Dienstag den 17. December 1822. An die menschenfreundlichen Neujahrs - Gratulanten. ^/sit dem herannahenden IahreswcHscl wird nun abcrmahls die Wohlthätigkeit der edlen Men« schenfreunde von den Vorstehern dcr Armen« Anstalt in Anspruch genommen, und ladet alle diejeni» gen, welcke sich von dcr hergebrachten Eitte der Neujahrs. Gratulationen entledigen woNen, hier« mit ein, M zu diesem Zwecke mittelst zum Vortheile der hiesigen Armen »Anstalt gelöster Grlaßkartcn loszukaufen. Ohne dcr Freygebigkeit Schranken seyen zu wollen, erbalt man, wie bisher, gegen die festgefetzte wohlthätige Spcnde ron lo kr. M. M. für die Pcrfon, ,m handlungs »Comptoir des Hrn. Leopold Fror enteich, ?lrmen« Vaters, von nun an täglick besagte Erlaßkarten, und so wie in den vergangenen Jahren werden auch jetzt die Nahmen dcr wohlthätigen Ntujahrs. Gratulanten m be« sondern Verzeichnissen dieser Zeitung beygelegt. Laibach den 17. December 1822. ^ L a i b a ch. ^^emäß des eingelangten hohen Hoscanzleydecretes vom 9.,, Erhalt 21. l. M>, Z. 2i,,642, h^dcn St. k. k. Majestät mit a< h. Entschließung vom 26. v. M. ge-^ ruhet, dem Anton Venk<>rt und Iosepl) Kne«,aukck in Wien in der Plankcngasse Nr. 1063, auf d,c Erfindung „einer neuen Gattung von Luftvressen , welche im Wc° ft-^tllchen darin destehe: daß ourch die Luftverdünnung oder Luftentleerung eines mit der Luftplesfe verbundenen Gefäßes,, ohne den Gebrauch einer Wasser-od5r Luftpumpe, ein jeder Extract aus Früchten, Blattern, Holzern, Rinden> Wurzeln >?. von beliebigem Grade der Concentration mit leichter Mühe erhalten, jede trübe Flüssigkeit ohne Unterlage von Filz, Leinwand, Lüschpapier lc. schnell tlar filtritt; übrigens die Lustpres, se auch zur schnellen Austtocknung feuchter SrManmi, «ls z. V. fenchier Stärke, feuchter und nasser (Äalze nach ihrer Trennung von der Muttertage vorthellhaft «ngewcndet werden könne." cm fünfjähriges Pnvile^ gium, nach den Bestimmuüqen des a. h. Patentes vom 8. December 1820, zu verleihen. Vom k. k. Mylischen Gubcrnwm. Laidach am 29. November 1822. Gcmaß dcs eingelangten hohen HofcanzleydccrctS ^»M9., Erhalt 21. l. M., Z. Z»,ä^, h^dcn Seine k. k. Majestät mit a. h. Entschließung vom 28. v. M. geruhet, dcm Joseph Lahner und dem Franz Machts, Geldgießcrn zu W>en m Manahülf Nr. 16, auf die Verbesserung »verschiedene Waaren von englisch plat» tirtem Kupfer und Tombak, als: Trinkbecher, Kaffehgc» schirre, Leuchter von allen Gattuna/n lc. auf eine bessere und fünf Mahl schnellere Areals bisher zu verfertigen ," ein füufjäh.rigl'S Privilegium, nach den Bestimmungen des a. h. Patentes vom 8. December 1820, zu verleihen. . Vom k. k. illynschcn Gudernium. Laibach am 29. November 1822. Wien den 7. December. Im österreichischen Beobachter lesen wir Folgendes : »Die Deputation der Königreiche Croatien und Slavs» mcn, welche unter ?lnführung Sr.. Excellenz des Va« nus. Grafen Ignaz von Gyulai, am il!. November das Glück hatte, Sr. Majestät dem Kaiser und König die Huldigung des ehrfurchtLvollsten Dankes bender Länder, für die der Kronr Ungarns durch die allerhöchste Gnade wieder einverleibten Theile Croatiens und des Küstenlandes darzubringen, wurde auch bey Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland eingeführt." „Der Präses derselben, BanuZ Graf von Gyulai, tncli dabey folgenoe Anredean Se. russisch-kaifertlche Majestät in flanzösischerSprache:« »Sire i Die Königreiche Croatien und Slavonien haben «ine feyerlichc Deputation nach Verona abgeord« 446 net, um vor dem Tbrone ihres Königs die Huldigung ihrer Liebe und Dankbarkeit für die Wiedervereinigung der durch vcrhangnißyoUe Zettumstände von der Krone Ungarns getrennten 3anoestheile darzubringen." »Die,ruhmvolle Eintracht der Monarchen hat den Drangsalen, die durch beklagcngwerthe Umwälzungen herdeygeführt worden waren, ein Ziel gesetzt." ,»Die Deputation, welcher das Glück zn Theil gc-worden, die Gesinnungen treuer Anhänglichkeit eines ganzen Volkes an scinen Beherrscher vor Allerhöchstdem-selben an den Tag zu legen, schätzt sich nicht minder gluck» lich, Seinem erlauchten Bundesgenossen und Freunde die Gefühle ihrer Bewunderung und Verehrung aus? drücken zu können. DasHcil, welches der Bund der Monarchen bereits gestiftet hat, wird durch ihre Festigkeit und Ausdauer seine Vollendung erhalten. Der Friede und alle Wohlthaten, die daraus entspringen, die Wiederherstellung der inneren, durch jahrelange Un, glücksfälle gestörten Ruhe der Staaten, die Aufrechthal-tung altehrwürdiger, durch Jahrhunderte erprobter Verfassungen — dieß sind die Nesultate ihrer edlen Anstrengungen. Der Dank der Völker wirh ihr schönster Lohn seyn.« „Der innige Wunsch der Deputation ist erfüllt', ,wenn Ew. kaiserliche Majestät die Huldigung, welche sie Allerhöchstdenselben darzubringen w,agt, gütlg aufzunehmen geruhen wollen." Se. Majestät der Kaiser von Rußland geruhten der Deputation folgende Antwort, gleichfalls in fra«: zösischer Sprache, zu ertheilen: „Ich wünsche Mir Glück, meine Herren, Sie in „einem Augendlicke, wo neue Wohlthaten Ihrem Va» „terlande eine neue Quelle der Wohlfahrt eröffnen, zu „empfangen, und den Ausdruck der Dankgefühle zu „vernehmen, die Ihnen die weise Sorgfalt eines Mo« ,>narchen einflößt, dessen Nahme von allen seinen Un« „terthanen gesegnet wird. Der Tribut der Verehrung »und Ergebenheit, den Sie Ihm darbrachten, wird „Sein Herz mit tiefer Rührung durchdrungen haben. »Vey der innigen Freundschaft, die Ich für Ihn hege, »nehme Ich den lebhaftesten Theil daran. Diese Freund-»schaft stammt aus einem Zeiträume her, wo schreckliche „Drangsale auf ganz Europa lasteten. Indem die ver» „bündeten Monarchen selben ein Ziel zu setzen suchten, „erlangten sie die Überzeugung von dem Guten, das »ihre enge Verbindung stiften konnte, und seitdem ist ,sie ebenso innig, eben so unerschütterlich geworden, als »die gegenseitige Zuneigung, die ihre festeste Grundlage »und ihre sicherste Bürgschaft hildet. Ihr erlauchter Mo- »narch «heilt die Wünsche, die Ich unaufhörlich für die »Dauer emes Bundes hegen werde, der dcn Fricden dl'r »Welt versichert; eben so nehme ich Mcin.'rscitb Antheil >,an Allem, was cr zu Ihrem Glücke thut." '„Ich bitte Sie, mrine Herren, davon sttts über« „zexgt zu >eyn, und Ihren LandZleulen ->u sagen, daH »Ich einen besonderen Werth auf d>e persönlichen Ge-»sinnungen lege, die sie Mir durch Ihr Organ zu er-„kennen gegeben h >!,>," .« (Ö. B.) Lombari)i!ch-Venetianisches Königreich. Aus Verona wird unterm 26. Nov. geschrieben: Se. Majestät der Konig von Preußen werden am 1?. D^cemdcr'hier wieder erwartet, und hoffen, wie man allg-mem vermuthet, in den ersten Tagen des kommenden Jänners wieder in Berlin einzutreffen- — Am i9.-dieß genossen die Depurirtcn von Viccnza, und am 20. jene von Lodi die Ehre, Ihren k. k. Majestäten vorgestellt, huldreichst aufgenommen, und am folgenden Tage zur Tafel gezogen zu werden. (B. u. ,T.) Nachrichten aus Verona zufolge haben Se. Majestät der Kaiscr Alexander, in Anerkennung der von dem Hause Rothschild in mehreren wichtigen Finanz- un> Creditgeschaften des russischen Reiches geleisteten ausgc« zeichneten Dienste, den Vrüdern Freyherren Salomon und James yon Nothschild den Wladimir« Orden zu verleihen aeruht. ^O. B.) Herzogthum Modena. Mode na, den 27. Nov. Donnerstag Abends kehr-" ten unsre Souveräne m>t der ganzen königlichen Familie in Begleitung des Erzherzogs Ferdinand von Vcron« in diese Hauptstadt zurück; allein am Samstage reiste Se. köngl. Hoheit, unser Herzog, wieder nach Verona ab- — Am 27. marschirte die bisherige k. k. österrcichifche Garnison von hier «b, und hinterließ i>en Ruhm treffti« cher Disciplin und ausgezeichneter Ordnungöliebe. Großherzogthum Toscana. Florenz, den 29. Nov. Ge.tern früh reiste Se. k. k. Hoheit unser Souverän mit der Prinzessinn Tockter Marie Louise neuerdingI nach Verona ab. — Die bey' den durchlauchtigen Wöchnerinnen, die Erdprmzessintl und die Prinzessinn von Carignan befinden sich mit ihren Kindern im fortdauernden Wohlseyn. Königreich Sardinien. Turin, den 26. Nov. Der Vicomte u. Montmo-rency, französischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten, ist von Verona kommend in der Nacht vom 2,5. hier durch nach Paris gereiset. (O. V>) Genua, den 5o. Nov. Die Leiche des verewigten kynigl. prcuß. Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg 44? jst eindalsamirt, und in cincn dleycrnen Sarg verschlossen worden, wclchcr in zwey andcrn Särgen von Nußbaumholz ruht, deren äußerster mit schwarzem Tuch umgeben ist. Güstern früh wulden diese Särge in Erwartung der Befehle Sr. Majestät deö Königs von Preu« ßen einstweilen in einem Gewölbe auf dem protestanti» schsn Gottesacker, bcygcsetzt. Auf eincr dleyernen Platte steht die Inschrift: Carl August Fürst von Hardcnberg, königl. preußischer Staats - Kanzler, geboren den Zi. May i?5o, gestorben den 26. N-V. 1822. (B. v. T.) Königreich beyder Sicilien. Nschlüchten aus Neapel zufolge, waren Se.Ma, jestät der König von Preußen am 21. Abends 6 Uhr im erwünschtesten Wohlseyn in dieser Hauptstadt eingettof, fcn. Se. königl. Hoheit der Herzog von Caladrien mach, te dem Könige noch am nähmlichen Abend seinen Besuch. Am folgenden Morgen um ^ Uhr gaben Te. Majestät dem Herzoge vonCalabrien den Besuch zurück, bey welcher Gelegenheit Höchstdieselben Sr. königl. Hoheit die Personen Ihres Gefolges vorstellten. Nachmittags traftn die Söhne Sr. Majestät, die Prinzen Ludwig und Carl, in Neapel ein, und, erschienen Abends mit Ihrem erlauchten Vater, der das strengste Incognito beobachtet, im königlichen Theater del Fondo. Am 25. MorgenZ nahm Se. Majestät der Königin Begleitung der beyden Prinzen, die Alterthümer, woran Pozzuoli s» reich ist, in Augenschein, worauf Höchstdieselben bey Sr. königl. Hoheit dem Herzog von Calabrien speisten, und Abends das zu Ehre Sr. Majestät reich beleuchtete Theater S. Carlo mit Ihrer Gegenwart beehrten. Deutschland. Se. Majestät der Nänig von Sachsen haben dem Prinzen Carl von Baiern königl. Hoheit Ihre» Hausor^ den der Nautenklone zu ettheilen geruht- Rußland. Se. kaiserl. Hoheit der Großfürst Michael war am »2. November von seinen Reisen un Auslande wieder in St. Petersburg angelangt. Mit dem in. Octodcr hat der vierte Theil der Leibeigenen >m Gouvernement Liestond, laut des Beschlusses einer deßhalb errichteten Comite, seine persönliche Freyheit erhalten. In den nächsten Jahren treten auch dle übrigen drey Vienlmle in den Besitz 5er damit ver- > bundenen Nechtc ein, so daß mit 1L25 die Leibeigenschaft , m Liessand vöUig ihr Ende erreicht. ^. Spanien Die neuesten Nachrichten üder den Stand der Din- ^ lau!" , "°"'"' 0n P^js^ ^^^^^ ^^ 28. Nov.) , ".n setzr ungünstig für die Maubcnsarmcc. Mina soll , ^ Nrge!(die Stadt) beseht, alles mit Feuer und Schwert l verheert, und die 1000 Mann starke Besatzung stch m die ^ Citadelle zurückgezogen haben. Die Regentschaft befand ^ sich am 20. noch zu Puyccrda, hatte ader ihre Canzlcy nach Llivia (hart am Fuße der Pyrenäen) rückwärts gesendet. Die neuesten Pariser Blätter vom 29. November enthalten keine weitere Nachrichten über die Bewegungen der kriegführenden Parteyen in Cata>lomen. Dage« gen scheint es, einem Schreiben aus Bai,) 0 nn e vom«?.' üufolgc, daß dieGlaubenötruppcn inNavarra, seitdem Don Carlos O'Donnel das,Commando über selbe über, nommen, wieder die Offensive ergriffen haben. Folgen» des ist der Inhalt obgetzachtcn Schreibens: »Die Glaul benoarn'.ee von Navarra hat eine Bewegung vorwärts gemacht. Nachdem sie Estclla verlassen, marschirte sie nach SalvaNerra, um das CorpZ des Torrijos zu verfob gen; dieser mußte, durch die Naturdes Terrains dazuge-zwungen, sich in ein Gefecht, das er gerne vermiede» Halls, einlassen. Das Treffen fand am 17. Nooember Statt. Die constitutionellen Truppen haben durch ihre Hartnäckigkeit, einen Posten, den sie durchaus nicht behaupten konnten, vertheidigen zu wollen, außerordcnt: lich gelutcn. Der eigentliche Bestand des Verlustes beyder Corps hat noch nicht ausgemittelt werden können, aber Allcs läßt vermuthen, daß die Constttutionellen sö stark gelitten haben, daß stc sobald nicht wieder im Stande seyn werden, ordentlich Stich zu hatten, und General O'Donnel seine Successe daher ungehindert wird verfolgen können; zu beklagen ist, daß' General O'Donnel in diesem Tressen, gegen seinen Kidllchen Bruder zu fechten gezwungen war. — Merino steht fortwährend an der Straße nach Madrid eu eckviuu, auf» gestellt. Seine Tirmlleuls Iialten alle Dessleen besetzt, so daß die CommumcaNoncn dadurch sehr erschwert werden. — Der Trappist wird demVernehmen zufolge zu Sain-,Iean»Pied - de-.Port erwartet, um das Com-mando über enie D>v>suo»i der Armee in Navarra zu übernehmen." Spanisches Amerika. Ein zu Lissabon eingelaufenes Handelsschiff hat die Nachricht verbreitet, das der neue Kaiser von Mexico, D. Augustin Y t urbide, von der republikanischen Par-tey ermordet sey. Vcr mischte Nachrichte n. 2ln dcm nähmlichen Morgen (26. November) wo i» Stuttgart ein ziemlich heftiges Erdbeden empfunden werden, wurden «uch zu S ul z am Neckar, das bereits ^m 25. d,,rch verschiedene Erdstöße heimgesucht worden 4^9 ^>ak, neue und zwar äußerst hefttqe Erschütterungen ,erspr, e. Tcuttgarter Blitter melden darüber Folgendes Hbs? !ötzf.a»'dachte I.'te vom 29.NoÄ?nbe?: „Lctzten Din-ftaacden 2<5.)yor ,2 Uhr wurde wiedcr!)ohlt >n hiesiger Stadt u>id Gsgend ein Erdstoß verspür:, jedoch war de^clde nicht keftig. Nur wenige Personen wurden da-durä) vom Schlafe aufgeweckt. 2l.der der gestrige Tag war für die hiesigen Einwohner ?inTagdcö Schreckens und der Angst! Vormittags drey Viertel auf n Uhr wurde die ganze hiesige Geqeud so heftig erschüttert, daß in manchen Häusern die Spiegel an der Wand wank« ten, und mehrere Personen sich nicht fest auf dem Vo« den hatten konnten. Juden Gebirgen, zumahl den südlich liegenden, horte man aus der Tiefe der Erde ein dumpfrollendes G^öle, das wohl eine halbe Miuute lang anhielt. Die Luft war mild, der Himmel fteiter Witwen,gen von Welten nach Osten schnell sich bewegenden Wolken. Die Nichtung des Stores ging von Nor» den nach Süden. Der Barometer flel gleich nack erfolg' ter Erschütterung um einen halben Grad. Brunnen und Gewässer blieben unverändert. Einige wollen an den Thieren, zumahl den Pferden, ungewöhnliche Trägheit bemerkt haben. Erhaltenen Nachricht.?« zufolge, sollen beute auch inFreudensiadt, Alpirsbach, Oberndorf und Horb ähnliche Erschütterungen in der angegebenen Nich» tung verspürt worden seyn. Auch heute früh vor 6 Nftr bemerkte'man einen leichten Erdstoß." — AusSpeyer wird vom 29. November geschrieben: »Gestern ließ sich hier des Morgens, einige Minuten vor 3 V'evtel «uf 11 Uh«. eine Erderschütterunq verspüren, die wohl mit einem fernen heftigeren Erdbeden , wovon di« Nachricht zu erwarten seyn dürfte, in Verbindung gestanden haben maq. In vielen Häusern bewegten ssch Tische und Btühle. Kmiqe Sachen fielen von den Gestellen/ worauf sie standen, herunter, und Gläser klirrten an ein» ander stoßend in den Schränken." Aus einer der noch nach der Messein Leip^q zurück gebliebenen Thierbuden hatte sich am 29. October ein Wolf aus seinem Käfig losgemacht und die Freyheit gewonnen. Nun war er zwar ungemein zahm, ader der Schreck d?r bey dem fchönen Wetter in Menge aufden Alleen befindlichen Spatzierganger, Kmder. Mütter, Am-mei u. s. w. wa« doch nicht gering , und über 2000 Men« fchen kamen in Unruhe, theils sich zu retten, theils die Bestie wieder einzulangen- Er hatte sich endlich in «ine Nuchdruckerey — zum Schr«cken der armen Buchdrucker — geft-üchtet. und ivurds hier glücklich wieder .gen. Einen zu dreisten, ihn n^ck^nden Arbeiter hat ee aber doch tüchtig in die Hand gebissen. Hr. de la S.llle gab vor achtzehn Jahren zu Paris einl' kleine Schrift unter dem Tit^l' 5ur Ic« ^ver« n,u- welch«r sich eine «nffallnide Erscheinung strenger Winter in der Wiederkehr von 10« Jahren findet. Hierzu ge» hert auch die Zahl 22, die fast immer harte Winter brachte, wie z. B. die Jahre 922, 1022, i32Z, 1422, 1622, 1621/22 und »731/22. Da nun aber der letzte Winter 1821/22 so äußerst milde gewesen ist, so konnte für die Cyclus-Freunde ein Grund vorhanden seyn, daß viel» leicht der bevorstehende Winter von 1622/25 hart und strenge erscheinen würde, da besonders bey den ersten hier genannten 5 Jahren nicht anzcgebcn worden, ob damit,Anfang oder Ende des angezeigten Jahres genannt ist. Der bekannte Wetterprophet in Berlin, Professor Dtttmar, hat in seinem so eben erschienenen Witterungs-hlcttte einen milden Winter nach Erfahrungsgrunosä« tzen angekündigt, und sich in seiner Schrift, in welcher derselbe die Geschichte von 171 strengen Wintern, se!t dem Jahre Haa bis »L20 angeführt hat, darüber nähet ausgesprochen. Fremden - Anzeige. Angekommen den n. December. Herr Carl Freyherr v. Grote, k. großbritannisch» hannoverischer Bergdrost, und Herr Friedrich Iugler, k. großbritannisch'hannovlischerBergschreiber, bcnde vo« Wien nach Triest. Dcn 12. Herr 3ucas Luschen, NathsvrotocolliN r»o" dem aufgelösten Stadt« und Landrechte in Carlstadt, mit Familie, von Carlstadt nach Prag. ^^..... ^ ^ , ^^.......^^^ ___________^ ^ W e ch s e l c u r s. Ani 12. Dec. war zu Wien der Mittelprcis der StaatZ'"chuldverschreihungen w 5 pCt. m CM: 23 t/tl; Darlch. mitVerlos- vom 1.1620, für »ac>ff. inC?K. -^""' detto detto vom^. ,82l,füriaofl. inCM 'o2?/l'' Certif. f. d. Darl. vom 1.1821, für 100 ss. in CM. —"^ ^ Wiener Ttadt-Banco, Oblig. zu 2 1/2pEi. in CM. ^' Conventiolismün^e pCt- 249 7O. Vank'Actien pr. Stück 927 2/5 in CM. Ignaz Aloys Gdl. V' Kleinmayr, Verleger und Nedmeur.