Grošelj R. Uberreicht vom Verfasser. Einige Messungen, betreffend die spezifisehe Ionengesehwindigkeit bei liehtelektrisehen Entladungen Rudolf Grošelj. Aus dem II. physikalischen Institute der k. k. Universitat in Wien. (Mit 2 Textfiguren.) (Vorgelegt in der Sitzung am 7. Juli 1904.) Aus den Sitzungsberichten der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Mathem.-naturw. Klasse; Bd. CXIII. Abt. II a. Oktober 1904. von WIEN, 1904. AUS DER KAISERLICH-KONIGLICHEN HOF- UND STAATSDRUCKEREL IN KOMMISSION BEI KARL GEROLD'S SOHN, BUCHHANDLER DER KAISERLICHEN AKADEMIE DER VVISSENPCHAF^EN. Dr uckschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien (Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe). Periodische Publicationen. [Physik.] Aus den Denkschriften 68. Bd. (1899). Eder, J. M. und Valenta, E., Das Spectrum des Chlors. (Mit 1 Doppeltafel, 2 Tafeln und 3 Textfiguren.).3 K — h — Das Spectrum des Brom. (Mit 1 Doppeltafel, 2 Tafeln und 2 Textfiguren.) 2 K 20 h — Normalspectren einiger Elemente zur Wellenlangebestimraung im auliersten Ultra- violett. (Mit 1 Doppeltafel und 3 Tafeln.).3 K 90 h Aus den Denkschriften, 70. Bd. (1901). Koss K. und Thun-Hohenstein E., Graf, Kimmtiefen-Beobachtungen zu Verudella. (Mit 13 Tafeln und 6 Textfiguren.).7 K 90 h Aus den Sitzungsberichten, 110. Bd. (1901). Bromer A., Bestimmung einiger Refractionsaquivalente .— K 40 h Eder J. M., Svstem der Sensitiometrie photographischer Platten. (III. Abhandlung.) (Mit 3 Textfiguren.)... . —K 60 h Exner F., Beitriige zur Kenntnis der atmospharischen Elektricitat. VII. Uber die tagliche Periode der Luftelektricitat. (Mit 3 Textfiguren.) .— K 40 h Exner F. und Haschek E., Uber die ultravioletten Funkenspectra der Elemente (XIX. Mit¬ theilung, enthaltend das Spectrum von Ho.).— K 50 n — Uber die ultravioletten Funkenspectra der Elemente. (XX. Mittheilung.) (Mit 1 Textfigur.).— K 50 h Geitler J., v., Ober die durch Kathodenstrahlen bewirkte Ablenkung der Magnetnadel. (Mit 3 Textfiguren.).— K 20 h Haschek E., Spectralanalvtische Studien. (I. Mittheilung.) (Mit 1 Textfigur.) . . . — K 50 h Hasenohrl F., tjber das Gleichgewicht eines elastischen Kreiscylinders.— K 30 h Hasslinger R., v., Ober Potentialdifferenzen in Flammengasen und einigen festen Elektrolyten. (Mit 1 Textfigur.). — K 30 h Hlawati F., Eme experimentelle PrUfung der Clausius-Mosottischen Formel. (Mit 3 Textfiguren.).... . — K 70 h Indra A., Studien uber die Wirbelbewegungen. (Mit 16 Textfiguren.).— K 90 h Jager G., Die Energie der fortschreitenden Bewegung der Fllissigkeitsmolekeln. — K 20 h — Ober das elektrische Feld eines ellipsoidischen Leiters. . . .—K 20 h Klemenčič I., Ober den Kinfluss der Hartungsnachvvirkungen auf die Abnahme des magnetischen Momentes..— K 20 h — Ober die Beziehung zwischen Permeabilitat und magnetischer Nachwirkung. — K 30 h Lampa A., Uber Stromunterbrechung,mit besonderer Beriicksichtigung des Wehnelt’schen Unterbreclfers. (Mit 2 Textfiguren.) ..—K 40 h Lerch Fr., v., Ober die Abhangigkeit der Polari&ation von Stromdichte und Temperatur. (Mit 4 Textfiguren.).— K 70 h Mache H., Eine Beziehung zwischen der specifischen Wiirme einer Fltissigkeit und der ihres Dampfes.. ... .— K 10 h — Ober die Zerstreuung der Elektricitat in abgeschlossener Luft.— K 20 h Meyer St., Magnetisierungszahlen seltener Erden.—K 40 h MUller-Erzbach W., Das Messen des Dampfdruckes durch Verdunstung.—K 40h Obermayer A., v., Die Veranderlichkeit der tiiglichen Barometer-Oscillation auf dem Hohen Sonnblick im Laufe des Jahres. (Mit 3 Tafeln und 3 Textfiguren.) 2 K — h — Ein-Satz iiber den schiefen VVurf im luftleeren Raume. (Mit 1 Texlfigur.) — K 20 h Przibram K., Photographische Studien Uber die elektrische Entladung.—K 10h Radakowic M., Bemerkungen zur Theorie des ballistischen Pendels.— K 20 h Stanzel K., Ober die Diffusion in sich selbst. (Mit 2 Textfiguren).— K 40 h Tumlirz O., Compressibilitat und Cohasion der Flussigkeiten.— K 30 h Wassmuth A., Das Restglied bei der Transformaiion des Z\vanges in allgemeine Coordinaten..— K 60 h Aus den Sitzungsberichten der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Mathem.-naturw. Klasse; Bd. CXIII. Abt. II a. Oktober 1904. Einige Messungen, betreffend die spezifisehe Ionengesehwindigkeit bei liehtelektrisehen Entladungen von Rudolf Grošelj. Aus dem II. physlkalischen Institute der k. k. Universitat in Wien. (Mit 2 Textfiguren.) (Vorgelegt in der Sitzung am 7. Juli 1904.) Die vorliegende Arbeit stellt eine Wiederholung der Mes¬ sungen dar, die zuerst von Buisson 1 und spater durch Rutherford 2 ausgefiihrt vvurden. Da jedoch die Werte, die Buisson fur die spezifisehe Ionengeschwindigkeit findet, mit denen, die Rutherford einmal mit der Blasmethode, das anderemal mit Hilfe eines elektrischen Wechselfeldes gevvonnen hat, nicht iibereinstimmen, so war es angezeigt, eine VVieder- holung dieser Messungen vorzunehmen und das um so mehr, da in letzter Zeit von E. v. Schvveidler 3 die Theorie der licht- elektrischen Entladungen verbessert und eroeitert wurde, wobei sich zeigte, dafi die Theorie, nach der Buisson seine Messungen ausgefiihrt hat, nicht einvvandfrei ist. Die Messungen selbst wurden nach derselben Methode wie bei Buisson ausgefiihrt, nur wurde der lichtelektrische Strom direkt mit Hilfe eines Spiegelgalvanometers und nicht wie beim ersteren mit Hilfe einer bekannten Kapazitat und Bestimmung der Entladungsgeschwindigkeit gemessen. 1 Buisson, C. R. Bd. 127, p. 224, 1898. 2 Rutherford, Cambr. Soc. Bd. 9, p. 401, 1898. 3 Sehweidler, Zur Theorie des photoelektrischen Stromes. Diese Sitzungsber., Abt. IIa, 1904. 1 2 R. Grošelj [1132] Die Vorrichtung, mit der die ersten Versuchsreihen aus- gefiihrt wurden, bestand aus einer quadratischen Zinkplatte Zn, deren Seite eine Lange von 15 cm hatte. An dieser vvar in einer Entfernung von 4*8 cm durch vier Ebonitstabe eine Messing- platte M von derselben Grofie isoliert befestigt. Die Ebonitstabe wurden, um eine bessere Isolation zu erzielen, mit einer Paraffinschichte iiberzogen. Die Messingplatte hatte eine kreis- runde Offnung von r = 6 cm, die mit einem grobmaschigen Netze N verdeckt war. Dieses machte einerseits das elektrische Feld zwischen den Elektroden homogen und liefi andrerseits genug Licht auf die Zinkplatte auftreffen. Die Zinkplatte vvurde durch ein Spiegelgalvanometer G(1 mm = 3'1. ]0~ 10 Amp.) zur Erde abgeleitet. Das Messingnetz wurde mit einem Punkte der positiven Gleichstromleitung 5 verbunden, von detft eine Ab- zweigung durch ein Westonvoltmeter W zur Erde ftihrte. Durch einen veranderlichen Vorschaltwiderstand konnte man die Spannung am Netze beliebig unter 320 Volt variieren und am Westonvoltmeter ablesen. Die Spannung im Raume zvvischen der Zinkplatte und dem Netze vvurde mit Hilfe einer Wasser- tropfelektrode T, die mit einem Exner’schen Elektroskope El verbunden war, gemessen. Der Zerreifiungspunkt Z des Wasser- strahles lag in der Achse der ganzen Vorrichtung. Das ab- <— Ertle, Fig. 1. [1133] Ionengesch\vindigkeit bei lichtelektrischen Entladungen. 3 flieSende Wasser vvurde in einem zur Erde abgeleiteten Gefafie gesammelt. Als Lichtquelle diente ein elektrisches Bogenlicht L mit einem Handregulator. Es vvurde auch der Versuch ge- macht, statt gevvohnlicher Kohlen die sogenannten blauen Kohlen, wie sie bei der Finsenlampe gebraucht vverden und die besonders stark ultraviolette Strahlen emittieren, anzu- vvenden. Es vvurde zvvar dadurch der lichtelektrische Strom verstarkt, doch konnten vvegen zu starker Lichtschvvankungen, die beim Gebrauche dieser Kohlen sich einstellen, keine ge- nauen Messungen ausgefuhrt vverden. Die Grobe der beleuch- teten Flache vvurde fur jede Versuchsreihe aus der Entfernung der Lichtquelle und den Dimensionen der Elektroden bestimmt. Der Schatten, den das Netz auf die Zinkplatte vvirft, vvurde dabei nicht berucksichtigt, da er jedenfalls denselben Effekt hervorbringt vvie eine blofie Schvvachung der Lichtintensitat. Die Zinkplatte vvurde immer vor den Messungen frisch amalgamiert. Die Messungen vvurden nach der von E. v. Schvveidler in der oben angegebenen Abhandlung aufgestellten Theorie ausgewertet. Bezeichnet namlich E die Spannung am Netze, d die Entfernung der Elektroden, V x das Potential in irgend einem Punkte mit der Entfernung % von der Zinkplatte, i die Stromstiirke des lichtelektrischen Stromes pro Flacheneinheit, u die spezifische Ionengeschvvindigkeit, so ist im belichteten Zustande: [ Bx \ 1 -1- -r- V d (l+B) 2 —1 • E, V' = 35 1 + Bx\ 2 d ) 2[(1 + B )- 1 ] E_ d 9 BH 1 + VI': Bx 8[(1 + B ) 2 - 1 ] E d* l* 4 R. Grošelj, [1134] vvobei B eine von der Lichtintensitat abhangige Grofie darstellt, die alle Werte von 0 bis oo annehmen kann. Die Stromstarke ist gegeben durch: i - v'. v". u = 4* 9^ 8 B* _ 3 [(!+*?*-1]* E- ■ u ■ - d 3 wenn man 9 _ _ B l 8 [(1+5)' 2 ' -1? to 4 k setzt. Macht man die Messungen mit der Tropfelektrode in der Mitte zwischen der Zinkplatte und dem Messingnetze, so ist f d tur x — —: Vj = if ( 1 + 5 )- E = y;.E. Bestimmt man den Ouotienten zvvischen dem Potentiale im unbelichteten Zustande — und dem bei der Belichtung der Zinkplatte V d , so ist: 3 und man kann aus diesem Quotienten einen Schlufi auf die Grofie B ziehen. Durch die Grofie B ist schliefilich ein be- stimmter Wert von to gegeben. 1 Aus der Gleichung 1 E 2 i — — -Jl.Oi - — 4 * d 3 kann nun, da to bestimmt vvurde, u berechnet werden und zvvar: i Schweidler, Zur Theorie des photoelektrischen Stromes. Diese Sitzungsber., Abt. Ila, 1904. [1135] Ionengeschvvindigkeit bei lichtelektrischen Entladungen. 5 4 %d' i i U ~ 1-1 ’ E 2 m ’ wenn man d in Zentimetern, i in Ampere, E in Volt aus- driickt. Die Tropfelektrode vvurde mit Hilfe eines Schlittens in die Mitte zwischen die Elektroden gesetzt, vvobei das Elektroskop die Halfte der am Netze vorhandenen Spannung zeigte. Wurde die Zinkplatte beleuchtet, so sanken die Blatter des Elektro- skopes und zugleich zeigte das Spiegelgalvanometer einen Ausschlag. Da jedoch die Intensitat der Lichtquelle sich fort- vvahrend anderte, so bewegte sich die .Skala des Spiegel- galvanometers als auch die Blatter des Elektroskopes in oft ziemlich grofien Intervallen. Doch stellte sich nach einiger Zeit fast immer fiir einige Momente eine konstante Belichtungs- intensitat ein, wobei sovvohl das Spiegelgalvanometer als auch das Elektroskop einen fixen Ausschlag zeigten. Solche Momente wurden zur Ablesung von i, E und V' d bentitzt. Aus E und V d 2 ~2 wurde co bestimmt, aus w, i, E und d fand man den Wert von u. Mit der oben beschriebenen Vorrichtung wurden drei Ver- - suchsreihen in verschiedenen Entfernungen von der Lichtquelle ausgefiihrt. Die Zahlenwerte, die dabei gefunden wurden, sind folgende: Erste Versuchsreihe. Distanz der Zinkplatte von der Lichtquelle 21 cm. Grofie der belichteten Zinkplatte 194-8 cm 2 . Distanz der Elektroden 7 -8 cm. 6 R. Grošelj, [1136] Zvveite Versuchsreihe. Entfernung der Zinkplatte von der Lichtquelle 28 cm. Grofle der belichteten Flache 167'6 cm 2 . Distanz der Elektroden 7 • 8 cm. Dritte Versuchsreihe. Entfernung der Zinkplatte von der Lichtquelle 33-5 cm. Grofie der belichteten Flache 156‘3 cm 2 . Distanz der Elektroden 7 • 8 cm. [1137] Ionengeschwindigkeit bei lichtelektrischen Entladungen. 7 J bedeutet in diesen sowie in den folgenden Versuchs- reihen den ganzen Strom, i den Strom pro Flacheneinheit. Diese Versuchsreihen zeigen, dafi eine genaue Bestim- rnung der speziflschen Ionengeschwindigkeit nach dieser Methode moglich ist. Man sieht auch, dafi der VVert von 2Yj mit der Entfernung zunimmt, vvahrend co und J abnehmen. Aus allen Messungen folgt ein Wert u = 1 -4—-Es zeigte sec. Volt 6 jedoch die oben beschriebene Vorrichtung gewisse Mangel, welche die Genauigkeit der Messungen beeintrachtigten, so dafi allen diesen Versuchsreihen ein gemeinsamer Fehler an- haften konnte. Es traten namlich an der Zinkplatte Biegungen ein, welche eine genaue Messung der Entfernung beider Elek¬ troden unmoglich machten, ein Umstand, der schwer bei der Berechnung der Geschwindigkeit in das Gewicht fallt, da die Distanz in der Gleichung von m in dritter Potenz vorkommt. Der Wert 7'8 cm, der oben angegeben ist, ist eben ein Durch- schnittswert. Ebenso war die Bestimmung der Grofie der be- lichteten Flache aus der Entfernung der Lichtquelle und den Dimensionen der Elektroden eine ungenaue. Es wurden deshalb diese Messungen als Vorversuche betrachtet und eine zweite Vorrichtung konstruiert, bei der die oben ervvahnten Fehler wegfielen. Es vvurde namlich in die quadratische Zinkplatte Zn (Fig. 2) eine kreisrunde Offnung von r — 6 cm geschnitten. In diese Offnung vvurde eine Zinkscheibe K (r = 5’ 55 cm), die auf einem Schlitten mit Millimeterteilung befestigt vvar, hinein- geschoben. Die Zinkscheibe vvurde vvie oben durch das Galvanometer, die quadratische Zinkplatte direkt zur Erde ab- geleitet. Dadurch vvar es einerseits moglich, mit Hilfe des Schlittens die Entfernung der Elektroden genau zu bestimmen, da jetzt keine Biegungen an der Zinkplatte vorkamen und andrerseits fiel die Berechnung der Grofie der belichteten Flache vveg, weil dieselbe bei allen Entfernungen konstant vvar. Als Tropfelektrode diente eine einfache zugespitzte Glasrohre, die durch einen Kautschukschlauch mit einem auf eine Paraffinplatte gestellten Gefafie in Verbindung vvar. Die Glasrohre vvurde, durch einen Draht isoliert, an einem Schlitten befestigt, so dafi man sie leicht in jede beliebigfe Lage bringen konnte. Dadurch 8 R. Grošelj, [1138] war es moglich, den Wasserstrahl genau vertikal zu bekommen, den Zerreifiungspunkt genau in die Achse der Vorrichtung und die Tropfelektrode in die Mitte zvvischen Netz und Zink- scheibe. *S Ertle/ Fig. 2. Mit dieser Vorrichtung wurden mehrere Versuchsreihen ausgefiihrt, ihr Resultat ist folgendes: Erste Versuchsreihe. Radius der belichteten Flache betrug in dieser wie in folgenden Reihen 5'55 cm. Entfernung der Elektroden 4'6 cm. [1139] Ionengeschwindigkeit beilichtelektrischen Entladungen. 9 Zweite Versuchsreihe. (Grofiere Entfernung der Lichtquelle). Entfernung der Elektroden 4'6 cm. Entfernung der Elektroden 4'52 cm. (Kleinere Spannungen). Entfernung der Elektroden 4'52 cm. R. Grošelj. 10 R. Grošelj, [1140] Folgende Versuchsreihen wurden mit einem Elektroskop ausgefuhrt, das eine genauere Ablesung des Potentials ge- stattete und das mit einer Bernsteinisolation versehen war. Erste Versuchsreihe. Entfernung der Elektroden 4-50 cm. Zweite Versuchsreihe. (Andere Entfernung des Lichtes). Entfernung der Elektroden 4‘50 cm. [1141] Ionengesch\vindigkeitbei lichtelektrischen Entladungen. 11 Aus diesen Versuchsreihen folgt, wenn man den be- treffenden Beobachtungen, die bei hoher Spannung und grofier Belichtungsintensitat ausgefiihrt wurden, mehr Gevvicht beilegt, ein Wert ti — 1 • 7 cm~ sec.Volt ein Wert, der in der Mitte liegt zwischen den Werten 2 - 3 und 1 ■ 5, die von Buisson und Rutherford gefunden vvurden. Die Werte der ersten vier Versuchsreihen sind durch- schnittlich etwas kleiner als die der letzten drei. Es kommt das von der besseren Isolation des Elektroskopes, der bei den letzten Versuchsreihen gebraucht wurde. Wenn namlich die Isolation des Elektroskopes mangelhaft ist, so zeigt es ein zu kleines V d an, daraus folgt ein zu kleines 2i\, ein zu grofies w ~2 und daraus ein zu kleines ti. Die spezifische ionengeschvvindig- keit ist im untersuchten Gebiete, d. i. unterhalb 320 Volt, kon¬ stant und unabhangig von der Spannung der Elektroden, ebenso unabhangig von der Belichtungsintensitat und der Beschaffenheit der Zinkplatte. Auch die Ermtidung der Licht- emplindlichkeit, die sich mit der Zeit bei der Zinkplatte ein- stellt, h at auf die Geschwindigkeit keinen Einflufi, da sie sovvohl die Stromstarke i als auch c*> um den gleichen Prozent- i gehalt erniedrigt, so dafi der Wert — bei konstantem E eine von der Lichtintensitat unabhangige Grofie ist. Die Feuchtig- keit betrug im Zimmer, wo die Messungen ausgefiihrt vvurden, durchschnittlich 50%. Ihr Einflufi auf die spezifische Ge- sehvvindigkeit konnte vvegen der Amvendung der Propfelektrode nicht ermittelt vverden. Die Temperatur zvvischen den Elektroden schwankte um 29° C...Der Barometerstand betrug bei den letzten drei Ver¬ suchsreihen 740 mm. Berechnet man den Wert von u aus den Gleichungen von Buisson, so kommen, so lange 2 tj grofier ist als 80%, die- selben Werte heraus wie aus obigen Gleichungen; bei kleineren Werten von 2r^ sind die Werte von n nach Buisson etwas 12 R. Grošelj, Ionengeschvvindigkeit bei lichtelektr. Entladungen. [1142] kleiner, weil das to grofier vvird; bei 2 y] = 71% betragt der CfH 2 Unterschied beilaufig O - 1 - . sec. Volt Aus den obigen Versuchsreihen ist es auch ersichtlich, dafi der VVert von 2tj nie unter 70% sinkt, obvvohl die ver- schiedensten Spannungen und Lichtintensitaten angewendet \vurden, es ist das der VVert, dem sich der Bruch (1 +B ) 2 - 1 fur B = oo, d. h. bei unendlich starker Belichtungsintensitat asymptotisch nahert. © n S) n D j> NfiRODNPl IN UNIVERZITETNA KNJIŽNICA 00000502937 Wegscheider R., Uber die Grenzen zwischen Polymorphie und Isomerie. (Mit 2 Text- figuren.). —K 50 h — Uber simultane Gleichgewichte und die Beziehungen zwischen Thermodynamik und Reactionskinetik homogener Sys-teme.. 1 K 10 h Aus den Denkschriften 72. Bd. (1902). Eder J. M., Spektralanalytische Studien uber photographischen Dreifarbendruck. (Mit 2Tafeln und o Textfiguren.).. 3 K 20 h Hillebrand F., Theorie der scheinbaren GroCe bei binokularem Sehen. (Mit 17 lext- figuren.).. .h Aus den Denkschriften, 73. Bd. (1901). (Jubilaumsband der k. k. Centralanstalt fur Meteorologie und Erdmagnetismus.) Conrad V., Uber den Wassergehalt der Wolken. • • ..^COh Czermak P., Experimente zum Fohn. (Mit 3 Textfiguren.) . . . . • • • • • • • K40h Hann J., Die Meteorologie von Wien nach den Beobachtungen an der k. k. meteorologischen Centralanstalt 1850—1900.- ■ * • * • • • • :,J'^801i Klein R., (jber den taglichen Gang der meteorologischen Elemente bei Nordfohn. (Mit 2TafeIn ) ..2 K—h Kostlivv St., Der tagliche Temperaturgang von Wien (Hohe Warte) fur die Gesammtheit aller Tage, sovvie an heiteren und triiben Tagen.2 K 30 h Margules M., Uber den Arbeitsvvert einer Luftdruckvertheilung und liber die Erhaltung ° der Druckunterschiede...- : • • • lK40h Mazelle E., Einfiuss der Bora auf die tagliche Periode einiger meteorologischer Elemente. 2 K 20 h Pernter J. M., Untersuchungen uber die Polarisation des Lichtes in triiben Medien und des Himmelslichtes mit Rucksicht auf die Erklarung der blauen Farbe des Himmels.. Pircher J., Uber die Haarhygrometer. (Mit 4 Textfiguren.).2 K 40 h Trabcrt W., Isothermen von Osterreich. (Mit 6 Kartenbeilagen.).9 K 50 h Valentin J., Der tagliche Gang der Lufttemperatur in Osterreich.5 K 80 h Aus den Sitzungsberichten 111. Bd. (1902). Benndorf H., Beitrage zur Kenntnis der atmospharischen Klektrizitat. X. Uber ein mechanisch registrierendes Elektrometer fur luftelektrische Messungen. (Mit 8 Textfiguren.).— K 70 h Billitzer J., Eine einfache Methode zur direkten Bestimmung von Dielektrizitatskonstanten. (Mit 5 Textfiguren.).., — K 40 h — Versuch einer Theorie der mechanischen und kolloidalen Suspensior.en . — K 80 h — und Coehn A., Elektrochemische Studien am Azetylen. II. Mitteilung: Anodische Depolarisation. (Mit 7 Textfiguren.).— K 40 h Boltzmann L., Uber die Form der Lagrange’schen Gleichungen fiir nichtholonome, generalisierte Koordinaten.— K 30 h Brell H., Uber die Anwendung des Prinzips des kleinsten Zwanges auf die Schwingungen einer Saite. ... . . — K 20 h Conrad V., Beitrage zur Kenntnis der atmospharischen Elektrizitat. VIII. Uber die entladende VVirkung verschiedener Elektroden. (Mit 3 Textfiguren.) . . — K 30 h — Beitrage zur Kenntnis der atmospharischen Elektrizitat. IX. Einige Bemerkungen zur Wolkenelektrizitat. • \ • • — ^ ^ h Dechant O., Uber die Anderung der Diathermansie voh Flussigkeiten mit der lempe- ratur. . ... • .... — K 30 h Dolezal E., Photogrammetrische Losung des Wolkenproblems aus einem Standpunkte bei Vervvendung der Rellexe. (Mit 1 Tafel und 5 Textfiguren.).1 K — h Eder J. M., System der Sensitometrie photographischer Platten. (IV. Abhandlung.) (Mit 1 Textfigur.).— K 30 h Ehrenhaft F., Prlifung der Mischungsregeln fiir die Dielektrizitiitskonstante der Gemische von Hexan-Azeton. (Mit 3 Textfiguren.) .— K 30 h Elster J. und Geitel H., Messungen der Eiektrizitatszerstreuung in der freien Luft. (Mit 1 Textfigur.).— K 70 h Ernst W. E., Uber das Warmeleitvermogen des Kesselsteines und anderer die Kessel- tlachen verunreinigendcn Materialien.. . . — K 20 h Exner F., Uber die Grundempfindungen im Young-IIelmholtz’schen Farbensystem. (Mit 3 Texthguren.) . ..- K 60 h Zur Charakteristik der schonen und hasslichen Farben. (Mit 5 Text- figurcn.) ._ K 00 h r-. - Funken- und Bogenspektrum des Europiums. . — K 40 h Exner ^ er such einer Berechnung der Lultdruckanderungen von einem Tage zum nachsten. (Mit 5 Textfiguren.) . ... .- K 50 h Exner K., und Villiger W., Uber das Ne\vton’sche Phanomen der Szintillation. (Erste Mitteilung.).— K 90 h Fischer R., tjber die Elektrizitatserregung bei dem Hindurchgange von Luftblasen durch Wasser...— K 50 h Griinwald J., tjber die Ausbreitung elastischer und elektromagnetischer Wellen in einaxig-krystallinischen Medien.1 K 80 h HannJ., Die Schwankungen der Niederschlagsmengen in grOfieren Zeitraumen. 2 K 10 h — Uber die tiigliche Drehung der mittleren Windrichtung und iiber eine Oszillation der Luftmassen von halbtiigiger Periode auf Berggipfeln von 2bis4fcm Seehohe. (Mit 3 Textfiguren.) . .. • ■ .. • • 1 K 80 h — Zur Meteorologie des Aquators. Nach den Beobachtungen am Museum Goeldi in Para. (Mit 7 Textfiguren.). 1 K 40 h Haschek E., Spektralanalytische Studien. (II. Mitteilung.) ... — K 30 h Hasenohrl F., tjber die Absorption elektrischer Welien in einem Gas. (Mit 2 Text- figuren.). .. K 70 h — Uber die Grundgleichungen der elektromagnetischen Lichttheorie fiir bewegte Korper. (Mit 1 Textiigur.).— K 50 h Jager G., Das Verteilungsgesetz der Geschwindigkeiten der Gasmolekeln. . . — K 30 h — Der innere Druck, die innere Reibung, die Grdfie der Molekeln und deren mittlcrc VVeglfinge bei Flussigkeitcn.— K 30 h — ZurTheorie des photographischen Prozesses.— K 30 h Jaiunann G., tjber die Warmeproduktion in zahen Fliissigkeiten.— K 40 h Kaufler F., tjber die Verschiebung des osmotischen Gleichgewichtes durch Oberfliichen- krafte. (Mit 2 Textliguren.).- K 30 h Lampa A., Der Gefrierpunkt vonWasser und einigen wasserigen Losungen unter Druck. (Mit 1 Textfigur)...- K 40 h — ElektrostatiK einer Kugel, welche von einer konzentrischen, aus einem isotropen Dielektrikum bestehenden Kugelschale umgeben ist. (Mit 1 Textfigur.). — K 50 h — Zur Molekulartheorie anisotroper Dielektrika. Mit einer experimentellen Be- stimmung der Dielektrizitatskonstante einer gespannten Kautschukplaite senkrecht zur Spannungsrichtung.— K 40 h Lang V., v., Krystallographisch-optische Bestimmungen. (5. Reihe.) (Mit 59 Text- figuren.).1 K 90 h Lecher E., Beeinflussung des elektrischen Funkens durch Elektrisierung. (Mit 2 Text- figuren.)...— K 30 h Mache H., tjber die Schutzvvirkung von Gittern gegen Gasexplosionen. (Mit 1 Text- figur.).— K 30 h — Uber die Verdampfungstvarme und die GroBe der Flussigkeitsmolekel . — K 20 h Meyer St., Notiz uber das magnetische Verhalten von Europium, Samarium und Gadolinium.— K 10 h — Uber die durch den Verlauf der Zweiphasenkurve bedingte maximale Arbeit (Mit 2 Textfiguren.) . ..— K 20 h Miiller-Erzbach W., tjber das Wesen und iiber Unterschiede der Absorption . — K 40 h Nabl J., flber die elektrostatischen Ladungen der Gase, die an der aktiven Elektrode des Wehnelt-Unterbrechers auftreten. (Mit 1 Textfigur.).— K 30 h — Uber die Longitudinalsclvvvingungen von Štaben mit veninderlichem Querschnitte. (Mit 2 Textfiguren.).— K 30 h Puschl C., tjber den Warmezustand der Gase. .— K 60 h — tjber Fortpflanzung des Lichtes durch Korpersubstanz.— K 30 h Ritter P., tjber die Gleichung der Sattigungskurve und die durch dieselbe bestimmte maximale Arbeit.— K 20 h Schtveidler E., R. v., Beitriige zur Kenntnis der atmospharischen Elektrizitat. XI.Luft- elektrische Beobachtungen zu Mattsee im Sommer 1902. (Mit 1 Tafel.). — K 70 h — Einige Falle der Energicumtvandlung bei der Ladung von Kondensatoren — K 20 h Einigc Versuche iiber Leitung und Riickstandsbildung in Dielektricis. (Mit 1 Textfigur.).- K 40 h Stankewitsch B. W., Magnetische Messungen, ausgefiihrt im Pamir im Sommer 1900. ..— K 40h Steindler O.,.Uber die Temperaturkoeffizienten einiger Jodelemente. . . • . . — K 20 h Streintz F., Uber die elektrische Leitfahigkeit von gepreBten Pulvern. II. Mitteilung: Die Leitfahigkeit von Metalloxyden und -Sulfiden. (Mit 6 Textfiguren.) • — K 80 h Suschnig G., Neue Experimente mit Wirbelringen. (Mit 13 Textiiguren.) . . . . — K 90 h Szarvassi A., tjber die magnetischen Wirkungen einer rotierenden elektrisierten Kugel. (Mit 1 Textfigur.). . K40h Tuma J., Eine Methode zur Vergleichung von Schallstarken und zur Bestimmung der Reflexionsfahigkeit verschiedener Materialien.— K 30 h Tumlirz O., Eine Erganzung der van der Waals’schen Theorie des Kohasions- druckes. (Mit 1 Texlfigur.)...— K 60 h Valentin J., Der Staubfall vom 9. bis 12. Marž 1901. (Mit 3 Tafeln.).1 K 50 h Waldstein O., tjbčr longitudinale Schwingungen von Stiiben, welche aus parallel zur Langsaxe zusammengesetzten Stlicken bestehen. (Mit 1 Textfigur.) . . — K 30 h Wassmuth A.. Apparate zum Bestimmen der Temperaturanderungen beim Dehnen oder Tordieren von Drahten. (Mit 2 Textfiguren.).— K 50 h — tjber eine Ableitung der allgemeinen Differentialgleichungen der Bewegung eines starren Korpers..— K 30 h