Verwaltung: 5tnToon*flat>. Wr, 5 6tiDq«bttinaungtn. Cant H« soII »«,«,«« «ntelfäSrta . . . p. t *u ... (I. » », •awitfeng . . .9. ««• 8«» «ttli nlt SuÄtanat irt Ha»«: «»»»«!« . » . . «J — M i-r,o «•»UM* . . •aimWrsa ; . . t S-- 8««'l Sa (last ernstes «5 », et«4iaetUintniini »«d <» I»»II«Inlct« >do»«in»<>! j «dun b>« (ir »»teP-eBanj. Schriftleilung: Rathao»g«isi Str.» Itiiratnlifcl Ha,». M»i1*rn»« Xli(i4 (Bit taUiu^m »b 8«» ». tW«»-l»»<> »» ll—l* uti aetau frttm nftt lll87. Eine Warnerstimme aus der Südmark. Da» gewaltige Ringen, da» sich im Norden des Reiche» zwischen Deutschen und Tschechen voll» zieht. hat über Vermittlung der Regierung zu neuen Verständigungskonserenzen geführt. Die Spu-ren aller bisherigen Verständigungskonserenzen hätten zwar genugsam abschrecken sollen, allein der »öder, der diesmal aufliegt, hat eine zu liebliche Witterung, um nicht zu verfangen. Gegen da« Zu-geständni« der innern tschechischen Amtssprache soll nämlich den deutschen Bewohnern Böhme,.« da» Geschenk einer politischen Verwaltung durch Volksgenossen gemacht werden. Durch eine in ihren Srundzügen bereit« klar in die Erscheinung tretende KreiSeinteilung sollen die Deutschen Herren der von ihnen bewohnten Gebiete werden. Um da« seelische Moment, die Verlockung die für die Deutfchböhmen in diesem Plane liegt, genügend würdigen zu können, muß man verstehen lernen, welchen finsteren Popanz da« von den Tschechen angestrebte „Staat«» recht" für sie darstellt. Der Ton macht die Musik ibi> der Ton, der der ZukunfiSmusik vom »fchechi-schkn SiaatSrecht zu Grunde liegt, läßt sich am besten durch die GefchichtSweiSheit Palacky'S wieder» geben: „Die Deutfchböhmen sind nur Räuber und Eindringlinge aus KönigSboden!* Der die Zun«tschechea au« der Erfahrung kennt, weiß, daß dieselben mit der Idee d?« Staat«-rechte« organisch verwachsen find, weiß, daß sie die Staat«? echlSpartei par eicellence darstellen. Und eben diese Partei sollte zu Zugeständnissen an die Deutfchböhmen bereit zu finden sein, die jene« erträumte Staat»recht für alle Zeiten gegenstand»-lo« machen? man verblendet genug zu glauben, die Tschechen würden au« ihren Herzen eine Mördergrube machen, um ein BiSmarck'sche« Kaösöurg und Wallvurg.*) (Schluß) Mit einer Verurteilung Staudinger« und de« Ernst Wallburg war den Schranzen nicht gedient. & „alt vor allem ihre gefährlichste Gegnerin, Frau ?. Szimic, zu treffen. Dt»hulb schritten sie auch — die im Gesetz dazu bestimmten Organe hatten lediglich die Beoeuiung einer gerade noch beobach» wen Förmlichkeit — zu ihrer Verhaftung. Zum Beweise, daß die» keine böswillige Ueber-tuibung ist. diene die vom Untersuchungsrichter LandetgerichtSrat Trauner berichtete Tatsache, daß Hoftat Giannelia ihm telephonierte, wenn nicht pvei Detektiv« die Szimic aus ihrer Fahrt von Wien nach Laibach begleiteten, so werde er Gen-darwen zur Eskorie kommandiren. Wir leben also in einem Siaate, in dem die PrivaiangefteUlen «in?» Erzherzog» staatliche Ho-heitSrechte beliebig an sich reißen können und zur Ve'riedigung erbärmlicher Rachsucht über staatliche Organe, wie e« die Gendarmerie ist, versügen Banen. Die Bestürzung der Hosbehö den und de» Un-!nflichung«r>chter», al« ihnen die Photographie de« bnese« vorlag, war furchtbar. Sie hatten jetzt zweierlei Aufgaben: Eisten«, sich de« Original« < selbst zu bemächtigen, unv zweiten«, von Frau v. *) Obiger Aufsatz der Wiener Zeitschrift «Don Lnlzvle , der im 32. Hefte der elden zur Gänze be-chtagnahmt worden war, entnehmen wir dem steno-gr&»ti(Atr. Pi otokolle der >74. Sitzung (17. Session) brt Abgeordnetenhauses vom 19. November 1902, feite 15.853 bi» 15.858. i. Donnerstag, 4. Dezember 1902. Wort zu gebrauchen? Die Tschechen sind eben heute schon in Kennmi« jener Hintertüren, Mittel« welcher da« Zugeständnis an die Deutschen durch-brachen und zu einen Fetzen Papier gemacht wer-den kann. Sollte die Treulosigkeit, mit der die Tschechen geschlossene Verträge noch immer gebrochen haben, nicht genug zur Vorsicht mahnen! Ja. wenn un« eine tausendjährige Geschichte und die eigene Er-fahrung nicht« lehren und nicht« nützen sollen, sind wir dann nicht Thoren? Ist e« nicht im höchsten Grate verdächtig, daß die Tschechen die Regierung von dem Verlray«schlusse ausgeschaltet wissen wollen, damit eben die Deutschen dann niemand Greifbaren vorfinden, den sie zur Einhaltung der gegebenen Versprechungen zwingen können? Auch Erwägungen der Taktik sollten die Deut-schen von dem Zugestäudni« der inneren, tschechischen Amtssprache abhalten. Mit Klugheit haben biSder die Deutschen Oesterreich« an der Forderung fest-gehalten: „Kein Zugeständnis an die Slaven vor gesetzlicher Festlegung der deutschen Staat«-spräche." Der gesunde Mutterwitz, der darin liegt, spricht sich in dem Wihrworte au«: „Wer Hohe« erreichen will, muß Höchste» anstreben' und „Die beste Verteidigung ist der Angriff!» Mit dieser Forderung war der tschechischen Etapen-Po-litik ein kräftiger Riegel vorgeschoben. Mit dem Zugeständnis der tschechischen Amt»sprache reißen wir jedoch selbst diese Schutzwehr nieder, geben wir leichtherzig die b e st e V e r t e i d i g u n g » st e l-lung aus, die da» Deutschtum Oesterreichs bis-her bezogen hatte. Wenn das Deutschtum fernerhin die nach ihm geführten Hiebe blutenden Leibe« auf« fangen muß, so mögen die« die krieg«müden Ver-> ständigungS-Politiker verantworten. Szimic die Erklärung zu erpressen, daß der Brief eine Fälschung sei. Die erste Bemühung mußte natürlich fruchtlos bleiben, wenn die Dame standhaft blieb und da« Versteck des Briefe« nicht verriet. Es war vergeb-lich, daß man ihre Wohnung durchschnüffelte, und ebenso vergeblich, daß auf höheren Befehl Polizei-rat Stuckart mit drei Detektiv« sogar in der Woh-nung ihre« Advokaten «ine Hau«durchsuchung vornah«. So blieb nur die Folter übrig und ihr unterwarf man die Unglückliche. Denn nicht ander« kann man e« nennen, wenn man die arme Frau, die au« der Haft entlassen, infolge der Aufregung in eine schwere, leben«gesährliche Krankheit ver-fallen war, mit Verhören bestürmte. Zehn Stunden täglich quält« der Untersuchung«-richter Trauner st« mit Frag«», die alle darauf Hinautgingen, daß si« den Brief ihm überleben »nd ihn gleichzeitig al« Fälschung erklären sollte. Ob-wohl damit der Tatb stand de« Bttrugr« vorhan-den gewesen wäre, erklärte er. dann wäre bald alle» geordnet und er könne sich verbürgen, daß dann kein Prozeß gegen sie gesührt würde. Die Kranke blieb standhast trotz der furchtbaren Tortur dieser Verhöre, die ihren Arzt zu der Drohung be-wo.ien, «r würd« dem Justizminister telegraphieren, die« sei keine Untersuchung, sondern ein Mord. Der Untnsuchunli«richier, diese« Muster eine« unabhängigen, gegen die Partei gerechten, nur aus die Erforschung der Wahrheit b«dach>«n Richter«, suchie also aus anderem Wege den Wunsch der Hof-piriei zu erfüllen. Er, der, wie wenigsten» kundige Leute versichern, in Wien stundenlang im Palai« de« Erzherzog« Rainer weilte,, dessen Schranzen in da« Prozeßmaterial einweihte und mit ihnen die 27. Jahrgang. Viele«, wa« uns die Konferenzen al« schwer erkaufte Gnade darbieten, könnt» und werden sich die Deutschböhmen au« eigener Krast zu erringen verstehen. Die Reinigung de« deutschen Gebiet« von tschechischen Beamten kann aus dem durch den Prot«sttag von L«itm«ritz vorg«zeichneten Wege ebenso gut erreicht werden —jedoch mit Ersparnis de« schweren Kau'preise«. Mit dem Vorgedracht-n sind unsere Gründe gegen daS Zugeständnis der inn«r«n tschechischen Amtssprache nicht erschöpft. DaS Wichtigste, wa« wir dagegen in« Treffen zu führen haben, ist die Rücksicht auf die in die größte Gefahr ge-ratenden deutschen Heimstätten in der Süd mark. Wir beschwören unsere alpenländi» schen Abgeordneten, dem tschechischen Begehren die Zustimmung zu verweigern, und wir können zur Begrünvung nur all das wiederholen, wa« wir bei Besprechung der Verständigung«konferenzen vor-brachten: Der tschechische Norden wird vom windischen Süden getreulich kopiert. Jede« Zugeständnis an die Tschechen führt mit der Regelmäßigkeit von Naturgesetzen und fast mit Naturnotwendigkeit zu Zugeständnissen an die Windischen, so wie der Donner dem Blitz folgt. Gelingt e« den Tschechen, die innere Amt«, spräche zu ergattern, so ist die Einführung der inneren windischen Amtssprache für Kram nur eine Frage der Zeit, dann werden aber auch jene Be-strebungen greifbarere Formen annehmen, die unter dem Schlagworte ,?riö oä Graca!1 die Abtrennung der südlichen Steiermark von Graz bezwecken. Man wird die geplante neu« KreiS«int«ilung Böhmen« auch der Steiermark auf den Leib schreiben wollen. Wir deutschen Südmärker aber rufen gleichwie die nothwendigen Schritte besprach, gab sich nunmehr offen al« Agtnt Gannelia«. Er teilie dem B«rtr«ter der Frau v. Szimic mit, daß sich eine hochstehende Persönlichkeit, die «r nicht nennen könne, für diesen Brief, der offen-bar gefälscht sei, iniereffiere; der Vertreter möge de«halb trachten, den Brief dem Gerichte vorzu-legen, man wolle »hn dann in seiner Gegenwart vernichten, oder er solle den Brief in Gegenwart authentischer Personen vernichten lassen. Wir leben also in einem Staate, in dem ein Richter mit den Angeklagten unterhandelt, ihnen die Waffen der Verteidigung tückisch zu entreißen sucht, um sich den durch einige Schranzen vertrete« nen Jnttreffen eine« Erzherzog« dienstbar zu er-weisen. Und nun beobachte man noch etwa« Sonder« bare«: Der Vertreter weist diesen Vorschlag nicht etwa mit Entrüstung zurück. Nein, er empfiehlt ihn, ohne den geringsten stichhältigen Gruno für feinen Rat anzuführen, seiner klientin zur Annahme. E« ist immer da«selbe: Wer sich der Wollburg« annimmt, ihrem Rechte in irgend einer Weise hilft, sällt nach kurzer Zeit, von einer geheimnißvollen Macht getrieben, von ihnen ab. Der Domdechant Samejz nimmt seine eidetstättige Versicherung, daß er von der durch seinen Bruder vollzogenen Ehe de« Erzherzog« wisse, zurück. Der Führer der un-«arischen Unabhängigktii«parlei, Ernst Wallburg'S Vertreter in den Unterhandlungen mit der Fond«-lasse, brich» plötzlich seine Bemühungen ab. Und der Vertreter der Frau v. Szimic empfiehlt ihr, ihre beste Wehr dem Feinde zu überliefern und sich hiermit selbst al« Fälscherin zu erklären. Ich habe gesagt, daß dieser Bries echt ist, und Seite 2 Deutschen in Schleswig-Holstein meerumschlung««: „Up ewig ungedeelt!" Wir wollen bei Graz ver-bleiben, wir wollen Steirer sein jetzt und immerdar! Das sind die Besorgnisse au» denen heran» wir unsere Abgeordnelen inständigst bitten, gegen da» Zugeständni« der inneren tschechischen Amt«, spräche Front zu machen und e« zu verhindern, daß eine für den deutschen Süden gefährliche Prä« justiz geschaffen werde. Uotitische Wund schau. Kteiermärkischer Landtag. Wie verlautet, wird der neugewählte Landtag Ende Dezember dieses Jahre« zu einer kurzen Tagung zusammentreten, bei welcher das Landcsbudget-Provisorium beraten und der neue Landesausschuß gewählt werden wird. Aertraueusmünaertag. Am Sonntag, den 7. d. M.. um halb 5 Uhr nachmittag« findet im Rittersaale der VerlrauenSmännerlag der steirischen Deutschen BolkSpartei statt. Der Besuch ist auf geladene Vertrauensmänner beschränkt. Die Tagesordnung de« VerlrauenSmännerlag«» lautet: 1. Bericht der Parteileitung; 2. Anlräge der Parlei-organisaiion; 3. Ausgaben de« kommenden Land-tage«; 4. Allsälliqe«. Wacker. Der Lande«schulrat hat angeordnet, daß in der Dienstettabelle sür Lehrer künftighin die Rubrik .Politische» Verhalten" zu entfalle« habe, und daß an Stelle dieser und der Rubrik .Sittliche» Verhalten* die eine Rubrik „Außer-dienstliche» Verhalten" zu treten habe. Die einzig richtige Autwort. Der Deutsche Volksrat für Mähren hat die von der Regierung aufgestellten Grundzüge zur Regelung der Sprache»-frage in Mähren als unannehmbar erklärt. Die Regierung, die sehr wohl weiß, daß sich in Mähren das Schicksal der Sudetenländer entscheidet, wollte mit ihren „Grundzügen" wieder einmal die gütige Vorsehung für die Tschechen spielen. Das mährische Deutschtum sollte sein Todesurteil selbst unterschreiben — da war denn Ablehnung die einzig richtige Antwort. Aegnadignng verurteilter Zugeudkicher. Eine Justizministerialverordnung vom 25. November 1902 führt da« Prinzip der Begnadigung verur-teilter Jugendlicher in die österreichische Strasrecht«-pflege ein. E« sollen künftig bei jugendlichen Per. sonen bi« zum fech«zehnten, deziedung«weise acht-zehnten Leben«'ahre die Gerichte gehalten sein, von amt«wegen über einen Antrag aus Begnadigung zu beschließen. Die Voraussetzung für eine solche Maß-regel ist gegeben, wenn der jugendliche Verurteilte au« Leichtsinn oder Unreife und nicht au« Verderbt« heit sich zu der strafwürdigen Handlung verleiien ließ. Damit sind wir den Errungenschaften der reich«deutschen Gesetzgebung um einen Schritt näher gekommen. .D-»tsche Micht' Z>er Werdegang der deutsch - österreichischen Landwirtepartei. In richtiger Würdigung der Agita,ion«krast einer Presse ist man in «reisen der Landwirte an die Schaffung ein-« Tagblatte« ge-schritten. Vorderhand soll da« Organ de« Zentral-verbände«, „Der deutsche Landwirt", zum Woch-ndlatte ausgestaltet werden. Da heißt e» Achtung gebe«, daß dem völkischen Gedanken nicht ein Schädling heranwächst, der m Verblendung und Kurzsichtigkeit völkische Interessen um Sonderinter-essen der Landwirte verkauft nnd verrät. Die LeidenSgeschichle unsere« Volke« läßt diese« Miß-trauen gerechtfertigt erscheinen. E n guter, um sein Volk besorgter Deutscher kann nur mittun, wenn die völkische Grundlage, allerding« frei von parteipolitischer Beschränktheit, gesichert ist. per ?r-»eß ZS-tfSchalK. Von unserer ur-sprünglichen Avsicht. den Prozeß in seinen Einzel-heuen vorüberziehen zu lassen, mußten wir sehr bald abkommen, da wir bei Bedachlnahm« auf den zur Verfügung stehenden Raum gegenüber den TageSbläuern ja doch nur ein Stückwerk hätten bieten können. Im allgemeinen müssen wir der Ansicht de» Zeugen Gerstgrasser beipflichten, wonach da« ganze nicht« als «in großer Tratsch und wieder Tratsch sei. Viel Geschrei und wenig Wolle! Wa« soll man auch von einer Anklage halten, die auS der Bezahlung von Inseraten die Verleumdung der Bestechlichkeit drechselt. Durch den Freispruch Schalk» wegen Verjährung der Bro-schüre kommt Wolf geldlich ungemein zu Schaden, da ihn damit der größte Teil der aus 60.000 K geschätzten Prozeßkosten trifft. Ein eigenartige« Licht fällt auf Dr. Schalk durch eine Zeug«nau«. sage, wonach derselbe auch gegen Dr. Beurle schon seit Jahren Material gesammelt ha«. Abge-ordneter Schönerer ist trankh«it«halber — »in Katarrh ist die Ursache — verhindert, seine Zeugen. au«jage persönlich zu hinterlegen. Die Brüxer Polizei ist durch da« Nichterscheinen Schönerer« einer lebhaften Beforgni« ledig, da im Falle sein,« Erscheinen Demonstrationen befürchtet wurden. Erwähnt sei. daß den hiesigen Gymnasiasten während der Dauer de« Prozesse« da« Spazierengehen aus dem Stadtplatze, wo sich da» KreiSgericht befindet, untersagt wurde. Von Belang mag eS auch er-scheinen, daß die jüdischen Blatter i,re Berichte zu-I gunsten Schalk« färben, mitunter gar der Wahrheit ein Bein stellen; selbst die liberale „Grazer Tage«-post" kann e« sich nicht versagen, gegen Wolf Stimmung zu machen, indem sie sich von einer an-geblichen Siegesseier der Anhänger Wols« und zwar au« Anlaß der Ablehnung der Bewei«anträge im Falle Seid! berichten läßt. Die Stimmung der Bevölkerung und der Ohrenzeugen im Prozesse ist voll und ganz für Wolf. Au« der Abreist von 100 Studenten von Witn nach Brüx dtsorglt man von Seite der Behörde persönliche Anschläge gegen die schönerianischen Abgeordneten. Vor dem Ge-richt«Gebäude kam e« zu lärmenden Kundgebungen. Nummer 97 daß die Laidacher Schriftsachverständigen sich in einer sür die Hofpartei äußerst nützlichen Weise ge-irr» haben! Ich stütze mich dabei nicht allein aus die Gleichheit der Schrist. nicht allein aus den Charakter der Frau v. Szimic. der bisher noch niemand Grund gegeben hat, ihr eine Fälschung zuzutrauen, ja selbst nicht aus den Stil de« Bliese«, der so völlig den Charakter de« Schreiber« wieder-gibt, so zw-isello« den Verfasser der anderen, un-zweifelhaft authentischen Briefe verrät, daß der größte Psychologe nicht Menschenkenner genug sein könnte, um ihn anzufertigen. Ich stütze mich vielmehr auf da« verzweifelte Bestreben der Hospartei und de« ihr unterwürfigen Untersuchungsrichter«, da» Original zu erlangen und eine Fälschung«-ErNärung von Frau v. Szimic zu erpressen. Da« Original einer Fälschung ist nicht wichtig und da« Geständniß einer Fälschern belanglos. Aber die Angst der Schuldigen hat ihre Klug-heit unterdrück«. Nur vernichten, um jeden Preis vernichten — und sei der Preis selbst die Ehre der österreichischen Justiz! DaS Verlangen de« mit-schuldigen U»lersuchung«richler« Trauner. den Brief vom Gericbi« vernichten zu lassen, diese« beispiel-los«, unerhört« V«rlangen, da« einen ganzen Ge-richlShos sür willig zur Teilnahme an einem Ver-brechen erklärt, e« ist ein feierliche«, unwiderleg-liche« Zeugni« sür^ seine EchtheU! Ich bi« zu Ende, obwohl noch Viele«, kaum weniger Erschreckende« zu berichten wäre. Aber ich warte einstweilen, welche Antwort mir werden wird. DaS Unglaublichste an Tücke, Gewalttat und Habgier der Hoskreise ist hier enthüll« worden, wir haben gesehen, wie sich die Justiz zur dienstwilligen Magd verbrecherischer Schranzen erniedrigte. Mit Brutalität wird man mich nicht einschüchtern können; ich bin kein Offizier, Iwie der Rittmeister v. Szimic. den man nach 39jähriger Dienstzeit zwang«weise pensionierte, um sich dafür zu rächen, daß sich feine Frau nicht demütig bestehlen und berauben ließ. ...... Auch die Stimmt der Wahrheit, d«t hitr laut ertönte, wird man nicht ersticken können. Ich ver. bürge mich dasür. daß sie zu Tausendtn und Abtr-! tausendtn dringen wird. Eine Ableugnung wird noch weniger nützen al« Schweigen. Allgemeiner Hohn würde sie töten. E« gibt nur zwei Arten der Antwort. Die eine besteht darin, daß man da« beleidigte und geschändete Recht wieder ausrichtet, die Schul-digen der Sirase zuführt und, wo die« nicht an-geh«, wenigsten« eine moralische Strafe eintreten läßt. Die andere besteh« in einer Anklage gegen mich. Ich bin rech« begierig, ob man zu versuchen wagen wird, mich der Verleumdung zu beschuldigen. Wenn die Herren vom Hose m>« mir den GerichtSsaal betreten wollen, so wird e« mir ein Vergnügen sein. Ich warte. Aber man lasse mich nicht lange warten und vergesse nicht, daß jeder Tag. an dem diese unge-heuere Affaire unwiderlegt und ungesühnt bleibt, Oesterreich mit Schmach bedeckt. „Die Sache ist endgiltig erledigt." fagte der Vorsitzende im Laibacher Prozesse. E« war nur ein frommer Wunsch, der unerfüllt bleiben wird. Die Sache beginn« erst. Al« sich der Abgeordnete Jro vor dem Gericht«, gebäude zeigte, verhöhn«» ihn die Menge. Viele nesen ihm zu: „Ehrenwort-Jro!" Dann fielen die Rufe: .Wir werden e« Euch schon bei den Wähle« zeigen! Wenn nur der Schönerer hergekommen wäre!" Al« Abgeordneter K. H. Wols da« S-. rich««gebäude verließ, begrüßte ihn die Menge «it stürmischen Heilrusen. Auch gegen den Abgeordnete» Siein kam e« zu Kundgebungen. Die Leute riefen ihm zu: „Der hat sein- Au«sagen für heute au», wendig gelernt!" Eine Stimme schrie: .Die Leute sollen nur wieder um Mandate kommen. Da«» werden wir sie jage«!" Pas Kgerlaud eutwickekt sich zurück. 3" der Stadtgemeinde Fleissen. die bisher dem Abg. Schönerer unbedingt ergeben war, haben bei de» etzten GemeinderatSwahlen die Liberalen gesiegt, lnter den Unterlegenen befindet sich auch der bit-herige Bürgermeister Braun, einer der Wonsührer der Schönerianer. Wec die Erbitterung der Eger-ander, vorzüglich der Falkcnauer, gegen Schönerer kennt, weiß, daß Fleissen nur da» Glied einer angen Kette von Wahlniederlagen der Schönerianer »ilden wird. So sehr wir daS haßerfüllte, tückisch« kesseltreiben der Schönerianer gegen Wolf verur-teilen, ebenso müssen wir e» beklagen, daß der »ereil« abgetan gewähnte Liberalismus wiederum >aS Haupt erheben und sich als lachender Dritter gtberdtn soll. ä Fom »«garische« Hloöns. Der deutscht Schriftleiter Krisch hat sich gleich seinem Kollege» Korn nach Berlin geflachte«. Die Anklage gegen den sächsischen Abgeordnelen Korodi mußte salle» gelassen werd?!,, dagegen macht man dem sächsische» Pros. Lasse! den Prozeß. Nicht minder wie die Deulschen werden die Rumänen verfolgt. 6« wurden in jüngster Z-it der Schriftleiter Pacnia» , zu achl Monaten EtaatSgefüngnis und 1987 K Prozeßkosten und der Schriftlriler Lazar zu vier Monaie» StaatSgefängniS und 600 K Geldstrase verurteilt. Da« ist die Nation, die so ergreife»» von Bedrückung zu deklamieren verstanden hat. Hinzug der Hbllruktiou in Deutschland. Stürmische Szenen haben sich bei der Zolliaris- : vebalte im deutschen Reichstage ereigne«. Währe»» ! der Rede Singer«, welcher der Mehrhei« den Ver-sassung«sruch vorwars, kam e« zu Tumulten. T«r Eozialdtmokra« Ulrich nannlt dit Mtdrhei« .Spitz-bubtn, Gassenräuber. Strolche" -c. Ulbrich würd« dreimal zur Ordnung g«rus,n. Dir Mehrheit schri«: „Herau« mit dem Kerl! Herau«schm»ißrn ist da« b«st«!' Di« SoziUdemokralie brauch«« Stu m. er« künstelte di« Empörung, und darum wickle ihn Obstruktion anwidernd. Di« Sozialdtmokrati« alt Anwalt de« industriellen Großkapital«, kann e« ei« größere Parodie gebrn? Eine KrKlirung der Arbeiter Krupp. Die Arbeiter Krupp« haben an di« Leitung der Fm» Friedrich Krupp ein Schreiben gerichtet, worin et heißt: .Al« Freund hat er sich un« j«d«rzeit g-geben, und al« Freund wird er in unseren Herz« sortleben. Et ist un« auch »in ti»s»»psundme« Se» dürsni«, bei dieser Gelegenheit unsere Entrüst»»« über die verabscheuung«würdige Verleumdung de« Verstorbenen durch die sozialdemokratische Peche zum Ausdrucke zu bringen. Keinerlei Angriffe ans seine Ehr« konn««n imstand« sei«, das Verira»» auf die Reinheit seine« Charakier« in un« zu er. schüttern. Makello« steh« sein verklärte« Bild jetzt und sür immer vor unserem geistigtn Auge." -Der .Lorwärt«" ergreist du durchsichtige AuSrete mit den geptn Krupp trhobtntn Btschuldigunga nur eintn gewissen Unsittlichkei««paragraphtn de« dtutschtn Strafgesetze« angegriffen zu haben. Wie rrttärl sich dann die Entrüstung dt« Blatte» gegen-über den gleichen Angriffen auf den jüdische. Protzen und Sozialdtmokra«en Singer? Nieder etwas Beschämendes aus »er Schweiz. Für die Feier ver hundertjährigen Uaa». hängigkei« de« kanion« Waad« sollte zur Aisführung eines Festfpiele« ein« rtich«d«uisch« Mafl. fapeUe btigezogtn werdtn. Daraufhin beschloß »a ! Musikverband de» Kamon« Waad«, seine ' kung b»i der Festseier abzulehnen, fall« eine deutsch« Musikkapelle mitwirkte. Dafür gehört die Schweij noch immer dem lateinischen Mü»ji>«k-tragt au. Venezuela. Von wtlchtm Dunktl d,t kleine, Slaaitn Mitltl- und Südamerika« gebläht fiiii. geht nicht nur au« dem seinerzeitigen Verheile, der Negerrepublik Holn gegen den de»tsche» Gesandten. sondern auch au« dem Verhalten de« Kreole»-staute« Venezuela gegenüber deutschen Forder-age, deutlich hervor. Nicht nur, daß die deutschen un» englischen Eisrubahnuntrrnehmtr gezwungen wurde,. Regierung«tran«portr zum Selbstkostenpreis« « Nummer 97 übernehmt", rerweigtrt Präsident Castro nun auch die Bezahlung der aus Millionen ausgelaufenen Schuld. Nordamerika ist aber nicht gewillt, der-artigen Drückebergern durch die Monroe Doktrin den Rücken zu decken. Deutschland und England verleihen ihren Forderungen durch Entsendung von Kriegsschiffen den gewünschten Rachdruck. Prä-siden« Castro soll auch bereit» die Zahlung zuge-sichert haben. Äus Stadt und Land. Hine Mahuuug zur Weihnachtszeit. Die WeihnaHiSzeit, welche nun allmälig heranrückt, veranlaßt Manche bereit«, die und da Einkäufe zu «achen. Bei diesem Anlasse möchten irir der Be-völkerung wieder jene Mahnung zurufen, welche wir Deutsche leider nicht „unverblümt" in unseren Bläitern ansprechen dürfen, ohne dem Rotstifte des Et^atSanwalteS zu veifallen, welche aber die Win-dischen überall und unxesährdet in den Spruch zu-sammenfassen: ,Svoj k svojim!*—und auch demgemäß handeln. Wir wünschen und hoffen ober, daß unS di« Bevölkerung auch so voll verstehen wird, wenn wir ihr nahelegen: „Deutsche, gedenket auch anläßlich der Weihnacht»ei»käufe, daß Ihr Deutsch« seid!* und „Deutsche, kaufet bei Deut-scheu!" Und da möchten wir besonder« di« Mahnung auS prechen. vor allem unsere heimische Geschäfts-well und unsere heimischen Handwerker zu berück-sichtigen, welche ja reich« und genügende Auswahl bieten und die selbst «in Interesse "aran haben müssen, sich durch zufriedenstellende Bedienung die Suntschast dauernd zu erhalt«,,. HedcnKet der frierenden ?ögek! Bei der jetzt eingetretenen wint«rlich«n Kälte s«i düfe Bitt« allen warmherzigen Menschen nahegelegt. Alle Meisen, die Drosseln. Goldammern. Zeisige, Kleider, auch häusig d.e zurückeebliedenen Rotkehlchen de» suchen d>« Fulterplä^«: in vielen Städten beherrschen die Amseln dieselden, welche immer zahlreicher sich zu wirklichen Standvögeln ausbilden, wo immer große Garien und Anlagen die Siädie zier n. In den wohlig durchgewärmten Zimmern ober br-ginnen die al« Stubengenvssen gehaltenen Schwarz-blSttchßt in vielen Fällen, ihn um den Lohn seiner Arbeit zu bringen. Also : B«zahlt ror dem Beginn de» WeihnachtSpeschäst«« die Handwerkerrechnungen! Z>ie Keuernng. In der letzten Folge unsere» Klatte» regten wir unter dieser Ausschrist die Grün-düng eine« in den Dienst de« Gemeinwohles ge-ftelllm Eier-Großhandel» an. Bon diesem Plan soll«n wir durch da» nachstehende Schreiben «ine» Jaierefsrmen abgebracht w«rd«n, ohne daß dasselbe I««iig überzeugend wirken könnte. Danlbar sollte jedoch der darin gemacht« Vorschlag der Versorgung Cilli« mit den billigen Ausschuß-Euro, von denen unten noch die Rkde sein wird, aufgegriffen werdtn. Da» Schreiben lautet im Auszug«: „Es ist ohn« »eitere« zuzustben, daß vor etwa 19 Jahren d«r Preis der Ei«r gegen heut« «in unverhältnismäßig dillt^erer war, un« sind sogar Gegenden bekannt, «o di« Leute froh war«n, für kie Eier überha> pt etwas bekommen zu hab«n. Seiidem aber di« Au»« s»l>r von Eiern eine ungeahnte Ausdehnung genom-«en Hai, verschlechterte sich die Möglichkeit, stetig zu billigen Preisen Eier zu erhalten, und den er» höhlen Gewinn ouS diesem neu«n Vtrhällniff« zog der Landwirt. E« wird wohl keinen Volkswirt-sihasier g«b«n, drr nicht d«n großen Bort il diese» LuSfuhrzweige» sür die landwirtschasitreibende Be-»ölkerunq anerkennen würd«, und was hiesür an W«cem Geld« in» Land kommt, bitte ich, sich ein- Wacht- mal zu vergegenwärtigen und zur Grundlag« die statistischen Ausweis« deS HandelS-Ministerium« zu nehmen. E» ist allerding« richtig, daß dadurch sich nicht» an der Sachlage ändert, daß die ein-heimischen Verbraucher zu hohen Preisen Eier kaufen müssen, e« ist ihnen aber die Möglichkeit geboten, sich solche auch zu billigeren Prei-s«n zu verschaffe,'. Ihr Vorschlag, einen Groß-Handel in Eiern in« Leben zu ruien, der von der Stvdtgemeinde Cilli abhängig wä>e. ist undurch-sührbar und wenn, so bekommen die Cillier ivre Eier nicht um einen H-ller billiger al» heute. Ich möchte Ihnen aber eine > anderen Vorschlag machen, dessen Einführung in Cilli bis heute wohl nur an der Gewobnbeit der betreffenden HandelSkreise scheittrt«. Nicht nur in Cilli wurde der Mangel, richtiger gesagt die hohen Preise der Ei r empiun-den. Wa« tat man aber? Man lies einfach die aussortierten großen Eier, sür di« daS Ausland «inen hohen Preis bezahlte, in« Ausland gthen und kl-ufte die übrig gebliebenen, dasuich. daß d»e großen einen höheren VerkaufSorei» erzielt n, billiger ge-wordenen sogenannten AuSschußeier. D«r Be-griff „Ausschuß* sagt ab«r in diesem Falle nicht, daß vielleicht die Eier an Güie minderwertiger ge-worden wären, sondern unter diesem Namen werden Eier verstanden, die im Auslande wegen ihrer Kleinveit oder ihrer schmutzigen Schal« wegen nicht gekauft werd-n und daher im Inland« zu billig«» Pr«ifen abg«s,tzl w«rden milssen. Ich verweise nur darauf, daß olle Ei«rgroßhä".dl«r die aussortierten Eier in großen Mengen nach Graz. Wien und Ofenpest zum Verkauf« send«n. Die letzter«» zw«i Orte sind die Haupimärki« sür Eier im Reiche, verbrauch«» ab?r auch so ziemlich den größten T«il d«r Ausschußwar«. In d«n kl«in«ren Provinzortkn werden zum überwiegenden Teile nur Ausschußeier verkauft und nur selten sind die Ka fleure, in Som-mersrische» und Bätern, bi« noch Verwendung <ür die teueren, aussortierten großen Eier haben. E« würde sich wohl auch in Cilli einbürgern lass n. daß dort Kaufleute, die mit Ei.rn handeln, sich wenigsten» vorher die billige Au« chußwar« kommen li«ß>n, um so dem verbrauchenden kleinen Mann« «in« Erleichterung in der Ausgabe sür die not-w«ndia«n Eier zu verschaffrn. Selbstverständlich ist e« hiebet im Vo-teilt :«« Kausmanne« gelegen, einige. Zeit mit einem nur kleinen Nutzen vorlieb zu nehmen, der sich aber auf da« beftimmtist« in nicht zu ferner Zeit durch die große v«rkaufte Menge zu einem ansehnlichen gestalten dürste. Schwerer Anglücksfall. Der voroorgestrige Tag Hai eine Arketi«r«frau zur Wilw« und drei unmmttig« Kinder zu Wais«n gemacht. Der 52» jährige Strai «nbau-Arbeiter Joses S ch ri b e r war mit d«r Abarol ung «ine« Lösche-Haufen« beschäftigt, al» die noch heiß? Zink' ülten-Lösch« plötzlich abstürzte und Schrider, der sich zu weit vorgewagt und den Berg zu fehr untergraben hatte, u»«er sich begrub. Trotz der sofort in Angriff genommenen Reltung«arleiien kam d,e Hil'e zu spät. Wohl konnte der Verunglückte noch atmend geborgen werden, doch waren seine Verletzungen derartige, daß er ihnen im städtischen Krankenhause, wohin er gebracht worden war, erlag. Klatteis. Da« Glattei« hat schon seine ersten Opfer gefordert. Diesmal war e« «in Schulmädchen, da« auf dem Wege nach Gaberje so unglücklich zu Falte kam, dnß «» sich den Fuv brach. Südmark Aokkstücherei. Am l. März 1901 wurde die hiesige Südmark'Vvlksbücherei, welche die W rte der besten n»d beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfasst, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Kasse) untergebracht. Die AuSl«ih-stund« ist vorläufig aus jtdrn Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehn«? hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede» entlehnte Buch «inen Bktrag von 2 Hellern zu b«zahl«n. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« auSfühiliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von i Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j«d«m Deutschen benützt werden. Infolge de» großen Zudrangt» wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag» zwischen 1 und 2 Uhr rine Au«leihstunde abgehalten. Andrimarkt and MarKtdicSItahl. Der gestrige Andrämarkt war bei günstig» Witterung sehr stark btsuchi und e» entstand an vtrschiedenen Stellen arge» Gedränge. Die» würd« von einer außergewöhnlich findige» Diebin, welche jedensall» nur zu diesem Zwecke nach Cilli gekommen war. in ausgiebigem Maße zur Ausübung ihres ver» brecherischen Gewerbe« i «nützt, welchem glücklicherweise durch die Ausmeiksamkeit der städtischen SicherheitSwache bald ein Endt gemacht wurdt. in-dtm der Wachmann Butschar die Diebin auf Hand» haster Tat erwischte, al» sie gerade den Inhalt eine» von ihr gestohlenen Geldtäschchen» überprüfte. <£ette 3 ES wurden im Ganz«» 8 Diebstählt mit einer Ge-sammtschadtnSziffer von ungefähr 97 Aron»n Bar« gtld und zwei Goldringen zur Anzeige gebracht. Bei der Diebin wurden 55 Kronen 30 Heller vor-gefunden, bezüglich welcher sie angiebt, sie habe die bei ihr vorgefundenen Geldtäschchen p»f»nden, da» übrige Geld sei ihr Eigentum. Di« Diebin heißt Maria P l e v c a k, ist 22 Jahre oft. ledig, Näherin von Beruf und angeblich nach Rohitsch zustän-dig. Dieselbe wurde dem hiesigen KreiSgerichte eingeliefert. Tlumorvrüderwesen. Unserm Kollegin von der .vowovina', H«rrn Antoi Fabian, ist seit Kurz«m der Titel eine« Helden v«rli«hen worden — alltrding« mit Nachsicht der Tapferkeit. Go'pod Fabian v«r pün« nämlich vor einig«« Tagen da» unabwei» ich« Bedü-fniS. Heldentaten zu "«rrichtkn und dazu fucht« «r sich ol» den Ort der Handlung — «ine steine kaffeeschenk« auS. nachdem er sich wahrscheinlich durch «inen gehörigen Tropfen Helden-milch genügend befeuert und auf die Höhe der Lage gebracht hatt«. Er und feine Zechgenossen stimmten denn auch alSl?ald, wie c» sich Helden, die sich im vorgeschrittenen Stadium der Begeisterung befinden, geziemt, einen wilden K'MpibardituS an, in dem viel von„Kurasche* die Rede war. Der Kaffeehaus-inhaber, dem die Herautforderung *n mit der Z«it zu bunt wurden, und dem es offenbar an dem nötigen Verständnis für di» gesangliche Begebung de« Herrn Fibi^n mangelte, ersuchte die edlen Sänger, die Tür« von — außen zuzumachen. Der also Hinau«gelehnle scheint diese zarten Winke falsch ausgefaßt zu hab.n und kam mit einer Beharr-lichkrit, die einer besser n Sache würdig gewesen wäre, immer wieder in« Kaffee zurück, bi« sich schließlich ein Wachmann seiner erbarmt« und den Schauplatz seiner Taien in di« Villa zu? vergitterten Aussicht oerlegte, wo sei ir lauten Prottstrus« ungehört ver» hallt«". S-ith-^ schnaubt der Held Rache nn Cilli. I>ie Vermieter von Sommerwohnungen finden in dem Jahrbuche des Landesverbandes für Fremdenverkehr vollkommen unentgeltliche Ankündi-gungsgelegenheit^ Jedoch müssen die Anzeigen der vermietbaren Sommerwohnungen bis längstens 10. Dezember in der Berbandskanzlei, Graz, Albrecht-gaffe Nr. 1, 1. Stock einlausen. Selbstverständlich können auch Grazer Familien, die den Sommer über ihre Wohnungen oder Teile derselben an Fremde vermieten wollen, ihre Anzeigen unentgeltlich ins Jahrbuch geben. Nur wer auch ein Bild seiner ver-mietbaren Villa abgedruckt sehen will, hat die Selbst-kosten deS nach der eingeschickten Photographie herze-stellten Klischee's zu bezahlen, die sich je nach Größe auf sechs bis zehn Kronen belaufen. Avgave von Zöaldpffanzen. Für Zwecke der Forstkultur gelangt au« dem ärarischen Forstqarten in C'lli eine Million verschiedener Arten von ?!ad> l-hol-pflanzen zu nachstehenden Preisen zur Abgabe und zwar tosten; 1000 Stück 3 jä^r. Fichten (ver-schult) 5 Kronen, 1000 Stück 3'jähr. Fichten 4 Kronen. 1000 Stück 2-jädr. Lärchen 4 Kronen. 1000 Siück 2-jähr. Weißkiefern 3 Kronen, 1000 Stück 2-jähr. Schwarzkiefern 3 Kronen. Anmel-düngen zum Bezüge obiger Waldpflanzen werden bei der k. k. BezirkSsorstinspekiion in Cilli und zwar für die FrüSjahrSkultur bi« längsten« 31. Jänner, für die Herbftkultur bi« längsten« 15. Septemb«r jeden Jahres entgegen genommen. An unbemittelte Besitzer werden die Waldpflanzen unentgeltlich, d. h. nur gegen Vergütung der Au«h«bungS-, Emballage» und TranSporisp-fen abgegeben. Auf den ftempel» freien Gesuchen ist bei mittellosen Besitzern deren Mittellosigkeit ausdrücklich gemeindeämtlich zu be» stä»g«n. Di« Zahl und Art der gewünschten Pflan-zen. sowie die Adresse de« Biristtllkr« (Post- und Bahnstalion), unter d«r die Pflanzensendung erfol» gen soll, müssen genau angegeben werden. Schonzeit des Wildes »nd der Walsertiere. Im Monat Dezember sind in der Schonzeit: Haar» wild: Gem«wild vom 15. Dezember an; Federwild : Auer- und Birkhähne, sowie Auer« und Birk-hinnen; Wassert««: Bachforellen. Lach« und Flußkrebse. Autorisirnngsprnfnag für Aerstchernngs-techniker. E« wird hiemit bekannt geg "en, daß die im Ministerium d«« Jnnrrn bestrllie Prüfung«-kommission di« Prüfung von Bewerbern, welche die Ermächtigung al« VersicherunoSiechniker anstreben, Anfang» Dezember 1902 vornehmen wird. Bewerber um Zulassung zur Ablegung der Prü» fung in diesem Termine haben ihre gehörig p-stem» pelte» und belegten Gesuche bi» längsten» 25. November 1902 beim k. k. Ministerium de» Innern einzureichen. Di« G«such« sind g«maß § 3 der ang«zog«nkn Verordnung zu belegen 1. mit c>em Heimatscheine oder einem sonstigen Nachwkis« der österreichischen Staatsbürgerschaft, 2. mit dem Nachweise der Eigenberkchiigung (Tauf» und G«» Seite 4 „jpe«*rjfcr Sü**»fc ?!ummer 97 burisschein, eventuell Großjährigkeit«>Erklärung), 3. mit einem von der OrtSpolizeibehörde ausgestellten Sittenzeugnisfe, 4. mit dem Zeugnisse üder die Vollendung einer Mittelschule, 5. mit dem Nach» weise, daß der ZulassunflSwerber an einer Hoch» schule Vorlesungen über höhere Mathematik gehört hat. 6. mit Zeugnissen von Versicherungsanstalten oder öffentlichen Aemtern oder mit einer sonstigen glaubwürdige» Bestätigung über den Umstand, daß der Bewerber sich selbstständig, in einem öffentlichen Amte over im Dienst« einer Versicherungsanstalt mit der Ausführung versicherung«technischer Arbeiten beschäftigt hat. sowie über die Dauer dieser Be-fchäfiigung. Die Bestimmung der Prüsung«tage für die emzelnen zur Prüfung zugelassenen Bewer-der innerhalb te« oben festgesetzten Termine» ersolgt durch den Vorsitzenden der Prüfungskommission. Aahr- und VießmärKte in Iluttrstetermark. Am 9. Dezember: 3t. Egydi. Bez. Marburg. I.; Frieda», Schweinemarkt; Dobova, Bez. Rann, I. — Am 10. Dezember: Pettau, Pferde-. Rindvieh» und Borstenviehmarkt; Sladeldors, Bez. Drachen-bürg, Borstenviehmarkt. — Am 11. December: Rann, Bez. i ettau, Schweinemarkt. — Am 13. De-zemder: Sachsenseld. Bez. Cilli, I. u.V.; Gairach, Bez. Tüffer, I. u. V.; Studenitz, Bez. Windisch-Feistritz; St. Peter bei Königsberg, Bez. Drachen-bürg, I. u. V.; Rann, Schweinemarkt. — Am 16. Dezember: Luttenberg. I. u. V.; Friedau, Schweinemarkt. - Am 17. Dezember: Pettau, Psero»« Rindvieh- und Borstenviehmarkt; Stadel» dorf. Bez. Drachenburg, Borstenviehmarkt. — Am 18. Dezember: Rann, Bez. Pettau. Schweinemarkt. — Am 20. Dezember: Rann, I. u. Schweine-markt. — Am 22. Dezember: Tüffer, I. u. V. — Am 23. Dezember: Friedau. Schweinemarkt. Iseiertage i« Jahre 1903. Da« nächste Jahr weist eine hohe Zahl von Feiertagen auf, da nur »in einziger, Allerheiligen, diesmal auf einen Sonn-tag fällt. Infolgedessen haben wir auch im Juni außer vier Sonnlagen noch ssins Feiertage zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Feiertage im Jahr« 1903 beträat nicht weniger al« 17, darunter be-finden sich sech« sogenannte Dop^elseiertage. ^krsendungsöcdingungen ßei Paketen »ach Pnkland. In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, daß Pakete nach Rußland wegen ungenügen-der Verpackung ode»' nicht ordnungsmäßiger AuS-fertigung der Zollinhaltserklärungen von den russi» schen GrenzauSwechSlungsämtern zurückgewiesen wer-den. ES wird daher in Erinnerung gebracht, daß Pakete nach Rußland in der Regel in festen Holz-kästen, Leinwand, WachSleinwand oder Leder verpackt sein müssen und die Verpackung in Umhüllun-gen von Pappe oder starkem Papier nur bei Sen-düngen zulässig ist, die das Gewicht von zwei Kilo-gramm nicht überschreiten und nach Eisenbahnstationen oder in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn gelegenen Orten adrressiert sind. Die Pakete nach Rußland müssen mit einer zur Sicherung des Inhaltes ausreichenden Zahl von Siegeln in harten Wachs verschlossen oder verbleit sein. In den Zollinhaltserklärungen müssen das Rohgewicht der Sendung und daS Reingewicht jeder Warengattung, sowie der Gesamtwert des In-halteS und der Wert jedes einzelnen Gegenstandes in der Währung deS Aufgabe land >S und in russischer Währung (1 Rubel - 2 K 54 h) angegeben sein. Die k. k. Postämter sind beauftragt, Pakete nach Rußland und die zugehörigen Zollerklärungen, wenn die vorgeschriebenen Bedingungen nicht erfüllt sind, von der Annahme zurückzuweisen. IatVs unter Metterkalender. Rudolf Falb» neuer Wetterkalender für va» erste Halbjahr 1903 stellt folgende Prognosen: Der Januar ist zuerst trocken, bringt dann Niederschläge und schließlich Schneefälle; der Februar ist trocken, sast ohne Schneesälle; der März bringt ausgebreitete Schnee» fälle, di« in d«n letzten Tagen einer ungewöhnlich hohen Temv«raiur weichen; der April ist rednerisch; der Mai dringt fovikl Niederschläge, daß Hoch-waffergefahr zu erwarten ist; der Juni ist ansang» trocken, bringt ab/r namentlich in Oesterreich zahl-reiche Gewitter. Nachher treten bedeutende Ge-witter im Süden ein, während auf den Höhen Schnee fällt. Da» letzte Junivierttl ist regnerisch. Kritisch« Tag« «rster Ordnung sind der 13. Januar, der 12. Februar und der 29. März (mit Sonnen-finsterm»), der 12. April (mit Mond'«finsterni«), der 26. Mai, der 25. Juni. Zur Martinique» Katastrophe betont Falb, daß seine Beobachtungen, daß groß» vulkanische Eruptionen und Erdbeben-Katastrophen häufig mit Finsternissen der Sonne und de» Monde« zusammenfallen, sich auch hier al» zutreffend erwiesen hätten. Postanweisungen. Infolge von Beschwerden kam der Postoberbehörde zur Kennini», daß in Fällen, wenn Postanweisungen wegen Vorschrift»« widriger Autfertigung nicht honoriert werden kön-nen und zur Behebung de» Mangel» an da» Aus» gabeamt rückgeleitet werden müssen, dem Adressaten keine Mitteilung von dem Inhalte der am Abschnitt der Anweisungen enthaltenen schriftlichen 3!onz ge» , macht wird. In Willsahrung einer au» Handels- ' krtiftn herstammende i Eingabe wurde nunmehr Veranlassung getroffen, daß in den bezeichneten Fällen außer »in»r schristlichen Verständigung über den Eingang der Anweisung dem Adressaten auch noch »ine wortgetreue Abschrift der allenfalls am Abschnitt dir Anweisung befindlichen Notiz vom Ankunftspostamte übergeben werde. Aorschriften über das ?öllerschießen. Eine neue Vorschrift über da« Pöllerschießen bestimmt, daß in Hinkunft gegossene Pöller von der Verwendung »»«geschlossen sind. Wie bi»» der müssen die Pöller mit dem vorschriftsmäßigen Meisterzeichen versehen, Mittel» DoppellaSung ge-höcig erprobt und so beschaffen sein, daß man sie ohne Gesahr laden und abfeuern kann. AammermnsikaSend. Der am Montag statt» gefunden« Kammermusikabead vrrmag «in«n wunder» baren Erfolg zu überblicken, den sich vorzüglich da» Fräulein Friedericke Spill er al» Verdienst zuzuschreiben ha«. Wir bringen «in»n ausführlichen Bericht in nächster Folge. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. Dezember vormittag» 10 Uhr findet in der eoan-gelifchen Kirche in Cilli. Gartenaasfe, öffentlicher evangelisch,! Gottesdienst statt. Am Montag, den 8. Dezember nachmittag« halb 4 Uhr wird wieder ein evangelischer Gottesdienst in Lichtenwald in Smreker« Saal abgehalten werden, wozu jeder» mann sreien Zutritt hat. Aereinsnachrichten. (D e u t s ch v ö l k i s ch e r Gehilfenverband.) Sonnabend, den 6. d., hält der Verband um 8 Uhr abends in feinem Vereinsheim im Gasthose „zum Engel" seine Mo-natSversammUng ab. Hi«b«i ist jeder deutsche Arbeiter und Freund der deutschen Arbeiter-sache herzlich willkommen. — (K a s i n o v e r e i n.) Der für den 6. d. M. anberaumte Familienabend kann leider nicht stattfinden, da für diesen Tag die Musik bereits anderweitig vergeben ist. Derselbe mnß in diesem Monate überhaupt entfallen, nachdem sich ein passender Tag schwer ausfindig machen ließ. — (Keieranen-Verein. Am 30. November d. I. fand über Anregung de« Reich»bunde« im Verein«heime »Hotel Post" eine Vollversammlung statt, der auch der Vertrauensmann de» Reich»-bundeS, Herr M und Wilvmeister durch scharfen Ton und strrnge Miene die Dorf^ewohnir »inschüchiern. Wenig zukriede» waren wir mi, Herrn Lercheuseld al« Ada«. Dieser übermütig lustig«, H«it«r« Vogelhändler mich ja (eben auf der Bühne, muß di« übrigen «ii-reißen, dieser Bauernbursche, der brreii« «in Slück-chen Welt gesehen, ist aufgeweckt, witzig, und da« muß ja au« feinem Spiel und iu s>i»er Miene zu sehen sein. Ohne jede« innere Empfinde« oder Hineinleben ist eine gediegen« Darstellung dieser Rolle undenkbar und schaut kläglich au»; auch gesanglich war er die»mal weniger gut disponiert. Der Graf Stani«lau« de« Herrn R o ch e 11 war recht gut, stimmlich schien er un« «t vo« heiser. Lobend müffen wir auch die beiden Herren Bach mail» und Walzer erwähnen, daß sie nicht in den s» häufig gemachten Fehler der Uebertreibung bei der Darstellung der beiden Profefforen verfielen. D«r Chor war gut; beim Orchester verhütete da« geiste«-gegenwärtige Eingreifen de« Herrn Kapellmeister« S t a p « eine kleine Entgleisung. Warum die Szene zwischen Wep« und Stani«lau« im ersten Akt ge-strichen wurde, ist un« unbegreiflich. Gerügt muß bei einigen Schauspielern daS Zuviel der eigene» Zutaten werden, »t. — Unsere Toni. Dieser treffliche Wiener Schwank hatte aus unserer Bübae den vollen Lachersolg sür sich. Die trolligen Ver« wechSlungen deS Stücke« ließen einem au« de» Lachen nicht herau«kommen. E« bleibt »iu» be» bäuerliche Erscheinung, daß unser Theaterpublik»» mit seinem Geschmack einzig an den Operetten j» kleben scheint, denn der Besuch ließ diesmal alle« zu wünschen übrig. Den Darstellern gebührt u»-eingeschränkte« Lob. Besonder« Herr Reißaer bot al« Lämmchen eine so drollige Figur, wie sie dem Verfasser nicht besser vorgeschwebt habe» konnte. Wollten wir die«mal den Verdiensten aller Austretenden gerecht wkrden, so müßten wir ei»« fach die Besetzung»« sämtlicher Rollen abschreibe», wovon wir un« zu dispensieren baten. Wozu der Aezirksansschnß ßiM Held hat. Für die Unterstützung de« windischen Student«-heimeS hat drr B»zirk«au«schuß Cilli den Jahre«« beitrag für 1902 mit 2000 Kronen geleistet. Wärmestnbe-Speude» Wir richten an unsm Mitbürger den kurzen Ausrus, den milotätigen sin», wie im vorjährigen Winter so auch Heuer, durch Spenden für die Wärmestube zu betäligen. Ver Afrikareisende H:rr W e st m a r k hält, wie wir bereit« angekündigt haben, nächsten Sa»t-tag im Gartensalon de« Herrn Terscheck ein» ebenso belehrenden wie unterhaltenden Vortrag ai ?ettau. (VertrauenSkun dgebuaz für Bürgermeister Ornig.) Am 26. N» vember hielt der Gemeinderat der Stadt Pettau rät außerordentlich« vertraulich« Sitzung ab, di« da Bürgermeister-Stellvertreter Franz Kaiser auf Wuifo des Bürgermeisters Josef Ornig einberufen ha«. Dieser wollte nämlich vom Gemcinderate infolge da Anwürfe, die der von ihm deshalb gerichtlich belanztr pensionierte Postoffizial Friedrich v. Kalchberg in d» Schreiben an die Leitung der Deutschen Volkspar»! gegen ihn erhoben hatte, bis zur Austragung da Angelegenheit einen Urlaub erbitten. Der Gemei»d» rat faßte jedoch in Abwesenheit des Bürgermeister« einstimmig folgenden Beschluß: „Der Gemeinda« gibt über die neuerlich gegen Bürgermeister Z«f«f Ornig erhobenen Anwürfe seiner tiefsten Entrüfwq Ausdruck, spricht ihm daS vollste Vertrauen aus, a> teilt den erbetenenen Urlaub nicht und richtet an d» Herrn Bürgermeister die Bitte, so wie bisher zu» Segen der Stadtgemeinde weiter zu wirken und ii seinem Amte zu verbleiben." Hrazer Zlaturheilverein. In der sehr M besuchien Mona>Sver>ammlung de« Gcazer Nati» hiiloereine», welche kürzlich in der vegetarisch» Epeisewirtschaft im Thoneihof stattfand, fprach Heu Dr. Laab über „Notwendigkeit und Wert der Tu« gnose vom Standpunkte de« Naturheiloerfahre»!' und entwickelte solgenden Gedankengang: JeSa denkende Arzt, ob Homöopath. Allopath oder Na»» arzt, bemüht sich, wenn er an da« Knnkeatat her intritt, vor allem die Krankheit al« solche z» erkennen. E« kann daher den Naiurarzt der Bor-wurf, daß er die Diagnose sür unnötig und wen-lo« erachte, durchau« nicht treffen, wenigsten« mchl StUinmet 97 in höherem Maß- oll jeden anderen Arzt. Ein« andere Frage ist e« aber, ob e«. dem praktischen Arzte, zumal dem vielgesuchten, viel beschäftigten, namentlich wenn der bedenkliche Zustand de« Kranken ein rasche« Eingreifen erfordert, überhaupt auch gelingt, sofort eine verläßliche Diagnose zu stellen. Nur selten wird die« der Fall sein. Ost und oft ist der Arzt auf da« von der Medizinheil« künde gelehrte, sogenannte exspekiive Heilverfahren angewiesen. Die sogenannte exakte Diagnose, welche selbstverständlich an Exaktheil den tatsächlich exakten Wissenschaften, wieB. Mathematik. Physik u. f. w., in keiner Weise ebenbürtig ist. mit ihrer gründlichen, weitau«dolenden Anamnese und dem groß'n Aufgebot von Hils«kräften und Hilf«apparat«n ist so recht da« eigentliche Gebiet de« theoretischen For-scher«. Nun führt Dr. Laab weiter au«, di« Möglichkeit einer exakten Diagnose zugegeben und vorausgesetzt, die Diagnose sei für erfolgreiche Kcankenbehandlung durchau« notwendig, ergeben sich folgende Scklüsse: I. Der beste Diagnostiker müßte der beste Aczt sein, mt anderen Worten, die beste Diagnose müßte die erfolgreichste Behandlung gewährleisten, und umgekehrt müßte ein günstiger Heilerfolg ein« richtige Diagnose voraussetzen; 2. Wäre nur bei zweisello« feststehender Diagnose eine Behandlung überhaupt möglich und zulässig, während im entgegengesetzten Falle, also bei un-sicherer Diag os«, «in« Behandlung einfach UN-möglich wär«; 3. Müßt« man bei solcher Diagnose die Behandlung unter allen Umständen al« un-richtig, daher al« nachteilig bezeichnen, so daß der Arzt, der eine falsche Diagnose pellt, den Kranken durch leine B Handlung in Leben«gesahr versetzen würde. Eine weitere Schlußfolgerung würde unter obigen VarauSsetzungen dahin führen, daß bei Aen» derung der Diagnose eine sofortige Aenderung der Behandlung Platz greisen müßt«. Dr. Laab wider-legt di« ang«sührt«n Punkte durch zahlreiche, der Erfahrung entnommene Beispiele und weist unter anderem darauf hin, daß nicht selten hervorragende Diagnostiker ein geringe« Glück und Geschick in der Krankenb-Handlung bekunden; ebenso, daß in un» gezählten Fällen falscher Diagnose richtig und er-solgreich behandelt wird und umgekehrt. AnZerseit« zeigen die leuchtenden Beispiele der .Kurpfuscher' Prußnitz, Schroch, Hahn, Rausse, Spohr, Thüre-Brandt, Kneipp. Rickli u. a., welche großartigen Heilerfolge ohne klinische Diagnose erzielt worden smd. Somit gelangt Dr. Laab zur Schlußsrage: Wem wird man bei Festhalten dieser Tatsachen gewissere und günstigere Heilerfolge zusprechen müssen, dem Mediziner, der ohne sichere Diagnose mit Arzneien und heroischen Mit eln. beziehung«-weise Verordnungen in den Krankhei««oerlauf «in-greift, oder dem Naturarzi, welcher Wdiglich die Raiurhei!kraft durch Anwendung der dem natürlichen Heilschatze entnommenen Heilsaktoren, daß ist Licht, Luft. Wasser, richtige Ernährung, Massage u. s. w. zu heben und die natürlichen Heilung«-Prozesse zu fördern bestrebt ist. also im Villen Sinne nach dem Grundsatze handelt »natura sanat, wo» dicus curnt* ? Der Bortragende fühlt sich aus Grund der von ihm durchgeführten Beweise zu dem Schluss« berechtigt, daß die mehr au« theoretischen, al« au« praktischen Gründen gestellte Diagnose durchau« nicht di« eoaäitio Zwo qua von für di« erfolgreiche Tätigkeit de« ausübenden Arzte« bildet, und daß die Gegner der Naturheilkunde die prak-tische Bedeuiung der Diagnose dem Publikum in einem falschen Lichte zeigen. Schwurgericht. /tindesmord. Vorsitzender L.-G.-R. Perko, Ankläger SlaatSanwaltfubstitut Dr. Hotfchevar, Veriei-diger Dr. August Schurbi. Die 21jährige Jo« sefa Juricko, zuletz! Dienstmagd bei Herrn Wal« land. Bäckermeister in St. Peter i. S., ist beschuldigt, bei der Geburt ihres unehelichen Kinde« gegen da«-selbe, in der Absicht e« zu töten, durch Abip-rruag der Luftwege so gehandelt zu haben, daß darau« dessen Tod erfolgt ist und dadurch da« Verbrechen nach den §§ 134 und 139 St.»Ä. begangen zu haben. Die Angeklagte leugnet die TömngSadsich« und entschuldigt die Unterlassung de« bei der Ge« bitrt notwendigen Beistande« mit dem Umstance, daß sie sich vor den im Hause wohnenden Mann«-lernen geniert habe, gibt aber zu, weder besinnung«-lo« noch ohnmächtig geworden zu sein. Die Dienst« geberin Anllej bestätigt, daß die Angeklagte sür da« Kind in keiner Weise gesorgt habe und daß sie ihr freiwillig einige Wäsche zur Verfügung ge« stellt habe. Die Elisabeth Skraber giebt an, daß sie da« neugeborene Kind in Fetzen bi« über den Kops eingewickelt im Bette zu Füßen der Wöchne« «Deatschr Wicht» ein liegen gesehen habe. Die Geschworenen ver- | neinen die Frage auf absichtliche Tötung und be-jähen di« Frage der Unterlassung de« bei der Ge-burt nötigen Beistände« mit einer Mehrheit von 8 Stimmen, wonach die Angeklagte zu einer fchwe« r«n K«rkerstras« in d«r Dauer von 3 Jahren, ver« schärft mit einer Faste und hartem Lager an jedem 15. Oktober, verurteilt wurde. Arandstistnng. Vor unserem Schwurgerichte spielte sich ver-gangene Woche unter dem Vorsitze de« L.-G.-R. Herrn K a tz i a n t s ch i t s ch ein Prozeß wegen Brandstiftung ab, an dem die Bevölkerung de« Oberburger Bezirke« da« weilgedendste Interesse nahm, weil diese durch eine Reihe von Brandstif-tungen. und zwar nicht weniger al« ach», in stän-diger Furcht und Aufregung erhalten worden war. Der Täterschaft schien da« Ehepaar Perechlin samt dem Sohne Hermann Perechlin dringend verdächtig. Die Verhandlung förderte auch Tat-fachen zu Tage, die e« menschlich begreiflich hätten erscheinen lassen, daß die F^mil-e Perechlin, um Vergeltung sür die erlittene Unbill zu n-hinen. zu Brandstiftern geworden wäre. Auch liegt e« dem Gedankengange eine« aus die Straße geworfenen, brotlosen Menschen ziemlich nahe, sich der Nahrung«-und Unterkunft«sorgen durch eine verbrecherische Tat zu entledigen. Dahin brachte e« aber die er-barmungSlofe Hetze, die gegen Perechlin seilen« seiner F.inde eingeleitet wurde. Perechlin hatte sich nämlich durch seine antiklerikale Gesinnung und sein Auftreten gegen den m Rietz in« Leben ge« rusenen Konsumverein in hohem Grade da« Uebel« wollen de« Pfarramt?« zugezogei, Eine von Hau« zu Hau« gehend: Agitation brachte ihn um seinen Erwerb und seine Wohnung, Niemand wollte dem Vervehmten mehr Unterkunft bieten. Alle drei Be-klagten leugnen jede Schuld mit aller Entschieden« heit. Veit Perechlin verantwortet sich in ruhiger und sachlicher Weis«, er habe sich allerding« in letzter Zeit in bedrängten Verhältnissen befunden, allein er habe mit seinen Mubürgern in steter Freundschaft und gutem Einvernehmen gelebt, sei seinen Bürgerpflichten jederzeit nachgekommen und habe sogar eine leitende Stelle bei der Feuerwehr innegehabt. Er habe sich große Feindschaft allein dadurch zugezogen, daß er sich auf die Seite der Gegner de« Konsumvereines gestellt habe. Der Ge-schäft«führer Zorko, der zur Verbüßung einer Arrest-strafe in Cilli weil«, der Bürgermeist r Stieg-litz und der OrtSpsarrer Ulinik bezeichneten ihn al« Sozialdemokraien, ja e« ging so weit, daß man ihn obdachlo« machte und nirgend« mehr in Q >ar-litt nehmen wollte. Al« dann im Orte in rascher Aufeinanderfolge acht Brände «»«brachen, hätte man in geschickter Weise den Verdacht aus ihn zu lenken verstanden, und namentlich Zorko und die Geistlichk.it hätten diesen Verdacht nach Möglichkeit genährt, um sich seiner auf bequeme Weise zu ent« ledigen. E« fei ihm jedoch nie in den Sinn ge-kommen, seine Gegnerschaft gegen den Konsumver-ein durch Brandstiftungen zu betäti en. — Einen wenig» günstigen Eindruck macht jedoch der sech« zehn Jahre alte Hermann Perechlin, der abwechselnd weint und lacht und vom Borsitz nden diesbezüglich wiederholt zurechtgewiesen werden muß. Da« Be-wei«oersahren, bei dem ungesähr 8t) Zeugen ver-nommen werden, fördert nur fpärliche Anhalt«punkte für die Anklage zu Tage. Bezüglich der ein« zelnen Brände können die Zeugen nicht« Positive« anführen, sie sagen nur übereinstimmend au«, daß der allgemeine Verdacht gegen die Perech« lin« gewendet wurde. Nur bei dem Brande Stampfl ergaben sich mehrere AnhaltSpunkte. fo durch eine Kornähre auf dem Hute und Fich-tennadeln auf den Kleidern de« Hermann Perechlin. Ebenso lenkt sich bezüglch eine« vorgefundenen Drohbriefe« .Dragi neprijatolji — Teuere Feinde* der Berdach« aus ihn. Die Sachverständigen im Schriftfach, die Herren Gorjup und KreSnik, erklären die Schrift al« höchst wahrscheinlich von ihm herrührend, während sie die Grazer Sachver-ständigen mit aller Bestimmtheit al« die feine be« zeichnen. Der al« Zeuge einvernommene Pfarrer U l c n i k bezeichnet Veit P e r e ch l i n al« den Täter und gibt al» Gründe über Befragen an. daß Perechlin »in Liberal.?, ein Gegner der Geistlich-leit, und Unruhestifter sei. Er hätte sogar feinem Sohne gesagt, die Beichte und andere kirchliche Gebräuche hätten keinen Wert. Ein solcher Mensch sei natürlich zu allem sähig. (Bewegung unter den Zuhörern.) Nach Begründung der Anklage durch den StaatSanwalt Herrn Dr. Bayer und mehr-stündiger Verteidigung«rede wurden den Ge-schworenen 28 Schuldfragen vorgelegt. Der Ob« > mann der Geschworenen, Herr Doboviset, Seite 5 Gastwirt in St. Georgen a. d. Südbahn, ver« kündete sodann den Wahrspruch, wonach die Schuld» frage hinsichtlich der Brandlegung einstimmig verneint wurde, jedoch wurde wiederum die Einzel-Schuldfrage wegen de« Brande« bei Stampfl und die Zusatzsrage, ob dadurch ein erheblicher Schaden entstanden ist, mit acht Stimmen bejaht. Die Schuldfrage wegen gefährlicher Drohung, Dieb« stahl und Uebertretuiig de« Waffenpatentes wurde ebenfall« mit acht Stimmen bejaht. Bezüglich der Theresia Perechlin wurden alle Fragen verneint. Diefer Wahrspruch der Geschworenen veranlaßte den Gerichtshof zu der seltenen Erkenntnis, von der Anwendung dc« § 332 St.-P.-O. Gebrauch zu machen, wonach die Emsch »dunq über die Schuldfragen bezüglich der Brandlegung einem an-deren Schwurg«richt« überwi«s«n wurden, da der Gerichtshof von der Ansicht ausgegangen ist, daß sich die Geschworenen in der Beantwortung der Fragen im Irrtume befunden haben. Der Gerichts-Hof verurt ilte daher auch nur den Hermann P-rechlin wegen Verbrechens der gefährlichen Drohung und DiedstahlS zu einer schweren Kerk r-strafe in der Dauer von acht Monaten und den Veit Perechlin wegen Uebertretung des Waffen-patente« zu 24 stündigem Arreste. Theresia Perech-lin wurde von jeder Schuld und Strafe frei er-kannt, Veit Perechlin jedoch in Haft behalten. Aetrng. Die unt r dem Vorsitze de« L.-G.-R Perko gegen den Gemeindesekretär von Schönstein Franz P « v e c, sowie Josef P a p t J und Franz Ger-m a d n i k durchgeführte Sch vurgerichtSoerhandlung wegen de« Verbrechen« de« Betrüge«, welche Anklage durch den Staat«anwalt Herrn Dr. Bayer vertreten war, führte zu einem Freispruche. Die Angeklagten waren der T«stament«fäljchung, beziehungsweise de« betrügerischen Einverständnisses mit Anderen im Zage der Verlaßabhandlung nach dem am 8. Zum 1900 in Rockoal, Collorado (Amerika) verstorbenen Florian Germadnik be-schuldigt gewesen. Totschlag. Der 28 jährige BergarbeiterPcimuS Debelat stand vergangene Woch- vor dem hiesigen Schwur-geeichte unier der Anklage deS Verbrechen« des Meuchelmordes und der öffentlichen Gewalttätigkeit. Die Anklage führte aus : Primus Debelak habe a« 1. November 1902 Abend« in Trifail-Loke Nr. 173 1. den Franz Zupankic tückischer Weise überfallen und gegen denselben in der Absicht, ihn zu töten, durch Schläge mit schwerem scharfen Werkzeuge derart gehandelt, daß darau« dessen Tod an Ver-blutung erfolgte — 2. bald darauf dem Ludwig Marin in der Absicht, ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, die Worte zugerufen: „tri ärite od mene, te born prec z nozem, boa kar mrtev kakor on* — somit Jemanden unmittelbar mit Mord bedroht. Die Geschworenen erkannten auf Totschlag, wonach Debelak zur Strafe de« Kerker« in der Dauer von sieben Jahren mit Verschärfungen verurteilt wurde. verstorbene im Monate November 1902: Han« Paradie«, 2 Monate alt, Privatensohn, Darmkatarrh. Anton Kupljen, 60 Z a., k. k. Notar, Gehirn« lähmung. Theresia Winkler, 70 I. a., Hausbesitzerin, Herz« lähmung. An» allgemeinen Krankenhanse: Matthias Tagar, 63 I. a., Maurer, Zertrümme« rung be« Schädel«. Franz Cainer, 75 Z. a.. Keuschler, Gehirnschlagfluß. Anton Kristan, 63 I. a.. Ort«armer, Bösartige Neubildung. Josef Schnider, 18 I. a.. Müllergehilse, Typhus. Georg Kovak, 78 I. a., Zawohner, Lungenent-zündung. Anton öepelnik, 69 I. a., Schneidermeister, Lungen-tuberkulöse. Gertraud Koöir, 66 I. a., Wäscherin, Alters-schwäche. Deutscher Schutverein. In der Sitzung deS engeren Ausschusses vom 26. November 1902 wurden den Gemeinden Soosch und Neretin. dem Vereine .Flugrad" in Leoben, der Direkiion der Flachsspinnerei in Wi-s-nberg für gewährte Beiträge und Senden; ferner der Ortsgruppe Stcyr für die Veranstaltung und den Reinertrag aus zwei Theatervorstellungen und de« VolkSfest-AuSjchuß in Marienbad für die Beteilung armer Kinder an 29 Schulen in Böhmen au« de« Reinertrage de« heutißen Feste«, der geziemende Dank abgestattet. Untnstützungen wurdin bewilligt: den Schulen in Tubenetz, Prohrub, Billaun. Ko-marow, Niedir-Emau«, Königreich II.Teil, König-reich III. Teil, Altbuch-Doberney, Höfrn, Pdil pp«-berg, Schulst' ld für arme Kinder; den Schulen in Altbuch-Deberuey, Nieder-Emau«, Ober-Tubenetz, Prodrub, Schönborn, Oberwöhl. Buchen, Molle», Dietling, Rammet schlag, Neudek, Wenkerschlag. Ried weit. Klnn-Radeinle«, Mullaschlag, Blauen» schlag, Fieberichlag. Böhmisch-Ben-schlag und Heinrichschlag mit Lebrmiiteln; der Schule in Pohorsch ein Beilrag zur Anschaffung von Leh: Mitteln; Er-Haltung«beitrage erhielten die Schu'e» Baizdort und Ober Kurzwald, die Kindergärten in Schur,. Joses-stadt. Dubinetz. Michalkowitz und Polnisch Ostrau; für die Unterstützung armer Schüler an der Bürger-schule in Gowllsch wurde ein Betrog angewiesen, der Schulbücher« in JosrfStlzal Chlumetz ein Betrag zur Anschaffung von JugendschrifUn, der deutschen Gesellschaft i» Altbrünn Bücher auS dem Borrat bewilligt. Ang-leg nheiten der Schula»>stallen in Schwane» berg. Masern, L pnik, Böl^mifch-Triebau und Jablonttz wurden be-aien und der Erledigung zugeführt. Der Resereni für Niederösterr.ich berich» let über tie Besuche in Habertdorf bei Kamp und Krem« ui>d die g machien Wahrnehmungen. Eingesendet. Aei den hohen Steischpreisen ist cs für die fparsame Hausfrau eine besonders dankenswerte Auf« gäbe, auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Dies erreicht sie in hervorragendem Matze durch Verwendung der altbewährten Maggi-Würze. Diese ist einzig in ihrer Art. Wenige Tropfen — man nehme nie zuviel — beim Anrichten zugefügt, machen schwache Suppen, Saucen und Gemüse im Geschmack überraschend gut und krästig. — Auch die Wohltat einer guten Trinkbouillon müßte bei der jetzigen Fleischnot mancher entbehren, hätten wir nicht Maggis Bouillonkapseln, die durch einfaches Ueber-gießen mit kochendem Wasser sosort eine ausgezeich-nete Bouillon ergeben. Mögen unsere verehrlichen Leserinnen hieraus rechten Nutzen ziehen. Briefkasten der Schristleitung. Hrazer Aaturheilverein. Ja; doch müssen Sie gewärtigen, daß auch ihr Widerpart das Wort erhält. ?ater Alvan. Sie senden unS eine Ihrer Schulvereinsred n, die zur Erwiderung heraus-fordern soll, weil sie darin die evangelischen Christen al« rel'giöse Aufrührer, Christu«leu»uer und riefen-freche Heuchler beschimpfen. Wir nehmen Abstand von einer Erwiderung, weil wir der Absicht sind, daß »an gegen die Mistgabel nicht mit dem Degen ankämpfen soll. K. Ob die Be»onwarenfc.brik Pickel in windtichln Händen ist, e» fahren Sie weit blsser von unserer Marburger Kollepin. Die Anlündi» gungen in der „Südstenifcheu' möchten die Firma wohl al« windych stempeln. W. Hl. In nächster Blattsolge. Heil! ?Sa!l>aII Die bekannte Weise von Tschai-kowSiy. Wie ist die zweite Ausnahme geglücki? vermischtes. Schlecht« vernrteilt. Das Urteil gegen den im Prager Adelsmacher Prozeß Angeklagten, den ge-wefenen Bezirkshauptmann v. Cchlechta, wurde dieser Tage gefällt. Schlecht« wurde wegen Betrugs zu fünf Monaten einfachen Kerkers, verschärft mit einem Fasttage im Monate, verurteilt. Aaron WallSnrg. Wie ungarische Blätter melden, hat nun Baron Ernst W a l l b u r g ein« neue Stelle bekommen. Er wurde Oberkellner im Kafö KiSsalndy in Raab. Am Hisenvahnzng erfr-ren. AuS Kafchau, 21 November wird gemeldet: In dem von Miskolcz nach Kaschau fahrenden Zuge wurde nachts ein etwa vierzehnjähriges Mädchen erfroren in einem Wagen 3. Klasse aufgesunden. Das Kind war dürftig ge-Neidet. Die Identität konnte bisher nicht festgestellt werden. Informationen für die Kerren Einbrecher. Der Amerikaner sucht, wie man weiß, das Wort .Time is money' nach Möglichkeit in die Praxis umzusetzen, und er sieht sich daher in seinen Geschäftsräumen nicht gerne von Leuten belästigt, die ihn um die Zeit bringen. In manchem New-Yorker Geschäfts-Bureau findet man daber allerlei Schilder angebracht, die dem Besucher in mehr oder weniger zarter Weise zu verstehen geben, daß ein längerer Witfpn»hn». ausser in Geschäften, unerwünscht sei. Am häusigsten bemerkt man das Schild: «Heute bin ich sehr beschäftigt" („This is ray busy day"). Zur !lbwehr von Lemen, die ein Darlehen wollen, leuch-ten einem häufig die Worte entgegen: Simpson leiht Geld dar, wir nicht Simpson ist der amerikanische „Sammelname" sür Pfandleiher. Derjenige, der gerne Bargeld für einen Check hätte, sieht sich häufig dem Plakat gegenüber: „Checks werden von Banken in bar umgesetzt, hier nicht." DaS Originellste dieser Geschäslichilder ist aber daS folgende. daS man in manchen Bureaux am Geldschrank findet: «Information für Einbrecher. In diesem Geldschrank und nur Papiere, die sür Sie ohne Wert find. Bitte daher das „Safe* nicht zu beschädigen. Wir depo-nieren jeden Tag unsere Tageseinnahme auf der Bank indessen finden Sie in der obersten Schublade im Tisch am Schalter etwas Kleingeld, wie auch Briefmarken l" Hin Htezept für Hhetcnte zitiert die .Straß» burger Post" auS dem „Evangelisch-Protestantischen Kirchcnboten": „Karl Hase, der große Jenenser Theologe, erzählt in dem von seinem Sohne heraus-gegebenen Buche: „Annalen meines Lebens' aus der Zeit seines jungen Ehestandes: .Unser heimliches Glück damals, als von außen unS alleS begünstigte, ist doch nicht ohne kleine Stürme gewesen; wir waren beide von zarter Haut bei aller Gutherzigkeit heftig und von heftigen Wünschen; aber wir hatten unter uns ausgemacht, wenn das eine sagte: „Tu' mir'S zu Gefallen!" fo müsse das andere eS womöglich tun; wenn aber: „Tu mir'S zu liebe!" dann unbe-dingt; und diefeS ist unter uns nie gebrochen, aber auch nie gemißbraucht worden." Die größte Kaserne der Welt dürfte wohl Warschau auszuweisen haben. Der Riesenbau enthält Räumlichkeiten, in denen 38.000 Soldaten, d. h. beinahe zwei russische Armeekorps aufgenommen wer-den können. Eine nicht minder große Kaserne be« findet sich zu Aldershot (England). Sie nimmt einen Flächenraum von 1900 Hektar ein. Der infolge des Krimkrieges 1856 erfolgte Bau, dessen sämtliche Teile in letzter Zeir in Stein umgebaut wurden, kostete 32 Millionen Franken. 20.000 Mann nebst 5000 Chargierten, die in besonderen Räumen unter-gebracht werden können, haben in der Riesenkaserne bequem Platz. Anch ein Warterlreim. Dr. Hufnagel ver-öffentlicht im „Alpenheim" folgenden in der Gegend von Ausfee gefundenen Marterlreim: „Bruckla ganga, Bruckla brocha, Eini g''alla Und dasoffa." Keiraten bei den Hassns Mökkern. Wenn bei diesen Stämmen eine Jungfrau sich mit einem Manne zu verheiraten wünscht — und das ist ihr gutes Recht — so erklettert sie. von ihren Verwandten unterstützt, nachts die Einfriedung der Hütte, in welcher der erkorene Jüngling wohnt; dort lauert sie auf der Schwelle, biS der Tag anbricht. Der Jüngling muß sie dann heiraten, mag er wollen oder'nicht. Schon baut man die Einfriedungen fo hoch wie möglich, aber eS nützt nichts. Je höher die Zäune werden, desto eifriger üben sich die Jung-frauen im Klettern. Hin? Aeberschkane. Ein trollige Geschichte er-eignete sich an der Fahrkartenausgabe der Eisenbahn St. Wendel im Regierungsbezirke Trier. Eine junge Frau aus dem Dorfe Urweiler, die in ihre zukünftige Heimat übersiedeln will, erscheint am Schalter, und es entspinnt sich zwischen ihr und dem Beamten fol-gendeS Zwiegespräch: „Ich hätt' gäre e Billjet vor hin und her!" — „Für wohin?- — „Ei vor hin und her!" — „Ja, Sie müssen mir doch sagen, wohin." — „Gell do, wie gescheit! Wammer uf de Hochzeitsreif' geht, da wolle fe all wisse, wo mer hinfährt. Das sahn ich Jhne nit. Ich will e Billet vor hin und her." — Der Beamte glaubt, die Frau wolle ihn soppen und wird grob. — Daraufhin sagte sie: „Dann genn Se mir e Billjet for hin und her noh Saarbrücke!" Das erhält sie denn auch und bezahlt 2 Mark 20 Pfennig dafür. Triumphierend verläßt sie den Schalter und fagt verschmitzt lächelnd zu den Umstehenden: .Ech hann en jo doch geuhzd, ech fahre jo nore nach Neun-kerche!" Nach Neunkirchen kostet die Rückfahrkarte von St. Wendel nur I Mark 50 Pfennig. Ivng-Kirol. Seit Jahren ist viel?« Wort der Kampsiuf all derer geworden, die an die Tra-ditionen eines Senn, Gilm und Pichler anknüpfend da» Schwert ihrer Geister in neue Kämpfe pegen die Dunkelmänner führen. N»n hat der „6ch?r'l^, der Mittelpunkt der künstlerisch freiheitlichen Be-wegung in Tirol, durch seine Nummer Jun« Tirol Glänzende« bewiesen, daß sich die Hoffnungen, die man feii Jahren allenthalben auf die Literatur te« jungen Tirol« gesetzt hat. in reichem Maße er- füllen. Mit schöner Pietät wird darin zuerst derer gedacht, deren Herz im Kampfe gegen die Fiarier-ni« brach. Ein künstlerisch voll-rdete« Voll-bild, vereinigt die drei Geistesheroen Ti o>«: $enn, Gilm und Pichler im Bilde. Der weitere Jndalt zeint ober, daß die Beiträge der jungen Tiroler dieser großen Patenischast nicht unwert siud. Ma« wird in manchem Gedichte den blitzenden Krystall de« Schönen finden, und hoher Schwunci. sowie zane Innigkeit stehen oft be nander. Auch in der Prosa, deren größter Teil der Bau rngeschichte gewidmet ist. findet sich diese Vereinigung von Starke« und Zarten. Schrifttum. Aildersaal deutscher Heschichte. Zwei Z-Hr» taufende deutschen Leben« in Bildern nach Originale« hervorragender Künstler. Mit erläuterndem Text. 403 Seiten. Großfol. Mit 483 Abbildungen und 48 Kunst^eilagen. Vollständig >.eb. in Prachtband. 24 Kronen. — Wenn .Der Bildersaal deutscher Ge-schichte" schon bei Erscheinen der ersten Lieferunze» in den deutschen Kreisen eine begeisterte Aufnahme land, so glauben wir dem mächtig ausgestatteten, echt natio-nalen Werke jetl, da der stattliche Band vollständig vorliegt, mit Recht einen glänzenden Siegeszug vorher, sagen zu können. Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir die Vergangenheit kennen, und dazu giebt un« der umfangreiche Band mit seiner Fülle von in» teressanten Bildern, verbunden mit einem glänzend ge-schrieben« Texte, reiche und bequeme Gelegenheit. Er leistet aber noch mehr: die vielen Szenen au» dem Leben unserer Altvordern, die glänzerde Rtihe berührn-ter Deutscher, welche auf allen Gebieten de» Kriege» wie de» Frieden» der Welt die Leuchte vorangetrage» haben, weckt und fördert die Liebe und den berechtig'«» Stolz auf unser Erelvolk und wirkt somit im beste» Sinne erzieherisch Die getreue Wiedergabe der be-rühmten historischen Gemälde macht ,in« mit dem reichen Kunsts»ah unsere» Volke« vertraut, erweilert unseren Blick, vercdelt unseren Sinn und macht ihn empsän,-licher für alle» Gute und Schöne. Gewiß wird der stattliche und vornehme Band mit in erster Reihe stehe», wenn e» sich darum handelt, für ein deutsche« Heim ein deutsches Buch zum Festgeschen! zu wählen. Die völkische Buchhandlung StäbelinäLauensteiii. Wien l.. Hoher Markt 5, die sich die Verbreitung be* Werke« besonder» angelegen sein läßt, liefert behuf« Einsichinahme auf Wunsch die erste Lieferung gerne post- und kostenfrei. Inhalt der „Wiener KranenIeitvng" lWiei. I, Wipplingerstrahe 13) Nr. 47: Ein Jahr vorwärt«. _ Allerlei Ansichten. — VereinSnachrichten. — An» der Frauenwelt. — Fragen und Antworten. Kom« spenden) der Redaktion. — Praktischer Ratgeber für moderne Frauenarbeiten, von Gabriela Stovka. Hygienische Briefe von Dr. H. K. — Eingesendet. — Für Haui und Küche. — Speisezettel für .Hau» und jtüche. — Speisezettel für ein bürgerliche« Hau«. — Wintermoden, von B. Nagel, — Literatur. — Mizellen. — Album der Poesie: Goldkäkerlein, von «da» M.ria Porten. — Schach-Zeitung, redigiert von Karl Schlechter. — Rät'el - Zeitung. — .E» ist eine alte Geschichte.....Novelle von Sollt? Braun. — Feuilleton: Wa» tun? von Magda Eschner; Kleim Theaterplaudereien, »on Benjamin Schier d. I. — Inserate. — Preis viertkljährig 2 Kronen. Eine reiche Mitgift ist für den vernünftigen Man» nicht so viel wert, wie eine sparsame Gattin, die da« geweinschaftliche Gut treu zuiammenhält und noch pr vermehren sucht. Wie viel Ersparnisse bat ,. B. sch» manche HauSsrau gemacht, indem sie sich ihre Wasche selbst herstellte. Und da» ist doch heutzutage selbst für die Ungeübte ein Leich:e», seitdem c» für diese Zwick ein Spezialblatt, die „Allnftrierte Wäsche-Zeitnng". Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35, iiibU Denn diese» reichhaltige, auf jeder Seite illustriern Monatsblatt für Mäsche gibt den Damen Gelegenheit, alle nur möglichen Gegenstände der intimeren Äe-kleidung mit Hilfe de« jeder Rummer beiliegende, Schnittmusterbogen» und der Extra-Handarbeitenbeil-ge sich selbst anzufertigen oder doch, wenn das nicht de-liebt wird, unter einer Menge von Vorlagen — die Iuli-Nummer zählt 145 Vorlagen -uf — eine AuS« wähl zu treffen und genane Anordnungen für die Ä„-fertigung zu gehen. Man sollte daher keine gegenstände mehr kaufen oder anfertigen lasten, ohne vorher Einblick in die „Illustrierte Wäsche - Zeimn,' genommen zu haben. 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Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass der Bergmann Franz Ferjancic, wohnhaft zu Holthausen Nr. DI f, Sobn der Eheleute: Bergmann Franz Ferjancic und Maria geb. Gnjezda, wohnhaft in Idria und die geschäftslose Frnnziska Vanpotie, wohnhaft zu Holtbausen Nr. ö 1 f, Tochter der Eheleute: Magazin arbeiter Johann Vaupotio und Maria geb. Amadey, wohnhaft in Trifail, die Ehe miteinander eingehen wollen. Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in der Oemeinde Holtbausen und durch eine in Trifail, Bezirk Cilli erscheinende Zeitung zu geschehen. Sodingen, am 26. November 1902. Der Standesbeamte. In Vertretung: Qra.ia.t0. 7766 bestehend ans 3 Zimmern, 1 Kabinet, 1 Küche uud Zngthör i*t gleich ra vermieten. Villa *ur schönen Aassicht. 7765 776'J Weifen Abri-ino •prachtvolles Schlafzimmer altdeutsch, bis 15. d. IM. zu verkaufen. Dekorationsdivan und ein Pianino können eventuell abgegeben werden. Giselastrasse 19, von n—12 rbr. 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Starke!, die Entstehung, das Wesen, den Nutzen und die Vorteile dieser Krankenkasse fiir alle selbständigen Gewerbetreibenden erörtern, alle allfälligen Anfragen bereitwilligst beantworten und schliesslich Beitrittsanmeldungen entgegennehmen. Im eigenen Interesse der Gewerbetreibenden ist ein zahlreicher E. Jemiu's altbewährt« aiiüiwanrw! y i ßrustzeltchen | H diätetisches Mittel gegen osten n. eiserkeit Zagelassen durch Statthaltereibesohl n»s 19. 4 02. Z. 75.066. Preis pro Pueket SO Heller. 7733 Zu haben in Cilli: Drogerie Franz Rischlawy. Besuch erwflnscht. Cilli, am 3. December 1902. Fiir den KaKftenvorstAnd der Obmann: Paul Sommer m. p., Schlosst raieister in Graz. 777» Für die GeaomenachafUTorsteher: Heinrich Leitermayer m. p., Genossenschafts-Sekretär in Cilli. VnMHeM „Celeia" Die empfiehlt sich zur Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten. Ausschreibung. Die MenageverwaltuDg des I./87. Feld-Bataillons schreibt die Lieferung des Fleisches für das I./87. Feld-Bataillon fiir die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1903 aus. Die gestempelten Offerte sind bis 10. December L. J.> 10 Uhr vormittags, versiegelt an die Menageverwaltung einzusenden. Später einlangende Offerte werden nicht berücksichtigt. Cilli, 3. Dezember 1902. 777» Die Kahlengewerkschaft 91 i( gibt hiemit bekannt, dass sie zur grösseren Bequemlichkeit der P. T. Kunden am Bismarckplatz Nr. 2 eine Y crSClllCISStöll© errichtete und sind sämtliche Bestellungen dorhin zu riebteu. Preise der Kohle nebst Znstellnng ins Hans bei Wagenladungen: ü&ST" Grobkohle K 1*72 und Stückkohle K 190 ~3NS in plombierten Säcken 4 50 kg K 1'—. Die Preise verstehen sich per 100 kg und netto Kassa, bis »uf Widerruf. ciiii, den 26. November 1902. 7753 Bergverwaltung Petschounig. Cilli. fcwauiflrttt und Verleger: Bereinebuchdruderei «eleja in Eilli. Verantwortlicher Schriftleiter Daniel Zeischka. Druck der Vereinsbuchdruckerei «keleja in Silli.