Nummer 2. Pettau. den 8. Juli 1894. V. Jahrgang. PettauerZeitung erscheint jeden Sonntag. Preis für Pettau mit Zustellung in« Hau»: sl. 1.—, halbjährig fl. 8.—, ganzjährig fl 4—; mit JMhxrfcnbunfl im Inland«: vierteljiihrig B. 1.15, halbjckhna fl 2.H0, ganj,ähng (I. 4.60. — Einzelne Nummern 10 fr. «ch^stleitee: g»sef?«>«»». v«h»h,si»fi« 5. - ven—lw», ,»» Rerli| «. »l«.ke, v»chh«,»l,»i H«»»t»«, Rr. «. Handschriften werden nicht zurückgestellt, «nkündigungen billigst berechnet. — BeitrSge sind erwünscht und «ollen ltngsten« bi« Freitag jeder «oche eingesandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung' für «raz und Umgebung bei: L,»wi, in «cht»h»fer t» «rtfc «p,r,,ffe Kr. 5. Pettau. 8. Juli 1894 DaS Attentat von Lyon hat einen Sturm ves Abscheues und der Entrüstung wachgerufen, der mit elementarer Gewalt über den ganzen Erdball hinfegte und das Tosen und Rauschen in dem Blättermeere deS ZeitungSwalde«. der unter dem Sturme ächzte und stöhnte, wird nicht sobald zur Ruhe kommen. Auch die Blätter des UpaSbaumeS rascheln, die Blätter jenes Baume«, den Ferdinand Lassalle gepflanzt, den Karl Marx u. Bakunin veredelt??? und den die Socialdemokratie gepflegt und gedüngt hat mit dem Schlamme, der zuunterst im Strom» bette der dahingerauschten Generationen lag seit dem Beginne der Welt. Und die Früchte dieses Baumes entwickelten sich unter dieser Pflege gar rasch, aber sie wurden zuerst zum Staunen und dann zum Entsetzen der Gärtner immer giftiger und auS der allgemeinen Gleichheit und Brüderlichkeit, die sie zu züchten vermeinten, entwickelte sich der .Internationale Socialismus", der die heiligsten Gefühle in der menschliche» Seele vergiftet, die heiligsten Bande ^ flT.r ' - xfi ... uci Tucnsajiiajcn . TnTTTvfTun, waujyTfTi* liebe, Vaterlandsliebe zerreißt und die Menschheit al« vernunftlose Heerde sich vorstellt, die eine be-stimmte Anzahl von Stunden zu grasen und den Rest de« Tage« wiederzukäuen hat, bi« Stück um Stück stirbt! — Nein, im Sterben liegt ja schon der Begriff der Wiederaufftehung, und an diese Slaubt der Socialdemokrat nicht, — nein, sondern iS Stück um Stück verendet und dann blo« nur mehr als Dünger der gemeinsamen Weide der übrigen dient.' bi« da« letzte Stück gefallen ist! „Nein." Sie begegneten sich täglich mit der Pünkt. lichkeit zweier, in entgegengesetzter Richtung ver-kehrender PostzÜge, welche auf die Minute genau die Ausweichstelle vor einem Tunnel passieren müssen, um sich gegenseitig nicht zu zermalmen. Sie begegneten sich auf der Brücke, die über den breiten, tiefen Graben führt, welcher die uralte Seestadt R .... a in weitem Bogen vom Fest-lande abschneidet. Die Stadt R . . . . a liegt auf einer kleinen Halbinsel au« glashartem Gestein und die hohen, drei Meter dicken, finsteren Festung», mauern, au» schweren Quadern aufgeführt, die vor-springenden Thürme und Bastionen, wahre Eyclopen-werke, sind nicht fundirt, sondern blos eine Fort-setzung deS natürlichen Kalkfelsen», auf dem die ganze Stadt ruht, welche noch Anfangs unseres Jahrhunderts eine freie Republik war, von den reichen Patrizierfamiiien regiert feit vielen hundert Jahren. Die Republik R . . . . a war älter al« die Republik von San Marco und die herrschenden Nobiligtichlcchler nicht weniger stolz, al« die herrschenden Patrizier von Venedig. Heute ist ihre Herrschaft schon lange zu Ende, aber sie sind trotze dem hochgeachtet vom Bolke und sie nehmen diese Hochachtung als ganz selbstverständlich hin. denn wenn auch die meisten verarmt sind, den Stolz haben sie von ihren Vorfahren so rein geerbt, wie ihre Namen und Wappen. — Aber der Gistbaum trieb üppig weiter, sein« Blüten wurden bluttoth und die Früchte aus diese» Blüten sind der „Nihilismus" und „Anarchismus." Die Blätter des socialistischen UpaSbaumeS rascheln: „Wir sind unschuldig an dem Verbrechen, wir haben mit den Anarchisten nichts gemein. — nicht einmal die Grundsätze unserer Lehre!" — Heuchelei! feige Heuchelei, die da sagt: „Wir haben blos daS Licht der allgemeinen Freiheit angezündet und unter Dach gestellt; können wir dafür, dass «S ein Strohdach war. welches infolge eines Luftzug?« Feuer sieng? Konnten wir den Luftzug denn im voraus wissen?" — Und doch stellten sie das Licht nicht nur unter da« Stroh-dach, sondern sie gössen Cl darauf, damit e« auf-flamme. Wer lehrte den Bombenhelden, von denen die meisten Kulm eine genügende VolkSschul-bildung hatten, die Chemie der Sprengstoffe, so das« sie nicht mehr Dynamit zu stehlen brauchten, wobei sie leichter erwischt werden könnten? Die „BolkSbildungS-Apostel" der Socialisten waren die Lehrer! — Und nun heucheln sie Abscheu und sagen: „Wir find schuldlos au dem Blute der Gemordeten!" Und die Anderen, die wie der Pharisäer im Tempel, stolz den Kr>pf erheben und sagen; „Herr ich danke dir. das« ich nicht so bin wie dieser Zöllner und Sünder!" — Diese Anderen, die. wenn die Bombe geplatzt ist, eine» Höllenlärm nach „Polizei!" erheben, und wenn die Polizei am nächsten Tage mit fester Hand unter die Schwefelbande greift, — bedauernd die „Übergriffe" und „Taktlosigkeit" der öffentlichen Sicher Die beiden, welche sich täglich genau zwischen den acht Stundenschlägen der Stadtuhr am Campanille der Porta Peschiera — die Uhr schlägt jede Stunde zweimal in einem Intervall von fünf Minuten, — auf der Brücke, hinter welcher da! enge finstere Stadtthor Porta Pille sich öffnet, begegneten, kamen auS entgegen-gesetzter Richtung; Sie von der schönen Chaussee herab, zu deren beiden Seiten die Terassen-gärten de» sashionablen Borgo Pille ansteigen, links gegen Le Dance. rechts gegen das Fels-massiv des Monte San Sergio. — Er kam au« de? Stadt. Er sah ihre volle, üppige und doch so elastische Gestalt, sobald er unter dem finsteren Thorgewölbe der Porta Pille auf die Brücke ttat. vom nahen Caf« „Erzherzog Friedrich" im BoSchetto gegen die Brücke zu kommen; Sie gewahrte seine hohe, eine wahrhafte Hünengestalt, jedesmal schon unter dem Rahmen des dunklen Stadtthors; dann trafen sie sich auf der Brücken-mitte und hielten sich, hart am Geländer hingehend, um die ganze Breite der Brückenbahn auseinander. Ansang« beachteten sie sich wobl nicht, denn die Brücke ist um die achte Morgenstunde stark frequentirt. Bäuerinnen au« dem Val di Ombla, treiben ihre mit Gemüse, Brennholz, Feigen oder sonstigem Obste beladenen Sfel, Muli oder Trag-pferde nach der Stadt, die reichen Kaufleute, welche lieber im Borgo wohnen, eilen nach ihren Stadt-comptoirS, Beamte machen einen Morgenspazier- heitSorgane rügen, die um „unschuldig vergossenes Blut" jammern, wenn der Ruhe schaffende, an Leben und Gesundheit bedrohte Gendarm oder Soldat von der Waffe Gebrauch macht; — die bewundernde Artikel über die „Ruhe und Festig-keit und den TodeSmuth" schreiben, die der anarchistische Mörder auS Passion unter dem zehnmal verdienten Galgen oder der Guillotine gezeigt, — trugen sie nicht mit bei. den Gift-bäum zu pflegen, sein Wachsthum zu sichern mit ihren doktrinären Fanfaronaden über die unantast-baren „Rechte deS Volke»", unter dem sich die schlimmsten Feinde de» Volkes ungenitt ihres Leben» freuen? — „Der Staat ist verpflichtet, die Ruhe seiner Bürger zu schützen!" — „Der Staat soll Gesetz- schaffen zur Bertilguug der Anarchisten-pest!" — „Der Staat und wieder der Staat ist verpflichtet, Ordnung zu machen!" tönt'S in allen Tonarten und Kngt der Staat oder besser die Lenker deSselber nun wirtlich ein Gesetz ein, ge-eignet, diese unisono verlangte Ruhe und Ordnung mit den entsprechend kräftigen Mitteln aufrecht zu erhallen ode? herzustellen, dann zerfällt diese schreiende und imposant auft?ete»de Allgemeinheit momentan in unzählige Fraktionen und Fraktiönchen und jede hat an dem Gesetzentwürfe soviel im eigenen Interesse zu ändern, bessern, streichen und hinzuzufügen bi« die wuchtige Keule, die den verantwortlichen StaatSlenkern mit dem einge-brachten GefetzeSentwurfe in die Hand gegeben wäre, damit die Hydra zu tödte», — richtig zur Haselruthe eingeschrumpft ist, die kaum einen unartigen Schulbuben Furcht einflößt. — gang nach der Vorstadt. Schüler uud die vielen Studentinnen der Präparandie gehen in die Stadt und Abtheilungen von Soldaten marschieren zu ihren Übungen. So verschwanden die beiden in der bunten Menge. Aber allgemach sielen sie sich doch auf bei ihren täglicke» Begegnungen und Er blickte hinüber, — Sie herüber; gleichgiltig, als wäre es selbstverständlich, dass man sich hier begegnen müsse. Später wurden die Blicke der beiden um eine Nuance wärmer und dauerten länger und einmal, als sie gegenseitig schon ein paar Schritte gethan, sahen sie sich gleichzeitig um und Er lächelte, als Sie blitzschnell ihr Gesicht abwendete. Das gieng so einige Wochen; man war im Spätherbst«, aber eS blühte und grünte und duftete ringsum und bunte Falter gaukelten in der durchsichtig reinen Luft, die Buben lieft» barfuß und die Lastträger in Hemdärmeln, wie jenseit» der Alpen im Mittsommer. Die Fenster der schönen Häuser in den Terassengärten de» Borgo standen weit offen und von der See her wehte eine linde Brise gegen die Brücke vor dem Stadtthore. Einmal blieb fie stehen und schaute über da» Brückengeländer in den Graben hinab, dessen breite Sohle die Soldaten der Garnison in einen reizenden Park umgewandelt hatten, mit immergrünen Lorbeer- und Oleander-, Syringen-und OrungenboSchet» mit grünen Rabatten, in deren Mitte bunte Blattpflanzen und blühende Rosen, Malven, niederer Buch» und grauer Wer ist der Staat, — doch dir Gesammtheit seiner Bürger? Wer macht Gesetze iu consti-tutionellen Staate», — doch die Abgeordnete» der Staatsbürger? — Wozu also da« Geschrei? — Macht Gesetze, welche nothwendig sind zum Schutze gegen die internationale Mihderbande, gebt den verantwortlichen Leitern die zur Unterdrückung des Anarchismus nöthigen Mittel und helft selbst nach Kräften mit. das Übel mit der Wurzel aus-zurotten und gälte es selbst auch dabei einen Schnitt in'S eigene Fleisch, Ächtet den. der die Frechheit hat, sich offen als Anarchisten zu bekennen, stoßt ihn auS aus der Gesellschaft, versagt ihm Feuer und Wafler, erklärt ihn sür einen Aussätzigen, versagt ihm mitleidslos das Asylrecht, mitleidslos denn er hält euer Mitleid für Furcht und mensch-licheS Erbarmen für Feigheit, Aug' um Auge, Zahn um Zahn! Noch sind Städte und Dörfer am flachen Lande von den Segnungen der socialistischen Irrlehre so ziemlich verschont in unserem schönen Vaterland«; die Apostel deS Socialismus nisten »och in den Jndustriecentren, wo sie einen gün-stigeren Bvde» finden für ihre verderblich« Saat; in den großen Tulturstädten, in den Fabriksorten, wo die Gegensätze greller hervortreten, wo der Millionär sozusagen Wand an Wand mit dem Bettler wohnt, wo der Frequentant der Volks-küche und des Asyles für Obdachlose, täglich an den feinsten Restaurant» und fashionabelsten CafeS vorübergehend, unwillkürlich Bergleiche zieht Kischen sich und dem hinter hohen Spiegelscheiben lemmenden Tagrtiiebe. wo die ehrliche Arbeiterin, die sich von Früh bis abeuds kaum das trockene Brod verdient für sich und ihre Kinder, die Maitresse irgend eines reichen Taugenichts, in Sammt und Seide gehüllt, mit Gold und Bril-lanten beladen, in eleganter Earosse, deren Räder ihre änliche Kleidung mit Straßenkoth bespritzen, spazierenfähren sieht. Dort findet die socialistische Irrlehre günstigen Boden und füllt die Lücken, welche die Schulbildung in den jungen Köpfen nicht ganz ausgefüllt hat. mit socialistischen Schlag-Wörter» auS, welche die Verwirrung i» diesen Köpfen vollständig macht; dort findet sie auch die begeistertsten Jünger unter dem gebildeten Pro-letariat; unter den Tausenden, die ihre Studie» auS Mangel an Mitteln unterbrechen mussten, unter den Absolventen, die keine Anstellung finde» können, unter den Charakterschwachen, die bitteren Groll gegen den Reichen nur diShalb hegen, weil sie seine Bergnügungen nicht theilen könne». Am flache» Lande, wo Herr und Diener, Meister und Gehilfe, Bauer und Knecht einander näher stehen, oft an einem Tische essen, unter einem Dache schlafen, in demselben Gast- oder CasShause verkehren, wo der Handels-, Gewirbe- Salbei vielfarbige Sterne bildete» um üppige Fächerpalmen und riesige, hochroth und weiß blühend« Musa Eine andere Dame blieb neben ihr stehen und sagte: „Guten Tag Contessina! Was giebt» da unten zu sehen?" — „OH nicht» besonderes, ich bewundere blos die Anlagen, sie sind so schön, Die Soldaten sind wahre Künstler und wie sie alles stets so nett halten und pflegen. Auch die Offiziere arbeiten an den Beeten" entgeguete sie u»d sah nach dem Thore hin und auf ihrem Gesichte malte sich etwas wie Ungeduld. Plötzlich blitzten ihre Augen auf und sie sagte zu der anderen Dame: .Addio. ich muss gehen. ?S ist schon spät. Am Eampanilla in der Stadt schlug eS zum zweiten Male 8 Uhr und durch das Thor kam Er scharfen Schrittes, warf ihr einen Blick zu und gicng weiter. Er hatte sich um fünf Minuten verspätet und musste eilen, denn oben auf der „Bella Bista" begann Punkt Acht sein Tagewerk. Die andere Dnme eilte ihr »ach und holte sie am untere» Stadtthor ein. — „Wa» ich frage» wollte Contessina Reni," sagte sie. — „Sie sind ja mit der Frau deS Obersten de G. bekannt. Ist sie mit dem Lehrer ihrer Tochter zufrieden? Ich möchte mein« beide» auch gerne unterrichten lassen. Sie sprechen zwar ganz gut deutsch, aber mit dem Schreiben und — 2 — oder landwirtschaftliche Gehilfe oft und oft mit eigenen Auge» sieht, dass beim „Herrn" auch nicht alles Gold ist, wa» glänzt, da haben die sociali-stischen Weltverbesserer härtere Arbeit. Aber diese Lehre ist schlimmer al» Wuth-gift und die iunge Generation davon zu bewahren, die Pflicht eine» Jeden. Gegen die socialistisch«» Schlagworte, die scheinbar, nur scheinbar „lapidare Sätze d«r urewigen Wahrheit". — „leichtfaßliche Grundsätze des allgemeinen Menschenrechtes" enthalten, kann die Polizei nicht schützen. Da nützt die Unterbrechung deS socialistischen Redner», die Ent-ziehung de» Wortes, die Auflösung de» Conven-tikel» und das Verbot von Broschüren und Flug-schriften wenig. Im Gegentheile, ein wißbegieriger junger Mann wird sich daS Verbotene erst recht zu verschaffen suchen und seine arglose S««l« ver-gift«» an d«n sophistischen Beweisführungen. Er versteht daS Ganze nicht oder nur halb, aber er wird vor allem den .Muth" der Männer be-wundern, die solche» zu reden, oder zu schreiben tvagen. Da« ist ein ganz natürliches Gesühl; dass dasselbe an etwas, der Bewunderung Unwürdiges verschwendet wird, darüber gibt sich der junge Mensch keine Rechenschaft. Er bewundert mit dem nämlichen Enthusiasmus die „Kühnheit" eine» Gauner«, der dicke Kerkermauern durchbricht und einen ihn fassenden Wächter niederschlagt, — wie er den Muth de» Narre» bewundert, der am Blitzableiter zur Thurmspitze hinaufklettert, ohne irgend welche» Zweck. Er bewundert d«n ..Math", die „Courage", die „Schneidigkeit", mit welcher eine That ausgeführt wird, nicht die That selbst; er bewundert „den verfluchten Kerl," nicht daS, was dieser that. Er ist kein Großstädter und die ewige Kra-kehlerei solcher ist ihm nicht geläufig, er hat noch den nöthigen Respekt vor dem Gesetze und den-jenigen, welche berufen sind eS zu handhaben und nun hört, oder liest er die socialistischen Brandreden, garnirt mit de» beliebte» Schlagworte»: „Sociale Revolution," — „dröhnender Schritt der Arbeiterbataillone." — .Besitz ist Diebstahl" — und dergleichen Phrasen mehr. Ist e» denn da ein Wunder, wenn der Unersahrene de» „Muth" de» Redner», oder Schreiber« bewundert, solches öffentlich zu sagen? Und nun denkt er »ach, nicht über die Bedeutung dieser Phrasen, sondern über den .verfluchte» Kerl" der solche« sagte oder schrieb und findet zu seinem Erstaunen, das» die Rede sogar der anwesende Beamte gehört hat. das« die Zeitung nicht confiSzirt worden ist und — er kommt *u dem Schlüsse, dass die .neue Lehre" gut sei, sonst wäre e» ja nicht gestattet, sie öffentlich zu predigen. Aus dem Bewunderer wird ein Anhänger, der bei Gelegenheit auch zeigt, das» er Lese» geht cS schlecht und Mariza quält mich täglich, den neuen Sprachlehrer zu engagiren." Die Angeredete wurde rmh und antwortete etwas hastig: „Ich kenne den Herrn nicht persön-lich, kann daher auch nicht urteilen. Aber Mariza ist doch schon zu alt? Al« Braut lernen? da« dürfte kaum gehen." — — „Weshalb? der Herr — ach wie heißt er denn, diese deutsche» Namen sind so schwer auSzuspreche» — „St — ein — berk, oder „S — tein — ek" — per Dio. wie schrecklich diese Name» klingen. Dieser Herr soll sehr an-ständig sein, — man sagt er wäre ei» Nobile und sei sehr strenge mit seine» Schülern." — „Und das ließe Mariza sicb gefallen?" warf die Geftagte kalt hin. — „Pardon Signora Frane, aber ich habe höchste Zeit, e» ist 8 Uhr vorüber", damit eilte sie den Stradone hinab, während die andere in die nahe Kirche der „schwarzen Brüder" gieng. Am nächsten Tage lag Sirocco in der Luft, der Himmel war umzogen und da» Meer brandete unruhig gegen die Mauer» der runden Eckbastion, unter welcher d«r FtstungSgraben m die See mündet. Si: begegneten sich wieder auf der Brückenmitte, aber Sie sah nicht zu «Hm hinüver. Gegen Mittag begann es zu regnen und als Er etwa um halb Eins von der Höhe der Straße Courage hat! M.hr noch al« die Anderen! Er versteht zwar die ganze Sache nicht recht, aber da» thut nicht«, die Schlagworte sind kräftig, populär, erregen überall dort wo er verkehrt einen Sturm von Enthusiasmus und nun ist er auch ei» „verfluchter Kerl!" Ei» Socialist, vor dessen rother Cravatte die .elende» Bourgeois" zittern und wenn er wegen Krakehl in'» Loch gesteckt wird, ist er ei» „Märtyrer der gute» Sache," — ei» „Opfer schnöder Polizeiwillkür." — Er ist nun nicht mehr „schneidig," — sondern „frech" und wie er früher zuerst verstohlen geraucht hat und verstohlen einer liederlichen Dirne nachgelaufen ist. diese Scheu nun aber längst überwunden hat. so thut er zuerst heimlich, dann öffentlich alles von sich, wa» ihm in den Augen seiner Cumpane kompromittieren könnte: Zuerst die .Schuldumm-heiten", die ihn» Katechet und Lehrer beigebracht, dann die Achtung de« Gesetze«, die Achtung seiner Mitmenschen, soweit sie nicht „seiner Ansicht sind." und er reißt endlich die letzten Bande entzwei, die ihn an Eltern, Geschwister, Freunde und Heimat knüpften. Der internationale Socialist ist fertig! Jenes Zwittergefchöpf, von Ignoranz und Bosheit, Neid und Überhebung, Fanatismus und Fatalismus zusammengesetzt, bei dem eS nur mehr eines geringen Anstoße« bedarf, um auS dem internationalen Socialisten einen .Anarchisten" zu machen! Tausend und Tausende von wackeren jungen Männern sind auf diese Art den Aposteln der socialistischen Lehre aufgesessen und wenn sie ihr !>uter Stern vor dem Ärgsten bewahrte, so sind ie doch mit sich selbst und der ganzen Welt un-zufriedene Menschen geworden, Grübler, die wie das RosS in der Mühle mit verbundenen Augen im Kreise herumgehen und wachend und träumend nach der Formel suchen, mit welcher Roth und Sorge, Mühe und Plage mit einem Male au» der Welt geschafft werden könnte ES ist ein schreckliches Gift, welches in den Schlagworten der Socialisten liegt und da» zer-setzend auf die ganze heutige Gesellschaft wirkt! Moral, Sitte. Religion. Tugend. Hochherzigkeil, Vaterlandsliebe, alles, alles zerfrisSt diese« Gift und lässt nicht» übrig, daran sich der Verzweifelnde fest-halten könnte; auch nicht vie Hoffnung. Und gibt e« kein (Gegengift. welches die Wirkung de« socialistischen Gifte« paralysiert? — Vielleicht wird eS noch gefunden, ehe e« zu spät ist; aber ein Mittel, das Contagium mindesten« eine zeitlang unwirksam zu machen, unsere junge Generation wenigsten« während der Zeit, wo sie für die socialistisch« Ansteckung am empfänglichsten ist, gegen die Wirkung diese« Gifte« so viel wie möglich immun zu machen, gäbe es. Wir meinen die Ausfüllung der Lücke, die beim Kloster der Schulschwestern herabkam, sah er sie unter dem Gewölbe des Stadtthores schon von weitem, denn die Chanssee war menschenleer. Die Dame deS Hauses, in welchem er von Eilf bis Zwölf Lektion gegeben, drang ihm einen Regenmantel und seine Schülerin noch dazu einen Regenschirm auf, damit er sich nicht durchnässe und verkühle, denn in der Stadt kamen seit einigen Tagen schwere Jnfluenzafälle vor. Er hatte über so viel Besorgnis gelächelt, aber jetzt war er froh und eilte mit langen Schritten dem Thore zu und gerade auf Sie lo». Sie mochte eine hastig abwehrende Geste, aber er ließ sich nicht einschüchtern, sonder» sagte höflich: „Darf «ch Sie »ach Hausc geleiten Signora, oder Signorina?" — — „Danke I" — lehnte sie kühl ab. — .Dann nehmen Sie den Schirm, bitte. Sie können mir denselben in meine Wohnung. Piaua d'Erbe Nr. 21 oder direkte der Frau Präsidentin M.....zurückschicken." — — .Neu»!" antwortete sie abweisend. — „Aber. Sie werden sich in diesen seinen Schuhen die Füße durchnäsien. ich weiß zwar nicht, wo Sie wohnen, allein schon nach wenigen Schritten werden Sie durch und durch naß sein," sagte er etwa» ungehalten über ihr obstinates Wesen. — .Rein! sage ich. — Ich kenne Sie übrigens nicht", — rief sie zornig. zwischen der Schulzeit und den Beginn der Ber-stande«reife liegt. Fortbildungsschulen? Volks-bildungS-Bereine. Volksbibliotheken. Lesekabinett? Gibt e» deren nicht schon eine Menge, besonders in den großen Städten und wa« nützen sie? — Gerade dort hat daS socialistisch« Evangelium seine meisten Anhänger I wirft man ein. Zugegeben. — aber waS beweist das? Doch nicht dass die Idee, sondern die Ausführung derselben nichts taug». Wenn man die Fnquentante» solcher Bildung»-vereine, die sich, — so komisch e» auch klingen mag, — schon als Schulbuben der letzten Classe, .fühlen,- — wieder zu Schulbuben macht, werden die Gönner dieser BildungSschule» und die Lehrer an denselben wenig Freude erleben. Wenn in VolkSbildungS-Bereinen allerlei abstraktes Zeug vorgetragen wird, daS oft nur einen Theil der Zuhörer intereffirt, werden dieselben wenig Nutzen stiften: — wenn die Besucher der Volksbibliotheken in denselben alte. auSrangirte «Schulbücher, fromme Geschichten von der Genovefa und den sieben Haimonikindern, illustrirte oder belletristische Jour-nale finden, wo überall .die Fortsetzung fehlt," — werden sie bald ausbleiben, da ihnen „schad' um die Zeit" ist. Und so ist'S bei den meisten derlei Schulen und Vereinen. Wir stellen un« die Sache anders vor. Vor-erst darf die Bezeichnung: „Volk" Niemanden, auch gar Niemanden abhalten, nicht nur einem derlei Verein beizutreten, sonder» auch in demselben thätig mitzuwirken! — Wer gebildet werden will, braucht doch den Bildner! Stellen wir un« so einen „VolkSbildungS-Verein" vor, der halbwegs gut mit Büchern. Karten, Plänen, Brochüren, vielleicht auch einigen mathematischen und physikalischen Instrumenten dotirt und von jungen Gehilfen aller Branchen, von jungen Leuten jeder Elasse und Stellung besucht, die im freien Meinung«au«tausche besprechen, wo« ihnen am nächsten liegt, so wird vielleicht nicht der Stoff, wohl aber die allgemeine Aufmerksamkeit bald zu Ende gehen. Halten aber Mitglieder verschiedenen Berufe« ab und zu belehrend« Vortrüge au« ihrer Beruissphäre über diese« und jene« Thema, dann wird die Sache ander«, denn die Zuhörer fühlen, das« sie wirklich belehrt werden, ohn« dabei das Gefühl zu haben, geschulmeistert zu sein, denn Herr Professor X. und Herr Dr. A. sind ja Mitglieder de« Vereine«, nicht mehr al« jeder Zuhörer. Spricht der Jurist über die heutige Gesetzgebung auf socialpolitischem Gebiete, dann hat er auch die beste Gelegenheit, über Ziel und Zweck de« Socialismus in allen seinen Schattierungen zu reden und spricht der Kaufmann, der Industrielle, der Besser einer größeren Landwirtschaft, über Handel, Verkehr, neue Erfindungen, Stockungen, .Pardon, ich glaubte nicht, das« im Regen eine Borstellung nöthig sei!" entgegnete er mit eisiger Ruhe. — .Ich kenne Sie auch nicht, aber da« kann mich nicht hindern höflich zu sein. Also?" er bot ihr den Schirm. — .Nein!" — sie stampfte dabei mit txm Füßchrn. Da schaute er sie einen Augenblick lange mit zornig auflodernden Blicken an, die sie ttotzig aushielt, aber sei» GesichtSauSdruck wechselte jäh als er sagte: „Wie Sie wollen meine Gnädige, e« thut mir nun leid, höflich gewesen zu sem, denn Sie sind zum Danke dafür unartig gewesen." Damit lüftete er seinen Hut und eilte nach der Stadt. Er hatte zuerst italienisch gesprochen, aber seinem Unwillen hatte er deutsch Lust gemacht. Al« er am nächsten Tage Über die Brücke gieng, begegnete er dem Mädchen nicht, es lag ihm auch nichts daran, denn seit gestern hatte er überhaupt jegliche« Interesse für sie verloren. Dagegen empfing ihn sein« Schülerin, die Tochter deS Obersten, ein äußerst lebhafter, sprühender Backfisch, mit hellem Lachen. — .Wissen Sie, das« die ganze Stadt von Ihnen spricht. Herr Stein egg? Sie haben gestern die hochnäsige Eontessina Neni hübsch abgeführt. Da« war reizend von Ihnen." Er zog die Braueu zusammen. — .E« lag durchaus nicht in meiner Absicht, die Dame, — wenn Sie diese SttikeS. Ringe, Boycottirunaen und andere Er-scheinungen im volkswirtschaftlichen Leben, dann kann er seine Ansichten über den Socialismus und dessen Einfluss auf den Einzelnen und die Allgemeinheit ganz gut in «einen Bortrag ver-flechten, der ja kein akademischer zu sein braucht. Im Gegentheile, je familiärer möchte» wir sagen, desto besser und ersprießlicher für die jungen Männer, die unter den einzelnen Streiflichtern, welche die Vortragenden auf daS Wesen de« Socialismus fallen lasse» und die je »ach der Individualität und dem Thema de« Vortragenden mehr oder weniger grell und von den verschiedensten Gesichtspunkten auS auch die verschiedenen .be-rechtigten Forderungen" der Socialisten beleuchten. — den Socialismus dann von der Seite kennen lernen, von welcher ihn die Apostel desselben sicher nie sehen lassen. Und al« Ergänzung eine« solchen Vereine« eine kleine aber sorgfältig gewählte Volk«dibliothek, in welcher die Mitglieder und Jeder der sie be-nützen will, nicht nur alte, defekte und bunt zu-sammengewürfelte Scharteken, sondern gute, ihrem Geschmacke und Verständnisse entsprechende Bücher finde» und in der Bibliothek ein Eustv«. der dem Verlangende» da« seinem Alter und seiner Intelligenz Entsprechend« zum Lesen oder Studium anräth. Ein solcher Verein wird besonder« am flachen Lande, in den von den Infektionsherden de« Socialismus weiter entlegenen Provinzstädren, in der jungen Generatton mehr Gute« wirken, al« später zehn socialistische Vereine an ihr verderben können. Pettauer Nachrichten. lhoher Lesvch.) Se. Excellenz der Herr Corpscommandant Feldzeugmeister Freiherr von Reinländer ist am 0. Juli Früh zur Truppen-Inspizierung hier eingelangt und im Hotel Osterberger abgestiegen. Da« k. u. k. Pionnier-bataillon war am Exercierplatze nächst der Militär-Schwimm schule ausgerückt und nahm verschiedene taktische Übungen vor, die mit einer Defilicrung in Eompagnikfronten endeten. Um 10 Uhr vormittag» war dieser Theil d«r Inspizierung zu Ende. (Leeidigong de« neuen Siirgermristers.) Die Beeidiguna de« neuen Bürgermeisters von Pettau, Herrn Josef O r n > g, dürfte, wie unS von best-unterrichteter Seite mitgetheilt wird, Mittwoch den 11. Juli Vormittag im Rathhausjaale vorgenommen werden. (Viehmarkt.) Der Viehmarkt am 4. Juli war gut besucht. E» wurden im Ganzen gegen 900 Stück Vieh ausgetrieben. Ein ausführlicher Bericht folgt. meinen, welcher ich den Regenschirm anbot, ich kenne dieselbe blo« vom täglichen Begegnen, — zu beleidigen und wenn man darüber spricht, ist e« mir sehr unangenehm Fräulein Ada. — Haben Sie die Aufgabe von gestern fertig, dann gehen wir fie gleich durch." — Fräulein Ada verstand, das« er über den Klatsch nicht weiter sprechen wolle und brach ab. Bei Präsident« war'« noch schlimmer. Da lobten ihn Mutter und Tochter, dos« er Eontessa de B . . . tüchtig zurechtgewiesen hätte. .Diese Person ist unleidlich stolz und sehr mit Unrecht, denn sie ist arm wie eine Kirchenmaus; ihr Vater hat ein halbzerfallene« Palazzo in der Bocche und eine» kleinen Gnadengehalt, sie ist Lehrerin an der Präparandie und wohnt am Acquedotto. Ich ylaube sie macht sich sogar ihre Kleider selbst, wie eine Sartorella." meinte die Gnädige und gieng naserümpfend weg. — .Finden Sie nicht, das« e« sehr ordinär ist von einer Eontessa, sich die Kleider selbst zu machen?" frug seine Schülerin. — „Nein!" antwortete er kalt und begann die Lektion. Die Influenza hatte sich unter der Herrschast de« SiroccowetterS in einem gefahrdrohenden Grade entwickelt; e» gab kein Hau« in der Stadt, wo nicht Kranke lagen und bald gab e« täglich ein«, auch zwei bi« drei Leichen. Die Eivilärzte waren (llnmrttfr.) Da« Unwetter, welche« am 2. Juli gegen sechs Uhr abends über Pettau hinzog, hat trotz seiner kurzen Dauer ziemlich viel Unheil an-gerichtet. In der Stadt selbst verwandelten sich die abschüssigen Gassen und Straßen schon nach wenigen Minute» in schmutzige Wildbäche, die in dem tiefer gelegenen Stadtteile auch die Ha»«-einsahrten unter Wasser setzten. Der wüthende Sturm ris« Jalousien au« de» Angel» und zertrümmerte Fensterscheiben und AiiSlage.ilaStafeln. Im Stadtparke sah es schlimm aus; die Wiese»-Partien sahen Sümpfen ähnlich und der Boden war mit abgerissenen Ästen förmlich besäet. Am schlimmsten gieng e« den armen Singvögeln; viele flatterten völlig durchnäs«t und theilweise vom fallenden Hagel verletzt und betäubt, hilflos in den Wasserpfützen herum und wurden gefangen. Weniger litten die Svatzen. diese Gassenbuben unter den Vögeln, die in ihrer Keckheit in den Häusern Unterschlupf suchten. Auf d«n Drähten der Telegrafen« leitungen saßen die Schwalben in langen Reihen, um da« völlig durchnäßte Gefieder zu trocknen. In der Bahnhosallee sah eS arg au» und in der ersten ZufahrtSallee hatte der Sturm fußdicke Äste von den Kastanienbaumen gebrochen, während die zäheren Linden weniger litten. Im VolkSgarten und an den umliegenden Feldern war vom Unwetter nur wenig Schaden angerichtet worden, dagegen hatte e« in den Ziegeldächern de» „Marien-dofcs" d«s nahen HeustadlS und der Maierei des Herrn I. Ornig schlimm gehaust. Der Heustadl war zum großen Theile ganz abgedeckt und von den Höfen lange Reihe» Firstziegel auSgebrochen, die im Hinabkollern dann eine Menge Dachziegel zerschlugen, so dass der Boden mit Trümmern völlig bedeckt war. Der Sturm hatte die Richtung Ost-Südost nach Nord-Nordweft und zwar wirkte er cyklonartig, so das» die in seiner Bahn liegenden Obstbäume, besonder« Apfelbäume, fast all ihrer Früchte beraubt sind, während andere ganz nahe siehende Bäum« unbeschädigt blieben. Auch aus den Feldern konnte man genau die Bahn de« Sturme« verfolgen. Auf einem Felde war alle« niedergelegt, während aus dem Nachbarfelde selbst in den hohen Bohnenstangen keine Spur vom Sturm zu sehen war. Am rechten Drauufer war« ärger. Der Zeug-fchoppen de« k. u. k. Pionnierbataillon« war völlig demolirt und da» immerhin schwere Schilderhaus weit über die Straße geschleudert worden. Ein Wunder ist'«, dass die dort postirte Wache heil davonkam. Gegen sechs Uhr wurde die Feuerwehr allarmiert. In der Stadt hieß es. eine Mühle fei vom Blitze getroffn, worden lind brenne. Indessen hatte der Blitzstrahl die zum Glücke ganz isoliert liegende Fruchtscheune de« Herrn Stanitz angezündet und brannte dieselbe bereit» lichterloh, al» die mit lobenSwerttr Raschheit gesammelt« Feuer- alle erkrantt und die Militärärzte und ärztlich«» Elevrn dtr Garnison hatten alle Hände voll zu thun und auch unter sie kam endlich die tückische Seuche. Im Hause Steinegg'S lag alle« im Bette und selbst die Magd, eine robuste Brencsin sagte ihm eine« Abend»: .Herr, ich habe die alte Milica Katich gerufen, Dich zu bedienen, denn ich mus» in'» Bett, meine Füße tragen mich nicht mehr. Sie kommt aber am Morgen nicht sehr früh, denn sie wohnt am Acquedotto. ganz oben bei den drei Kirchen." — Er war noch gesund, hatte aber Langeweile, denn seine Schüler und Schülerinnen lagen an der Influenza oder hatten ihn gebeten, nicht zu komme», damit er die Krankheit nicht einschleppe. So saß er fast d«n ganzen Vormittag im CafS „Erzherzog Friedrich", trank Eognac und studierte die Zeitungen. E» war ganz öde überall, e« regnete zwar nicht, aber die Atmosphäre war feucht und heiß wie «n einem Dampfbade. Ansang« der W«ihnacht»woche sagte ihm die alte Milica: „Gospar, Du kriegst auch die gottlose Krankheit, aber ich bringe Dir Morgen einen heilsamen Trank; der hat auch der Contessina Neni gut gethan, so das» sie jetzt schon ausgehen kann, wenigsten» in die Messe zu den .schwarzen Brüdern Sie sieht recht elend au« und wird wehr mit dem Löschtrain auf der Draubrücke er-schien. Das Objekt war nicht mehr zu retten und brannte sammt den Futtervorräthen bis auf den Grund nieder. Wir können bei dieser Gelegenheit nicht umhin, zu erwähnen, das» die Brückenzufahrt und auch ein Theil der Brücke von Neugi erigen dicht besetzt war, während dem Löschtrain, dessen Swrnist natürlich ununterbrochen da« Warnung»-anal blieS, mitten auf der Brücke ein Ochsen-gelpann entgegenkam. Wären die Thiere, was in derlei Fällen leicht möglich ist. scheu geworden, so wären die an das Brückengeländer Gedrängten schlimm weggekommen. — In derlei Situationen kann die Sicherheitspolizei nicht überall fein und nicht alle» thun, da muss schon daS Publikum mithelfen, die Bahn frei zu halten. Wer ein Schaden-feuer als eine Art öffentliches Spektakel betrachtet und, — nur um einen „guten Zuschauerplatz" zu gewinnen. — anderen, die zur Rettung eilen, den Weg versperrt, kann nicht scharf genug daran erinnert werden, dass das Unglück des Nebenmenschen nicht» weniger als ein Schauspiel ist. bei welchem kein EnttSe gezahlt zu werden braucht. (La»dts-llntrrgi,mna!i»m in pettau.) Die Prüfung aus steirischer Geographie und Geschichte, welcher der t. f. BezirkShauptmann Herr Dr. Alfon» Ritter v. Scherer, der bisherige Bürgermeister, Herr Ernst Eckl, der neugewählte Bürger-meister, Herr Josef Ornig,dann vom Lehrkörper die Herren ReligionSlehrer Ferdinand Majcen, Gymnasiallehrer Bincenz Kohaut und BolkSschul-director Herr Jakob Fer k beiwohnten, wurde am 30. Jum nachmittag» abgehalten. Diesen Frei-geaenstand hatten alle 20 Scküler der 4. Elasse besucht, der Prüfung unterzogen sich fünf. Den ersten Preis, die silberne Medaille errang Wilh. Schwab auS Pettau; den zweiten Preis, auch die silberne Medaille, erwarb Friedrich Ferk au» Pettau; den dritten Preis, nämlich ein vom bi»-heriqen Herrn Bürgermeister Ernst Eckl gespendete» Goldstück zu 10 Franken, bekam F. Kotzmuth uuS Pettau. Den 4. Preis, Göthe» Werke in vier Bänden, gespendet vom Director, der diesen Frei-gegrnstand lehrt, bekam Gottsried Schmölzer au» Pettau und den fünften Prei», Steiermark von Jauker. erhielt Ren6 M i k l a u tz au» Marburg. itaodks-llntergiimoaljou in petta».) Für» Schuljahr 1894/6 findet die Anmeldung der Schüler für die 1. Elasse an zwei Terminen in der DirectionSkanzlei statt. Entweder am 14. Juli oder am IS. September von 10—12 Uhr. Die AufnahmSprüfung beginnt am selbe» Tage um 2 Uhr. Die sich meldenden Schüler haben sich in Begleitung der Eltern oder der Stellvertreter der-selben einzufinden, den Geburtsschein al» Beleg für das noch in diesem Kalenderjahre zu vollendend« 10. Lebensjahr und die eigen» für diesen Ziveck u de» Feiertagen nicht einmal ihren Bater be-uchen können, denn das Meer ist stürmisch." — Er achtete wenig auf da» Geklapper der Alten; die Contefsa intereflirte ihn noch weniger. Seine Hausfrau war sehr krank und ihre Magd im Spitale. So gieng er hie und da de« Tages nach-sehen, den» die ältlich« Frau war allein und hatte ihn immer sehr lieb behandelt. Zwei andere Zimmerherren, «in Offizier und ein Eommissär lagen ebenfalls krank. Sonst war Niemand im Haufe. Die alte Milica hatte recht gehabt. Er ivar auch krank, aber er hatte e» nicht sein wollen und ivar ausgegangen, trotzdem e» ihm wi« Blei in den Gliedern lag. Er sagte sich, das komme vom Sirocco. aber e» war die Influenza und nun warf sie ihn nieder. Er wusste nichts von sich und der Wett, d«nn daS Fieber hatt« ihn erfasst und stundenlang« meinte er erfrieren zu müssen und stundenlange triefte L«ib- und Bettwäsche vom Schweiße und dann sah er die wunderlichsten Gestalten im Zimmer. Groß-Spinnen, bunte Falter, Höllengestalten und liebliche Kinder tanzten eine» wilden Reigen um sei» B«tt, so dass er hellaus lachte, dann that ihn der Kopf weh und er konnte vor Mattigkeit die Finger nicht bewegen. Er liatte brennenden Durst und konnte nicht um Wasser bitten; auch dazu war er zu schwach. Er wusste nicht ob es Tag — 4 — (Aufnahme in eine Mittelschule) abgefaßten Schul-nachrichten mit einer Note für Religion, deutsch« Sprache und Rechnen oder ein Zeugnis der BolkSichule beizubringen, ferner eine Aufnahmstaxe von 2 fl., einen Bibliotheksbeitrag von 30 kr. und ein Tintengeld von 30 kr. zu entrichten, welche Beträge im Falle deS Mißlingen» der Auf-namsprüfuug zurückgegeben werden. Eine Wieder-holuug der AufnahmSprüfung an dieser oder an einer anderen Mittelschule im selben Jabre ist unzulässig. Die Aufnahme der Schüler «n die 2.. 3. und 4. Elasse wird am 17. S«ptemb«r von 4 bis 6 Uhr vorgenommen. (Achadrilftitr.j 1. Juli. Heute Nachmittag brach in Windi chdors ein Schadenfeuer auS, welche» mitten im Dorfe auflodernd, einer Menge der blühenden Anwefen in schwere Gefahr brachte, denn in kurzer Zeit schon brannte e« in drei Höfen. Den Windifchdorfern zum Glücke tagten an diesem Nachmittage die Delegirten d«S Bezirksfeuerwehr-tageS im nahe» St. Johann am Draufelde und war gerade die „Schulübung- in Erledigung begriffen, als das „Allarmstgual" die wackeren Wehrmänncr zur ernsten That rief. Die Feuer-wehr von St. Johann war sofort schlagfertig und gefolgt von allen anwesenden Wehrmännern eilten S! zur Rettung des in höchster Gefahr befindlichen achbarorteS. Dank der vorzüglichen Schulung der Feuerwehr von St. Johann und musterhaften Dispositionen ihrer Führer gelang eS, daS Feuer zu lokalisieren und sogar die Wohngebäude der brennenden Höfe zu erholten. DaS ist ein schöne» Zeugnis für die Feuerwehr von St. Johann am Draufelde. die. sozusagen von der Gefahr über-rumpelt, dieselbe durch eine seltene, musterhafte Ruhe und Regelmäßigkeit im Augriffe niederzwang und derselben Herr wurde unter d«n schwierigsten Umständen Vereinschronik. ffira$, Albert Reumann'» Verlag) ei» vollständig methodische» Verfahren gegen Sprachgebrechen darstellt, hat der bekannte Heilpüdagoge und Spracharzt Neumann in «raz u, a, folgende goldene Regeln für den Stotterer angefügt, die dem in seiner Anstalt geübten Heilverfahren zu Grunde gelegt sind: »Erst athme tief — in Flanken. — Nimm dir zum Athmen Zeit; — D'rauf lt' ein wenig inne: — Die Stimme wird befreit, — las sprich jetzt! Au« der Kehle! — Auf erste Worte ruh'n, — Auf a, au, ei verweilen — Wie da» die Müden thun. — Dem Anderen schaue ruhig — Veim Sprechen in» Besicht. — „Du sprichst wie «r" — da» denke. — Der Bonn von selbst dann bricht." Nachrichten aus Nah und Fern. er<-boäWsse die diesjährige Übung zum Bezirk«, seuerwehrtage abgehalten. Anfang 4 Uhr nach« mittag«. Abend« 8 Uhr gesellige Zusammenkunft in der Steinfelder Bierhalle. (Der XV. Cumkreis ..Deutsch-Österreich" der deutschen Trrnerschifi) zählte z» Beginn de« Jahre« 480 Bereine mit 52378 Angehörigen, da« runter 24507 Turnende mit 941161 Besuchen. Bon den Turner» waren (J039 Zöglinge und 2432 Borturner. Wa« die einzelnen Vereine de« Kreise« betrifft, so nahmen laut KrciSmittheiluiig Nr 6 d. I. au« dem südösterr. Turngaue an Zahl der Berein«angehörigen den Rang 11 die Grazer Turnerschaft mit 458, >4 „Eintracht" in Trieft mit 420. 17 Gra»r Hochschüler Turn« vcrein mit 333. 20 Laibach mit 361 ein; an Turnerschast mit 161. Der Zuwachs betrug im Borjahre 20 Bereine. 1937 Angehörige. 1091 Turnende, darunter 480 Zöglinge. i«do»g..Germania.") Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Ferialverbindung deutscher Hochschüler au« Untersteiermark „Germania" hat sich zur konservative» Verbindung „Germania" in Graz erklärt. Gleichzeitig hat sie ihre Sa düngen dahin geändert, das« sie nunmehr berechtigt ist, nicht nur Untersteirer allein, sondern deutsche Hochschüler ohne Beschränkung in ihren Verband aufzunehmen. Dadurch wird e« ihr möglich, in weiteren weisen die Theilnahme an dem Geschicke de« Deutschthum« im steirischen Unterlande zu wecken und neue Streiter für den dort herrschenden nationalen Kampf zn erziehen; dvitn die Germania wird nach wie vor der Erhaltung de« bedrohten heimatlichen Boden« ihr Hauptaugenmerk zuwenden. Anläs«lich ihrer Umgestaltung veranstaltet die Verbindung am 10. d. M. »m 11 Uhr vormittag« eine festliche Auffahrt zur Universität sowie zur technischen Hoch-schule und abend« um halb 9 Uhr im Ritterbuiid-saal in Graz eine Festkueipe. Med. Fr. Regula. Volkswirtschaftliches. . Halbgarn, dann bereit» gegerbte, noch ungefürble oder weiter zugerichtete Schaffelle. 6. Branntwein aller An. auch Arrak, Rum, Franzbranntwein und ver-setter Branntwein (mit Au»nahme von Liqueuren) in Fässern. Flaschen. Krilgen und andere» Geföhen 7. Wein und Most in Flaschen, mit Au»nahnie von Schaumwein, 8- Fische, zubereitet (andere al» in Nr, 25 g, 2 », d und y de» deutschen Zolltarife» genannte) Fische aller Art in hermetisch verschlossenen «efäfien, 9, Safran 10. Honig, ll. Kaffee roh, 12. Eacao roh in Bohnen, I», Salz (Koch-. Sud-. Wein- und Seesalz ) 14. Tabakblätter unbe. arbeitet, auch Stengel und Tabaksaucen 15 Eigarren und Eigarretten, IS, Zucker >eder Art. 17. Palm- und Soco»öl, 1«, Fischthran und Fischspeck, IS. Bienenwach», einschließlich sonstigen Insektenwach», Andere Artikel bedürfen beim Eingänge au» dem freie» Verkehre mit österreich-Ungar» in da» deutsche Reich eine» Ursprungsnachweise» nicht. In den bezeichneten Fällen ist die Abstammung der Waaren au» anderen Ändern al» au« Spanien und de» spanischen Kolonien, durch behördliche, eventuell in beglaubigter Über-setzung beizubringende Zeugnisse de« Heimattlande», oder in anderer Weise durch Vorlegung von Schifftpapieren, Fakturen. Original-Frachtbriefen, ic) glaubwürdig nach,», weisen. Die Beibringung consularifcher Ursprung»,e,ignifse ist dagegen n.qt vorgeschrieben Schließlich wird bemerkt, da» in den handelspolitischen Beziehungen zwischen Cftmncfj. Ungarn und Spanien kein« Aenderung eingetreten und selbe auf dem Fuße der Meistbegünstigung geregelt find. Übrigen» ist die Regierung bemüht, die Aktivirung de» am 8, December 18"3 unterzeichnete» Hondel«vertrage» mit Spanien möglichst bald durchzuführen ut«vächter. oder auch al« Lehrer an Ackerba »schule» und höheren landwirtschaftlichen Lehranstalten thätig sein «»ollen, werden an derselben für diese Berus»richtungen vorbereitet. Den ordentlichen Hörern der forstlichen Studien-richtuny g?währt die Absolvirung dieser Hochschule und die erfolgreich« Ablegung d«r an derselben eingeführten theoretischen Staat«prüfungen. die Berechtigung zum Ein-tritt in de» Staatsdienst, während die außerordentliche» Hörer der forstlichen Abtheilung auf Grund der in den vorgeschriebenen Fächern erlangten Fortgang«zeugniffe berechtigt sind, die höhere forstlich« Staatsprüfung sfür den höheren Privatdi«nst> abzulegen. Mit Staat«prüfungen abfolvirte Eulturtechniker finden al» llivilgeometer, dann al» Cultur* und MeliorationS-Ingeiiieure. insbesondere bei E»t- und BewässerungS-Durchfühninzen Verwendung, auch genießen sie da» Recht der Anstellung al» k, k. Kawstral-beamte Vorbedingung für die Aufnahme al« ordentlicher Hörer ist die aeademische R'ife (Realschule oder Gymnasium), für den Eintritt al« außerordentlicher Hörer der «achn*i» einer im allgemeinen für da« Verständnis der Vorlesungen befähigenden Vorbildung, Dürftige und würdige Hörer werden von der Entrichtung de« Unlerrichfgelde» bereit. Für dieselben bestehen außerdem Staat»- und sonstige Stipendien, auch Staattunterstützunge», Da« neue Lehrjahr 1894/95 beginnt am 1. Oktober; Programme können von dem Secretariate der Hochschule (Wien. VNl, Laudongaffe 17) bezogen werden, Die Jury der hygienische» Ausstellung in Wie» hat der Firma Georg Schicht in Aussig a. d Elbe aus ihre rühmlichst bekannte »Patentseife" die goldene Medaille zuerkannt. Alle welche Schicht» Patentseife aufmerksam versucht haben, werden an-erkennen, das» jene Auszeichnung wohl verdient ist, Die außerordentlich hohe Reinigung», und De»infeetion»kraft von Schicht» vatentfeise ist ja auch schon durch wissen« schaftliche Untersuchungen berufener Autoritäten festgestellt worden. Dies« G«ife de»inficirt ebenso gründlich wie die bekannten übelrichenden und scharfen Lysol- und Earbol-seifen. Man kann Woll- und Seidenstoffen durch einfache» Einweichen in eine lauwarme Auflösung von Schicht'« Patentseife gründlich reinigen und deSinstciren, Diese Eigen- schasten sind umso höher anzuschlagen, al« ja bekanntlich »», scharfen oder stark ha:j. ide»stoffen al Soda. Waschpulver, Wasserglas, haltiaen Seifen. Woll- und Seidenstoffen aber sehr ist. Durch Waschen mit gewöhnlicher Kernseife allein, m kaltem oder lauem Wasser, wurde »«an aber nur eine un« vollkommene Reinigung erzielen Für Aerzte und Alle, die mit Kranken zu thu» habe» — und wer käme nicht aus irgend ei»e Art mit solchen in Berührung? — ist Schicht'S Patentseife da« verläßlichste, bequemste und dabei unschädlichste Reinigung«. undDe»infection»miltel Niemand, der die hohe gesundheitliche Bedeutung gründlicher Reim-gung und DeSinsectlou erkannt hat, wird Schicht'» Patent-seif« entbehren mögen. W« ärhunlwejir« and noppal-preieen fernbleiben will, der he-atalla »d Fabrik acht Silber-Cyllnder-Hem^nt. fonau stand r»pa»alrt, I J«hr«ar»ntirt II ' bia fl. 7.—. Anen mit t oder 5 HilbarbOden 8. fcia fl. 10.—, In Toll* mit GoldeinUi* II. I».—. Gold-Damen-Remont. ion II. II —, Ar Harren von fl. •».—, BiLber kellen von fl. I — und Neujoldkettan Ton II S.— ■ usw am. Neueate »ehr belinbta Uoppolmaniel.Herren QoldlnHemon, toir nor B. ».»0. Dteaelbe aebwere Nou«ilb«r Dopprlmentel-Hemon-«olr, ao aebftn wie acht Silber II fl.- Prima Knberwecker II ».*& per t stock II 10 60 Pendeluhren, 8 Taj S•«•1 ». rt14rin(a un» (tue* jroea Clnlralaan be« (»tUbrtrojr* . fuKt tU »aftipotcuilr otrr « Nil» 9ataa»elfaa«) Mautnrrin «Ktbeai Der Praktische Laidwirtls. Jl»»r, !•■»». Zeit»», ffir Zeder». •ifrtatet ihm. Vt1(t(liiClnJa| in 9r.. ir,>I-».F°r--> •aa^Hbri« f. 4. Ck*. kdUfil » >. ssr« »er 31«»rlrlt l*u». B*(M - Seilaas. Ccfttakrt III*. «riftriat tea t. a. l«. |«b»a Raail« ta «r .Crr<'»»-9«nirat •aa|ü«ri| ß L MtaaaiMn «ra«l» aal leaaca. Lieblingsblatt Anchche M«de,-Aettmi g tu rr>er »,»». Heil »I,ana iiB ■ ■» um * 100 Pt.. Um xa. TB »f. fcSiLfetCTÄi Eine komplete Bäckereieinrichtung sammt Gewölbeeinriehtung sofort zu verkaufen. — Anfrage bei Leopoldine Pinteritsch, am Rann, Pettau. 1 V Ph MMiSieK »ohl jrrafin les der ^semvlaren d mischen verbreitet f"' ii'IP^ hlii hü Fa beziehm durrh jekLuchhandlunA. 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Da« Poatporlo tritt dar Beetellende Wiederverkauf hat den Herren l|. Ilkrtlll, N «alltoe, Apotheker In PelUa. Die Draufischereiverpachtung findet Dienstafl den 10. d. M. 10 Uhr vormittags in der Gutsranzlei statt. Erstehet haben sofort ein Badium in der Höhe des erstandenen einjährigen Pachtzinses zu erlegen. Grüfl. Herberstein'scht Gutsverwaltung zu Pettau. Petter Verwalter. 2 schöne Zimmer möblirt, sind zu vermiethen bei J. KRAVAGNA, Pettau. Geschäfts-Anzeige. Gefertigte geben hiermit bekannt, dass sie am hiesigen Platze, Herrengasse Nr. 14, ein Bildhauer-, Vergolder- und Fassmalereigeschäft eröffnet haben. Kircheneinrichtungen aller Art, Grabkreuze, Rahmen u. s. w. werden sowohl zur Neuanfertigung übernommen, als auch alle in dieses Fach einschlagenden Reparaturen bestens ausgeführt. 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Der Weltruf obiger Firma bürgt für die Qualität dieses Bieres und bitte ich, sich durch einen Versuch von der Güte desselben überzeugen zu wollen. Hochachtungsvoll Josef Kravagna. Restauration zur „Neuen Welt." Daselbst gelangt ausschliesslich „Schwechater Märzenbier" zum Ausschanke. Anstich: Täglich 6 Uhr abends. Wein, sowie Bier über die Gasse per Liter 4 kr. billiger. — 8 — LEHRJÜNGE aus Anständigem Hause, mit genügender Schulbildung, wird in der Buchdruckerei W- Blanke sofort aufgenommen. Ungarthorgasse Nr. 4 empfiehlt sein reichhaltiges tager in Sonnen- und Regenschirmen zu den billigsten Preisen, werden zu noch billigeren Preisen als bis jetzt abgegeben, = Pergament-Papier = zum Einsieden von Obst etc., zur Verpackung von Butter, Käse u. dgl. zu billigsten Preisen und in bester Qualität bei W. Blanke in Pettau. Gelegenheits-Kauf in SCHUHWAREN für die Dauerhaftigkeit garantirt. Wir offerieren unser schftn sortirtes Lager in Herren-, Damen-und Kinder-Schuhen und machen die P. T. 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Anträge übernimmt und Auskünfte ertheilt Die General-Repräsentanz für Steiermark, Kärnten und Krain M Graz, Thonethof, Pfarrgafle 2 traf ^ woselbst auch solide leistungsfähige Vertreter aufgenommen werden. — DM- Vertretung für Pettau: I Perko. -M> ^ wv i uSf 425k 425k TS^n 425k 425k 425k 425k Imt ^-c!nq und Druck: W. vlmile. Pettau. Berantnwrtlicher Schrchleiter: Iy^es gel»«ee.