5chriftkeit«ng: Ä«tbbau«flafT» Str.» (^ranwcflsjc« »pi»ckl»»»e! Halt« («Hl Wntw Kt fa» ». tnn-laat) »-> 11-11 Ott Bern. ©•«•ffcijun Mlkl BMII »triMjtdrtfs. uwiilili Ei«. Mtaiin nlAI *ctltf**n«t. Maat M< («Mlma t'f* 9tn4mg I« billig? fclt-fttHltn •rtlfcm kl»«?»-». — en Bit»at»Un»ci (ml. la«[4|. •fe «Sattste S«4t" ttf*rt«l IM «»»»t»» mit SniutlUi mtril. V-ftfk«tc»llca>«4M> M&jwi. Hilli, Donnerstag, 2. Kevrnar 1899 Kerwattnng: RathhauSgasseRr. S (Rammet'( vq»,»-ed>iIjre,iiM »>« h»dcr«, Arrst»«» »,«. »«»II i» r». » int »dd«?tll»«i>. 24. Jahrgang. Am Ende des XIX. Jahrhunderts gestallet «an sich in Oesterreich noch Späße, die start an jene Zeit erinnern, während welcher dem Bürger, Bauern und Adeligen vorgeschrieben wurde, wie er sich zu kleiden habe und wie lange eine Hochzeitstafel dauern dürft und welche Gerichte »ad Getränk» bei derselben aufgetischt werden können — in Ansehung de« Stande«, dem die Belheiligten angehöiten. Ginge eS nach Wunsch jener Sippe, die heute au Stelle der Langbezopslen sitz», welche einst jene socialen Erlässe h>n.iuSga?en und die dann von zu Invaliden gewordenen, ausgediente« Soldaten und vor dem Duodez'Serenissimus in Ergebenheit er-streb,nden Streberseelen zur Durchführung gebracht wurden, e« könnt« uns StaaiSbürgern des XIX. Jahrhundert« bei aller Gleichheit vor dem Gesetze passieren, daß man u»S die entsprechenden Stoffe für Winter- und Sommeranzüge vorschreiben würde und eiwa eine seuchtsröhliche Unterhaltung für die »Bürgerlichen' schon um 1V Uhr abend« sperren läßt, während andere höher« Stände bi« zum frühen Morgen sich dem Dienste Gambrinu«' und BachuS' hingeben dürfen und ihre Reiterkunststücke auch über den Sarg eine« armen Teufels hinweg ausüben können. Die Reiterkunststücke darf man schon noch au«-üben — steht man gesellschaftlich hoch genug und zeigt man sich einem achttägigen Salonarreste gegen-»der nicht renitent, die anderen sorgenvollen, am Ende de« Miitelalter« so wellweise erlassenen Vorschriften «»ß man sich auf materiellem Gebiete leider ver-sagen. Desto besser glaubt man in Oesterreich auf geistigem Gebiete die Unterthanen noch auf dem LerordnungSwege staatSweise regieren zu können. Richt« ist heute den Männern am Regierung»-tische so unangenehm, als daS ZeitungSwesen und die sogenannte politische Agitation. Kaum hat ein ZUe Jallmntter. Von Juliu« von Stettenheim. Wer da« Wort Bollmutter auSspricht, denkl »ur. leider meist gegen bessere« Wissen, an den Ball al« an einen Cclavenmarkt, den eine Mutter mit ihrer lebendigen Ware bezieht, denk» an eine Llutier, welche ihre Tochter wie einen Ladenhüler um j.den Preis an den Mann bringe» und so rasch und so lucrativ wie nur möglich losschlagen «öchie. Bei dem Worte Ballmutier glaubt sich der junge Mann oder ältere Junggeselle, und sei er nicht im Enifernlesten begehrenSwerih, berechtigt sich i'on der Dame, die mit ihren Töchtern auf dem Vulle erscheint, in der gefährlichsten Weife bedroht und deshalb zu den strengsten Vorsichtsmaßregeln leviängt zu sehen. Solch' ein eingebildeter Herr in Schöpfung sieht in der BaUmutter nichl» al« eine schlaue und rücksichtslose Speculanlin, die ihn ia die Ehe »«schleppen und dann ohne Schonung avSplündern will. Da« Mädchen hält er für ein & Ausschusses zum Dechant Karasek, dem Vorgesetzten de« Newoda. und erhoben gegen diesen Beschwerde. Ader ber Dechant erwiberte, der Psarrer sei im Rechte, er könne machen, wa» er wolle, und die Beschwerde-sührer werde man wegen R-ligionSstörung zur Rechenschaft ziehen. (!) Und wirklich; der § 303 trat in Wirksamkeit. Die Vorstände wurden ai« Beschuldigt« oorgelade». Nicht der Psarrer, der in der Xirche eine unwürdige Parlament«parodie ausgeführt, der sich, um mit deut Gesetz« zu sprechen, .während einer öffentliche» ReligionSüdung auf eine zum Aergerni« sür and«re geeignete Weise unanständig betragen' Hai, soll da« Vergehen der Beleidigung einer gesetzlich anerkana-ten Kirche begaag«» haben, sondern jene, die da« AergtrniS empfunden und sich bemüht haben, ihm eine Grenze zu fetzen. Will man etwa die geschil-derle Abstimmung als ein« .Ausübung gott««» dienstlicher Verrichtungen' hinstellen und die dem Psarrer zutheil gewordenen Zurechtweisung alS eine während einer solchen Verrichtung begangene Be-leidtgung? Oder ist dies« Abstimmung vielleicht unter die „Gebräuche oder Einrichtungen' der ka-tholischen Kirche zu rechne», deren Herabwürdigung strafbar ist? ES mag allerdings ungebräuchlich sein, daß die Kirchenbesucher ihren Seelsorger i» ber Kirche auffordern, ben Aastand zu wahren, aber ganz abgesehen bavon, daß diese Mahnung diesmal nöthig war, um größeren Unfug zu ver-hüten, hat der Pfarrer selbst boch ben Gottesdienst durch fein Vorgehen abgebrochen und damit den geladene folle leine großen Ansprüche mitbringe», nicht irgend welchen Luxus erwarten. Der Ball ist zu Ende, die Arme ist erlöst, in einigen Tagen, vielleicht schon morgen, muß sie aber von 9 Uhr abends an wieder Ballmuiter sein. Denn e« ist heute wieder nicht« gewesen, da« hat sie so im Gefühl. Wenn rS nur bald etwa» wäre! Sie sehnt sich nach dem Ruhestande. Wen» ihre Töchter verheiratet fein werden, wie wird sie sich freuen, wie freut sie sich heute schon aus die Wollust, Einladungen zu e>n-m sogenannten Tanzvergnügen ablehnen zu können oder gar nicht zu erhalten! Ich hab« die Ballmutter gerne, den» ich weiß, waS si« zu ertragen hat und vor allem daß selbst da« Unangenehme in ihrem Wesen au« der Mutterliebe entspringt. Da« sollie niemand vergessen, daran sollen alle jungen Mädchen und alle jungen Männer denken, denen jemals eine Ballmutter im Wege gewesen sein jollte. Wie ma» bei dem Titel Schwiegermutter, der so oft vo» unverantwortlichen, gedanken» und herzlosen Spotte» leien verfolgt wird, niemals vergessen dürste, vaß eine Schwiegermutter eine Mutter ist. so auch bet dem Titel Ballmutter. Die jungen Mädchen aber mache ich speciell darauf aufmerksam, daß die Ball» mutter mit dem größten Respect zu behandeln ist, denn auch sie werden eine« Tage« — Ballmüu« werden. 1899 Anspruch au£ den au» seinem Amt entspringenden besonderen Schutz seiner Person verloren. Wenn der vorgesetzte Dechant da» Benehmen deS Pfarrers angemessen gefunden hat, wollen wir UN» darüber vicht aufregen, da wir un» nicht im mindesten be rmen sühlen. für die Erhaltung des kirchlichen Eifer» der Bewohner von Lipolz und Hoste» zu wirken. Aber wir sind gespannt, ob der SiaatS-aawalt wirtlich so weit gehen wird, die Anklage gegen Leute zu erheben, deren ganzes Verbrechen daran besteht, daß sie von der Würde ter Kirche eine höhere Meinung haben als ihr Pfarrer.' Eo die „Arbeiier-Zeiiung". Die unterzeichneten Abgeordneten stellen nun an die Herren Minister des Innern, der Justiz, de« Cultus und llnternchleS die Anfrage: »Sind den Herren Minister die in dem seinem vollen Wortlaute nach oben angeführten Aussatze der nicht aus deutschnationalem Stand-punkie stehenden, international gesinnten, social-demokraiischen „Arbeiter-Zeitung" mitgetheilten Thai jachen bekannt? Wa» gedenken die Herren Minister zu ver-anlassen, um diese AuSichreitungen sanatischen Deutschenhasses zu ahnden, welche an geweihter Etäitt, von einem katholischen Priester vor und an seinen gläubigen Pfarrkmdern, unter denen sich auch Schulknaben und Schulmäschen besän-den, IN unmittelbarem Zusammenhange mit einer gomöSienstlichen Handlung begangen wurden? Gedenkt namemlich der Herr Minister deS Jnneln die deutschen G> meindeinsassen in ihrem Rechte auf Achtung ihrer Muttersprache zu schützen und diese flagranten Verletzungen de« Rechte« auf Wahrung und Pflege ihrer Nationalität und Sprache (Artikel 19 de« StaatSgrunoge-jrtze« vom 21. December 1867) gebührend zu sühnen? Gedenkt der Herr Minister für CuluS und Unterricht jeinerscuS alles nöthige einzuteilen, um eine abermalige Eniheiligung der geweihten Siäiie durch den genanmen katholischen Pfarrer hti'ianzuhalten und namentlich die Schulkinder vor dem nationalen TerronSmu» ihres Lehrers und Seelenhirien sicher zu stellen? Will endlich der Herr Minister der Justiz «S verhindern, daß allen Begriffen von Recht und Billigkeit zum Hohn statt veS schuldigen Priester» die unschuldigen Vorstände der Ge-meinde de» Vergehens der Religionsstörung an» geklagt werden, die ja doch nur bemüht waren, ihr Recht auf Wahrung und Pflege ihrer Na» tionalität und Sprache auch in der Kirche zu w^hrta und bestrebt waren, eine Entweihung des geheiligten Ortes hinianzuhalien {* Wien, 20. Jänner 1899. Dr. Pommer, HerzmonSky. Forcher, Zimmer. Kai-fer, Seidel, Drexel, Wernisch, Dr. Hosmann, Ghon, Dr. Kinoermann, Dr. Wolffhardt, Hinterhuber, on, ob so oder so. Kommt aber eine Verstän-digung im Abgeordnetenhause gegen den Willen der deutschen Volk»kreise zuwege, so wird'» eine gründliche Täuschung geben sür alle jene, die da meinen, die politischen Schachtspielerkünste der Sieb-ziger- und Achizigerjahre verfingen auch am Ende der Neunziger-Jahre Der„Friede"mag dann im Parlamente herrschen, die Polen mögen sür ihr« Prioaiinieressen ihre nie abgeschlossen« Rechnung finden, da» deutsch« Volk wird dann aber den Kamps um seine heiligen volklichen Rechte außerparlamentarisch selbst in die Hand nehmen. Und dann? . Wie schreckenbleich wurde man in Wiener Hof-kreisen kurz vor dem Sturze Badeni»! Wie kurz wird dann die Herrschaft der Verrathwirthschast in Oesterreich sein, wenn man sieht, daß daS gutmüthige, friedliebende deutsche Volk o h n e P a r l a-m e n t a r i e r sein nationale» Erbe mit Mitteln vertheidigen wird, die nur einem Volte zur Ver-fügung stehen, da» den Großtheil der Intelligenz, und der Capitalkraft im Staate au»i»acht und den Kampf mit dem Bewußisein aufnimmt, daß jede Handbreite errungenen Siege» ihm Gewinn bringt. politische Aundschan. Im Abgeordnetenhaus« ist die deutsche Ob-struction rüstig an der Arbeit. Nach mehreren namentlichen Abstimmungen schritt der Präsident zum Schlüsse der DienStagsitzung. Da nahm Abg. Groß den DringlichkeitSanttag DaczinSky betreffend die Aufhebung des Art. 14 auf. Hiezu sprach unter Abstinenz der Deutschen Kramarsch, weiter» D a-czin » ry, der den Minister K a i z l von der richtigen Seite würdigte. Abg. Prade hielt eine großangelegte Rede über die Lage im Allgemeinen. Er wies darin nach, daß durch die Sprachen»«-Ordnungen keine Gleichberechtigung durchgeführt, sondern eine vollständige Tschechisirung de» Beam-tenstande» auch in rein deutschen Gegenden ange-bahn, werde. Er schloß mit den bedeu'ungSoollen Worten: „Die)«» System muß sich ausleben. Die Herren werden sich keine Scrupeln machen, ihre Macht auf Grund des § 14 noch einige Zeit zu erhalten. Die Herren werden durch seile, gefügige Richter aburtheilen lassen. Sie können vielleicht ein oder zwei Jahre dieses Syhem und die Herrschaft bei un» fortführen. Dann aber wird und muß e» zusammenkrachen diese» System, dieser Zustand, und erst dann wird für Oesterreich eine neue Zu-kunft erblühen und auf Grund gesetzlicher Bor-schriften Ordnung in politischer, wirthschaftlicher und sprachlicher Beziehung geschaffen werden und dann wird e» erst möglich sein, daß die deutschen und die slavischen Völker in Oesterreich mit ihrer un- geheuren^ Arbeitskraft diesen Staat wieder au» diesem Sumpfe herausheben und aus demselben einen modernen westeuropäischen Culturstaat machen. Weil wir es wollen, sprengen wir diese« Varla-ment, verhindern wir die parlamentarischen Ar-beiten, so lange der Feudaladel uns beherrscht. Wir fordern, und ich wiederhole, ich richte diese Aufforderung an die Krone, daß diese» System be-seittgt werde, daß diese Herren von der Regie« rungSbank entfernt und ihrer Herrschaft entkleidet werden. DaS allein ist nothwendig, und daS ist allein der Segen, da» Heil und die Zukunft Oester« reich» und oller seiner Völker'. (Lebhafter, lang anhaltender, sich immer wieder erneuernder, demon-strativer Beifall, Händeklatschen und .Heil'-Ruse links. Der Rebner wird vielfach beglückwünscht.) In der Abendsitzung wurde das vom Herrenhause rückoerwiesene SaatSdienergefetz in allen drei Lesungen durchberathen. Der Antrag Dr. Schlesinger'», wonach da» Gesetz mit rückwirkender Geltung vom I. Jänner in Kraft zu treten habe, wurde mit 150 Stimmen gegen 149 Stimmen, also mit einer Stimme Majorität angenommen. Da» Abstimmungsresultat wird von der Opposition mit lautem stürmischen Beifall begrüßt. Den Au»-schlag gaben die Italiener, welche geschlossen mit der Opposition stimmten. DaS Gesetz wurde hierauf auch in zweiter und dritter Lesung angenommen. Ks wird weiter ausgewiesen. Diesmal aber nicht au» Deutfchlond, sondern das heilige, von den Tschechen vielgeliebte Rußland hat. kalt und hart gegen die entgegenpochenden Herzen der Wenz,lS« söhne, 60 fremdländischen Capellmeiiter mit 1. Mai gekündigt. Daß darunier hauptsächlich nur Tichechen sind, ist klar. Mit Mai wird also bei unS der musikalische Markt mit Capellmeistern überschwemmt werden und in diesem Artikel große „Baisse" ein-treten. Fraglich ist, wie in dieser unangenehmen Geschichte die Tschechen sich herauswinden werben. Ja, wenn so waS im Deutschen Reiche geschehen wär,, so aber! An dem geliebten Knutenlande darf nicht gerüttelt werden! Werden die Jungtschechen auch interpellieren? Da müssen wir erst einmal die „Politik' fragen. Aufhebung des Jesuitengesetzes. Der Deutsche Reichstag hat den Antrag deS Centrum« auf Auf-Hebung de« Jesuitengesetze« in zweiter und dritter Lesung angenommen. E« ist nicht da» erstemal, daß der R,ich»tag den Ultramontanen zu Willen ist, wobei die „freiheitlichen" Socialdemokraten und die anticlericalen Freisinnigen den Schwarzen zu Hilfe eilen. Stet» aber halte der Bunde»rath, der die volk»verdummende Thätigkeit der Jesuiten eben besser zu würdigen weiß, den ReichStagSdeschluß abgelehnt. Ob er auch die»mal seinen Grundsätzen treu bleiben und die Landplage der Jesuiten, die ja trotz de» Gesetze» ihr Wesen im Reiche treiben, fern halten wird, ist wohl die Frage. Eine Rede de» Prinzen Ludwig von Baiern, die dieser vor einigen Tagen hielt und in der auch die Gleich-berechtigung der Katholiken mit den Protestanten im Reiche berührte, scheint dieSfall» einer Wendung in den Ansichten de» BundeSrathe» da» Wort zu reden. Ans Stadt und Land. ßiMer Hemeiuderath. Freitag den 3. d. M. um 5 Uhr nachmitiag« findet eine ordentliche, öffent» liche GemeindeauSfchuß-Sitzung statt mit folgender Tagesordnung: Mittheilung der Einläuft; Bericht der Bau-Section über einen AmiSbericht betr,ffend die Herstellung eines Kanales in der Garlengasse. Bericht der Finanz-Section über: 1. ein Gesuch de» StandgeldeinnehmerS Alfred Pungerfcheg um Be» willkung einer Remuneration; 2. eine Eingabe der städtischen SicherheitSwache um Anschaffung neuer Regenmäntel; 3. eine Gesuch de» Rudolf Jost um Bewilligung einer Unterstützung seiner Studien; 4. eine Einladung de» Vereine» „Gewerbeschule in Hohenstadt' um Beitritt als Mitglied und 5. die MonturSpauschalS-Abrechnung der städtischen Sicher-heitSwache für da» Jahr 1898. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Kuangetische Gemeinde. Sonntag den 5. Fe-bruar um 10 Uhr Vormittag findet in der hiesigen evangelischen Kirche Gottesdienst statt. ^ Leichenbegängnis Es war eine imposante Trauerkundgedung, die unser,,« dahingegangenen Mitbürger, Herrn Leopold Wambrechtfamer am SamSiage die letzten Ehren der Bevölkerung CilliS brachte. In ungewöhnlich großer Zahl waren die Vertreter de» Gemeinderathe» und der Bürgerschaft. sowie auch der Beamtenschaft bei der Trauer-feierlichkeit erschienen. Der Cillier Männergesang-verein, welcher mit der Fahne und einem herrlichen 4 Kranze a.iSrückt«, beiheiligte sich corporativ an dem Leichenbegängnisse und sang vor dem Trauerhaus« und am Grabe ergreisende Trauerchöre. Nach der Leichenfeier wurde betn Verewigten von den Mit» gliedern de» Cillier Männergesang - Bereine» ein solenner Trauersalamander gerieben. KiKier Wnkkverein. Die VereinSkapelle hat sich bereit» durch einige im Grazer Symphonie-Orchester (Kapelle Powolny) thätig gewesene Musiker ergänzt und ist die Anstellung noch weiterer liich» ng«r Kräfte im Zuge, so daß die Kapelle nicht nur für den Fasching, sondern auch sür den kommenden Sommer gerüstet sein wird. Mit welchen Schwie» rigkeiie» die Anwerbung tüchtiger Musiker verbunden ist, die» kann allerdings nur einem Eingeweihten bekannt sein, und ist daraus zu entnehmen, daß die Vereinsleitung schon seit Monaien in dieser Richtung umsasseno thätig war und dessenungeachtet erst jetzt das angestreote Ziel, die Vervollständigung der Kapelle durch tüchtige und «»probte Musiker, zu erreichen vermochte. Unbegründet »st daher eine an der gegenständlich«» Thätigkeit der Vereinsleitung geübte Kritik. Es wird vielmehr Sache aller jener sein, denen die Erhaltung «iner tüchtigen, vollbesetzten Musikkapelle am Hrrzen liegt — und dazu gehören all« musikalischen Kreise un. s«r«r Stadt —, auch ihr«rs«i>S d«n Verein in seinem Bestreben dadurch zu unterstützen, daß sie der Lei-tung bei Beschaffung von Nedenbeschästigungen und Privatanstellungen lür die n«uangeworben«n Mit» gli«d«r der Kapelle nach Möglichkeit an die Hand gehen mögen. Ans der Landes Hvst- vnd Weinbanschnte. Der LandeSauSschnß hat m semer letzten Sitzung Herrn Friedrich Zweifler, Fachlehrer an der preußischen Obst» und Weinbauschnle in Geisenheim am Rhein, an Stelle deS verstorbenen DirectorS Kalmann zum Director der Landes »Obst» und Weinbauschule in Marburg ernannt. Herr Zweifler ist ein gebürtiger RadkerSburger und wirkte durch fünfzehn Jahre an der erwähnten Anstalt, welche iu Deutschland alS die erste Fachschule dieser Art gilt. E» steht somit sicher zu erwarten, daß Herr Zweifler di« reichlichen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen, die er sich draußen im Reiche erwor-den, nun in seiner Heimat auf da» ausgiebigste verwerthen wird. An Stelle de» im vorigen Jahre verstorbenen Weinbaucommiffär» Herrn Johann Ballon wurde Herr Anton S t i e g l e r, Lehrer an der LandeS-Obst« und Weinbauschule in Mar-bürg, zum Landes-Weinbaucommiffär in Steiermark ernannt. Anneßmende Zsinsternis. Di« Finsternis, die treueste Freundin deS Pfaffenfreundes Dipauli und nebstbei auch HandelSministerS der „nichtungarischen" Königreiche und Länder wirft ihren Schatten nun auch schon in die dem Herrn Dipauli unterstellten Anstalten. Man braucht nur die Schalterhalle de» neuen PostgebäudeS in Eilli zu betreten und man ist in tiefe» Dunkel gehüllt. Drei große Eingang»-thüren wurden gemacht, damit zwei davon ängstlich mit Rollbalken verschlossen bleiben und den Parteien, für deren Gebrauch Schreibpulte ausgestellt sind, oa» nöthige Licht rauben. Wir ertheilen der be-rusenen Stelle den Rath, die mittlere EingangSthür ebenfalls zu verschließen und die Parteien nur einzeln durch einen auszustellenden Posten oder durch die Briefeinwürfe hineinzulaffen, um dann die Roll-balken sofort dröhnend wieder herunterzuschieben. Spaß bei Seite! W>n» schon das erste und dritte Thor nicht geöffnet werden kann, so möge man wenigsten die Rollbalken hinauflassen, damit die Parteien doch auch sehen, zu welchem Schalter sie zu gehen habe», und nicht Gefahr lausen, auf ein Sopha oder über eine andere Partei zu fallen. Hlene Ansichtskarte«. Im Verlage von Fritz R.a i ch sind neue Ansichtskarten von Cilli in Licht-druck erschienen. Die geschmackvoll gebrachten Vor» würse sind „Burgruine Cilli*, »Wald» hau» und Sannbad" und „O k r e s ch e l» Hütte". Die Karten sind in grau und blau sehr nett ausgeführt und eS zeichnet sich besonders di« letztgenannt« durch Schärfe der Reproduktion aus. in ?öttschach. Wie uns mitgetheilt wird, wurde der Poststalldienst in Pöltschach dem Realitätenbesitzer Herrn Fr. H a r t n e r verliehen. Einfacher FtorgauHerr Gucek sendet un» folgende Berichtigung: ,E» ist nicht wahr, daß ich kurz meldete, ich werde da» nöthige Geld senden, man mög« meine Gattin nur ohne mein« Milwir» kung beerdigen." Cilli. am 29. Jänuer 1899. Josts Guöek. — Hiezu bemerken wir. daß wir unS zum Beweise der Richtigkeit unserer Mittheilung aus ganz verläßliche Zeugen berufen können und daß der »Deutsche Dv«cht- Wortlaut de» Telegramme» nun doch bedeutung»- lo» ist. Wichtig für Jäger. Da» neue fteirische Jagd» gesetz vom 13. December 1898 betreffend die Schon» zeit de» Wilde» und die Abänderung einzelner, da» Jagdwesen regelnden gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen ist in zwei sehr handliche» Ausgaben bei Hans Wagner in Graz und beim Leykam'schcn Verlage in Graz erschienen; die eine kostet 20 kr. und zeichnet sich durch großen Druck au«, die andere kostet Iv kr. und enthält eine übersichtliche Schon» zeittabelle. Hleichenberg, 30. Jänuer. (OrtS schul» rath). Am 26. Jänner l. I. hielt der OrtS» schulraih ein« Sitzung ab, bei b«r «in Schreiben de« Herrn OdmunnS Gottsri«d Holz « r, sein« L«gat« betreffend, zur Verlesung kam, worauf der Herr BezirkS-Schulinspector Wilhelm Kanzian folgende Ansprache hielt: »Ich glaube, wir können unsere heutige Sitzung nicht in würdigerer Weise beginnen, als indem wir dieselbe zum Anlasse neh» men. um unseren hochverdienten Herrn Vorsitzenden eine ebenso wohlverdiente, als herzlich gemeint« Ehrung zu erweisen. Denn wahrlich, er verdient sie auch! Schon seit einer langen Reihe von Iah» ren steht er als Vorsitzender an der Spitze unsere» OrtSschulratheS und während dieser ganzen langen Zeit hat er sich stet« als ein Wohlthäter der Schule, als ein Freund der Lehrer gezeigt. Wie er mit reger persönlicher Antheilnahme alle ia den Wir-kungSkrei» der Gemeinde und in den Bereich de« öffentlichen Leben» fallenden Fragen verfolgt und im Sinne einer durch humane Auffassung veredelten DenkungSart zu lösen sucht, so hat er auch der Schule sein ganze» Interesse entgegengebracht und derselben ununterbrochen den Schlag seines warmen Herzens geweiht. Immer und zu jeder Zeit war er bereit, der Schule und dergeben haben heran, dadurch an der Föiderung unsere» Werke» mitzuhelfen, daß sie den von un» empfohlenen Arbeit- und Stellen-suchenden vor anderen den Borzug geben, und daß sie un», wenn sie Bedarf an ArbeitSkräfien haben, sofort eine Verständigung zukommen lassen. Aber auch an unsere übrigen Volksgenossen, wo immer sie ihren Aufenthalt haben, in welcher Stellung immer sie sich befinden, also auch an solche, die sich noch nicht selbstständig gemacht haben, treten wir mit der Bitte heran, un» sofort davon zu verständigen, wenn ihnen von dem Freiwerden einer Stell« etwa» begannt wird; jede ausdrücklich al« verlraulich bezeich-nete Mittheilung wird auch vertraulich behandelt werden. Wir stellen aber auch an diese unsere Volksgenossen da» Ersuchen, allerorts und jederzeit auf unsere Stellen-Vermittlung aufmerksam zu machen, dieselbe zu empfehlen. Wir erleichtern unseren Stammesgenoss»n den Wett-bewerb mit den Angehörigen anderer BotkSstämme und helfen dadurch, eine weiter« Ueberstuthung unserer Bater-stadt durch undeutsche ArbeilSnehmer eindämmen. . Wir erwecken aber auch durch da» Gefühl der Dank-barkeit, welche der glücklich Unterbrachte empfindet, ein-geschlafen«, aber nicht erstorbene Liebe, Achtung und Aufmerksamkeit für unseren BolkSstamm. Die Stellenvermittlung ist sowohl für den geistig Arbeitenden, al» auch für Jene bestimmt, di« sich ihr Brot durch der Hände Arbeit erweiben, mögen sie dem Gewerbe- oder Handelsstande angehören, im Fabrik»» betriebe, al» Handlanger cder im Hausdienste thätig sein, dem männlichen oder weiblichen Geschlechte an» gehören. Nachweisu.rgen sollen sowohl geführt werden über Aerzte- oder Recht»anwalt-Stellen und Siellenbewerber, über Beamten- und Lehrstellen, wie auch Unterricht»-heischung für Lehrer und Lernende jeglicher Art; Stellen weiden vermittelt an Gehülfen. Arbeiter und Lehrlinge. E» werden und können sich daher an unsere Stell« HandelSbeflissene, Buchhalter, GeichäftSiührer, Gehülfen und Arbeiter jeder Gattung wenden, auch Fabriksarbeiter, Hilfsarbeiter, Geschäftsdiener Kuticber, Taglöhner, soserne sie dem deutschen Stamme angehören. Da die Eröffnung bereit» mit t. HornungS (Februar) stattfindet, treten wir an unsere StammeSge-nossen mit der dringenden Bitte heran, un« vollkräftig bei unserem wohl schwierigen, aber für deutsches Volks» thum um so bedeutungsvolleren Unternehmen zu unter-stützen und ehestens mit ihren Mittheilungen zu erfreuen, bezw. mit ihren Wünschen an un» heranzutreten. Für die Slellenvermilllungs Ädtheiluug: Der durchrührend« Ausschuß: W PH. Hanck, Borsitzender, «and. jur. Ltt» Fratz, Schrists. Em Beranel. Kaufmann. I. Brau». Schnei dermeriler. Dr. G. v»dir«ttz, RechiSanw. tkd. «ndelka, Ingenieur. Friedrich Deck«. Schr.fifetzer. Dr. JuliuS «»er. Arzr. Dr. F. Förster. RechtSanwalt. Karl Rrinold. Disponent. Dr. L. Gärtner, Apotheker. F. Schneider. Druckereibesitzer. Dr. I. Hocke, SiechiSanwait. J»da>» Tille, Beamter. H Slimet, Ha»del,angestellter. Adolf !»mschik, Beamter. P. Kornmanll, Schuhmachern». F.Zidali> a, Fadril»b«amter. Brieflichen Anfragen, welche eine Rückantwort nöthig machen, ist die entsprechend« Brietmarke beizulegen. Schriftstücke in SteUenvermittlungSang-legenbeiren können schon von heule ab an die Kauzlei der deutsch» Völkischen Stellenvermittlung Wien, 4./t Kettenbrücken» gaff« 20, 2. Stiege, 2. Stock, Thür 15 gerichtet werden. Im Weinschtoß am Mein. Ein Trintspruch vom letzten Schriftstellertag von Paul Dehn. Schon vor dreiundzwanzig Jahre», im Sommer 1376, weilte» deutsche Schriftsteller und Journalisten an dieser gastlichen Stätte. Damals wurde ein deutscher Journalistentag in Wiesbaden abgehalten und sei» Unte.haltungSprogramm war nahezu •) Allgemeine Ortsgruppe Wien des Bandes der Teutschen in Böhmen. Bund der Geimancn, die beide» BundeSgruppen „Wien" des Bunde» der Temschen Nord-Mährens, Deutscher Jugenddund >n Wien. DeutschoSlkischer Gedülfenverein, Kaufmännischer Klub ..Zukunft". Kau»mäu-nijcher GeselligkeitS-Klub „Favoriten", Nordmart in Wie», SSdmark. 1899 daS Un serige. Mir stehen auS jenen Tagen in lebhafter Erinnerung drei Borgänge: der Ausflug nach dem Sternberg, von dem au» man die Schön« heilen de» Wiesbadener Landes am besten bewun-dern kann, wo man, wie mir ein altes Mütterlein sagte, über vieles gute Essen und Trinken hinwegsieht. dann der Nachmittag auf dem Plage, wo daS Niederwalddenkmal aufgerichtet werden sollte, mit dem weiten Blick in daS liebliche, linksrheinische Deutschland, und zulegt die Stunden, die wir hier verlebte», in dem Schloßweingut ReinvartSdausen deS Herrn A. Wilhelms, nachdem wir seine Kellereien besichtigt und daS Riesenfaß aus der Taufe gehoben hauen. WaS unS heute der weltbekannte Patricier des Rheinlande« an köstlichen Proben auS seinem Vor» rath vorsetzt, der, wenn ich nicht irre, nahezu 2'/, Millionen Liter beträgt — wir wissen eS zu würdigen. Wie sagt doch Mirza Schaffy-Bodenstedt? Trinkt d«r Thor, ist er betrunken. Trinken wir. sind wir begeistert Denn ti gleicht der Wein dem Regen, Der im Ähmuye selber zu schmutz wird. Doch aus gutem Acker Sirgen Bringt und jedermann zu Nutz wird. In seinen Wirkungen aus den schöpferischen Geist hat schon Freund Lohmeyer den Rheinwein gepriesen. Tausende von Liedern und Epen, Dramen und Erzählungen, sogie er, mögen in diesen Fässern ruhen. Lassen wir sie noch ein wenig ablagern! Mir aber gestatten Sie einen Vorschlag. Da wir alle schärfere Bestimmungen sür daS geistige Eigen» thumSrecht wünschen, so möge auch den Besitzern 5eS Wilhelmj-KellerS ihr Äniheil werden, und so wollen wir iynen eine Tantieme widmen von allen denjenigen GeisteSerzeugtiissen, die heute unter dem Einfluß seiner Weinproben in unseren Köpfen ent-flehen sollten. Wie kommt eS, daß gerade der Rheinwein allerorten unbestritten als ver vorzüglichste und edelste gilt? Lassen Sie mich ihn aus seine Bestandtheile untersuchen, wenn auch nicht aus seine chemischen. Ich finde, er enthält das Feuer der Sonne des rheinischen HimmelS, die Milde der Luft der rhei-«tischen Berge, den Dust der Blumen deS rheinischen LandeS, die Kraft deS Wafs.rs deS rheinischen Stromes, und seine Süsfigkeit möchte ich zurück-führen aus die Liebenswürdigkeit der Rheingauer Leute ihre Art. Aber noch ein Anderes möchte ich anführen, waS dem Rheinwein zu feinem unvergleichlichen Ruf «nd Credit rerholfen hat, oas ist der Rhein selbst. Mir ist die Donau mit ihren anmuthigen Land-schaften lieb und werth, eS wächst an der Donau «in guter Wein, bei KremS, Klofterneuburg und Ofen, und doch weiß man in weiteren Kreisen nur wenig davon, wenig von den Landschasien der Donau und noch weniger von ihrem Wein. An der Donau sagte man mir: Wenn doch auch bei unS, wie am Rhein, deutsche Dichter und Schrift-stelln erstehen und die Reiz« der Donaulande de-singen und schildern wollten, dann würde eS auch uns an Besuchern und unserem Wein an Abnehmern nicht fehlen. Vor nicht zu langer Zeit war auch der Rhein noch ein stilles und verschlossenes, «in noch nicht-entdecktes Gebiet. Albrecht Dürer, unser großer Meister, machte im Jahre 1520 eine Sommerreise auf dem Rheine. Peinlich genau führt er ein Tagebuch, aber über die landschaftlichen Reize des Rhein» weiß er noch nicht» zu berichten. DaS ist anders geworden. Seit Hunde« Jahren haben unsere Vorgänger, vor allem die Roman-eiker. den Rhein zum Mittelpunkt ihrer Dichtungen gemacht, da« Interesse und die Liebe für den deutschen Strom bei allen Deutschen weit über di« Granen de» Reiches hinaus erweckt, seine User und Riffe, seine Burgen und Städte durch zahllose Sag«» und Märchen, Lieder und Gedichte, Schau-spiele unv Erzählungen belebt und dem Verständnis und dem Herzen de« Volke« näher gerückt. Mit welch sreudigen und stolzen Gesühlen und wie gern zieht heule der Deutsche an den Rhein! In seinen Gauen erwachte da» moderne Natur-gefühl am lebhaftesten, hier entwickelte sich die HeimatbSliebe am innigsten, hier kam daS National-Bewußtsein am unmittelbarsten und kräftigsten zum Durchbruch. Es verkörpert sich in dem Rhein, eS gipielt in ihm, in seiner nationalen und politischen Bedeutung. Kein zweiter Strom hat ein solches Relief wie ter Rhein und miigetheilt Hot eS sich allmählig auch dem Rheinweine. Jedermann, wo immer er lebt, möcht« am Rhein gewesen sein, möchte Rhein-«ein getrunken haben. «Deutsch, Macht- Wie ehedem, als an dieser Stelle noch die geistlichen Herren walteten, die Sänger und Dichter mit einem Trunke funkelnden Weine« freundlich be-wirthet wurden, wenn sie fangen und erzählten, so wird auch unS, den heutigen Gästen, freundliche Ausnahme zu theil. ,.O wohl dem hochbeglückten Haus. Wo ist die kleine Gabel" Heute wie vor dreiundzwanzig Jahren! Eine lange Zeit ist seither verstrichen, vieles hat sich ver-ändert, manches etkenne ich nicht wieder. Alle sind wir älter geworden, auch unser Gastgeber, sie aber nur äußerlich, jung sind sie geblieben innerlich mit ihrem warmen Herzen, und ihre Freundschaft haben sie un« bewahrt. ES soll der Sänger mit dem König gehen und mit dem Weinkönig der Schrift-st«ll«r. Wir sind nichl Nassauer von Geburt. Wir sind auch nicht Nassauer von Berns. Ader in diesem Augenblick, für diese wenigen frohen Stunden möchten wir un« als Nassauer fühlen, al« die engsten Stamme«genoffen unserer Gastgeber, al« die glücklichen Bewohner eine« durch Schönheit und Fruchtbarkeit so reich gesegneten Gaues, eines kleinen, aber in jeder Hinsicht bevorzugten Theiles unseres großen Vaterlandes. Dankbar werden wir un« der köstlichen Gaben erinnern, die un« hier im Wilhelmj-Keller geboten wurden. Möge er mit seinen Inhabern leben, blühen und wachsen! vermischtes. Hin wahrhaftes Hebet. Wie entsittlichend da« kleine Loiio zu wirken imnade ist, mag folgendes „Gebet" dartbun, da« un« ein Freund unseres BlatteS zum Abdrucke übermittelt«. Diese Druck-schrist, die besonders im Jnnviertel verbreitet ist und von manch altem Mütterlein eifrig verwendet wird, lautet: „Ein wahrhasteS Gebet, wodurch schon viele Proben sind gemacht worden. eS ist zwar allezeit recht, aber im Neumond wäre e« besser, trage also keinen Zweifel, du wirst gewiß erhört, wann du e« mit Andacht betest und nicht irre wirst, wenn du Amen sagest, so ist alle« umsonst. Dieses Gebet muß verrichtet werden nachts zwischen 11 und 12 Uhr. bei einem g,weihten Licht und Weih-wasser, ullwo man sich damit btsprengen muß; die erste Nacht betet man zu Ehren deS bittern Leiden» und Sterbens Jesu Christi 90 Vaier unser und Ave Maria und einen Glauben, ohne Amen ,u sage", und dies«S Gebet: Alle Träume liegen t» dem Thal, dabei liegt die allerseligste Jungfrau und Mutter GotteS Maria und die heiligen vier Evangelisten, der zuweilen geträumel hat von dem wahren Herrn Jesu Christi, und der Traum ist ihnen wahr geworden und ist ihnen wohlgegangen, also sollen mir auch die heutige Nacht träumen die Nummern, welche der Knabe in bi«s«r N. N. Zieh« ung, den Datum, herausziehet, im Namen Gott deS VaterS und de« Sohne« und des heiligen Geiste«. Die zweite Nacht betet man wieder da« Gebet und die 90 Vater unser und Ave Maria und einen Glauben für die Seelen, welche unter dem hohen Gerichte begraben liegen. D>e dritte Nacht betet man wieder das Nämliche für die Seelen, die im Wasser ertrunken sind. Die vierte Nacht betet man für die Seelen, wo niemand ihrer gedenket und in der größten Pein leiden. Man muß aber allezeit vor Schlag zwölf Uhr fertig sein, und eine geweihte Kreide aus den Tisch legen, wann der Geist kommt und anklopfet, so sprich Ave Mari« ich und alle guten Geister loben Gott den Herrn und die aller-seligste Jungfrau Maria, fo wird der Geist sagen: ich auch; da spreche: Bist du derjenige Geist, der mir von Gott verordnet ist, so beschwör« ich dich durch die Allmacht Gott deS VaterS, durch die Allmacht Gott des SohneS, durch die Tätigkeit Gott des heiligen Geistes, daß du mir anzeigest, welche Nummern in dieser N. N. Ziehung heraus-gezogen werden; wenn er die Nummern sagt, so schreibe sie auf den Tisch mit einer geweihten Kreide und besprenge es mit Weihwasser und danke den Geist ab, sprechend: Ich danke dir, guter Geist, für die Wohlthat, gehe nur wieder hin in Frieden GotteS, wo du hergekommen bist, durch die Allmacht Gott des Vater», durch die Allmacht Goit deS SohneS, durch die Tätigkeit Gott de» h«ilig«n Geiste», Amen. Wenn dir aber unter diesen Nächten nicht» träumt oder kommt, so gehe vor Altbruch des Tages an einem Freitag aus, au einem abge-legenen Ort, wo kein Mensch geht, und wenn dir einer begegnet. eS sei wer immer, so frage ihn, waS jetzt sür Nummern aus dieser N. N. Ziehung herauskommen werden, und dann setze sie, so ist eS auch recht, f f f." 5 Eine deutsche Sprachinsel ia Italien. Ein« sehr anziehende Schilderung entwirft Woldemar Kaden in der „Gartenlaube" von dem Deutschlhum da« sich im Thal von Grefsoney an den piemon-tesischen Südhängen de« Monte Rosa inmitten skiner ganz italienischen Umgebung erhalten hat. Viel weniger bekannt al« andere Sprachinseln diesrr Art, weil sehr abgelegen von der alten wie der mo-Kernen Völkerstraße, sind diese altgermanischen Gemeinden, welche di« welschen Namen Alagna. Rima San Giuseppe, Macugnaga, Rimella, Gaby, Jssime, Gressoney- St. Jean und Grefsoney- 1« Trinitö tragen. Erst neu^rding» wird da« von der Ly» durchströmte Thal öfter genannt, weil die Königin von Italien e« wiederholt sich zur Sommer-frische erkor. Mit seinen Wiesen und Matten, im Schmuck seiner alten Eichen, Nußbäume und Kastanien, im Schutz seiner sirngekrömen Berge, ist da« Thal von Gressoney ein echtes und rechte« Hirtenihal. E« berührt eigenthümlich, so erzählt Kaden. auf diesem italienischen Boden, wo in vielen Ortschaften auch noch französisch gesprochen wird, deutsche Laute zu hören. Am erste» Tage, wo ich mich de» hier herrschenden deutschen Wesen« noch kaum er-innert hatt«, kniete ich an einer Halde und stach uiir einig« Pflänzchen der reizenden (Zoatians ni-valis au». Da schritt am Fußpsade quer über da« Grün eine alte hagere, sehr saubere Frau aus mich lo«. neugierig wohl, zu sehen, wa« der fremde Mann da treibt. „Gau grüetz-i, Herra," heimelte e« mir au« ihrem stunde auf italienisch«« Boden entgegen, „wa« machet-ervoIch sei aus der Kräutersuche. „Wa« isch de« sür e' Chrüelli, waS-er da heut?* Ich sagt« ihr den Namen, sie fragte weiter: »Isch es zu öppe« guei?" Wenn-l-erer Chrüttler (Kräuter-sammler) seid, weiter ode an der Sonnethalb (Sonnenseite) hätS no besser».' Ich fragte die Alte, ob sie auch italienisch sprech«; ja, si« ver-steh« Außerdem auch di« französisch« Sprache. Dt« Leib- und Muttersprache der Alten sei aber du» Deutsche und deutsch sei bis auf diese Tage aus der Kanzel gepredigt, in der Schule unterrichtet worden. Sie wußte di« Namen der deutschen Geistlichen, die in diesen, Jahrhundert hier amtiert, sämtlich zu nennen: Bärensaller, Leiter, Lalelm, Netschee, Dreißiger, Bezle; der jetzt hergeschickte heißt Berguet, französischen Stamme«, denn der Bischos von Aosta, zu dessen Diöcese da« Gressoney-thal gehört, wolle ntcht« mehr wissen vom Deutsch al» Kirchensprache. Er will da» Thal französisch machen und übt vielfach Gewalt. Nur zwei deutsche Kirchenlieder giebt'» noch: da» Neujahrtlied und da« DreikönigSlied: doch deutsche Reimverse stehen geschrieben auf den Gräbern der alten Pfarrherren und deutsch sind die Grabinschriften aus den Kirch-Höfen, wie auch die Liebeserklärung de« Burschen an sein Mädchen deutsch gemacht wird. Bislang heirateten die Thalbewobner vorzugsweise unter sich; so blieb der Stamm rein, so blieben die Gewöhn-heilen und Gediäuche der Urväter treu bewahrt. Noch beute trägt die weibliche Bevölkerung den leuchtenden rothen Tuchrock, wenn auch daS Tuch dazu nicht mebr wie srüber im Thal gewoben wird. N.^ch in jüngster Zeit trug die Braut die eigen-thümlich geformte, reich mit goldenen Arabesken gestickte kostbare Haube. Der rothe Rock heißt Anketü, die Schürz« da» Fuver, Fnrblätz ist da« Brustvortuch. welche» bei besonderen Gelegenheiten durch da« HalSmaltschior (wohl vom französischen Mouchoir) ersetzt wird. Von anderen Kleidervokadeln habe ich mir notiert: Chappo die Kappe, Brosttuech die Weste, Bruech die Hose, Hose die Strümpfe, Wolemd die kurze Jacke, Schue die Schuhe. Natur-lich ändern sich diese Ausdrücke in den verschiedenen Gemeinden ad, so heißt beiipieUweise der Kuß in Grefsoney — Schmock, in Jisiime Ciuppe (sprich Tschuppe!), und nur in Alagna. wie bei den Eng-ländern, Kiß. Der Dialekt ist aber eher weich zu nennen und beiührt angenehm durch die vollen Vokale der Endsilben, die in den schweizer Dialecien meist stumm sind. Lieblich klingt „Ano", der Vater und »Eju". die Mutter. Kiner, der snr's Negieren zahlt. Zum zweihunderijährigen Jubiläum des Furstenthum» Liechtenstein werden in der „Frankfurter Zeitung" einige heitere Mittheilungen über da« Verhältnis zwischen den Lichtenstetnern und ihren Fürsten mit-getheilt.' Die Großen der .Hauptstadt" Vaduz wählten 1816 eine Deputation an den Fürsten Johann I. und sagten ivm mit acker- un» frei-bürgerlicher Offenheit, daß sie zwar nichi« dagegen hätten, sich von ihm regieren zu lassen, aber nicht auch dafür bezahlen wollien, zumal der Fürst sehr reich sei. Auch möchten sie die fünfzig Mann und den Trommler — der Fürst war verpflichtet, dtese zur BundeSarmee zu stellen — lieber zu Hause zn 6 behalten, weil sie hier besser zur Arbeit verwendet werden könnten. Durchlaucht, ein außerordentlich reicher Mann, sagte: „Kinder, ich brauch' Euer Geld nicht, und will gerne umsonst regieren. Auch will ich Euch die fünfzig Mann und de» Trommler lassen und sie mir au« meiner Tasche anderweit für die BundeSarmte beschaffen." Der Fürst ließ von nun an gegen Entschädigung die fünfzig Mann und den Trommler von Oesterreich besorgen und regierte ohne Honorar. So gieng'» friedlich, freund-fchafilich und steuerfrei fort bis 1836, al« Fürst Aloysiu« 1. den Thron hestieg. Die Eingeborenen von Vaduz ließen sich'« bei dieser Gelegenheit etwa« tosten, bauten eine Ehrenpforte, illuminierten und branmen für mehrere Gulden Feuerwerk ab. Hinter» her steckten aber die Weisesten von Vaduz die Köpfe zusammen und huben an, miteinander zu reden: „Unser erhabener Monarch regiert un« unkntgeltlich; daS ist wahr, aber Ihr habt gesellen, daß e« un« doch noch immer manchen schönen Groschen Geld tostet. Wir haben die Ehrenpforten gemacht, haben «in Feuerwerk abgebrannt. Jedenfalls macht e« ihm aber Vergnügen, uns zu regieren." Eine Depu-tation wurde entsendet, die ihre Beschwerde, daß der Fürst sie sür sein Vergnügen, sie zu regieren, entschädigen möchte, mit solchem Nachdrucke zur Sprache brachte, daß der guie Monarch ordentlich gerührt ward. Sie wurden mit ihm über eine jährliche Entschädigung handelSeinS. Da aber sagie Kürst Johann 11. eines Morgens zu sich selbst: „Da ich keine Eioilliste beziehe, darf ich doch wohl wohnen wo ich will. Diese meine Haupt- unv Residenzstadt Vaduz ist sehr langweilig. Ich habe Geld genug und will damit in der Kaiserstadt Wien leben." Fürst Johann II. zieht also nach Wien, baut sich einen prachtvollen Palast und lebt herrlich in Freuden darin. DaS Regieren besorgte er durch «inen Minister. Aber da steckten die Liechtensteiner in Vaduz die Köpfe zusammen und so war eines Morgen» der Fürst kaum au» dem Bette, als sich ein Dutzend der höchsten Vaduzer anmelden ließ. Sie sprachen nach Abmachung gehöriger Kratzfüße zu ihrem LandeSvaier: Euere Durchlaucht haben heidenmäßig viel Gelb und lassen hall viel drauf-gehen in Wien, so daß unS aller Verdienst dabei entzogen wird. Wir bitien daher Eure Durck-taucht, wenigsten« alle Jahre sech« Monate in unserem Vaduz zu leben. Schenken Sie un« auch gleich eine Constinuion." Fürst Johann II. bewilligte also auch eine Eonstitulion, nach der die Liechtensteiner fünfzehn Abgeordnete zu wählen halten, die vom Fürsten ebenfall« bezahlt werben. Amerikanischer Keroencnttns. Seitdem ber Marineueutenant Richmonb Hobson, der Held der im Haseneingang von Santiago de Cuba versenkten .Merrimac", nach den vereinigten Staaten zurück-kehrte, ist er beständig Gegenstand begeisterter Ver-ehrung feiten« seiner Landsmänninnen gewesen, be-sonders seitdem die schöne Miß Arnold von St. Loui« gelegentlich eine« zu Hobson« Ehren veranstalteten Feste« den jungen Helden um die Vergünstigung, bat, ihn küssen zu dürfen. Miß Arnold hat seitdem so viele, nach der gleichen Gunst verlangende Nachfolgerinnen gefunden, daß Lieutenant Hobson dem Marineamt für seine Versetzung nach Ostasien gewiß dankbar sein wird. Hobson ist zur Zeit sicher der meistgelüßte Mann in Amerika. Seine Reife nach San Francisco, wo er sich am Weihnacht«-abend nach den Philippinen einzuschiffen hatte, ge-staltete sich zu einer durch «ausende und ab«r tau-sende Küsse versüßten Triumphreise; denn die ganze weibliche Bewohnerschaft der von Hobson berührten Orte schien es sich in den Kopf gesetzt zu haben, den Helden nicht ziehen zu lassen, ohne ihm je einen Abfchiedskuß gegeben zu haben. Der junge Ossirier war nicht nur heldenhaft und galant genug, sich dem über ihn verhängten Ordal bereitwilligst zu unterwerfen, sondern er schien auch selbst an den mündlichen Beweisen der Huldigung Gefallen zu finden und küßte in jeder Stadt drauf lo«, bi« die Reihen der an den Bahnhöfen seiner harrenden Schönen durchgeküßt waren. Neiderfüllte Jour-»allsten, die unsreiwilligeZtugen diese» Kußbachanal« waren, unterzogen sich anfänglich der Mühe, die Zahl der Küsse festzustellen, die dem jungen Helden von rosigen Lippen aufgedrückt wuiden. In Chicago, wo Hobson einen Vortrag dielt, erhielt er 165 küsse. In Kansa» Eiiy ward Hobson von 417, in Topeka von über 500 jungen Mädchen und Frauen geherzt und abgeschmazt. Von da ab verzichtelen die Journalisten darauf, die Kußstalistik fortzuführen, denn wo der Zug auf einige Minuten hielt, drängten sich die westlichen Schönen in dichten Scharen heran, um auch an den von Hobson bereitwillig gewährten „Süßigkeiten de» Leben»" ihren Aniheil zu erhäschen. Im Marineamt zu Washington schüttelt man bedenklich die Köpfe, obgleich man nicht wagt, den jungen Officier wegen feine« Stillehalten» zu tadeln, da man sich sagt, daß jeder wackere Lieutenant in einer ähnlichen Lage genau so wie Hobson handeln würde. Aersieigernng eine» Kusses. Zu wohlthäti-gen Zwecken fand in London «ine Versteigerung eigener Art stall; zum Verkauf gelangle unler An-derem ein Kuß von den Lippen ber Schauspielerin Miß Mabel Harlowe. Die Thatsache, daß ein Auciionaior einen imponderabeln Gegenstand dieser Art a» den Mann zu bringen suchte, war schon an sich interessant genug, aber die Persönlichkeit der Miß Mabel trug zur Erhöhung be» Reize» bei. Miß Harlowe ist nicht nur ein- der schönsten Schau-spielerinnen de» britischen Königreiche«, sondern auch eine der geachtetsten. Der Sohn eine« Lord«, der ihr die Ehe verfproche» balle, wurde wegen Bruch« de« Versprechen« zu 240.000 Mk. Schadenersatz verurtheilt. Miß Harlowe ließ da« Urtheil ver-öffentlichen und wie» da» Geld xurück. Man kennt kein gewagte» Abenteuer von ihr, de»halb ist ein Kuß von ihr doppelt werthvoll, da er unter ge-wöhnlichen Umständen überhaupt nicht zu haben ist. Kluge Bieter hatten vorausgesehen, daß die sür den Kuß gebotene Geldsumme den bei Versteiqerungen zu wohlthätig-n Zwecken für die kostbarsten Bibelot« erzielten Prei» tuen übersteige» wurde. Deshalb bildeten sie einen Riin: jeder Antheilfchein kostete 4 Lstrl. Die Inhaber der .Actien" wollten dann durch da» Loo» bestimmen, wer von ihnen der glückliche G winr.er de» Kusse« sein sollte. Die Ver-steigerung begann. „Wie viel für den Kuß?' rief der Auciionater im geschäftsmäßigen Tone. „Ein Gebot, weine Herren!' Die dünne Stimme «ine» kaum flügge geworbenen Jüngling» schrie: „2 Lstrl.' 40 Mark sür einen solchen Kuß! Den jungen Mann trafen hundert verächtliche Blicke. Der Ring bot sofort 100 Lstrl. Da» ließ sich hören, da» war ein anständiger Prei». Man klatschte Beifall. Wenige Minuten später stand man bereit» bei 6000 Mark. Von diesem Augenblicke an wurden die Bieier jedoch seltener. Die beiden Hartnäckigsten schienen ein Ver-treter be» Ringe» und ein alter Oberst, Sir Edward Forte«cue, zu sein. Bald blieben sie allein. 650 Lstrl., 750 Lstrl.! Da« war da« letzte Gedot de« Ringe». Bald darauf wurde der Kuß für 800 Lstrl. dem Sir Edward Foue«cue zugeschlagen. Lauter Beisall begleitete den Zuschlag. Miß Mabel näherte sich, lieblich errötheud, dem Siener. Aber wehmüthig lächelnd sagte dieser, ein Greis mit weißem Schnurrbart : „Eutschulbigen Sie, gnädige« Fräulein. Ich war nicht Bieter sür eigene Rechnung, sondern für meinen Enkelsohn hier, der heute seinen Geburt«-tag hat.' Und er führte der hübschen Schauspielerin einen reizenden Knaben von sieden bi« acht Jahren zu, dem da« Schicksal diese« eigenartige Abenteuer vorbehaltn hatte. Da« Kind war de« Kusse« sicherlich würdiger al« irgend ein Anderer. Hin Kodier vorgeladen. In Budapest hat sich letzter Tage der interessante Fall ereignet, daß die Sieuerinspeciion des 6. Bezirkes Franz LiSzt unter genauer WohnungSangabe persönlich vo-lud und also zur Steuerzahlung aufforderte: Herr Franz LiSzt wird aufgefordert, in Angelegenheit der Er-werdsteuer am 6. Jänner 1899, vormittag« 10 Uhr, in meinem AmtSlocal, 6. Bez., Große Felv»asse 19, 2. Stock, Thür 5, persönlich zu erscheinen. Nun aber ist Franz LiSzt, dieser bekannte Tonkünstler, schon seit Jahren todt, wird weder da« eine noch da« andere de« von ihm derart Geforderten leisten können. Franz Li«zt«ist sür alle Fälle ex lex. Die erst« dtatsche Zeitnng ia Kiao-Kschau ist rrschienen. Sie heißt „Deutich.asiausche Warte, amtlicher Anzeiger de« Kiao-Tschau Gebiete«'. Die Maschinen und Materialien mußten au« Japan und Deutschland herbeigeschafft werden. Die Zeitung trägt al« Motto den Spruch: „Wo der deutsche Aar seine Fänge in ein Land geschlagen hat. da« Land ist deutsch und wird deutsch bleiben. Wilhelm I. R." Echt deutsch sind in der ersten Nummer die Empseh-lungen von dänischem Bier. Auch zwei HeiroiS» gesucht „mangels nöthiger Damenbekannischaft" finden sich. Aßre «igene Schwiegermutter. Der Fall, daß eine Frau einen Sohn erster Ehe ihres ver-storbenen Mannes heiratet und dadurch ihre eigene Schwiegermutter wird, hat sich in dem belgischen Städtchen Fallifolle« ereignet, wo die Witwe Wiame die Frau ihr«» ältesten Siiessodne» wurde. Z»ie geheimnisvolle schwarze Linie. Der dieSwöchemUche .SimplizissimuS' erzählt folgende Anekdote auS Serenissimus' Leben: Serenissimus geruhen Allerhöchst eine neue Karte von dero unter-thänigstem Lande in Augenschein zu nehmen. „Sagen Sie doch, mein lieber Kindermann, Sh — wa« ist 1839 denn daS Graue hier?" — „Da» bedeutet Wasser» Hoheit." — „So — äh und da» Grane hier?' — Da» bedeutet Wald und Wiesen.' — „So, aber sagen Sie bloß — äh — ««in lieber Kinbermann. was ist denn da» sür schwarze Linie, die da gerade bei meiner — äh — Residenzstadt vorbeigeht i" — „Da« Hoheit, ist der süniundzwanzigste Breitegrad." — „So? — sehr merkwürdig. Ist mir noch ni« ausgefallen. Machen Sie mich da« nächstemal — äh — wenn wir wieder daran vorbeikommen, daraus aufmerksam.' Bei den hohen Aleischpreis««, über welch« heute allgemeine Klage herrsch«, ist es für die spar» same HauSsran eine besonder« dankenSwenhe Aus-gäbe, Mi« wenig Mitteln gute, schmackhafte Gericht« zu bereiten. Die erreicht sie in hervorragendem Maße durch Verwendung von Maggi zum Würzen der Suppen und Speisen, dem schon ein Zusatz von wenigen Tropfen genügt, um augenblicklich den Geschmack überraschend zu verbessern unv zu kräftigen. Schaubühne. Spietpkan für die nächsten Kag«: Donnerstag, den 2. Februar gibt Direktor Knirfch eine Wider holung der ganz besonder» wegen der thatsächlich schöne» Ausstattung und der flotten Darstellung so beifällig aufgenommenen Operette „F a t > n i tz a." Damit kommt Direcior Knirsch wiederhol» geäußerten Wünsche» in entgegen-kommendster Weise nach. Sonntag, den 5. Februar, finden zwei Vorstellungen statt, und zwar wird nachmittag« 7,4 Uhr die überall» lustige Komödie „Frau Holle' oder »Da« fleißige und da« faule Mädchen' von Görner gegeben. E« ist die« vor-aussichtlich die letzte Nachmitiag«-Vorftellung m dieser Saison. — Ab.ndS geht — Ansang '/,S Uhr — Nestroy'S originellste Posse „L u m p a c i oagabundu»' oder »DaS liederlich« Kleeblatt", in welcher Komödie der ärgste Hypochonder heiler gestimmt wird, in ©ernt. — Die Hauptrollen liegen in den Händen der Herren Pistol (Schneider), Nastot (Schuster) «ad Arthur (Tochter). Wir machen wieder einmal auf die Verkaufs-geqensiände der Südmark aufmerksam und fordern alle Vereine und jeden einzelnen auf, sich in Bedarfs-fällen ausschließlich dieser zu dedi«n«n. Wie sehr hiedurch die Sache diese« Schutzoereine« gefördert werben kann, das beweisen die Süamark-Zünd» Hölzchen, die in den letzten zwei Monaten de» vorigen Jahre« weil über 600 fl. abgeworfen haben. E« stehen die folgenden Gegennände zum Verkaufes Südmark-Postkarten, 1 Stück um 4 Kreuzer. Verschleißstellen die Berein«kanzlei in Graz und viele Buch- und Papierhandlungen; Bestellungen von außen sin» an die Vere,n«kanzlei zu richten. Südmark - Ersatzbriefe (für Drahlnach-richten). 1 Stück sammt Verschlußmarfe um 5 Kreuzer. Verschleißstelle V-rnnSka» zlei. Südmark-Briefpapiere. 1 Schachtel mit 50 Bogen und 50 Umschlägen um 65 Kreuzer^ Südmark-Cigarrenspitzen, 1 Schachlei mit 100 Siück um 60 Kreuzer; Süd mark-Cigaretitn spitzen, 1 Schachlei mit 100 Stück um 55 Kreuzer. Südmark-Cigarttttnhülsen, 1 Schachtet mit 100 Hülsen um 25 Kreuzer. Verschleißstelle sür die letztgenannten vier Ge-genstände: Papierhandlung de« Anton A. Schwarz, Gwz, Hofgosse 7. Südmark - Zündhölzchen: Größer« Mengen liefert oieZündwarenfadrik von Fl. Po-jatzi zu Deutsch-Land« i>erg in Sieiermark; in Graz sind sie bei dem Kausmanne Heinrich Auer, Neuthorgaffe 24, und in vielen Tabakläden zu haben. Südmark-Seis«. Eine schön ausgestattet« Schachtel mit 3 Stück Seife koste« 45 Kreuzer. Verschleißstelle: Franz Pieml's Sohne in Graz, Herrengasse. Süd mark -Wappen. I Stück (unaufgezogen) 30 Kreuzer; Verschleißstelle: VereinSkanzlei. Auch werden Südmark-Tanzordnungen ausgegeben.__ Schrifttum. „Die Wage." Herausgeber: Xr. Rudolf Lothar. Redaction und Administration: IV., Schlei finühlgaffe S5. Preis per Nummer IS kr., Abonnement st. 2.—, vezio. Ml. 4 — vierteljährlich. D>e fünfte Nummer de« zweiten Jahrganges bieier Wochenschrift weist folgend«» Inhalt auf: K. Tilina: Brief« an den Grafen Thun. X. — Cr. W. -Christus und der Olymp. — ginanzminisier Tr. Josef Kaijl: Ueber den ZeitungSstempel. — Karl Mareiner: £o& 1899 ,£*£*?*£ lösch»' von Storni Pros. L Fleischn«!: Pädagogische Rundschau. — Adols Brüning: Em neuer Porz«llanstyl. — vrnil von WoUoqen: TaZ dritte Geschlecht. — kl—d.: Concerte. — Rudolf Lotbar: Bom Theater . — Saiserjubiläums stadt> theater. — Glossen^ — AugiaS: Finannelle Unterhaltungen. — Augustin: hauptmann und TueK. — Illustrationen: Mebrere Abbildungen im Terte. — Man abonniert bei allen Buchhandlungen und Postanstalten oder direci fei der Administration. Probenummern gratis und ftanco. „Teutsch« B o l k S st i m m e". Or^an der deutschen Bod«nresorm»r. Herausgeber Adols Tamaichke. AuS dem zweiten Ianuarheste beben wir hervor: A. Tamaschk«: Grundstücks Sveculation und Lohnkampf. — Carl MarselS: Warum wird der witthschastliche Aus'chwung nicht dauernd — Adols Pohlmann: .Em Rittergut m verkaufen!" — Otto de Terra: Eisenbahnsinanzpolink. — Sadi- Wo müffrn wir angreisen? — Arete Äogarten: Friedesinchen. <^uilleton). — Au« der Bewegung. — Rundschau u. a. — Bodenreform im Pariser Gemeinderath«. — Bücherschau. — Briefkasten. — Die „Tettsche Bvlkestimmr" kostet viertel-jährlich nur 1 Mark und ist durch jede Buchhandlung. Post-anstatt oder auch direet vom Verlag I. Harrwitz Nachfolger, Berlin i>W„ Fried, ichstrabe 16, »u beziehen. Von der Wiener Wochenschrift „Die Z«i l" ist so-«ben das 22«. Hejt erschienen. Aus dem Inhalte desselben heben wir hervor: Der Kampf um Ungarn. Bon Dr. Hugo ü' ani. — Sin junglfchechisch-r Angriff auf dit Prehsreibett Boa Tr. Gustav Harpner. — Rudolf Meyer. Bon iyeinnch Oberwinter. — Fechner als Mensch. Bon Willy Pastor. — F«lician Rops. Bon Julius Lewin. — Der neue iHhptlv was. Bon Karl Freiherr v. Lerxtzow.. — Die Lune. (Wi« die Frau stA kleiden soll.) Von v. Zuck-rkandl. — Siegfried Wagner's ..Bärenhäuter". Bon Emst v. Wolzogen. — Die Woche. — Bücher. — Revue der Revuen. — Der roth« Vorhang. Von I Barbey d'Aurevilly. — Abonnements auf diese Wockienschrist tvierteljährlich 3 fl.) nehmen di- Post, alle Buchhandlungen und die Administration: Wien, IX/3, entgegen Sinzelnummen, »V kr Probenummern grati» and franco. . ^ Praktisch« Anleitung ,«r Verfassung de« Persvnaleinkommeufteuer-'Vekenntnisse«. Im Per, läge von Rainer Hasch in Neutitschein erschien unler obigem Titel ein- Broschüre, die für die weiteren Kreise von Wichtigkeit ist, da dies-lb« in einer sehr saßlichtn, l ich! verständlichen Form, ohi-e durch Wiederholung bereit« bekannter Bestimmungen des PersonalfteuergesetzeS zu ermüden, ein» Aelne schwierige und bisher noch mcht tiefer erörterte w* >etze«mate»ien behandelt und Anhaltepunkte dielet, bei deren Beobachtung es jedermann leicht sein wird, das Personal-steuerbekeimlnis ohne weitere Hilfe correct und genau im Sinne der gesetzlichen Vorschriften zu versassen, besonders, da ein äußerst klares un>> instruct>ve4 Beispiel derselben angeschlossen ist. Diese« Wertchen stammt aus der ,^eder deS k. k. Sleueroberinspectors Ernst WeiSkiickmer, der in Kachkreisen sich des besten Namens erireut. Müge niemand den geringen Preis scheuen und sich diese Broschüre an-schaffen, welche um den Preis von 20 kr. in jeder Buch-Handlung erhältlich ist: falls es aber in irgend einer Buch. Handlung nicht )tt haben wir«, wende man sich dir«t an die Verlagsbuchhandlung. die da» Werkchen zu folgenden Preisen gegen vorherige Einsendung des Betrages versendet: I Stück 22 kr. » Stück «3 kr.. >0 Stück 2 fi. lo kr.. 100 Stück 20 fl. fraitco. — Bei dieser Gelegenheit bringen w,r die beiden Werlchen desselben BersafserS: „D i« P e r-sonaleinkommen - und R«ntenfteu«r" (Preis I» kr., mit Porto 12 kr.) und „DieZi» Sst«ue r" i PreiS IS kr., mit Porto 17 kr.) in Erinnerung. Beide Werkchen sind im Beilage von Reiner Hosch in N-utitschetn erschienen und in sed«r Buchhandlung zu bab«n. hdlmAan, Verdauungsstörungen, Mageakatirrh. Dyspepsie, Appetitlosijlielt, Sodbrennen etc., eowie die Kittnrji Verechlelnui^TH 1er- Lultwege. V Heiterkeit «ind^jenixen in wel übUS ■«ttrllrku alkailaohar nach Jen Ausaprflchen niediciniscliei AntoritHten mit besonderem r'rfolge angewendet wird. Kufr-sunge« der Mthsek aus letzter Zlummer: Des AbstrichräthselS: Trost. Rost, Oft. ft. iiiTioia/r*»J Jijfi J jglt f < A M O E 8 0 L v ERDE Des FüllräthselS: Wie du mir, so ich dir. ? Des ErgänzungSräthselS: Mid^v Brei. Lei»«. Tefl, Helft, Distel, Hos. Tug. Hett. iöUttel. Bart, Jfltau, Scherz, Elen, ßid. DaS reichste Kl«id ist oft gesiltterl mit Herzeleid. DeS Bilder räth jelL: Sevilla. Tet Gleichung:- ; Gewerbeausstillung (a Gewehr, b Hast. >' Ast. d B ate. e Tafte, l Muse, g Meer, h er, > Stellung). Tes Wortspie 11: Franz. flnyu. 1 Briefkasten der Verwaltung. Wir theilen den Rachfragenden mit, daß die Nr. 8 vom Ä6. v. M a u S v e r k a u s t ist, und wir somit nicht in der Lag« sind, diese Nummer nach,«liefern. — ' Gleichzeitig empfehle» wir die Erneueruug abgelaufener Bezug-berechtignngen. Franz Wilhelm's abführeFer Thee von Frwi Wilhelm, Apotheker ill ZlMkirchen. Rieder. Österreich, ist durch alle Apotheken U« Preise von S. W. fl. I.— per Badet -^beziehe». Wer den trinken »ill. t#l et \ B. an chichi. '^heumecksmRs oder sonst ei«M veralteten Aeyv leitet, soll von den acht aetheiltM Packeis durch acht 4AQt täglich eines mit ememAter Wasser aus twen halben Liter einkochen, dass »baekochten Tbc- dmchseihen und zur Hälfte Frü^Mei nüchternem Magen und zur Hälfte Abend« vor Jhn Schlafengehen Umwarm trinken. — Bei hartnMgem Leiden foll der Thee beharr-lich gelriuiken »Mden, bis daS Leiden behoben ist lwa? oft nit M m gan en Pakete erreicht wird.) — Ist da« liefft«ndc Leiden beseitigt, so hat man dann l blos seitwtijK s- B. bei Beginn der vier JahreS-»eiten ein Mnze» Packet zu verbrauchen, wodurch etwa oorhandcM Krankheitijtosje mit dem Urin und fonit durch bf Unlerleibsorgane ausgeschieden iwrttn und ' man uir weiteren Leiden befreit bleibt. — Wahrend diese^hee-Cur ist eine strenge Diät zu -mptehl-n und/ind Speise» und Ge ränke, die den Magen be-leren, zu meide«! fette, salzige, läuerltche, stark -.oarzie Speisen, sowie Genub von Bier und Wem lud nicht zu empsehlen. Bor «erttlhlung und Rasse soll man sich während der Eur schützen. „«»-», In nenbearheiteter »wohlfeiler Prachtausgabe' gelabt rar Ausgabe : Data Bismarck - Museum In Bild und Wort. Ein Denkmal deutscher Dankbarkeit HeraiiyWieben mit Genehmigung Sr. Durch!, de* J?5r«t.:ii Otto von Bi« marck ton A. dß Oroaallliers. Prei< in künstle»i*ehrTosget. Orig.-Prachtdeckc «O n. Die erste Auflage dWfes hervorragenden Werkes ist beute vollständig vergriffen, obgleich dfe^e Atisgabe 120 fl. gekostet Mancher WnDsch, das Btsmarck-Mafteuft beMtxen, ist de» hohen Preises wegen unerfüllt gehli ben! DixThillige Pitis der neuen .wohlfeilen Ausgab.-1, die ebenso rehön ausgestattet als die frühere, sogar inhaltlich noch vermehrt erslhi int. ermöiÄht es Jedermann, sich in den Besitz dieses kostbaren Werkes tu brjrf?en, welchen ein vornehmes und würdiges Denkmal der_ Erinnerung a« den grossen Todten tat. Wirjf nuch die Literatur zahllos sein, welche das Hinscheiden dea grössten /-?iaat.*mannes der JJenzeit beghitcl, so wird doch keines von all di'*a^n Erzeugnissen einen so intimen und persönlichen Charakter tragen, *1» dis Bimmarck-Mn^enm. J Aufträge nehmen entgegen (Theilzahlung monatl. fl. 1.50 gestattet) Magdeburg und Wien XIT/8. 3il3—H SchaUehn & WoUbrlick. ixad-3r'scixe ntroüfen (früher Marl^zeller Magentropfen) bereitet in der Apotheke^jum .«önig von Ungarn'^ deS v»rl Lr»6^ in I-, Fleischmarkt t, ein altbewährte» und bekannte» HeiimitteVUon anregender und kräftigen-der Wirkung anf den Mageu bei VerdaiiBpgSstdrunge« und sonstigen Mir,—ia Magenbeschwerdess Prol« ,» Flnm-Ii«" . . 1er. Doppelflnaidio . . . !<«*■ Ich kann nicht umhin, nochmals darauf ausm^rk^a^zu machen, daß meine Magent'Opfen vielfach gefälsckt werden. Man achte sonac^Deim Einkaus aus obige Schutzmarke mit der Unterschrift C. Brnsly und roHfc oU« ,WbriIatf als unecht zurück, die nicht mit obiger Echuxmarke und mit^xr Unterschrift C. Hrn«ly versehen sind. ZDie 2v£a,gr©ntropfen m adr (früher MarUzeller Magentropfen) sind in rothen Faltschachteln verpackt und mit dem Bildniste der heil. MMulÄotteS von Mariazell chen Moaarchie and Je« Ausland* g y.u ausser ordentlich billigen Preisen. Es liegt Im eigensten Interesse der P. T. Inserenten, vor Ertheilung eines Auftrages dieKostenvoranschlfc^e di«ser grüssten österreichlsehen Annoncen-Expedition einsuholen. HntaloRe und AnnoHeen-CiilMArse »p»"" ond s'»«»'®- ««S»««»«»«««««««»»I Telephon »17. t««««««««8«»««««»«0 ..D-ntfch- Wacht- 1898 Herr Albin Joses IVfeguscher, gebürtig aus N eju m a r k 11 in Krain, besitzt von mir eine legalisierte "Vollmacht, die ich hiermit widerrufe und als angiltig' "MD erkläre ; derselbe isi somit nicht berechtigt, für meiny Firma Aufträge entgegenzunehmen und Gelder einzukasaieiin und ist bei Zuwiderhandeln polizeilich anzuhalten. | ssiv—»» Prag, 1. Jänner ljB99. Carl Plii POlM, teenifalirit. "i M n^usuctur- und K u ri wteren-Oeiwhftst in einer Stad^Untersteiers, auf sehr frequentem f\|ten, in der Nahe grosser Aemter ul^LBeliörden sowie gewerbl. Etablissenfltota, ist wegen aachweisl. Krankheit V^en Cassa sofort billigst zu verkitten. Briefe sind unter Nr. 3509 an didSjferwalt. des Blattes zu richten. s&flL-ii Amerikanische Wurzel - u< Schnitt von Portalia\4iM^fonticola sowie Kebenedelreiser Itt un verseuchtem Gebiete verkauft FruilE P«*fÄr, Oberlehrer in Römerbad, Untersteiermark. 3517 Lebens-Versicherungs-G^sellschaft in London. Filiale fflr Oesterreich: Wien, I., Giselastrass^ I im Hanse der BeseM Filiale für Ungarn: Budapest, Franz iosefsplatz 5 u. 6 im Hause der Qesellscbalt. Activa der Gesellschaft aÄ 31. December 1897 Kronen 159,947.578.— Jabieseinnahme an Iv5mien und Zinsen am w,u3,4JDfem^e,r>^97 ....... . 28.823.375— Während des Jahres 1897 wurden von der Gesellschaft^7468 Polizzen siber ein sms—t» C'Pfcl .......... . 67,331.352.— ausgestellt, Prospecte und Tarife, auf Grund welcher die Gesell-schaft Porten ausstellt, sowie Antrags «Formulare werden unent-geltlichajs?gefolgt durch die Ueneral-Agentscbaft in Lalbtftcb: CJuUTo Ze«cbko, Villa vis-ä-vis Narodni Dom. Xch«iS«rim UM ^wig GllNghofkk. Dieser nratfk Roman des belichten Lrzdhlrr» eröffnet 6« Jahrgang ,a„ in »ÄtricrtlttuBc. itiytri» #iu,rl|älirlldi I iU N ftt. mit Sie»»»,, beziehen durch di« Bachhandlnngea und psfiSmter, jjjhmrt 4 ,Oa bezieh Hotöl Stöfäüiß WlGfl, II., Taborstrasse Nr. 12. Eine schöne mit 5 Zimmern, zimmer, mit Gai ist vom 1. Mai c hirn, No. 11, II miethen. Anfrage eigenthämerin. (nebon |f nber 1 Bou und modernst mit Allen Comsort be, Dienstboten-nnd Sannbad, Hause Dirtu-fck, zu vorder Hans-3520-17 Frachtbörse) > Z i in m , r. Lngerichtet, elektrisch beleuchtet, beste . - —-----r-1------ Äplte«teile der Tratnwav und Omnibusse na^aHen Richtungen. Bider und WarJWasssrluitung im Hauie. Zimmerpreiao smmm «leklriscber Beleuchtung und SerWo per Person I. Stock fl. 1-80 . 4h fl. 1'60, 3. Stock fl. l'-lft^m Hintertrakt fl. 1,20. ■V" Jüt^'Hadcrn d.sVarelaes rei»«ndd^Kanfleute Rabatt. M|Wl L"^» (10 Minuten Tom ßtephansplstz.) UoA|*tacger nrl Witzmann. Danksagung. Für die überaus liebevolle und allgemeine Theilnahme an dem so plötzlichen v erluste unseres innigst geliebten Gatten, Vaters bezw. Grossvaters etc., Herrn Leopold Wambrechtsamer sowie für die reichen Kranzspenden sagen - ausser atande jedem einzelnen zu danken — tiefgefühlten innigen Dank; insbesondere aber dem löbl. «Hier Männer-Gesang-Verein den k. k. Behörden, der löbl. Stadtgemeindevertretung und der löbl. Genossenschaft SSIS Die trauernden Hinterbliebenen. Aufgebot. Ea wird zur allgemeinen Keuntniss gebracht, dass 1. der Bergmann Johann Mrak, wohnhaft zu Borbcck, Lindenstrasse Xr. <6. Sohn der Eheleute : Tagelöhner Valentin Mrak nnd der Gertrad geborenen Kikelj tu Unter-Trebuse und die jstwerblose A*tonia Vodovink, t Burb^)(^,indenstrasse 72. verstorbenen Ehe-nners Jnhsi>n Vadornik Feboreoeu Korose« nnander eingehen wollen, nfmachnng dieses Aufgebots •Gemeinden Boibeck nnd Sanet Paol ia geschehen. Zj;ß Borbeck, am 19. Janaar 1899. Der Standesbeamte: (L. S.) Hoffstadt._ Gewölbe Ecke der Grazer- und firabengasse ist zu vermiete ett'V Anzufragen daselbst, I. Stock, bei der HauseigenthQmerin. ]igtn—u Ein stockhohes (eaMitiaus sammt gedec^fer Kegelbahn und Lust haus, Wirtschaftsgebäude sammt circ^i Joch Grund für einen töchtiger^^Wirt und Oekonomen. Anzufragen in der Verw. ,D. VF.' unter No. 3506—10. der N'iUini aschi. Haneb aJtrUfltt imd ^rau^ebn: «kteiaäbuä) brudtiti „Veltia" in inga- u. Ischaftl. hinen, ihmscher-laNchinen etc. isten und billigsten bei ia Hachenburg. kostenfrei Hauptkatalog. |er an AMma (Lustmangel. BeNemmMqen» leidet, erhält umsonAMid ponoftei die qesetzl. geUfgf EL« Astdma. Tafeln V-Vrobtertn.^ßsan schreibe seine Adresse per. PosttarwM^ M. Elf. Fabr. pharm^ Prä. par^^berursel Frankfurt a. M. 347S.1» Pläss-Stanfer-Kitt ia Tuben and OlAaern mehrfach mr^iold-und Silbermedaille* prämiiert. scirWl Jahren als da* stärkste Binde- und Elet.eM^l rühmlichst bekannt. somit das vMMglichste sau» Kitten zerbrochener GegenTffcia empfiehlt: PffHnfpTNfts i32- Sicheren Erfolg bringen die allgemein bewähr,«« alier's PfefferiiHjnz-Caramellen gegen Magenweb illtd schlechten, verdorbenen Wtiigen echt in Paketen ä 20 Kreuzer bei ©jumbat'# Erb nHiachsolg. M Lauscher, „«vle-->«po,!ieke- nl 6iüi, 0d)War)l & (Sq., Apotbek.I »zorMariadils" in Cillnj Z22l—3.-J ^lttentod ItK-tidLmmisch, petihsch) ist das best«; am Ratten and Xüasa schnell und »icheT^i ^vertilgen l'nschla-lich für Menschen ffl^Haosthiere. Za haben in Paketen a 3fl\spd 60 kr. j» der Apotheke car MarialUt; Cilli and In der Apotheke in Rann. — >tz :win«buct)3cudaei „l&clcU" tu ÜiUi.