische» Stuhl. Die Gegner des elektrischen Stuhles berufen sich in ihrem Feldzuge n. a. auch darauf, daß alle Insassen des Gefängnisses Sing-Sing unter dem Greuel dieser Strafe zu leiden haben. Während in der Strafkammer der gewaltige Strom eingeschaltet wird, Mit dessen Hilfe der zum Tode Verurteilt« hingerichtet wird, flammen die elektrischen Lampen in allen Zellen hell auf. Alle Gefangenen wissen, haß in diesem Augenblick einer ihrer Mitgefangenen den elektrische» Stuhl bestiegen hat. 211» die V.T. Abonnenten! Wir ersuchen uniete P. L. Abonnenten, die Bezugsgebühr, soweit sie noch nicht beglichen sein sollte, sobald als möglich an»u« weisen, um in der Zustellung des Blatt«-keine Unterbrechung eintveten zu lassen. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch daraus aufmerksam, daß allen Säumigen, welche die Bezugsgebühr für die beiden letzte« Monate noch nicht entrichtet haben, das Blatt emgestellt werden muß. Di« Verwaltung d „Mariborer Zeitung*, M WW gegen juy. L er. p-n tot, der Zustand de- WWK WWW MM Samstag, den 19. Dezember 1931. gggisaEaaaa-. ^ ..._______________________ Trennung von Kirche und Staat in Spanien Nach der Verfassung der Republik Spanien gibt es keine Staatsreligion uitb damit auch keine Zuschüsse mehr für die Kirchen. So sind die Kirchen auf die freiwilligen Spenden.ihrer Mitglieder angewiesen. Wir sehen hier in unserem Bilde junge Mädchen vor einer Kirchenpforte in Madrid, die Beiträge der Gläubigen sammeln. China dem Terror der Studentenschaft ausgeliefert - Warum Tschank Kai Schek gehen mußte — Die Negierung Lin Sen ohne Autorität Nach dem Rücktritt des Marschalls Tschang Kai Schek vom Posten des Staatspräsidenten — ein Rücktritt, den die Studentenschaft mit Rücksicht auf die „familiäre" Politik des Marschalls und auf die schwankende Haltung des Kabinetts in der mandschurischen Frage einfach erpreßten — wurde, wie bereits berichtet, L i n S e n; der Vorsitzende der Kuomintang, zum Regierungschef eingesetzt. Die Studentenschaft macht die Regierung auf die schändliche Kapitulation vor Japan in der mandichu-rischen Frage verantwortlich. In Nanking erfolgte ein Ueberfall der Studenten auf das Gebäude des Autzenminifteriums, welches sie mit Steinen >bewarfen. Sodann zogen Tlchang Kai Schek die Studenten zum Sitz der Kuomintang, wo die Polizei den Versuch machte, die Meute durch eine Alarmsalve zu vertreiben. Die Studenten drangen ins Gebäude und verprügelten den Vorsitzenden des Kuomintang, einen Freund des Marschalls Tschang Kai Schek. Die Studenten demolierten hier das Mobiliar und begaben sich neuerdings zum Außenministerium, wo sie neuen Schaden durch .Zertrümmerung der Apparate für Ueberseetekegraphie anrichteten. Da die Demonstrationen immer größeren Umfang annahmen, kam es zu Schießereien ‘mit der Polizei, wobei viele Studenten getötet wurden. Polizei und Militär besetzten die öffentlichen Gebäude. Man rechnet, daß an den Demonstrationen etwa 80.000 Studenten beteiligt waren, darunter sehr viele aus Peking und Kanton. Wie aus Nanking berichtet wird, soll es -sich dabei nicht nur um nationalistisch gesinnte Studenten handeln, sondern vorwiegend um Kommunisten, die von Kanton ausgesendet wurden, um die allgemeine Anarchie zu Sow-jetisierungszwecken zu benützen. Da die Studenten auch das japanische Generalkonsulat überfallen wollten, ver fügte die Regierung in den Japanervier- teln den Belagerungszustand. Mahatma Gand h i, der sich nach der er Die Papiere auf der Börse erreichten gebnislos verlaufenen Konferenz am Run» katastrophale Tieskurse, es kam zu keinen1 den Tisch in London auf einer Italien-Reise London, 17. Dezember, und die Stadt ist voll von wildesten Gerüchten. Die provisorische Regierung Lin Sen ist ohne jede Macht und £'ii Ssu Autorität. Dasselbe gilt für die chinesische Außenpolitik, die den japanischen Annexions gelüsten kein -Hindernis eiNaevenzusetzen weiß. Hunderte von £ ii?uistrietlen und Kauf leuten verlassen das Land wegen der allgemeinen Unsicherheit. Die Arbeitslosen stehlen und rauben, um sich in den Besitz von Nahrungsmitteln zu setzen. Alle Macht liegt in den Händen bei Studentenschaft. Mmö und Selbstmord eine# Miezen Butare st, 17.' Dezember. Im Gebäude einer Bank in Kischinew ereignete sich heute eine aufsehenerregende Bluttat. Der Oberfinanzinspektor Teodorescu, der damit betraut war, in der Bank eine Revi- sion vorzunehmen, ist in einer Abteilung, in der sich der junge Prinz Sergei C a n-ta cuz i no befand, auf verschiedene Unregelmäßigkeiten gekommen. Es fand zwischen dem Prinzen und dem Finanzinspektor ein erregter Wortwechsel statt, worauf der junge Prinz rasch die Bank verließ. Er erschien jedoch in einigen Minuten wieder, näherte sich mit einem Revolver in der Hand dem Fivanzbeamten und streckte ihn wortlos nieder. Dann wandte er die Waffe Der. Prinz war auf der Stelle verwundeten Oberfinanzinspektors ist hoffnungslos. Der Vater des Prinzen war vor dem Kriege Divisionskommandant in der russischen Armee. Der blutige Vorfall hat in der Stadt große Aufregung verursacht. S.W. König Alexander in Paris Paris, 17. Dezember. König Alexander und Königin Maria von Jugoslawien sind gestern um 8 40 in-cognito am hiesigen Bahnhof eingetroffen, wo sie vom Gesandten Dr. Spalajkoviö und einem Vertreter der Pariser Stadtgemeinde begrüßt wurden. Der König trug Zivilkleidung und sah sehr frisch aus. In Begleitung des Königspaares befindet sich der Hofminister Jeftie. Die hohen Gäste begaben sich im Kraftwagen ins Hotel Ritz am Vendome-Platz, wo sie die Fürstenappartements des ersten Stockwerkes bezogen. Von offiziellen Empfangsfeirelichkeiten wurde mit Rücksicht auf das incognito des Königspaares Abstand genommen. Vor der Kononisation Albert des Großen Albertus Magnus, der als Dominikanermönch in Paris und Köln wirkte und im Jahre 1280 gestorben ist, sott jetzt kanonisiert werden. Man rechnet damit, daß seine Heiligsprechung noch vor Weihnachten erfolgt. Vor der Reparatimiskmiferenz im Januar — Deutschlands Haltung — Der Koufereuzort noch nicht bestimmt B e r l i n, 17. Dezember. Durch die sozialdemokratische Ablehnung lungnahme zum Reparationsproblem auf. der Reichstags-Einberufung hat sich die Lage des Kabinetts Dr. Brüning nach innen hin einigermaßen gebessert. Bekanntlich stimmten im Aeltestenrat des Reichstags für die Einberufung außer den Nationalsozialisten und Kommunisten auch die Deutschnationalen. Es Llcibt jetzt dem Reichskanzler erspart, vor den Reichstag zu treten, wo ihm angesichts der unsicheren Haltung der Deutschen Bottspartei auch eine unangenehme Ueberraschung bereitet werden könnte. Die deutsche Öffentlichkeit hat sich mit den Härten der letzten Notverordnungen bereits abgefunden, nun konzentriert sich das ganze Interesse aus die Basler Verhandlungen im Schoß des sogenannten Fakultativkomitees, welches mit der Ausgabe betraut wurde, den Bericht über Deutschlands Finanz- und Wirtschaftlage fertigzustellen. Indessen hat die deutsche öffentliche Meinung eine sichtliche Schwenkung in ihrer gesamten Einstellung zum Reparationsproü-lem vorgenommen. Man kann eine gewisse Einheitlichkeit der Auffassung beobachten, die darin kulminiert, daß die Reparationszahlungen nicht nur aufzuschieben, sondern einfach zu streichen seien. Einerseits scheint man dadurch taktisch die deüische Öffentlichkeit auf die Geschehnisse im Ausland konzentrieren zu wollen, andererseits stellt diese Haltung einen Druck auf Frankreich und die übrigen Mächte dar, um die bisherige Stel« Gandhi bei den Jungfaschisten befindet, stattete während seines Aufenthaltes in Rom einem Zeltlager der Ballila — der faschistischen Jugend — einen Besuch ab. zulassen. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, daß die Spitzenverbünde sämtlicher Gewerkschaften ebenfalls die Streichung der Reparationen verlangen. Man begnügt sich nicht mit dem Hoover-Moratorium und verlangt vollständigen Nachlaß. In Basel werden die deutschen Forderungen nicht nur von England, sondern auch vcn Holland, Schweden und der Schweiz unterstützt. I Wie jetzt verlautet, soll der Bas ler Ausschuß vor Weihnachten seine Arbeiten beendigen, so daß die Internationale Reparationskonferenz, an welcher direkt die Vertreter der Regierungen teilnehmen werden, etwa um den 15. Jänner zusammentre-ten kann. Ter Konferenzort ist noch nicht bestimmt, jedenfalls würde man es in Berlin nicht gerne sehen, wenn die Wahl auf Paris fallen sollte. Etwa acht Tage vor dem Zusammentritt der Reparationskonferenz wird der Verwaltungsrat der BIZ den Bericht des Fakultativkomitees- einer eingehenden Prüfung unterziehen. Ehurchill in Amerika schwer verunglückt Der frühere englische Marineministck Winston C ch u r ch i l l, der sich gegenwär« tig aus einer Vortragsreise in den Bereinige ten Staaten befindet, ist von einem Auto überfahren worden. Sein Zustand soll Besorgnissen Anlaß geben. Tänzerinnen als Opfer der Zollpolitik Es sieht danach aus, als würden die eng* bischen Tänzerinnen, die von jeher in de Pariser Varietetheatern und Revuen sv fe", beliebt waren, die ersten Opfer der Berge' tungsmaßnahmeu werden, die man fr0TI,L? sischerseits gegen die englischen SchuW plant. Der Sturz des Pfundes und die aufsehung der Einfuhrzölle hatten zur 0' ge, daß die französische Einfuhr nach^ ® land zusammenschrumpfte. Dieser Ilusfa^ machte sich in Frankreich in einer Steigerung der Arbeitslosigkeit bemerkbar, und immer lauter wird an die französische Regierung die Forderung gestellt, englische Arbeitskräfte nach Frankreich nicht mehr zuzulassen. Die französischen Theaterdirektoren behaupten, daß auf jeden französischen Künstler, der auf englischen Bühnen auftritt, mindestens zehn englische Tanzgirls in Paris entfallen, während in derselben Zeit viele französischen Tän zerinnen arbeitslos bleiben. In den führenden Pariser Revuetheatern, wie z. B. in der Truppe der bekannten Mistinguette, sind alle Tänzerinnen englische Girls. Eine Pariser Theaterzeitschrift verlangt, daß ein Quoten-shstem eingeführt wird, auf Grund dessen ebensoviel englische Artisten in Frankreich Auftreten sollten wie französische in England. Preis Din 36,— JEDE HAUSFRAU IST BEGBZSTEBt’ von der ebenso nützlichen wie schönen, künstlerisch geprägten Dose deren Inhalt 'st kg. feinster unschäd lieber Kailee Hag, zudem Genuss und Gesundheit schenkt. Gönnen Sie sich selbst diese Freude zum Feste, und auch Ihren Verwandten und Bekanntet Alle guten Lebensmittelgeschälte führen die KAFFEE HAQ-GESCHEMKD©SE „Hünde hoch!" Japaner vor Ming? Neuerliche Offensive der Japaner — Entscheidende Geschehnisse im Fernen Osten Die Banditen mit dem gestohlenen Auto. — Ein dreister Raubüberfall auf einen Berliner Juweliersladen. — Die Räuber entkommen. B e r l i n, 6. Dezember. Die Raubüberfälle in Berlin nehmen in erschreckender Weise zu. Gestern hat sich abermals ein ungewöhnlich dreister Raubüberfall am helllichten Tage zugetragen. In Neu-Tempelhof fuhr kurz nach 11 Uhr vormittags ein elegantes Privatauto vor einem Juweliergeschäft vor. Aus deni Ma Tschang Schau über eine von Nanking Fond stiegen 3 gutgekleidete Herren, wälst, unbeeinflußte Löfimg.^tm jheben die Jacht- 2 o n d o n, 17. Dezember. Während in China vollständige Anarchie herrscht, nützt Japan jetzt die Gelegenheit aus, um die mandschurische Frage auf die seinen Interessen am besten „entsprechende" Art und Weise zu lösen. Der Pariser Botschafter Y o s h i s a w a erhielt in seiner Eigenschaft als Mitglied des Bölkerbundra-m den Auftrag, sofort die Rückreise nach Japan anzutreten, damit er eiligst die Geschäfte des Außenministers übernehme. General H o n jv unterhandelt aber indessen als japanischer Oberbefehlshaber in der Mandschurei mit dem chinesischen General rend der Cbauffeur auf dem Führersitz zurückblieb und den Motor weiterlaufen ließ. Die drei Männer begaben sich gemütlichen Schrittes auf das Uhren- und Juwelierge-schäft m und betrachteten den Laden. Der Juwelier, ein Mann von 40 Jahren, befand sich zufälligerweise allein in seinem Geschäft, als die Männer eintraten. Sie forderten ibn auf, eine Kollektion goldener Armbanduhren zur Auswahl vorzulegen. Der Juwelier suchte seine besten Stücke aus und leate sie auf den Ladentisch. In diesem Augenblick zogen die drei Banditen auf ein verabredetes Reichen ibre Pistolen und riefen dem zu Tode erschrockenen Juwelier drohend zu: „Hände hoch!" Gleichzeitig steckten iie die Kollektion goldener Uhren ein und waren binnen weniger Sekunden wieder auf der Straße, wo sie das wartende Auto bestiegen und in einem rasenden Tempo davonfuhren. Passanten, die die Räuber aufhalten wollten, wurden durch einige Schreckschüsse im Schach gehalten. Die Täter konnten unerkannt entwischen. Im Laufe der bisherigen Recherchen hat die Polizei bereits festgestellt, daß das von den Banditen benutzte Auto in der vergangenen Nacht gestohlen worden war. 1 ner dem ehemaligen chinesischen Gouverneur der Mandschurei Tschang Hsüh Liang, der mit 3000 Mann vor Tschintschau steht, ein Ultimatum gestellt, sofort hinter die Große Mauer sich zurückzuziehen, da ansonsten seine Truppen zersprengt werden würden. Ein japanisches Bataillon, verstärkt durch eilte starke Flugzeugeskadrille, nahm seinen Marsch gegen Tschintschau auf. Das ist nur die Vorhut, die tzauptstreitkräfte folgen erst, so daß Nahkämpfe zwischen den Truppen Tschang Hsüh Liangs und den Japanern vor der Großen Mauer zu erwarten sind. eine große Industrie und Handelszone einzurichten begonnen, sie arbeiten auch fieberhaft am Ausbau der Bahnstrecke K tritt — Saison, um für Wladiwostock die große Konkurrenzbasis zu schaffen. Im mandschurischen Handel wurde die vollständige Gleichberechtigung aller Ausländer proklamiert. Die Verhandlungen mit General Ma Tschang Schau bezwecken die Bildung eines unabhängigen mandschurischen Staates bei voller Gleichberechtigung der Chinesen. London, 17. Dezember. Die letzten Meldungen aus Nanking sind nur mehr Panikmeldungen. Der neue Außen minister Dr. Wellington Koo will sein Amt nicht übernehmen, die übrigen Mitarbeiter des Marschalls Tschang Kai Schecks verhar een bei ihrer Demissionsabsicht. Die nationalistischen Hoffnungen stützen sich auf die Erwartung des Eintreffens der Mitglieder der Kanton-Regierung in Nanking. Man hofft dabei auf die Bildung einer einheitli chm chinesischen Regierung, die es dann mit Japan aufnehmen könnte. Tokio, 17. Dezember. Die Japaner haben noch eine Brigade in die Mandschurei entsendet, da die 15.000 Mann dortselbst nicht genügen, um die Df« Die Japaner haben südlich von Mulden | kupation durchführen zu können. $rotfenieguita der pontinlfcbm Sümpfe Mussolinis großer Plan Fünf Meter hohe Kerze zu Ehren Carusos. In der Nähe von Neapel liegt die Heimatstadt Carusos, des weltberühmten Sängers mit der gottbegnadeten Stimme. In der kleinen Kapelle seiner Geburtsstädt ist setzt dem verstorbenen König der Tenöre zu Ehren eine fünf Meter hohe Wachskerze auf gestellt worden, die einmal im Fahre, am Todestage des Sängers angezündet werden soll. Das Licht der Kerze beleuchtet eine Marmortafel mit einer Inschrift, die den großen Sänger Italiens ehrt. Man hat berechnet, daß die große Kerze, die nur an ei- tige Ehrenmal aus Wachs soll also den nein Tage in jedem Jahre Brennen soll, für Ruhm Carusos in ferne Jahrhunderte tra- 1800 Jahre ausreichen wird. Das eigenar-1 gen. Labrador oll an Kanada verkauft werdiN Aus R o m wird geschrieben: Auf der Strecke zwischen Rom und Neapel, dicht vor den Toren der italienischen Hauptstadt, liegt die ausgedehnte Pontinische Sumpflandschaft, die sich über eine Flache von etwa 800 Quadratkilometer erstreckt. Das Gebiet bildet eine Ebene, die ein äußerst geringes Gefälle bildet und sich -allmählich zu einem von der Malaria beherrsch ten Sumpfland umgestaltet hat. In der ältesten Zeit der römischen Republik lagen hier 33 Städte. Die durch Kriege und wirtschaftliche Not dezimierte Bevölkerung vermochte die Entwässerung des Bodens nicht zu bewältigen. Der erste Versuch, das Sumpfland urbar zu . machen, wurde 312 v. Ehr. von Appius Claudius unter- mm NEVVYORK Zwischen der Regierung von Neufundland und der kanadischen Regierung, sollen Ver Handlungen im Gange sein, die den Verkauf von Labrador, das zu Neufundland gehört, an Kanada bezwek-fen. Die neufundländische Regierung soll bereit sein, das Nebenland Labrador für 100 Millionen Dollar an Kanada zu verkaufen. nommen, der die nach ihm benannte Heerstraße „Via Appia" durch die Sumpfe lev tete. Diese herrliche römische Straße, die von den Zeitgenossen den Namen „Königin der Straßen" erhielt, wurde häufig durch lieberschraemmungen verwüstet. Fast alljähr lich stand die Bia Appia während der Pe riode der herbstlichen Regenschauer unter Wasser, sodaß die reisenden Römer sich dort eines Kahnes bedienen mußten. Fast zweitausend Jahre dauert der Kampf um die Befreiung dieses Erdstreifens von verhängnisvollen Natur gemalten. Caesar, Augustus, Trajan, später der König des Gothenreiches Dheoderich ließen Arbeiten zu diesem Zweck ausführen. Besonders der letztere machte sich um die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe verdient. Theode-richs Verdienste auf diesem Gebiete wurden durch eine Marmorgedenktafel verewigt, die die Mauer der Sommerresidenz des Königs in Terracino schmückte. Nach dem Sturze des Gothenreiches geriet die Entwässerungsanlage in Verfall. Das Sumpfgelände weitete sich aus, - bis die Päpste im 14. Jahrhundert die Arbeiten wieder ausgenommen haben. Bonifacius der Achte, Martin der Fünfte, Sirtus der Fünfte und insbesondere Pius der Sechste, der im 18. Jahrhundert regierte, waren um die Trockenlegung der Sumpfgegend bemüht. Die letzten -beiden ,Päpste, ließen Kanäle und Entwässerungsgräben ziehen, die heute noch ihren Namen tragen. Auch, die Bia Appia sollte wieder instandgesetzt werden-Da aber die Arbeiten niemals bis zum Ende -geführt werden - konnten, trat der frühere Zustand nach kurzer Zeit immer wieder ein. Der letzte Versuch der Urbarmachung der pontinischen Sümpfe wurde von Napoleon in der Zeit der französischen .Herrschaft in Italien an geordnet. Die Abdankung des Korsen hatte die Einstellung der begonnenen großangelegten Arbeiten zur Folge. Seit diesem Tage wagte sich niemand titelst an die Losung der gewaltigen Aufgabe heran. Der Gedanke Caesars und Navoleons über die Notwendigkeit der Trockenlegung des pontinischen Gebietes wurde von dem Duce aufgegriffen. Bereits 1926 rief er einen Sachverständige,tausschuß zusammen, um das Melwrationsproblem zu beraten. Es-stellte sich heraus, Paß die bestehenden Kanäle bei weitem nicht aus reichen, und daß die zersetzende Kraft der Natur im Laufe der letzten Jahrhunderte die. Lösung der gewaltigen Ausgabe- noch viel schwieriger gemacht hatte. Trotzdem ordnete. Mussolini die Inangriffnahme der Entwässerangs arbeiten an. Während der letzten 2 Jahre sind 16 Millionen Lire für Dränageanlagen verausgabt worden. Die gesamten Kosten der Trockenlegung sollen etwa 400 Millionen Lire betragen. Ein systematisch angelegtes Netz von Kanälen soll schon nach 2 Jahren die Entwässerung von 15.000 Hektar herbeiführen. Der Hauptkanal, der nach ' Mussolini benannt wird, soll- sich über 40 Kilometer er- strecken. Die ganze Gegend wird wie ein riesiges Schachbrett in Quadrate eingeteilt, an deren Rändern die Linien der Kanäle gezogen werden. Die unter dem Wasserspiegel liegenden Stellen werden gehoben. 180 Kilometer Chausseen sind im ©umpfgefiete bereits angelegt, das Terrain urbar gemacht und 6 Dorfsiedlungen sind entstanden, deren Bewohner die Jahrtausendlang brach gewesene Erde durch menschlichen Fleiß in ein fruchtbares Gartengelände zu verwandeln suchen. Vor einigen Tagen unternahm der Duce eine Inspektionsreise durch das Pontiinsche Gebiet. Er verkündete in einer Rede, daß im Laufe der nächsten fünf Jahre dort mindestens 5000 Einfamilienhäuser auf staatliche Kosten erbaut werden sollen, in denen zirka 30.000 Bauern Unterkunft finden werden. Der Energie des Duce ist es zu verdanken, daß die schwierige Aufgabe der Trockenlegung der pontinischen Sütnpe nach vielen Jahrhunderten. ihrer endgültigen Lösung entgegengeführt wird. Ein Ausweg Fd. — Noch eine Woche und alles ist vorüber. Dann gibt es keine Weihnachtssorgen mehr, dann hat man alle diese so unangenehmen Probleme bereits gelöst und ist beschenkt, — oder mit einer langen Nase in der schönsten Vorsylvesterstimmung drin. Scherz beiseite, Weihnachten macht mehr Sorgen, als man. glaubt. Die Erwachsenen verstehen die Lage ja einigermassen, aber es gilt hier, Kindern und.großen Kindern Illusionen zu zerstören, oder aber eine meisterhafte Lösung zu rinden. Wie wird man das machen? Ein Ausweg wird sich bestimmt finden, er hat sich immer gefunden. Sei die Zeit auch noch so schlecht, man wird schenken, wie matt immer geschenkt hat. Und wenn es nachher auch recht eng zusammen geht. Das praktische Weihnachtsgeschenk geht vor. Man wird also Alpaka-Eßbestecke, moderne Brotdosen in Emaille,-Aluminiumgeschirr u. Küchengeräte kaufen. In all diesen Dingen hat L o tz in der Jurčičeva ulica eine unübersehbare Auswahl. Ta fallen besonders die Kaffee-Reib- und Fleischmaschinen aus, moderne Bügeleisen, Emaillegeschirre u. Innendekorationen. Für die Kinder kauft man hier die Schlittschuhe, Schlitten und Rodel, die in allen Modellen lagernd sind. Ebenso bekommt man hier auch Laubsägewerkzeug samt Vorlagen und Brettern. Für das Haus kauft man zu Weihnachten einen modernen Asbestofenschützer oder einen der zahlreichen Dauerbrandofen für Holz oder Kohle. Auch schöne Ofenkübel sind hier zu haben, sowie geschmackvolle Salonofen und emaillierte Tischsparherde. Bekannt ist ja, daß man bei Lotz die reichste Auswahl an Feinwerkzeugen und Eisenwaren findet und daß hier alle Waren in der reichsten Auswahl anzutreffen sind. Für die Dame ist ein norwegischer Schneeschuh, wie ich ihn bei W r e g g in der Slovenska ulica Nr. 6 gesehen habe, ein ganz apartes Weihnachtsgeschenk. Aber auch für den Herrn habe ich dort eine außerordentlich große Auswahl an Qualitätsschuhen der besten und bekanntesten Spezialmarken gefunden. Nicht zuletzt soll aber das bedeutende Lager von Kinderschuhen aus der bekannten heimischen Fabrik „Mira" in Zemun erwähnt werden. Diese Schuhe sind durch ihre besondere Paßform und Qualität für jeden verwöhnten Kinderfuß entsprechend. Hier habe ich auch die größte Auswahl an Hausschuhen gesehen. Diese Kamelhaarschuhe sind die praktischeste Fußbekleidung für das Haus int Winter. Neuerdings hat Wregg auch alle Fußbekleidungen in jeder gewünschten Preislage bei bester Qualität eingeführt, so daß er allen Wünschen seiner Kunden entsprechen kann. Der Frau Gemahlin kauft mau Mieder- u. Formenhalter der Bekannten Marken „Wär-’ net" und „F-P" bei Maria S i e b e r am Glavni trg, wo man auch die bekannten heimischen Trikotagen der Firma „Beuger" erhält und wo eine reiche Auswahl an den jetzt so stark getragenen ganz langen Ballhandschuhen in Glacsleder, sowie ändern Le derhandschuhen und Strümpfen in allen Qualitäten zu finden ist. Sehr viel muß Heuer zu Weihnachten auf-gefrischt werden, ein praktisches Geschenk für das Haus wird daher sehr als aufmerksam gelten. Kleider-, Kopf- und Haarbürsten, besonders die modernen Gummihaarbürsten aus rostfreiem Draht oder Borste, Besen u. Borstwische wird man darum bei der Firma F i s ch b a ch in der Gosposka ulica kaufen, wo das größte Lager dieser Ware zu finden ist. Auch die praktische Parkettbürsten mit Stiel findet man dort, aber ebenso auch eine sehr große Auswahl an Badeschwämmen aller Art. Ein Besuch bei Fischbach wird Ihnen erst zeigen, was es in Ihrem Haushalt alles zu erneuern gibt und bei billigen Preisen auch leicht erneuert werden kann. Selbstverständlich führt die Firma Fischbach auch alle anderen Bürstenartikel in großer Auswahl. Bei P e r h a v e c in der Gosposka ulica, nimmt man dann noch eine Flasche feinen Rum mit, man findet dort alle Sorten bis zum exquisitesten Jamaikarum, sowie die ver schiedensten Branntweine und Liköre eigener Erzeugung. Bei dieser Gelegenheit muß man auch die beiden Spezialitäten: Bermouth u. den Magenbitter kaufen, sowie eine Flasche vom echten Jmport-Whiski, der ganz delikat ist. • ‘ ' Haben Sie schon die herrlichen, echt japanischen Antimonkasetten gesehen, die man bei Ivan P e ö a r in der Gosposka ulica bekommt? Sie sind wunderschön und wertvoll, gefüllt mit prachtvollen Geschenkkombinatio-nen für Damen und Herren u. in allen Aus führungen. Sehr hübsch sind auch die Bleikristallzerstäuber, die man dort bekommt und die Manikurekasetten in Leder. Natürlich lie gen auch die verschiedensten Parfümsorten aller Weltmarken vor und ebenso ein reiches Lager an den verschiedensten Toilette artikeln. Ein kleines Fläschchen Parfum ist eine reizende Weihnachtsausgabe und immer gerne gesehen. Pečar führt aber außerdem auch ein gut sortiertes Lager verschiedener Photoapparate, besonders aber die „Dolly"-Kamera, eine Kleinkamera mit einer Optik von 2.9, also ein Spezialapparat für jeden Fotoamateur ebenso wie für den verwöhnten Knipser. Jeder kennt heute schon die Kekse und Zwiebacke Marke Suhor der Firma R o -b a u s in der Koroška cesta. Man wird sich rechtzeitig erinnern müssen, seinen Weihnachtsbedarf dort zu decken, am besten ist es wohl, wenn dies bei der Gelegenheit geschieht, wenn man das Milchbrot für Weihnachten, das bekanntlich am besten von Ro-baus ist, dort kauft. Nicht vergessen darf man aber auch, von den feinen Bierbretzeln mit zu nehmen, die zum zweiten Frühstück so gut schmecken. Eine überaus hübsche Kleinigkeit darf man nicht übersehen. Bei P e t r 0 ss i-F ülle -kruß in der Gosposka ulica, erhält man ganz moderne Damenschirme in allen Ausführungen und ebenso auch Herrenschirme, Stockschirme und Spazierstöcke und es wird sicher jeder aus der großen Auswahl das rechte für sich finden. Sehr hübsch sind besonders die Schirme mit holzgeschnitzten Griffen in feinster Seide. Lokale Cßronik Witz und Humor Drohung. Frau: „Das sag' ich dir: Wenn ich einmal sterbe —: so eine Frau, wie ich bin, bekommst du nimmer!" Mann (ruhig): „Wer sagt dir denn, daß ich so eine wieder will?" In Gedanken. „Dieses Kind ist im Zuchthause geboren!" „Unglaublich! So jung noch und — schon so verdorben!" Daher; „D' Frau Ratschberger soll ja gestern beim Baden so viel Wasser g'schluckt hab'n?!" „Na, die kann den Mund doch überhaupt nicht Balten!" Der Geburtstag G.M. des Königs Auch in unserer Stadt wurde gestern der Geburtstag Se. Majestät des Königs feiet lich begangen. Die Stadt war reichlich be flaggt und in allen Geschäften ruhte die Arbeit. Am Vormittag fand in der Domkirche ein Hochamt mit Te Deum statt, das vom Weihbischof Dr. T o m a ž i č unter großer Assistenz zelebriert wurde und dem die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden beiwohnten. Gottesdienste fanden auch in der evangelischen Christuskirche und in der orthodoxen Kapelle statt. Am Abend veran staltete die Militärkapelle einen Zapfem streich durch die Straßen der Stadt. Im großen Unionsaal fand ein Gesell-s ch a f t s a b e n d der Mariborer Offiziere statt, der einen recht animierten Verlauf nahm. Im Theater gelangte Cankars Drama „Kralj na Betajnovi" zur Aufführung. Auch die am Nachmittag im Kasino saalc stattgefundene Festakademie des R e a l g y m n a s i u m s hatte einen vollen Erfolg. Zigeuner vor Gericht Die Verhandlung gegen die sieben Zigeuner, die sich Mittwoch vormittags vor dem Dreierscnat des Kreisgerichtes wegen Einbruches, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Beschießung einer Gendarmeriepatrouille zu verantworten hat, dauerte bis nach 13 Uhr. Nach den Ausführungen des Staatsanwaltes Dr. Z o r j a n sowie der Verteidiger Dr. R a p o c, Dr. R e i s-m a n n und Dr. R o s i n a wurde vom Vorsitzenden LGR. Z e m l j i c das Urteil verkündet. Es wurden verurteilt: Johann H o r-v a t zu sechs Jahren, Janos und Josef 2 B a r a n j a zu fünf Jahren, Adolf Baranja zu vier Jahren, Stefan Baranja zu zwei Jahren und sechs Monaten sowie J o s e f 1 und Jos e f 3 Baranja zu zwei Jahren schweren Kerkers.: Schließlich haben Horvat sowie Adolf, JanoZ und Josef 3 Baranja der geschändeten-Bäuerin 10.000 Dinar Entschädigung zu zahlen. m. Wegen der heute früh erfolgten Unter Brechung der Strombelieferimg sah sich die Redaktion der „Mariborer Zeitung" neuerlich genötigt, die heutige Nummer im verkleinerten Umfange erscheinen zu lassen. m. Evangelisches. Sonntag, den 20. d. M. um 10 Uhr vormittags wird im Gemeindesaale ein P r e d i g t g o t t e s-d i e n st stattfinden. Um 18 (6) Uhr abends in der Christuskirche K i n d e r w e i litt a ch t s f e i e r mit Deklamationen und Weihnachtsgesängen. Anschließend um 19 Uhr Bescherung armer Kinder im evang. Gemeindesaale. Der evang. Fallenderem lädt alle Kinder bezw. Eltern, denen eine Weihnachtsgabe in Aussicht gestellt wurde, auf diesem Wege ein, pünktlich im evang. Pfarrhause zu erscheinen. m. Matthias Rom f. In Graz ist nach längerer schwerer Krankheit der Kaufmann, Haus- und Realitäteubesitzer in Kočevje, Herr Matthias R o m, gestorben. Der Verblichene bekleidete eine Reihe von Ehrenämtern und war u. a. Obmann des Handelsgremiums, Vorstandsmitglied der Sparund Darlehenskasse, Gemeinderat von Kočevje usw. Das Leichenbegängnis findet heute, Freitag, in Koöevje statt. Friede seiner Asche! Den tieftrauernden Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Blasius Železnik gestorben. Nach längerer Krankheit ist vergangenen Mittwoch der erste slowenische Gemeindevorsteher nach dem Umsturz von Pobrežje, Herr Blasius Železnik, gestorben. Der Verblichene erwarb sich für seine Hetmotsgemein-de unvergängliche Verdienste. Ehre seinem Angedenken! m. Ueber die Körperpflege mit Rücksicht ans die sportliche Betätigung spricht heute, Freitag, abends im Saale der „Zadružna gospodarska banka" der Absolvent der Hochschule für Leibesübungen in Berlin und Trainer Drago Ulaga aus Ljubljana. Der Vortrag findet getrennt und zwar um halb 19 Uhr für Frauen und um halb 21 Uhr für Herren statt. Drago Ulaga wird Freitag, den 18. Dezember uns auf Grund langjähriger Erfahrungen I tiou richtig war. Die Ansicht, daß es sich um V« t (Mi rt Art 'II 1 ♦ t t „U I 11 1 • Ti /i** S . /i i.« itUi. a L V;i. - nt ttrttt rturrtl« I /144 U ^ \ I „ «fl I „Si ! . einen Rechenfehler handle, ist lediglich darauf zurückzuführen, daß der Tausenderpunkt irrtümlicherweise als Dezimalpunkt angesehen wurde. m. Svengali-Abend in Otuše. Morgen, Samstag, um 20 Uhr veranstaltet "tier •oofolüerein in Ruse im Sokolheim einen S v e n g a l i-Abend. Der bekannte Telepath und Experimentalpsychologe wird b?4 Besuchern einige seiner hervorragenden Leistungen aus dem Gebiete des Okkultis« mus und Hellsehens zeigen. m. Erhört die Weihnachtsbitte der kinderreichen Familie eines mittellosen Invaliden, der außerhalb der Stadt wohnt und daher von der städtischen Nothilfsaktion ausgeschlossen ist! Kleinere Spenden in unverderblichen Lebensmitteln und Geld für diese bedauernswerte, wirklich unterstützungswüc-dige notleidende Familie nimmt die Redaktion der „Mariborer Zeitung" entgegen. m. Wohin am Samstag? Zerbricht euch nicht den Kopf! Die beste Unterhaltung werdet Ihr am geselligen Abend der Privat- und autonomen Angestellten im „Narodni dom" finden. m. Ein Kraftwagen im Straßengraben. Auf der Straße gegen Sv. Levart ereignet« sich gestern ein schwerer Unfall. Der Kra't-wagen des Besitzers M. K. glitt über die Straßenböschung und blieb am unteren Rand derselben liegen. Tie zu H'lie gerufene Feuerwehr aus Maribor brauchte lange Zeit, um das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen. nt. Waggonbrand. Mittwoch abends entstand in einem mit Zollwaren beladenen Waggon am hiesigen Frachtenbahnhot auf noch nicht völlig aufgeklärte Weise ein Brand, der aber bald von der sofort ausgerückten Feuerwehr gelöscht werden konnte. m. Feststellung. Die Annonce „Smoking" im kleinen Anzeiger vom 17. d. bezieht sich Vortragende schilderte hierauf seine Tour j nicht aus die Familie Zupančič, Aškerčeva vom rauschenden Pisenca-Tal über die Križ-Wand und zeigte hiebei die herrlichen Panoramen der Triglav-Nordwand, des Stenar und der Razor-Gruppe. Die schönsten Bilder folgten dann aus den verschneiten Sanntaler-Alpen, von denen insbesondere die herrlichen Partien aus dem Schnee-reich des Okrešelj allseitig« Bewunderung fanden. wichtige Aufschlüsse über die richtige Kör perpflege geben, die gerade mit Rücksicht auf die vielseitige sportliche Betätigung der Jugend für alt und jung von größter Bedeutung ist. m. Altkatholischer Gottesdienst findet am Sonntag, den 20. d. um 10 Uhr vormittags im kleinen Saale des „Narodni dom" (2. Stock) statt. m. Hochschülerball. Der Verein jugoslawischer Hcchschüler in Maribor veranstaltet auch heuer am 5. Jänner im großen Union-Saal seinen traditionellen Hochschülerball. Die Musik wird die Jonny-Jazzkapelle aus Ljubljana besorgen. m. Die Slowakische Philharmonie aus Bratislava kommt. Auf ihrer Konzertreise durch Jugoslawien trifft S a m s t a g, den 19. d. um halb 12 Uhr die Slowakische Philharmonie aus Bratislava in Maribor ein, wo ihr ein feierlicher Empfang bereitet werden wird. Um halb 13 Uhr findet im Hotel „Orel" ein gemeinsames Mittagessen statt, dem nach dem Konzert eine zweite Zusammenkunft ebendort folgen wird. S o n n-t a g, den 20. d. um halb 13 Uhr werden sich die Vertreter des Jugoslawisch-tschechoslowakischen Liga, der hiesigen Gesangvereine und Behörden von den Gästen verabschieden. Zu dieser Zusammenkunft sind alle Freunde der Musik und des tschechoslowakischen Volkes geladen. Die Teilnahme ist dem Hotelier Herrn Zemljič oder dem Präses der Jugoslawisch-tschechoslowakischen Liga Herrn Tr. Reisman bekanntzugeben. Das Mittagmahl ohne Getränk stellt sich auf 20 Dinar. nt. Aus unserem Vergparadies zeigte uns Dienstag abends der Amateurphotograph Vlado Cizelj eine üppige Fülle seiner Prachtanfnahmen. Die lange, mehrere Hundert umfassende Bilderfolge, leiteten Winteraufnahmen aus unserer Draustadt ein, denen dann Bilder aus den verschneiten Abschnitten unseres Bachern folgten. Der m. Männergesangverein. Samstag, den 19. d. findet im Vereinsheime eine Weihnachtsfeier mit Christbaumbescherung statt. Der Damenchor sowie alle Freunde des Vereines sind herzlich geladen. Die Vereinsleitung. m. Harsenoirtuosin Kral in Maribor. Anläßlich des samstägigen Konzertes der Slowakischen Philharmonie wirkt auch die bekannte Harfenvirtuosin Frl. Kral aus Bratislava mit. m. Aus der Theaterkanzlei. Jene Abonnenten der Folge A, die das samstägige Konzert der Slowakischen Philharmonie zu besuchen wünschen, können der Aufführung Gogols „Heirat" an einem späteren Zeitpunkt beiwohnen. Die P. T. Abonnenten werden aber ersucht, dies bis Samstag mittags der Dheaterkanzlei verläßlich bekanntzugeben. m. Kalamität bei der Zollabfertigung. Unter diesem Titel brachten wir in unserer Nummer vom 28. Oktober eine Zuschrift aus Leserkreisen zum Abdruck, in welcher die Behandlung von Zollwaren beim Hauptzollamt in Maribor einer Kritik unterzogen wird. Wir erhielten jetzt von derselben Firma eine zweite Zuschrift, wonach sich bei der nachträglichen Behandlung der Beschwerde herausstellte, daß auf Grund d. vorgelegten Zoll deklaration der auf die betreffende Sendung entfallende Zoll richtig berechnet wurde. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, daß die Ware nicht richtig deklariert war, denn gewöhnliche Baumwollwaren können doch mit einem Zoll in der Höhe von 80% des Warenwertes nicht belegt werden; dieser Irrtum gab Anlaß zu dem unliebsamen Irrtum. Da die Pakete nicht übernommen und nach Oesterreich zurückgesandt wurden, läßt sich der wahre Sachverhalt jetzt nicht mehr ge genau feststellen. Tatsache ist jedoch, daß d. in der ersten Zuschrift beanständete Multiplika- ul. 3, wie dies fälschlich verzeichnet war, sondern auf eine Nachbarspartei. nt. Spenden. Der Kaufmann in der Go« sposka ulica 8, Herr P r e a c, spendete für den armen Invaliden mit vier kleinen Kindern alte Kleider und Wäsche. „Ungenannt" spendete für denselben Zweck 5 Dinar. Herzlichsten Dank! m. Wetterbericht vom 18. August 8 Uh< früh: Feuchtigkeitsmesser: + 1; Barometerstand: 748; Temperatur: — 8; Windrichtung: WN; Bewölkung: teilweise; Nieder-schlag: 0; Umgebung: Nebel. nt. Danksagung. Der Slowenische Frau« enverein in Maribor spricht auf diesem Wege dem Herrn Bahnhofrestauratcur Jos-Majdič, der der Schuljugend aus Trbovlje anläßlich ihres Konzertes unentgeltlich Tee verabreichte, seinen innigsten DaN? aus. Dank gebührt auch allen Damen, die das Gebäck beschafften . * Heute Freitag „Die geheimnisvolle Nacht", Zauberschau in der Belila kavarn«' * Samstag und Sonntag, den 19. und 20. d. M. Wurstschmaus im Gasthause Kodek. Für vorzügliche Getränke sorgt Helene Stražar. 16220 Aus (Seife c. Gemäldeausstellung. Donnerstag vormittag wurde im Repräsentationssaale Stadtsparkasse eine Gemäldeausstellung de akademischen Maler Modic und 6 p e r n ik eröffnet. Modic stellt einüs Oelgemälde, viele Pastelle und Aquarb, sowie graphische Arbeiten aus. S l a p e n i k hat hauptsächlich Aquarelle und ?« stelle. Die Ausstellung ist von 8 Uhr früh halb 1 Uhr und von halb 2 Uhr bis 7 abends geöffnet und wird bis 24. d. M. öfll ern. c. Todesfall. Asti 16. d. M. starb im meinen Krankenhause Herr Karl Mar" im i č, Speditionsbeamter aus Zavodna o5. Lebensjahre. Der Verstorbene war w Jahre bei der Speditionsfirma Pelle m ' tft. R. i. P.! c. Stadttheater. Sonntag, den 20. d- . um 16 Uhr gelangt im Stadktbeater Samsmg, oett 10. Dezember 1931. BET . . ........ iiCTBB® cars Marchs Piel „Der tapfere Toni" als Jugendvorst-lung zur Aufführung. Karten-Vorverkauf in der Buchhandlung Goričar & Leskovšek. c. Tödlicher Sturz. Dienstag abends kehrte der Sürährige Waldarbeiter Franz Z k e t in Begleitung eines jüngeren Kollegen von der Arbeit nach Haufe. Oberhalb der Mili-täijchi.iijtfitte 'glitt Zket auf dem engen Wald wege aus und kam ins Gleiten. Er erfaßte eilten dürren Strauch und versuchte sich fest-zu halten, doch gab der Strauch nach und Štet s.ürzte über die gegen 150 Meter hohe steile Felswand, die sich an der gegenüberliegenden Seite der Schießhalle befindet. Er sie! auf einen Felsen und blieb mit .zerschmetterten Gliedern liegen. Man suchte ihn noch am selben Abend, doch fand man ihn nicht. Erst Mittwoch vormittags fand man die gräßlich zerschmetterte Leiche, die in die Totenhalle des Umgebungsfriedhofes überführt wurde. Ter Verunglückte war in Gaborje in der Dečkova cesta wohnhaft. c. Skikurs. Die Wintersportsektion der Sanntaler Filiale des Slowenischen Alpenvereines in Celje veranstaltet in der Zeit vom 3. bis 10. Jänner kommenden Jahres Skikurse für Anfänger und für Fortgeschrittene auf der „Mozirska planina". Wä end dieser Zeit wird die Hütte auf der „Metrska planina" vollkommen bewirtschaftet sein. Anmeldungen und Informationen in der Drogerie „Central" in der Kralja Petra cesta oder in der „Kmetska posojilnica", Prešernova ulica, bis einschließlich 2. Jänner. c. Unfälle. Ins Allgemeine Krankenhaus würden zwei Verunglückte ein geliefert, von denen jeder auf seine Art Opfer eines Messers wurde. Der 82jährige arbeitslose Mario P a y e r produzierte sich in der Umgebung von Celje als Messerschlucker. In Vitanje erlitt er bei einer Vorstellung einen schweren Unfall, indem er ein 12 Zentimeter langes'Messer völlig verschluckte. Im Spital wurde ihm das Messer ans operativem Wege aus dem Magen entfernt. — Der ^jährige Fleischhauer Alois Pungartnik aus Sv. Primož bei Ljubno kam mit einem Bauernburschen in Streit, in dessen Verlause ihm sein Widersacher mit einem Messer drei Stiche in den Rücken versetzte. Pungartnik wurde in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht. c. Fußballwetispiel. Sonntag, den 20. d. M. findet um halb 14 Uhr ans dem Glacis ein Freundschaftswettspiel zwischen dem 3iSK. Primorje aus Ljubljana lind dem SK. Celje statt. c. Mit dem Jagdgewehr auf einen Arbeitslosen. Dienstag nachmittag kam der 24-jährige arbeitslose Bergarbeiter Rudolf Ž o ha r aus Zagorje zu einem Besitzer auf einer Anhöhe bei. Poljčane, um Arbeit zu suchen. Als der Bauer den Ankommenden erblickte, nahm er sein Jagdgewehr und schoß auf Zohar, den er in den linken Oberschen- arm Roman von Alfred S ch i r o k a » e r. Copyright 1930 by Wilhelm Gotdmauu Verlag, G. m. b. H.. Leipzig. (5. Fortsetzung.) Die Breton de Los Herreros waren ein uraltes, aber armes ^'schlecht. Ein Breton war schon in der Schlacht von istres de la Frontera ruhmreich gefallen, jenem Kampfe, der den Arabern die Herrschaft in Spanien sicherte. Es waren Haudegen gewesen und tüchtige Staatsmänner, doch keine guten Kauileute und Erwerber. Selbst jener Breton, der Pizarro in das- Goldland Peru begleitet hatte, kehrte — fast als einziger _ arm, wie er hingezogen war, in das Vaterland zurück. Angelit war die Tochter des Fürsten Olbrich Oybin aus einem alten deutschen, ehemals reichsunmittelbaren Geschlechte, das im Rheinland wertvolle Kohlengruben und Montanwerke besaß. Da ihm auch reiche Sil ber- und Erzminen in den Pyrenäen gehörten, waren von alterSher d:e Beziehungen der Oybin zu Spanien eng und gepflegt gewesen. Fürst Olbrich hatte im Verfolg dieser ,pa nischen Verbindung eine Tochter des anda-lufischen Hochadels, die Contesa Geronima de la Matanza heimgeführt, Reichtum geübte sich zu Reichtum. Die Matanza batten fast zur gleichen Zeit, zu der jener Breton arm wie ein Pilger aus Peru heimgekehrt war, in der Havanna vorsichtiger für sich und ihre Nachkommen gesorgt Sie gehörten noch heute zu dem begütertsten AM des Landes. fei traf. Žohar stürzte zusammen. Man brach te ihn mit dem Abendzuge nach Celje, wo ihn am Bahnhofe das Rettungsauto in Emp fang nahm und ins Allgemeine Krankenhaus überführte. * Wohlbeleibte Menschen können durch ge» wissenhaüen Gebrauch des natürlichen „Franz-Josest-Bitterwasiers ausgiebigen Stuhlgang ohne Anstrengung erzielen. Zahlreiche sachärzt-liche Berichte bestätigen daß auch Nieren- und Gichileideude, Rheumatiker S.ein- und Zuckerkranke mit der Wirkung des Franz-Josef-Wajsers lehr zuirieden sind. Aus 5>rcrtmcirol> g. Zum Gemeindevorsteher in Ojstrica wurde dieser Tage der Grundbesitzer Sinwn P r e g l a u vulgo Stogle ernannt. g. Kafseehauseröfsming. In ihrem unweit der Draubrücke befindlichem Haus hat die Kausmaunsaattin Frau Maria I u-h a r t ein modernst eingerichtetes Kaffeehaus eröffnet. g. Todesfälle. In Vič bei Dravograd ist die Private Frau Marie P r i l a s n i k im 07. Lebensjahr gestorben. In Dravograd ist die Tochter des Postangestellten Pečnik Frl. Marie Pečni k, einer schweren Krankheit erlegen. Sport Der Sagreber ..HaSk"komm!! Das schneelose Wetter ermöglicht Heuer unseren Fußballern eine weitere Betätigung. Nach Beendigung des offiziellen Programmes werden nun bemerkenswerte Gastspiele der prominentesten auswärtigen Mannschaften die letzten Termine des Jahres ausfüllen. Kommenden Sonntag findet bereits das erste beachtenswerte Treffen statt. Als Gegner erscheint zum ersten Mal die komplette erste Mannschaft des Zagreber „Hask" dessen Auftritt in der Draustadt gewiß dem regsten Interesse begegnen wird. Die Zagreber Akademiker spielen schon seit langen Jahren im Fußballsport Kroatiens eine überragende Rolle. Tie großen Erfolge in der Vorkriegszeit und insbesondere nach dem Umsturz verschafften der Mannschaft einen außergewöhnlichen Ruf, den sie auch bisher überall würdig vertreten konnte. „Hask" spielte in allen StaalZineisterschaf-ten eine ansehnliche Rolle und galt immer wieder als der aussichtsreichste Titelanwärter. Der Leitung des Sportklubs „Maribor" ist es nun gelungen, für kommenden Sonntag diese prominente Mannschaft nach Maribor zu verpflichten. Den Weißschlvarzen bieten sich nun wieder Chancen, ihre Qualität auch im Kampfe gegen die stärksten Vereine im Staate unter Beweis zu stellen. Die Gäste weilten erst am vergangenen Sonn- Toch aus den Tagen der Maurenherr-schait haftete diesem Geschlchecht ein Mangel an. Don Ruiz de la Matanza hatte aus dem feenhaften Lustschlosse Abdul Raman des Dritten, aus Medina-Az-Zahra zu Cordoba, diesem Märchen aus Elfenbein und Eben Holz, eine Tochter des großen und weisen Kalifen entführt. Trotz der dreitaufendsieten hundert Pagen und zwölftaufend Eunuchen, die seine echstauscnd Lieblingsfrauen bewach ten Seitdem strömte das orientalische Blut der Omajaden in den altspanischen Adern der Grastm de la Matanza. Nach der Vertreibung der Araber aus dem Lande im Jahre 1492 war dieser fremde Einschlag ein Schönheitsfehler des Stammbanmes geworden, doch nicht seiner Früchte. Er gab den Frauen dieses Geschlechts die sehnsuchtsvollen heißen Augen, den dunklen Elfenbeinhauch der Haut, die hemmungslose Glut der Sinne und Gefühle Er verlieh ihnen die Schönheit zweier schöner Stämme. In Angelita, der Tochter dieser schönen Mutter, kreuzte sich die dritte Rasse, die deutsche. Ramon Breton de Los Herreros heiratete die Prinzessin Angelita Oybin bewußt wegen ihres Geldes. Die diplomatische Lauf bahn fordert Reichtum. Er war ein ehrgeiziger, zielbewußter Streber schon als Zwanzigjähriger. Er sah Angelitas bizarre Schön heit. Sie lockte ihn nicht Ihre Intelligenz war ihm eher peinlich. Seine eigene Klugheit genügte ihm. Mit dieser anspruchsvollen Gabe war er selbst hinlänglich versehen. Durchtränkt von einem durch lange Generationen genährten Familiendünkel und Adelsstolz war er einer der Wenigen, die heute noch das Araberblut in seinem Weibe als Makel kannten und empfanden. Er sah auf sie von Anfang an. ob dieser uralten Rassenmischung, etwa mit jener törichten tag in Ljubljana und konnten gegen „Ilirija" sieben Treffer unterbringen. Ihre Ber fassung ist daher am Gipfel ihres Könnens. Der Ausgang ihres sonntägigen Gastspieles wird daher einen wichtigen Aufschluß über das weitere Gedeihen unseres lokalen Fuß-ballsportes geben. : S. K. Svoboda. Heute, Freitag, um 20 Uhr wichtige M i tgl ie derversammlung im Klubheim. : Der Skiklub in Celje teilt mit, daß heuer, sobald Schnee fällt, an Sonn- und Feier tagen, auf Wunsch auch an Wochentagen, in der nächsten Nähe der Stadt Skikurse abgehalten werden. Der Beginn derselben wird rechtzeitig bekanntgegeken werden. : Skihütte des Sportklubs „Ilirija". Der Sportklub „Ilirija" eröffnet kommenden Sonntag im schneereichen Planica-Tal eine mit allem nötigen Komfort (Zentralheizung, Warmwasser) ausgestattete Skihütte. Für die Verwirklichung des Planes hat sich auch Ing. K o u d e l k a aus Maribor große Verdienste erworben. Im Zusammenhana mit den Eröffnungsfeierlichkeiten wird auch am Nachmittag ein B-Kilometer-Skirennen abgehalten werden. Sfreater und Kunst Malionaltheatei' m Maribor Freitag, den 13. Dezember: Geschlossen. Samstag, den 19. Dezember um 20 Uhr: „Heirat". 9®. A. Sonntag, den 20. Dezember um ' "> Uhr: Rotkäppchen". — Um 20 Uhr: „Der Vs-gelhändler". Ab. D. ----W»» <— —- » Kinv Burg-Tonkino: Freitag zum letzten Mal der herrliche Ramon Novarro-Film „Der Sänger von Sevilla". Ab Samstag das glänzende Lustspiel „Der kleine Seitensprung" mit Hermann Thimig, Renate Müller und Hans Brausewetter in den Hauptrollen. Union-Tonkino. Heute Freitag letzter Tag „Das Liebeskommando". Ab Samstag das deutsche Lustspiel „Moderne Casanova" mit Buster Keaton in der Hauptrolle. Selbstverständlich! „Wenn mein Chef nicht zurücknimmt, was er gesagt hat, betrete ich sein Büro am Ersten nicht wieder!" „Was hat er denn gesagt?" „Er hat meine Kündigung ausgesprochen." Verachtung herab, die ein hundertprozentiger Aankee gegen den Abkömmling eines Negers hegt. Er brachte mit dieser Heirat seinem Ehrgeiz und seiner Karriere ein schweres Opfer. Doch brachte er es, weil sich ihm just keine andere gleich reiche Partie bot. Angelit liebte den Bewerber, den sie bei einem Besuch ihrer mütterlichen Ver-ivand-ten in Spanien kennenlernte. Sie sah nur den Mann mit den bedeutenden Zügen und der schillernden Klugheit. Er war damals sechsundzwanzig und hatte bereits einen gewissen Ruf als junger Atta-chee in Berlin erworben. Die Liebe blendete sie noch. Sie sah nicht seine Fehler, feine einseitige Beschränktheit, ahnte nichts von der Kühle seines überalterten Blutes. Den Eltern >var die Heirat in jeder Hinsicht willkommen. Das erste Jahr ihrer Ehe bekehrte Angelina zur erbitterten Feindin ihres Mannes. Bald nach der Hochzeit, die1 mit vielem Pomp in Mühlheim gefeiert wurde, erhielt der Herzog den Posten des Dritten Sekretärs an der Botschaft in Tokio. Dort war sie seiner Willkür preisgegeben, fern der deutschen Heimat, den Eltern, ihren Beziehungen. Sehr bald erkannte sie mit Erschütterung seine eisige, egoistische Natur und feine Grausamkeit der lateinischen Rasse. ?luch seine, leise Verachtung. Ihr stolzes Gemüt empörte sich. Hinzu kam, daß er sie als Weib vernachlässigte. Er war ein Gehirnmensch ohne Sinne —, entartet in jahrhundertelangen Ehen im engsten Kreise verwandten Hochadels. Ein geschlecht lich müder, erloschener Mann. Als er sie kaum zum Weibe erweckt hatte, erstarb sein matt aufgeflackertes Verlangen. Sie verlor für ihn jede Lockung. Als Mann trennte er sich von ihrem Leben. Sie staun- Bücherschau b. Im November-Heft ber „Europäischen Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rolhjch.ld, Ver-lin-Grunewaldl wird der Vorschlag laut, Danzig zu einem Hafen für Rußland und baltische Staaten, somit zu einem Großhafeu für den Welthandel zu machen, um so den polnischen Hafen von Gdingen wirksam zu treffen. b. Zwei große Marksteine in der Entwicklung des Flugwesens. Der Südamerikaflug der Do X und die am 15. Juni erfolgte Einstellung des größten Landflugzeuges der Welt, der Junkers G 38, in den planmäßigen Luftverkehr zwischen Berlin und London Bedeuten zwei große Marksteine in der Entwicklung des Flugwesens. Das zeigt die soeben im Verlage von Vandenhoeck & Ruprecht jn Göttingen erscheinende Broschüre „Großflugzeuge" von Dipl. Ing, Günther Bock (leitender Ingenieur bei den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau), die besonders in ihrem Bilderteil eine Menge, z. T. noch uriveröfsent-lichte 'Abbildungen aus dem Großflugzeugbau des In- und Auslandes bringt. Kart. 2.50 RM. b. Der Schutthaufen. Aufruhr einer Welt. (Volk im Raum). Das Werden des Reichs. Von Franz Mariaux. Kart. 4.50 Ml Lw. 5.50 Ml (Hanseat. Berlagsanstalt, Hamburg 36). Der Aufstand der Völker gegen die politische und wirtschaftliche Ordnung'swelt des mechanistischen Zeitalters — das ist das große Thema dieses Buches. Dieser Ausbruch ist Mariaur keine vorübergehende Erscheinung: in ihm vollzieht sich vielmehr die Liquidierung einer ganzen Epoche: der Epoche des naturwissenschaftlichen Denkens. Mar'aux zogt, daß in den großen revolutionären Bewegungen der Zeit sich bereits die neuen Kräfte formieren: Nationalsozialismus, Kommunismus, Jugendbewegung, Bünde, b, Ede und Unku. Ein Roman für Jungen und Mädchen von Aler. Wedding. Malik-Ver-lag, Berlin. Preis 3.75 M. Ede der zwölf-jährige Berliner Werkmeistersjunge, und das Zigeunermäidchen Unku schließen auf einem Rummelplatz Freundschaft. Ihre Freuden und Abenteuer erleben sie -gemeinsam inmitten der harten Wirklichkeit unserer Tage. Ter unverwüstliche Frohsinn der beiden kleinen Helden und der Humor Alex Weddings verweben die Dinge und Ereignisse zu einem spannenden und dabei doch kindlichen Roman. Lhemle aus der Küche Vom Altwerden des Kaffees. Je frischer ein Ksffee ist, je kürzer die Zeit, spanne zwischen der Röstung und dem Verbrauch, um so besser schmeckt er. Der klugen Hausfrau ist das bekannt und sie kauft ihren Kaffee daher immer dort ein, wo sic mit frischer Ware bedient wird. Ein Mittel, um das Altwerden eines Kaffees völlig zu vermeiden, gibt es heute noch nicht. Selbst Kaffee, der unter Vakuum gepackt, also luftdicht verschlossen ist, büßt nach und nach an Geschmack und Aroma ein. Das einfachste Mittel hiezu ist die Aufbewahrung des Kaffees in einer geruchlosen und gut schließenden Dose. Für K a s f e e H a g, den vorzüglichen koffeinfreien Bohnenkaffee, sind dieses Jahr wieder die ebenso schönen wie praktischen Weichnachtsdoscn im Verkauf, die als Geschenk jeder Hausfrau große Freude bereiten. te, begriff nicht, zögerte lange, ehe sie ihn über fein Meiden befragte. „Ich habe wichtigere Dinge im Kopf als diese Cochonnerie", entgegnete er verächtlich. Sie schwieg, litt und entbehrte. Aus ihrer Unzufriedenheit erwuchs Entfremdung, bald Feindschaft und Haß. Und dann trat John Rutland in ihr Dasein. Da forderte sie von dem Herzog ihre Befreiung. Er schob ihr Ansinnen auf den Einfluß der entnervenden feuchten Hitze des Landes. Vielleicht aus wahrer Ueberzeugung — vielleicht aus Diplomatie. Seinem spanischen, stockte®arischen Adelstick dünkte eine Scheidung eine irre Unmöglichkeit des Standes und des Glaubens. Er hatte indessen auch sehr iveltliche Gründe, eine Scheidung seiner Ehe weit von sich zu weisen. Jeder Familien škandal mußte seiner diplomatischen Laufbahn nachteilig werden. Und dann — mit Angelitas Trennung von ihm verlor er ihr reiches angebrachtes Gut. Was wurde dann aus seiner kostspieligen Karriere? Er hatte diese „Araberin" aber nicht auf seinen erlauchten Stammbaum gepfropft, um nach einem Jahr wieder vermögenslos dazu stehen. Ca-ramba! So tat er ihr Verlangen nach Scheidung als Wahnwitz ab. Doch ihre Forderung hatte seine Eifersucht aufgestört. Keine Eifersucht auf ihre Liebe und ihre Person. Auf beides legte er minderen Wert. Doch Eifersucht auf feint Ehre und seinen Namen. Diese Idole chedeu teten ihm neben seiner Karriere, mit der sie eng verknüpft und verwoben waren, die höchsten Kostbarkeiten seines Lebens. Aus dieser Anbetung erwuchs auch seine bebend« Angst vor dem Skandale. v Eamstag, dm 19. Dezembe hm—- 193 Aus aller Welt Sine schwarze Liste der Mode-Schmuggler Bekanntlich haben die französischen Modekönige große Summen geopfert, um zu verhindern, daß ihre Modeschöpfungen, von geschickten Zeichnern kopiert, heimlich in andere Länder eingeschmuggelt werden. Bor einiger Zeit bewilligten die großen Modehäuser von Paris einen hohen Betrag, unt auf gemeinsame Kosten ein besonderes Detektivbüro zu diesem Zwecke zu gründen. Die Detektive organisierten sich nach bestem Muster und hatten während der letzten Monate bedeutende Erfolge zu verzeichnen. Jetzt kam die englische Regierung den Franzosen zu Hilfe. Es stellte sich nämlich heraus, daß Mo-dekleider und deren Kopien in großem Umfange unverzollt nach England eingeschmuggelt wurden. Zahlreiche Damen der englischen Gesellschaft, die sich wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse ein neues Modell nicht mehr leisten können, waren bestrebt, sich die Modelle auf Umwegen und ohne Zoll zu verschaffen. Die englische Zollbehörde stellte mit Unterstützung der Kriminalpolizei eine „schwarze Liste" derjenigen Damen auf, die im Verdacht stehen, die Zollvorschriften umgangen zu haben. Manche Nymen, die auf dieser Liste stehen, sind in der englischen Gesellschaft gut bekannt. Auffallenderweise gehören dazu auch einige Damen aus den vermögenden Schichten der eng lischen Aristokratie. Die Berufsschmugglerinnen, die den englischen Damen unverzollte Modekleider liefern, sind meistens Französinnen und Amerikanerinnen. Sie reisen bauernd zwischen Paris und London und verstehen es in geschickter Weise die Zollbehörden hinters Licht zu führen. Nun erhielten die Zollbeamten das Recht, jede Dame, deren Name auf der schwarzen Liste steht, ohne wei teres zur Polizeiwache zu führen. Ein bekannter weiblicher Revuestar steht gleichfalls auf der schwarzen Liste. Die junge Dame ist keine Engländerin von Geburt. Sic wurde von der Polizei benachrichtigt, daß man gegen ihr weiteres Verbleiben in England einst weilen keine Bedenken habe. Sollte sie aber in Zukunft in einer Schmuggelaffäre verwik-kelt werden, dann würde sie ohne weiteres aus dem Lande gewiesen werden. Anatomie der Bibliomanen In einem seiner Bücher schildert Anatol France, selbst ein leidenschaftlicher Bücher» sammlet, wie ein gewisser Canont vom Gerüche alter Bücher in eine grenzenlose Ekstase versetzt wurde. Der amerikanische Verfasser Hollbruk Jackson veröffentlichte vor kurzem ein umfangreiches Werk unter dem originellen Titel: „Unatomie der Biblio- manen". Er bringt eine große Zahl drastischer Beispiele, die den Beweis erbringen, daß die Bibliomanie häufig an Wahnsinn grenzt. Der spanische Mönch Don Vincente beging einen Mord, um in den Besttz einiger seltener Bücherexemplare zu gelangen. Zahlreich sind die Fälle, in denen Büchersammler in einen Zweikampf miteinander gerieten, um auf diese Weise die hetßum-strittene Frage der Besitzergreifung eines begehrten Buches zu entscheiden. Der Bi-bliomane zeigt gewöhnlich für den Inhalt des Buches wenig Interesse. Es gibt viele Sammler, die nur Bücher von großem Format suchen und im Gegensatz dazu auch solche, die ausschließlich auf die Suche nach kleinen und kleinsten Büchern ausgehen Der Verfasser der „Anatomie der Bibliomanen" berichtet von einem Sammler, der die Angewohnheit hatte, die Länge und die Breite der ihm angebotenen kostbaren Bücher mit einem Zentimetermaß zu messen. Er pflegte nur solche Exemplare zu kaufen, die einen von ihm ein für alle Male festgesetztes Format nicht überstiegen. Der öecühm te englische Büchersammler Lord Tabley wurde vor Freude ohnmächtig, als Miltons „Verlorenes Paradies" in der Ausgabe des Jahres 164ö in seine Hände gelangte. Der große englische Philosoph und Staatsmann Lord Bakon hat einmal gesagt, Don Quichote, der Ritter von her traurigen Gestalt, sei der erste Bibliomane gewesen. König Alfons beherrscht noch ein Torf. Das kleine Dorf Huesa in der spanischen Provinz Andalusien weigert sich entschieden, die republikanische Staatsordnung anzuerkennen. Das Dorf will unter allen Umständen unter der Oberhoheit des Königs Alfons 13. bleiben. Es erhebt den Anspruch, als ein unabhängiges Königreich zu gelten und von Fontainebleau, dem Sitz des früheren Monarchen, aus regiert zu werden. 80 Prozent der königstreuen Einwohner von Huesa sind Analphabeten, was sie aber nicht hindert, sehr tapfer zu sein. Als die republikanische Regierung vor kurzem einen Vertreter nach Huesa entsandte, um die Dorfeinwohner darüber aufzuklären, daß eine Republik in Spanien bestehe, wurde der Beamte der Republik verhaftet und aus dem Gebiete der königstreuen Dorfgemeinde mit Gewalt entfernt. Zum Abschied wurde ihm gesagt, daß Huesa mit der Republik nichts zu tun haben wolle. Bummelbahn. Der Zug hält an einer kleinen Station, um Wasser zu nehmen. Gemütlich fragt der Bahnhofsvorsteher einen Reisenden, der zum Fenster hinausguckt: „Na, wie gefüllt Ihnen denn unser Ort?" „Ich kann ihn nicht sehen, lieber Mann, es steht eine Kuh dazwischen." Verschiedenes Kind wird in gute Pflog? genommen. Adr. Berw. 162?? Weinschank über die Gasse 5 bis 10 Liter bei Herrn Joses Kolaritz, Krčevina. 16317 Ein guter Rat erspart Ihnen viel Geld! Kaufen Sie daher da, wo man Sie fachkundig berät. Fotomeyer, erstes uld ältestes Fachgeschäft für Photographie am Platze, Gosposka ulica 39. Es ist nach Zeit, als Weihnachtsgeschenk eine gute Photographie zu geben. Fotomeyer, Gosposka ul. 89. 16229 Zwei Zimmer und Küche zu vergeben. Zrkovska cesta 29. 16245 __________ Schöne Wohnung, Zimmer und Küche, Bahwhofnähe. sofort zu vermieten. 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