Hummer 18. prttau, den 11. Zuni I8JM). I. Jahrgang. Pkttam Zkitlllig. Erscheint jeden t., 11. und 21 brf Monate» — Prei« für Petlau mit Zustellung in« Hau»: Vierteljährig fl —.72. halbjährig fl 1-U, ganzjährig st 2 80; mit Postsendung: Vierteljährig fl — 82, halbjährig fl- IM. ganzjährig fl- -'120 Einzelne tamnn H kr ?chrifileit»»g »»d Serwaitung: Vürgergaffr Nr. 14, Petla». Handschriften werden nicht zurückgestellt! nicht unterfertigte Zuschriften »erd«» »»r da»» derüiksichtigt, wenn selbe nicht gegen da« in der ersten Nummer diese« Platte« entwickelte Programm verstoften Der Verwalter August Heller übernimmt Ankündigungen im Manuskript oder zur Adlafsung. sowie Auskunft und Vermittlung unter strengster Verschwiegenheit. Ankündigungen werden billigst berechnet, gleichlautende Ankündigungen oder mit kleiner Abänderung halb- vder ganz>ährig bedeutend billiger Manuskripte jeder Art bittet man b>« längsten« 27. 7. und 17. jede« Monate« einzusenden, damit der Truck sür die nächste Nummer auch recht- zeitig erfolgen kann Pettauer Gewerbeverein. Im Rechenschaftsberichte de« (Mfrocrbrominf* von Prttau in der Nr 12 der Pettauer Zeitung befind sich eine Zusammenstellung bezüglich der Altersversorgung für erwerbSun-fähige Gewerbetrk'' "de nebst Weilern», in diesem RechenschastS-berichte angezogenem, sür (bewerbe- u. Grundbesitzer ersprießlichem Wirken. Dieser PetitiouS-Beschlus« lautet wie folgt: Zu Punkt 4 der Tagesordnung übergibt der Obmann den Borsitz an Herrn Obmannstellvertreler Ornig. Herr Ornig ertheilt da« Wort Herrn Kammerrath Heller zu Punkt 4 der Tagesordnung. — Selber beginnt mit dei Verlesung der Petition. Punkt 4 der Tagesordnung: Hoher t?ande»au»schuso! Der Gewerbeverein von Pctl.'.u hat in seiner Haupt-Versammlung vom 13. April 1889'nach vorhergegangener Berathung eine Petition an den hohe» La»desau«schus« dahin gehend zu richten beschlossen: Ein hoher LandeSanSschuis geruhe über nachstehenden Antrag und dessen a»«führliche Begründnng dem steiermärkifchen Landtag eine Borlage behns« Ausarbeitung gesetzlicher Formen, unter dem Titel: „Schaffung eine» Altersversorgungsgesetzes für erwerbsunfähige fteucrpfl chtigc Mewerbelreiliende und deren Familien," auf nachstehender Basis zu machen. Sollte der hohe Landesausschus» die Kompetenz in Bezug des gemachten Antrages, diese Borlage als Landesgesetz allein, ablehnen, so bittet genannter Bertin, ein hoher Landesausschus« geruhe in diesem Falle, eine, vorgenanntem Zwecke dienende Borlage an den Landtag behuss Ausarbeitung eines ReichSge-setzeS gütigst unterbreiten zu wollen. Die heute so schwankenden Berhältnisse insbesondere der gewerblichen Stände haben Verschiedenes wachgerufen, wovon sie Schutz ihre« ferneren Bestandes zu finden hofften. Allein vergeben« waren bi« nun alle die«bezüglichen Anstrengungen. Allgemein und mächlig ist die Bewegnng de« einst wohlhabenden bürgerlichen Handtverksstaudes. twlcher durch die neuen commeriitllen Berhältnisse, durch die immer mehr und mehr emporblühende Großindustrie, durch die Vergrößerung und (Erweiterung der StrashanSarbeitSclablifiemeiltS. durch den großen Aufschwung deS Maschinenwesen«, in seinen Grundvesten erschüttert wurde, au« seiner ursprünglich« festeu Luge gerückt und an« dein ruhigen Fahrivasser in die wildbrausenden Wogen hinan^efloße» wurde, um in diesem beständigen Kampfe zu erlahme», zu unterliegen. Der mächtige Schrei um Gleichstellung. Einschränkung der Großindustrie, jener Gewerb«katrgoritn namentlich, welche durch Erzeugung von Schnndwaare den kleinen Handwerksmann zunächst schädigen, er verhallt uugehärt. Da« gleiche Schicksal haben die Bestrebungen um Ei»' schränkung des Hausierhandel«. Abschaffung der StrafhauSarbeit. Einschränkung der unumschränkten Gnverbeverleihung n. E« sind zu mächtige Berbündete, welche all' diese An-ftrcnguügc» zunichte machen. Der Staat tritt, genöthigt durch die riesige Erweiterung de« H»erstande«. an die Bevölkerung mit Anforderungen l»eran. welche jede dieser Einschränkungen unmöglich machen. Da« neue Gewerbegesetz die ZmanqSgknossenschciften. von welchen sich der Gewerdesland Große« erhoffte, selbe sind in allen Theilen für den Gewerbestand ohne Bortheil. Die Lasten hingegen, welche durch die ZwangSgenossenschaften anderseits entstanden sind, für welche man eigtntlich keinen nutzbareli Grund finden kann, sind nicht unbeträchtlich, — allerdings aber sind die Erfolge, welche die Steuerbehörde» dadurch zu verzeichnen haben, zufriedenstellend. Da« Gewerbe Tausender, welche ehedem eine ganz er-trägliche Steuer trugen, wird jetzt gegliedert, die Steuer in die doppelte, ja oft in eine drei- bi« vierfache getheilt. Die Handel«- »nd Gewerbekammern werden mit Anfragen Aus meiner Cadettenzeit. jgarlasfin«. Nebst noch mehreren Infanterie Regimentern, auch Trup-pen anderer Waffengattungen, befand sich auch da« Regiment, zu welchen« ich gehörte, eine« Sommer« im Zeltlager bei Bar-lassina, halben Wege« zwischen Mailand und Eomo. Der Bormittag gehörte den Manövern und anderen dienstlichen Beschäftigungen, der Nachmittag aber, nach dem Befehlau«geben. weicht« gewöhnlich um vier Uhr vorüber war, gehörte un«. Dann begannen wir die Gegend unsicher zn mache». Die Ortschaften lagen hier kehr nahe bei einander: wir berührten sie alle aus unseren Entdeckungsreisen So kamen wir auch eine« Tag»'» nach Eogliale und sanden, das« der Pfarrer Eoci ein sehr nette» Kind in feinem Hause hatte; war e« rede dieser Entscheidungen bildet ein neue« Steuer-Objekt. Xie Grwerbetreibrnde» wurde», ohne es eitMtlich selbst recht zu wissen. Aussichtsorgane für die Steuerbehörden Namentlich in kleinen Städten oder Märkten ist es oft nicht möglich, das« ein HandwerkStrcibender. insbefonder« wenn dieser einer größeren Familie gegenüber Verpflichtungen hat. von feinem Erwerbe allein diesen Verpflichtungen nachzukommen im Stande ist, er mus« sich daher nothqedrnngen um einen Nebrnrnvrrb umsehen, allein der kleinste »»bedeutendste Handel, eine jede Concnrrenz ausschließende, oft niemanden schädigende Beschäftigung verhält ihn zu »eueu Steuerleistungen. während der Großkaufniann, der Großindustrielle, der Gemischtwaaren Händler und der Hausierer mit Allem nur unter Einer Steuer-leistung arbeiten und Handel treiben darf! ES ist ganz festgestellt, das« der kleine Mann, welcher von feinem kärglichem Erwerb lebt, im Vergleich zu den Vor-genannten, namentlich in Bezug de« Einkommen«, viel zu hoch besteuert ist. Tiefe Genosseinchastrn nun haben un« durch die Zeit ihre« Bestände« über ihre» Zweck vollkommen aufgeklärt. Die große Eonrnrreuz. ivelche durch die Freigebung de« unumschräukteu Gewerbebetriebe« entstanden ist. und welche auch durch da« neue Gewerbegesetz in nicht« eingeschränkt wurde, lKibk» in der geiverbliche» Bevölkerung eine» Zustand geschaffen, weichn die Aussicht ans Erwerb eine« Rothpsennig« für das Alter ganz »»möglich macht. Die einstigen Enoerbsverhältmsse waren für den thätigen lyeschäftsinan» dir Grundlage, worauf er sich seine Altersver-sorgung erbaue» kouiite, die einstige» Eoneurrenzvt'rhältnisse hatte» eine solide Gr»»dlage. welche heute durch Fabriksschund-lvaaren, Überproduktion, übermäßige» Andrang zum Gewerbe-betrieb, ivodurch ein gegenseitige« Überbieten und Haschen ent-standen ist. zumeist natürlich abhanden kommen musste Die heutige Zeit bedingt dir äußerste physische und geistige Anstrengung, um die Forderungen de« Staates und der eigenen Existenz zu befriedige» und nur zu oft wird die« nicht erreicht. E« ist wohl selbstverständlich, das« der .Handwerker mit der größten Besorgn,« an da« Alter oenkt, wo die physischen »nd geistigen Kräfte schwinden, der Arm erlahmt, da« Auge schwach »nd da« ewige Naturgesetz dem Körper die Ruhe gebietet. Welche sind »un die Aussichten dieser gelverblicht'» Eoin battanten, ivelche die Sucht nach Brobenverb gegen einander führt, und welche in diesem harten Mampfe des gegenseitige» Ringens unterliegen, dein Stärkeren a» materielle» oder per-söülichrn Vorzügen den Platz räumen müssen? Da» SiechenhanS, spärliche Äemeindeuilterstttznng oder da» bittere Brod verwand-schastlicher Gnade. Um allem diesem zu entgehen, wandern Tausende hinüber »ach den transatlantischen Welttheil, in der Hoffnung, dort zn erreichen, »va« ihnen hier aussichtslos erscheint, — einen Roth- und einen mehr al« klaftrrlange», einläufigen Schießprügel hinausschlebtiid, schrie er uns mit einem höchst unchristlichen Fluche zn: .Wenn ihr nicht augenblicklich geht, ihr verdammte Rotte, so fchieße ich." Wir lachten ihn au« und giengen. Ei« aiiderSmal wäre e« mir beinahe übel ergangen. Wir hatte» wieder einmal die halbe Nacht die Ortschaften durch, streift. Die Kameraden hatten mich bereit« verlassen, ich gieng allein gegen da« Lager, da traf ich auf eine Schildwache, die vor einem Gebäude stand, vermuthlich ein Magazin. Wa« will die Schildwache hier, dachte ich und fragte dieselbe, einen Italiener Der Posten hieß mich meiner Wege gehen, so leicht ließ ich mich aber nicht abfertigen, ich wnrde dringender »nd als er mir keine Aiitwvrt gab, begann ich sein Schilderhau» mit Steine» zu bewerfen, er ermähnte mich nochmals, als da« aber ebenso ergebe»« »vor. so schoß er. Eine Muskete von damal« wo? eigentlich ein recht Harm-lose« Instrument, unter hundertmal gieng sie neunundneunzigmal überhaupt nicht li» und traf dann sicher nicht. Die Mu«kete der fraglichen Schildivache nur. war ein recht naseweises, unreifes Ding, die ihre Schuldigkeit durchaus nicht verstand, den» sie Pfennig für da» Alter! Sie steilern Unbekanntem entgegen, nnd verlassen einen an Lebensrnittel reichen Welttheil. Ein Land, in welchem daS Doppelte von dem ivachst. waS aufgebraucht werden könnte, ein Land in dt'm sich die Bodenprodukte für den Landwirth, Weingrnndbefitzer in oft bedenklicher Weise stauen, er verläßt es um in einem fernen Welttheile zu verkomme». E» ist befremdend, das» die Ernäheungsverhältnifse den Ernähruiigsmitteln gegenüber so schwer sind. Große Ursachen müssen zu Grunde liegen, um eine solche Wirkung hervvrzu-bringen. Die Ursachen sind der große Steuerdruck auf Grund und Boden und die ungleichmäßige Steueraustheilung den an-deren produktiven Länder» gegenüber, welcher indirekt aus den Gewerdeftand nachtheilig einwirkt, so dass geschäftliche Krisen, oft gänzliche t«eschäft«losigkeit eintreten. Dieser Druck wirkt nun direet ans alle Stände, da man-gels Eonsum da» Produkt ohne Nachfrage bleibt, daher eine unnatürliche Überproduktion de» Bodenproduete» eintritt: denn wa» würde die Billigkeit eine« Laib Brode» z. B. nützen, wenn selbe» auch nur 8 kr. kosten würde, wen» der lSa, renig nein, es war doch eine schöne Heit, Geld in Fülle für meine Verhältniffe, eine unvenvüst-liche Gesundheit und ewige gute Laune. — Tempi |>a**ati! Feinde — bis Noth im Alter! — zu beglqnen wäre So vielfältige »ud wohlthätige Iustitiitioiie» dienen dem (Gewerbe-stände als uachahmuiigsivertlies Muster zur Erreichung deS segensreichen Zivecke» einer wenn auch kleinen, bescheidenen, unabhängige» von jeder Gnade emanripirten Lebensstellung im Alter Der GewerbSmann, der Handwerter, ivelcher durch harte Arbeit sich als nützliche« Mitglied der menfchlichen Ge> fellichaft vor allein das Recht erworben hat. den anderen Ständen gleichgestellt zu werden, auch er soll seine ruhige» Tage haben, frei und unabhängig sein Leben beschließen, nicht die Wohlthat der Gemeinden, »och unwillfährige Unterstützung hartherziger Benvandten entgegennehmen zu brauchen oder gar sich in Siechenhäiisern mit Narren uud Cretin« zusammen pferchen zu lasse». Die Versorgung der f. k Staat».. Postbeamten, der Landes- und Cummnnalbeamten. der f f. Staats- und LandeS-prosessoren, der Volk« und Bürgerfchullehrer, der Bahnbeamten und .Bediensteten zeigt den» Gewerbestande den Weg der Selbst-Hilfe, Schaffung eine« selbständigen PensionSsond« Der Pen-fionSfondS für die f. f. Staatsbeamten besteht »nd wird dadurch vergrößert, das« dieselben beim Übergänge in eine höhere Rang-Classe zu diesem Fonds Beiträgt leisten müssen, der der Pro-sessoren und Lehrer wird durch einen gewissen Perzentjatz von dem Gehalte gebildet, der der Bahnbeamten und -Bediensteten ebenfalls aus deren Gehalt geschaffen. Allerding« könnten die Gewerbetreibende» keinesfalls auf eine folche Höhe vo» Versorgung Anspruch macheu. wie ei die Vorerwähnten genießen, weil deren Zahl viel größer ist. Auch könnte eine Unterstützung nur dann eintreten, wenn eine wirkliche Erwerbsunfähigkeit constatirt ist, nicht fo wie bei pensionirten Offizieren und Beamten, welche, wie eS den An-schein hat. noch Tauglichkeit genug besitzen, in ihrem Ruhestände Dienste und Amter zn übernehmen, wodurch gar manchem hart bedrängte» Arbeitssuchenden der Erwerb entzogen wird. Diese Mittel könnten nun aus administrativem Wege, mit der Stenerleiftung eingebracht, leicht beschaffen iverden »nd zwar durch Einzahlungen eine« Fvndsbettage«. mit Rücksicht auf die Abstufung der Steuerleistung und dadurch, das« bei Verleihungen von neuen Gewerben ei» höherer Betrag beim Antritte desselben in diese» Versorgungssond« zu leisten wäre. Dieser Betrag würde sich ebenfalls nach dem Umfange de« Gelverbe« richte» »nd könnte bis a»f lOO fl. nnd noch mehr bemessen werde». Die Lebens- und Rentenversicherungen zeigen uns eben-falls den Weg, wie durch Sparsamkeit »nd selbst kleine Ei»-zahlunge» ein ansehnliche« Capital geschaffen iverden kann, und wie sich noch dabei zahlreiche folche Institute Millionen schaffe». Wen» ma» die ziffermäßige Anzahl der HandwerkStrei-bende« mit Einfchluss der Gastwirthe von Sleiermark beiläufig mit 4300 annimmt, eine DurchschuittSziffer zur Erreichung eines PensionSfvndeS nach der Steuerleistung pr. 2 fl pr liknxrbe-betrieb und Jahr feststellt, so erreicht dieser Fonds schon im ersten Jahre die Höhe von 8000 fl. Wenn dieser Fonds nun durch fünf Jahre uiiangegriffen wächst, so erreicht selber eine Höhe vo» 47877 fl. Eine anständige Summe und stark genug, nm au« dem Zinsenerqebni« mit der Altersversorgung beginnen zu können. Wen» man noch den alljährliche» ZuflusS pr 8600 fl mit einbezieht. weiter« man fast mit Zuversicht daraus rechnen kann, dass Staat. Land und Gemeinden, welche durch eine solche Institution bedeutend entlastet würden, dem GründungSfonde mit vielleicht nicht unbedeutende» Summen betreten würden. Seine Majestät unfer allergnädigfter Kaiser sich in gewohnter huldvoller Weise diesem Institute bezeugen wollte, öffentliche Sparrassen und Geldinstitute in ihm» bekannte» Eifer, humane Bestrebungen zu stütze» »nd zu fördern, diefeni Fond« Wid-mungen angedeihe» lassen würden, so wird sich dieser Ver-forg»ng«fond« in einem Jahrzehnt zu einer bedeutende» Höhe emporgeschwungen haben. auS dessen Zinfengenufse ein für den Gnverbebestand und dessen unmittelbare Angehörige sorgenfreies Alter gesichert «See. Der Gewerbeverem vo» Pettau ist überzeugt, in dieser wichtigen Frage die ungetheilte Zustimmung nicht nur von Steiermark allein, sondern von dem ganze» Reiche zu besitze». Die Mittel sind klein »nd leicht erträglich, die Wohlthat groß und niächtig. Diese angeführten Zahlen follen nicht als Noriii. sondern als Beispiele diene». Ganz sicher ist a»z»iiehmen. dass, wen» die alljährliche» Foiidsbeiträge, einzuzahlen mit de» Steuerguartale», »ach der Steuerleistung qualifiziert werde», dass dieser Fonds möglicher-weife die doppelte Höhe von dem beispielsweise angeführte» erreiche» wird. Die Zuflüsse, welche diesem Fonds zugute komm, » würde», auf das Kronland Steiermark allein beschränkt, sind allerdings noch »»bekannt, daher in eine Aufstellung nicht einzubeziel»?» Der Wunsch der geiverbetreibenden Bevölkerung ist gewiß der gleiche, nnd besteht darin: Ei» hol>er La»deSa»«schus« ye ruhe, mit Hinweis auf die angeführte Dringlichkeit, dieser Petition die geneigte Aufmerkfainkeit zu schenke» und dem Landtage eine diesbezügliche Vorlage hehus« gesetzlicher Ausarbeitung zu übermitteln. Aus dem Pettauer Gemeinderathe vom 4. Juni 18»0. Der Vorsitzende macht die Mittheilung über die bevorstehende Landtags-Wohl und die einzuleitende Besprechung wegen des einheitlichen Vorgange« Dann gelangt zur Berathung die Verwendung des von der Commune angekauften Bratschko'fchen (Wartens uud Gebäudes und wird die Ausschotterung der niederen Stelle. Pla-»ierung und Wegsverbreiterung. sowie die nähere Untersuchung des Gebäude« bezüglich der Materialien Verwerthung beschlossen. Bezüglich der Herstellung der eingestürzten Manerstrecke beim ärarischen Pcipflegs-Magc>zine, sowie gänzlicher Nieder-reißung und des Wiederbauens der eine» Längenseite werden Erhebungen mit der k. ». l Genie-Direktion eingeleitet, »m durch die Überlassung einiger Meter Grnnd eine Fahrstraße von der Bahnhofstraße gegen Rabldorf herstellen zu können. Die Anmeldung des Austrittes des Herrn Dr. Ritter v. Fichtenan au» der ersten Sektion wird über Aufklärung zurückgezogen. Dem Verschönerungsvereine wird für das Jahr 189«) eine Subvention von HOC) fl. bewilligt »nd hat derselbe wegen Übernahme der Bewartung des Glacis oder Parke« die näh-ere» Anträge z» stellen. Dem städtischen Diurnisten August Heller junior wird der bisherige MouatSbezug vo» 25 fi. auf 30 fl erhöht. Dem k. u. k. Major i. P. .Herr» Urfchitz wird die Mautfreiheit für lOO Fuhren Bausteine über die städtische Draubrücke bewilligt. Die Verfügungen de« ArmenratheS über mehrere Unter-stützungen und Abweisungen werden in allen Punkten genehmigt. Vermischte Nachrichten. lverschönrntny«- n. /remdroverkehrsverein pelian.» AuSschnßsitzling am' 3> Mai l8U0 Anwesend waren die rren: Major Koffanowich. Ornig, »tasimir. Gspaltl. Iol^rl ubitz, Kratzer. Über die eingelaufenen Beschwerde» de« Straß en-verkehre» bei der im Bau begriffeneu Zufuhrstraße zum Volksgarten wurde vom Herrn Major Kossanowich die Beschleunigung der Arbeiten freundlichst zugesichert, ivaS dankend zur Kenntni« genommen wurde. Der Brunnen, welcher »ach seiner Wiederherstellung eine kleine Vertiefung zur Folge l»atte, wo-durch die vorhandenen Brnnnenröhren sich zu kurz erweisen, wurde beschlossen, dieselben durch Ergänzung fertig zn stellen. Die Begehung und Besichtigung de« neu hergerichtete» Fuß-wegeS in die Hinterbrühl. welcher durch da« letzte große Gewitter viel gelitten hat. wurde nach de» vorgenommene» Neuherrtdi tnngen u»dVerbesserungen befriedigend in Augenichei» genommen Über dir Herausgabe eines ftriiicu Werkchens über bis Schichte Pettau sammt Illustrationen von Pettau wurde beschlossen, für Illustrationen 100 fl zu bewilligen, im Anhange einen Adressenkalender beizufügen nnb bie Zeile mit 50 kr zu be-rechnen. Für den zurückgetretenen Obmannstellvertreter Franz Wibmer. ivelcher vom Beginn an dtin Vereine durch sei»? une» müdliche uud sachkundige Tliätigkeit Große» geleistet hat. wurde vom Ausschuß,' für seine hervorragenden Leistungen und Widmungen der Tank angesprochen. Herr Obmaiiustellvertreter Wibmer motivin in seinem Schreiben bie Zurücklegung seines Amtes mit der Bemerkung, dass sein Alter unb seine Berufs geichäfte es ihm nicht mehr ermöglichen, diese Stelle anzu-nehmen nnd er es gerne jugendlichen, thatkräftigen Männern überlassen will Bei der vorgenommenen Wahl de« Obmann-ftellvertreters wurde Herr Jof Kasimir einstimmig gewählt Zum Schriftführer, an Stelle des zurückgetretenen Hrn. Pro-feffor Äaupmanu wurde Herr Jof Gfpaltl gewählt Für den Monat August wurde ein großes Bolksfeft mit verschiedenen Belustigungen Feuerwerk. Ballonfahrt se. beschlossen, dessen Rein-erträgniS zum Bausonde der neue» Badeanstalt zufließen soll (tchrrrvrrsammlunq > Am 11 Mai hielt der Berein für Lehrer und Schulfreunde eine besuchte Versammlung in der städtischen .^nabenvolksschule ab Der Borsitzende begrüßte die Anwesenden und widmete dem verstorbenen Mitglied. Herrn Paskotini, einen ehrenden Nachruf; die Mitglieder erhoben sich von den Sitzen. AI» »e» eingetretenes Mitglied wurde vor» gestellt das Fräulein Höber und Herr Brence als Gast bewill-kommt Nach Berlesnng und (Äenehmigung de» letzten Proto-kolle» wurde der Bortrag „Die Römer auf dem Pettauer Felde" vom Herrn (Gottfried Goffag gehalten. E« wird ihm dafür der Dank ausgesprochen und zugleich erfucht, eine Fort-setzung in kurzer Zeit wieder hören zu lassen. Zum Punkte „AlliaUigeS" stellt Herr Borsitzender bie Frage, wann bie nächste Versammlung stattsinben soll. ES wirb ber 20. Juli bestimmt. Nachdem sich nieniand mehr melbet. wird die Ber-sammlung geschlossen (Erchrrtog Äl brecht > ist Montag den 2. Jnni zum Cur-gebraucht in Gleichenberg eingetroffen. itandlagswahlrn Am 27. Juni 1890 finben die allgemeinen Wahlen für den Landtag von Steiermark in den Wahlbezirken Pettau. Rohitfch. Frieda». Luttenberg und Pql-strau statt. ivrrbaad prktau des Kermanrndnudrs.» Heute Mitt-woch den U. Juni ist geselliger Abend in Osterberges Gast-zimmer. Beginn S Uhr. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Tentschnationalt Gesinnungsgenossen sind willkommen. — Bei Osterberger und Bonk sind bereits Sammelschützen und bei RoßMtUi». Bratschko. Rnes, Pogatschnig und F. Leskoschegg Sammclmohren aufgestellt, weshalb die Mitglieder ersucht werden, derselben bei passenden Gelegenheiten zu gedenken. ikonrrrk i« VolKsgarten., Am FrohnleichnamStage Nachmittag fand im Bolksgarten ein Eoneert der Harmonie-Capelle de« Musitvereine« vv. Pettau statt. Die Lei-stnngen bieser La pelle können mit Recht vorzügliche genannt werben uub wirb bem Publikum um ein billiges Gelb dcS angenehme Vergnügen, eine schöne Mnsik zu höre«, geboten. D« bie Anordnungen einer solchen Musik groß sind, so hat ber Mufikverein mit seinen beschränkten Mitteln eine große Aufgabe zu bewältigen, ba nur zahlreiche Proben eine so voll-stänbige Ausbildung der Mnsik ermöglichen. Die materielle Unterstützung dieses BereineS ist noch immer eine höchst «n-genügende. Wenn daher an die P T. Bevölkerung von Pettau ein diesbezüglicher Appell ergeht, so möge dieselbe, eingedenk des eifrigen Streben», eine gute, billige Musik zu ermöglichen, auch demfelben die nothwendige Unterstützung a»gedeihen lasten. (Ant Monat» ViehmarKi am 4. i> JR.} wurden auf-getrieben: 144 St Ochsen. 320 St. Kühe. 189 St. Jungvieh. 5 St Saugkälber, 1 Ziege und 28 St. Pferde, davon 2 kroatischer Provenienz; V St. verschiedene Rinder: im Ganzen 696 St. Der Verkehr war l Iihast und die Preise gut. Der nächste Viehmarkt wird Mittwoch den 2. Juli d. I. abgehalten werden. «UachrnI» Bor Kurzem trug man den hier durch mehrere Dezennien domizilierende» Herrn Dominik PaSkotini. k. und k. Major i, R. zu Grabe. Seine Leu"' 'igkeit und Bürgerfreund-lichkeit war allgemein bekannt. Bei der Landwirtschasts-Gesell» fchaft war er durch eine Reihe von Jahre» Obmann, und eine» der eifrigsten Mitglieder derselben. Da» Leichenbegängnis wurde mit dem ganzen Anfwaude der ihm gebührende» mili-tärischen Ehren begangen, indem das k. f. Pionnicr-Bata'llo'i unter dem Commando seine» Commandanten. Herrn Major Koffanovich. bei dem Leichenzuge in Parade aufmarschierte uud eine Ehrensalve abgab. Dr» Verstorbenen, welcher auch ein stiller Wohltäter war. wird Pettau stets in Ehren gedenken. Vochenmarktpreise i« Pettau im Juni 1890. Weizen.............pr. 100 Ko. fl. 8.50 Korn.............. „ „ . 7.50 Mai«.............. . . . 650 Hafer .................8 — flwfte.................8 — Hirse.................6.— Buchwtizen (Haiden).......„ . . „ 8.— Eier ..............t00 Stück „ 2.— Speck...........- . „ 100 Ko. . 60 — Schweineschmalz.......... , . . 75 — Rindschmalz..............90 — Laib Topfenkäse.......... 1 Stück „ —.10 Süßr Milch........... 1 Liter . —.08 Süßer Rahm.............„—.16 Saurer Rahm........... „ . , —.20 Zwiebel............. 100 Ko. . 9.— neue egqptische......... „ 10.50 Kartoffel, frühreife, Rosen-.....pr. 100 «o. fl. 3.— . gelbe, späte........ „ . . 2.60 neue 1890......... „ . . 14.— Fisolen, bunte..........pr 100 Ko fl 5.50 weiße............. , 6.50 „ . runde.......... . 7 — Wachtel............. 7.50 Knoblauch............ „ „ ,. 20.— Hühner, jinige Brüt.......pr. 1 Paar fl —.76 Rindfleisch............ l Ko. ..—.40 Kalbfleisch............ „ „ . —.40 Geselchte« Schweinefleisch...... „ , „ —.80 Dampsmehl Nr 0.........100 . , 16 — * #»••••••••» R i» « 15.— * ff«........ff ff * * 14.50 * ». 3.».»»«»»„ i» „ ff 14.— 1 ia _ » #*••••••••• • n » * 5........... „12.50 ß 12_ * ff U M »» M 7 U __ m n i, M n m *7' u m » ••••♦•»• # m * n Weizenkleie...............5 — KornNeie............. . „ . 5.— 4 Raummeter Buchenholz..........fl. 12.— 4 „ weiches Brennholz........ 7 — 100 Kilo Glanzkohle............. —.96 in Wagenladungen von 150 ui-rirte und gestreifte Modeitotle, b0 Cm breit, auf Schlafrocke. Trauen- und XI O Kinderkleider. 10 Meter II- oupon- und 'Dreidraht* fctotfc in allen. MoJefjrben, {1 Q 10 Meter la 3 50, 11.1. II- £»8 Brocjt-| Jacquard- und tMoll-Rips-StoHc, K0 Cm. breit, in allen erdenklichen fl O Farben. 10 Meter fl 4 und II "rE Nervy, II) Cm breit, zart ge streifler Modestoff In neuesten streifter Modestoff In neuesten Modefarben, 10 Meter eige und Doris, neueste glatte und carrirte, rein wollene ModestotTe, 10 Meter fl. 4.50 fl. ß-50 Terno u. Cachemir, doppel- <1 A breit, schwär, u farbig. 10 M 11. ^» Blaudruck und französ. Cretone ru,r Waschkleider, fl Q 10 Meter fl 3.20 und II £*50 Wollatlas, doppelbreiter Wollstoff in Schwan und allen <1 C ** stoff, in Schwan und allen <1 C Modefarben, lü Meter____ 11 O.50 Vorhänge,Decken.Teppiche. Jute»Vorhangs, neueste Dessins, cnmplet, iweifarhig fl. 2.30, <1 O vierfarbig II- ^*50 Jute-Garmturen, 2 Kett u I Tischdecke, neueste lurk Dess., <1 C tweifarbig fl 1.50, vierf.irbig II O. Abgesteppte Rouge-Decken, fl O " cnmplet lang u breit, I Stuck II Jacquard - Manilla - Lautteppich, 10 M. lang, dnuer- fl Q hafte Qualität, II» *3.50 Rips-Carnitur, / Bett- und l Tischdecke, modernste Farben- fl A lusammrnstrllung /ll< ^»50 ■rrmiiBifi 1 j i 1 I.MWWWWM m W ■ 1 ■ ■ 1 1 m m rfTlTTtPTTTTTffntrWriB mJ ^MAWWWMWWkMWW^ 1 Leinenwaaren und Weben 1 g QKl H I Die Verwaltung dieses Blattes bittet hiermit, dem Schriftleiter August Heller, Bürgergasse Nr. l4, lecrftchcnbc Wolinunqen sowie .WohnungS-suchende bekannt zu geben, da derselbe nur dann zur Bequemlichkeit deS P. T. Publikums eine Evidenz-Haltung über Wohnungen und Wohnungssuchende mit gewünschtem Erfolge führen kann. 17 in ¥ all i»l ltl tr f01" die Spenglerei w'sd *°--EilH III 1111^ fort ausgenommen. Nilhere* in der Administration des Blattes. Für ein Specerei-Geschäft wird ein Lehrling sofort aufgcnommrn. Wo. sagt dir Administration d. W. Zur Richtigstellung. Die in der letzten Nummer der l'ettauer Zeitung vom 1. Juni 1 HOC) enthaltene Warnung über Herrn Carl Heitzmann, gewesenen Uhrmacher-Geschäfts! eiter hier, hatte von uns hauptsächlich nur diesen Zweck, um die t »laubiger des Obigen. welche von uns die (iutstehung und Kinkassierung forderten, ferner hintan zu halten. Josef lispaltl, l'ettau. tiostav (ispaltl. Kann. Pettauer Borschuss-Berein rrniftrirrtc >Hr»»ssr»schast «i> »»beschri»ttrr Haftliß Aland Ende Mai 1890: Mitglieder.............498 Sezetchmte Stammantheile a fl 50.— . . . 983 Mitglieder Brnnögru. Einbkzahlte Stammanthrile . . . fl. 42,839 24 Rcfervctond.......... 18,006.21 Forderungen..........169,178.13 Zchiildenftand Spareinlagen........fl 101,146.15 Giro Lbligo......... 4,330.— BC" S»arei»lagen werden vom l. eine» jede» Monade» bi« »um Sehedongalagr mit o'l, •rrjiaft. MÖ HEL-LAGER 4mi Leop. Brillltsoh, Brai, Neugasse 7, I. St empfiehlt Min grosse* Lager complptrr Salon-, Speiae-uoil Schlafzimmer - Einrichtungen, altdeutache Renais-aaaoe, eigener Erieagnag. neb»! ilern , in« grosse Auswahl von itcu vi,r«c'lii»-ili'»artijMeri polirten u. lakirten Möbeln, •latu-rl<>n in.ylirhst billigen Preisen. Zu miethen oder zu kaufen gesucht: Ein kleines in der Nähe von Pettau. Antrüge an Herrn Ornig oder die Administration d. Hl. Hausverkauf in der Herrengasse in Pettau. Das Haus int 2 Stockwerke hoch, hat 18 Zimmer, 7 Küchen, 2 Verkaufsgewölbe und 3 Weinkeller. Zu diesem Hause gehören f> Ackerantheile und wird selbes unter äusserst günstigen Bedingungen verkauft. Kauflustige wollen sich wegen näherer Auskunft an Ignaz Spritzey, Pettau, wenden. r Kaiserl. knnigl. «ös XIV. gemeinsame Staats - Wohlthätigkeits-Lotterie. Lose ä 2 Gulden Haupttreffer 100.000 fl. Notenrente Ziehung am 3. Juli 1. J. zu halten bei dem Bank- und Wechslergeschäft Schelhammer & Schattera WIEN, L, Kärtnerstrasse 20. Uralitätk»- u»d Falirnilsr-tlrrstrigtrung in Ober- und Unterrann, Wresovez, Lubstova und Pettau. Vom k. f. Bezirksgerichte Pettau wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Herrn Dr. Franz Jurtela als Concursmafse-Verwalter die crida-mäßige Versteigerung der nachbenannten, in die Concursmasse des Julius Tognio von Pettau gehörigen Realitäten und Fahrnisse, und zwar: a) der auf 5104 fl. 40 kr. geschätzten be- rann und Einl.-Z. 271 und 272 der Catastral-in der Gemeinde Oberrann gelegenen, hausten, 4 Joch 1029 Quadrat Klafter umfassenden Re- demnnde Unterrann ans den 13. Juni 1890, vormittag» um 10 Uhr olilit, EmI .Z 4 Steuftflrmein^ Cktrann; Qm 0[„ ^ scalj,st[l, in Cbfr unb Unterra„„. I. \ h«r Ait# Q-aW n U fv uttn Oiv Q CT Qs\ !«• ^ . .... . _ . h) der auf 358 fl. 40 kr und 2ß8 fl. 80 kr. geschätzten Realitäten, Einl -Z. 271 der Steuer-gemeinde Unterrann, im Flächenmaße von 1 Joch 1536 Quadrat-Klafter und Einl.-Z 272 der Steuergemeinde Unterrann, im Flächenmaße von 1344 Quadrat-Klafter; 2. bezüglich der ml c) genannten Weingart> realität in Wresovez, Einl.-Z. 14 der Steuer-gemeinde Wresovez, und der ad f) genannten, an dieser Realität befindlichen Fahrnisse auf den 16. Juni 1890, vormittags um 10 Uhr c) der auf 4156 fl 62 kr. geschätzten, in am Orte der Realität n Wresovez; der Gemeinde Wresovez gelegenen Weingartreali- 3. bezüglich der ad d) genannten Weingart- tät, Einl.-Z. 14 der Steuergemeinde Wresovez, realität in Lubstova und der bei dieser Realität im Flächenmasse von 27 Joch 1208 Quadrat-Klaft.; befindlichen sub g) genannten Fährnisse, besteh- d) der aus 3870 fl 91 kr. geschätzten, in ™d in Zimmereinrichtungsstücken. Wein, 1889-der Gemeinde Lubstova gelegenen Weingartrealität, Jahrgang, Brennereieinrichtung tc., den Einl.-Z. 6 der Steuergemeinde Lubstova, im Flä- 1». Juni 18S0, vormittag« um 10 Uhr chenmasse von 16' 3^» 796 Cuodroi-ftlafter; am 0rte Realität in Lubstova; . tel ,r ™ ® flüf ÖCm 4. bezüglich der sub e) genannten Haus Hause Consc.-Nr. 7, in der Burgergasse m Pettau. i„ Pettau aus den Bauparzelle 166, und der aus der Bauparzelle 165 erbauten Wagenremise bestehenden Realität, Einl.-Z 188 der Steuergemeinde Pettau; f) der an der Weingartrealität in Wresovez befindlichen, aus 210 fl. 68 kr. geschätzten Fahrnisse; 20. Juni 1890, vormittag» vo« 10 bi» 12 Uhr Hiergerichts Zimmer Nr. 14 und 5. bezüglich der ad h) genannten im Hause Eonsc.-Nr. 7 der Bürgergasse in Pettau befind- g) der an der Weingartrealität in LnVstova lichen Fahrnisse, bestehend in Lagerfässern, Pferde-befindlichen, auf 759 fl. 90 kr. geschätzten Fahrnisse; geschirr, verschiedenen Wägen. Schlitten *., auf den h) der im Hause Consc.-Nr. 7 der Bürger-gasse in Pettau befindlichen, aus 570 fl. 50 kr. geschätzten Fahrnisse — bewilligt und zur Vor-nähme der zweiten u. letzten Realseilbietung und zur einzigen Fahrnisse-Bersteigerung die Tagsa-tzungen, und zwar: 1. bezüglich der ad a) und b) genannten Realitäten, Einl.-Z. 4 der Eatastralgemeinde Ober- 20. Juni 1890, nachmittag» um 2 Uhr im Hause Consc.-Rr. 7, in der Bürgergasse in Pettau — mit dem Leisatze angeordnet worden, dass die Realitäten bei dieser zweiten Feilbie-tungs-Tagsatzung, sowie auch die Fahrnisse, nöthi-gensallS auch unter dem Schätzwerthe an den Meist-bietenden hintangegeben werden. die /eilbirtungsbedingnisse und das Inventars Protokoll könne« hieryerichts o. beim Concurs-Masse-Verwalter Dr. Jurtela in pettau eingesehen werben. K. f. Bezirksgericht Pettau, am 2. Mai 1800. (i esch äst s-Ü ber n ah nie und -Eröffnung. (gefertigter beehrt sich hiermit einem P. T. Publikum höflichst anzuzeigen, dass er das Lager von Bildern, Spiegeln nnd Uhren aller Art des Herrn Ludwig Yontschin au» Graz, Minoritenplatz Nr. 4 hier, in Commission übernommen hat. Auch beehrt sich derselbe gleichzeitig anzuzeigen, dass er im gleichen Ixx-ale die Uhrmacherei ausüben wird, Uhren aller Gattungen in Reparatur übernimmt und verspricht selber, die P. T. Kunden auf das schnellste zu bedienen und die billigsten Preise zu machen. Um recht zahlreichen Zuspruch bittet achtungsvoll Pettau, den 10. Juni 189(). CHTI HeitZIIlJMn. ^Im Schlosse ;se Oberpettau / ist eine ^ zu vermiethen. Anfrage bei der Gutsverwaltung. Au verkaufen: 40 fl. Ein Clavier 40 fl. Anftagen sind an die Administration d. Bl zu richtrn Dienste«-^ntrllge. Lw ssut erzogenes, verlässliches Mädchen sucht als Kinds- oder Stubenmädchen sogleich Platz. Anfrage in der Administration d. Hl. Ctoschäfts-Eröfifnung. (.iesertigter beehre mich hiemit einem P. T. Publikum höflichst anzuzeigen, dass ich in der l'ugerthorgasse, hier, Nr. 4, ein Sonnen- und etablirt habe. Ich werde ein reich sortiertes Lager von Sonnen- und Regenschirmen zur gefälligen Auswahl führen. Auch kann ich nach Anschaffung Wagen-, Garten und Maler-Schirme auf das beste und billigste erzeugen. In dieses Fach einschlägige Reparaturen verspreche ich jederzeit sofort zu cffec-tuieren und auf das billigste zu berechnen. l'iti zahlreichen Zuspruch bittet p.tt.B, d.n 1. jnni i«»o. Leopold Scharner. Erklärung. Ich endesgefertigter Martin Murschetz, Handelsmann in Pettau, habe mich leider zu dem unüberlegten Sehritte verleiten lassen, die strafgerichtliche Anzeige zu machen, es habe Frau Fanni Drganc, Gattin des k. u. k. Pionnierfeldwebels Herrn Peter Drganc in Pettau, zur J. E. Wes8enjak'schen Concursmasse gehörige Waren verschleppt. In Folge meiner Anzeige hat in der Wohnung der Frau Drganc in der k. u. k. Pionnier-Kaserne eine Hausdurchsuchung stattgefunden, welche die vollkommenste Grundlosigkeit der Anzeige ergeben hat. Nachdem ich in Folge meines obigen Vorgehens wegen Uebertretung gegen die Sicherheit der Ehre gerichtlich belangt worden, habe ich, um der Abstrafung zu entgehen, der Frau Fanni Drganc schon bei Gericht Abbitte geleistet und mich verpflichtet, eine Ehrenerklärung, wie selbe den Wünschen der Frau Drganc und ihres Gatten entspricht, in den von derselben gewühlten Zeitungen zu veröffentlichen. In Erfüllung dieser Verpflichtung erkläre ich hiemit, dass die Verdächtigung, als habeFrauFanni Drganc irgend welche nicht ihr gehörigen Waren verschleppt, als habe sie sich irgend welcher unredlichen oder gar strafbaren Handlung schuldig gemacht, vollkommen unbegründet und ganz und gar aus der Luft gegriffen war und ist. Ich erkläre, dass ich die erwähnte Strafanzeige gegen Frau Drganc ohne jeden berechtigten Anlas« erstattet habe. Ich leiste hiemit der durch mich leider in ihrer Ehre tief gekränkten Frau feierliche und öffentliche Abbitte, indem ich ihr und ihrem Gatten zugleich verbindlichst dafür danke, dass die-selben sich mit dieser öffentlichen Ehrenerklärung begnügen und so mich der verdienten Abstrafung entgehen lassen. Pettau. am ft. Juni 1K90. Martin Murschetz. VtrtatMrtu^cr NrMtm »»» $tr«a*|tkfr: >«,»ß (rOrr frarf wilhtl« BU»ft ia Jkttfta.